Sonntag, 1. August 2021

Mindfuck-Pinwand

So, jetzt hab ich mir gerade eine neue Rubrik überlegt. Die Mindfuck-Pinwand. Immer wieder finde ich alte Überzeugungen, Glaubenssätze, die alles andere als zuträglich sind und so gar nicht ausdrücken, wer ich bin und was ich leben möchte.

Gerade ist mir dieses Schmuckstück im Bild ins Bewusstsein gekommen und wie so oft schreibe ich mir die Sätze auf. Damit sind sie entlarvt und auch schon hinfällig. Ich muss da nichts mit tun, sie nicht auflösen oder sonst was. Es reicht, wenn sie gesehen wurden. Wie beim Versteck-Spielen. Das Spiel ist aus, wenn jemand gesehen wurde. Fertig.

Und damit sie so richtig gesehen werden, diese aufhellenden Sätze, hab ich gedacht, ich schreib sie nicht nur für mich auf Zettel, sondern zeige sie an meiner neu kreierten Mindfuck-Pinwand. 😉 Bitteschön. Vielleicht klingelt es ja beim ein oder anderen auch. 🔔

Dieses Thema mit dem leisten müssen ist ja ein alter Hut bei mir. Vorwiegend ging es in meiner eigenen Geschichte immer um körperliche Leistung, tun müssen. Nun kam der Satz in einem ganz neuen Gewand daher. Der Heiler in mir ist anscheinend auch Workoholic und darf nur Nein sagen, wenn es ihm selbst nicht gut geht. Krasses Pferd.

Mal wieder sind da "meine" Bauchschmerzen und damit die Rechtfertigung dafür, dass ich gerade auch geistig nicht leisten möchte und kann. Unfassbar.

Da ist diese ganz alte Suppe am Wirken, die da sagt: "Solange mir nicht der Kopf weg hängt, hab ich verdammt nochmal als Heiler zu leisten und alle zu retten und mich zu kümmern und meinen scheiß Job zu tun." Na, da bin ich doch lieber selber krank und damit aus dem Schneider. 🙈

Na, wenn das mal nicht über Bord kann. Aaaaalter! Sowas von überflüssig.

Ich darf Nein sagen und nicht leisten, auch wenn es mir körperlich und seelisch so richtig gut geht. Auch als Heiler darf ich Nein sagen. Auch als Heiler hab ich "wirkungsfreie Zeit". Auch als Heiler bin ich nicht die Feuerwehr und allzeit bereit. Auch als Heiler darf es mir besser gehen als anderen.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Ich darf andere hängen lassen

Ich setz mal noch einen drauf. Gestern ging es ja darum, dass ich die Welt/andere nicht retten muss, auch wenn ich es könnte. Unterlassene Hilfeleistung quasi... 😉 Da kriegen manche schon Schnappatmung.

Ute Ullrich hat's dann noch krasser formuliert: "Ja, es ist erlaubt, andere hängen zu lassen." Uuuuuuhhhh! Das haut rein. Ich liebe diese Erlaubnis. 🤩 Und dann kam noch einer: "Ich darf sie untergehen lassen." BOOM!!!! 🤩💥💥💥

Mir kamen sofort Bilder aus früheren Inkarnationen, Untergänge von Hochkulturen, an denen ich bestimmt beteiligt war. Menschen, die unter meinen Händen gestorben sind. Menschen, die ich hab "hängen lassen", bei denen ich noch nicht mal ansatzweise geholfen habe, weil ich Angst hatte vor Strafe und Verfolgung. Mir war mein Hemd näher als der Rock. Ich hab gekniffen, verraten, gelogen, betrogen.

Das alles ist nicht verwerflich. Es ist ok, feige zu sein. Es ist ok, wegzuschauen. Es ist ok. ALLES ist ok.

Wen ich auch immer da draußen verurteile, letztlich verurteile ich mich, verbiete mir damit selbst das, was ich am anderen nicht mag. Da komm ich einfach immer wieder raus. Ich war selbst schon alles, hab schon alles getan und damit meine ich wirklich komplett alles, die ganze Bandbreite dessen, was ein Menschen tun und sein kann, vom Hellsten bis zum Dunkelsten. Ich bin mir dessen absolut bewusst.

Jedes Urteil ist ein weiterer Gitterstab an meinem eigenen Gefängnis.

Deswegen erlaube ich mir in diesem Leben erstmal radikal alles und dann sehen wir weiter, was ich wirklich wählen will, was ich zum Ausdruck bringen will, welche Erfahrung dran und wichtig ist. Frei von Verboten und Geboten kann ich dann tatsächlich eine Wahl treffen. Ich muss nichts mehr vermeiden oder auf jeden Fall machen. DAS ist eine freie Wahl.

Für was verurteilst du andere? Die Regierung? Die Dunklen? Die Mächtigen? Die Coaches? Spirituelle? Die Ärzteschaft? Die Hörigen? Die Lobbyisten?

Was ist für dich ein absolutes No-Go? Und was wäre, wenn du dir genau das erlauben würdest?

PS: Übrigens darf ich auch verurteilen und werten, wenn ich es möchte. Und lügen und mir selbst widersprechen. 😁🙃

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 31. Juli 2021

Wir müssen niemanden retten

Spürt ihr auch diese krasse Erschöpfung im Kollektiv? Ich weiß nicht, wie oft ich es in den letzten Monaten gehört habe, dass Menschen sich schlicht danach sehnen, einfach in Ruhe gelassen zu werden, ihre Ruhe haben zu wollen, sein zu dürfen, ihr Leben zu leben.

Auf meinem eigenen Heilungsweg war dieses "einfach in Ruhe gelassen werden wollen" immer wieder Thema. Müssen müssen, das tief in den Zellen abgespeichert war. Kürzlich kam zum persönlichen Aspekt aus meinem ganz eigenen Erleben in diesem und anderen Leben auch noch der Ahnenaspekt dazu - die Überforderung und Überreizung meiner Oma, die ich ebenfalls mitfühlen kann, "mittrage" und erlöse.

Andere wollen immer was. Andere entscheiden über mein Leben. Andere erwarten von mir. Andere reden ständig auf mich ein. Keine eigenen Grenzen haben dürfen. Keine eigenen Bedürfnisse und Gefühle haben dürfen. Keinen Raum haben dürfen. Immer wieder das innere Bild von mir selbst, wie ich mir Augen und Ohren zu halte, den Kopf einziehe, mich verkrieche, strample und trete, alles von mir stoße und mich einfach nur verstecken will. So weit weg wie möglich von äußeren Reizen. Tief in eine Höhle, nichts hören und sehen von der Welt. Mich ausruhen wollen, sein können, nichts machen müssen, GAR NICHTS. Atmen. Sein.

Nicht in Ruhe gelassen zu werden, immer wieder gestört und behelligt zu werden, sind ganz simple Foltermethoden, die sehr schnell in den Wahnsinn treiben, mürbe machen, die Menschen gefügig machen. Es soll einfach nur aufhören. Menschen nicht schlafen lassen, sie ständig mit Geräuschen beschallen, denen sie sich nicht entziehen können, körperliche Reize setzen, wie ständige Wassertropfen auf den Kopf. Es braucht noch nicht mal wirkliche körperliche Gewalt, die psychische Gewalt reicht völlig aus. Sich immerzu ändernde Regeln, Ungewissheit, Willkür, Drohungen.

Nun müssen wir aber nicht Gefangene in einem Kerker sein, weggesperrt und dem Ganzen ausgesetzt. So was kann auch, wie wir sehr gut sehen können, in scheinbarer Freiheit erlebt werden.

Der Clou ist allerdings, dass wir eigentlich den ganzen Folterkram in uns selbst tragen und unser eigener Folterknecht sind. Wir kasteien uns durch inneren Lärm, durch die Belästigung durch eigene Gedanken, durch empfundenen Leistungsdruck, durch Opferbewusstsein, dem Irrglauben, dass da immer eine Macht über uns steht und wenn diese Macht der innere Antreiber ist. Machen müssen, retten müssen, liefern müssen, leisten müssen.

Einer der fiesesten und subtilsten Antreiber und Folterer ist allerdings der innere Gutmensch, der Retter, der Heilige, der Märtyrer und der wirkt natürlich am besten bei den Heilern, Schamanen und Lichtarbeitern dieser Zeit.

Ja, wir haben die Fähigkeiten, die Feinfühligkeit, das alte Wissen. Ja, wir wissen wie Transformation funktioniert. Wir können den Raum halten, Menschen in ihren heftigsten Gefühlen begleiten. Wir sehen rosa Elefanten im Raum stehen, riechen innere Blockaden, Ausreden und Ungereimtheiten fünf Kilometer gegen den Wind. Wir können aufklären, erklären, zuhören, in der Heilung begleiten, Trauma erlösen.

Wir KÖNNEN. Wir MÜSSEN aber nicht. Wir dürfen NEIN sagen und machen uns nicht schuldig. Wir müssen uns nicht übergehen und aufopfern, weil uns vielleicht unsere Gaben und Talente dazu verpflichten. Es ist keine unterlassene Hilfeleistung, wenn wir Menschen ihren Weg gehen lassen, auch wenn wir sehen, dass mit mancher Entscheidung vielleicht unangenehme Erfahrungen auf sie warten. Sie dürfen diese Erfahrung machen und wir dürfen unsere Gefühle fühlen, wenn wir aufhören zu retten.

Ungefragt helfen ist aus meiner Sicht übergriffig. Das ist uns vielleicht allen klar. Das kann ich sehr gut lassen. Nach Hilfe gefragt zu werden, sie eigentlich leisten zu können, rein von den Fähigkeiten her, und dann Nein zu sagen, weil ich mich gerade selbst brauche, ist eine ganz andere Nummer. So schnell kommen die inneren Vorwürfe, dass man den anderen im Stich lässt, dass man egoistisch ist, dass man dann schuld ist, wenn dem anderen etwas "Blödes" passiert.

Ich bin aber nicht der Retter der Nation. Und du bist es auch nicht. Wir dürfen auf unsere Impulse hören, auch und gerade, wenn es um Hilfe für andere geht. Ich muss bei mir sein, im Einklang mit meinem Innersten. Ich muss da sein, wo das Leben mich gerade braucht, wo ich der größte Nutzen bin und wenn das bedeutet, dass ich mich erholen muss, mich um mich kümmere, meine Gefühle fühle, auch wenn um mich die Hölle losbricht und andere meinen, ich müsste da jetzt aber mit anpacken.

Zur falschen Zeit am falschen Ort aus falschen Beweggründen bin ich kein Gewinn für das Leben, für die Menschen, für mich.

Ich darf mich noch mehr hineinentspannen in meine Intuition, gerade bei dem Thema. Ich feier einen jeden, der aus tiefstem Herzen Nein sagen kann und damit Ja zu sich selbst, auch wenn vielleicht ich diejenige bin, die dieses Nein "kassiert". Das ist ehrlich, das ist aufrichtig und ich weiß, dass der andere gut für sich sorgt. Mein Leben geht weiter, auch ohne diese Hilfe. Dann kommt eben Hilfe und Unterstützung von anderer Stelle, so sie denn wirklich "nötig" ist. Das Universum kennt keine Begrenzung der Möglichkeiten und mein Leben ist niemals von einer einzigen Person abhängig.

Wenn nicht das passiert, was wir gerne hätten, passiert das, was besser für uns ist. Niemand ist schuld an dem, was in meinem Leben passiert. Ich bin nicht schuld an dem, was im Leben der anderen passiert. Schuld gibt es in meinem Weltbild nicht.

Es ist ein regelrechter Sport geworden, sich zu übergehen, um andere zu retten. Wenn jeder sich selbst rettet, dann müssen es die anderen nicht tun und keiner muss sich mehr für den anderen aufopfern.

Stell dir vor, du darfst sofort aufhören, zu retten und darfst jeden sich selbst, dem Leben und seiner höheren Führung überlassen. Du darfst jeden mit dem sein lassen, was da gerade in seinem Leben ist und musst es nicht ändern. Du gestehst jedem seine Erfahrungen zu. Du traust jedem seine eigene Wahrnehmung zu und dass das, was er tut oder nicht tut, für ihn richtig ist. Stell dir vor, seine und deine Impulse sind immer richtig. Wie fühlt sich das an?

Wenn du wirklich helfen sollst, willst und kannst, dann wird es sich leicht anfühlen. Wenn du aber das Gefühl hast, helfen zu müssen, aus einer Ideologie heraus, aus alten Überzeugungen, aus Schuld, dann wird es schwer. Dein Innerstes weiß immer, was wann der Fall ist. Wo sollst du JETZT wirklich sein? Was sollst du JETZT wirklich tun? Und wie fühlt es sich an, das Retten zu lassen?



Design: Canva
Text: Anja Reiche

Donnerstag, 29. Juli 2021

Ich transformiere nicht, um zu...

Ich transformiere nicht, um irgendwann Schöpfer sein zu können. Ich heile nicht Wunden, um irgendwann wieder ganz zu sein. Ich bilde mich nicht fort, um dann irgendwann mit einem neuen Angebot starten zu können.

Ich bin immer schon fertig. Ich bin jetzt schon Schöpfer. Ich bin jetzt schon ganz und heil. Ich habe jetzt schon was zu geben.

Ja, ich transformiere viel. Ich schaue immer wieder Ahnenthemen an, innere Kinder, frühere Leben, alte Muster. Der Körper hat Symptome, entlädt Trauma, erlöst auf materieller Ebene die geistigen Erlösungen, die vorher stattgefunden haben. Ich tue das aber nicht, um endlich fertig zu werden, um endlich heil zu sein, um endlich so richtig Schöpfer sein zu können. Ich tue es, weil es sich in dem Moment zeigt. Ich suche nicht danach, ich nehme das, was da ist und lasse geschehen, was dran ist.

Ich bin heil und mir wird im Vorwärtsgehen gezeigt, im aktuellen Leben, im Hier und Jetzt, wo ich noch glaube, dass ich es nicht bin. Ich bin Schöpfer, Geistwesen, reines Bewusstsein und mir wird im Vorwärtsgehen, im Hier und Jetzt gezeigt, wo ich dieses reine Bewusstsein noch nicht zum Ausdruck bringe, wo noch Verstrickungen sind, alte Schwüre, Eide, Versprechen, Themen, die mich klein halten und noch Ausdruck von der Zeit sind, in der ich noch nicht wusste, dass ich reines Bewusstsein bin, das seine Realität erschafft.

Vor einigen Tagen wurde mir nochmal so richtig bewusst, dass so viele Menschen unterwegs sind, die transformieren sich einen Wolf, um endlich dies oder jenes sein zu können, haben zu können, machen zu können. Da geht es ums anders werden, ums besser werden, darum etwas zu sein oder zu haben, was aktuell offensichtlich noch fehlt.

Da wirken Sätze wie:
  • Ich muss mich erst selbst lieben, damit irgendwann ein/der richtige Partner in mein Leben kommen kann.
  • Ich muss erst meine Blockaden lösen, damit ich meine Berufung leben kann.
  • Ich muss erst meine Krankheit loswerden, damit ich heil sein kann.
  • Ich muss erst noch dieses Zertifikat haben, den Titel, die Auszeichnung, damit ich wirken kann.
  • Ich muss erst meine ganzen Schatten wegtransformieren, damit ich Schöpfer sein kann.
  • Ich muss erst erleuchtet sein, um ein gutes Leben zu haben.
  • Die Welt muss erst noch zu einem besseren Ort werden, damit ich in Frieden leben kann.
  • Die anderen müssen erst noch bewusster werden, damit ich ich sein kann.
  • Die anderen müssen mich erstmal verstehen, damit ich mich zeigen kann.
Ich muss erst... Es muss erst... Die anderen müssen erst...

Es ist ein Hinterherlaufen hinter der berühmten Karotte, die dem Esel vor die Nase gehängt wurde. Der Esel wird nie ankommen. Die Karotte ist ewig unerreichbar. Es ist ein einziges Rennen. Ein nie Richtigsein. Ein nie Fertigsein. Ein nie Dasein. Der Moment ist immer falsch, noch nicht richtig. Ich muss immer erst noch irgendwo hinkommen, dann erst ist es/bin ich richtig. Es ist ein Leben in der Zukunft. Die Gegenwart wird gar nicht wahrgenommen oder eben als falsch.

Ich sach euch jetz ma watt: Dat is Quatsch! 😉

Das ist der einzige "Fehler im System" - der Irrglaube, dass es jetzt falsch ist, noch nicht gut genug, dass ich noch nicht richtig bin, noch nicht da.

Ich mag mich wiederholen, aber wir sind immer schon ganz, heil, perfekt, wundervoll, richtig, vollständig. Es geht nicht darum, etwas zu werden, sondern zu bemerken, dass man schon ist. Es geht nicht darum, anzukommen, sondern sich zu erinnern, dass man schon da ist. Es geht nicht darum heil zu werden, sondern zu erkennen, dass man schon heil ist. JETZT! Genau jetzt ist alles richtig. Genau jetzt bin ich richtig, genug.

Kein Zustand im Außen wird auf Dauer ein Gefühl im Inneren erzeugen. Mein Gefühl im Inneren erzeugt aber nachhaltig entsprechende Erfahrungen im Außen. Egal mit welchem Vorzeichen.
Ich lebe von innen nach außen, vom Geist in die Materie. Mein Tun ist Ausdruck von meinem Sein. Mein Erleben ist Ausdruck von meinem Sein. Das ist das Schöpfungsprinzip.

Ich transformiere also nicht, um irgendwo anzukommen. Ich transformiere nicht, um irgendwann Schöpfer sein zu können. Ich transformiere aus dem Schöpferbewusstsein heraus. Wenn ich also transformiere, dann weil es gerade dran ist, weil es da ist, weil ich da bin wo ich bin und weil es das ist, was durch mich geschehen soll, egal, wo es mich hinführt. Das ist für mich ein himmelweiter Unterschied, der irgendwie nochmal benannt werden wollte.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 25. Juli 2021

Es ist entscheidend im richtigen Element zu sein

Es ist im Moment so wichtig für mich, einfach zu Hause sein zu können, an meinem Rückzugsort, dem Haus der Heilung. Es ist so wichtig, diesen Raum zu haben, sein zu dürfen. Einer Schnecke gleich, die sich in ihr Haus zurückzieht, wenn es draußen zu rummelig wird.

Die Schnecke an sich ist ein einziges Fühlorgan. Der ganze Körper fühlt, überall Sensoren, nicht nur an den Fühlern selbst. Der Körper empfindsam und leicht zu verletzen. Sie könnte niemals über Scherben kriechen oder über Reißnägel. Die Umgebung, der Untergrund müssen passen für dieses zarte Wesen.

So kann man der Schnecke nicht sagen, sie wäre falsch, nur weil sie eben mit Scherben nichts anfangen kann, mit einem rauen Untergrund und Umfeld. Auch die Scherben sind an sich nicht schlecht. Sie können sogar nützlich sein, kann man sie doch behelfsmäßig zum Schneiden verwenden. Schnecke und Scherben in Kombination sind aber nicht so der Knaller. Beides am richtigen Ort ist wundervoll. Schnecke wie Scherben. So ist also nicht die Schnecke falsch, sondern sie ist lediglich am falschen Platz, einem Platz, an dem sie sich verletzt.

In den letzten Tagen wird es mir nochmal mehr bewusst, wie unfassbar wichtig ein zuträgliches Umfeld ist. Gerade wenn ich an all die Menschen denke, die in eine Situation „hineingeboren“ werden, in der ihre Besonderheiten keinen Platz haben, nicht gesehen werden, nicht sein dürfen. Man denke nur an Menschen, die einen Familienbetrieb, wie z. B. einen Bauernhof, übernehmen sollen – weil sich das nun mal so gehört – und eigentlich sind sie durchweg Philosoph, Müßiggänger, Hochsensible, Dichter und Denker. Da ist das Verkümmern vorprogrammiert.

Dann sieht man da Menschen scheinbar scheitern. Sie bringen nichts zuwege, stellen sich an, haben zwei linke Hände und werden als Trottel und Versager hingestellt. Wenn man allerdings einen Fisch danach beurteilt, ob er auf einen Baum klettern kann, dann wird der Fisch immer der Depp sein. Gib ihm sein Element und er ist brillant.

Ich darf haargenau darauf achten, dass ich in meinem Element bin und bleibe. Vielleicht gilt es auch für so manchen erstmal herauszufinden, was das eigene Element denn überhaupt ist. Bei so vielen war es nämlich nie gefragt, überhaupt eine eigene Meinung zu haben, einen eigenen Willen. So viele wurden noch nie gefragt, haben sich selbst noch nie gefragt, wie sie denn eigentlich leben wollen würden, wenn man die freie Wahl annimmt.

In den letzten Jahren habe ich für mich selbst all das herausgefunden, habe meine Talente und Gaben erkannt, weiß, was mein Element ist, wo ich brillant bin, wo ich erblühe und wie das Umfeld sein muss.
Diese extreme Ruhephase hier zu Hause ist meiner Oma gewidmet, vielleicht überhaupt meiner ganzen Familie, meinen Ahnen, all jenen, die schuften mussten, leisten, ranklotzen, funktionieren, denen nicht vergönnt war, ihr Element zu suchen und zu finden. In so vielen Leben ging es ums nackte Überleben. Da war weder Zeit noch Raum für Selbstfindung. Jetzt schon.

Ich tue es natürlich in erster Linie für mich, keine Frage. Und jetzt gerade tue und zelebriere ich es für sie. Rückwirkend. Dadurch, dass ich mir das so radikal erlaube, ehre ich ihren Weg. Ich verneige mich vor ihrem Leben, vor ihrem Schmerz, vor ihrem Überleben. Bei so vielen ist es ein wahres Wunder, dass sie überhaupt überlebt haben, immer noch leben. Andere sind tatsächlich daran zerbrochen, dass sie eben nicht in ihrem Element waren. Auch vor denen verneige ich mich.

Kein Leben ist je verloren oder vergeudet. Jede Erfahrung richtig und dennoch habe ich das Gefühl, dass all die Ahnen vor mir dafür „vorgearbeitet“ haben, dass ich das jetzt leben kann, was ich lebe. Wir alle zusammen haben das hinbekommen. Jeder hat in seiner Zeit das ihm Mögliche getan und irgendwie kommt es mir so vor, wie wenn ich es jetzt vollende. Freiheit leben. Frei sein. Glücklich sein. Mich erinnern, wer ich bin. Erkennen, dass ich Schöpfer bin. Machtvolles Geistwesen. Das große Ganze schauen und mich über das Spiel hinauserheben.

Ein großer, langer Zyklus ist zu Ende gegangen. 26.000 Jahre wurden 2012 vollendet. Seither ist eine neue Epoche angebrochen. Atlantis ist wieder in greifbarer Nähe. So unfassbar nah, auch wenn es gerade so krass weit weg zu sein scheint. Die dunkelste Stunde ist die vor Sonnenaufgang, heißt es so schön. Die goldene Zeit, ich hab sie in jeder Zelle und für mich ist sie schon da. Ich kann mich leben. Ich erlaube es mir. Ich lasse nichts mehr anderes zu. DAS ist für mich die goldene Zeit.

So bin ich „Schnecke“, ich durch und durch, fühlendes, zartes Wesen, komplett in meinem Element, da wo ich voll und ganz ich sein kann, wo meine Zartheit ihren Platz hat, wo meine Zartheit ein Beitrag ist. Meine ganz persönliche goldene Zeit und für mein Gefühl ganz bald für alle Menschen erfahrbar. Was sind schon 10 Jahre in Anbetracht von 26.000? Was für eine Gnade genau jetzt hier sein zu dürfen.

(Danke Maja, dass du mich nochmal an die Schnecke mit all ihren Besonderheiten erinnert hast. ❤)


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Es geschieht, was nötig ist

Es geschieht, was nötig ist. Immer und überall! Das Leben macht keine Fehler. Irgendwann kommt der Moment, in dem klar wird, dass es genau so sein musste, so beschissen es auch war.

Und damit meine ich wirklich ALLES. Alles ist richtig. Alles darf sein. Alles hat seine Berechtigung. Alles will als existent anerkannt werden. Alles will einfach nur gesehen werden und da sein dürfen.

Das ist für mich Heilung. Heil sein, ganz sein. Alle Aspekte des Lebens reinnehmen ins Weltbild, in mein System und nicht ausschließen oder bekämpfen.

Ja, ich sehe dich Schmerz. Ja, ich sehe dich Tod. Ja, ich sehe dich Chaos. Ja, ich sehe dich Gewalt. Ja, ich sehe dich Betrug. Ja, ich sehe dich Spaltung. Ja, ich sehe dich Verlust. Ja, ich sehe dich Schwäche. Ja, ich sehe dich Angst. Ja, ich sehe dich Krankheit. Ja, ich sehe dich Manipulation. Ja, ich sehe dich Korruption. Ja, ich sehe dich Ohnmacht. Ja, ich sehe dich Opfer. Ja, ich sehe dich Täter.

Genauso sehe und anerkenne ich das Leben, die Geburt, den Sonnenaufgang, die Liebe, das Vertrauen, das Miteinander, die Hoffnung, den Zusammenhalt, Gesundheit, Freude, Ordnung, Kraft.

Alles ist Teil dieses Seins auf dem Erfahrungsplaneten Erde. Das ist das Geschenk der Schöpfung, dass wir hier alles, wirklich alles erfahren können. Von ganz unten bis ganz oben. Von größter Verzweiflung bis zur größten Extase. Alles da. Alles möglich. Alles richtig und berechtigt.

Wie könnte ich wissen, dass die Dinge anders wahrlich besser wären? Wie könnte ich urteilen, welche Erfahrungen für die Mitmenschen, deren Seelen richtiger wären? Für mich selbst? Ich darf jeden da lassen, wo er ist, mit dem, was gerade da ist. Vor allem mich.


Foto, Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 24. Juli 2021

Aufzeichnung vom Zoooom live #4

Hier die Aufzeichnung vom heutigen Zoooom live als Podcast.

Themen waren:

▪️frühere Leben, inneres Kind, Ahnenthemen, Seelenverabredungen
▪️Was das alles mit Traumaheilung zu tun hat
▪️Zusammenhänge von Traumaheilung und körperlichen Symptomen in Hinblick auf Universalbiologie bzw. Germanische Medizin
▪️Ein Rundumschlag in Sachen geistiger Heilung und Heiler sein auf allen Ebenen durch alle Zeiten

Teilen absolut erwünscht und erlaubt.

(Ein Video gibt es mal wieder nicht, weil ich doch glatt mal wieder vergessen habe bei Zoom auf die Sprecheransicht umzustellen. Somit sind auch die Teilnehmer zu sehen und eigentlich sollte da nur ich zu sehen sein. 😉🙈 Ein Meister beim Üben... kicher)

https://anchor.fm/anja-reiche/episodes/Zoooom-live-4-Frhere-Leben--inneres-Kind--Traumaheilung-e14uq7n



Freitag, 23. Juli 2021

Das einzig Zuverlässige ist der Wandel

Ich bin mal wieder blank. Keine Ahnung was das morgen wird. Auf jeden Fall nicht das Zoooom live wie ich es von den letzten Malen kenne. Es fühlt sich komplett anders an.

Tiefer, weiter, weitreichender, kraftvoller, weiser, monumentaler. Vor allem aber wirklich tiefer. Irgendwie geht es um Urthehmen, ans Eingemachte, ohne dass ich eine Ahnung hätte, was das ist und was das bedeutet.

Ich kann nur auf Sicht fliegen und das machen, was ich am besten kann: Ganz im Moment sein, präsent, hinspüren, aufgreifen was da ist. Da gibt es keinen Plan, kein "Vorgehen wie immer".

Genau das liebe ich. Nichts wird zum neuen Dogma. Alles fließt und verändert sich, darf werden, vergehen, wachsen, mit mir anders werden.

Ja, manchmal frage ich mich schon, warum ich kein kontinuierliches "Angebot" habe. Immer wieder juckt was Neues. Immer wieder will es eben verändert werden. Warum kann ich denn nicht mal bei etwas bleiben? 😉😂 Und gleichzeitig lacht sich bei der Frage meine Seele schlapp.

Veränderung ist nicht aufzuhalten. Ich bin an keinem Tag die Gleiche. Niemand ist das. Wie könnten dann solche Events gleich bleiben? Wie könnte mein Wirken gleich bleiben?

Ja, die Überschrift bleibt die Gleiche: Ich erinnere Menschen an ihre Größe und ihr wahres Sein, helfe in die Freiheit. Dahingehend bin ich seit Jahren seeehr kontinuierlich. 😉 Wie das jeweils aussieht ist allerdings dem steten Wandel unterworfen. Und das ist gut so, auch wenn es da keine "Sicherheit" und keine herkömmliche Komfortzone für mich gibt. Meine Sicherheit und Halt ist mein inneres Navi, meine Intuition und die ist brillant.

Wir kommen also morgen zusammen. Für was auch immer. Die Passenden haben den Ruf gehört, die die da eben zusammen kommen sollen, damit das passieren kann, was da eben passieren soll. Es wird, was es wird, was es jetzt irgendwie schon ist. Im Geiste schon geschehen. Die Verabredungen schon lange vor dieser Zeit getroffen.

So werde ich da sein und das tun, was das Leben von mir will, was unsere Seelen sich da so zurecht gelegt haben, was immer das sein mag. Keine Zensur vom Tagesbewusstsein. Mein Verstand weiß von all den höheren Abmachungen nichts. Mein Herz alles. Das reicht, mehr als dicke.

Ich bin da und stehe zur Verfügung. Im Dienste des Universums. Ergeben dem göttlichen Plan. Voller Hingabe an diese große Intelligenz. Voller Vertrauen in mich und das Leben selbst. Voller Demut all den Wesen gegenüber, die mir da begegnen, dankbar für das Vertrauen, das sie wiederum mir entgegenbringen. Heilige Momente.

Danke, dass ich all das erleben und erfahren darf. 🙏💗💫 Ich liebe meinen Job.😊


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 22. Juli 2021

Heilung kennt keine Zeit

Ich muss das Thema für Samstag definitiv erweitern. Die Ahnen sind so präsent gerade und die Erlösungen und Befreiungsschläge sensationell. Meine Oma und ich haben da echt eine mega Verabredung in diesem Leben. Ich durfte ihr früheres Ich aus dem Schmerz holen, aus dem Leistungsdruck, aus dem Müssen, aus all dem Leid und Groll. Wir haben zusammen geweint und den Kampf endlich beendet. Was für eine Erleichterung! Was für ein Frieden! 🙏🏼🙏🏼🙏🏼

In meinen Armen, auf meinem Schoß kann sich die junge Frau von damals erholen und mein Erleben im hier und jetzt verändert sich gleich mit. So viel, was ich manchmal gefühlt habe und irgendwie "unlogisch" war, wird plötzlich klar und löst sich auf. Es waren ihre Gefühle, ihre Ängste, ihre Befürchtungen, ihr Stress, ihre Enge. Hammer!

Ich bin immer wieder erstaunt und fasziniert auf wie viele Arten Heilung passieren kann, was da alles wirken kann und wie magisch die Entwirrung vonstatten geht. Was für eine kosmische Inszenierung. Unfassbar schön und groß, auch wenn es zwischendurch echt krass und heavy ist.

Deswegen will ich für mein Zoooom live die Runde "frühere Leben, inneres Kind, Traumaerlösung" auf jeden Fall noch um die Ahnen ergänzen. Die dürfen auf keinen Fall fehlen, wenn es darum geht, wie geistige Heilung für mich funktioniert, wie Erlösung funktioniert. Auch die Universalbiologie bzw die germanische Medizin wird mit einfließen. So erhellend, gerade in dem Zusammenhang mit der inneren "Arbeit".

Ihr könnt live dabei sein und im zweiten Teil des Zoom-Calls, der nicht aufgezeichnet wird, eure Fragen und Themen direkt an mich richten und in die Runde einbringen. Den Link für die Anmeldung findet ihr hier. Über das Anmeldeformular könnt ihr auch eure Fragen zu dem Thema eintragen.

Wenn du generell wissen willst, was so ein Zoooom live ist, dann schau gerne hier.

Ich freu mich auf jeden Fall auf alles, was sich zeigen mag. Was auch immer ich so erzählen werde. Gefühlt ist auch mal wieder ein Channeling zu dem Thema dran. Lass dich mit mir überraschen.😉✨🔮✨


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 19. Juli 2021

Zoooom live - 24.07.2021

Ihr Lieben, es gibt mal wieder ein Zooom Live mit mir. Am Samstag, den 24.07.2021 um 13 Uhr findet das Event online statt.

Thema wird sein "Frühere Leben, inneres Kind, Traumaheilung", weil es im Moment so unfassbar präsent ist und die Erinnerungen an frühere Leben sich zunehmend häufen.

Das Anmeldeformular findet ihr hier: https://www.cognitoforms.com/AnjaReiche/ZoooomLiveMitAnjaReicheFrühereLebenInneresKindTraumaheilung

In dem Formular könnt ihr mir eure Fragen stellen, auf die ich am Samstag eingehen soll.

Alles weitere zum Thema und zum Ablauf erzähle ich euch in einem Video, das ihr auf Facebook und auf meinem Telegram-Kanal findet. ❤

Ich freu mich auf euch!!! ❤️

(Was ein Zooom live genau ist und was da so passiert, könnt ihr hier lesen.)



Samstag, 17. Juli 2021

Der Umgang mit früheren Leben

Ich hab euch mal erzählt, wie ich mit früheren Leben so umgehe, wie ich Trauma erlöse, innere Kinder heile. Der Podcast stand schon länger auf meiner To-Do-Liste und weil das Thema gerade so mega präsent ist und sich die alten Erinnerungen nur so stapeln im Moment, war es jetzt dran, euch mal ein bisschen mehr über mein Vorgehen und meine Sicht der Dinge zu erzählen. Darf selbstverständlich gerne geteilt werden. 😊🎉

Das Ganze gibt es auch auf meinem Telegram Kanal "Anja Reiche - herzradikal" als Audio. Dort teile ich auch immer wieder meine Texte, Bilder und alles, was mich sonst gerade so bewegt.

Und jetzt viel Freude beim Lauschen, wenn du Lust hast. 🎧 Hier der Link zum Podcast:




Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 16. Juli 2021

Ich lebe den Phönix

(in Co-Kreation mit Maja Siebel - wie so oft! 😊)


Es war wieder so ein Austausch, bei dem eins das Andere gab. Wir sprachen über Prozesse und Heilung von alten Wunden, über das bereitwillige Annehmen jeder Einladung zum Fühlen und uns erkennen, die uns das Leben schickt.

Wir sprachen über diesen heiligen Moment, in dem sich plötzlich nach langer Zeit ein Traum verwirklicht und man zurückschaut auf diesen Weg dahin. Während man ihn geht, erkennt man nicht immer, ob man richtig ist. Man sagt so oft nein zu anderen Optionen, die irgendwie auch ganz nett wären, aber eben nicht 100% richtig und stimmig sind. In solchen Momenten kommt gerne der Zweifel. Will ich zu viel? Bin ich zu anspruchsvoll? Ist was falsch mit mir? Warum mach ich nie etwas zu Ende? Bin ich wankelmütig? Unzuverlässig? Sprunghaft? Faul? Zu doof?

Und dann ist da der Moment, in dem alles in einem weiß: "Jetzt, ist es perfekt und richtig. So wollte ich es immer." Wie Phönix aus der Asche steigt man plötzlich auf. Erkennt rückblickend den Sinn in allem. Erkennt sich selbst. Dann ist plötzlich klar, warum man an all den anderen Sachen nicht dran bleiben konnte, warum all das andere nicht stimmig war oder man gar nicht erst mit etwas angefangen hat.

Mit einem selbst war immer alles in Ordnung. Die Wahrnehmung hat nicht getrügt. Man war nicht zu anspruchsvoll. Nein, es war halt einfach immer noch nicht richtig und das zu recht. Da war dieses Wissen in einem, dass irgendwann der Moment kommt, in dem man eben aufsteigt, wie Phönix aus der Asche und der war halt noch nicht gegeben. Aber dieses innere Wissen treibt einen an, lässt einen weiter machen und gibt einem den Mut, zu den falschen Sachen eben getrost nein zu sagen.

Bei all diesen Gedanken ist es aus Maja nur so herausgesprudelt, die Groschen sind gefallen, Gänsehaut, vibrieren aller Zellen: Das hört nie auf! Wir SIND der Phönix. Wir LEBEN den Phönix. Das ganze Leben ist ein ständiges Stirb und Werde. Immer wieder. In den unterschiedlichsten Ausprägungen. Hineinsterben, verbrennen, transformieren, neu auferstehen. Wieder noch mehr geläutert und noch freier, reiner, wahrhaftiger. Wieder eine Haut abgestreift. Wieder ein Reifeprozess durchlebt. Auf in einen neuen.

Dieses Wissen gibt Freiheit und Gelassenheit. Das ist nicht EIN Auferstehungsmoment und man ist da. Es sind unzählige. Wir müssen nicht fertig werden. Wir wachsen immer. Es geht nicht ums Ankommen. Es geht um den Weg, den Prozess, den Genuss von Sterben und Werden. DARUM geht es im Leben. Mit uns ist nichts falsch, wenn wir immer wieder sterben. Aus meiner Sicht ist das das einzig Natürliche. Zyklen, Rhythmen. Die Natur macht es vor.

"Ich darf immer wieder verbrennen und neu geboren werden. Was kann mir schon Schlimmeres passieren, als zu verbrennen und wieder aufzuerstehen?" (Zitat Maja)

Ja, was kann mir denn schon passieren? Dann sterb ich halt wieder und stehe noch größer wieder auf. Sterben wird tatsächlich immer einfacher, wenn man erst mal damit angefangen hat. 😉 Finden wir einfach Gefallen daran und hören auf, darauf zu warten, dass das Sterben aufhört.

Foto: Canva
Text: Maja Siebel
Gestaltung: Anja Reiche

Foto: Canva
Text: Maja Siebel
Gestaltung: Anja Reiche

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche






Donnerstag, 15. Juli 2021

Es geht um deine Gefühle

Ich weiß nicht warum, aber heute hat das nochmal richtig eingehakt. Es geht eigentlich nie um die äußeren Umstände, um die "Fakten". Es geht um das, was dadurch in mir ausgelöst wird.

Es nützt überhaupt nichts, den Menschen zu sagen, dass sie keine Angst haben bräuchten, weil eine bestimmte Krankheit vielleicht gar nicht existiert. Es geht um die Angst an sich. Die ist mit keinem Argument wegzudiskutieren. Sie ist da. Punkt. Und sie will angeschaut und in die Heilung gebracht werden. Will integriert werden, zu Ende gefühlt, die Illusion dahinter durchschaut.

Das auslösende Ereignis dieser Angst liegt meistens weit zurück. Das, was jetzt gerade diese Angst wieder antickt ist lediglich der Fingerzeig darauf, dass diese Angst schon lange da ist.

Auch brauche ich niemanden vor etwas warnen. Ich brauche niemanden retten. Ich darf mir meine Gefühle anschauen. Warum will ich warnen? Warum will ich aufklären? Aufrütteln? Welchen Film fahre ich da gerade? Warum will ich das alles und glaube, es zu brauchen, dass die anderen anders denken, handeln, etc? Was geht da in mir vor? Müssen die anderen wach werden, damit ich meine Freiheit behalte? Müssen die anderen Gefahren erkennen und vermeiden, damit ich keinen Verlust spüren muss, keine Trauer fühlen muss, keine Ohnmacht?

Immer wieder höre ich bei den Aufklärern - die mit der Aufklärung natürlich großartige Arbeit leisten - dass man im Vertrauen bleiben soll. Alles wird gut. Der Wandel kommt. Die Retter sind nah. Die Menschen sind kurz wieder beruhigt und beim nächsten Ereignis, das nicht nach Rettung aussieht, geht der innere Zirkus von vorne los. Dann ist da wieder Angst, Unsicherheit, Ohnmacht, Verzweiflung. Das bringt uns keinen Schritt weiter. Genauso wenig bringt es, zu erklären, dass alles ein Hoax ist, die Erreger Fake, die Politiker Schauspieler. Die Angst ist da irgendwo im eigenen System.

Was wäre, wenn das alles genau so wäre, wie es in den alten Medien erzählt wird? Wir haben die tödlichste Krankheit aller Zeiten. Die Medizin ist noch gefährlicher als die Krankheit. Die Gesetze sind echt. Die BRD existiert und die Retter sind ein Märchen. Und dann? Was kommen da für Gefühle hoch? Was macht das mit dir? Dürfte das alles genau so sein oder fängt da etwas in dir an zu rebellieren und zu kämpfen, zu ertrinken und von Angst und Ohnmacht überwältigt zu werden?

Um diese Gefühle geht es. Um den Film, den Angstporno, der da in dir abgeht. Diese Gefühle sind uralt. Die Geschichte der Entstehung ebenfalls. Deine Befürchtungen, deine Erinnerungen an total beschissene Erfahrungen. Meist ist das aus der Kindheit, oft sogar noch viel älter - aus vergangenen Leben.

Da, an der Wurzel der Entstehung, kann echte Heilung passieren. Da wird der Schalter für Freiheit umgelegt, für Frieden, für Vertrauen und nirgends anders. Schon gar nicht im Außen und von anderen.

In den letzten Wochen ging da auch in mir nochmal so richtig der Punk ab. In meinem Umfeld konnte ich Ähnliches beobachten. So unfassbar viele alte Gefühle und Erinnerungen an frühere Leben, ausgelöst oft durch kleinste Kleinigkeiten.

Hinschauen, ansehen, bewusst machen, ins Scheinwerferlicht holen. So viel Heilung in Minuten. Die alte Illusion erkannt, das Gefühl gefühlt, das Erleben im hier und jetzt sofort befreit und die Wahrnehmung eine ganz andere. Ich habe es IMMER in der Hand. Mein Erleben findet ausschließlich in mir und durch meine Filter statt.

Es geht nicht um die Sache an sich. Es geht um meine Gefühle, die jeweils da sind, um die alten Geschichten, die ich wiederhole. Da, in meinem Bewusstsein, am "Ort" der Entstehung, bewege ich Welten. Mit der Befriedung und Befreiung der Vergangenheit in mir erlebe ich Frieden und Freiheit im Jetzt - auch in mir.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 8. Juli 2021

Ich darf zerbrechlich sein

Ich darf zerbrechlich sein, zart besaitet, empfindsam, sensibel. Ich darf überfordert sein, meine Ruhe wollen, nichts müssen müssen.

Da war vorhin wieder die Fünfjährige, an der nur gezippelt und gezogen wurde. Du musst doch dies. Du darfst das nicht. Du musst doch was essen. Das kannst du doch nicht sagen. Du siehst aber schlecht aus. Du bist aber laut. Du bist aber leise. Du willst doch nicht etwa? Großfamilie. Jeder weiß besser, was gut für mich ist. Ständig ist es laut. Ganz viel wird gestritten. Ständig will jemand was. Ständig ist was los.

Da war diese große Sehnsucht nach einer männlichen Präsenz, die mich in den Arm nimmt, die mich hält, die mich da raus nimmt, die mich freispricht, die mir sagt, dass ich genau so sein darf, dass ich meine Ruhe haben darf, dass ich überhaupt nichts muss, die mir Schutz bietet, die sich vor mich stellt, die mich umringt. Ich will einfach sein gelassen werden in meiner Zerbrechlichkeit. Ich will einfach sitzen und schauen und spüren, beobachten und vor allem meine Grenzen haben dürfen. Sie wollen gewahrt werden, ohne dass ich ständig NEIN schreien oder mich gleich verbiegen muss.

Ich war als Kind so zart. Das war mir überhaupt nicht klar. Ich dachte, dass ich gleich sehr robust zur Welt gekommen bin. Vorbereitet auf den Bauernhof, die Großfamilie, den rauen Umgangston. Aber das war nicht so. Das war schon das Ergebnis meines Schutzpanzers. Was für eine Entdeckung. So ein zartes Wesen...

Und dann war da Vater Gott persönlich, der mich gehalten hat, im Arm gewiegt. An seiner Schulter konnte ich mich anlehnen, konnte zusammenbrechen, aufgeben, der Überforderung nachgeben. Er hat mich tatsächlich freigesprochen, hat mir gesagt, dass es reicht, wenn ich BIN. Was für eine Erleichterung. Kein Kampf mehr, keine Überreizung mehr, kein ständiges Geziehe und Gezerre. Ich werde gelassen. Sein gelassen. Darf Ruhe haben. Darf atmen. Darf zerbrechlich sein. Darf alles sein lassen, was mir zu viel ist.

Er hat mich in mein Haus der Heilung gebracht, in das ich schon so viele innere Kinder gebracht habe. Ein Blockhaus im Wald voller Engel und Geistwesen, die mir beim Heilen helfen. Dort will niemand was von mir. Dort ist Raum und Stille und Natur und der Rhythmus des Lebens, mein eigener Takt.

Ich habe geschluchzt vor Erleichterung. Was hat das gut getan. Die Fünfjährige wieder zart und fein, wieder empfindsam und offen, frei und leicht wie ein Schmetterling. Völlig versunken in den Moment, gebannt von der Schönheit eines Käfers, verwoben mit dem Feinstofflichen.

Und dann war da mein Partner, tatsächlich ganz reell, der mich in den Arm nahm und gehalten hat. Gefühlt hat er das in so einem Prozess noch nie getan. Da war ich immer mit mir alleine. Auch er ist gewachsen in den letzten Wochen und Monaten und da ist er plötzlich und ich darf in seinen Armen zerbrechlich sein. Die Kirsche auf der Sahne. Gott hatte mich sowieso schon aufgefangen.

Ich liebe meine Feinheit, meine Zerbrechlichkeit, meine Empfindsamkeit, meine vielen Antennen. Ich liebe das alles und bin es so gerne. Damit habe ich immer Raum und Ruhe, Platz und Zeit. Ich zelebriere meine Zerbrechlichkeit.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 7. Juli 2021

Alles, was nötig ist

Für mich ist klar, dass ich diesen, meinen Körper komplett beseelen will und werde. Egal, was dafür nötig ist, ich werde es tun. Meine Wahl ist es, mit voller Bewusstheit hier auf dieser Erde anzukommen, zu leben, zu wandeln, zu erschaffen, zu wirken, die Göttlichkeit durch mich hier einfließen zu lassen.

Nun ist es aus meiner Sicht so, dass im Körper, in den Zellen, im Mentalkörper das Trauma sitzt. Alte Erinnerungen, Wunden, verdrängte Gefühle, Blockaden. Wenn ich also komplett in diesen Körper möchte, zurück zu mir, in die Verbindung mit mir, dann bringt das mit sich, das Alte wahrzunehmen, aufzulösen, ins Bewusstsein zu holen, zu erlösen und damit Platz zu machen, dass mein ganzes Bewusstsein Einzug halten kann.

Meine Wahrheit, mein tiefstes Gefühl ist, dass ich mein gesamtes Potential, mein gesamtes Bewusstsein (das Maximum, was im Irdischen geht) dann auf die Welt bringen kann, wenn ich mir eben voll und ganz bewusst bin, allem, was da ist. Allem, was ich in der Vergangenheit nicht sehen wollte und konnte, allem, was ich nicht sein wollte, allem, was ich nicht sein durfte.

Wie könnte ich vollständig sein und in meiner ganzen Kraft, wenn ich etwas verdrängen, ablehnen würde, abgespalten lassen würde?

Und irgendwie ist es gar nicht richtig formuliert, dass Platz gemacht wird. Die Blockaden kommen in Fluss, die Abspaltungen werden integriert. Eher so. Kein Rauswerfen, sondern ein Reinnehmen. Ein Ganzwerden. Eine Einheit mit allem, was ist.

Da gehört Schmerz dazu. Unangenehmste Gefühle. Erkenntnisse alter Muster und damit deren Erlösung, alte Erinnerungen an Unterdrückung, Ängste, Ohnmacht, Ahnenthemen. Da gehört dazu, dass der Körper Symptome zeigt, wenn der "Konflikt" nach Jahrhunderten in den Frieden kommt, das Körper-System sich nicht mehr im Kampf befindet und in die Heilung gehen kann.

Gestern waren da wieder Symptome im Transformationsprozess. Symptome, die ich über Jahre nicht mehr hatte. Ich habe mich gefragt, ob ich jetzt zweifle an meinem Weg, ob ich verunsichert bin, ob da das Gefühl ist, dass ich etwas falsch mache. Nichts davon ist der Fall. Ganz im Gegenteil.

Ich bin mir meiner so sicher wie nie. Da ist eine Gewissheit und ein Selbstverständnis, die für Zweifel schlicht keinen Platz lassen. Alles ist richtig. Ich mache alles richtig, tue zur rechten Zeit die passenden Dinge.

Ich werde alles tun, was nötig ist, diesen Körper komplett zu beseelen. ALLES! Was soll mich schrecken? Ich kann mich an so viele Leben erinnern, an so viel Enge und Leid, an Folter, Tode, Zwänge, Schmerzen. Auch in diesem Leben hab ich schon so manchen Streifen durch. Und? Ich lebe noch (wieder 😉).

So oft war mir kurz vor meinem Tod klar, dass ich wieder und wieder und wieder komme, solange, bis ich mich endlich komplett selbst leben kann. Und das ist in diesem Leben der Fall. Dafür bin ich hier.

Jetzt findet das Leben statt, das ich über Jahrhunderte vorbereitet habe. Ich gebe ganz bestimmt nicht auf. Was nötig ist, wird getan, durchfühlt, durchlebt, durchdrungen, erkannt. Ich weiche nicht aus, nicht ab, nicht mehr vor mir und all meinen Facetten zurück. Ich weiche mir selbst nicht mehr von der Seite. Was immer das bedeutet, ich bin gewillt und entschlossen, dafür voranzugehen.

Da bin ich und da bleibe ich.

Alles, was nötig ist, diesen Körper komplett zu beseelen. ALLES! Ich tue es.



Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 3. Juli 2021

Fühlexperiment - Trauma statt Ego

Ich habe mich die letzten Wochen nochmal intensivst mit Trauma befasst, mit alten Verletzungen und Wunden, die Entstehung, die Heilung. Der Film "The Wisdom Of Trauma" hat da nochmal richtig Bestätigung gegeben, bei allem, wobei ich auch rausgekommen bin.

Schon im Februar bin ich auf den Satz gestoßen "Ego besteht aus Trauma". Der hat damals total bei mir eingehakt. Wenn wir aus dem sogenannten Ego heraus handeln, diesem oftmals auch so verpönten Ego, dann handeln wir schlicht aus einer Verletzung heraus, aus Trauma.

So viele sind bestrebt, dieses "scheiß" Ego loszuwerden, es in Zaum zu halten, nur nicht auf es reinzufallen, nicht in die Ego-Falle zu tappen. Würdest du auch so reden, wenn du das Ego als Trauma sehen würdest?

Ersetze mal in allen Sätzen, die du schon über das Ego geäußert hast, das Wort Ego durch das Wort Trauma und spür mal hin, was sich verändert.

Ich übertreibe jetzt mal ganz bewusst und mach die Aussagen krass:

"Der Arsch handelt doch grade voll aus dem Ego."
👉Der Arsch handelt doch grade voll aus dem Trauma.

Schon alleine bei dem einen Beispiel wird sofort der Unterschied deutlich. Niemals würde ich persönlich erstens in einem Satz, in dem ich über Trauma rede, das Wort Arsch verwenden. Und zweitens gehe sofort ins Verständnis, ins Mitgefühl, werde weich und liebevoll, sehe einen Menschen mit seinem Schmerz.

Das heißt nicht, dass ich mir alles gefallen lassen muss, was Menschen aus dem Trauma heraus tun. Ich darf natürlich und nach wie vor super gut für mich sorgen, meine Grenzen klar kommunizieren. Ich muss deswegen kein Mitleid haben und mich selbst übergehen, weil der andere es ja gerade nicht besser kann. Nein, nein, das meine ich damit gar nicht. Nach wie vor ist jeder für sein eigenes Trauma und dessen Heilung verantwortlich. Das kann einem keiner abnehmen.

Mir geht es dabei gerade vor allem um das Mitgefühl für sich selbst, um die Liebe zu sich selbst, die Milde, das Verständnis für seine Wunden und für das "Ego". 😉

"Da kommt schon wieder mein Ego daher und will, dass ich schneller, besser, weiter bin."
👉 Da kommt schon wieder mein Trauma daher und will, dass ich schneller, besser, weiter bin.

Gleich ganz anders, oder?

Das Trauma hat dafür gesorgt, dass wir überlebt haben. Das Trauma versucht uns nach wie vor zu schützen und weiterhin unser Überleben zu sichern, bekannten "Gefahren" auszuweichen, bekannte "Überlebensstrategien" wieder einzusetzen. Diese Strategien sind freilich heute nicht mehr verhältnismäßig und adäquat. Natürlich darf da Veränderung und Heilung rein. Dafür braucht es für meine Begriffe aber diese Milde mit sich selbst und nicht den Widerstand gegen das "Ego".

Wie könnten wir ernsthaft das Ego verteufeln, wenn es sich dabei um Trauma handeln würde? Wie könnten wir auf die Idee kommen, das Ego unterbuttern zu wollen, wenn es dabei um unsere Wunden ginge?


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 29. Juni 2021

Eine herzradikale Gruppe

Ihr Lieben, ganz wundersame Dinge geschehen. Plötzlich gibt es da tatsächlich eine Gruppe - eine herzradikale Gruppe. 😉

Seit ein paar Tagen habe ich die Kommentarfunktion in meinem Telegram-Kanal freigeschaltet. Bislang konnte man dort keine Kommentare hinterlasse. Zu diesem Zweck "musste" eine Gruppe gegründet werden, weil in dieser dann die Kommentare gesondert angezeigt werden und nicht wie hier bei Facebook direkt unter dem Beitrag zu sehen sind.

Es war mal wieder ein Versuch, denn ich hatte schon einmal den Kanal für Kommentare freigegeben und dann wurde mir das ganz schnell zu viel und ich habs wieder ausgemacht. 🙈😂

Nun ist es ja aber tatsächlich so, dass ich von euren Gedanken, Ergänzungen und teilweise auch Fragen auf Facebook so sehr inspiriert werde, dass ich quasi rund um die Uhr schreiben könnte. Das ist unfassbar wertvoll für mich. Das nächste ist, dass auf diesem Weg so krass nährendes Feedback kommt, dass ich ganz oft dahin schmelze und mega berührt bin. Letztlich kann ich nur wissen wie ich wirke, wenn es mir gesagt wird.

Und dann kommt da noch ein dritter Aspekt dazu. Dieser Gruppe, die da eigentlich "nur" gegründet wurde, damit Kommentare zu meinen Beiträgen geschrieben werden können, kann man auch beitreten und dann ganz unabhängig von meinen Texten selbst etwas schreiben. Da ist quasi Austausch für alle möglich. In einem kleinen, kuscheligen, geschützten Rahmen.

Ich war ja wirklich erst wieder skeptisch. Wie oft habe ich schon Gruppen gegründet, weil mir all das bewusst ist, wie wertvoll das für alle ist, wie wichtig Austausch ist, wie nährend das für mich ist und dann hat mich immer wieder der Fluchtinstinkt gepackt und ich hab die Gruppen verkümmern lassen oder gleich wieder gelöscht.

Dem Ganzen bin ich kürzlich auch auf die Schliche gekommen. Da war diese alte Wunde in mir. Ich sehe immer alle, erkenne die Essenz, sehe den Kern, lese in den Menschen wie in offenen Büchern und "muss" alle bekümmern und betütteln und mich sieht keiner. Niemand erkennt meine Essenz. Ich muss liefern und gehe selbst leer aus. Eine Wunde der Kindheit. Genauso ist es gefühlt damals für mich gelaufen. Ich hab kürzlich noch drüber geschrieben. Niemand war in der Lage mich WIRKLICH zu sehen, weil sich da niemand selbst gesehen hat.

Naja und was soll ich sagen? Nun gibt es diese Austausch-Gruppe schon ein paar Tage mit derzeit 40 wundervollen, warmen Menschen und es fühlt sich an wie ein Zuhause, wie ein Nest. Da ist so viel Liebe, so viel Eigenverantwortung, so viel Wohlwollen, so viel Mut, so viel Größe, so viel Wachheit und so viel Wertschätzung. Und - Überraschung - ich werde natürlich gesehen und erkannt. Da is nix mit betütteln müssen. Das sind erwachsene, wache Menschen in Eigenverantwortung, die in der Lage sind, zu sehen, weil sie sich selbst bis in den letzten Winkel ihrer Seele geschaut haben oder zumindest gewillt sind, das zu tun. Komme, was wolle.

Ich habe das Gefühl, dass hier in dieser unsichtbaren Community, die sich so auf meinem Blog tummelt, der Wunsch eventuell auch da ist, einen Ort zu haben, an dem man sein kann, ganz man selbst und sich mit Gleichgesinnten austauschen kann. Den gibt es jetzt. Zwar nicht auf Facebook und auch nicht hier auf dem Blog, aber immerhin gibt es ihn - bei Telegram. 😉

Ich kann nicht versprechen, dass ich auf alles antworte, dass ich immer "mitrede", aber ganz bestimmt lese ich mit und bade in eurer Liebe, in diesem mega Feld, das so herrlich leicht und kraftvoll schwingt.
Wenn also jemand von euch auch in dieses Zuhause möchte, dann fühlt euch eingeladen, dem unten stehenden Link zu folgen.

Ich glaube dieses Mal wird die Gruppe nicht nur überleben, sondern vor allem auch wirklich belebt sein. Wir werden sehen, wo die Entwicklung hingeht. 😉

Zur Gruppe #herzradikal im Austausch:
https://t.me/joinchat/nzEj7RpwxURhZWQy


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 28. Juni 2021

Ein Machtkampf, der uralt ist

BÄHM!!! 💥💥💥💥🙈🎉🎉🎉🎉Und weiter geht's mit der Erlösung der Partnerschaft. Dieses Mal getriggert durch einen schnöden, schmutzig zurückgelassenen Putzlappen. Täter: mein Liebster. Ausgerastet: ich. 😂💥 Ja, auch Putzlappen kann man persönlich nehmen. 🤣🤣🤣

Alter! Was hängt da Schmodder im Filter. Leckomio! 🙈🙈🙈Und wieder uralt.

Machtkampf! Das trifft es aber sowas von. Der Text zur Karte - ich würde sagen "Treffer, versenkt".
Auch hier wähle ich die erlöste Form. Uplifting. Nächste Ebene. Ende mit dem alten Mist. 🗑

(Unter den Fotos kommen weitere Erkenntnisse zu diesem krassen Thema)

Aus dem Kartenset von Chuck Spezzano
siehe letztes Foto







Ich bin eingetaucht in diesen Machtkampf, hab ihn ergründet und alles einfach aufgeschrieben, was an Sätzen und Bildern hochkam. Uralt. Darin spiegelt sich eins zu eins die Beziehung meiner Eltern wie ich sie empfinde und da wirkt ein altes Leben von mir:

  • Es geht um Bestrafung. Ich will ihn bestrafen.
  • Er soll mich sehen und meine Bedürfnisse befriedigen. Da er das nicht tut, will ich Rache. Rache für das eigene Leid. Wegen ihm bin ich in dieser misslichen Lage. Wegen ihm muss ich leiden. Seine Mutter ertragen, seinen abscheulichen Vater. Ich hab die Kinder am Arsch. Er lebt sein Leben und ich bin gefangen in all dem.
  • Sie (die Schwiegereltern) haben mich ruiniert. Ich leide so sehr unter ihnen, den Umständen, dass ich immer kränker werde. Ich will nicht mehr leben.
  • Gehen kann ich nicht. Ohne ihn kann ich nicht leben. Er muss mich versorgen. Ich muss bleiben. Er ist schuld. Nur wegen ihm...
  • "Ich kann nicht gehen, deswegen mach ich dir/euch das Leben zur Hölle."
  • Alles, was er tut oder nicht tut, hat mit mir zu tun, ist eine Aussage darüber wie er zu mir steht.

Auf die Frage, woher diese Rachelust kommt und ob ich da etwas über Generationen fortführen muss, kommt ganz klar, die ewige Rache an den Männern. Ich habe ewige Rache geschworen. Das geht seit hunderten von Jahren.
  • Er ist mein Feind.

Erlösung:
  • Schwur zurücknehmen. Macht zurück zu mir.

Die Wahrheit darunter, die Wahrheit, die ich leben will:

  • Er ist mein Freund, mein Gefährte, mein Geliebter.
  • Ich darf meine Partner schätzen und lieben.

Samstag, 26. Juni 2021

Was wäre, wenn ich für all das nicht verantwortlich wäre?

Man stelle sich vor, man wäre für den ganzen Schmodder (ersetze für dich beliebig mit deiner aktuellen Situation) nicht verantwortlich!

Gerade hab ich mal wieder den halben Haushalt auf Links gedreht. Motten haben es sich an den unmöglichsten Stellen in den Vorräten (inklusive getrockneter Orangen der Weihnachtsdeko🙈) gemütlich gemacht. Seit Tagen finde ich immer wieder neuen Befall.

Zwischendurch bin ich mal gelassen, mal ziemlich geeeereizzzzt. Vorhin dann eher wieder geeeereizzzzt. 😉 Alles durchschauen, sauber machen, umpacken. Uff! Schnauze voll.
Weiterhin kenne ich seit wenigen Wochen Erdflöhe, die Gefallen am frisch gepflanzten Rukola gefunden haben. Ratzeputz abgefressen. Die springen jetzt auch munter durchs Haus. Warum auch nicht? Is ja Platz.

Und dann wollte ich eben von den aussortieren Sachen die Verpackung in die Papiertonne schmeißen. Randvoll. Weil mein Schatz den letzten Karton einfach so, am Stück, ohne ihn kleinzufalten, reingesteckt hat. Geht ja viel schneller. Ich mach immer alles schön klein, damit wirklich jeder Zentimeter genutzt wird, was durchaus sinnvoll ist bei all den Onlinebestellungen. 😉📦📦📦

Da ging mir dann ganz die Hutschnur hoch. Himmel, Arsch und Zwirn, bleibt denn alles an mir hängen? Und als ich da so rumpelte und grummelte, war da plötzlich dieser Satz:

"Was wäre, wenn ich für all das nicht verantwortlich wäre?"

BOOOOM! Innehalten. Hinspüren. Ha, ja was wäre denn dann? Entspannung im ganzen System. Loslassen. Ausatmen. Aufhören mit Lösungen suchen. Nicht mehr kümmern müssen. Alles sein lassen dürfen. Mich hineinsinken lassen in den Schoß von Mutter Erde.

Ich muss das alles nicht tragen und das ist auch alles gar nicht meines. Das ist uralt und vor allem übernommen. Das ist so ein Frauen-Ahnen-Ding. Meine Güte!!! Was für ein Rotz! Abstellen. Hinstellen. Zurück an den Absender. Lange genug aufgebürdet gewesen.

Ich bin ein Meister im Hineinsinkenlassen ins Leben, im Loslassen, Abgeben, Hingeben. Bei all diesen banalen Alltäglichkeiten bin ich allerdings noch nicht drauf gekommen. Unglaublich! Mannomann! Es kann so einfach sein.

Ich bin für all das nicht automatisch zuständig. Das ist keine Grundvoraussetzung, nicht angeboren oder so. Ich darf Nein sagen, es abgeben (an den Partner, das höhere Selbst, das Leben). Ich darf es einfach haben, mir ganz simple Lösungen liefern lassen, mich tragen lassen.

Gott, tut das gut. Was für eine Erleichterung. Soll das Leben doch damit machen, was es will. Ich geh schaukeln oder spazieren oder spielen. Es wird sich schon was bei all dem gedacht haben und die Lösung ist ja sowieso immer inklusive. Also bitte... Nicht mein Bier. 😉 So!


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Wissen kann nicht wirklich unterdrückt werden

Ja, es werden "neue", hilfreiche Technologien unterdrückt, Wissen, das das Gedeihen der Menschheit fördern könnte, Heilweisen, etc. Darüber könnte man sich tatsächlich aufregen und ärgern. Aber hilft's?

Ich feier lieber. Ich feier, dass es eben all diese Alternativen gibt und so viel Wissen und wundervolle Technologien immer zugänglicher werden, dass mein Bauchgefühl immer recht damit hatte, dass das, was wir da sehen und leben, nicht alles sein kann. Es ist nicht mehr aufzuhalten. Immer mehr Menschen erinnern sich an unsere wahre Natur. Es drängt geradezu an die Oberfläche.

Und letztlich tragen wir all diese Weisheit in uns selbst. Sie IST unsere Natur. Die kosmische Intelligenz ist in jedem von uns und die innere Stimme führt uns.

Schaut euch meinen eigenen körperlichen Heilungsweg an. Eigentlich habe ich nicht wirklich etwas darüber gewusst, nur gefühlt, tappen im Nebel, fliegen auf Sicht, ein Schrittchen nach dem nächsten und dann festgestellt, dass ich auf diese Art irgendwie doch alles weiß, dass ich verstehe wie Magie funktioniert, dass ich Magie bin.

Wenn wir das in uns selbst entdecken, kann uns keiner mehr wirklich Wissen wegnehmen. Man kann mich mir selbst nicht mehr wegnehmen. (Immer wieder danke, Jay Be, für diesen sensationellen Satz!!) Man kann mir meine Verbindung zum Allbewusstsein nicht mehr wegnehmen. Da sind all die Informationen abrufbar. Immer. Zu jeder Zeit. Für jeden, der zu lauschen vermag und seiner Intuition dann auch traut.

Was für mich und meinen Weg wichtig ist, werde ich erfahren. Das kann niemand verhindern. Meine Entschlossenheit, mein inneres Wissen, dass es so ist, lässt das gar nicht zu. Was ich brauche, wird da und möglich sein. Wenn diesen Weg jeder für sich geht, dann haben wir alles Wissen, das wir brauchen.
Damit bin ich frei, sind wir frei, nicht mehr erpressbar und nicht mehr zu unterdrücken. Das ganze Universum ist in mir. Was soll mir passieren? 😉💖

"Der eine sieht nur Bäume, Probleme dicht an dicht. Der andre die Zwischenräume und das Licht."
E. Matani

Ich wähle definitiv die Zwischenräume und das Licht.😉


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Wer nicht fühlen will, muss herrschen

 Ich glaube, dass man es wirklich auf diese einfache Wahrheit herunterbrechen kann. Die Kontrolle haben wollen, über Dinge, Menschen, Umstände bestimmen wollen, resultiert einzig daraus, dass man bestimmte Gefühle nicht fühlen will.

Stefan Hiene hat es mal so schön gesagt (sinngemäß), ich glaube es ging um Erziehung: "Wenn du deine Ohnmacht nicht fühlen willst, forderst du Gehorsam". Den Satz unterschreibe ich.

Ohnmacht, Angst, Hilflosigkeit, Kleinheit, Wertlosigkeit, Schwäche, Unsicherheit, Mangel, Schuld, Scham, Trauer, Einsamkeit, etc. Wären wir bereit, diese Gefühle zu fühlen, müssten wir die Dinge nicht beherrschen.

Wir müssten keine Krankheit bekämpfen und besiegen, den Körper nicht kontrollieren, Menschen nicht kontrollieren, Kinder nicht "er-ziehen", die Natur, das Wetter, das Klima nicht kontrollieren.

Wer zu fühlen bereit ist, muss nichts und niemanden beherrschen. Der ist frei. Der kann den Dingen ihren Lauf lassen, sich der Schöpfung hingeben, dieser immensen Intelligenz im Universum, dem All-Geist.
Das lass ich jetzt einfach mal so als eine meiner momentanen Wahrheiten da stehen. 😉


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 25. Juni 2021

Ich will nicht mehr gefallen

Ablehnung, Ausgeschlossen werden, das hätte als Kind den sicheren Tod bedeutet. Es war also sehr ratsam, sich anzupassen, zu gehorchen, zu funktionieren, sich selbst zu verlassen und zu verbiegen, teilweise bis zur Unkenntlichkeit. Ich würde heute nicht hier sitzen. Es hat mein Überleben gesichert. Gut gemacht!

Heute bedeutet Ablehnung allerdings nicht mehr den Tod. Wir können damit aufhören, gefallen zu müssen. Diese gefühlte Bedrohung, die wir durch Ablehnung empfinden, ist eine Reaktion aus kindlicher Erinnerung heraus, aber nicht mehr adäquat im hier und jetzt als Erwachsener. Viel mehr würden wir tatsächlich sterben, wenn das Verbiegen weitergehen würde. Ich habs am eigenen Leib erfahren. Ich weiß, was da im Körper passiert und wie wichtig es ist, sich eben nicht mehr zu verraten und anzupassen.

Wenn es heute darum gehen soll, unser Überleben zu sichern, dann ist tiefer, ehrlicher Selbstausdruck unerlässlich. Auch wenn das Ablehnung bedeuten kann.

Für viele ist genau das ein Kampf, eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Sterben an Ausgrenzung und Ablehnung oder Sterben an Selbstaufgabe. Ersteres darf jetzt als unwahr und nicht mehr existente Bedrohung entlarvt werden. An Ablehnung sterben wir nicht mehr. An Selbstaufgabe tatsächlich, wirklich schon.

Die Wahl dürfte jetzt einfach sein. Ablehnung in Kauf zu nehmen, bedeutet "nur" noch einen inneren Tod. Den Tod einer kindlichen "Wahrheit", die als Erwachsener die Gültigkeit verloren hat.

Ablehnung fühlen, alle Gefühle, die damit einhergehen. Nicht von allen gemocht werden. Sogar verurteilt zu werden. Das alles darf sein und bedarf keiner Richtigstellung, keiner Klarstellung. Die Menschen dürfen über mich denken, was sie wollen. Auch die mir Nahestehenden müssen nicht alles gut heißen und dürfen mich scheiße finden.

Mein höchster Wert ist die Treue zu mir. Nicht meinem Ego - das nichts anderes ist als Trauma. Ich meine mit ICH das wache, erlöste Ich. Mit dem will und "muss" ich klar sein, meinem Herzen treu, mit meiner Seele im Einklang, mit meiner Natur, meinem universellen Auftrag, meinem Platz, meiner Wahrheit.

Das sichert mir nicht nur mein körperliches Überleben, das gewährleistet mir auch wirkliches Leben in Form von Lebendigkeit in jeder Zelle, Erfüllung, Frieden und Gemeinschaft. Denn die, die bleiben, sind dann die, die wirklich wegen MIR bleiben und nicht wegen meiner Rolle, die ich für sie spiele.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 21. Juni 2021

Die Weisheit von Trauma - Filmempfehlung

 "The Wisdom of Trauma"

Diesen Film habe ich mir gestern aufgrund einer "dringenden" Empfehlung von Maja Siebel angeschaut. Ich kann nur sagen: Was für eine Perle!!!!!! Dieser Film, diese Message, diese liebevolle, natürliche, zugewandte Art den Menschen gegenüber. ALLEN Menschen gegenüber. Ob obdachlos, süchtig, körperlich „krank“, geistig „krank“, in Haft, ganz egal. Jeder ist es wert, gesehen zu werden. WOW!!!!

Trauma entsteht nicht nur durch absolut schreckliche Umstände und Ereignisse. Trauma entsteht, wenn wir als Kind oder auch später als Erwachsener mit unserem Erleben von gewissen Situationen überfordert sind, wenn uns die dazugehörigen Gefühle übermannen und wir keine Möglichkeit sehen, damit klar zu kommen, wenn wir uns damit alleine fühlen, niemand uns sieht und darin begleiten kann. Das kann durch die absoluten "Nichtigkeiten" passieren. Es braucht nicht immer den riesigen, heftigen Schicksalsschlag.

Wir haben etwas erlebt, das uns überfordert hat. Wir hatten keine Anlaufstelle. Wir waren alleine. Wir mussten "überleben". Also haben wir all das abgetrennt und sind in die Spaltung von uns selbst gegangen. Zum Überleben genau richtig. Wir haben es also nicht falsch gemacht, sondern sogar ziemlich richtig.

Wir drängen die heftigen Gefühle weg und tun ab da alles, sie nie wieder fühlen zu müssen. Im weiteren Verlauf des Lebens sind die Strategien des Ausweichens, der Vermeidung der Traumaerinnerung vielfältig und keine davon ist verwerflich. Ob mit Süchten, mit Ablenkung aller Art, mit Verlangen von "Sicherheit" von anderen, mit Machtmissbrauch, mit Kontrollversuchen aller Art.

Ob wir unsere Angst durch eine Spritze "besiegen" wollen, ob wir anderen die Spritze empfehlen, damit man selbst wieder "sicher" ist, ob man mit einer Maske die Angst vermeiden, vermindern will oder ob wir die Gefahr im Außen bekämpfen wollen, in dem wir Menschen vernichten "müssen", die uns unsere Unsicherheit spüren lassen, oder ob man gleich die Allmachtsfantasien hat und die ganze Menschheit kontrollieren will, damit man sich sicher fühlt - alles die gleiche Suppe. Der Antrieb ist und bleibt der gleiche: Diese krassen Gefühle sollen wegbleiben oder gedämpft werden. Da gibt es nichts zu verurteilen. Das ist Handeln aus dem Trauma heraus. Das hat mit Schlechtigkeit nichts zu tun, sondern mit Abspaltung von sich selbst.

Wenn wir zurück zu uns wollen, zu unserer Intuition, zu unserer Integrität, zu unserer Natur, zu unserer Authentizität, dann bleibt uns allerdings nichts anderes übrig, als ganz in diesem Körper anzukommen und damit auch "zurückzukehren" ins Gefühl und auch zu diesen heftigen Gefühlen. Es gibt für meine Begriffe und aus meiner eigenen, nun echt schon langjährigen Erfahrung, keinen Weg außenrum. Der Weg geht mitten durch.

In diesem Film wird es nochmal so wunderbar verdeutlicht, wie einfach im Prinzip die "Heilung" ist, nämlich sich daran zu erinnern, dass wir nie kaputt waren, dass unsere heftigen Gefühle, die Überforderung, die Verzweiflung, die Angst, die Ohnmacht immer adäquate Reaktionen auf unser Erleben waren. Wir haben nichts verkehrt gemacht und wir sind nicht krank. Wir sind nicht falsch. Wir haben versucht, zu überleben und das anscheinend mit Erfolg. Und jetzt dürfen wir vom Überlebensmodus in den Lebensmodus, in die Freiheit.

"Wenn wir nicht bewusst sind, sind wir nicht frei."

(Dr. Gabor Maté - der Hauptakteur in dieser so wertvollen Doku)

Bewusst sein, heißt in sich sein. Bewusst sein, heißt nicht von Automatismen der Vermeidung gelenkt zu sein, sondern selbst bewusst und frei in der gegenwärtigen Situation eine Wahl zu treffen. Mit Trauma reagieren wir nicht auf die gegenwärtige Situation. Wir reagieren aus einer Erinnerung aus der Vergangenheit heraus, auf die gegenwärtige Situation, was meist nicht verhältnismäßig und völlig verzerrt ist. Wir reagieren also IN der Vergangenheit. Von Freiheit kann da keine Rede sein. Von Eigenmacht auch nicht.

Nun können wir allerdings wählen, ob wir weiterhin vor uns selbst davonlaufen wollen oder ob wir endlich wieder nach Hause kommen wollen, zurück zu unserer wahren Heimat in uns selbst, zurück zur Anbindung an die göttliche Intelligenz, die wir so klar spüren, wenn der alte Ballast das Ganze nicht mehr überlagert. Sie kommt darunter zum Vorschein, mit jeder Schicht, die wir abtragen, mehr.

Trauma trägt ganz viel Weisheit in sich und es ist so viel einfacher zu erlösen, als viele meinen. Dahinter wartet Freiheit und das wundervolle Gefühl, sich endlich selbst wieder zu haben. Was für ein Geschenk!

Ich kann aus tiefstem Herzen jedem empfehlen, diesen Film zu schauen. So unfassbar wertvoll, heilsam, warm, liebevoll und weise. Da geht für meine Begriffe der Weg lang und nirgends anders. 🙏💝

https://wisdomoftrauma.com/movie/

(Ein deutscher Untertitel kann eingestellt werden. Die Übersetzung ist zwar holprig, aber das Herz versteht. ♥)

 

Foto: Canva
Text: Dr. Gabor Maté
Gestaltung: Anja Reiche