Freitag, 30. März 2018

Auferstehung in die eigene Größe

Es drängt mich gerade mal wieder so sehr zu schreiben, ohne dass ich sagen könnte, was genau da raus will. Ich weiß nur, es geht um Ostern, es geht um die Auferstehung und damit natürlich auch um das Sterben.

Ich finde, es ist an der Zeit, dass der Karfreitag nicht mehr dieser tottraurige "Feiertag" ist. Wie hat neulich eine liebe Bekannte so schön gesagt? Es ist an der Zeit, dass Jesus vom Kreuz genommen wird! Das finde ich auch und zwar schon lange. Es ist an der Zeit, diesen leidenden, mahnenden Anblick des leblosen Leibes aus den Kirchen und Häusern verschwinden zu lassen. Wozu auch sich weiterhin an die vermeintliche Schuld und Sünde "erinnern" lassen? Wir sind weder Sünder, noch schuldig, noch ist Jesus für unsere Sünden gestorben. Was für ein Quatsch!

Was macht es denn mit uns Menschen, wenn wir uns ständig vorbeten oder vorbeten lassen, dass wir von Geburt an Sünder sind? Dass wir die Sünde geerbt haben von Eva? Dass wir da gar nichts dagegen machen können, als immer wieder demütig und schuldbewusst zu kreuze zu kriechen und zu beichten? Dieses Dogma hält uns klein, hält uns unten, hält uns in der Schuld und in der Bestrafung, es redet uns ein, dass wir schlecht sind, einfach schon alleine deshalb, weil wir Mensch sind. Ist alles gut? Wir werden als Opfer geboren? Ernsthaft?

Ich verstehe Ostern, das Sterben und wieder Auferstehen ganz anders. Das ganze Leben ist ein einziges Stirb und Werde. Tod und Neugeburt ist ein ganz natürlicher Teil unseres Lebens. Das zeigt schon alleine der Wechsel der Jahreszeiten. Und auch wir Menschen sind in einem ständigen Veränderungsprozess. Wir sind jeden Tag neu, wir sind an keinem Tag der gleiche. Altes an uns stirbt, Neues wird geboren. An Ostern werde ich nochmal ganz extrem daran erinnert, dass ich wachsen darf, dass Altes von mir sterben darf. Ich darf mich bewusst entscheiden, was ich noch an mir haben will und was überholt ist, was gehen darf, welcher Teil in mir sterben darf, welcher Teil in mir Auferstehen darf, geweckt werden will.

Gerade an Ostern dürfen wir diese wunderbare Energie nutzen und uns an unsere wahre Größe erinnern. Wir dürfen die von Schuld geneigten Häupter wieder erheben, wir dürfen uns wieder aufrichten in unsere ganze Größe. Wir dürfen uns wieder erinnern, dass wir großartige, geistige, schöpferische Wesen sind, frei von Schuld und Erblasten aus Evas Zeiten. Wir haben keine Grundschuld, die einem jeden automatisch auferlegt ist. Wir sind frei! Unschuldig wie die Kinder. Wir sind, wie wir sind, genau JETZT, mit allem, was uns ausmacht, genau richtig! Es ist genau so gut! Wir sind genau so gut! Wir machen nichts falsch, wir sind nicht schlecht, wir sind nicht zu faul, zu unzuverlässig, zu dick, zu dünn, zu klein, zu laut, zu frech, zu aufdringlich, zu unorganisiert, zu empfindlich, zu leichtsinnig, zu verträumt, zu naiv. Nein, verdammt nochmal! Wir sind wie wir sind genau richtig!

Wenn uns Jesus an was erinnert mit seinem Tod und mit seiner Auferstehung, dann an das, dann daran, dass wir großartig sind und dass wir das, was er vollbracht hat, auch vollbringen sollen. Das Unmögliche wahr machen und allen zeigen, dass wir eben nicht kleinzukriegen sind. Dass wir allen unseren vermeintlichen "Gegnern", "Widersachern" und "Spöttern" wirklich zeigen wo der Hammer hängt. Dass wir uns nicht mehr von außen reinreden lassen, wie wir zu sein haben, was wir zu tun und zu lassen haben. Dass wir uns nicht mehr erzählen lassen - und schon gar nicht von unserem eigenen inneren Kritiker - dass mit uns etwas nicht stimmt, dass wir falsch sind, dass wir anders sein sollten, wie wir gerade sind.

Jesus sollte kein Mahnmal der Schuld und Sünde sein. Jesus ist pure Inspiration und Erinnerung an unser großartiges Wesen, an unsere Schöpferkraft, an unsere Fähigkeit, Wunder zu vollbringen. Jesus sollte leuchtend dargestellt werden, freudig, tanzend, lachend. Er reicht uns die Hand und hilft uns aufzustehen, aufzustehen in unsere wahre Größe.

Es ist Ostern! Steht auf! Steht auf mit stolzer Brust und hocherhobenen Häuptern! Steht auf und steht zu euch! Steht auf und zeigt euch! Steht auf und lasst alles sterben, was euch nicht mehr dient, was euch klein gehalten hat, was euch einengt, was euch von eurem wahren Wesen wegbringt. Steht auf, rein und geläutert, kraftvoll und würdevoll! Ihr seid perfekt wie ihr seid!

Lasst uns auferstehen in unsere wahre Größe!!!


PS: Die wahre Bedeutung des Kreuzes bzw. des Bekreuzigens ist mir vor Kurzem so klar geworden:
Ich verbinde Himmel und Erde, oben und unten (meine Hand geht von der Stirn zum Herz). Ich verbinde links und rechts, die Pole der Dualität (meine Hand geht von der linken Schulter zur rechten). Ich bin in meiner Mitte, in der Mitte zwischen Himmel und Erde, der Mitte zwischen den Polen und bringe mein Licht in die Welt (ich breite meine Arme aus und bin selbst das Kreuz, das alles verbindet – oben und unten, links und rechts). Alles darf sein!

Foto: pixabay

Samstag, 24. März 2018

Geld ist pure Freude

Diese Erkenntnis ist gestern nochmal tiefer gerutscht. Kennt ihr das, wenn man die Dinge plötzlich noch tiefer versteht? Ich liebe solche Momente!

Die letzten Tage hab ich wieder verstärkt über Geld nachgedacht, habe überlegt was ich wert bin, was mein Wirken wert ist, mit welchem Geldwert ich das ausdrücken könnte. Es ging drum für neue Veranstaltungen einen Preis festzulegen. Gar nicht so einfach... Ich war mal wieder unsicher. Manchmal ist das wirklich schwer einzuschätzen. Selbstverständlich hat mir auch die Kleinheit in diesem Prozess mal wieder einen kurzen Besuch abgestattet. ;)

Und während ich so hin und her überlegte, immer wieder hinspürte, entstand auf Facebook eine Diskussion über Geld. Jemand meinte zu mir, dass wir Menschen doch alle das in Liebe und Freude geben sollten, was wir zu bieten haben, ohne Geld dafür zu verlangen und wenn das jeder macht, dann brauchen wir kein Geld mehr. Hm... Ist das wahr? Ist das meine Wahrheit?

Für mich fühlte sich das ziemlich schräg an. Ganz schnell war klar, dass das auf keinen Fall meine Wahrheit ist. Spielen wir das Spiel doch mal durch. Jeder gibt in Liebe und Freude das, was er zu geben hat und bekommt dafür kein Geld, sondern im Gegenzug das, was der andere gerade zu geben hat. Ginge theoretisch. Allerdings ist das auch nur ein Tausch. Und brauche ich gerade das, was der andere mir geben will und kann? Die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Geld als Tauschmittel hat sich nicht umsonst etappliert. Genau weil wir nicht immer das gebrauchen können, was der andere gerade sonst so zu bieten hat. Ich glaube nicht, dass Lidl (oder ein Ökobauer, der Gemüse anbaut) immer danach lechzt von mir gecoacht zu werden. Auch nimmt Lidl (oder ein Ökobauer) sicherlich nicht Licht und Liebe als Gegenwert für seine Produkte. Also braucht es ein anderes Tauschmittel, mit dem derjenige etwas anfangen kann. Sowas wie Geld wäre da ganz praktisch. ;) Vielleicht erfindet das ja mal jemand.

Es hat für mich eher den Anschein, dass die, die danach rufen, dass wir ohne Geld auskommen sollten und es endlich abschaffen sollten, so gar nicht im Frieden mit Geld sind, dass sie es verurteilen, als schlecht einstufen, als gefährlich, als verrucht. Jemand, der gerne Geld hat, ist dann vielleicht gierig, zu weltlich, will andere ausnutzen oder sie ausnehmen, wie eine Weihnachtsgans.

Das Ding ist, Geld IST. Mehr nicht. Geld ist einfach. Genau wie ein Messer. Mit einem Messer kann ich jemanden töten oder einfach für meine Kinder eine Tomate aufschneiden. ICH entscheide, wie ich es benutze und was ich damit anfange. ICH gebe ihm Wert und urteile darüber. Niemand sonst. ICH habe es in der Hand, ob ich es für Menschen einsetze, für das höchste Wohl oder gegen.

Fakt ist, dass wir im Moment noch in einem System leben, in dem Geld existiert. Wenn ich mir nun also wünsche, dass Geld nicht mehr da ist, dann bin dich doch irgendwie im Widerstand zur Realität, oder? Ich meine, wäre es nicht einfacher es anzunehmen, dass es da ist und anzufangen damit zu tanzen?

Ja, du hast richtig gelesen - damit zu tanzen! Und tatsächlich hat mich das Geld vor längerem schon einmal zum Tanzen aufgefordert. Geld ist für mich pure Freude. Geld ist Energie im Fluss. Geld will fließen wie jede andere Energie und in Bewegung sein. Und es will einfach da sein, wie alles andere auch, was wir so gerne ablehnen.

Dieser ganze Prozess war nochmal richtig wichtig für mich, denn ich habe viel erkannt und mich nochmal richtig innig und aus tiefstem Herzen FÜR Geld entschieden. Ich habe mich für ein Leben mit Geld in Liebe und Freude entschieden. Ich kann nämlich nicht nur das in Liebe und Freude geben, was ich an Fähigkeiten zu bieten habe, ich kann nämlich auch Geld in Liebe und Freude geben. Überraschung! Auch das geht!

Ich tanze mit Geld! Ich liebe Geld! Geld zu haben, in Hülle und Fülle zu haben, zu verlangen, auszugeben, herzuschenken, damit sogar überschüttet zu werden von allen Seiten und es auch großzügig wieder rauszuhauen ist großartig. Das feier ich ohne Ende. Das ist das wie ich mit Geld umgehen will und auch umgehe. Mit Geld spielen! Und ich liebe Menschen, die Geld genauso lieben und feiern, die in ihrer höchsten Freude sind, wenn sie Geld bekommen, wenn sie Geld hergeben, wenn sie andere mit Geld bezahlen, wenn sie mich für meine Arbeit mit Geld bezahlen. Geld ist eine Art von Fülle, sicherlich nicht die einzige, aber eine Art davon und Fülle ist einfach großartig!

So! Ich geh jetzt und schmeiße Geld zum Fenster raus, weil ich es kann und weil ich es will! Und du so?

Foto: pixabay

Mittwoch, 21. März 2018

Mein erster Live-Auftritt

Kinder, Kinder, was ist diese Zeit verrückt! Ich komm gar nicht mehr hinterher. Was sich da plötzlich bewegt und zeigt und tut. Krasses Pferd!!!

Da stand ich doch tatsächlich vor eineinhalb Wochen das erste Mal auf einer Bühne vor Live-Publikum. Naja, es war ein Altar in einer wunderschönen Kirche. Keine Angst, ich bin jetzt nicht zum Pfarrer mutiert. ;)

Die Runde Ecke - meine Geschichte live erzählt hatte diese Location in Warendorf ausgesucht, um einen stimmungsvollen Rahmen für die Geschichtenerzähler zu bieten. Das ist wahrlich gelungen.

Ja, und da durfte ich dann vor rund 70 Menschen meine Geschichte erzählen, zusammen mit 8 anderen beeindruckenden Stories.

Hier das Ergebnis, das ich gestern zum ersten Mal selbst gesehen habe. Ich neige ja dazu, hinterher nicht mehr zu wissen, was ich erzählt habe. ;) Folglich war ich neugierig ohne Ende und wirklich überrascht über das, was da so aus mir rausgekommen ist.

Ich lade euch ein. Mal wieder ein Video von mir, allerdings diesmal ganz anders und auch nur 10 Minuten lang. ;)


Mittwoch, 14. März 2018

Inspirationsgespräch Nr. 3 mit Ute Ullrich - Vom Mut, sich ins Leben fallen zu lassen

Tataaaaaaa!

I proudly present: Mein Inspirationsgespräch Nr. 3! Diesmal mit der wunderbaren, beflügelnden, sprühenden Ute Ullrich!

Mal wieder hatten wir keine Ahnung, welche Richtung das Gespräch nehmen wird. Und dann waren sie da, die Themen:

-"einfach" wir selbst sein
-Mut, loszulassen
-dem Leben vertrauen
-sich selbst vertrauen
-der sein, der man eh schon ist
-und all die Herausforderungen, die es auf diesem Weg so gibt.

Es war wundervoll, Ute zu begegnen. Ich hoffe, ihr genießt es auch so sehr wie ich.

Weiter unten findet ihr alle Links und Inspirationen, von denen wir im Laufe des Videos so gesprochen haben.


Und Teilen wie immer fett erwünscht!





Hier all die Inspiriationen, von denen wir gesprochen haben:

Nähere Informationen zu meiner Satsang-Session am Samstag, den 17.03.2018 hier bei mir zu Hause: https://anja-reiche.blogspot.de/2018/03/satsang-session-bei-mir-zu-hause.html

Hier die Seite von Ute: http://uteullrich.com/




Die Internetseite von Mischa Miltenberger: https://www.adios-angst.de/

Die Internetseite von Karl Gamper: http://www.neuland.vision/

Die Internetseite von Shafiya Caroline Yao (Mantrasingen auf Mallorca): http://www.carolineyao.de/

Die Internetseite von Tobias Beck: https://tobias-beck.com/

Die Internetseite von Stefan Hiene (Retreat in Arco/Italien): https://stefanhiene.de/


Dienstag, 13. März 2018

Satsang-Session bei mir zu Hause

Wie spontan seid ihr denn alle so? Ich bin ziemlich spontan! ;) Seit gestern rattert es wieder ordentlich in meinem Kopf. Ich wollte ja schon seit längerem Satsangs veranstalten. JETZT ist es so weit! Ich hab jetzt Bock auf Satsang mit euch!

Am kommenden Samstag, den 17.03.2018 von 11 Uhr bis 19 Uhr, Kiebitzgrund 68a, 49477 Ibbenbüren.

Und was ist jetzt Satsang? Sitzen, reden, die Fragen des Lebens stellen, seine Themen klären, anderen lauschen, gemeinsamer Austausch und in meinem Fall bestimmt auch die ein oder andere Heilreise nach innen oder eine Lesung aus meinem Buch. Ich stehe euch zur Verfügung mit allem, was mich ausmacht. Ihr bringt mit, was euch gerade ausmacht. Es hat alles Raum, was sich gerade zeigen möchte.

Kosten: 100 EUR (Überweisung vorab oder bar vor Ort)

Für Verpflegung sorgt jeder selbst. Bringt euch gerne was von zu Hause mit. Für die Mittagspause hat es sich bei meinen Veranstaltungen auch bewährt, den Pizzablitz anzurufen. Herrlich unkompliziert. Snacks wie Obst, Nüsse, etc hab ich da. Wasser, Tee und Kaffee ist inklusive.

Anmeldung bitte per Email an: wendungsreichekommunikation@googlemail.com mit Name, Anschrift und Handynummer.

Platz ist für max. 15 Personen

Ich freu mich total auf euch!!!! <3 😍😍

Foto: Anja Reiche

Donnerstag, 8. März 2018

Die Glückseligkeit der Selbst-Erkenntnis

Wisst ihr, was total großartig ist? Wenn einem immer bewusster wird, wie machtvoll man ist! Wenn man die Schöpferkraft nur so durch seine Adern schießen spürt, wenn man wirklich fühlt, dass man ALLES schaffen kann, alles ERschaffen kann, wenn nichts mehr unmöglich scheint.

Mir geht es die letzten Tage ganz extrem so. So viele Dinge, die mir einmal unmöglich erschienen - wie heile Zähne, oder Zähne, die nachwachsen - bringen mich jetzt schon fast zum Lachen, weil ich mir so denke:" Pff... Voll läppisch! Das mach ich doch mit links!"

Ich betrachte die Welt plötzlich wieder - mal wieder - mit völlig anderen Augen und stelle fest, dass ich aufs Neue extrem gewachsen bin, dass ich mal wieder noch ein paar Glühbirnen mehr in meinem Leuchtturm angemacht habe, dass ich noch mehr strahle, noch mehr Kraft habe, mich noch mächtiger fühle, selbstermächtigter, mir noch mehr zutraue!

Dieses Leben ist so ein herrliches Spiel. Unser Geist, unsere Seele, unser Bewusstsein, nenn es wie du willst, weiß ALLES, kann alles, kennt das Spiel in und auswendig. Und weil wir uns erfahren wollen und das alles nicht nur wissen wollen, sondern echt erleben, entscheiden wir uns auf diese Erde zu kommen, wo all das möglich ist. Wir suchen uns also einen Körper aus, ein Vehikel, mit dem das geht. Und um das Ganze noch etwas spannenender zu machen, entscheiden wir uns auch noch dazu, unser ganzes Wissen "zu vergessen". Schließlich wollen wir ja selbst herausfinden, wie das hier alles so läuft und geht. Es macht ja keinen Spaß ein Rätsel zu lösen, dessen Lösung man eigentlich schon kennt.

Dann sind wir also hier auf der Erde und spielen dieses Spiel und sind so gut im Vergessen, dass wir sogar vergessen, dass wir geistige, allwissende, allmächtige, großartige Schöpferwesen sind. Wir hadern mit den Umständen, fühlen uns klein, orientierungslos und machtlos, nur damit wir selbst wieder herausfinden können, dass das gar nicht stimmt.

Ich meine wie krass muss man drauf sein, sich auf so einen Deal einzulassen? Da muss man sich seiner aber schon ganz schön sicher sein, sicher sein, dass man es schafft, sich tatsächlich zu erinnern.
Und mehr ist das Ganze hier nicht. Wir sind hier, um uns an uns selbst zu erinnern! Lass dir das mal auf der Zunge zergehen! Wir müssen nichts lernen, wir müssen nichts werden, wir brauchen uns bloß zu erinnern. Einfach oder? Mehr soll das alles hier nicht.

Jetzt muss ich echt lachen! Weil es uns dann so geht wie mir die letzten Tage, wenn dieses Erinnern immer kraftvoller und deutlicher wird. Dann freuen wir uns wie die kleinen Kinder, weil wir uns selbst auf die Schliche gekommen sind, weil wir immer mehr ein Rätsel lösen, dass wir uns selbst gestellt haben, ein Spiel durchblicken, dass wir uns selbst ausgedacht haben und dann die Regeln absichtlich vergessen haben, weil wir uns selbst drauf kommen wollen. Wir sind schon echt lustige Kerlchen. 😂😂😂

Ich muss gestehen, dass dieses Spiel wirklich Spaß macht. In mir gluckst alles und hüpft und jubiliert. Ich bin übermütig wie ein kleines Kind, weil mir immer klarer wird, wie "unbedeutend" das alles hier eigentlich ist. Unsere Seelen spielen einfach und wollen sich ausprobieren. Sie wollen einfach wissen wie sich dies und jenes anfühlt in einem Körper. Sie sind neugierig wie sich Kleinheit anfühlt, weil sie sie als reine Seele nicht erfahren können. Dazu brauchen sie nunmal einen Körper, der zu Emotionen in der Lage ist. Das pure Wissen reicht nicht. Das ERLEBEN soll her.

Da sitze ich nun und schmunzle vor mich hin. Ich bin mir tatsächlich selbst auf die Schliche gekommen - zumindest schon weitestgehend. ;)  Ich habe gecheckt, verstanden und kann es auch fühlen, dass ich total machtvoll bin, dass für meinen Willen und meine Entschlusskraft alles nur ein Klacks ist. Genau um das zu erfahren, bin ich hierher gekommen. Ich will mich als kraftvoller, mächtiger Schöpfer erleben, der voll und ganz in seiner Verantwortung ist und der das Leben durch sich auf diese Erde fließen lässt, der es erfährt, wie es sich anfühlt, sich sein Leben zu gestalten, das scheinbar Unmögliche zu tun, zu realisieren, zu verwirklichen, zu kreieren. Dazu gehört für mich die Selbstheilung, die körperliche und seelische Gesundung. Das hab ich auf meiner Agenda stehen, auf meinem Seelenplan.

Und genau heute beginne ich zu begreifen, ganz tief zu fühlen, wie einfach das alles ist, wie viel stärker mein Geist ist, viel stärker als Materie, als mein Körper. Natürlich kann ich mich heilen. Gerade verstehe ich nicht, wie ich jemals auch nur ansatzweise daran zweifeln konnte. ;) Geiles Spiel!

(Wisst ihr, was in meinem Taschenkalender für eine Jahreslosung steht? "Ich erfahre meine Macht und Kraft!" Diesen Satz hab ich mir Anfang des neuen Jahres reingeschrieben, weil ich spürte, dass 2018 genau das dran ist. Sensationell!!!!!)

WIR SIND MACHTVOLLE SCHÖPFER!!!!
Foto: Wolfgang Menger

Montag, 26. Februar 2018

Über Schmarotzer, Geld und ein leichtes Leben

Meine Güte brodelt das überall. Da sind so viele Menschen, die ihren Weg gehen wollen, denen aber gerade das Geld ausgeht oder die von ihren Freunden und Familien angegangen werden, denen erzählt wird, dass sie falsch sind.

Was ist das für eine krasse Zeit! Dazu musste ich jetzt unbedingt ein paar Takte sagen.

Den ganzen Mist kenne ich nämlich von mir selbst. Mein Weg war genauso gepflastert von Zweifeln, von Verunsicherung, von Geldmangel und Planlosigkeit und dem tiefen Wissen, dass das doch verdammt nochmal alles leichter gehen muss und darf.

Ich wünsche euch ganz viel Freude mit dem Video. Teilt es gerne, wenn euch danach ist oder markiert Menschen, denen das jetzt gut tun könnte.



Mittwoch, 21. Februar 2018

Hier bin ich, Leben - nimm mich!

Seit Freitag liegt ein Zettel auf meinem Schreibtisch mit genau diesen Worten: "Hier bin ich, Leben - nimm mich!". Sie drücken die Zeitqualität und das, was gerade vorherrscht, so gut aus und mir war klar, dass daraus unbedingt ein Artikel werden will.

Als ich den Zettel geschrieben habe, war da erstmal die pure Euphorie, Tatendrang ohne Ende, Begeisterung, Freude, Energie. Ich fühlte meine Großartigkeit und mir war so extrem nach Feiern und Genuss. Danach, mich zu feiern, das Leben, all die wunderbaren Fügungen. Mir war nach Schlemmen und die Freude schoss mir aus allen Poren. Ich liebte dieses Planlose, das Mitfließen und jeden Moment neu entscheiden, was genau JETZT dran ist. Ich liebte es, mich genau das zu trauen und zu bemerken, dass mein Verstand darüber gar nicht mehr meckerte. Ich war komplett im Fluss, im Moment, im JETZT und sonst nirgends. Herrlich!!!

Dann kamen ein, zwei Tage totale Lustlosigkeit, Verwirrung, Unzufriedenheit, Hin- und Hergerissensein, nicht wissen, auf was ich meine Energie richten soll. In einer Sekunde hatte ich Lust etwas zu schreiben und im nächsten Moment wurde ich unfassbar müde. Ich legte mich hin, nur um von heftigen Energiewellen überrollt zu werden, neue Ideen zu bekommen, aufzustehen, die Ideen umsetzen zu wollen und um dann festzustellen, dass auch daraus nichts wird.

War ich vor Mallorca noch völlig klar, dass es danach mit meiner Ausbildung losgeht, die ich anbieten will, musste ich nun feststellen, dass Mallorca meine Prioritäten total verschoben hat und jetzt so einiges unklarer ist, als vorher. Wer hätte denn schon gedacht, dass ich plötzlich mit Begeisterung Spanisch lerne? Ich jedenfalls nicht...

Am Sonntag habe ich dann Yin Yoga für mich entdeckt. Auch so etwas, mit dem ich so gar nicht gerechnet habe. Inspiriert durch die wunderbare Shafiya Caroline Yao, die unter anderem Yin Yoga anbietet, habe ich mich etwas näher mit dieser Praxis beschäftigt, hab mir Youtube-Videos angeschaut und mir dann einige Übungen ausgesucht. Ich kann nur sagen: WOW!!!! Das geht so tief. Dieses immer wieder loslassen, noch mehr loslassen, die Dehnung spüren, noch mehr ausatmen, was festhält, die totale Hingabe. Das Ganze wirkte bei mir sofort bis in die letzte Zelle. Alles in mir schien sich nur nach dieser Weichheit gesehnt zu haben. Es tut so gut, diese Weichheit nun auch auf körperlicher Ebene zu integrieren. Es ist, wie wenn ich das, was ich im Geiste schon länger mache, nun auch körperlich lebe und so meinen Körper mitnehme, den Körper an Geist und Seele angleiche. Meine Faszien, Muskeln und alle anderen Zellen jubilieren auf jeden Fall ob dieser Entspannung.

Nach einer Stunde Yin Yoga bin ich förmlich auf Wolken durchs Haus geschwebt. Der Wahnsinn, was da in meinem Körper und vor allem auch nochmal mit meinem Geist passiert ist. Da hat es tatsächlich ZOOM gemacht und ich war schockverliebt. Noch eine neue, unerwartete Liebe: Zu Spanisch gesellt sich jetzt auch noch Yin Yoga. Unverhofft kommt eben oft.

Und während ich nun tatsächlich jeden Tag Yin Yoga praktiziere, wird mir so einiges klar, was hier gerade läuft, was das Leben gerade von mir fordert, wo ich gerade stehe. Hatte ich anfangs, als ich diesen Zettel schrieb, noch gedacht, dass es jetzt darum geht, voll durchzustarten und sich vom Leben mitreißen zu lassen, also dass es um Aktivität geht, so wurde ich nun eines Besseren belehrt. Es geht schon darum, sich mitreißen zu lassen, aber im passivsten Sinne.

Ich habe für meinen Teil über viele Jahre (und sogar Jahrhunderte, wenn man die Leben davor noch mitbedenkt 😉) vor allem das männliche Prinzip gelebt. Von Weiblichkeit, hingeben, SEIN, ausatmen, empfangen können, Vertrauen keine Spur. Was das Leben gerade von mir fordert, ist die totale Hingabe, das komplette Reinfallenlassen in das weibliche Prinzip, total loslassen, total weich werden, hineinsterben in den Moment und einfach sein. Alles sein lassen. Egal, was ist - einfach sein lassen. Mir scheint, dass es enorm wichtig für mich ist (und gefühlt für so viele andere), das jetzt absolut zuzulassen, endlich, nach all den Jahren, endlich loslassen, endlich komplett dem Leben hingeben, weil wir es nun können. Wir haben so viel ausgemistet und aufgeräumt mit alten Verletzungen, hinderlichen Überzeugungen, abgelehnten Anteilen, Ängsten, etc. Jetzt, genau JETZT sind wir in der Lage, uns wirklich vom Fluss des Lebens tragen zu lassen, sogar mit Einverständnis des Verstandes. Selbst der hat sich ergeben. Großartig!

Das große Tun kommt noch. Wir empfangen gerade die Impulse, gehen schwanger. Auch so etwas, was ich klar und deutlich merke. Es geht gerade auch ums sich Öffnen, sich für das Leben selbst zu öffnen, dafür, das etwas einfließen darf in uns. Wir werden befruchtet mit Ideen, mit Impulsen, mit den Samen des Lebens. Dafür dürfen wir offen sein, wir dürfen es zulassen, es einströmen lassen und dann reift da etwas in uns. Und auch wenn wir gerade nicht sagen können, was da wirklich reift, so wissen wir, dass es schon gut und richtig sein wird. Wir werden irgendwann wissen, was es ist, was es dann zu tun gilt, wann die Geburt wirklich dran ist.

Genau so fühlt es sich bezüglich der Ausbildung an. Es darf noch reifen. Es scheint noch nicht ganz ausgegoren zu sein. Es scheint noch ein Puzzleteil, ein entscheidender Blickwinkel, ein Impuls zu fehlen. Es ist noch nicht ausgewachsen. Letztes Jahr um diese Zeit bin ich mit meinem Buch schwanger gegangen. Am 1. Februar 2017 begann die entscheidende Reifungsphase. Ich wusste, jetzt ist es bald dran und dennoch war mir noch gar nicht klar, was in das Buch rein soll. Ende Februar fügten sich dann alle Puzzleteile, Klarheit strömte ein und plötzlich war alles ganz einfach. Vom entscheidenden Moment der Erkenntnis bis das Buch dann wirklich auf der Welt war und zu kaufen war, vergingen gerade mal drei Wochen. Es lief alles wie am Schnürchen. Alles war plötzlich einfach und so sonnenklar. Es flutschte einfach. Die Geburt war an der Zeit.

Ich weiß, dass genau diese Klarheit auch jetzt bald kommen wird. Es wird sich zeigen, wann was dran ist und dann wird es einfach sein. Jetzt darf ich erstmal noch im weiblichen Prinzip aufgehen, darf es zelebrieren und auskosten, genießen und feiern, weil ich das gefühlt noch nie so richtig und komplett getan habe, so wertfrei und voller Hingabe, so im Frieden.

Mitfließen, aufgeben, hingeben, loslassen, ausatmen, weich werden, hineinsterben in den Moment.

Hier bin ich, Leben - nimm mich! Ganz und gar, mit Haut und Haaren, ich ergebe mich total! Nie hab ich das lieber getan als jetzt.

Auf der Dachterrasse von Caroline den Morgen begrüßen
und das Licht einströmen lassen!
Foto: Anja Reiche

Mittwoch, 14. Februar 2018

Inspirationsgespräch Nr. 2 mit Caroline Yao

Magic happens - von Heiler zu Heiler

Einige von euch haben es vielleicht mitbekommen, Mallorca war ganz schön intensiv, Retreat pur und alles andere als Urlaub. ;)
 
Dieses wunderbare Wesen, dem wir da begegnet sind, will ich euch unbedingt vorstellen. Heute haben wir uns zu einem Inspirationsgespräch verabredet, um unsere gemeinsame Zeit noch einmal zu reflektieren.

Bühne frei für Shafiya Caroline Yao, unsere Erlebnisse und ihre wilde Geschichte, wie sie nach Mallorca kam.

Viel Freude mit ihr, mit mir, mit uns!


PS: Mehr von Caroline findet ihr hier: http://www.carolineyao.de/



Dienstag, 6. Februar 2018

Mallorca - Was passiert hier mit mir?

Ich verstehe gar nichts mehr und eigentlich immer weniger. Wir sind gerade mal den vierten Tag hier und es kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Es passiert so viel in mir und eigentlich auch wieder gar nichts. Nichts kann ich greifen, nichts kann ich benennen. Umso länger wir hier sind auf dieser magischen Inseln, umso weniger weiß ich warum, was das alles soll und wo sie mich hinführt. Sie, die Insel, die Energie hier.

Weiß und sehe ich sonst immer ganz klar, was in mir los ist, welche Prozesse laufen, so weiß ich hier ganz und gar nicht was passiert. Die Insel arbeitet mit mir, spricht mit mir. Aber ich verstehe nicht, zumindest nicht wie sonst in Worten und Bildern. Ich fühle lediglich. In mir ist so viel los. Aber ich weiß nicht was. Gänsehaut eine nach der anderen, das Bedürfnis alleine zu sein, zu spüren. Alles, was wir so unternehmen, scheint nicht das Richtige zu sein. Es geht darum einfach zu SEIN, hier an diesem magischen Ort im Parc Natural Mondragó, mitten im herrlichen Nirgendwo.

Mondragó - übersetzt "mein Drache". Als ich das gestern erfahren habe, ist mir erstmal die Kinnlade nach unten geklappt. Drachenenergie! Seit über zwei Jahren begleitet mich mein Drache, ein Geistwesen, und spricht mit mir, hilft mir, ein Krafttier der besonderen Art. In der letzten Zeit wird unsere Verbindung immer intensiver. Auch er ruft mich irgendwie. Kurz vor Weihnachten habe ich von meiner Schwester Drachenenergiekarten bekommen. Unfassbar schön!!! Und dann hier dieses Naturschutzgebiet, in dem wir wohnen, das "mein Drache" heißt, in Hintergrund Berge, die man auch die Drachenberge nennt, weil sie im Umriss aussehen wie schlafende Drachen.

Aber dieses Drachending ist noch lange nicht alles. Da findet ein Prozess statt. Ich werde von der Hüterin dieses magischen Ortes betrommelt und besungen. Tränen fließen, wieder Gänsehaut und Energiewallungen ohne Ende. Wir sind so eng verbunden, uns so ähnlich, uns so nah. Schwestern im Geiste. Das Wetter ist echt fies. Wir wollten eigentlich Sonne tanken, aber es ist kalt und nass. Für mallorquinische Verhältnisse ist Scheißwetter, um es mal ganz salopp zu sagen. Auch wenn mich das zwischendurch tierisch nervt - denn nach unserem Aufenthalt kommt selbstverständlich der Frühling zurück - weiß ich gleichzeitig, dass das Teil des Prozesses ist. Das ist jetzt wichtig. Seit gestern fällt immer wieder der Strom aus. Alles in allem scheint hier wirklich ALLES in Aufruhr zu sein, alles spielt irgendwie verrückt, sortiert sich neu. Meinem Partner geht es ähnlich. Er fragt sich hier noch mehr, wer er eigentlich ist und findet keine Antwort.

Mir geht es auch so. Eigentlich weiß ich sehr wohl, wer ich bin. Hier scheint das keine Bedeutung zu haben, ist nicht greifbar. Alles, was ich weiß, ist, dass wir genau hier, genau jetzt, genau mit diesem Wetter, in diesem Moment richtig sind. ES geschieht! Nur weiß ich nicht, was dieses ES ist. Aber es ist wichtig, also lasse ich geschehen ohne zu verstehen.

Mallorca - Was passiert hier mit mir? Öffnet sich ein neues Tor?

Foto: Anja Reiche


Mittwoch, 31. Januar 2018

Um Geld bitten - eine meiner heilsamsten Erfahrungen

Mir wird das gerade nochmal so richtig bewusst, wie verdammt wichtig es war, genau an diesen Punkt zu kommen, an dem ich blank war und mir nichts weiter übrig blieb, als um Geld zu bitten. Ich habe damals meinen Partner gefragt.

Natürlich war mir das total zuwider. Allerdings hatte ich mir geschworen, nie wieder etwas bloß wegen Geld zu machen. Klar hätte ich mir irgendeinen Job suchen können, aber dann hätte ich mich mal wieder selbst verraten. Mein Körper hätte mir in kürzester Zeit die Quittung geschickt. Das wollte ich auf keinen Fall.

Also war das Fragen nach Geld in dem Moment das einzige, was für mich in Frage kam. So scheußlich das auch war, so heilsam war es.

  1. Habe ich gemerkt, dass ich nicht gleich tot umfalle, wenn ich um Geld bitte. Denn Überraschung: Davon stirbt man nicht. ;)

  2. Habe ich bemerkt und erlebt, dass es nichts, aber auch rein gar nichts, an meinem eigenen Wert ändert, ob ich Geld habe oder nicht. Ich bin ein Geschenk für die Welt, durch mein Wirken, durch mein Sein. Ob der Geldbeutel voll oder leer ist, ändert daran nichts.

  3. Eine solche Situation hat ihren Schrecken verloren. Ich bin bereit sowas wieder zu erleben, weil ich bemerkt habe, dass es nicht im Entferntesten so schlimm ist, wie ich es mir immer ausgemalt habe. Das entspannt ungemein, denn es gibt nichts mehr, was es unbedingt zu vermeiden gilt. Herrlich!

  4. Und das ist mir eben erst aufgefallen - war es so heilsam, weil ich zum ersten Mal erlebt und erfahren habe, dass ich nichts tun muss für mein Geld. Ich habe bedingungslos empfangen. Mein Partner hat nie etwas dafür gewollt, nie geschimpft, es mich nie spüren lassen. So konnte diese alte Kopplung "Du musst was tun für dein Geld (und am besten noch etwas, was du nicht möchtest)." endlich gelöst werden. Es war so wichtig, genau das zu lösen. Denn wäre ich nach der Kündigung meines Jobs und nach dem Aufbrauchen meiner Ersparnisse, sofort in der Lage gewesen, vom Coaching zu leben, wäre diese Kopplung geblieben. Dann hätte ich wieder erfahren, dass ich nur Geld bekomme, wenn ich etwas tue. Dann zwar mit Freude, aber der Druck wäre geblieben, immer genügend Termine haben zu müssen.

Die letzten beiden Monate habe ich genau ein Coaching gegeben. Dabei war ich die Ruhe selbst, voll im Vertrauen und ich konnte mir meinen Rückzug total gönnen, mir zu 100 % das zugestehen, was ich so dringend gebraucht habe und es auch noch genießen. Ich weiß, dass es wichtig war. Ich weiß, dass solche Phasen vorbei gehen. Ich weiß, dass auch dann für mich gesorgt ist. Bedingungslos!
Irgendwie geht es immer weiter. Ich werde immer alles haben, was ich brauche. Mein Herz führt mich. Diese Entspannung war nur möglich, weil das Schlimmste, was mir in meiner Vorstellung je passieren konnte, schon passiert war. Ich musste mal nach Geld fragen und hab es überlebt. Ich habe erlebt, dass mir geholfen wird, wenn ich bitte. Ich habe erlebt, bedingungslos zu empfangen. Ich habe gelernt, mich fallen zu lassen, mich tragen zu lassen, mich versorgen zu lassen.

Um Geld bitten - eine meiner heilsamsten Erfahrungen!


(Einen ausführlicheren Bericht über meine beruflichen Irrungen und Wirrungen und die Sorge um Geld findet ihr hier.)


Foto: pixabay


Samstag, 27. Januar 2018

Eigentlich brauchen wir nur so wenig

Wenn ich eines ganz deutlich merke, seit ich die Fastenkur gemacht habe, dann das, dass der Körper weit weniger an Nahrung braucht, als wir ihm hier in der westlichen Welt gemeinhin zuführen.

Nachdem sich ja mein Ausschlag nach nur zwei Fastentagen komplett verabschiedet hatte und wieder kam, als ich wieder anfing zu essen (in alter Gewohnheit und Häufigkeit - so mit Apfelsaft im Tee und mal hier eine Weintraube und mal da eine Mandarine und vielleicht abends auf der Couch noch einen Joghurt oder Flips), wurde ich doch sehr nachdenklich. Meinem Körper schien diese Ruhephase, in der er nichts verdauen musste, sondern sich mit Entschlackung und Entgiftung beschäftigen konnte, echt gut zu tun.

Ich habe recherchiert und gelesen und ausprobiert was Ernährung und gerade Fasten angeht. Nun habe ich ganz intuitiv noch mehr meinen eigenen Rhythmus gefunden. Mein Körper hat nun jeden Tag diese Erholungsphasen, in denen ich keine Kalorien zuführe. Ich esse nur noch, wenn ich wirklich Hunger habe. Also nicht irgendwelche Gelüste oder Appetit, sondern wirklich HUNGER. Das führt dazu, dass ich gegen Mittag mein "Frühstück" zu mir nehme und da ist mir nach wie vor extrem nach Vollwert. Vollkornbrot, also so richtiges Vollkornbrot, kein Pseydovollkorn, in dem dann doch Weißmehl und Zucker enthalten ist. Dazu Butter, Käse, Schnittlauch drauf und manchmal noch Salatblätter. Vielleicht gibt es auch noch etwas Obst. Bananen, Weintrauben und Äpfel stehen gerade hoch im Kurs. Gestern waren es dann auch Trockenpflaumen und Trockenaprikosen. Manchmal gibt es auch Porridge mit gemahlenen Nüssen, geriebenem Apfel, Kokosöl, Erdnussmus, gemahlenen Mandeln und Agavendicksaft. Je nachdem, nach was mir gerade ist. Dazu stilles Wasser oder ungesüßten Kräutertee.

Dann bin ich erstmal richtig satt und zwar den ganzen Nachmittag. Der kleine Snack zwischendurch an Obst oder Smoothie oder auch mal einem Stück Kuchen kann getrost entfallen. Das wäre eine bloße Laune, ein Appetit, aber kein Hunger. Der Körper braucht das nicht wirklich, also brauchen, um zu leben.

Gegen 18 Uhr koch ich dann etwas mit viiiieeel Gemüse. Gestern ein Risotto aus Naturreis mit frischen Champignons, Zwiebeln, Karotten, Rosenkohl, Lauch und Kurkuma. Und das war es dann für den Tag. Ab da gönn ich meinem Körper wirklich Ruhe. Also keine Süßigkeit mehr auf der Couch, kein Schuss Apfelsaft im Tee, kein Wein, einfach keine Kalorie.

Dadurch, dass ich so selten esse, will ich dann natürlich, wenn ich esse auch wirklich gute Nährstoffe zuführen. Das sorgt automatisch dafür, dass ich zu hochwertigen Lebensmitteln greife und genau hinspüre, was mein Körper jetzt wirklich will. 

Was mir auffällt?
  • Der Ausschlag ist wieder weg. Mein Gefühl sagt mir, dass er auch hier eine Überreizung, ein Zuviel angezeigt hat. Zuviel Zufuhr an Nahrung, an Kalorien, die ich eigentlich nicht brauche.
  • Ich schlafe extrem gut. Also viel besser, als vor der Fastenkur, als es abends gegen 21, 22 Uhr eigentlich regelmäßig noch irgendwas zu Mampfen gab, was es natürlich nicht gebraucht hätte und ich dazu noch Tee mit Apfelsaft getrunken habe.
  •  Ich fühle mich klarer und vitaler. Wie wenn mein Körper jetzt endlich genügend Zeit hat, um sich um all die anderen Sachen zu kümmern und nicht nur darum, meine Zufuhr an Essen, das ich eigentlich nicht brauche, einzusortieren. Ich habe dieses Bild von einem Tetris-Spiel. Die Bausteine kommen und kommen und das immer schneller und der Körper lagert einfach alles immerzu nur irgendwo ein, damit es halt weg ist. Aber es liegt dann vielleicht nicht an der richtigen Stelle. Und zum Müllrausbringen bleibt überhaupt keine Zeit mehr. Was liegt, liegt. Rein intuitiv würde ich sagen, dass genau so Schlacken entstehen, Ablagerungen in der Blutbahn, etc. (Wie gesagt, das ist mein Gefühl, ich hab hier keine "Beweise".) Mit meinem neuen Essrhythmus und dem neuen Bewusstsein habe ich das Gefühl, dass der Körper auch endlich mal aufräumen darf, neu sortieren, endlich Luft zum Atmen hat.
  • Für irgendwelche Naschereien, ungesunden Sachen, Süßigkeiten, Kuchen, Joghurt (also "Fruchtjoghurt"), etc. bleibt überhaupt keine Zeit mehr. Es gibt kein Zeitfenster mehr, in das diese Sachen passen würden. Wann sollte ich die schon essen? Wenn ich esse, dann mit Hunger und hochwertig und zwischendurch bin ich schlichtweg satt und respektiere das endlich. Nach dem Abendessen ist Ruhephase angesagt. Da passt also auch nichts mehr rein. Und schwupps erledigt sich so vieles so einfach.
  • Mir fällt es ungemein schwer, aufzuhören zu essen, wenn ich satt bin. Vor allem, wenn der Tisch reich gedeckt ist, wenn das "Angebot" da ist. Nehme ich mir nur das aus dem Kühlschrank, was ich wirklich auch jetzt essen will und lass alles andere drin, dann ist das alles einfach. Wenn aber, wie jetzt am Wochenende, der Tisch voller leckerer Sachen steht, dann finde ich nur schwer ein Ende. Fakt ist aber, dass alles, was über die Sättigung hinausgeht, einfach zu viel für mich ist. Es tut mir nicht gut, wenn ich es doch esse. Der Körper BRAUCHT es NICHT. 
Generell habe ich nicht das Gefühl, dass ich auf irgendwas verzichten müsste. Ich verkneife mir nichts und ich bin mir sicher, dass ich zwischendurch bestimmt auch gerne mal wieder ein Stück Kuchen esse, weil ich einfach Bock drauf habe. Aber das ist dann wirklich die Ausnahme.

Ich bin entschlossen und gewillt, noch mehr auf meinen Körper zu hören, mein Sättigungsgefühl zu respektieren, meinen Hunger ernst zu nehmen und ganz klar von Appetit zu unterscheiden. Und zwar weil genau das mir gut tut, weil ich merke, wie alles in mir aufatmet, weil mir ganz tief bewusst geworden ist, wie wenig der Körper wirklich BRAUCHT.

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Das Nahrungsangebot ist fast überall und fast rund um die Uhr vorhanden. Das ist total unnatürlich, wenn wir mal an unsere Vorfahren denken. Überall Gerüche und visuelle Reize von Nahrung, Restaurants, Supermärkte, Cafés, Imbissbuden, Auslagen in Supermärkten und Schaufenstern. Wer raus geht - und damit meine ich nicht in die Natur - wird fast unweigerlich damit konfrontiert. Dann nein zu sagen, auf seinen Körper zu hören und wirklich nur zu essen, wenn wir Hunger haben und aufzuhören, wenn wir satt sind, ist wirklich eine Challenge. Und dann auch noch hochwertige Lebensmittel, natürliche, nicht verarbeitete... eine wahre Herausforderung. Und dennoch will ich genau das, war mir dessen noch nie so bewusst wie jetzt.

Passend zu meinen eigenen Erlebnissen und Erkenntnissen habe ich gestern einen sehr interessanten Artikel über ein Urvolk in Pakistan gefunden, das als das gesündeste Volk der Erde gilt. Hier geht es zu diesem Artikel. Er bestätigt mich total in meinem Denken und Fühlen:

Eigentlich brauchen wir nur so wenig...


Foto: pixabay


Freitag, 26. Januar 2018

Von der Wichtigkeit unserer Impulse

Da ist heute mal wieder was noch tiefer gesackt in mir. Ich habs noch mehr verstanden und verinnerlicht.

Mir ist ja schon lange klar, wie wichtig es ist, meinen Impulsen zu folgen und tatsächlich praktiziere ich das schon echt ne ganze Weile und nichts und niemand könnte mich davon abhalten, es weiter zu tun.

Und doch ist diese Wichtigkeit heute nochmal tiefer in mich eingesunken, hat sich noch mehr verankert und ich habe noch tiefer verstanden, warum es so unfassbar wichtig ist, ja fast schon ein MUSS, diesen Impulsen wirklich blind zu folgen.

Ich hoffe meine Euphorie reißt euch mit und das Video und die Message verbreiten sich wie ein Lauffeuer!!!!

Fühlt euch eingeladen euch anstecken zu lassen. ;) ♥♥♥

Donnerstag, 25. Januar 2018

Wir dürfen krank sein

Was für eine heilsame Erlaubnis.

Die letzten Tage hat das Thema "Krankheit - Gesundheit" wieder ziemlich in mir gearbeitet. Während meiner Fastenkur habe ich ja alles an homöopathischen Mitteln abgesetzt, alles, was ich an Schüsslersalzen und Naturprodukten so zu mir genommen habe. Ich wollte wissen, was mein Körper macht, wenn er wieder komplett auf sich selbst zurückgeworfen wird.

Darunter war auch mein Konstitutionsmittel Magnesium Carbonicum, das ich schon fast 4 Jahre nehme. Dieses Mittel hilft mir, meinen ganzen Verdauungstrakt zu heilen. Es heilt die Krämpfe, Koliken, Nervenschmerzen, Blähungen, die bei mir immer wieder Thema sind. Und alles wird besser und besser. Dennoch wusste ich die letzten Wochen vor der Fastenkur nicht mehr, wo ich genau auf meinem Heilungsweg stehe. Brauche ich das Mittel noch? Habe ich es schon zu lange genommen? In meinem Bauch hat es immer wieder gezwickt. Immer wieder war da dieses altbekannte Völlegefühl noch Stunden nach dem Essen.

Als ich dann von den Wundern gehört habe, von den Spontanheilungen, die eine Fastenkur bewirken kann, wollte ich es wissen. Ich wollte den Körper auf sich selbst zurückwerfen. Und das habe ich auch getan.

Wie ihr wisst, war die Nesselsucht, die mich auch schon Jahre mal mehr mal weniger begleitet nach 2 Fastentagen komplett weg und auch meinem Bauch ging es überraschend gut ohne das Mittel, ohne Nahrung.

Als ich dann wieder angefangen habe zu essen, war der Ausschlag sofort wieder da. Der Bauch war sehr empfindlich und ich musste mich ans Essen wirklich wieder rantasten, gaaaanz langsam. Und nach einer Woche wieder essen, waren auch meine herkömmlichen Bauchbeschwerden wieder da. Die, weswegen ich das Konstitutionsmittel genommen habe.

Ich kann euch sagen, dass mir das so richtig auf den Zeiger ging. Ich wollte das alles nicht mehr. Ich wollte nicht mehr ständig aufs Essen achten, darauf, dass ich nicht zu viel auf einmal esse. Ich wollte nicht jeden Abend da sitzen und warten, bis die Blähungen und das Völlegefühl so weit zurückgegangen waren, bis ich ins Bett gehen kann. Ich hatte die Schnauze gestrichen voll. Ich erinnerte mich an all die leidvollen Jahre meiner Heilung und die qualvolle Zeit damals, bis überhaupt erstmal eine Besserung durch das Mittel eingetreten ist. Das wollte ich nicht mehr. Das bin ich nicht mehr. Ich hatte das starke Gefühl, da rausgewachsen zu sein, schon einen Schritt weiter zu sein.

Ich stellte mir wieder und wieder die Frage, wo denn der leichte Weg in die Heilung langgeht. Mein restliches Leben läuft so einfach und leicht, wie am Schnürchen. Alles löst sich ganz hervorragend. Alles fügt sich perfekt. Es ist eine wahre Wonne. Nur der Körper will nicht so, wie ich das will.

Das alles wollte ich nicht mehr. Ich wollte gesund sein! SOFORT! Und dann irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ich mir von der Fastenkur tatsächlich eine Spontanheilung versprochen habe. Etwas tief in mir hatte die Hoffnung, dass nach einigen Tagen fasten, keine Symptome mehr vorhanden sind.

Nachdem ich mich mal wieder bei einer meiner Soulsisters ausgekotzt hatte und sie meinte, dass es einfach genau so sein darf, wie es nun mal ist, auch wenn ich das gerade doof finde, kam irgendwann der Frieden und das Verstehen. Danke Jessi an dieser Stelle - du wunderbares, feinfühliges Wesen!

Ja, wir dürfen krank sein. Das ist keine Schande und wir haben deswegen nichts falsch gemacht. Ich weiß immer noch, dass Gesundheit und Heilsein zu meinen Erfahrungen gehört, die ich in diesem Leben machen werde, aber jetzt darf es noch anders sein. Wir haben unseren Körper über Jahrhunderte und Jahrtausende in so vielen Leben mit so hinderlichen Überzeugungen, verdrängten Emotionen und abgelehnten Anteilen krank gemacht. Wir haben Energieblockaden erzeugt, unser System geschwächt, durch die Art zu denken und zu leben. Das hinterlässt Spuren. Und nun bin ich gerade einen Wimpernschlag - verglichen mit der Zeit davor - dabei, meinen Geist zu heilen, zurück zu mir zu kommen, meine Wahrheit zu leben, auszumisten, alte Glaubenssätze über Bord zu werfen, Gefühle bejahend zu fühlen, mich wieder so zu lieben, wie ich eigentlich wirklich bin und ich erwarte, dass mein Körper sofort gesund ist. Das darf ich wirklich in Relation setzen. Auch er braucht Zeit und er darf sie haben.

In mir ist Frieden eingekehrt. Ich erlaube mir meine Symptome. Ich erlaube mir die Einschränkungen, die dadurch teilweise entstehen. Ich erlaube mir, genau so zu sein, wie ich gerade bin. Vor allem meinem Körper erlaube ich das.

Ich habe geglaubt, dass er jetzt ohne Hilfe wieder in seine Kraft finden muss. Ich war hart zu mir, habe zu viel von mir erwartet. Habe mir jegliche Unterstützung, die uns die Natur liebevoll gibt, untersagt, weil ich mir eingeredet habe, dass es jetzt endlich gut sein muss. Genau JETZT! Aber Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht und die Dinge reifen nicht schneller, nur weil ich meine, dass es so sein müsste.

Vorgestern habe ich wieder mit meinem Konstitutionsmittel angefangen. Was für eine Erleichterung. Innerhalb weniger Minuten ging es mir so viel besser. Ich hatte endlich wieder richtig Appetit. Mein System hat sich beruhigt. Es war und ist wirklich eine heilsame "Medizin". Eine wichtige Erkenntnis für mich: Mein Körper braucht das Mittel tatsächlich noch. Es tut mir noch richtig gut.

Ich darf meinen Körper unterstützen, um wieder in sein Gleichgewicht zu kommen. Ich darf genau jetzt all die Symptome haben, die da sind. Alles andere wäre ein Wehren gegen die Realität, gegen das, was eh schon da ist. Ich darf gut zu mir sein, milde mit mir. Ich darf loslassen und mir all das zugestehen. Deswegen mache ich nichts falsch. Deswegen habe ich nicht versagt. Es ist wie es ist - ganz wertfrei.

Nach wie vor folge ich meinen Impulsen und die werden mich auch da sicher zu meiner Vision der Gesundheit führen. Daran geht kein Weg vorbei. Und bis dahin, bin ich ein wertvoller Mensch. Bis dahin, kann ich das Leben genießen, so gut es eben geht. Bis dahin kann ich all das machen, was ich JETZT schon machen kann. Bis dahin kann ich im Regen tanzen. Ich muss nicht warten, bis die Sonne scheint.

Und mit all diesen Einsichten und Erkenntnissen, mit diesem gesunden Zurechtrücken der Perspektive kehrt plötzlich Frieden ein. Genau jetzt ist alles in Ordnung. Mein Körper muss mir nicht die Spontanheilung liefern, die ich so gerne hätte. Er darf so lange Symptome zeigen, wie es für ihn nötig ist. Ich habe losgelassen, ganz tief in mir, tatsächlich losgelassen. Da ist Frieden, da ist eine neue Leichtigkeit. Ich erlaube meinem Körper alles, was gerade da ist und was vielleicht noch kommen mag. Ich verteufele nicht mehr all die Zipperlein. Ich kann es SEIN lassen - einfach SEIN lassen!

Ich fange viel mehr an, die Symptome liebend und wohlwollend zu betrachten, so wie ich ein kleines, krankes Kind betrachten würde. Ich kümmere mich und sorge für mich. Ich nehme mich in den Arm und halte mich. Ich bin an meiner Seite und ich bin für mich da.

Und eins ist sicher: Vom Mond aus betrachtet, ist das Ganze gar nicht mehr so dramatisch.

Foto: pixabay

Sonntag, 21. Januar 2018

Nachbericht zum Fastenexperiment

So nun endlich ein Nachbericht. Einige haben schon danach gefragt. Wie geht es mir seit dem Fastenbrechen letzten Montag? Was hat sich getan? Was ist neu?

Auf jeden Fall hat mir das Fasten ganz viel Klarheit gebracht (erst im Nachhinein - während des Fastens war von Klarheit keine Spur!). Und letztlich bin ich jetzt beim intermittierenden Fasten gelandet, von dem ich vor einer Woche noch gar nichts wusste. Kurz: Ich esse einfach ganz anders und noch bewusster als vorher schon. DAS tut mir gerade richtig gut. 

Ich bin total froh, dass ich diese Hauruck-Aktion "Fasten" gemacht habe.

So und jetzt viel Spaß beim Video!

Mittwoch, 17. Januar 2018

WhatsApp-Coaching - ungewöhnlich und wirkungsvoll

Wer hat Bock auf WhatsApp-Coaching?

Ihr Lieben, schon so lange wollte ich euch davon erzählen und jetzt scheint mir genau der richtige Zeitpunkt.

Ich liebe WhatsApp ja schon lange und seit geraumer Zeit habe ich die Sprachnachrichten für mich entdeckt. Auf diese Weise tausche ich mich mit so vielen lieben Menschen immer wieder tiefgehend aus und dabei passieren die wundersamsten Dinge. Es ist wie Telefonieren auf Raten, nur dass ich es eben machen kann, wenn es mir wirklich passt UND ich kann mir nochmal anhören, was ich da alles erzählt habe.

Ganz oft war es schon so, dass ich wuselig war, in einem Thema festzustecken schien und einfach, um mich zu klären, eine Sprachnachricht an eine meiner geliebten Soulsisters geschickt habe. Und schon nur beim Reden, habe ich mir so manches Mal die Antwort selbst gegeben, die vorher so weit weg schien.

Genauso ging es meinen Gesprächspartnern. Diese Art von Austausch ist einfach magisch, klärt und heilt und transformiert. Und wenn der Groschen doch nicht schon beim Reden fällt, dann doch spätestens bei der Antwort des anderen und im weiteren Austausch. (Meine Soulsisters sind alle mega feinfühlig - Schamaninnen der Herzen sag ich nur.)

Nun kam eines schönen Tages Ende letzten Jahres die liebe Birgit Keup von Lichtblicke (mit ihr hatte ich schon diesen wunderbaren Austausch) um den Dreh und sagte mir, ich sollte mal drüber nachdenken WhatsApp-Coaching anzubieten, denn es wäre ja der Hammer, was da alles mit einem passieren würde. Der Gedanke war mir nicht ganz fremd. Einmal hatte ich schon eine Zusammenarbeit mit einer Klientin auf diese Weise durchgeführt, allerdings damals nur in Ermangelung eines Telefontermins.

Seither trage ich diesen Gedanken mit mir herum und nun ist es endlich soweit, damit nach außen zu gehen. Ich selbst weiß um die Wirkung, die dieser Austausch möglich macht und deswegen habe ich ab heute ganz offiziell WhatsApp-Coaching im Angebot.

Der Pauschalpreis von 150 EUR bleibt (glaubt mir, ich schicke laaaaange Sprachnachrichten) und der Kontakt besteht so lange, bis wir beide das Gefühl haben, dass es jetzt gut ist. Mein Angebot bleibt also eigentlich wie gehabt, nur dass zu Email, Skype-Gespräch, Telefonat und persönlichem Treffen nun auch noch der Austausch über Sprachnachricht dazu kommt.

Wer sich spontan angesprochen fühlt (oder auch später), schickt mir einfach eine Email mit seiner Handynummer und Anschrift an wendungsreichekommunikation@googlemail.com, dann schicke ich meine Handynummer zurück und dann kannst du mir schon in einer ersten Sprachnachricht dein Anliegen schildern. Der Austausch, die Klärung und Transformation, die Wende zurück zu dir kann losgehen.

Ich finde das so geil! Die Technik von heute ist einfach der Hammer! Und ein festes Danke an dich Birgit, dass du mir diesen Floh ins Ohr gesetzt hast! Tausend Dank! <3 <3 <3

PS: Eine genauere Beschreibung meines Wirkens findest du hier
 
 
Foto: pixabay

Montag, 15. Januar 2018

2. Bericht Heilfasten und unerwartetes Fastenbrechen


Ihr Lieben, hier nun wieder ein Bericht von meinen Erfahrungen der letzten Tage bezüglich Heilfasten. Was für ein krasses Erlebnis. Tatsächlich habe ich heute schon das Fasten gebrochen und wieder angefangen zu essen, obwohl ich mindestens eine Woche durchhalten wollte. Aber Entscheidungen sind nun mal dazu da, um über den Haufen geworfen zu werden. ;) Ich weiß für mich, wann es einfach gut ist. Wie es dazu kam und was mein Körper alles mit mir gemacht hat, erfahrt ihr im Video.

Habt ihr auch schon mal gefastet und wenn ja wie und wie lange und mit welchen Erfahrungen? Das würde mich total interessieren!

Samstag, 13. Januar 2018

1. Zwischenbericht vom Heilfasten

Meine Güte, was hat man plötzlich viel Zeit, wenn das Essen und Kochen und Einkaufen wegfällt... Und was der Körper alles so für interessante Sachen macht... Spannend, sehr spannend.
Aber seht und hört selbst:

Donnerstag, 11. Januar 2018

Experiment Heilfasten

Sodalla, wie der Frrranke sagt. Jetzt geht's los. Ich starte heute mein Experiment "Heilfasten". Gestern wusste ich davon noch nichts. Doch dann hat mich ein Video über Heilfasten gefunden und mir war sofort klar, dass das jetzt genau das Richtige ist. Warum, wie das alles genau kam und was mich an der Doku über Heilfasten so fasziniert hat, erzähl ich euch im Video. Viiiieeel Spaß beim Anschauen!


Montag, 8. Januar 2018

Eigenverantwortung heilt

Die letzten Wochen waren heftig. Seelisch wie körperlich war so vieles los, wollte angeschaut, erkannt und gefühlt werden.

Während der Körper schmerzte, fragte ich, was da noch erlöst werden will. Erinnerungen an so viele Tode kamen hoch. Ich wurde ertränkt, verbrannt, lebendig begraben, zu Tode gefoltert, eingequetscht. Mir wurde klar, dass in meinen Zellen unheimlich viel Opferbewusstsein gespeichert ist, resultierend aus diesen Erfahrungen. Dieses gespeicherte Opferbewusstsein hat mir in diesem Leben viele körperliche Beschwerden verursacht. Es darf erlöst werden. Der Körper schreit danach.

Heute ist mir dann noch einiges mehr dazu klargeworden. Bei all diesen Erinnerungen an so viele Tode ist nicht die Opfer-Erfahrung an sich das Schlimme, sondern dass ich nicht die Verantwortung für meine Gefühle in diesen Situationen und mein Erleben übernommen habe. Erst das erzeugt mein Leid. Das macht meinen Körper auch krank. All die Gefühle, für die ich die Schuld bei anderen suchte, speicherten sich in meinem Körper ab. 

Wir neigen dazu, uns die leidvolle Geschichte wieder und wieder selbst zu erzählen, immer wieder über die „Täter“, die „Unterdrücker“ zu schimpfen, mit dem Finger auf sie zu zeigen und immer wieder darauf hinzuweisen, dass unser Leben besser gewesen wäre, wenn es sie nicht gäbe bzw. gegeben hätte und damit werden die unangenehmen Gefühle der Ohnmacht, Kleinheit, Schuld, Wut, Scham usw. immer tiefer gespeichert, immer mehr in den Zellen verankert. Sie können nicht fließen. Wir halten sie fest.

Wenn jetzt unser Körper schmerzt, dann zeigt er uns unter Umständen, wo wir noch nicht die Verantwortung für unsere Gefühle übernommen haben, wo wir noch Schuldzuweisungen an andere aussprechen, bei mir extrem aus vergangenen Leben. Ja, ich wurde oft ermordet, konnte mich nicht leben und ausdrücken, kam auf grausamste Weise ums Leben. Aber all diese Erfahrungen habe ich mir erschaffen, meist durch mein Opferbewusstsein. Meine Seele wollte die Erfahrung des Opfers machen. Sie wollte wissen, wie das ist. Ganz profan und einfach. Oft genug war ich auch derjenige, der die Anweisung gab, andere hinzurichten, zu ermorden, zu foltern. Ich stand also auch oft genug auf der anderen Seite. Ich war Opfer aber auch Täter. Ich war Teil dieses Spieles, das nur funktionieren kann, wenn es Täter UND Opfer gibt, mit Menschen, die nicht in ihrer Eigenverantwortung sind, die sich ihrer Macht, die ihnen von Natur aus eigen ist, nicht bewusst sind. Selbst als unbewusster Täter, als unbewusster Machthaber, der glaubt über andere herrschen zu müssen, bin ich eigentlich Opfer, fühle mich von anderen bedroht, fürchte um meine Machtposition, glaube, die Macht nur im Außen erlangen zu können mit Titeln und Befugnissen. 

Und das genau ist die Lüge. In seine Macht kommen bedeutet nicht Macht ÜBER andere zu haben, sondern sich seiner eigenen Schöpferkraft bewusst zu werden und zu wissen, dass ich nur die Macht über MEIN Leben brauche, nicht über andere. Die Macht meines Schöpfergeistes - sie ist es die ich brauche. Mehr nicht. In meine Größe zu kommen, bedeutet nicht andere zu unterdrücken. In meine Größe kommen bedeutet, einem jeden anderen auch seine Größe zuzugestehen, mir inklusive.

So nützt es also nichts, wenn ich Leid erfahre (jetzt oder früher) und die Schuld daran den anderen gebe. Schaue ich genauer hin, stelle ich nämlich fest, dass das Leid erst entsteht, wenn ich Gefühle wie Ohnmacht, Wut, Scham, Schuld, Kleinheit oder Ähnliches erfahre und die Verantwortung dafür bei anderen suche. Das kreiert erst das Problem, erzeugt Blockaden im Körper, Energiestau. Ja, ich habe Situationen erlebt, die all die unangenehmen Emotionen in mir ausgelöst haben und die Erfahrungen waren oft keine schönen und dennoch geht es nur um das Gefühl. Es ist MEIN Gefühl das ich erfahre in Situationen, die ich so erschaffen habe. Niemand hat dafür Verantwortung außer ich selbst. Ich bin sowohl Schöpfer der Situation wie auch der Emotion. Wehre ich mich dagegen, leide ich, die Gefühle verdichten sich, können nicht durch mich durchfließen und machen mich am Ende krank. Sie setzen sich fest, weil ich nicht in meiner Verantwortung bin, wenn ich den Schuldigen für meine Erfahrung suche.

Nehme ich das alles als meine Schöpfung an, fließt die Emotion durch mich durch. Sie kommt, ich fühle sie bejahend, sie geht und verlässt mein Energiesystem ohne hinderliche Spuren zu hinterlassen. Ich habe eine Situation erschaffen, ihre Auswirkungen erfahren und gefühlt und gut. Ich nehme wahr, denke mir „Ach interessant, wie sich das anfühlt!“ und fertig. Das heißt es, Schöpfer zu sein. Und dann treffe ich eine neue Wahl, je nachdem ob sich diese Erfahrung zu wiederholen lohnt oder nicht.

Wir dürfen getrost aus dem Opfer-Täter-Spiel aussteigen und komplett in unsere eigene Verantwortung kommen, aufhören zu urteilen über jegliche Erfahrung und diejenigen, die uns diese Erfahrungen ermöglichen.

Eines ist mir nämlich auch klargeworden. Unsere Eltern verkorksen uns nicht. Wir haben uns mit ihnen verabredet, damit sie uns durch unsere Erfahrungen mit ihnen zeigen, was wir eh schon über viele Leben in uns gespeichert haben. Nicht sie machen uns zum Opfer, sie zeigen uns, dass das Opferbewusstsein bereits da war, bevor wir ihr Kind wurden und helfen uns, uns daraus zu lösen. Dazu dürfen wir hinschauen und erkennen, dass wir durch sie lediglich unsere eigene Schöpfung erfahren. Die Gefühle von Ohnmacht und Schuld, von Kleinheit und Hilflosigkeit waren schon in meinen Zellen gespeichert, in meinem Energiesystem, BEVOR ich in diesem Leben auf die Welt kam. Meine Eltern zeigten mir lediglich, dass genau das in mir schlummert und erlöst werden will. Diese Sicht der Dinge hilft mir enorm, von Schuldzuweisungen abzusehen, es führt mich vielmehr in die Liebe und in die Dankbarkeit meinen Eltern gegenüber, die sich als großartige, liebende Seelen dazu bereit erklärt haben, für mich in diesem Leben ganz oft den Buhmann zu spielen. 

Wie wunderbar wandelnd und heilsam es doch ist, komplett in seine Verantwortung zu kommen. Es macht mich freier und freier, größer, präsenter und machtvoller im positivsten Sinne. Diese Macht setze ich ein zum höchsten Wohle aller, also auch zu meinem höchsten Wohle. 

2018 ist ein Schöpferjahr, kraftvoll und voller Wunder für diejenigen, die bereits auf ihrem Weg sind, die immer mehr in ihre Verantwortung kommen. Diejenigen, die immer noch mit Schuldzuweisungen beschäftigt sind, könnte es ganz schön schütteln. Reichen wir ihnen die Hand und gehen wir vor allem mit gutem Beispiel voran. Dem Beispiel der Eigenverantwortung und der damit verbundenen Kraft. 

PS: Im Übrigen hatte ich heute im Wald an meinem Kraftort das Bedürfnis mich zu bekreuzigen. In meinem ganzen Leben habe ich das noch nicht getan. Doch heute bekam diese Geste, die ich bisher mit tiefstem katholischen Glauben, mit dem ich mal so gar nichts anfangen kann, verbunden habe, eine tiefe, neue Bedeutung für mich:

Ich verbinde Himmel und Erde, oben und unten (meine Hand geht von der Stirn zum Herz). Ich verbinde links und rechts, die Pole der Dualität (meine Hand geht von der linken Schulter zur rechten). Ich bin in meiner Mitte, in der Mitte zwischen Himmel und Erde, der Mitte zwischen den Polen und bringe mein Licht in die Welt (ich breite meine Arme aus und bin selbst das Kreuz, das alles verbindet – oben und unten, links und rechts). Alles darf sein!

Foto: pixabay



Dienstag, 19. Dezember 2017

Du bist genau JETZT in Ordnung

Ihr Lieben,

die ganze Zeit habe ich überlegt, wann wohl der richtige Zeitpunkt ist, um dieses Video zu teilen. Doch irgendwie wollte und wollte es sich nicht stimmig anfühlen und ich hatte mich schon damit abgefunden, dass es dann eben nichts damit wird, euch das Video passend in der Adventszeit zu schenken.

Doch heute ist der Impuls endlich da. Heute ist es rundherum stimmig. Heute passt diese Botschaft einfach.

Wie ihr wisst, wurde ich die letzten Tage und Wochen ganz schön geschüttelt und auch euch erging es anscheinend ganz genauso. Immer wieder wurde an unseren Grundfesten gerüttelt, immer wieder haben wir uns in Frage gestellt, wieder und wieder kamen Selbstzweifel und alte Muster. Egal wo ich hinhöre, es brodelt und arbeitet.

Deswegen könnte das Video gar nicht passender kommen und gar keine passendere Botschaft haben:

Du bist genau JETZT in Ordnung!

Ich wünsche mir, dass meine Worte gaaaaanz tief in euch einsinken und wirken.

Für einen jeden einzelnen, den diese Worte berühren!



PS: Teilen selbstverständlich erlaubt und erwünscht!

PSS: Dieses Video war mein erster Versuch für den Adventskalender von KerstinWerner. Sie hat Gott sei Dank noch mehr aus mir "rausgeholt" und es gab ein neues Video. Wer das sehen möchte, bitte hier entlang, 3. Türchen: https://www.kerstin-werner.de/adventskalender










Montag, 18. Dezember 2017

Ein Sortierungsversuch

Ich versuche nun mal das fast Unmögliche - mich sortieren und in Worte fassen, was da los ist die letzten Tage und Wochen.

Immer wieder wollte ich mich hinsetzen und schreiben oder ein Video aufnehmen, aber irgendwie war es dann doch nicht dran, weil schon wieder etwas anderes präsent war. Ich erlebe die letzten Wochen als unheimlich krass, reinigend, die Emotionen fahren Achterbahn, so viele alte Themen kommen hoch und wollen erlöst werden. Es fühlt sich wie ein enormer Hausputz an, den ich in der Intensität nur selten erlebt habe. Dinge werden klar und bewusst, zig innere Kinder kommen angelaufen und wollen Heilung, immer wieder werde ich getriggert durch meinen Partner, durch meine Familie und immer, wenn das passiert, schaue ich mir zu und merke: "Das bin ich nicht mehr!  Die, die da so extrem reagiert und in alten Mustern läuft, das bin ich nicht mehr."

Irgendwie schaue ich mir generell die letzte Zeit total viel zu. Ich bin zwei Personen gleichzeitig. Einmal die, die das alles erlebt und heftig fühlt und dann die, die mich dabei beobachtet und in sich einen tiefen Frieden trägt und weiß, dass das jetzt alles genau richtig ist.

Ich lebe zurückgezogen wie schon lange nicht mehr. Sämtliche Termine im Dezember hab ich abgesagt. Ich bin einfach nur zu Hause, bei mir und spüre, fühle, existiere, atme und beobachte. Im Moment kann ich überhaupt nichts planen und ich will auch überhaupt nichts planen. Ich weiß ja noch nicht mal, was die nächsten fünf Minuten passiert. Früher wäre mein Verstand wahrscheinlich total durchgedreht. Gerade kann ich mir das alles super zugestehen. Ich bin versorgt. Es ist alles gerade richtig so, wie es eben ist. Ich BIN einfach und das reicht total. Ich lebe im Moment und von Moment zu Moment, gestehe mir alles zu. Lange im Bett liegen, spät ins Bett gehen, viel lesen, schöne Filme schauen, keine Termine haben, Nachrichten nicht beantworten oder nur knapp, maulfaul sein und generell faul sein, nicht putzen oder nur, wenn ich wirklich Lust habe, Unordnung sein lassen und fühlen, fühlen, fühlen, fühlen.

Dieser Advent hat es wirklich in sich. Es ist ein Zugehen auf etwas, ein Zugehen auf mich, auf mein Licht. Ich komme mir noch näher, werde geführt von einem Stern, in mir. Er leuchtet meinen Weg und sorgt für diesen tiefen Frieden. Ich sehe ihn - sehe mich - und weiß, dass alles gut ist. Ich bin auf dem richtigen Weg. Wie viele Täler und Berge, Wiesen und Wälder und vielleicht unwegsames Gelände ich noch durchqueren muss, um bei mir anzukommen, weiß ich nicht. Und es ist auch gar nicht wichtig. Da ist dieser Stern, da bin ich und ich werde mir wieder noch näher kommen. Das ist Fakt und was dafür getan werden will, gefühlt werden will, erlebt werden will, das wird getan, gefühlt, erlebt, auch wenn es manchmal unangenehm ist. Eine andere Option gibt es für mich nicht. Ich bin einfach für mich da, weil ich mich jetzt brauche.

Foto: Anja Reiche

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Sehnsucht

Ich sehne mich nach einer Mutter. Meiner Mutter, so wie sie nie war. Ich sehne mich nach einer Mutter, die mich annimmt wie ich bin, bei der ich nicht als schwierig gelte, wenn ich meine Meinung sage, bei der ich geliebt werde, auch wenn ich wütend bin. Ich sehne mich nach einer Mutter, die mich versorgt und nicht aussaugt, zu der ich gehen kann und ihr meine Probleme erzählen kann, an die ich mich anlehnen kann, bei der ich das Gefühl habe, sie ist ein Fels in der Brandung und nichts und niemand kann sie erschüttern. Ich sehne mich nach einer Mutter, bei der ich mich fallen lassen kann und weiß, dass sie mich fängt, dass sie immer für mich da ist, egal, was ich gemacht habe, egal, was ich habe, was ich denke und fühle und sage.

Ich sehne mich nach einer Mutter, die greifbar ist, die für sich sorgt und mir durch ihre Selbstliebe zeigt, dass ich mich auch selbst lieben darf, dass ich Fehler haben darf, dass ich verzweifelt sein darf, dass ich unlogisch sein darf, verrückt und dabei voller Freude. Die mir vorlebt, dass ich ok bin, genau jetzt.

Ich sehne mich nach einer Familie, in der jeder in seiner eigenen Verantwortung ist, in der keiner etwas vom anderen erwartet, sondern ihn einfach so sein lässt, wie er gerade ist. In der sich niemand über den anderen stellt und nichts vom anderen braucht. In der jeder für sich selbst sorgt, in der jeder offen und ehrlich ist und wirklich sagt, was er denkt und fühlt. In der die Fetzen fliegen können und dennoch jeder bei sich schaut.

Ich sehne mich nach einer Familie, in der sich jeder traut, seine Schwächen zu zeigen, seine Wunden offenzulegen, in der jeder ganz klar nach außen geht, mit dem, was gerade in ihm vorgeht. Ich sehne mich nach einer Familie, in der jeder mutig genug ist, er selbst zu sein und sich zu zeigen. Ich sehne mich nach Echtheit und Konstanz, nach Klarheit und Liebe. Danach, dass jeder für sich selbst sorgt und jeder wichtig genommen wird, gesehen wird, mit seinem wahren Wesen.

Wenn ich das schreibe, stehen mir die Tränen in den Augen und mein Hals wird ganz eng, tut richtig weh, mein Herz brennt.

All das kommt in den letzten Tagen nochmal hoch. So eine Mutter, so eine Familie habe ich nicht, hatte ich nie. Zumindest, wenn es um meine Ursprungsfamilie geht. Meine Schwester immer ausgenommen. Wir haben uns getragen durch all das Grau, durch all die Irrungen und Wirrungen, gaben uns Halt und waren fest verbunden, sind es noch. Gott sei Dank! Eine alleine hätte es wahrscheinlich nicht geschafft. Ich danke dir!

Da ist kein Groll, nur Schmerz. Mir ist klar, dass meine Familie auch nur aus verletzten kleinen Kindern besteht, die selbst nie richtig versorgt wurden. Sie hätten das alles gar nicht leisten können und ich erwarte auch nichts. Wenn man bedenkt, wie verletzt sie wirklich sind und ihren Weg sieht, haben sie es schon fast gut gemacht.

Warum ich das schreibe? Irgendwie wollte es gerade raus. Die letzten Wochen sind geprägt von Innenschau und Einkehr, von Transformation und Heilung. Mein inneres Kind will wieder noch mehr versorgt werden. Es wartet wieder noch mehr Freiheit auf mich. Es gilt zu spüren und hinzusehen, immer einen kleinen Schritt nach dem nächsten zu tun und zu fühlen, was gerade da ist.

Foto: Anja Reiche