Sonntag, 23. Juni 2019

Lass einfach das weg, was es nicht ist

So oft auf unserem Weg stellen wir uns die Frage, was es denn nun eigentlich für uns ist, wo es hingehen soll, welchen Weg wir einschlagen wollen, was das Richtige für uns ist.

Manchmal reicht es schon, wenn wir wissen, was es nicht mehr ist und immer mehr von dem konsequent wegzulassen. Radikal, ohne zu wissen, was es stattdessen sein soll. Einfach weglassen.

Dadurch entsteht immer mehr Raum. Wir haben immer mehr Zeit, Platz, Luft zum Atmen. Ein herrliches Vakuum entsteht, das zwar viele nicht gut aushalten können, das aber letztlich das anziehen kann, was wirklich in unser Leben gehört.

Unklarheit und Nichtwissen, Verwirrung und Planlosigkeit sind nicht gerade populär und dennoch sind sie so wichtig und gehören einfach auch dazu. Diese Phasen der Lösungslosigkeit dürfen sein.

Und wenn wir schon nicht wissen, was wir gerade wollen, dann schmeißen wir doch schon mal das raus, was auf keinen Fall mehr passt. Ausmisten und entrümpeln, entfreunden und von der To-do-Liste streichen. Herrlich!

Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob ich einfach nur weiß, was ich nicht möchte oder ob ich auch tatsächlich entsprechend und ehrlich danach handle. Ich kann es sehr empfehlen dieses Aufräumen und Seinlassen. ;) Es lebt sich bei weitem leichter ohne all den Ballast, ohne das Müssen und sich zwingen. Wer hätt's gedacht?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 22. Juni 2019

Wahre Liebe lässt sein - mich und andere

Wenn ich glaube, ein bestimmtes Verhalten von anderen zu brauchen, damit es mir besser geht, bin ich auf dem Holzweg. Jegliches Wohlbefinden, wofür ich andere brauche, jegliche Zufriedenheit, jegliche Bedürfnisbefriedigung, die von anderen abhängig ist, ist eine Lüge und nur eine kurzfristige Befriedigung an der Oberfläche.

Wenn ich scheinbar andere brauche, damit mein Leben funktioniert, dann ist das nicht die Wahrheit, dann darf ich nochmal ganz genau hinschauen. Irgendwo gibt es da einen Irrglauben.

Wir dürfen selbst dafür sorgen, dass es uns gut geht. Niemand ist dafür verantwortlich unser Leid zu lindern, unsere Päckchen mitzutragen, unser Leben zu ordnen. Wenn jemand oder etwas unser Leben "stört", unsere Ordnung stört, dann gibt es irgendwo noch eine Verstrickung, eine Unwahrheit. Wenn etwas im Außen uns tatsächlich stören kann, uns unseren inneren Frieden "rauben" kann, dann war der Frieden noch nicht echt.

Es gibt diesen schönen Satz: "Alles, was die Seele aufrüttelt, ist Glück.". Alles, was uns durchzurütteln vermag, zeigt uns, wo wir noch nicht in der Balance sind, wo wir vielleicht noch Ängste, Widerstände oder andere unterdrückte Gefühle haben, wo wir eben noch nicht frei sind. Wo wir glauben, noch etwas von außen zu brauchen, von anderen, vom Leben, von Vorgesetzten, dem Partner, der Freundin, dem Nachbarn.

Eigenverantwortung ist das Zauberwort. Selbstfürsorge. Ich darf für mich sorgen und mir alles geben und erlauben, was ich brauche. Ich darf dafür sorgen, dass es mir gut geht. Ich darf Frieden in meinem Inneren machen. Ich darf meine Themen selbst lösen. Ich darf aufhören, von anderen zu fordern. Ich darf aufhören, zu glauben, dass irgendjemand für irgendwas in meinem Leben zuständig wäre. Entweder der andere gibt mir etwas aus freien Stücken oder eben nicht. Es gibt nichts einzufordern, es gibt keine Schuld, es gibt keine Verpflichtungen. Und so handhabe ich es auch mit dem Geben. Entweder ich gebe aus freien Stücken und weil ich wirklich will, oder ich lasse es bleiben. Ich gebe nicht, weil es sich so gehört, weil man es erwartet oder weil da "noch eine Rechnung offen ist".

Ich sage nichts, weil der andere es hören will. Ich sage es, weil ich es meine. Ich schweige nicht, nur weil ich weiß, dass der andere meine Worte unbequem finden könnte. Ich schweige, wenn es für mich stimmig ist. Versteht mich nicht falsch. Ich respektiere voll und ganz mein Gegenüber, aber ich handle nicht gegen meine eigene Wahrheit.

Oft genug habe ich die Wahrheit und die Bedürfnisse von anderen über die meinen gestellt. Ich habe mich verraten und verkauft, klein gemacht, weil ich nicht anecken wollte, wollte am besten jedem gefallen und absolut vermeiden, dass jemand enttäuscht von mir ist oder sauer auf mich.

Noch heute ist es teilweise eine Herausforderung, wenn ich weiß, dass jemand, der mir nahe steht, gerade nicht gut auf mich zu sprechen ist. Doch dieses unangenehme Gefühl bringt mich nicht mehr dazu, mich und meine Wahrheit zu verraten. Ich bleibe stehen und vor allem bleibe ich mir treu. Ich verlasse mich nicht mehr für andere. Ich bleibe bei mir, in mir und in meiner Größe.

Begegnungen mit Menschen, das Zusammenleben mit Menschen, die komplett in ihrer Verantwortung sind, ebenfalls in ihrer Größe, die jeden und alles so sein lassen können, die selbst für sich sorgen und klar und ehrlich kommunizieren, die in der Lage sind, zu reflektieren und bei sich zu bleiben, sind so ein großes Geschenk. Das Leben ist plötzlich so einfach. Ich muss nicht aufpassen, was ich sage, ich muss nicht aufpassen, was ich tue oder nicht tue. Ich darf einfach sein, unzensiert, ohne Einschränkung.

Wahre Liebe lässt frei. Mich und andere. Wahre Liebe fühlt sich leicht an. Wahre Liebe stellt keine Bedingungen. Wahre Liebe lässt sein. Mich und andere. Wahre Liebe braucht nichts. Wahre Liebe weiß, dass alles da ist, dass ich alles in mir finde, jeder in sich. Immer.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 20. Juni 2019

Ich mach' es mir leicht

Ich mach es mir leicht. Und das mit vollster Absicht und Überzeugung.

Habt ihr diesen Satz auch schon mal als Vorwurf bekommen? "Ja, du machst es dir leicht!" "Du hast leicht reden."

Ja, ich hab leicht reden. Ja, ich mach es mir leicht. Gott sei Dank. Schwer hatte ich lange genug. Mit der Erfahrung bin ich echt fertig. Sobald etwas anfängt kompliziert zu werden, schwer, zäh, drückend, lass ich es direkt bleiben. Ich trete einen Schritt zurück und atme erstmal.


Wie kann es jetzt leichter werden? Ich glaube, dass Schwere nicht unsere Natur ist. In der Natur gehen die Dinge mühelos. Hast du schon mal eine Katze ächzen hören vor Stress? Hat die Blume beim Erblühen je gestöhnt? Macht sich der Vogel Gedanken, ob seine Jungen wohl das Fliegen ordentlich lernen oder ob sie brav sind und nur niemandem aufs Auto kacken? Nicht wirklich, oder?

Wir dürfen es uns leicht machen. Wir dürfen Dinge auf die leichte Schulter nehmen, Risiken eingehen, spielen, ausprobieren, hinfallen und der Freude folgen. Was sich gut anfühlt, ist richtig.

Her mit dem leichten Leben! Ich finde leicht, freudig, neugierig, verspielt sein großartig. Kinder lernen und entwickeln sich am besten beim Spielen, beim Ausprobieren, in der Freude, beim Spaß. Kritik, Regeln, Warnungen, Vernunft und Kontrolle sind kontraproduktiv. Das zerstört jeglichen Entdeckergeist, jegliche Kreativität, jegliche Individualität. Bei Erwachsenen ist das genauso.

Ich bin Kind. Ich bin unvernünftig. Ich handle ausschließlich aus dem Bauch heraus. Ich folge Impulsen und vor allem folge ich der Freude und der Leichtigkeit. Frei nach dem Motto "Wenn es kompliziert wird, ist es nicht die höchste Wahrheit."! Dann ist es höchste Zeit, es anders zu machen.


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Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 17. Juni 2019

Es gibt keinen Mittelweg

Die Zeit der faulen Kompromisse und Halbherzigkeiten ist vorbei. "Vielleicht" ist keine Option. Etwas ein bisschen machen geht nicht mehr. Etwas mit halber Kraft machen, das so lala anfühlt, ist echt über. Ja oder nein. Das sind die einzigen zwei Optionen, die es noch gibt.

Will ich etwas oder nicht? Hab ich ein Ganzkörper-Ja oder nicht? Dazwischen gibt es nichts mehr. Fühlt es sich gut an? Ja, nein? Fertig!

Wir brauchen keine logischen Argumente mehr. Unser Gefühl ist das einzige Argument, das zählt. Kein Rumgeeier, keine Ausreden. Klarheit ist angesagt. Auf den Punkt kommen ist dran. Frage - Antwort. Machen oder lassen.

Wir dürfen in jedem einzelnen Moment so radikal und rigoros wählen. Und wir können das auch. Kein Mensch braucht mir etwas anderes erzählen. Wir wissen IMMER ob etwas stimmig für uns ist oder nicht. Lassen wir radikal das weg, was nicht stimmig ist. Seien wir bereit, alle Konsequenzen daraus zu tragen. Entscheiden wir uns für ein klares, einfaches Leben. Keine Geschwurbel mehr, keine Verstrickungen mehr, keine Verwirrungen mehr, keine Geschichten mehr, keine Dramen, keine ellenlangen Wenn-dann-Verkettungen, Eventualitäten und Optionen, keine Pro-und-Kontra-Listen. Nur will ich oder will ich nicht. Ganz oder gar nicht. Ganz einfach.

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Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 16. Juni 2019

Vertrauen ist für Anfänger

Ihr wisst, dass ich gerne provoziere. Und gleichzeitig ist dieser Satz gar keine Provokation sondern absolute Wahrheit. Meine Wahrheit und auch Majas. Gestern Nacht hat sie uns getroffen.

Vertrauen ist eigentlich überflüssig und manchmal sogar hinderlich. Wenn ich weiß, dass ich etwas kann, dann brauch ich kein Vertrauen. Wenn ich weiß, dass etwas tatsächlich passieren wird, weil ich es fühle, dann brauch ich kein Vertrauen.

Vertrauen brauch ich dann, wenn zwischen dem Wissen, der Vision und der Manifestation ein Zeitraum liegt und/oder ich noch unsicher bin, ob ich mir und meiner Weisheit glauben kann. Wenn es Zweifel in mir auslöst, dass das, was ich weiß und fühle noch nicht da ist.


Auf mein erstes Buch zum Beispiel hab ich zehn Jahre "gewartet". Von der Vision zur Manifestation. Vertrauen hätte ich in der Zwischenzeit prinzipiell nicht gebraucht. Ich wusste ja eigentlich, dass es kommt. Ich hab es ja gefühlt. Aber ich hab mir nicht über den Weg getraut, dachte, dass ich mir was einbilde. Was ist schon ein bloßes Gefühl...? ;)

Vertrauen ist großartig und ich hab so oft dazu aufgerufen, welches zu haben. Ab einem bestimmten Punkt im Leben ist es nicht mehr notwendig. Vertrauen weicht Wissen. Vertrauen weicht Wahrheit, der eigenen Wahrheit. Mein Gefühl ist ganz selbstverständlich wahr. Ich zweifle es nicht mehr an.

Manifestation ist vollendetes Wissen. Und eigentlich ist es tatsächlich schon mit dem Wissen vollendet. Damit ist es schon fertig, auch wenn es noch nicht sichtbar ist. Es ist im Feld. Es ist energetisch schon da. Es hat bereits Bewusstsein. Mein Bewusstsein. Ich weiß, dass es geschehen wird und damit brauche ich nichts mehr tun, als meinen Impulsen zu folgen. Logisch oder unlogisch. Machen ist wichtig. Und wenn es gerade nichts zu tun gibt, gibt es nichts zu tun. Bewusstsein, die innere Ausrichtung, bewirkt meistens mehr als jegliches Tun.

Dieses tiefe innere Wissen braucht kein Vertrauen. Dieses Wissen IST.

Und bei dir? Ist dein Vertrauen eher ein Hoffen oder ist dein Vertrauen Wissen?










Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 13. Juni 2019

Verbundenheit meets Freiheit

Ich bin verbunden. So sehr wie noch nie. Ich bin vernetzt, getragen, gehalten, aufgefangen, eingebunden, verwoben in wunderbare Gemeinschaft. Diese Verbindung hat nichts Einengendes, Verstricktes. Diese Verbindung ist Freiheit.

Es ist Geben und Nehmen gleichermaßen. Das Nehmen ist leicht, bedingungslos, voller Liebe. Das Geben, ebenfalls bedingungslos, nährt. Es ist ein Geben, bei dem man hinterher mehr hat als vorher. Ein Geben, das nicht leer macht. Das Gefäß, aus dem ich schöpfe, ist unerschöpflich, weil ich selbst die Quelle bin. Ich bin angebunden an mich selbst. Ich gebe in diese Verbindung und beim Geben bekomme ich so viel zurück.

Diese Verbindung, die gleichzeitig frei ist, ist das Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Das ist das, was schon jedes Kind einfach nur will und braucht. Wurzeln und Flügel. Da ist jemand, wenn man Halt braucht, eine Basis, zu der man immer zurück kann, wo man andocken und auftanken kann. Da ist aber auch Freiraum für eigene Erfahrungen, Platz für Individualität und Alleinsein. Ausschwärmen und zurückkommen. Draußen Erfahrungen machen, zuhause diese teilen und verarbeiten. Wir sind eins und trotzdem Individuen. Kinder werden auffällig, wenn eins dieser Grundbedürfnisse nicht befriedigt wird. Und Erwachsene?

Ist es zu eng in einer Verbindung, ist da keine Luft zum Atmen, findet ein Aufopfern statt, ist es genauso ungesund, wie wenn man sich komplett abspaltet und aus jeder Beziehung herausgeht, nur noch mit sich ist, keine Nähe zulässt und dicht macht.

Manche glauben, ohne Verbindung nicht sein zu können und verlieren sich darin, haben Angst vor dem "mit sich alleine sein", wissen gar nicht wer sie sind, ohne die anderen. Sie werden zur Last, weil sie sich selbst verlassen haben.

Wieder andere leben das krasse Gegenteil und sind nur noch in der Trennung, haben Angst vor Nähe, vor Verletzbarkeit, Angst sich zu verlieren, wenn da jemand zu nahe kommt, Angst benutzt zu werden, ausgesaugt und als leere Hülle zurückzubleiben. Mit ihnen wird man nicht warm, sie sind nicht greifbar, dabei und doch nicht wirklich "da". Eben auf Distanz.

Ich kenne beide Extreme. Erst wurde ich zum Versorgen anderer und zum Aufopfern "erzogen" und als ich darauf keine Lust mehr hatte - besser gesagt die Schnauze voll davon hatte - bin ich ins andere Extrem gegangen, habe dicht gemacht. Angriff die beste Verteidigung. Nur keinem zu nahe kommen. Das war beides nicht das gelbe vom Ei. ;)

Und heute? Heute schaue ich mich um, sehe all diese wunderbaren Menschen, meine Seelenfamilie und Herzensmenschen, diese grandiosen Zauberwesen, die ich so sehr liebe und grinse von einem Ohr zum anderen. Ein wohliges Seufzen entkommt mir. Ich sehe mein weit offenes Herz. Ich erlebe mich so nahbar, so tief in der Begegnung. Ich bin angekommen.

Da ist diese Gemeinschaft, die mir Wurzeln gibt und gleichzeitig Flügel verleiht. Wir nähren uns, inspirieren uns, halten uns, schubsen uns, waschen uns gegenseitig den Kopf. Wir leben Nähe und Freiheit gleichzeitig. Da sind diese Menschen, die mich wachsen sehen wollen und denen ich gleichermaßen beim Wachsen helfe. Da ist mein Zuhause. Da ist meine Heimat. In diesem Kreis.

Warum das jetzt geht? Ein jeder von uns ist komplett in der Eigenverantwortung. Ein jeder von uns sorgt für sich. Da sind keine Braucher, keine Ver-Braucher. Da sind Schöpfer, Göttinnen, Götter, Selbstversorger. Und weil wir wissen, dass der andere uns nicht braucht und alles, was wir geben, ein Guatsl oben drauf ist, macht es so viel Freude. Da ist kein Fordern aus einer Opferhaltung, kein Versorgen müssen. Da ist keine Trennung aus Angst vor Nähe, sondern ein alleine sein wollen, weil sich jeder genug ist.

Da sind komplett vollständige Menschen, in sich ruhende, in sich geschlossene Systeme, gesund, heil, die miteinander ein wieder vollständiges, neues, größeres, ebenfalls gesundes System ergeben. Pulsierend, lebendig, im Fluss, voller Liebe und Wertschätzung. Ohne Lecks, ohne Energieräuber, völlig verbunden mit sich selbst.

Dann geht Anbindung, dann geht Verbindung, dann geht Freiheit in der Verbindung, dann geht Gemeinschaft und Individualität gleichzeitig. Wenn jeder bei sich bleibt, muss sich keiner für den anderen verlassen. Wenn jeder bei sich bleibt, ist immer jemand zu Hause. Diese Menschen treff ich gerne.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 11. Juni 2019

Triff aus der Gleich-Gültigkeit heraus eine neue Wahl

Es muss dir gleichgültig sein, was passiert. Es muss gleich gültig sein. Es muss die gleiche Gültigkeit haben, den gleichen Wert. Nur dann kann wirklich eine freie Wahl getroffen werden.

Erst wenn ich bereit bin tatsächlich zu sterben, im übertragenen wie im tatsächlichen Sinne, dann kann ich mich wertneutral FÜR das Leben entscheiden. Erst wenn es auch ok wäre, arm zu sein, kann ich mich frei und neutral und ohne Widerstand für Reichtum entscheiden.

Erst wenn wirklich das passieren darf, was ich so unbedingt vermeiden will, erst wenn ich bereit bin, auch das zu erleben, kann ich wählen und mich FÜR das entscheiden, was ich stattdessen erleben will.

Erst wenn es ok ist, krank zu sein, weil es den gleichen Wert hat wie Gesundheit, kann ich wirklich aus tiefstem Herzen Gesundheit wählen. Erst wenn ich mich nicht mehr GEGEN etwas entscheide, gegen etwas, gegen das ich innerlich noch kämpfe, kann ich mich wahrlich FÜR eine neue Erfahrung entscheiden.

Ich bin sie gestorben diese tausend Tode. Immer und immer wieder hat mich das Leben aufgeknackt, mich weich und bereit gemacht für all das, was ich auf keinen Fall wollte. Erst als ich bereitwillig auch das angenommen habe, wirklich bejahend, konnte es eine Wende geben.

Erst als ich mir erlaubt habe, krank zu sein, konnte ich gesund werden. Erst als ich mir erlaubt habe, kein Geld zu haben, konnte Geld in mein Leben kommen. Erst als ich wirklich bereit war, den Tod zu wählen, auch sterben zu dürfen, als die Panikattacken über mich hinwegrollten, erst dann konnte ich mich wirklich FÜR das Leben entscheiden. Erst als ich bereit war, Ohnmacht anzunehmen, zu fühlen, da sein zu lassen, anzuerkennen, konnte ich in meine Macht finden.

Diese Bereitschaft wirklich alles erleben zu dürfen - sei es eine Trennung, der Verlust eines liebgewonnenen Menschen, der Verlust der äußeren Sicherheit, Krankheit, Armut, Schwäche, Ohnmacht, Angst - macht erst wirklich frei. Dann ist nämlich auf einmal nichts mehr falsch und ich kann aus meinem tiefsten inneren eine Wahl treffen. Frei, offen, ohne das zu verurteilen, was ich nicht wähle.

Diese Freiheit schafft letztlich den Boden für Urvertrauen. Dann kann ich mich meiner Seele übergeben, ihrer Führung. Ich muss nichts mehr kontrollieren, weil alles passieren darf. Alles, was sie erleben will, bin ich bereit auch zu erleben. Es ist ein Trugschluss, dass uns unsere Seele in Schwierigkeiten bringt. Sie schüttelt uns nur so lange, bis wir loslassen, bis wir zulassen, bis wir davon ablassen, kontrollieren zu wollen.

Hören wir auf zu kontrollieren, hört sie auf zu schütteln. Dann sind wir unerschütterlich. Dann ruhen wir in uns. Dann ist alles gleich gültig. Dann haben wir aufgehört, zu urteilen. Dann haben wir angefangen, wirklich frei zu wählen und zwar das, was unsere Seele für uns will.

Ich bin bereit, schon lange. Meine Seele führt, schon lange. Ich bin meine Tode gestorben und lebe umso mehr. Die Bereitschaft zu sterben, innerlich, immer wieder, wie auch äußerlich, macht letztlich frei fürs Leben. DAS ist Freiheit für mich. Nur aus der Gleich-Gültigkeit heraus können wir wirklich eine Wahl treffen.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 10. Juni 2019

Du bist dein schärfster Richter

Dein eigenes Urteil ist es, das dir das Leben so schwer macht. Du erzählst dir tagein, tagaus, was nicht sein darf, was schon längst sein müsste und was um Gottes Willen nie passieren darf.

Du erzählst dir, dass du auf keinen Fall schwach sein darfst, dass du andere nicht verletzen oder gar enttäuschen darfst. Dass du mehr Geld verdienen solltest, dich mehr anstrengen müsstest, nur etwas mehr Disziplin an den Tag legen müsstest.

Dass deine spirituelle Entwicklung echt schneller gehen sollte, dass du dich nur nicht immer so anstellen bräuchtest. Dass du zu langsam bist, zu doof für "Schöpfersein", dass du es einfach nicht auf die Kette kriegst. Dass alle anderen an dir vorbei rauschen, die es besser können, die einfach mehr auf dem Kasten haben.

Wenn es dir mal wieder nicht so gut geht und du erschöpft bist, weinen musst, wenn mal wieder ein Thema hochkommt, dann machst du dich fertig, weil das jetzt echt nicht mehr passieren sollte. Und die Zipperlein, die dein Körper so hat, über die müsstest du auch echt schon lange hinweg sein. Irgendwas machst du eindeutig falsch. Du bist einfach zu blöd.

Merkst du was? Du bist es, der sich das den lieben langen Tag erzählt. Kein anderer. Das sind deine Stimmen im Kopf. Du machst dich immerzu fertig. Würdest du mit deinem besten Kumpel, deiner liebsten Freundin auch so reden? Oder wärst du da etwa milde? Verständnisvoll? Nachsichtig? Oder gar liebevoll und wohlwollend?

Würdest du vielleicht darauf hinweisen, was derjenige schon alles geschafft und gemeistert hat? Aus was er sich schon befreit hat? Was er oder sie schon alles geheilt und auf links gedreht hat in seinem Leben?

Was wäre denn, wenn du einfach mal mit dir zufrieden wärst, mit dem, was du schon alles geleistet hast? Was wäre denn, wenn du mal all die Urteile und Richtersprüche zurücknehmen würdest? Was wäre denn, wenn du mal geduldig mit dir wärst, anerkennend, wertschätzend, so wie du auch zu anderen bist? Was wäre denn, wenn der innere Richter mal durch die innere beste Freundin, den besten Freund ersetzt wird? Hör mal hin, was die so zu sagen hätten zu deinen vermeintlichen Unzulänglichkeiten. Ist angenehmer, oder?


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 9. Juni 2019

Welches Umfeld brauchst du?

Bei Pflanzen ist es für uns selbstverständlich, dass sie das optimale Umfeld brauchen, um richtig gut gedeihen zu können. Wir schauen ganz genau wo der richtige Standort ist, ob sie Sonne verträgt, wie oft sie gegossen werden soll, welche Pflanzen in der Umgebung gut dazu passen, welche sich vielleicht nicht so gut vertragen, ob der Boden der richtige ist. Wir wollen ja, das beste Ergebnis, die volle Blüte oder gute Ernte und dafür sorgen wir.

Und was ist mit uns? Schaffen wir für uns ebenso selbstverständlich die optimalen Bedingungen? Ein Umfeld, in dem wir wachsen und gedeihen können, uns entwickeln und entfalten? In dem wir zur vollen Blüte kommen, die beste Ernte einfahren?

Was tut uns wirklich gut? Welche Mitmenschen sind förderlich? Versorgen wir uns mit den richtigen Nährstoffen, körperlich wie geistig? Bekommen wir genug Licht? Auch im übertragenen Sinne? Sind da vielleicht Schädlinge, die uns aussaugen oder Krankheiten, die an einem anderen "Standort" weggehen würden?

Vielleicht darfst du auf dein zartes Pflänzchen besser achtgeben. Was brauchst du JETZT, um dich genau in diesem Moment wohl zu fühlen? Was brauchst du generell, um dich optimal entwickeln zu können? Was braucht deine Pflanze für eine Pflege?

Samstag, 8. Juni 2019

Welche Werte willst du leben?

Wenn es um die Frage geht, was ich in meinem Leben will, dann geht es für mich meistens um Werte. Welche Werte will ich leben? So richtig deutlich gemacht, greifbar hat das Mischa für mich. Er hat dem Kind einen Namen gegeben, das in Worte gefasst, was ich unbewusst schon die ganze Zeit gemacht habe. Ich habe Werte für mich festgelegt. Immer wieder. Neu.

In Zeiten, in denen es mal wieder rüttelt und ich einige Fragezeichen habe, Dinge sich neusortieren, prüfe ich meine Werte. Passt das noch zu mir, für was ich mich mal entschieden haben?

Heute Morgen habe ich mir wieder meine Werte notiert. Welcher Mensch will ich sein? Wer will ich für mich und auch für andere sein?

Mitgefühl ist eins meiner höchsten Güter, ja schon fast mein Markenzeichen. Liebe auf zwei Beinen, Mama für Erwachsene. Ja, das macht mich aus. Ja, das kann ich. Ja, das will ich. Frei von Aufopferung. Frei von Mitleid. Einfach ein weit offenes Herz haben, den anderen wirklich sehen, einen Raum aufmachen, in dem er einfach sein darf und kann und gesehen wird - von Herz zu Herz.

Auf meiner Liste stehen auch Güte, Freude, Leichtigkeit, Verbundenheit, Hingabe, Offenheit, Echtheit, Großzügigkeit, Neugier, Erfüllung, Wertschätzung, Milde, Berührung, Weichheit, Verletzlichkeit, Humor, Einklang von Körper, Geist und Seele. Das Forschen steht ebenfalls auf dieser Liste. Ich bin Entdecker, Forscher, Erklärer, Sichtbarmacher, Wortefinder.

Das sind Messwerte. Daran kann ich mich orientieren. Das hilft bei Entscheidungen. Was dem nicht enspricht, hat in meinem Leben nichts verloren.

Oft machen wir uns Stress, weil wir uns fragen, was unsere Berufung ist, für was wir hier sind. Wir meinen ein Business auf die Beine stellen zu müssen. Wir meinen einen Beruf wählen zu müssen, alles in enge Schubladen packen zu müssen. Was, wenn wir lediglich Werte wählen brauchen? Qualitäten, die wir leben wollen?

Was mir auch immer wieder hilft, ist, mich dafür zu entscheiden, ALS WAS ich mich erleben will, WAS ich erleben und erfahren will. Ich habe mich dafür entschieden, jemand zu sein, der anderen die Hand reicht auf ihrem Weg in ihre Größe. Ich habe mich dafür entschieden, ein Geschenk für die Welt zu sein mit dem, was ich bin. Ich habe mich dafür entschieden, mich als Werkzeug des Lebens zur Verfügung zu stellen und dem Plan meiner Seele zu folgen. Ich habe mich dafür entschieden, dass ich es erleben will, Seminare zu geben, Seminarleiter zu sein. Ich habe mich dafür entschieden, Autorin zu sein. Ich werde erfahren, wie es ist einen Bestseller veröffentlicht zu haben (mindestens). Ich will mich auf Bühnen erleben, in größeren Hallen. Ich will Postkarten von mir in der Welt sehen. Interviews geben, fürs Reden bezahlt werden, dafür, dass andere mir zuhören. Und auch für die Millionärin hab ich mich entschieden. Auch das will und werde ich erleben und erfahren.

Wie sich das alles jeweils zeigt und zum Ausdruck bringt, wie es dazu kommt, werde ich sehen. Meine Wahl ist getroffen und ich werde immer wieder neu wählen, immer wieder korrigieren, wenn es nötig ist. Vieles davon ist ja schon da. Anderes wiederum steht noch an und OB das passiert ist nicht die Frage, sondern lediglich wann.

Als was willst du dich erfahren? Welche Werte willst du leben? Wer willst du für andere sein?

Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 5. Juni 2019

Heilsein ist Fluss

Wann immer mein Körper in letzter Zeit Aufmerksamkeit möchte, durch Schmerzen, Symptome, Auffälligkeiten, mache ich folgende innere Reise, führe diesen inneren Dialog, geh in dieses innere Bild.

"Ich fühle meinen Körper, die Stelle, die sich gerade bemerkbar macht. Ich nehme sie wahr, wohlwollend, spüre hin und schicke ihr ein inneres Lächeln. Alles in mir entspannt sich. Ich mache mich weit, mache auf und lasse alles fließen, was sich an dieser Stelle angestaut hat. Alles, was dieses Symptom, diesen Schmerz erzeugt hat, kommt in Fluss. Alles, womit ich es genährt und erschaffen habe, fließt zurück zu mir, in meine Mitte, zurück zum Schöpfer, in den Alchemie-Kessel, der alles verwandelt. Dieser Kessel befindet sich in Höhe des Solarplexus. Hier fließt sie hin, meine Macht, meine Schöpferkraft, hier sammelt sie sich wie flüssiges Gold. Hier darf neu entstehen, was der Liebe entspricht, der göttlichen Ordnung, dem Plan meiner Seele. Es ist, als würde ich Gold in mir einschmelzen und neu gießen, ihm eine neue, zuträgliche Form geben. In diesem Kessel entsteht das, was meinem Urzustand entspricht. Die Zellen erinnern sich, sie kennen ihre eigentliche Aufgabe. Gesund, vital, pulsierend, lebendig, in höchster Liebe schwingend tun sie ihren Dienst. Heil, ganz, vollständig. Jetzt und immer."

Mit dieser Herangehensweise, die eines Nachts zu mir kam, werden wir immer lebendiger, unsere Zellen werden wiederbelebt, erfüllt mit unserer Liebe und Energie. Wir nehmen wieder Kontakt auf und erkennen an, was unser Bewusstsein kann. Unser Bewusstsein IST Leben. Alles, was wir mit unserem Bewusstsein versorgen, lebt. Alles, was fließt, lebt und ist gesund. Das Leben ist Fluss.

So oft haben wir aus Unwissenheit den Kontakt zu unserem Körper verloren, haben die Verantwortung für die Symptome abgegeben und er hat das getan, was nur logisch ist. Er hat angefangen zu sterben, sich zu verformen, zu kranken. Ihm fehlt unsere Liebe und dass wir komplett in ihm wohnen. Ihm fehlt unser Bewusstsein, unsere Aufmerksamtkeit, unsere Liebe, die durch ihn fließt. In jede Zelle. Ziehen wir wieder ein in unser Haus, in unser Gefährt, in unseren Körper.

Bringen wir alles in Fluss, was sich angestaut hat, lieben wir, was vernachlässigt wurde. Versorgen wir ihn mit Zuneigung, Freundlichkeit und Zuwendung. Er ist unsere Schöpfung. Er sieht so aus, weil wir ihn entsprechend behandeln.

So oft glauben wir, dass wir bei körperlichen Beschwerden einer höheren Macht ausgeliefert sind, dass wir da nichts machen können, dass die Problematik auf materieller Ebene gelöst werden muss und das am besten von einem Arzt. Ohnmacht ist an der Tagesordnung. Wir fühlen uns klein und unfähig, da irgendwas beeinflussen zu können. Beein-fluss-en. Da ist der Fluss drin, das Fließen. Wir können beein-fluss-en, ins Fließen bringen. Wer, wenn nicht wir selbst?

Wie mag sich unser Körper wohl entwickeln und verändern, wenn wir an jeder Stelle, die ziept, die Energie wieder in Fluss bringen, wenn wir das beeinflussen? Wie mag er sich verändern, wenn wir ihn jeden Tag freudig lieben, mit allem, was gerade an ihm dran ist oder nicht dran ist? Wie mag er sich entwickeln, wenn wir ihm immer wieder, an jeder Stelle ein inneres Lächeln schenken oder ihn vielleicht sogar gedanklich und tatsächlich streicheln? Wie gut tut Zuneigung einem Wesen? Unser Körper ist einfach ein Wesen, das Liebe braucht, wie die Luft zum Atmen, das uns braucht, unser Bewusstsein.

Einen Versuch ist es wert, oder?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche










Dienstag, 4. Juni 2019

Echtes Selbstbewusstsein ist mit allem sein dürfen

Selbstbewusstsein - viele werden jetzt sagen, davon hab ich eine ganze Menge. ;) Ja, irgendwie stimmt das und irgendwie nicht so ganz. Ich hab da meine ganz eigene Definition.

Selbstbewusstsein ist für mich nicht einfach nur, cool rüberzukommen und immer alles scheinbar im Griff zu haben, schlagfertig und tough zu sein, keine Schwäche zu zeigen und immer kontern zu können.

Mein Selbstbewusstsein resultiert aus einer anderen Quelle. Ich will eben keine Schwächen verbergen. Ich will nichts im Griff haben. Ich will nichts vermeiden oder beweisen. Was ich will und was ich auch tue und zwar IMMER ist, mich echt zu zeigen. Für mich gibt es kein Tabu. Ich rede über ALLES. Du kannst mir jede Frage stellen und du wirst eine Antwort bekommen, egal wie scheinbar "intim" das Ganze ist.

Wenn ich Videos aufnehme, wenn ich Veranstaltungen gebe, wenn ich rede, dann komplett offen, ohne Kontrolle, ohne Erwartungen, ohne Konzept, ohne Plan, ohne Festhalten und kontrollieren wollen. Ich bin offen und sage auch, wenn ich etwas nicht weiß, wenn ich ratlos bin. Ich gebe mich hin. Ich lasse geschehen. Ich folge den Impulsen. Ich vertraue mir und dem, was da kommen mag. Ich zeige mich in all meiner Verletzlichkeit, mit allem, was gerade da ist.

Wenn da Verwirrung ist, dann sag ich das. Wenn da Angst ist, dann sag ich das. Wenn da Kleinheit ist, dann sag ich das. Wenn da Ratlosigkeit ist, dann sag ich das. Wenn mich etwas bewegt oder betroffen macht, dann sag ich das. Auch auf einer Bühne, auch in einem Video und auch in meinen Texten. Ich warte nicht, bis ich wieder in einem souveränen Zustand bin, nein, das kommt alles ungefiltert und unzensiert.

Selbstbewusstsein entsteht nicht, weil ich Schwächen ausmerze. Selbstbewusstsein entsteht, wenn alles sein darf, wenn vermeintliche Schwächen benannt werden, gezeigt, offenbart, integriert, gelebt werden. Wenn Angst Platz bekommt, wenn Unsicherheit sein darf, wenn nichts mehr versteckt werden muss. Das witzige ist, dass ich dann genau mit all dem trotzdem sicher wirke und auch bin, weil mich nichts mehr verunsichern kann. Es ist ja eh alles richtig.

Dieses Selbst-Bewusstsein, mir meiner komplett bewusst zu sein, liebe ich. Das ist es, was echt macht und echt ist. Das ist es, was anziehend wirkt. Das ist es, was überhaupt wirkt. Echtheit! Pur sein! Ehrlich sein! Radikal! Immer! Nicht zumachen, sondern aufmachen. Nicht auf Abstand halten, sondern ganz nah ranlassen. Nicht vermeiden, sondern zulassen.

Dann ist alles richtig. Dann passiert nie mehr etwas, was nicht sein darf. Dann gibt es keine Missgeschicke und kein Scheitern. Dann ist nichts peinlich. Es IST einfach. Mehr nicht. Und ich sage es. Lass es SEIN. Lasse mich sein. Fernab jeglicher Kontrolle. Fernab jeglicher scheinbaren Sicherheit und das gibt die eigentliche Sicherheit.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 2. Juni 2019

Die Last der Verantwortung ist eine Illusion

Gerade was die finanzielle Situation betrifft, haben wir ganz schnell Schnappatmung, wenn es darum geht, die Verantwortung für uns zu übernehmen. Wir überlegen vielleicht den Job zu kündigen, ob wir uns wirklich "Fixkosten" ans Bein binden, weil es ein Auto bräuchte, Reparaturen könnten fällig werden, die Wohnungsmiete ist jeden Monat fällig.

Unser gesamter Kosmos schrumpft auf uns zusammen. ICH muss jetzt wissen wie es weitergeht. ICH trage die ganze Last. Nur ICH kann das jetzt lösen, muss es wissen, regeln, richten, muss vernünftig sein und die Arschbacken zusammenkneifen. Alle Last auf meinen Schultern.

So kannte ich das auch von mir. Bis ich den Fehler im System gefunden habe. Das alles ist schlicht und ergreifend eine Lüge. Verantwortung ist keine Last, an der ich schwer trage, unter der ich zusammenbreche.

Verantwortung heißt für mich zu erkennen, dass ich für alles, was in meinem Leben ist, verantwortlich bin in dem Sinne, dass ich es irgendwie kreiert habe. Irgendwas hab ich mit all den Umständen zu tun. Irgendwie habe ich es hinbekommen, dass das jetzt alles so ist wie es ist und damit kann ich es auch ändern.

Verantwortung übernehmen heißt für mich, für mich zu stehen, mein Wesen als Schöpfer anzuerkennen und zu bemerken wie kraftvoll ich bin. Da gibt es keine Macht über mir, die mich in die Knie zwingt. Auch das Geld nicht. Wenn ich das erlebe und solche Erfahrungen mache, dann darf ich mal ganz genau hinschauen, wo noch das Opferbewusstsein in mir schlummert, wo ich die Ohnmacht noch nicht fühlen will, wo ich uuuunbedingt unabhängig sein will.

Unabhängigkeit ist für viele gleichbedeutend mit "Ich muss es alleine schaffen." Mit Unabhängigkeit verknüpfen viele, nichts von anderen anzunehmen, weil das sofort mit Schuld und Bedingungen verbunden ist. Diese Form der Unabhängigkeit schneidet dich vom Leben ab. Du wehrst dich mit Händen und Füßen gegen das Empfangen, weil du es satt hast, diese Bedingungen zu erfüllen.

Also bleibst du alleine zurück und musst dann zusehen wie du zurecht kommst. Du bist komplett ALLEINE für dich verantwortlich. Und dann macht diese Verantwortung total Druck.

Ich verrate euch was. Wir sind nicht hier, um es alleine zu schaffen. Wir sind soziale Wesen. Wir sind Netzwerker. Wir sind für Gemeinschaft gemacht und vor allem sind wir Teil der Natur und werden schon alleine deswegen versorgt.

Es geht meistens gar nicht um die Verantwortung an sich, die so schwer ist. Wir wollen nur nichts von anderen annehmen, weil wir uns nicht schuldig machen wollen. Und deswegen wollen wir auch vom Leben nichts annehmen.

Das Leben aber stellt keine Bedingungen. Das Leben schreibt keine Schuldscheine. Das Leben trägt uns, wenn wir es zulassen, endlich zulassen. Wenn wir verstehen, wer wir wirklich sind, wenn wir in unsere Größe kommen, unser wahres Wesen wieder anerkennen, erkennen, dass wir eine Wahl haben. Wenn wir uns fallen lassen, weil wir wissen, dass wir gefangen werden, wenn wir dahingehend in unsere Verantwortung kommen und uns nicht mehr abschneiden, wenn wir weit aufmachen, uns tragen lassen und uns als Teil der Natur wiedererkennen. DAS ist unsere Verantwortung. Zu erkennen, wer wir wirklich sind.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 1. Juni 2019

Wer bin ich, wenn es plötzlich leicht ist?

Sei ehrlich! Wie sehr füllen dich deine Probleme aus? Wie sehr erfüllen dich auch deine Probleme? Wie viele versteckte Vorteile hat deine Krankheit? Was wäre, wenn plötzlich alles in Ordnung wäre? Wer bist du dann?

Plötzlich ist da Platz, Freiheit, Leichtigkeit. Du kannst dich um dich kümmern. Was bleibt von dir übrig? Was fängst du mit der Freiheit an? Was ist dann deine Daseinsberechtigung? Bist du dann noch wertvoll? Bist du wertvoll, wenn du dich nicht anstrengen musst? Wenn du Spaß hast? Wenn du gesund bist? Bekommst du dann noch Zuwendung und Aufmerksamkeit?
Und jetzt sag noch mal, dass du dir nichts sehnlicher wünschst, als gesund zu sein, keine Probleme mehr zu haben. Wirklich?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 31. Mai 2019

Du bist Schöpfer!!!

Es geht mal wieder mit mir durch. Himmel Herrgott!!! Wir sind Schöpfer! Ein jeder einzelner. Immer! In jedem Moment! Du! Ich! Wir alle!

Da gibt es keinen, der mit mehr Fähigkeiten ausgestattet ist, mit mehr Schöpfermacht. Da gibt es keinen, der "bessere" Gene oder Veranlagungen hat. Wir haben alle das gleiche Potential. Wir sind göttliche, lichtvolle Wesen.

Ich sehe so viele, die anderen mehr zutrauen als sich selbst. Ich sehe so viele, die sich selbst keine Macht zusprechen, die es sich nicht zutrauen, die Dinge beeinflussen zu können. Die sich ihre Größe absprechen. Auch das ist eine Wahl und auch das ist Schöpfung. Ich wähle damit die Ohnmacht und nach meinem Glauben geschieht mir.


In jeder einzelnen Sekunde darf es dir durch den Kopf hämmern. Deine Zellen sollen vibrieren vor Kraft und Energie. Fühle es! DU BIST SCHÖPFER! In jedem einzelnen Moment. Mach es zu deinem Mantra. Egal wo du jetzt gerade bist, gehst oder stehst, du hast eine Wahl. Du kannst Einfluss nehmen. Du bist nicht ausgeliefert. Du hast das kreiert und kannst es auch wieder ändern.

Hör auf, deine Macht, deine Kraft, dein Potenzial von dir zu weisen. Du hast nicht Pech gehabt. Du musst nichts hinnehmen oder aushalten. Komm verdammt nochmal in deine Größe und schau hin. Schau dich an! Siehst du es? Siehst du dich? Du kannst ALLES! Was immer deine tiefste Sehnsucht ist, es steht dir zu und du kannst es bewirken, kreieren, erleben.

Wann immer etwas nur "halbgut" ist, erinner dich! Du hast eine Wahl! Du bist Schöpfer!!!


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 30. Mai 2019

Wir müssen das Ego nicht loswerden

Wir müssen das Ego nicht loswerden. Wir müssen es lediglich entwickeln.

In der "spirituellen Welt" ist es ein weitverbreitetes, ausgemachtes Ziel, das höchste Ziel überhaupt: Das Ego muss weg. Das Ego ist die Wurzel allen Übels. Das Ego ist der erklärte Staatsfeind Nummer eins. Ist das Ego erst weg, ausgelöscht, besiegt, dann können wir in Frieden leben, sind erleuchtet und nur noch Licht und Liebe.

Für mich der größte Schwachsinn aller Zeiten und einer der größten Ursachen für Leid, Unzufriedenheit und Stress. Der Versuch, das Ego loszuwerden, ist ein Kampf gegen uns selbst. Ego = Selbst, ich.

Wir sind hier auf diese Erde gekommen, weil wir uns individualisieren wollten. Wir haben uns vom großen Ganzen "abgetrennt", vom All-Bewusstsein, um zu erleben, dass wir Einzelwesen sind. Gleichzeitig sind wir immernoch und jeden Moment Teil vom Ganzen. Die Verbindung ist deswegen nicht weg. Wir leben im Paradoxon. Wir sind Individuen und gleichzeitig alle eins.

Wenn wir jetzt anfangen, eine Seite der Medaille zu bekämpfen, nämlich das personifizierte Selbst, dann kann das nur im Leid enden. Wir SIND dieses Selbst. Wir wollten dieses Selbst sein. Wir wollten einzigartig sein. Einen jeden von uns gibt es kein zweites Mal, selbst Zwillinge haben Unterschiede. Genau darum ging es uns, als wir uns die Erde als Spielwiese ausgesucht haben. Es gibt nämlich nicht sehr viele Planeten auf denen das geht. Und jetzt würden wir hergehen und genau das falsch finden? So ein Quatsch!

Aus meiner Sicht geht es um etwas ganz anderes. Das Ego muss nicht weg. Das Ego möchte sich entwickeln, es möchte reifen. Wir möchten reifen. Darum sind wir angetreten. Selbst-verwirklichung, Selbst-liebe, Selbst-entwicklung.

Das Ego, das Selbst, es ist so wundervoll. Diese Einigartigkeit ist es doch, die die Welt so bunt und großartig macht. Ganz ehrlich? Ich liebe mein Ego, mein Selbst. Und ich glaube danach sehnen sich so viele Egos. Sie wollen nicht bekämpft werden. Sie wollen geliebt werden.

Es ist ein Ausdruck von Reife, wenn das Ego wieder seinen Platz hat, wenn wir anfangen und uns erlauben, dieses Selbst zu haben, dieses Selbst zu sein. Dieses Hin und Her, dieses Wogen, zwischen dem All-Sein und dem Eins-sein, einzeln sein, ist so ein wundervolles Spiel. Wir können hier in diesem Körper beides erleben, gleichzeitig, abwechselnd, wie uns beliebt. Ist das nicht wundervoll?

Fangen wir an, unser Ego zu feiern. Fangen wir an, unser Ego zu lieben, genauso wie wir die Verschmelzung mit allem, was ist, lieben. Es ist nicht nur das eine gut und erstrebenswert. Es ist beides völlig in Ordnung, ja sogar gewünscht.

Das Leben erlebt sich nun mal nur durch einzelne Wesen. Die Schöpfung erlebt sich durch einzelne Schöpfer. Wir sind Schöpfung und Schöpfer gleichzeitig. Feiern wir unsere Individualität, unsere Bedürfnisse, unsere Eigenheiten, unsere Gefühle, unsere Gaben, Talente und Schwächen, unsere unendliche Schöpfermacht, unsere Winzigkeit im Universum, eben ALLES, gleichzeitig. Und damit feiern wir das Leben selbst. Hören wir auf gegen uns selbst zu kämpfen, gegen einen Teil von uns, gegen die Individualität, das Leben selbst, das ist so unheilig, unnötig und völlig unspirituell.

Lassen wir unser Ego nicht sterben, sondern erfüllen es lieber mit Leben und Liebe. Lassen wir es lieber reifen, wachsen, sich ent-wickeln, immer weiser werden, immer liebevoller, immer höher schwingend, lichter, leichter, durchlässiger. Das ist alles, was es hier zu tun gibt. Die Erde ist ein Reifeplanet. Nutzen wir die Chance.

(Danke Shafiya Caroline Yao für die Inspiration zu diesem Text.❤️)

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Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 21. Mai 2019

Entscheidungen für's Leben

Ich liege im Bett und lasse Revue passieren. Was hat unser Retreat so kraftvoll gemacht? Was hat da gewirkt? Was um alles in der Welt ist da passiert, um diese krasse Energie zu erzeugen? Ich mache Notizen, gehe alles nochmal durch, spüre hin, durchlebe es selbst noch einmal. Es waren so viele kleine Dinge, oft unscheinbar, normal halt - für mich zumindest.

Letztlich kann ich es nicht richtig fassen und gleichzeitig irgendwie doch. Mischa und ich haben unsere Essenz da reingepackt, die Essenz dessen, was letztlich für unser Leben entscheidende Wendepunkte gebracht hat. Jahre des eigenen Weges, des eigenen Forschens, Ausprobierens, Hinfallens und wieder Aufstehens. Wir haben uns wieder und wieder an den Haaren selbst aus dem Dreck gezogen. Wir sind dran geblieben, radikal und immer radikaler, immer mutiger, entschlossener, unnachgiebiger, vehementer.

Wir haben uns immer wieder und nochmal für unsere Träume entschieden, für unsere Werte, für uns selbst. Nach jedem Stolpern, nach jedem Zweifeln. Tausend Mal und wahrscheinlich noch öfter.

Entscheidungen haben so eine Kraft. Entscheidungen formen unser Leben. Entscheidungen sind ganz klare Ansagen ans Leben, ans Universum. Sie sind es, die die Hebel in Bewegung setzen.

Am zweiten Retreattag lag ich schon früh wach und mir war klar, es gilt auch für die Teilnehmer Entscheidungen zu treffen. Entscheidungen fürs Leben. Für ihr Leben. Und so hab ich angefangen zu tippen. Ich tippte, ergänzte, spürte hin. Was dabei rauskam findet ihr im nachfolgenden Text. Eine jede Entscheidung davon habe ich selbst irgendwann mal getroffen. Mischa schätzungsweise auch in irgendeiner Form. Sie haben Wirkung gezeigt:

"Ich entscheide mich hier und heute aus tiefstem Herzen, gut für mich zu sorgen und alles zu tun, was mir gerade zuträglich ist. Ich erlaube mir ALLES. Jeden Zustand und jeden Umstand, der jetzt da ist und der noch kommen wird, jedes Bedürfnis, jede Regung, jede Neigung und Abneigung. Alles ist richtig. Alles darf sein. Aus diesem Frieden heraus treffe ich eine neue Wahl. Ich wähle alle Qualitäten, die ich in diesem Leben erfahren möchte, die ich zum Ausdruck bringen will.

Ich nehme alle Urteile über mich selbst zurück. Ich nehme alle Urteile zurück, die ich vielleicht über andere gefällt habe. Ich werde weich und milde mit mir und anderen. Ich zeige mir jeden Tag mehr wie sehr ich mich schätze. Ich achte und ehre mich. Ich behandle mich mit höchstem Respekt und Güte. Ich bin freundlich zu mir.

Ich bin es mir wert, dass es mir gut geht. Ich erlaube mir Freude, Leichtigkeit, Genuss und Erfüllung. Ich erlaube mir Gesundheit und Vitalität, Freiheit und Wohlstand.

Ich nehme alle Macht zu mir zurück. Alle Macht, die ich bewusst oder unbewusst abgegeben habe, fließt mir wieder zu und steht mir voll und ganz zur Verfügung. Ich gehe komplett in die Eigenverantwortung. Jegliche Verantwortung, die ich an andere abgegeben habe, nehme ich zurück zu mir und entlasse die anderen aus dieser Verantwortung.

Ich lasse alles los, was nicht der höchsten Liebe entspricht. Ich entziehe all dem die Existenzberechtigung, durch alle Zeiten, auf allen Ebenen, vorwärts, rückwärts. Ich entziehe allem die Existenzberechtigung, was mich zurück hält, was mich klein hält, was mich bremst und hindert, was mich begrenzt. Ich entziehe all dem meine Macht, die Macht mit der ich es einst genährt und erschaffen habe. Ich nehme auch hier meine Macht zu mir zurück und diene nur noch mir. Diese Macht steht ab sofort wieder MIR zur Verfügung und nur MIR.

Indem ich mir diene, diene ich automatisch allen anderen, dem Leben. Hier und heute entscheide ich mich für die höchste Liebe, zu meinem Wohl und zum höchsten Wohle aller.

Ich stelle mich komplett dem Leben zur Verfügung. Meine Seele geht voran. Sie kennt den Weg. Ich entscheide mich dafür, dass in jedem Moment das durch mich in die Welt fließen darf, was durch mich in die Welt möchte. Durch mich erfährt sich das Leben selbst und ich stelle mich bereitwillig zur Verfügung mit allem, was mich ausmacht.

Ich entscheide mich, der zu sein, als der ich gedacht bin. Ich erschaffe aus mir heraus das, was der göttlichen Ordnung entspricht, der höchsten Liebe, dem Plan meiner Seele und des großen Ganzen.

Ich erhebe mich selbst in meine Größe. Ich nehme sie bereitwillig an, nehme meinen Platz als Schöpfer und Gestalter wieder ein und führe ab sofort jeden Tag mehr und mehr ein selbstbestimmtes Leben."

Teilt diesen Beitrag was das Zeug hält. Verbreitet ihn. Er will in die Welt. Die Worte sind so wichtig und kraftvoll. Wir dürfen wieder in unsere Größe kommen und das Leben selbst in die Hand nehmen.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche


Sonntag, 19. Mai 2019

Wenn man dem Leben nicht ins Handwerk pfuscht...

Wow!!! Wo soll ich denn jetzt anfangen?
Seit Donnerstag bin ich mal wieder auf Tour. Eine Tour, die ziemlich unerwartet auf mich zukam.

Eigentlich war da "nur" das Retreat in der Lüneburger Heide und dann fügte sich wie so oft eins ans andere. Ein wunderbares, ganz zauberhaftes Coaching - naja, es war eigentlich durchgehend ein Erinnern - am Donnerstag in der Nähe von Hannover. Im Anschluss ein Stop mit Übernachtung bei der wunderbaren Nele Zeidler ebenfalls da oben in der Ecke. Tiefe Gespräche, Gänsehautmomente am laufenden Band, Erkenntnisse tiefer und tiefer, Puzzleteile sortierten sich fortwährend, ein Hinspüren, Forschen, Durchdringen, Philosophieren. Magisch!

Freitag weiter in die Nähe von Lüneburg. In einem liebevollen Café das Zusammentreffen mit Mischa. Eingrooven, noch mehr Philosophieren, schon ein wenig Retreat vorfühlen, an der Elbe spazieren gehen, am Ufer sitzen und die Sonne auf der Haut genießen. Quatschen, Schlapplachen und dann fast weggespült werden von einer Bugwelle. Anschließend eintreffen am Seminarort. Brotzeit mit den Besitzern. Und - Überraschung - noch mehr Philosophieren.

Der nächste Morgen erwartet uns mit strahlender Sonne und endlich Frühsommer. Das Retreat kann starten. Was dann passiert ist, kann ich nur erahnen. Rausgebeamt aus Raum und Zeit. Heilung, fette Prozesse, Erlösung, Ganzwerden, Berührung ohne Ende, Taschentuchverbrauch hoch zehn, mega leckeres Essen, Lagerfeuer mit Geige, Ukulele, schamanischen Trommeln, Mantragesängen und Vollmond.

Vorhin das Grande Finale. Gefühlt hatten wir gerade erst angefangen. Beseelte Menschen würden am liebsten in Dauerumarmung einfach dableiben. Abschied.

Nun bin ich nach eher kurzer Fahrt in der Südheide gelandet, hab mir ein Zimmer gegönnt, weil ich erstmal sortieren muss. Ein Spaziergang in den Wald und dann flossen die Tränen. Es hat mich nur so geschüttelt. Vor Dankbarkeit, vor Erfüllung, vor Demut.

Es duftet nach Kiefernnadeln, die Vögel zwitschern, die Sonne geht langsam unter. Ich sitze, staune, atme Wald und Liebe ein. Werde mal wieder beschenkt von Mutter Erde, mit der ich die letzten zwei Tage besonders intensiv im Kontakt war. Sogar in ihr, in einer Erdgrube, dem Mutterleib gleich. Ich hab mich dort nochmal mehr fallen lassen ins Leben, in ihren mütterlichen Schoß, hab noch mehr an sie abgegeben, aufgegeben, mich noch tiefer hingegeben.

Alles andere als Hingabe macht für mich keinen Sinn mehr. Dieses Getragensein spüren und erleben zu dürfen, wieder und wieder und wieder, dem roten Faden einfach nur folgen zu müssen und die großartigsten Dinge erleben zu können, die krassesten Fügungen, DAS ist für mich Leben. So ist es gedacht und ich werde nicht aufhören, zu staunen. Ich werde nicht aufhören, genau so weiterzumachen. Wenn man dem Leben nicht ins Handwerk pfuscht, wird es plötzlich einfach. Also lass ich schön die Finger raus und folge den Zeichen. Never change a running system! ❤️ Morgen geht es weiter nach Leipzig zum nächsten Coaching und dann mit einem Zwischenstop in Frrranken nach München. Die Stadt ruft - und Tina! ❤️❤️❤️ Ich bin sooo neugierig auf alles weitere!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 15. Mai 2019

Wer bin ich ohne all das, was ich nicht bin?



Wer bin ich ohne all das, was ich nicht bin? Was bleibt übrig, wenn immer mehr von dem wegfällt, was mich nicht ausmacht, was nicht mehr stimmig ist?

Was fange ich mit dieser Leere an? Was hält mich? Was trägt mich? Was macht mich aus? Welchen Sinn hat meine Existenz?

Bin ich kalt, wenn ich nicht mehr in das Leiden der anderen einsteige? Bin ich emotionslos, wenn alles sein darf und die Gefühlswallungen ausbleiben, wenn jemand stirbt, wenn jemand krank wird, wenn sich jemand von mir trennt, wenn ich etwas "verliere", wenn sich etwas oder jemand aus meinem Leben verabschiedet?


Ich bin tatsächlich emotionslos, aber nicht gefühllos. Die Emotionen, die Regungen, die durch andere oder etwas in mir angetickt werden, die Wallungen, die Aufregung, der Aufruhr, das NEIN zu dem, was ist, das ist weg.

Mitgefühl, eigene, tiefe Gefühle aus mir selbst heraus sind noch da. Ich werde nicht mehr fremdbefühlt. Ich fühle nur noch meins, nur noch mich, das,was wirklich zu mir gehört.

In diesem Auge des Orkans ist es still und ich kann tatsächlich MICH fühlen, meine Bedürfnisse, meine eigenen Impulse, keine auferlegten.

Diese Stille macht manchmal Angst. Diese Freiheit macht manchmal Angst. Da sind keine Einflüsse mehr von außen, die wirklich relevant wären. Da ist niemand mehr, der dir sagt was du den lieben langen Tag tun sollst, was sich gehört und was nicht. Plötzlich darfst du entscheiden. Da erfolgt keine Re-Aktion mehr, sondern da ist Aktion gefordert.

Ich stehe da, egal, was um mich herum geschieht und kann ruhig aus mir heraus agieren. Ich stehe da, auch wenn alles zusammenbricht und bin bei mir. Ich stehe da, gefasst und gelassen und kann klar entscheiden, was JETZT dran ist, für MICH. Das ist das einzige, was ich je wirklich entscheiden kann. Alle Eventualitäten von außen sind irrelevant. Ich bin angebunden, in meiner Mitte, an meine Wahrheit, an meine Impulse, an meine tiefste innere Weisheit.

Was wirklich übrig bleibt, wenn alles wegfällt, was ich nicht bin, ist himmlische Ruhe, eine unbändige Kraft, Klarheit, tiefer Frieden, Gelassenheit, ein großes JA zu allem, was ist, und ein inneres Reich, das so unfassbar groß und mächtig ist, auf das ich immer zugreifen kann.

Es bleibt die Stille, die es braucht, um im Feld zu lesen.
Es bleibt die Stille, die es braucht, um meine innere Stimme zu hören, die Weisheit des All-Bewusstseins, die mir in jeder Sekunde sagt, was es zu tun gilt, damit die Zahnrädchen dieser großartigen Schöpfung wunderbar ineinander greifen können, die Zahnrädchen für die ICH zuständig bin.

Es bleibt das Werkzeug, das ich für das Leben bin.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 14. Mai 2019

Wer den Planeten retten will, fängt am besten mit sich an

Inspiriert - unglaublich aber wahr - von einem Wahlplakat. (Dann sind die wenigstens für irgendwas gut gewesen. 😁)

Dieser Planet muss eigentlich gar nicht wirklich gerettet werden. Wenn Mutter Erde wollte, würde sie sich einmal kurz schütteln und wäre uns los. Die kriegen wir so schnell nicht klein.

Was hier - wenn überhaupt - gerettet werden muss, sind die Erdenbewohner an sich. Ein jeder sich selbst. Im Inneren. Aus dem Inneren heraus. Dann atmet Lady Gaia ganz automatisch auf.

Es ist halt wie mit allem, wahre Veränderung, wahre Heilung findet von innen nach außen statt. Letztlich ist jeder Wandel ein Inside-Job. Oder putzt du den Spiegel, wenn du darin siehst, dass du Dreck im Gesicht hast?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 13. Mai 2019

Die höchste Form der Liebe hat viele Gesichter

Sie ist nicht nur eitel Sonnenschein und auch nicht 24 Stunden rosa Brille. Die Liebe ist nicht nur da, wenn alles glatt läuft und nach deinen konkreten Vorstellungen und Plänen. Die Liebe ist nicht gewaltfreie Kommunikation, wenn es unter der Oberfläche brodelt. Die Liebe bedeutet nicht, alles über sich ergehen zu lassen. Die Liebe ist Echtheit. Die Liebe ist Ehrlichkeit. Die Liebe ist das echte, pralle, bunte Leben. Die Liebe ist ALLES. Die Liebe ist auch da, wenn es knallt. Auch das ist Liebe!

Es ist Ausdruck größter Liebe, wenn dir jemand volles Rohr die Meinung geigt, du in deine Kleinheit rutscht, damit du sie endlich bemerken und heilen kannst.

Es ist Liebe, wenn du den Job verlierst, weil er eh schon lange nicht mehr stimmig für dich war. Du warst nur selber nicht mutig genug, dir das einzugestehen.

Es ist Liebe, wenn dich der Partner verlässt, weil er endlich ehrlich ist und sich und dir nichts mehr vormacht.

Es ist Liebe, wenn du krank wirst, weil du endlich bemerkst, was du dir die ganze Zeit selbst antust.

Es ist die höchste Liebe, wenn du einen krassen Unfall hast oder die Menschen in deinem Umfeld, damit du bemerkst, wo du vielleicht noch Angst hast, wo du noch festhältst, wo du noch kontrollieren willst.

Das alles IST die höchste Liebe. Dir geschieht immer die höchste Liebe, die endlich will, dass du wach wirst, dass du radikal ehrlich zu dir und zu anderen bist, die endlich will, dass du dich als das erkennst, was du wirklich bist. Ein göttliches, wundervolles, kraftvolles, wertvolles, vollständiges, perfektes, einzigartiges Wesen, das genau so gebraucht wird, wie es gedacht ist. Und nicht anders.

Die Liebe will DICH! Die Liebe will ALLES. Die Liebe wertet nicht. Die Liebe will deine komplette Befreiung von alten Anhaftungen. Die Liebe will dich in die Freiheit führen. Die Liebe ist Freiheit.

Die höchste Form der Liebe zeigt dir, wo du noch nicht in der bedingungslosen Liebe bist, wo du urteilst, wo du festhältst, wo du dich selbst beschränkst.

Wenn du also gerade echt die Kacke am dampfen hast, dann frage dich, was dir die Liebe wohl damit sagen will. Halte Ausschau nach dem Geschenk. Aus was möchte dich die Liebe befreien?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 12. Mai 2019

Immer Glück ist Können

Es hat mal wieder zoooooom gemacht! Mit einem fetten *FFFFUMP* wurde die nächste Stufe gezündet (vielleicht auch gleich die überüberüberübernächste - man weiß es nicht 😁💥). Schöpferwochenende! Noch mehr Befreiung! Noch mehr Magie! Noch mehr Erinnerung! Noch tiefer, noch klarer, noch kraftvoller. Elektrisierend. Energetisierend. Magisch. Normal halt. So ist das Leben gedacht.

Im Februar war ich das erste Mal bei einem Workshop von Karin Margit Reischl. Dieses Wochenende bei der upgedateten Version davon: "Absolute Freiheit"! Der Name ist Programm. Hat es mir im Februar schon schier die Schuhe ausgezogen, wurde jetzt der Turbo gezündet. Dieser Workshop kann nochmal riiiiichtig mehr. Wow! Ohren anlegen und los.

Ich habe mich gefragt, was diese Kraft ausmacht, was es ist, das die Menschen so dermaßen beflügelt und durch die Decke gehen lässt. Da wird ja kein Gras geraucht oder so. Also was wirkt da? Meine Antworten sind klar. Was die Menschen so hochkatapultiert und beflügelt, was sie so in ihre Kraft bringt und immer noch mehr in ihre Kraft bringt, ist aus meiner Sicht Folgendes:

🚩 Alles in dir erinnert sich. Alles, was schon so lange deine tiefste Wahrheit war, wird hier bestätigt und sogar noch übertroffen. Plötzlich ist klar, dass mit dir alles in Ordnung ist. Dass deine Wahrnehmung immer richtig war. Dass du dir das nicht alles eingebildet hast. Diese ganze Sache mit Schöpfer sein, mit der geistigen Welt, mit dem leichten, schönen Leben, mit der Freiheit, mit dem Übergang in 5D, mit der höchsten Liebe und dem ganzen Schnickschnack stimmt.

🚩 Du erkennst plötzlich deine Rolle, deine Wichtigkeit in dem ganzen Spiel. Dein Leben, deine Geschichte, deine Herausforderungen, deine "Probleme", sie machen plötzlich Sinn, wenn man das große Ganze betrachtet. Du magst vielleicht nicht sofort sehen, wo dein Platz genau ist und was es zu tun gilt für dich in diesem Wandel, aber du weißt, dass es was zu tun gibt, dass du einen Platz hast, dass du gebraucht wirst, dass du etwas tun kannst und dass es sich zeigen wird, dass da ein großer wunderbarer Plan dahintersteckt und du sicher geführt bist.

🚩 Du bist umgeben von Gleichgesinnten. Endlich versteht dich da wer. Du bist nicht mehr der Komische, der Außenseiter, der Freak, der Alien. Du bist auf einmal richtig, mitten unter deiner Herde. Du merkst, dass du schon immer richtig warst. Alles, was scheinbar falsch und seltsam an dir war, ist auf einmal ok. Es ist nur normal, einfach nur logisch, dass du dich in dieser 3D-Welt so strange gefühlt hast. Das ist wie nach Hause kommen. Tonnen an Last fallen ab. Das ist wohltuend, nährend, aufbauend, heilend. Die Suche hat ein Ende. Dein Einzelkampf hat ein Ende. Der Kampf hat überhaupt ein Ende.

🚩 Du triffst in diesen zwei Tagen am laufenden Band Entscheidungen. Machtvolle, großartige, tiefe, weitreichende, radikale Entscheidungen. Du entscheidest dich auf tausend Ebenen FÜR dich und deine Schöpfermacht, machst allem den Gar aus, das dich zurückhält, das dich klein hält. Diese Entscheidungen sind so präzise und ausgeklügelt, mit so vielen Facetten in der Tiefe, dass du die Tragweite nur erahnen kannst. Entenpelle, Tränen, Zuckungen, körperliche Reaktionen, ein Flash nach dem anderen, Erwachensmomente und Aha-Effekte der besonderen Güte und das MIT all diesen Menschen, mit deiner Familie gemeinsam, alle unterwegs im Namen der Liebe, alle in gleicher Mission! Boom!!! 💥

🚩 Du bekommst so viele Informationen darüber wie Bewusstsein funktioniert, wie dieses Spiel Leben funktioniert, wie die Dinge zusammenhängen, wie der Mensch tickt, was alles möglich ist, unzählige Erfolgsstories, Fallbeispiele, Heldengeschichten. Nahrung eben. Noch mehr Nahrung. Nahrung für die Seele.

🚩 Du kommst wieder in den Spielmodus, in die Neugierde, in die Freude am Ausprobieren, Experimentieren. Kindlicher Entdeckergeist macht sich breit. In zwei Tagen bekommst du "Werkzeuge" an die Hand, die du eigentlich schon immer hattest, nur irgendwie ist dir das entfallen. Du warst nie etwas anderes. Du bekommst dich quasi selbst zurückgeschenkt - dich als Schöpfer, dich als das wunderbare, magische, göttliche, großartige, wertvolle, einzigartige, lichtvolle Wesen, das du bist, schon immer warst. Und jetzt weißt du es wieder.

So ungefähr erklär ich mir das Ganze. Das macht für mich den Bums aus, die Magie dessen, was da passiert. Ich danke meiner Seele, dass ich diese unfassbaren Erfahrungen machen darf, dass ich all diese Wunder live und in Farbe erleben darf. Was für ein Geschenk!!!! Diese 300 PS kommen direkt auf die Straße. Ich wäre bescheuert, wenn ich nur ansatzweise drüber nachdenken würde, das Leben je wieder anders anzugehen, als als Schöpfer erster Güte! 💥❤️

🚀 Immer Glück ist Können!!! 🚀

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 8. Mai 2019

Verurteile nicht, was du nicht (mehr) wählst

Es ist mir in letzter so oft über den Weg gelaufen. Gerade wenn es um spirituelle Entwicklung, Bewusstwerdung, Coaches, Tools, etc geht. Da findet unfassbar viel Verurteilung statt. Verurteilung von dem, was plötzlich nicht mehr richtig ist.

"Ahhh, vor dem Coach musst du dich hüten, der hat eine ganz seltsame Energie." - war bis vor kurzem aber jahrelang genau passend und richtig auf dem eigenen Weg.

"Das ist DAS Tool, alles andere ist scheiße." - DAS Tool greift vielleicht nur deshalb, weil mit anderen Mitteln und Ansätzen entsprechend Vorarbeit geleistet wurde.

"Was, der isst noch Fleisch? Das geht ja gar nicht." - sagt derjenige, der früher selbst mit Leidenschaft Fleisch gegessen hat.

"Der raucht und hat ständig andere Frauen, der kann kein guter Coach sein. Das ist ja nicht gerade bewusst/spirituell. Der scheint ja sein Leben selber nicht auf die Reihe zu kriegen." - sagt wer? Was ist denn spirituell? Vielleicht will derjenige das genauso und nicht anders? Vielleicht deutet das nicht auf "Themen" hin, sondern auf Genuss und eine bewusste Wahl von Zigaretten und Frauen?

Wir alle ändern quasi im Fünf-Minuten-Takt unsere Werte und Einstellungen. Wir verändern uns jeden Tag. Was früher normal für uns war, geht heute womöglich gar nicht mehr.

Nur weil wir unsere Meinung dazu geändert haben, ist das andere, das Alte deswegen noch lange nicht falsch und zu verurteilen. Es ist wie es ist. Es hat genauso seine Daseinsberechtigung wie alles andere auch. Es hat uns lange gedient und jetzt wählen wir es einfach nicht mehr. Fertig. Wir brauchen es nicht gleich zu verteufeln, uns dafür zu schämen, es zu bekämpfen oder andere, die es noch wählen, zu verurteilen.

Eine freie Wahl ist es dann für mich, wenn ich wirklich wähle und das andere SEIN lassen kann. Am Buffet schmeiß ich ja auch nicht verächtlich das weg, was ich nicht essen will. Nein, ich lass es schlicht und ergreifend liegen. Für andere. Es gibt nämlich die, die genau das brauchen, wollen, mögen.

Wir entwickeln uns. Wir gehen unseren Weg. Wir wachsen. Wir machen Erfahrungen und damit ändert sich täglich das, was uns gut tut, was wir brauchen, was uns zuträglich ist. Und das ist in Ordnung. Das, was uns nicht mehr zuträglich ist, kann aber für andere noch genau richtig und gut sein.

Alles kann nebeneinander existieren. Alles darf da sein und damit meine ich auch alles, was als angeblich schlecht gilt: Krankheit, Tod, Gewalt, Krieg, Betrug, unspirituelle Spirituelle 😉, Coaches mit Macken, Raucher, Fleischesser. Lassen wir doch einfach alles und jeden so sein wie er ist und uns unsere Wahl treffen, uns das aus der großen Fülle herauspicken, was gerade stimmig ist. Ich nehme das, was MIR JETZT zuträglich ist und den Rest lass ich SEIN. Ich muss nicht dagegen in den Kreuzzug gehen.

Letztlich glaube ich, dass diese große Angst, uns zu zeigen wie wir wirklich sind, darauf zurückzuführen ist, dass wir nicht verurteilt werden wollen. Wir befürchten, dass andere genauso hart richten wie wir selbst. Wir befürchten, so streng abgeurteilt zu werden, wie wir andere und vor allem uns selbst aburteilen.

Ich habe aufgehört, das zu verurteilen, was ich nicht wähle und der Frieden ist ganz wunderbar. Plötzlich ist nämlich alles und jeder richtig, mir inklusive. Und es ist nicht das, was wir eigentlich alle wollen? Einfach richtig sein?

(Und genau genommen ist selbst dieser Artikel hinfällig, weil auch Verurteilung sein darf. 😉)

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 6. Mai 2019

Ich bin das geilste Projekt, in das ich je investieren werde

Ich bin das geilste Projekt, in das ich je investieren werde.

Spendenaktionen sind großartig. Anderen Hilfe zuteil werden lassen auch. Gleichzeitig dürfen wir uns gegenüber genauso großzügig sein, für uns Geld ausgeben, in unsere eigene Entwicklung investieren.

Wenn ich Geld ausgebe für Retreats, Coachings, Workshops, Bücher, geile Touren, um Begegnungen mit Menschen zu erleben, dann weiß ich, dass ich auf mein Lebenskonto einzahle, dass ich das Geld nicht wirklich ausgebe, sondern mir gebe und letztlich in mich selbst einzahle. Ich "kaufe" mir damit Erfahrungen und mache mich selbst reich. Das Geld ist nicht weg. Es ist auf meinem Lebenskonto. Und nirgends ist es besser angelegt als da.


Letztlich investieren wir immer nur in uns selbst und das ist auch gut so. Auch Geld, dass wir für andere ausgeben, geben wir letztlich für uns aus. Wir tun es, weil wir das Gefühl dabei lieben, weil wir es lieben, die strahlenden Augen zu sehen, die Dankbarkeit im Blick des anderen. Es geht immer um unser Gefühl dabei.

Mir ist in meinem Leben wahrlich schon viel Hilfe und Unterstützung zugekommen und tut es weiterhin. Ich weiß selbst, wie großartig das ist. Paralell möchte ich, dass andere die gleiche Erfahrung machen können. Ja, es ist ein Anliegen von mir, den anderen Freude zu machen, Erleichterung durch Geld zu bringen, aber deren Gefühl kann ich nicht fühlen. Ich fühle nur mein Gefühl, während ich das tue und während ich die Begeisterung und Freude der anderen sehe. Dann freu ich mich auch.

Jegliches Geld, dass wir ausgeben, ist nicht weg. Wir investieren es in uns selbst. Der Klempner freut sich über eine pünktliche Zahlung und eigentlich tun wir uns selbst damit gut, diese großartige Energie und Haltung in die Welt zu geben, Rechnungen direkt zu bezahlen. Wir beschenken uns energetisch mit großartiger Schwingung, wenn wir gerne bezahlen. Das ist ein Statement ans Universum. Eine Rechnung liegen zu lassen und das Zahlungsziel auszureizen, ist ein Resultat von Mangeldenken und schadet uns nur selbst.

Mit dem Geld, das das Finanzamt bekommt tragen wir dazu bei, dass die Stadt etwas für das Gemeinwohl tun kann. Und auch hier ist jeglicher Beschiss bei der Steuererklärung ein Zeichen von Mangeldenken. Wir müssen andere nicht betuppen. Wir betrügen uns damit nur selbst, weil wir niedrigschwingende Energie aussenden, betrügerische Energie. Kann uns das wirklich auf Dauer gut tun?

Wenn wir glauben, andere um Geld prellen zu müssen, prellen wir uns selbst. Die Erfahrungen, die ich mache, seit ich jedem sein Geld zugestehe, direkt bezahle und meistens mehr bezahle, als auf der Rechnung steht, sind großartig. Die Haltung fühlt sich für mich stimmig und richtig an. So ein Mensch will ich sein. Ich will jemand sein, der gerne und mit Freude andere bezahlt. Letztlich bezahle ich mich selbst damit! Ich investiere in mich selbst, mit jedem Cent, den ich in Freude ausgebe.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 5. Mai 2019

Auch Schlamassel ist Schöpfung

Wir sind nicht nur Schöpfer, wenn es gut läuft. Wenn wir bis zum Hals in der Scheiße stecken, müssen wir nicht unsere Schöpfermacht wiederentdecken. Die ist da, aber sowas von. DAS ist das Ergebnis unserer Schöpfermacht.

Wir dürfen uns das wieder bewusst machen. Wie machtvoll musst du sein, dass du es hinbekommen hast, dir diesen Mist zu kreieren? Schau es dir an und staune. Erkenne deine Macht an. Ich meine das völlig ernst. Du bist Schöpfer! Immer!

Und dann nutze diese Macht und versuche es noch einmal. Diesmal vielleicht mit positiven Vorzeichen. Wenn du Mist so großartig hinkriegst, dann auch Wunder und freudige Dinge. Gute Idee?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche