Dienstag, 16. Oktober 2018

Herz trifft Mut - online - 03.11.2018

Wir tun es wieder!!! Herz trifft Mut! Und diesmal online...

Mal wieder geht es darum, echt zu sein - in allen Bereichen, in jeder Lebenslage. Legen wir noch eine Schicht von dem ab, was wir nicht sind. Brechen wir noch mehr aus aus alten Begrenzungen. Sprengen wir Grenzen, die lange überholt sind. Befreien wir uns aus alten Fesseln. Legen wir noch mehr die Masken ab und zeigen unser wahres Gesicht.

Das Leben fordert uns mehr denn je dazu auf, unsere Essenz zu leben, unser Licht leuchten zu lassen und unser wahres Wesen in die Welt zu bringen. Sie wartet auf uns. Auf jeden einzelnen. Ein jeder wird gebraucht. Ein jeder hat seinen Platz, nehmen wir ihn ein und schenken uns der Welt.

Im tiefsten Inneren wissen wir meist, was "eigentlich" gerade richtig für uns ist, was "eigentlich" zu tun wäre, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, was wir "eigentlich" wirklich leben wollen. Doch haben wir den Mut unserem Herzen auch zu folgen?

Genau dabei helfen wir dir. Mischa Miltenberger, Aufmischa, Ausreden-Zerstörer und humorvoller Energie-Booster in Personalunion und ich, Anja Reiche, Seelenflüsterin, Zwischen-den-Zeilen-Leser und In-jedem-das-Beste-Seherin. Wir gehen unseren authentischen Weg schon ein ganzes Stück und können dir daher wirklich auf die Sprünge helfen, dir deine Stolpersteine und Gedankenfallen zeigen, dir die fehlende Klarheit bringen.

Eingeladen sind alle, die Unterstützung dabei brauchen, ihren Herzensweg zu gehen. All jene, die bereits in der Lüneburger Heide dabei waren und gerne noch weiter gemacht hätten. ;) Alle, die den letzten Schubs brauchen, um endlich loszulegen. Alle, die einen immensen Druck verspüren, dass jetzt endlich was anders werden muss. Alle, die gerade gebeutelt und geschüttelt werden und mal jemanden brauchen, der die Einzelteile ihres Lebens mit ihnen sortiert. Alle, die wirklich wollen. Alle, die sich noch mehr selbst leben wollen. Alle, die dieses Brennen und Sehnen nach sich selbst verspüren.

Wir treffen uns online in einem Videokonferenzraum über Zoom, eine Plattform vergleichbar mit Skype. Du brauchst dafür einen PC/Laptop, stabiles Internet und, wenn vorhanden, ein Headset. Das verbessert die Tonqualität enorm, ist aber kein Muss. Solltest du dich über das Handy einloggen wollen, dann brauchst du die Zoom-App dafür. Auch das geht.

Und hier ist der grobe Ablauf:
10-12 Uhr Extremwaschgang mit Mischa und Anja ;)
12-14 Uhr Mittagspause und die Möglichkeit zum Austausch in der Gruppe ohne Mischa und Anja
14-16 Uhr Zweiter Waschgang mit Mischa und Anja ;)
16-18 Uhr nochmaliger Austausch in der Gruppe ohne Mischa und Anja, Möglichkeit zur gemeinsamen Reflektion, zum Verbinden, Austauschen, Nachspüren

Preis: 175 EUR
max. Teilnehmerzahl: 10
Anmeldung per Email an mail@anja-reiche.de
Bezahlung vorab per Überweisung

Als Anmeldebestätigung bekommst du die Rechnung zugeschickt. Mit Eingang der Bezahlung ist dein Platz gesichert. Am Veranstaltungstag gibt es um 9:45 Uhr den Link zum Konferenzraum per Mail. Auf diesen Link klickst du einfach drauf, erlaubst den Zugriff auf Mikro und Kamera und schon kann es losgehen. Wir "treffen" uns um 9:50 Uhr, damit alle genug Zeit haben, sich in Ruhe einzuwählen und sich mit der Technik vertraut zu machen.

Wir freuen uns riesig auf euch mutige Herzmenschen und auf alles, was sich uns da zeigen mag.


Samstag, 13. Oktober 2018

Echt sein macht schön

Wenn es darum geht, zu sich zu stehen, echt zu sein und keine faulen Kompromisse einzugehen, dann bedeutet das gerade im zwischenmenschlichen Bereich ganz viel Klarheit. Und die braucht manchmal echt Mut. Gerade da haben wir so viele alte Überzeugungen.

Immer schön bitte und danke sagen.
Nett grüßen und lächeln, wenn jemand entgegen kommt.
Auch den unliebsamen Onkel, der einen nur dumm anredet, freundlich behandeln.
Generell zu Verwandten und Nachbarn nett sein.
Den Schein wahren, damit alle einen mögen. Die wirkliche Meinung wird dann hinterher gesagt, wenn derjenige weg ist. Da wird dann richtig gelästert.

So bin ich groß geworden. So wurde ich erzogen. Immer schön ins Gesicht lachen, auch wenn ich denjenigen nicht leiden kann. Nur nicht anecken, nur nicht auffallen, immer schön unterordnen. Die Meinung der anderen ist richtiger und wenn ich doch glaube, dass meine richtig ist, dann sag ich das niemals direkt ins Gesicht.

Über die Jahre hab ich mich da raus gewurschtelt, wurde mutiger, offener, radikaler, hab meine Meinung vertreten und mich selbst ernst genommen. Ich wurde authentischer.

Mittlerweile sortiere ich aus. Ich verabschiede Menschen aus meinem Leben, die nicht mehr passen, die nicht die gleiche Sprache sprechen, die mir nicht gut tun. Ich entferne "Freunde" auf Facebook, lösche Kommentare, lösche Kontakte, beantworte Nachrichten nicht, wenn es sich nicht stimmig anfühlt. Ich folge meinem Gefühl, ganz radikal. Dachte ich...

Bis mir gestern klar wurde, dass das so nicht ganz stimmt. Ich tue es manchmal immer noch. Ich bin manchmal immer noch unehrlich. Ich lächle Menschen ins Gesicht und bin freundlich und denk mir innerlich "was für ein Mist". Nur um des lieben Frieden Willen. Und oft auch aus Angst vor Ablehnung.

Ich hab es nicht bemerkt. Das lief so automatisch, so ganz von alleine. Erst als ich mir gestern die Frage gestellt habe, was in meinen Zähnen noch so arbeitet, was da noch für ein Konflikt ist, wo ich gegen mich kämpfe, wo ich ein gespaltenes Verhältnis habe (ich habe einen Haarriss längs in jedem Schneidezahn), kamen die Antworten, die mich echt verblüfft haben.

Kein Wunder, dass meine Schneidezähne gespalten sind, sich locker anfühlen und für mich auf Fotos manchmal sehr seltsam aussehen. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, sie verschieben sich. Und tatsächlich ist dieses Phänomen in unserer Familie verbreitet. Bei den Frauen mütterlicherseits.
Ich kann so irgendwann nicht mehr "schön" ins Gesicht lachen. Ich (die Frauen unserer Familie) kann dann gar nicht mehr schön lachen. Ich darf dann mein wahres Gesicht zeigen, die hässlichen, wahren Gedanken. Mein Körper sorgt dafür, dass ich niemandem mehr fälschlicherweise schön ins Gesicht lachen kann, obwohl ich was ganz anderes über ihn denke, obwohl ich ihn nicht mag. So krass! Unsere Körper sind einfach Wunderwerke.

Ich darf es mir wieder erlauben, unfreundlich zu sein. Noch ehrlicher anderen gegenüber.
Ich muss nicht nett sein, wenn ich keine Lust drauf habe. Andere müssen keinen guten Eindruck von mir haben. Man muss mich nicht mögen. Ich muss Freunde nicht "behalten", nur weil wir uns ja schon so lange kennen. Wir dürfen uns trennen und uns sagen, dass es einfach nicht mehr passt, dass wir an zu unterschiedlichen Punkten im Leben stehen, zu unterschiedliche Weltbilder und Vorstellungen vom Leben haben.

Ich muss nicht nett sein, auch wenn es Verwandtschaft ist. Ich muss nicht zum Geburtstag gratulieren, weil man das eben so macht. Ich muss überhaupt nichts und ich darf andere damit "verletzen". Sie dürfen mich für überheblich halten, für arrogant, für abgehoben. Sie dürfen mich nicht mögen. Sie dürfen über mich schimpfen.

Ich will auf jeden Fall nicht mehr schön tun, wenn ich es nicht 100% so meine. Ich will schön echt sein, in meiner Echtheit schön sein. Mein Innen und Außen wieder noch mehr vereinen.

Und ich entschuldige mich bei allen, zu denen ich nicht ehrlich war, denen ich unbewusst etwas vorgemacht habe. Das hat niemand verdient.

Fotos: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 12. Oktober 2018

Zoom-Mentoring

Ihr Lieben! 

Es schüttelt und rüttelt an allen Ecken und Enden. Meine Grummelenergie hat sich in Tatendrang verwandelt. Das Leben möchte, dass wir radikal zu uns und unserer Wahrheit stehen. "Vielleicht" kann nicht mehr angekreuzt werden. Entweder ein klares JA oder ein klares NEIN, egal in welchem Lebensbereich.

Viele von euch haben körperliche Symptome oder stehen an wichtigen Weggabelungen in ihrem Leben. Ich will euch unterstützen in dieser herausfordernden Zeit, in der kein Stein mehr auf dem anderen zu stehen scheint.

Deswegen kam mir mal wieder ganz spontan die Idee zu einem weiteren Zoom-Mentoring und das schon an diesem Sonntag. In dieser wechselhaften Zeit kann man sowas wirklich am besten ganz spontan und aus dem Bauch heraus machen.

Sonntag, 14.10.2018
14-16 Uhr
Preis: 100 Euro
Maximale Teilnehmerzahl: 5 Personen
Zahlung per PayPal oder Überweisung

Wer dabei sein möchte, bitte einfach eine kurze Mail an mail@anja-reiche.de.

Ich freu mich total auf euch und alles, was sich zeigen mag.

(Bei Zoom handelt es sich um eine Plattform zur Videotelefonie, vergleichbar mit Skype. Du brauchst dafür einen PC, stabiles Internet und ggf. noch ein Headset, wobei letzteres kein Muss ist. Weitere Fragen beantworte ich gerne per Mail.)



Donnerstag, 11. Oktober 2018

Man darf auch scheiße drauf sein

Nur mal so am Rande erwähnt. Auch ich habe Tage, an denen ich alles zum Kotzen finde, das Gefühl habe, nichts auf die Kette zu bekommen, nicht professionell genug zu sein, nicht zielstrebig genug, nicht erfolgreich genug. An denen ich neidisch bin auf all jene, die es augenscheinlich besser können, besser machen, erfolgreicher sind, mehr Geld verdienen, denen gerade offensichtlich die Sonne aus dem Arsch scheint, die durchstarten und einen Lauf haben.

Heute ist so ein Tag. Das fing gestern schon an. Ich will jetzt einfach grummeln, scheiße drauf sein und unzufrieden. Ich will mich verkriechen und auch die Sonne kann mir den Buckel runterrutschen. Dieser fuck goldene Herbst. Wann regnet es denn endlich tagelang? Wann ist denn endlich Rückzug und Ruhe möglich? Die Sonne ist dieses Jahr so krass. Es ist, als ob wirklich in den letzten, hintersten Winkel auch noch Licht soll. Dieses Jahr kann nichts mehr verborgen werden. Dieses Jahr kommt alles ans Licht. Jede Lebenslüge, jede Unehrlichkeit uns selbst und anderen gegenüber, jeder faule Kompromiss, jeder Schatten, jeder blinde Fleck, alles, was nicht in der Liebe ist. Das ist echt anstrengend. Richtig anstrengend. Und jedes Mal, wenn ich denke, dass es jetzt ruhiger wird, dann kommt die nächste Welle, dann wird wieder alles mit Licht geflutet, dann wird weiter aufgeräumt und ausgemistet. Herrje... 

Witzig ist, dass eigentlich alles gleichzeitig da ist. Gleichzeitig bin ich mega dankbar für all das, demütig und weiß, dass das genau richtig ist. Gleichzeitig weiß ich, dass auch mit mir und meinem Tempo, meiner "Professionalität" alles richtig ist, mit meinem Weg, mit meiner Art und Weise. Alles andere, was ich mir da so erzähle, ist Humbug, der Oberschmarrn sozusagen. Und trotzdem ist er da, der Schmarrn im Hirn und die dazugehörigen Gefühle. Und das darf auch so sein.
Ich wollts einfach nur mal erzählt haben. Vermutlich tut es einigen gut, zu wissen, dass auch ich solche Tage habe und so eine fuck Kopfkirmes. Jetzt wisst ihr es. Und jetzt geh ich grummeln. So!

(Ergänzung zum Bild: oder scheiße drauf sein!)

Foto: Anja Reiche
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Sein lassen heilt

Ich weiß nicht, was das für ein intensiver Prozess ist, die letzten Tage. Mal sehen, ob ich es in Worte fassen kann.

Nach Mallorca hatte ich quasi die Schlafkrankheit. Es fühlte sich so an, wie wenn ich die gesamte wilde Zeit dieses so ereignisreichen Jahres auf einmal "nachschlafen" müsste. Es ist wie eine extreme Erholungsphase auf der einen Seite und auf der anderen gleichzeitig ein noch mehr Loslassen, Hineinsterben, noch tiefer aufgeben, hingeben, zulassen.

Da findet nochmal wieder Heilung statt. Heilung dadurch, dass ich (wir?) noch mehr oder überhaupt erst das annehme, was kaputt ist. Dass ich es kaputt sein lasse, dass ich krank sein darf, dass da Symptome sein dürfen.

Bei mir sind es mal wieder die Zähne. Es fühlt sich an wie tatsächlich endlich den Kampf aufgeben. Da darf Karies sein (ohne zu wissen, wie da der genaue Sachstand wirklich ist), da dürfen Entzündungen sein, Nervenschmerzen, was auch immer. Es darf da sein. Es ist so richtig. Es gibt nichts zu kämpfen. Es ist ein Hineinsterben in genau das alles.

Es gilt nicht, die Gesundheit wieder herzustellen, indem ich die Symptome "heile". Es gilt die "Gesundheit" dahingehend wieder herzustellen, in dem ich heil = ganz werde in Form von "so darf es auch sein", in Form von "ich darf krank sein".

Sich das Kranksein erlauben, ist für mich die eigentliche Heilung. Auch das ist ein Teil des Lebens, Teil der Schöpfung, Teil meiner Schöpfung. Ich habe das Gefühl, dass ein HEILiger Raum entsteht, wenn ich nichts mehr verändern will, sondern es einfach so lassen kann.

Da geht eine Tür der Möglichkeiten auf, wenn ich mich komplett in die Krankheit hineinfallen lasse, mich ihr hingebe, die Welle über mir zusammenschlagen lasse, wenn ich mir erlaube, dass es so bleiben darf, ja, dass ich selbst sterben dürfte. Auch das wäre ok.

Wann haben wir angefangen, nicht mehr sterben zu dürfen? Wann wurde es falsch, diesen Aspekt des Lebens zu wählen? Denn der Tod, die Krankheit sind Aspekte des Lebens. Sie sind Teil der Fülle, Teil des reichen Buffets, von dem wir wählen dürfen. Da ist nichts falsch dran, nichts verwerflich.
Ablehnung erzeugt nur Stress. Wenn wir etwas vermeiden wollen oder als falsch einstufen, sind wir im Widerstand, sind wir im Kampf gegen das JETZT, gegen das, was vielleicht eh schon da ist.

Da lag ich also vor zwei Nächten im Bett und hatte Schmerzen. Die linke Kopfhälfte pochte, die Zähne oben und unten empfindlich wie sonst was. Und dann kam genau dieses tiefe Wissen, dass das jetzt so sein darf, dass ich nichts dagegen machen will, dass ich es einfach so lassen will, es fühlen, es annehmen, mich dem komplett hingeben, mir erlauben, dass es auch so bleiben darf, dass es mich verschlucken darf, dass die Welle mich mitreißen darf.

Ich bin einen Schritt beiseite getreten, hab aufgegeben, bin hineingestorben in all das, hab mich von Karies, Entzündung und Nervenschmerzen "auffressen lassen". Ich lag da und habe mich weit gemacht, habe mich bereit erklärt, alles endlich fließen zu lassen, was zu diesen Symptomen geführt hat, war bereit alles zu fühlen, was blockiert war.

Ich habe mich wieder als das gesehen, was ich bin: Ein Kanal, durch den das Leben fließt in all seiner Fülle, mit all seinen Facetten. Da gibt es kein gut oder schlecht. Leben ist. Gefühle sind. Erst wenn wir etwas nicht haben wollen, ablehnen, verurteilen machen wir uns eng, der Kanal geht zu, Energieblockaden entstehen und daraus Symptome.

Für mich ist die Frage deshalb immer: Was konnte/durfte hier nicht fließen? Was will in Fluss kommen? Und in dieser besagten Nacht war noch nicht mal das wichtig. Es brauchte nichts benannt zu werden, nichts verstanden. Es wollte nur zugelassen werden, da sein dürfen, durch mich durch.

Was passiert ist? Tiefer Frieden! Heilung auf einer Ebene, die mir gefühlt bislang verborgen geblieben war. Die Integration bislang abgelehnter Anteile. Ich bin wieder noch mehr vollständig, vollkommen geworden, in dem ich all das angenommen habe. Heil dadurch, dass auch Krankheit sein darf. Das komplettiert, das macht rund, heil, ganz.

Gefühlt ging es auch mal wieder gleichzeitig um die Ahnen, auch um deren Kampf, der damit beendet wurde und um das Kollektiv. Dieser Prozess findet gerade in so vielen statt. So viele lassen los, lassen zu, geben auf, geben das Bewerten und Kämpfen auf. So viele werden gerade von ihren Körpern, den Umständen an genau diesen Punkt geführt. Und das ist gut so.

Werden wir heil, indem wir krank sein dürfen. Werden wir groß, indem wir klein sein dürfen. Werden wir stark, indem wir schwach sein dürfen. Werden wir reich, indem wir arm sein dürfen. Fangen wir an zu leben, indem wir sterben dürfen. Der Kampf hat ein Ende.

Bild könnte enthalten: Text
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 9. Oktober 2018

Mit Geld umgehen können

Einfach mal so in den Raum geworfen:

Was wäre, wenn "mit Geld umgehen können", bedeuten würde, es mit vollen Händen auszugeben?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 29. September 2018

Wie ich die Zeit gerade wahrnehme...

Juhu! Es gibt mal wieder ein Video von mir. Über diese krasse, intensive Zeit, über das Mitfließen und Eintauchen und darüber, wie ich die Welt gerade wahrnehme. Ob das alles Sinn macht, was ich da erzähle, weiß ich nicht. "Es" hat durch mich gesprochen.



Freitag, 28. September 2018

Die nächste Welle reiten

Es ist verrückt! Einfach nur verrückt!

Gerade mal seit Dienstag Abend sind wir wieder zu Hause und schon ereilt mich der nächste Ruf.
Ich bin selbst ganz sprachlos und weiß mal wieder nicht, was ich davon halten soll. Schon vor ein paar Tagen hatte ich immer wieder den Gedanken, dass ich im Herbst noch nach Bayern fahre, in meine alte Heimat Frrranken. Als ich gestern hier zu Hause endlich wieder in "meinem" Wald unterwegs war, meinen Kraftplatz aufgesucht habe, war es plötzlich sonnenklar. Ich fahre Ende Oktober tatsächlich nach Bayern.

Mal wieder weiß ich nicht, was ich da soll. Mal wieder weiß ich nicht, was sich da zeigen und ergeben wird. Ich weiß nur, dass es mich da hinzieht, wie an einer unsichtbaren Schnur. Keine Ahnung, wo ich schlafe. Keine Ahnung, wem ich begegne. Ich kenne ungefähr den Zeitraum. Ich weiß, dass ich alleine fahre. Ich weiß, dass ich mit Teo unterwegs sein werde (also doch nicht so ganz alleine). Mehr weiß ich nicht.

Ich hätte Ende Oktober eine Veranstaltung in der Nähe von Hamburg machen können. Mein Verstand fand es gar nicht witzig, dass ich das gestern abgesagt habe. Ich könnte in meiner alten Heimat eine Veranstaltung ausmachen. Dazu gibt es noch keinen Impuls. Ich bin mal wieder völlig unlogisch. Und soll ich euch was sagen? Ich liebe es! 😍🙏🎉

Also springe ich mal wieder ins Unbekannte, lass mich treiben und führen und da hinspülen, wo mich das Leben offenbar haben möchte. Was immer geschehen mag, ich bin bereit auch diese Welle zu reiten. That's life! 🌊🌊🌊


Foto: Wolfgang Menger

Donnerstag, 20. September 2018

Mallorca macht mich zum Vollweib


Diesen Satz, diese Überschrift hab ich seit einem weiteren schlaflosen "Nickerchen" vorhin in meinem Kopf.

Immer wieder werde ich um die Mittagszeit hier unfassbar müde und lege mich hin, nur um dann festzustellen, dass ich nicht schlafen kann/soll, sondern dass vielmehr die Erkenntnisse rattern.
Tiefere Zusammenhänge zeigen sich, die Drachen reden mit mir oder ich weiß plötzlich einfach etwas. So wie ich vorhin einfach wusste, dass Mallorca mich zum Vollweib macht. Mein Kleidungsstil verändert sich ganz unerwartet. Der sportliche Look macht mich auf einmal nicht mehr zufrieden. Etwas Weiches, Fließendes muss her.

Caroline lässt mich ihre Haremshosen anprobieren und es ist einfach sofort klar, dass das meins ist, dass das zu mir gehört, dass das ich bin.

Aber nicht nur äußerlich passiert etwas. Vielmehr passt sich jetzt das Außen dem Inneren an. Wie auch anders?





Der Vollweib-Prozess geht schon ein ganzes Stück. Meine Regel ist seit Monaten nicht mehr regelmäßig. Es fühlt sich nicht nach frühzeitigen Wechseljahren an. Nein, es fühlt sich nach Vollweib werden an. Was immer das genau bedeuten mag.

Bis vor kurzem hab ich mich irgendwie immer noch als "Mädel" bezeichnet. Auch das passt auf einmal nicht mehr. Ich bin 36 und fühle mich tatsächlich erst jetzt wirklich als Frau und ich schätze, das ist noch ausbaufähig.




Was macht denn jetzt dieses Vollweib aus? Ich kann es im Moment nur ahnen. Das urweibliche Prinzip spielt auf jeden Fall eine große Rolle. Auch die Heilerin in mir, die Hexe, die alte Weise, die Schamanin sind von Bedeutung. Es geht wohl auch darum genau das voll zu leben. Die Frau, die Heilerin, die Partnerin, die Geliebte, die Gespielin, die Leidenschaftliche, die Schwester, die Mutter (für Erwachsene), die Priesterin, die Gebende, die Nehmende, die sich vollkommen dem Leben Hingebende.

Und genau jetzt bin ich auf den Punkt gekommen!!! 😍😍😍 Die sich vollkommen dem Leben Hingebende in jeder Situation, in jeder Lage - das ist das Vollweib. Grandios!!! Einfach nur grandios. Und so simpel.

Ich stelle mich komplett dem Leben zur Verfügung und bin damit die großartigste Schöpferin, die ich nur sein kann. Weich, warm, liebevoll, stark, mutig, kraftvoll, vital, zentriert, bewusst, da, im Fluss. Das Leben fließt durch mich auf die Erde. Ich darf die Schöpfungen gebären, die das Leben von mir will. Wo das Leben mich will, bin ich richtig und da will ich auch sein und wirken. Was durch mich in die Welt will, will ich ausagieren.

Vollweib sein eben! ❤️
Foto: Wolfgang Menger

Montag, 17. September 2018

Ja zu allem, was ist

25 Grad, das Geräusch von leichtem Wind, der durch Pinien streicht, der Duft derselben liegt in der Luft. Die Vögel zwitschern um die Wette. Das Frühstück auf der Terrasse ist gerade beendet und wir genießen noch nach, lassen unsere Gedanken schweifen, reden über dies und das, schweigen.
Frieden. Alles in mir ist zutiefst friedlich, beseelt, ganz da im Moment. Seit Tagen befinde ich mich in einem Zustand, in dem einfach alles nur gut ist. Alles ist genau richtig. Jetzt und in jedem nächsten jetzt. Nirgends drückt es mehr. Nichts zwickt innerlich. Es gibt keinen Lebensbereich mehr, kein Thema mehr, bei dem ich denke, dass es da aber noch anders werden muss, dass ich da und dort noch unbedingt hinkommen muss.

Da ist einfach nur ein tiefes, ehrliches JA zu allem, was gerade ist.

Sicherlich habe ich noch Ziele und Visionen. Sicherlich gibt es noch Erfahrungen, die ich machen will und auch werde, aber alles darf kommen, wann immer es will. Dieses "es darf kommen, wann immer es will" mag sich für einige sehr passiv anhören. So meine und empfinde ich das allerdings gar nicht. Es ist ein sehr weises Hinspüren. Das Yin, das empfängt, Impulse bekommt, ist, sich hingibt. Ja, das ist eher passiv und doch gleichermaßen ein aktives präsent sein, wach sein. Und wenn ein Impuls kommt, der Handlung erfordert, dann kommt das Yang. Dann kommt das Aktive, das Tun und Umsetzen. Das kommt aber wirklich erst dann, wenn es tatsächlich dran ist und so lange Yin dran ist, kann Yang ganz in Ruhe warten.

Es ist genau dieser Frieden, in dem ich bin. Ich weiß, dass ich in jedem Moment genau das Richtige tun werde, weil ich ganz und gar da bin, weil ich mir zutiefst vertraue, meinen Wahrnehmungen, meinen Visionen, meinen Impulsen und meinen daraus resultierenden Taten. Ich vertraue meiner Seele, meinem Weg, den ich mir selbst auf einer anderen Ebene ausgesucht habe. Ich vertraue meiner Wahl bezüglich der Erfahrungen, die ich hier machen will. Ich vertraue meinem Potential, dem Leben, der höheren Weisheit und Intelligenz dieses allumfassenden Bewusstseins. Kurz: Ich vertraue dem Leben.

Und genau das, macht diesen Frieden mit jedem einzelnen Jetzt, mit jedem einzelnen Zustand, mit jeder einzelnen Erfahrung aus. Das erleben zu können nach all den Jahren des Suchens, des Widerstandes, des Aufräumens, Heilens, Haderns und auch Kämpfens ist so ein unfassbares Geschenk. Etwas in mir wusste immer, dass es ihn gibt diesen Frieden, diese Gelassenheit, dieses Vertrauen, diese totale Hingabe, dieses ganz simple Mitfließen. Und jetzt ist es da all das, von dem ich manchmal nicht zu träumen gewagt habe und dennoch den Glauben, das Wissen darum nie verloren habe.

Ein weiteres Mal verneige ich mich in Demut und Dankbarkeit vor diesem Leben, vor meinem Weg, vor meiner inneren Weisheit und vor meinem Mut, ihr eins ums andere Mal zu folgen. ❤️🙏❤️

Mittwoch, 5. September 2018

Ein Brief an die Schokolade

Geliebte Schokolade!

Da bin ich wieder. Verzeih mir, dass ich dich so lange aus meinem Leben verbannt hatte, dass ich mir dich verkniffen habe, ohne das bewusst zu merken. Ich dachte, ich könnte ohne dich. Ich dachte, ich "brauch" dich nicht mehr, brauch den Genuss nicht mehr, den du mir immer so wunderbar bereitet hast, die Freude. Ich dachte, ich wäre "darüber hinaus", weil ich mich ja vollwertig und gesund ernährte. Es war irgendwie ein schleichender Prozess und ehe ich es mich versehen konnte, warst du unterschwellig sogar zum erklärten Feind geworden.

Die letzten Tage ist mir da so einiges bewusst geworden. Mit Erschrecken musste ich feststellen, wie ich mit innerlich verächtlich hochgezogenen Augenbrauen durch den Laden gegangen bin und abfällig und verurteilend auf all den "Scheiß" in den Regalen geschaut habe, auf Süßigkeiten, auf Fertigprodukte, auf dich.

Das gleiche als wir über die Kirmes gelaufen sind. Wieder diese veurteilende, abschätzige Haltung. Wieder dieses Abwerten von all dem Süßkram und Fastfoodzeug.

Ich meine, was kann so eine Haltung schon mit mir machen? Kann dieses "Anti" gesünder sein als die Freude, die ich hätte, wenn ich mir dich gönnen würde?

Da durfte die letzten Tage wieder so einiges integriert werden. Ich will dich nicht mehr verurteilen. Ich will dich nicht mehr als schlecht abstempeln. Als Feind sehen. Genauso wenig wie Zucker im Allgemeinen, wie Weißmehlprodukte, Fastfood und andere industriell hergestellte Produkte. Viel mehr will ich darin wieder die Fülle sehen, aus der ich wählen kann. Ich muss es nicht kaufen, aber ich könnte, wenn ich wollte. Es ist ein Unterschied, ob alles da sein darf und ich wähle, oder ob ich nur das eine akzeptiere und das andere als schlecht verurteile. Es ist ein Unterschied in der Haltung, ein gewaltiger sogar. Das eine macht weit und frei und leicht und ist von Fülle geprägt und das andere ist eng, verbohrt und verkrampft.

Ja, ich will mich immer noch vollwertig und natürlich ernähren. Die Frage stellt sich nicht. Aber ich will die Verurteilungen zurück nehmen und ich will dich wieder genießen können. Ich will können, wenn ich will. Ich will wieder die Wahl haben und nicht kategorisch dagegen sein. Alles, was wir ablehnen, ziehen wir an. Und so war es die letzten Wochen kein Wunder, dass ich Heißhunger hatte und wusste nicht worauf, dass ich Fressattacken hatte, die mich nicht befriedigt haben. Mir war nach etwas und ich konnte es nicht benennen.

Irgendwann ist der Groschen gefallen. Ich hatte dich verurteilt, dich mir verboten. Da war keine Wahlmöglichkeit mehr. Du wolltest wieder angenommen und bejahend wahrgenommen werden, wieder integriert werden. Und das zu Recht.

Du bist nicht grundsätzlich schlecht. Wenn ich an dich denke, durchströmt mich Freude, meine Augen fangen an zu leuchten, wie bei einem Kind an Weihnachten. Ich liebe deinen Geschmack. Ich liebe deine Konsistenz im Mund, den Schmelz, das leicht Herbe. Ich liebe Kekse, auf die man dich verteilt hat. Ja, ich liebe dich und es ist einfach unsinnig mir diesen Genuss und diese Freude, diese Liebe, dieses Geschmackserlebnis zu verwehren. Kann das alles wirklich schlecht für mich sein? Niemals! Und das weiß ich! Die Geisteshaltung hat auf die Gesundheit einen weit größeren Einfluss, als die Materie, als die Stoffe, die wir zu uns nehmen. Krankheit hat die Wurzel auf der feinstofflichen Ebene, nicht auf der materiellen. Das zumindest ist meine Wahrheit.

Freude weißt mir den Weg. Ich will mir den Genuss beim Essen nicht länger mit dem Verstand und den Zutatenlisten verwehren. Mein Gefühl darf wieder wählen. Du sollst deinen Platz in meinem Leben wieder haben. Du darfst wieder da sein. Ich darf dich wieder haben, wenn mir danach ist. Ich darf auch nein zu dir sagen, wenn ich das will. Aber ohne Verurteilung. Ich will einfach können, wenn ich wollte. Ganz einfach!

Ich liebe dich!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 30. August 2018

Zoom-Mentoring

Einen wunderschönen guten Morgen in die Welt!!!

Nach meiner extremen Erholungs- und auch Fastenphase kehrt die Energie und die Klarheit langsam wieder zurück. Naja, heute hab ich ganz schön Bums.
 
Da es gestern nochmal ordentlich bei mir geklickt hat und ich nun tief fühle und weiß, dass ich nicht nur Heilerin bin, Seelenmasseurin, Mutmacherin, Mama für Erwachsene, Kanal, Katalysator, Spiegel und Coach, sondern dass ich vor allem auch Mentor bin, drängt es mich einmal mehr in die Welt.
Ich will dich begleiten auf deinem Weg zu dir selbst, in deine Größe. Ich will dir mit aller Klarheit und Deutlichkeit aufzeigen, wo du dir selbst noch im Weg stehst, wo du noch in alten Gedankenmustern festhängst, was dir dein Körper vielleicht gerade mit seinen Symptomen sagen will.

Wenn es dran ist, werde ich dich mit Liebe und Verständnis überschütten oder dir besser einen fetten Arschtritt geben. Je nach dem, was besser hilft. Ich werde kein Blatt vor den Mund nehmen und radikal ehrlich das ausdrücken, was ich wahrnehme.

Ich verspreche dir nicht, dass nach einer Begegnung mit mir, dein Business plötzlich läuft wie doof. Ich verspreche dir auch nicht, dass deine Symptome plötzlich verschwinden. Ich verspreche dir auch nicht, dass du plötzlich weißt, was deine Berufung ist und auch nicht, dass überall eitel Sonnenschein herrscht.

Was ich dir aber verspreche ist, dass ich mich mit allem, was mich ausmacht, mit all meinen Gaben und Talenten, mit all meinen feinen Antennen und vor allem mit all meiner Klarheit und Direktheit in die Sache reinwerfe und dir helfe, dich zu erkennen. Ich helfe dir, dich zu erinnern, wer du wirklich bist, was jetzt gelebt werden will, was jetzt Ausdruck braucht. Ich helfe dir, wieder in deine Kraft zu kommen, deine dir ureigene Kraft. Ich helfe dir, zurück zu dir selbst, an deinen Platz, in dein wahres SEIN.

Was ich von dir brauche, ist deine radikale Ehrlichkeit dir und anderen gegenüber. Ich brauche deinen Mut, dich verändern zu wollen. Ich brauche deine komplette Eigenverantwortung, dein Schöpferbewusstsein und den Willen, dein Ding zu machen, egal in welcher Hinsicht. Ich brauche deine Entschlossenheit, alles fühlen zu wollen, was da gefühlt werden will. Ich brauche deine Entscheidung, dich allem zu stellen, was sich auch zeigen mag. Kurz: Ich brauche deinen BUMS!

Dann können wir gemeinsam ganz viel neu machen und Veränderungen einleiten, die Grundsteine neu legen. Ja, es wird ruckeln. Ja, es könnte weh tun. Ja, es wird Umbrüche geben und die werden manchmal nicht einfach sein. Ja, es wird nicht jeder in deinem Umfeld Applaus klatschen. Aber eins ist klar: Es wird das Beste sein, was du je für dich getan hast und es wird sich auszahlen. Denn nichts auf der Welt ist fantastischer und großartiger, als einfach du selbst zu sein und dich komplett zum Ausdruck zu bringen.

Dafür sind wir hier. Dafür sind wir gemacht. Das will das Leben von uns. Wir sollen so sein, wie wir gedacht sind. Dir dabei zu helfen, das ist meine Passion! Dafür kannst du mich buchen, für zwei Stunden (200 EUR), für vier Stunden (400 EUR) oder für 24 Stunden inklusive Übernachtung und Verpflegung bei mir zu Hause (800 EUR). (Mehr dazu findest du HIER)

Und dafür gibt es nun immer wieder auch Zoom-Meetings in kleiner Gruppe, um am Ball zu bleiben, damit du dich immer wieder einnorden und ausrichten kannst, erinnern, damit du Unterstützung hast.
Das erste Meeting hab ich mir mal wieder ganz spontan für diesen Samstag, 01.09.2018, überlegt.

Dauer: 2 Stunden
11-13 Uhr
Maximal 4 Teilnehmer
Preis: 100 EUR
Anmeldung per PN oder per Mail an: mail@anja-reiche.de
Zahlung per PayPal oder Überweisung

Foto, Gestaltung und Text: Anja Reiche

Mittwoch, 29. August 2018

Mein innerer Mann ist erschöpft


So viele Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte hat er gemacht und getan, sich abgerackert und ständig versucht, alles unter Kontrolle zu behalten, dafür zu sorgen, dass ich versorgt bin, dass Geld reinkommt, dass ich funktioniere, dass ich leiste.

Er hat sich in all der Zeit keinen schwachen Moment erlaubt. Er hat die Zähne zusammen gebissen und weitergemacht, auch wenn er mehr als einmal an seinen Grenzen war, ja sogar schon weit darüber hinaus. Schwach sein, krank sein, sich ausruhen, Stunden der Muße, Genuss, Leichtigkeit, das kennt er alles nicht. Er kennt es nicht, dass er getragen wird. Er trägt und das ziemlich schwer.
Alles lastet auf seinen Schultern, die drohende Gefahr sitzt ständig im Nacken. Er alleine hat alles zu stemmen, alles zu bewältigen, alles zu analysieren und immer den "sichersten" nächsten Schritt zu wählen. Er kennt es nicht, versorgt zu werden. Er kennt es nicht, weich zu sein, nachlässig, naiv, gutgläubig, voller Vertrauen ins Leben. Dem einzigen, dem er vertraut, ist sich selbst.

Diese Härte, diese Last, dieses stete Tun und kontrollieren wollen, das Zähne zusammenbeißen und Durchhalten um jeden Preis hinterlässt Spuren. Der Körper ächzt, er wird hart im wahrsten Sinne des Wortes. Verspannungen in Schultern und Nacken, Ablagerungen in den Gelenken und Blutgefäßen. Die Zähne werden porös, weil total überfordert. Karies entsteht aufgrund der vielen faulen Kompromisse. Das ständige Zusammenbeißen und Durchbeißen schwächt die Zähne zusätzlich, weil die Energie nicht mehr fließen kann. Entzündungen können im ganzen Körper auftreten, weil wir ständig kämpfen - gegen uns selbst, gegen das Leben, gegen die Leichtigkeit, die Freude, den Genuss.

Wie ich auf all das komme? Ich saß gerade im Wald und habe meditiert. Da kam dieses Gefühl der Sinnlosigkeit, dass alles Tun und Machen ja doch zu nichts führt und Selbstheilung wohl doch eine Farce ist. Tief in mir weiß ich, dass es anders ist und ich habe ja schon erlebt, daß Selbstheilung und die Art wie ich meinen Weg gehe, hervorragend funktionieren und dennoch war da dieses Gefühl. Es war sein Gefühl. Mein innerer Mann fühlt sich so. Das ständige Rackern ist so sinnlos.

Ich habe in den letzten Tagen unfassbar viel geschlafen, war total erschöpft. Ich habe auch wieder gefastet aus einem plötzlichen Impuls heraus. Das hat nochmal mehr zu meiner Schwäche beigetragen. Beim letzten Mal Fasten sind ganz viele Symptome verschwunden, dieses Mal nicht.

Also sitze ich da vorhin im Wald an meinem Kraftplatz und spüre hin, stelle mir vor, ich wäre mein rechtes Knie, das immer noch nicht längere Strecken gehen mag. Und plötzlich sehe ich all die Ecken und Kanten, die Verhärtungen. Da fehlte das Weiche. Ich sehe meine innere Frau, das weibliche Prinzip, das sich in Demut verneigt, vor dem Leben in tiefer Dankbarkeit in die Knie geht. Und dann sehe ich meinen inneren Mann, der stocksteif dasteht und auch nach mehrmaligem Bitten nicht nachgibt. Er kann und will es sich nicht erlauben, in die Knie zu gehen, sich hinzugeben, demütig zu sein. Er muss ja schließlich leisten und aufpassen und kontrollieren.

Tatsächlich bin ich über diese Bilder überrascht. Ich gebe dem Weiblichen, Weichen, der Hingabe und dem Vertrauen so viel Platz und Raum und das schon seit einiger Zeit. Und während ich das tippe, muss ich echt grinsen. Meine Güte, was sind ein paar Monate, in denen ich das tatsächlich tue, im Vergleich zu Jahrhunderten???

Natürlich ist mein innerer Mann erschöpft. Natürlich braucht es immer wieder extreme Ruhephasen. Natürlich braucht mein Körper noch Zeit für die Regeneration. Ich darf milde mit mir sein. Ich darf Geduld haben. Ich darf mich wieder und wieder ganz extrem ausruhen.

Dieser Mann in mir, er darf zusammenbrechen, er darf sich erholen, er darf Schwäche zeigen, er darf nicht mehr können. Und da sehe ich sie nun sitzen. Meine innere Frau sitzt am Boden, der Mann liegt bei ihr, erschöpft und schon am Einschlafen, den Kopf auf ihrem Schoß. Sie streichelt ihn und versichert ihm, so lange bei ihm zu sitzen, bis er wieder aufwacht. Das darf jetzt so sein. Die Frau ist sich ihrer Sache so sicher, dass der Mann sich darauf einlassen kann. Er spürt, dass sie recht hat. Er spürt, dass sie weiß, was sie tut. Er spürt, dass sie mehr weiß als er. Sie trägt das alte Wissen in sich.
Ich lasse ihn ruhn. Ich lasse ihn in ihrer Obhut. Sie weiß, was zu tun ist. Sie kennt den Weg in die Heilung. Und er darf sich entspannen, ausruhen, regenerieren. So sei es!

Foto: Canva
Gestaltung und Text: Anja Reiche


Freitag, 24. August 2018

Sei der König, der du bist

Jeder von uns ist ein König, eine Königin. Jeder von uns ist wertvoll, mit seiner Einzigartigkeit so wertvoll, mit seiner Geschichte, mit den "Gaben", die uns meist so selbstverständlich und banal erscheinen, dass wir uns schämen würden, uns damit als König zu bezeichnen.

Da kommen sie, die Sätze:
"Wer glaubst du eigentlich, dass du bist?"
"Du musst erst noch was werden."
"Hochmut kommt vor dem Fall!"
"Wer hoch fliegt, kann tief fallen."
"Nimm dich nicht so wichtig!"
"Eigenlob stinkt!"
"Andere können das viel besser."
"Was ich kann, braucht doch eh keiner."
oder noch besser:
"Was kann ich denn schon? Ich kann doch nichts!"


Wir alle verlieren irgendwann das Gefühl für unseren Selbstwert, für den Wert, den wir ganz einfach schon haben, dadurch, dass wir SIND, dadurch, dass es uns gibt, genauso wie wir eben sind. Wir werden kleingeredet, lassen uns kleinreden und glauben den Mist, den man uns über uns erzählt. Wir versuchen in unserem Erwachsenenleben diesen Selbstwert wieder zu erlangen, selbstbewusst zu sein oder zumindest zu wirken. So viele streben danach, besuchen Seminare, Persönlichkeitsentwicklungs-Workshops.

Und dann passiert etwas ganz Krasses: Wenn es dann Menschen gibt, die selbstbewusst sind, wissen, was sie auf dem Kasten haben und sich ihrer total selbst bewusst sind, dann neigen wir dazu, genau diese zu verurteilen als Angeber, als Protzer, als Aufschneider, als eingebildet.

Wir streben nach Selbstbewusstsein und Größe und wenn wir sie dann haben, dann dürfen wir sie nicht zeigen und ja nicht drüber reden, weil wir ja nicht als abgehoben gesehen werden wollen. Also groß sein schon, aber bitte nicht zu groß. Nur nicht auffallen und sich zu sehr feiern. Nur niemanden damit belästigen, dass wir vielleicht gerade ein Business gegründet haben. Nur nicht aufdringlich sein und vielleicht sogar Werbung machen. Oh Gott! Und da laufen wir wieder mit angezogener Handbremse durch die Gegend und machen uns klein, damit sich nur keiner daran stört, dass wir uns gut finden, dass wir uns selbst leben und ausleben.

Ist eigentlich alles in Ordnung? Setzt euch verdammt nochmal eure Kronen wieder auf. Gerade stehen, Kopf hoch, Brust raus und Feuerwerk an. Wir DÜRFEN groß sein. Wir dürfen uns selbst feiern. Wenn wir uns nicht feiern, wer denn dann? Und dafür müssen wir nicht erst den Nobelpreis bekommen haben. Wir dürfen uns feiern, weil das Leben gar nichts anderes will, als gefeiert zu werden. Punkt! So einfach ist das.

Also los, ab in den Keller, Krone suchen, polieren und dann raus mit euch in die Welt!

Foto: Canva
Gestaltung und Text: Anja Reiche

Sonntag, 19. August 2018

Zeit mit mir - Zeit für mich

Genau das ist in den letzten Tagen ganz extrem dran. Innenschau, Hinspüren, für mich da sein, mit mir sein, mich ganz extrem spüren und wahrnehmen, mich immer wieder in der Natur auftanken, anbinden und spüren, wie sehr ich Teil vom großen Ganzen bin, wie sehr mit allem verbunden.

Es ging weniger ums Tun, sondern ums SEIN, ums Verdauen, ums Nachspüren. Die letzten Monate waren so "wild", so voller neuer Eindrücke und Erfahrungen, dass jetzt wirklich mal wieder ganz extrem nichts tun angesagt ist. Viel mehr habe ich den Drang, nach innen zu lauschen und neue Impulse zu empfangen, mein Leben zu fragen, wo ich jetzt am besten wirken kann, was als nächstes dran ist. Was ist das Beste, was ich der Welt gerade zu bieten habe? Wo will mich mein Leben jetzt haben?

Ich liebe dieses Wechselspiel zwischen dem männlichen und dem weiblichen Prinzip. Erst empfange ich weiblichen, weichen Prinzip die Impulse, die Ideen, gehe mit Visionen schwanger und wenn es an der Zeit ist, dann kommt das männliche Prinzip und es geht ums Ausagieren, ums "in die Welt bringen", ums Gebären, ums Tun und das machen, was ich vorher in der Stille, im Rückzug empfangen habe.

Dieses stete Hin und Her ist einfach großartig und ich woge bereitwillig mit, lass mich treiben und spüre immer genau hin, was jetzt wirklich dran ist. So zum Beispiel war der Ausbildungstag in Goslar gestern nicht dran. Denn ich habe die Ruhe gebraucht, den Rückzug. Ich habe mich selbst gebraucht. Das Leben hat großartig für mich gesorgt und es hat sich tatsächlich niemand angemeldet. Und so bin ich völlig klar damit, dass eine Veranstaltung von mir ausgefallen ist. Das ist absolut stimmig und richtig, weil es einfach nicht dran war.

Freitag war ich den ganzen Tag in der Sauna, habe mir die Sonne auf die nackte Haut scheinen lassen, habe den Wind genossen, wie er mir über den Körper strich, habe mich der wohltuenden Wärme der unterschiedlichen Saunen hingegeben, das Schwimmen im Außenpool zelebriert, nackt und frei. Gestern dann war es wieder etwas unruhig in mir. Im Kollektiv schien viel losgewesen zu sein. Die Nerven schmerzten, der Körper war bleiern. Auch da gab es viel Zeit mit mir alleine, schon morgens im erstmals herbstlich frischen Wald, auftanken, erden, anbinden. Und auch heute feier ich mein All-Ein-Sein. Bin liebevoll mit mir, gönne mir alles, nach dem mir ist, fühle eine tiefe, innige Liebe zu mir, genieße meine Freiheit und Lebendigkeit, die Stille um mich und in mir und vor allem die Zeit mit mir. Ich genieße sie, wie mit der allerbesten Freundin.

Hier passt er wieder, der Spruch, der mir neulich so in den Sinn kam: Mit mir an meiner Seite bin ich in bester Begleitung!

Fühlt euch von Herzen umarmt! 
 
 
Foto: Canva
Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 14. August 2018

Niemand wird dich entdecken - Teil 2

Er wird nicht kommen dieser eine Mensch, der dich endlich entdeckt und der endlich erkennt, wie wunderbar du bist und was du alles zu geben hast. Da wird kein Partner daher spazieren, der dich endlich wirklich sieht. Da wird nicht plötzlich ein Geschäftspartner sein, der unbedingt mit dir zusammenarbeiten will, dich endlich entdeckt und ins Rampenlicht holt.

Wenn du glaubst, dass du jemand anders brauchst, um zu wirken, um endlich ins Tun zu kommen, um endlich dein Business zu starten, dann ist das eine Lüge. Immer, wenn wir glauben, dass wir dringend jemand anders brauchen, damit endlich dies oder jenes passiert, dann sind wir fett auf dem Holzweg, dann sind wir Braucher, Verbraucher, dann sind wir abhängig und alles, nur nicht in unserer Größe. Dann sind wir nicht in unserer Macht.

Als allererstes dürfen wir uns selbst entdecken. Als allererstes dürfen wir begreifen, dass wir alleine vollständig sind, rund, vollkommen und total wertvoll. Wir dürfen unser Licht als erstes selbst wahrnehmen und in die Welt bringen. Wir dürfen erkennen, dass wir in der Lage sind selbst unser Ding zu machen. Dann können sich wunderbare Co-Kreationen ergeben. Dann können wir als gleichwertiger Partner agieren und zusammen mit einem anderen vollkommenen Menschen wunderbare Dinge kreieren, ein jeder in seiner absoluten Selbstverantwortung.

Es gibt dazu dieses schöne Bild von zwei Menschen, die glauben ein C zu sein und nur mit dem C des anderen ein vollkommenes O bilden zu können. Sie fühlen sich alleine nicht vollständig, sie suchen ihr Gegenstück, ihre Vervollständigung, denjenigen, der alles rund macht. In Wirklichkeit geht es darum, alleine ein vollkommenes O zu sein, zu merken, dass man alleine schon genug ist, wertvoll, großartig und dann zusammen mit einem anderen vollkommenen O frei von Abhängigkeiten zu wirken und gemeinsam Erfahrungen zu machen.

Das gilt für die Partnerschaft, die Beziehung, genauso wie für die Geschäftsbeziehung, für die Zusammenarbeit im Herzensbusiness. Richtig geil wird es dann, wenn sich beide komplett selbst erkannt haben und richtig in ihrer Größe sind.

Das ist meine Wahrheit und die wollte jetzt gerade in die Welt!



(Vor einiger Zeit hatte ich schon mal einen ganz ähnlichen Artikel geschrieben. Den findet ihr hier.)

Foto: Anja Reiche

Montag, 13. August 2018

Da, wo mich das Leben haben will

Was ich gerade mache? Das Leben feiern, mich feiern, meinen Weg feiern, meinen Mut, mein Durchhaltevermögen, meinen unerschütterlichen Glauben an mich selbst. Ich feier mich dafür, dass ich so oft und immer wieder Dinge hinterfragt habe, scheinbare Wahrheiten. Ich feier mich dafür, dass ich mir selbst vertraue und dem entschlossen nachgehe, was mein Herz mir sagt. Jedem einzelnen noch so kleinen Impuls.

Ich feier heute ganz besonders, weil sich am Wochenende mal wieder eine weitere ganz große Vision von mir erfüllt hat. Eine Sehnsucht ist plötzlich Realität und ich durfte das erleben und erfahren, worauf ich so lange hingewirkt habe. Wieder durfte etwas nach langer "Schwangerschaft" in die Welt.
Wieder hat sich gezeigt, wie sehr wir Schöpfer sind und dass wir unseren Visionen trauen dürfen, mögen sie auch noch so groß sein, unseren Impulsen, mögen sie noch so unlogisch sein.

Ich durfte zusammen mit Mischa Miltenberger (professioneller Mutmacher und krassester Bombenzünder aller Zeiten) und Silvia Annelie Cleveland (beste Fee und Urmutter zugleich) 15 wunderbare Menschen begleiten auf ihrem Weg zurück zu sich selbst, in ihre ureigene Kraft.

Dazu hat es nicht mehr gebraucht, als mich dem Leben hinzugeben, mich als Werkzeug zur Verfügung zu stellen und in jedem Moment einfach komplett ich selbst zu sein. Das fließen zu lassen, was gerade fließen wollte, das zu tun, was das Herz gesagt hat und dabei festzustellen, dass das absolut im Einklang mit den Impulsen der anderen beiden Zauberwesen war. Was für ein Flow und Wechselspiel zwischen uns. Jeder war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Was für ein herrliches ZusammenSein. Was für eine magische Cokreation. Was für ein Geschenk!

So durften wir in absoluter Leichtigkeit und purer Freude wirken und ein Retreat geben, als hätten wir niemals etwas anderes getan. Wir haben unsere Plätze eingenommen, unseren Auftrag angenommen und dürfen das in die Welt tragen, wofür wir gemacht sind.

Ich könnte heulen vor Freude und Dankbarkeit, vor Demut und Erfüllung.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich einfach diesem Leben zu überlassen und sich zeigen zu lassen, wo sein Platz ist. Ich kann nur jedem empfehlen, das Kontrollierenwollen endgültig in die Tonne zu treten und aufzuhören, zu glauben, dass wir mit unserem Verstand kreativer wären als das Leben selbst.

Du fragst dich, wo dein Platz ist? In jedem Moment da, wo deine Impulse dich gerade hinführen und wenn sie noch so unlogisch oder klein sein mögen. Hab den Mut, ihnen nachzugehen. Es lohnt sich so dermaßen! ❤️❤️❤️

Ich danke allen, die an diesem magischen Wochenende dabei waren. Ich danke allen dafür, dass sie echte Begegnung möglich gemacht haben, weil sie mutig aufgemacht haben, weil sie sich gezeigt haben mit allem, was gerade da war. Ich danke euch für diese geile Schöpfung, für diese magische, kraftvolle, liebevolle Zeit!

Dieses Leben ist eins der geilsten!


Mehr von Martina Trimpins wunderbaren Kreationen findet ihr hier.

Donnerstag, 9. August 2018

Die Welt ist bunt und jeder ist richtig

Da sitze ich mal wieder und fange an zu schreiben, obwohl ich überhaupt keine Ahnung habe, was da jetzt raus will. Nur dass da was raus will, das weiß ich. ;)

Die letzten Tage sind mal wieder davon geprägt, dass ich minütlich dankbar auf die Knie gehen könnte, mich in tiefster Demut vor diesem Leben verneige. Was für ein Geschenk, hier sein zu dürfen! Was für ein Geschenk, all diese Erfahrungen machen zu dürfen. Was für ein Geschenk erleben zu dürfen, wie grandios dieses Leben für uns sorgt, wenn wir uns hingeben. Wenn wir tatsächlich das Leben durch uns durch fließen lassen, uns als "Werkzeug" verstehen, durch das sich das Leben selbst erfahren kann.

Dieses Leben erfährt sich durch uns. Das All-Bewusstsein erfährt durch uns, dass es wirklich alles ist und sein kann. Jede Emotion, jeder Zustand, jede Erfahrung ein Geschenk ans Leben, ein Geschenk fürs Leben, ein Geschenk für uns selbst, denn schließlich sind wir dieses All-Bewusstsein.

Das Geile ist, dass es keine Wertung gibt. Das Leben wertet nicht. Das Leben sagt nicht, dass Abwaschen weniger wert ist, als Singen oder Gedichte schreiben. Dass ein Nickerchen bedeutungsloser ist, als der Sieg beim Hürdenlauf. Dass Windeln wechseln weniger bedeutet als ein Nobelpreis. Das Leben liebt eine jede Facette, weil ALLES eine wichtige Erfahrung ist. Weil jeder Mensch dazu beiträgt, dass All-Bewusstsein anzureichern, anzufüllen mit Erfahrungen.

Merkt ihr, wie der Druck rausgenommen wird? Merkt ihr wie entspannend dieser Ansatz ist? Es gilt nicht irgendwo hinzukommen, etwas zu erreichen, ohne, dass wir meist wissen, was dieses Etwas sein könnte. Es gilt zu SEIN und in jedem Moment das zu tun, was dran ist und wenn es noch so bedeutungslos erscheint. Das Leben feiert euch dafür. Und schon sind wir in jedem Moment richtig, mit jedem Gefühl, mit jeder Situation, mit allem, was wir tun oder eben gerade nicht tun.

JETZT ist genau alles gut. JETZT sind wir richtig. JETZT bin ich ein Geschenk für das Leben. Immer!

Die Welt ist bunt und jeder ist richtig.

Foto: pixabay

Dienstag, 31. Juli 2018

Ich bin bereit, dem Leben zu dienen

Es stürmt. Es fegt durch. Es brennt (die Sonne, die Felder, die Wälder). Es schüttelt und rührt innerlich. Etwas will integriert werden, will tiefer sacken, will sich verankern und verfestigen.

Noch kann ich es nicht greifen, nur erahnen, also schreibe ich mal wieder einfach drauf los, um mir selbst die Welt zu erklären.

Ich bin auf der einen Seite umtriebig und habe ständig das Gefühl, etwas unternehmen zu wollen, etwas tun zu wollen und gleichzeitig bin ich platt, sitze einfach da und bin.

Ah! Da merke ich, ich bin am Kern der Sache. Es geht um das SEIN, um das bloße SEIN. Die Dinge so sein lassen wie sie gerade sind. Nichts erzwingen, nichts verändern wollen. Wir werden in jedem einzelnen Jetzt wissen, was dran ist. Das Leben entfaltet sich in jedem Moment.

Wir müssen nicht wissen, was in einer halben Stunde passiert. Wir müssen nicht wissen, zu welchem Ziel das führt, was wir gerade tun oder eben nicht tun. Wir müssen das große Ganze nicht durchdringen. Wir müssen nicht verstehen.

Es reicht jedem noch so kleinen Impuls nachzugeben, nichts mehr zu zensieren, nichts mehr zu bewerten. Einfach total im Moment ankommen, uns treiben und führen lassen, das Leben durch uns wirken lassen, egal, was der Verstand sagt.

Diese kompromisslose, völlige Hingabe in das Jetzt ist das, was tiefer sinken will, was sich verankern will. Dieses sich komplett dem Leben schenken und völlig urteilsfrei das ausagieren, was das Leben genau jetzt von uns will. Mag es auch noch so "unlogisch" oder scheinbar unbedeutend sein.

Also gebe ich mich mal wieder noch mehr dem Leben hin, lass mich noch tiefer fallen, lasse noch mehr los, was ich ja doch nicht festhalten kann. Lass mich noch mehr führen. Gebe noch mehr auf und mich hin, stelle mich bedingungslos zur Verfügung.

Hier bin ich Leben. Nimm mich! Ich bin bereit, mit jeder Faser meines Herzens, dir zu dienen.

Gestaltung und Text: Anja Reiche
Foto: Canva

Montag, 30. Juli 2018

Jeder darf sich um seine eigenen Gefühle kümmern

Ich höre immer wieder, dass sich Menschen, die auf dem Weg zu sich selbst sind, Gedanken machen, bei wem sie was sagen können, bei wem sie wie viel von ihrem neuen Denken, von ihrem Anderssein preisgeben können. Sie machen sich Sorgen, ob ihr Gegenüber vielleicht überfordert sein könnte, dass es unangenehme Gefühle in ihm auslösen könnte und das wollen sie nicht.

Wir können und müssen den Mitmenschen nicht ihre Gefühle ersparen. Es ist nicht unsere Verantwortung die anderen zu schonen.

Fakt ist, dass wir uns so nur wieder selbst verbiegen und wie auf Eiern durch die Gegend tanzen, versuchen, jedem Fettnäpfchen auszuweichen. Wozu?

Auch wenn wir noch so vorsichtig sind, wissen wir nie wo genau der andere letztlich tatsächlich seine Schmerzpunkte hat. Wir können es nicht wissen.

Das Ganze ist nur furchtbar anstrengend und wir sind wieder nicht wir selbst, weil wir nur mit dem Radar im Außen unterwegs sind.

Wir dürfen bei uns bleiben. Wir dürfen unsere Wahrheit sprechen. Wir dürfen anecken. Wir dürfen andere triggern. Wir dürfen uns so zeigen wie wir sind. Und wir dürfen damit andere in ihre Prozesse stürzen.

Es ist nicht meine Aufgabe, andere vor ihren Gefühlen zu beschützen.


Sonntag, 29. Juli 2018

Erwachen in der Partnerschaft

Wow! Das Video ist jetzt viel länger geworden, als ich eigentlich wollte. So viel länger und trotzdem muss das jetzt in die Welt.

Seit vielen Tagen beschäftige ich mich mal wieder sehr intensiv mit einer heilen Beziehung zwischen Männern und Frauen, mit Paarbeziehungen, mit dem, wie es eigentlich gedacht ist, mit einer gesunden Beziehung, in der jeder wachsen und sein kann, mit erwachten Beziehungen.
Was ich dabei alles erkannt habe und was für uns Frauen dabei so wichtig ist, findet ihr in dem Video und in dem "Brief an die Frau" den ich aus dem Buch "Königin und Samurai" von Veit und Andrea Lindau vorlese. Die Worte haben mich total berührt und deswegen mussten sie ebenfalls in die Welt.

Was auch immer das mit euch machen möge.

Danke Veit und Andrea für euer großartiges Wirken!

Samstag, 28. Juli 2018

HerAusbildungstag in Goslar

An alle in Goslar und Umgebung (und an die, die da hinfahren würden, um dabei zu sein)!!!

Am 18.08.2018, an diesem magischen Datum, findet ein weiterer HerAusbildungstag statt. Eigentlich muss man ja schon alleine wegen dem Datum kommen.

Diesmal bin ich in Goslar bei der zauberhaften Nicole Gierke! Es hat mich so gedrängt, diesen Termin bei ihr zu machen, dass es einfach so schnell wie möglich dingfest gemacht werden musste. (Nur eine Woche nach dem ausverkauften Retreat "Herz trifft Mut" in der Lüneburger Heide, das ich zusammen mit dem Mutmacher vor dem Herrn, Mischa Miltenberger, gestalten darf.)

Diese HerAusbildungstage, die ich während meiner Tour gemacht habe, waren alle unterschiedlich und doch gleich. Gleich berührend, gleich tiefgehend, gleich erhellend, gleich kraftvoll und gleichzeitig total einzigartig. Es wurde so viel Potential auf die unterschiedlichste Weise freigesetzt und jeder ist irgendwie ein gutes Stück größer und reicher nach Hause gegangen.

Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, wie magisch sich Menschen zusammenfinden, die die gleichen Themen verbinden. Das Universum leistet einfach großartige Arbeit. Und deswegen bin ich jetzt schon gespannt, wer sich alles in Goslar einfinden wird.

Ich freu mich total auf diesen Tag und auf die Gastgeberin!

(Nähere Informationen und wie du dich anmelden kannst, findest du hier.)

Freitag, 20. Juli 2018

Andere "bescheißen" schadet nur mir selbst

Wenn du jemanden nicht oder sehr knausrig für seine Arbeit bezahlst, sein Tun und Wirken im Nachhinein vielleicht sogar noch schlecht redest, um dir selbst dein Handeln zu rechtfertigen, dann tust du das vor allem dir selbst an. Das sollte dir klar sein!

Mangelerzeugung garantiert! 


Foto: pixabay

Montag, 16. Juli 2018

Nach der Tour ist vor der Tour

Ich sitze im Garten in der Hollywoodschaukel, die im Schatten des Apfelbaumes steht. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, um mich ist es still, obwohl Ferien sind und all die Nachbarskinder eigentlich zu Hause.

Seit gestern bin auch ich wieder zu Hause. 4 Wochen Tour sind tatsächlich vorbei. Ich bin so vielen wunderschönen und wunderbaren Menschen begegnet, bin angefüllt mit Eindrücken, Impulsen, Erlebnissen. Ich war an so vielen verschiedenen Orten, hab in so vielen verschiedenen Betten geschlafen.

Ich sitze hier und atme, spüre nach, fühle mich herrlich satt vom Leben, gesättigt von Liebe und Nähe, genährt von all diesen Menschen.

Als ich gestern angefangen habe Teo auszuräumen, hab ich ständig gedacht: "Wie unsinnig, ich fahr ja doch bald wieder los!" Und tatsächlich fühlt es sich so an. Es fühlt sich so an, wie wenn es ganz bald wieder losgehen würde, obwohl ich keine Ahnung habe, wohin und weshalb. Die Welt ist mein neues Zuhause. Das ist etwas, was ich weiß.

Und während ich das tippe, kommt ein ganz klares Gefühl in mir hoch. Diese Tour ist nicht vorbei. Die "Sei, wer du bist - Tour" hat gerade mal angefangen.

Ich glaube, es dürfen sich neue Gastgeber finden, es dürfen weitere Ausbildungstage stattfinden und gerne auch Lesungen auf Spendenbasis. Meldet euch also gerne bei mir, wenn ihr Gastgeber sein wollt, wenn ihr für eine kleine Gruppe von Menschen euer Zuhause öffnen wollt, oder wenn ihr teilnehmen möchtet, wo auch immer. Genaueres findest du hier.

Die Wanderschamanin in mir jubiliert. Die Nomadin ist erwacht. Die "Sei, wer du bist - Tour" lebt weiter. Wie auch immer sich das gestalten wird. Wo auch immer sie mich hinführt. Immer wieder auf ins Unbekannte! Ich liebe es! 😍

Teo im Einsatz bei Koblenz
Foto: Anja Reiche

Donnerstag, 12. Juli 2018

Es ist vorbei!

Mir ist, als ob eine zentnerschwere Last von mir fällt. Mich überwältigt diese Erleichterung geradezu. Es ist ein inneres Bild, wie wenn ich die letzten Jahrhunderte nur geschuftet hätte, gemacht, getan, geleistet, Verantwortung getragen, mich angestrengt, mich abgerackert. Und jetzt ist es vorbei. Einfach vorbei.

Die letzten Tage bin ich total erschöpft. Mein Körper ist zu nichts so richtig in der Lage. Ich schlafe unglaublich viel, die Beine sind schwer, jegliche Anstrengung ist zuviel. Dass ich mir eine Ferienwohnung für diese Woche gegönnt habe, war das Beste, was ich tun konnte. Ich BIN einfach. Sitze und existiere, atme und BIN.

Heute habe ich dann gemerkt, dass da was hochkommt, dass ich gleich weinen muss, etwas Altes, Überholtes. Und vorhin als ich beim Abendessen saß, kamen dann wirklich die Tränen und damit setzte auch das Gähnen ein, das ich immer habe, wenn ich weine, weil was transformiert. Erkenntnisse fluteten mich. Und da war dieser Satz, dieses Wissen: Es ist vorbei!

In diesen Tagen habe ich auch immer wieder meine Zähne gemerkt. Mal ziepte es hier, mal da. Mit jedem Zahn ist irgendwie ein anderes Thema verbunden, jeder Zahn will auch immer ein extra Mittel (homöopathisch). Vorhin hat der Zahn geziept, in dem ich immer ganz viel Wut spüre, in dem all das blinde tun müssen, machen müssen, leisten müssen gespeichert ist und das von Generationen. In dem Zahn hatte sich alles angesammelt, was den Stress eines ordentlichen Workoholic ausmacht, all die Anspannung, all der Druck und all die Unzufriedenheit, weil im tiefsten Inneren natürlich klar ist, dass das alles nichts bringt, dass man sich für nichts und wieder nichts den Arsch aufreißt. Ein Familienthema seit Generationen, sichtbar gemacht durch meinen Zahn.

Die Transformation von diesem Thema in diesem Zahn dauert nun schon Monate. Immer wieder geht eine Schicht mehr, immer wieder lasse ich mehr los und erleichtere mich und mein System, den Zahn.

Als ich vorhin da saß und weinte und gähnte - es war nur ganz kurz - kam diese unfassbare Erleichterung und alles in mir wurde weich und entspannt wie schon lange nicht mehr. Durch diese Tour ist etwas Entscheidendes passiert. Ich hab mich noch mehr dem Leben hingegeben, habe noch mehr die Kontrolle abgegeben, lasse noch mehr einfach geschehen, plane noch weniger, bin noch mehr im Moment, lebe nur noch im Augenblick, ich lasse sich die Dinge entfalten, handle absolut intuitiv. Da ist nichts mehr mit leisten müssen, da ist nichts mehr mit anstrengen müssen. Da ist nur noch Leichtigkeit, nur noch das machen, was wirklich gerade dran ist, ohne etwas zu müssen, ja sogar ohne zu glauben, etwas zu müssen.

Seit Wochen werde ich getragen. Seit Wochen erlebe ich ein Wunder nach dem anderen. Seit Wochen ist da diese unfassbare Fülle, diese Leichtigkeit, dieses Getragenwerden. Ich kann es endlich komplett zulassen. Und siehe da, die Dinge fügen sich auf wundersame Weise ganz leicht und einfach. Alles ist im Fluss.

Meine Zähne heilen mehr und mehr. Das wurde mir vorhin bewusst. Manchmal habe ich ja doch noch gezweifelt. Ich werde so lange hinspüren und Gefühle fühlen wie es eben nötig ist, werde so lange immer wieder ganz unterschiedliche Mittel intuitiv nehmen, wie es eben dran ist. In mein Gebiss, in meine Zähne, in meinen Kiefer kommt immer mehr Entspannung, immer mehr Ruhe, immer mehr Raum, immer mehr Kraft und Vitalität. Es wird Platz für Heilung. Die Anspannung und Verkrampfung fällt weg. Sie ist nicht mehr nötig. Alles in mir ist still. Es gibt nichts zu tun, nichts zu müssen. Die jahrhundertealte Anstrengung ist weg. Das Familienthema erledigt. Es ist vorbei! Die Zeit der Anstrengung ist vorbei! Das Abrackern - vorbei! Das sich beweisen müssen - vorbei! Das Bedingungen erfüllen - vorbei! Das Erwartungen erfüllen müssen - vorbei! Das Genügenmüssen - vorbei!

Ich BIN und das reicht! Mehr will das Leben nicht von uns. Alles andere ist eine Illusion, eine Lüge.

Ich BIN genug!

Foto: Anja Reiche