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Samstag, 27. Juni 2026

Liebe ist das ALLES

Vorhin waren da noch Worte dazu. Jetzt sind da keine mehr. Nur mehr ein tiefes Fühlen von genau dem. Ein Gewahrsein. Ein "das sein". Diese Liebe sein. Darin sein. Sie in mir. Ich in ihr. Diese Liebe ist für mich Gott. Das ALLES.

Oder wie Natalie (ihr Nachname ist mir tatsächlich unbekannt) es kürzlich so treffend und einleuchtend formuliert hat: "Warum sollte ich etwas verurteilen, was ist? Durch die Verurteilung hört es ja nicht automatisch auf, zu existieren!"

Nachtrag 03.07.26:

Ich meine damit die Anwesenheit von allem IN mir. IN mir darf alles da sein. Das mag ich gerade nochmal betonen! Ausdrücklich. Diese "allumfassende" Liebe wird so oft zur größten Gewalt gegen sich selbst, wenn sie so verstanden wird, dass ich vom anderen alles da sein lassen soll, ohne irgendwelche "negativen" Gefühle haben zu dürfen. IN mir darf alles anwesend sein! 🔥❤️🔥

 


Dienstag, 3. Februar 2026

Innerlich immer in Verbindung

Im Grunde, bin ich nie nicht in Kontakt mit den Menschen, mit denen ich jemals irgendeine Form von Beziehung hatte. Sie sind erstens unveränderlich ein wichtiger und wertvoller Teil meines Lebens und zweitens bin ich - ob wir gerade miteinander reden oder nicht - innerlich immer in Verbindung.

Ich spüre hin. Ich schaue hin. Und wenn es das Leben erfordert, würde ich jederzeit in Kommunikation gehen, egal, wie viele Jahre vielleicht vergangen sein mögen. Ich bin online. Ich trage sie im Herzen, so herausfordernd es vielleicht auch gewesen ist im Miteinander.

Das ist kein verklärtes "vergeben und vergessen". Nein, da ist innere Arbeit in mir passiert seit dem letzten Kontakt. Ich weiß um das, was vielleicht vorgefallen ist. Es liegt, erforscht, reflektiert und durchfühlt, ausgebreitet vor mir. Mein Anteil ist gesehen, wie ich da war, welche damals noch unbewussten Mechanismen vielleicht gewirkt haben, wie ich zu der Zeit in die Welt geblickt habe. So weit ich eben jetzt gerade mit meinem Bewusstsein blicken kann, ist die Beziehung durchblickt.

Ich lege keine Begegnung einfach so ab oder weg. Da ist und bleibt Beziehung.

Ich bin auch mit vielen Menschen oft lange Zeit nicht in Kontakt, mit denen überhaupt nichts "vorgefallen ist". Das sind sogar die meisten. Wir sind ein Stück des Weges gemeinsam gegangen, manchmal sogar unglaublich lange, und gerade gibt es nichts im Miteinander "zu tun". Auch da bin ich nicht einfach weg, sondern innerlich in Verbindung, schaue hin, hab sie im Herzen und wenn es dran wäre, der Impuls käme, dann würde ich auch da wieder kommunizieren.

Manchmal spüre ich den Schmerz und das Unverständnis des anderen über den "Nichtkontakt". Sie fühlen sich, als hätte ich "Schluss gemacht", mich getrennt aus für sie unerklärlichen Gründen. Ich spüre, wie nicht erfasst wird, wie ich da bin. Ich spüre, wie alte Wunden des Verlassenseins bei ihnen berührt werden und wie es quasi eine kindliche Unerreichbarkeit des anderen - also von mir - reinszeniert.

Manchmal würde ich gerne rufen: "Das hat nichts mit dir zu tun. Das ist nicht persönlich zu nehmen. Ich bin noch da und innerlich in Verbindung." Gleichzeitig ist es meine Aufgabe, mich darin zu halten und eben keine Gefühle vermeiden zu wollen. Weder bei mir noch beim anderen. Es ist nicht angenehm, darum zu wissen, wie ich gerade falsch verstanden werde und dennoch gibt es daran meistens nichts zu ändern.

All diese Menschen, die einmal Teil meines Lebens waren, sind auf immer Teil meines Lebens. Ich weiß nicht, ob und wann es weitergeht in der Beziehung. Das weiß ich nie. Und ja, ich muss immer damit rechnen, dass vielleicht das "letzte Mal" schon gewesen ist. Dass es nie wieder dran sein wird, diesen Menschen wiederzusehen oder zu sprechen. Auch das ist mir bewusst. Das irdische, menschliche Ende des Miteinanders ist in jeder Beziehung immer mit präsent.

Deswegen schätze ich es sehr, in jeder Begegnung wesentlich zu sein. Ich weiß, dass ich nichts verpassen werde, was relevant gewesen wäre. Stand jetzt kann ich sagen, dass in mir mit allen alles am richtigen Platz ist. Ich könnte von der Erde gehen - oder sie - und es ist alles getan, alles richtig. Es gibt nichts zu bereuen.


 

Mittwoch, 19. November 2025

Alles darf da sein?

In welcher Haltung bin ich mir gegenüber gerade da? Es ist so wichtig, das wieder und wieder und wieder zu überprüfen. Ist es wirklich eine alles erlaubende, sein lassende Haltung, die sich dem hingibt, was da ist, egal was es ist und wie lange es dauert, oder will ich mit meiner Hinwendung z. B. zur Wut in Wahrheit eine Veränderung bewirken?

Wende ich mich dem, was in mir los ist, zu, damit es schnell wieder weg geht? Darf es wirklich da sein oder in Wahrheit bitte nur kurz?

Will ich es tatsächlich erleben, wahrnehmen, erforschen, ganz verkörpern, ihm folgen und es zu mir nehmen oder will ich es bearbeiten, transformieren, passend machen, weg haben?

Maria Sanchez bringt es mit den folgenden Worten aus ihrem Buch "Die revolutionäre Kraft des Fühlens" vortrefflich auf den Punkt:

"Zu sagen »Alles darf da sein« ist leicht, aber das sind erst einmal nur Worte oder Konzepte. Es gilt zu überprüfen, ob wir tatsächlich Wut in uns genauso behandeln wie Freude. Wenn dem so wäre, bestünde in uns nicht der Wunsch, unsere Wut zu transformieren, während wir dies beim Empfinden von Freude nicht wollen. Wir könnten unserer Wut dann vorurteilsfrei begegnen und ihrem innewohnenden Prozess folgen, statt zu versuchen, sie irgendwohin zu bewegen. Die wiederkehrende Frage ist also: Wer in uns will was in uns transformieren und vor allem warum?"

Und egal, was bei dieser letzten Frage an Antworten kommt, es ist okay und vor allem ist das die eigentliche Wahrheit. Dem kann ich dann wahrhaft begegnen. So sieht es gerade in mir aus. Dann begegne ich nicht der Wut, sondern vielleicht dem Teil in mir, der die Wut eben nicht will. Aus seiner Sicht völlig berechtigt. Dann hör ich ihm zu. Und gleichzeitig kann ein anderer Teil auftauchen, der den Teil, der die Wut nicht will, völlig scheiße findet, der toben will und um sich beißen. Ebenfalls aus seiner Position völlig berechtigt. Beides kann parallel in mir stattfinden (und noch vieles mehr), sich völlig widersprechen und dennoch zeitgleich wahr sein.

Nichts davon ist verkehrt und nichts daran muss anders sein oder werden. DAS ist dieser eine Moment jetzt. Wow! Was für ein komplexes Erleben. Das meint "alles darf da sein".


 

Sonntag, 2. November 2025

Es geht nicht ums Beruhigen

Ruhe ist nicht besser als Unruhe, nicht erstrebenswerter. Und ich spreche vom Moment. Von dem Moment, der gerade da ist und in dem ich unruhig bin. Daran muss nichts anders werden. Da ist Unruhe und sie hat einen Grund. Sie hat was zu sagen. Sie kann mir etwas über mich erzählen, was verdammt wichtig ist. Sie kann mich nach Hause führen - und ohne das zum Ziel zu haben, mag ich ihr einfach zuhören, sie erforschen, ihr nachgehen, sie ergründen und in dem Zustand mit mir da sein. Den Körper wahrnehmen, die Gedanken, den Teil in mir, der sich gerade so fühlt und das wahrscheinlich schon seit Jahren und Jahrzehnten. Den Teil in mir, der in diesem Zustand "stecken" geblieben ist, weil ihn niemand darin begleiten und halten konnte, weil niemand seinem berechtigten Aufruhr adäquat begegnen konnte, ihn nicht verstanden und begriffen hat, kein Raum dafür da war.

Es geht nicht darum, ihn zu beruhigen, diesen Teil, und damit mich - das würde ihn wieder übergehen in seinem Zustand, der aber nun mal da ist. Es geht darum, mich dem zuzuwenden und zu erfahren, was die Unruhe ausmacht. Was wirkt da? Wer in mir ist unruhig und warum? Wer in mir will denn vielleicht doch Ruhe und warum? Wer in mir will ausflippen und wer in mir will das vielleicht auf keinen Fall? Ist vielleicht sogar gar nicht die Unruhe an sich das Problem, sondern die Überforderung damit? Weil da gefühlt keine Begegnungskompetenz in mir ist, ich die Idee habe, dass ich diese starken Gefühle auf keinen Fall aushalte, dass es mich zerreißt, wenn ich dem tatsächlich Raum gebe? Ist da vielleicht sogar kindliche Todesangst damit verbunden? Wer in mir ist gerade lebendig und was braucht er? Von was erzählt er? Was erlebt er gerade innerlich? In welchen Welten ist er unterwegs?

Es gibt so viel zu entdecken, wenn ich beginne, offen zu forschen, statt Ziele zu verfolgen. Wenn ich Zustände da sein lasse und nicht direkt einen anderen anstrebe. Nichts von dem, was zutage kommt ist, verwerflich. Alles hat seinen berechtigten Ursprung. All das bin ich.



Mittwoch, 29. Oktober 2025

Das unerkannte Vermissen der inneren Heimat

Ich werde nicht müde, das alles immer wieder zu betonen und zu wiederholen. Diese Welt ist voll von "weg von - hin zu"-Bestrebungen, von Angeboten, die versprechen, endlich einen Wunschzustand zu erreichen, voll von Verurteilung, von antreibenden Slogans. Ich sehe so viele, die in diesem Streben gewaltvoll mit sich umgehen, ohne es zu bemerken, ja sogar ganz im Gegenteil der Meinung sind, sie würden gut für sich sorgen, die aber eigentlich nur mit dem inneren Kritiker auf sich schauen und sich nicht beobachten können, ohne sich gleichzeitig zu bewerten und zu verurteilen. Das Ganze ist so normal und allgegenwärtig, dass es ihnen nicht auffällt, dass die Gewalt daran nicht als solche erkannt wird.

Auf Deutsch: die Welt ist voll von Selbst-Gewalt, die aus dem Bestreben resultiert, anders sein zu wollen/müssen, voll von der Angst, "es" niemals zu schaffen. Der Angst, es nicht zu schaffen, sich selbst endlich leben zu können und deswegen voll von Härte, in dem Versuch es doch hinzubekommen.

Dieses "sich leben können" wird definiert über ein Wunschbild, wie man sein sollte, sein möchte oder eigentlich ist, aber es nicht auf die Straße bringt. Und das weicht meist gehörig von dem ab, wie es gerade tatsächlich ist.

Das ganze Tun ist ein einziges Streben weg von allem, was dem Menschen dabei scheinbar im Weg steht und hin zu allem, was der Erfüllung angeblich dient.

Das ganze Tun ist eine Flucht aus dem Moment und damit weg von all den heimatlosen Anteilen samt ihren Gefühlen, Nöten und emotionalen Katastrophen, mit denen sie schon in der Kindheit allein gelassen wurden.

Jedes "es anders haben wollen, als es gerade in mir drin ist" ist im Grunde ein weiterer Verrat an einem inneren Kind, das immer noch versucht, endlich wahrgenommen zu werden, endlich da sein zu dürfen, endlich bei jemandem landen zu können mit dem, was in ihm emotional gerade da ist. Mir dreht es alles um, wenn ich dann höre oder lese, dass das ja nur das Ego ist oder der innere Schweinehund oder der hinderliche Verstand, der wieder irgendwas will. Es könnte weiter nicht von der Wahrheit weg sein und es tut mir in der Seele weh, diese hochgradig verletzten Anteile so behandelt und so verkannt zu sehen.

Die wenigsten sind sich dessen bewusst, dass dieses Streben hin zu, eigentlich eine Flucht vor sich selbst ist, ein weiteres im Stich lassen der Anteile, die uns am dringendsten brauchen. Dass dieses "sich leben" erstmal und vor allem meint, da voll und ganz anzukommen, wo ich innerlich gerade bin. Bei meiner emotionalen Wahrheit. Die Suche im Außen kann aufhören, wenn ich innerlich bei mir selbst landen kann.

Ich muss nirgends mehr hin. Ich muss nicht anders werden, anders fühlen, nichts mehr schaffen. Ich darf erstmal alles anerkennen, was so lange nicht sein durfte.

Den meisten fehlt etwas, sie suchen nach "unbestimmt" und ihnen ist nicht klar, dass das, was es am meisten braucht, was dieses Fehlen ausmacht, eine innere Heimat für sich selbst ist, die wir als Kind nicht erlebt haben.

Ich begegne dieser inneren Zerrissenheit und den Anteilen in mir, die etwas empfunden haben und von außen aber die Botschaft bekommen haben, dass das nicht okay ist, in letzter Zeit sehr oft. Die Urwunde, wieder und wieder. Diese innere Spannung, die Not, die daraus entstanden ist, wenn das, was in mir fühlbar da ist, nicht zu dem passte, was mir meine Bezugspersonen rückgemeldet haben, dieses nicht wissen wohin damit in mir, mit mir, wenn ich in Kontakt mit den anderen bleiben möchte, ist kaum in Worte zu fassen. Unglaublich, mit was wir da als Kinder wieder und wieder konfrontiert wurden. Das waren keine einmaligen Angelegenheiten. Das war täglich Brot. Wiederholung in Dauerschleife. Ein Schrecken ohne Ende.

Diese Anteile brauchen endlich eine Anlaufstelle. Diese Anteile wollen endlich sein dürfen. Diese Anteile wollen nicht schon wieder hören, dass das, was sie fühlen nicht okay ist, dass sie besser anders sein sollten. Sie wollen, dass das Leid endlich aufhört und das tut es sofort, wenn ich sie sehe und endlich fühle, was sie damals gefühlt haben und dann erfahren haben in all der Zurückweisung, wenn sie endlich emotional bei mir landen können. Dann hat ihr Leid ein Ende und ich wieder mehr Entspannung und Frieden im System. Echten, natürlichen, nachhaltigen Frieden. Das Rennen und Streben, das Suchen und die Unruhe weichen. Die Wurzel all dessen ist erkannt und genau da kann der Wahnsinn endlich enden. Die Wüste ist zu Ende. Die Dürre, das Dürsten trifft auf lebendiges Wasser. Meine verlorenen Anteile kehren zurück nach Hause, an die Quelle der Liebe. Sie dürfen endlich, endlich mit ihrer gefühlten Wahrheit da sein.

Deswegen, ich werde nicht müde, das immer wieder zu betonen, darauf hinzuweisen. Es geht um zu viel. Für diese Anteile geht es um alles.

 

Nachtrag: 

Ich mag noch sagen, diese Anteile, die draufhauen, die beurteilen, bewerten, es anders haben wollen, sind auch Anteile, die unsere liebevolle Zuwendung und Offenheit brauchen. Auch sie sind entstanden, damit wir überleben konnten. Sie haben uns in der Kindheit durchgebracht und einen großartigen Job gemacht. Auch sie mag ich anerkennen und ehren und genauso erforschen wie alle anderen Anteile auch. Mit ihnen ist nichts verkehrt. Ich darf ihnen gut zuhören.



Donnerstag, 12. Juni 2025

Wenn Beziehung wirklich mich meint

Heute weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn tatsächlich ich gemeint bin, wie sich Berührungen anfühlen, die mich meinen, Beziehungen, in denen ICH gewollt bin, nicht jemand.

Wie es sich anfühlt, wenn der andere tatsächlich möchte, dass es MIR gut geht, wenn da Wohlwollen ist und ein mich sehen, wahrnehmen, Anteil nehmen wollen, bei mir und mit mir sein können.

Die meiste Zeit meines Lebens haben Beziehung und Berührung etwas von mir gewollt. Ich war für den anderen da. War es so gewohnt, dass ich gebe und nichts in meine Richtung fließt, was tatsächlich mich meint. Es ging um den anderen. Er wollte etwas, etwas haben, sich gut fühlen, hat etwas gebraucht, von jemandem und ich war eben gerade da. Die Auserkorene, die gerade geeignet schien für die Erfüllung der nie gestillten Bedürfnisse oder für die Erfüllung der Abwehrstrategien, des Nichtfühlenwollens von Leere oder das Fühlenwollen von "ich bin ein guter Mensch".

Ich habe oft Dinge bekommen, die angeblich für mich waren. Tatsächlich waren sie für den anderen. Für sein gutes Gefühl. Er wollte sich als Geber gut fühlen. Es ging nicht um mich, nicht in Wahrheit, und es hat sich immer schal angefühlt, ohne dass ich hätte sagen können, warum. Nie passend. Nie genau richtig für mich oder wenn richtig, dann trotzdem mit einem Beigeschmack, wie wenn daran eine Bedingung geknüpft gewesen wäre, unbewusst, es eher ein Deal für den anderen war, eine Erwartung mitschwang, ein Selbstzweck oder sogar Widerwillen dabei war. Nicht frei. Nicht absichtslos. Nicht aus dem Herzen, sondern aus einem Muster oder Müssen. Nicht für mich, sondern für sich.

Wenn tatsächlich ich gemeint bin in der Beziehung, mit einer Berührung, dann ist das für mich so deutlich zu merken. Wie gesagt, heute kenne ich den großen Unterschied. Dafür muss es aber erstmal passiert sein. Die Fühlprobe setzt auf einmal neue Maßstäbe. Wie wenn ich endlich auf das rechte Maß geeicht bin. Bis zu diesen irdischen, physischen, ganz tatsächlichen Erfahrungen hatte ich immer nur das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, hätte aber nicht sagen können, was.

Irgendwann vor ungefähr drei Jahren war dann Jesus mein Eichmaß, meine Richtschnur, meine Fühlprobe. Ich erinnerte mich, wie es sich anfühlt, wenn ich mit ihm war/bin. Ich hab so viel Zeit mit ihm verbracht. Damals. Jede Zelle in mir weiß, wie sich seine Präsenz anfühlt. Wie sein sehender Blick aussieht. Wie sich Wohlwollen und Güte anfühlen. Wie ein offenes Herz. Wie es sich anfühlt, wenn ich erfasst werde, durchblickt, begriffen. Diese Erinnerungen waren schon so hilfreich.

Und nun kenne ich - tatsächlich, ganz echt, erlebbar - Arme, in die ich gehöre, die mich wirklich halten wollen. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn jemand möchte, dass es MIR gut geht. Wenn ich ernsthaft gefragt werde, ob ich etwas brauche, ob der andere für mich da sein kann und tatsächlich auch dazu in der Lage ist. Ich kenne die tiefe Ruhe, die mich einhüllen kann, wenn in mir der Sturm tobt. Liebevolle Gesten und Berührung, die nicht nur meinen Körper berühren und etwas für sich wollen, sondern die nichts wollen, außer mir gut tun und mein Herz berühren, MICH, mein Wesen. Berührungen, die von Liebe sprechen, die Liebe sind.

Ich kenne die Klarheit, die mich wertschätzend, liebevoll und wohlwollend sieht und erfasst, wenn ich innerlich verwurschtelt bin und dabei, mich zu entwirren, die Präsenz, die mir zuhört und mich adäquat spiegelt, mir meine Fallstricke, Haken und Ösen zeigt, in denen ich verheddert bin. Eine Klarheit, die meine Größe will und meine Freiheit.

Ich kenne echte Zuwendung. Ich durfte kennenlernen, wie es sich anfühlt, wenn mich wirklich jemand in seinem Leben haben will und mich auch reinlässt, vor allem in sein Herz, ganz nah. Wenn ich alles sehen darf, alles wissen darf und mir alles gezeigt wird. Wenn ich kein Objekt zur Bedürfniserfüllung bin, sondern als Mensch und eigenes Wesen wahrgenommen werde, das gewollt ist und selbst relevant, als wertvoll und schützenswert erachtet.

Ich weiß jetzt, wie es sich anfühlt, wenn ich als Frau gewählt werde, als Partnerin, als Gefährtin, als Geliebte, wenn jemand - mein Mann - mit mir Leben gestalten will und das in Ausrichtung an der höchsten Ordnung, bereit, konsequent „all in“ zu gehen und dem alles unterzuordnen, bereit, alles loszulassen, jede Erfahrung zu machen, mich darin als Bereicherung sieht und nicht als Bedrohung für das Bestehende, was unbedingt behalten werden soll. Ich darf und soll an allem rütteln, was keine Substanz hat und auf Mustern basiert. Mein ganzes Sein ist voll und ganz gewollt und keine Störung.

Ich darf erleben, dass Menschen die Fühler nach mir ausstrecken, mich vermissen, dass ich fehle, wenn ich weg bin und zwar wirklich ICH, nicht der Nutzen, den ich hatte, sondern mein Wesen. ICH bin tatsächlich gemeint. Sie wollen wissen, wie es mir geht, was mich bewegt. Sie spüren zu mir hin, haben mich auf dem Schirm, auch wenn ich mich lange nicht melde. Da ist echte Verbindung und Verbundenheit – mit MIR. Ich bin kein Objekt. Ich bin ein Wesen.

Mit all diesen neuen Erfahrungen, die immer mehr werden, die bestimmt auch immer wieder ausbaufähig sind, dann noch mal auf mein Leben, auf meine bisherigen Beziehungen und vor allem auf meine Kindheit zu schauen ist mitunter erschreckend. Wieder und wieder realisiere ich, wie die Dinge wirklich gelagert waren, wie viel von der Beziehung tatsächlich echt war, wie viele Momente wirklich gemeint, wie sehr der andere tatsächlich DA. Es rollen immer wieder Tränen. Immer wieder ist da Entsetzen, mit was ich mich zufrieden gegeben habe, für was ich dankbar war, was ich habe mit mir machen lassen, wo ich geblieben bin und welche „Spiele“ ich mitgespielt habe. Ich wusste es nicht besser. Halleluja.

Und wieder – ich sagte es gestern bereits – ist da ein „Ja, so darf es gewesen sein und DAS hat es für mich bedeutet“. Da ist kein Drama. Es ist eine Bewusstwerdung, ein Augenöffnen. Schleier um Schleier fällt. Erkennen auf allen Ebenen. Und fühlen. Fühlend mich in all dem nachträglich verstehen und sehen. Realisieren. Neu einordnen. Neu kalibrieren. Plötzlich wissend, was sich untendrunter immer komisch angefühlt hat, für das ich aber keine Worte hatte. Etwas stimmte nicht. Jetzt weiß ich was. Mit dem Erleben der Stimmigkeiten kommen die Antworten, nach denen ich nicht wirklich gefragt habe. Es ist wohl dran, es zu erkennen. Das Leben macht und ich nehme es bereitwillig an. Geschenke von ganz besonderem Wert. Eine ganz besondere Fülle. Revision.

Danke an alle, die mir diese wunderbaren, neuen, echten Erfahrungen schenken, neue Maßstäbe setzen und mich erfahren lassen, was die Natur der Liebe tatsächlich ist, wie es sich anfühlt, wenn sie wirkt, wenn sie durch einen Menschen am Werk ist und mir begegnet. Wie es ist, wenn ich gemeint bin. DANKE!!!!



Sonntag, 27. April 2025

Die Pflicht wurde nicht erfüllt

„Wenn du in Beziehung bist, hast du nicht die Wahl, dich weiterzuentwickeln. Du hast die Pflicht!“ – Alexandra Köhler

Der Satz hat heute Morgen so richtig bei mir reingeknallt. Er war die Finalisierung einer Spurensuche in mir, die gestern Nacht begann. Dazu gleich mehr. Zurück zu diesem Ausspruch von Alexandra, der meine Welt vom Kopf auf die Füße gestellt hat.

Unter Weiterentwicklung verstehe ich in dem Fall vor allem Selbstbegegnung. Ich habe in Beziehung verdammt nochmal die Pflicht, mir selbst zu begegnen, meine Themen anzuschauen, die Verantwortung für meine Gefühle zu übernehmen und in mir aufzuräumen, unbequemen Wahrheiten über mich selbst und meinen Urwunden ins Auge zu sehen. Ich habe die Pflicht, alles, was mir in Beziehungen an Trauma um die Ohren fliegt, anzugehen, in Besitz zu nehmen, als das Meine anzuerkennen und mich auch tatsächlich darum zu kümmern. Meint, die aufgerissene Wunde tatsächlich in die Heilung zu bringen.

Ein Nein zu dieser Form der Selbstwerdung, der Selbstbegegnung, der Ent-wicklung ist eine Totalverweigerung von tatsächlicher Begegnung mit dem anderen. Ein Nein zu wahrer Intimität. Ein Nein zu echter Nähe. Im Grunde ist es Betrug. Ich betrüge den anderen um mich selbst und tue so, als würde ich Beziehung wollen.

Ich bin wie gesagt seit gestern Nacht auf Spurensuche. Ich bin einer Wut auf der Spur, einem Groll, einem Zürnen, das mit vergangenen „Beziehungen“ zu tun hat. Das Wort Beziehung muss ich tatsächlich in Anführungszeichen setzen, weil sich im Nachgang einfach rausstellt, dass in manchen Fällen genau die besagte Totalverweigerung stattgefunden hat unter dem Deckmäntelchen des Engagements, des Wollens und Tuns.

Ich muss feststellen, dass ich getäuscht wurde, mich hab täuschen lassen. Dass ich betrogen wurde, um den anderen. Dass mir falsche Versprechen gegeben wurden, die nur scheinbar eingehalten wurden. Mir wurde gesagt, dass der andere auch Beziehung will, in Beziehung sein will mit mir. Was dafür nötig war, nämlich mit sich selbst in Beziehung zu gehen, wurde nicht getan. In all dem „Machen und Tun“ und sich angeblich Bemühen und dem „Hinschauen“ hat echtes Hinschauen nicht stattgefunden. Die Begegnung mit dem eigenen Schmerz bis in die letzte Konsequenz ist nicht passiert. Der Tod wurde nicht gestorben. Die Wunden blieben bestehen und sollten berücksichtigt werden – von mir. Es sollte Wundenmanagement betrieben werden. Ich sollte Verständnis haben. Das Herz blieb zu. Der dunkle Keller verschlossen. Der Mensch unantastbar. Die Schatten weiter am Wirken.

Ich bin geblieben. Seeeehr lange. Ich hab mich blenden lassen, hatte falsches Verständnis für ihr „nicht besser können“, ihr Ausweichen, hab mir selbst Erklärungen geliefert, hab ihnen das scheinbare Bemühen abgekauft, hab unterstützt wo ich konnte, habe mich an jedem Krümel unverhältnismäßig gefreut, dachte dann noch ich wäre zu anspruchsvoll, zu harsch, zu fordernd. Hab den „Fehler“ bei mir gesucht. Hab mir erzählt, dass ich besser Raum geben muss, noch milder sein muss, weicher, wohlwollender.

Die Wut, der Groll, das Zürnen gilt ihnen wie mir gleichermaßen. Ich war da. Emotional erreichbar. Hab meine Arbeit wirklich gemacht. Sie waren nicht da. Emotional unerreichbar. Sind der wahren Arbeit ausgewichen. Ich bin geblieben. „Zu lange“. Was sich erst hinterher so anfühlt – zu lange. Es war natürlich genau richtig. Ich sehe erst jetzt klar. Und mit diesem Klarsehen kommen die zugehörigen Gefühle. Gott sei Dank! Die Wut ist so berechtigt und sie gehört genau in diese Beziehungen. Ich wurde getäuscht und missbraucht. Ich habe mich täuschen und missbrauchen lassen.

Es geht nicht um Schuld. Es geht um Erkennen und Benennen und darum, die Gefühle zu fühlen - meine. Es geht um Klarheit, um Richtigstellung, um Korrektur des verzerrten Blickes. Meines verzerrten Blickes. Jetzt sehe ich, was in Wahrheit da ist, da war, was ich bis dahin nicht sehen konnte und wollte.

Sie lagen mir am Herzen. Ich ihnen nicht. Sie lagen sich selbst am Herzen, haben die eigenen Vorteile und Annehmlichkeiten lieber genommen, als echte Begegnung. Haben Unangenehmes in sich nicht berühren wollen, sich selbst nicht berühren wollen und damit sich für mich unberührbar gemacht. Ich hatte keine Chance, obwohl mir diese in Aussicht gestellt wurde. Ich hatte nicht irgendwelche Forderungen. Ich wollte sie beim Wort nehmen. Sie haben ihr Wort gebrochen. Das gilt es anzuerkennen. Ich hab alles von mir reingegeben, mein ganzes Wesen, mein offenes Herz. Wie verabredet. Sie nicht. Ich wurde betrogen. Um sie. Um ihr wahres Wesen. Um versprochene Beziehung. Die beteuerte Bereitschaft für eine Beziehung mit mir blieb ein Lippenbekenntnis. Sie waren immer nur dann gerne mit mir, so lange es bequem für sie war, sie Vorteile hatten, die Wunden nicht berührt wurden.

Ich wurde benutzt. Hab mich benutzen lassen. Die ausgehängte Möhre, der ich nachgelaufen bin, war echte Nähe. Sie kam nie. Das darf ich jetzt begreifen und fühlen.



Sonntag, 13. Oktober 2024

Das Fehlen ohne Namen

Manchmal weine ich. Weil ich einen Mann habe. Endlich meinen Mann habe.

Vorhin hab ich wieder geweint, aus Dankbarkeit, Berührung und vor allem in der Realisierung, dass der Platz neben mir, an meiner Seite so unfassbar lange leer war.

Ich habe vermisst. Da war ein Fehlen. So lange und ich wusste nicht, was es war.

Er war nicht da. In so vielen Leben nicht. Da sind Erinnerungen. Manchmal, sehr selten, gab es da schon einen Mann, aber es war immer völlig unbefriedigend. Es war nie mein Mann, der für mich gemachte.

Bis vor dieser Begegnung mit Christian in diesem Leben, hätte ich nicht einmal zu sagen vermocht, dass es das überhaupt gibt. Mir war so klar, dass es immer irgendwie "nur" Weggefährten sind, Lebensgefährten, Partner. So wie ich es halt in zig Leben und in diesem Leben hatte.

Vorhin wurde mir noch einmal so deutlich bewusst, was das für ein himmelweiter Unterschied ist, diese Verbindung mit Christian. Dieses tatsächlich füreinander gemacht und bestimmt sein. Verheiratet, weil Gott das wollte. Diese Form der sichersten Bindung, weil vorbestimmt und festgelegt, ganz ohne Fragezeichen und Ablaufdatum.

Dieser Platz an meiner Seite kann nicht - und konnte nie - von einem anderen eingenommen werden. Alles, was ich von den Männern davor irgendwie erwartet habe, weil etwas in mir wusste, dass der Mann an meiner Seite, das verkörpern "muss", konnten sie logischerweise nicht. Ich hab etwas eingefordert, wofür sie nun mal nicht gemacht waren.

Dieser Platz an meiner Seite war leer, auch wenn ich in Beziehung war, und das war ich fast immer. Es ist so krass, das im Nachgang so zu erkennen. Schockierend auf eine Art. Dieses Gefühl von Zugehörigkeit, von Zusammengehören, das ich jetzt empfinde, kenne ich sonst nicht. Und das ist auch keine Bedürftigkeit, die da spricht oder wirkt. Das ist sowas von erwachsen und nicht von dieser Welt, überirdisch sozusagen.

Da saß ich also vorhin und habe geweint, die Tränen des bisher unerkannten Vermissens, des Fehlens ohne Namen. Tränen der Dankbarkeit, dass er endlich da ist, dass dieses Alleinesein trotz Beziehungen aufgehört hat, dass der Platz neben mir endlich gefüllt ist mit dem, der da immer hin sollte. Der halt nicht früher da sein konnte und durfte.

Es stimmt ja alles übergeordnet. Das hätte keine Sekunde früher sein können und dennoch ist es irdisch menschlich einfach oft so karg und elendig gewesen. Tausend Leben ohne ihn. Er war noch nicht mal auf der Erde in all dieser Zeit. Jetzt erst ist er hierher gekommen.

Zu mir. Will da sein. Mit mir sein. Mit mir tatsächlich Leben gestalten, wie ich es schon so lange als richtig empfinde. Das tun und sein und verkörpern, wozu wir hergekommen sind, wozu wir verabredet sind.

Wenn ich das alles schreibe, bemerke ich wie wenig die Worte ausdrücken können, was ich fühle, was das IST. Oberflächlich gelesen klingt das so profan, schmalzig, verklärt, nach rosaroter Brille und Großer-Liebe-Blabla, wie wenn das kleine Mädchen endlich den Prinzen zu haben scheint, der sich ein halbes Jahr später als der größte Griff ins Klo erweist, weil eben das Mädchen etwas sehen wollte, was nicht da war.

So ist das hier aber nicht. So überhaupt gar nicht. Ich bräuchte Worte, die nicht von dieser Welt sind und entweder, diese Verbindung, das zwischen den Zeilen, wird erkannt und wahrlich gesehen oder halt eben nicht.

Wer Augen hat zu sehen, der sehe. Wer Ohren hat zu hören, der höre. Die Zeit kehrt wieder.



Freitag, 9. August 2024

Männersehnsucht

Ich hab gerade Männersehnsucht. Ich vermisse so sehr tiefe, intime (emotional nahe, nicht körperlich nahe) Verbindung, Begegnung mit Männern. Nicht nur mit (m)einem Mann möchte ich das leben und erleben, sondern ganz natürlich auch mit anderen Männern.

Ich hab es oft erlebt, dass mein tiefes Sehen in die Flucht schlägt. Ich schaue durch die Schleier und Masken hindurch. Einfach so. Da bleibt nichts verborgen. Manchen Männern macht das Angst, vor allem, wenn sie selbst, das nicht sehen wollen, was ich in dem Moment erblicke, zu Gesicht bekomme.

Ich hab es oft erlebt, dass mein tiefes Fühlen abschreckt, nicht haltbar, aushaltbar für den Mann ist, er geht, die Situation verlässt oder versucht mich zu regulieren.

Ganz bestimmt hab ich an all den Erfahrungen meinen Anteil gehabt, sonst wäre es ja nicht passiert. Mir geht es auch gar nicht um Fingerzeigen, Schuld, Opfer-Täter-Schnickschnack.

Und natürlich kenne ich Gleiches auch mit Frauen, allerdings hab ich nun seit Jahren meine Schwestern im Geiste, mit denen ich so heilsame Erfahrungen machen darf, tiefe, echte Nähe, Offenheit, Selbstoffenbarung. Roh, nackt, pur, blank, direkt.

In der Begegnung mit Frauen bin ich satt, herrlich satt und erfüllt. Mir gehen die Männer ab. So sehr.

Heute, gerade jetzt, vermisse ich selbiges emotionale nackt und nah sein, diese Art der Intimität, wie ich sie mit Frauen kenne, mit Männern. Und dieses Vermissen ist alt, sooo alt. Ich bin ausgehungert.

Letzte Nacht hatte ich einen sehr berührenden Traum. Ein Mann, den ich tatsächlich schon sehr lange kenne, und der sich - aus meinem Erleben heraus - überhaupt nicht gerne in die Karten schauen lässt, kam plötzlich auf mich zu, küsste mich und war da, bereit nackt zu sein - im übertragenen Sinne.

Es fühlte sich für mich an, als hätte ich Jahre genau auf diesen Moment gewartet, als hätte ich gewusst, dass er kommt, der Moment der echten Nähe, der Moment seiner Öffnung. Ich war da, schon so lange. Bereit, schon so lange. Konnte nichts tun, als warten. Bleiben. Selber weiter reifen.

Da sag ich gerade was. Selber weiter reifen. Von wegen, ich konnte nichts tun. Das tiefe Sehen und Fühlen braucht im Umgang mit anderen Reife, Weisheit, Achtsamkeit, Sensibilität und Bewusstheit. Ganzheit. Mich in der vollen Präsenz, im Wahrnehmen der Ordnung. Trauma verzerrt Wahrnehmung. Wunden verführen zu Manipulation.

Wenn sich mir jemand nackt zeigt, wenn ich tief schaue und wahrnehme, muss klar sein, dass ich das, was sich mir da offenbart, nicht missbrauche. Dass ich absichtslos, rein und ergebnisoffen bin.

Ich weiß nicht, ob mir das früher im Umgang mit mir nahestehenden Männern unbedingt gelungen ist. Wohl eher nicht.

Vielleicht deutet der Traum gar nicht nur darauf hin, dass "der Mann" jetzt bereit ist, mir nackt zu begegnen, sondern eben auch sehr darauf, dass ich bereit bin, mit der männlichen Nacktheit behutsam und rein umzugehen.

Interessant, wo ich da jetzt wieder rausgekommen bin beim Schreiben. Jetzt ist da Stille in mir. Das Vermissen ist nicht mehr da. Eher ein erkannt haben. Und Freude. Das Gefühl aus dem Traum. Tiefe Berührung. Erleichterung. Dankbarkeit. Liebe.

Liebe für den Mann aus dem Traum.
Liebe für Männer überhaupt.
Liebe für meinen Mann, der mich so sehr reifen lässt.
Liebe ohne für.
 

 

Mittwoch, 3. Januar 2024

Behütet und beschützt werden

Behütet und beschützt werden - vor allem emotional. Beschützt werden als Kind vor den schneidenden Emotionen der anderen, der Erwachsenen, denen ich ausgesetzt war. Beschützt werden davor, dass andere ihren Unfrieden an mir auslassen, über mich bestimmen, mich anherrschen, mich dazu zwingen, mich aufzugeben und zu unterwerfen, mich gefügig machen.

Ich hätte es gebraucht. Die, die mich schützen sollten, haben mich "angegriffen". Emotional.

Schneidende Worte damals. Schneidende Kälte. Schneidende Schmerzen heute in meinem Körper.

Jetzt. Da ist jemand, der will mich beschützen, der findet mich schützenswert. Der liefert mich nicht aus. Der will mich bewahren und behüten.

Von Menschen behütet und beschützt werden. Ein Umgang voller Wohlwollen und Güte. Achtsam. Wertschätzend. Wow!

Von Gott nicht nur versorgt, sondern behütet und beschützt werden. WOW! Qualitäten, die ich nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Bis jetzt. Ich mag es einfordern im Sinne von, wissen, dass es mir zusteht und ich es haben darf, dass es so eigentlich gedacht ist.
 
Umhüllt und geborgen sein in SEINER Güte. ER setzt mich nicht aus. Ganz im Gegenteil. ER umgibt mich mit SEINER Liebe, mit diesem natürlichen Schutzwall. Darin bin ich eingehüllt wie in einem energetischen Airbag. ER, Gott, umgibt mich nach allen Seiten.

Danke Barbara, dass du mir diese Erfahrung geschenkt hast, dass du mich behüten willst. Damit und mit der Erlösung des alten Schmerzes des Nichtbehütetseins heute, mit dem Erkennen, dass auch Gott mich beschützt, kann ich endlich sehen und annehmen, dass mein Mann mich von Anfang an beschützen wollte. Ich konnt's nicht nehmen. Ich hielt es nicht für nötig. Ich kann das selber, hab ich gesagt.

Ich mag mich jetzt auch von dir, Christian, beschützen lassen. Danke, dass du da bist. Immer warst. Was für ein Geschenk. Ich nehme es an.

Ich nehme euren Schutz an. Lasse ihn zu.

Beschützt und behütet von so vielen Wesen. Irdisch und überirdisch. Mir laufen die Tränen. Eine ganz neue Erfahrung. Danke dafür! 🙏🏼❤️😊


 

Freitag, 22. Dezember 2023

Die Hände, die mich halten

Die letzten Wochen waren hardcore, was die Prozesse anging. Ich bin so froh um die Hände, die mich halten. Ich bin so froh um meinen Mann. ❤️🙏🏼✨💫✨

Danke, Christian! 🌟

Ich danke dir so sehr für dein Wohlwollen, deine Güte, deine Sanftheit, deine respektvolle Art, deine Rücksichtnahme, dein Mich-Sehen.

Etwas in mir findet es immer noch unglaublich, dass es sowas gibt: Tiefe Verbindung und bei mir bleiben dürfen. Tiefe Verbindung und Freiheit. Willkommen sein. Gewollt sein und gelassen werden, wie ich in meiner Urnatur bin.

Ich danke dir so sehr für dieses Geschenk, diese Erfahrung, den gemeinsamen Weg in die Heilung so tiefer, alter Wunden. 🙏🏼✨💫✨

Ich atme aus. 41 Jahre Stress und Anspannung können weichen. Ich sinke hinein in diesen tiefen Frieden, der ohne dich nicht möglich (gewesen) wäre.

Danke für dein Dableiben in meinen größten Stürmen, in meinem tiefsten Schmerz, in meiner größten Angst.

Danke für dein Halten, dein Streicheln, dein Wiegen, dein Schweigen, dein Sprechen, dein Handeln, dein Sein.

Danke für die so heilsamen, neuen Erfahrungen. Danke fürs Mich-Durchtauchen-Lassen.

Ich liebe dich!!!! Immer mehr. Immer tiefer. Immer staunender.✨❤✨



Mittwoch, 29. November 2023

Bindung ohne Verstrickung

Ich mag es, mich zu binden, hab ich mich vorhin sagen hören. Immer noch bemerkenswert für mich. 😉 Ich mag es, mich ganz drauf einzulassen. Auf diesen einen, bestimmten Menschen. Verbindlich zu sein. Total. Mich festzulegen.

Mit mögen meine ich, ich hab da Lust drauf und totale Freude dran. Ich will das. Voll. Ich mag es total, in dieses Erfahrungsfeld einzusteigen und immer vertrauter und enger zu werden.

Scheinbar unabhängig war ich lange genug. Alleine kann ich. Hab ich lange genug gemacht, auch in Beziehung. Immer mit einem gewissen Sicherheitsabstand, der meine Souveränität garantieren sollte.

Jetzt hab ich Freude an Bindung. An unserer Ehe. An Verschmelzung, die ein größeres, drittes Element hervorbringt.

Ich hab Lust auf Bindung und Verbindlichkeit. Gesunde Bindung. Zwischen zwei Menschen, die bei sich sind. Bindung ohne Verstrickung. Bindung ohne Wundenmanagement, sondern Bindung, in der genau die alten Wunden aus ungesunden Bindungen heilen dürfen, weil schlicht neue Erfahrungen gemacht werden. Heilung pur. Heilsein ermöglichend. Miteinander jeder in der eigenen Natur sein.

Ich liebe es, zu sehen wie wir immer reiner miteinander sind, ein Wächter nach dem nächsten, den Posten verlässt, weil klar ist, dass ich wirklich wirklich sicher bin.

Unser Miteinander hat sich so sehr verändert und intensiviert. Die Trigger verschwinden mehr und mehr. Wir verhaken uns nicht mehr ineinander, weil zwei verletzte Kinder gleichzeitig aktiv sind. Es ist nur mehr ein leichtes Anticken, ohne den anderen als Bedrohung zu erleben.

Ich liebe diese Bindung, diese Einheit, die immer kraftvoller wird. Wir bestaunen immer wieder dieses Zusammenwachsen und zusammen wachsen.

Für mich ist es ein einziges Fest, die Erfahrungen machen zu dürfen, erleben zu können, gemeinsam gleiche Werte zu haben, in dieser Entschlossenheit hinzuschauen, wesentlich zu sein, in unserem Wesen zu sein.

Und vor allem auf diese Art geliebt zu werden, begehrt zu werden, gewollt zu sein, gewählt zu sein, gesehen zu werden. Meine Qualitäten, die sonst meist als anstrengend erlebt wurden, werden nicht nur geduldet, nein, sie werden gefordert und gebraucht.

Christian will mich mit allem, ganz, komplett, total. Er war von Anfang an mit aller Entschlossenheit da. Konkret. Unausweichlich. Verbindlich. Auf den Punkt. Ein volles Ja zu mir, ohne das geringste Zögern, nachdem es sich ihm im Geiste offenbart hatte, wer ich für ihn bin.

"Du bist meine Frau. In dieser Welt und darüber hinaus. Mit dir will ich diesen Weg gehen und mit keiner anderen."

Auf diese Bindung - von Gott zusammengeführt - hab ich aber sowas von Lust. Auf diesen Mann, auf meinen Mann. Und wie ich das will. Ihn will. Jeden Tag mehr. Dieses Miteinander will ich jeden Tag mehr. 🥰



Sonntag, 15. Oktober 2023

Mein ganz persönliches Geschenk des Himmels

Ich sitze im Wohnzimmer und höre Christian beten, höre das leise Murmeln aus dem Schlafzimmer durch die geschlossene Tür. Höre die bedächtige und hingebungsvolle Stimme. Ich verstehe die Worte nicht, höre nur, dass er spricht, fühle die Atmosphäre, die Intention.

Ich lausche dem, spüre hin, bin berührt. Ich liebe es, meinen Mann so zu erleben, im Gebet, ihn so in der Verbindung mit Gott zu "sehen", zu wissen, zu fühlen, in dieser Hinwendung und Hingabe. Jeden Tag mindestens zwei Mal zieht sich Christian dafür zurück, geht bewusst in den Kontakt, liest Schriften und Gebete, redet mit Gott direkt, stärkt die Beziehung zu IHM. ER ist es, den er aufsucht, immer wieder.

Ich sitze da, während mir das alles durch den Kopf geht. Dann fällt mir ein, als Christian für mich gebetet hat. Wir waren unterwegs, im Juli, als wir 2 Wochen im Auto geschlafen haben. Ich hatte fiese Regelschmerzen, lag im Auto auf der Matratze, weinte irgendwann. Er saß neben mir, hielt meine Hand, war mit mir und dann hatte er den Impuls für mich ein Heilgebet zu lesen, ein sehr langes.

Diesen Moment werde ich nie vergessen. Ich weinte noch mehr. Vor Berührung, vor Dankbarkeit und auch vor Ungläubigkeit und Staunen. Das hatte bis dahin noch nie jemand für mich gemacht, schon gar nicht ein Mann, schon gar nicht während ich Regelschmerzen hatte. Seine Worte waren Medizin, die Stimme, das beständige, leise, eindringliche, inbrünstige Lesen, sein Dasein, die Liebe in all dem. Ich wurde ruhiger und ruhiger, die Tränen versiegten, der Schmerz wurde milder. Ich war gesegnet, im wahrsten Sinne des Wortes. Welch Heilung in all dem lag. Auf so vielen Ebenen wirkt es irgendwie noch heute.

Ich sitze da also im Wohnzimmer während Christian betet. Bin mit all diesen Gedanken und Erinnerungen, Einsichten und Eindrücken. Dankbarkeit überflutet mich. Was für ein Geschenk. Was für ein besonderer Mensch an meiner Seite. So sehr besonders. So ganz anders als alles, was ich bis dahin in einem Mann verkörpert erlebt habe. Wie aus einer anderen Welt, von einem anderen Stern. Und ich glaube das stimmt tatsächlich.

Bisher waren die Männer, denen ich begegnet bin, gefühlt aus der gleichen Seelenfamilie. Das ist Christian definitiv nicht. Seine Herkunft kenne ich nicht. Dieses Feld ist mir unbekannt. Seinesgleichen sind mir ebenfalls noch nicht begegnet. Ihm auch nicht.

Ich staune. Ich staune über so vieles. Und was doch immer wieder am meisten "zählt", überwiegt und mir tatsächlich am wichtigsten erscheint, ist diese seine/unsere Hinwendung zu Gott. Er in der Einheit mit IHM. Ich in der Einheit mit IHM. Der Rest ergibt sich von ganz von alleine. Mehr "müssen" wir nicht "tun".

Was bin ich dankbar für dieses gemeinsame Grundverständnis. Was bin ich dankbar für diesen besonderen Mann, der mich mit einer so ganz anderen Kultur in Kontakt bringt, mit anderen Feldern, anderen Schriften, überhaupt mit Andersartigkeit in vielerlei Hinsicht und irgendwann auch mit einer ganz anderen "Familie", seiner Sternenheimat.

Ich hab mir immer gewünscht, mit einem Mann an meiner Seite mit Gott zu gehen, dem Wesentlichen zu folgen, dem Wesen, unserem ureigenen Wesen, unserer Natur. Das, was hier passiert, übersteigt bei weitem jede Vorstellung von mir. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes gesegnet und nehme dankend an. All das, was noch viel besser und größer ist, als meine Sehnsucht, die ich im Herzen getragen habe.

Danke Christian, Stern an meiner Seite, Geschenk des Himmels, gottgegeben. DANKE für all das und noch viel mehr.



Sonntag, 8. Oktober 2023

Vom Gehen und vom Bleiben

Mit dir will ich gehen. Diesen Weg. Diesem Ruf folgen. Unserem Ruf. Mit dir an meiner Seite. Ich an deiner. Hand in Hand.

Mit dir will ich wachsen. Über mich hinaus. In mich hinein. Komme zurück zu mir. Darf mich behalten und entfalten, während ich mit dir bin. Will wachsen, mit dir zusammen, über uns hinaus, hinein in unendliche Weiten, in die Herrlichkeit Gottes, in den Himmel auf Erden.

So oft musste ich gehen, damit es für mich WEITER ging. So oft musste ich Vertrautes verlassen, Menschen, Umstände, Orte, weil mein Wachstum woanders zu finden war. Grundsätzlich wäre ich gerne geblieben, aber es hätte mich erstickt. Da ging es nun mal nicht weiter im Bleiben.

Es ist mir schwer gefallen zu gehen. Es war nicht immer leicht, wieder und wieder das Unbekannte zu wählen, eine Tür zuzumachen, ohne zu wissen, welche sich stattdessen auftut. Jeder Abschied tat auch weh und bedeutete mindestens einen kleinen Tod. Jeder Abschied wurde betrauert.

Jeder Abschied war voller Dankbarkeit für die gemachten Erfahrungen. Jeder Abschied war eine große Herausforderung aus dem Alten und eine große Hereinforderung ins Neue.

Es musste genau so sein. Wäre ich nicht jedes Mal gegangen, hätte ich mich verlassen müssen, hätte ich niemals bei dir ankommen können und auch nicht bei IHM. Der Weg führte mich zielsicher zu euch beiden. Das weiß ich jetzt, rückblickend. Bei jedem einzelnen Abschied konnte ich DAS jedoch nicht ansatzweise ahnen. Ich musste gehen, vertrauen, MIR trauen, dass das schon so stimmt.

Es stimmte, aber sowas von. Leicht war es dennoch nicht. Dafür eindeutig und unumgänglich. Ich konnte und wollte die Rufe nach Aufbruch nicht überhören. Ich musste folgen. Meinem Innersten, das oft nur ich allein verstanden habe.

Wie gut, dass ich es getan habe. Wie gut! Schau, wo es mich hingeführt hat. Geradewegs in SEINE Arme und dann geradewegs in deine Arme.

Und jetzt? Jetzt geht es WEITER für mich, ohne dass ich gehen muss. Jetzt geht es weiter im Bleiben. Bei IHM. Bei dir. Bei mir.

Wie gut, dass ich gegangen bin - jedesmal. Jetzt geht es ums Bleiben üben, ums Bleiben lernen, ums Bleiben dürfen, ums Bleiben sollen und wollen. Ums Gewolltsein in meiner Ganzheit. Ums Willkommensein mit meiner Tiefe. Ums Erkanntsein in meinem Wesen. Ums Zuhausesein - auf ganz vielen Ebenen. Dafür musste ich gehen.



Samstag, 23. September 2023

Ich bleibe

Frau Welten Wandler schrieb gerade bei Facebook: "Bleibe, bis du gehen musst." Es ging um Beziehung. Zu bleiben, bis alle Geschenke ausgepackt sind, auch und gerade die schmerzhaften. Und dann, in Frieden zu gehen.

Ich kenn das selbst so gut von mir. Immer wieder weiterziehen müssen, um weiter wachsen zu können. Oder gehen zu "müssen", weil es sich so anfühlte, in Begegnung, in Beziehung, nicht bei mir bleiben zu dürfen, zu können.

Alleine war ich schon immer save. Alleine mit mir kann ich ganz wunderbar. Wenn ich alleine bin, will niemand was von mir, muss ich keine emotionalen Verwirrungen "aushalten", kann ich in Leichtigkeit genießen, muss ich niemanden bedienen oder regulieren.

Und doch... Und doch war untendrunter die tiefe Sehnsucht nach inniger Beziehung, nach Nähe, nach bedingungsloser Liebe, nach Verbindung, in der ich bei mir bleiben kann, nach erfüllter, nährender Begegnung. Danach gesehen und erkannt zu werden. Tiefem Austausch. Miteinander. Leben gestalten. Mit (m)einem Mann gemeinsam der Intuition folgen.

Die Idee, gehen zu müssen, war die letzten Wochen sehr präsent. Es wurde ein Teil in mir angetickt, der früher dazu gezwungen wurde, sich selbst zu verlassen, sich zu übergehen, andere zu bedienen. Da war er wieder, der Gedanke, die Erfahrung aus der Kindheit, dass ich nur bei mir bleiben darf, wenn ich alleine bin, wenn da niemand um mich ist, zumindest niemand, der mir sehr nahe ist.

Ich hab dieses total verletzte, verlassene, überforderte, einsame, verzweifelte Kind nach Hause geholt. Habe es gesehen, anerkannt, was es für krasse Dinge durchleben musste. Ich habe es gesehen. Ich war mit ihm. Total im Freeze-Zustand, völlig verstört, panisch, hilflos, wütend. Ich war mit ihm.

Jetzt ist da Frieden. So viele Unwahrheiten und falsche Schlussfolgerungen, die ich damals gezogen habe, wirken nicht mehr.

Ich kann bleiben. In dieser unfassbar tiefen, engen, intensiven Verbundenheit mit meinem Mann. Ich darf mich behalten. Ich darf ganz bei mir sein. Tatsächlich ist es das Einzige, wie Beziehung wirklich funktioniert: Jeder bei sich. Und das ist es, was Christian von mir möchte: Ich bei mir. Das ist das, was ich von ihm möchte: Er bei sich.

Ich muss nicht mehr gehen.

Ich bleibe, weil ich nicht mehr gehen muss - von mir weg. Ich bleibe, weil ich komplett gewollt und willkommen bin. Ich bleibe, weil ich hier sein darf. Ich bin geliebt. Ich bin zuhause.

Ich bleibe. Ich muss nicht mehr gehen.





Montag, 18. September 2023

weitere Räume

Ach, ihr Zuckerschnuten,
ich bin berührt und erfüllt und dankbar und demütig. Die Räume am Donnerstag und Sonntag waren so warm und nährend und voller Tiefe, Liebe, Lebendigkeit und Verbundenheit. Da hab ich Lust auf mehr.😇🙏🏼💎❤️🔥

Am Mittwoch gibt es endlich mal wieder vormittags einen Raum. Ein Zoooom live, das nochmal komplett euren Themen und Fragen gewidmet ist. "Ich-Sein im Alltag" mit allen Herausforderungen, die sich da so stellen. Ich bin da. Zum Benennen, Aufdecken, mit all meinen Erfahrungen und natürlich meinen feinsinnigen Gaben. 🔮🪄

Anmeldung für Mittwoch hier:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZItceirrTsoHNahVUfUWTmfE3TZJvHEvhlT

Und am Freitag - mein Herz hüpft vor Freude - mach ich nach gefühlten Ewigkeiten wieder einen Raum mit meinem wundervollen Mann Christian zusammen auf. Ich hab so Lust miteinander da zu sein, von uns zu erzählen, den Prozessen, all den Wundern und Erkenntnissen, eure Fragen zu beantworten was Mann, Frau, Beziehung, gemeinsam mit Gott Leben kreieren usw angeht.

Anmeldung für Freitag hier: https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZwvd-qtqzorGdMyFan2-wzEOHiNUWY1Wv1r

Bei beiden Veranstaltungen entscheidest du über den Preis, was es dir wert ist, oder was du mir/uns schon immer mal geben wolltest. 😉❤️🎉

Ich freu mich total auf uns alle. 🥰🥰🥰




Mittwoch, 13. September 2023

Wahrhafte Begegnung 14.09.2023

Ihr Wundervollen, ich lass tatsächlich mal wieder was von mir "hören". (Siehe auch Audio in meinem Kanal 😉)🥰🙏🏼

So viel war los in den letzten Wochen. So viele Themen wurden berührt. Sehr intensiv ging es um emotionalen Missbrauch, keine Grenzen haben dürfen, keinen Raum, um Misstrauen, darum, abgespaltene Anteile nach Hause zu holen. Das Ganze spielte sich natürlich deutlich in die Beziehung mit Christian hinein. Auch da durfte krass viel erlöst werden und schlussendlich erkannt im höheren Sinne unseres Auftrages hier. Zu guter Letzt kam noch das Thema Geld auf den Tisch. Auch da wieder total interessante Erkenntnisse.

Von all dem mag ich euch morgen ausführlicher erzählen, berichten, was mich/uns bewegt hat, Erkenntnisse teilen und bestimmt auch wieder ein Pöttchen weinen. Berührung ist einfach was Schönes. 🥰

Anschließend gibt es natürlich wieder Raum für eure Themen, für das, was euch beschäftigt, berührt, in euch aktiv ist.

Hier ist schon mal der Link zur Anmeldung für morgen: https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZwpc-yqrDItHdHPlg-16WKeEu4a5ojcV4Ae

(Die Veranstaltung bezahlst du nach eigenem Ermessen und Spiel-Raum. Du entscheidest, wieviel es dir wert ist bzw. darüber, mit wie viel Geld du spielen möchtest oder was du mir schon immer mal geben wolltest. 😉)

Ich freu mich auf uns und alles, was sich zeigen mag. ❤



Montag, 11. September 2023

Verzeih mir jeden Zweifel an dir

Bitte verzeih mir. Verzeih mir jeden Zweifel an dir. Ich war blind. Irritiert von Illusionen. Verheddert in alten Erinnerungen und Ängsten, in Ideen von Kontrolle und aufpassen müssen.

Ich hab dich nicht gesehen. Nicht das, was und vor allem WER du wirklich bist. In Ansätzen, ja. Aber eben nicht das Gesamtbild, dein Wesen ohne meine Filter. Sicher, auch jetzt mag ich noch nicht alles sehen, mögen da nach wie vor Trübungen sein, aber ich hab mal hinter die Schleier geschaut und das, was ich da sehe und wahrnehme, fühle, vor allem fühle, beeindruckt mich zutiefst. Da ist Demut und Staunen. Hochachtung und Ehrerbietung.

Ich mag, dass du mich führst. Ich mag, dass du uns führst. Alles in mir weiß, dass das Geführtwerden meine Erfüllung ist, meinem Wesen entspricht, meiner Urweiblichkeit. Geführt werden von Gott. Geführt werden von dir, einem so treuen Diener Gottes, meinem von IHM anvertrauen Mann. Meinem Gefährten. Meinem Geliebten. Meinem engsten Vertrauten.

Verzeih mir jeden Zweifel an dir und damit an Gott. Ich hatte Angst. Und eigentlich hat das gar nichts mit dir zu tun, sondern mit mir und meinen Wunden, meinen "schlechten" Erfahrungen. Du zeigst mir die Wunden, aber du bist nicht der Verursacher und du bist auch nicht WIE die Verursacher. Das ist der große Unterschied. Das ist das, was ich manchmal vergesse. Das ruft den Zweifel auf den Plan, den Schutzmechanismus, löst Bedrohung aus.

Ich mag milde mit mir sein. Wir sind erst so kurz dabei, dieses Feld zu erforschen. Wir betreten Neuland. Da sind Unsicherheiten und Stolpern normal.

Wir haben "nur" Gott, unseren Instinkt und das alte Wissen in uns, wie das mit Mann und Frau ursprünglich gedacht ist. Wir können nur dem folgen, was sich für uns stimmig anfühlt und für mich ist es nicht nur stimmig, geführt zu werden, es ist meine größte Sehnsucht.

Ich mag von dir geführt werden. Gottergeben. Ganz. Total. Hingabe ohne Schutz. Du bist der Richtige dafür. Dich hat Gott für mich gewählt und jetzt wähle ich dich. Erneut. Wieder und wieder. Weil ich immer wieder beim Gleichen rauskomme: Ich will das. Ich will dich. Das gehört so für mich. Für uns.

Ein Teil in mir schreit: "RISIKO"! Ich kann ihn verstehen. Er hat so lange für mein Überleben gesorgt, wo ich eben nicht gottergeben geführt wurde. Der Teil darf so lange bleiben, wie er möchte. Der Rest von mir gibt sich dir hin. Bei dir bin ich sicher. So sicher.

Wohlige Wärme breitet sich in mir aus. Tiefer Frieden und Ruhe. Das System entspannt sich. Endlich. Danke!!! 🙏🏼😇❤️ So fühlt sich Wahrheit an. DAS ist meine Wahl: Hineingabe von mir in dieses WIR, Hingabe an dich. Was immer das in jedem Moment bedeutet. Ich werde es wissen. Wir werden es wissen.


Ich verneige mich

Ich bin fasziniert. Fasziniert von dieser unfassbar großartigen Inszenierung Leben. Fasziniert von dem Moment, wenn sich nach den schrägsten Skurrilitäten die Erlösung einstellt. Der Nebel der Illusion sich von einer Sekunde auf die nächste lichtet und sich die Brillanz des Ganzen offenbart. Die Perfektion, die Komplexität, die Intelligenz, die darin enthalten sind. Das alles hier kann sich niemand menschliches ausdenken.

Begebenheiten, die einfach nur bizarr sind und mich über kurz oder lang zur totalen Kapitulation führen, weil ich wirklich mit meinem Latein am Ende bin, offenbaren sich - nachdem die Geschenke darin gefunden wurden und der Zweck erfüllt ist - als das perfekteste Setting und Schauspiel für eben die Erlösung, das Wachstum, die immer größer werdende Freiheit und Heilsein.

So schnell sie da waren, sind sie auch wieder weg, diese Absonderlichkeiten. Als wäre nichts gewesen und doch war da was, denn ich hab mich nachhaltig verändert, geklärt, bin gereift, erleichtert und befreit.

Heute morgen noch hab ich weder aus noch ein gewusst und jetzt liege ich im Bett und staune einfach nur, bin voller Dankbarkeit und Demut.

Wer sich das alles so überlegt hat, der hat echt Ahnung. Muss 'n clever Kerlchen sein. 😉✨💫✨ Ich verneige mich!🙏🏼🔥🎉


Donnerstag, 24. August 2023

Ich liebe es, meinen Mann zu brauchen

Da sind diese starken Arme, die mich halten, wie ich noch nie gehalten wurde. Eine Umarmung, die Heimat ist. Stärke und unfassbare Sanftheit zugleich. Hände, die mich so liebevoll berühren, dass es fast weh tut. Eine breite Brust, die mein Beben fängt. Wortlos. Völlige Präsenz. Keine Fragen. Taten. Ein SELBST-verständliches Handeln, als hätte es noch nie etwas anderes zu tun gegeben.

Ein Mann, der seine Frau hält, während sie sich selbst hält in ihrem Schmerz, die ihre Kleine hält. Es ist ein Behüten und Beschützen von diesem heiligen Heilungsmoment. Ein Bezeugen und Verstehen von all dem. Ein Sehen, weil die Untiefe auch ihm bekannt ist. Heilung und Befriedung auf so vielen Ebenen, durch Raum und Zeit, für mich jetzt, für die Kleine, für das Frauenkollektiv, für die Ahnen.

Manches, was sich in letzter Zeit zeigt, kann gefühlt erst jetzt an die Oberfläche kommen. Ich habe so vieles alleine angeschaut, gesehen, gehalten, geheilt. Ich habe so vieles mit den Schwestern zusammen angeschaut, gesehen, gehalten, geheilt. Ich habe vieles mit Männern zusammen angeschaut, gesehen, gehalten, geheilt. Und jetzt schaue, sehe und heile ich mit meinem Mann von ihm gehalten. Diese Qualität ist mir bis dahin unbekannt gewesen. Natürlich.

Ich hab all das nicht erwartet. Ich habe geahnt, aber DAS hätte ich mir nicht vorstellen können. Eine komplett neue Ebene. Meine Zellen sind manchmal noch irritiert von all dem.

Ich merke regelrecht, wie die Prozesse oft erst wirklich in Gang kommen, wenn ich in diesen Armen liege. Es gab einen Moment, da hatte ich fiese Nervenschmerzen und etwas Undefinierbares in mir war im Gange. Unruhe, Wut, krasse Energien. Ich war so gereizt und wusste nicht warum und wohin mit mir. Ich sitze auf dem Bett und fange an zu weinen, zermürbt von all dem. Christian kommt ins Zimmer. Er hatte mein Weinen gehört. Er sagt kein Wort. Setzt sich neben mich aufs Bett. Legt mir eine Hand auf den Rücken. So liebevoll, so da. Ich werfe mich regelrecht in seine Arme. Er hält mich fest. Wir sinken rückwärts aufs Bett und ich schluchze, weine, bebe. Entscheidend für die Heilung. Unfassbar wertvoll und groß.

Ich hätte nicht sagen können, dass es genau das war, was ich gebraucht habe. Ich hätte nicht danach fragen können. Aber es war genau das und er war schlicht da.

Diese Begegnung ist heilig, das Ausmaß der Wirkung nicht in Worte zu fassen. Meine Dankbarkeit und meine Demut sind ebenfalls nicht in Worte zu fassen. Ich werde weicher und weicher, weiter und weiter, lasse mich immer mehr hineinsinken. Schutzmauer um Schutzmauer zerfällt. Ich bin in Sicherheit. Hingabe ohne Schutz.

Ich brauche meinen Mann und es ist ein wunderschönes Brauchen. Ich liebe es, mir dieses Brauchen zu erlauben. Vor ein paar Jahren noch undenkbar. Für mein Weiter- und Weicherwerden brauche ich tatsächlich diese Begegnung, diese Ehe, diese Verbindlichkeit von uns beiden, diese in sich geschlossene Einheit, die im All-Eins-Sein ruht. Für das, was wir hier sollen, brauchen wir uns gegenseitig und wir genießen es in vollen Zügen.

Wunderschön!!!! ❤ 🙏🏼 🎁 DANKE!