Dienstag, 9. August 2022

Der Aber-Glaube

Der Aber-Glaube, der Glaube an das "Ja, aber..."

Das Wort Aberglaube kennt wahrscheinlich jeder. Heute kam in einem wunderbaren Austausch dieser Aspekt, diese Deutung, dieses Wortspiel zum Vorschein. Der Glaube an das "Ja, aber".

WOW! Aberglaube auf diese Weise betrachtet, haut nochmal so richtig rein, wie ich finde.

Man könnte es auch gleichsetzen mit: "Für jede Lösung ein Problem."

Oder:

"Willst du recht haben, oder glücklich sein?"

Es gibt Menschen, die sind regelrecht beratungsresistent. Die wollen an ihr ABER glauben. Die wollen festhalten an alten Mauern, an alten Weltbildern, an den Problemen, an den Begrenzungen in ihrem Kopf, weil es scheinbar Sicherheit bietet.

Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein bisher für wahr befundenes Weltbild, eine Ansicht, eine Meinung plötzlich wankt, wenn an den Grundfesten gerüttelt wird. Ich kenne diese Momente, wenn man plötzlich nicht mehr weiß, was man glauben soll. Wenn man haltlos und völlig verloren umherschwirrt im Nichtwissen, wenn alles Kopf steht und man gar nicht mehr weiß, was denn nun stimmt.

Das kann sehr bedrohlich sein. Das kann so bedrohlich sein, dass derjenige, der dieses Wanken ausgelöst hat, sogar als Gefahr angesehen wird und vernichtet werden muss. Ich kann das total verstehen, voll nachempfinden.

Und gleichzeitig ist es so sinnvoll, wie den Spiegel zu putzen, wenn man darin sieht, dass man einen Fleck im Gesicht hat.

Die andere Weltsicht ist nicht das Problem. Derjenige, der die andere Weltsicht in den Ring wirft, ist nicht das Problem. Es sind die Gefühle von Ohnmacht und Unsicherheit, von Verwirrung und Orientierungslosigkeit, die die Bedrohung ausmachen. Es sind die Konsequenzen, die es nach ziehen würde, wenn der andere recht hätte.

Stefan Hiene hat es neulich so schön auf den Punkt gebracht. Es gibt nur eine Art von Flucht und das ist die Flucht vor den eigenen Gefühlen.

Die Bedrohung, ja gar die Todesangst, die ein anderes Weltbild, eine andere Sicht, ein Lösungsansatz auslösen kann, ist ja nicht real. Sie ist faktisch nicht vorhanden und doch wird es so empfunden. Es geht direkt, gefühlt, um Leben und Tod.

Da kommt ein "Ja, aber" gerade recht. Es hilft die Bedrohung fürs Erste zu entkräften. Es hilft, das alte Weltbild erstmal wieder zu erhalten, zu stabilisieren und zu bewerkstelligen, dass das Wanken aufhört.

Letztlich ist es Augenwischerei. Diese Art von Aber-Glaube kommt Scheuklappen gleich. Es blendet alles Neue und Unbekannte, ja gar Unerhörte und Ungeheuerliche aus. Was nicht sein darf, kann nicht sein.

Die Fragen allerdings bleiben: Was wäre, wenn der andere recht hat? Was wäre, wenn mein Weltbild wirklich überholt ist? Was wäre, wenn ich mich mal auf das Gedankenspiel einlasse und wirklich wie im Spiel mal davon ausgehe, dass es stimmt, was der andere sagt? Was löst das in mir aus? Was würde das für mein Leben, für meine Entscheidungen, für mein Empfinden, für mein Handeln, für mein Gefühl von Sicherheit bedeuten?

Was bleibt, wenn im Außen alles wegbricht? Wer bin ich ohne Besitz?

Wer bin ich, wenn es wahr wäre, dass es eine Quelle neben Gott gibt, die Unbeseeltes hervorbringt?

Wer bin ich, wenn die Erde eine Scheibe wäre und der Mond ein Raumschiff? Wer bin ich, wenn es Außerirdische gäbe, die die Menschheit aussaugt und manipuliert?

Wer bin ich, wenn die Geschichte über meine Krankheit nicht stimmt? Wer bin ich, wenn ich mir eingestehen würde, dass mich meine Beziehung langweilt? Wer bin ich, wenn ich mir eingestehe, dass ich eigentlich gar nichts leisten möchte? Wer bin ich, wenn ich mir eingestehe, dass ich gerade keine Zeit mit meinen Kindern/Eltern verbringen will?

Brauche ich ein "Ja, aber"? Ja, aber das geht ja nicht? Ja, aber das wäre ja viel zu einfach? Ja, aber wenn das jeder machen würde? Ja, aber so kann das gar nicht sein? Ja, aber das war schon immer so? Ja, aber das macht man doch nicht? Ja, aber das darf man doch nicht? Ja, aber dann will ich auf dieser Welt nicht mehr leben?

Was wäre, wenn ich all diese Gedanken, die ich sonst mit einem "Ja, aber" wegwischen würde, mal zulassen würde? Was fühlt es dann in mir? Was denkt es dann in mir? Wer wäre ich dann?

DAS ist für mich der wahre Mut. DAS sind für mich die Chancen zur wahren Selbsterkenntnis. DAS ist für mich der Weg in die Freiheit. Wenn alles sein darf und ich damit im Frieden bin.

DANKE, Brigitte!!! Was für ein Geschenk! ❤


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 8. August 2022

Männer, ich sehne mich nach euch

Ich wünsche mir so sehr Männer für diesen heiligen Raum der Verbindung.

Ich mag euch Kerle dabei haben. Ich mag die Bereicherung durch euch genießen, eure Sichtweisen und euer Erleben hören. Ich mag euch feiern und hochachtungsvoll lauschen. Ich mag euch ehren. Euren Weg, eure Herausforderungen, eure Gefühle, eure Gedanken, eure Schatten, euer Licht.

Ich mag euch lieben. Euer Sein, was auch immer das gerade bedeutet. Ich mag euch bedingungslose Annahme schenken.

Ich wünsche mir ehrliche Begegnung zwischen den Geschlechtern.

Ich wünsche mir für unser "Experiment Ehrlichkeit" beide Qualitäten.

Mein Herz sagt mir, dass es da Männer gibt, die schon am Überlegen sind, die hadern und noch zögern. Ich spüre es förmlich.

Ich wünsche mir den letzten Schritt, den Mut zur Anmeldung, das Ja zu diesem Experiment.

Ich sehne mich nach euch.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 6. August 2022

Reisebericht einer Wanderschamanin #5

Die Ereignisdichte ist unglaublich hoch. Seit ich vor nicht mal einer Woche aus dem Allgäu aufgebrochen bin, sind so viele Sachen passiert und Begegnungen geschehen, dass es schon wieder für drei Leben reicht.

Ich lade euch ein und nehme euch mit in all mein Staunen und Erleben, in meine Erfahrungswelt.

Hier geht es zur Sprachnachricht auf meinem Telegram-Kanal.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 4. August 2022

Ich habe gesehen, dass ich Liebe bin

Ich will alles lieben. Und ich tu es einfach. Aus tiefstem Herzen und mit voller Inbrunst. Ich liebe diese Welt in diesem Zustand. Ich schaue hin und liebe was das Zeug hält. Nichts bleibt ausgenommen. Kein "Ja, aber das nicht"!

Ich liebe die Angst, die Ohnmacht, die Verwirrung, die Verirrung, die Wut, die Dunkelheit, den Hass, die Trennung, das Unbeseelte, Aliens, den Teufel persönlich.

Ich liebe Tränen, die Verzweiflung, das Bittere. Ich sehe es. Registriere. Sehe die Schönheit im Hässlichen. Verstehe jedes Urteil. Sehe den Gitterstab und bin damit. Präsent. Bezeuge. Ja, das gibt es auch. Ja, das existiert. Alles. Und es ist in Ordnung. Es ist in der Ordnung. Wie könnte es außerhalb sein?

Diese Liebe passiert einfach. Die kann ich nicht machen und eigentlich ist es auch "nur" Präsenz, kein aktives Tun und schon gar nicht, um zu... Um zu transformieren, um etwas zu eliminieren, um etwas zu erreichen, um die Energie hoch zu halten, um, um, um... Nein. So ist dieses Lieben nicht. Diese Liebe ist. Punkt.

Alles darf sein. Ich darf sein. Ich KANN sein. Neben allem. Damit. Mittendrin. Außenvor. Egal. Gleich-gültig.

Alles, was existiert, ändert nichts an meiner Essenz. Nichts kann ändern, was ich im Wesen bin. Ich bin Quell-Energie in Form. Liebe im Ausdruck.

Ich bin die Einzige, die mich einsperren kann, die mich "negativ" beeinflussen kann. Die die Illusion erzeugen kann, dass etwas mächtiger ist als mein Ursprung.

Ich liebe jeden Gitterstab, den ich mir augenscheinlich mal selbst gesetzt habe. Weiß ich doch um meine Herkunft, um mein Sein und bin unbeeindruckt von den scheinbaren Gefahren und Schranken. Der Schleier ist gefallen. Das Spiel durchschaut. Ich erkannt.

Ich habe gesehen, dass ich Liebe bin.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 3. August 2022

Präsenz ist die höchste Form der Liebe

Dieser Satz war neulich nachts einfach da. Aus dem Nichts. Ich lag im Bett, sinnierte in der Stille so vor mich hin.

"Präsenz ist die höchste Form der Liebe."

Ich spürte hin. Ist das wahr für mich? Stimmt das? Ich konnte nicht widersprechen. Da war schlicht nur Frieden und Ruhe. Wow!!!

Mit jemandem präsent sein, da sein, volle Aufmerksamkeit im Moment, im Miteinander. Was könnte es für ein größeres Geschenk geben? Könnte ich mehr lieben, als so? Auf diese Art?

Meine Erfahrung zeigt mir, dass Heilung, körperlich wie psychisch, in der schlichten Präsenz passiert, in dem Dasein mit dem, was ist. Das Geschenk kann ich mir selbst machen. Das Geschenk kann ich anderen machen. Das ist Liebe. Das ist aus meiner Sicht die Heilung eines jeden Traumas. Wenn alles in der schlichten Präsenz da sein darf.

Diese Form der Liebe ist für mich auch in Beziehung, in Partnerschaft die Form, die ich immer mehr lebe. Präsent sein mit dem was gerade da ist. Bei mir. Beim anderen. Mitteilen. Nichts damit machen müssen. Ich nicht. Der andere nicht.

Wie sich das in einer "Freundschaft" anfühlt, innerhalb der Seelenfamilie darf ich schon länger erfahren und erleben. Wie sich das in einer Partnerschaft anfühlt, was das wirklich bedeutet, welches Geschenk das ist, darf ich seit einigen Wochen ganz intensiv erfahren. Heilige Verbindung.

Ich war lange selbst nicht dazu fähig, in Partnerschaft den anderen sein zu lassen, konnte eben nicht präsent sein mit dem, was ist, hab Strategien entwickelt, um eigene Gefühle zu vermeiden, wollte Lösungen, wollte Veränderung, wollte bestimmtes Verhalten. Mir das im Nachgang anzuschauen und einzugestehen, obwohl ich dachte, ich wäre in der Annahme, ist krass. Und doch kann ich es nicht leugnen. Ich wollte verändern. Punkt. Ich habe mich selbst immer wieder verlassen und mich in den Angelegenheiten des anderen aufgehalten. Punkt. Ich war nicht einfach nur präsent. Das verletzte Kind war aktiv und wollte kontrollieren.

Jetzt erlebe ich mich komplett anders in einer Partnerschaft. Ich sterbe, ja, immer wieder, gebe frei, radikal, staune, heile. Beobachte mich. Prüfe mich. Ich will pure Präsenz. Ich will komplette Freigabe. Ich will Bedingungslosigkeit. Drunter mache ich es nicht mehr. Was es dafür aufzuräumen gibt, wird eben aufgeräumt. Fixierungen und Anhaftungen werden ins Licht der Präsenz geholt, werden gesehen und realisiert und schmelzen dann von ganz alleine, weil sie da sein dürfen, weil sie benannt werden dürfen.

Ich sag ja, Präsenz ist Heilung. Präsenz ist Transformation. Präsenz ist die höchste Form der Liebe. Für mich. Für andere. Was für eine Gnade, das erleben und erfahren zu dürfen. Das schenken zu dürfen, zu können. Das geschenkt zu bekommen.

Was dadurch für eine Nähe und Intimität entsteht, ist kaum in Worte zu fassen. 🥰🙏🏼❤️💎 Danke für einen jeden, der sich in schlichter Präsenz übt.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 1. August 2022

Wahrheit sprechen ist nicht gleich Meinung geigen

Meine Wahrheit sprechen, heißt nicht, dass ich jedem ständig sage, was ich von ihm halte. Dieses Missverständnis tritt immer wieder auf, wenn es um radikale Ehrlichkeit geht.

Meine Wahrheit sprechen, heißt mitteilen, was es in mir fühlt, denkt, wie sich mein Körper verhält. Ich rede von mir. Es ist eine einzige Selbstoffenbarung.

Ja, ich beziehe mich auf andere, aber nur in dem Maße, als das ich sage: "Das, was du gerade sagst oder tust, löst xy in mir aus." Oder: "Gerade ist da die Idee/Vorstellung, dass du mir nicht zuhörst."

Ich hab so viel schon in meinem Leben über mich ergehen lassen, ohne mitzuteilen, was das mit mir macht. Ich hab mich im Kontakt mit anderen schon so unglaublich oft ohnmächtig gefühlt. Ich hab alles geschluckt oder habe versucht, es wegzutransformieren, wegzuatmen, wegzudiskutieren.

Wie oft hab ich Monologen von anderen zugehört, die null von sich reden, die nichts von sich preisgeben, die über andere reden, gute Ratschläge geben, Predigten halten, sich über etwas aufregen, ohne in der Eigenverantwortung zu sein. Die reden, ohne ein Wort über sich selbst gesagt zu haben. Die körperlich da sind, aber nicht präsent.

Ich habs über mich ergehen lassen, weil ich ja höflich bin, nett. Man unterbricht doch niemanden. Ich möchte ja auch aussprechen dürfen. Dieses scheiß Gutmenschentum ist für Menschen, die generell mehr Verständnis und Mitgefühl für andere als für sich selbst haben, echt verhängnisvoll.

Das Ding ist, zuhören müssen ist eine Grenzüberschreitung. Da dringt tatsächlich etwas in mich ein, in meine Ohren, in meinen Geist, was ich nicht möchte. Ich vergewaltige mich regelrecht in diesem Moment selbst, wenn alles in mir STOPP schreit und ich es aber nicht ausspreche.

Umso mehr ich mich in den letzten Monaten ehrlich mitteile und direkt, ungefiltert sage, was im Kontakt mit anderen in mir vorgeht, umso mehr merke ich, wie oft ich Krieg gegen mich selbst geführt habe, weil ich all das drin behalten habe. Geschluckt. Bis es mich regelrecht fast zerrissen hätte.

Und die Hauptsache, so stelle ich immer mehr erstaunt fest, ist es noch nicht mal Grenzen zu setzen, sondern dass zu externalisieren und rauszulassen, was in mir vorgeht. DAS ist für mich gerade Heilung. Ich hab das früher alles drin behalten und versucht mit Grenzen die unangenehmen Gefühle zu vermeiden, die da eben ausgelöst werden. Ich wollte also schon im Vorfeld dafür sorgen, dass mit Vermeidung bestimmter Kontakte und Umstände, bestimmte Gefühle nicht passieren.

Was ist denn, wenn ich im Kontakt wirklich sage, dass ich mich gerade unwohl fühle, dass da Ohnmacht ist, dass da die Idee ist, dass ich bis zum Ende zuhören muss, obwohl mich der Inhalt des Gespräches überhaupt nicht interessiert? Was ist denn, wenn ich wirklich jemanden unterbreche und direkt sage, dass ich fertig mit zuhören bin, gerade dann, wenn es eine Situation ist, wo ich mich faktisch nicht umdrehen und gehen kann?

Ich merke regelrecht, wie mutig ich plötzlich in jede Begegnung gehen mag und kann, weil ich weiß, dass ich jederzeit sagen kann und werde, was tatsächlich in mir passiert. Ich verlasse mich nicht mehr, in dem Versuch fieberhaft herausfinden zu müssen, wie ich den anderen jetzt regulieren könnte, wie ich es mildern könnte oder wie ich es schaffen kann, die Situation zu verlassen.

Ich bleibe bei mir. Spüre in mich hinein. Höre meinen inneren Stimmen zu und äußere genau das, was da ist. Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken, in dem Wissen, dass das meins ist. In dem Wissen, dass generell weder ich noch der andere etwas mit dem machen muss, was in mir los ist. In dem Wissen, dass es für alles, was in mir stattfindet und was ich mitteile, keinen verstehenden Empfänger braucht. Mit der Erlaubnis mir selbst gegenüber, dass ich STOPP sagen darf und unterbrechen, wenn ich das brauche.

Ich spreche FÜR mich. Mehr nicht. Aber eben auch nicht weniger.

Diese Art von FÜR mich sprechen, ist gerade so eine Offenbarung und Heilung, dass ich es eigentlich gar nicht in Worte fassen kann.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 31. Juli 2022

Gott kommt spätestens rechtzeitig

Der Sack lässt sich manchmal ganz schön Zeit. Und bevor ihr jetzt Schnappatmung bekommt, weil ich Gott einen Sack nenne, das geht klar. Echt jetzt. Er kennt mich. Ich darf das. Er mag meinen Humor und meine schnodderige Art sowieso. Er ist cool damit. 😉😂

Dann wäre das ja schon mal geklärt. 😎

Als ich gerade im Internet geschaut habe, von wem dieses herrliche Zitat stammt, bin ich auf einen Text gestoßen, der das ganze Phänomen so dermaßen auf den Punkt bringt.

"Viele sagen, dass Gott immer fünf vor zwölf kommt. Aber das stimmt nicht. Manchmal kommt ER um viertel nach zwölf. Und wenn ER um viertel nach zwölf kommt, kann das Wunder, das ER tut, weitaus größer sein, als wenn ER fünf vor zwölf gekommen wäre."
(Quelle: myheimat.de)

Dem ist ja wohl nichts weiter hinzuzufügen, oder?

Dieses Ausharren im Nichtwissen und wirklich nur dann handeln, wenn ein echter Impuls da ist, ist echt eine Herausforderung. Die Füße still halten, weil halt gerade absolut keine Klarheit da ist. Auch wenn scheinbar die Zeit knapp wird. Harrrrrr...

Ich hätte die letzten Tage echt kotzen können. Ihr habt's ja mitbekommen. Und was da wieder für fiese Gefühle zu Ende gefühlt werden wollten, alte Wunden geheilt. Huihuihui. Und: Gut so! Wieder mehr Erlösung und Freiheit. Wieder mehr Bedingungslosigkeit und Hingabe. Wieder noch mehr geschält. Noch mehr rein in die pure Lebendigkeit.

Und dann? Nach dem Tieftauchen und Sterben? Dann hat es sich wieder gefügt, wie sich die Perlen auf die Schnur reihen. Zack! Ist ein Monat gefüllt mit unglaublich schönen Dingen und Begegnungen. Zwischendurch gibt's noch Wunder gratis. Wow!

Gott kommt halt echt IMMER. Spätestens rechtzeitig. Und wenn er vermeintlich fett zu spät kommt, ist das, was bis dahin war, nötig gewesen. Und das, was dann noch kommt, um so vieles besser, wie wenn er "pünktlich" gewesen wäre. Unglaublich schön und eeecht herausfordernd.

Meisterprüfung um Meisterprüfung. Immer wieder. Und ich werde sie immer wieder absolvieren. Führt kein Weg dran vorbei.

Foto: Canva
Text: unbekannter Autor
Gestaltung: Anja Reiche

On the road again

Ihr Lieben! Ich bin wieder on the road. Und soll ich euch was sagen? Es fühlt sich verdammt gut an. 🥰 Die Zellen jubilieren. Ich hätte es nicht für möglich gehalten. Schon das Packen hat sich so gut angefühlt. Ein frischer Wind kam wieder rein.

Und wie könnte es anders sein? In den letzten zwei Tagen hat sich eine Route entfaltet, die ich so nicht erwartet hätte.

Ich sitze gerade in Meersburg am Bodensee. Wie schon erwähnt... Ein Stück Kuchen. Milchkaffee. Sommerwind. Möwenkreischen. Wow! 🥰 Eine schöne Abwechslung nach Wochen mit Kuhglocken, Weiden und Wäldern. Blau statt grün.

Mein Weg führt mich erstmal kurz nach Immendingen. Verschnaufen. Revue passieren lassen, integrieren, atmen und schon mal die ersten Kilometer Richtung Schwarzwald zurücklegen. Man mag es nicht glauben, aber tatsächlich sieht es gerade so aus, als würde ich dort tatsächlich endlich auf Maik treffen. Wer hätte das noch gedacht? 😂

Und wo, wenn nicht im Schwarzwald, sollte ich Ute Ullrich wiedersehen? 😍

Danach geht es völlig unerwartet Richtung Mainz, um einem Menschen zu begegnen, der vor wenigen Tagen wie aus dem Nichts wieder auf der Bildfläche erschienen ist. Wir hatten vor einigen Jahren schon einmal Kontakt. Eine Sprachnachricht, ein warmes Gefühl im Bauch, ein Call über Zoom, fertig. Ja, wir sehen uns. Warum auch immer. Wir werden es erleben.

Am 10.08. geht es dann nach Friedberg bei Augsburg. Das Retreat mit Stephan in München steht an. Einschwingen, vorbereiten, freuen. 😍😍😍🎉🎉🎉🎉 (Ich freu mir jetzt schon nen Arsch ab, wenn ich nur dran denke und wenn ich vor allem sehe, wer sich bisher angemeldet hat. 🎉🎉🎉🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩🤩)

In dem Loft, das da in Friedberg für 3 Wochen mein Zuhause ist, werden auch wieder sehr interessante Begegnungen stattfinden. Von einigen weiß ich schon. Überraschungen sind bestimmt auch wieder dabei. Da bin ich mir sicher. 😉🎉

Damit wäre schon mal klar, was der August so für ein Potential hat. 😉💥❤️💥Ich hätte nicht gedacht, dass ich nochmal wieder so eine Schleife durch Deutschland ziehen werde. Unglaublich...

War wohl nix mit Wurzeln schlagen. Noch nicht?!? 🙃🤷🏻‍♀😂

Ich schick euch einen dicken Drücker. Danke, dass ihr so sehr für mich da ward, während der letzten Tage Achterbahn. Einfach nur danke!!! 💝🙏🏼💫🥰








Dienstag, 26. Juli 2022

Experiment Ehrlichkeit - Retreat

Ich freu mich grad so tierisch!!!!!!! 😍🤩🥳 Gleichzeitig raucht mir das Hirn von der vielen Vorbereitung. Eeeeeeeendlich ist alles in Sack und Tüten, formuliert und besprochen. Puh!!!! Was für eine Prozedur! Aber nun zum Wesentlichen:

Retreat

Experiment Ehrlichkeit
achtsam & heilig

12. -14. August 2022 | München
Teilnehmerzahl max. 15 Personen


Was wäre, wenn Du ein ganzes Wochenende in jedem Moment komplett ehrlich mitteilst, was gerade da ist?
Was, wenn Du alles sagen und äußern dürftest?
Was, wenn Du jeden Wunsch benennen dürftest?
Jede Anziehung, jede Ablehnung?
Jeden Gedanken, jedes Gefühl?

Was will ich gerade wirklich?
Was denkt es in mir?
Was fühle ich?
Was macht mein Körper?
Was geschieht in mir, wenn jemand mit mir spricht?
Wie geht es mir mit den anderen?
Wie geht es mir mit mir selbst?

Fühle ich mich zu jemandem hingezogen?
Ist da das Bedürfnis nach körperlicher Nähe?
Möchte ich eine Umarmung?

Ist mir nach weinen, schreien, lachen?
Will ich mich hinlegen und schlafen?
Sitzen und sein?
In Ruhe gelassen werden?

Was wäre, wenn du mit allem da sein darfst, gelassen wirst, richtig bist?
Was, wenn du genau so in Gemeinschaft sein kannst?
Was, wenn keiner wegläuft?
Keiner richtet? Keiner urteilt?

Wir laden dich ein zu genau diesem Experiment. Wir laden dich ein in einen Raum, in dem all das stattfinden kann. Wir laden dich ein zu dieser so heilsamen Erfahrung. Wir laden dich ein zum Experiment Ehrlichkeit.

• Finde heraus, was du wirklich fühlst, denkst, willst und teile dich mit.
• Frage nach dem, was du möchtest.
• Lerne dein Nein klar und wertschätzend zu formulieren.
• Lerne deine Wünsche so zu äußern, dass der andere sich eingeladen fühlt, ehrlich ja oder nein zu sagen.
• Erfahre wie du selbst mit einem Nein umgehen kannst.

Du begibst dich mit anderen achtsamen und mutigen Herzensmenschen auf eine Reise in den Kontakt mit dir selbst und folgst der Wahrheit deiner inneren Resonanz.

Es gibt weder ein festes Konzept noch gibt es feste Essenszeiten. Während der gesamten Zeit des Retreats geht es komplett darum, wahrzunehmen, was gerade da ist, welche Impulse, welche Bedürfnisse. Reflektion und Bewusstwerdung rund um die Uhr. Dieser offene Raum bietet dir die wunderbare Möglichkeit, achtsam und in deinem Tempo zu forschen unterstützt und liebevoll begleitet von Stephan und mir.

Wir freuen uns total auf dich!!!! 🥰❤️
Anja & Stephan



Alle Infos im Detail über das Retreat, den Ablauf und Stephan und mich findest du hier: https://www.anja-reiche.de/p/experiment-ehrlichkeit.html

Wenn du direkt deinem Gefühl folgen willst und dich aus dem Bauch heraus anmelden möchtest, dann geht's hier direkt zum Anmeldeformular: https://www.cognitoforms.com/AnjaReiche/ExperimentEhrlichkeit

Montag, 25. Juli 2022

Reisebericht einer Wanderschamanin #4

oder warum ich eigentlich gar keine Zeit mehr habe zum Reisen

In nicht mal einer Woche darf ich hier das Feld räumen und die Wohnung verlassen und eigentlich hab ich überhaupt keine Zeit dafür. Das Wesentliche sieht im Moment mal ganz anders aus.

Abgesehen davon hab ich tatsächlich 0,0 Impuls, wo es für mich hingeht und wie es weitergeht. Total blank. Völlige Leere. Zumindest was das Thema angeht.

Gleichzeitig gibt es nämlich unglaublich viel zu tun. Anderes halt... Wirken, Begegnungen, das Retreat mit Stephan planen, Online-Events, Zoom-Räume, Coachings, Live-Treffen... DAS will gerade passieren. Umziehen ist da völlig irrelevant.

Verrückte Zeit, sag ich euch.

  • über mein erstes Retreat mit Stephan, das vom 12.-14.08. in München stattfindet
  • über unglaublich viel Nichtwissen, Loslassen, Sterben und Unsicherheit
  • über die größte Sicherheit und die größte Verbindlichkeit, die ich je erfahren habe
  • Aufruf zum Schwarmwissen und ganz viel Dankbarkeit

Hier geht es zum Video bzw. zur Audioversion.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 23. Juli 2022

Es ist Zeit für Bedingungslosigkeit

Ich werde dich nicht wegjagen, wie einen räudigen Hund, nur weil du für dich sein möchtest. Du darfst hier sein und für dich sein. Du darfst hier SEIN. Alles. Mit allem. Du wirst bei mir immer ein Zuhause haben. Platz. Raum. Heimat. Weil wir das schon immer füreinander waren. Du bist willkommen, wirst immer willkommen sein.

Ich bin hier, um zu dienen und du lehrst mich gerade, was das wirklich bedeutet. Du darfst all das annehmen und morgen aus meinem Leben verschwinden. Auch ohne Dank. Ich erwarte nichts. Ich weiß nur, was ich tun muss, weil ich gar nicht anders kann. Ich gebe mich. Dem Leben. Unserer Verabredung. Ich gebe mich dir, jedem anderen mit dem ich verabredet bin, der Menschheit.

Das hat nichts mit Aufopferung zu tun. Das hat mit Verschenken zu tun, aus dem Wissen heraus, wer und was ich wirklich bin.

Ja, ich vermisse dich. Dein Dasein. Ja, ich liebe dich. Immer tiefer. Ja, da ist Sehnsucht. Sehr große. Ich bin damit. Fühle es. Stehe damit. Bleibe damit, da, wo ich bin. Dein Nein wahrt deine heilige Grenze. Da endet mein freier Wille. Ich respektiere das. Ich habe das zu respektieren.

Warum ich das mache? Weil ich es kann. Weil ich Bedingungslosigkeit kann und mich darin erfahren will. Weil ich Beziehung eben nur noch in Freiheit will. Weil ich das Gleiche für mich einfordere. Weil ich das Geschenk bereits von anderen bekommen habe und es weitergeben will.

Ich halte dich, aber nicht fest.


Freitag, 22. Juli 2022

Was zu mir gehört, bleibt

Was bleibt? Was bleibt denn wirklich, wenn ich bereit bin, alles und jeden freizugeben? An nichts mehr festhalten. Totale Hingabe an das Leben.

Ich sterbe gerade mal wieder. Nichts ist gewiss. Gar nichts. Ich kann nur mit offenen Armen da stehen und wissen, dass das, was relevant und essentiell ist, da sein wird. Wieder kommt. Bei mir bleibt. Neu dazu kommt.

Nichts davon kann ich irgendwie "machen", erzwingen, künstlich herstellen, erpressen, mir zurecht manipulieren.

Was zu mir gehört, bleibt auch ohne festhalten. Was nicht zu mir gehört, geht, auch wenn ich noch so klammer.

Das ist die einzige Sicherheit, die ich tatsächlich habe. Das ist das Versprechen vom Leben selbst. Die einzige Gewissheit, die es gibt.

Alles, was mir lieb und teuer ist, liebe ich so sehr, dass ich es freigebe. Nichts anderes bleibt mir. Nichts anderes will ich. Nichts anderes lässt mich so sehr sterben.

Lieben. Voll und ganz. Mit Haut und Haaren. Auch wenn alles in 5 Minuten ganz anders sein kann. Mich drauf einlassen. Komplett. Aufmachen. Hingeben. Und gleichzeitig um die Vergänglichkeit zu wissen. Sterben war nie schöner.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 19. Juli 2022

TiefenTalk - Beziehung, Partnerschaft, Sexualität

Eeeeeeeeeendlich!!!! Endlich! Endlich! Endlich!

Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich grad freu. Auf diese Bekanntmachung warte ich gefühlt schon Wochen. 😉

Es gibt den ersten TiefenTalk, in dem Stephan und ich gemeinsam den Raum eröffnen und halten. Juhuuuuuuuuuuuu! Unser Thema ist speziell - unsere Beziehung ist es auch. 😁🥰

✨✨✨

Was passiert, wenn sich ein Mann und eine Frau begegnen, die radikal für Wahrhaftigkeit bereit sind? Die komplett für sich stehen und für sich gehen, kompromisslos. Die sich ihrer Eigenverantwortung bewusst sind, bereit, sich selbst zu schauen, im anderen zu erkennen.

Was passiert, wenn sich diese zwei Menschen total aufeinander einlassen und bereit sind, gemeinsam in die tiefsten Tiefen zu tauchen, in die höchsten Höhen zu fliegen, sich bis in den letzten Winkel ihrer Seele erkennen wollen? Wenn sie sich auf allen Ebenen begegnen, in jeder Hinsicht, sich initiieren, inspirieren, triggern, halten, anschubsen, auffangen, bereit, alles zu fühlen, alles da sein zu lassen, sich alles mitteilen und in jedem Moment gesprochen wird, was da ist?

Was, wenn gleichzeitig jeder frei ist? Wenn da tiefe Verbundenheit ist und gleichzeitig alles erlaubt ist? Was, wenn sich diese beiden wirklich nur dann begegnen, wenn Anziehung da ist? Was, wenn jede andere Anziehung zu anderen Menschen und Situationen ebenfalls sein darf? Was, wenn radikale Freiheit in der Verbundenheit möglich ist? Weite in der Nähe?

Was, wenn dieser Mann und diese Frau bereit sind, ihre Forschungsreise zu teilen, sie offen über alles sprechen, sich „nackt“ machen und pur zeigen, tabulos? Würdest du wissen wollen, wo das hinführt, welche Themen sich zeigen und was das in der Umsetzung tatsächlich bedeutet, ganz konkret?

Wir wollen es. Wir wagen es. Wir tun es bereits und wir wollen dich nun mit auf diese Reise nehmen. Wir berichten und beantworten deine Fragen. Stell uns wirklich JEDE Frage, ALLES, was dich interessiert! Wir sind bereit. (Für deine Fragen ist im Anmeldeformular ein Feld vorhanden. So kannst du auch eine Frage stellen, wenn du dich live nicht trauen solltest.)

Gleichzeitig ist der Raum für dich da, dich mitzuteilen zu diesem Thema im weitesten Sinne, denn wir haben schließlich zu allem und jedem eine Art von Beziehung.

Wir laden dich ein zum ersten Streich (und Stand heute wird es weitere geben 😉).

Alle weiteren Infos hier.

Anmelden kannst du dich hier.



Freitag, 15. Juli 2022

Wir haben die Liebe über die Zeit gerettet

Mir ist nach Ankommen, Heimkommen, Familie, Nestwärme, Geborgenheit. Nach einem Ort, an dem ich bleiben kann, von dem ich aber auch immer wieder aufbrechen kann. Einem Ort, von dem ich nicht verjagt werden kann.

Da ist Sehnsucht nach Heimatschwingung, Menschen um mich zu haben, die meine Sprache sprechen, nach verstanden werden. Mir ist danach, willkommen zu sein. Von den Menschen um mich herum. Vom Platz selbst. Mir ist danach, willkommen zu heißen. Menschen, denen ich die Hand reichen möchte, die Orientierung suchen.

Alte Erinnerungen an längst Vergangenes... Gejagt, vertrieben, vernichtet. Es ist vorbei.

Es ist an der Zeit, sich wieder einzufinden. Die Lichtfamilie, die Geschwister im Geiste wieder zu vereinen. Wir dürfen uns jetzt halten und nähren, uns gegenseitig Heimat sein, ganz physisch.

Gleichzeitig gibt es viel zu tun. Es braucht uns jetzt in Gemeinschaft. Wir sind gerufen, zueinander. Die einzelnen Lichtpunkte dürfen zu einem Leuchtfeuer verschmelzen, sich zentrieren, neue Zentren des Lichts gründen.

Die Jünger dürfen wieder an einem Tisch sitzen und diesmal ganz bestimmt nicht zum letzten Abendmahl, sondern um das Überdauern der Liebe zu feiern. Die Tafelrunde darf wieder besetzt werden und diesmal ganz bestimmt nicht, um Kriege zu planen, sondern um den Frieden zu feiern.

Wir dürfen und müssen von der Liebe sprechen, von Gott wie er in seinem Ursprung ist. Die Erinnerung muss in die Welt, die Erinnerung an unsere Urnatur.

Zentrieren wir uns, um von dieser Mitte wieder auszuschwärmen. Nähren wir uns, um andere nähren zu können. Seien wir Liebe in Verkörperung, durchdrungen, durchwirkt, durchlichtet. Seien wir ein Monument des Friedens, ein Ausdruck von Gott, göttlicher Mensch, menschlicher Gott.

Die Zeit kehrt wieder. Wir sind gerufen, haben uns selbst berufen. Wir haben die Liebe über die Zeit gerettet, sie hindurchgetragen und im Stillen behütet, auf dass sie überlebt. Es ist gelungen. Nun darf sie sich wieder zeigen. Sie ist sicher. Wir sind sicher.

Werden wir sichtbar. Bekennen wir uns offen dazu. Wir sind gekommen, um zu bleiben. Jetzt ist unsere Zeit. Kehren wir zurück, nach Hause in den so vertrauten Kreis. Gehen wir von da in die Welt, die Liebe braucht.




Mittwoch, 13. Juli 2022

TiefenTalk - Freitag, 10 Uhr

Was passiert denn wohl bei einem TiefenTalk für radikale Ehrlichkeit an einem Freitagmorgen um 10 Uhr???? 🤔🤩🤩🤩🤩🤩🚀🚀🚀🚀

Geht ja gar nicht, dass eine Woche vergehen soll, in der kein TiefenTalk stattgefunden hat. Da muss Abhilfe her.

Alles hat Platz. Miteinander in Wahrhaftigkeit sein und sich zeigen. Alles sprechen dürfen, alles fühlen dürfen, alles denken dürfen, was gerade da ist, von sich berichten, ohne zensiert, reguliert oder korrigiert zu werden. So sein dürfen. Endlich aussprechen dürfen, was sonst nirgends sein durfte. Endlich sagen dürfen, was sonst abgetan wurde, verurteilt wurde, bekämpft wurde.

Keiner in dieser Runde sagt etwas dazu. Es ist da, was da ist. Du musst nichts damit machen. Die anderen müssen nichts damit machen. Heilung pur.

Wenn du dir zu einem Thema einen Impuls von mir wünschst, kannst du das äußern und wirst ihn bekommen, so ich denn einen habe. 😉 Ansonsten ist der Raum frei von Tipps und Ratschlägen. An dem, was da ist, muss nichts verändert werden.

Lasst uns zusammen Kaffee trinken, Tacheles reden und uns gut tun. Wer ist am Start? 😊😍👑

Hier geht es zur Anmeldung: https://www.cognitoforms.com/AnjaReiche/TiefenTalkRadikaleEhrlichkeit

(Weitere Infos hier.)



Die Liebe hört niemals auf

Für Wolfgang ❤ Du bist wundervoll!

✨✨✨

Die Liebe ist ewig. Die Liebe der Geschwister im Geiste. Eine Familie, in der Trennung nicht möglich ist. Eine Verbindung, die gar nicht enden kann. Getroffen für die Ewigkeit.

Ich sehe dich und liebe dich. Die Liebe hört nie auf. Es kommen immer nur neue Formen dazu. Andere. Liebe mit einer neuen Aufgabe.

Ich sehe dich und kenne dich, erkenne dich. Immer wieder. Du bist so vertraut. Wir kennen uns über die Zeit hinaus. Wir haben uns schon hunderte Mal gefunden und das getan, was wir tun wollten.

Und in diesem Leben? Jetzt?

Wir haben uns nicht getrennt. Unsere Wege verlaufen im Moment nur nicht parallel.

Ich hab dich nicht verlassen. Du hast mich nicht verlassen. Wir können uns gar nicht verlassen. Es ist gerade jeder nur wo anders, mit seinen ganz eigenen Erfahrungen beschäftigt, die wir uns gegenseitig jetzt nicht schenken können. Und doch ist da Liebe. Wird es immer sein.

Es ist nicht entscheidend, wo unsere Körper sind. Das ist der Liebe egal.

Es ist nicht entscheidend, ob unsere Körper verschmelzen wollen. Die Seelen sind sowieso verschmolzen.

Eine Verbindung, die von Gott gemacht ist, kann der Mensch nicht trennen.

"Ich habe dich zuvor geliebt.
Ich liebe dich heute.
Ich werde dich wieder lieben."

So steht es geschrieben und so ist es wahr für mich.

DANKE für alles, was war. DANKE für alles, was ist. DANKE für alles, was kommt.

Ich liebe dich auf die Art, wie ich nur dich lieben kann. ❤ Andere liebe ich anders. Jeden einzelnen anders. Und dich liebe ich so.

✨✨✨


Foto: Canva
Text: Maja Siebel
Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 10. Juli 2022

Sprachnachrichten auf Telegram

Ihr Lieben!!! Ich hab so dermaßen viel in der Pipeline, dass ich gar nicht mehr hinterher komme mit schreiben.

Am liebsten sind mir im Moment Sprachnachrichten in dem Kanal auf dem Foto. 😉 Sonst hab ich diese auch immer in meinem Podcast hochgeladen, hier drauf hingewiesen und verlinkt, bei Facebook geteilt. Ich hab dazu keine Lust mehr und die Zeit ist mir echt zu schade. Es geht jetzt ums Wesentliche für mich: Output!!! 🤩🚀🎉

Wer also weiterhin meine Ergüsse als Audio hören will, ist herzlich eingeladen in meinen Telegram-Kanal zu kommen. 😉

So wie es sich anfühlt, werde ich mich jetzt aus dem Bett schwingen und ordentlich Sprachnachrichten zu den unterschiedlichsten Themen produzieren, weil sich da so viel in mir angesammelt hat, dass es mich fast zerreißt. Das muss jetzt mal im wahrsten Sinne des Wortes kanalisiert werden. 🤩🚀🎉

Ich freu mich, euch "dort" zu sehen.

(Die #herzradikale Austauschgruppe kann ich auch total empfehlen. Was für ein nährendes, radikal ehrliches, wertschätzendes Miteinander. 🥰🥰🥰🙏🏼🙏🏼🙏🏼)


Samstag, 9. Juli 2022

TiefenTalk - HEUTE ABEND

So, ich bin jetzt mal ganz spontan und außerdem total egoistisch. 😂 Ich hab selber gerade so viel mitzuteilen, in mir ist so viel los, dass mir voll nach einem Zoom-Meeting ist, in dem radikale Ehrlichkeit stattfindet und das alles Platz hat.

Wer mag so spontan mit mir in diesen Raum gehen und sich ebenfalls mitteilen in diesen wilden Zeiten?

Und weil das Ganze ja "eh nur für mich ist" 😂 findet es diesmal auf Spendenbasis statt. Pay what you want.

Den Link zur Anmeldung findet ihr hier: https://www.cognitoforms.com/AnjaReiche/TiefenTalkRadikaleEhrlichkeit
 
Ich freu mich voll auf euch! 🙏🏼❤🥰


PS: Falls du dich fragst, was da überhaupt passiert, dann ist das jetzt DIE Gelegenheit, es einfach mal auszuprobieren und zu erleben. 😉



Montag, 4. Juli 2022

TiefenTalk - radikale Ehrlichkeit

Ich werde es wieder und wieder und wieder tun. Ich werde wieder und wieder diese Räume aufmachen. Sie sind gerade so extrem gefragt und so extrem heilsam.

Der nächste Impuls war ein Raum für Männer und Frauen ohne festgelegtes Thema. Alles hat Platz. Miteinander in Wahrhaftigkeit sein und sich zeigen. Alles sprechen dürfen, alles fühlen dürfen, alles denken dürfen, was gerade da ist, von sich berichten, ohne zensiert, reguliert oder korrigiert zu werden. So sein dürfen.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich selbst in Heilung gehe, wenn ich mit euch in diesen Räumen bin, mich genauso mitteile, wie alle anderen auch. Es geht Schicht um Schicht tiefer in mich hinein. Gleichzeitig merke ich natürlich mein Wirken als Schamanin. Da rennt immer ordentlich was durch mich durch. Die Transformationswaschmaschine ist an, ganze Gebirgszüge fallen von den Herzen der Menschen ab und lösen sich in Luft auf.

Was für eine Gnade für mich, das erleben zu dürfen, so wirken zu dürfen. DANKE für euer Vertrauen, eure Offenheit, euren Mut. Ich danke jedem Einzelnen und lade euch erneut ein. 🙏🏼😉❤


Mittwoch, 06.07.2022, 19 Uhr, via Zoom, Dauer ca. 2 Stunden

Mindestbetrag für die Teilnahme 25 EUR, nach oben offen... 😉🎉💸💸💸

Anmelden kannst du dich hier: https://www.cognitoforms.com/AnjaReiche/TiefenTalkRadikaleEhrlichkeit




Samstag, 2. Juli 2022

Mich einfach lieben lassen

Es ist eine Sache, zu lieben. Es ist eine ganz andere Sache, mich lieben zu lassen. Das ist mir heute nochmal so richtig bewusst geworden.

Was für eine Herausforderung, aufzumachen. Die Liebe reinzulassen. Es zuzulassen, geschehen zu lassen, anzunehmen, dass da Liebe für mich ist. Es für möglich zu halten, dass mir die tiefste, göttliche Liebe entgegengebracht wird.

Dieser Blick, der so weit und warm ist. Diese Augen, durchdringend, die in den letzten Winkel meiner Seele schauen, denen nichts, aber auch gar nichts entgeht. Sie sehen alles und sie sprechen von Liebe.

Kann es wirklich wahr sein? Kann es wahr sein, dass ich gemeint bin? Es tut fast weh. Etwas wehrt sich förmlich, es ins System zu lassen, ins Herz, in jede Zelle. Es ist ein Tod. Etwas stirbt, wenn ich mich dem öffne.

Ich seh mich am Boden knien. Die Liebe, sie umgibt mich, streichelt, züngelt, umspielt mich, brennt teilweise wie Feuer auf meiner Haut, da wo sie meinen Körper berührt. Ich seh mich schreien, weinen, wehre mich noch und doch kann ich mich nicht entziehen, dringt sie in mich, durch meine Haut, durchwirkt mich, durchlichtet, flutet, sprengt mich von innen auf, knackt die harte Schale auf diese Weise.

Es kracht. Etwas zerbirst. Tausend Scherben und Splitter. Der Panzer. Weggesprengt. Rohe Haut. Kein Schutz. Wundsein. Ich weine, halte mir die Augen zu, die Hände vors Gesicht. Ich bin nackt. Bloß. Und: geliebt.

Weiche Wellen. Sanft. Warm. Ich heile. Neue Haut. Meine Haut. Berührbar. Ich fühle. Spüre mich selbst. Das bin ich - pur.

Ich stehe auf. Dieser Blick, er ruht noch immer auf mir. Liebende Augen. Bis in Tiefe. Ich bin durchdrungen. Erfasst. Angefüllt. Aufgeweicht. Habe mich ergeben. Hingeben. Ich lebe. Geliebt. 🙏🏼❤️


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 1. Juli 2022

TiefenTalk - Partnerschaft & Beziehung

Am Mittwoch beim letzten TiefenTalk durfte ich mal wieder erleben, was Heiliges passiert, wenn jeder das sagen kann, was er wirklich wirklich denkt und fühlt. Wenn nichts davon kommentiert, reglementiert oder korrigiert wird. Wenn alles sein darf. Keiner etwas dazu sagt. Nichts wegtransformiert werden muss.

Ich kann einfach mein Empfinden, meine Gedanken, Sorgen, Ängste, Wünsche, Träume, Sehnsüchte, dunkelsten Geheimnisse teilen und sie dürfen sein. Sie werden gehört. Ich werde gehört und erlebe, dass niemand wegläuft.

Jedes Gefühl hat Raum und darf Ausdruck finden.

Entspannung im ganzen System!

So einen heiligen Raum möchte ich nun ein weiteres Mal öffnen und zwar zu einem konkreten Thema: Beziehung, Partnerschaft, Sexualität. Und weil das Thema für viele so extrem heikel, schambehaftet und tabuisiert ist, mag ich erstmal nur Frauen einladen, um ein maximales Gefühl von Sicherheit zu ermöglichen. Es ist so unfassbar wichtig, dass wir endlich Benennen, was da ist, Tacheles reden, mit nichts mehr hinter dem Berg halten.

Ich weiß, dass das jetzt sehr kurzfristig ist und gleichzeitig kann ich nicht anders. Es brodelt und drückt bei so vielen. So vieles möchte einfach mal ausgesprochen werden.

Ich werde den Raum öffnen und halten und mich genauso einbringen wie alle anderen Teilnehmer auch. Radikale Ehrlichkeit. Mitteilen, was da ist. Erzählen, was mich tief bewegt.

Danke schon jetzt für euren Mut. 💥❤️💥

Den Link zur Anmeldung findet ihr hier: https://www.cognitoforms.com/AnjaReiche/TiefenTalkMitAnjaReiche

Beitrag für die Teilnahme nach eigenem Ermessen, mind. 25 EUR


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 29. Juni 2022

Ich erlaube mir radikal, zu lieben

Puh... Was für eine Reise. Ich hatte gestern in meinem Livestream nicht den Mut, zu sagen, um wen es sich bei diesem Mann handelt, der da plötzlich und unerwartet in meinem Leben aufgetaucht ist und wie aus dem Nichts dieses neue Erfahrungsfeld "mitgebracht" hat. Obwohl ich das ausdrückliche OK habe, dass er mehr als bereit ist, sich hier zu zeigen und mit mir gemeinsam in die Öffentlichkeit zu treten, hab ich es nicht über die Lippen gebracht. Ich war so unsicher. Deswegen diese krasse Aufregung von mir. Deswegen dieses kryptische, anonyme Umschreiben der Situation.

Gestern Nacht ist mir dann klar geworden, was da in mir los war. Ich hatte Angst, Angst, dass ich zu viel in unsere Verbindung hineininterpretiere, dass ich mich zu tief darauf einlasse und dann die Ansage kommt, dass ich da was falsch verstanden habe, dass es von seiner Seite gar nicht so ernst gemeint war. Da war (ist) die Angst, zu viel zu lieben und dann stehen gelassen zu werden. Da ist Angst vor beschämender, abwertender Zurückweisung. Die Angst, dass ich mich täusche.

Ich sage so vielen Menschen, dass ich sie liebe, weil es schlicht so ist. Ich liebe so viele Menschen auf so viele unterschiedliche Arten. Jede Liebe zu jedem einzelnen Menschen hat eine andere Farbe, einen anderen Geschmack, eine andere Qualität. Ich liebe keinen gleich und doch liebe ich jeden.

Und hier? Jetzt? In dieser ganz speziellen Begegnung hab ich es so lange vermieden, zu sagen, dass da gerade Liebe ist. Ich wollte nicht zu viel sein. Ich will mich nicht aufdrängen. Ich will nicht, dass dieses "Ich liebe dich" ein Gefängnis wird. Ich will ihn nicht vergraulen, verschrecken, erdrücken. Ich möchte nicht, dass daraus Regeln erdacht werden. Nichts läge mir ferner.

Ich will verdammt nochmal einfach lieben dürfen. Tief. Richtig tief. Dieses Gefühl genießen. Es ist ja schließlich meins und ich fühle es in meinem Körper. Jetzt, in diesem Moment. Niemand sagt, dass daraus irgendwas folgen muss und ich will sie nicht zurückhalten. Es soll da sein dürfen. Ich will mich dem komplett hingeben, lieben, was das Zeug hält. Himmel nochmal. Hier geht es doch um nichts anderes, als alles geschehen zu lassen, was doch eh schon stattfindet. Keiner muss damit was anfangen. Ich auch nicht. Außer dass ich den Zustand des Liebens wirklich genießen will. So ganz. Totale Hingabe an dieses wunderschöne Gefühl der tiefen Zuneigung und Verbundenheit. Mehr nicht, aber halt auch nicht weniger.

Boah! Die Tränen laufen. Was hab ich da alles zurückgehalten aus Angst vor Zurückweisung. Dabei kann es mir keiner verbieten, tief zu lieben und mich auf jede Begegnung zu 100% einzulassen, außer ich selbst. Was soll mir passieren? Was hab ich wirklich zu verlieren bzw. zu befürchten? Ich nehme mir lediglich wunderbare, körperliche Empfindungen, wenn ich Liebe zurückhalte, die in mir stattfindet.

Ich sterbe jetzt diesen Tod und erlaube mir radikal, zu lieben. Anders geht es nicht mehr. Und schätzungsweise werde ich jetzt noch ein wenig bis sehr viel weinen.

Willkommen in meinen Innenwelten. Der Erfahrungshorizont "bedingungslose Liebe" ist eröffnet. Ich lade euch ein, den Weg mit mir zu gehen. Vielleicht hab ich es gerade verkackt. Vielleicht ist dieser Text zu viel des Guten, zu offen, zu ehrlich. Vielleicht verschrecke ich mit meiner Liebe noch jeden Mann. Eins ist klar, ich werde nicht mehr aufhören, zu lieben. Mir zu liebe. Bereit, alles zu verlieren und mich zu behalten.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 27. Juni 2022

TiefenTalk mit Herz & Seele - 29.06.2022

Ihr Lieben 😍😍😍😍🎉🎉🎉🎉, ich bin ganz kribbelig und voller Freude!!!!!! Es gibt endlich mal wieder einen TiefenTalk mit mir via Zoom. Die Idee kam aus dem Nichts und wollte mal wieder hopplahopp umgesetzt werden. Also hab ich mir mal eben die Zoom Pro Version geholt und mache Nägel mit Köpfen.

Mittwoch, 29.06.2022, 19 Uhr (Dauer ca. 2 Stunden), via Zoom

Ich bin da, mit allem, was mich ausmacht. Ich tauche ein in deine Seelenessenz, wenn du das möchtest, lese darin, übersetze, erinnere, benenne, mache sichtbar, ticke an, inspiriere, transformiere, initiiere, je nachdem welcher Aspekt von mir gerade gebraucht wird. 

Wer mein Wirken kennt, weiß, dass ich "einfach" einen Raum aufmache, in dem alles passieren darf, alles Platz hat und sein darf, DU Platz hast und sein darfst. Wer mein Wirken nicht kennt, darf es kennenlernen, ohne Garantie für irgendwas. 😉🎉💥

Es ist an der Zeit mal wieder so richtig tief zu tauchen, die Dinge an der Wurzel zu packen und ins Licht zu holen. 

Die Teilnehmerzahl ist auf 100 beschränkt (das sollte reichen 😂😂😂). Mindestbetrag für dein Dabeisein sind 25 EUR. Wenn dir die Begegnung und der Raum mehr wert sind, dann darfst du gerne mehr Lüüüüböööö in Geldform fließen lassen. 😉 Meinen PayPal-Link und meine Bankdaten bekommst du mit der Bestätigungs-Email nach deiner Anmeldung. In dieser Email ist auch der Zoom-Link enthalten.

Der Anmelde-Link ist hier: https://www.cognitoforms.com/AnjaReiche/TiefenTalkMitAnjaReiche

Aaaaaaaahhhhhwwwww!!!!!! Ich freu mich so fett!!!!!!!!!!! 😍😍😍😍🎉🎉🎉🎉



Sonntag, 26. Juni 2022

Keiner hat die Macht, mich zu verletzen

Keiner hat die Macht, mich zu verletzen. ICH habe nicht die Macht, andere zu verletzen. Die Essenz bleibt unberührt, unangetastet, ist unkaputtbar.

Keiner hat die Macht, mein Leben auf eine Weise zu beeinflussen, die ich nicht auf höherer Ebene gewählt habe. Mir kann nichts passieren, was tatsächlich schlecht für mich ist. ICH kann das Leben von einem anderen nicht auf eine Weise beeinflussen, die er nicht auf einer höheren Ebene gewählt hat. ICH kann niemandem etwas antun, was letztlich schlecht für ihn ist. Die Essenz bleibt unberührt, unangetastet, ist unkaputtbar.

Niemand kann verhindern, dass ich den Weg meiner Seele gehe. Niemand kann vereiteln, dass ich das auf die Erde bringe, wofür ich angetreten bin. ICH kann nicht verhindern, dass ein anderer den Weg seiner Seele geht. ICH kann keinen Seelenplan eines anderen vereiteln. Die Macht hat weder der andere noch ich.

Auf der Erde, im Kosmos darf stattfinden, was stattfindet. Hat es etwas mit mir zu tun, bin ich davon berührt, betroffen, GEtroffen, dann betrifft es mich, dann soll das Teil meines Weges sein. Trifft es mich nicht, macht es mich nicht betroffen, ist es nicht Teil meines Weges und kann unabhängig von mir existieren, neben mir da sein. Es darf sein. Ich darf sein. Ganz neutral und gleich-gültig. Und ich meine wirklich ALLES. Es muss nichts erst eliminiert, verändert, etabliert werden, damit ich meinen Weg gehen kann.

Was ich erleben soll, erlebe ich sowieso. Für alles, was ich erfahren soll, gibt es die richtigen "Mitspieler", die zur rechten Zeit die Bühne meines Lebens betreten. Auch wenn die Erfahrungen keine angenehmen sind, so sind sie doch richtig und auf höherer Ebene verabredet. Ich habe mir die "Arschlöcher" in meinem Lebensspiel selber gecastet und sie genau instruiert, wann sie auf der Bildfläche erscheinen sollen. Meine gewollten Erfahrungen harmonieren genau mit den ihren.

Will ich Ohnmacht erleben, brauche ich den Täter. Will ich meinen Täteraspekt erleben, braucht es jemanden, der Ohnmacht erforschen will. Und ich möchte erneut betonen, dass ich hier aus höherer Perspektive blicke, aus Sicht der Seele. Irdisch betrachtet würde wohl jeder sagen, dass er ja niemals freiwillig Ohnmachtserfahrungen gewählt hat. Verständlich... Doch meine Wahrheit bleibt.

Und wenn du jetzt denkst, dass das ein Freifahrtsschein für alle skrupellosen Täter ist, dann schau dir einfach die Angst an, die Ohnmacht, die Panik, die hochkommt, bei der Vorstellung, dass wirklich jeder tun darf, was für ihn gerade das einzig Richtige ist.

Und dann schau dir an, welche Gefühle hochkommen, wenn du dir selbst erlaubst, wirklich alles zu tun, was für dich jetzt gerade das einzig Richtige ist.

Durch all diese Gefühle geht der Weg lang in die Freiheit. In deine Freiheit. In meine Freiheit.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 20. Juni 2022

Es braucht die Komm-vor-Zone

Ich muss mal eine Lanze für die Komfortzone brechen. Es ist halt wie mit allem, die Sache an sich ist nicht das Problem. Die Frage ist, was wir draus machen und wie wir die Dinge definieren und bewerten.

Die Komfortzone ist ein sicherer, bequemer Raum, in dem wir angeblich nicht zwingend mit unseren Grenzen konfrontiert werden. Das Wort Komfortzone wird gerne leicht abwertend benutzt, wenn jemand vermeintlich nicht wachsen möchte oder seinen Themen ausweichen will.

Tatsächlich sehe ich das Ganze etwas anders und mit Majas alternativer Schreibweise der Komm-vor-Zone wird auch schon deutlich, in welche Richtung es geht.

Es braucht für mich - und für ganz viele, die ich kenne - genau diesen geschützten Raum, in dem ich sicher bin, wo das Überleben gewährleistet ist, in dem meine Grenzen gewahrt werden, damit ich mich Prozessen hingeben kann, damit Dinge, Gefühle hervorkommen können, die sich nicht zeigen, wenn ich "draußen" unterwegs bin. Ich brauche diesen Rückzugsraum immer wieder, meine vier Wände, mich, ein Dach über dem Kopf, gutes Essen, meinen Space, ein Bett, Gemütlichkeit und Ästhetik, meine eigene Energie.

Die Komm-vor-Zone mag bei jedem anders aussehen. Jeder kann und mag sich wo anders öffnen und verletzlich zeigen. Der eine hat einen wunderbaren Platz im Wald, der andere seine Couch, der nächste das Wohnmobil und wieder ein anderer hat diesen Raum in Begleitung von guten Freunden, in Gemeinschaft.

Ich mag nicht generell dafür plädieren, dass wir unbedingt raus aus der Komfortzone müssen. Ich mag viel mehr die Erlaubnis aussprechen, dass wir uns maximal in ihr wohlfühlen dürfen und sie nutzen dürfen. Überraschung: Für Wachstum! Was ihr ja nicht unbedingt nachgesagt wird.

Ich könnte mir vorstellen, dass sich so mancher fetten Druck macht, weil er sich die Geschichte erzählt, dass er doch endlich mal raus aus dieser bequemen Zone müsste, dass er sich ausweicht und selbst betrügt. Das mag manchmal stimmen, doch halt nicht immer. Und eins ist sicher: In dieser Komm-vor-Zone ist es manchmal ganz schön "unbequem", wenn ich mir überlege, was mir da schon alles um die Ohren geflogen ist, weil Platz dafür war. 😉💥

Wie wäre es, wenn du in der Komm-vor-Zone bleiben dürftest? Was wäre, wenn du genau da wächst, weil du dich da öffnest, eben weil du sicher bist? Weil da Raum ist, um Gefühle zu fühlen, zu meditieren, Visionen zu empfangen, sich deine Themen in der Stille überhaupt erst zeigen?

Ich liebe meine Komm-vor-Zone. Ich achte und ehre sie und bin unfassbar dankbar, dass ich sie mir immer und überall unterwegs ermögliche. Sie ist für mich essentiell. Genauso liebe ich es, immer wieder raus zu gehen und außerhalb dieser Zone Erfahrungen zu machen. Erfahrungen, die ich dann im Rückzug wieder reflektieren und integrieren kann. Für mich ist es dieses Sowohl-als-auch.

Und für dich so?


Foto: Canva
Text: Maja Siebel
Gestaltung: Anja Reiche