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Mittwoch, 3. März 2021

Ich erlaube mir, zu gehen

"Da gehöre ich nicht dazu." Sehr viele Menschen stellen gerade fest, dass die Menschengruppen (Arbeit, Familie, Freunde, Nachbarn, Clubs, etc.), in denen sie sich bisher ganz selbstverständlich bewegt haben, nicht mehr das richtige Umfeld sind. Vielleicht gab es vor dieser verrückten Zeit schon Hinweise, dass es eventuell nicht so ganz 100%ig stimmt, aber man konnte es noch kompensieren.

Nun werden die Unterschiede und Kluften teilweise extrem klar, offensichtlich und überdeutlich. Es lässt sich nicht mehr verbergen. Die gemeinsame Zeit scheint abgelaufen zu sein.

Und dann gibt es da dieses Phänomen: Wir bleiben trotzdem. Wir versuchen mit allen Mitteln doch irgendwie dazuzugehören, uns anzupassen, einzufügen, die anderen passend zu machen, damit wir doch bleiben können. Wir scheuen den Abschied. Wir scheuen das Verlassen des Gewohnten, der "Herde", der Zugehörigkeit, die in Wirklichkeit nie richtig gegeben war.

Wir kleben an dem, was eigentlich gar nicht mehr stimmt. Die bloße Vorstellung uns umzudrehen und ins Unbekannte zu gehen, hinaus in die weite, fremde Welt ohne direkt einen neuen Anschluss zu haben, macht uns Angst. Wahrscheinlich sogar kindliche Todesangst. Als Kind hätte das auch unseren Tod bedeutet. Ohne Familie, ohne Clan wären wir über kurz oder lang gestorben. Deswegen war Anpassung unsere Überlebensstrategie. Deswegen passen wir uns immer noch lieber an, als zu gehen. Diese kindliche Angst wirkt noch immer. Das Ausscheiden aus der Gemeinschaft ist lebensbedrohlich.

In diesem kindlichen Bild ist die Möglichkeit, dass es andere, passendere Gemeinschaften gibt, nicht inbegriffen. Das kommt da nicht vor. Es gibt nur diese eine Gemeinschaft, die das Kind kennt. Sonst ist da nichts und die muss doch verdammt nochmal irgendwie passen, passend gemacht werden oder ich muss mich passend machen. Da ist kein Urvertrauen in das Leben selbst. Da ist keine Idee davon, dass es auch irgendwie anders weitergehen kann. Da ist keine Idee davon, dass wir nicht mehr das Kind sind. Wir sind Erwachsen und das Leben selbst trägt uns. Es gibt mehr als unseren kleinen Teller über dessen Rand wir nicht schauen und schon gar nicht fallen dürfen. Weg vom Rand, der ist gefährlich!

In den letzten Wochen machen sich bei mir Hüfte und Knie der rechten Seite sehr bemerkbar. Heute kam da der Satz "Ich erlaube mir, zu gehen". Das Gehen ist nämlich tatsächlich eingeschränkt. Sehr kleiner Radius der Bewegungsfreiheit.

Ich weiß, dass es mit meiner Ursprungsfamilie zu tun hat. Ich fragte mich, warum sie mich nicht gehen lassen, denn so fühlte es sich an. Wie wenn sie mich hindern wollten, dass ich zu weit gehe, dass ich zu groß werde, dass ich in Gefahr gerate, wenn ich sichtbar werde, wenn ich raus gehe.

In einer Begegnung auf Seelenebene wurde deutlich, dass sie mich sehr wohl gehen lassen, dass sie sogar darauf bestehen, dass ich raus in die Welt gehe und mein Ding mache, dass ich mein Leben lebe. Auf jeden Fall soll ich das tun. Sie schoben mich regelrecht zur Tür raus. Und was machte ich? Ich blieb wie angewurzelt stehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ich war nicht in der Lage, mich umzudrehen und ihnen den Rücken zuzukehren. Der Blick in die Weite, in die Fremde, ins Ungewisse raubte mir schier den Atem. Wie erstarrt stand ich da und bewegt mich keinen Zentimeter.

Ich hatte mir nicht erlaubt, zu gehen. Zumindest ein Teil von mir. Er ist wie in Schockstarre. Gefrostet. Weit aufgerissene Augen, der Atem angehalten, Blick ins Ungewisse. Dieser Teil ist noch nicht mal mein inneres Kind. Es ist eher die junge Frau, 19, 20 Jahre alt und in der festen Überzeugung, dass sie alles ganz alleine schaffen muss. Alle Last auf ihren Schultern. Sie mit ihrer Unerfahrenheit muss jetzt plötzlich wissen, wie das Leben funktioniert. Sie muss jetzt irgendwie zurechtkommen, gefühlt alleine, immer souverän, darf nicht scheitern, keine Schwäche zeigen. Und dann noch die Angst vor Verletzungen, vor Nähe, vor wirklicher Offenheit. Deswegen auch die Idee, alles alleine machen zu wollen. Das schützt. Umso weniger tiefe Verbindung, umso besser.

Und da ist er der Konflikt, der sich in meinem Körper ausdrückt. Die Diskrepanz zwischen "dem eigenen Weg" und "der Herkunftsfamilie". Letztere muss von der jungen Frau verlassen werden, aber der eigene Weg macht Angst und Druck. Also geht es weder vor noch zurück. Schockstarre. Erstarrung. Sich nicht bewegen können.

Mein Ich von heute nimmt jetzt erstmal diese junge Frau, die ich mal war, in den Arm und flutet sie mit Liebe und all dem universellen Wissen, das ich heute habe. Ich erzähle ihr, wie das Leben wirklich funktioniert und dass sie ganz vielen Irrtümern aufgesessen ist. Ich erzähle ihr von all den wunderbaren Menschen, von der Gemeinschaft der Soulfamily, von Magie, Wundern und Schöpferkraft, von Leichtigkeit und davon, was es bedeutet, sich tragen zu lassen. Ich lehre sie, zu empfangen und heile ihre Wunden. Die Starre löst sich, die Versteinerung weicht auf. Die Angst verlässt den Blick und macht das Herz frei für den Fluss des Lebens.

Ja, sie will raus in die Welt. Ja, sie will das große Unbekannte, Abenteuer, rein ins Nichtwissen, dem Unsichtbaren folgen, das Leben spielen und erforschen, lachen, lieben, weinen. ALLES! Die junge Frau ist aufgewacht. 💗

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Eine Heilreise zum inneren Kind - live

Sooooo heilsam, soooo wundervoll. Ich bin gerade einem inneren Kind von mir begegnet, das mir in den letzten Monaten immer wieder erzählt hat, dass wir gewissen Situationen nicht gewachsen sind, dass wir keine Chance haben, wenn wir da raus gehen, dass da eine Übermacht am Wirken ist und dass es viel besser ist, einfach unsichtbar zu sein, sich nicht blicken zu lassen, nicht aufzufallen.

Grundüberzeugungen der Kleinen: Ich bin dem nicht gewachsen. Ich habe keine Chance. Ich bin nicht willkommen. Ich bin das Problem. Ich werde nicht gesehen. Für meine Zartheit ist kein Platz. Ich bin dem Ganzen ohnmächtig ausgeliefert.

Ich nehme euch mit auf diese innere Heilreise, die ich eben gemacht und aufgezeichnet habe. Wow! Ich liebe diese "Arbeit", dieses Wirken, diese Befreiung, diese Heilung. Dieses Leben ist so wundervoll einfach, die "Mittel", "Methoden" sind so wundervoll einfach.

Fühlt euch eingeladen in mein Innerstes, zu meinem kleinen Mädchen, dazu, meinem Heilungsprozess beizuwohnen. Das Video (auf Facebook zu finden) bzw. der Podcast darf sehr gerne geteilt werden. Möge er Balsam auch für andere sein. 💗 

Freitag, 15. November 2019

Das goldene Zeitalter ist jetzt

Kein Konzept, nur Gefühl.
Keine Beweise, nur inneres Wissen.
Keine Studien und Belege, keine Forschungsergebnisse, nur Selbsterfahrung, eigenes Erleben und Erfühlen.

Dieses Leben anders zu leben, als die Gesellschaft es für richtig hält, ist eine der größten Herausforderungen überhaupt. Gegen den Strom zu schwimmen, selbst zu denken, Dinge in Frage zu stellen, die seit Jahrhunderten als Wahrheit propagiert werden, eine absolute Challenge.

Wir haben nichts Greifbares in der Hand, wenn wir uns auf unser Gefühl berufen, wenn wir Antworten aus der geistigen Welt bekommen, aus dem All-Bewusstsein, aus der universellen Quelle. Wie sollten wir beweisen, dass da gerade unsere Seele, unser Geistführer, ein Erzengel mit uns spricht und uns sagt, dass wir schon alles richtig machen? Wie sollten wir belegen, dass unsere Intuition ALLES weiß, dass unsere Seele ALLES weiß, wenn die scheinbar harten Fakten etwas anderes sagen?

Wenn alles gegen dieses bisherige Weltbild spricht, gegen das, was wir in der Schule gelernt haben, gegen das, was uns unsere Eltern beigebracht haben, was uns bei Ämtern und Behörden erzählt wird, was die angeblichen Experten mit Doktortitel und tausend Zertifikaten behaupten, dann bleib mal stehen mit deiner Wahrheit, die "nur" ein Gefühl ist.

Wen wundert es da, dass wir so gerne zweifeln? Wen wundert es, dass wir vor allem uns selbst in Frage stellen und nicht die anderen? Wir haben nichts ins Feld zu führen, was landläufig als Beweis gilt, was "offiziell" anerkannt ist.

Und dennoch gibt es für mich keinen anderen Weg. Meine Selbsterfahrung, meine eigene kleine Forschungswerkstatt mit all den wunderbaren Ergebnissen, ist mir Beweis genug. Das Lebensgefühl, das ich habe, seit ich ausschließlich auf mein Bauchgefühl höre, ist es mir wert, dass ich diesen Weg gehe, wenn nötig alleine.

Aber dieses "alleine" stimmt gar nicht. Wir sind so viele, die die gleiche "neue" Wahrheit teilen, die diese wunderbare, schöne, liebevolle Welt im Herzen tragen und wissen, dass sie möglich ist, dass sie schon da ist. Das goldene Zeitalter, dass 2012 angebrochen ist, für das wir die letzten Jahre durch tiefste Transformationsprozesse gegangen sind, ist JETZT. Die Übergangszeit wird mit diesem Jahr 2019 zu Ende gehen.

2020 wird alles ganz neu und anders blühen. Fülle pur. Das Paradies auf Erden. Garten Eden. Sicher werden das nicht alle so erleben. Aber die, die das Paradies hier auf dieser Erde gewählt haben, die über Jahre und Jahrzehnte den Glauben daran nicht verloren haben, die werden es erleben.

Woher ich das weiß? Woher ich diese Gewissheit nehme? Aus mir selbst heraus. Aus meiner eigenen göttlichen Anbindung. Aus meinem riesigen Expertenwissen, das in jeder Zelle pulsiert, das ich aus dem Universum anzapfe. Aus dem steten Fluss an All-Wissen, an All-Bewusstsein, der mir in jeder Sekunde zur Verfügung steht. Ich werde daraus gespeist, weil ich darum weiß. Es braucht nur die Erinnerung daran, dass es diesen Fluss gibt, diese unerschöpfliche Quelle und die Verbindung ist erlebbar, fühlbar, für jeden, sofort und direkt, ohne Mittler, ohne Zwischenstation.

Da fließt diese goldene Energie. Durch jeden einzelnen Menschen, der sich dessen gewahr ist, kann dieses goldene Licht auf die Erde fließen. Mutter Erde braucht die wachen Menschen, die, die sich erinnern und durch ihr Bewusstsein das goldene Licht auf die Erde bringen können. Und weil wir so viele sind, steht dem goldenen Zeitalter nichts mehr im Weg. Die goldene Zeit ist JETZT. Wir sind die Experten für das goldene Zeitalter, weil wir es gewagt haben, unserem inneren Wissen mehr zu vertrauen, als irgendetwas außerhalb von uns. Wir SIND das goldene Licht. Wir SIND das All-Wissen. Wir SIND die goldene Zeit.

Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 20. Februar 2019

Ich habe Worte für das Unaussprechliche


Ich höre immer wieder, dass ich Dinge benenne, für die anderen die Worte fehlen, dass ich ausdrücken kann, was andere nicht richtig greifen können, nur schemenhaft wahrnehmen. Gerade in den letzten Tagen und Wochen bedanken sich immer wieder Menschen bei mir, dass ich das schreibe und sage, was in ihnen vorgeht.

Das hat gerade dazu geführt, dass ich mich erinnert habe, wie mein Weg so anfing, was ihn vor allem auszeichnet. Ich rede mit allem und jedem. Ich rede mit meinen Organen und Körperteilen, mit Symptomen und meiner Seele. Ich rede mit meinen Gefühlen. Ich rede mit meinem inneren Kind, mit Gott, Mutter Erde, den Drachen, anderen Seelen, Pflanzen, dem Bach vor der Haustür, ja selbst mit Gegenständen.

Wenn ich eintauche in etwas, in eine Situation, in die Energie eines Menschen, in die Energie eines Wesens, in die Zeitqualität, in mich, in meine Gefühle, dann ist das, wie wenn ich im Kino sitzen würde. Alles nimmt Gestalt an. Gefühle, Organe sind plötzlich Persönlichkeiten. Vor mir entspinnt sich ein Film, ich sehe eine Szene und muss einfach nur beschreiben, was da los ist. Wer mit wem und warum. Was wie zusammenhängt. Ich spreche in Bildern, weil ich diese Bilder sehe. Ich erzähle einfach, was vor meinem inneren Auge geschieht, drücke aus, wer sich wie fühlt, was wer braucht. Ich sehe das System, die Zusammenhänge, halt eben das, was jetzt genau gesehen werden will, wo der Schuh drückt, was gerade da ist.

Es ist eine Momentaufnahme, eine Standortbestimmung und gleichzeitig können durch dieses bloße Hinsehen und Beoachten die Dinge in ihre natürliche Ordnung zurückfallen. Absichtslose Beobachtung ist Heilung.

Schon so oft war ich in diesen inneren Bildern von anderen unterwegs, als Beobachter, Dolmetscher. Ich übersetze die Sprache der Seele. Manchmal "stand" ich selber staunend da und habe mich gefragt, wie da jetzt noch der Dreh reinkommen soll, weil die Situation so festgefahren schien. Und ich habe weiter beobachtet, diese Phase der Lösungslosigkeit einfach sein lassen. Es kommt immer der Moment, wo die Dinge wieder in Bewegung kommen. Es geht immer von ganz von alleine weiter. Manchmal hilft auch die richtige Frage, manchmal einfach die Stille, das Seinlassen. Aber der Dreh kam letztlich immer.

So hat alles bei mir selbst angefangen, in meiner eigenen inneren Welt. Die Wut eine Katze, die Angst eine Schlange, der Mangel eine Fledermaus, die Ohnmacht ein Schimpanse usw. Ich bin ihnen wieder und wieder begegnet in meinem inneren Film und habe geschaut was passiert, habe Fragen gestellt, bin in den Dialog. So geschah Heilung in der Tiefe, so hab ich so vieles verstanden über das Leben und mich.

Dieser Zugang zu mir hat mir den Zugang zu anderen eröffnet. Ich lese in Menschen wie in offenen Büchern, wenn ich die Richtige dafür bin. Und so kommt es, dass ich meist Worte finde, wo sie anderen fehlen. Ich habe Worte für das Unaussprechliche, für das Körperlose, für die Energien, die Zustände und Umstände. Ich spreche die Sprache der Seele, die Sprache der Herzen.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 29. August 2018

Mein innerer Mann ist erschöpft


So viele Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte hat er gemacht und getan, sich abgerackert und ständig versucht, alles unter Kontrolle zu behalten, dafür zu sorgen, dass ich versorgt bin, dass Geld reinkommt, dass ich funktioniere, dass ich leiste.

Er hat sich in all der Zeit keinen schwachen Moment erlaubt. Er hat die Zähne zusammen gebissen und weitergemacht, auch wenn er mehr als einmal an seinen Grenzen war, ja sogar schon weit darüber hinaus. Schwach sein, krank sein, sich ausruhen, Stunden der Muße, Genuss, Leichtigkeit, das kennt er alles nicht. Er kennt es nicht, dass er getragen wird. Er trägt und das ziemlich schwer.
Alles lastet auf seinen Schultern, die drohende Gefahr sitzt ständig im Nacken. Er alleine hat alles zu stemmen, alles zu bewältigen, alles zu analysieren und immer den "sichersten" nächsten Schritt zu wählen. Er kennt es nicht, versorgt zu werden. Er kennt es nicht, weich zu sein, nachlässig, naiv, gutgläubig, voller Vertrauen ins Leben. Dem einzigen, dem er vertraut, ist sich selbst.

Diese Härte, diese Last, dieses stete Tun und kontrollieren wollen, das Zähne zusammenbeißen und Durchhalten um jeden Preis hinterlässt Spuren. Der Körper ächzt, er wird hart im wahrsten Sinne des Wortes. Verspannungen in Schultern und Nacken, Ablagerungen in den Gelenken und Blutgefäßen. Die Zähne werden porös, weil total überfordert. Karies entsteht aufgrund der vielen faulen Kompromisse. Das ständige Zusammenbeißen und Durchbeißen schwächt die Zähne zusätzlich, weil die Energie nicht mehr fließen kann. Entzündungen können im ganzen Körper auftreten, weil wir ständig kämpfen - gegen uns selbst, gegen das Leben, gegen die Leichtigkeit, die Freude, den Genuss.

Wie ich auf all das komme? Ich saß gerade im Wald und habe meditiert. Da kam dieses Gefühl der Sinnlosigkeit, dass alles Tun und Machen ja doch zu nichts führt und Selbstheilung wohl doch eine Farce ist. Tief in mir weiß ich, dass es anders ist und ich habe ja schon erlebt, daß Selbstheilung und die Art wie ich meinen Weg gehe, hervorragend funktionieren und dennoch war da dieses Gefühl. Es war sein Gefühl. Mein innerer Mann fühlt sich so. Das ständige Rackern ist so sinnlos.

Ich habe in den letzten Tagen unfassbar viel geschlafen, war total erschöpft. Ich habe auch wieder gefastet aus einem plötzlichen Impuls heraus. Das hat nochmal mehr zu meiner Schwäche beigetragen. Beim letzten Mal Fasten sind ganz viele Symptome verschwunden, dieses Mal nicht.

Also sitze ich da vorhin im Wald an meinem Kraftplatz und spüre hin, stelle mir vor, ich wäre mein rechtes Knie, das immer noch nicht längere Strecken gehen mag. Und plötzlich sehe ich all die Ecken und Kanten, die Verhärtungen. Da fehlte das Weiche. Ich sehe meine innere Frau, das weibliche Prinzip, das sich in Demut verneigt, vor dem Leben in tiefer Dankbarkeit in die Knie geht. Und dann sehe ich meinen inneren Mann, der stocksteif dasteht und auch nach mehrmaligem Bitten nicht nachgibt. Er kann und will es sich nicht erlauben, in die Knie zu gehen, sich hinzugeben, demütig zu sein. Er muss ja schließlich leisten und aufpassen und kontrollieren.

Tatsächlich bin ich über diese Bilder überrascht. Ich gebe dem Weiblichen, Weichen, der Hingabe und dem Vertrauen so viel Platz und Raum und das schon seit einiger Zeit. Und während ich das tippe, muss ich echt grinsen. Meine Güte, was sind ein paar Monate, in denen ich das tatsächlich tue, im Vergleich zu Jahrhunderten???

Natürlich ist mein innerer Mann erschöpft. Natürlich braucht es immer wieder extreme Ruhephasen. Natürlich braucht mein Körper noch Zeit für die Regeneration. Ich darf milde mit mir sein. Ich darf Geduld haben. Ich darf mich wieder und wieder ganz extrem ausruhen.

Dieser Mann in mir, er darf zusammenbrechen, er darf sich erholen, er darf Schwäche zeigen, er darf nicht mehr können. Und da sehe ich sie nun sitzen. Meine innere Frau sitzt am Boden, der Mann liegt bei ihr, erschöpft und schon am Einschlafen, den Kopf auf ihrem Schoß. Sie streichelt ihn und versichert ihm, so lange bei ihm zu sitzen, bis er wieder aufwacht. Das darf jetzt so sein. Die Frau ist sich ihrer Sache so sicher, dass der Mann sich darauf einlassen kann. Er spürt, dass sie recht hat. Er spürt, dass sie weiß, was sie tut. Er spürt, dass sie mehr weiß als er. Sie trägt das alte Wissen in sich.
Ich lasse ihn ruhn. Ich lasse ihn in ihrer Obhut. Sie weiß, was zu tun ist. Sie kennt den Weg in die Heilung. Und er darf sich entspannen, ausruhen, regenerieren. So sei es!

Foto: Canva
Gestaltung und Text: Anja Reiche


Freitag, 15. September 2017

Den inneren Schöpfer befreien

I'm back!!!! 💥😍💥

Das Leben hat mich wieder!!!! Die letzten Tage war ich ja sehr zurückgezogen und in mich gekehrt, hatte keine Energie, keine Lust etwas anzugehen, habe nur existiert und gefühlt. Diese Tage des Rückzugs habe ich total genossen. Seit gestern Abend merke ich, dass neue Klarheit Einzug hält, dass die Kreativität wieder zunimmt, dass ich wieder Bock habe, Dinge anzugehen, zu kreieren, zu erschaffen, zu machen und zu tun. Herrlich!!!!
Passend dazu habe ich auch einen mega Impuls bekommen. Nicht nur die innere Heilerin/der innere Heiler will befreit werden. (Das habe ich ja die Tage bei mir gemacht, ohne vorher zu wissen, dass sie existiert!) Bei meiner Freundin war auch der innere Schöpfer in Ketten gelegt, gefesselt und geknebelt. Die Folge waren extreme Ohnmachtsgefühle und immer der Gedanke, dass man ja eh nichts machen kann und sich unterordnen muss. Wenn solche Gefühle bei dir auch oft präsent sind, dann solltest du dir vielleicht das Video anschauen. Außerdem erfährst du dann auch gleich noch, wie es mit meiner inneren Heilerin weitergegangen ist. Soooo geil!!!! 😍😍😍😍


Montag, 11. September 2017

Die Befreiung der inneren Heilerin

Wusel, wusel, wusel, wusel... In mir arbeitet es gewaltig und ich nehme mal an, dass es euch genauso geht. Mich beschäftigt das Thema Heilung, meine eigene körperliche Heilung und Heilung generell. Dazu hatte ich ein paar Impulse und innere Bilder, von denen ich euch gerne erzählen möchte. Z. B. habe ich meine innere Heilerin befreit, ohne zu wissen, dass es sie gibt und dass sie noch dazu in Ketten gelegt war... Von mir selbst... 

Kommt gut durch diese stürmische Zeit.

Samstag, 24. September 2016

Durchdrungen vom Leben selbst

Ich habe es schon vor ein paar Tagen bemerkt: Da ist immer noch ganz tief unten ein Ohnmachtsthema. Eine Ohnmacht, die mit Geld in Zusammenhang steht. Eine Ohnmacht, die nicht aus diesem Leben stammt. Meine Träume handelten auf ganz unterschiedliche Weise die letzten Nächte von Ohnmacht, doch das Thema an sich bekam ich nicht zu fassen. Gestern Abend dann ging die erste Lampe an.

Ich lese gerade einen Roman über eine Bloggerin, die sich Hals über Kopf von ihrem Mann getrennt hat, weil sie ihn mit einer anderen erwischt hat. Aus Rache für die Trennung und wahrscheinlich auch weil sie sein geliebtes Cabrio im Pool versenkt hat, hat er ihr alle Kreditkarten, den Zugang zu den Konten und zu ihrem Blog gesperrt. Auch in das gemeinsame Haus kommt sie nicht mehr. Sie besitzt also nur das, was sie überstürzt in eine Reisetasche geworfen hat. Obwohl sie die ganze Kohle mit ihrem Blog verdient und ihm einen super Lifestile ermöglicht, hat sie von jetzt auf gleich nichts mehr und er scheint immer am längeren Hebel zu sitzen, mit allem durchzukommen, hat ihr den besten Scheidungsanwalt vor der Nase weggeschnappt und sogar der Scheidungsrichter ist ein Frauenhasser. Diese ganze Ungerechtigkeit sprach mich gestern Abend total an und ich wusste und fühlte, dass ich ähnliches auch schon erlebt habe. Nicht als Bloggerin ;) und nicht in diesem Leben, aber die ganze Situation, von jetzt auf gleich nichts mehr zu haben und um das betrogen worden zu sein, was mir rechtmäßig zusteht, kam mir nur allzu bekannt vor. Ohnmacht in Sachen Finanzen. Da regt sich was in mir, total! Das ist wie bei dem Roman damals über Ägypten. Da wusste ich auch plötzlich, dass ich ebenfalls schon sowas erlebt habe, wie die Frauen in dem Roman. (Hier der Artikel zu diesen so wichtigen Erkenntnissen von damals: Der Schlüssel zur Freiheit) Ich spürte auch wie essentiell das Thema für meine jetzige Freiheit ist, für meine Fülle. Da wollte endlich was gehen und es würde eine Riesenerleichterung sein.

Heute Nachmittag kam dann der Schmerz volles Rohr hoch. Plötzlich wusste ich auch, dass das Thema ganz viel mit dem Ausschlag zu tun hat, der sich gerade wieder zeigt. Du kannst dir nicht vorstellen, wie ich geweint habe. Ich hätte wohl schreien können, so groß war der Schmerz von damals, der heute floss. Es war seelischer Herzschmerz und das Herzchakra hat energetisch total weh getan. Ein Schmerz, der nicht körperlich ist, sondern mehr vor dem Körper auf Herzhöhe. Ich hatte das schon öfter in letzter Zeit, musste oft heftig weinen und wusste nicht so recht wo das herkam. Und heute war es dann ganz extrem.

Es tut so gut, dass der Schmerz ins Fließen kommt und geht. Es ging um all die alten Verletzungen, bei denen ich mich geöffnet hatte und dann mein Vertrauen missbraucht wurde. Tiefe, alte Wunden, in denen es ganz viel um materielle Verluste geht, die mein Vertrauen in das Leben diesbezüglich voll erschüttert haben, ähnliche Situationen wie in dem Roman. Hammer! Was für ein Schmerz. Immer wieder schüttelte es mich, ich krampfte mich beim Weinen richtig zusammen, konnte gar nicht anders.

Als ich mich etwas beruhigt hatte, hatte ich das dringende Bedürfnis in meinem Chakra-Handbuch zu lesen und was ich da über das Herzchakra gelesen habe, hat mich noch mal ordentlich weinen lassen. Es ist wie nach Hause kommen und ich könnte schon wieder weinen, weil es so schön ist. Es geht darum, mich wieder vom Leben berühren zu lassen (Haut, Ausschlag), mich von ihm durchdringen zu lassen und zwar hinsichtlich Fülle und Wohlstand. Es geht darum, mein Herz für das Leben selbst mit all seiner Großzügigkeit und Güte wieder zu öffnen, die harte Schutzschale knacken zu lassen und alles wieder ganz nah an mich ran zulassen. Und mit all den Tränen und den Schmerzen, die heute gegangen sind, ist Platz in mir geworden für die Liebe, für die Fülle, für das versorgt sein. Ich bin mehr als je zuvor wieder eins mit dem Leben, habe wieder innigen Kontakt mit der Fülle und Güte des Lebens, bin durchdrungen, bin das Leben selbst. Alles, was ich an Trennung und Enttäuschung erfahren habe, war nötig, um all das jetzt begreifen und erkennen zu können, es zu schätzen zu wissen, weil ich das Gegenteil kenne.

Kannst du ahnen wie ich mich gerade fühle? Ich bin so dankbar für diesen Prozess, der mich nun auch hier zurück zu mir und in die wahre Fülle geführt hat. Ich bin voller Freude, voller Vorfreude. Ich kann die Fülle spüren wie noch nie. Ich bade förmlich in ihr. Es ist einfach nur unfassbar und wunderschön!

Ja, ich wurde verletzt, ja, mein Vertrauen wurde missbraucht, ja, ich habe schon öfter alles verloren, aber es ist Zeit, wieder so zu leben, als wäre das nie geschehen, Zeit dem Leben wieder voll und ganz zu vertrauen, mich versorgen zu lassen, weil das Leben das tut, wenn man es ganz nah an sich ranlässt. Das weiß ich sicher!

Ich habe heute dem Leben mein Herz komplett geöffnet. Tust du es auch?

Herzensgrüße von mir
Anja


Foto: Anja Reiche
(Abbildung aus "Das Chakra-Handbuch", S. 120)


Dienstag, 26. Juli 2016

Der Moment der Entwurzelung und die Geschenke danach

Ich möchte dir von einem Erlebnis erzählen, das ich die Tage hatte. Ein inniger Moment des Erkennens und Heilens, den ich so gerne mit dir teilen will, weil ich glaube, dass er für dich gleichsam von Bedeutung ist.

Ich reiste gedanklich weit zurück zu allem Anfang, an die Stelle, an der ich noch keinen Schmerz
und keine Enttäuschung kannte. Das war keine willentlich herbeigeführte Reise, nein. Viel mehr ist sie einfach passiert, weil ich mal wieder nach der höheren Wahrheit der Dinge gefragt habe. Ich reiste also an diesen Punkt in der Zeit, an den gesunden und heilen Ursprung meines Seins. Dort pflanzte ich mein zartes Pflänzchen nochmal ganz neu mit dem Wissen, dass es diesmal wachsen kann und sich komplett entfalten kann, ganz ohne Sturm und Dürre, ohne Verletzungen und äußere Widrigkeiten. Diese Pflanze kann nun wachsen und gedeihen und es fühlt sich an, wie wenn ich damit rückwirkend alle Verletzungen und Widrigkeiten heilen kann. Diese Pflanze fängt nochmal ganz von vorne an und schafft es diesmal in ihrer Kraft zu bleiben, gehütet, versorgt und geschützt vom Leben und kann vollständig erblühen. Ich bin am Ursprung allen Seins gewesen und habe eine ganz neue Wahl für mein Leben getroffen und das Leben selbst unterstützt mich mit allem, was ich brauche. Ich bin nochmal ganz zurück gegangen an meinen heilen Ursprung und wachse nun mit voller Kraft und aus einer ganz anderen Warte, mit einer ganz anderen Basis. 🌺

Bevor ich dieses kraftvolle Bild hatte, ist bei mir nochmal ganz extrem alter Schmerz geflossen. 2012 fing es an, dass ich mit Galle und Leber sowie mit dem Bauchraum allgemein ziemliche Schwierigkeiten hatte. Ich weiß nicht, ob du das auf meinem Blog schon gelesen hast. Bauchkrämpfe, heftigste Koliken, Nervenschmerzen, Blähungen, Magenschmerzen. All das… Mit alternativen Heilmethoden und intensiver geistiger Arbeit konnte ich das alles schon sehr entspannen. (Hier findest du mehr zu dieser Heilung) Die letzten Monate sind die Krämpfe und Koliken allerdings wieder sehr präsent und treten vermehrt auf. Ich durfte noch einmal hinschauen. 

Nach der letzten Kolik überrollte mich uralter Schmerz. Ich habe geweint ohne Ende, weil ich ganz deutlich die Entwurzelung spüren konnte, die als ganz frühe Erfahrung dazu führte, dass ich mich innerlich total verkrampft habe, versteift habe, um diese bittere Enttäuschung über das Leben nicht mehr spüren zu müssen. Ich sah mich als kleines Kind, aber nicht aus diesem Leben, das stocksteif wurde nach dieser Enttäuschung und so vermied diesen Schmerz, der so extrem weh tat, tiefer zuzulassen. Es war ein inneres Kind, das nicht in diesem Leben geprägt wurde, sondern schon viel früher. Welches Erlebnis das genau war hat sich mir nicht gezeigt. Und ich muss es auch nicht wissen. Es ist einfach nur wichtig zu wissen, dass ich vom Leben damals bitter enttäuscht wurde. Damals wurde ich entwurzelt, damals verlor ich meine Heimat in der Welt. Ich wurde enttäuscht, weil ich nicht bedingungslos geliebt wurde, weil ich keinen sicheren Halt hatte, weil ich damals erlebt habe, dass ich mich nicht auf das Leben verlassen kann, so wie ich es immer gehofft und gedacht hatte, so wie es mir eigentlich als Geburtsrecht zusteht. Ich habe durch meine körperlichen Symptome wirklich schon viel erkannt und verstanden. Doch dieser Moment gab mir das Gefühl, dass ich so langsam wirklich an die Wurzel allen Übels komme, dass dies der Moment war, in dem ich das Urvertrauen das erste Mal verloren habe und alle weiteren Leben und Erfahrungen nur darauf basierten, dass das Urvertrauen eben schon weg war. Wie gesagt, in welchem Leben das war und wie lange das schon her ist, hat sich mir nicht gezeigt. Ich weiß nur, dass dieses Erlebnis uralt ist, wirklich richtig uralt.

Nun kann ich dieses innere Kind versorgen, trösten und halten und ihm sagen, dass diese Entwurzelung und diese Enttäuschung eigentlich nur eine Illusion war. Es waren Erfahrungen, die meine Seele machen wollte, weil sie auch die andere Seite kennenlernen wollte. Ich kann nur Heimat und Urvertrauen erleben und erkennen, wenn ich weiß, wie es ohne ist. Diese Erfahrungen waren wichtig und nun kommt eine neue Zeit. Ich muss mich nicht mehr verkrampfen, ich darf den Schmerz fühlen und zulassen und damit gehen lassen, weil ich weiß, dass diese Entwurzelung nicht die eigentliche Wahrheit ist. Das Leben ist nicht so. Ich habe es nur so erlebt, weil es meine Seele so wollte und weil es wichtig war, es so zu erleben, um das Gegenteil erkennen und erleben zu können. Ich kann nur sagen und erfahren, dass ich groß bin, wenn ich das Kleine sehe und kenne. Ich kann nur sagen, dass ich reich bin, wenn es die Armut gibt. Und nun sind wir in der Entwicklung an einem Punkt, an dem wir uns das Gegenteil von dem, was wir eigentlich erfahren wollen, nicht mehr zu erschaffen brauchen. Wir kennen das Gegenteil schon, wir wissen, dass es das Gegenteil gibt, aber wir müssen es nicht mehr selbst erschaffen. Wir dürfen einfach eine neue Wahl treffen und das was bisher war, sein lassen, uns einfach der neuen Wahl zuwenden und das Gegenteil als ein Teil der Welt und unseres bisherigen Lebens akzeptieren, ohne es zu verfluchen.

Ich weiß, dass die Entspannung, die nun eintritt, weil ich dieses innere Kind versorgen kann, auch andere Symptome heilen wird, wie z. B. meine chronisch hochgezogenen Schultern und meine verkürzten und verhärteten Faszien. Mir kommt es vor, wie wenn ich nun wirklich an der Wurzel der Anspannung und des Verkrampfens angekommen wäre. Der Moment der Entwurzelung. Und nun kann er heilen.

Noch am gleichen Tag, an dem auch der alte Schmerz floss, ich das Pflänzchen neu gesetzt habe, hatte ich gleich noch einen kraftvollen Moment. Alles kam Schlag auf Schlag.

Ich nahm mich zum ersten Mal als mein Bewusstsein wahr, als Geistwesen und betrachtete meinen Körper als das, was er ist, ein Vehikel. Zum ersten Mal habe ich mich von der Wahrnehmung gelöst, mein Körper zu sein. Zum ersten Mal habe ich begriffen und auch tatsächlich gefühlt, dass mein Bewusstsein diesen Körper erschaffen und geformt hat und dass er der Beschaffenheit meines Geistes und meines Bewusstseins unterliegt. Ich erlebte und fühlte mich als freier Geist, der hingehen kann wohin er möchte. Der alles sein kann, auch ein Stein. Mir war in dem Moment meine Kraft klarer denn je. Mir war klarer denn je, dass sich mein Körper unweigerlich der Schwingung meines Bewusstseins anpassen muss, weil er gar nicht anders kann, weil mein Bewusstsein diesen Körper überhaupt erst erschafft und in dieser Form erscheinen lässt. Wie krass! Wie einfach! Wie kraftvoll! Wie alles verändernd! Wie klar und wie schön, es nicht nur zu wissen, sondern es auch spüren zu können. 

Ich bin mir sicher, dass es diesen Moment der Entwurzelung bei vielen gegeben hat, auch bei dir. Diesen Moment, in dem du vom Leben so bitter enttäuscht und entwurzelt wurdest. Auch bei dir mag er schon so viele Leben zurückliegen. Auch bei dir ist es vielleicht jetzt an der Zeit, in der Zeit zurückzureisen, dein Kind von damals zu trösten und zu halten und dein Pflänzchen noch einmal neu zu pflanzen, mit dem Wissen, dass es nun wunderbar gedeihen kann, mit dem Wissen, dass dieses nicht versorgt werden eine Illusion ist, die geschaffen wurde, weil deine Seele die Erfahrung machen wollte. Auch du hast das Geburtsrecht, das wir alle haben – vom Leben mit allem versorgt zu werden, was du brauchst!

Vielleicht bin ich schon für dich mit zurück gereist und habe deine Pflanze mit gepflanzt. Man weiß es nicht. Ich habe schon so oft als Katalysator für andere gedient. Vielleicht habe ich auch jetzt das, was ich für mich getan habe, für dich mit getan. Du wirst es merken und wissen und spüren. Im Moment möchte ich dir auf jeden Fall diese Bilder geben und dir von meinem Erlebnis erzählen. Schau was das alles mit dir macht, wie es auf dich wirkt und erzähle mir gerne davon, hinterlasse einen Kommentar. Oft reicht schon das bloße Erkennen dessen, was ist und es verwandelt sich und kann heilen. Lass das alles ganz tief auf dich wirken!

Ich sende dir Herzensgrüße und freue mich auf deine Reaktion!
Anja 

Foto: Anja Reiche



Montag, 11. Juli 2016

Sich voller Vertrauen ins Leben stürzen

Gestern wurde mir nochmal richtig deutlich bewusst, wo ich gerade stehe. Es geht um den einen Schritt, den es noch zu machen gilt. Dieser eine Schritt, der unheimlich viel Mut erfordert.

Es gibt da dieses Bild, das ich vor ungefähr 3 Jahren in einer Meditation bekam. Meine Gefühle hatten mich damals an einen Abgrund geführt. Wir standen hoch oben an einer Klippe mit einer wunderschönen Aussicht. Vor mir, weit unten, lag eine beeindruckende, herrliche Landschaft. Es war das Paradies. Mein Paradies! An diese Klippe wurde ich in Meditationen noch oft geführt und eines Tages war es so weit, dass ich springen konnte. Ich wusste, dass ich springen konnte und auch muss und dass mir nichts geschieht. Ich tat es, landete sanft wie eine Feder, aufgefangen von vielen Engeln, und stand tatsächlich mitten in meinem Paradies. Ich fragte in dieser Medi, wie ich denn nun den richtigen Weg finden würde und die Antwort war, dass es immer diesen einen roten Faden gibt, dem ich nur zu folgen bräuchte. In dem Moment sah ich ihn auch schon auf dem Weg vor mir liegen. Klar und deutlich. Ich ging los, langsam und bewusst, schaute immer wieder nach links und rechts und wurde mir immer mehr gewahr, dass ich wirklich im Paradies war. Überall war Fülle, wunderbare Menschen und Wesen, alle Geistwesen und Engel, die immer für mich da waren und es noch sind, alles leuchtete voll Liebe und Güte und ich war versorgt. Es ist der sicherste und liebevollste Ort, den ich kenne. Es ist mein Leben.

Dieses Erlebnis habe ich tief verinnerlicht und heute weiß ich, dass es mal wieder eine "Vorausschau" auf mein Leben war, die mir da gegeben wurde. Denn seit gestern weiß ich, ich stehe nun wirklich genau JETZT an diesem Abgrund oben auf der Klippe und bin im Begriff zu springen. Der Sprung und das Vertrauen zu haben, dass ich sicher lande, ist jetzt der nächste Schritt. Und obwohl ich weiß, dass ich sicher landen werde und dass da unten alles ist, was ich je zum Leben brauche, zögere ich. Ich habe sowas noch nie gemacht, mich voller Vertrauen ins Leben gestürzt. Aber es ist mehr ein freudiges Kribbeln, wie wenn man kurz vor einem Sprung vom 3-Meter-Brett ist. Ich weiß, ich werde es tun. Es gibt kein zurück und kein Umkehren. Das Leben hat einen Vertrauensvorschuss verdient. Ich möchte mich hinein stürzen ins Leben, in den Fluss, in die Fülle, mich ganz hingeben und alles fließen lassen, mich versorgen lassen und einfach SEIN, das Leben feiern, mich feiern, die Einfachheit feiern, mir mit staunenden Augen dieses Paradies anschauen, es erleben, denn es ist da. Immer. Die Frage ist, ob wir es sehen und wahrnehmen und glauben können.

Da stehe ich also auf dieser Klippe und genieße noch die schöne Aussicht. Doch die Aussicht ist nicht mehr genug. Ich will mitten rein. Mitten ins Leben. Raus in die Welt. Ich will springen!


Foto: Anja Reiche


Dienstag, 28. Juni 2016

Hin und her zwischen alt und neu!

Ich habe das Gefühl an einem Wendepunkt zu stehen. Das habe ich vor kurzem schon beschrieben. Gerade ist es so, dass ich unheimlich schnell zwischen den Welten hin und her pendele. Das geht oft innerhalb von Stunden. Mal ist da wieder alter Schmerz und alte Wunden, dann kann ich die neue Energie, meine Urqualität und meine neue Wahl ganz deutlich spüren und die Energie schießt mir aus allen Poren. Es ist ein stetes hin und her, das mich manchmal ganz schwindelig macht.

Neulich hatte ich ja schon diese herrliche Einsicht, dass ich hell und leicht und weit und frei bin, war mit besagter Urqualität in Kontakt und fühlte mein wahres Wesen, das keine Probleme kennt. Am Tag danach war diese Energie wieder nicht mehr so präsent und ich fragte mich, wie ich sie "halten" kann, wie ich mich wieder mit ihr verbinden kann. Die Antwort ist einfach, ich habe sie noch am gleichen Tag bekommen. Ich muss sie weder halten noch mich mit ihr verbinden. Ich BIN sie in jedem Moment, ich darf mir das nur wieder bewusst machen. All die niedrige Schwingung von Krankheit und Problemen bin ich nicht mehr. Das passt nicht mehr zu mir und drückt nicht mein wahres Wesen aus.

Die letzten Tage habe ich dann weiter in einem Buch gelesen, das mir mehr als eine Bewusstseinserweiterung verschafft hat. Es heißt "Unterwegs in die nächste Dimension - Meine Reise zu Heilern und Schamanen" von Clemens Kuby. Seine Erlebnisse mit Tibetern, dem Buddhismus und die Begegnungen mit Menschen, die sich ihrer selbst und ihrer Schöpferkraft total bewusst sind, die Dinge aus dem Nichts materialisieren können, unter deren Händen selbst Stein butterweich wird, die sagen können, wann sie ihren Körper verlassen können und wo sie wieder in einem Körper inkarnieren hat eine Saite in mir zum Schwingen gebracht und mich erinnert, wie machtvoll ich wirklich bin. Seither beflügelt mich ein Satz aus diesem Buch: Die Materie unterliegt dem Geist! Wow!!! Wie kraftvoll und wahr!!! ♥

Auch wurde mir durch das Buch noch mal richtig klar, was meine Aufgabe hier ist und warum es auch nötig war, all diese Krankheiten zu haben. Jeder Heiler und Helfer sollte wissen, wovon er spricht und eigene Erfahrungen gemacht haben mit Selbstheilung, sollte erfahren haben, wie es sich anfühlt, wenn der Panzer des Egos gesprengt wird und die Seele einen zwingt, sich ihr wieder anzuschließen. Es war nötig so weit weg von mir zu sein, um mich dann in mir wieder zu finden. Das ist wichtig, wenn ich die Menschen wieder an ihr eigentliches Wesen erinnern will. Ich muss die Dunkelheit kennen, das Gefühl, sich verloren zu haben, den Körper krank gemacht zu haben, das Gefühl, mir alles anzuschauen, was mich in diese Lage gebracht hat. Ich sehe durch dieses Buch auch wieder die Wichtigkeit meiner Arbeit, das höhere Ziel, meine Heilkraft die ich auf meine Art habe. Aber damit hören die Erkenntnisse der letzten Tage nicht auf.

Ich konnte ja bisher Termine nicht so gut haben. Das war mir zu eng und alles in mir wurde auch eng, wenn es um Termine und deren Einhaltung ging. Ich fühlte mich bedrängt und zu etwas gezwungen, was ich nicht wollte, auch wenn das "Vorhaben" zu diesem Termin eigentlich ein schönes war. Jedes Mal drehte sich mir der Magen um, wenn es darum ging, dass ein Termin in welcher Form auch immer anstand. Ob nun jemand zu mir kam, dem ich beim Bewerbungen schreiben half (was mir total Spaß macht) oder ob es nur ein ausgemachtes Treffen zum Kubb spielen war. Also setzte ich mich letzte Woche hin und schaute, was es denn damit auf sich hatte.

Mein inneres Kind stand relativ schnell auf dem Plan und riet mir panisch, nur ja nicht raus in die Welt zu gehen, nur ja keinem Menschen zu begegnen, weil es dann wieder Dinge tun muss, die es nicht will. Mein Kind hatte diese Überzeugung, dass jede Begegnung mit Menschen, jedes sich zeigen und mit anderen in Kontakt kommen, Nachteile mit sich brachte und das Kind wieder Dinge tun musste, die es nicht will. Diese Erfahrungen habe ich tatsächlich als Kind gemacht, mit meinen Eltern, denen ich mich immer unterordnen musste und auch schon in anderen Leben. Ich sagte dem inneren Kind, dass das nun nicht mehr so wäre. Ich würde für es da sein und habe ihm erlaubt zu spielen und zu toben und nur das zu tun, was es wirklich will. Niemand würde es mehr zwingen, etwas zu tun, was es nicht will. Es darf NEIN sagen und dieses NEIN hätte auch keine negativen Auswirkungen mehr. Das Kind war total erschöpft und wollte sich einfach nur erst einmal ausruhen und all die Anspannung "wegschlafen". Ich nahm es in den Arm und dort schlief es auch sofort ein, völlig platt und erledigt von der ganzen Anspannung und dem Pflichten erfüllen. Mein Schutzengel kam und hüllte uns in seine Flügel. So saßen wir da. Doch ich merkte, dass das, was meinen Bauch immer so eng werden lässt, wenn es um Termine geht, nicht nur von mir kommt und nicht nur aus diesem Leben. Ich merkte all die Last und den Schmerz meiner Ahnen, denen es ebenfalls nicht möglich war, sie selbst zu sein. Auch deren negative Erfahrungen der Opferrolle und des unterordnen müssen waren in mir gespeichert, wurden seit Jahrhunderten in der Vererbung weitergegeben. Dann bekam ich das Bild, dass diese Steine, die mir im Magen lagen und die ja auch in meiner Galle zu finden waren, durch meine Bauchdecke ploppten und wie Seifenblasen draußen zerplatzten. Die Transformation dieser Last hatte begonnen.

Sie zog sich mehrere Tage hin. Mal stand ich im Sonnwendfeuer und alles, was nicht zu mir gehört, brannte weg. Mal kam ein großer, kosmischer Staubstauger und saugte alles aus mir heraus, was nicht ich bin. Das tat so gut! Alles heilte gleichsam immer auch meine Ahnenreihe und die Menschheit. Die Last der Unterdrückung und des verbiegen müssen wurde aufgelöst und abgesaugt.

Vorgestern hatte ich dann den Impuls, dass all meine Krankheiten, die ich so die letzten Jahre, Monate und Tage produziert habe, die gleiche Wurzel, den gleichen Ursprung haben. Es gibt einen Grund für alle. Ich sah die Krankheiten wie einen großen Bund an Luftballons. Sie waren mit Helium gefüllt, ein riesen Bündel und waren mit einem Karabiner an einem Gürtel festgemacht, den ich um die Hüfte trug. Ich hakte den Karabiner aus und wollte den Strauß an Ballons und Krankheiten fliegen lassen. Da stand plötzlich wieder mein inneres Kind und hielt mich panisch zurück. Würde ich die Krankheiten loslassen, müsste ich wieder tun was andere wollen. Sie schützen mich davor, mich anderen unterordnen zu müssen, davor, dass andere mich "benutzen" können. Das innere Kind ließ sich gar nicht beruhigen und so bat ich meine Seele, mich an den Ursprung dieser Überzeugung zu führen.

Ich reiste unendlich weit zurück in die Vergangenheit, alles rauschte an mir vorbei. Bis ich im Jahr 1055 ankam. Ich war der Sohn einer Bauernfamilie. Es gab einen Herrscher in unserem Ort, der sich aller Menschen einfach so bediente. Sie mussten seine Arbeit machen, seine Ländereien bestellen, immer in seinem Dienst stehen. Und wenn ihm danach war, dann auch für ihn Kämpfen und in den Krieg ziehen. Sie hatten keine eigenen Rechte. Der einzige Ausweg war damals für mich, dass ich krank wurde, um mich all dem zu entziehen. Ich war ständig krank und es war gut so für mich, denn so musste ich all das nicht mitmachen. Ich hatte keinen Wert für diesen Herrscher und so ließ er mich in Ruhe und völlig außer Acht. Damals schwor ich mir, dass ich immer krank sein wollte, damit ich mich nicht unterordnen musste und damit ich nichts tun musste, was ich nicht wollte. Denn die Welt ist gefährlich und ich kann mich besser krank zu Hause verkriechen, als da raus zu gehen und mich wieder für andere aufzuopfern. So mein denken damals und das hatte sich festgesetzt. Ich sprach mit diesem Jungen und sagte ihm, dass er so aber auch nicht all die Schönheit der Welt erleben könnte, dass er krank auch nicht das machen könnte, was er selbst will. Er verbaute sich damit auch sein eigenes Leben, seine eigenen Ziele, Wünsche und Sehnsüchte. Er fragte mich, was er denn stattdessen tun sollte. Er sah einfach keinen Ausweg, weil dieser Herrscher in seinen Augen allgegenwärtig und allmächtig war. Ich sagte ihm, dass es auch bessere Orte auf dieser Welt gäbe und dass dieser Herrscher nicht alles ist, was es da draußen gibt. Es gibt auch schöne Flecken Erde an denen gute Menschen wohnen. Es gibt die Freiheit. Und so packte er seine Sachen und ging in die Welt, weg von diesem Herrscher hin zu liebevollen Menschen. Es wird immer beides geben. Die Unterdrücker und die Förderer. Die Frage ist, was nehme ich wahr, wofür entscheide ich mich. Das hat der Junge nun verstanden. Er braucht seine Krankheiten nicht mehr.♥

Das alles ist in den letzten Tagen passiert. Gestern war ich dann beim Zahnarzt, weil mir ein Stück von einem wurzelbehandelten Zahn abgebrochen war und mir ins Zahnfleisch stach. Hätte ich mir in dem Fall (jetzt schon) selbst helfen können, hätte ich es getan. Aber so war ich gezwungen zum Zahnarzt zu gehen, was ich nicht so gerne tue und was ich schon ein paar Jahre nicht gemacht habe. Ich habe meine eigene Ansicht von Heilung und da gehört Bohren sicher nicht dazu. Er konnte mir auch mit dem Zahn helfen, erzählte mir aber auch, dass hier und da Karies ist.

Meine Zähne sind auch so ein Thema, das ich schon lange habe. Allerdings habe ich sie die letzten Jahre mit Verachtung und vor allem Nichtachtung gestraft. Bis vor drei, vier Wochen hatten wir kein gutes Verhältnis. Dass so eine Einstellung meine Zähne nicht in strahlende Gesundheit versetzt ist auch klar. Naja und nun ist da wieder was, was Heilung bedarf. Ich weiß auch, dass ich das kann. Gerade fühlt es sich aber richtig anstrengend an. Ich hab keine Lust mehr. Zeitweise habe ich das Gefühl, wie wenn ich insgesamt vor einem RIESENberg von Themen stehen würde, der angeschaut und geheilt werden will. Aber irgendwas sagt mir, dass das so gar nicht stimmt.

Und wieder macht sich das Gefühl breit, dass es eine universelle, einfache Lösung und Heilung für all das gibt. Ich habe das Gefühl, dass es da tatsächlich einen gedanklichen Schalter gibt, den ich umlegen kann und jetzt auch umlegen will. Nämlich den Schalter "Ich bin genau jetzt glücklich, grundlos glücklich und gesund!" Ich möchte meinen Blick von "Es gibt Probleme zu lösen und Dinge zu heilen" auf "Ich bin glücklich und voller Freude und genieße das Leben und all das Schöne, all die Wunder!" richten. Im wahren Kern bin ich ja schon gesund, meine Urschwingung, meine Urqualität ist gesund. Und diese wähle ich jetzt nochmal. Es ist jetzt an der Zeit. Alles andere fühlt sich nicht richtig an und nicht wie ich, mir nicht mehr zugehörig. Es entspricht mir nicht mehr. Hell und leicht und weit und frei und gesund! DAS entspricht mir! Voller Freude und Neugierde, voller Entdeckerdrang und Ausprobieren wollen, voller Frieden und Glück und Leichtigkeit! Es ist vor allem die Leichtigkeit und das Heilsein, das ich wähle, das grundlose Glücklichsein.

Mir wieder und wieder irgendwelche Baustellen anzuschauen, fühlt sich nicht mehr richtig an. Es ist Zeit nicht mehr durch Schmerz zu lernen und zu wachsen sondern durch Freude.

All der Schmerz und die Krankheiten, die ich hatte, haben absolut ihre Berechtigung. Es war gut so. Ich habe sie erschaffen. Sie sind meine Kinder. Sie haben mir sooo viel gebracht und gezeigt und mich zurück zu meinen Fähigkeiten gebracht. Sie haben mir wirklich oft gedient, in Situationen, in denen ich selbst noch nicht in der Lage war, zu mir zu stehen. Sie haben mich reich beschenkt an Erfahrungen, die es mir möglich machen, mich in andere reinzuversetzen, mitzufühlen und sie zu verstehen, meine Arbeit zu machen. Ich bin dankbar für alles, was ich erleben durfte. Doch nun treffe ich eine neue Wahl. Es ist eine neue Zeit und es ist Zeit für Freude und HEILSEIN, für SEIN, für ich SEIN mit allem, was zu mir gehört. All das möchte ich ohne Einschränkung erfahren und voll und ganz entfalten, denn dazu bin ich hier. Zeit für ein neues Kapitel in meinem Leben, in der Geschichte all meiner Leben, in der Geschichte meiner Ahnenreihe.

Ich fühle, dass ich wirklich an einem Wendepunkt stehe. Wachstum geht jetzt anders als bisher. Der Schmerz ist nicht mehr nötig. Es reicht zu wissen, dass es ihn gibt, aber ich muss ihn nicht mehr erschaffen. Es fühlt sich an, wie die ersten unsicheren Schritte eines kleinen Kindes. Gefühlt habe ich das alles noch nie gemacht. Neuland.

Aber wie es mit allem so ist, wird sich auch dieses NEUE festigen und mir immer mehr in Fleisch und Blut übergehen, im wahrsten Sinne des Wortes!

Wie geht es euch gerade in dieser spektakulären Zeit? Ich freue mich auf eure Kommentare! ♥

Herzensgrüße von zwischen den Welten ;)
Anja

Foto: Anja Reiche


Mittwoch, 22. Juni 2016

Weit und hell und leicht - die Urqualität unserer Seele

Als ich meinen letzten Artikel "Angst vor der gewünschten Veränderung" geschrieben habe, war ich echt ziemlich down und verzweifelt und ratlos. Doch eins wusste ich sicher: Die Antworten auf all meine Fragen würden kommen und so ist es auch.

Ich habe mir eine Bewusstseinserweiterung gewünscht, ein neues Denken, größeres Denken, neue Ansätze. Gestern kamen die ersten "Lieferungen" an und ich habe heute noch nicht das volle Ausmaß dieser wunderbaren Erkenntnisse verarbeitet. Ich will euch aber dennoch davon erzählen.

Ich habe mich gefragt, wie ein Leben in völliger Gesundheit aussieht, in dem nichts mehr zu heilen ist. Habe mich gefragt, wie wohl Wachstum dann aussieht, wenn ich keine Erkenntnisse mehr aus Krankheiten gewinnen kann. Und auch darauf habe ich Antworten bekommen. Ich liebe es, auf solche Fragen vom Leben einfach mal so Antworten zu erhalten, auf den unterschiedlichsten Wegen und so rasch und klar. Es ist eine wahre Wonne! ♥

Gestern Morgen habe ich mich nochmal hingesetzt und mit meiner Gallenblase gesprochen, denn sie ist es, die diese Krämpfe auslöst und gestern habe ich ihrerseits eine enorme Traurigkeit und Erschöpfung wahrgenommen. In der Meditation zeigte sich, sie ist wirklich total ko. Sie hat mir gesagt, dass sie zu diesen Krämpfen gezwungen wird. Sie will das gar nicht mehr und sie kann auch nicht mehr. Sie will sich einfach erholen und ihre normale Funktion ausfüllen. Diese Krämpfe strengen sie voll an. Ich habe mich bei ihr entschuldigt und gefragt, wie ich sie denn dazu zwinge und sie meinte, dass ich ihr ja aufgetragen hätte, auf mich aufzupassen. Ich habe ihr nun gestern diese Verantwortung genommen. Das Ding war aber, dass sich auch für mich diese Verantwortung des Aufpassens total schwer angefühlt hat. Ich will die auch nicht. Das ist ja mega anstrengend. Und die Schlussfolgerung ist, wenn ich es doch nicht schaffe, richtig auf mich aufzupassen, muss die Galle ja doch wieder einspringen. Das macht einen enormen Stress für mich, weil ich immer riiiichtig gut auf mich aufpassen muss, damit ich nicht wieder Krämpfe bekomme. Aber dieses Denken alleine macht ja schon Bauchschmerzen. Dann waren wir in der Meditation beide so weit, dass wir dieses "Päckchen" des aufpassen müssen meiner Seele gegeben haben. Und dann ist etwas sehr schönes passiert. Die Seele hat gegrinst, das Päckchen genommen und es hat sich in Luft aufgelöst. Dieses Päckchen gibt es nicht.
Alles in mir und um mich wurde plötzlich ganz hell und weit und leicht und ich habe gemerkt, dass ich so bin, wenn ich mir meiner ganz bewusst bin. Dass ich das bin in meiner Urqualität und wenn ich so bin, mir dessen bewusst bin, dann kann mir keiner etwas anhaben, auch die niedrigste Schwingung nicht, weil ich sogar die noch mit meinem Licht anfüllen kann. Ich muss überhaupt nicht auf mich aufpassen!!! Mich hat dieser Gedanke schon lange gestresst, aber ich hatte keinen alternativen Gedanken, den ich stattdessen denken konnte, der sich besser angefühlt hat. Und jetzt hab ich einen: Ich bin hell und leicht und weit und so kann ich in die Welt und leuchten und einfach sein und alles ist gut. Ich kann begegnen wem ich will und mir kann nichts geschehen. Ich bin ganz bei mir und in meiner Kraft und Energie und in meiner Schwingung und die bleibt, egal wo ich bin. Dieser Gedanke ist so befreiend!!!! Ich bin hell und leicht und weit und immer ganz bei mir!!!!!

Himmel, wie einfach das Leben ist!!!

Ich muss nicht auf mich aufpassen. Mir kann nichts geschehen, wenn ich mit meiner mir ureigenen Energie verbunden bin. Wenn ich immer glaube, dass ich auf mich aufpassen muss, dass ich mich schützen muss, weil ich ja hochsensibel bin, weil es Energieräuber gibt, dann habe ich immer Stress, dann bin ich immer angreifbar, dann lauern überall Gefahren, dann muss ich wirklich immer aufpassen und mich schützen, mich zurückziehen. Aber das ist so stressig. Nur der Gedanke "Ich muss auf mich aufpassen und mich schützen." bereitet Stress und meine Energie sinkt schon alleine deswegen.

Dieses aufpassen müssen hat sich schon so in mir festgesetzt, dass es sich schon im Körper zeigt: Ich muss aufpassen, mit wem ich mich umgebe, sonst bekomme ich wieder Bauchschmerzen. Ich muss beim Essen aufpassen, sonst tun mir die Zähne wieder weh. Ich muss aufpassen, wenn es kalt ist, sonst bekomme ich wieder Blasenentzündung. Ich muss beim Laufen aufpassen, nur nicht zu weit gehen, sonst tut mir mein Knie wieder weh. Und so weiter und so fort.

Ey, wie anstrengend und einengend ist das denn bitte? Ich muss überhaupt nicht auf mich aufpassen, weil es keine Gefahr gibt, wenn ich ganz bei mir und in meiner Energie bin. Wer sollte mir denn schaden? ICH BIN HELL UND WEIT UND LEICHT! Und alles, was nicht dieser Energie entspricht darf jetzt gehen, kann mich, mein Energiesystem und meinen Körper verlassen und wird es auch tun, weil es sich nicht mehr halten kann. Ich habe mir lange genug einreden lassen und selbst eingeredet, dass es anders ist, dass ich etwas anderes bin als hell und leicht und weit. Aber das war eine Lüge.

Ich bin erfüllt mit der Urkraft meiner Seele, mit meinem reinen Bewusstsein. Ich leuchte und schwinge so hoch und diese Kraft, diese Energie ist ein nie endender Strom. Wir können uns selbst damit anfüllen und sie hinaus tragen in die Welt, andere damit beschenken.

Dieser Zustand und ihn zu erkennen, löst wirklich alles und jedes vermeintliche Problem. Dieser Zustand kennt nämlich überhaupt kein Problem! In diesem Zustand halten sich keine Krankheiten, weil sie sich auf Grund der viel höheren Grundschwingung auflösen. In diesem Zustand halten sich keine Konflikte und Probleme, weil auch sie die hohe Schwingung gar nicht aushalten und sich auflösen. Wenn wir in dieser Schwingung sind, in unserer uns ureigenen lichtvollen Schwingung unserer Seele, wenn wir mit ihr verbunden sind, sie uns ganz ausfüllt, durchdringt und umgibt, dann sind wir gesund und heil und voller Freude. Diese Energie kann durch nichts angegriffen werden. Das Leben kennt keine Gefahren. Selbst wenn jemand meint, meinen Körper töten zu müssen, wird genau diese helle, leichte, weite Energie, mein Bewusstsein, meine Seele weiterleben. Ich habe nichts zu verlieren. Gar nichts! Ich bin und ich bin ewig!

Wenn ich in dieser Energie bin, dann hab ich Lust auf Erfahrungen, dann will ich raus in die Welt, Menschen begegnen, spielen, mich ausprobieren. Und so wird Wachstum stattfinden, wenn wir ganz gesund sind - durch Erfahrungen, durch uns ausprobieren, durch das Hinausgehen in die Welt und das Leben kosten, in vollen Zügen leben und das machen, was uns Freude bereitet, was uns nährt und auf was wir jetzt einfach Lust haben, was wir schon immer mal machen wollten, was unser Herz zum Singen bringt. Wir sind hell und leicht und weit und voller Power, voller Liebe. Wir sind Freude, nie endende Freude und Liebe! Grenzenlos, machtvoll, schöpferisch, genial.

Ich will raus in diese Welt! Ich will meine Erfahrungen machen, mich ausprobieren, mich in den unterschiedlichsten Situationen erleben, die ich gerade als reizvoll erachte, den unterschiedlichsten Menschen begegnen und dann immer wieder reflektieren und entscheiden, ob diese Erfahrungen wiederholungswürdig sind.

Ich möchte die Menschen so sein lassen wie sie sind, ihnen begegnen, auch wenn sie vielleicht voller Wut und Hass sind und dabei bleibe ich in meiner Mitte und bei meinen Bedürfnissen. Ich möchte niemandem mehr ausweichen müssen, mich nicht zurückziehen müssen.

Ich möchte meinen Raum einnehmen, mein Strahlen in die Welt tragen, andere mit meinem Leuchten anstecken, einfach dadurch, dass ich selbst leuchte. Wenn ich meinen eigenen Raum einnehme mit all meiner wunderbaren Energie, mit all meiner hohen Schwingung, mit all meinem Leuchten, dann ist das das beste "Schutzschild" was ich haben kann. Es ist ein Bild, dass mein Körper von einer leuchtenden Energiekugel umgeben wird und so automatisch genug "Abstand" zu anderen entsteht, weil mein "Raum", den ich einnehme, weit größer ist als mein Körper. Meine Seele umgibt meinen Körper mit ihrer wunderbaren Kraft, durchdringt meinen Körper und meinen Geist bis in jede Zelle, durchwirkt mich und wirkt durch mich. Ich lasse sie bereitwillig in jeden Winkel meines Wesens und meines Seins fließen, sie ist es, die mir Leben gibt, sie ist es, die mir Kraft gibt, sie ist es, die mir Liebe gibt. Sie ist Liebe. Ich bin Liebe!

Mir steht die Welt offen, wartet auf mich und meine Freude, den Spaß am Entdecken und Ausprobieren. Mehr gibt es nicht zu tun!

Unsere Urqualität kennt keine Probleme! Lassen wir sie wieder Einzug halten!

Ich sende euch Herzensgrüße
Anja

Foto: Anja Reiche


Montag, 18. April 2016

Wiedergeburt am Geburtstag

Seit Samstag ist mir extrem nach Rückzug, nach Innenschau, nach Reinigung. Seit Samstag bekomme ich gefühlt jeden Moment meine Regel. Ich fühle mich voll an, randvoll und es möchte ganz viel Altes abfließen und losgelassen werden. Aber sie setzt nicht ein. In den 22 Jahren, die ich nun meine Regel habe, hatte ich sie immer nach spätestens 25-27 Tagen. Heute ist Tag 29. Auch habe ich die letzten Tage gemerkt, dass alte Glaubenssätze bezüglich der Zähne nochmal hochkommen. Dieses Dogma, dass man Zähne nicht selbst heilen kann, obwohl ich es besser weiß. Die Ohnmacht war wieder sehr präsent, was mich total überrascht hat. Ich war in einer Energie, die so niedrig war, so schwer und dicht, so gar nicht  meine. Ein seltsamer Zustand. Mein Verstand weiß, dass ich eigentlich schon längst höher schwinge, aber ich kam an das Gefühl nicht mehr ran. Was hilft anderes als annehmen? Dann bin ich halt gerade niedrig schwingend. Das gehört dazu.

Und nun habe ich heute Geburtstag. Auch heute ist mir nach Ruhe, nach Rückzug, nach Innenschau, nach Frühjahrsputz bis in den letzten Winkel. Das Telefon habe ich gestern Nacht schon ausgesteckt. Mein Partner ist ganz normal bei der Arbeit. Ich bin für mich und das ist auch gut so. Also habe ich mir schön einen Tee gemacht und mich zum meditieren hingesetzt. Ich wollte meine Ohnmacht nochmal in den Arm nehmen, aber dieser Schimpanse, als die sie sich mir immer zeigt, ist nicht mehr greifbar. Mein Verstand weiß um diese Figur, aber ich kann sie mir nicht mehr vor Augen rufen. Der Gorilla der Macht der steht da, abwartend, aber der Schimpanse der Ohnmacht ist nicht mehr zugegen. Na gut, dann ist das eben auch so. Also habe ich meine Seele, die Geistwesen, die Engel, das All-Bewusstsein Gott darum gebeten, dass sie mir zeigen sollen, was jetzt gerade wichtig ist.

Da fand ich mich in meinem Inneren wieder. Ich war am Kisten packen. Frühjahrsputz. Ausmisten. Alles Alte aussortieren, Platz machen, frischen Wind rein lassen. Ich hatte schon einige Kartons gepackt. Sie standen da. Gerade war ich dabei, den letzten zu packen. In ihn legte ich alle körperlichen Leiden, die nicht mehr zu mir gehörten. Jedes einzelne rief ich mir noch einmal ins Gedächtnis und sah es vor mir. Die Verspannungen in den Schultern konnte ich abstreifen wie ein viel zu enges T-Shirt. Als ich es auszog hatte ich plötzlich Platz und meine Schultern, die ich meist viel zu hoch ziehe, sanken merklich nach unten, alles entspannte sich. Meine Knieschmerzen zeigten sich als Metallschale, die sich um mein Knie gelegt hatte. Sie sahen aus wie ein Knieschoner, der da aber sehr hinderlich war. Auch ihn legte ich in den Karton. Die Probleme mit meinen Zähnen zeigten sich wie eine Beißschiene aus grauem, alten Plastik. Ich legte sie ab, in den Karton. Der Hautausschlag zeigte sich als grauer, verblichener Ganzkörperanzug. Ihn streifte ich ebenfalls ab. Alles, was ich ablegte, machte die Sicht frei auf meinen strahlenden, ursprünglichen Zustand. Die Zähne weiß, gesund und kraftvoll, die sich bei einem strahlenden Lächeln zeigten, die ich aber auch knurrend blecken konnte, um mein Revier zu verteidigen. Die Haut golden schimmernd wie ein elastischer Panzer aus Liebe, der aber auch alles durchlässt, was mir gut tut. Der ganze Körper vital, agil, gesund, fit, durchtrainiert, schlank und kraftvoll.

Die Emotionen wie Angst und Ohnmacht und alle anderen, mit denen ich die letzten Jahre Freundschaft schließen durfte, habe ich sorgsam in ein Körbchen gelegt. Alles zusammen habe ich dann in ein Boot geladen, alle Kisten und das Körbchen mit den Emotionen und das Boot raus auf den See geschoben. (Du kennst das Bild wahrscheinlich. Ich bekam es im Zuge einer Rückverbindung und habe darüber geschrieben: Rückverbindung mit der Seele) Alle Erzengel standen um mich rum an diesem See, Erzengel Michael und Zadkiel links und rechts von mir, und alle haben sich ehrfürchtig niedergekniet. Als das Boot weit genug draußen auf dem See war, habe ich gleichzeitig drei brennende Pfeile in das Boot geschossen und der Inhalt ging in Flammen auf. Plötzlich schoss alles nach oben und ergoss sich in einem wunderbaren Feuerwerk. Alles Alte flog in die Luft und explodierte in wunderschöne Farben. Die Erzengel fingen an zu tanzen und zu jubeln, umkreisten mich, warfen mich in die Höhe und fingen mich wieder auf. Es fühlte sich so grandios an. Ich spürte meine reine, ursprüngliche Energie. Meine Seele, wie sie ganz ursprünglich war, ohne Narben und Verletzungen, ohne Blockaden hielt Einzug in meinen Körper, ganz rein, leuchtend, kraftvoll und super hochschwingend. Es ging mir durch und durch und geht es jetzt noch. Diese Schwingung ist der Wahnsinn. Mein Körper vibriert. Es fühlt sich an wie Mikrowellen, die eine jede Zelle wieder in ihre ursprüngliche Schwingung bringen und somit alle Krankheit und aller Schmerz von mir abfällt, wie wenn er durch die Schwingung regelrecht abgeschüttelt wird, wie wenn alles von innen heraus aufbricht. Die Schwingung ist so hoch, dass mir teilweise beim Meditieren der Atem wegblieb und jetzt noch wegbleibt. Das Boot kam irgendwann unversehrt ans Ufer zurückgeschwommen. Es war nicht leer. Darin saß mein unschuldiges inneres Kind, mein Paradieskind! Dieses innere Kind kennt keine Verletzungen. Es hat das Paradies noch nie verlassen. Es erinnert keine Wunden und kann so auch keine neuen Verletzungen anziehen. (Susanne Hühn hat neulich einen wunderbaren Artikel auf Facebook darüber geschrieben.) Dieses innere Kind sprang ans Ufer und mir direkt in die Arme. Da stand ich nun mit meiner heilen Seele, mit meinem heilen, inneren Kind und wir strahlten um die Wette. Was für ein Erlebnis!!! ♥

Ich fühle einen strahlenden, gesunden, kraftvollen Körper in einer mega Schwingung. Ich sehe kraftvolle, weiße, strahlende Zähne, jeder Körperteil strahlt und ist so kraftvoll, so gesund, so vital, so agil, so wundervoll stark und flexibel. Ich kann dir nicht beschreiben, wie sich dieser Körper, dieser heile Körper mit dieser mega Seele und Schwingung anfühlt. Das ist nicht in Worte zu fassen. Ich saß nach der Meditation noch ganz lange da und ein Schauer nach dem anderen jagte durch mich durch. Mega Vibrations!!!! 😍😍😍😍😍 DAS ist meine Energie!!! Damit kann ich was anfangen! DAS bin ich!!!!

An meinem Geburtstag eine Wiedergeburt! Wie perfekt!!!!

Ich bin einfach nur dankbar und wollte euch das gerne erzählen, diese Freude mit euch teilen!!!

Herzensgrüße von mir
Anja

Foto: Anja Reiche
Bild: Die Tanzenden - Anja Reiche


Mittwoch, 13. Januar 2016

Grenzen setzen, Grenzen sprengen

Alles bleibt immer so lange, wie es gut für mich ist und noch etwas für mich drin ist. Das habe ich gelernt. Mit "alles" meine ich Probleme, Krankheiten, körperliche Symptome, unangenehme äußere Umstände, Konflikte. Eben alles, was drückt und zwickt.

Wie ich in meinem letzten Artikel schon beschrieben habe, brauchen die Schmerzen im Knie und der Hautausschlag nach wie vor Aufmerksamkeit. Sie sind noch da, also ist noch etwas für mich drin. Wichtige Erkenntnisse, Geschenke, noch mehr Freiheit.

Also habe ich mich die letzten Tage mal wieder intensiv mit diesen Symptomen beschäftigt, habe mit ihnen geredet und was sie mir erzählt haben, ist einfach nur wahr und wichtig und richtig. Welch Überraschung. ;)

Grenzen setzen


Da hat mir ein Ausschlag erzählt, bei dem es vorrangig darum geht, ganz klare Grenzen zu ziehen, mein Revier zu verteidigen und meine Wahrheit mutig zu leben, mir nichts aufzuwingen zu lassen, was ich nicht wirklich möchte, dass es aufdringliche, anstrengende und einnehmende Menschen einfach braucht. Denn sie sind es, die mich dazu bringen, wirklich für mich einzustehen. Wäre ich nur mit Menschen umgeben, die meine Werte und Grenzen achten, dann würde ich nicht lernen, vehement JA zu mir zu sagen, auf mich zu achten, denn die anderen achten ja schon auf mich. Würde es diese Menschen nicht geben, die gerne über meine Zeit verfügen würden, die mich "benutzen" (weil ich es zulasse), die mich vereinnahmen und vielleicht auch ausnutzen wollen, dann gäbe es niemanden, der mich dazu auffordert, mal ordentlich auf den Tisch zu hauen, meine Zähne zu zeigen und ganz laut STOP zu sagen, für mich und meine Werte und meinen nötigen Raum einzutreten.

Da saß ich mit meinem Ausschlag auf einer Klippe, auf der ich schon so oft in Meditationen gesessen habe, tief unter uns mein Paradies, mein Leben, auf das wir einen wunderbaren Blick hatten und ich verstand plötzlich, dass es gut ist, solchen Menschen zu begegnen, um stärker zu werden, vehementer, mutiger, selbstbewusster, größer. Sie fordern uns auf, ganz klar zu sagen, was wir wirklich wollen und nicht wollen. Sie fordern uns auf, uns ganz klar zu definieren, zu positionieren, zu uns zu stehen. Sie sind eine Probe, wie ernst es uns mit uns selbst wirklich ist, wie sehr wir hinter uns selbst stehen. Lassen wir uns wieder verunsichern oder halten wir diesmal dagegen und lassen uns nicht wieder von unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen abbringen? Haben wir den Arsch in der Hose, laut auszusprechen, was wir wirklich wollen? Haben wir den Mut, uns zu zeigen mit all unseren Bedürfnissen und Wünschen, mit unseren Vorstellungen von unserem Leben?  Haben wir den Mut, NEIN zu jemandem zu sagen und damit gleichzeitig JA zu uns selbst? Haben wir den Mut, uns vielleicht auch mal in die Nesseln zu setzen (witzigerweise hab ich Nesselsucht), jemanden zu verärgern, es zu riskieren, dass uns jemand vielleicht dann nicht mehr mag, weil wir seine Bedürnisse nicht mehr bedienen?

Das alles lehren und fragen uns diese Menschen und sind damit ein riesen Geschenk für uns selbst.

DANKE an einen jeden von ihnen!!! Durch sie lerne ich, Grenzen zu setzen!

Meine Haut erinnert mich momentan immer wieder an diese Grenzen. Die Haut steht symbolisch für die Grenze zu anderen. Durch den Ausschlag schwillt diese Grenze an, sie wird rot und leuchtet für mich und andere in Alarmfarbe. Ich darf sie wahren, diese Grenze und stolz nach außen zeigen.

Grenzen sprengen


Und dann war da noch das Gespräch mit meinem Knie und dem Schmerz darin. Auch nicht das erste Gespräch, aber wieder sehr wertvoll. Ich sah dieses kleine Wesen, das den Schmerz verkörpert und es war wütend und schlug um sich. Ich ließ es gewähren und wartete, bis ich mich im nähern konnte. Als es sich ausgetobt hatte, nahm ich es in den Arm und fragte, was es so furchtbar wütend machte. Das Wesen erzählte mir, dass es sich gefangen fühlte, hilflos, ohnmächtig, das es nicht das machen könnte, was es eigentlich wollte, weil immer etwas dagegensprach. Es fühlte sich eingesperrt (so wie ich mich mit dem schmerzenden Knie manchmal eingesperrt fühle, weil ich nicht weit laufen kann, weil mir die Welt anscheinend "nicht zu Füßen liegt") und ich merkte, dass dieses Männchen nicht nur der Schmerz war, sondern mein Opferbewusstsein.

Es ist über viele Leben entstanden dieses Opferbewusstsein und ich habe es genährt. Es wuchs und gedieh und erfüllte seinen Zweck ganz hervorragend: Ich fühlte mich hilflos, in ganz vielen Leben, auf ganz unterschiedliche Weise. Als mir noch einmal ganz deutlich bewusst wurde, dass dieses Opferbewusstsein meine eigene Schöpfung ist, fühlte ich tiefe Liebe dafür. Ich wusste es in so vielen Leben nicht besser, verstand nicht, dass ich selbst der Schöpfer all dieser ohnmächtigen Erfahrungen war. Als mein Opferbewusstsein merkte, dass ich verstanden hatte, was da für ein Spiel läuft, strahlte es mich an und machte sich für den Abschied bereit. Es war Zeit zu gehen. Ich sagte ihm noch einmal, dass ich es liebe und dass es jederzeit wiederkommen dürfe, wenn es gut für mich ist. Dann entschwand es und an seiner Stelle erschien ein neues Wesen, dass sich ergänzend zu dem anderen Wesen anfühlte. Wie die andere Seite der gleichen Medaille. Es war das Schöpferbewusstsein, das seinen Platz einnahm. Unsere Beziehung darf nun wachsen und immer intensiver werden. Wir dürfen Freunde werden, das Schöpferbewusstsein und ich und das werden wir auch.

So zeigte mir mein Knie, dass es nun auch an der Zeit ist, nicht nur anderen gegenüber klare Grenzen zu setzen, sondern einstmals selbst gesetzte, unnötige Grenzen auch wieder aufzusprengen, von innen zu durchbrechen und uns neue Freiheit zu verschaffen.

Grenzen setzen und gleichzeitig andere Grenzen sprengen widerspricht sich kein bisschen. Es ist ein sich ergänzendes Spiel, das unsere Persönlichkeit definiert, den Raum, den wir für uns beanspruchen, den Raum, den wir einnehmen wollen, die Größe, die wir uns selbst zugestehen.

Und so nehme ich wieder neue Formen an, definiere mich neu, werde größer, mutiger, mächtiger, werde noch mehr ich.

Es ist wie jedes Mal so faszienierend, was mir mein Körper über mich und das Leben erzählt. Ich höre immer wieder gerne zu und staune über dieses Wunderwerk Mensch, das Wunder Leben!

Herzensgrüße von mir!
Anja


PS: Ich freue mich auf eure Eindrücke und Gedanken zum Thema Grenzen.


Foto: Anja Reiche



Donnerstag, 17. Dezember 2015

Urvertrauen - Anbindung an Mutter Erde

Was hat sich da eben wieder getan, gelöst und gezeigt. Wieder wurde ich vom Leben reich beschenkt, weil ich mich dazu entschlossen habe. Meine Verbindung zu Mutter Erde wurde gerade extrem ausgebaut und sie war es auch, die mir klar gemacht hat, dass einige körperliche Symptome überflüssig werden, wenn wir ins Vertrauen gehen.

Aber lest selbst wie es dazu kam:

Gerade hab ich wie so oft ein paar Körper- und Achtsamkeitsübungen gemacht und lag danach ganz entspannt und völlig im Moment auf meiner Matte. Meine Aufmerksamkeit wanderte zu meinem rechten Knie, denn der Schmerz war immer noch vorhanden. (näheres zum bisherigen Heilungsprozess und den wunderbaren Erkenntnissen zu den Themen, die dahinterstecken findet ihr in diesen beiden Artikeln: Noch mehr Heilung und Mein Körper geht in die Weichheit) Ich spürte also ins Knie und bemerkte, dass darin noch unheimlich viel Wut steckte. Wut und alter Schmerz darüber, dass ich in der Vergangenheit so oft nicht meinen Weg gehen konnte, oder besser gesagt glaubte, dass ich es nicht könne. Beide Gefühle ließ ich einfach da sein, ging völlig in sie rein, sie bäumten sich noch einmal richtig auf, nahmen zu und dann begannen sie sich aus dem Knie zu lösen, in meinem Körper nach oben zu fließen und verließen mich dann begleitet von einer dicken Gänsehaut am ganzen Körper durch das Halschakra. Ruhe kehrte ein, ich atmete tief und befreit.

Nun spürte ich wieder in meinen Körper, ging wieder in das rechte Knie, generell in die rechte Seite. Ich stellte fest, wie verhärmt und überanstrengt meine rechte Seite war. Sie sah grauenhaft aus. Völlig ausgemergelt, grau, fahl, abgemagert, hohl. Über so viele Jahre hatte ich die rechte Seite extrem überlastet und gefordert. Die rechte Seite steht für das Tun und Machen, das männliche Prinzip, für Entscheidungen, für alles, was verstandesorientiert ist. Die linke Seite steht für die Weichheit, das weibliche Prinzip, das sich hingeben, vertrauen, geschehen lassen, Intuition. Diese Seite fühlte sich tatsächlich weich an, fast neu und unverbraucht. Ich hatte ja auch über so viele Jahre nur die rechte Seite beansprucht und von der linken nichts wissen wollen. Ich lebte sehr einseitig, immer mit dem Verstand vorne dran, immer im Machen, immer im Tun. Das hatte seinen Tribut gefordert. Die rechte Seite war verbraucht, kaputt, verschlissen. Als ich die beiden Seiten im direkten Vergleich so ansah, musste ich bitterlich weinen. Ich hatte die eine Seite geschunden und die andere vernachlässigt. Der Unterschied war so deutlich spürbar und es tat mir unendlich leid, dass ich die rechte Seite so kaputt gemacht hatte. Ich versuchte die Liebe und die Weichheit der linken Seite in meine rechte fließen zu lassen, aber das wollte mir nicht so recht gelingen.

Also bat ich das Universum, Gott, das Leben und Mutter Erde meinen Körper mit Liebe zu fluten. Vor allem zu Mutter Erde verspürte ich in diesem Moment eine enorme Verbindung. Erst war es dunkel um mich, doch dann bemerkte ich, dass sich von oben eine golden glitzernde Energie näherte und durch mein Kronenchakra in meinen Körper floss. Überall wo diese Energie in mir ankam, hatte ich äußerlich wieder Gänsehaut. Sie überrollte meinen Körper von oben nach unten. In mir fühlte es sich so an, wie wenn diese goldene Energie sich in Flüssigkeit verwandelt hätte und meinen gesamten Körper, der nun wie ein Gefäß war, ausfüllte, in jede Ritze drang und alles umspülte. Die Flüssigkeit schwappte langsam hin und her und löste nach und nach nochmal ganz viel Altes, alte Blockaden, alte Verkrustungen, alten Ballast. Sie färbte sich nach und nach dunkel, war irgendwann schwarz und floss dann durch mein Kronenchakra wieder ab, spülte all den "Müll" mit raus, nahm ihn mit und reinigte mich so auf wunderbare Weise. Das alles spürte ich eher reichtsseitig. Da, wo es auch am nötigsten war.

Wieder lag ich nach dieser Reinigung da und fühlte in meinen Körper. Die rechte Seite fühlte sich freier an, heiler. Ich bat wieder darum, meinen Körper mit Liebe zu fluten und nun begann eine wunderbare Energie durch meine Füße in mich zu fließen, wieder verstärkt rechtsseitig. Ich wunderte mich erst, dass die Energie von unten kam. Doch mir wurde schnell klar, dass sie direkt von Mutter Erde kam und sie tat so gut. Sie füllte mich komplett aus. Überall, wo ich vorher Hohlräume wahrgenommen hatte, floss nun diese Energie hin, die sich wie Liebe und vor allem wie Weichheit anfühlte. Ich genoss dieses Gefühl, diese samtweiche, liebevolle, wohltuende Masse. Sie floss mein Bein hinauf, durch mein Knie, weiter in die Flanke und dann merkte ich, dass sie nicht weiterkam. Ich versuchte den Ort der Blockade auszumachen und stellte fest, dass die Schulter blockierte. In meinen rechten Arm, war noch nichts geflossen. Mit der linken Hand umschloss ich meine rechte Schulter und es fühlte sich tatsächlich so an, wie ein Propf, dunkel und fest. Ich fragte, was das sei, spürte hin, in diese Qualität des Pfropfes. Da begannen auch schon wieder bitterliche Tränen zu fließen. Was hier blockierte, war all der Schmerz, den ich in dem verzweifelten Versuch, Verbindungen zu bestimmten Menschen aufrechtzuerhalten, erlitten hatte. Wie oft hatte ich mich als Kind und Jugendliche verbogen und verrenkt, um es meinen Eltern recht zu machen, wie sehr hatte ich den Arm nach ihnen gereckt, um sie endlich zu erreichen, um es ihnen recht zu machen, um ihren Ansprüchen zu genügen. Das Ergebnis war ein Schlottergelenk, eine hypermobile Schulter, die ich tatsächlich habe. Hier blieb die Weichheit stecken. Auch diesen Schmerz nahm ich an, ließ ihn da sein, spürte ihn noch einmal und er löste sich nach und nach. Ich merkte, dass die Liebe und Weichheit langsam durch meine Schulter fließen konnten und die letzten Reste des Schmerzes lösten.

Endlich floss diese wunderbare Energie in meinem rechten Arm nach unten Richtung Hand. Und blieb wieder stecken. Im Handgelenk. Auch hier habe ich tatsächlich immer wieder Schmerzen und Beschwerden. Ich spürte auch hier nach, was diese Blockade war und wieder weinte ich bitterlich als ich noch einmal deutlich erkannte, dass sich im Handgelenk der verzweifelte Versuch, immer alles unter Kontrolle zu haben und alles festzuhalten, festgesetzt hatte. Was habe ich über Jahre nicht alles versucht, um immer souverän zu sein, immer oben auf, immer cool und gefasst, habe immer alles geplant, wollte perfekt sein, eben immer alles im Griff haben. Mein Handgelenk möchte das nicht mehr. Es ist ebenfalls überlastet. Nach dieser Erkenntnis floss nun auch hier die Liebe und die Weichheit hindurch und erreichte endlich meine Hand, füllte sie aus. Nun war diese wunderbare Energie überall in meinem Körper (wobei ich mir bei Kopf und Nacken nicht ganz sicher bin - es könnte sein, dass ich hier auch noch einmal schauen darf).

Und dann wurde mir das volle Ausmaß dessen bewusst, was da eben geschehen war und welche Bedeutung das alles hatte. Die Energie, Liebe, Weichheit kam direkt von Mutter Erde. Sie versorgt mich, ich bin angebunden. Ich kann auf ihr hingehen und wandeln, wohin ich auch möchte, sie wird mich versorgen. Egal wie mein Weg aussieht, sie ist für mich da (Knie). Ihre Verbindung zu mir ist bedingungslos. Ich darf einfach ich sein. Ich muss mich weder verbiegen noch verrenken. (Schulter). Sie trägt mich und lässt mir alles zukommen, was ich gerade brauche. Ich kann ihr vertrauen und zwar blind. Ich kann loslassen und mich ihr hingeben (Handgelenk). Wie wunderbar ist das denn bitte? Welch heilsame und liebevolle Botschaften sind das?!!! Und dann wurde mir klar, dass so Urvertrauen aussieht und sich genau so anfühlt. URVERTRAUEN!!!

Diese Energie, die da durch meine Füße in meinen Körper geflossen ist, ist die unerschütterliche Anbindung an Mutter Erde. Habe ich diese, stehe ich mit beiden Beinen mitten im Leben und so sehr ein Sturm auch wehen mag, mir kann nichts geschehen. Ich habe Halt, ich bin versorgt, verwurzelt, ich bin ein Teil dieser wunderbaren Natur. Noch nie habe ich diese Anbindung so deutlich wahrgenommen, noch nie so klar gesehen. Meine körperlichen Symptome haben mir gezeigt, dass sie nicht nötig sind, wenn ich im Urvertrauen bin. Dieses Urvertrauen, diese Liebe, das Versorgtsein, diese Anbindung sind mein Geburtsrecht. Sie sind das Geburtsrecht von einem jeden von uns. Sie stehen uns jederzeit zur Verfügung. Die Frage ist, ob wir das sehen und glauben können.

Wir können so viel heilen, wenn wir uns Mutter Erde hingeben. Das weiß ich jetzt. Vertrauen wir ihr!!! Sie wartet nur darauf, ihr Werk endlich tun zu dürfen, ohne dass wir dazwischenfunken.

Ich wünsche einem jeden von euch, dass er das Geschenk des Urvertrauens entdecken darf, dass er wieder die Anbindung an Mutter Erde spürt und sich von ihr tragen und heilen lassen kann.

Hinterlasst mir gerne eure Gedanken und Eindrücke dazu in den Kommentaren.

Bewegte Herzensgrüße von mir
Anja


So wie ein Baum festverwurzelt ist, so sind auch wir fest an Mutter Erde angebunden!
Foto und Bild: Anja Reiche


Samstag, 14. November 2015

Mein Körper geht in die Weichheit

Was ist das Leben doch faszinierend. Wie ihr wisst, schaue ich mir alle körperlichen Symptome auf geistiger Ebene an, löse dort die Themen und helfe so meinem Körper, wieder in Einklang und Harmonie zu kommen.

Seit August letzten Jahres braucht mein rechtes Knie immer mal wieder Aufmerksamkeit, weil es beim Gehen schmerzt. Immer wieder ging ich in Kontakt mit meinem Knie, wenn ich das Gefühl hatte, dass sich etwas zeigen mag. Im Januar diesen Jahres hatte ich dazu schon wunderbare Erkenntnisse in einer Meditation, die mich auf dem Weg der Heilung einen riesen Schritt vorwärts gebracht haben. (Genaueres findet ihr in diesem Artikel: "noch mehr Heilung")

Allerdings gab das Knie noch immer keine Ruhe. Ich habe gelernt, dass immer alles "Unangenehme" so lange in meinem Leben bleibt, bis ich wirklich jedes Geschenk darin gefunden habe, bis ich alles verstanden habe und mir jeden Aspekt davon angeschaut habe. Erst dann können sich die Dinge lösen und gehen.

Ende September habe ich dann endlich beschlossen, dass das Knie mich lange genug eingeschränkt hat. In einer Phase, in der ich mal wieder gründlich in meinem Leben aufgeräumt habe (innerlich wie äußerlich), machte ich also einen Termin bei einem Physiotherapeuten, der LNB Schmerztherapie anbietet.  Die LNB Schmerztherapie geht davon aus, dass die meisten Schmerzen ohne OP und Medikamente in den Griff zu bekommen sind. In 90% der Fälle handelt es sich um sogenannten Alarmschmerz, der den Körper vor größeren Schäden durch Fehlbelastung bewahren soll. Diese Alarmschmerzen "entstehen also durch krankhafte muskulär-fasziale Zustände, sprich durch "Fehlprogrammierungen der Muskeln"" (Quelle: LNB Schmerztherapie, siehe Link oben).

Wie ihr wisst, bin ich der Meinung, dass wir uns selbst heilen können und jegliche Ansicht, die ohne Skalpell und Pille auskommt und stattdessen an die Wurzeln der Entstehung geht, ist für mich immer interessant. Diese Therapieform und Denkweise kam mir also gerade recht. 

Während dieser Therapie stellte sich heraus, dass das Gewebe an der Hinterseite meiner Beine völlig verkürzt und verhärtet war, die Faszien nicht mehr flexibel. Daraus resultierte natürlich eine Fehlbelastung beim Gehen. Zu viel Druck und Spannung im Gelenk. Wenn man sich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden setzt und die Knie Richtung Boden drückt, sollte die Kniekehle den Boden berühren. Auf der linken Seite war das der Fall, auf der rechten Seite passte eine Hand drunter. Daran, dass ich in dieser Stellung meine Zehenspitzen mit den Fingern berühren könnte, war gar nicht zu denken. Ich konnte mir gerade knapp unterhalb des Knies an den Unterschenkel fassen, dann war Schluss und es zog fürchterlich auf der Rückseite der Beine. Ich war einerseits tatsächlich schockiert, dass das so war. Kein Wunder, dass der Körper hier irgendwann mal um Hilfe schreit. Andererseits war ich aber auch sehr froh, einen neuen Blickwinkel auf die Ursache der Beschwerden zu haben, ein weiteres Puzzleteil für die Heilung.

Ich wurde in der Praxis entsprechend physiotherapeutisch behandelt und bekam Übungen mit nach Hause, die mir helfen sollten, das Gewebe wieder flexibel zu machen und so die Spannung aus dem Knie zu bekommen.

Nach nur zwei Wochen, in denen ich die Übungen jeweils morgens und abends machte, konnte ich meine Zehenspitzen mit den Fingern fassen, wenn ich mit ausgestreckten Beinen am Boden saß. Auch die Strecken, die ich schmerzfrei gehen konnte, wurden länger.

Begleitend zu den Übungen und den Behandlungen in der Praxis ging ich natürlich auch auf geistiger Ebene immer wieder bewusst in die Weichheit. Immer wieder richtete ich meine Aufmerksamkeit auf alle Faszien, Bänder und Gelenke, entspannte alles bewusst und animierte die Zellen, wieder in ihren ursprünglichen, natürlichen Zustand zu gelangen. Alles sollte wieder natürlich flexibel sein und dennoch Halt haben.

Vor ein paar Tagen (ich mache die Übungen immer noch, in Behandlung bin ich nicht mehr), passierte es dann, dass ich während der Übungen plötzlich schrecklich anfangen musste zu weinen. Ich konnte nicht greifen, wo das herkam oder warum das so war. Es fühlte sich an, wie alter Schmerz und alte Anspannung, aber ohne Zusammenhang. Ich ließ es zu, weinte und hatte das innere Bild, dass mich mein Schutzengel ganz fest und liebevoll mit seinen Flügeln umhüllt, mich schützt und mir somit einen Raum für Heilung gibt. Vor zwei, drei Tagen dann kam wieder ein inneres Bild. Ich sah meinen Körper da liegen und sah überall wo Faszien und Bindegewebe ist, schwarzen, klebrigen Schmodder, der begann sich zu lösen. Es fühlte sich an, wie wenn da alles innerlich vibriert und in Wallung kommt, sich lockert und der Schmodder anfängt zu gehen. Ich wurde zunehmend unruhiger, merkte, dass etwas fließen will, dass langsam wieder Tränen in mir aufsteigen und immer, wenn ich mit der Aufmerksamkeit zu meinen Faszien ging, war da dieses Vibrieren und der Aufruhr. Immer wieder sah ich mir dieses Bild an und es veränderte sich. Der schwarze, klebrige Schmodder stieg langsam nach oben, wurde immer heller, und hing schließlich wie Luftblasen, die jeden Moment aufsteigen, nur noch am seidenen Faden an meinem Gewebe.

Heute morgen bin ich dann mal wieder mit der altbekannten schlechten Laune und Unruhe aufgewacht, die ich immer habe, wenn sich Altes löst. Und vorhin endlich merkte ich, dass es nun endgültig ins Fließen kommt. Ich setzte mich also hin und ging mit meiner Aufmerksamkeit in mich und zu diesen Luftblasen und schon kullerten die ersten Tränen. Mit einem Kribbeln und Brasseln, das durch den ganzen Körper ging und mir Gänsehaut verursachte, zerstoben die Luftblasen in tausend kleine Bläschen, stiegen auf und verließen meinen Körper. Dann war Stille und ich war innerlich total ruhig. Nach einer Weile tauchte mein Körper in ein heilendes, blaues Bad. Ich tauchte komplett unter und fühlte wie das "Wasser" in meine Zellen drang und dort für Weichheit, Entspannung und natürliche Elastizität sorgte. Mein ganzer Körper entspannte sich, wurde weich und locker. Was für eine Wohltat. Und wieder überlief mich eine Gänsehaut. Ich spürte den natürlichen, ursprünglichen Zustand des Gewebes, der Muskeln. Ich genoss dieses Gefühl total.

Allerdings hatte ich noch nicht verstanden, für was dieser Schmodder stand, was da gerade meinen Körper verlassen hatte. Ich fragte also nach und als die Antwort kam, schüttelte mich heftiges Weinen. Dieser schwarze Schmodder steht für all die Härte, mit der ich mit mir so viele Jahre umgegangen bin. Er steht für allen Druck, den ich mir selbst gemacht habe, für jede Sorge, die ich zu haben glaubte, für jedes Müssen, das ich mir eingeredet hatte, für alles Festhalten an scheinbaren Sicherheiten. All dieser Druck und Stress, die innerliche Verkrampfung, das innerliche Anspannen, all die Härte, mit der ich mich selbst angepackt hatte, hatte sich im Laufe meines Lebens in meinem Körper im Gewebe abgesetzt. Das Gewebe wurde so hart, wie ich mit mir selbst umging, so hart, wie ich früher glaubte, dass das Leben ist, so hart, wie meine Gedanken damals waren. Mein Körper spiegelte meine innere Haltung. Meine Überzeugungen manifestierten sich im realen Leben und wurden bemerkbar, sichtbar, in mir. Die Überreste dieser Überzeugungen, der Schmodder, der so lange in mir war, konnten vorhin gehen.

Mir wurde noch einmal bewusst, dass es in diesem Leben nicht darum geht, irgendwo hinzukommen, irgendwelchen Zielen hinterherzuhecheln, sondern es geht darum, zu merken, dass wir schon da sind. Immer und in jedem Moment sind wir an genau der richtigen Stelle. Immer und in jedem Moment ist alles gut. Wir brauchen keine bestimmten äußeren Umstände, um glücklich und erfüllt zu sein. Wir können das immer sein. JETZT! Wenn wir das verstanden haben, sind wir nicht abhängig von bestimmten äußeren Umständen, Zuständen oder Begebenheiten. Wir können nicht nur glücklich sein, wenn dies oder das endlich so ist, wie wir wollen. Wir sind dann glücklich, wenn wir uns dazu entschließen, wenn wir merken, dass aller Ursprung für unsere Erfahrungen im Außen in unserem Inneren liegt. Wir sind Schöpfer. Und alles in unserem Umfeld zeigt uns lediglich, wie es in uns aussieht, was wir glauben, was wir fühlen, denken. Es gibt keinen Zustand zu verurteilen, denn er ist unsere Schöpfung. Verurteilen wir einen Zustand, verurteilen wir uns. Also ist wirklich immer alles gut. Ich erschaffe Zustände, erfahre sie, überprüfe, ob ich das so will und wenn nicht, kann ich es ändern, in dem ich meine Art zu denken ändere. Es gibt keinen Grund, hart zu sich selbst zu sein, sich wegen irgendetwas Stress zu machen, irgendetwas festhalten zu wollen. Ich habe es erschaffen, ich kann es also auch wieder ändern. Punkt.

Wir sind frei, unabhängig und selbstbestimmt. So können wir liebevoll mit uns und unseren Mitmenschen sein, verurteilen nichts mehr, brauchen nichts mehr von anderen, sind im Fluss und im Vertrauen, sind weich zu uns selbst. Unseren Körper wird es freuen...

Diese Weichheit wurde mir heute gegeben, weil ich in den vergangenen Jahren der Selbstfindung und -heilung verstanden habe, wie das Leben wirklich funktionert, wie liebevoll es eigentlich angelegt ist. Weil ich verstanden habe, dass ich meinen agilen, gesunden Körper nicht mehr dafür gebrauchen möchte, um irgendwo hinzukommen, um mich anzustrengen, selbst zu kasteien, um bestimmte Dinge zu erreichen, mir Sorgen zu machen, irgendetwas festzuhalten, sondern um das Dasein zu genießen, das Verweilen, das im Moment sein, das Erschaffen. Weil ich mit den Jahren geistig weich geworden bin, meine Gedanken weich und liebevoll geworden sind, weil ich wieder gelernt habe, dem Leben zu vertrauen, konnten sich alle alten Verhärtung lösen und dieser ganze "Dreck" konnte heute gehen, meinen Körper verlassen.

Ich bin unendlich erleichert, genieße diesen Zustand, diese Klarheit, das Körpergefühl, dieses nochmalige Loslassen, die Reinigung. Ich bin dankbar, dass mir mein Körper wieder zu so schönen, heilsamen, wunderbaren Einsichten verholfen hat.

Ob mein Knie nun noch schmerzen wird oder nicht, werde ich sehen. Ob ich diesbezüglich alles geheilt und verstanden habe, wird sich zeigen. Keine Einsicht, kein Geschenk möchte ich missen. Jeder einzelne Schmerz war für etwas gut, ob es nun im Knie war oder wo anders im Körper. Alles hat eine positive Absicht. Wir müssen nur hinschauen. Früher oder später wird mein Knie wieder in seinem ursprünglichen, natürlichen Zustand sein. Weil ich mich dazu entschieden habe, kann es gar nicht anders sein.

Und bis dahin? Ist immer alles gut, in jedem Moment!

Herzensgrüße von mir
Anja


Wir müssen nirgends hin, wir sind schon da!
Foto: Anja Reiche