Sonntag, 18. August 2019

Schuld und Scham sind hausgemacht

Schuld und Scham sind keine natürlichen menschlichen Gefühle. Ist euch das eigentlich bewusst? Schuld und Scham können wir nur empfinden, wenn wir etwas tun oder sind und dann jemand von außen kommt und uns sagt, dass das falsch ist, dass sich das nicht gehört, dass "man" das nicht macht. Wir fangen an, das zu glauben und uns nach diesen Richtlinien verhalten zu wollen. Wenn wir es dann nicht schaffen, uns nach diesen fremdauferlegten Normen zu verhalten, kommen diese Gefühle in uns auf.

Würden wir frei von Bewertungen und Beurteilungen aufwachsen, würden wir Schuld und Scham gar nicht empfinden können. Wir würden diese Gefühle schlicht nicht kennen. Für uns wäre die Welt in Ordnung. Egal, was wir tun oder sind.

Später brauchen wir keine äußere Bewertung mehr. Wir fühlen uns schuldig und schämen uns schon alleine deswegen, weil in unserem Kopf imaginäre Bewertungen stattfinden. Wir sind es so sehr gewohnt, dass wir beurteilt und verurteilt werden, dass die Stimmen in unserem Kopf das schon ganz automatisch von alleine machen. Wir stellen uns vor, was andere über uns sagen oder denken könnten.

Schuld und Scham sind hausgemacht. Schuld und Scham sind kreiert. Diese Gefühle finden nur in Bezug auf die mögliche Reaktion von anderen statt. Ist das krass oder ist das krass?

Die tatsächliche Bewertung in Kindertagen macht die Stimmen in unserem Kopf. Dann reicht im Erwachsenenalter die bloße Vorstellung und die Gefühle sind da. Die Gefühle, die wir eigentlich von Natur aus gar nicht kennen. Selbstverständlich erleben wir auch als Erwachsene tatsächliche Bewertung. Keine Frage. Aber das meiste ist Kopfkino und findet so gar nicht statt.

Keine Ahnung warum. Das wollte ich einfach mal erzählt haben. Vielleicht weil Schuld und Scham wirklich auslaufen dürfen. Sie sind überflüssig und so notwendig wie ein Fisch ein Fahrrad braucht. Schuld und Scham tragen nicht gerade zur freien Entfaltung unseres wahren Wesens bei. Schuld und Scham behindern nur. Schuld und Scham halten uns klein. Schuld und Scham halten uns in der Norm, halten uns in Zaum. Da gehören wir aber nicht hin. ;)

Ich will auch gar nicht auf die schimpfen, die bewerten. Wir tun es ja selbst am kritischsten. Ich will einfach dazu anregen, genau jetzt damit aufzuhören, sich zu schämen, sich schuldig zu fühlen.

Werden wir wieder un-schuldig und un-verschämt. Das ist unsere wahre Natur. Legen wir diese künstlichen Emotionen ab. Nehmen wir ihnen den Antrieb - unsere Aufmerksamtkeit.



Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 17. August 2019

Wir sind hier, um bewusster zu werden

Wenn wir alles, was in unserem Leben ist, je war und sein wird, unter diesem Aspekt sehen, hat alles Leid direkt ein Ende. Jegliches Drama ist sofort vorbei. Dann ist alles das, was es wirklich ist, eine Chance noch bewusster zu werden, eine Gelegenheit zu wachsen, sich zu weiten, sich zu erkennen, zu wandeln, neu zu definieren. Sich zu begreifen, zu erfahren. Zu erleben, wer man ist und wer man vielleicht stattdessen sein will. Eine Möglichkeit, zu wählen.

Jede Erfahrung dient unserer Evolution. Jede Erfahrung macht uns reicher. Jede Erfahrung ist richtig und wichtig. Jede Erfahrung ergänzt unser Spektrum, fließt ein in das Bewusstseinsfeld von Allem-was-ist. Durch jede Erfahrung von uns, erfährt sich das Leben selbst.

Jede Sekunde deines Lebens nährt Gott.
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Ute Ullrich - Lebensfreude auf zwei Beinen

Ich will euch mal die Frau vorstellen, mit der zusammen ich Couch and Concert ins Leben gerufen habe - Ute Ullrich. Ihre Geschichte ist so krass und mutmachend, dass ich euch unbedingt davon erzählen will.

Schon als Kind will sie Sängerin werden. Ein Ruf, der quasi schon immer da ist. Was dann plötzlich weg ist, ist ihre Stimme. Die Stimmbänder versagen, kein Ton mehr kommt raus. Unzählige Stimmband-OP's folgen. Mal ist die Stimme kurz wieder da, dann wieder weg. Ihr Traum bleibt. Ein tiefes Wissen sagt ihr: "Ich bin Sängerin." Den Prognosen und Warnungen aller Ärzte zum Trotz, schont sie ihre Stimme nicht, sondern fängt wieder an zu singen und bleibt dabei. Die Stimme bleibt auch. Heute ist sie Sängerin.

Mit Anfang zwanzig ein Tumor am Auge. Diagnose der Ärzte: "Du hast noch ein halbes Jahr." Doch Ute, wäre nicht Ute, wenn sie sich davon hätte beeinrucken lassen. Damals fällt ihr ein Buch von Joseph Murphy in die Hände, in dem beschrieben steht, wie machtvoll das Unterbewusstsein ist, wie machtvoll Autosuggestion. Ein tiefes, inneres Wissen sagt ihr, dass sie gesund ist, dass jede Zelle gesund ist, dass sie leben wird. Rund um die Uhr ist sie sich dessen bewusst, spricht es sich immer wieder vor. Der Tumor wird entfernt, untersucht und ist... gutartig. Das Auge ist zwar futsch, aber Ute lebt.

Diese Frau hat wirklich Erfahrungen gemacht und Dinge bewegt, die ihr Leben prägen. Ihre positive Art und das Bewusstsein, dass wir Schöpfer sind, dass unsere geistige Ausrichtung und Haltung Berge versetzen können, strömen ihr aus jeder Zelle.

Diese Frau ist nicht einfach "nur" Sängerin. Sie hat das Leben verstanden, spürt den Puls der Zeit, trägt tiefe Weisheit in sich. Für mich ist sie Schamanin, eine Stammesälteste, ein Urweib. Sie trägt das alte Wissen in sich, ist angebunden an ihre Essenz. Da ist so viel Liebe und Mitgefühl, soviel gute Laune, Humor und Tiefe. Ihre Texte und Lieder, die Worte, die sie spricht, haben mir schon so oft Gänsehaut gemacht. Da spricht Wahrheit!

Bei dem Gedanken, dass wir beide zusammen wirken dürfen, einen Raum aufmachen und mit Menschen sind, gemeinsam Menschen erinnern und berühren dürfen, etwas in ihnen zum Klingen bringen dürfen, bin ich jetzt schon voller Vorfreude und Dankbarkeit. Die Energie, das Feld, das entsteht, wenn unser beider Seelen einen Raum erfüllen, lässt mich demütig werden. DAS will ich erleben und ich freue mich auf jeden Einzelnen, der diese magische Zeit, diesen Tag mit uns zelebriert und dieses Feld mit seinem Sein bereichert.

Ute, ich liebe dich!


Freitag, 16. August 2019

Weibliche Urkraft

Ihr Lieben, einen wunderschönen guten Morgen!

Gestern durfte ich mal wieder ein Interview gegeben. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. ;)

Vreni (Narayani) Frei führt regelmäßig Gespräche zum Thema weibliche Urkraft. Was ist das? Wie kann ich sie leben? Warum ist das so wichtig? Ich finde es war ein bezauberndes Gespräch, viele Gänsehäute und ganz viel Tiefe.

Danke Narayani, für die Möglichkeit und den Raum, für dein Sein und Wirken!

PS: Das Gespräch ist auch für Männer interessant, weil auch die einen weiblichen Anteil haben, der dringend wieder gelebt werden darf ☯️.

Donnerstag, 15. August 2019

Da hab ich aber mehr erwartet!

Es gibt Menschen, von denen erwartet man einfach mehr.

Da ist der Chef, der es doch echt besser wissen müsste, besser können müsste. Er als Führungskraft, müsste doch wissen, wie man mit Menschen umgeht. Er müsste doch sehen, wo es in der Abteilung hakt und für Abhilfe schaffen. Er müsste doch in der Lage sein, klare Ansagen zu machen, wertschätzend zu kommunizieren, mit Konflikten umzugehen.

Da sind die Eltern, die ja echt mal sehen könnten, wer man eigentlich wirklich ist, die einen verstehen müssten, fördern, einem helfen, die ein gutes Beispiel sein sollten, die es überhaupt besser machen könnten, wenn sie nur wollen würden. Sie könnten doch unseren Weg endlich mal anerkennen und nicht ständig versuchen, einen zu verbessern, nicht ständig kritisieren, uns mit Sorgen überhäufen und ihre Ängste auf uns übertragen. Sie könnten uns doch einfach mal sein lassen, wie wir sind und akzeptieren, dass wir anders sind, dass wir anders leben, andere Entscheidungen treffen.

Da ist der Partner, der wirklich aufmerksamer sein könnte, wacher, der besser für sich sorgen könnte, mehr für sich tun könnte, sich schneller entwickeln könnte. Der mindestens genauso achtsam sein könnte, wie wir, genauso zielstrebig und mutig, genauso tief. Er könnte auch endlich mal ein Seminar besuchen, sein Ding machen, sich entfalten, aus dem Hamsterrad aussteigen.

Da ist der Guru, der spirituelle "Leader", der in seiner Position wirklich authentischer sein müsste. Gerade er müsste es können, öffentlich zu seinen Themen zu stehen, das Herz weit aufzumachen, sich verletzlich zeigen, es zugeben, wenn er keine Ahnung hat, ALLES offen ansprechen. Gerade er sollte nicht mehr das Bedürfnis haben, den Schein zu wahren, souverän zu wirken. Gerade er sollte zu seinen Schwächen stehen können, das leben, was er erzählt. Und am besten hat er überhaupt keine Themen mehr, keine Ängste, keine Wut, weil er ist ja der Guru, bei dem das alles weg sein müsste.

All diese Menschen haben eine ganz bestimmte Rolle. Der Chef, die Eltern, der Partner, der Guru. Alles Menschen, die eine gewisse Autorität haben, denen wir meistens erstmal glauben, wenn sie was sagen, denen wir glauben WOLLEN. Menschen, an die wir auch gerne unsere eigene Autorität abgeben oder zumindest abgeben würden, wenn sie nur etwas kompetenter wären.

Umso erschütterter sind wir, wenn sie unsere Erwartungen nicht erfüllen. Die Erwartungen, die wir an Menschen haben, denen wir folgen wollen. Plötzlich erkennen wir deren eigene Schwächen und Unzulänglichkeiten. Plötzlich merken wir, dass wir ihnen auch nicht trauen können, dass wir ihnen doch nicht folgen können, weil sie selber nix weiter sind als wir, weil sie auch noch Schwächen haben, Themen, Ängste. Weil sie manchmal eben auch nicht weiter wissen, "Fehler" machen.

Da stehen wir wieder, völlig verunsichert, auf uns selbst zurückgeworfen. Unser Leithammel ist plötzlich weg, das Bild zerstört von der "Führungskraft", vom Leader, der uns sagt, wo es langgeht, wie es richtig geht. Die Autorität geht den Bach runter, wir verlieren den Respekt, die Achtung, weil diese Menschen eben nicht das auf dem Kasten haben, was wir dachten, dass sie auf dem Kasten haben. Sie sind eben nicht so perfekt und rein und frei von Themen.

Und jetzt? Unsere Erwartungen wurden ent-täuscht. Herb enttäuscht. Wir hätten einfach mehr erwartet. Genau das ist das Problem.

Nur weil jemand Chef ist, hat er noch lange keine Menschenkenntnis. Nur weil jemand Kinder bekommt, hat er noch lange keine Ahnung, was das bedeutet und was das Kind braucht. Nur weil jemand mein Partner ist, ist er noch lange nicht perfekt und "fertig" entwickelt. Nur weil jemand in der Öffentlichkeit steht und wunderbare Dinge vermitteln kann, ist er noch lange nicht angstfrei, erleuchtet und hat keine Schwachstellen mehr.

Auch wenn wir das alles gerne hätten, weil dann unser Weltbild nicht ins wanken kommt, weil wir uns an jemandem orientieren können, einen Teil unserer Verantwortung abgeben können, weil da jemand ist, der weiß, wie es geht, was gut für uns ist, den wir ansprechen können, wenn es hakt, wenn wir selbst nicht weiter wissen. Diesen perfekten Führer werden wir niemals außerhalb von uns finden. Dieser Führer dürfen wir selbst für uns sein.

Alles, was wir von diesen Menschen in bestimmten Rollen erwarten, dürfen wir selbst sein. Wir sind unser Chef, wir sind unsere eigenen Eltern, wir sind unser perfekter Partner, wir sind unser eigener Guru. Nur wir können wirklich wissen, was gut für uns ist, nur wir selbst können uns anerkennen, für uns die besten Lösungen finden, die besten Entscheidungen treffen, uns am besten selbst verstehen und für uns sorgen. Das muss niemand außerhalb von uns tun.

Wir suchen nach einer Sicherheit, die wir nur in uns selbst finden können. Wenn uns diese Menschen dann ent-täuschen, dann nur, weil wir uns unserer Sicherheit beraubt fühlen. Plötzlich geht da scheinbarer Halt verloren. Plötzlich ist da keiner mehr, dem wir folgen können, weil wir von ihm ent-täuscht wurden. Gott sei Dank wurden wir enttäuscht und auf uns selbst zurückgeworfen.

Wir dürfen unserer eigenen Weisheit und Wahrnehmung wieder vertrauen, unserer eigenen göttlichen Anbindung. Diese Weisheit muss nicht von außen kommen. Kann nicht von außen kommen. Und vor allem dürfen wir uns unsere eigenen Schwächen und scheinbaren Unzulänglichkeiten wieder zugestehen, dann brauchen wir auch keinen perfekten, makellosen Leader. Dann dürfen auch alle anderen Schwächen haben. Wir haben sie ja auch und müssen daran auch nichts ändern.

Schrauben wir unsere Erwartungen wieder runter. Das entspannt vor allem uns selbst. Dann haben wir auch nicht den hausgemachten Stress, perfekt sein zu müssen, weil wir davon ausgehen, dass wir von anderen mit den gleichen hohen Erwartungen betrachtet werden, wie wir die anderen betrachten.

Einmal Atmen für alle, bitte!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 14. August 2019

Es gibt Wichtigeres alsSex

Ich will nochmal an meinem Text von gestern zur Partnerschaft anknüpfen. Da gibt es noch einige Aspekte, die ich noch nicht benannt habe.

Tatsächlich habe ich nämlich auch das Gefühl, dass bei vielen selbst Sex gerade nebensächlich ist. Wir haben momentan Anderes zu tun in unseren Zusammenkünften, in unseren Verabredungen zwischen Mann und Frau. Wir sind gerade dabei, so viel neu zu leben, so viel neu zu "definieren", so viel in Frage zu stellen, aufzulösen, abzulegen, Sex ist da echt kein Thema.

Irgendwas in mir sagt mir, dass es nur normal ist, falls Paare da im Moment nicht zusammenkommen, falls Sex aktuell nicht stattfindet oder nur spärlich, viel weniger als sonst. Das kommt wieder. Wenn wir gelernt haben bei uns zu bleiben, in uns zu bleiben, uns für den Partner nicht zu verlassen. Wenn wir auf der zwischenmenschlichen Ebene "klarkommen", wenn beide in sich selbst angekommen sind, dann können wir uns auch wieder im Bett begegnen und dann ganz anders, viel tiefer, ehrlicher. Dann werden wir uns auch da nicht mehr verraten, verkaufen, übergehen. Dann werden wir es auch da hinbekommen, bei uns zu bleiben. Das kommt wieder, diese echte Begegnung und Verschmelzung.

Nähe und Distanz darf auch in sexueller Hinsicht da sein. Auch da darf es sein, dass wir gerade nicht wollen, nicht können, keine Lust haben, Anderes wichtiger ist. Deswegen brauchen wir nicht gleich die Beziehung in Frage stellen, uns für prüde oder frigide halten oder uns gar zu Sex zwingen.

Sex wird überbewertet und schon gleich dreimal, wenn wir von Sex sprechen, der einfach nur dazu da ist, um Bedürfnisse zu befriedigen, der mehr ein Deal ist, als eine Begegnung mit allen Sinnen.

Brauchen und beliefern ist out. Lücken bei sich oder beim anderen füllen, Ersatzbefriedigung, alte Muster bedienen, funktionieren, es über sich ergehen, damit es keinen Streit gibt. Das alles geht nicht mehr. Und das ist auch gut so.

Das ist alt und überholt und sicherlich alles, nur kein Ausdruck von Liebe zu uns selbst. Bis wir es anders können, bis wir wirklich in der Lage sind, es anders zu machen, können wir es auch gleich lassen. Also zumindest ist das meine Meinung. Auf alles andere hab ich persönlich keine Lust mehr. Drunter mach ich es nicht mehr, wie ich immer so schön sage. ;) Und diesen Anspruch hab ich echt gerne. Ich darf ihn haben. Mir zuliebe!

Wer Sex hat, hat noch lange keine gute Beziehung. Eine gute Beziehung definiere ich echt anders. Also enspannt euch, falls Sex gerade Mangelware ist. So what? Manchmal sind andere Dinge wichtiger. Schokolade essen zum Beispiel. ;)

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 13. August 2019

Liebe lebendig

Wow! Das Thema Partnerschaft ist gerade wieder so sehr im Feld. Wie ist denn Partnerschaft wirklich gedacht, also fernab von den alten Mustern, die wir vorgelebt bekommen haben?

Überall sehe ich Fragezeichen über den Köpfen von bewussten Paaren. Über meinem genauso. Was ist das denn noch, was wir da haben? Ist das wirklich noch Liebe oder einfach nur eine WG? Wie geht das denn, wenn jeder er selbst sein können soll und gleichzeitig auch Zweisamkeit und Nähe Platz haben sollen? Ist das überhaupt möglich? In einer Partnerschaft komplett bei sich bleiben? Gut für sich sorgen? Echt sein? Sich nicht für den anderen verlassen?

In den letzten Tagen habe ich mich wieder viel beobachtet, was das Thema angeht und glaubt mir, da kamen Facetten an mir hoch, auf die bin ich echt nicht stolz. Ich konnte mich teilweise selbst nicht leiden, so kratzbürstig, genervt und nörgelig war ich meinem Partner gegenüber, habe gezetert und gezerrt, war manchmal schon von seiner bloßen Anwesenheit genervt, fühlte mich gestört.

Eins war klar, DAS wollte ich nicht zum Ausdruck bringen. Ja, ich weiß, ich darf das alles, ich darf auch das sein. Ich darf wählen und hier geht es auch gar nicht darum, umliebsame Anteile abzulehnen. Nein, ich darf das. Keine Frage. Aber ich WILL das nicht mehr. Ich wähle es nicht mehr. Also, was war da am Wirken?

Mir wurde bewusst, dass da noch Erwartungen waren. Da waren noch die alten Muster, dass man ja viel zusammen machen muss, dass ich Rücksicht auf ihn nehmen muss, meinen Rhythmus an seinen angleichen muss. Ohne, dass er das je von mir erwartet hätte. Das war alleine meins. Seine bloße Anwesenheit hat mich dazu gebracht, dass ich mich verlasse. Dass ich da über kurz oder lang unzufrieden werde, ist kein Wunder. Allerdings ist nicht er das Problem, sondern der Müll in meinem Kopf.

Da liefen so Sachen wie, unbedingt zusammen frühstücken wollen, weil das ja so toll ist und dabei hatte ich noch überhaupt keinen Hunger. Stattdessen unfassbar viel Stress, morgens im Bad so schnell wie möglich fertig zu werden, dass ich auch rechtzeitig mit ihm am Tisch sitzen konnte. Um das zu machen, was ich eigentlich noch gar nicht wollte: Essen. Wie schizophren ist das bitte? Was habe ich von dieser gemeinsamen Zeit, von diesem gemeinsamen Essen? Ist das wirklich wertvoll? Fühlt sich das lebendig für mich an? BIN ich da lebendig?

Wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin, die nicht mein Partner sind, dann ist es für mich mittlerweile selbstverständlich, dass ich total auf meine Bedürfnisse achte und danach handle. Mir würde es gar nicht einfallen, mir morgens im Bad Stress zu machen. Da sind um mich eigenständige Wesen, für die bin ich nicht verantwortlich. Da fügt sich schon immer alles. Ich sorge gut für mich und auf wundersame Weise passt das immer hervorragend mit den anderen zusammen. So fließen wir gemeinsam da hin und doch jeder für sich. Freiheit in der Begegnung. Nähe in der eigenen Angebundenheit. So entsteht wirkliche Nähe, ein lebendiges Wogen von selbst-bewussten Wesen, die in der Verbundenheit sind, in der Anbindung an sich selbst. Keiner verlässt sich für den anderen. Jeder ist sich selbst nahe und das ermöglicht überhaupt erst, die Nähe zu anderen.

Warum um alles in der Welt, sollte eine Partnerschaft anders funktionieren? Wieso sollten wir den Partner "verlieren", wenn jeder auf sich achtet, wenn jeder selbst für sich sorgt?

Ich darf mich in Zukunft wieder öfter fragen, ob das, was ich da gerade im Begriff bin zu tun, wirklich lebendig ist, ob ich da lebendig bin, ob das der Beziehung Leben gibt, ob das wirklich ehrlich ist, ob es das ist, was ich jetzt tatsächlich tun will, oder ob ich wieder glaube, es tun zu müssen, weil wir doch Zeit zusammen verbringen müssen. Weil sich das so gehört. Weil Beziehung halt so geht. Wenn Liebe lebendig sein soll, muss ich echt sein. Ich wünsche mir und dir, dass die Liebe lebendig bleibt, dass jeder einzelne lebendig bleibt. Liebe ist ALLES. Nähe und Distanz. Wogen wir mit.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 9. August 2019

Couch and Concert - Finde deinen eigenen Rhythmus

TROMMELWIRBEL!!!!!!!!

Eeeeendlich!!!! Endlich haben Ute Ullrich und ich zusammengefunden und geben eine schon so lang ersehnte Veranstaltung. Die Zeit ist reif für:

Couch and Concert - Finde deinen eigenen Rhythmus

Den eigenen Rhythmus finden - damit meinen wir nicht nur beim Singen und Tanzen. Wir meinen damit vor allem im Leben, in jeglicher Hinsicht, in allen Bereichen. Wer bist du wirklich? Wie bist du gedacht? Was ist deine Essenz? Dein Urzustand? Wofür bist du hier? Was willst du wirklich?

Eigentlich braucht gar nicht mehr gesagt werden. Ute und ich wirken zusammen mit allem, was uns ausmacht. Ich auf der Couch, Ute auf der "Bühne". Reden, Erzählen, Durchdringen, Erklären, Singen, Tanzen, Tönen, Berühren, Erinnern.

Abends ein leckeres, sizilianisches Köstlichkeiten-Buffet am Veranstaltungsort - Alte Paketpost Bad Honnef, den die wunderbare Christiane Zimmermann für uns aufgetan hat. Sie wird ebenfalls dabei sein und ihre Feenkreationen ausstellen.

Alle weiteren Informationen über unser Event sowie zur Anmeldung findet ihr hier: www.anja-reiche.de/p/couch-and-concert.html Wir freuen uns tierisch auf euch und haben Bock für fünf. 

Also wir sehen uns am 28.09.2019!


Dienstag, 6. August 2019

Teo hat endlich einen neuen Besitzer

Es gibt sooooo viel zu erzählen. Erst wochenlang kein Video und jetzt zwei an einem Tag. 🤩🤩🤩

Teo 🚚 hat eeendlich einen neuen Besitzer!!!!! 😍😍😍 Und nicht nur das! Wir spielen. Wir experimentieren und wir machen die Dinge mal so ganz anders, als "man" das für gewöhnlich macht. Frei von Verstand. Nur aus dem Bauch. Ohne Vertrag. Nur mit dem Versprechen, dass wir alle ausschließlich auf unser Gefühl hören.

Was für ein Geschenk!!! Was diese Entscheidung bisher schon Großartiges bewirkt hat, erzählen wir euch in unserem Gespräch. Der Beginn einer wundervollen Story. Der Beginn einer magischen Schöpfung. So fühlt es sich an. Was immer daraus werden mag. Wir nehmen euch mit auf diese Reise.

Danke, dass DAS möglich ist!!!! Dass wir es möglich machen!!!!!







PS: Auf den YouTube-Kanälen von Maja und Jay Be wird es immer wieder Aktuelles zum Verbleib von Teo, zum Umbau und den weiteren Entwicklungen von unsrem Experiment geben. Und natürlich hier auf meinem Profil. ;)
Jay Be: https://www.youtube.com/channel/UCG614ZRaNp2S5uACi5Lr9vQ
Maja: https://www.youtube.com/channel/UCvI1TMQfD59L7GZS-rf_7dw

Such dein Heil nicht außerhalb von dir!!!

Eigentlich wollte ich drüber schreiben und hab schnell gemerkt: Das Thema ist so komplex, dazu braucht es ein Video.

So schnell lassen wir uns verunsichern, zweifeln an uns und unseren Fähigkeiten, an unserer Besonderheit, an unserem Wert. So schnell verlassen wir uns manchmal für andere, für die Wahrheit von anderen, weil wir unsere eigene vergessen haben oder missachten oder sie als nicht wichtig genug ansehen.

So schnell glauben wir, dass unsere Bedürfnisse von anderen befriedigt werden, dass da endlich jemand ist, der mich sieht, der mich erkennt, der mein Talent erkennt, dass da endlich die sehnsüchtig erwartete Gemeinschaft ist, oder die Aussicht auf die Sicherheit in Form vom schnellen Geld.

Wir ordnen uns unter, stellen uns viel zu schnell in Frage, glauben, die Weisheit, die Methode, das Produkt, die Ausbildung von anderen zu brauchen, um jemand zu werden, um endlich jemand zu sein. Dabei sind wir doch schon! Wir sind doch schon wer. Wir sind großartig und wertvoll und haben alle eine Daseinsberechtigung, einen Platz, können einen Beitrag leisten.

Wir werden unser Heil, unser Glück, unseren Frieden, die Sicherheit nie über andere, in anderen finden. Nie!

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Video, in dem ich das Ganze noch ausführlicher beleuchte.

Sonntag, 4. August 2019

Der Intuition folgen

Mein Bauchgefühl ist mein oberstes Gebot. Radikal. Immer.

In weiten Teilen meines Lebens ist das normal geworden. Gott sei Dank! Doch natürlich gibt es nach wie vor Momente, da muss ich ein paar mal mehr atmen, da gilt es mal wieder ein bisschen zu sterben.

Wie viele Tode ich schon gestorben bin. Immer wieder kleine Tode, zwischendurch auch richtig große. Immer wieder Dinge tun, bei denen das Herz einen Schlag aussetzt und man befürchtet, dass sich danach die Welt nicht mehr weiterdreht, dass das nur schief gehen kann, dass das bestimmt ganz schrecklich endet. Und gleichzeitig schreit dein Herz, genau das zu tun, weil das jetzt das einzig Richtige ist.

Dieses Sterben geht tatsächlich immer einfacher. Die ersten Male, gerade am Anfang, wenn es noch keine oder wenig positive Erfahrungen mit dieser Sache "Hör auf dein Herz!" gibt, fühlt es sich an wie ein Fallschirmsprung ohne Fallschirm. Du springst trotzdem, weil alles andere einfach nicht mehr geht, öffnest ganz vorsichtig ein Auge, blinzelst und prüfst, ob du tot bist. Dann merkst du, dass du auf ganz wundersamerweise überlebt hast. Und nicht nur das, es ist sogar gut gegangen und all die Befürchtungen sind ausgeblieben, es sind vielleicht sogar Wunder passiert.

Die nächsten Sprünge werden leichter. Ehrlich. Dann hast du schon den Eindruck, dass da vielleicht doch ein Fallschirm ist. Und irgendwann ist es eher so, wie wenn du von der Bordsteinkante springst. Ja, da ist noch ein kleiner Hopser nötig, aber der ist echt nicht mehr der Rede wert.

Die guten Erfahrungen mit der Intuition häufen sich, du wirst sicherer, dir deiner selbst immer sicherer, gehst immer mehr Lebensbereiche an und irgendwann dann auch die ganz großen Nummern. Wie Geld zum Beispiel... ;)

Zumindest ist das alles meine Erfahrung. Eine ganz wunderbare Erfahrung übrigens. Wichtig ist, es einfach immer wieder zu TUN, drüber zu gehen über die Angst, über die Hemmschwelle, über die Stimme des Verstandes, den Sprung zu wagen, den Tod zu sterben, alles zu riskieren für die eigene Wahrheit. Es zahlt sich aus.

Und irgendwann beherrschst du diese Kunst, der Verstand holt nicht mal mehr groß Luft, um was zu sagen. Er lässt dich einfach machen und fügt sich seinem Schicksal, hat ja eh keinen Zweck. ;)

Bleib dran! Bleib einfach dran.

Ein sehr weiser Mann hat mal gesagt: "Mut ist Angst plus ein Schritt!". Ich glaube, das war dieser Mischa Miltenberger, dieser Guru da... Na ihr wisst schon, wen ich meine. ;) Und ich würde sagen, er hat Recht. Aber sowas von!


Donnerstag, 1. August 2019

Lasst den Mangel endlich frei

Was wäre, wenn wir den Mangel endlich befreien? Was wäre, wenn wir ihn aus der Ecke holen würden, aus dem Keller, aus dem Schatten, aus dem Gefängnis und ihn einfach mal in den Arm nehmen würden, wie ein lange abgelehntes Stiefkind? Was wäre, wenn wir ihn endlich lieben würden? Als unsere Schöpfung anerkennen würden und ihn annehmen würden als unsere Kreation?

Was wäre, wenn wir all die Energie, die wir aufbringen, um den Mangel abzulehnen, mal dafür nehmen würden, ihn zu achten und zu ehren als unser Baby? Was wäre, wenn der Mangel einfach nur unsere Liebe braucht, um all die Power freizugeben, die in ihm gebunden ist? Was wäre, wenn uns diese Energie dann um ein Vielfaches zur Verfügung stehen würde, um andere Dinge zu kreieren? Fülle zum Beispiel?

Was wäre, wenn der Mangel zur Fülle werden würde, nur weil wir ihn lieben? Was wäre, wenn der Mangel gar nicht schlecht wäre, sondern einfach nur eine Erfahrung, die wir wählen können, so wie wir jede andere Erfahrung auch wählen können? Was wäre, wenn die Veränderung unseres Blickwinkels alles andere verändern würde? Was, wenn es gar nicht mehr braucht, als einen Paradigmenwechsel vorzunehmen und einfach mal mit anderen Augen zu schauen?

Was wäre, wenn unsere Liebe alles ändern würde? Was wäre, wenn unsere Liebe für den Mangel, Freiheit für uns selbst bedeuten würde? Was wäre, wenn unsere Liebe alle Kraft freisetzen würde, die im Bewusstseinsfeld "Mangel" gebunden ist? Was wäre, wenn sich dieses Mangelfeld in ein Powerfeld verwandeln würde? Kollektiv? Mit einem Riesenwumms? Nur weil wir unsere Liebe da hin schicken und umdenken?

Ich würd's ja auf einen Versuch ankommen lassen. ;)


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 31. Juli 2019

Wir sind die Ursache für unsere Umstände

Wünschen, bitten, hoffen - entscheiden ist angesagt!

Wünschen, bitten und hoffen ist aus meiner Sicht zu passiv. Ich bin kein Bittsteller, der irgendwen anfleht und bettelt. Ich bin Schöpfer.

Da ist keine höhere Macht im Himmel oder sonst irgendwo, die unseren Bitten und Wünschen nachkommt. Wenn ich glaube, dass da irgendwas außerhalb von mir Geschenke verteilt, bin ich im Opfermodus und auf irgendwen angewiesen, selbst handlungsfähig und ausgeliefert.

Gott ist nicht schuld, dass mein Leben so ist, wie es ist.

Mein Bewusstsein gestaltet meine Realität und deswegen gilt es lediglich, sich für Dinge zu entscheiden. Damit treffe ich eine klare Wahl. Das Bewusstsein ist ausgerichtet. Der Grundstein für die Manifestation gelegt. Dann kann ich wirklich loslassen und geschehen lassen.

Wir dürfen endlich anerkennen, dass wir selbst diese Macht in uns tragen, die wir so gerne an Gott, den Himmel, die Engel etc. abgeben. Ja, diese Wesenheiten gibt es für meine Begriffe alle, aber sie bestimmen nicht über unser Schicksal und entscheiden nicht darüber, welchen Wünschen und Bitten entsprochen wird und welchen nicht. Nach welchen Kriterien sollten sie auch entscheiden? Nasenprämie? Tagt der Wünscherat regelmäßig?

WIR sollten uns entscheiden. In jedem Moment. Klar. Kraftvoll. Ausgerichtet. Und gleichzeitig ist es auch ok, wenn wir phasenweise unklar sind. Versteht mich nicht falsch. Allerdings ist dann keine höhere Instanz "schuld", wenn nicht die richtige Lieferung kommt.

Wir sind die Ursache für unsere Umstände.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 30. Juli 2019

Freiheit im Umgang mit Geld

Da wollte gerade wieder ein Text für euch getippt werden. Ich glaube das Leben schreit so manche gerade ziemlich laut an, was ein Umdenken in finanzieller Hinsicht betrifft. Wenn ihr ein wenig Unterstützung bei diesem Umdenken braucht, könnte dieser Text von mir helfen.

Geld hat uns lange genug beherrscht. Wird Zeit, dass wir es wieder an den richtigen Platz rücken.

"Lange habe ich mich von Geld leiten lassen, mich untergeordnet und gefügt, es zu meinem Herren gemacht. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Ich habe erkannt, dass ich Herr über das Geld bin und nicht das Geld Herr über mich.

Ich nehme alle Macht zu mir zurück, die ich unwissentlich an Geld, an meinen Kontostand abgegeben habe. Ich entlasse Geld aus der Verantwortung für mich. Ich gehe komplett in meine eigene Verantwortung für die Gestaltung meines Lebens und lasse mich nicht mehr von Geld beeinflussen. Ich tue, was getan werden will. Ich folge radikal meinen Impulsen und das Geld wird diesen Taten und Entscheidungen folgen. Nicht ich bin abhängig von Geld. Sondern das Geld ist abhängig von meinen Entscheidungen. Ich bestimme, in welchem Maße mir Fülle zur Verfügung steht. Das Leben gibt mir immer so viel, wie ich glaube, dass mir zusteht.

Welche Wahl treffe ich also? Wie viel "nehme" ich mir? Wie viel erwarte ich? Wie viel gestehe ich mir zu? Wie viel erlaube ich mir?

Ich greife weit, denke groß und immer noch größer. Nach und nach sprenge ich jegliche Grenzen weg, die in meinem Kopf vielleicht noch existieren.

Ich entscheide mich für die absolute Freiheit im Umgang mit Geld. Jegliche Verstrickung, die es eventuell noch gibt, löse ich hiermit ein für alle mal. Jegliche Mangelgedanken und alten Verhaltensweisen werfe ich über Bord, verbanne sie aus meinem Leben, weise sie von mir.

Ab heute denke ich neu. Ab heute sehe ich nur noch die Fülle in meinem Leben, handel nur noch aus meinem Herzen. Ab sofort hat Geld keine Macht mehr über mich. Ab sofort bin ich finanziell frei. Eine Freiheit, die in mir stattfindet und nur in meinem Inneren ihren Anfang haben kann. Ich wähle und akzeptiere nur noch Freiheit und Reichtum, innen wie außen, in jeglicher Hinsicht. Amen!" Teilt den Post gerne. Möge er die Welt umrunden.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 27. Juli 2019

Geld ist das, was wir draus machen

Ich muss nochmal eine Lanze brechen - eine Lanze für Geld. Geld hat oft noch so einen schlechten Ruf. Das hat es wirklich nicht verdient.

Geld ist das, was wir draus machen. Geld verdirbt nicht den Charakter. Geld macht ihn sichtbar. Geld ist ein wunderbarer Spiegel für unser Innenleben, ein Lehrmeister vor dem Herren und vor allem ist Geld Energie, Liebe. Wie alles andere im Universum auch. Materie, die aus unserem Bewusstsein entsteht.

Irgendwann habe ich Geld ganz bewusst gedanklich von Arbeit und Leistung getrennt. Wer sagt, dass das nur auf diesem Wege zu uns kommen kann? Wer sagt, dass sich das gegenseitig bedingt? Wenn Geld Energie ist, Liebe, warum scheren wir uns dann darum, dass wir es "verdienen" müssen? Müssen wir Liebe verdienen, erarbeiten? Uns dafür krumm machen?

Jetzt mögen einige sagen: "Ja, aber mein Konto ist nun mal leer." Ja, das mag gerade so sein und das ist auch nicht wegzudiskutieren. Aber was fängst du mit der Tatsache an? Die Schlussfolgerung ist meistens: "Da ist wenig Geld. Ich muss sparen. Ich muss günstig einkaufen. Ich kann mir dies und jenes nicht leisten. Ich muss erst was tun, damit ich Geld bekomme." Das alles sind Entscheidungen, die du triffst. Ist dir das bewusst?

Du findest eine bestimmte Situation vor und triffst dann all diese Entscheidungen. Was wäre denn, wenn deine Schlussfolgerungen und Entscheidungen anders aussehen würden? Ja, das ist im Moment nur etwas oder gar kein Geld auf dem Konto, also entscheide ich mich dafür, dass es mehr wird, damit ich mir dies oder jenes kaufen kann. Oder das, was ich möchte, kommt auf ganz andere Weise in mein Leben. Vielleicht brauch ich dafür überhaupt kein Geld. Entscheide dich doch gleich für das, was du mit dem Geld kaufen/machen willst und nicht einfach nur für Geld, damit du Geld hast.

Wie die Dinge zu dir kommen, wie Geld zu dir kommt, kann dir völlig egal sein. Wichtig sind deine Entscheidungen, deine Ausrichtiung, dein Bewusstsein, das, was du für möglich hältst, in Erwägung ziehst.

Wo limitierst du dich selbst? Wo begrenzt du dich? Was hältst du in Sachen Geld für möglich und was nicht? Darf es leicht sein? Darfst du Geld lieben und feiern und zum Fenster rauswerfen? Darfst du genießen? Darfst du verschwenderisch sein? Darfst du über Geld sprechen? Darfst du viel Geld haben, ohne ein Betrüger, ein Angeber, ein Schnösel zu sein? Wie denkst du über Menschen mit viel Geld? Verurteilst du sie? Darf Geld einfach zu dir kommen, ohne, dass du etwas dafür tun musst? Mit welchem Gefühl gibst du Geld aus? Mit eingezogenem Kopf? Mit schlechtem Gewissen? Mit Widerwillen, weil das Konto jetzt wieder leerer wird?

Welche Erwartungen hast du an Geld? Soll es dir gefälligst Sicherheit bieten? Soll es dir Freiheit geben? Was ist, wenn das gar nicht die Aufgabe von Geld ist, sondern deine Aufgabe? Was ist, wenn Geld an deiner ganzen Situation gar nicht Schuld ist?

Beobachte dich und sei gnadenlos ehrlich zu dir.

Geld ist nicht schlecht. Geld ist nicht das Problem. Wenig Geld auch nicht. Deine Entscheidungen und Schlussfolgerungen sind maßgeblich, dein Denken, dein Handeln, dein Fühlen, dein Bewusstsein. Geld ist das, was wir draus machen.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche


Freitag, 26. Juli 2019

Feier des Lebens

Es ist alles vorbereitet, getan, erledigt. Wie vor einem großen Fest. Das Haus ist geputzt, die Gästezimmer fertig, der Tisch gedeckt, die Speisen sind bereitet. Wir sind frisch geduscht nach all der Arbeit, umgezogen, schick gemacht. Ebenfalls bereit. Alles liegt an Ort und Stelle. Jeder Löffel, jedes Kissen. Wir brauchen die Sachen nur noch nehmen, wenn es so weit ist, wenn das Fest beginnt.

Es ist bereitet. Wir sind bereit. Bereit zu empfangen. Gäste, Geschenke, Glückwünsche, Fülle?

Diese Zeit fühlt sich gerade für mich genau so an. Die Feier des Lebens steht an. DAS Fest überhaupt und es ist der Moment, wo wir vor all dem, was jetzt kommt, nochmal in Ruhe die Füße hochlegen können. Durchatmen. Pause, bevor es so richtig losgeht.

Die letzten Jahre hab ich vorbereitet, sauber gemacht, aufgearbeitet, hingeschaut, bis in den letzten Winkel geputzt. Ich habe alles aus dem Schatten ins Licht geholt. Mich selbst erkundet, mein "Haus" überhaupt mal kennengelernt.

Hab ich erst lange gedacht, es ginge darum, die Schatten auszumerzen, loszuwerden, habe ich irgendwann begriffen, dass es darum geht, sie anzunehmen, da sein zu lassen, als Teil des Lebens zu integrieren, als Teil von mir anzuerkennen. Ich bin IMMER ALLES!

Es ging nicht ums Weghabenwollen, es ging ums Annehmen und damit haben sich die Blockaden gelöst. Ich habe begriffen, dass es darum geht, mit Licht und Schatten zu tanzen, dass auch das "Dunkle" gefeiert werden will, ein JA von mir braucht. Licht ist nicht besser als Schatten. Es braucht keine Wertung. Beides ist. Und damit bin ich in meiner Vollkommenheit. Ich bin IMMER ALLES! Daraus kann ich wählen, was gerade zum Ausdruck kommen soll.

Nun sitze ich also da, vollkommen, ganz, die Füße hochgelegt, ruhig, mit einem leisen, zufriedenen Lächeln im Gesicht. Mir gefällt mein Haus. Mir gefällt das, was ich da vorbereitet habe, was ich da alles gefunden habe. Schätze im Keller. Schatten, die sich als so wertvoll entpuppt haben. Ich gefalle mir in meiner Gesamtheit, mit allen "Gaben", die da bereitliegen für die anderen. Und während ich das schreibe, merke ich, dass ich das Buffet bin, ich selbst bin das Haus, ich habe mich selbst vorbereitet. Ich habe Gäste eingeladen, in mir zu sein, mit mir zu sein, von mir zu nehmen. Fülle in mir für sie.

Von diesen Gästen werde ich auch empfangen. Sie bringen mir was mit, alle. Fülle in ihnen für mich.

Nur noch wenige Momente und die Feier des Lebens geht in die Vollen. Noch Genieße ich dieses Ausruhen, das Vorbereitete, schau mir alles nochmal an. Gehe nochmal durch die Ruhe des Hauses. Freue mich selbst an mir, an all dem. Nur noch wenige Momente und etwas Neues bricht an. Ein neues Kapitel. Ein neuer Abschnitt. Ich bin bereit. Ich bin da. Nur noch wenige Momente... unsere Zeit ist gekommen.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 25. Juli 2019

Es geschieht, was nötig ist

Die Hitze hat ja auch was Gutes. Nicht nur, dass da ordentlich alter Kram förmlich weggebrannt wird - Transformation deluxe quasi - nein, ich stehe auch morgens um halb sechs auf und fahre in den Wald, um wenigstens noch ein wenig "frische" Luft für den Tag zu bekommen.

Seit langem hatte ich mal wieder die Kamera dabei. Schließlich hat sich der Sonnenaufgang angeboten.

Ansonsten kann ich nicht viel berichten. Außer, dass ich voll den Schlafflow habe. 😁😂 Von einem Nickerchen zum nächsten. Vom Bett, in die Hollywoodschaukel, unter den Kirschbaum, auf die Couch und dann wieder von vorne. Ich schweige. Ich bin. Ich liege. Ich sitze. Ich atme. Ich lese. Fertig. Na gut, zwischendurch esse ich auch mal was und trinke viel Wasser.


Mehr gibt es gerade für mich nicht zu tun. Gefühlt geht es generell ums Geschehen lassen, ums Seinlassen, ums Hingeben in höchster Güte. Da passiert ordentlich was in meinem System und ich vermute in eurem auch. Das Leben macht und ich lasse machen. Ich will es weder verstehen, noch ändern, noch beeinflussen, noch abkürzen. Es dauert so lange wie es dauert. Es geschieht, was nötig ist. Es geschieht immer, was nötig ist. Immer!

(Das Foto ist übrigens von heute morgen. 😍 Danke, Leben!)


Foto, Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 23. Juli 2019

Frei fließende Lebensenergie - Schamanin durch und durch

Ich komme immer wieder beim Gleichen raus. Leben ist Fluss und wo das Leben nicht fließen kann, macht es auf sich aufmerksam.

Seit gestern ist mir extrem nach Stille, nach alleine sein, generell einfach nur nach Sein, das Leben spüren, draußen in der Natur. Sitzen, atmen, die Verbindung wahrnehmen, das All-eins-sein wahrnehmen, im Dialog sein mit der Schöpfung, mit Tieren und anderen Dimensionen kommunizieren, den Puls der Zeit spüren.


Heute morgen war ich im Wald. Wundervolle Stille, die Stille der Natur, die gleichzeitig voller Geräusche ist. Ein Rascheln hier, ein Zirpen da, der Wind in den Bäumen, der Specht am Klopfen. Der Specht - er erinnert mich immer an schamanische Trommeln, an einen ganz tiefen, eigenen Rhythmus. Der Kolkrabe krächzt verborgen. Er ruft mich, begrüßt mich jedes Mal, zeigt sich mir aber nicht.

Ich spüre meinen Körper. Druck in der Leber. Meine Hände bewegen sich intuitiv im Fluss der Energie, ganz automatisch, frei von erlerntem "Wissen" aus diesem Leben oder bloßer Theorie. Ich weiß um meine Gaben, die ich schon so lange habe. Ich trage das "alte Wissen" in mir. Ich brauche mich nur zu erinnern, hinzugeben, meinen Impulsen zu folgen. Ich tue das Richtige. Immer.

Da sitze ich auf der Bank unter einer Eiche. Es geht um die frei fließende Lebensenergie. Mir kommen die Tränen. Etwas löst sich, kommt in Fluss. Die Leber - Sinnbild für das Lebensthema, für den Lebenssinn. Ich nehme meine Ahnen wahr, die Unterdrückung ihrer Lebensenergie, die Unterdrückung ihrer Wahrheit und Werte. Ich lasse fließen, alles, für mich, für sie. Eine Wohltat.

Das Leben will nichts anderes. Es will einfach immer nur fließen dürfen, frei, leicht, ungehindert.

Egal, wo es gerade drückt und zwickt, setz dich hin und lasse fließen. Verbinde dich mit dem Organ, dem Thema, der Situation und lass fließen. Gib dich hin, gib dem Raum, sei Kanal, mach dich weit, weich, durchlässig. Spüre, wie es abfließt, wie es in Gang kommt, wie es sich löst, auflöst. Mehr braucht es nicht. Wenn das Leben fließen kann, reguliert sich alles von alleine.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 21. Juli 2019

Sei du selbst der Mensch, dem du gerne begegnen würdest

Die anderen müssen gar nichts. Sie müssten nicht bewusster sein, liebevoller, aufmerksamer, offener, herzlicher, toleranter. Nichts von all dem. Sie dürfen genau so bleiben wie sie sind.

Wenn wir uns ständig von anderen, der Welt, erhoffen, dass sie sich ändern mögen, weil dann endlich alles besser wäre, sind wir gefangen. In unserem eigenen Denken. In unserer Vorstellung von einer besseren Zukunft. Im Brauchen. In der Ohnmacht. Wir sind handlungsunfähig, weil wir an den anderen nun mal nichts ändern können.

Wir sind mit unserer Aufmerksamkeit bei all dem, was wir nicht gut finden. Wir sind mit urteilen, werten und verurteilen beschäftigt. Wir sind mit unserer Aufmerksamkeit in der Zukunft und vor allem bei anderen Menschen und nicht bei uns selbst.

Fühlen wir doch mal all die Gefühle, die damit einhergehen, wenn die Menschen so bleiben dürfen wie sie gerade sind. Was macht das denn mit uns? Fühlen wir uns nicht gesehen? Nicht toleriert? Ohnmächtig? Hilflos? Ungerecht behandelt? Verkannt? Klein? Wertlos?

Glauben wir, wir könnten nur wir selbst sein, wenn die anderen es uns endlich gestatten würden? Wenn von irgendwoher die Erlaubnis käme? Trauen wir uns erst, wir selbst zu sein und uns wirklich zu zeigen, wenn die anderen mal damit anfangen würden?

Wir können genau eine Sache machen: Wir können uns gut um uns selbst kümmern und all das leben, was wir so gerne an den anderen sehen würden. Wir können der Mensch sein, dem wir gerne begegnen würden.

Wir können mit unserer Aufmerksamkeit wieder zurück zu uns selbst kommen und uns ehrlich zugestehen, dass wir keine Veränderung der Welt brauchen. Sie darf so bleiben wie sie ist.

Meine kleine Welt in mir allerdings kann ich nach Herzenslust verändern und so gestalten, dass ich mich mit mir rundum wohl fühle.

Alles, was ich mir so sehnlichst von den anderen wünsche, darf ich selbst sein.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 20. Juli 2019

Sanft, warm, geborgen

Keine Ahnung, warum, aber diese drei Worte kamen mir gerade in den Sinn. Naja, vielmehr hämmern sie mir im Kopf. Jeglicher Versuch, etwas anderes zu formulieren, ist gescheitert. Also schaue ich mal, wo sie mich so hinführen, diese Worte.

Ich liege auf dem Sofa und bin. Der Tag war erfüllt von so vielen Eindrücken. Neues entsteht, die Dinge fügen sich so leicht und geschmeidig. Sanft. Mühelos. Einfach. Wie von einer unsichtbaren Schnur geführt. Ich bin so dankbar für diese Leichtigkeit, weich wie eine Daunenfeder. Ganz selbstverständlich ergibt eins das andere, fällt alles wie von selbst an seinen Platz, in die göttliche Ordnung, die ich mehr als willkommen heiße.

Manch andere Dinge und Vorhaben wiederum stagnieren - augenscheinlich - liegen wie auf Halde. Teo ist noch immer nicht verkauft. So einige Angebote, die sich im ersten Moment richtig gut angefühlt haben, lösten sich irgendwie dann doch in Luft auf. Viele Interessenten hab ich noch "auf Vorrat" und keinen Impuls irgendwas zu tun, irgendwen anzuschreiben. Stille. Mein zweites Buch, im Geiste fertig, Stille. Kein Impuls. Meine Postkarten. Druckvorlagen fertig. Kein Impuls.

Es ist wie es ist. Ich tue das, was das Leben von mir will. Und das läuft richtig gut. Mein Verstand könnte mir jetzt sagen, dass ich doch erstmal die angefangenen Sachen fertig machen muss, bevor ich wieder neue Projekte anstoße. Der ist aber Gott sei Dank ruhig. Er kennt mich schon. Vernünftig ist nicht so mein Ding. Hab ich mal versucht. Hat mir nicht gefallen. 😁

Alles geht genau zur passenden Zeit weiter. Immer. Ich spüre jeden Tag wieder neu hin, woge mit dem Leben mit, mache, was JETZT getan werden will und tatsächlich kann, frei von Logik. Das ist die beste "Strategie" ever. Einfacher und effizienter war es nie.

Dieses Leben ist sanft, es ist warm, ich bin geborgen. Totale Hingabe an das, was ist. Großartig!

Unlogisch. Frei. Leicht.

Ich sende euch zutiefst zufriedene und gelassene Grüße vom Sofa. Fühlt euch eingehüllt in diese Geborgenheit, in diese sanfte Wärme des Lebens. ❤️
Foto, Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 19. Juli 2019

Wenn du wartest, bis sich alles immer geil anfühlt, dann wartest du bis du schwarz wirst

Es fühlt sich nicht ausschließlich immer geil an, wenn man seinen Weg geht und sein Ding macht. Da scheint einem nicht 24 Stunden, 7 Tage die Woche die Sonne aus dem Arsch. Verzeiht, dass ich das so krass formuliere, aber ich glaube diese Deutlichkeit braucht es gerade.

Seinen Weg zu gehen, sich selbst zu verwirklichen, ja überhaupt erstmal rauszufinden, was das bedeutet, beinhaltet, dass man viele, viele Dinge tut, die man vorher noch nie getan hat. Es gibt zig erste Male und nie weißt du, was am Ende dabei rauskommt, wie es wird, wie du dich dabei fühlen wirst, wie andere das finden werden.

Du stehst wieder und wieder vor neuen Herausforderungen, tust Sachen, für die du lediglich ein Gefühl hast, aber keinerlei Erfahrung. Hinzu kommt meistens, dass du es auf eine Art und Weise tun würdest, die im Mainstream als falsch gilt, als unprofessionell, als laienhaft. Dein Gefühl sagt dir aber, dass das für DICH genau SO richtig ist und dann tust du es vielleicht nicht, weil du glaubst, dass das ja dann nichts werden kann.

So viele fangen gar nicht erst an, ihr Ding zu machen, weil sie sich im Vorfeld schon von all den Zweifeln, Bedenken, Einwänden von anderen, von ihren Ängsten und all dem Unwägbaren einschüchtern lassen. Wenn du allerdings darauf wartest, dass sich das alles durchweg, immerzu geil anfühlt, dann wartest du bis du schwarz wirst.

Nimm die Angst, nimm das Lampenfieber, nimm den zeternden, amoklaufenden Verstand, nimm all deine Bedenken, lass sie da sein und tu's trotzdem. Fang einfach an. Sammel die ersten Erfahrungen. Schaff dir erste Referenzerlebnisse. Sei bereit hinzufallen, dich auszuprobieren und erwarte nicht direkt den ganz großen Wurf. Wenn es sein muss, mach all das mit Schnappatmung, aber mach es trotzdem. Bleib dran! Bitte! Lass dich endlich auf diese Welt los, sie wartet auf dich. Sie braucht dich! Und ja, auch dich und gerade dich.

Jeder hat hier seinen Teil dazu beizutragen. Jeder kann etwas Wertvolles beisteuern. Meistens sind es die Dinge, die für uns so selbstverständlich sind, dass wir gar nicht auf die Idee kommen, dass DAS etwas Besonderes sein soll. Doch genau das Selbstverständliche, was wir eh tun, ist es, was uns ausmacht und wofür wir uns Menschen Geld geben wollen und werden. Hast du schon wieder Schnappatmung, wenn ich das sage?

Vielleicht ist diese Schnappatmung ein großartiger Wegweiser? Vielleicht liegt hinter dieser Schnappatmung immer dein größtes Wachstumspotential und dein nächster Schritt, deine Wahrheit? Vielleicht muss diese Schnappatmung gar nicht endlich weg sein? Vielleicht musst du die Dinge einfach tun, WEIL du Schnappatmung hast, wenn du nur daran denkst? Vielleicht kommen die "guten" Gefühle erst NACH dieser Schnappatmung und deiner Überwindung? Beim Tun, nach dem Tun, bei der Erinnerung daran, dass du's tatsächlich getan hast? Wer weiß... Also ich an eurer Stelle würd's ausprobieren.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 17. Juli 2019

Tu dir und der Welt einen Gefallen und sei aufrichtig!

Es geht um Aufrichtigkeit, echt sein, ausgerichtet sein, klar, da, präsent.

Es geht darum, offen alles zu sagen, was wir wirklich meinen und denken. Nichts mehr auszusparen oder zu verheimlichen. Durch die Blume reden ist von gestern. Komm auf den Punkt. Bring es auf den Punkt.

Niemand muss riechen oder erahnen, was du wirklich willst und meinst. Wenn du etwas brauchst, sag es. Wenn du etwas erwartest, sag es. Wenn du etwas nicht willst, sag es. Wenn etwas nicht stimmig für dich ist, sag es, auch wenn du es vielleicht nicht begründen kannst oder "nur" mit deinem Gefühl.

Sag, was du wirklich denkst und fühlst. Sei ehrlich zu dir selbst und auch zu anderen. Jeder hat diese Klarheit verdient, jeder deine Aufrichtigkeit. Vor allem du selbst. Sei es dir wert, ehrlich zu sein.

Ja, es könnte dazu kommen, dass dein Gegenüber keinen Applaus klatscht und wenig begeistert von dem ist, was du sagst. Aber was wäre die Alternative? Dass du lügst? Dass du dich verbiegst? Dich verrätst? Dich übergehst?

Das ist es einfach nicht wert. Lieber liegen die Karten wirklich offen auf dem Tisch, es herrscht Klarheit und man merkt, dass man so eben nicht zusammenkommt, als dass man auf biegen und brechen zusammenkommt, aber beide sich etwas vormachen und am Ende die Enttäuschung doch kommt, weil das "Zusammenkommen" eben eine Farce war und alles vor die Wand fährt.

Tu dir und der Welt einen Gefallen und sei aufrichtig. Stell dich hin in deine volle Größe und sprich deine Wahrheit. Nichts ist erfrischender und einfacher, als der Umgang mit klaren Menschen. Du entlastest nicht nur dich, sondern auch deine Mitmenschen, weil sie nicht mehr zwischen den Zeilen lesen müssen, sondern sofort wissen, woran sie sind. Die Zeiten von Wischi-Waschi-Talk sind wirklich vorbei. Echtheit ist angesagt. Radikal.

Doch, radikal geht auch wertschätzend. ;)

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 16. Juli 2019

Wo ist die Magie hin?

Wann haben wir eigentlich aufgehört, Wunder in Erwägung zu ziehen? Wann ist uns die Magie abhanden gekommen?

So ziemlich jeder, der etwas Neues anfangen will, ein sogenanntes Risiko eingeht, weil er nicht weiß, wie die ganze Sache endet, wo sie hinführt und ob sie "gut" ausgeht, kommt mit diesem Horrorszenario "obdachlos unter der Brücke" um den Dreh. Krass.

Ich nehme mich davon nicht aus. Auch ich hab gelitten wie sonstwas unter dieser Pseudo-Existenzangst. Vor was fürchten wir uns, dass wir uns sogar in unserer Existenz bedroht fühlen? Vom Kein-Geld-Haben stirbt man nicht. Weiß ich tatsächlich aus eigener Erfahrung.


Die Erde hat sich weiter gedreht, als mein Geldbeutel leer war und der Dispo komplett ausgereizt. Mein Herz hat immer noch geschlagen und geatmet hab ich auch noch. Zwar meist in Schnappatmung, aber das Leben ging tatsächlich weiter. Von all den Sorgen, die ich mir gemacht habe, ist - Überraschung - keine wirklich wahr geworden.

Warum ziehen wir immer alles, was schief gehen kann, selbstverständlich in Erwägung und nennen es realistisch, während wir alles ausschließen, was Gutes passieren könnte und tun dieses Gute auch noch als Träumerei ab?

Das Leben hat so viel mehr auf Lager, als die zwei, drei begrenzten Möglichkeiten, die unserem Verstand gerade einfallen. Diese unfassbare Intelligenz, die allem innewohnt, hat echt mehr auf dem Kasten, als dieses "obdachlos unter der Brücke".

Wann lassen wir die Zügel los? Wann werden wir wieder zügellos und hören auf, dem Leben ins Handwerk zu pfuschen? Wann trauen wir uns endlich wieder selbst über den Weg, uns und unserer Intuition, unserer Größe? Dem Leben? Unserer eigenen Weisheit? Der allumfassenden Bewusstheit, der Kraft, die dieses unendliche Universum zusammenhält, am Laufen hält?

Wann springen wir von dieser Brücke in den Fluss des Lebens und lassen uns endlich wieder tragen, anstatt drüber nachzudenken, unter dieser Brücke zu wohnen und sehnsuchtsvoll aufs Wasser zu starren?

Also ich kann dieses Springen und sich tragen lassen sehr empfehlen. Das ist das Intelligenteste, was ich je gemacht habe. An Wunder glauben ist für mich der eigentliche Realismus.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 14. Juli 2019

Bleib auf deinem Weg!

Wo gilt es gerade straight geradeaus deinen Weg zu gehen? Wo gilt es schnörkellos voranzuschreiten und eben nicht nach links und rechts zu schauen, die anderen im Blick zu haben, sich zu vergleichen, sich im Außen zu orientieren? Wo darfst DU dich jetzt in den Fokus stellen?

Ja, mir ist das Allgemeinwohl wichtig. Ja, ich bin ein Mensch, der sich für andere interessiert, der eigentlich nicht mit Scheuklappen durch die Gegend läuft. Nur manchmal da darf man sich auf sich konzentrieren und zwar nur auf sich. Da ist es nicht zuträglich, zu viel um sich rum zu schauen und sich an anderen zu orientieren.

Manchmal, da dürfen wir die Fühler einfahren und zu uns zurückholen, nach innen schauen und uns fragen, was WIR eigentlich wollen, ganz unabhängig davon, wie andere das finden könnten.

Die anderen im Blick haben, das kann ich gut, dazu wurde ich quasi erzogen, früher. Die meisten können das besonders gut. Wann standen schon mal unsere Bedürfnisse an erster Stelle? Wissen, was die anderen gerade brauchen, das können wir aus dem ff. Und wissen wir auch, was wir brauchen? Was gerade wichtig für UNS ist?

Ich bin in den letzten Tagen irgendwie nochmal in diese "Falle" getappt. Ich wollte es anderen recht machen, mich anpassen, einordnen, unterordnen. Ich war überall mit meiner Aufmerksamkeit nur nicht bei mir. Ich hab mich verlassen, meine Mitte verlassen, hab mich im Außen orientiert. Tatsächlich überrascht mich das. Niemals hätte ich gedacht, dass mir das nochmal passieren könnte. Und das Interessante ist, ich hab es erst gar nicht gemerkt. Es hat sich eingeschlichen, ist einfach so passiert und ich fühlte mich immer seltsamer, wie wenn ich gar nicht mehr selber denken und fühlen könnte. Völlig bizarr und absurd.

Dann kamen die Nackenschmerzen, Steifheit, die Schulterschmerzen. Ich konnte den Kopf nicht mehr drehen, alles tat mir weh. Es war nur halbwegs erträglich, wenn ich richtig aufrecht war, den Kopf oben hatte und wenn ich geradeaus schaute. Das Buch von Rüdiger Dahlke "Krankheit als Symbol" hatte ich schon lange nicht mehr in der Hand. Da schon. Und da stand es dann: Wo gilt es den eigenen Weg geradlinig und schnörkellos zu gehen? Wo gilt es eben nicht nach links und rechts zu schauen, sondern fokussiert, sein eigenes Ding zu machen? Bähm!!!! Das hat gesessen.

Und soll ich euch was sagen? Es ist unfassbar jetzt wieder den Unterschied zu merken, wie großartig das Leben fließt, wenn ich wieder bei mir bin und bleibe, wenn ich ausschließlich auf MEIN Gefühl höre, meine Bedürfnisse wahrnehme und ihnen folge, wenn ich mich selbst wieder höre und nur danach gehe, was für MICH jetzt stimmig ist, was dran ist, was MEINE Wahrheit ist, was ICH will.

Das mag egozentrisch klingen und gleichzeitig ist es das Wertvollste, was du der Welt schenken kannst, dich in deiner Größe und Klarheit, dich in deiner Aufrichtigkeit, dich in deiner Eigenverantwortung, dich in deiner Selbstfürsorge, dich als Selbstversorger, dich in deiner Kraft und Entschlossenheit, dich angebunden an deine innerste Weisheit, deine sprudelnde Quelle, dich in deiner vollen Bewusstheit, dich in deiner vollen Präsenz.

Deine Klarheit tut der Welt unfassbar gut, dein Ausgerichtetsein, dein bei dir bleiben. Menschen, die klar sind, die bei sich sind, sind ein Geschenk des Himmels und entspannen ihr Umfeld. Menschen, die klar sind, die da sind, fallen anderen nicht zur Last. Umgang mit nach oben ausgerichteten Menschen, mit angebundenen Menschen, mit Menschen in ihrer Mitte, ist ein einziges Fest. Du beschenkst andere damit und dich am allermeisten, denn dann kann das fließen, was wirklich fließen will, was zu dir gehört, was dich ausdrückt, was durch dich in die Welt will. Bleib bei dir! Verlass dich nicht - für nichts und niemanden! Bleib auf deinem Weg!
 

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 12. Juli 2019

Ich wähle nur noch das, was der Königin in mir entspricht

Heute wollten wieder kraftvolle Entscheidungen getroffen werden. Was für ein Tag! Was für eine Zeit! Ich teil das einfach mal kommentarlos.

"Mein Fokus liegt auf Reichtum und Fülle. Ich entscheide mich, mich voll und ganz zu entfalten. Ich entscheide mich für den Fluss. Alles darf und soll ungehindert fließen - auf 5D Ebene, in höchster Liebe.

Alles, was mich hindert, begrenzt, klein hält, von meinem wahren Sein abhält, verbanne ich aus meinem Leben. Ich dulde es nicht mehr. Alles, was nicht der höchsten Wahrheit, der höchsten Liebe entspricht, hat in meinem Leben nichts mehr verloren.

Ich entscheide mich für meine höchste Vision, für die beste Version von mir, für mein komplettes, freies Sein.

Ich wähle nur noch das, was der Königin in mir entspricht."

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche