Freitag, 6. Dezember 2019

Holen wir uns das Paradies zurück

Wir wurden aus dem Paradies vertrieben. Irgendwann ganz früh in unserer Kindheit erlebten wir die krasseste Enttäuschung überhaupt. In einem Moment unserer höchsten Freude, im schönsten Spiel, in der tiefsten Geborgenheit wurden wir unterbrochen, gemaßregelt, ausgeschimpft. Uns wurde gesagt, dass das falsch ist. Dass sich das nicht gehört. Das Leben so nicht geht. Dass wir etwas verkehrt gemacht haben. Dass wir anders sein müssten, uns anders verhalten. Dass wir so nicht gut genug sind.

In unserer ganzen Unschuld glücklich seiend, wurden wir jäh gestoppt und bis ins Mark erschüttert, vielleicht sogar bestraft für etwas, das uns gänzlich als gut vorkam, weil es so viel Spaß machte.

Ab da haben wir die Welt nicht mehr verstanden, denn wir haben gelernt, dass wir unserem guten Gefühl, der Freude nicht trauen können. Dieses gute Gefühl hat uns heftig in Schwierigkeiten gebracht.

Uns blieb nichts anderes übrig als ab sofort die Erwachsenen "zu lesen". Wir mussten uns an ihnen orientieren, weil unser eigenes Gefühl ja nicht zu stimmen schien. Wir haben uns verlassen. Wir wurden zu Meistern der Anpassung und haben versucht seismografisch die Stimmungsveränderung unseres Umfeldes zu lesen.

Nochmal wollten wir nicht so unvorbereitet vom Sturm der Strafe getroffen werden. Uns blieb nichts anderes übrig als uns von der Freude und der Leichtigkeit, der Unbeschwertheit zu verabschieden. Sie waren zu gefährlich. Wir konnten ihnen nicht mehr trauen. Ab sofort waren wir wachsam. Sehr wachsam. Immer auf der Hut. Immer mit mindestens einem Auge ins Umfeld schielend, wie unser Tun und Sein so ankam.

Da ging es hin das Paradies. Die nächste heftige Enttäuschung, Erschütterung folgte auf dem Fuß. Unser System rebellierte in regelmäßigen Abständen gegen dieses Korsett. Wir wurden wütend, weil alles in uns schrie, dass das Leben so nicht gedacht war, dass wir so nicht gedacht waren. Und wieder wurden wir für falsch erklärt. Unsere Eltern, unsere Bezugspersonen wollten uns mit diesen heftigen Gefühlen, mit den Wünschen und Sehnsüchten, mit unserer Revolte nicht haben. Sie wollten nichts davon wissen, konnten uns so nicht aushalten, nicht mehr beherrschen, waren selbst überfordert von der eigenen Ohnmacht und setzten alles daran, dass wir mit der Wut, mit Weinen und Schreien aufhören. Zur Not wurden wir sogar weggeschickt, bis wir wieder "normal" waren.

So geschah es, dass wir unserem Bauchgefühl misstrauten und unsere "heftigen, negativen" Gefühle unterdrückten. Mit all der Enttäuschung alleine gelassen, verlassen und vom Schmerz darüber ebenfalls überfordert, blieb uns nichts weiter übrig, als einen erheblichen Teil von uns abzuspalten. Alles Unerwünschte und zu Heftige wurde weggepackt. Eine Strategie, die unser Überleben gesichert hat. Als Kind.

Wen wundert es, dass wir als Erwachsene immer noch glauben, unserer Intuition nicht trauen zu können? Dass wir in Teufels Küche kommen, wenn wir sorglos der Freude folgen? Wen wundert es, dass wir glauben, die anderen halten uns nicht aus, wenn wir wirklich alle unsere Gefühle zeigen? Allen voran die Wut.

Es ist an der Zeit wieder ins Paradies zurückzukehren. Wir hatten recht als Kind, als wir leichtfertig aus dem Bauch heraus gehandelt haben. Wir hatten recht mit unserer Wut, als uns genau das verboten wurde. Die anderen haben uns die Lügen erzählt und wir haben angefangen, ihnen zu glauben.

Rücken wir die Dinge wieder gerade. Sagen wir unserem kleinen Mädchen, unserem kleinen Jungen von damals, dass mit ihnen alles gestimmt hat, dass sie nichts falsch gemacht haben. Lassen wir sie wieder frei. Lassen wir sie wieder ins Paradies. Sie haben damals gewusst, wie Leben geht. Lassen wir es uns von ihnen zeigen.

Erinnern wir uns, dass unser Verhalten, das uns damals antrainiert wurde, überholt ist. Erinnern wir uns, dass es nicht stimmt, dass wir sterben, wenn wir verlassen werden. Erinnern wir uns an unsere Freude, an unsere Freiheit und daran, dass wir erwachsen sind und es niemandem mehr recht machen müssen außer uns selbst. Wachen wir auf! Holen wir uns das Paradies zurück! Es ist unser Geburtsrecht. Holen wir uns uns selbst zurück!
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Lass es doch einfach mal gut sein

"Lass gut sein. Lass ES gut sein. Lass DICH gut sein."

Diese Worte habe ich gestern in einem Kommentar an jemanden gerichtet. Und sie sind so viel tiefer als man auf den ersten Blick denkt.

Wenn ich etwas gut sein lasse, dann hat sich an den Umständen nichts geändert. Ich treffe lediglich die Wahl, dass es jetzt einfach gut ist. Dass ich aufhöre, irgendwas verändern zu wollen. Ich lasse ES sein. Und ich lasse es nicht nur sein im Sinne von "ich mache nichts mehr". Nein, ich lasse es GUT sein. Ich entscheide mich dafür, dass jetzt GUT ist, was bis vor fünf Minuten augenscheinlich noch nicht gut war.

Nirgends wird es deutlicher als da, dass alles nur eine Frage der Einstellung und des Blickwinkels ist. Alles nur eine Entscheidung entfernt.

Seit ich diesen Kommentar gestern geschrieben habe, sind mir die Sätze immer wieder in den Kopf gekommen. Auch und gerade im Zusammenhang mit der Weihnachtszeit. Da sind wir auch ganz plötzlich in der Lage, Dinge einfach gut sein zu lassen.

Auf einmal ist da der Weihnachtsfrieden. Es werden für ein paar Tage keine Mahnungen verschickt, keine Diskussionen angefangen. Wir sind nachsichtiger. Wir können für kurze Zeit all unsere Sorgen vergessen und in den Tag hineinleben, ja sogar Kriege werden unterbrochen, weil Weihnachten ist.

In keiner Jahreszeit wird Genuss, Geborgenheit, Frieden, Nächstenliebe, Wärme, Nachsicht, Liebe, Milde, Fülle und Gelassenheit so groß geschrieben wie an Weihnachten. Wir schlemmen, ohne auf die Kalorien zu achten. Wir spielen und toben wie die Kinder. Wir machen Sachen, die wir das ganze Jahr nicht tun: aufwändige Kekse backen, singen, Braten schmoren, musizieren, Gesellschaftsspiele, puzzeln, schlittschuhlaufen, Schneemänner bauen, Schneeballschlachten, Lesen vor dem Kamin, Kakao und Glühwein.

Ja, schon klar, im Sommer kann man nun mal keinen Schneemann bauen und Eisbahnen gibt es auch keine, aber die Stimmung ist einfach eine ganz andere. Weihnachten ist da mehr Leichtigkeit und Glanz. Da ist plötzlich Platz für Wunder. Auf einmal sind so viele offen für Magie und das scheinbar Unmögliche. Wir werden wieder zum Kind. Wir sind gelassener. Großzügig. Wir lassen einfach mal die Ernsthaftigkeit weg, weil es anscheinend in der Adventszeit gesellschaftstauglich ist, so leicht-sinnig zu sein.

Alles, was das ganze Jahr undenkbar scheint, geht auf einmal und nur, weil man eine Entscheidung getroffen hat, die Entscheidung, dass es jetzt einfach mal gut ist.

An unserer Situation hat sich an Weihnachten überhaupt nichts verändert. GAR nichts. Und dennoch sind wir in der Lage, zu beschließen, dass wir uns für ein paar Tage keine Sorgen machen. Verrückt. Und: Es funktioniert.

Noch verrückter ist es allerdings, dass man nach den Feiertagen wieder mit all dem alten Mist anfängt, mit dem Rennen und Hetzen, mit den Sorgen, mit der Schwere, mit den Themen, die man noch bearbeiten muss, mit dieser bleiernen Ernsthaftigkeit.

Was an Weihnachten geht, geht auch das restliche Jahr. Wer hätte das gedacht? Wir können jeden Tag die Wahl treffen, dass es gut ist, dass WIR gut sind. Wir können uns jeden einzelnen Tag auf das Wesentliche besinnen, die Leichtigkeit wählen, den Leicht-Sinn, die Ausgelassenheit, die Fülle, den Genuss.

Für mich ist eins klar: Dieses geborgene Gefühl, das ich im Moment so extrem habe, dieses Gefühl der Heimat in mir, diese Sorglosigkeit, die ich aus Kindertagen kenne, die an Weihnachten so einfach Einzug hält, die behalte ich.

Für mich ist im Herzen das ganze Jahr Weihnachten. Dieses Lebensgefühl ist es, was ich jeden Tag wähle. Für mich ist es jeden Tag gut. Ich lasse es jeden Tag gut sein.



Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Du bist das Licht der Welt - Gedanken zur Zeitqualität

Mhmmm.... 🥰🥰🥰 Wunderbar warm, was da gerade durch mich gesprochen werden wollte. Ich habe die aktuelle Zeitqualität aufgegriffen und eine neue Podcast-Folge aufgenommen:


Was für eine heilige, magische, wunder-volle Zeit. Einmalig, epochal, unfassbar großartig. So viele haben dazu beigetragen, dass das jetzt alles möglich ist. DANKE für dein Licht! DANKE für dein Wirken! Die Welle rollt. Unaufhaltsam! 
 
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche
 

Wir dürfen verlassen werden

Mein Post von gestern zur eigenen Würde ist auf echt große Resonanz gestoßen. Das ist großartig. Wir dürfen unsere Krone wieder aufsetzen und ganz klar in unserem Leben aussortieren. Was nicht mehr zu uns passt, WER nicht mehr zu uns passt, darf losgelassen werden.

Genau so darf es allerdings auch passieren, dass WIR aussortiert werden, dass Menschen in unserem Umfeld, uns aus IHREM Leben entfernen, dass wir ent-freundet werden, dass uns jemand sagt, dass das mit uns einfach nicht mehr passt. Das ist ok. Wir haben deswegen nichts verkehrt gemacht. Wir stehen lediglich auf der anderen Seite und jemand anders "mistet aus" und achtet auf sein Umfeld. Wenn die Resonanz nicht mehr passt, dann passt sie nicht mehr. Nicht mehr die gleiche Frequenz.

Ich weiß, dass das ersmal wie ein Schlag in den Magen sein kann.Wir kommen uns vor wie ein Monster, zumindest wohl diejenigen, die eh schon viel an sich zweifeln und dazu neigen, den Fehler bei sich zu suchen. Wir wollen doch gemocht werden. Wir wollen es doch "richtig" machen. Letztlich will das wohl fast jeder. Es ist aber nur natürlich, dass wir nicht von allen gemocht werden können.

Selbstverständlich können wir in solchen Situationen hingehen und uns reflektieren. Das ist sogar sehr gesund und ratsam. Wenn bei dieser Reflektion allerdings herauskommt, dass wir alles genau so wieder machen würden, dass wir mit uns im Reinen sind und so bleiben wollen, wie wir gerade sind, dann dürfen wir sofort aufhören, uns zu krämen und diese Trennung schlicht akzeptieren.

Wir brauchen demjenigen nicht hinterherlaufen, wir brauchen uns nicht erklären, wir brauchen uns nicht ändern, wir müssen uns nicht schlecht fühlen. Es ist in Ordnung. Es darf Menschen geben, die mit uns schlicht nichts (mehr) anfangen können. Ende der Geschichte. Die gemeinsame Zeit ist um. Das Stück des Weges ist zusammen gegangen. Es ist vollbracht. Die Beziehung erfüllt. Wir haben alles erfüllt, was wir zusammen erleben wollten. Fertig.

Wir dürfen verlassen werden. Es wird die geben, die uns genauso wie wir sind lieben und feiern. Die gibt es immer. IMMER. Wenden wir uns denen zu und zwängen wir uns nicht denen auf, für die wir anders sein müssten.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 3. Dezember 2019

Wer meine Würde nicht zu achten weiß...

Krasses Statement! Ich weiß... Tatsächlich darf man genau so krass und radikal sein. Wir dürfen so richtig, richtig für uns einstehen. Wir dürfen uns das rausnehmen. Wir dürfen es uns wert sein.

Wir dürfen anderen gegenüber ganz klar kommunizieren, wo unsere Grenzen sind, was wir wollen, was wir nicht wollen, was für uns geht und was nicht. Wenn unser Gegenüber diese Grenzen und Ansagen nicht achtet, dann dürfen wir unsere Konsequenzen ziehen. Ganz egal, ob es sich dabei um den Chef, die Nachbarin, den Bruder, die Partnerin, den Vater handelt.

Wir müssen rein gar nichts über uns ergehen lassen, etwas erdulden, aushalten oder klein beigeben. Warum sollte die Ansicht des anderen über unserer stehen? Mehr wert sein? Mehr zählen? Gewichtiger sein?

Ich habe meine Meinung. Er seine. Wenn diese Ansichten nicht vereinbar sind, darf man sich trennen, egal, von wem. Da kommt wieder die wunderbare Aussage von Vera F. Birkenbihl zum Tragen: "Wir müssen uns nicht einigen. Wir dürfen uns auch zweinigen."

Ich respektiere mich selbst zutiefst. Ich achte und ehre mich, meine Würde. Wer das nicht ebenfalls tut, hat es gar nicht verdient, Zeit mit mir zu verbringen.

Und doch, das kann man machen. Genau so!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 2. Dezember 2019

Ich bin bereit, jegliche Konsequenz zu tragen

Ich bin still. So still. Einfach sein. Gerade lasse ich alles liegen und stehen, was nicht zu 100 % dran ist. Keine Ahnung, wann in meinem Leben ich schon mal so entspannt, gelassen, zufrieden, in mir ruhend war. Es ist grandios. Unbeschreiblich warm, weich, geborgen.

Ich sitze und schaue. Ich liege und fühle. Ich lese, wenn ich Lust habe, spiele am Handy, koche mir was Schönes, gehe spazieren, bin zwischendurch auch sehr kreativ. Die Weihnachtsdeko habe ich über Tage zelebriert, geschmückt, umgeräumt, arrangiert, teilweise hab ich sogar richtig krass ausgemistet. Hier und da ein Coaching. Mal ein Podcast. Mal ein Artikel. Alles, wie es kommt. Dann sitz ich wieder, zig Kerzen und Lichter an, eingemummelt in eine Decke. Eingehüllt in wunderbaren Frieden. Meist einfach schweigend. Generell seeeehr redefaul. 😉

Mag sein, dass dieses Gefühl durch die stade Zeit verstärkt wird. Ich weiß allerdings, dass es ein Grundgefühl ist, das über die Adventszeit hinaus bestehen bleiben wird. Es fühlt sich an wie meine Essenz, die nichts mehr muss und gleichzeitig alles kann.

Tatsächlich bin ich in der Lage, ganz klar zu wählen. All die äußeren Reize und Eindrücke, Mails, Nachrichten, Anrufe, Einladungen, Veranstaltungen, Projektanfragen. Alles, worauf ich reagieren könnte, drauf eingehen könnte, es kommt bei mir an und ich kann es sein lassen. Ich nehme es wahr und wähle. Wähle ganz fein und klar aus meinem Herzen heraus. Egal, um was es geht, es gibt tatsächlich kein MÜSSEN mehr. Ich kann es liegen lassen, kann es liegen sehen, fühle mich nicht angetrieben oder verpflichtet.

Kürzlich habe ich einen wunderbaren Satz von Christine Obermayr gelesen. Sie schrieb, sie hat aufgehört ein Business zu haben. Sie lebt ihre Aufgabe. Mega schön formuliert. Für mich würde ich das Ganze noch etwas umschreiben. "Ich habe kein Business. Ich lebe mich. Das Business ist ein wunderschönes "Abfallprodukt" vom Ich-Sein." Für mich gibt es keine Trennung zwischen Beruf und Freizeit. Zwischen Arbeiten und Leben. Ich LEBE in jedem Moment, ganz gleich, was ich tue oder nicht tue.

Diese Fähigkeit, komplett im Moment zu sein, hab ich über Jahre geübt, sie verfeinert und tatsächlich geht es immer noch feiner, noch klarer, noch tiefer. Es ist ein sich immer mehr und mehr ins Leben fallen lassen. Das Leben durch mich geschehen lassen. Mich geschehen lassen und mir selber dabei staunend zusehen.

Meine Ausrichtung, meine Entscheidung, ist unumstößlich: Ich will wissen, was möglich ist, was passiert, wenn ich nur und ausschließlich, radikal auf mein Herz höre. Auf nichts anderes. Keine Vernunft, keine Logik. Nur Bauchgefühl. Durch die Bank. Egal, um was es geht. Egal, was andere von mir erwarten könnten. Egal, ob ich damit jemanden enttäusche. Ich bin bereit, jegliche Konsequenz zu tragen, die es nach sich zieht, ich selbst zu sein.

Ich schätze, diese Entscheidung, diese Bereitschaft hat ganz viel mit der Ruhe zu tun, mit der Gelassenheit, die da gerade so ausgeprägt ist.😉


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 1. Dezember 2019

Aus der Zeit, als ich noch ein Lügner war




Wow! Flashback in meine Vergangenheit, Flashback in meine Zeit, als ich noch gelogen habe, viel, oft, heftig.

Warum auch immer das heute so präsent ist... Ich war früher alles andere als aufrichtig und radikal ehrlich. Das, was heute mein höchster Wert ist, mein Aushängeschild, war ich früher so gar nicht. Ich war meilenweit davon entfernt. Ich habe gelogen, die Wahrheit verdreht und ganz oft alles dafür getan, Fehler zu vertuschen. Die Angst vor den Konsequenzen, vor den unangenehmen, heftigen Gefühlen war so groß, dass ich mir nicht anders zu helfen wusste. Mir war klar, dass es gar nicht geht, dass andere mitbekommen, was wirklich passiert ist, wie es wirklich war, wer ich wirklich bin, wie ich wirklich bin.

Irgendwann wollte ich so nicht mehr sein, nicht mehr leben, nicht mehr handeln. Ich habe bei anderen gesehen, wie es auch sein kann. Ich wollte Nähe, ich wollte Offenheit, ich wollte echt sein,ehrlich. Die Entscheidung stand und damit begann mein Weg zu radikaler Echtheit.

Fühlt euch eingeladen in meine Vergangenheit als Lügner.

Donnerstag, 28. November 2019

Was ist Bewusstheit?

Diese Frage hat mich heute morgen erreicht. Ich fand so spannend, was mir dazu in den Sinn gekommen ist, dass ich es unbedingt mit euch teilen wollte. Deswegen gibt es jetzt eine neue Podcastfolge. 😍

Bewusstheit hat für mich letztlich dazu geführt, dass ich herrlich gelassen geworden bin. Bewusstheit ist für mich das wahre Selbst-Bewusst-Sein, die wahre Souveränität, die man nicht lernen kann. Souverän IST man.

Außerdem erzähle ich euch, wie ich immer mehr dahin gekommen bin, mich selbst zu durchdringen, mir auf die Schliche zu kommen und immer feiner in meiner Wahrnehmung wurde, in meiner Bewusstheit. Fühlt euch eingeladen: https://anchor.fm/anja-reiche/episodes/Was-ist-Bewusstheit-e9851v


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 27. November 2019

Schau dir gut an, von wem du Ratschläge annehmen möchtest

Schau dir gut an, von wem du Ratschläge, Warnungen, Tipps und Tools für's Leben annehmen möchtest. Ganz unabhängig von dem, was er sagt. Schau dir den Menschen an, von dem das kommt. Schau dir seine Ausstrahlung an, seine Schwingung, seine Energie. Wenn er lächelt, lächelt dann alles an ihm oder grinst nur der Mund? Kommt das Lächeln in seinen Augen an, in jeder Zelle? Kommt das Lächeln bei dir an? Bist du berührt von diesem Menschen? Leuchten seine Augen, wenn er von sich selbst erzählt, von seinem Leben, von seinem Weltbild? Erzählt er wirklich von sich oder redet er vorwiegend ÜBER etwas. Was spürst du hinter den Worten? Kannst du wirklich Liebe spüren oder schwingt in seinen Ansätzen Angst mit? Seine Angst?

Möchtest du wirklich da hin, wo derjenige jetzt ist? Und zwar ganzheitlich. Es mag sein, dass dieser Mensch viel Geld verdient, vielleicht ein "sicheres" Leben führt, anscheinend seine Finanzen im Griff hat, ein solides Business hat, eine gute Position in einer Firma. Doch stimmt der Rest auch? Ist dieser Mensch, der dir sagen will, wie das Leben funktioniert, wirklich erfüllt und beseelt, frei und voller Liebe für dieses Leben?

Schau mal nicht auf das Materielle, auf die "harten" Fakten, den Kontostand. Schau mal in seine Seele. Spüre seine Frequenz. Lies in seinem Gesicht. Wenn dieser Mensch spricht, ruft dann alles in dir: "Ja, das will ich auch ausstrahlen"? Wenn du in der Nähe dieses Menschen bist, ist dann da wirklich Nähe? Hast du das Gefühl, dass er dich ganz nah ran lässt, dass da wirklich alle Karten auf dem Tisch liegen? Dass nichts unter den Teppich gekehrt oder schöngeredet wird? Hast du das Gefühl, dass er absolut ehrlich ist und dir ALLES erzählen würde? Lässt er dich in seine Seele schauen, sie von dir berühren? Hat das Seelische, Spirituelle überhaupt Platz? Geht es da wirklich um ALLE Aspekte unseres Seins oder nur um Zahlen? Darfst du ihn und seine Wahrheit in Frage stellen oder wird er dann unbequem?

Lässt er dich so wie du bist oder erzählt er dir ständig, dass du etwas anders machen musst, wenn das mit dir was werden soll? Fördert er deine Stärken und sieht dich wirklich? Fühlst du dich erkannt und angenommen? Hast du das Gefühl, dass du in seiner Nähe wachsen kannst und darfst? Dürftest du sogar "größer" werden als er? Oder will dich dieser Mensch eher klein halten, im alten System oder in ein neues pressen, sollst du (weiter) funktionieren und vor allem ihm nützlich sein?

Interessanterweise kommen die guten Ratschläge meistens von denen, die nicht ansatzweise da sind, wo du hin willst. Wenn die Tipps und Strategien allerdings mit entsprechender Überzeugung vorgetragen sind, lassen wir uns nur allzu gerne täuschen. Wenn jemand so selbstsicher auftritt, dann muss da ja was dran sein, dann muss er ja wissen, von was er redet.

Was wenn diese Selbstsicherheit nur ein Schutz ist? Ein Schutz, um nicht bei sich schauen zu müssen? Ein Schutz dafür, dass die Scheinsicherheit nicht ins wanken kommt, dass die neunte Schicht Lack nicht abplatzt, die er über die tiefen Risse gestrichen hat? Könnte sein...

Schau dir gut an, von dem du Ratschläge annehmen möchtest.
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 26. November 2019

Mein Terminkalender ist leer

Ich kann euch gar nicht sagen, wie es mir in den letzten Tagen geht. Meine Stimmung ändert sich quasi im Minutentakt. Erkenntnisse ohne Ende, Emotionen in bunter Vielfalt, mal voller Tatendrang, dann im nächsten Moment wieder todmüde. Planen kann und will ich nicht weiter als bis zum nächsten Tag, allerhöchstens.

Mein Terminkalender ist leer. Tatsächlich ist er das meistens. Neulich hatte ich eine Anfrage von einer Klientin, die gerne spontan bei mir ein Coaching wollte. Sie meinte, sie fragt einfach mal nach einem kurzfristigen Termin, obwohl ihr klar ist, dass ich wahrscheinlich erst wieder im Januar Zeit habe. 😉

So läuft das bei mir nicht. Meine Termine finden immer kurzfristig statt, so richtig kurzfristig. Du kannst bei mir anfragen, ob ich JETZT Zeit habe oder im weiteren Tagesverlauf. Das mag ich am liebsten. Wenn es dran ist, dann ist es jetzt dran. Würdest du mir einen Kalender hinlegen, in dem tatsächlich jeden Tag Coachingtermine für das nächste halbe Jahr drin stünden, ich quasi ausgebucht wäre, ich würde schreiend weglaufen. Was für viele ein ausgemachtes Ziel ist, wäre für mich Höchststrafe.

Gerade im November und Dezember hab ich das Gefühl, ich müsste alles wegfegen, was den Kalender unnötig in Voraus füllen könnte. Ganz viele private Termine habe ich abgesagt. Es braucht Platz. Es braucht die absolute Freiheit für jeden einzelnen Moment. Und zwar radikal. Die Dinge sind so sehr im Umbruch und im Wandel, es ändert sich so viel so schnell, die Transformation und der Umbau in uns sind so enorm, dass ich in keinem Augenblick mehr die Gleiche bin. Wie könnte ich da weit im Voraus sagen, wann was dran ist?

Hätte ich Anfang Oktober ahnen können, dass ich am 31.10. einen Podcast ins Leben rufe und der Ende November schon über 1800 Aufrufe hat? Im Leben nicht. Hätte ich ahnen können, dass ich am 05. November mal eben mein Büchlein auf den Markt schmeiße? Never! War aber so und das alles kann ich machen, weil da Platz ist, weil da Freiraum ist, der mir heilig ist.

Eine andere Klientin meinte neulich, bei mir wäre ja klar, was ich tue. Ich bin die Heilerin der Herzen und danach ist alles ausgerichtet. Ne, ne... Auch so läuft das nicht. Der Schein trügt. Ich mach einfach und hinterher kann ich sagen, wo es hingeführt hat. Ich hab einfach gemacht, geschaut, was sowieso passiert und dann war da irgendwann der Name „Heilerin der Herzen“. Der mich übrigens sehr überraschend gefunden hat. Den ich anfangs überhaupt nicht nehmen konnte. Er war mir „zu groß!“. Dank des wunderbaren Grafikdesigners Kevin Ruediger, der aber tatsächlich meine Essenz gesehen und mein Logo entworfen hat, kam es so und es war gut. Das war mir nicht vorher klar. Das ist passiert.

So viele versuchen das Pferd von hinten aufzuzäumen, wenn es um ihr Business geht. Erst soll im Kopf alles fertig sein, ein Konzept da sein. Man will wissen, wie man heißt und wie man das, was man dann tun will, in Worte fassen könnte. Da werden Angebotspakete geschnürt und Texte erzwungen. Aus dem Nichts.

Mein Business ist andersherum entstanden. Ich hab gemacht, das getan, was ich eh immer mache. Was ganz automatisch passiert, wenn ich mit Menschen zusammen bin und dann hab ich irgendwann DAS in Worte gefasst. Hab das Ganze, was dann schon da war, ausgedrückt.

Ein Business stampft man in den meisten Fällen nicht eben aus dem Boden. Es entwickelt sich. Es entsteht ganz „nebenbei“, während du einfach du selbst bist. Einen Businessplan im Voraus zu erstellen, am besten noch über fünf Jahre, ist aus meiner Sicht der größte Schwachsinn, den es gibt. Ich weiß doch noch nicht mal, was morgen ist. Wie könnte ich denn eine Vorschau für fünf Jahre machen? Wenn ich nur auf die letzten zwei Jahre zurückschaue und sehe, was da alles passiert ist, das hätte ich mir doch im Leben nicht ausdenken können. So krass wie das Leben ist, kann ich gar nicht denken.

Und weil das genau so ist und Wunder am laufenden Band passieren, die aber nicht erzwungen und erdacht werden können, lass ich Raum, ganz viel Raum, damit sie passieren können. Mitfließen. Immer wieder hinspüren und intuitiv handeln. Radikal. Allumfassend. Egal, was das bedeutet. Ich war bereit, das zu tun und bin es nach wie vor. Mehr denn je. Es lohnt sich so sehr. So, so sehr. Und deswegen ist mein Terminkalender leer. Damit all die Wunder eine freie Spielwiese haben.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 23. November 2019

Ersetze das Wort "Geld" mit "Freude"

Experiment des Tages

Als ich gerade so im Bett lag, kam mir eine ganz großartige Idee. Ich dachte so drüber nach, dass niemand auf die Idee käme, Freude nicht fühlen zu wollen. Niemand würde sagen, dass er aus der Freude heraus nicht agieren dürfe. Viele würden aber sagen, dass sie aus der Wut heraus nicht agieren dürfen/wollen.

Niemand käme auf die Idee zu sagen, dass die Freude transformiert werden muss und dass man so lange an sich arbeiten muss, bis die Freude nicht mehr hochkommt.

Also hab ich angefangen zu spielen und in alten Glaubenssätzen zu unangenehmen Gefühlen, einfach die Worte ausgetauscht.

"Ich hasse es, wenn ich mich ohnmächtig fühle" wurde zu "Ich hasse es, wenn ich mich freue."

"Wow, ich habe es geschafft ein Wochenende mit meinen Eltern zu verbringen, ohne wütend zu werden." ➡️ "Wow, ich habe es geschafft ein Wochenende mit meinen Eltern zu verbringen, ohne mich zu freuen."

"Ich muss die Angst in den Griff kriegen. ➡️ Ich muss die Freude in den Griff kriegen."

Merkt ihr wie absurd unsere Gedanken über "negative" Gefühle sind? Freude und Trauer, Gelassenheit und Wut, kraftvoll und ohnmächtig, all das ist gleichwertig, all das ist gleich-gültig. Es sind Gefühle, viele bunte Farben, jeweils eine Facette vom Regenbogen, ein Farbsplitter der Liebe. Liebe ist nicht die Abwesenheit von allen "negativen" Gefühlen. Liebe ist die Summe aller Gefühle. All die Anteile der Liebe wollen im Prinzip so großartig behandelt und gefeiert werden wie die Freude.

Mein Gedankenspiel ging weiter. Geld ist ja auch so negativ behaftet. Es existieren so krass hinderliche Glaubenssätze. Also hab ich auch da das Wort Geld mit Freude ersetzt. Und wieder wurde so schnell deutlich, wie schwachsinnig die Gedanken über Geld sind.

"Ich muss Geld sparen." ➡️ "Ich muss Freude sparen."
"Ich brauche das Geld für später."
"Ich muss Geld auf die hohe Kante legen."
"Ich muss mich für Geld anstrengen."
"Ich muss Geld verdienen."
"Mit was verdienst du dein Geld?"
"Ich tue nicht genug für Geld."
"Wer viel Geld hat, muss ein Betrüger sein."
"Geld verpflichtet zur Gegenleistung."
"Geldgeschenke kann ich nicht annehmen."
"Über Geld spricht man nicht."
"Wer kein Geld hat, ist ein Versager."

Die Liste ist endlos fortzuführen. Fühlt euch eingeladen zu spielen.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche


Donnerstag, 21. November 2019

Wut, die heilige Kraft für unsere Würde

Das Thema war Wut war gestern so krass im Feld. Auf meinen Post gab es extrem viele Rückmeldungen. Gefühlt will die Wut gerade erlöst werden, wieder integriert, wieder gelebt, wieder angenommen.

Wut scheint irgendwie immer noch verpönt zu sein, als unspirituell zu gelten. Bewusste Menschen sind doch bitte schön nicht wütend. Erwachte Menschen brauchen doch keine Wut mehr spüren. Und Wut in der Partnerschaft oder gar gegenüber den Eltern, DAS geht ja mal gar nicht. What???

Ich glaube, wir verbieten uns Wut vor allem deswegen, weil wir meinen, dass wir sie automatisch GEGEN andere richten, wenn wir sie ausleben. Dabei ist die Wut so wichtig FÜR uns selbst. Wir dürfen sie FÜR uns nutzen, FÜR unsere Würde.

Deswegen war es mir gerade ein riesiges Bedürfnis dazu eine Podcast-Folge aufzunehmen. Ich erzähle euch von meinem Weg mit der Wut, der wahrlich nicht ohne war, bis ich die Wut lieben gelernt habe.

Fühlt euch eingeladen: Wut, die heilige Kraft für unsere Würde

Teilen absolut erlaubt und erwünscht. 😉❤️ Die Wut will wieder gefeiert werden. ❤️💥❤️

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 20. November 2019

Lasse ich den Sturm zu, finde ich auch die Stille in mir

Es geht um die Stille und den Sturm gleichzeitig. Es geht darum, in dem Sturm, der gerade um uns herum tobt, still zu sein, bei uns zu bleiben und nur noch auf unsere innere Stimme zu hören. Es geht darum, den äußeren Stimmen nicht mehr zu glauben, die uns stetig erzählen, was richtig ist, was zu tun ist, wie die Welt funktioniert.

Stell dir vor, all die Stimmen, die es scheinbar besser wissen, und du darfst sie einfach ignorieren. Du musst keiner einzigen folgen. Was für eine Erleichterung.

Es sind alte Stimmen, längst überholt. Keiner von diesen Antreibern hat eine Ahnung wie die neue Welt funktioniert. Die neue Welt, die aus dem Herzen heraus entsteht, aus der Stille, aus leisen Impulsen, aus Gefühl, aus Liebe.

Es geht darum, jegliche Stimme, die einst von außen kam und die wir über die Zeit zu unserer eigenen gemacht haben - scheinbar unserer eigenen - zum Schweigen zu bringen, sie zu entlarven, aus unserem System zu entlassen, ja ihr sogar den Mund zu verbieten. Sie dient uns nicht mehr. Sie hindert uns nur. Sie hält uns klein, aus Angst vor Veränderung, aus Angst vor Liebesentzug, aus Angst, verstoßen zu werden, aus Angst, zu sterben, zu scheitern.

Jetzt wirst du fragen, wie du denn diese anderen Stimmen von deiner eigenen unterscheiden kannst. Was ist denn wirklich deine Intuition und was eine übernommene Stimme von außen?

Jeglicher Gedanke, jeglicher Einwand von außen, der da kommt und dich eng werden lässt, bei dem es dir den Magen umdreht, die Brust eng wird, bei dem du unweigerlich den Kopf einziehst, du dich klein und unfähig fühlst, es dunkel in dir wird, kommt nicht aus deinem Herzen, kommt nicht aus dem Herzen des anderen.

Die Sätze, bei denen deine Augen leuchten, die sich leicht anfühlen, bei denen es dir warm im Bauch wird, du dich automatisch aufrichtest und alles in deinem System JA sagt, die kommen vom Herzen, von deiner Seele, entsprechen deiner Wahrheit. Es sind meist die Aussagen und Wahrheiten, die uns zu schön vorkommen, um wahr zu sein. Deswegen verwerfen wir sie auch so gerne wieder. Das wäre ja zu einfach. Das kann ja gar nicht stimmen. Wir befürchten uns selbst zu verarschen mit dieser "rosaroten Brille". Das bilden wir uns bestimmt nur ein.

Aber die engen, schweren, bedrückenden Gedanken, die sollen wahr sein? Da befürchten wir nicht, uns selbst zu verarschen, uns was vorzumachen oder etwas vorgemacht zu bekommen.

Es geht um die Stille und den Sturm gleichzeitig. Es geht nämlich auch darum, den Sturm IN uns endlich nach draußen zu lassen. Den Sturm, der sich in uns zusammengebraut hat, weil wir uns so oft haben übertölpeln lassen, weil wir uns so oft verraten haben, weil wir es so oft zugelassen haben, dass wir über unsere Grenzen gehen, dass andere über unsere Grenzen gehen, dass man uns mundtot macht. Viel zu oft haben wir uns unsere Wahrheit absprechen lassen, haben einen Schritt zurück gemacht, haben klein beigegeben und den Lauteren Platz gemacht, sind der Masse gewichen. Frei nach dem Motto, die Mehrheit hat recht.

Es geht darum, dass WIR, die mit der "rosaroten" Brille, mal zum Orkan werden mit unserer "neuen" Sicht der Dinge. Werden wir doch mal genauso laut, wie die mit den alten Gedanken. Warum sollten wir uns verstecken und klein machen? Warum sollten wir uns ducken? Warum rufen wir unsere Wahrheit nicht genauso ungeniert hinaus? Warum sollten wir zurückweichen und wieder unseren Platz räumen?

Was glaubt ihr eigentlich wie viele wir schon sind? Wenn jeder, der die neue Welt in seinem Herzen trägt, sich erhebt, seine Stimme für sich erhebt und sich mutig zeigt, was glaubt ihr, was das für ein mächtiger Chor ist? Was glaubt ihr, was das für eine Energie freisetzt? Was glaubt ihr, was da in Bewegung kommt, wenn wir diese Kraft, die unsere Wahrheit in uns hat, freilassen? Wenn wir das alles endlich nach draußen lassen?

Ich bin heute der Sturm. In mir ist eine unbändige Kraft. Ich spüre die Qualität des Löwen in mir. Ich brülle in meinem Namen. Ich stehe für mich ein. Ich setze ganz klar Grenzen. Ich höre mir den alten Mist nicht mehr länger an. Ich unterbreche jeden, der mit der alten Leier anfängt. Niemand mehr übergeht meine Wahrheit. Niemand ignoriert meine Grenzen, egal auf welche Art. Da kommt ein klares STOP!

Wut ist Mut und Lebenskraft. Wut, die fließen darf, ist voller Leben, bringt Leben und oft nötige Veränderung. Wut muss nicht wegoptimiert werden. Ich hab nicht noch was aufzulösen, wenn da Wut ist. NEIN, Himmel nochmal! Wut ist gesund. Wut will artikuliert werden. Wut will gelebt werden. Ich darf dem anderen sagen, dass mich sein Verhalten gerade wütend macht. Ich darf Wut spüren.

Wut wird erst dann zum Gift, wenn ich sie schlucke und sie mir verbiete, dann richte ich sie gegen mich und töte mich selbst. Wut ist nur dann destruktiv, wenn ich sie mir nicht erlaube. Wut nimmt erst dann überhand, wenn sie schon zu lange in mir angestaut war. Dann gehen die Pferde mit mir durch und ich werde von ihr mitgerissen, übermannt. Erst dann entgleiten die Situationen und ich verletze vielleicht jemanden körperlich. Wenn ich die Wut wieder integriert habe, sie zelebriere, achte und ehre, dann passiert so etwas nicht, dann kann ich Wut leben und keiner wird verletzt. Weder ich noch andere. Wut ist nicht gefährlich. Wut ist gesund. Sehr gesund sogar.

Der Löwe kann beides. Er kann zahm sein, wie ein Kätzchen. Er kann aber auch brüllen, die Zähne zeigen und wie eine Furie lospreschen. Der Löwe würde sich niemals selbst kastrieren und sich seine Wut versagen. Es wäre der sichere Tod. Wut ist Lebendigkeit, Lebenskraft.

Wir dürfen laut sein. Wir dürfen aufbrausen. Wir dürfen aus der Hose hüpfen. Wir dürfen energisch für uns einstehen. Wir dürfen schreien, wüten, toben.

Es geht um die Stille und den Sturm. Lasse ich den Sturm zu, finde ich auch die Stille in mir.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 18. November 2019

Du darfst deine Ansprüche haben

Wir sind es so sehr gewohnt, uns unterzuordnen, anzupassen, es anderen recht zu machen, dass wir uns ganz leicht selbst übergehen. Ja sogar glauben, dass wir es müssen, um jemanden nicht zu verlieren bzw es überhaupt erst möglich ist, eine Beziehung einzugehen.

Auch im beruflichen Kontext ist Gehorsam gefordert, Verpflichtungen erfüllen, Verträge einhalten, eigene Bedürfnisse hinten anstellen.

Die Angst dahinter ist immer die gleiche: Es scheint lebensbedrohlich, wenn die Kündigung käme, wenn der Partner gehen würde. Wie versagen uns aus einer alten Todesangst heraus, die eigenen Bedürfnisse und Ansprüche. Ich sage: Du darfst deine Ansprüche haben und wirst dadurch erst wirklich leben anstatt zu sterben. Herzliche Einladung zu meiner neuen Podcast-Folge.

Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 17. November 2019

Man muss die Dinge auch gehen lassen können

Fülle ist nicht das Anhäufen von Dingen, Menschen oder Geld. Fülle ist für meine Begriffe, den Fluss zu genießen. Das Reinkommen, das Dasein, sowie das Wiederabfließen.

Fülle ist das Gewahrsein, dass alles seine Zeit hat, dass es ein stetes Kommen und Gehen ist. Fülle ist die Fähigkeit, jeden einzelnen Teil des Zyklus' zu feiern. Fülle ist, mit freudestrahlenden Augen auch Abschiede zu feiern. Von Menschen, von Dingen, von Geld.

Nichts und niemand will festgehalten werden. Jeder und alles will freiwillig bleiben dürfen und gehen können, wenn es stimmig ist, wenn es dran ist, wenn die Zeit um ist. Auch Geld.

Nichts auf dieser Welt währt ewiglich. Nichts steht wirklich still. Alles ist in stetem Wandel. Ein Auf und Ab, ein Hin und Her, ein ewig Stirb und Werde. Diese immerwährende Veränderung ist Fülle pur. Diese tausend Facetten und Phasen.

Mit welcher Stimmung hast du bisher Abschiede erlebt? Das Gehenlassen von Menschen, von Gegenständen, von Geld? Welches Gefühl macht sich breit, wenn ein Freund, eine Partnerin, ein Familienmitglied aus deinem Leben verschwindet? Vielleicht sogar für immer? Wenn sie sterben? Mit welchem Gefühl holst du an der Kasse deinen Geldbeutel heraus, übergibst die Scheine? Mit welchem Gefühl überweist du Rechnungen? Welches Gefühl löst Geldausgang auf deinem Konto aus? Welches Gefühl hast du, wenn Dinge kaputt gehen?

Weches Gefühl hast du vergleichsweise, wenn Geld eingeht? Wenn neue Menschen in dein Leben kommen? Wenn Babies zur Welt kommen? Wenn neue Gegenstände in deinem Haus Einzug halten? Ist da ein Unterschied zu den Situationen im Absatz davor? Wahrscheinlich, oder? Warum ist das eine besser als das andere?

Tatsächlich kann ich sagen, dass Abschiede jeglicher Art für mich mittlerweile immer freudig sind. Ich kann Menschen so gut gehen lassen, bin immer bereit jeden und alles ziehen zu lassen. Ich liebe es, alte Gegenstände abzugeben, kann es gut haben, wenn etwas kaputt geht oder verloren. Ich zahle mit Freude Rechnungen, gebe dem Geld ganz viel Liebe mit auf dem Weg und die besten Wünsche für den neuen, vorübergehenden Besitzer. Ob das die Krankenversicherung ist, oder die Rate fürs Auto. Mein Geld fließt in Liebe weiter. Menschen aus meinem Leben ziehen in Liebe weiter. Ich feier die Zeit, die wir zusammen hatten. Ich freue mich auf das Neue, das danach unweigerlich kommt.

Der Tod ist genauso ein freudiger Übergang, wie eine Geburt. Abschied ist genauso zu würdigen wie ein Willkommen. Geld, das geht, ist genauso wunderbar, wie Geld das kommt. Alles und jeden in Frieden gehen lassen zu können, ist für mich ein riesiges Geschenk. Ein wunderbarer Teil und ganz wichtiger Aspekt der Fülle.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 15. November 2019

Das goldene Zeitalter ist jetzt

Kein Konzept, nur Gefühl.
Keine Beweise, nur inneres Wissen.
Keine Studien und Belege, keine Forschungsergebnisse, nur Selbsterfahrung, eigenes Erleben und Erfühlen.

Dieses Leben anders zu leben, als die Gesellschaft es für richtig hält, ist eine der größten Herausforderungen überhaupt. Gegen den Strom zu schwimmen, selbst zu denken, Dinge in Frage zu stellen, die seit Jahrhunderten als Wahrheit propagiert werden, eine absolute Challenge.

Wir haben nichts Greifbares in der Hand, wenn wir uns auf unser Gefühl berufen, wenn wir Antworten aus der geistigen Welt bekommen, aus dem All-Bewusstsein, aus der universellen Quelle. Wie sollten wir beweisen, dass da gerade unsere Seele, unser Geistführer, ein Erzengel mit uns spricht und uns sagt, dass wir schon alles richtig machen? Wie sollten wir belegen, dass unsere Intuition ALLES weiß, dass unsere Seele ALLES weiß, wenn die scheinbar harten Fakten etwas anderes sagen?

Wenn alles gegen dieses bisherige Weltbild spricht, gegen das, was wir in der Schule gelernt haben, gegen das, was uns unsere Eltern beigebracht haben, was uns bei Ämtern und Behörden erzählt wird, was die angeblichen Experten mit Doktortitel und tausend Zertifikaten behaupten, dann bleib mal stehen mit deiner Wahrheit, die "nur" ein Gefühl ist.

Wen wundert es da, dass wir so gerne zweifeln? Wen wundert es, dass wir vor allem uns selbst in Frage stellen und nicht die anderen? Wir haben nichts ins Feld zu führen, was landläufig als Beweis gilt, was "offiziell" anerkannt ist.

Und dennoch gibt es für mich keinen anderen Weg. Meine Selbsterfahrung, meine eigene kleine Forschungswerkstatt mit all den wunderbaren Ergebnissen, ist mir Beweis genug. Das Lebensgefühl, das ich habe, seit ich ausschließlich auf mein Bauchgefühl höre, ist es mir wert, dass ich diesen Weg gehe, wenn nötig alleine.

Aber dieses "alleine" stimmt gar nicht. Wir sind so viele, die die gleiche "neue" Wahrheit teilen, die diese wunderbare, schöne, liebevolle Welt im Herzen tragen und wissen, dass sie möglich ist, dass sie schon da ist. Das goldene Zeitalter, dass 2012 angebrochen ist, für das wir die letzten Jahre durch tiefste Transformationsprozesse gegangen sind, ist JETZT. Die Übergangszeit wird mit diesem Jahr 2019 zu Ende gehen.

2020 wird alles ganz neu und anders blühen. Fülle pur. Das Paradies auf Erden. Garten Eden. Sicher werden das nicht alle so erleben. Aber die, die das Paradies hier auf dieser Erde gewählt haben, die über Jahre und Jahrzehnte den Glauben daran nicht verloren haben, die werden es erleben.

Woher ich das weiß? Woher ich diese Gewissheit nehme? Aus mir selbst heraus. Aus meiner eigenen göttlichen Anbindung. Aus meinem riesigen Expertenwissen, das in jeder Zelle pulsiert, das ich aus dem Universum anzapfe. Aus dem steten Fluss an All-Wissen, an All-Bewusstsein, der mir in jeder Sekunde zur Verfügung steht. Ich werde daraus gespeist, weil ich darum weiß. Es braucht nur die Erinnerung daran, dass es diesen Fluss gibt, diese unerschöpfliche Quelle und die Verbindung ist erlebbar, fühlbar, für jeden, sofort und direkt, ohne Mittler, ohne Zwischenstation.

Da fließt diese goldene Energie. Durch jeden einzelnen Menschen, der sich dessen gewahr ist, kann dieses goldene Licht auf die Erde fließen. Mutter Erde braucht die wachen Menschen, die, die sich erinnern und durch ihr Bewusstsein das goldene Licht auf die Erde bringen können. Und weil wir so viele sind, steht dem goldenen Zeitalter nichts mehr im Weg. Die goldene Zeit ist JETZT. Wir sind die Experten für das goldene Zeitalter, weil wir es gewagt haben, unserem inneren Wissen mehr zu vertrauen, als irgendetwas außerhalb von uns. Wir SIND das goldene Licht. Wir SIND das All-Wissen. Wir SIND die goldene Zeit.

Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 13. November 2019

Dein Angebot ist eine logische Konsequenz deiner Natürlichkeit

Ich glaube, dem ist nicht allzuviel hinzuzufügen. ;) Wie fühlt sich das an? 🥰 Für mich fluffig leicht und herrlich weitend, entspannend. Ausatmen. Geschehen lassen. Zulassen. Es ist alles schon in dir angelegt. Alles schon da.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 12. November 2019

Wenn Gefühle fühlen überfordert

Ich bin ein absoluter Befürworter davon, jegliches Gefühl zu fühlen. Mein Weg ging durch die Angst hindurch, nicht außen herum. Durch die Wut, durch die Ohnmacht, durch die Kleinheit, die Wertlosigkeit, durch Schuld und Scham.

Allerdings, so ein unfassbar wichtiger Hinweis, der mich die Tage von Christiane Zimmermann erreicht hat, gibt es Menschen, die mit diesem Gefühle fühlen absolut überfordert sind, weil sie als Erwachsene nun wieder genauso alleine damit dastehen, wie damals schon als Kind. Die bloße Vorstellung, seinen Gefühlen zu begegnen, löst eher eine Retraumatisierung aus, anstatt zur Heilung zu führen. Es fühlt sich an wie Todesangst, eine existenzielle Bedrohung.

Ich erzähle euch davon, was mir geholfen hat, meinen Gefühlen zu begegnen und was Menschen helfen kann, die mit ihren Gefühlen schlicht und ergreifend überfordert sind.

Teilt den Beitrag gerne. Teilt die Podcast-Folge gerne. Ich habe das Gefühl - und Christiane ebenso -, dass das gerade ein mega wichtiges Thema ist.

Danke auch dir, Maja, dass du wie so oft mit mir die Dinge nochmal durchdrungen hast, erforscht, zerlegt, sortiert.

Hier der Link zum Podcast.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 11. November 2019

Ich bin Experte darin, Anfänger zu sein

Das Ding ist, dass es immer Bereiche in unserem Leben gibt, da sind wir tatsächlich Experte, da kennen wir uns aus. Da fühlen wir uns sicher. Da macht uns so schnell keiner etwas vor. Da sind wir safe.

Wenn es dann darum geht, etwas Neues zu wagen, hätten wir gerne direkt von Anfang an diese Souveränität, die wir in unseren Expertengebieten vorweisen können. Die meisten von uns mögen neue Gefilde nicht so besonders. Am liebsten würden wir schon als Meister vom Himmel fallen, würden schon lesen und schreiben können, bevor wir in die Schule kommen. Dieser deutsche Perfektionismus... 😉

Die Wahrheit ist, dass es immer Bereiche gibt, in denen wir Anfänger sind. Das wird auch immer so bleiben. Es gibt immer etwas, das wir noch nie gemacht haben, wo wir noch keinerlei Erfahrung haben. Das ist okay. Es ist okay, Anfänger zu sein. Es ist in Ordnung, Fragen nicht beantworten zu können, Dinge nicht zu wissen, etwas nicht einschätzen zu können.

Ich kenne diese riesige Hürde von mir selbst. Dieses ewige Zögern zum Beispiel bis ich endlich in die Hufe gekommen bin und nach Monaten des Herumdrucksens, eeeendlich damit angefangen habe zu bloggen. Eine damals völlig neue Welt, ein eigenes kleines Universum. Darauf folgten noch so viele erste Male. Das erste Interview, das erste Video, das erste Live-Video bei Facebook, das erste Buch, das erste eigene Seminar, der erste Live-Auftritt vor Publikum, die erste Teilnahme bei einem Online-Kongress, die erste eigene Postkarte, die erste Podcast-Folge und so weiter und so fort...

Mittlerweile bin ich tatsächlich Experte darin, Anfänger zu sein. Mittlerweile liebe ich den Sprung ins kalte Wasser. Immer wieder. Ich zögere keine Minute mehr. Rein in die Vollen. Ich liebe es, keine Ahnung zu haben. Ich liebe das Nichtwissen. Neue Universen. Neue Erfahrungen. Mich ausprobieren. Testen, was mir Spaß macht.

Wenn ich dieses Perfektionsding weglasse, "scheitern" darf, und nicht den Anspruch habe, sofort alles "richtig" zu machen, mir erlaube morgen direkt wieder mit dem aufzuhören, was ich heute angefangen habe, dann kann der Spaß beginnen. Ärmel hochkrempeln, Anlauf nehmen und springen. Ich finds geil.😉

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 10. November 2019

Versuch nicht, denen zu gefallen, die dich kritisieren

Ich glaube, es ist so eine Art Automatismus, dass wir vor allem denen gefallen wollen, die uns kritisieren. Irgendwie kommt es mir so vor, dass wir es so gewohnt sind. Aus Kindertagen. Von den Eltern, von der Schule. Immer wurde das in den Fokus gestellt, was eben noch nicht perfekt war, noch nicht gut genug.

In der Schule gibt es Nachhilfe in den Fächern, in denen man "mangelhaft" ist, "ungenügend". Da wird nicht das gefördert, wo die Talente liegen, was einem Freude macht, was einem leicht fällt. Nein. Da wird das bearbeitet und beackert, was einem eh schwer fällt. In Schularbeiten wird das hervorgehoben, was falsch war. Nicht das, was man schon richtig gemacht hat. Eine Idiotie aus meiner Sicht.

In einem Vortrag, den ich mal gehört habe, wurde ein Bild gezeigt mit zehn ganz einfachen Rechenaufgaben. 1+7, 5+2, so in der Art. Die Ergebnisse standen auch dahinter. Bei sieben Aufgaben stand das richtige Ergebnis, bei drei das falsche. Der Dozent fragte, was uns auffällt. Ausnahmslos alle sagten, dass drei Aufgaben falsch wären.

Krass oder? Wir sehen nicht die sieben richtigen Aufgaben. Nein, wir sehen sofort die drei falschen und wollen sie korrigieren. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Menschen noch vorwiegend auf das achten, was nicht passt, anstatt auf das, was schon gut ist. Und deswegen auch dieser Optimierungswahn in der spirituellen Entwicklung und überhaupt in der Persönlichkeitsentwicklung. Da scheint immer irgendwas noch nicht gut genug zu sein.

Wenn dann jemand daher kommt und uns kritisiert, sind wir nur allzu bereit, sofort darauf anzuspringen und die nächste Baustelle anzugehen.

Für meinen Geschmack dürfen wir diesen Automatismus unterbrechen. Wir dürfen innehalten und uns fragen, mit was wir uns wirklich beschäftigen wollen. Mit dem, was noch nicht klappt oder mit dem unfassbar Vielen, was schon richtig, richtig gut klappt und läuft. Worauf liegt der Fokus? Wie gewichten wir?

Ich bekomme hier unglaublich viel Zuspruch und Unterstützung. Immer wieder erreichen mich Feedbacks voller Dankbarkeit, Wertschätzung und Begeisterung. Es kommen vereinzelt auch immer wieder kritische Stimmen. Wenn auf 100 positive Rückmeldungen eine Kritik kommt, ist das nicht der Rede wert. Eigentlich. Und dennoch scheint diese eine kritische Stimme um ein Vielfaches lauter zu sein, als all die lieben Worte. Verrückt, oder?

Meine Wahl ist definitiv klar. Mein Fokus liegt auf dem, was großartig ist. Mein Fokus liegt auf eurer Wertschätzung, liegt auf den Menschen, die das mögen, was ich bin und tue. Ich kann nicht jedem gefallen. Das wäre nicht natürlich. Wichtig ist, dass ich mir gefalle und dann umgebe ich mich mit Menschen, denen das, was ich bin, auch gefällt. Punkt. 😉💗

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 9. November 2019

Mein Geschenkbüchlein ist online

Wow!!!! Es gibt Tage, da schießt es mir nur so durch die Adern und alles mögliche sprudelt aus mir raus. Heute ist so ein Tag. Kreativität pur. Es ist noch nicht mal halb elf und das ist schon mein dritter Post. Dann bin ich mal die Zumutung, von der ich eben geschrieben habe. 😉

Gerade kam nämlich die Email von Amazon, dass mein Geschenkbüchlein mit meiner Weihnachtsgeschichte online ist. ES IST VERFÜGBAR!!!! Kann also ab sofort gekauft werden. Krass!!!!! Großartig!!!! Mega wundervoll fantastisch!!!!! 🎉🎉🎉🎉🤩🤩🤩🤩🤩

Ich kann es noch gar nicht glauben. Vor 4 Tagen morgens eine Blitzidee und schon ist das Baby auf der Welt! Wahnsinn!!!! Wo soll ich denn heute nur hin mit meinen Glücksgefühlen und überhaupt mit all der Kreativität!!!!????

Danke, Wolfgang, dass du mich immer wieder machen lässt, mich stundenlang am PC sitzen lässt und in der Zwischenzeit den Haushalt schmeißt. Danke, dass du mir immer wieder meinen Fluss ermöglichst.

Danke, Christiane, für den Stein des Anstoßes, ohne dass dir das bewusst war.

Danke, Amazon KDP, dass du es so einfach machst, Bücher rauszubringen. Ich liebe deine intuitive Technik und diese Einfachheit. Danke, dass du das alles zur Verfügung stellst. Danke, Stefan Hiene, dass du mir vor mehr als drei Jahren überhaupt den Tipp mit Amazon KDP gegeben hast. Soooo wertvoll! 💗

Dieses Leben ist ein einziges Fest! 💗

Hier der Link zu Amazon.

Ach und nochmal explizit: Die Geschichte ist auch in meinem ersten Buch schon als ein Kapitel von vielen enthalten. Dieses Büchlein mit 30 Seiten ist eine Auskopplung. Die Geschichte wollte einfach separat in die Welt und zwar genau jetzt. Weihnachten kann kommen. 🎁🎄🎅




Sei bereit, eine Zumutung zu sein

Du denkst, du bist zu viel? Du denkst, du kannst dich nicht so zeigen wie du bist, weil das für andere eine Zumutung sein könnte? Du bist zu laut? Zu bunt? Zu anspruchsvoll? Zu gefühlvoll? Zu sensibel? Zu zart? Zu leise? Zu zögerlich? Eklig? Abstoßend? Schrill? Seltsam? Zu naiv? Zu unprofessionell? Zu stümperhaft? Zu klein? Zu unbedeutend? Zu offen? Zu ehrlich?

Du bist genau richtig! Und du darfst dich volles Rohr den anderen zumuten. Sei bereit, eine Zumutung zu sein, wenn das bedeutet, dass du echt bist. ❤️

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Lass dich selbst zu

Lass dich selbst zu. Lass dein wahres Wesen zu. Lass deinen Weg zu. Lass dein Leben in seine natürliche Ordnung zurückfallen. 💗

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 8. November 2019

Niemand kann dir ein bestimmtes Ergebnis versprechen

Wenn du etwas nicht hast, wähle, es zu haben.

Wenn du etwas erfahren möchtest, wähle die Erfahrung.

Wenn du etwas nicht mehr erfahren möchtest, wähle eine neue, zuträglichere Erfahrung.

Wenn du etwas sein willst, wähle, es zu sein.

Wenn du etwas nicht mehr sein willst, wähle, was du stattdessen sein willst.

Wir vergessen das so oft und ich werde nicht müde, daran zu erinnern. Wir können WÄHLEN! Wir können in jedem Moment eine neue Entscheidung treffen. Wir können das abwählen, was ausgedient hat. Wir können das wählen, was jetzt besser zum Ausdruck bringt, wer wir wirklich sind.

Immer, wenn es in dir denkt: "Ja, das wäre schön. Ach, wenn das so wäre, das wäre wirklich schön", dann wähle das Schöne, wähle das, was jetzt wirklich schön wäre. Es muss nicht beim Konjunktiv bleiben.

Vielleicht scheitert dieses Wählen aber auch schlicht daran, dass du dir die Macht nicht zutraust. Vielleicht kannst du nicht glauben, dass das wirklich reicht, dass eine bloße Entscheidung reicht, eine bloße Entscheidung von DIR. Wer bist du schon, dass du zu solch kraftvollen Veränderungen fähig wärst? Wer bist du schon, dass eine Entscheidung von dir deine Welt verändern sollte?

Denkt es manchmal solche Sachen in dir? Sind da diese Zweifel? Hättest du gerne jemanden, der das für dich macht, weil du es nicht kannst? Jemanden, der dir das abnimmt?

Ich schätze, dieser jemand wird nicht kommen. Und wenn die Versprechungen der anderen auch noch so toll sind. Die Versprechungen von einem glücklichen Leben mit einem Fingerschnipp, wenn du nur dieses oder jenes Tool anwendest. Die Versprechungen, dass du ein fünfstelliges Monatseinkommen generieren kannst, wenn du nur diesen einen Marketingplan strickt verfolgst. Die Versprechungen, dass dir ein bestimmtes Konzept von jemand anderem, das bringt, was du so gerne hättest und glaubst, selbst nicht dahin zu kommen.

Niemand kann dir etwas versprechen. Niemand kann von außen daherkommen und dir zusichern, dass ein bestimmtes Ergebnis bei dir eintritt, wenn du dies oder jenes tust.

Jedes Mensch ist individuell. Jeder Mensch hat ein ganz eigenes System. Ein ganz eigenes Mindset. Ein ganz eigenes Weltbild. Wer bitte schön, kann sagen, was welcher Schritt bei dir bewirkt? Wer kann denn wirklich wissen, was da überhaupt in dir wirkt? Was für dich passend ist?

Das Einzige, was uns bei solchen Versprechnungen lockt, ist unsere tiefe Sehnsucht nach dem, was da versprochen wird und der Glaube, dass wir alleine nicht dazu in der Lage wären, dass wir auf jeden Fall jemanden brauchen, der uns endlich sagt, wie es geht.

Das kann aber niemand. Niemand kann dir sagen, was bei dir geht oder nicht. Einzig allein du weißt wirklich, was bei dir geht. Einzig allein du, kannst die Wahl treffen. Du bist der einzige Mensch, der dir das bescheren kann, was du so sehnlich willst. Kein anderer sonst. Und ja, Himmel nochmal, du hast die Macht und die Kompetenz dazu, das in die Wege zu leiten. Ja, doch, du kannst spüren, was für dich richtig ist, stimmig. Du merkst doch ganz genau, wann es anfängt, sich schräg anzufühlen, weil dich jemand in ein Konzept quetschen will, was so gar nicht zu dir passt.

Dein Navi funktioniert einwandfrei. Nimm deine Macht wieder an. Erinner dich an deine Größe, an deine Weisheit. Komm in deine Verantwortung für dich und entlasse alle anderen, denen du dich überantwortet hast.

Und wenn dann doch nicht das passiert, was du gerne hättest, dann passiert sowieso das, was noch viel besser für dich ist. Du bist definitiv der einzige Fachmann für dein Leben. Deine Seele weiß doch ganz genau, wo es für dich lang geht. Folge ihr, nicht irgendwem.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 7. November 2019

Von Kleinheit und Selbstzweifeln

Ach, es ist schon interessant, wenn man so seinen Herzensweg geht. Selbstzweifel, Kleinheit, Wertlosigkeit, Bedenken aller Art - sie schauen immer mal wieder vorbei und wollen einen Keks.

Heute ist es wieder so weit. Es geht um mein Büchlein, das ich Dienstag gebastelt habe, voller Euphorie und wohl wissend, dass das genau passt und stimmig ist, dass das JETZT dran ist, dass das jetzt in die Welt MUSS. Ja, es sieht ganz anders aus, als ich es mir vorgestellt habe. Aber es ist wie bei meinem ersten Buch - es drängt. Es will JETZT raus. Da ist keine Zeit für viel Schminke und Schischi.

Obwohl ich das alles weiß und fühle, kamen heute die Bedenken. "Die Leute werden enttäuscht sein. Du versprichst viel zu viel. Die Geschichte ist überhaupt nicht so magisch, wie du denkst." und so weiter und so fort.

Genau davon erzähle ich euch in meiner neuen Podcast-Folge, die ich eben dazu aufgenommen habe. Wir brauchen nicht warten, bis die Zweifel weg sind. Wir dürfen sie mitnehmen.

Hier der Link zum Podcast:
https://anchor.fm/anja-reiche/episodes/Von-Kleinheit-und-Selbstzweifeln-und-davon--dass-sie-einfach-mitkommen-wollen-e8s06k

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche