Samstag, 14. September 2019

Totale Hingabe

Ich will mich nicht schützen. Ich will nicht auf mich aufpassen müssen. Ich will mein Herz nicht zumachen.

Ich will hier sein. Komplett offen. Ganz. In völliger Hingabe. Absolut ohne jegliche Kontrolle. Keinen Fitzel mehr will ich kontrollieren, mich vor nichts mehr in Acht nehmen. Ich will nichts und niemandem ausweichen. Ich will mich da, wo ich gerade bin, rundum wohlfühlen.

Ihr mögt mich für verrückt halten. Für leichtsinnig. Es ist mir egal. Diese totale Hingabe ist meine tiefste Wahrheit. Alles in mir schreit: "Ja!!!! Genau so!"

Gerade habe ich mich verschlingen lassen. Gefühlt von der letzten Gefahr, die mir wirklich noch gedroht hat. Der "Gefahr", die augenscheinlich da war, wenn ich mit Menschen zusammen bin, die eher unbewusst durchs Leben gehen, die so gar nicht auf meiner Wellenlänge sind, die mir meinen Raum "wegnehmen", meine Grenzen nicht wahren, mich aussaugen, anzapfen. Detox!

Ich habe befürchtet, dass sie meine Schwingung stören, dass sie mich aus meiner Mitte werfen, dass sie mich benutzen, dass ich da besonders gut auf mich aufpassen muss, zumachen muss, dem ausweichen muss. Ich hab mich eng gemacht, zurückgezogen, zugemacht.

Darauf hab ich keine Lust mehr. Deswegen meine radikale Entscheidung, das einfach nicht mehr zu machen. Ich bleibe offen. Ich bleibe bei mir. Nichts und niemand kann mich aus meiner Mitte werfen, wenn ich es nicht zulasse. Nichts und niemand kann mich wirklich aussaugen oder vergiften. Ich treffe die Wahl, dass es mir überall gut geht, dass ich mich überall wohlfühle, dass sich mein Umfeld so an mich anpasst, dass das geht, dass ich durchlässig bin für jegliche Schwingung, die nicht die meine ist. Ich bin überall sicher. Wo ich bin, ist Liebe. Fertig!

Ich habe mich gerade verschlucken lassen. Bin diesen Tod gestorben. Einen Tod, der sich so dermaßen nach Freiheit anfühlt, wie selten einer zuvor. Aufgeben ist einfach das Großartigste, was es gibt.

Probier es aus, wenn du magst. Nimm die größte Gefahr in deinem Leben, das, was dir am meisten Angst macht, das wovor du dich augenscheinlich am meisten schützen musst, das, was dich am allermeisten bedroht, nimm innerlich Kontakt auf, stell es dir vor und dann lass dich davon verschlucken. Ergib dich komplett und völlig. Gib auf, gib den Kampf auf, gib das Schützen müssen auf. Gib die Illusion auf, dass dich dieses Etwas tatsächlich bedrohen kann, dir gefährlich sein kann.

Lass zu, dass es existiert, dass es da ist. Es muss nicht verschwinden. Das Nein dazu muss verschwinden.

Lass zu, dass es dich verschlingt. Die Bereitschaft, dich davon "fressen" zu lassen, wird bewirken, dass es dich wieder ausspuckt und du bemerkst, dass das Monster nie ein Monster war - außer in deinem Kopf.
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche


Mit allen Sinnen im Hier und Jetzt

Die letzten Tage war total viel los. Viele Ereignisse, viele Impulse, Ideen für neue Projekte, Erkenntnisse, Anfragen, Nachrichten und zwischendurch Gefühle, die gefühlt werden wollten.

Die Zettel auf meinem Schreibtisch, der eigentlich ein Esstisch ist, wurden immer mehr, die To-Do-Liste länger, der Kopf ratterte zunehmend lauter. An dies denken, jenes nicht vergessen wollen. Ich fühlte mich getrieben, gehetzt.

Ich sehnte mich nach Stille, suchte sie in der Natur, ohne sie wirklich zu finden. Von irgendwoher kam immer Lärm, eine Straße, eine Landmaschine, irgendwas war immer zu hören.

Gestern Abend traf ich eine Entscheidung. Ich entschied mich für Stille in mir, für Präsenz im Moment, dafür, dass ich für alles genügend Zeit habe, dass ich komplett DA bin, egal, wo ich bin, egal, was ich tue, ich will dann da auch SEIN, mit allen Sinnen. Damit hat der Stress ein Ende. Sofort.

Diese Entscheidung tat gut. Seeeehr gut. So bewusst ich auch bin und lebe, mit zunehmenden Einflüssen, Ansprüchen und Reizen von außen darf ich auch zunehmend noch achtsamer werden, mich noch klarer ausrichten und fokussieren auf das, was jetzt wirklich wichtig ist, was wirklich dran ist, auf was ich tatsächlich Lust habe und vor allem, darf ich DA sein. Was auch immer noch alles "getan" werden will, ich bin jetzt hier bei dieser einen Sache und das reicht.

Mit meinen Gedanken, mit meiner Aufmerksamkeit komplett im Hier und Jetzt zu sein, macht sofort Frieden. Es lässt mich einsinken in mich selbst und in den Moment. Da ist Ruhe, Zufriedenheit, Stille, Gelassenheit. Ich schaffe nicht mehr, nur weil ich beim Kochen schon an den Friseurtermin denke. Ich bin kein besserer Gesprächspartner, wenn ich parallel an das nächste Meeting denke. Mir tut es nicht gut und den anderen auch nicht.

Heute ist es still, in mir und - Überraschung - auch um mich herum. Es braucht eben klare Entscheidungen. Das reicht völlig. Wir sind von jedem neuen Erfahrungshorizont immer nur eine Entscheidung entfernt.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche



Freitag, 13. September 2019

Begegnungsabend in Franken

Es braucht diesen leeren Raum, diese Stille, diese Pause zwischen Ausatmen und Einatmen, dieses Nichts, dieses Innehalten, dieses Vakuum, in dem das entstehen kann und darf, was wirklich gerade entstehen will.

Vielen macht diese Leere Angst, mutet sie doch wie Stillstand an und dabei soll doch was geschehen. Dabei soll doch was in die Welt. Da scheint es so absurd, erst einmal in die Stille zu gehen, die Füße, die Hände und vor allem den Verstand still zu halten und nach innen zu lauschen, wo da doch dieser Tatendrang ist.

Das Leben allerdings braucht die Möglichkeit, sich entfalten zu können. Es braucht Platz. Eine leere Leinwand. Einen leeren Raum. Wenn wir unseren Alltag zupflastern mit Aktivitäten und stetig beschäftigt sind, hat die zarte Stimme unserer Seele kaum eine Chance gehört zu werden. Zwischen Terminen und To-Do-Listen geht sie unter. Wenn ständig unser Verstand entscheidet, was jetzt richtig ist, dann zieht sich die Schöpfung zurück und wartet leise auf den Moment, in dem wir ihr wieder Aufmerksamkeit UND - richtig - Raum geben.

Wir haben in den letzten Jahren ausgemistet und viele Vorstellungen von dem losgelassen, was wir zu sein glaubten. Viele Dinge, die so lange richtig waren, passen nicht mehr, was allerdings stattdessen passt, steht noch in den Sternen. Viele befinden sich gerade in dieser Pause zwischen Ausatmen (das losgelassen haben, was nicht mehr passt) und Einatmen (das ins Leben holen, was dahin gehört). Ein Zustand von Unwissen, der wahrscheinlich mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen beinhaltet. Ein Zustand, den viele nicht mögen. Ein Zustand, der so heilig ist, wenn man ihn zu nutzen weiß. Ein Zustand, in dem Wunder und Magie möglich sind. Ein Zustand, in dem wir wirklich spüren können, wer wir eigentlich sind.

Das alles ist gerade im Feld. Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Wen wundert es also, dass mir gestern morgen in den Sinn kam, dass ich dringend in meine alte Heimat Bayern muss. Wen wundert es, dass ich dann sofort an Kati Wehrfritz gedacht habe und wusste, sie ist meine erste Ansprechpartnerin. Wen wundert es, dass sie in den letzten Wochen renoviert hat und nun unter anderem ein Raum entstanden ist, in dem lediglich ein grooooßer Tisch und viiiieeele Stühle stehen, ein Raum, der auf seine Bestimmung wartet. Wen wundert es, dass Kati noch vorgestern in diesem Raum stand und sich fragte, warum sie ihn wohl erschaffen hat. Wen wundert es, dass ich von all dem nichts wusste und sie gefragt habe, was sie davon hält, dass ich mal wieder einen Begegnungsabend in Frrranken mache. Wen wundert es, dass sie sofort Gänsehaut hatte und mir den "leeren" Raum für einen Begegnungsabend mit genau dieser Thematik zur Verfügung stellt?

"Sei, wer du wirklich bist! - "Aber wer bin ich denn eigentlich?"

Lasst uns zusammenkommen und schauen, hinspüren, uns in die Leere springen. Lasst uns forschen und neugierig sein, lasst uns herausfinden, was in diesem leeren Raum geschehen und entstehen will. Lasst uns schauen, was dieses Leben eigentlich wirklich von uns will.

Am Mittwoch, den 18.09.2019 von 19 bis 22 Uhr in Jöslein 19, 95512 Neudrossenfeld. Wer dabei sein will, schreibt mir einfach eine Email: mail@anja-reiche.de
Eintritt 50 EUR. Barzahlung vor Ort.

Ich freu mich total auf euch und meine alte Heimat.
Danke Kati! Für dich! Deinen Raum! Deine Spontanität!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 11. September 2019

Deine Eltern wollen auch mit dir ihre Erfahrungen machen

Jeder Mensch in meinem Leben, jede Begegnung findet nicht umsonst statt. Das ist mir völlig klar. Gerade wenn diese Begegnungen ordentlich was mit mir machen. Ob krasseste Gänsehaut von oben bis unten, weil da gerade was magisches passiert oder ob da heftige andere Gefühle hochkommen, die mir Schnappatmung machen. Diese Zusammentreffen sind auf einer höheren Ebene verabredet, dessen bin ich mir sicher.

Nun ist das alles nichts Neues. Doch die Tage kam ein Aspekt dazu, der mal wieder ein großes Aha mit sich brachte. Nicht nur ich, will mit dem anderen meine Erfahrungen machen, sondern er ja auch mit mir. Von der Seite hatte ich das Ganze noch nie wirklich betrachtet.

Also mir war zum Beispiel klar, dass ich meine Eltern aus gutem habe, dass ich all die Erfahrungen wollte/will. Aber dass sie auch bestimmte Erfahrungen mit mir machen wollten/wollen, das hatte ich irgendwie nicht so richtig auf dem Schirm.

Manchmal habe ich den Impuls zu Hause anzurufen, sehr selten, aber manchmal ist er da. ;) Sobald ich aber das Telefon in die Hand nehme, kann ich es nicht. Es geht einfach nicht. Ich kann nicht. Jedes mal wundere ich mich und lass es dann. Ich ruf nicht an.

Oder ich bin dann wirklich da, will etwas von mir erzählen und es ist, wie wenn mein Hirn wie leergefegt ist. Ich kann keinen Gedanken greifen, mir fällt nichts ein, einfach nichts. Auch da hab ich mich so manches Mal gewundert.

Als mir neulich, wieder durch das Buch von Anke Evertz, so deutlich wurde, dass auch meine Eltern mit MIR Erfahrungen machen wollen, hab ich mal hingespürt und mich gefragt, was denn meine Eltern mit mir erleben wollen. Die Antwort war erhellend. Vor allem meine Mutter will es erleben, dass ich nicht greifbar bin, dass sie mich nicht erreichen kann, dass ich quasi größtenteils raus bin aus ihrem Leben, sie raus aus meinem, dass ich mich nicht melde und sie so gut wie nichts von mir mitbekommt, dass ich sie nicht brauche, dass sie nicht gebraucht wird, dass sie sich als Außenseiter fühlt. Diese quasi nicht vorhandene Beziehung ist unsere Abmachung.

Das fühlt sich so schlüssig an, dass ich mich fast frage, warum ich da nicht selbst draufgekommen bin. ;) Auch bei meinem Partner sage oder mache ich manchmal Dinge, bei denen ich mich hinterher frage: Was war das denn? Auch da bediene ich Muster, halte mich an unsere Verabredung. Er will das mit mir erfahren. Es ist unser Deal. Ich bin Akteur in seinem Theaterstück und er in meinem.

Ich finde dieser Aspekt ist unfassbar wichtig. Jeder, der in unserem Leben ist und uns unsere Erfahrungen ermöglicht, hat eingewilligt und will diese Erfahrungen aus seiner Sicht, von seiner Seite erleben. Es passt perfekt zusammen. Alles passt perfekt zusammen.

Wir können aufhören uns Gedanken zu machen, ob wir ein "guter" Partner, "gute" Eltern, ein "gutes" Kind sind, ein "guter" Chef, eine "gute" Freundin, ein "guter" Nachbar. Alle diese Menschen wollen die Erfahrungen mit uns machen. Sie haben eingewilligt und wussten auf einer höheren Ebene, auf was sie sich einlassen. Wir können es nicht falsch machen und sie auch nicht.

So viele machen sich verrückt, ob das Kind vielleicht leidet oder Schaden nimmt mit der "Erziehung". So viele haben manchmal das Gefühl, dass der Partner ganz schön was mitmachen muss. So viele sagen sich, dass sie ein besserer Sohn, eine bessere Tochter sein müssten. Alle Beteiligten sind genau am richtigen Fleck und verhalten sich genau richtig. So absurd das manchmal aussehen mag.


Dienstag, 10. September 2019

Den Körper beleben

Boooom!!!! 🤩🤩🤩💥💥💥💥🎉🎉🎉🎉 Dass ich für diese Erfahrung hier bin, ist mir schon länger klar. Und gleichzeitig wollte diese Entscheidung gerade nochmal innigst neu getroffen werden. DAS macht richtig was mit mir.

Danke Anke Evertz für die Erinnerung. Deine Worte in deinem Buch "Neun Tage Unendlichkeit" hätten meine sein können. 🙏🏼❤️😊 Danke für dich!


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Genieße um Gottes Willen dieses Leben

"Genieße um Gottes Willen dieses Leben!" war gestern eine der überdeutlichen Ansagen von meinem Leben.

Ich saß da und wurde mal wieder geflutet mit Erkenntnissen und Informationen, doch vor allem mit unfassbarer Liebe. Rotz und Wasser habe ich geheult, weil diese Liebe so stark war. Es fühlte sich an wie Griesbrei mit Zimt und Zucker, wie Kartoffeln mit Butter, wie Lebkuchen mit Tee an einem kalten Herbsttag. Geborgenheit pur. Eingehüllt. Getragen. Bestätigt in allem, was ich bin und tue und so sehr geliebt.

Dieses Leben liebt uns so sehr, es will tatsächlich das Beste für uns. Alles, mit dem wir uns selbst das Leben schwer machen, ist total unnötig und überflüssig. Die Schöpfung freut sich so sehr über uns und an uns, dass ihr einfach nur unsere bloße Existenz reicht um glückselig zu sein. Wie eine Mutter ihr Baby betrachtet, das da einfach nur liegt und schläft. Sie ist so erfüllt von dem bloßen Anblick, dass es nicht mehr braucht. Das Baby muss nicht lächeln, es muss nicht schnell laufen lernen. Es reicht, dass es einfach da ist. Fertig.

Das Leben ist diese liebende Mutter. Es erwartet nichts von uns. Wir sind frei, alles zu tun und zu sein, was wir wählen wollen, erfahren wollen. Nichts davon wird von der Schöpfung verurteilt und ich meine wirklich NICHTS.

Einem jeden von uns steht ein immerwährender Strom von Fülle bereit. Das Leben überschüttet uns. Einen jeden. Die Frage ist, ob wir das glauben können, ob wir glauben können, dass er uns zusteht, ob wir uns dessen bewusst sind, oder ob wir angefangen haben, anderes zu glauben.

Mit diesen Erfahrungen gestern bin ich wieder noch tiefer in die Arme von Mutter Erde gesunken, hab mich noch mehr hineinentspannt in dieses wundervolle Leben, fühle mich noch mehr getragen, richtig, angebunden, angekommen in mir. Habe Genuss, Freude und Leichtigkeit noch weiter nach oben geschoben auf meiner Werteliste. Und es fühlt sich einfach nur richtig und großartig an. Danke Leben, für diese Erfahrung! 🙏🏼❤️🥰 Und jetzt genieße ich weiter den See, die Natur, die Vögel, die Stille, die Sonne und mich.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 9. September 2019

Freiheit - größte Sehnsucht, größte Angst

Frei sein. Ich vermute 98 % von euch würden sofort sagen: "Ja, das will ich unbedingt!"

Wirklich? Will es auch die letzte Zelle in dir? Will es jede Faser deines Sein? Oder macht dir die Vorstellung auch ordentlich Schnappatmung?

Frei sein bedeutet nicht nur, tun und lassen, was ich gerade will. Frei sein bedeutet vor allem, dass ich über dieses Tun und Lassen selbst entscheiden muss. Da ist niemand mehr, der mir sagt, was falsch und richtig ist, wo der Weg lang geht, was als nächstes zu tun ist. Da gibt niemand mehr die Richtung vor.

Frei sein bedeutet, dass da kein Chef, keine Institution, kein Amt, keine Firma mehr hinter dir steht, wenn es darum geht, für dich einzustehen. Ja, die reden dir zwar alle auch nicht mehr rein, aber da ist im ersten Moment niemand mehr, der sich vielleicht schützend vor dich stellt. Wie hab ich es genossen, in der Firma am Telefon zu sagen: "Tut mir leid. Mir sind da die Hände gebunden. Anweisung von oben." Nur weil ich zu feige war, um zu sagen, dass ICH diese Entscheidung getroffen habe.

Wie unbeholfen war ich erstmal, als ich dann wirklich keinen Arbeitgeber mehr hatte, meinen Tag zu gestalten. Ja, Himmel, was mach ich denn, wenn da kein vorgegebener Rhythmus mehr ist, wenn ich nicht mehr um 6 Uhr aufstehen muss, wenn da keine Stellenbeschreibung mir sagt, was meine Aufgabe ist? Wer bin ich denn ohne all das? Was will ICH denn?

Da ist plötzlich kein Geldgeber mehr, der dir für das, was du tust, sicher jeden Monat etwas überweist. Viele hassen es zum Beispiel Geld vom Amt zu bekommen, Auflagen zu erfüllen, Bedingungen einzuhalten. Was aber, wenn dieses Amt plötzlich ganz aus deinem Leben verschwunden ist? Was, wenn du auch da FREI bist. Ja, da sind dann keine Auflagen mehr, aber da kommt auch kein Geld mehr. Und dann?

Was hatte ich für einen Schiss, meinen Weg der Heilung weitestgehend ohne Ärzte und auf herkömmlichem Wege zu gehen. "Nur" meiner Intuition foldend. Auch da plötzlich keiner mehr, der sagt, was falsch und richtig ist. "Nur" noch ich, mein Gefühl.

Wenn du wirklich frei bist, hast du zwar erstmal "nur" noch dich. Aber Gott sei Dank HAST du dich. Du bist das Wichtigste und der größte Garant in deinem Leben. Du kannst dich auf dich verlassen. Du kannst dir trauen. Du kannst dir zutrauen, dass du dieses Leben ohne all diese Scheinsicherheiten meistern kannst. Du brauchst weder einen Geldgeber, noch einen Taktgeber, du brauchst keinen Mittler zwischen dir und deiner Wahrheit. Du, in direkter Anbindung an das Leben, das ist alles, was es braucht. Du, pur, in deiner Essenz, mit dieser unfassbaren Intelligenz, die dir Leben einhaucht, die du bist.

Wenn du dir dieser Anbindung gewahr bist, passiert etwas ganz Wunderbares. Du erlebst, dass du getragen bist. Plötzlich sind da helfende Hände und Engel in Menschengestalt. Plötzlich tun sich Möglichkeiten auf, die du niemals in Betracht gezogen hättest. Du bist nicht alleine, warst es nie.

Du bist die einzige und größte Sicherheit in deinem Leben. Deine göttliche Anbindung nach oben, deine Verwurzelung nach unten. Deine Intuition, die Tatsache, dass du Teil dieser Natur bist, gewollt bist, deinen Platz hast und versorgt bist, dass das Leben will, dass du wirkst, dass es sich durch dich erfahren kann.

Du bist pures, göttliches, reines Bewusstsein, das immer ist, immer war und immer sein wird. Du trägst alles Wissen aus allen Zeiten in dir. Nichts und niemand kann dich wirklich verletzen, auslöschen, bedrohen, dir das Leben nehmen. Du BIST immer. Jede vermeintliche Gefahr ist eine Scheingefahr. Alles, wovor wir Angst haben, eine Illusion. NICHTS kann uns etwas anhaben. Selbst wenn unser Körper sterben sollte, bleibt unsere Essenz, unser Bewusstsein.

Was also haben wir zu befürchten? Vor was sollten wir wirklich Angst haben? Es gibt keinen Grund.




Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 6. September 2019

Du musst dir die Dinge auch erlauben

Ja, Entscheidungen treffen ist wichtig, eine Wahl treffen ist wichtig. Ja, wir sind Schöpfer und so. Bla, bla... Kennen wir alles. Aber ERLAUBST du dir die Dinge auch?

Erlaubst du dir, dass es dir gut gehen darf? Vielleicht sogar besser als anderen? Besser als deinen Eltern? Besser als deinen Kindern?

Erlaubst du dir das Annehmen? Einfach so, ohne etwas dafür getan zu haben? Darfst du das?

Erlaubst du dir Leichtigkeit? Darf es leicht sein? Leicht gehen?

Erlaubst du dir Fülle? Und dann auch noch ganz ohne Mühen und Plagen? Fülle, die dich einfach so über den Haufen rennt, ohne, dass du nur einen Handschlag dafür getan hast?

Erlaubst du dir deine hohen Ansprüche, deine Wünsche, deine Träume, deine Eigenarten und Befindlichkeiten? Deine Bedürfnisse? Dein So-Sein?

Erlaubst du dir Gesundheit und die Freiheit, die mit einem komplett gesunden Körper einhergeht?

Erlaubst du dir überhaupt Freiheit, so richtige Freiheit? Oder macht sie dir Angst und es ist dir lieber, dich innerhalb deiner gewohnten, sicheren Grenzen zu bewegen, weil dich alles andere überfordern würde? Erlaubst du dir, komplett selbst zu entscheiden, was du wann tust oder eben nicht? Vertraust du dir dafür überhaupt genug? Traust du dir zu, dass du in dieser Freiheit die richtige Wahl für dich treffen kannst?

Erlaubst du dir, dass all die genannten Sachen zu dir kommen dürfen? Dass du all das SEIN darfst? Dass du all das haben darfst? Oder bist du dann ein schlechter Mensch? Ein Schmarotzer? Ein Schlendrian? Ein Großkotz? Ein reicher Pinkel? Ein Nichtsnutz? Ein Lebemann? Ein Gauner? Ein Betrüger? Ein Drückeberger? Einsam? Seltsam? Naiv? Überfordert? Haltlos? Orientierungslos?

Du musst dir vorstellen, das Leben steht vor dir mit vollbepackten Händen und wartet nur darauf, dass du endlich zulässt, dass du das Leben zulässt, das Gute, das Schöne, das Leichte, das Lebendige. Alles, was es davon abhält, die Pakete wirklich bei dir abzugeben, ist dein NEIN dazu, auf welche Art auch immer du es aussendest.

Meistens sind wir der Meinung, dass wir das alles haben wollen, sein wollen, aber das Leben liefert ja einfach nicht. Dass wir uns das alles aus den unterschiedlichsten Gründen selbst nicht erlauben, merken wir manchmal gar nicht.

Also: Was verbietest du dir noch? Was darfst du dir folglich endlich wieder erlauben?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 5. September 2019

Geld ist nicht mein Business

Da lag ich heute morgen im Bett und wurde wieder geflutet mit Erkenntnissen, mit Bewusstsein. Ich verstehe, durchdringe, werde irgendwie geschult. Momentan komme ich mir vor, wie bei einer Ausbildung von der hohen Schule des Lebens. Alles liegt voller Zettel mit Notizen, die Groschen fallen nur so. Es geht immer noch tiefer, Synapsen verknüpfen sich. Mir wird so viel gezeigt.

Da liege ich also und verstehe nochmal mehr, was hier mein Auftrag ist. Ist bin die, die die Dinge auf den Punkt bringt. Die unbequeme Wahrheiten ausspricht. Die Tabu-Themen auf den Tisch bringt. Die Informationen weitergibt. Die erklärt, durchdringt, greifbar macht. Ich bin die mit dem Megaphon in der Hand. Die auf der Bühne. Die, die schreibt. Die Videos macht. Die erzählt und redet, alles durchdringt.

Meine Kernkompetenz wird immer klarer. Gleichzeitig fällt damit ganz viel weg, was nicht mein Business ist, wie man im Englischen so schön sagt. It's not my business. Das ist nicht meine Angelegenheit.

Da liege ich und sage so zum Leben: "Ich kann mich nicht um Geld kümmern, ich hab Wichtigeres zu tun." Das Leben grinst süffisant, zieht eine Augenbraue hoch und sagt: "Ach, hast du das auch schon begriffen?" Zack! Auf die Zwölf. Ich mag ja den Humor vom Universum. ;)

Es ist tatsächlich nicht unsere Aufgabe uns um Geld zu kümmern. Wir sollen unseren Auftrag erfüllen, das machen, auf was es wirklich ankommt, was das Leben von uns will. Das Leben will das wir wirken. Dass wir wir selbst sind. Das Leben will sich durch uns erfahren. Es braucht uns dazu, unsere ganze Kapazität. Das Leben will nicht, dass wir krampfhaft versuchen, Geld zu verdienen und unseren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Das Leben stellt uns das Setting schon zur Verfügung, wenn wir nur endlich aufhören, zu glauben, dass wir das machen müssten. Das Leben braucht uns in unserer vollen Kraft und nicht erschöpft und ausgelaugt, vom Überlebenskampf.

Wir bekommen alles zur Verfügung gestellt, damit wir unser Business erledigen können, uns um das kümmern können, was wirklich wirklich unsere Angelegenheit ist.

Also Frage an dich: Wenn die Beschaffung von Geld nicht deine Angelegenheit ist, wenn du darauf bauen kannst, dass das Leben alles für dich besorgt, was du brauchst für deine Ideen, Projekte, dein "Überleben", was würdest du den lieben langen Tag tun? Wie würde dein Leben dann aussehen?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche






Mittwoch, 4. September 2019

Das Unmögliche ist möglich

Im Moment finden enorme Ablöseprozesse statt. Gefühlt geht es um die Illusion der Unfreiheit, das Erleben in irgendeiner Form eingesperrt zu sein, nicht so zu können wie man wohl möchte, ausgeliefert sein, Ohnmacht. Irgendetwas oder irgendwer scheint uns zu hindern. Besser gesagt gehindert zu haben.

Da mögen Menschen und Umstände in unserem Leben sein, die uns immer wieder erleben ließen, dass wir eingeschränkt sind, dass wir nicht komplett wir selbst sein können, dass da einfach Grenzen sind.

Dieses Erleben ist eine Illusion, die wir gewählt haben. Wir wollten diese Erfahrung haben, machen, fühlen, mit jeder Zelle erleben, wie das ist, unfrei zu sein.

Nun können wir eine neue Wahl treffen. Nie - so zumindest fühlt es sich an - konnten wir uns so kraft- und wirkungsvoll für Freiheit entscheiden, für FreiSEIN. Alles, was uns vorgegaugelt hat, dass wir nicht frei sind, kann jetzt erlöst und abgewählt werden. Ganz leicht. Also verhältnismäßig leicht, verglichen mit den letzten Jahrhunderten der erlebten Knechtschaft. ;)

Was wäre, wenn wir mal den Blickwinkel ändern und die Menschen und Umstände als das sehen, was sie sind - Statisten und Requisiten in unserer eigenen Inszenierung, in unserem eigens für uns gespielten Stück? Was wäre, wenn wir in Erwägung ziehen, dass unsere bloße Entscheidung, nun eine andere Erfahrung machen zu wollen, die Erfahrung der Freiheit, dazu führen würde, dass sich alle Beteiligten auf einmal anders verhalten und diesem "Wunsch" nachkommen? Der Regisseur gibt einfach eine neue Anweisung.

Was wäre, wenn wir in Erwägung ziehen, dass Menschen und Umstände, die jahrelang, jahrzehntelang immer gleich waren, plötzlich anders sein können? Was wäre, wenn wir alles mit Augen betrachten, die das ganze Szenario noch nie gesehen haben? Wenn wir neu Maß nehmen? Menschen ansehen und nicht davon ausgehen, dass wir sie kennen und dass wir ja sowieso wissen, wie sie reagieren, handeln, denken? Was wäre, wenn wir mit all diesen Menschen und Umständen plötzlich ganz neue Erfahrungen machen könnten, ein neues Stück gespielt wird?

Was wäre, wenn wir dem Leben zutrauen, dass es unserer neuen Regieanweisung nachkommt und uns ab jetzt Freiheit erfahren lässt, mehr und mehr? Was wäre, wenn wir das einfach nur in Erwägung ziehen müssten? Wir müssen es nicht gleich glauben, aber es könnte sein, dass... Was wäre, wenn wir den Wundern, dem scheinbar Unmöglichen einfach mal einen Spalt breit die Tür aufmachen würden?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 2. September 2019

Der Schmerz darf mit am Tisch sitzen

Meine Freundin, Soulsister und Weggefährtin Maja haut ja regelmäßig voll die Knaller raus. Das war der Knaller von heute Morgen zum Thema "alles ist richtig".

Der Schmerz saß am Wochenende mit uns am Tisch. Er war einfach da. Wir saßen zusammen und er durfte dabei sein.

Er hat auch gar nicht gestört. Wir wollten ihn nicht loswerden, wir wollten ihn nicht verheimlichen. Wir sind nicht in Mitleid verfallen. Er war da und hat sogar mit uns gelacht. Wir durften ganz sein. Komplett mit allem. Eine wunderbare Erfahrung.

Danke Maja!   

Und gerade kam noch eine Erkenntnis zu mir: Ich glaube, wir dürfen uns mit genau all dem zeigen. Wir dürfen nicht nur zu Hause hinter verschlossener Tür "krank sein". Krankheiten sind keine Krankheiten. Krankheiten sind einfach natürliche Reaktionen unseres Körpers, der genau weiß, was gerade gut für uns ist. Sie müssen nicht weggemacht oder verheimlicht werden. Wir dürfen damit sichtbar werden, um dieses "Heile-Welt-Ding" und "nur gesund ist richtig", dieses Leistungsding endlich abzulegen. Wir sind nicht falsch, wenn wir krank sind. Wir sind sogar ziemlich richtig damit.

Fotos Canva
Text: Maja Siebel
Gestaltung: Anja Reiche

Alles ist pure Liebe

Alles, was gerade in deinem Leben ist, ist pure Liebe, universelle, göttliche Liebe. Die Liebe des Lebens für dich.

Das Leben liebt dich so sehr, dass es unbedingt möchte, dass du dich erkennst.

Jede Herausforderung, jede Krankheit, jeder Konflikt kann, wenn er genutzt wird, dazu führen, sich selbst zu erkennen. Für nichts anderes sind sie gut. Sie sind der Spiegel, den uns das Leben hinhält. Die Frage ist immer, was sollen wir darin erkennen? Wozu wird uns das gezeigt, was da gerade da ist? Wofür dient dieser Ausdruck des Lebens gerade? Wie kann ich dadurch mich selbst erkennen? Mir wieder ein Stück näher kommen? Wieder ein Stück mehr in meine Urschwingung, in meinen Urzustand kommen? Wieder ein wenig mehr der werden, als der ich gedacht bin? Wo ist das Geschenk darin? Die Gaben des Lebens?

Dieses Leben liebt uns so unendlich. Niemals würde es uns aufs Geratewohl Leid zufügen.

Ich fühle mich so getragen und geführt, so angebunden und versorgt, auch wenn manche Dinge unangenehm sind. Ich merke, dass ich ganz weich bin, dass ich alles zulassen kann, sein lassen. Ich habe aufgehört zu urteilen. Über die Umstände, über die Zustände. Es ist, was es ist. Es ist da. Es dient meinem höchsten Wohl, in welcher Form auch immer.

Da ist tiefe Ruhe und Frieden mit allem. Mit den Symptomen, den ein oder anderen Fragezeichen, mit den Dingen, die ich noch nicht durchdrungen habe, mit Unwissen. Es darf alles da sein. ALLES! Und gleichzeitig, mit all dem, lebe ich ein erfülltes, freudvolles Leben.

Ja, ich hatte die letzten beiden Tage immer mal wieder Bauchschmerzen und auch wirklich keine schönen. Koliken sind nicht so der Knaller. Und gleichzeitig macht es keinen Unterschied. Ich hatte eine großartige Zeit. Ich liebe mein Leben.

Ja, da ist diese Unwägbarkeit, die ich früher so gehasst habe. Ich weiß nie, ob und wann sie wiederkommen, diese Bauchschmerzen. Das ist etwas, was ich nicht steuern kann. Und es ist auch gleichgültig. Ja, ich plane Veranstaltungen. Ja, auch da könnte das passieren. Es könnte eine Veranstaltung abgebrochen werden müssen, weil ich plötzlich und unerwartet Bauchschmerzen bekomme. Das könnte passieren. Und es wäre in Ordnung. Ich will es nicht vermeiden. Es wäre dann wohl für alle genau die richtige Erfahrung.

Gerade muss ich echt weinen. Ich glaube, es ist so wichtig, dass ich das erlebe, erlebt habe und euch davon erzähle. Das macht weich. Das macht weit. Es ist eine radikale Erlaubnis von allem.

Ich nehme alles, wie es ist und feier dieses Leben. Ich muss nicht warten, bis alles perfekt ist, bis ich gesund bin, bis dies oder jenes endlich eingetreten ist. Das muss niemand von euch. Genau jetzt, mit allem, was da ist oder eben noch nicht da ist, kann und will dieses Leben gefeiert und geliebt werden. Da ist nichts falsch. Es IST einfach und mit all dem kann ich genau jetzt glücklich sein, im Frieden.

All das ist Ausdruck der Liebe des Lebens uns gegenüber. Es dient uns, uns zu erkennen. Es dient uns, in die Freiheit zu kommen, die unsere wahre Natur ist.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 1. September 2019

Es ist immer alles richtig

Die letzten Tage waren herausfordernd. Körperlich ist gerade richtig was los. Symptome, die ich schon lange abgelegt wähnte, sind plötzlich wieder am Start. Wie Gewitter entlädt sich so viel. Was wir auf Bewusstseinsebene über so lange Zeit herausgelöst haben, fliegt jetzt gefühlt explosionsartig aus den Körpern, aus den Zellen, aus der Materie. Der Körper zieht nach.

Da kann es sein, dass das scheinbar Überholte nochmal Aufmerksamkeit braucht, noch mal angenommen werden will, aufrichtig anerkannt und dann entlassen werden will.

Für mich geht es gerade extrem darum, mich mit all dem sein zu lassen, nicht zu werten oder gar in Panik zu verfallen. Es ist wie es ist. Es darf so sein. Ich darf damit sein. Ich bin damit richtig. Es gibt nichts zu verändern.

Radikale Selbstannahme. Absolute Hingabe. Hineinsinken in all das. Die Wellen über mir zusammenbrechen lassen.

Ich tauche wieder auf. Bin ich immer. Werde ich wieder. Geläuterter. Freier. Größer. Gesünder. Heiler.

Das Leben macht keine Fehler. Ich mache keine Fehler. Nie.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 31. August 2019

Erwartungen haben vor allem mit warten zu tun

Im Moment sehe ich mich einer großen Herausforderung gegenüber. Ich bekomme unzählige Nachrichten auf allen Kanälen. Im Messenger türmen sie sich geradezu. Dann ist da noch Whats-App. Da sind Emails, privat und geschäftlich. Und natürlich Kommentare auf Facebook, die ich besonders liebe, weil ich den öffentlichen Austausch am meisten mag. Da haben so viele andere auch etwas davon. Einige haben bestimmt schon bemerkt, dass ich manchmal über einen Kommentar auf Facebook besser zu erreichen bin, als in einer Nachricht. ;)

Das Ding ist, wenn ich die Erwartung an mich selbst habe, auf alle Nachrichten wirklich zu antworten und das auch noch zeitnah, dann mache ich den ganzen Tag nichts mehr anderes. Ich beobachte mich und immer, wenn ich es nicht tue - also das Antworten - dann ist das wie eine Notiz im Hinterkopf, die mir sagt: "Das musst du aber noch machen."

Diese eigene Erwartung an mich selbst, dass ich jedem antworten muss, erzeugt Stress. Es führt dazu, dass ich das Gefühl habe, dass immerzu etwas unerledigt ist, offen ist, auf der To-Do-Liste steht. Ich bin nicht wirklich im Moment, da zieht etwas an mir. Ich warte darauf, dass ich es tue.

Was würde denn passieren, wenn ich es ganz neutral betrachte? Mir schreiben Menschen. Sie lassen ihre Gedanken da. Haben vielleicht auch Fragen an mich. Möchten eventuell einen Termin ausmachen. Und dann passiert etwas ganz Interessantes. Nämlich schon alleine diese Tatsache, dass da etwas "an meiner Haustür abgegeben wird", löst den Impuls aus, dass ich jetzt handeln muss. Und das stimmt nicht. Es stimmt einfach nicht. Da wurde was dagelassen, ja, aber ich muss es nicht zu meinem machen, nicht zu meiner Ver-Antwort-ung machen.

Jetzt werden einige von euch aufschreien und rufen: "Ja, aber das gehört sich doch! Die warten doch auf Antwort!" Genau, sie warten. Sie er-warten. Sie glauben, mich zu brauchen, damit ihr Leben in irgendeiner Form weitergehen kann. Und auch das stimmt nicht. Niemand ist davon abhängig, ob ich antworte, ob es wirklich einen Termin bei mir gibt, ob das angefragte Projekt dann tatsächlich stattfindet.

Sie warten auf mich. Er-warten. Ich warte. Darauf, dass ich endlich reagiere. Er-warte, dass ich den Er-wartungen der anderen nachkomme. Alle warten nur noch. Das ist Stillstand. Wir können genau jetzt aufhören zu warten, zu er-warten. Alle. Beide Seiten.

Ich lasse mein Gefühl entscheiden. Ich entscheide nach Gefühl, ob ich Nachrichten lesen möchte. Ich entscheide nach Gefühl, ob ich dann antworten will. Manchmal kann ich nämlich gar nicht. Da ist alles schwarz in mir, kein Gedanke formt sich. Also lass ich es. Alles andere wäre erzwungen und nicht ehrlich. Mein Gefühl, meine Intuition ist so großartig und weise, da kann ich es gar nicht falsch machen. Für alle wird genau das Richtige passieren.

Ich weiß, dass das ziemlich krass ist und manche würden vielleicht sogar sagen, es wäre geschäftsschädigend. Ich sage, es ist einfach nur ehrlich. Ehrlich mag ich.

Schreibt mir gerne weiter. Am liebsten ohne Erwartungen. ;)

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 27. August 2019

So geht Schöpfung

Kürzlich hab ich einen ganz wunderbaren Spruch gelesen: "Wenn du aufhörst, bedürftig zu sein, kann das zu dir kommen, was du nicht mehr begehrst."

Genau so paradox funktioniert dieses Leben, zumindest ist das meine Erfahrung. Umso mehr ich Dinge will, umso deutlicher signalisiere ich dem Leben, dass ich sie nicht habe und dieses Nichthaben wird verstärkt. Das Mangelgefühl ist der Antrieb der Schöpfung. Die Aufmerksamkeit liegt auf dem Nicht-Vorhanden-Sein. Quasi auf der Lücke.

Wenn wir etwas in unserem Leben haben wollen, was bislang noch nicht da ist, dann reicht es, eine bloße Entscheidung dafür zu treffen. Mehr ist es nicht. Mehr braucht es nicht. Und dann dürfen wir das Leben machen lassen.

Diese Entscheidung dürfen wir mit dem Bewusstsein treffen, dass das ausreicht, dass wir ausreichen, dass es so einfach ist. Diese Entscheidung darf rein sein, aus einer Neutralität heraus getroffen werden. Es gilt, damit nichts zu vermeiden oder irgendetwas ausweichen zu wollen. Wenn wir etwas haben wollen, um etwas anderes zu erreichen, also "um zu...", dann ist die Entscheidung nicht rein. Dann geht es uns nicht um die Sache an sich, sondern um das, was wir damit erreichen bzw. vermeiden wollen, wie unangenehme Gefühle zum Beispiel. Viele wollen Geld, damit sie die Unsicherheit nicht spüren müssen, wollen gesund sein, damit sie wieder leistungsfähig sind, etc.

Etwas begehren und etwas wählen sind für mich zwei komplett unterschiedliche Qualitäten. Begehren hat etwas Fanatisches für mich, etwas Bedürftiges, da ist irgendwie Mangel zu spüren, als würde das Leben davon abhängen, das zu bekommen, was man begehrt.

Wenn ich dagegen etwas wähle, dann hat das etwas Erhabenes, Weises und auch Neutrales. Da ist weder Widerstand gegen das, was ich nicht wähle, noch eine Abhängigkeit von dem, was ich wähle. Es ist einfach eine Wahl zwischen zwei oder mehreren Dingen, die im Wert gleich sind. Ich entscheide einfach, mit was ich jetzt Erfahrungen machen möchte. Fertig. Ganz unaufgeregt und ruhig, klar und ausgerichtet, aus meiner Mitte heraus, in meiner Größe.

Schöpfung und sein Leben gestalten ist so viel einfacher als wir glauben. Wir sind so viel größer und machtvoller als uns meist klar ist. Wir sind göttlich.

Göttlichkeit gepaart mit tiefster Demut und Weisheit bringt die schönsten Schöpfungen zustande. Und der Satz ist schon wieder ein extra Bild wert.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 26. August 2019

Helden-Mutmach-Geschichte deluxe

Ich könnte quietschen vor Freude!!! Wenn ich solche Stories höre, dann kribbelt's mir überall, ich grinse im Kreis, feier dieses geniale Leben und vor allem, die Menschen, die den Mut hatten, sich auf ihren Weg zu machen, ihre Träume in Angriff zu nehmen.

Das ist Meike Schönfeld. Meike ist meine Nachbarin aus der anderen Doppelhaushälfte. Mitte Februar diesen Jahres hat sie zum allerersten Mal ihren innigsten Wunsch, ihren größten Traum in der Öffentlichkeit ausgesprochen. Beim Begegnungsabend, den ich damals im DoppelLecker Genussbus veranstaltet habe, ging es genau um diese Lebensträume.

Meike erzählte davon, dass sie so gerne Brautkleider verkaufen würde. Sie hatte sich sogar schon als Praktikantin in einem Brautladen beworben, nur um das tun zu können, bei dem ihre Augen unfassbar anfangen zu strahlen. Mehr als einmal hatte sie, und gefühlt alle Teilnehmer inklusive mir, Tränen in den Augen, während sie davon erzählte. Da steckte wirklich Herzblut drin.

Ihren "normalen" Job hat Meike schon vor einiger Zeit reduziert, sodass sie freitags immer frei hat. Wen wundert es also, dass eine andere Teilnehmerin meinte, sie hätte Kontakt zu einer Brautmodenmesse, die würden immer Aushilfen suchen, freitags, in Düsseldorf. Zack!!! Bähm! Große Augen, Gänsehaut. Kontaktdaten wurden ausgetauscht. Daraus wurde zwar letztlich nichts, aber die Lunte brannte.

Dieser Abend im Bus hat Meike nicht mehr losgelassen. Einige Wochen später pflegt sie von ihrem Lieblings-Brautmoden-Label den Instagram-Account, hilft auf der Messe mit, die Augen leuchten. Meike ist in ihrem Element. Sie sieht sich in einem Video, das während der Messer gedreht wurde und ist überrascht. So glücklich hat sie sich noch nie gesehen. Ab da ist klar: "Wenn ich dem nicht nachgehe, dann ist das Hochverrat an mir selbst."

Wieder ein paar Wochen später, erzählt sie mir tatsächlich, dass sie in Rekordzeit einen Businessplan geschrieben hat und jetzt der Banktermin anstehe. Sie will ihren eigenen Brautmodenladen aufmachen. Mir fällt die Kinnlade runter. Der Businessplan geht so schnell durch, dass sogar die Bankangestellte verwundert war. Im April bekommt Meike grünes Licht. Dat Dingen is geritzt.

Und was soll ich euch sagen? Am Samstag, den 14.09.2019 ab 11 Uhr ist Eröffnung von frau schönfeld, dem neuen Brautmodenladen in Westerkappeln (Kreuzstr. 16a, 49492 Westerkappeln). Wenn ich nur daran denke und wie sich alles entwickelt hat, wie magisch sich die Dinge gefügt haben, seit Meike für diesen Traum geht, dann hab ich schon wieder Pippi inne Augen. Was für eine Story!

Dieser Laden hat Seele. Meike will nicht einfach "nur" Brautkleider verkaufen. Sie transportiert eine ganz klare Message: Jede Frau ist schön. Jede Braut, kann mit ihrem Outfit diese Schönheit unterstreichen, verstärken. Meike sieht diese Schönheit und weiß genau, was es braucht, dass sie auch zur Geltung kommt. Meike ist ein Unikat, ihr Laden ist ein Unikat, ihr Spirit einzigartig.

Davon wollte ich euch heute einfach erzählen. Solche Heldengeschichten kann es nicht genug geben. Wenn ihr diese mutige Frau kennenlernen wollt, dann kommt gerne zur Eröffnung oder folgt ihr auf instagram.

Geht für euren Traum. Sprecht darüber. Macht euch sichtbar damit. Ihr habt diese Visionen nicht umsonst. Das Leben will euch. Euch, so wie ihr gedacht seid.


Samstag, 24. August 2019

Heilkreis - In Harmonie mit der Uressenz

Mich treibt eine Idee aus dem Bett. Schon gestern Abend fing sie an, zu keimen.

Ein großer Bestandteil meines eigenen Weges war (ist?) die körperliche Selbstheilung. Schon so viele Wunder hab ich selbst erlebt, bei anderen mitbekommen. Ich weiß, dass alles möglich ist, dass wir alles in uns tragen, was die Heilung braucht, dass wir eigentlich schon heil sind und das abfließen lassen dürfen, was wir nicht sind. Es geht schlicht darum, wieder in Harmonie mit unserer Essenz zu kommen.

Ich möchte einen Raum aufmachen, in dem genau das geschehen kann. Einen Raum, in dem alles fließen darf, was fließen will, einen Raum der Heilung, der Erinnerung an unsere Uressenz.

Ich will wissen, was passiert, wenn sich Menschen versammeln, die sich dessen bewusst sind, dass sie Schöpfer sind, die sich darauf einlassen, dem Raum zu geben, was gerade Raum braucht, die sich auf ihre Größe einlassen, auf den Körper und seinen derzeitigen Zustand, die bereit sind, alles zuzulassen, was nötig ist, damit der Körper wieder in Harmonie kommt, die bereit sind, die höchste Liebe zu wählen, was immer das bedeuten mag.

Wir leben in einer Zeit, in der es schnell gehen kann und darf. Wir können Altes und Überholtes so schnell ablegen, wie noch nie. Es darf leicht sein.

Ich will hier absolut kein Heilversprechen geben. Ich weiß nicht, was passieren wird. Ich bin lediglich neugierig, folge einem starken inneren Drang und stelle mich zur Verfügung mit allem, was mir mitgegeben wurde. Gefühlt habe ich eine Aufgabe. Ich bin Katalysator, Transformationshelfer, Erinnerer. Menschen erinnern sich im Kontakt mit mir an ihre Uressenz, an ihre Urschwingung. Etwas kommt zum Klingen. Ich will wissen, was möglich ist. Ich will experimentieren und vor allem, den Raum bieten.

Vielleicht hole ich mir ein, zwei wunderbare "Heilerinnen" dazu, die ebenfalls den Raum halten, sich für den Energiefluss zur Verfügung stellen, mit ihrem Sein Mitwirken, mit ihrer Weisheit, mit ihrem grandiosen, reinen Bewusstsein. Die, an die ich denke, wissen von ihrem Glück noch nichts. So ist das mit meinen Ideen.

Ich möchte weder eine feste Zeit vorgeben, noch eine Teilnehmerzahl. Es wird alles genau richtig passieren. Nehmt euch einfach genug Zeit, zwischen 1-3 Stunden ist alles möglich.

Donnerstag, 29.08.2019
Ab 10 Uhr
Zoom-Meeting
Preis: 50 EUR
Zahlung vorab per PayPal
Anmeldung per Mail an mail@anja-reiche.de

Ich freu mich absolut, mit euch zusammen geschehen zu lassen, zu entdecken, mich einzulassen.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 23. August 2019

Über die Illusion der heilen Familie

Wieso glauben wir eigentlich, dass wir uns unbedingt gut mit unseren Eltern verstehen müssen? Wieso glauben wir, dass ein geheiltes, friedvolles, erlöstes Verhältnis zu unseren Eltern ausschließlich so aussieht, dass wir sie um uns haben können, wie ein Buddha lächelnd, voller Wohlwollen und dass sie mit uns machen können, was sie wollen, es uns aber keinen Schmerz mehr bereitet, dass da keine Wut mehr hochkommen darf, dass uns nichts mehr nerven darf?

Ausgemachtes Ziel ist es, mit unseren Eltern sein zu können und wir müssen im tiefsten Frieden bleiben, egal, was sie treiben und sagen. Für mich ist das kein ausgemachtes Ziel, sondern ausgemachter Schwachsinn.

Ich stell mich doch auch nicht hin, halte meine Hand ins Feuer unter Schmerzen und sage mir: "Ich muss es schaffen, dass mir das nicht mehr weh tut, dass keine Brandblasen mehr entstehen."

Ich bin für mich zu folgender Wahrheit gekommen: Unsere Eltern haben vor allem den Auftrag, uns auf unsere Aufgabe vorzubereiten. Auf Seelenebene ist da ein Deal, dass sie uns bestmöglich auf das vorbereiten, was wir in die Welt bringen wollen. Für mich gehörte da dazu, Ohnmacht, Kleinheit, Begrenzung, emotionalen Missbrauch, Mangel und Misstrauen, Verdrängung sämtlicher Gefühle, Verbot von Wut, Abspruch der eigenen Wahrheit und Wahrnehmung uvm zu erleben. Mein Plan war es, mich daraus zu befreien, zu erleben, dass es geht und darüber zu berichten, anderen damit Mut zu machen.

Unsere Eltern sind nicht dafür da best friend zu sein. Nur weil man blutsverwandt ist, muss man sich noch lange nicht mögen. Und man muss auch nicht so lange meditieren, sich optimieren und zu Tode transformieren bis man es augenscheinlich mit den Eltern in einem Raum aushält.

Es ist ok, wenn wir keinen Kontakt ertragen können. Es ist ok, wenn sie nicht unsere besten Freunde sind, wenn wir nichts mit ihnen und ihrer Lebenseinstellung anfangen können. Es ist ok, wenn wir keine Lust haben hinzugehen, weil es uns hinterher schlechter geht als vorher. Es ist ok, dass uns ihre Besserwisserei, ihre Übergriffigkeit, ihre Opferhaltung auf den Nerv gehen, dass wir nach geraumer Zeit in ihrem Dunstkreis nicht mehr wir selbst sind, wütend werden, aus unserer Mitte fallen.

Das heißt nicht, dass wir noch was zu bearbeiten hätten. Das heißt vor allem, dass unser Körper uns ganz klar sagt, was uns gut tut und was nicht. Wir dürfen für uns sorgen. Wir dürfen ein Umfeld verlassen, das uns nicht mehr zum Wachstum dient, das nicht förderlich ist, nicht zuträglich.

Wenn du das Gefühl hast, dass in der Begegnung noch Wachstum steckt, dass eure Beziehung noch nicht erfüllt ist, dass ihr noch nicht alles erledigt habt, für das ihr euch verabredet habt, dann geh hin und wachse.

Wenn du allerdings das Gefühl hast, dass das absolut vertane Lebenszeit ist und das überhaupt nichts mehr Konstruktives und Nährendes für dich hat, dann bleib weg und löse dich von dem Gedanken, das du da hin müsstest, weil es ja die Eltern sind und sich das so gehört. Das ist Bullshit. Sie haben dir das Leben geschenkt, sie haben dir deine Aufgaben gezeigt und damit entsteht keine Verpflichtung zu lebenslanger Loyalität und sich mögen müssen.

Wir können auch unsere Themen nicht verpassen und es ist auch keine Flucht. Wenn da noch ein Thema war, dem ich somit "ausgewichen" bin, dann fällt es mir doch sowieso wieder auf die Füße. Dann halt mit dem Nachbarn, dem Chef oder dem Partner. Wir können uns nicht ausweichen oder verfehlen. Wir verpassen schon nichts.

Wir haben nichts davon, uns zu geißeln aus einer falschen Vorstellung von Frieden heraus, aus einer falschen Vorstellung von Liebe.

Liebe ist, sein lassen können. Andere, aber vor allem mich selbst. Liebe ist, gut für mich zu sorgen. Liebe ist, Situationen, Orte und Menschen zu verlassen, die mir nicht gut tun. Zu diesen Menschen, die wir verlassen, dürfen auch die Eltern zählen.

Unsere Eltern dürfen sein und bleiben wie sie sind und ich darf meine Konsequenzen daraus ziehen und mir selbst zeigen, wie sehr ich mich achte und liebe.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 22. August 2019

Ich lasse die Situation los, damit ich frei sein kann

Ein wunderbarer Satz, der mich heute Morgen gefunden hat. Eine kraftvolle, entspannende Entscheidung, gerade dann, wenn man vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht.

In Sachen Partnerschaft scheint im Moment wieder einiges im Feld zu sein. Alte Verstrickungen zeigen sich, ein Gerangel und Gemenge, um in die neue Form von Beziehung zu kommen.

Freiheit in der Beziehung, in der Partnerschaft ist möglich. Freiheit in der Begegnung ist möglich. Raum für Entfaltung, Platz für Ent-wicklung. All das geht. Wie? Keine Ahnung.

Uns wird nichts andres übrig bleiben, als fröhlich vor uns hin zu experimentieren. Ausprobieren, viel reden, gnadenlos ehrlich zueinander sein, ALLES aussprechen, alle Gefühle zulassen, nicht mehr werten, keine Erwartungen und gleichzeitig auch das sein lassen können. Dann werten wir eben, dann erwarten wir eben manchmal noch, aber wir merken es wenigstens, werden uns bewusster und bewusster. Können immer wieder eine neue Wahl treffen. In jedem Moment. Wie soll es stattdessen sein? Welche Qualitäten will ich wählen und leben?

Kein Kind lernt an einem Tag laufen. Es braucht so einige Versuche. Es braucht Training. Am Anfang ist alles noch wackelig und unsicher. Der kleinste Windstoß bringt es aus dem Gleichgewicht und es fällt hin. Später kann das Gelände noch so unwegsam sein und das Kind springt sicher, vielleicht sogar auf einem Bein, daher.

Wir stecken auch noch in den Kinderschuhen, was das neue Denken angeht und vor allem das neue Handeln. Hinfallen und wieder aufstehen. Versuchen, probieren, üben, Geduld haben, ausflippen, kurz eskalieren und weitermachen. Irgendwann klappt's, dessen bin ich mir sicher. Wir sind Meister, die üben. Let's go on!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 21. August 2019

Das einzig Maßgebliche, das noch bleibt, ist unsere Intuition

Wir haben nichts weiter als unser Gefühl, unsere innere Stimme, unsere Intuition.

Die Welt, wie sie mal funktioniert hat, wie sie uns erklärt und "beigebracht" wurde, wird mehr und mehr aus den Angeln gehoben. Alte Konzepte und Ideen über das Leben und dessen Sinn, Beziehungen, Partnerschaften, Beruf, Gemeinschaft, Erziehung, Schule funktionieren nicht mehr.

Die Dinge müssen anders werden. Wir wissen das. ES muss anders werden. Das Leben will anders gelebt werden. Wir wissen aber nicht wie. Wir haben da so eine Ahnung, aber noch so ziemlich keine Erfahrung.

Wir befinden uns im Blindflug. Wenn wir Glück haben, kennen wir zumindest den einen nächsten Schritt. Manchmal kennen wir noch nicht mal den.

Pioniere gehen voran. Probieren aus. Denken neu. Denken um. Kommen immer mehr vom Kopf ins Herz.

Wir sind diese Pioniere. Wir sind die, die mutig Neuland betreten in so ziemlich allen Lebensbereichen auf einmal. Ohne Plan. Ohne Konzept. Ohne Netz und doppelten Boden. Ohne Garantie.

"Nur" unser Gefühl ist unser Navi, unsere Sicherheit, unsere Garantie, das einzige Ass im Ärmel. Unser tiefes Wissen, dass es anders geht, gehen muss.

Mehr ist da nicht. Das ist unser einziger Richtwert, unsere einzige Norm, das einzige, was wirklich zählt. Wir sind blank. Blitzeblank. Nur wir und unser Gefühl. Fertig. Und das reicht. Das reicht dicke. Das ist alles, was wir brauchen. Legen wir los. Wir haben das noch nie so gemacht. Ich bin mir sicher, dass es großartig wird.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 20. August 2019

Respekt

Willst du mit Respekt behandelt werden? Willst du, dass dieser oder jener Mensch, dich endlich respektiert, dein Sein respektiert, deinen Weg, deine Entscheidungen? Willst du geachtet werden? Mit Würde behandelt? Wertschätzung erfahren?

Sollen sie dich endlich so sein lassen wie du bist? Dir die Anerkennung zukommen lassen, die dir eigentlich schon so lange zusteht? Sollen sie endlich erkennen wie großartig du bist? Was du kannst? Wie gut du bist, in dem was du tust? Sollen sie endlich an dich glauben?

Wie steht es denn um dich selbst? Um den Umgang mit dir? Kannst du das alles bei dir selbst? Respektierst du deinen Weg, dein Sein, deine Entscheidungen, dein bisheriges Leben? Achtest und ehrst du dich als das göttliche Wesen das du bist? Bist du dir deines Wertes bewusst und demonstrierst du dir jeden Tag wie sehr du dich liebst?

Glaubst du an dich? Siehst du deine Großartigkeit? Dein Können? Deine Gaben und Talente? Siehst du deine Einzigartigkeit und deine Besonderheit? Und wenn du sie siehst, erkennst du sie an? Ist da Anerkennung für dich selbst?

Wie sehen sie aus, deine Akte der Liebe dir selbst gegenüber? Wie oft bist du stolz auf dich? Klopfst dir auf die Schulter, sprichst dir Mut zu, bist dir dankbar für das, was du schon alles für dich getan hast? Wie milde und mitfühlend bist du mit dir? Wie viel Verständnis hast du für dich und deine vermeintlichen Schwächen? Wie nachsichtig gehst du mit dir um?

Behandelst du dich selbst mit jenem Respekt, den du bei anderen so vehement einforderst?

Unsere Mitmenschen können uns nur so gut behandeln wie wir uns selbst behandeln. Wie können wir von ihnen etwas erwarten, was wir noch nicht einmal selbst bei uns können?

Vor ca. zweieinhalb Jahren hab ich das Gebet geschrieben, das ihr auf dem Foto sehen könnt. Ich habe es für mich getan, weil es echt nötig war. Eine Wohltat für mein System.

Ich wünsche euch von Herzen Achtung, Würde und Respekt euch selbst gegenüber. Respekt von anderen muss man sich nicht verdienen. Respekt von anderen bekommt man, wenn man sich selbst respektiert.
 
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 19. August 2019

Das Leben ist eine Reise zu uns selbst und weit über uns hinaus

Kann man immer noch tiefer in sich einsinken, noch mehr in sich ruhen, noch tiefer verwurzeln in diesem Leben, ankommen in sich selbst?

Man kann... Ich kann. Es passiert immer wieder. Die letzten Tage wieder extrem. Was für ein Frieden. Was für eine Stille in mir. Was für eine tiefe Ruhe. Und gleichzeitig eine Kraft, eine Klarheit und Reinheit. Ein Wissen um mich, meinen Weg, den Sinn meines Lebens. Wer bin ich. Wo bin ich. Warum bin ich. Was bin ich. Wie bin ich. Alles klar. Einfach klar. Völlig schlüssig.

Ich fühle mich wie ein klarer Bergsee. Er liegt da einfach. Die Oberfläche spiegelglatt. Tief. Kraftvoll. In ihm ist alles enthalten. Ohne jegliche Bewegung pulsiert er. Es scheint nichts zu passieren und gleichzeitig alles. Es ist alles da. Schon passiert. Schon fertig. Bereit erfahren zu werden. Da muss nichts mehr werden. Es ist. Ich kann eintauchen, wieder auftauchen. Ich bin der See und diejenige, die den See erfährt gleichzeitig. Wasser und Schwimmer zugleich.

Über so viele Jahre waren da Fragezeichen um Fragezeichen. Da war Unruhe, Unzufriedenheit, Unwissen, Ungeduld. Ich hab gehadert, gezweifelt und gleichzeitig immer wieder gehofft und vertraut. Bin hingefallen und wieder aufgestanden. Hab geglaubt, mich gefunden zu haben und just im nächsten Moment wieder verloren. Ein Aspekt nach dem anderen hat sich gezeigt. Ein Puzzleteil nach dem nächsten sortiert. Dann wieder ein Wirbelsturm und alles war von neuem durcheinander. Aufgebaut, wieder eingeworfen, hingestellt, wieder umgedreht. Tausend mal und noch öfter hab ich mich wieder auf die Beine gestellt, an den Haaren aus dem Sumpf gezogen, mich wieder in meine Mitte geatmet, mich immer wieder für mich selbst entschieden. Hab mich zig mal verlassen und bin wieder zu mir zurückgekehrt.

Jede Heimkehr ist inniger. Jede Entscheidung für mich selbst noch stärker. Meine Wurzeln wachsen immer tiefer in die Erde, die Äste immer weiter in den Himmel. Der Stamm ist mittlerweile so kräftig und stabil. So sehr ist alles gereift. So sehr bin ich gereift. Begreife mich und das Leben mit einer Selbstverständlichkeit, nach der ich so lange gesucht habe, mich gesehnt habe.

Die Reise geht weiter, immer weiter. Es geht immer noch tiefer und noch höher. Weder nach innen noch nach außen gibt es Grenzen. Ich kann immer noch weiter in mich vordringen und mich immer noch weiter ausdehnen. Noch mehr erforschen, entdecken, erleben, erfahren. Was für ein Geschenk. Was für ein Abenteuer.

Prädikat "äußerst empfehlenswert"!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 18. August 2019

Schuld und Scham sind hausgemacht

Schuld und Scham sind keine natürlichen menschlichen Gefühle. Ist euch das eigentlich bewusst? Schuld und Scham können wir nur empfinden, wenn wir etwas tun oder sind und dann jemand von außen kommt und uns sagt, dass das falsch ist, dass sich das nicht gehört, dass "man" das nicht macht. Wir fangen an, das zu glauben und uns nach diesen Richtlinien verhalten zu wollen. Wenn wir es dann nicht schaffen, uns nach diesen fremdauferlegten Normen zu verhalten, kommen diese Gefühle in uns auf.

Würden wir frei von Bewertungen und Beurteilungen aufwachsen, würden wir Schuld und Scham gar nicht empfinden können. Wir würden diese Gefühle schlicht nicht kennen. Für uns wäre die Welt in Ordnung. Egal, was wir tun oder sind.

Später brauchen wir keine äußere Bewertung mehr. Wir fühlen uns schuldig und schämen uns schon alleine deswegen, weil in unserem Kopf imaginäre Bewertungen stattfinden. Wir sind es so sehr gewohnt, dass wir beurteilt und verurteilt werden, dass die Stimmen in unserem Kopf das schon ganz automatisch von alleine machen. Wir stellen uns vor, was andere über uns sagen oder denken könnten.

Schuld und Scham sind hausgemacht. Schuld und Scham sind kreiert. Diese Gefühle finden nur in Bezug auf die mögliche Reaktion von anderen statt. Ist das krass oder ist das krass?

Die tatsächliche Bewertung in Kindertagen macht die Stimmen in unserem Kopf. Dann reicht im Erwachsenenalter die bloße Vorstellung und die Gefühle sind da. Die Gefühle, die wir eigentlich von Natur aus gar nicht kennen. Selbstverständlich erleben wir auch als Erwachsene tatsächliche Bewertung. Keine Frage. Aber das meiste ist Kopfkino und findet so gar nicht statt.

Keine Ahnung warum. Das wollte ich einfach mal erzählt haben. Vielleicht weil Schuld und Scham wirklich auslaufen dürfen. Sie sind überflüssig und so notwendig wie ein Fisch ein Fahrrad braucht. Schuld und Scham tragen nicht gerade zur freien Entfaltung unseres wahren Wesens bei. Schuld und Scham behindern nur. Schuld und Scham halten uns klein. Schuld und Scham halten uns in der Norm, halten uns in Zaum. Da gehören wir aber nicht hin. ;)

Ich will auch gar nicht auf die schimpfen, die bewerten. Wir tun es ja selbst am kritischsten. Ich will einfach dazu anregen, genau jetzt damit aufzuhören, sich zu schämen, sich schuldig zu fühlen.

Werden wir wieder un-schuldig und un-verschämt. Das ist unsere wahre Natur. Legen wir diese künstlichen Emotionen ab. Nehmen wir ihnen den Antrieb - unsere Aufmerksamtkeit.



Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 17. August 2019

Wir sind hier, um bewusster zu werden

Wenn wir alles, was in unserem Leben ist, je war und sein wird, unter diesem Aspekt sehen, hat alles Leid direkt ein Ende. Jegliches Drama ist sofort vorbei. Dann ist alles das, was es wirklich ist, eine Chance noch bewusster zu werden, eine Gelegenheit zu wachsen, sich zu weiten, sich zu erkennen, zu wandeln, neu zu definieren. Sich zu begreifen, zu erfahren. Zu erleben, wer man ist und wer man vielleicht stattdessen sein will. Eine Möglichkeit, zu wählen.

Jede Erfahrung dient unserer Evolution. Jede Erfahrung macht uns reicher. Jede Erfahrung ist richtig und wichtig. Jede Erfahrung ergänzt unser Spektrum, fließt ein in das Bewusstseinsfeld von Allem-was-ist. Durch jede Erfahrung von uns, erfährt sich das Leben selbst.

Jede Sekunde deines Lebens nährt Gott.
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Ute Ullrich - Lebensfreude auf zwei Beinen

Ich will euch mal die Frau vorstellen, mit der zusammen ich Couch and Concert ins Leben gerufen habe - Ute Ullrich. Ihre Geschichte ist so krass und mutmachend, dass ich euch unbedingt davon erzählen will.

Schon als Kind will sie Sängerin werden. Ein Ruf, der quasi schon immer da ist. Was dann plötzlich weg ist, ist ihre Stimme. Die Stimmbänder versagen, kein Ton mehr kommt raus. Unzählige Stimmband-OP's folgen. Mal ist die Stimme kurz wieder da, dann wieder weg. Ihr Traum bleibt. Ein tiefes Wissen sagt ihr: "Ich bin Sängerin." Den Prognosen und Warnungen aller Ärzte zum Trotz, schont sie ihre Stimme nicht, sondern fängt wieder an zu singen und bleibt dabei. Die Stimme bleibt auch. Heute ist sie Sängerin.

Mit Anfang zwanzig ein Tumor am Auge. Diagnose der Ärzte: "Du hast noch ein halbes Jahr." Doch Ute, wäre nicht Ute, wenn sie sich davon hätte beeinrucken lassen. Damals fällt ihr ein Buch von Joseph Murphy in die Hände, in dem beschrieben steht, wie machtvoll das Unterbewusstsein ist, wie machtvoll Autosuggestion. Ein tiefes, inneres Wissen sagt ihr, dass sie gesund ist, dass jede Zelle gesund ist, dass sie leben wird. Rund um die Uhr ist sie sich dessen bewusst, spricht es sich immer wieder vor. Der Tumor wird entfernt, untersucht und ist... gutartig. Das Auge ist zwar futsch, aber Ute lebt.

Diese Frau hat wirklich Erfahrungen gemacht und Dinge bewegt, die ihr Leben prägen. Ihre positive Art und das Bewusstsein, dass wir Schöpfer sind, dass unsere geistige Ausrichtung und Haltung Berge versetzen können, strömen ihr aus jeder Zelle.

Diese Frau ist nicht einfach "nur" Sängerin. Sie hat das Leben verstanden, spürt den Puls der Zeit, trägt tiefe Weisheit in sich. Für mich ist sie Schamanin, eine Stammesälteste, ein Urweib. Sie trägt das alte Wissen in sich, ist angebunden an ihre Essenz. Da ist so viel Liebe und Mitgefühl, soviel gute Laune, Humor und Tiefe. Ihre Texte und Lieder, die Worte, die sie spricht, haben mir schon so oft Gänsehaut gemacht. Da spricht Wahrheit!

Bei dem Gedanken, dass wir beide zusammen wirken dürfen, einen Raum aufmachen und mit Menschen sind, gemeinsam Menschen erinnern und berühren dürfen, etwas in ihnen zum Klingen bringen dürfen, bin ich jetzt schon voller Vorfreude und Dankbarkeit. Die Energie, das Feld, das entsteht, wenn unser beider Seelen einen Raum erfüllen, lässt mich demütig werden. DAS will ich erleben und ich freue mich auf jeden Einzelnen, der diese magische Zeit, diesen Tag mit uns zelebriert und dieses Feld mit seinem Sein bereichert.

Ute, ich liebe dich!