Donnerstag, 17. Oktober 2019

Probleme löst man nicht da, wo sie sich zeigen

Was hab ich früher gerudert und gehadert, gemacht und getan, wenn da ein vermeintliches Problem war. Ich habe versucht, es im Außen zu lösen.

Auf die Idee komme ich heute gar nicht mehr. Gott sei Dank! Heute gehe ich direkt dahin, wo diese Kreation entstanden ist - in mein Bewusstsein. Wo sonst sollte ich eine Lösung finden und den richtigen Ansatz?!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 16. Oktober 2019

TiefenTalk - was ist das eigentlich?

Ihr wunderbaren Wesen! Ich bin immer noch mega berührt und beseelt von dem TiefenTalk heute morgen. Was für eine kraftvolle Zusammenkunft. Einige können sich vielleicht darunter nichts vorstellen. Deswegen habe ich diese magische Energie genutzt und ein kleines Video gemacht, in dem ich erzähle, was da so passiert und was diesen TiefenTalk so besonders macht. Im Prinzip ist jeder Talk ein kleines Retreat.

Grandios wäre natürlich, wenn diejenigen, die schon mal an einem TiefenTalk teilgenommen haben, hier ihre Erfahrungen drunter kommentieren könnten. Das wär der Hammer.

Und der nächste Termin steht auch schon wieder fest. Es scheint wohl dran zu sein.

Mittwoch, 23.10.2019
18 - 21 Uhr
via Zoom
Anmeldung per Mail an: mail@anja-reiche.de
100 EUR pro Person
Zahlung vorab per PayPal oder ggf. per Banküberweisung

Ich danke euch so sehr für jedes einzelne dieser wundervollen Zusammentreffen. Danke, dass ich mit euch so wirken darf. ♥



Dienstag, 15. Oktober 2019

Wir tragen das ganze Universum in uns

Es gibt nichts Getrenntes von mir. Die Weisheit des gesamten Universums befindet sich in mir, in jeder Zelle, in meinem Bewusstseinsfeld, in meiner Seele.

Alles in mir strebt danach, genau das zur Entfaltung zu bringen, das auf der Erde, in einem Körper zu leben, zum Leben zu erwecken.

Niemand kann etwas haben, das ich nicht habe. Kein Gramm mehr Weisheit. Kein Tool. Keine Wahrheit, die nicht schon in mir wäre. Selbst Fülle ist immer da, in mir.

Wenn ich etwas im Außen erfahre, was ich noch nicht "wusste", wenn ich etwas bekomme, was ich augenscheinlich noch nicht hatte, ist das lediglich ein Erinnern daran, was in Wirklichkeit schon immer in mir war. Mehr nicht.

Ich kann mich nicht verfehlen. Ich hab doch schon alles. Meine Natur drängt dahin, dieses ALLES zu erfahren, sich in Freude und Liebe zum Ausdruck zu bringen, vollständig frei zu sein, sich vollständig zu erinnern, sich vollständig zu leben.

Gebe ich diesem Drängen Raum und schenke ihm Beachtung, komme ich gar nicht daran vorbei, komplett bei mir selbst anzukommen und diese Vollständigkeit zu erleben. Meine volle Größe, meine ganze Macht und Schönheit, meine Göttlichkeit und Freiheit.

Kein Mangel ist wirklich wahr. Mir KANN gar nichts fehlen, weil ich immer GANZ bin. Es war nie anders. Vielleicht habe ich es über kurze Strecken vergessen und dann Mangel erlebt. Als Illusion.

Spür mal in dich rein. Kann dir wirklich was fehlen? Ist da wirklich ein Mangel in dir? Kann es außerhalb von dir etwas geben, was du tatsächlich nicht hast oder bist? Frag dein Herz nach der tiefsten Wahrheit. Was sagt es?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Danke an mich selbst

Heute nehme ich die junge Frau in den Arm, die sich damals mit Ende zwanzig auf den Weg gemacht hat. Die gekündigt hat, ohne zu wissen, wie es weitergehen soll. Die damals keine Ahnung hatte, was es bedeutet diesen Weg zu gehen.

Die sich nicht mit Standard und 08/15 zufrieden gegeben hat. Die jede Konvention hinterfragt hat, angezweifelt hat. Die ihrer inneren Stimme, die damals nur ein Flüstern war, gefolgt ist. Die sich durchgewurschtelt hat, durch die vielen Herausforderungen, körperlich wie seelisch. Die nie Ruhe gegeben hat, bis etwas in ihr gesagt hat: "Ja, DAS ist zu diesem Thema meine Wahrheit!".

Die sich auf eigene Faust aus dem Krankenhaus entlassen hat, keine Ahnung davon, wie Selbstheilung geht. Keine Ahnung, ob sie sich umbringt oder wirklich heilt.

Die junge Frau, die diesen Weg bis vor zwei Jahren weitestgehend alleine gegangen ist, die so oft verzweifelt war, so oft geweint hat, so oft nicht mehr weiterwusste und dennoch nicht umkehren wollte und konnte.

Die junge Frau, die damals nicht wusste, wo dieser Weg hinführt und ihn trotzdem gehen wollte, um jeden Preis. Die nie aufgegeben hat, immer wieder aufgestanden ist, ohne all das Wissen und das Vertrauen, das ich jetzt habe.

Diese junge Frau hat meinen höchsten Respekt. Diese junge Frau will ich heute in den Arm nehmen und sie halten. Sie soll sich ausruhen. Sie hat ihren Job großartig gemacht. Sie hat mich nach Hause gebracht, zurück zu mir. Sie hat mich mir selbst zurückgeschenkt und ist mehr als einmal dafür durch die Hölle und wieder zurück gegangen.

Dieser jungen Frau, die einst aufgebrochen ist, will ich heute danken, aus tiefstem Herzen. Ich will ihr jetzt zuflüstern, was sie damals noch nicht wusste. Nämlich dass sie alles ganz hervorragend machen wird, dass jeder Zweifel an ihr selbst völlig unbegründet war und ist, dass es dieses schöne, freie Leben, von dem sie geträumt hat, tatsächlich gibt und dass sie sich und damit mich genau dahin führen wird, auch wenn es manchmal so gar nicht danach aussah.

Diese junge Frau hätte mein heutiges ICH so oft so gut brauchen können, als Anker, als Halt, als fernen Punkt am Horizont, an dem man sich orientieren kann. Und wahrscheinlich war ich das auch irgendwie. Mein Zukunfts-Ich war wohl diese innere Stimme, die sie nie hat aufgeben lassen.

Meine junge Frau von damals hat großartige Arbeit geleistet. Sie darf sich jetzt erholen, sich bei mir anlehnen, sie darf heilen. Ich halte sie, ganz lange. Ich nehme sie in mein Herz, voller Liebe und Mitgefühl für jede ihrer Sorgen, für jede Träne der Verzweiflung, für jede Minute der gefühlten Einsamkeit. Sie hat so wenig gewusst, musste ihr Weltbild erst noch finden und hat doch zu jedem Zeitpunkt genau das Richtige getan, den einen nächsten Hinweis gefunden in diesem Labyrinth der Selbstfindung.

Ich bin mir unendlich dankbar! So, so dankbar, dass ich losgelaufen bin und mich durch nichts habe abbringen lassen von meiner Wahrheit, von meinen Visionen, von meinen Sehnsüchten. ♥ DANKE Anja! ♥

PS: Wir haben nicht nur innere Kinder, die unseren Halt brauchen. Wir haben auch die Jugendlichen in uns, die Erwachsenen, die wir mal waren. Auch sie brauchen manchmal einfach unsere Liebe und dass wir ihnen sagen, dass alles gut ist.

Wir haben übrigens auch immer unser Zukunfts-Ich, dass wir um Rat fragen können, das uns unterstützt und schon mehr weiß, als wir jetzt wissen. ;) Meins ist mittlerweile weit über 90 und ziemlich geil drauf.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 14. Oktober 2019

Frei bist du, wenn du nichts mehr vermeiden willst


Freiheit, richtig tiefe, absolute Freiheit, das ist es, was ich spüre. Alles ist richtig. Alles darf sein. Keine Urteile mehr. Nur noch Annahme und sein lassen. Das macht so extrem friedlich und gelassen. Weit, warm, öffnet das Herz für jeden Zustand, für jeden Umstand, für jedes Gefühl, für jede Erfahrung.

Alles ist möglich. Auch das scheinbar Unmögliche. Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben in der Lage, so groß zu denken, wie ich es jetzt kann. Weil ich mit dem Herzen "denke" und nicht mehr mit dem Verstand. Ich schließe nichts aus, limitiere mich nicht und falls doch, merke ich es sofort und denke neu.

Ich bin ein Visionär vor dem Herren, entlarve jegliche Begrenzung in Sekunden, hinterfrage jedes "das ist halt so", jede Schlussfolgerung, die einschränkt.

Schicht um Schicht habe ich entblättert, was ich wirklich bin, habe abgelegt, was ich eben nicht bin, nicht mehr bin, nie war. Dieses nackt sein, ohne Schutzmauern, ohne Masken, ohne Rollen, ohne Sicherheiten macht diese Freiheit aus. Ich liebe es.

Ich muss keinem etwas vormachen. Ich muss nichts beweisen. Ich brauche nichts vermeiden. Es gibt nichts zu verheimlichen oder auszuklammern. Nichts zu optimieren oder auszumerzen. Ich habe mir ALLES erlaubt. Ich darf alles sein. Ich darf alles fühlen. Es darf alles passieren. Tod, Krankheit, Krieg, Pleite, Ohnmacht, Angst, ganz egal. Die einst größten "Feinde" hab ich ins Herz geschlossen und lieben gelernt.

In dieser Weite kann sich das entfalten, was sich jetzt entfalten will. Das ist der offene Raum, den das Leben braucht, um lebendig sein zu können. Diese Neutralität ist der Boden, auf dem das gedeihen kann, was wirklich zu mir gehört. Absichtslos, frei von Erwartungen und Wertungen, das Leben beobachtend geschehen lassen, mich geschehen lassen, mitfließen, eintauchen mit Haut und Haaren.

Ich habe mich eingelassen auf dieses Leben, 100 Prozent. Keine angezogene Handbremse mehr. Keine Kontrolle. Freie Fahrt. Freier Fall. Geilstes Lebensgefühl ever.

Diese Art von Freiheit ist absolut empfehlenswert. Pur, echt, roh, ursprünglich, vollwertig, alles einschließend, alles liebend.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche



Samstag, 12. Oktober 2019

Wo will mich das Leben jetzt haben?


Eine Frage, die mir so sehr hilft, wenn es darum geht, was jetzt gerade dran ist. Wo will mich das Leben jetzt haben? Wo bin ich genau jetzt richtig?

Für mich zählt nichts anderes mehr. Einzig und allein da zu sein, wo das Leben mich will. Das in die Welt bringen, was durch mich in die Welt möchte. Das ausagieren, was durch mich getan werden will. Ich stelle mich der Schöpfung selbst komplett zur Verfügung.

Mit dieser Ausrichtung werden Entscheidung total einfach. Es ist sofort spürbar, wo es hingeht, was richtig ist, was jetzt wirklich zählt.

PS: Das Grundgefühl von diesem richtigen "Ort" ist immer hell, leicht, weit, frei. Zumindest bevor dann vielleicht der Verstand daher kommt und mich fragt, ob ich noch alle Latten am Zaun habe. ;) 

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 11. Oktober 2019

Geld und wie es uns zur Verfügung steht

Aaaahhhwww!!!! Da wollte mal wieder das Thema Geld beleuchtet und befühlt werden. Was für eine wunderbare Spielwiese ist dieses Feld für mich. Ich lade euch ein meinen Gedanken und Erkenntnissen zu lauschen, die mir gerade bei einem vermeintlichen Nickerchen präsentiert wurden.

Ich liebe dieses Leben und diese "Schulungen" im Dämmerzustand.

TiefenTalk, 16.10.2019

So viel ist passiert in den letzten Tagen und Wochen. So viel wurde plötzlich noch klarer. So viel wurde innerlich und äußerlich entrümpelt. So viel hat sich neu sortiert. So viel wurde nochmal abgelöst. Erkenntnisse sind tiefer gerutscht. Wir haben uns noch mehr erkannt. Wissen noch mehr um unser wahres Sein. Wissen noch mehr, um was es hier eigentlich wirklich geht. Unser Blick wird immer allumfassender. Das Verständnis für die großen Zusammenhänge immer weiter.

Dieses Wissen hier auf die Erde zu bringen und auch danach zu handeln, ist herausfordernd. Wir leben immer noch in den gleichen Familien, haben Verpflichtungen, haben einen Job, sind in einem System.

Wie soll all dieses universelle Wissen, all diese Weisheit, all das Fühlen unserer Wahrheit damit zusammenpassen? Wie soll das kompatibel sein? Wie sollen wir hier in der materiellen Welt unserer Seele Ausdruck geben? Wie bekommen wir unsere Göttlichkeit wirklich auf die Straße?

Es geht um universelle Weisheit. Es geht um kosmische Wahrheiten. Es geht darum unsere Göttlichkeit zu leben. Es geht darum, unsere Seele mit unserem menschlichen Körper komplett zu entfalten.

Gestern Nacht kam der Call "von oben". Offensichtlich ist es mal wieder Zeit für einen TiefenTalk der extra Güte, da musste sogar ein neues Foto her.

Lasst uns über all das sprechen. Lasst uns eintauchen. Lasst uns hinspüren.

Mittwoch, 16.10.2019
10 - 13 Uhr
via Zoom Videokonferenz
100 EUR pro Person
Zahlung vorab per PayPal
Anmeldung per Mail an mail@anja-reiche.de

Foto: Canva
Text und Gestaltung

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Ehre den Zweifel

Wow!!!! Da hat meine Herzensschwester Maja Siebel eben wieder einen rausgehauen.

"Ehre den Zweifel! Er hat uns dahin gebracht, wo wir heute sind."

Bähm!!!! Es gibt nicht nur diesen Aspekt des Zweifels von dem ich gestern geschrieben habe, nämlich dass er uns stärker macht, wind- und wasserfest, standfest. Dann, wenn wir uns selbst anzweifeln, unsere Fähigkeiten, unsere Entwicklung, unsere Wahrheit.

Der Zweifel hat es uns tatsächlich überhaupt erst möglich gemacht in unsere Größe zu kommen, weil er unser altes Weltbild in Frage gestellt hat. Hätten wir nie angezweifelt, was wir gelernt haben über das Leben, was uns die Gesellschaft gemeinhin vermittelt, wir hätten uns nie auf die Suche gemacht. Wir wären nicht wach geworden.

Wo wären wir ohne den Zweifel heute? Wir würden weiter brav der Masse hinterherlaufen und unser Dasein fristen.

Gott sei Dank, gibt es den Zweifel. Gott sei Dank, gibt es diesen Anteil in uns, der so gerne Fragezeichen hinter Dinge setzt, hinter Meinungen, hinter Wahrheiten.

Und es ist auch großartig sich selbst immer wieder in Frage zu stellen, immer wieder hinzugehen und alles zu prüfen. Immer wieder sich treffen lassen und jeden Treffer anzuschauen, hinzuspüren und dann zu entscheiden, was man damit macht.

War das Fragezeichen zurecht da, können wir einen anderen Kurs einschlagen. War das Fragezeichen unbegründet, hat es uns geholfen wieder noch sicherer zu werden. Ein Fragezeichen ist nie verkehrt. Zweifel sind nie verkehrt. Es ist nur die Frage, wie wir damit umgehen. Lassen wir uns vom Zweifler aufhalten oder sehen wir ihn als Wachstumshilfe?

Ich persönlich werde nie aufhören, mich in Frage zu stellen. Ich lasse mich auch von anderen immer wieder gerne in Frage stellen. Unbedingt. Nichts trägt zu mehr Wachstum bei, als die richtigen Fragen zu stellen.

Entwicklung hört dann auf, wenn wir glauben, alles zu wissen, wenn wir keine andere Meinung mehr gelten lassen können, wenn wir anfangen, anderen von unserer Wahrheit überzeugen zu wollen, statt zu helfen, dass sie ihre eigene finden.

Ich glaube, die Fähigkeit sich selbst in Frage stellen zu können, ist die Grundvoraussetzung dafür, anderen auf Augenhöhe begegnen zu können, nicht überheblich zu werden und vor allem, immer weiter zu wachsen und sich immer weiter in sich selbst zu festigen.

Ehre den Zweifel! ♥ Wie wahr! ♥ Danke Maja, für diesen grandiosen Blickwinkel! Danke, für unseren absolut kostbaren Austausch, für unser Forschen, Hinspüren, Ergründen, Durchdringen, für unser gemeinsames Gehen und Wirken. Du bist so großartig und wertvoll, so weise und wunderbar. Ich liebe dich! ♥

Foto: Canva
Text: Maja Siebel
Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Ist das noch dienlich oder kann das weg?

Ach, watt schön! Ich liebe diese Essenzen. Ich liebe die Klarheit nach solchen Prozessen.

Heute morgen habe ich euch von meinen Gefühlen der Kleinheit, der Verunsicherung, des Zweifelns erzählt. Und natürlich kam die Frage auf: Ja, ist das denn alles noch nötig? Ist das nicht überflüssig? Kann das nicht einfach weg, weil überholt?

Die Frage kann ich sehr schnell beantworten. Das war komplett richtig und da ist auch nichts überholt. Es war sogar ein mega heiliger Prozess. Da war Wachstum drin. Er war mir dienlich. Er hat mich größer und stärker gemacht. Und das ist das Einzige, was hier zählt.

Ja, manchmal drehen wir sinnlose und unnütze Schleifen in alten Gefühlen, die uns nichts mehr bringen. Sie bringen uns wirklich nichts mehr. Sie lassen uns nicht wachsen. Sie halten uns im alten Schlamassel fest, in alten Mustern. Sowas ist tatsächlich überflüssig und wir können uns sofort dafür entscheiden, dass das aufhört. Wir können sofort wählen, wie wir es stattdessen haben wollen und es wird funktionieren.

Wenn wir mit einem Thema wirklich durch sind, wenn da so gar nichts mehr für uns drin ist, dann dürfen wir die Szenerie verlassen und können es auch. Wir mögen 10 Jahre in einer seltsamen Beziehung gewesen sein und konnten uns nicht lösen. Aber eines Tages geht es plötzlich. Eines Tages wissen wir, dass da nichts mehr für uns drin ist, dass jeder weitere Tag vertane Zeit ist. Bis dahin war jeder Tag absolut Gold wert, auch wenn er noch so skurril war und deswegen konnten wir uns auch nicht lösen. Wir waren noch nicht fertig. Aber wenn fertig, dann wirklich fertig. Und dann klappt auch der Absprung.

Deswegen brauchen wir uns gar nicht verrückt machen, irgendeinen Zustand oder Umstand unbedingt loswerden zu wollen. Wenn da noch Wachstum für unsere Seele drin ist, Reifemöglichkeit, dann dürfen wir da gerne bleiben.

Ich war in manch absurder Situation und habe mich gefragt, was das alles soll, was ich da soll. Gehen konnte ich aber auch nicht. Es war einfach klar, dass da noch was für mich drin ist. Also bleibe ich immer, bis ich das Geschenk entdeckt habe.

Das, was da gestern bei mir los war, war Wachstum pur. Keine Sekunde dieser Kleinheit, dieser Verunsicherung war umsonst, war überflüssig. Weit gefehlt. Es war großartig, wichtig, wertvoll.

Es hat mich wieder noch mehr ins Urvertrauen rutschen lassen. Ich bin wieder noch mehr in diesem ICH-BIN angekommen, noch mehr reingerutscht in diesen Frieden, der da sowieso schon drunter lag.

Ja, es reicht völlig, einfach ich zu sein. Ja, ich darf in jedem Moment das machen, was sich stimmig anfühlt. Ja, ich darf mich einmummeln und mich erholen. Ja, ich darf schlafen. Ja, ich weiß, wo ich stehe. Ja, ich weiß, dass alles richtig ist. Ja, dieses Ich-Sein ist alles, was das Leben von uns will. Es will einfach nur, dass wir radikal wir selbst sind. RADIKAL!!!

Und dazu gehört, dass ich mich radikal reinfallen lasse. Dass ich mich radikal hingebe. Dass ich radikal die Führung abgebe, jegliche Kontrolle aufgebe. Dass ich alles radikal fließen lasse. Radikal in jeder Sekunde meinen Impulsen folge. Und dazu hat gehört, dass ich das nochmal in Frage stelle, um anschließend wieder mit einem noch tieferen und klareren JA zu antworten. Einem riesigen JA zum Leben, zu meiner Natur, zu mir.

Also egal, was bei dir gerade los ist: Ist es noch dienlich oder kann es weg? Und diese Frage können wir in Millisekunden beantworten.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche