Samstag, 14. Februar 2026

BeziehungsRaum

Aus den Tiefen meiner intensiven Heilungsbeziehung

Sonntag | 15.02.2026 | 19 Uhr
via Zoom


Ich mag euch davon erzählen. Von dem Miteinander von Christian und mir, von den letzten drei Jahren, von dem Weg, den wir bisher schon zurückgelegt haben. Ich wollte das schon so lange und nie war es wirklich stimmig. Jetzt schon. Es fühlt sich an, als hätte ich jetzt einen gewissen Überblick und mehr Verstehen vom Grundlegenden.

Ich mag euch mitnehmen, teilen, von den Prozessen, Erkenntnissen, Herausforderungen, den Bindungswunden und ganz speziell verletzen Anteilen, den krassen Durchbrüchen und größeren Zusammenhängen berichten, Fragen beantworten, falls ihr welche habt. Jede Frage, auch die intimsten. Und natürlich ist das erst mal mein Erleben, mein Blickwinkel, mein Ruf, mein Impuls, einen Raum dafür zu öffnen. Es stimmt gerade so. Ich werde da sein.

Dieser Weg, diese letzten drei Jahre, in dieser soooo intensiven Heilungsbeziehung ist so dicht an Erfahrung und Entwicklung, dass ich wahrscheinlich Bücher füllen könnte und doch geht nichts über persönliche Begegnung, den Dialog und die Möglichkeit, es zu fühlen, mir dabei in die Augen zu schauen, mich im jetzigen Zustand zu erleben. Transparent und offen.

Und ich mag euch in die Augen schauen und fühlen.

Ich weiß nicht, was tatsächlich von all dem Durchgemachten dann zur Sprache kommt, was oben auf liegt. Das entscheidet das Feld derer, die zusammenkommen und der jeweilige Moment, meine Impulse, das, was aufsteigt, eure Fragen. Wir werden es erleben und erspüren, wenn es so weit ist.

Gerade jetzt fühlt es sich an, als ob es mehrerer solcher BeziehungsRäume geben wird, aber wirklich wissen kann ich das natürlich nicht. Und wenn es so ist, wird keiner dem anderen gleichen. Nicht im Ansatz wahrscheinlich. Auch eine Aufzeichnung scheint mir unpassend. Es fühlt sich ganz und gar nach Einmaligkeit des jeweiligen Raums an.

Ich bin gespannt, wer da sein mag, wer mit mir eintauchen mag, wer lauschen mag, wer fragen mag, wer Interesse hat, wer das alles mit mir ehren mag, wer teilhaben möchte.

Ich bin gespannt und bereit. 

❤️

Hier ist der Anmeldelink für den Zoom-Raum: https://us06web.zoom.us/meeting/register/FUCTuf0dTHui3XJzqiGu1w

Falls du den Impuls hast, mir Geld zu senden, hier sind die Möglichkeiten: 

VR Bank Oberfranken Mitte eG
IBAN: DE63 7719 0000 0001 4442 71
BIC: GENODEF1KU1 

www.paypal.me/AnjaReiche


Dienstag, 3. Februar 2026

Innerlich immer in Verbindung

Im Grunde, bin ich nie nicht in Kontakt mit den Menschen, mit denen ich jemals irgendeine Form von Beziehung hatte. Sie sind erstens unveränderlich ein wichtiger und wertvoller Teil meines Lebens und zweitens bin ich - ob wir gerade miteinander reden oder nicht - innerlich immer in Verbindung.

Ich spüre hin. Ich schaue hin. Und wenn es das Leben erfordert, würde ich jederzeit in Kommunikation gehen, egal, wie viele Jahre vielleicht vergangen sein mögen. Ich bin online. Ich trage sie im Herzen, so herausfordernd es vielleicht auch gewesen ist im Miteinander.

Das ist kein verklärtes "vergeben und vergessen". Nein, da ist innere Arbeit in mir passiert seit dem letzten Kontakt. Ich weiß um das, was vielleicht vorgefallen ist. Es liegt, erforscht, reflektiert und durchfühlt, ausgebreitet vor mir. Mein Anteil ist gesehen, wie ich da war, welche damals noch unbewussten Mechanismen vielleicht gewirkt haben, wie ich zu der Zeit in die Welt geblickt habe. So weit ich eben jetzt gerade mit meinem Bewusstsein blicken kann, ist die Beziehung durchblickt.

Ich lege keine Begegnung einfach so ab oder weg. Da ist und bleibt Beziehung.

Ich bin auch mit vielen Menschen oft lange Zeit nicht in Kontakt, mit denen überhaupt nichts "vorgefallen ist". Das sind sogar die meisten. Wir sind ein Stück des Weges gemeinsam gegangen, manchmal sogar unglaublich lange, und gerade gibt es nichts im Miteinander "zu tun". Auch da bin ich nicht einfach weg, sondern innerlich in Verbindung, schaue hin, hab sie im Herzen und wenn es dran wäre, der Impuls käme, dann würde ich auch da wieder kommunizieren.

Manchmal spüre ich den Schmerz und das Unverständnis des anderen über den "Nichtkontakt". Sie fühlen sich, als hätte ich "Schluss gemacht", mich getrennt aus für sie unerklärlichen Gründen. Ich spüre, wie nicht erfasst wird, wie ich da bin. Ich spüre, wie alte Wunden des Verlassenseins bei ihnen berührt werden und wie es quasi eine kindliche Unerreichbarkeit des anderen - also von mir - reinszeniert.

Manchmal würde ich gerne rufen: "Das hat nichts mit dir zu tun. Das ist nicht persönlich zu nehmen. Ich bin noch da und innerlich in Verbindung." Gleichzeitig ist es meine Aufgabe, mich darin zu halten und eben keine Gefühle vermeiden zu wollen. Weder bei mir noch beim anderen. Es ist nicht angenehm, darum zu wissen, wie ich gerade falsch verstanden werde und dennoch gibt es daran meistens nichts zu ändern.

All diese Menschen, die einmal Teil meines Lebens waren, sind auf immer Teil meines Lebens. Ich weiß nicht, ob und wann es weitergeht in der Beziehung. Das weiß ich nie. Und ja, ich muss immer damit rechnen, dass vielleicht das "letzte Mal" schon gewesen ist. Dass es nie wieder dran sein wird, diesen Menschen wiederzusehen oder zu sprechen. Auch das ist mir bewusst. Das irdische, menschliche Ende des Miteinanders ist in jeder Beziehung immer mit präsent.

Deswegen schätze ich es sehr, in jeder Begegnung wesentlich zu sein. Ich weiß, dass ich nichts verpassen werde, was relevant gewesen wäre. Stand jetzt kann ich sagen, dass in mir mit allen alles am richtigen Platz ist. Ich könnte von der Erde gehen - oder sie - und es ist alles getan, alles richtig. Es gibt nichts zu bereuen.


 

Montag, 2. Februar 2026

Das Schlimme ist nicht das, was da ist

Als Kind bräuchte ich Hilfe, mich dem zuzuwenden, was es in mir empfindet. Als Erwachsene fehlt mir dann erstmal die Kompetenz.

Dieser Druck, den das erzeugt, dass ich mich dem in mir nicht zuwenden kann, ist enorm. Einem Tiger im Käfig gleich. Voller Unruhe. Nichts ist richtig. Alles, was von außen kommt, verstärkt nur das eh schon große Unwohlsein. Da ist Gereiztheit und ein "aus der Haut fahren wollen", es in mir nicht wirklich aushalten.

Es ist, als würde ich durch ein Haus voller Zimmer eilen und doch ist kein Raum der richtige, kein Raum, der wirklich Raum ist, Raum hat, Raum gibt. Der Raum, den ich bräuchte für das, was in mir ist. Den Raum, den ich suche, gibt es trotz all der Zimmer nicht.

Als Kind hätten die Erwachsenen dieser Raum sein müssen. Als Erwachsene sollte ich es eigentlich für mich sein und kann es doch manchmal trotz all der Erfahrung nicht gleich, wenn da ein Anteil ist, der noch nichts von meiner Erwachsenen weiß.

Und wieder stelle ich mit Erstaunen und Faszination zugleich fest, dass das Schlimme für mich nie wirklich das ist, was tatsächlich in mir los ist, sondern der Zustand, in dem ich mich dem (noch) nicht zuwenden kann. Das ist das Unaushaltbare, das, was quält und drückt und mich fast verrückt macht.

Bin ich dann in das Stadium im Prozess gekommen, in dem ich mich mir wirklich zuwenden kann, ist es einfach nur erleichternd. Endlich kann es fließen. Endlich ist der Raum in mir da. Der Druck, das Unwohlsein verschwinden fast sofort. Die Tränen laufen in Strömen. Alles entspannt sich in mir. Ich kann wieder atmen. Ich erkenne. Sehe. Verstehe. Begreife. Fühle zutiefst. Verkörpere voll und ganz. Die entsprechenden Bilder laufen durch.

Ich bin endlich in Kontakt mit dem, was in mir gerade lebendig ist und das ist einfach nur wunderschön, auch wenn es noch so arg ist. Ich hab mich wieder. Bin bei mir. Gott sei Dank!

 


Was nicht da sein darf, kann nicht erforscht werden

Eine Erinnerung (an mich selbst)

Etwas erforschen, was mich unangenehm berührt, was ich lieber wegschieben würde, was ich lieber nicht hätte, bedeutet zu allererst, den Anteil zu bemerken und anzuerkennen, der es eben genau nicht will, der überfordert ist, der in Angst und Panik gerät, sich dem nicht gewachsen fühlt. Er ist Dreh- und Angelpunkt. Er braucht mich im Grunde am meisten, bevor ich mich überhaupt dem Symptom (den Begriff meine ich seeeehr weit gefasst) zuwenden kann. Dieser Anteil verhindert den echten Kontakt, weil es meist für ihn ums nackte (emotionale) Überleben geht.

Etwas erforschen bedeutet, damit in Kontakt zu gehen, es innerlich in die Hand zu nehmen, in Beziehung zu gehen, mich davon berühren zu lassen, es anzuschauen, diesem Etwas zuzuhören, ihm tatsächlich zu begegnen und mich in diesem Kontakt zu beobachten. Das Erforschen beinhaltet eben auch all die Teile, die dagegen sind. Sie wollen nach Hause - zu mir.

Wenn ich etwas kategorisch verneine, ob Symptom oder Anteil, ohne vorher eine Beziehung dazu gehabt zu haben, existiert es getrennt von mir und ich muss es mit Kraftaufwand von mir fernhalten. Es wird wieder kommen. Es will Inklusion. Es will gesehen und anerkannt werden in der bloßen Existenz. Mit jedem Auftauchen scheint es zu sagen: "Mich gibt es auch. Sieh hin."

Wenn ich eine geklärte Beziehung dazu habe, kann ich immer noch Nein sagen und dieses Nein wird ruhig und klar sein, keine Kraft kosten und einfach SEIN.

Ich kann mich sehr schnell prüfen, ob die Beziehung zum Symptom bzw. zum Anteil geklärt ist. Ein innerlich aufgebrachtes "damit will ich nichts zu tun haben" schiebt meist etwas weg, was sich bedrohlich anfühlt. Ein "Nein", das eher von einem Schulterzucken geprägt ist und mit einem "ich wüsste nicht wofür" einhergeht, spricht schon eine ganz andere Sprache. Es hat keine Ladung mehr.

Es gibt auch die Scheinakzeptanz, die sagt: "Ja, ja, das darf da sein" und innerlich geht der Satz eigentlich weiter mit "damit will ich aber nichts zu tun haben, lass mich in Ruhe damit".

Wenn ich tatsächlich mit etwas im Frieden bin, dann kann ich mich davon berühren lassen, in Kontakt gehen oder hinschauen. Dann darf es da sein. Es kann neben mir existieren, weil es durch die Beziehung erspürt ein Teil von mir ist. Es ist mir nicht fremd und damit keine Bedrohung mehr.

Erforschen ist für mich Beziehungsarbeit, die Möglichkeit zur Klärung all dessen in mir, was eben noch unergründet ist und deswegen Unsicherheit auslösen kann. Erforschtes Gebiet macht keine Angst mehr. Ich hab mich dazu in Bezug gesetzt. Wenn ich weiß, womit ich es zu tun habe (in mir und um mich), ist der Spuk vorbei. Es hat keine Macht mehr über mich, ohne dass ich das angestrebt habe. Es geschieht einfach irgendwann in der Begegnung.


 

Freitag, 30. Januar 2026

Geliebte des Lebens

Ich gehöre dem Leben. Niemandem sonst.
Ich bin verheiratet. War es im Grunde schon immer. Mit der Schöpfung selbst.

Meine Hingabe und völlige Ergebung gilt meinem Ursprung, dem Ursprung von allem. Das ist, in tiefer Beziehung zu mir selbst, die tiefste Beziehung, die ich "nach außen" habe. Kein Mensch, kein Mann kann diesen Platz je einnehmen. Nichts und niemand kommt da dazwischen.

Ich bin vergeben. Ich bin ergeben. Ich empfange das Leben selbst. Setze es um.

Ich bin, mich selbst habend, darin eingebettet. Getragen und dienend zugleich. Treu über alles hinaus. Meine Loyalität ist. Das steht über allem.

Da ist meine Führung.
Darin ist meine Erfüllung.

Ich - erkannt - im Einssein.
Liebend und geliebt.

Geliebte des Lebens.
Hier, das zu sein.



Montag, 19. Januar 2026

Vom Wir-Wollen, ohne Ich-Wollen

Ich mag zu meinem letzten Post ergänzen, dass es noch ein ausgeprägteres Phänomen von ungesunder Selbstlosigkeit gibt:

Ich beobachte immer wieder unzählige Menschen, die schon fast manisch ein Wir anstreben, ohne sich nur ansatzweise selbst zu wollen. Sie wollen andere, aber sich selbst überhaupt nicht. Wollen Beziehung, ohne sich selbst begegnen oder berühren zu wollen. Reden von Selbstlosigkeit und Nächstenliebe, ohne dass sie dieses Selbst je gehabt hätten und ohne dass sie sich selbst in aller Gänze je geliebt oder überhaupt gekannt hätten.

Sie verweigern jede Selbstreflexion, jede Berührung mit dem eigenen Innersten und sehen allen Grund für Probleme nur beim anderen. Sie haben noch nicht mal die Idee einer Notwendigkeit, sich sich selbst zuzuwenden und externalisieren alles.

Sie halten sich oft für Gutmenschen, ein installiertes Selbstbild als Schutz vor all den ungeliebten Seiten in sich, und verhalten sich dabei eigentlich höchst "egoistisch", was aber aus dem hochgradig verletzten Ich resultiert. Auch da wäre der Weg der echten Selbstzuwendung, also zur Gesundung des Ichs, jedem Wir vornanzustellen. Und ich sage wäre, weil nichts und niemand im Außen ihnen das begreiflich machen kann, denn die ungeliebten Seiten darf niemand sehen, vor allem sie selbst nicht. Ihr wahres Ich ist unter Hochverschluss unberührbar.

Sie lösen sich in Gruppen nicht auf. Sie hat es noch nie gegeben und gleichzeitig dreht sich aufgrund ihres großen Mangels an eigentlich allem alles um sie, also ihr verletztes Ich.

Das alles hat keine Wertung. Ich sehe und benenne.

 


 

Das gesunde Ich kommt vor dem Wir

Es gibt Menschen, die lösen sich in Gemeinschaft regelrecht auf und richten all ihre Handlungen und Aussagen an den anderen aus, stellen ihre eigenen Bedürfnisse beiseite, ja nehmen sie vielleicht gar nicht mehr wahr. Nehmen sich als eigenes Wesen gar nicht mehr wahr. Sie schauen ganz automatisch, dass es vor allem den anderen gut geht. Ich komm da auch her.

Ein Relikt aus einer Kindheit, in der es galt zu funktionieren, nützlich zu sein, die unangenehmen Gefühle der anderen zu vermeiden, lieb zu sein, niemanden in den Erwartungen zu enttäuschen oder aufzubringen. Die Eltern, die Familie, der Betrieb, die Gesellschaft standen über allem und vor allem vor ihnen in der Relevanz und Wichtigkeit.

Erwachsene, die es in der Kindheit erlebt haben, dass alle anderen und alles andere vor ihnen kommen, existieren in Gruppen manchmal gar nicht mehr, können sie selbst nur alleine sein, können sich selbst nur alleine hören. Sie haben regelrecht ein schlechtes Gewissen, wenn sie eigene Bedürfnisse haben. Noch schlimmer wird es, wenn diese vielleicht gerade nicht mit den Bedürfnissen anderer harmonieren.

Doch der Weg der Selbstwerdung ist essentiell für ein gesundes Wir. Individuation ist essentiell für zuträgliche, menschliche, würdevolle Gemeinschaft. Es braucht das gesunde Ich, das sich selbst behalten darf, wenn andere zugegen sind. Dieses Ich ist ganz natürlich ein Beitrag. Für sich und für andere.

 


 

Mittwoch, 14. Januar 2026

Echter Genuss braucht für mich Sinn

Ich brauch die übergeordnete Wahrheit für echte, tiefe Erfüllung. Die Wahrheit über mich, mein Wesen, die Zusammenhänge, das Leben, Gott.

Keine Theorie. Keine Konzepte und Konstrukte. Ich meine die Wahrheit, tief aus dem Herzensgrund vernommen, mit jeder Zelle schwingend erfasst. Die Wahrheit, in der das ganze Wesen resoniert und vibriert, bevor ich nur einen Gedanken gedacht habe. Die Wahrheit, die immer schon da war, ist und sein wird, an die ich mich "nur" fühlend erinnern brauch.

Echter Genuss braucht für mich Sinn. Tiefen Sinn. Den weiten Horizont. Alle Ebenen des Seins. Das durchlebte, durchfühlte, erspürte Begreifen. Das Wissen um das Nichtsichtbare. Das Erleben meiner Selbstwirksamkeit in dieser riesigen Intelligenz.

Faszination und Genuss sind für mich automatisch da, wenn mir all das bewusst ist, wenn das Bild groß genug ist, die Augen sehend sind, das Herz um den großen Takt weiß. Eben, wenn ich mich an die Wahrheit erinnert habe.

 


 

Mittwoch, 7. Januar 2026

BegegnungsRaum - du & ich

Ich hab gerade ein bisschen Schnappatmung und ganz schön Respekt vor diesem Post, aberund: Ich kann nicht anders. Es hat sich innerlich geformt und steht jetzt mitten im Raum, wie ein riesiger, rosa Elefant, den ich unmöglich übersehen kann.

Die letzten Monate war so viel Innenschau und Einkehr bei mir dran, ich mag fast gar nicht in Erwägung ziehen, dass es tatsächlich dran sein könnte, wieder mehr in Begegnung zu gehen und gleichzeitig fühlen sich die Räume der 1:1-Begegnung gerade so kraftvoll und heilig an. So groß und weit und tief und relevant.

Was immer geschehen soll, was immer dran ist. Was immer die Begegnung von uns will. Ich mag mit dir präsent im Moment sein und gemeinsam erforschen und erspüren, es passieren lassen, uns passieren lassen, mit dir DA sein. Gewahr. Wach. Aus dem Innen heraus das Jetzt sichtbar machen. Der Stimmigkeit folgen. Pur. Roh. Wahrhaftig.

Ich bin gespannt, wer sich gerufen fühlt und ich bin gespannt, wie es dann in mir darauf reagiert, wo ein Ja auftaucht und wo vielleicht auch ein Nein. Melden kannst du dich unter mail@anja-reiche.de, dann sehen wir weiter.


Jetzt atme ich nochmal tief durch und klicke auf "posten". Mögen die Dinge ihren Lauf nehmen.

✨💖✨

(Bezüglich Geld kann ich gerade gar nichts sagen, in letzter Zeit immer weniger. Wie wenn es gar nicht mehr bei mir liegt, in irgendeiner Form Einfluss zu nehmen oder mich dazu zu äußern. Da kommt immer nur ein Schulterzucken in mir. Ein "ich weiß es nicht".)



Freitag, 2. Januar 2026

Vom Segen, das eigene Innenerleben im Außen wiederzufinden

Es ist immer wieder erstaunlich, was es ausmacht, zutiefst verstanden und begriffen zu werden. Wenn jemand innere Erfahrungsräume beschreibt, die mir selbst total vertraut sind, von denen sonst nie jemand spricht, weil die wenigsten sie je betreten haben.

Mir ist es vertraut, dass ich meine Innenwelten kenne, wie die eigene Westentasche und ich so gut wie alleine damit bin. Ich verstehe mich zutiefst, habe Worte für all das und es ist eher selten, dass mir von außen Worte für mein Inneres gegeben werden können, die ich selbst nicht schon gefunden hätte.

Wenn das dann doch mal geschieht, spüre ich jedes Mal diese unglaublich magische Wirkung des Bezeugtwerdens. Dieses Gefühl, dass es da anscheinend noch mindestens ein anderes Wesen gibt, das mit mir Erfahrungshorizonte teilt. Nicht nur ansatzweise ähnliche, sondern die dafür verwendeten Worte könnten exakter und treffender nicht sein für die Welt, die ich in mir durchwandere und von der ich es bisher gewohnt war, darin alleine zu sein.

Mein Innenerleben tatsächlich außerhalb von mir wiedergespiegelt zu bekommen, mich auf diese Weise quasi von außen betrachten zu können, ist jedes Mal wie ein Stück nach Hause kommen, in die Welt kommen. Mein Innen ist im Außen wiederzufinden. Ich bin erkannt und damit ist mein Sein wieder noch vollständiger da. Wieder ist ein Teil der kindlichen Isolation durch das Fremdsein in der Welt aufgelöst.

Mein Innenerleben außerhalb von mir präzise benannt zu bekommen ist Heilung pur. Eine Form der Ganzwerdung, die ohne Gegenüber nicht möglich ist und die für meine Begriffe unersetzlich und unerlässlich ist, um ganz hier auf der Erde anzukommen, landen zu können, zu Hause zu sein. Etwas, was für eine gesunde Entwicklung in der Kindheit schon hätte passieren müssen, also was natürlicher Weise stattgefunden hätte, wenn ein gesundes Umfeld da gewesen wäre. Sauber und präzise wiedergespiegelt werden, sich im Außen tatsächlich selbst erkennen können, unverzerrt und vor allem mit dem Innenerleben in Kontakt mit anderen treten können, weil da auch bekannt.

Was für ein Segen und Geschenk, dass es jetzt geschehen kann. Was für ein großer Dienst am Nächsten. Dieses Erleben erstaunt und berührt mich immer wieder zutiefst und die Wirkung haut mich jedes Mal schier um, die Wirkung davon, mein komplexes, riesiges Innen genauso komplex und erschlossen da draußen zu sehen.


Nachtrag:
Ich bemerke gerade, wie sehr ich "verstanden sein" gleichsetze mit "fühlend begriffen". Was es ausmacht ist tatsächlich, dass jemand überreißt, was eine bestimmte Situation, ein Umstand, Zustand emotional gerade für mich bedeutet, wie ich mich darin, damit fühle, welche Konsequenzen das hat. Auf welche Innenwelten ein Geschehen bei mir trifft. Es geht um das "Bekanntsein" meiner inneren Landschaften, meiner Bewusstseinsweite, meines Wesens und ein Erfassenkönnen der (emotionalen) Kausalitäten zwischen mir und der Welt. Oder so ähnlich... 😉
 
Und all das fühle ich als gegeben, wenn jemand seine Innenwelten schildert und ich mich darin wiederfinden kann. Da spricht jemand von etwas, was sonst nur ich kenne. Ich fühle mich begriffen, obwohl der andere eigentlich gar nichts von "mir" weiß und begreift. Nur dadurch, dass da scheinbar noch jemand das kennt, was ich kenne, ohne dass wir uns kennen müssen. 😂


 

Donnerstag, 1. Januar 2026

Ich war nie ahnungsloser

Nicht auf diese Weise. Nicht zu vergleichen mit der Ahnungslosigkeit, in der ich weder wusste, wer ich bin, noch was das hier alles soll.

Diese Ahnungslosigkeit jetzt ist anders. Mir hat sich der Lebenssinn erschlossen, mein Sein, das Individuelle. Und es ist, als hätte ich all das wieder aus der Hand gelegt.

Wie ich neulich schon sagte: Es ist nichts mehr übrig. Alles, was mal so naheliegend war und so lange so stimmig für meinen Selbstausdruck war, zu meinem Wirken gehörte, fühlt sich nicht mehr relevant an. Das neue Jahr wird nicht einfach eine Fortsetzung oder logische Schlussfolgerung von dem, was bisher war.

Ich bin blank. Kein Wunsch. Keine Sehnsucht. Kein "Das will ich unbedingt erfahren und erleben." Kein Gefühl für irgendwas, was dran sein könnte, was noch zu tun wäre. Tatsächlich wüsste ich nicht im Ansatz, was nach all diesen Prozessen, Läuterungen und inneren Durchbrüchen kommen sollte. Wo und wie es weitergehen könnte in der Evolution, was da noch auf dem Zettel sein könnte und jetzt genau richtig und wichtig für mich. Und mit wissen meine ich immer spüren, fühlen, wahrnehmen vom Äther. Es geht schon lange nicht mehr ums Denken, Ausdenken, Überlegen und selber aus dem Hut zaubern.

Vom Anstehenden zeigt sich nicht der leiseste Fitzel. Ein leeres Blatt. Nein, eine leere, weite Ebene. Das Bisherige liegt in dem Bild hinter mir. Es ist durchwandert. Ich schaue in dieses Nichts vor mir, das noch keine Formen hat, keine Wege, keine Landschaft. Noch gilt es, keinen Schritt zu tun. Es wäre zu früh und dafür gibt es gerade auch keine Energie zur Verfügung gestellt. Ich kann nur da sein. An der Schwelle. Bereit. Was immer sich offenbaren mag. Was immer der Ruf sein wird. Bereit für alles, was das Leben von mir möchte und mag es noch so außergewöhnlich sein.