Freitag, 15. Februar 2019

Wie ist dein Urzustand?

Bei mir findet gerade wieder ein Shift statt, eine Neuausrichtung. Da sortiert sich was neu. Es wird mal wieder noch klarer wie ich wirken möchte und wen ich an den Start bringen will, wen ich unterstützen möchte und wie. Die Mentorin in mir regt sich immer lauter, sie will gelebt werden. Der Leader in mir ruft nach Aufmerksamkeit.

Ich will diejenigen auf die Bahn bringen, die nur noch den letzten Feinschliff brauchen, die, die sich ihrer 300 PS schon bewusst sind und nochmal einen Kick brauchen. Ich will die Leader erinnern, wachküssen, erwecken, die mit feinen Nadelstichen in ihre Größe explodieren, will die allerletzten Schichten Staub entfernen. Ich will mit denen arbeiten, die es rausdrängt, raus ans Licht, die sich endlich zeigen wollen, die keine Lust mehr haben auf Versteckspiel. Die, die eine ganz klare Entscheidung getroffen haben für sich und ihre Größe, für ihre Aufgabe, für ihren Platz. Mit Coaches, Heilern, Beratern, Lichtarbeitern, Erinnerern, Mutmachern, Inspiratoren, Leuchtürmen, Menschenlehrern, Kreativen, Pionieren und allen anderen, die jetzt endlich auch den Leader in sich leben wollen, sich leben, sich voll und ganz zum Ausdruck bringen wollen. Mit denen, die endlich den Unterschied machen wollen und fest entschlossen sind.

Diese Menschen werden jetzt verstärkt gebraucht. Es kann gar nicht genug authentische Vorbilder geben, die voll in ihrer Kraft stehen, die einfach ihr Ding machen und sich nichts mehr anderes erzählen lassen. Wir sind mitten im Wandel. Immer mehr machen sich auf den Weg und viele davon brauchen Halt und Unterstützung, Idole, Inspiration. All diese Vorbilder und Helfer, alle Pioniere dürfen jetzt ihren Platz einnehmen, sich zeigen, loslegen, die Ärmel hochkrempeln. Und dabei kann und will ich unterstützen. Unbedingt. Dabei bin ich in meiner höchsten Freude. Dabei strahlen meine Augen. Dabei hüpft und tanzt alles in mir. Wenn ich in die leuchtenden Augen desjenigen schaue, der sich gerade wieder an sich selbst erinnert und zwar so richtig. Der plötzlich wieder bis in jede Zelle weiß, wer er ist.

Damit gehe ich einen ganz klaren Schritt in Richtung Urzustand, meinen Urzustand, dahin, wie ich gedacht bin. Ich habe neulich schon mal darüber geschrieben, dass eine jede Zelle in uns einen Urzustand hat, eine ursprüngliche Aufgabe, IHRE Aufgabe. Genauso haben auch wir diesen Urzustand, UNSERE Aufgabe, unseren Platz. Es gibt etwas, das das Leben unbedingt von uns will, etwas, wofür wir angetreten sind. Und da geht es jetzt entlang zu meinem Urzustand, zu meiner Größe. Da ist mein Platz. Pioniere unterstützen, sie auf den Weg bringen, ihnen Mut machen, sie erinnern. Ich bin für Pioniere da. Für die, die sich voll und ganz für ihren Urzustand entschieden haben, in aller Konsequenz.

Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 14. Februar 2019

Lass dir von niemandem deine Träume ausreden!

I'm on fire!!!! Ich bin so beflügelt und beseelt, so energetisiert und voller Power. Der Begegnungsabend gestern im Doppellecker Genussbus hat mich wieder aufs nächste Level geschossen. Unfassbar wundervoll, magisch, schön, nährend, beflügelnd auf diese Art und Weise, Menschen zu begegnen, sie zusammenzubringen, sie in den Dialog zu bringen, in den Austausch.

Sich gegenseitig zu stützen, zu ermutigen, zu feiern, zu inspirieren, sich gegenseitig in die eigene Größe zu verhelfen, jeden wachsen sehen zu wollen und zu fördern, sein Ding zu machen, ist einfach nur schön und herzerwärmend. Und ich mittendrin in diesem magischen Geschehen, das immer irgendwann eine herrliche Eigendynamik entwickelt. 

Es braucht einfach "nur" diesen Raum. Diesen Raum, in dem alles sein darf, in dem jeder richtig ist, egal, wo er steht, egal, was ihn bewegt und die Dinge scheinen sich von alleine zu lösen, zu klären, zu zeigen, zu wandeln. Dieser Raum macht es möglich, sich komplett anzunehmen. Dieser Raum macht es möglich, sich sein zu lassen. Dieser Raum macht es möglich, seine Träume, Wünsche, Ängste, Visionen, Hürden, Erfahrungen auszusprechen, sich vielleicht zum ersten Mal damit zu zeigen.

Was überhaupt alles möglich ist, wenn es so einen Raum gibt, diese Veränderung und Öffnung miterleben zu dürfen, zu hören, wie die Groschen nur so fallen, das Leuchten in den Augen zu sehen, Tränen der Erleichterung und Rührung zu beobachten, daran teilhaben zu dürfen, dieses Vertrauen zu genießen und einer derjenigen zu sein, der in der Lage ist, diesen Raum zu öffnen und zu halten, DAS ist Erfüllung pur. DAS ist Nahrung. DAS ist für mich eins der größten Geschenke. DAS ist es, wofür ich hier bin. DAS ist mein Ruf.

Von dieser meiner "Arbeit" so erfüllt zu werden, so energetisiert und aufgeladen zu werden, war immer meine Vision. Irgendwas in mir wusste immer, dass es sich genau so anfühlen kann und auch irgendwie für mich muss. Drunter wollte ich es nicht mehr machen. Meine innere Stimme hatte wohl recht. 😉 Genau so ist "Arbeit" gedacht. Und nicht anders.

Viele haben mich für diese Vision belächelt und förmlich darauf gewartet, dass ich hart auf dem Boden der Realität aufschlage und endlich aufwache aus meinem Traum. Heute weiß ich, dass das ihre Grenzen waren und nicht die meinen, die sie mir gezeigt haben. Wie oft habe ich befürchtet, dass sie vielleicht doch recht haben könnten. Hatten sie Gott sei Dank nicht. 😉

Lass dir von keinem deine Wahrheit streitig machen. Von keinem!!!! 💗 Und schon gar nicht deren Grenzen zu deinen machen. Lass es nicht zu, dass man dir deine Sehnsüchte und Träume ausredet. Sei dir treu und hör niemals auf, an dich zu glauben. 💗

Foto: Canva
Text und Bearbeitung: Anja Reiche

Mittwoch, 13. Februar 2019

Was wir am meisten fürchten, wird gerade wahr

Was ist denn bitte heute für ein Tag??? Die Stimmung ist gedrückt, wattig, gedämpft und gleichzeitig hochexplosiv. So nehme ich heute die Tagesqualität wahr.

Gefühlt fliegt uns gerade alles um die Ohren, wo wir nur ansatzweise noch einen Schatten haben. Nichts bleibt mehr ungesehen, nichts bleibt verborgen. Und gerade in den letzten Tagen scheint auch bei so vielen genau das zu passieren, wovor man so lange die allermeiste Angst hatte. Fall X tritt ein und holt einen von den Beinen. KO. Ausgeknockt. Das Horrorszenario wird wahr. Die größten Befürchtungen treten ein.

2019 ist ein Verstärkerjahr. Alles verstärkt sich. Freude und Leichtigkeit, wenn sie schon gelebt wird. Aber auch die größten Ängste. Wir dürfen hinschauen. Wir müssen hinschauen. Ausweichen geht nicht mehr. Das Leben zwingt uns hinzusehen, das zu fühlen, was wir auf keinen Fall mehr fühlen wollten. Da hilft jetzt alles nichts. Wenn wir es nicht freiwillig tun, dann eben mit dem Holzhammer. Das Leben schüttelt uns so lange, bis wir loslassen MÜSSEN. Pläne machen, Sicherheitsdenken, Vermeidungsstrategie - Pustekuchen! Nix mehr Sicherheit.

Vertrauen ist gefragt, mehr denn je und das genau in diesem Chaos. Genau jetzt dürfen wir uns sicher sein, dass das genau alles richtig ist und so sein muss. Ich hab es kürzlich erst geschrieben. Das Leben bricht uns auf, knackt uns, macht uns nackig, holt die Essenz raus, reißt alles weg, was wir nicht sind. In diesem Sturm dürfen wir stehen bleiben und uns durchlüften lassen. Die Trümmer dürfen und müssen uns um die Ohren fliegen, wenn wir bei uns selbst ankommen wollen. Das ist jetzt dran.

Was man da am besten macht? Bereit sein zu sterben. Im wahrsten Sinne des Wortes und auch und vor allem im übertragenen Sinne. Aufgeben, hingeben, es so sein lassen. Das Kämpfen aufhören. Geschehen lassen. Gefühle fühlen. Und feststellen, dass sich die Welt weiterdreht. Das Leben will uns etwas schenken: uns uns selbst zurück! Wir sind das Geschenk. Das, was übrig bleibt, wenn all die Schichten gefallen sind, die wir nicht sind, nie waren.

Ich wünsche euch von Herzen Mut, Durchhaltevermögen, Vertrauen in den Prozess, Vertrauen ins Leben, Vertrauen in euere innere Weisheit, in die Weisheit des Universums, dass das jetzt alles richtig ist.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Das Leben will DICH

Heute habe ich das Gefühl, dass Liebe in die Welt muss. Ganz viel Liebe für so viele kleine, verletzte, innere Kinder, die in uns wohnen. So viele sind noch ausgehungert. So viele fühlen sich noch haltlos, ohne Familie, ohne Heimat. Mitten im Leben, umgeben von Menschen, und trotzdem alleine.
Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Einsamkeit. Haltlos im Orbit umhertreiben, keine Wurzeln haben, nirgends dazu gehören, sich falsch fühlen.

Wie oft hab ich meine inneren Kinder in den unterschiedlichsten Altersstufen in den Arm genommen, sie in Meditation aus Situationen geholt, die ihnen nicht gut taten, habe sie in mein imaginäres Haus der Heilung gebracht - ein Blockhaus im Wald, wo sie sich erholen können, wo niemand etwas von ihnen will, wo sie sein dürfen, richtig sind, wo sie umsorgt werden.

Die Heilung des inneren Kindes war für mich ein ganz großer und entscheidender Teil meiner Heilung. Das Kind nachträglich mit allem zu versorgen, was es so dringend gebraucht hätte. Es hat Wunder gewirkt. Manchmal war die Veränderung innerhalb von Stunden zu merken. Plötzlich war ich freier, anders, mehr ich, heiler.

Für mich war irgendwann klar, dass meine wahren Eltern Mutter Erde und Vater Gott sind (nicht der, wie ihn die Kirche sieht). Das fühlte sich stimmig an. Die biologischen Eltern habe ich für und wegen meiner Themen. Mutter Erde und Vater Gott aber können mich wirklich versorgen. Sie sehen mich wirklich. Sie wollen mich mit allem, was mich ausmacht. Das Leben selbst will mich, das Universum. Nenn es, wie du willst.

Die folgenden Worte, die ich im Sommer 2017 geschrieben habe, sollen Balsam für deine Seele sein. Sie sind für euch, für eure inneren Kinder, Pflaster für eure Wunden, Nektar, nach dem ihr dürstet. Lest sie mit euren Herzen:

"Du bist ein wunderbares, großartiges Geschenk Gottes. Glaube niemandem, der dir je etwas anderes erzählt. Du bist gewollt vom Leben und hier in dieser Welt willkommen. Auch wenn dir das deine Familie vielleicht nicht zeigt, aber das Leben selbst, Mutter Erde und Vater Gott, sie wollen dich, sie brauchen dich und sie freuen sich an dir und allem, was du mitgebracht hast in dieses Leben. Sie wollen, dass du spielst, dass du dich austobst und ausprobierst, dass du neugierig bleibst und dich an dir selbst erfreust. Sie wollen, dass du jeden Tag aufstehst und rausgehst in dieses Leben voller Freude und voller Staunen, wissend, dass sie dir das Beste wollen, dass sie dich versorgen und tragen und dass du ihnen das größte Geschenk machst, wenn du einfach deiner Freude folgst und dich selbst glücklich machst. Das wollen deine wahren Eltern von dir, das will das Leben von dir. Du dienst dieser Welt am besten, wenn du glücklich bist, wenn du Freude empfindest und damit andere ansteckst. Du musst niemals mehr etwas tun, was du nicht wirklich willst. Du musst dich niemals mehr unterordnen, oder dafür sorgen, dass es anderen gut geht, wenn es dir dabei schlecht geht. Du darfst dich um andere kümmern und ihnen helfen, aber nur, wenn es dir dabei gut geht.

Ab heute bist du frei, frei du selbst zu sein, frei dich auszuprobieren und das Leben wird dich dafür belohnen, dich mit Fülle überschütten, weil es einen jeden belohnt, der diesem Leben vertraut, der seinem Ruf folgt und der einfach nur voll und ganz er selbst ist, denn genau deswegen bist du hier. Um dich mit jeder Faser deines Herzens selbst zu leben, dich zum Ausdruck zu bringen und deinen Platz in diesem Leben zu erfüllen, dich zu erfüllen. Das Leben hat dir wunderbare Fähigkeiten gegeben und es möchte, dass du sie nutzt, sonst wären die Fähigkeiten ja verschwendet und das Leben verschwendet nichts. Das Leben braucht dich genauso wie du gemacht bist. Glaube niemandem, der dir nur ansatzweise etwas anderes erzählen will. Glaube nur deinem Herzen. Dein Herz spricht immer die Wahrheit und dein Herz kennt immer den Weg. Mutter Erde und Vater Gott sind immer an deiner Seite und all die Engel, die nur dafür da sind, dass du deinen Weg findest. Du bist behütet und geliebt und gewollt. Du bist ein Glückskind!"

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 12. Februar 2019

Es geht nie um "die"

Andere können sich nur über uns stellen, uns bevormunden, verunsichern, wenn wir es zulassen, wenn wir Macht abgeben, wenn wir selbst unsicher sind. "DIE" sind nie das Problem. Wir machen sie zu DENEN, die sich über uns stellen können, weil wir selbst kein Standing haben. DIE sind nicht die Bösen. DIE nehmen den Raum ein, den wir selbst nicht nutzen, den wir bereitwillig räumen. Der andere zeigt dir nur, wo deine Schwachstelle ist, wo du Platz gelassen hast.

Ganz interessant ist das auch im Körper zu beobachten. Bakterien, Viren, Pilze, all das kann oft nur dann auf uns übergreifen, wenn da Platz ist. Sie übernehmen ein Feld, das von uns nicht selbst in Anspruch genommen wird. Eindringlinge haben meist nur dann eine Chance, wenn wir die Tür aufmachen und selbst nicht "da" sind. Wenn dein Körper gerade solche Symptome hat, dann kannst du dich vielleicht fragen, wo du deinen Raum nicht einnimmst, wo du kampflos das Feld anderen überlässt, was eigentlich das deine ist. Das muss nicht zutreffen, könnte aber ein wichtiger Hinweis sein. Ich spreche mal wieder aus eigener Erfahrung. 😉



Wenn wir selbst es nicht leiden können, dass sich andere "über uns stellen", dann wollen wir es meistens auch auf biegen und brechen vermeiden, dass wir uns selbst über andere stellen, dass wir selbst zum Täter werden. Wir erinnern uns an unseren Schmerz. Da sind alte Wunden und wir wollen nicht, dass der andere sich genauso schlecht fühlt, wie wir es in der Situation tun würden. Wir versuchen, dem anderen unseren eigenen Schmerz zu ersparen.

Dabei weiß ich gar nicht, ob die anderen überhaupt den gleichen Schmerzpunkt haben wie ich. Vielleicht würden sie mein Verhalten gar nicht als überheblich erleben. Und sollte es passieren, dass ich mich doch mal über andere stelle, ob gewollt oder ungewollt, dann ist der andere ja mit dabei. Er kann dann ganz klar sagen, dass er das nicht will und wie er es erlebt. Sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Wir dürfen die anderen in ihrer Verantwortung lassen. Niemand muss das mit sich machen lassen. Und wir dürfen in unsere eigene Verantwortung kommen, in unsere Eigenmacht, in unsere Größe. Wir dürfen unseren Raum wieder selbst einnehmen. Wir dürfen Grenzen setzen. Wir dürfen STOP sagen. Wir dürfen unsere Meinung haben. Wir dürfen Ecken und Kanten haben.

Wir dürfen groß sein und jeder andere darf neben uns groß sein. Es geht nie um "die". Es geht immer um uns.

Gestaltung: Anja Reiche

Was passiert, wenn ich dran bleibe?

Ich will wissen, was passiert, wenn ich dran bleibe. Ich will wissen, was alles möglich ist, wenn ich ausschließlich und konsequent meinen Impulsen folge, der Freude. Ich will wissen, wozu ich noch alles in der Lage bin, was da aus mir noch alles raus möchte, wer ich noch alles bin, sein kann, was ich noch alles kann.
 
Seit ungefähr einem Monat jetzt schreibe ich, was das Zeug hält. Gestern habe ich tatsächlich still und leise meinen 300. Artikel geschrieben. Das ist mein 302. Manchmal frage ich mich selbst wo das alles herkommt. Ich lese meine Texte und denke mir "Holy shit!".

Ich weiß, dass genau das jetzt richtig ist. Dass ich genau jetzt damit an der richtigen Stelle bin, an meinem Platz. Rein verstandesmäßig könnte ich jetzt hergehen und voll die Krise schieben, weil ich im neuen Jahr genau ein offizielles Coaching hatte. Ich habe bisher genau 100 EUR verdient.

Ich könnte jetzt auf Vernunft umschalten, und versuchen Klienten zu bekommen. Ich könnte wie wild Veranstaltungen planen und erstellen. Ich könnte Werbung machen, etc. Aber da liegt gerade keine Kraft drauf. Das würde sich mega falsch anfühlen, verdreht, verquer.

Das, was da gerade durch mich in die Welt fließt, ist so heilig. Ich spüre so sehr wie ich Werkzeug bin und das ausagiere, was gerade durch mich durch will. Wer, bitte schön, bin ich denn, diesen Strom, diesen heiligen Fluss zu unterbrechen, nur weil der Verstand sagt, ich müsste jetzt aber Geld verdienen? Ich weiß doch gar nicht, wo mich dieser geniale Flow hinbringt. Ich weiß doch gar nicht, was übermorgen passiert. Wer mich vielleicht findet, weil sich meine Texte im Moment in der Welt verbreiten wie sonst was. Ich kann nicht ahnen, welche "Konsequenzen", Auswirkungen, Folgen das wirklich hat. Wie ich wirke, wo ich wirke. Ich weiß es nicht. Naja ahnen kann ich es schon. Aber ich kann davon nichts künstlich erzeugen. Es muss geschehen dürfen.

Weil ich weiß, wie magisch das Leben ist, wenn man es zulässt, mache ich einfach genau so weiter. Ich mache in jedem Moment das, was dran ist, das, was sich kraftvoll anfühlt, das, worauf die Kraft liegt, wo der Flow mich hinschiebt. Das war in den letzten Wochen übrigens auch sehr oft schlafen, ausruhen, weinen, Gefühle fühlen, erholen. Nur damit wir uns da richtig verstehen. Das ist nicht immer TUN. Das ist auch ganz oft SEIN. Auch das gehört zu diesem Flow.

Und jetzt bin ich mitten in einem Kreativ-Fluss, mitten im Tun, ohne den Ausgang zu kennen, ohne das Ziel zu kennen, ohne zu wissen, wofür es gut ist. Ich weiß nur, DASS es gut ist und sowas von richtig. Ich werde einen Teufel tun und jetzt wegen Geld etwas daran ändern. Ich mache genau so weiter. Ich bin nämlich neugierig, viel zu neugierig. Ich will wissen, was passiert, wenn ich dran bleibe, wenn ich konsequent und rigoros auf meiner Spur bleibe, wenn komplett das Herz die Führung übernimmt.

Ich hab in den letzten Jahren, und vor allem in den letzten zwei Jahren, so viele Wunder erlebt und es geht immer besser, grandioser, magischer, leichter. Ich will wissen, was noch alles geht. Das Leben ist mir zu heilig, als dass ich mich da noch einmischen will. Alles, was der Verstand sich ausdenken würde, wäre laienhaft. Ich lass lieber den Experten ran - das Universum! Und mein Herz kennt seine Sprache. Wunder sind für das Leben Standard!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 11. Februar 2019

Ich bin es mir wert!

Stell dir auf dem Bild vor, was immer "Luxus" für dich bedeutet. Und dann sei es dir wert! Zeige dir heute und jeden neuen Tag, wie sehr du dich liebst. Sei dir selbst der größte Gönner. Verwöhne dich! Gönn dir unbändige Freude, frei von Vernunft. Sei unverschämt großzügig dir gegenüber, also schäme dich nicht dafür, dass du gut zu dir bist. Zolle dir den Respekt und die Achtung, die du verdient hast. Wenn nicht du, wer dann?

Lange hatte ich das Gefühl, dass es mir nicht besser gehen darf als anderen. Vor allem nicht besser, als meinen Eltern. Diese Überzeugung saß so tief vergraben, dass ich es noch nicht mal richtig gemerkt habe. Ich hab mich einfach immer schlecht gefühlt, wenn mein Leben leichter war, schöner, besser. Wenn ich es nicht so schwer hatte wie sie. Dann hab ich mich schlecht gefühlt und meine Freude sofort runtergespielt, etwas gesucht, das ich ins Feld führen kann, wo es auch nicht so toll läuft. Und da war dieses automatisierte Spiel "Wem geht es schlechter".

Irgendwann hab ich es gerafft. Irgendwann hab ich es mir erlaubt. Ich habe mir erlaubt, dass es mir besser gehen darf als anderen. Niemand hat etwas davon, wenn ich mir selbst mein Glück verwehre, meine Freude, den Genuss, die Leichtigkeit. Den anderen geht es dadurch auch nicht besser. Wenn ich mich aus purer Vernunft fünf Minunten weniger unter die heiße Dusche stelle, dann hat deswegen in Afrika kein Mensch mehr Wasser. Wenn ich den Teller doch leer esse, obwohl ich pappensatt bin, nur damit ich den Rest nicht wegschmeiße, weil wo anders die Kinder verhungern, dann wird davon kein Kind mehr satt.

So oft wurde/wird uns ein schlechtes Gewissen gemacht, weil es uns ja sooo gut geht. "Beschwer dich nicht! Andere haben es viel schlechter!" Ja, uns geht es gut in Deutschland. Ja, wir leben in der Fülle! Sollen wir uns dafür schämen? Wer hat denn was davon? Damit ist keinem geholfen! Wieso genießen wir diese Fülle nicht und sagen mit Freude und Stolz wie gut es uns geht? Und wenn wir uns so über die Fülle freuen, dann können wir auch gerne abgeben. Das, was wir eben gerade geben wollen, jeder auf seine Weise.

Uns wurde antrainiert, in der größten Fülle den Mangel präsent zu haben. Wenn nicht den eigenen, dann den der anderen, den derer, die es gerade nicht so gut haben wie wir. Was für eine Idiotie.

Wenn ich eins gelernt habe, dann, dass ich es mir wert sein darf. Mir darf es gut gehen. Ich darf mir alles gönnen. ALLES! Alles, was mir Freude macht. Alles, was mir gut tut. Ich darf die Fülle genießen. Ich darf mich genießen. Ich darf mich an erste Stelle setzen und wenn ich versorgt bin, dann kann ich den anderen helfen. Ich bin niemandem eine Hilfe, wenn ich selbst die Grätsche mache. Selbst im Flugzeug heißt es immer, dass man sich zuerst die Sauerstoffmaske aufsetzen soll und dann erst den anderen. Wenn nämlich jeder an sich denkt, ist an alle gedacht. Und das meine ich keineswegs ironisch. Wenn jeder in seiner eigenen Verantwortung ist, in der Fülle, in seiner Größe, in der Schöpfermacht, dann sind alle versorgt. Und zwar aufs Beste!

Also sei es dir wert! Sei du dir selbst der größte Liebesbeweis! Sorge für dich und rette damit die Welt!

Foto:Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche


Es geht hier nicht um Aufstieg

Für mich geht es darum, mit allem, was mich ausmacht, auf dieser Erde anzukommen, in mir anzukommen. Mein Bestreben war und ist es immer, meinen Raum hier einzunehmen. Meine Seele, mein Bewusstsein soll komplett Einzug in und weit um meinen Körper halten. Ich will mit jeder Faser Mensch sein, das Erdenleben voll auskosten.

Wenn ich mir vorstelle, dass meine Seele eine Energiekugel ist, leuchtend, golden, strahlend, dann erfüllt mich diese Energie und reicht weit über meinen Körper hinaus. Diese Energie ist es, die mir Leben einhaucht, die mir Kraft gibt, die mich speist und nährt. 

Mein Bewusstsein hat sich einen Körper ausgesucht. Den will ich erfüllen, ausfüllen, beleben bis in die letzte Zelle. Ich will nicht abheben in andere Sphären. Ich will hier ankommen auf diesem Planeten, in mir. Wenn ich sage "Ich bin da!", dann meine ich genau das. Das ist die Kraft, die mich im wahrsten Sinne des Wortes beseelt. Ich bin beseelt.

Ich glaube, umso bewusster wir werden, umso mehr unserer Seele zieht wieder in unseren Körper ein, durchdringt uns, hebt unsere Frequenz. Der Aufstieg ist ein Schwingungsanstieg hier "unten" auf der Erde. Der Aufstieg ist ein Einzug in uns selbst. Wir kommen wieder nach Hause, zu uns, in uns. 

Wir nähren uns selbst, speisen von der Quelle des Alles-was-ist. Wir sind da. Wir sind wieder vollständig. Vollständig da. In unserer Kraft, die durch uns in die Welt fließt. Vollkommen.

Der Strom, die Energie, die wir sind, nährt uns und die Welt. Ein steter Kreislauf. Wir Kanal, Empfänger und Geber zugleich. Das ist es, wozu ich hier bin. Um hier zu SEIN und auf diese Weise zu dienen. Umso mehr von "uns", unserem Bewusstsein hier ist, umso besser für die Welt.

Foto: Canva

Sonntag, 10. Februar 2019

Erwachen in der Partnerschaft

Erwachen in der Partnerschaft ist echt eine Herausforderung. Seinen Weg zu gehen, bedeutet einfach auch, dass man sich verändert. Der Mensch, der da mal in die Partnerschaft gestartet ist, den gibt es vielleicht gar nicht mehr. Und was, wenn der Partner sich nicht oder nicht im gleichen Maße auf den Weg macht?

Ich hab mal ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und zusammengefasst, was mir und meinem Partner auf dem Weg geholfen hat und immer noch hilft. Wir sind auf dieser Reise und dürfen jeden Tag schauen, wo wir uns gerade befinden und was als nächstes dran ist. Ich wünsche euch ganz viele Aha-Momente und Milde mit euch selbst! Ach, und ihr dürft das Video selbstverständlich teilen.

Samstag, 9. Februar 2019

Heilige Schöpfung



Die Kraft des ICH BIN fließt durch mich.
Stetig.
Stark und gleichzeitig sanft.

Es fühlt sich an, wie wenn wirklich nur noch die Essenz übrig ist.
Alle Masken gefallen.
Alle Schichten gelöst, die nicht ich sind.
Pur.
Nackt.
Bloß.
Da.
Zentriert.
Präsent.
Verwurzelt und gleichzeitig gelöst.

In jeder Sekunde verwirklicht sich das Leben selbst durch mich.
Wirkt.
Ist.
Kommt und geht.

Da BIN ich.
Sitze.
Stehe.
Liege.
Gehe.
Geführt.
Und lasse geschehen.
Durch mich.

Heilige Schöpfung!




 
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche
 

Freitag, 8. Februar 2019

Ich habe aus-gesorgt!

Da erzählt mir eine Freundin gerade, dass sie dabei ist Dinge zu ent-sorgen und dass das irgendwie damit einhergeht, sich selbst zu ent-sorgen - aufzuhören, sich Sorgen zu machen. Wie schön plötzlich das Wort ent-sorgen ist!!! 🤩🤩🤩 Sensationell!!

In dem Moment fällt mir wieder ein, dass neulich jemand zu mir gesagt hat, so leichtfertig wie ich könnte man sich nur äußern und verhalten, wenn man wirklich ausgesorgt hat. Ich hab kurz drüber nachgedacht 🤔 und dann gemeint, dass ich wirklich aus-gesorgt habe. Ich habe aufgehört, mir Sorgen zu machen. Und das kann ich wirklich empfehlen.

Sich Sorgen zu machen, sind Affirmationen mit dem falschen Vorzeichen. Sie sind ungesund für Geist und Körper, halten unsere Schwingung niedrig, ziehen uns Energie und die meisten Sorgen, machen wir uns umsonst, weil sie eh nicht eintreten.

Wir HABEN keine Sorgen. Wir MACHEN sie. Die deutsche Sprache ist schon genial! 🤩 Also wie sieht es aus? Hast du auch aus-gesorgt und aufgehört, dir Sorgen zu MACHEN?

Foto: Canva

Hör auf, dir Dinge abzugewöhnen!


Da schreibt mir doch gerade auf Facebook jemand, ich solle mir abgewöhnen zu fluchen und zu verdammen. Meine erste Reaktion: Ich verteile dieses "Like", das sich schlapp lacht und schreibe ihm, ohne groß drüber nachzudenken, dass ich mir ganz sicher nichts abgewöhne, was mir Freude macht und schon gar nicht, wenn sich das jemand anders wünscht. Zack! Fertig!

Tatsächlich wurde mir das neulich schon mal gesagt, dass meine kräftige Sprache, die manchmal schon in den Fäkalbereich geht, schlechte Energie aussendet, die mir irgendwann auf die Füße fällt (oder so ähnlich). Oder ein Ausdruck von Aggression ist und da wäre noch was unterdrückt.

Ich könnte mich tatsächlich gerade beömmeln. Ich amüsier mich so. ICH LIEBE MEINE AUSDRUCKSWEISE!!!! Und es ist wie ich es oben schon geschrieben habe. Ich werde sicher nichts lassen, was mir solche Freude macht. Ich liebe es, mich klar und deutlich auszudrücken. Ich liebe es, Dingen mit kräftiger Sprache Nachdruck zu verleihen. So vielen wurde als Kind verboten, zu schimpfen, zu fluchen, Kraftausdrücke zu verwenden. Warum? Nur lieb ist nicht normal. Da sind wir wieder bei den zwei Seiten, die beide da sein dürfen. Und wenn ich mir verbiete, meiner Energie und Kraft, meiner Wut oder was auch immer Ausdruck zu verleihen, dann richte ich das vor allem gegen mich selbst, wenn ich es schlucke und versuche "gewaltfrei" zu kommunizieren. Dann richte ich die Gewalt gegen mich selbst, weil ich die Aggression in mich hineinfresse. Dann fange ich an, zu unterdrücken.

Wenn ich in meinem Leben eins gelernt habe, dann meine Wut zu artikulieren, sie in Fluss zu bringen. Bei mir ist da alles, nur nix unterdrückt oder gestaut. Auch hier lebe ich beide Seiten voll bewusst. Ich spiele mit der Sprache. Ich kann in größter Liebe sprechen, in aller Sanftheit, mit vollem Mitgefühl. Und ich kann mich grob ausdrücken, kann wie ein Tsunami durchfegen und irgendwie bin ich selbst dann in der Liebe, nämlich der Liebe zu mir. Ich bin ehrlich zu mir, authentisch. Ich versuche nicht irgendjemandem was vorzumachen, niemanden zu schonen, keinem einen Gefallen zu tun. Das kommt 1:1 raus.

Das Ding ist, wenn wir uns etwas abgewöhnen wollen, dann sind es meistens Sachen, die wir eh tun, uns aber dafür verurteilen. Wir sind unser schärfster Richter. Die Veränderung, die wir wollen, ist erzwungen. Sie fühlt sich schwer an. Wir gehen gegen unsere Natur, die in dem Moment da ist.

Alles, was es an Veränderung in meinem Leben gegeben hat, sei es, dass ich aufgehört habe Alkohol zu trinken, dass ich auf intermittierendes Fasten umgestellt habe, dass ich ungesüßten Tee trinke, stilles Wasser, Vollwertkost esse oder vorwiegend fleischlos unterwegs bin, ist passiert, weil es mir ein Bedürfnis war und nicht weil ich dachte ich müsste. Die Veränderung ist quasi von alleine passiert, weil das, was ich umstellt habe, besser ausdrückt, wer ich wirklich bin. Ganz einfach. Da ist kein "ich sollte, müsste, das wäre aber besser", das vom Verstand kommt oder sogar mir jemand von außen diktiert. Nein. Das ist ein ganz natürlicher, sanfter, freiwilliger Übergang aus meinem Innersten heraus.

Alles andere, dieses abgewöhnen "müssen", ist Zwang, ist schwer, geht schwer. Wir zwingen uns, gegen uns selbst zu handeln und das hat mit Liebe mal so gar nichts zu tun.

Wenn wir Sachen eh schon tun, wie fluchen zum Beispiel 😁, dann können wir sie auch gleich feiern. Wir tun sie ja eh und es bringt sowas von gar nichts, uns hinterher rund zu machen, uns zu verurteilen und uns zu sagen, dass das jetzt falsch war. NEIN! Es war nicht falsch, sonst hätten wir es ja nicht gemacht.

Leute, entspannt euch. Da sitzt kein Gott, der Einträge ins Klassenbuch macht und Tickets für die Hölle reserviert. Es gibt kein Nachsitzen und keine Strafarbeit. Du bist der einzige der über dich richtet oder von anderen über sich richten lässt. Verhalte dich einfach so, wie du dich verhalten würdest, wenn kein Schwein dich beobachten würde, wenn du wüsstest, dass niemand sieht und bewertet, was du tust. Dann bist du echt. Und dann wirds leicht.

Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 7. Februar 2019

Freude

Freude - wer will sie nicht? Wie gerne willst du hoch hinaus? Glück empfinden, Euphorie, dieses wunderbare Kribbeln und Prickeln, das Überschäumen und innerliche Jubilieren?

Doch bist du auch bereit die andere Seite der Medaille zu fühlen? Die Trauer, die Schwere, den Druck, den Schmerz, die Wut, die Verzweiflung, die Ohnmacht, die Kleinheit, die Dunkelheit, das Betrübte, Gedrückte?

Umso mehr du bereit bist, in die tiefsten Tiefen hinabzusteigen, umso höher wirst du aufsteigen. Schaukeln funktioniert nur, wenn du nach hinten richtig Schwung holst, sonst kommst du nicht hoch. Nur eine Richtung geht nicht.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Alles im Leben passiert FÜR mich

Viele werden gerade an den Rande der Verzweiflung geführt. Vielen fliegt gerade irgendwie das Leben um die Ohren. Viele befinden sich gerade in einer scheinbaren Katastrophe. So oft habe ich in letzter Zeit gehört: "Ich hab keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Ich hab keine Ahnung, wie es je besser werden soll, wie ich das überleben soll. Ich hab keine Ahnung, was ich noch machen soll. So kann es auf keinen Fall weitergehen."

Was, wenn die widrigen Umstände in deinem Leben, gerade genau richtig sind? Was, wenn das, was du so gerne anders hättest, gar nicht verändert werden muss? Was, wenn es "nur" darum geht, jetzt all das zu fühlen, was der ganze Mist in dir hochholt?

Stell dir vor, deine Seele, das Leben bringt dich nie wirklich in Schwierigkeiten. Stell dir vor, alles, was in deinem Leben passiert ist FÜR dich und es gilt lediglich, das Geschenk zu entlarven. Stell dir vor, all die vertrackten Umstände, die dir so auf den Nerv gehen und die du so angestrengt versuchst zu beseitigen, sind lediglich dazu da, um dich aufzubrechen, um dich aus deinem engen Korsett zu befreien, aufzusprengen, weit zu machen.

Stell dir vor, das alles ist gerade der beste Weg, um dich wieder noch mehr zu dem werden zu lassen, der du eigentlich bist, noch mehr in deine Kraft zu kommen. Stell dir vor, das ist gerade der beste und effektivste Weg, alte Mauern einzureißen, deine tiefsten Ängste zu transformieren, die Kontrolle aufzugeben, deine Minderwertigkeit zu heilen, deine Ohnmacht zu verwandeln.

Es mag sein, dass du dir das alles nie freiwillig ausgesucht hättest. Das ist sogar sehr wahrscheinlich. Wer verliert schon freiwillig den Job, das Haus, den Partner, das Leben, hat kein Geld mehr, keine Orientierung und vor allem keine Ahnung, wie es weitergehen soll.

Diese ganz große Verzweiflung, wenn dir nur noch kapitulieren einfällt, aufgeben, sich ergeben, ist meist das Heilsamste, was uns passieren kann. Wenn das passiert, was wir am allermeisten fürchten, können wir am allermeisten wachsen. Wenn das passiert, von dem du so lange gedacht hast "Bitte, nicht das!"

Wenn dir selbst komplett die Ideen ausgehen, wenn du merkst, dass du nichts mehr in der Hand hast, wenn du merkst, dass du mit deinem Verstand kein Stück mehr weiterkommst, dann kann endlich deine Seele übernehmen. In diesem Aufgeben, Hingeben, Ergeben steckt die Heilung. Du merkst nämlich, dass es weitergeht. Du merkst, dass du das überleben kannst, was du so sehr gefürchtet hast.
Die Sonne geht jeden Tag wieder auf, egal wie groß das Drama ist. Dein Herz schlägt weiter, egal wie verzweifelt du bist. Du hast 10 Finger, du hast 10 Zehen, die Welt dreht sich weiter. Du existierst. Du existierst tatsächlich auch dann, wenn du stirbst. Dein Leben geht wo anders weiter. Dein Leben geht immer weiter, immer.

Was also, wenn du jetzt anfängst, herauszufinden, was da aufgebrochen werden will, was du so lange versucht hast zu vermeiden? Was, wenn du dich auf Schatzsuche machst und deine Seele fragst, wo das Geschenk versteckt ist, warum es so krass werden musste, was da so hartnäckig aufgebrochen werden will? Was könnte der tiefere Sinn hinter der ganzen Sache sein? Was gilt es zu verstehen? Zu fühlen? Zu integrieren? Wo kannst du über dich hinauswachsen? Dich befreien von alten Mustern, Zwängen, Normen? Warum ist wohl diese Challenge im Moment das Beste, was dir passieren kann? Warum möchte wohl deine Seele, dass du genau DAS jetzt erlebst?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 6. Februar 2019

Sich an sich selbst freuen

Zu erkennen, was man für ein Wunderwesen ist und sich an sich selbst, über seine bloße Existenz, einfach freuen zu können, ist so erfüllend. Es gibt immer wieder Tage, da treibt es mir die Tränen in die Augen, einfach weil ich alles so feier. Mich, diese vielen unfassbar magischen Momente und Begegnungen, all die grandiosen Menschen, die mit mir unterwegs sind und selbst Wunder um Wunder erleben und diese auch als solche erkennen.

Jeder einzelne, der sich auf den Weg macht, ist so wertvoll. Jeden einzelnen feier ich über die Maßen. Jede Rückmeldung von Menschen, die ich berühren und inspirieren darf, macht mein Herz weit und warm und mich demütig. Dass ich wirken darf, wie ich wirke, dass ich Menschen berühren und begleiten darf, dass mir Menschen so sehr vertrauen, dass sie ihr Innerstes nach außen kehren, lässt mich so dankbar werden.

Wie oft sitze ich einfach nur da und staune. Wie oft könnte ich zerspringen vor Freude. Wie oft bin ich so fasziniert von dieser Genialität des Lebens, dass mir die Worte fehlen.

Früher konnte ich alles, nur nicht mir oder dem Leben etwas Gutes abgewinnen. Ich mich feiern? Ich mich gut finden? Mich sogar ehren und als heilig bezeichnen? Bist du verrückt?! Und dabei ist genau das so erfüllend. Ich erfülle mich selbst mit Freude. Ich bin der Sinn, den dieses Leben hat. Meine Existenz und meine Erfahrungen sind der Sinn in diesem Leben. Die Freude an mir selbst, über mich selbst, Erfüllung pur. Zuzusehen wie sich das Leben durch mich entfaltet und ausdrückt, sich selbst erfährt und erlebt, das Faszinierendste überhaupt. Ich könnte stundenlang zusehen. 😉 ❤️🙏

Foto: Canva

Dienstag, 5. Februar 2019

Ich achte und ehre mich

Wie oft bin ich früher hochgeschreckt aus dem Schlaf, voller Anspannung und hatte das Gefühl, etwas tun zu müssen, ohne dass tatsächlich konkret etwas anstand.

Ich habe diese Grundspannung quasi mit der Muttermilch eingesogen und wahrscheinlich schon vor meiner Geburt in jeder Zelle gespeichert. Müssen, müssen, müssen, leisten, logisch sein, vernünftig sein, machen, tun, etwas bezwecken. Alles musste immer einen Sinn haben. Das, was man getan hat, musste sichtbar sein. Und es musste anstrengend sein. Nur dann zählte es was, nur dann war es wertvoll. Wenn etwas einfach nur Spaß machte, konnte es nichts Gescheites sein. Spaß durfte man zwischendurch schon mal haben, aber nur kurz und dann musste man wieder dem Ernst des Lebens folgen.

Wie oft habe ich mir als Kind und Jugendliche schöne Momente gestohlen. Habe heimlich gelesen, wenn ich eigentlich putzen sollte, habe gemalt, wenn ich vorgab zu lernen. Sobald ich dann die Schritte meiner Mutter auf der Treppe hörte, habe ich so getan als würde ich was tun. Immer in Hab-Acht-Stellung, immer mit einem Ohr gelauscht, nie ganz entspannt.

Dieses altbekannte Gefühl von Anspannung, immer auf der Hut sein, etwas tun, was man eigentlich nicht durfte, ist in den letzten Tagen nochmal präsent. Nicht, dass ich mich angetrieben fühle. Ganz im Gegenteil. Heilung geschieht. Es fließt ab, das, was da so lange gespeichert war. Es ist überflüssig, gehört nicht mehr zu mir. Ich bin eine andere geworden, habe mir andere Werte zugelegt, denn die Tage, an denen ich mir die schönen Momente stehlen musste, sind Gott sei Dank vorbei.

Auch hier durfte ich mir in den letzten Jahren vieles wieder erlauben. Langeweile, Müßiggang, Genuss, Freude, Leichtigkeit, faul sein. Das alles durfte ich erst wieder lernen.

In diesen herausfordernden Tagen des neuen Jahres geht die Reinigung genau in diese Tiefe. Was wir nicht mehr sind und wahrscheinlich nie wirklich waren, verlässt unser Energiesystem. Um das zu bemerken, flackert es nochmal kurz auf, Erinnerungen kommen, der Körper reinigt sich. Alte Schwere geht. Der Körper gleicht sich dem an, was im Geiste, im Inneren schon längst da ist.

Tatsächlich genieße ich es so sehr, völlig im Einklang mit mir zu sein. Jeder Zustand, jede Regung darf da sein. Ich bin so klar damit, wenn ich tagelang nur fühle, schlafe, sitze, liege, schreibe, lese, bin und nur das mache, was stimmig ist, was mir Freude bereitet, auf was ich wirklich Lust habe. Kein Leistungsgedanke mehr, sondern ein liebevolles Hinspüren, was mir gerade gut tut, was ich gerade brauche, was gerade dran ist. Eine Achtsamkeit wie sie ausgeprägter noch nie war. Ich achte und ehre mich in jedem Moment.

Mir so wertschätzend gegenüber zu sein, ist eine so wunderbare Erfahrung. So in Harmonie mit allem, mit den Zyklen, Phasen, Rhythmen. Die Jahreszeit, das Wetter, die Stimmung alles ist perfekt, passt zusammen, harmoniert. Ich schwinge mit, fließe, fühle, bin. Mittendrin und genau richtig. 🙏💫💝🌀

Foto: Canva


Heilung ist, ganz zu sein

Heilung ist, ganz zu sein, heil, vollständig, komplett, nichts mehr abzulehnen, nichts mehr als falsch zu bewerten. Ob es dabei um seelische Dinge, Gefühle, Umstände oder körperliche Symptome geht, ist egal. Heil sein bedeutet, das zu sein, was man schon ist. Genau jetzt!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Ich dulde keine Ausreden mehr

Genau jetzt ist es gerade mal wieder so weit. Und witzigerweise sitze ich tatsächlich mal wieder im Bademantel vor dem Laptop und habe genau das Gefühl, das ich da vor eineinhalb Jahren hatte. Es ist kurz nach fünf Uhr morgens und dieser Bums hat mich aus dem Bett getrieben. 💥

Ich kann die Ausreden nicht mehr hören. Mir kommen sie im Moment tatsächlich zu den Ohren raus. Dieses "Ich würde ja gerne, aber..."

Wenn ich wirklich was will, dann geh ich dafür und dann gibt es einen Weg. Wenn ich etwas nicht will, dann finde ich Gründe und ein "Ja, aber...". Wenn ich dieses "Ja, aber..." finde, dann will ich nicht wirklich, dann will ich in Wahrheit jammern und betüttelt werden.

Eins kann ich wahrlich sagen, ich bin diesen verdammten Weg gegangen, hab manchmal das schier Unmögliche möglich gemacht. Ich erzähl hier nicht vom grünen Klee. Ich bin diesen fuck Weg gegangen, durch den Schlamm, durch den Dreck, durch meine persönliche Hölle. Ich hab meinen Job gekündigt, weil es nicht mehr ging. Ich habe mich auf Selbstfindung begeben, weil ich aus tiefstem Herzen wissen wollte, wer ich bin und was ich hier soll. Ich habe mir meine tiefsten Abgründe angeschaut, hab dunkle Stunden durchgestanden, Existenzängste gelitten, Panikattacken gehabt, körperlich gelitten wie sonst war, war pleite, krank, orientierungslos und hatte irgendwie immer eine andere Meinung als alle anderen. Gefühlt stand ich immer alleine da mit meiner Sicht der Dinge. Ich wollte mich nicht operieren lassen, ich wollte mir nicht irgendeinen Job suchen, nur damit Geld reinkommt. Ich wollte meine Wahrheit leben, mich leben und zwar komplett, ohne faule Kompromisse.

Ich bin dran geblieben, hartnäckig, radikal, stur, obwohl mir alle Welt gefühlt entgegen kam und ich der Geisterfahrer war. Ich bin für mich gegangen. Ich war entschlossen und ich wollte! Und dann hab ichs gemacht. Ohne Ausreden. Und es ging. Woher ich wusste, dass ich es schaffe? Ich wusste es nicht, ich wollte es. Und genauso funktioniert das Leben. Wenn du willst, geht's. Fertig!

Wenn du wirklich etwas verändern willst, dann bin ich für dich da und helfe dir, mit allem, was mir an Fähigkeiten zur Verfügung steht, um dich auf deinem Weg zu begleiten. Dann schmeiß ich mich mit allem rein und bin für dich da, unterstütze, helfe dir, deine blinden Flecken zu sehen. Aber du musst sie sehen wollen. Du musst wirklich hinschauen wollen.

Wenn du Ausreden finden willst oder jammern oder bemitleidet werden willst, dann bin ich nicht für dich da, dann stehe ich nicht zur Verfügung. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass ALLES geht, wirklich ALLES. Ich kenne meinen eigenen Weg, der wahrlich kein Zuckerschlecken war und ich kenne die sensationellen Wege von so vielen Menschen, die auch wollten und wollen. Ich sehe was wirklich möglich ist, wenn jemand für sich geht und entschlossen ist. Es gibt unzählige Beispiele. Egal, was du willst, da draußen sind welche, genau jetzt, die machen es schon. Sei einer davon!!!

Die äußeren Umstände sind nie das Problem. NIE! Wenn du bis hierher gelesen hast, dann wünsche ich dir jetzt viel Freude mit meinem Video. Dann kannst du das "aushalten". ;) 

Montag, 4. Februar 2019

Jede Welle strandet einmal

Es ist eine Illusion, wenn wir glauben, dass wir immer ganz oben auf der Welle sind, dass wir ewig eine Welle reiten können und niemals wieder ein Tief haben. Das wäre völlig unnatürlich. Jede Welle strandet einmal. Das Meer rollt ans Ufer, zieht sich zurück, um dann neuen Anlauf zu nehmen, sich neu aufzubauen. Keine Welle dauert ewig. Die Sonne scheint nicht durchgehend. Niemand möchte einen immerwährenden Orgasmus. Es braucht den Wechsel der Gezeiten. Es braucht das Hin und Her zwischen oben und unten. Alles andere ist gegen unsere Natur. Wir leben in Rhythmen, in Zyklen, in Phasen. Nichts, aber auch gar nichts bleibt für die Ewigkeit. 

Wenn wir glauben, erst dann ein gutes Leben zu haben, wenn wir nur noch oben sind, wenn wir 24 Stunden Glückseligkeit, 7 Tage die Woche haben, dann werden wir aus dem Rennen und Hasten, Verbessern wollen und Optimieren nie herauskommen. Wir werden nie „ankommen“, weil wir nicht merken, dass wir schon da sind. Da im Leben, mitten in der prallen Fülle von Allem-Was-Ist. Wer das Leben nur feiern kann, wenn er oben auf der Welle ist, wenn die Sonne scheint, der verpasst ziemlich viel. Erstens wird dann ganz viel als „falsch“ eingestuft, als „das darf so nicht sein“ und wir sind unzufrieden, wenn es dann doch so ist und zweitens kommen wir aus der Anspannung nicht heraus, weil es immer gilt, etwas zu vermeiden.

Die Welle wirklich reiten kannst du erst, wenn du auch weißt, wann du rausschwimmen musst, wenn du erkennst, wann sie sich aufbaut, wenn du ihren Rhythmus kennst, wenn du oft genug runtergefallen bist, wenn du lange genug geforscht hast, wenn du das Meer studiert hast, den Wind, das Wetter, die Strömung. Und du kannst erst richtig Wellenreiten, wenn du weißt, wann die Welle vorbei ist, wenn du weißt, wann du abspringen kannst von deinem Brett, wenn du weißt, welche wirklich „deine“ Welle ist und welche vielleicht jemand anderem gehört. Wenn du weißt, wann für dich vielleicht gerade ausruhen angesagt ist, zuschauen, anfeuern.

Wirklich Wellenreiten kannst du dann, wenn du ALLES daran magst. Jede Phase, jeden Bestandteil und wenn du dir nicht dazu zu schade bist, auch nass zu werden und ins Wasser zu fallen.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Umgib dich mit Menschen, die dich wachsen sehen wollen

Wie ihr wisst, bin ich ein sehr "hygienischer" Mensch, wenn es darum geht, mein Umfeld, mein Profil, meinen Blog "sauber" zu halten. Und damit meine ich, dass ich mich echt schnell "entfreunde", gerade auch auf Facebook.

Mir ist das sehr wichtig und vor allem merke ich, dass es mir so richtig gut tut. Menschen, die mir nicht wohlgesonnen sind, kann ich nicht gebrauchen. Gerade überlege ich, ob ich das so krass schreiben will, aber ja, ich will. Weil es wichtig ist und weil da viele selbst noch zögern. Das kann "man" ja nicht machen. So hart kann man ja nicht sein. Eigentlich ist er/sie ja ganz nett. Ihr versteht sicher, was ich meine und warum ich es gerade deswegen so klar sage.

Was für mich genauso wichtig ist, wenn nicht fast noch wichtiger, ist die Frage, mit wem ich mich stattdessen umgebe. Es ist immer großartig zu wissen, was man nicht möchte. Genauso wichtig ist es, zu wissen, was ich möchte.

Was will ich denn stattdessen? Wer tut mir gut? Welche Begegnung nährt mich? Bei welchem Austausch geh ich mit mehr Energie raus als ich rein bin (und das ist im Optimalfall auf beiden Seiten so)?

Was bei mir in den letzten Monaten und Jahren wirklich den Turboboost ausgelöst hat, waren die richtigen Menschen in meinem Umfeld, die, die mich wachsen sehen wollen. Die, die es ertragen, wenn man neben ihnen größer wird. Die, die das schon leben, wo ich gerne hin will oder zumindest ebenfalls unterwegs sind. Die, die mich unterstützen und feiern, die wollen, dass es mir richtig gut geht, dass es leicht geht, die Verrückten, die an das Unmögliche glauben, die groß denken, Leichtigkeit als ihr Ziel erklärt haben.

Die, die für sich selbst gehen, die eine gewisse Radikalität an den Tag legen, die Dinge hinterfragen, die selbst denken, sich ihre eigene Meinung bilden und die auch äußern, Träumer, Visionäre, wohlwollende Menschen, die mit sich und dem Leben zufrieden sind, die ihren Fokus ganz klar auf das Gute in der Welt ausgerichtet haben. Die, die immer ehrlich sagen, was sie denken. Die, die nicht urteilen, die einfach alles stehen lassen können, wertfrei.

Die mich so nehmen, wie ich bin, die mich nicht verändern wollen und wenn, dann nur zu meinem eigenen Besten, nämlich zu dem, was ich für MICH will und nicht zu dem, wie sie es gerne hätten oder wie es für sie besser wäre. Menschen, die ihre eigenen Grenzen, nicht zu den meinen machen, sondern die helfen, meine eigenen Grenzen zu sprengen. Menschen, die immer wieder über den eigenen Tellerrand hinausschauen, die bereit sind Neues zu wagen, die das Unbekannte begrüßen, bei denen ein "das geht nicht" nicht gilt.

Menschen die großzügig sind, die geben und genauso gut nehmen können, Menschenfreunde, Lebensbejaher. Menschen, die sich und das Leben feiern, die neugierig sind, Entdecker, Pioniere, die, die die Dinge anders machen, die, die den Unterschied machen. Die, die dir ein warmes Gefühl im Bauch machen. Die, die dich wirklich sehen. Die, bei denen es gar keine Worte braucht. Die sind es, die dir gut tun, die dich beflügeln, inspirieren, die dich befruchten können.

Wenn du dich mit Menschen umgibst, die jeden Tag in ihrem eigenen kleinen Kosmos unterwegs sind, die keine Veränderung wollen, die jammern, nur das Negative sehen, dich ständig kritisieren, bremsen, klein halten wollen. Die dir ständig ihre Grenzen überstülpen wollen und dir erzählen, was geht und was nicht, was man darf und was nicht, die selbst keine Träume haben, die sich selbst nicht feiern, die das Leben nicht feiern, die sind es nicht wert, dass man Zeit mit ihnen verbringt. Vor allem dann nicht, wenn du selbst ganz anders tickst.

Schau dir an wo du hin willst in deinem Leben und dann schau dir genau an, wer dafür förderlich ist. Schau dir an, wer dir wirklich gut tut, wer dir wohlgesonnen ist, wer dich wirklich in deiner Größe sehen will, wer das für dich will, was du für dich willst: die nächstbeste Version von dir, deine höchste Vision von dir. Dein Licht, dein Leuchten, dein Strahlen, deine Essenz. Da bist du richtig. Dort kannst du wachsen. Das ist ein nährendes Umfeld. Und die finde, kompromisslos! Sie sind da draußen. Es gibt sie. Überall.

Zeig dich! Zeig dich mit deiner Vision, mit deinen Träumen, mit deiner Leidenschaft, mit deiner Wahrheit. Rede darüber, erzähl von dir. Vielleicht ist es der Bäcker von nebenan. Vielleicht die Frau vom Zahnarzt. Vielleicht ist es die Nachbarin, die seit Jahren Tür an Tür mit dir wohnt. Wenn du dich nicht zu erkennen gibst, kann dich keiner finden. Finde die, die dich wachsen sehen wollen, die mit der gleichen Mission unterwegs sind.

Bild: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 3. Februar 2019

Wahre Schönheit kommt von innen

Wisst ihr eigentlich, dass ich mich früher eklig fand? Ich dachte, dass meine bloße Existenz eine Zumutung für andere ist. Wenn mir jemand nahe kam, weil er mich vielleicht zur Begrüßung umarmte oder mir sogar einen Kuss auf die Wange gab, dann wäre ich gerne im Erdboden versunken. Hab innerlich gehofft, dass ich nicht nach Schweiß rieche, dass er sich nicht von meiner trockenen Haut abgestoßen fühlen möge, dass hoffentlich keine Schuppen von mir auf seinen Pulli gefallen sind.

Überhaupt, dass mir jemand vielleicht ein Küsschen geben wollte, konnte nur ein Versehen sein. Niemand will mir doch freiwillig nahe kommen. Ich hatte unfassbar oft und richtig heftig Herpes. Nicht nur an den Lippen sondern oft auch an der Nase, richtig großflächig und auffällig. Es hat genässt und gebrannt, war gerötet und irgendwann hat es ja angefangen sich zu schälen. Was hab ich mich dafür immer geschämt. Ich fühlte mich, wie wenn ein riesiger Leuchtpfeil über mir blinken würde, auf mich weisend, der rief: "Schaut euch dieses Ekelpaket an! Ist sie nicht widerlich?"

Jedesmal, wenn ich Herpes hatte und das war wirklich oft, hatte ich das Gefühl, dass alle Welt nur darauf achtet, dass ich noch sichtbarer bin mit meiner Ekligkeit, dass noch deutlicher wird, dass man lieber Abstand von mir hält.

Und tatsächlich kann Herpes ein Ausdruck des Ekels sein, den man sich selbst gegenüber empfindet. Er hält die Menschen wirklich auf Abstand, ist ansteckend und fast jeder, der Herpes hat, lässt Menschen in der Zeit nicht sehr nahe an sich ran. Man trinkt nicht aus dem gleichen Glas, man küsst sich nicht, etc.

Von dem Umstand, dass ich mich selbst eklig fand bis zu dem Punkt, dass ich mich in meiner Haut pudelwohl fühle, mich hübsch fühle, mich als Geschenk für die Welt empfinde, war es ein Stück des Weges.

Letztlich kann ich gar nicht sagen, was genau den Umschwung verursacht hat. Es waren wahrscheinlich tausend kleine Minischritte auf meinem Weg zurück zu mir. Das Wichtigste war wahrscheinlich, mir dessen bewusst zu werden, dass ich so vernichtend über mich denke.

Irgendwann hab ich dann bemerkt, wie ich anderen gegenüber reagiere, die vielleicht Herpes haben oder Ausschlag und da war nicht annähernd die Abneigung, die ich immer bei anderen vermutet habe, wenn ich Herpes hatte. Also ja, da war jemand, der hatte Ausschlag im Gesicht. Ja, das fällt auf. Aber das macht ihn noch lange nicht hässlich oder abstoßend oder eklig.

Und dann kam der Moment, wo ich wieder Herpes hatte, in den Spiegel schaute, das Leuchten meiner Augen sah, meine innere Schönheit, mein Strahlen und mir war klar, dass nichts und niemand mir diese Schönheit abnehmen kann, auch kein Herpes. Ich bin auch mit Herpes wunderschön. Meine Seele, meine inneren Werte bleiben doch davon völlig unberührt, ja sogar unbeeindruckt.

Ich bin wunderschön. Ich liebe mich aus tiefstem Herzen. Ich liebe das Leuchten in meinen Augen. Ich liebe jeden Zentimeter an meinem Körper, auch die mit Cellulite. Ich liebe mich mit unrasierten Beinen. Ich liebe mich mit verstrubbelten Haaren morgens nach dem Aufstehen. Ich liebe mich mit Pickeln. Ich überschminke nichts. Ich schminke mich gar nicht. Nichts im Außen kann etwas an meiner inneren Schönheit, an meinem Strahlen und Leuchten ändern. Nichts kann es mir geben und nichts kann es mir nehmen.

Es gibt da diesen herrlichen Spruch: "Um morgens im Bad Zeit zu sparen, bin ich von Natur aus schön." Ganz meine Rede! Davon wollte ich euch heute einfach mal erzählen. UND der Artikel darf selbstverständlich geteilt werden.


Foto: Wolfgang Menger
Text und Gestaltung: Anja Reiche


Samstag, 2. Februar 2019

Geborgenheit

Heute floss mal wieder alter Schmerz. Ich konnte diesen Druck aus der Kindheit spüren, diese Anspannung, das Gefühl, wie es war, liefern zu müssen, mich anzupassen, mich hinten anzustellen mit meinen Bedürfnissen.

Diese innere Anspannung, dieser Unmut, wenn ich wusste, dass ich gleich noch was erledigen muss, eine Pflicht, die mir auferlegt wurde und eigentlich überhaupt keine Lust hatte. Dieses Gefühl wenn mir etwas total zuwider war und ich es trotzdem tun musste.

Da war dieses Brennen in meiner Seele, das immer dann da war, wenn ich einfach nur SEIN wollte. Wenn ich mich danach sehnte, dass mein bloßes Sein reichen würde. Ich wollte nichts müssen. Ich wollte nichts machen. Ich wollte einfach nur sein.

Da lag ich heute Nachmittag auf dem Sofa, eingekuschelt in eine Decke und dennoch war mir kalt, richtig von innen heraus kalt. Ich spürte die Wärme der Decke, die Weichheit und plötzlich wurde mir klar, was ich damals gebraucht hätte: Geborgenheit! Einen Ort, an dem ich einfach nur sein hätte können. Ohne Anforderungen, ohne Ansprüche, ohne Leistungserwartung, ohne Druck, ohne Pflichten, ohne Strafen. Ich hätte einfach nur sein wollen und so damit genug sein wollen für meine Familie.

Ich hab den Schmerz bewusst da sein lassen, hab geweint, gegähnt (ein sicheres Transformationszeichen bei mir), mein kleines Mädchen gehalten und nach 10 Minuten war es auch wieder gut.

Diesen Ort, an dem ich sein kann, an dem ich diese Geborgenheit heute erfahre, den habe ich in mir. Das wurde mir nochmal richtig bewusst. Ich habe über die letzten Jahre ausgemistet. Habe alles MÜSSEN rausgeworfen. Ich bin jetzt diejenige, die mich sein lässt, die mich annimmt, mit allem, auch mit dem Schmerz von früher. Ich bin diejenige, die mir jetzt erlaubt, komplett ich zu sein. Und das tue ich wirklich und wahrhaftig. Daran gibt es nichts mehr zu rütteln. Da bin ich konsequent und radikal. Da gibt es keine Kompromisse mehr auf meine Kosten.

Ich sorge für mich, schaffe mir meinen Raum, in dem ich mich rundum wohl fühle. Ich bin mir genug. Ich bin genug. Mehr als genug. 

Geborgenheit ist ein Ort in mir, den ich selbst erschaffe.

Bild: Anja Reiche

Freitag, 1. Februar 2019

Vom Optimierungswahn und unserem Hang zur Selbstaufgabe

"Wir erkennen uns im anderen."
"Die anderen spiegeln uns unsere Themen."
"Wenn uns etwas triggert, können wir nur bei uns schauen, dann gibt es da noch was zu heilen."
"Erst, wenn uns in Begegnung mit anderen, nichts mehr triggert, haben wir all unsere Themen fertig bearbeitet."

Das ist schon alles schön und gut und sicher auch richtig. Wir können wirklich immer nur bei uns selbst schauen. Diese ganze Thematik birgt aber auch eine große Gefahr, nämlich die Gefahr, dass wir uns zu Tode optimieren, uns selbst auflösen und jede emotionale Regung als "Trigger" sehen, als einen Hinweis auf eine Wunde.

Manchmal "triggert" uns aber auch etwas ganz anderes. Manchmal regen sich nämlich auch einfach mal unsere eigenen Bedürfnisse und Ansprüche. Manchmal fühlen wir uns in Begegnungen unwohl, weil wir Dinge über uns ergehen lassen, die uns nicht gut tun. Und dann glauben wir, wir würden uns unwohl fühlen, weil da ein Thema für uns drin steckt. Dann müssen wir nur so lange an uns arbeiten, uns optimieren und heilen, bis wir so geschmeidig sind und diesem Menschen wieder begegnen können, ohne dass es etwas mit uns macht.

Was für eine Illusion! Was für ein Schmarrn (wie der Bayer sagt)!!!! Wenn da zum Beispiel jemand ist, der dich permanent zutextet, ständig über deine Grenzen geht, der dich als Mülleimer benutzt und dich als Menschen überhaupt nicht mehr sieht und du dich in dieser Begegnung unwohl fühlst, dann ist das eine verdammt gesunde Reaktion von dir. Dann gibt es da nichts mehr zu heilen bei dir. Dann hat das genau so viel mit dir zu tun, dass du dich umdrehen darfst und gehen darfst. Das ist alles, was es da zu tun gilt. Du musst nicht so lange an dir rumbasteln, bis du diesen Menschen ertragen kannst. NEIN!!!!!!! Hör bitte auf mit sowas.

Du übergehst damit völlig deine Grenzen. Du nimmst dir selbst die Würde. Du lässt dir deinen Raum nehmen. Du sagst dir mal wieder, dass mit dir was nicht stimmt, sonst könntest du ja diesem Menschen begegnen. Wenn dieser Mensch aber nunmal so gar nicht auf deiner Frequenz ist, dann ist es sogar ziemlich gut, dass du die Begegnung mit ihm nicht haben kannst.

Es ist nicht das Ziel, so lange an dir rumzuschrauben, bis du angepasst genug bist. Es ist das Ziel, Menschen zu finden, die dich so nehmen wie du bist. Bei denen du dich wohl fühlst, ohne erst ein Optimierungsprogramm zu absolvieren. Das Ziel ist, deine Herde zu finden. Und die gibt es!

Ich hab soooo viele Jahre gedacht, dass mit mir irgendwas nicht stimmt. Immer war ich die Komische. Egal, um welche Gruppe Menschen es ging, irgendein Teil von mir, war immer scheinbar inkompatibel. Irgendwas fühlte sich immer unrund an. Irgendwie gehörte ich schon dazu, aber nie so ganz. Und ich versuchte mich anzupassen, zu verändern, versteckte manche Ansichten in den Begegnungen, nur um nicht anzuecken, nur um nicht schon wieder die Komische zu sein, die Anstrengende, die, die Dinge hinterfragt, die, die die Dinge einfach anders sieht, die nichts als gegeben hinnimmt, die auch einfach mal schweigen will, die nicht immer Action braucht, die in die Tiefe gehen will, die Träume und Visionen hat, die Menschen in ihrer Essenz erleben will.

Da war diese unstillbare Sehnsucht in mir, endlich irgendwo dazuzugehören, endlich Meinesgleichen zu finden. In einer medialen Coaching-Session kam es dann auf den Punkt raus: Ich suche nach meiner Herde! Und die gute Nachricht: Diese Herde gibt es tatsächlich. Meine Sehnsucht war völlig begründet UND diese Sehnsucht ist so menschlich und normal, so natürlich, ein Grundbedürfnis von einem jeden, das wir haben dürfen und das nach Erfüllung strebt. Immer!

Wir müssen uns nicht verbiegen, um irgendwo dazuzugehören. Wenn wir uns verbiegen müssen, dann ist es nicht unsere Herde. Wenn wir einen Teil von uns verbergen müssen, dann ist es nicht unsere Herde.

Tatsächlich hab ich meine Herde gefunden. Erst kamen vereinzelte Mitglieder in mein Leben, so nach und nach, weit verstreut. Und seit gut eineinhalb Jahren rennen sie mich schier über den Haufen und scheinen hinter jeder Ecke vorzuspringen. WAS FÜR EIN GESCHENK!!!! Diese Herde ist so ein Gottesgeschenk! Endlich bin ich richtig. Endlich kann ich komplett und in jeder Sekunde so sein wie ich bin. Endlich gestehe ich mir diese Ansprüche zu. Endlich mache ich keine faulen Kompromisse mehr. Die Befürchtung, dass ich am Ende alleine dastehe, wenn ich so hohe Ansprüche habe, hat sich in Luft aufgelöst. Viel mehr weiß ich jetzt, dass genau diese Ansprüche dafür gesorgt haben, dass ich die Herde finde, denn wenn ich nicht zu mir und dem, was ich brauche stehe, dann kann es auch nicht in mein Leben kommen.

Heute kann ich sagen: Drunter mach ich es nicht mehr!!! Entweder, ich kann in einer Begegnung alles von mir zeigen, oder ich lass es sofort und gehe meiner Wege. Alles andere ist Zeitverschwendung. Entweder ich fühle mich pudelwohl, oder ich drehe mich um und gehe. (Natürlich hab ich vorher gecheckt, ob irgendwas davon mein Thema ist. 😉 )

Diese Herde endlich zu haben, ist eins der größten Geschenke überhaupt. Diese Zugehörigkeit erleben zu dürfen, macht mich demütig. In dieser Herde komplett ich sein zu dürfen und dafür auch noch gefeiert zu werden - unbezahlbar!

Es gibt diese Herde auch für dich!!!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche


Donnerstag, 31. Januar 2019

Erwecke den Magier in dir!

Gestern ist dieses Bild unten entstanden. Ich wollte eigentlich etwas ganz anderes bei Canva machen. Und dann ergab eins das andere, ein Klick hier, ein Klick da und fertig war es, ohne genau zu wissen, was es bedeuten soll.

Gleichzeitig weiß ich ganz genau was es bedeuten soll. Ich glaube, das ist für viele gerade dran. In jedem von uns schlummert dieser Magier. Er ist da, schon immer da gewesen. Wir sind magische Wesen, Geistwesen, kraftvolle Schöpfer. Wir sind Schwingung. Wir sind Frequenz. Wir sind Bewusstsein.

Wisst ihr, dass jedes Atom zu ca. 99,9999 % aus Schwingung besteht? Ist das nicht verrückt? Nur ungefähr 0,0001 % eines jeden Atoms erscheinen fest, sind tatsächlich grobstofflich. Stell dir das mal vor! Ein Fels zu 99,9999 % aus Schwingung... Und nur 0,0001 fest. Krass, oder? Dabei erscheint es genau anders herum.

Das gleiche gilt für unseren Körper, für den Stuhl, auf dem wir sitzen, für einfach alles. Wir sind so viel mehr mit allem verbunden, als wir immer dachten. Wir sind Schwingung, im wahrsten Sinne des Wortes. ALLES ist Schwingung.

Fühl mal den Stuhl, auf dem du sitzt, mit diesem Bewusstsein, dass er zu 99,9999 % aus Schwingung besteht genau wie dein Körper, der auf diesem Stuhl sitzt. Merkst du, was dieser Blickwinkel für einen Unterschied macht? Ihr seid plötzlich ein und dasselbe. Plötzlich ist da keine Trennung mehr.
Es ist jetzt an der Zeit, uns das wieder ins Bewusstsein zu rufen. Wir dürfen uns wieder erinnern, dass nicht wir der Materie unterliegen, sondern die Materie unserem Geist, also uns, unterliegt. Sie entsteht aus unserem Geist. Aus Gedanken werden Dinge. Alles, was es gibt, wurde irgendwann "erdacht". Allem wohnt eine Intelligenz inne. Alles hat Bewusstsein.

Was, wenn wir wieder anfangen, mit den Dingen zu kommunizieren? Was, wenn wir uns wieder mit allem und jedem bewusst verbinden, in Kontakt treten, in Beziehung treten? Was, wenn diese bewusste Verbindung der Schlüssel zur Magie ist? Was, wenn ein absichtsloses, wertfreies Betrachten von allem, dazu führt, dass es zurück in seinen Urzustand fallen kann, zurück in die göttliche Ordnung? Was, wenn sich mit diesem Bewusstsein alles reguliert, alles heilt, alles wieder an seinen Platz zurückfällt, auch du? Was, wenn die allumfassende, bedingungslose Liebe die Frequenz ist, auf der ALLES möglich ist? Was, wenn diese Liebe unser Zauberstab ist und die Absichtslosigkeit alles möglich macht?

Was, wenn wir einfach nur einen Raum öffnen müssen, einen inneren Raum, grenzenlos und uns dort dem Leben zur Verfügung stellen "müssen"? Jede Zelle in uns kommt mit einem bestimmten Auftrag zur Welt. Eine Leberzelle hat eine andere Funktion und Aufgabe als eine Zelle der Lunge. Und jede Zelle kennt ihre ursprüngliche Aufgabe. Eigentlich...

Manchmal kommt da etwas ins Ungleichgewicht, weil wir ins Ungleichgewicht kommen, weil wir unsere wahre Natur vergessen, unseren Rhythmus missachten, vergessen wer wir sind.

Was, wenn ein jeder von uns genauso einen ursprünglichen Auftrag hat, wie eine jede Zelle ihn hat und wir ihn nur vergessen haben? Was, wenn wir uns lediglich erinnern brauchen, die Information wieder zulassen können, in dem wir diesen absichtslosen Raum aufmachen, in dem alles in seinen Urzustand zurückfällt? In dem wir in unseren Urzustand zurückfallen können? Was, wenn das die Magie des Lebens ist und mit dieser Einstellung alles magisch wie von alleine passiert?

Mein Herz sagt mir, dass es genau so ist! 🙏🧙‍♂️🧚‍♀️🧞‍♂️💫🔮






Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 30. Januar 2019

Herzensweg oder Holzweg?

Gestern durfte ich einen Menschen ein Stück begleiten, der voll und ganz auf seinem Herzensweg ist. Dennoch ruckelt und schüttelt es im Moment so heftig in seinem Leben, dass er sich ernsthaft gefragt hat, ob das überhaupt sein Weg ist.

Ich glaube viele von uns kennen genau das. Wir gehen für unseren Traum, wir tun alles für unsere Vision und dennoch scheinen wir aus dem Stolpern und Straucheln nicht herauszukommen. Das Leben scheint uns einen Stein nach dem anderen in den Weg zu legen und es ist alles, nur nicht leicht, die Gefühle fahren Achterbahn.

Da ist die Frage wirklich berechtigt, was denn da eigentlich los ist. Die wertvolle Essenz unseres Gespräches will ich so gerne mit euch teilen. Sie ist einfach zu wertvoll, als dass ich sie für mich behalte.

1. Wenn wir beginnen, unseren Weg zu gehen, immer mehr uns selbst zu leben, in die innerliche Freiheit und Selbstbestimmung zu gelangen, dann kommen all die alten Gefühle, Denkmuster, Glaubenssätze und Anteile hoch, die uns zeigen, wo wir eben noch nicht wir selbst sind. All das kommt dann zum Vorschein, damit es gesehen und erlöst werden kann. In diese Freiheit zu kommen, bedeutet ja genau, all das Alte loszulassen und dafür muss es uns bewusst werden. Wenn wir dann also in Situationen kommen, in denen wir uns klein, ohnmächtig, überfordert, unfähig, wertlos, etc. fühlen, dann oftmals nur, damit wir uns dessen bewusst werden, damit das alles gefühlt werden darf, was wir vielleicht lange verdrängt hatten und mit diesem Fühlen gehen darf. Wir sehen es jetzt, wir sind in der Lage, die Gefühle anzunehmen, durchzufühlen und sie zu erlösen. An unserer Vision ändert das alles nichts. Die bleibt die gleiche, nur werden wir in solchen heftigen Momenten noch mehr zu dem, der zu dieser Vision passt. Wir kommen mit dieser Erlösung der Schwingung wieder ein Stück näher, die auch unser Traum hat. Wir passen uns langsam aber sicher der Frequenz an.

2. Manchmal haben wir unbewusst vor unserer Größe und der vielleicht anstehenden Veränderung so einen Heidenrespekt, dass es einen Teil in uns gibt, der vielleicht sabotiert, der viel lieber im alten, gewohnten Umfeld bleiben will. Auch das ist möglich. Schau also hin. Gibt es da etwas in dir, dass lieber doch keine Veränderung will? Ist da ein ängstlicher Teil in dir, der unbewusst verhindern will, dass das Neue kommt, das Ungewissen, dass du dich zeigst wie du bist, dass du sichtbar wirst?

3. Es kann auch sein, dass wir wieder und nochmal eine kraftvolle Entscheidung für unsere Vision treffen dürfen. Ich kenne das von meinem Weg, von meinen eigenen Visionen. Nehmen wir zum Beispiel mein tiefes inneres Wissen, dass ich freiberuflich arbeiten möchte, dass ich nie mehr in eine Festanstellung will. Ganz tief in mir wusste ich immer, dass das mein Weg ist, dass das das Leben ist, welches ich möchte. Frei, selbstbestimmt meine Gabe in die Welt bringen. Doch wie oft hab ich daran gezweifelt? Wie oft war ich so verunsichert von den Umständen, vom Umfeld, von meinen eigenen alten Überzeugungen, dass ich doch wieder überlegt habe, ob ich mir nicht einen kleinen Bürojob suche. Nur für den Übergang selbstverständlich. Bis das andere da ist. 😉 In solchen Momenten sind wir nicht fokusiert. Ich wankte, ich strauchelte, ich verlor meinen Willen, meine Zuversicht, meinen Glauben. Was wird uns das Leben wohl liefern, wenn wir so drauf sind? Das ist wie eine Bestellung im Restaurant zu stornieren. Wir hatten eigentlich schon gesagt, was wir essen wollen und dann fragen wir uns doch wieder: "Ach, geht das wirklich? Ob das tatsächlich passt und möglich ist? Das ist bestimmt zu aufwendig. Und schmeckt mir das überhaupt? Soll ich vielleicht doch lieber was anderes nehmen? Naja, bis der Hummer geliefert wird, kann ich ja Pommes essen. Aber die schmecken mir eigentlich nicht und Sodbrennen krieg ich auch davon." Der Kellner steht da und wird alles tun, nur dir NICHT deine ursprüngliche Bestellung bringen. Er wird warten bis du klar bist und ihm deutlich sagst, was du willst. Und genauso funktioniert das Leben. Es wartet bis du klar bist. Wenn du dich also entschieden hast, vergiss die Alternativen. Bleib fokusiert und ausgerichtet und hör um Gottes Willen auf, ständig beim Kellner nachzufragen, wann denn der Hummer endlich kommt. Er wird kommen, wenn er fertig ist.😉




4. Wenn du dann diese Wahl getroffen hast und bereit bist, sie mit allen Konsequenzen, radikal und entschlossen auszuleben, alles danach auszurichten und dafür zu gehen, dann lass dich auch nicht von etwaigen "Hindernissen" abhalten. In den seltensten Fällen verläuft der Weg schnurgerade und ohne Stolpersteine, ohne Hinfallen oder Umwege. Eine jede Erfahrung auf dem Weg ist wichtig, ändert aber am Ziel nichts. Gedanklich, innerlich bist du nämlich schon da. Dein tiefes inneres Wissen sagt dir, dass es nicht die Frage ist, OB du es schaffst, sondern lediglich wann. Dieses tiefe innere Wissen erzeugt deine Realität. Kennst du die Übung, mit der bloßen Faust ein Brett durchzuschlagen? Du konzentrierst dich in der Vorbereitung, in der du deine Gedanken sammelst und dich fokusierst, nicht etwa auf das Brett. Nein! Weit gefehlt. Die ganze Aufmerksamkeit liegt auf dem Raum unter dem Brett, der Raum NACH dem Hindernis. Da schaust du hin, dieses Gefühl des "schon da sein" ist es, auf das du dich ausrichtest. In Gedanken bist du schon durch das Brett durch. Das Brett gibt es gar nicht mehr und es spielt überhaupt keine Rolle mehr. Ich bin schon durch. Ich bin schon da. Es ist schon passiert, bevor ich die Hand auch nur angehoben habe, um zuzuschlagen. Und wenn ich das fühlen kann, wenn all meine Power in diesem Zielzustand liegt, dann schlag ich zu und meine Hand gleitet durch das Brett wie durch Butter. Kein Hindernis ist wirklich ein Hindernis, wenn du, dein Gefühl, deine tiefste innere Weisheit das Ziel kennt.

5. Ein weiterer Aspekt, den ich ebenfalls aus eigener Erfahrung kenne, ist die Angst, dass es vielleicht doch eine höhere Macht geben könnte, die mich von meiner tiefsten Lebenswahrheit abhalten könnte. Die Angst, dass doch etwas passieren könnte, was ich nicht beeinflussen kann und das mich dann daran hindert, meine Vision zu leben, meinen größten Traum, meine Wahrheit, das wofür ich hier bin. Nun ist es immer ratsam, bereit sein zu sterben. Also in dem Fall, dass es eben auch passieren darf, dass der Traum nicht gelebt werden kann. Und bei dem Gedanken rebelliert alles in dir. Bei dem Gedanken, deine Vision nicht leben zu können, wird dir schlecht, die Nackenhaare stehen zu Berge, zu spürst ein riesiges NEIN in dir, alles wehrt sich, Widerstand ohne Ende. Du kannst und willst es nicht akzeptieren, dass du diesen Traum nicht leben darfst, kannst, sollst, weil sich das wie der Tod selbst anfühlt. Es nimmt dir Leben. Es ist nicht deine höchste Freude. Ich kenne das soooo gut. Diese eigene Wahrheit vielleicht doch nicht leben zu können, die bloße Vorstellung von einem anderen Leben, von einer Alternative, einem Kompromiss ist der blanke Horror und fühlt sich wie sterben an, innerlich absterben. Herzlichen Glückwunsch! Wenn dein Traum oder eben das eventuelle Platzen des Traums diese Gefühle in dir auslöst, kannst du sicher sein, dass es wirklich ein Herzenswunsch ist und keine Ego-Geburt. Das ist das eine.

Das andere ist die Angst vor der höheren Macht. Im letzten Frühjahr als ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe, eventuell ungewollt schwanger zu sein (was für mich genau diese Horrorvorstellung ist), habe ich bemerkt, dass ich genau vor so einer höheren Macht Angst hatte. Ich habe hingespürt, nachgeforscht und irgendwann festgestellt, dass ich befürchtete, meine Mutter, die es einfach nicht akzeptieren kann, dass ich keine Kinder will, könnte diese Macht haben und mir dazwischenfunken. Sie hat es sogar einmal fertig gebracht und ihren sehnlichen Wunsch, von mir Enkelkinder zu bekommen, an einen Barbarazweig zu hängen. Ich hatte totalen Schiss, dass sie es, wie auch immer, schaffen könnte, hier Einfluss zu nehmen. Ich habe bemerkt, dass ich hier meine Macht abgegeben hatte. Ich habe ihr, wohl schon in Kindertagen, Macht abgegeben. Immer wieder habe ich es als Kind erlebt, dass es eine höhere Macht gibt, der ich mich fügen muss, dass mir etwas/jemand dazwischenfunken kann. Ich habe es so oft erlebt, dass ich etwas tun musste, was ich nicht wollte. Und genau vor dieser höheren Macht hatte ich Angst. Sie sollte mich nicht von meinem größten Traum abhalten, in absoluter Freiheit meinem Ruf zu folgen. Ich bin meiner Mutter auf Seelenebene begegnet und habe alles zu mir zurückgenommen, was ich jemals abgegeben habe. Ich habe meine Macht und meine Verantwortung zu mir genommen und auf dieser Ebene gemerkt und tief gespürt, dass eine "Macht" nur dann Einfluss haben kann, wenn ich sie nicht selbst in Anspruch nehme. Frage dich also gerne, ob du irgendwann, irgendwo, an irgendwen Macht abgegeben hast. Wem oder was traust du zu, dass er dir dazwischenfunken könnte? Wem sprichst du mehr Schöpferkraft zu, als dir selbst?

Damit will ich es erstmal belassen. Ich glaube, das ist vorerst wieder genug Stoff zum Denken, Spüren, Fühlen und Verarbeiten. Ach und Teilen absolut erlaubt und erwünscht. Wie immer.








Foto, Text, Gestaltung: Anja Reiche