Freitag, 12. April 2024

Das Dilemma der Kindheit - Beziehung als unlösbare Aufgabe

Ein Versuch, zu verdeutlichen, wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst und einfärbt. Auf wie vielen Ebenen das stattfindet und wie ich mich da durch begleite.

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Situation aus dem Jetzt – Ich als Erwachsene im Kontakt mit meinem Vater:

Ein verpasster Anruf auf meinem Handy. Eine Textnachricht von ihm hinterher: „Hallo, mein Liebling, warum gehst du nicht ans Telefon?“

Ein kurzer Satz. Scheinbar eine einfache Frage. Unterschiedlichste Botschaften in einer Aussage. Unterschiedlichste Gefühle werden in Millisekunden in mir ausgelöst. Es fühlt sich an, als würde es nicht um das gehen, nach dem gefragt wird. Auf welcher Ebene antworte ich?

Eine unfassbare Wut kommt hoch. Ich hab die Schnauze voll von dieser verdrehten, verkorksten, unklaren und für meine Begriffe unterschwelligen Kommunikation. Was soll ich verdammt nochmal mit dieser Frage anfangen? Es fühlt sich an als müsste ich mich erklären. Es fühlt sich an, als müsste ich zur Verfügung stehen. Alles scheinbar enthalten in dieser kurzen Frage. Echt, geht es jetzt wirklich darum, weshalb ich nicht ans Telefon gehe? Ich hab das Handy lautlos. Seit Jahren. Hab ich hundert Mal gesagt. Bist du jetzt zufrieden? Ist es wirklich das, was du wissen wolltest?

Ich könnte kotzen. Tippe wütende Worte und dann kommt die Ernüchterung.

Meine Wut und Verzweiflung würden nicht verstanden werden. Wurden sie nie. Ohnmacht.

Soll ich mich dennoch in Kontakt bringen, auch wenn es der andere nicht versteht? Mir doch egal, wenn er damit nichts anfangen kann.

Ich lese die Frage nochmal. Lese sie neutral, wie wenn ich sie irgendwo in einem Buch lesen würde. Lese sie, als würde der andere sich wirklich dafür interessieren, wieso ich nicht ans Telefon gehe. Was faktisch stimmt. Ich lösche meine Worte. Ich tippe neu.

„Ich geh äußerst selten ans Telefon. Es ist seit Jahren lautlos gestellt. Wenn ich also nicht zufällig das Handy in der Hand habe und sehe, dass jemand anruft, krieg ich es Gott sei Dank nicht mit. Zurückrufen tu ich auch fast nie. Ich mag das sehr. Meistens passt nämlich der Anruf nicht zu dem, mit was ich mich gerade befasse und was in mir lebendig ist und würde daher stören. Ich mach nur das machen, was wirklich stimmig ist. Danke für die Frage.“

Ich spüre Erleichterung, es genau so zu sagen, wie ich es eben empfinde. Wie es für mich stimmt. Sollen die anderen doch mal damit klarkommen, wie ich bin und nicht umgekehrt, ich immer mit dem klarkommen, wie die anderen eben sind und was sie brauchen. Die Erleichterung ist nicht lange da.

Da ist die Stimme, die mir sagt. „Schau mal, er interessiert sich doch für dich. Will Kontakt mit dir. Das wolltest du doch immer. Und jetzt gibst du ihm keine Möglichkeit mit dir zu sprechen. Er meint es doch nur gut.“ Schuldgefühle kommen hoch. Gewissensbisse. Ist das ungerecht? Ich stelle mir vor, wie das Gespräch laufen würde. Interesse ist vielleicht da, aber an Dingen, auf die es mir nicht ankommt. Materiell, oberflächlich und nicht zwischenmenschlich. Die Dinge, die mich interessieren haben darin keinen Platz. Und das, was ihn beschäftigt, will ich nicht hören. Es langweilt mich zu Tode. Alte Suppe. Schimpfen. Nichts daran ändern. Immer wieder das Gleiche. Wieso sollte ich mich dazu zur Verfügung stellen? Trotz kommt hoch. Wenn er sich wirklich für mich interessieren würde und das, was mich bewegt, kann er alles auf meinem Blog lesen. Mehr oder was anderes könnte ich ihm auch nicht erzählen. Ich bin doch schon mit allem sichtbar.

Auf der oberflächlichen Ebene, auf der wir uns gewöhnlich bewegen, will ich keine Begegnung. Ich spüre einen Anteil, der sich nicht entziehen darf. Der nicht enttäuschen darf. Der bleiben muss, damit es dem anderen gut geht. Ich habe Kontakt haben zu wollen, aber nach seinen Bedingungen. Da ist eine Erwartungshaltung. Ich darf keine unangenehmen Gefühle im anderen auslösen. Nur schöne. Und die werden eingefordert.

Ich richte mich viel zu sehr nach ihm, nach anderen. Ich verlasse mich. Passe mich der Welt des anderen an.

„Aber er vermisst dich doch!“ Er vermisst mich. Er vermisst MICH? Er vermisst SICH und ich soll den Schmerz lindern. Es geht nicht um mich, sondern darum wie er sich fühlt, wenn ich da bin. Ich werde missbraucht. Ich soll ein Loch füllen.

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Was sich hier zuträgt, ist eine Reinszenierung aus der Kindheit.

Das Dilemma der Kindheit - Beziehung als unlösbare Aufgabe -
wenn der Erwachsene keine Verantwortung für seine Gefühle übernimmt.

Entweder bleibe ich als Kind im Kontakt, beliefere und verlasse mich dafür - Schmerz!!! - oder ich wehre mich, verlasse mich nicht, liefere nicht, enttäusche den anderen und werde dann bestraft, Schuldzuweisung, Vorwürfe - Schmerz!!!

Als Kind unlösbar. Der Brocken, die Aufgabe ist zu groß und vor allem nicht zu bewältigen.
Überforderung
Not
Verzweiflung
Wut

Was wieder nicht sein darf, weil der Erwachsene damit nicht umgehen kann. Strafe. Zurechtweisung. Regularien.

Mit all dem alleine sein. Nicht begleitet werden. Niemandem davon erzählen können. Wieder Überforderung.

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Körperlicher Aspekt aktuell:
Brockenkonflikt (nach der germanischen Heilkunde) ist jetzt als Erwachsene aktiv – Der Darm will helfen, versucht beim Verdauen dieses Brockens zu unterstützen. Bei mir Krämpfe, Blähungen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Übelkeit, sattes Gefühl. Da gibt es erstmal genug zu verdauen.

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Dieses Dilemma des Kindes von damals ist in der Gegenwart in mir aktiv. Ich als Erwachsene spüre die Verzweiflung des Kindes. Ich sehe das Kind. Verstehe es. Bin da mit ihm und mir gleichermaßen. Hör ihm zu. Endlich hört diesem Kind jemand zu und endlich versteht jemand, was es sagt, empfindet, sieht das unlösbare Problem.

Gehen, die Situation verlassen, war damals keine Option. Das kam schlicht nicht vor im Repertoire des Kindes. Wie auch? Und so fühlt es sich auch heute an. Etwas in mir denkt immer noch, dass ich in Kontakt bleiben muss und es nur darum geht, darin möglichst unbeschadet zu bleiben.

Ich bin noch mittendrin in dieser Selbstbegleitung. Es wirkt und wogt in mir. Ich beobachte. Forsche. Lass es geschehen. Schaue hin. Schaue zu. Erkenne. Fühle.

Ich mag innerlich an den Punkt zurückgehen, an dem ich diese Verantwortung für die Gefühle von meinem Vater übernommen habe. Dort mag ich hinschauen und dann die göttliche Ordnung geschehen lassen. Da darf Gott passieren und „korrigieren“.



Mittwoch, 10. April 2024

Kongress-Abschluss und Zugang zu allen Interviews

Oh, ich freu mich grad voll. 😍😍😍 Am 13. und 14. April sind nochmal durchgehend alle Interviews freigeschaltet. Aurelia hat heute die gute Nachricht übermittelt. Jetzt kann alles nachgeholt werden, was wegen technischer Ruckler oder Zeitlinienüberschneidungen nicht möglich war. Juhuuuuu!!! 😊🎉🎉🎉

Und dann gibt es noch etwas, was ich euch noch gar nicht erzählt habe. Am 12. April findet um 19 Uhr der Kongressabschluss live statt, bei dem ich dabei sein werde. Aurelia, die Kongressveranstalterin, Luisa, die aus meinem Text das wunderbare Video gezaubert hat, Mona, deren Lied den gesamten Kongress begleitet hat und ich werden da sein. Ihr könnt berichten, was ihr mitgenommen habt und gleichzeitig stehen wir für eure Fragen zur Verfügung. Ich bin sehr gespannt, was da so passieren mag.

Wer schon beim Kongress angemeldet ist, hat den Link für den Zoom-Raum heute per Mail bekommen. Wer sich jetzt noch anmeldet, bekommt ihn in einer der nächsten Mails.

Hier nochmal der Link für die Kongress-Anmeldung: https://bit.ly/3PE67cO
 

 

Verantwortung ist eine Frage des Bewusstseins

Gestern habe ich über "gute" Beziehungen geschrieben, darüber, dass in einer wahrhaften Beziehung jeder das Seine nehmen darf.

Heute kam die Frage: Dabei geht es um Verantwortung, oder?

Meine erste Reaktion war: Ja, voll!

Und dann hat mich eine Erkenntnis getroffen, die gerade ordentlich in mir rüttelt.

Tatsächlich geht es um den Schritt davor: Um die Bewusstheit, dass es diese Verantwortung überhaupt gibt. Ohne diese Bewusstheit brauche ich über die Verantwortung für die eigenen Gefühle nicht sprechen. Mir fiel direkt mein Podcast ein, den ich mal zu Bewusstseinsentwicklungsstufen gemacht habe. (Zur Folge geht es hier!)

Das war wieder so ein Moment, in dem ich mir innerlich mit der Hand auf die Stirn klatsche. Eigentlich ist diese Erkenntnis banal. Es geht immer um das Bewusstsein für etwas. Bewusstsein kann nicht erzeugt, erzwungen oder herbeierklärt werden. Entweder ist das Bewusstsein bei mir, beim Gegenüber für etwas da, oder eben nicht.

Wenn ich etwas lang und breit erklären muss, ist das Bewusstsein, das Verständnis, das (Er)fassungsvermögen nicht da. Und wer das Bewusstsein für etwas hat, dem muss ich nichts erklären.

Und dann ist es wieder ganz einfach dieses Leben. Ich wende mich denen zu, die in einem ähnlichen Bewusstsein da sind. Jetzt kann ich das. Als Kind ging das nicht. Mein Umfeld konnte ich nicht wählen.

Ich stelle immer wieder fest, dass ich mich schnell bedroht fühle, wenn ich merke, dass für das, was ich meine, kein Verständnis da ist. Die Bedrohung besteht darin, dass ein Teil in mir immer noch glaubt, darauf angewiesen zu sein, dass ich verstanden werde. Davon hing früher nun mal mein Leben ab. Es hatte ganz dumme Folgen, dass ich nicht verstanden wurde. Es hatte ganz dumme Folgen, dass mein Umfeld in einem anderen Bewusstsein da war als ich. Ich fühlte mich nicht erkannt, ausgebremst, behindert, eingeschränkt. Ich musste in diesem Umfeld bleiben, in dem mein wahres Wesen nicht erkannt und verstanden war. In dem das Grundverständnis von Beziehung und Miteinander ein ganz anderes war, als meins. Einem Umfeld, in dem es eben kein Bewusstsein dafür gab, dass es diese Verantwortung für die eigenen Gefühle überhaupt gibt. Zum Haareraufen diese Ohnmacht!!!!

Heute ist es grundsätzlich in Ordnung, wenn ich nicht verstanden werde. Die Bedrohung von damals gibt es faktisch nicht mehr. Und doch merke ich immer wieder diesen Anteil durchblitzen, der in Not kommt, wenn er sich an das Lebensgefühl früher erinnert fühlt. Den Anteil kann ich begleiten und vor allem mein allergrößtes Verständnis ausdrücken. So wohltuend. Wenn der Anteil gesehen bzw. versorgt ist, kann ich frei wählen, ob ich im Kontakt bleiben möchte, auch wenn ich nicht verstanden werde, oder ob ich einfach gehen möchte.

Das wollte ich gerade unbedingt mit euch teilen. 😊🥳🤩 Jetzt lass ich das noch wirken und freu mich.



Dienstag, 9. April 2024

Mit wem willst du gehen?

Gute Beziehung ist keine Einbahnstraße. So sehr war ich es gewohnt, alleine für (guten?) Kontakt verantwortlich zu sein.

Ich war dafür verantwortlich, mich zu melden, vorbeizukommen. Ich war dafür verantwortlich, dass es dem anderen gut geht. Ich war dafür verantwortlich, dem anderen zuzuhören, mich zu interessieren, Verständnis zu haben, zu unterstützen, wo ich nur konnte, für die angenehme Atmosphäre.

"Der andere ist wichtiger als ich.
Gehen ist keine Option. Darf ich nicht. Ich hab zur Verfügung zu stehen." So meine Überzeugungen. So hatte ich eine "gute" Beziehung in mir definiert. Aus der kindlichen Erfahrung. So geht Beziehung also. Ich spiele darin keine Rolle oder besser nur die Rolle, den anderen zu befriedigen. Meine Bedürfnisse sind nicht relevant.

Wenn etwas nicht stimmte im Kontakt, musste ich herausfinden, was es ist. Fühlen. Dröseln. Beim anderen mitspüren. Für mich alleine, weil mir vom anderen immer signalisiert wurde, dass bei ihm alles in Ordnung ist. Das Problem hatte ja ich.

Nur passte das Gesagte nicht zu dem, was schwang. Also forschte ich. Wollte beweisen. Überführen. Wollte endlich, dass der andere zugibt, dass da tatsächlich etwas mitschwang, unterschwellig eine andere Botschaft drin war, mir vielleicht sogar Schuld an etwas gegeben wurde, für das ich nichts konnte.

Der andere hat Seins nicht genommen, das wusste ich damals aber nicht zu greifen und zu benennen. Ich wusste nur, da passt was nicht. Meine Reklamation wurde weggewischt und mir erklärt, dass da bei mir was nicht stimmt.

So kam einmal der Rückschluss, dass es ausschließlich an mir liegt, wenn Beziehung nicht funktioniert und das alle Verantwortung für das Miteinander bei mir liegt. Der andere war ja immer fein raus. Aus tausend Gründen.

Gleichzeitig war auch klar, dass ich erst das Rätsel gelöst haben muss, völlig klar sein muss, was da beim anderen nicht stimmt, bevor ich überhaupt erst das Wort erheben durfte. So war ich viel beim anderen, statt bei mir. So schwieg ich viel zu lange, weil ich ja noch unklar war.

Ich hatte nicht erlebt, dass es reicht, zu sagen, dass sich das gerade nicht gut anfühlt. Ich hatte nicht erlebt, dass der andere dann tatsächlich reflektiert und ehrlich ist. Ich hatte nicht erlebt, dass mein Gegenüber Seins zu sich nimmt und ebenfalls in die Verantwortung für das Miteinander geht.

Ich merke, wie immer mehr Menschen in meinem Umfeld aus solchen alten, missbräuchlichen, destruktiven Beziehungen gehen. Mir inklusive. Immer schneller wird klar, wann ich mich umdrehe und gehe, die Tür wortlos zugeht, weil jedes Wort umsonst ist.

Beziehung, Partnerschaft, Gemeinschaft braucht alle in der Verantwortung und in der Verbindung mit sich selbst, in der Bewusstheit und der Bereitschaft, immer noch bewusster zu werden.

Wie bin ich mit mir gerade in Kontakt, in Verbindung, während ich dem anderen begegne? Nehme ich mich wahr? Bin ich wirklich präsent und da?

Nicht nur miteinander da sein, sondern beieinander und auch füreinander. Hab ich "sie grad alle beisammen"? Meine Anteile? Meine Sinne? Sehe ich das Wir, den anderen, OHNE mich zu verlassen?

Bin ich wirklich mit dem da, was in mir gerade lebendig ist? Bringe ich mich in Kontakt?

Und vor allem darauf kommt es mir gerade besonders an: Ist der andere genauso vollumfänglich da?

Mit wem will ich gehen? Mit wem will ich sein? Wer sind die wahren Weggefährten mit dem gleichen Commitment sich und dem Leben gegenüber, der Schöpfung und den Mitschöpfern?

Menschen von meinem Tribe verstehen, was ich meine. Denen muss ich nichts erklären. Und mit denen will ich gehen. Miteinander. Füreinander einstehend. Aufeinander achtend. Wohlwollend und gleichzeitig eigenverantwortlich, weil jeder bereit ist, das Seine zu nehmen und beizutragen.

Ich weiß, mit wem ich gehen will. Klarer denn je. Ich sehe sie stehen. Fackeln in der Hand und ich bin unglaublich stolz auf diese Feuerfrauen und Löwenmänner. Danke! Here we are! 🔥



Sonntag, 7. April 2024

Das Schattendasein hat ein Ende

"It's not your job to awaken all sheep.
It's your job to awaken all the sleeping lions."

Diesen Satz hab ich vorhin auf einem Spruchbild gelesen. Ich weiß nicht mehr bei wem ich das gefunden hatte. Der Autor war auf jeden Fall nicht angegeben.

Es war wieder so ein typischer Rüttler mit Tiefenwirkung.

Wie lange war ich in der falschen Herde. Meine Worte fanden keinen Empfänger. Wie lange habe ich mich erklären müssen und damit doch keinen Erfolg gehabt.

Löwen sind grundsätzlich anders als Schafe und das meine ich komplett ohne Wertung. Diese zwei Arten haben einfach von Natur aus ein total anderes Temperament, Verhalten, unterschiedliche Stärken und Neigungen. Sie brauchen ein ganz anderes Umfeld, um in ihrem Element, in ihrer Natürlichkeit da sein zu können.

Ich hab lange geglaubt, ich wäre ein Schaf und mich immer gewundert, warum ich nicht so recht - naja eigentlich gar nicht - dazu passe, unzufrieden bin, gelangweilt, unterfordert, geistig verhungert, nicht verstanden werde.

Wieso wollte denn keiner sonst ausbrechen, aufbrechen, es anders machen, hinterfragen, unkonventionell und wild sein? Wieso wollte denn sonst niemand sich selbst, das Leben, Gott und das Universum erforschen? Die Liebe leben? Wohlwollen? Großzügigkeit? Vertrauen? Es war mir unerklärlich.

Bis ich gemerkt hab, dass ich einfach grundsätzlich anders bin und dass es wo anders tatsächlich welche wie mich gibt. Meine Herde!

Und dann war auch klar, dass es zu meiner Aufgabe gehört Meinesgleichen zu erinnern. Den Löwen, die sich genauso falsch fühlen und denken sie wären ein Schaf, zu sagen, dass sie keine Schafe sind. Ihnen zu sagen, dass mit ihnen alles richtig ist, dass es normal ist, dass sie sich in der unnatürlichen Umgebung nicht zurecht finden, sich deckeln und zügeln müssen, damit es nur halbwegs funktioniert. Und ihnen zu sagen, dass das jetzt vorbei ist.

Mein eigenes Feuer zu zeigen, meinem Löwenwesen freien Lauf zu lassen, reicht dafür komplett. Eigentlich finden sie mich. Etwas in ihnen erkennt sich in mir sofort wieder, fühlt sich magisch angezogen.

Es ist wie eine zweite Geburt. Die eigentliche Geburt. Das Erkanntwerden, das überhaupt erst dazu führt, lebendig zu sein, auf dieser Erde wirklich anzukommen.

Das Schattendasein hat ein Ende. Die Funken sprühen. Das Feuer lodert. Phönix aus der Asche. Auferstehung. Rückbesinnung. Erlösung. Endlich richtig. Endlich in der vollen Kraft sein dürfen. Endlich tun dürfen, was ein Löwe eben so tut.

😍🔥💥🦁 Ich liebe es, das immer wieder miterleben zu dürfen. Gänsehaut. Tränen in den Augen. Willkommen heißen und Anfeuern.

Holy shit! 😍😍😍😍🎁🎁🎁🎁



Samstag, 6. April 2024

Reiches Lauschgold #11

Ich weiß gar nicht, wo mir heute der Kopf steht. Die Ereignisdichte, die Erkenntnisdichte, das Leben überhaupt haben so dermaßen an Fahrt aufgenommen. Es ist sooo viel in Bewegung. So viel wird berührt in mir. Gleichzeitig will Neues entstehen, Interaktion stattfinden, Begegnung, Reibung, Wachstum.

Nun gab es heute morgen in meiner Gruppe auf Telegram die Situation, dass es etwas anzusprechen gab, was eben mal nicht gefallen hat, was angetickt hat und damit einhergehend viele Fragen.

Wie mach ich das denn jetzt wertschätzend, eigenverantwortlich? Wie bringe ich es in Kontakt? Wie kann ich mich ausdrücken, das, was in mir lebendig ist, wenn das z. B. Wut ist?

Meryem und ich haben den Faden in einem Lauschgold aufgegriffen. Wir sind richtig  tief eingestiegen. Diese Art Mitteilen ist wie eine neue Sprache lernen. Das hat uns keiner beigebracht. Welche Formulierungen kann ich verwenden? Wie kann ich Zustände, Nöte, Befindlichkeiten in Worte fassen? Abneigung zum Ausdruck bringen?

Mich hat diese Begegnung mit Meryem so sehr bewegt und berührt. Gerade weil das alles auch zwischen uns schon Thema war und vielleicht auch immer wieder ist.

Diese Folge heute teile ich tatsächlich mit einer Art Stolz, großer Freude und noch größerer Hochachtung vor diesem Miteinander. Ein Feuerwerk, ein BOOOOM. Wir laden euch ein, diesen Raum mit uns zu teilen, euch zu uns zu setzen, euch bewegen zu lassen.

https://podcasters.spotify.com/pod/show/anja-reiche/episodes/Reiches-Lauschgold-11-e2i26kg

PS: Ich kann überhaupt nicht glauben, dass gleich um Mitternacht mein Interview im Selbstermächtigungs-Kongress freigeschaltet wird (hier könnt ihr euch noch anmelden). Auch so eine Begegnung, so ein Gespräch, was mich völlig weggefegt hat. Kraaaaaaaaaaaaass alles! ❤️🔥🎉


Freitag, 29. März 2024

Wahrhafte Begegnung

Karfreitag | 29.03.24 | 20 Uhr

Ich mag mit euch am Feuer zusammenkommen. Heute Abend. Ganz spontan. Es ist so viel im Feld, so viel Aufruhr, offene Wunden, tiefste Erschöpfung, Erfahrungen von Getrenntsein, Sterbeprozesse, passend zu Karfreitag.

Sterben und Wiederauferstehen. Stetig. Hineinsterben in das, was ist. Hingabe.

Sterben geschieht im Seinlassen des scheinbar Unaushaltbaren. Im Anerkennen, dass es da ist. In der wahrhaften Begegnung mit sich selbst. Auferstehung genauso. Nichts davon kann gemacht werden. Es geschieht. In der Übergabe ans Leben selbst. Im Durchgehen durchs Nadelöhr. Am Ende des Geburtskanals wartet das Leben selbst.

So sein dürfen und gleichzeitig in der Verbindung mit wohlwollenden, sehenden, fühlenden Menschen sein können, ist eines der größten Heilungsgeschenke dieser Zeit, wie ich finde.

Deswegen mag ich mit euch zusammenkommen und sein. Was immer das bedeutet. Was immer sich zeigt. Was immer gesprochen werden will. Was immer benannt sein will. Erforscht. Gesehen. Durchfühlt. Bezeugt.

Ich freu mich auf uns, einen jeden, der sich gerufen fühlt, in den heiligen Kreis zu kommen.

Anmelden könnt ihr euch hier: https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZUode6hrzssGtQDAY7UqirOLOIkPV1wPmpz

Bezahlen darf jeder, was für ihn stimmt, was ihm sein Herz flüstert, was stimmig ist und fließen will.



Mittwoch, 27. März 2024

Reiches Lauschgold #10

Ganz spontan "in den frühen Morgenstunden" haben wir heute beschlossen mal wieder zusammenzukommen, um aufzugreifen, was gerade schwingt, was bewegt und was damit im jeweils anderen bewegt wird.

So sprachen wir
▪über die inneren Anteile, die Krieg gegen uns selbst führen, die Täter in uns
▪über die Anteile, die uns in missbräuchlichen Situationen bleiben lassen
▪über die "Erziehung", uns zur Verfügung zu stellen
▪über die Notwendigkeit eines Neins und warum es manchmal so unmöglich scheint, es zu sprechen
▪über Werte von nährendem Miteinander
▪über gesunde Abstoßung
▪über Wut, die nicht immer ein Hinweis auf eine Wunde ist, sondern vielmehr gesund und natürlich
▪und sooooo viel mehr.

Wir wünschen euch viel Freude beim Lauschen.


Hier geht es zum Video-Podcast: https://podcasters.spotify.com/pod/show/anja-reiche/episodes/Reiches-Lauschgold-10-e2hkq5q


Dienstag, 26. März 2024

Kann ich mein inneres Kind wirklich selbst versorgen?

Mhmmm 🥰🥰🥰 Ich bin so dankbar, dass das Seelenlesen wieder so intensiv Teil meines Wirkens ist und vor allem, dass es jetzt wirk-lich vielen Menschen zugänglich ist.

Gleichzeitig feier ich es sehr, dass damit noch mehr deutlich und sichtbar wird, wie ich mir selbst begegne, wie meine inneren Prozesse ablaufen. Denn das, was da in der Begegnung mit anderen geschieht, ist nichts anderes als das, wie es bei mir selbst abläuft. Es freut mich so sehr, dass es dafür jetzt noch mehr Beispiele und "Anschauungsmaterial" gibt.

In dieser Audio mag ich auch noch eine Frage aufgreifen, die in dem Zusammenhang gestellt wurde: "Können wir unseren inneren Kindern das geben, was wir selbst gerade ja eben nicht verkörpern?"

Ich wünsche euch viel Freude beim Lauschen. ❤️

Hier geht es zur Audio: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/1984




Sonntag, 24. März 2024

Selbstermächtigungskongress - ein Gespräch mit Tiefenwirkung

Das war nicht einfach nur ein Interview für einen Kongress. Das war ein Meilenstein. Ein Meilenstein in vielerlei Hinsicht.

Auf der einen Seite hat mir Aurelia Delin ein Geschenk gemacht, das ich überhaupt nicht erwartet und gefühlt auch auf diese Art noch nie bekommen habe. Wir kannten uns vorher nicht und doch hat mich dieses Zauberwesen auf eine Art und Weise überrissen und erkannt in meinem Sein und Wirken, wie es zuvor ein mir bis dahin Fremder noch nicht vermochte.

Mein Text "Entscheidungen fürs Leben", aus dem Ute Ullrich auch das Lied "Ich entscheide mich" gemacht hat und Luisa Roth so ein zauberhaftes YouTube-Video, ist sozusagen das Leitmotiv des Kongresses. Selbstermächtigung in Worte gefasst. Über diesen Text ist Aurelia überhaupt erst auf mich aufmerksam geworden.

Und dann war da das Gespräch an sich. Eine Punktlandung. Ein Feuerwerk. Kraftvoll und gleichzeitig so warm und wohlwollend. Keine Ebene wurde ausgelassen, kein Aspekt vergessen.

Da waren zwei Menschen in der Begegnung, die definitiv wissen von was sie reden, weil da ein Weg gegangen wurde und wird. Selbstermächtigung und vor allem Selbst-bewusstwerdung durchdrungen, erforscht, gelebt, belebt.

Mit mir hat diese Begegnung mit Aurelia unfassbar viel gemacht. Es war als ob sie mir mit ihren Fragen meinen eigenen Reichtum vor Augen geführt hätte und all das, was ich zu geben habe auf einmal zum Vorschein gebracht hat. Für mich ein absolutes Wow-Erlebnis.

Der Kongress, in dessen Rahmen das Interview ausgestrahlt wird, startet am 01.04.2024. Mein Interview ist dann am 07.04. online.

Ich bin mal wieder sprachlos darüber, wie das Leben so spielt und das sowas zu sowas führen kann. 😉🎉🙏🥳 Und ich bin gespannt. Gespannt, was das Interview mit euch macht. 😍

Hier der Anmeldelink: https://bit.ly/3PE67cO


Freitag, 22. März 2024

Seelenlesen im Telegram-Kanal

Ich wage mal wieder ein Experiment. Etwas, das ich schon so lange wollte. Viele von euch wissen ja vielleicht, dass ich immer wieder in Feldern lese, die Seele dolmetsche, Symptomen eine Stimme gebe, die Essenz wahrnehme und spreche.

Lange Zeit habe ich das im 1:1 Kontakt über Sprachnachrichten angeboten und immer wieder beschlich mich das Gefühl, dass das mehr Menschen hören dürfen. Irgendwann habe ich diese Art zu wirken, eingestellt. Es stimmte nicht mehr.

Nun greife ich den Faden anders wieder auf.

Ich mache immer wieder die Erfahrung, wie unfassbar wertvoll es ist, wenn Prozesse und Erleben geteilt wird. Vom Erkennen eines Einzelnen können sich so viele etwas mitnehmen, fühlen sich ebenfalls erkannt und verstanden und plötzlich weiß man, dass man mit seinem Innenleben nicht alleine ist. Nur vom Lesen oder Hören geschieht manchmal wundersame Heilung.

Jetzt mag ich all diese Aspekte zusammenbringen. Mein Lesen in persönlichen, aktuellen Energiefeldern von Menschen, das Beschenken des Einzelnen mit dem Benennen dessen, was gesehen werden will und das Teilen von all dem mit anderen Menschen im Rahmen meiner Gruppe.

Ich mag euch einladen kurz eure aktuelle Situation zu beschreiben (schriftlich oder als kurze Sprachnachricht) und ich antworte dann, wenn es dran ist, mit einer Sprachnachricht während ich mich einfühle und spreche, was ich sehe bzw. wahrnehme.

Ich mag es sowohl demjenigen, der teilt, als auch den Zuhörern freistellen, was ihr mir dafür geben mögt. Feste Preise funktionieren für mich immer weniger. Es soll fließen dürfen, was stimmt, stimmig ist und fließen will. Die Bankdaten findet ihr in der Kanalbeschreibung.

Und jetzt bin ich gespannt, was passiert, wer sich gerufen fühlt und was daraus entstehen mag. Da ist Freude und Neugier. Ich liebe Experimente und das Mitfließen, am Puls der Zeit sein.

Herzensgrüße von mir zu euch. ❤️😍🎉

PS: Ihr könnt euch entweder unter diesem Post im Kanal über die Kommentarfunktion melden oder direkt der Gruppe beitreten. 👉🏼 https://t.me/+nzEj7RpwxURhZWQy


 

Sonntag, 17. März 2024

Über die Wahl, nach den göttlichen Gesetzen zu leben

Meine Wahl, dieses Leben hier auf der Erde nach den göttlichen, universellen Gesetzen zu leben, steht. Ich erkenne nur diese "Regierung" an und sonst keine.

Ich bin hier, das Göttliche, die Urnatur zu verkörpern.

Was das in jedem Moment bedeutet, weiß ich nicht im Voraus. Welche Impulse mir eingegeben werden, um diese Wahl wahr werden zu lassen, sehe ich, wenn sie da sind. Sie lassen mich mitunter ganz schön schlucken.

Ich nehme euch mit auf diese Reise, tauche mit euch ein in die Zeitqualität, meine ganz persönlichen Erfahrungen und Hereinforderungen, die diese Art Leben nach sich zieht.

Hier also ein paar Worte
▪️zur Zeitqualität
▪️meinen ganz persönlichen Erfahrungen, Empfindungen und Hereinforderungen dieser Zeit
▪️über alten Frust und neue Wut, nicht (mehr) ins Alte zu passen und damit scheinbar immer alleine dazustehen
▪️über die Entscheidung nur noch nach den göttlichen, universellen Gesetzen zu leben und was das ganz konkret hier in der Praxis bedeutet.
▪️Eine Einladung an euch, zu teilen, was euch bewegt und gerne Fragen zu stellen, wenn ihr gerade mal (m)eine Draufsicht von außen möchtet

Zur Audio: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/1978




Dienstag, 12. März 2024

Über die innere Autorität und ein korrektes Leben

"Wenn ich stets meiner eigenen, inneren Autorität folge, kann nichts anderes dabei herauskommen, als ein für mich korrektes Leben."

Als Meryem mir - sinngemäß - diese Worte geschenkt hat, durchströmte mich eine unglaubliche Kraft. Es war mal wieder so ein typischer Totaleinschlag in meinem System. Volltreffer mit Tiefenwirkung.

Dass ich meiner Intuition folge, ist den meisten ja wahrscheinlich bekannt. 😉 Für alle, die es bisher noch nicht wussten, jetzt wisster bescheid. 😎

Manchmal ist (war?🤔) da die Angst, dass mich diese Art zu leben, in Schwierigkeiten bringen könnte, um nicht zu sagen, in Teufels Küche oder/und unter die viel besagte Brücke.

Meryem erzählte mir von der Grundphilosophie des Human Designs. Nämlich dass es darum geht, die eigene innere Autorität zu erkennen, ihr zu folgen und damit ein für sich korrektes Leben zu führen.

Die Intuition als innere Autorität zu benennen hat nochmal riiichtig viel mit mir gemacht. Das klingt doch gleich viel konkreter, majestätischer und seriöser, als das vage "Bauchgefühl", gell? 😉

Die Selbstverständlichkeit, dass diese innere Autorität mich in ein für mich korrektes Leben führt, ist banal wie grandios zugleich. Nix Teufels Küche. Nix Brücke. Die kommen da gar nicht vor. Nein, ganz simpel und logisch. Bio-logische Konsequenz. Astro-logisch wahrscheinlich auch. 😂

Irgendwie hat es das Ganze - meine Art zu leben - für mich nochmal auf ein anderes Level gehoben. Wie wenn ich von einer völlig unerwarteten Seite die Unterschrift bekommen hätte, dass das schon stimmt, was ich da so treibe.

Und auch wenn es keine Bestätigung von außen bräuchte, tut es halt einfach verdammt gut, zu hören, dass andere auf den gleichen Trichter gekommen sind, wie ich. 😁🔥❤️

So, das wollte ich ganz einfach mal mit euch teilen. Habbisch jemacht. 😎❤️




https://t.me/intuitivesleben

Freitag, 8. März 2024

Zoom-Raum mit Anja & Christian

Juhuuuuu!!!! Ich freu mir grad nen Ast! 😍😍😍 Mein Mann hat ja gesagt. 😉 Ja dazu, mal wieder einen gemeinsamen Raum aufzumachen und euch zu begegnen.

Wir wollen euch mitnehmen - wie immer - auf unsere Reise, teilen, was bei uns Phase ist, wie wir da sind, wo wir stehen, was uns beschäftigt und wie sich unser Leben gerade anfühlt.

Wir beantworten jede Frage von euch und selbstverständlich hat auch Raum, was euch bewegt.

Eben wahrhafte Begegnung in jeglicher Hinsicht. Was immer das bedeutet. Was immer sich zeigen mag. Was immer gesprochen werden will. Was immer geschehen will.

Wir haben Bock. Voll. 😍 🎉 🔥❤️

Anmelden könnt ihr euch hier: https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZYkf-CrrDMqH9fWRsb1KSf_sbNs8q3tsnjI

Ihr entscheidet wie immer, wie viel ihr für euer Dabeisein bezahlen mögt. Spielraum! ❤ 😁😎



Mittwoch, 6. März 2024

Die Sippe hätte mir dienen müssen

Nicht ich hätte als Kind dafür sorgen müssen, dass die Sippe funktioniert, es jedem darin gut geht und alle zurecht kommen. Eigentlich ist die Sippe dazu da, das Kind zu unterstützen, zu versorgen und vor allem, es zu befähigen nach und nach seinen eigenen Weg zu gehen und irgendwann die Sippe zu verlassen.

Die Botschaften, die mir als Kind übermittelt wurden, waren aber, dass ich zuständig bin, dass ich mich für die Sippe aufgeben muss und dass ich Verantwortung für das Durchkommen der Sippe habe. Mein Lebenszweck war Nutzen für die Sippe. Es ging von Anfang an nicht um mich und um meine Existenz an sich oder gar um die Freude an mir und meinem Sein, die Freude an meiner Entwicklung und Reifung. Nein. Es ging immer um die Sippe. Um die anderen.

Ich durfte nicht ausscheren, ich durfte nicht flügge werden. Ich durfte zwar ausziehen, aber ich musste weiterhin zur Verfügung stehen und mein Leben dem der Sippe unterordnen.

Als mir die Tage klar wurde, wie verdreht hier die Natur der Sache ist, sind so einige Groschen gefallen.

ICH hätte Unterstützung erfahren müssen. Die Sippe wäre für mich zuständig gewesen. Ich hätte bekommen müssen. Ihre Aufgabe wäre es gewesen, mich in mein eigenes Leben zu entlassen und mir alles mitzugeben, was gute Wurzeln mitgeben. Nähren und dann freilassen.

Da war dieser innere Anteil, der immer noch nicht seinen eigenen Weg gehen durfte, der immer noch da stand, auf die Sippe starrte, bewegungsunfähig und die Verantwortung für die Sippe hatte. Der Anteil, der glaubte, dass es Verrat gleichkommt, wenn er sich um sich kümmert, die Sippe quasi im Stich lässt.

Dieser Anteil hat nicht erlebt, dass er bekommt, dass es um ihn geht, er gehen darf. Er wusste nicht, dass die Zuständigkeiten verdreht waren.

Was für eine Erleichterung, als diesem Anteil das alles bewusst wurde. Was für eine Erleichterung, die Verdrehungen und Irrglauben zu erkennen.

Was für ein Segen für ihn, zu spüren, was die Wahrheit ist: Das Leben dient ihm eigentlich. Die Natur. Die Schöpfung. Die Sippe. Systeme jeglicher Art. Alles ist FÜR ihn. Er hat es nur nicht erlebt.

Er darf seinen eigenen Weg gehen, hat den Segen bekommen (in einer Innenreise von Jesus und den anderen Propheten höchstpersönlich), durfte seine falsch verstandene Verantwortung für die Sippe ablegen. Er ist frei. Entbunden. Abgenabelt.

Gott sei Dank. Endlich. Erleichterung. Aufatmen. Wundervoll!!!! 🥰 🔥❤ 🎉 🙏🏼


 

Mittwoch, 28. Februar 2024

"Im Stich gelassen" ist vorbei

Ich nehme euch mit, zu einer weiteren Innenreise von mir, zu einem völlig überforderten Anteil. Die letzten drei Sätze haben erlösende Tränen laufen lassen:

Da ist keiner, der mir hilft. Ich soll irgendwas machen, was mich total überfordert. Ich schaff es nicht ohne Hilfe, dann sind die anderen - die, die mir hätten helfen müssen - von mir enttäuscht. Sagen mir, dass ich nicht zuverlässig bin, nicht vernünftig genug, leichtsinnig. Ich bin dann auch noch verantwortlich für deren Gefühle. Werde selbst in meinem komplett alleine gelassen. Ich werde immer alleine gelassen und hinterher dafür gerügt, wenn etwas nicht klappt. Mir wird nur unter Murren geholfen. Ich muss aber immer helfen.

Dieser Anteil ist es nicht gewohnt, dass ihm geholfen wird. Das kommt in seinem Gedankengut gar nicht vor. Und wenn Hilfe kommt, dann auf eine Art, die nicht für mich stimmt und in der ich nicht bekomme, was ich wirklich brauche.

Dann mach ich es lieber alleine. Das erschöpft. Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr müssen. Ich will Hilfe! Adäquate Hilfe. Die genau passende!

PS: Noch ein Nachtrag zu diesem Text. Unter anderem kamen mir ein paar interessante Blickwinkel zum Thema "Depression". Zur Audio geht's hier: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/1964



Dienstag, 27. Februar 2024

Das Spiegelgesetz ist keine Einbahnstraße

Zum viel besagten Spiegelgesetz... Das Ding ist keine Einbahnstraße.🔥


Mit dem Satz will ich vor allem zum Ausdruck bringen, dass man nicht immer "den Fehler", bei sich suchen muss, sondern dass es durchaus sein kann, dass der andere gerade auf mich projiziert. Ich hab lange, lange Zeit vergessen, dass sowas in zwei Richtungen gilt und oft genug versucht, die Themen der anderen in mir zu lösen. ❤ Ich wurde förmlich dazu erzogen, zu glauben, wenn Beziehung nicht funktioniert, dass das meine Schuld ist, ohne zu bemerken - wie auch als Kind - dass der andere keine Verantwortung für seine Gefühle und Verletzungen übernimmt. Für mich war es essentiell zu begreifen, dass Beziehung keine Einbahnstraße ist und dass es ZWEI in der vollkommenen Verantwortung und Wahrhaftigkeit braucht. Zwei, die sich in der Beziehung wirklich selbst begegnen und erforschen wollen. Mir wurde so unfassbar viel in die Schuhe geschoben, was nicht das meine war. Und ich beobachte immer wieder, wie sich Menschen quälen, sich anstrengen, Beziehungen "hinzubekommen", in denen nur einer wirklich reflektiert. Ich sehe Menschen, die in Therapie sind, um mit denen auszukommen, die eine Therapie bräuchten. Für mich war es so, so wichtig zu erkennen, dass es Dinge gibt, die tatsächlich nicht mir gehören. Das zu erkennen, gehörte sehr wohl mir. 😉❤


Montag, 26. Februar 2024

Wenn Abstoßung nicht sein durfte

Ich habe so viel über mich ergehen lassen müssen. Vor allem das Zuhören müssen. Da bin ich echt geschädigter als ich bisher dachte. Auch die Pflicht mit Menschen sein zu müssen, die ich nicht mag, spült es gerade nochmal hoch. Und unter all dem brodelt das Verbot, jemanden nicht mögen zu dürfen und eben keine Zeit mit ihm verbringen zu wollen. Ich durfte nie jemanden nicht mögen. Ich konnte das zwar äußern, aber hin musste ich trotzdem. Dafür gab es nämlich Gründe.

▪️"Das ist doch deine Tante/Patin/Mutter/dein Cousin/Onkel/Opa!"
▪️"Mit denen hast du doch konfirmiert!"
▪️"Der freut sich doch, wenn du kommst!"
▪️"Der Junge hat doch dieses schlimme Handicap."
▪️"Dem würde das total gut tun!"
▪️"Geh da bloß hin, sonst beschweren die sich bei uns!"

In all dem war es egal, wie diese Menschen so drauf waren, wie scheußlich sie sich mir gegenüber verhalten haben. Es war egal, wie es mir damit ging. Wie ich mich fühlte. Was ich wollte.

Verpflichtet zum Wohlgefallen der anderen da zu sein, derer, die ich am schrecklichsten fand, schlicht abstoßend, egal was das für mich bedeutet. Lächeln, zuhören, Fragen beantworten, was Neues erzählen (und bitte das Richtige), mit den Kindern spielen, Interesse zeigen.

Da ist die Kleine in mir, die weint und wimmert und mich anfleht, sie da nie wieder hinzuschicken. Nie wieder zu Menschen, bei denen ihr Befinden, ihr Wille keine Rolle spielt. Nie wieder zu Menschen, bei denen sie sich schlicht nicht wohl fühlt, die sie beliefern soll, für die sie sich aufgeben muss, alles mit sich machen lassen muss.

Sie mag einfach mal JEMANDEN nicht mögen dürfen, das sagen und dieses Nein soll mal gelten und akzeptiert werden. Sie mag einfach mal ETWAS nicht mögen und damit sein gelassen werden. Sie mag andere unterbrechen und sagen dürfen, dass sie das nicht hören will.

Die Kleine hat so recht mit diesen Ansprüchen. Und ich bin diejenige, bei der dieses Nein an erster Stelle stehen darf. Wir zusammen - sie und ich - dürfen üben, ein Nichtgefallen auszudrücken. Eine Abneigung haben zu dürfen und ihr direkt zu folgen. Ohne mich selber innerlich hineinzudiskutieren. Mich selbst zum Hingehen, Zuhören, Bleiben zu überreden.

Hui! Eine Kunst, das von Angesicht zu Angesicht in Echtzeit zu machen. Eine Herausforderung, die mir wieder und wieder das Herz klopfen lässt. Eine große Übung. Und so not-wendig.

Es muss auch die Abstoßung ihren natürlichen Platz haben. Viel zu lange durfte sie nicht sein. Ich mag ihr genauso folgen wie der Anziehung.


Samstag, 24. Februar 2024

Gib dem Aufmerksamkeit, was wachsen soll?

Echt? Warum?

Ich halte es für "sinnvoll", weil natürlich, wohlwollend mir selbst gegenüber und authentisch, dem Aufmerksamkeit zu geben, was sich zeigt, was damit auch gesehen und benannt werden will, was in die Bewusstheit möchte, sonst wäre es nicht da. Durch das Hinschauen und Hinspüren muss es nicht mehr unerkannt im Untergrund sein Unwesen treiben, bis es endlich bemerkt wird und ins Licht der Erlösung darf. Es kann aufhören immer wieder anzuklopfen und darf seinen Platz einnehmen in der Ganzheit meines Seins.

Ich gebe dem Aufmerksamkeit, was eh schon da ist, in mir lebendig. Es wird nicht verschwinden, in dem ich es ignoriere und mich dem "Licht" zuwende.

Und bei dir? Wer in dir möchte sich denn unbedingt aufs "Gute" konzentrieren, damit es sich mehren möge? Wer in dir möchte denn das "Schlechte" unbedingt vermeiden und was ist dieses Schlechte überhaupt? Ist es ein Teil, der Angst vor Mangel, Krankheit, der ewigen Depression, dem inneren Schweinehund, Armut, Ohnmacht, Kontrollverlust hat? Angst vor dem Hass, dem Biest in dir, der Anteil, der Angst vor der Angst selbst hat? Der Anteil, der endlich richtig sein möchte, gemocht, anerkannt, erfolgreich, belohnt, gut?

Ich kann's verstehen. Ein altes Programm. Ein innerer Anteil, der den Auftrag hat, dafür zu sorgen, das du die Erwartungen der anderen erfüllst, um endlich zu bekommen, was du so dringend brauchst, an was es dir als Erwachsener immer noch mangelt. Die Lücke gibt es wirklich. Nur schließt sie sich dadurch nicht, das "Böse" zu verbannen. Die Lücke schließt sich durch liebevolle Zuwendung dir selbst gegenüber in einem jeden Zustand und mit jedem Gedanken. Radikale Annahme von allem in dir.

Sag mir eins: Bringt dich dieses "sich aufs Gute konzentrieren" - was immer dieses Gute sein mag - hin zu dir, in die liebevolle Verbindung mit dir, wie du gerade bist oder führt es dich weg von dir und dem, was gerade tatsächlich in dir stattfindet? Bringt es dich näher an dein wahres Sein, deine Natur oder eher zu einem gewünschten Scheinbild von dir, das erst noch werden muss und dem du seit Jahren hinterher läufst wie der Esel der Karotte?

Fühlt es sich anstrengend an oder entspannt sich alles in dir und du kannst ausatmen? Musst du es künstlich aufrecht erhalten, dieses Gute im Fokus zu behalten oder fällt es dir leicht? Wird dieser Fokus schnell gestört und du musst "falsche" Gedanken immer wieder wie lästige Fliegen abschütteln?

Ich halte nicht viel von einem Fokus auf etwas, das nicht mit dem übereinstimmt, was in mir da ist. Wenn da Angst ist, ist da Angst. Wenn da Trauer ist, ist da Trauer. Wenn ich jemanden nicht mag, mag ich ihn nicht. Wenn ich fluche, fluche ich. Wenn ich lache, lache ich.

Ich mag dich einladen, dich sein zu lassen und wenn das nicht geht, zu beobachten, was dann da in dir los bricht. Die Stimmen zu hören, die dich vielleicht antreiben wollen, die dich und deine Gefühle und Gedanken korrigieren wollen. Beobachten, ohne etwas damit machen zu müssen. Vielleicht alles aufschreiben, was es da in dir spricht und denkt und fühlt. Ohne Wertung und wenn da Wertung ist, auch die wahrnehmen und notieren.

Ich mag dich einladen, dich zu erforschen anstatt dich zu verbiegen. Dich anzuschauen statt zu korrigieren. Ich mag dich ermutigen, zu deinem wahren Wesen zurückkehren, zu deiner Ganzheit und die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was wirklich wachsen und erblühen soll, was wirklich wesentlich ist: Du selbst.

Donnerstag, 22. Februar 2024

Jeder Widerstand war richtig

Gezwungen zu werden, auf eine externe Autorität zu hören und damit meine eigene, innere Autorität zu übergehen, erzeugt automatisch, zu Recht und völlig natürlich Widerstand. Die adäquate Reaktion auf Fremdbestimmung und damit Grenzüberschreitung. Dafür angeklagt zu werden und meine natürliche Gegenwehr, mein für mich eintreten als Grenzüberschreitung und Verletzung des anderen zu betiteln ist eine Verdrehung der Tatsachen, eine Verdrehung der Tat, die "berühmte" Opfer-Täter-Umkehr.

Bei mir sackt das gerade nochmal tiefer. Das Thema Fremdbestimmung, die ich in der Kindheit so krass erlebt habe, ist die letzten Tage sehr präsent.

Es ist natürlich, niemandem folgen zu wollen, der meinen Takt nicht hört, mich nicht sieht und es in dem Folgensollen nur um die Befindlichkeiten des anderen geht. Ich kam darin nicht vor. Ich wurde nicht gefragt, was ich brauche, was ich möchte, wie es mir in all dem geht. Ich sollte hören und funktionieren, brav sein, fleißig, vernünftig, nützlich. Die Mitteilung meiner eigenen Bedürfnisse wurden als Störung empfunden, als lästig, als zuviel. Zumindest hab ich die Reaktionen meiner Eltern als Kind so gedeutet. Ich habe nicht erlebt, dass mir gerne geholfen wurde.

Ich war in einem Feld, in dem jeder die anderen für die eigenen inneren Zustände verantwortlich gemacht hat. Keiner hat seins genommen. Die grünen, emotional aufgeladenen Giftwolken sind umhergewabert oder wurden einander um die Ohren gepfeffert. Ein energetischer Giftcocktail, in dem ich bleiben musste. Wut, Beschimpfungen, Frust, Stress, Enttäuschung, Vorwürfe, Schuldzuweisungen, Bissigkeit, Gehässigkeit, Missgunst und durchaus auch Intrigen, Unwahrheiten, Manipulation. Für all das hab ich auch immer wieder als Blitzableiter herhalten müssen. Andere haben sich an mir reguliert. Ich musste zur Verfügung stehen. Emotionaler Missbrauch.

Im Grunde bin ich im Krieg groß geworden. Immer auf Angriff vorbereitet. In einer Dauerüberreizung und Überforderung. Nie zur Ruhe kommen können. Immer in Hab-Acht-Stellung. Die Ohren gespitzt. Immer im Versuch, es irgendwie zu handeln, für mich abzumildern. Es gab keine Verschnaufpause.

Diese immense Überreizung, die Ohnmacht, die Verzweiflung, den Ekel spült es in den letzten Tagen hoch und aus dem System. Entladungen im Körper finden statt. Anteile, die damals eingefroren sind im Entsetzen, zeigen sich und "tauen" im Fühlen und Gesehenwerden wieder auf. Ich begreife, was ich da Kolossales kompensiert habe, gönne mir alles, was ich jetzt brauche, um mich gut begleiten zu können, um gut für mich da zu sein.

Es ist ein tiefes Befrieden der Nöte von damals. Ausatmen. Von mir selbst gesehen und verstanden werden. Begreifen. Jede Empfindung war richtig. Jeder Widerstand. Jedes mich verweigern. Ich war immer richtig. Mich hat nur keiner gesehen.

Der Wunsch, meiner eigenen, inneren Autorität zu folgen war damals richtig und ist es heute. 🙏🏼✨💫✨ Das eigene Wesen sein wollen, ist unsere Natur. Wesentlich sein dürfen, ist als Kind von den Erwachsenen abhängig. Heute ist die gefühlte Abhängigkeit ein Relikt aus der Vergangenheit. Gott sei Dank.