Dienstag, 12. November 2019

Wenn Gefühle fühlen überfordert

Ich bin ein absoluter Befürworter davon, jegliches Gefühl zu fühlen. Mein Weg ging durch die Angst hindurch, nicht außen herum. Durch die Wut, durch die Ohnmacht, durch die Kleinheit, die Wertlosigkeit, durch Schuld und Scham.

Allerdings, so ein unfassbar wichtiger Hinweis, der mich die Tage von Christiane Zimmermann erreicht hat, gibt es Menschen, die mit diesem Gefühle fühlen absolut überfordert sind, weil sie als Erwachsene nun wieder genauso alleine damit dastehen, wie damals schon als Kind. Die bloße Vorstellung, seinen Gefühlen zu begegnen, löst eher eine Retraumatisierung aus, anstatt zur Heilung zu führen. Es fühlt sich an wie Todesangst, eine existenzielle Bedrohung.

Ich erzähle euch davon, was mir geholfen hat, meinen Gefühlen zu begegnen und was Menschen helfen kann, die mit ihren Gefühlen schlicht und ergreifend überfordert sind.

Teilt den Beitrag gerne. Teilt die Podcast-Folge gerne. Ich habe das Gefühl - und Christiane ebenso -, dass das gerade ein mega wichtiges Thema ist.

Danke auch dir, Maja, dass du wie so oft mit mir die Dinge nochmal durchdrungen hast, erforscht, zerlegt, sortiert.

Hier der Link zum Podcast.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 11. November 2019

Ich bin Experte darin, Anfänger zu sein

Das Ding ist, dass es immer Bereiche in unserem Leben gibt, da sind wir tatsächlich Experte, da kennen wir uns aus. Da fühlen wir uns sicher. Da macht uns so schnell keiner etwas vor. Da sind wir safe.

Wenn es dann darum geht, etwas Neues zu wagen, hätten wir gerne direkt von Anfang an diese Souveränität, die wir in unseren Expertengebieten vorweisen können. Die meisten von uns mögen neue Gefilde nicht so besonders. Am liebsten würden wir schon als Meister vom Himmel fallen, würden schon lesen und schreiben können, bevor wir in die Schule kommen. Dieser deutsche Perfektionismus... 😉

Die Wahrheit ist, dass es immer Bereiche gibt, in denen wir Anfänger sind. Das wird auch immer so bleiben. Es gibt immer etwas, das wir noch nie gemacht haben, wo wir noch keinerlei Erfahrung haben. Das ist okay. Es ist okay, Anfänger zu sein. Es ist in Ordnung, Fragen nicht beantworten zu können, Dinge nicht zu wissen, etwas nicht einschätzen zu können.

Ich kenne diese riesige Hürde von mir selbst. Dieses ewige Zögern zum Beispiel bis ich endlich in die Hufe gekommen bin und nach Monaten des Herumdrucksens, eeeendlich damit angefangen habe zu bloggen. Eine damals völlig neue Welt, ein eigenes kleines Universum. Darauf folgten noch so viele erste Male. Das erste Interview, das erste Video, das erste Live-Video bei Facebook, das erste Buch, das erste eigene Seminar, der erste Live-Auftritt vor Publikum, die erste Teilnahme bei einem Online-Kongress, die erste eigene Postkarte, die erste Podcast-Folge und so weiter und so fort...

Mittlerweile bin ich tatsächlich Experte darin, Anfänger zu sein. Mittlerweile liebe ich den Sprung ins kalte Wasser. Immer wieder. Ich zögere keine Minute mehr. Rein in die Vollen. Ich liebe es, keine Ahnung zu haben. Ich liebe das Nichtwissen. Neue Universen. Neue Erfahrungen. Mich ausprobieren. Testen, was mir Spaß macht.

Wenn ich dieses Perfektionsding weglasse, "scheitern" darf, und nicht den Anspruch habe, sofort alles "richtig" zu machen, mir erlaube morgen direkt wieder mit dem aufzuhören, was ich heute angefangen habe, dann kann der Spaß beginnen. Ärmel hochkrempeln, Anlauf nehmen und springen. Ich finds geil.😉

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 10. November 2019

Versuch nicht, denen zu gefallen, die dich kritisieren

Ich glaube, es ist so eine Art Automatismus, dass wir vor allem denen gefallen wollen, die uns kritisieren. Irgendwie kommt es mir so vor, dass wir es so gewohnt sind. Aus Kindertagen. Von den Eltern, von der Schule. Immer wurde das in den Fokus gestellt, was eben noch nicht perfekt war, noch nicht gut genug.

In der Schule gibt es Nachhilfe in den Fächern, in denen man "mangelhaft" ist, "ungenügend". Da wird nicht das gefördert, wo die Talente liegen, was einem Freude macht, was einem leicht fällt. Nein. Da wird das bearbeitet und beackert, was einem eh schwer fällt. In Schularbeiten wird das hervorgehoben, was falsch war. Nicht das, was man schon richtig gemacht hat. Eine Idiotie aus meiner Sicht.

In einem Vortrag, den ich mal gehört habe, wurde ein Bild gezeigt mit zehn ganz einfachen Rechenaufgaben. 1+7, 5+2, so in der Art. Die Ergebnisse standen auch dahinter. Bei sieben Aufgaben stand das richtige Ergebnis, bei drei das falsche. Der Dozent fragte, was uns auffällt. Ausnahmslos alle sagten, dass drei Aufgaben falsch wären.

Krass oder? Wir sehen nicht die sieben richtigen Aufgaben. Nein, wir sehen sofort die drei falschen und wollen sie korrigieren. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Menschen noch vorwiegend auf das achten, was nicht passt, anstatt auf das, was schon gut ist. Und deswegen auch dieser Optimierungswahn in der spirituellen Entwicklung und überhaupt in der Persönlichkeitsentwicklung. Da scheint immer irgendwas noch nicht gut genug zu sein.

Wenn dann jemand daher kommt und uns kritisiert, sind wir nur allzu bereit, sofort darauf anzuspringen und die nächste Baustelle anzugehen.

Für meinen Geschmack dürfen wir diesen Automatismus unterbrechen. Wir dürfen innehalten und uns fragen, mit was wir uns wirklich beschäftigen wollen. Mit dem, was noch nicht klappt oder mit dem unfassbar Vielen, was schon richtig, richtig gut klappt und läuft. Worauf liegt der Fokus? Wie gewichten wir?

Ich bekomme hier unglaublich viel Zuspruch und Unterstützung. Immer wieder erreichen mich Feedbacks voller Dankbarkeit, Wertschätzung und Begeisterung. Es kommen vereinzelt auch immer wieder kritische Stimmen. Wenn auf 100 positive Rückmeldungen eine Kritik kommt, ist das nicht der Rede wert. Eigentlich. Und dennoch scheint diese eine kritische Stimme um ein Vielfaches lauter zu sein, als all die lieben Worte. Verrückt, oder?

Meine Wahl ist definitiv klar. Mein Fokus liegt auf dem, was großartig ist. Mein Fokus liegt auf eurer Wertschätzung, liegt auf den Menschen, die das mögen, was ich bin und tue. Ich kann nicht jedem gefallen. Das wäre nicht natürlich. Wichtig ist, dass ich mir gefalle und dann umgebe ich mich mit Menschen, denen das, was ich bin, auch gefällt. Punkt. 😉💗

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 9. November 2019

Mein Geschenkbüchlein ist online

Wow!!!! Es gibt Tage, da schießt es mir nur so durch die Adern und alles mögliche sprudelt aus mir raus. Heute ist so ein Tag. Kreativität pur. Es ist noch nicht mal halb elf und das ist schon mein dritter Post. Dann bin ich mal die Zumutung, von der ich eben geschrieben habe. 😉

Gerade kam nämlich die Email von Amazon, dass mein Geschenkbüchlein mit meiner Weihnachtsgeschichte online ist. ES IST VERFÜGBAR!!!! Kann also ab sofort gekauft werden. Krass!!!!! Großartig!!!! Mega wundervoll fantastisch!!!!! 🎉🎉🎉🎉🤩🤩🤩🤩🤩

Ich kann es noch gar nicht glauben. Vor 4 Tagen morgens eine Blitzidee und schon ist das Baby auf der Welt! Wahnsinn!!!! Wo soll ich denn heute nur hin mit meinen Glücksgefühlen und überhaupt mit all der Kreativität!!!!????

Danke, Wolfgang, dass du mich immer wieder machen lässt, mich stundenlang am PC sitzen lässt und in der Zwischenzeit den Haushalt schmeißt. Danke, dass du mir immer wieder meinen Fluss ermöglichst.

Danke, Christiane, für den Stein des Anstoßes, ohne dass dir das bewusst war.

Danke, Amazon KDP, dass du es so einfach machst, Bücher rauszubringen. Ich liebe deine intuitive Technik und diese Einfachheit. Danke, dass du das alles zur Verfügung stellst. Danke, Stefan Hiene, dass du mir vor mehr als drei Jahren überhaupt den Tipp mit Amazon KDP gegeben hast. Soooo wertvoll! 💗

Dieses Leben ist ein einziges Fest! 💗

Hier der Link zu Amazon.

Ach und nochmal explizit: Die Geschichte ist auch in meinem ersten Buch schon als ein Kapitel von vielen enthalten. Dieses Büchlein mit 30 Seiten ist eine Auskopplung. Die Geschichte wollte einfach separat in die Welt und zwar genau jetzt. Weihnachten kann kommen. 🎁🎄🎅




Sei bereit, eine Zumutung zu sein

Du denkst, du bist zu viel? Du denkst, du kannst dich nicht so zeigen wie du bist, weil das für andere eine Zumutung sein könnte? Du bist zu laut? Zu bunt? Zu anspruchsvoll? Zu gefühlvoll? Zu sensibel? Zu zart? Zu leise? Zu zögerlich? Eklig? Abstoßend? Schrill? Seltsam? Zu naiv? Zu unprofessionell? Zu stümperhaft? Zu klein? Zu unbedeutend? Zu offen? Zu ehrlich?

Du bist genau richtig! Und du darfst dich volles Rohr den anderen zumuten. Sei bereit, eine Zumutung zu sein, wenn das bedeutet, dass du echt bist. ❤️

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Lass dich selbst zu

Lass dich selbst zu. Lass dein wahres Wesen zu. Lass deinen Weg zu. Lass dein Leben in seine natürliche Ordnung zurückfallen. 💗

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 8. November 2019

Niemand kann dir ein bestimmtes Ergebnis versprechen

Wenn du etwas nicht hast, wähle, es zu haben.

Wenn du etwas erfahren möchtest, wähle die Erfahrung.

Wenn du etwas nicht mehr erfahren möchtest, wähle eine neue, zuträglichere Erfahrung.

Wenn du etwas sein willst, wähle, es zu sein.

Wenn du etwas nicht mehr sein willst, wähle, was du stattdessen sein willst.

Wir vergessen das so oft und ich werde nicht müde, daran zu erinnern. Wir können WÄHLEN! Wir können in jedem Moment eine neue Entscheidung treffen. Wir können das abwählen, was ausgedient hat. Wir können das wählen, was jetzt besser zum Ausdruck bringt, wer wir wirklich sind.

Immer, wenn es in dir denkt: "Ja, das wäre schön. Ach, wenn das so wäre, das wäre wirklich schön", dann wähle das Schöne, wähle das, was jetzt wirklich schön wäre. Es muss nicht beim Konjunktiv bleiben.

Vielleicht scheitert dieses Wählen aber auch schlicht daran, dass du dir die Macht nicht zutraust. Vielleicht kannst du nicht glauben, dass das wirklich reicht, dass eine bloße Entscheidung reicht, eine bloße Entscheidung von DIR. Wer bist du schon, dass du zu solch kraftvollen Veränderungen fähig wärst? Wer bist du schon, dass eine Entscheidung von dir deine Welt verändern sollte?

Denkt es manchmal solche Sachen in dir? Sind da diese Zweifel? Hättest du gerne jemanden, der das für dich macht, weil du es nicht kannst? Jemanden, der dir das abnimmt?

Ich schätze, dieser jemand wird nicht kommen. Und wenn die Versprechungen der anderen auch noch so toll sind. Die Versprechungen von einem glücklichen Leben mit einem Fingerschnipp, wenn du nur dieses oder jenes Tool anwendest. Die Versprechungen, dass du ein fünfstelliges Monatseinkommen generieren kannst, wenn du nur diesen einen Marketingplan strickt verfolgst. Die Versprechungen, dass dir ein bestimmtes Konzept von jemand anderem, das bringt, was du so gerne hättest und glaubst, selbst nicht dahin zu kommen.

Niemand kann dir etwas versprechen. Niemand kann von außen daherkommen und dir zusichern, dass ein bestimmtes Ergebnis bei dir eintritt, wenn du dies oder jenes tust.

Jedes Mensch ist individuell. Jeder Mensch hat ein ganz eigenes System. Ein ganz eigenes Mindset. Ein ganz eigenes Weltbild. Wer bitte schön, kann sagen, was welcher Schritt bei dir bewirkt? Wer kann denn wirklich wissen, was da überhaupt in dir wirkt? Was für dich passend ist?

Das Einzige, was uns bei solchen Versprechnungen lockt, ist unsere tiefe Sehnsucht nach dem, was da versprochen wird und der Glaube, dass wir alleine nicht dazu in der Lage wären, dass wir auf jeden Fall jemanden brauchen, der uns endlich sagt, wie es geht.

Das kann aber niemand. Niemand kann dir sagen, was bei dir geht oder nicht. Einzig allein du weißt wirklich, was bei dir geht. Einzig allein du, kannst die Wahl treffen. Du bist der einzige Mensch, der dir das bescheren kann, was du so sehnlich willst. Kein anderer sonst. Und ja, Himmel nochmal, du hast die Macht und die Kompetenz dazu, das in die Wege zu leiten. Ja, doch, du kannst spüren, was für dich richtig ist, stimmig. Du merkst doch ganz genau, wann es anfängt, sich schräg anzufühlen, weil dich jemand in ein Konzept quetschen will, was so gar nicht zu dir passt.

Dein Navi funktioniert einwandfrei. Nimm deine Macht wieder an. Erinner dich an deine Größe, an deine Weisheit. Komm in deine Verantwortung für dich und entlasse alle anderen, denen du dich überantwortet hast.

Und wenn dann doch nicht das passiert, was du gerne hättest, dann passiert sowieso das, was noch viel besser für dich ist. Du bist definitiv der einzige Fachmann für dein Leben. Deine Seele weiß doch ganz genau, wo es für dich lang geht. Folge ihr, nicht irgendwem.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 7. November 2019

Von Kleinheit und Selbstzweifeln

Ach, es ist schon interessant, wenn man so seinen Herzensweg geht. Selbstzweifel, Kleinheit, Wertlosigkeit, Bedenken aller Art - sie schauen immer mal wieder vorbei und wollen einen Keks.

Heute ist es wieder so weit. Es geht um mein Büchlein, das ich Dienstag gebastelt habe, voller Euphorie und wohl wissend, dass das genau passt und stimmig ist, dass das JETZT dran ist, dass das jetzt in die Welt MUSS. Ja, es sieht ganz anders aus, als ich es mir vorgestellt habe. Aber es ist wie bei meinem ersten Buch - es drängt. Es will JETZT raus. Da ist keine Zeit für viel Schminke und Schischi.

Obwohl ich das alles weiß und fühle, kamen heute die Bedenken. "Die Leute werden enttäuscht sein. Du versprichst viel zu viel. Die Geschichte ist überhaupt nicht so magisch, wie du denkst." und so weiter und so fort.

Genau davon erzähle ich euch in meiner neuen Podcast-Folge, die ich eben dazu aufgenommen habe. Wir brauchen nicht warten, bis die Zweifel weg sind. Wir dürfen sie mitnehmen.

Hier der Link zum Podcast:
https://anchor.fm/anja-reiche/episodes/Von-Kleinheit-und-Selbstzweifeln-und-davon--dass-sie-einfach-mitkommen-wollen-e8s06k

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 6. November 2019

Würfelhusten

Ich muss mir jetzt einfach diesen Spaß erlauben. Beim Suchen eines Dokuments in den Untiefen meines Laptops bin ich gerade auf dieses Schmankerl gestoßen. Entstanden, damals zu der Zeit, als ich noch Alkohol getrunken habe und auch gerne mal einen über den Durst. Es muss mindestens 15 Jahre her sein, dass ich diesen Text geschrieben habe über "the day after". Ich könnt mich jedes Mal wegschmeißen, wenn er mir wieder in die Finger kommt. Grandios!!! 😂😂😂

Fühlt euch eingeladen auf eine Reise in meine Vergangenheit und meine ersten literarischen Werke. Damals hatte ich tatsächlich schon im Gefühl, dass ich mal irgendwann ein Buch schreiben werde. 😉

Würfelhusten

Doofe Krankheit! Vor allem meist verbunden mit dem dringenden Wunsch zu sterben, während man sich wie ein Häuflein Elend vor dem Klo zusammenkauert. So auch dieses Mal. Ja, das habe ich nun davon, dass ich mal wieder zu tief ins Glas geschaut habe. Scheiß Gruppenzwang! Es ist aber auch immer das Gleiche. Wider besseren Wissens wehrst du dich nicht vehement genug dagegen, dass dein Glas immer gleich wieder voll geschenkt wird, kaum, dass du es ausgetrunken hast. Und dann am besten noch die "bunte Vielfalt". Da spuckt es sich viel interessanter. Mit etwas Glück kann man sogar noch erkennen, welche Früchte einst den letzten Cocktail geziert hatten.

Und dann der Morgen danach!
Irgendwie hab ich es wieder geschafft, die Nacht zu überleben. Ich wache bei meiner Freundin auf der Couch auf, öffne ganz vorsichtig erst ein Auge und als der erste Schmerz des grellen Lichtes erträglich geworden ist, das zweite. Ich hab tote Katze im Mund und muss dringend zur Toilette. Die Blase drückt enorm. Nachdem ich vergeblich versucht hab, dieses Bedürfnis zu unterdrücken, geb ich mich geschlagen. Und kaum hab ich mühsam meinen Kadaver in die Höhe gehievt, fängt auch schon das kleine Männchen in meinem Kopf an zu hämmern. Mit gefühlten 3 Promille Restalkohol schleppe ich mich ins Bad (ein Blick in den Spiegel sagt mir, dass auch meine Haare eine Party gefeiert haben müssen) und anschließend wieder ganz schnell auf die Couch. Die kurze Anstrengung war schon genug, um meinen Magen wieder auf den Plan zu rufen. Ich will nur noch heim, mich in mein Bett verkriechen und langsam den Heldentod sterben. Also packe ich, so schnell es mein Zustand zulässt, meine sieben Sachen und schleiche mich aus der Wohnung! Auf dem Weg zum Auto schwöre ich mir zum x-ten Mal, dass ich NIE WIEDER auch nur einen Tropfen Alkohol anrühre! Und während ich dann mein Auto mühsam Richtung Heimat lenke, Stoßgebete gen Himmel schickend, dass doch die Polizei heute wo anders Straßenkontrollen durchführen möge, überkommt mich unsägliche Müdigkeit. Mit letzter Kraft stelle ich auf einer etwas entlegenen Straße meinen Wagen an den Fahrbahnrand und drücke erleichtert die Augen zu. Doch der Genuss ist nicht von langer Dauer. Mein Magen macht mir einen Strich durch die Rechnung. Ich hechte aus dem Auto und geradewegs auf den Straßengraben zu. Und ehe ich's mich versehe, hab ich ihn wieder: DEN WÜRFELHUSTEN!

Und da kauer ich nun an einem verregneten Samstagmorgen in meinem Elend mit abstehenden Haaren an einem Straßengraben mitten in der Pampa. Ich sehe aus wie der Tod auf Latschen, habe eben mein Innerstes nach außen gekehrt, und da wird sie mir zuteil, die Hilfsbereitschaft und soziale Wärme meiner Mitmenschen. Gerade dann, als ich einfach niemanden sehen möchte, fährt ein Auto rechts ran. Der Gutmensch steigt auch noch aus, um mich zu fragen, ob alles in Ordnung wäre (die Frage kann nur rhetorischer Natur gewesen sein!) oder ob er Hilfe holen solle (welcher Art auch immer!). Da muss ich schon ein extrem jämmerliches Bild abgegeben haben. Hätte ich lediglich eine Autopanne gehabt, hätte kein Schwanz angehalten! Mit einem angestrengten Lächeln auf den Lippen versichere ich ihm, dass schon alles in Ordnung wäre (Ansichtssache!). Nach kurzem Zögern gibt er sich zufrieden und zieht von Dannen. Erleichtert kann ich mich wieder voll und ganz dem Straßengraben widmen. Irgendwie schaffe ich dann auch noch die restliche Strecke bis nach Hause. In der Wohnung angekommen hab ich dann gerade mal so Zeit um meine Sachen in eine Ecke zu feuern, bevor er mich wieder überfällt: DER WÜRFELHUSTEN (mittlerweile nur noch Husten!)! Und dann ist es endlich so weit. Ich kann mich in mein heißersehntes Bett legen, meine Wunden lecken und mich der Illusion hingeben, dass ich ihn nie wieder haben werde: DEN WÜRFELHUSTEN.

(Teilen absolut erlaubt!😂)


Foto: Canva
Text und Gestaltung:  Anja Reiche

Dienstag, 5. November 2019

Urweiblichkeit - Es ist an der Zeit, unserem alten Wissen wieder zu vertrauen

Das Thema Urweiblichkeit scheint gerade wieder extrem im Feld zu sein. Gerade wenn es um die absolute Hingabe an das Leben geht, so wie ich es vor zwei Tagen beschrieben habe, geht es im gleichen Zug um die Hingabe an einen Mann, die Hingabe in der körperlichen Begegnung.

Diese Hingabe wäre ja ganz schön, wenn da das Thema "ungewollte Schwangerschaft" nicht mitschwingen würde. 😉 Das Wort Verhütung impliziert ja schon diese Gefahr. Wir müssen uns vor etwas hüten. Das entspricht so gar nicht meinem Weltbild.

Ich erzähle euch von meinem Weg, der über krasseste Menstruationsbeschwerden hin zur schmerzfreien freien Menstruation führte. Ich erzähle euch davon, wie ich mit meiner Gebärmutter Freundschaft geschlossen habe, ja überhaupt erst wieder in Kontakt getreten bin. Ich erzähle euch von meinem Wissen für mich, dass ich in diesem Leben gewählt habe, nur für mich verantwortlich zu sein und somit keine Kinder gewählt habe und davon, dass ich mich in Sachen Verhütung ausschließlich auf mich, mein Gefühl, meinen Körper, mein inneres Wissen verlasse.

Dieses Thema ist heikel. Ich weiß es. Ich habe mir mehr als einmal ordentlich Schelte eingefangen für meine Ansicht und gleichzeitig weiß ich, dass es unzähligen Frauen gut tut, dass ich meine polarisierenden Ansichten teile und ihnen damit helfe, ihre eigene Wahrheit ebenfalls zu kommunizieren und vor allem auch zu leben.

Fühlt euch eingeladen in meine Welt einzutauchen. 💗 Zum Podcast geht es hier: https://anchor.fm/anja-reiche/episodes/Urweiblichkeit---Es-ist-an-der-Zeit--unserem-alten-Wissen-wieder-zu-vertrauen-e8qrsj.

PS: Zur ganzen Thematik findet ihr hier auf meinem Blog und auf YouTube auch die Videos von April 2018 als ich so extrem im Prozess war, weil meine Regel 8 Wochen ausgeblieben ist. Außerdem gibt es hier noch mehr Artikel zum Thema Weiblichkeit und freie Menstruation. Einfach bei den Schlagworten rechts im Menü anklicken.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 3. November 2019

Das Leben nimmt mich mit Haut und Haaren

Ich spüre eine enorme sexuelle Energie, eine Art Ladung, Spannung, Erregung. Das hat nichts Körperliches. Ganz im Gegenteil. Das ist etwas Universelles, Seelisches, Übergeordnetes, Feinstoffliches.

Es britzelt und prickelt. Da kommen innere Bilder davon, dass mich das Leben nimmt. Leidenschaftlich. Mit Haut und Haaren. In diesen Bildern ist das Leben personifiziert. Und es brennt. Lichterloh. Es ist entflammt. Ich ebenfalls.

Ich bin in der völligen Hingabe, bereit, mich nehmen zu lassen, vollkommen, komplett, total, genieße diese maskuline Kraft, diese Entschlossenheit, die das Leben an den Tag legt. Ich bin bereit, diesen Orkan über mich ergehen zu lassen, durch mich durch fegen zu lassen, mich in dieser Extase aufzulösen, den Verstand zu verlieren in dieser Begegnung.


Es ist ein Schöpfungsakt, es ist eine heilige Vereinigung. So bringt sich das Leben auf die Erde, so wird Kreativität geboren, so kommen Dinge in die Materie. Durch die heilige Vereinigung des Lebensgeistes mit dem Fleisch.

Wie oft habe ich gesagt und diese Wahl getroffen: "Hier bin ich Leben. Nimm mich!" Und das Leben tut es. Ich will nichts mehr kontrollieren. Ich lasse geschehen, lasse ES mit mir geschehen. Lasse mich nehmen und nehme diese diese Power in mich auf. Das Leben ergießt sich in mir und zusammen mit meiner Energie entsteht etwas Neues, etwas Drittes. Immer wieder. Das, was daraus geboren wird, sind meine "Kinder", meine Projekte, meine Kreationen.

Ohne das Buch von Veit Lindau "Seelengevögelt" gelesen zu haben, beschreibt dieser Titel hervorragend das, was ich gerade fühle. So erlebe ich es. Ich fühle mich seelengevögelt. Und es raubt mir den Atem. Es ist so wundervoll. So magisch. So aufregend. So erregend. Jede Zelle meines Körpers vibriert, ist beseelt, pulsiert voller Leben und Leidenschaft.

Das Leben elektrisiert mich, macht mich an, total. Das Leben ist ziemlich sexy. Anders kann ich es gerade gar nicht sagen.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Den leeren Raum aushalten

Der Herbst macht es vor. Loslassen ist angesagt. Nackt machen. Pause. Erholung. Rückzug. Dunkelheit. Heute morgen auf meinem Spaziergang im Wald ist dazu eine neue Podcast Folge entstanden - Nr. 7 übrigens😊 - mit Vogelgezwitscher und wunderbarer Energie.

"Den leeren Raum aushalten - die Pause zwischen ausatmen und einatmen"

Hier geht es zum Podcast: https://anchor.fm/anja-reiche/episodes/Den-leeren-Raum-aushalten---die-Pause-zwischen-ausatmen-und-einatmen-e8l5rl

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 2. November 2019

Zu erfahren, wer man ist, ist Erfüllung pur

Ich sitze hier und mir laufen die Tränen. In den letzten Tagen komme ich aus dem Staunen irgendwie gar nicht mehr raus und versinke minütlich in einer demütigen, sprachlosen Dankbarkeit.

Es fühlt sich tatsächlich an, wie wenn eine bedeutende nächste Stufe meines Wirkens erreicht wäre. Meine Reichweite hat sich offenbar explosionsartig erhöht. Immer mehr Feedbacks erreichen mich aus Ecken, mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte. Ich werde von Menschen wahrgenommen und geschätzt, die selbst unfassbar viel zu sagen und zu geben haben, an denen ich mich ganz lange orientiert habe.

Selbst mein Blog hat eine viel höhere Aufruffrequenz als die ganzen letzten Monate, obwohl ich mich darum kein Stück kümmere. Wenn ich sehe, von welchen Ländern aus zugegriffen wird, werden meine Augen groß und kugelrund. Nichts davon war beabsichtigt oder geplant. Ich mache quasi nichts dafür. Ja, es ist meine Vision, das schon. Antrieb meines Tuns sind allerdings immer ausschließlich Impulse und keine Strategien oder gar Kalkül.

Dieses Ausbreiten in der Welt fühlt sich verdammt gut an. Es fühlt sich richtig an. Das ist mein Weg. Da geht er lang. Mehr und mehr in die Öffentlichkeit. Mehr und mehr Gehör verschaffen. Reden, Publikum, mich versprühen.

Ich hab was zu sagen. Ich hab verdammt viel zu sagen.

Mir wird bewusster und bewusster, wie ich wirke, wie weitgreifend ich wirke, wie tief ich offensichtlich wirke, wie lange ich bei vielen Menschen schon wirke, ohne dass ich davon auch nur den Hauch einer Ahnung hatte.

Mein Selbstverständnis, dieses "Wer-bin-ich", ist so deutlich und tief fühlbar, wie selten zuvor.

Das alles ist nur möglich, weil es euch gibt, weil ihr mir sagt, wie ihr mich erlebt, was ihr an mir schätzt, was meine Worte, mein Sein in euch bewegen. Ich könnte mich nicht erfahren, wenn es euch nicht gäbe, diese wunderbaren Menschen, durch die ich mich erkennen und erleben darf. Was für ein Geschenk!

Ich danke euch von Herzen!!! ❤️❤️❤️

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 1. November 2019

Leben kannst du nur, wenn du bereit bist zu sterben

Wie oft wurde mir gesagt, dass man es auch übertreiben kann mit dieser Selbstfindung, dass ich doch endlich aufhören soll, ständig "in alten Geschichten rumzuwühlen", dass es ja irgendwann mal gut sein muss, mit fühlen und durchdringen und die Dinge verstehen wollen, dass man sich damit auch verrückt machen kann. Wie oft...

Wie oft hat man mir gesagt, dass ich mich auch mal wieder um die "normalen" Dinge und das "normale" Leben kümmern muss, arbeiten und so. Zurückkehren zum Alltag und die Dinge auch mal gut sein lassen muss.

Echt? Muss ich das? Musste ich das? NEIN! Was ist denn dieser Alltag, zu dem ich hätte zurückkehren sollen? Was ist denn dieses Normale? Ich sollte funktionieren und die anderen nicht unnötig damit beunruhigen, dass ich Fragen stelle, dass ich Dinge in Frage stelle, dass ich es anders mache, dass ich nicht den scheinbar "leichten" Weg des Funktionierens wähle, sondern mir die Mühe mache, hinter die Kulissen zu schauen.

Es war genau richtig, so tief vorzudringen, so viel zu forschen, nicht locker zu lassen, mich ALLEM zu stellen, mir ALLES anzuschauen, was da so in mir schlummerte. Und ich werde auch nicht damit aufhören zu forschen, wieder und wieder die Zusammenhänge verstehen zu wollen, erspüren zu wollen, denn das meiste passiert bei mir über das Erfühlen. Ich durchdringe die Dinge mit meinem Bewusstsein, mach sie mir zu eigen, tauche ein und tauche auch wieder auf.

Soll ich euch was sagen? Jede Minute war es wert, mich damit zu beschäftigen. Jede Minute IST es wert, das zu tun. Jede Sekunde, in der ich mich um mich gekümmert habe, zahlt sich jetzt aus.

Ich BIN diejenige, die die Dinge durchdringt und verstehen "muss", damit ich sie anderen erklären kann, damit ich Klarheit in die Welt bringen kann. Meine Wahrnehmung und meine Auffassungsgabe sind deshalb so glasklar, weil ich sie jahrelang trainiert und geschult habe.

Ich wollte mich immer bis in den hintersten, letzten Winkel meiner Seele durchdringen und verstehen, egal wie dunkel und dreckig es da vielleicht ist. Diese Sehnsucht und diesen Antrieb hatte ich ganz intensiv, als ich mich Ende 2009 auf den Weg gemacht habe, auf den Weg zurück zu mir. Dieser Sehnsucht, diesem Drang bin ich gefolgt. Bis heute.

Ich bin allem in mir begegnet, der dunkelsten Nacht der Seele. Mich haut so schnell nichts mehr um. Ich muss nirgends mehr wegschauen, weil mich vielleicht etwas peinlich berührt oder zu sehr schmerzt. Leid entsteht dann, wenn ich mich gegen das, was eh schon da ist, wehre, wenn ich im Widerstand zur Realität bin. Ich schaue hin, nicht weg. Ich schaue überall hin, da ist kein Widerstand mehr, kein Vermeidenwollen, kein Ausklammernwollen.

Tatsächlich kann man sagen, dass ich furchtlos geworden bin. Ich fürchte nichts mehr.

Dieses Ausmisten in mir, dieses rigorose Aufräumen, Durchfühlen, mich stellen, von dem mir so oft gesagt wurde, dass ich es übertreibe, hat mich letztlich in meine Kraft geführt, in meine Stärke. Dass ich der Schwäche, der Angst, der Ohnmacht, der Kleinheit, der Wut, der Wertlosigkeit, usw wieder und wieder gegenübergetreten bin und mich davon hab verschlingen lassen, hat mich in meine Größe geführt. Nichts anderes.

Ich stehe heute hier voller Leben, weil ich bereit war zu sterben, alles loszulassen, von dem ich dachte, dass ich das bin, wieder und wieder. Ich habe nichts gescheut, um nichts einen Bogen gemacht. Ich bin mittendurch, unzählige Male. Gott sei Dank! Gott sei Dank hab ich auf mich gehört und nicht auf die anderen.

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Text und Gestaltung: Anja Reiche

Wenn du dich entschieden hast, vergiss die Alternativen

Einen wunderschönen guten Morgen. Die Nacht war mal wieder kurz. Die Ideen rattern und haben mich aus dem Bett getrieben. Tatsächlich hab ich gerade die nächste Podcast-Folge aufgenommen über den Unterschied von brauchen und brauchen. 😉 Gewidmet dem wunderbaren Wegbegleiter, Seelenbruder, Herzensmensch und tief verbundenem Freund Mischa Miltenberger, der mir die entsprechende Frage gestellt hat. DANKE dafür! 💗

Kurz und knackig. So ist auch die neue Folge. Vermutlich wird das so bleiben. Zackig auf den Punkt. Die Akupunkturnadel eben. 😉

Endlich gibt es da ein weiteres Medium, auf dem ich mich verbreiten kann und all die tausend Zettel "abarbeiten" kann, die noch mit Ideen und Impulsen für Beiträge hier liegen. Sensationell. Wahrscheinlich verbringe ich das lange Wochenende mit Stöpseln im Ohr, Handy im Anschlag, quatschender Weise Podcasts aufnehmen. 🥰🤩 Eine wunderbare Vorstellung.

Ich kann immer noch nicht fassen, wie schnell das jetzt alles ging. Wie unglaublich einfach, kinderleicht. Zack - fertig! Vorgestern die Idee und keine Ahnung von der Technik und der Materie überhaupt, aber genau gewusst und gefühlt, dass das jetzt dran und richtig ist. Dann gestern ein wenig im Internet geschaut, hingespürt, wie ich es haben muss, damit es für mich am einfachsten ist mit Aufnahmen und Handling. Hier geschaut, da gelesen. Und dann läuft mir diese krass geile, super easy App Anchor über den Weg und all meine Wünsche werden mit einem Schlag erfüllt.

Alles ist vom Handy aus machbar. Die Folgen werden automatisch an sämtliche gängige Plattformen verteilt, ohne dass ich mich darum kümmern muss. Upload-Volumen unbegrenzt. Hosting inklusive. Und das Ganze ist tatsächlich komplett kostenlos.

Könnt ihr euch vorstellen, wie sehr ich feier und staune??? Ist diese Welt nicht großartig? Ist dieses Leben nicht großartig? Was für ein Fest! Was für eine Fülle!

Wenn du dann noch weißt, was du willst und wie es für dich sein muss, damit es 100% stimmig ist, dann kann das Leben liefern und zwar auf den Punkt. Es braucht "nur" diesen Fokus, diese klare Absicht, dieses Zweifelsfreie. Mir war klar, dass ich keine Abstriche und faulen Kompromisse eingehen werde. Völlige Entschlossenheit. Bähm! 💥

I like!!! UND ich wünsche jedem, dass er sich als Schöpfer seiner Welt erleben kann - genau so - auf den Punkt. 💖 Da bin ich wieder bei dem einen geilen Satz, der mir vor Längerem mal über den Weg gelaufen ist: Wenn du dich entschieden hast, vergiss die Alternativen.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 31. Oktober 2019

Mein TiefenTalk als Podcast-Format

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche
 Krasses Pferd!!! Jetzt gibt's was auf die Ohren!!!! Seit heute existiert tatsächlich mein Podcast. 🤩🤩🤩 Gerade eingerichtet und auch über Spotify zu hören. Ich werd ver-rückt!!! Ach ne, bin ich ja schon, muss ich gar nicht erst werden. 😉

Immer wieder wird mir gesagt, dass das, was ich spreche eine ganz besondere Wirkung hat. Meine Sprachnachrichten auf WhatsApp sind anscheinend Medizin. Immer wieder werde ich danach gefragt, ob es mein Buch nicht endlich auch als Hörbuch gibt, von mir vorgelesen. Irgendwas muss ja dran sein an meiner Stimme, an meinem Sprechen, an meinen Worten. Na dann...

Gestern noch war der Podcast absolut in der Schwebe, ein Fragezeichen, eine Möglichkeit. Heute ist er schon Realität mit der ersten Folge. DANKE Christiane, für den fetten Schubser. DANKE Leben, für diese unglaubliche Technik.

Meine Aufnahmen sind schnörkellos und einfach. Kein Intro, kein Schnickschnack, kein Gelaber um den heißen Brei. Bei mir geht es wie immer direkt zur Sache.

https://anchor.fm/anja-reiche/episodes/Die-Sehnsucht-nach-sich-selbst-e8fpi9


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Ich traue jedem seine eigene Wahrnehmung zu

Das Ding mit der eigenen Wahrnehmung ist ja so eine Sache. ;)

Ich schreibe immer wieder von meinem Empfinden, wie es mir geht, was gerade bei mir passiert, wie ich die Zeitqualität wahrnehme, was ich im Feld spüre, im Kollektiv. Manche meinen, mich immer wieder darauf hinweisen zu müssen, dass ich doch bitte vorsichtiger damit sein müsste. Das würde ja alles nicht pauschal für jeden gelten. Und ich müsste doch das alles bedenken und entsprechend formulieren.

Äh...🤔 Lass mich kurz nachdenken: NEIN! Ich muss hier gar nichts. Ich rede von MEINEN Wahrnehmungen und Eindrücken und ich werde, glaube ich, auch nicht müde, das zu betonen. Meine Texte, meine Videos, mein Wirken in Coachings und Mentorings sind ein Buffet mit Selbstbedienung. Jeder weiß am besten, was er sich nehmen will und was nicht.

Wenn ich mir beim Schreiben ständig Gedanken machen würde, was für die anderen gut ist und was jeder braucht und ob das jetzt für ALLE stimmt, würde ich kein einziges Wort mehr schreiben, weil ich dann nicht mehr bei dem bin, was ICH will, was für mich stimmt. Außerdem kann kein Mensch alle Befindlichkeiten und Wenn und Abers der gesamten Menschheit mit einbeziehen. Jeder steht halt ganz wo anders. Jedes Wort kann immer anders ausgelegt werden. Es jedem Recht zu machen, ist, wie wir alle wissen, schlicht unmöglich und der Versuch absolut unsinnig.

Jeder Mensch hat seine eigene Wahrnehmung. Jeder Mensch spürt genau, was für ihn passt und was nicht. Wenn hier etwas mit dir in Resonanz geht, dann sind meine Worte für dich wahr, weil du deine Wahrheit in ihnen wiedererkannt hast. Mehr nicht.

Und so ist es mit allem, was wir irgendwo lesen oder hören. Wir gehen dann in Resonanz und fühlen dieses herrliche JA im ganzen Körper, wenn wir im Außen unsere eigene, tiefste, innere Wahrheit erkennen. Dann sagen wir sowas wie "Der hat Recht". Eigentlich müssten wir sagen: "Der spricht meine Wahrheit".

Genauso wenig muss ich andere vor etwas warnen, vor Manipulation, vor krummen Geschäftemachern, vor Betrügern oder denen, die wir als solche bezeichnen würden. Wenn da für mich etwas nicht stimmt, dann spüre ich das und handle entsprechend. Ich suche das Weite. Naja, meistens forsche ich vorher noch, was da nicht stimmt. ;) Ich bin eben neugierig und durchdringe die Sachen gerne.

Deswegen muss ich aber noch lange nicht andere warnen und aufklären. Die haben ja schließlich ihr eigenes Gefühl. Und wenn es für diejenigen dran ist, sich manipulieren zu lassen, weil sie empfänglich dafür sind, dann ist das auch gut. Es gibt ja nicht nur die "bösen Manipulierer", die in Wahrheit nur aus ihrer eigenen Angst und Bedürftigkeit heraus andere lenken wollen, es gibt entsprechend auch die, die sich lenken lassen, die bereit sind, sich selbst und ihre Wahrnehmung zu verlassen. Ist mir selbst schon oft genug passiert. Ich weiß wovon ich rede. ;) Früher oder später hab ich mich schon wieder selbst gefunden und bin zurückgekehrt zu meiner eigenen Weisheit. Mich muss keiner warnen. Mein eigenes Warnsystem funktioniert perfekt. 🚨

Also werde ich hier weiter fröhlich, völlig "unbedacht" und frei Schnauze meine Wahrheit sprechen, meine geistigen Ergüsse über euch ausschütten, weil ich Spaß dran habe. Nichts anderes. Wenn sich jemand darin erkennt, wunderbar. Wenn sich jemand daran stößt, wunderbar. Alles richtig. Deine Wahrnehmung hat genauso recht wie meine. ;) Ich traue nämlich jedem seine eigene Wahrnehmung zu.

Danke, Anna Scholl, für diesen grandiosen Satz.

Foto: Canva
Text: Anna Scholl
Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 29. Oktober 2019

Die Dinge sind in Gang gekommen

Längere Zeit hatte ich jetzt irgendwie das Gefühl des Stillstandes, zumindest im Außen. Erholung, schlafen, SEIN. Das Gefühl, dass alles getan ist. Dass ich nichts mehr wirklich Wichtiges tun kann. Alle Vorbereitungen waren getroffen. Ruhen. Wirken lassen.

Seit einigen Tagen spüre ich eine andere Qualität. Es ist plötzlich Bewegung drin. Ordentlich Bewegung. Die Dinge kommen in Gang. Sortieren sich ganz von alleine. Da ist nichts aufzuhalten. Es hat Eigendynamik. Alles, was vorbereitet wurde, kommt jetzt in die Materie. Egal, was da vorbereitet und genährt wurde. Das, was aus Liebe resultiert, aber auch das, was aus der Angst geboren wurde.

Die Lunte brennt und kann nicht mehr gelöscht werden. Alles, was nicht der höchsten Liebe entspricht, fliegt uns über kurz oder lang (ich würde sagen, eher kurz 😉) um die Ohren, wird weggesprengt im wahrsten Sinne des Wortes. Die Zeiten des (Selbst)Betruges sind vorbei. All die Theaterstücke, Inszenierungen, Gruppierungen, Institutionen die einst aus Angst, Vermeidung und Mangel gegründet wurden, all die Partnerschaften, Verträge, Geschäfte, die aus dem gleichen Beweggrund eingegangen wurden, schaffen sich jetzt selbst ab. Sie höhlen sich von innen heraus aus, zersetzen sich, zerfressen sich selbst, jagen sich eigenhändig in die Luft.

Es gibt kein Entkommen und auch keine Gnade. Halbherzigkeiten und faule Kompromisse sitzen nicht mehr drin. Gefühlt nähern wir uns dem Grande Finale in ganz großen Schritten.

Wenn du aus einem riesigen Kartenhaus eine der untersten Karten ziehst, ist das Schicksal des einst stattlichen Bauwerks besiegelt. Wenn du von einer meterlangen Reihe aus Dominos den ersten Stein anstößt, gibt es kein Halten mehr.

Genau diese Dynamik wirkt gefühlt gerade. Unaufhaltsam. Unaufhaltsam in die eine Richtung, die alles löscht, was überholt ist. Unaufhaltsam aber auch in die andere Richtung. Das, was der höchsten Liebe entspricht, der tiefsten eigenen Wahrheit, dem reinen Herzen, ist genauso wenig aufzuhalten. Es läuft einfach. Und wirklich einfach. Auch das wurde schließlich gut vorbereitet.

Beim SpazierGang heute im Wald ist mir das ziemlich deutlich klar geworden. Die Dinge sind in Gang gekommen, im wahrsten Sinne des Wortes. In welche Richtung auch immer. Es läuft. Und das ist gut so. Natürliche Selektion. Es kommt wieder in die natürliche Ordnung, in die göttliche Ordnung. Es ist an der Zeit. 💥

Ich weiß nicht, was ihr macht, aber ich sitze mit Cola und Popcorn in der ersten Reihe und schaue gespannt zu. 😉 🍿🥤 Klappe und Action! 🎬


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Das Leben meint es immer gut mit uns

Das Leben schüttelt uns so lange, bis wir bei uns selbst rauskommen. Es schüttelt so lange, bis alles abgefallen ist, was wir nicht sind. Es schüttelt eigentlich immer nur dann, wenn es noch besser geht, wenn wir noch freier werden können, wenn wir noch mehr zu uns vordringen können.

Das Leben schüttelt nicht auf's Geratewohl, nicht willkürlich, nicht aus Zufall oder Boshaftigkeit. Das Leben ist auch nicht ungerecht oder hart, nicht unfair und auch keine Strafe, keine Bürde.

Dieses Leben meint es so richtig, richtig gut mit uns. Ich weiß, da gibt es Menschen, die tun uns scheinbar Sachen an. Da gibt es Unfälle, Krankheiten, Übergriffe, Angriffe, Konflikte, Manipulation, Intrigen, Gewalt, den Tod. Und ich bleibe bei meiner Aussage: Das Leben meint es immer gut mit uns.

Ich kenne Menschen - und zwar sehr viele - die haben die krassesten, fiesesten, heftigsten Sachen erlebt und die sehen das Leben genau so. Die haben darin Geschenke gefunden. Sie haben sich selbst gefunden.

Und auch ich rede nicht über den grünen Klee. Ich kenne emotionalen Missbrauch vom Feinsten. Ich kenne die Ohnmacht und unbändige Wut. Ich kenne jahrelange körperliche Schmerzen der heftigsten Art, kenne Krankheit und Schwäche. Ich kenne Panikattacken, Existenzängste, den Tod. Ich kenne Einsamkeit, Wertlosigkeit, Sinnlosigkeit, Verzweiflung, Manipulation, Narzissmus. Und ich bleibe bei meiner Aussage: Das Leben meint es gut mit uns.

Dieses Leben mit all den Herausforderungen will einfach nur, dass wir uns selbst erkennen und vor allem, dass wir uns befreien von all dem, was wir nicht sind. Dieses Leben will, dass wir aufwachen, bewusst werden und uns erinnern, wozu wir hergekommen sind, wer wir in Wirklichkeit sind. Dieses Leben will, dass wir unsere Ketten sprengen und es wird nicht müde, uns zu erinnern. Wieder und wieder und wieder. Wir bekommen eine Hilfestellung nach der anderen. Eine Möglichkeit nach der nächsten.

Was, wenn all der Mist, der da ist, riesige Chancen sind, uns wiederzufinden? Was, wenn dieses Leben uns uns selbst zurückschenken will? Unsere Größe? Unseren Wert? Unsere Macht? Unsere Eigenverantwortung? Unsere Freiheit? Unsere Leichtigkeit? Unsere Göttlichkeit?

Was, wenn wir uns all die Aufwachhilfen selbst dahin gebaut haben, weil wir uns auf keinen Fall verfehlen wollen? Was, wenn alle einfach nur ihre Rolle spielen, damit du dich erkennen kannst? Was, wenn jedes Schütteln immer genau richtig ist? Was, wenn hinter allem eine positive Absicht steckt?
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 26. Oktober 2019

Die Unkenrufe der anderen

"Du wirst schon sehen, was du davon hast." Diesen Satz hab ich in meinem Leben so oft gehört. Am besten noch mit dem Zusatz vorweg: "Mach doch was du willst!"

Es ging immer darum, dass ich mich als Kind, als Jugendliche, als junge Erwachsene nicht an die Ratschläge und das Lebensmodell meiner Eltern und Großeltern gehalten habe. Ich hatte eine andere Meinung, eine andere Ansicht, ein anderes Gefühl. Doch ich wurde nicht bestärkt, meinen eigenen Weg zu gehen und mein eigenes Ding zu machen. Nein, ich wurde durchweg gewarnt. Mir wurden sämtliche Katastrophenszenarien aufgezählt, wie das alles sau dumm ausgehen könnte. Klar war, wenn ich auf mein Gefühl höre, wird's blöd.

Ich hab natürlich trotzdem gemacht, was ich wollte, aber diese leise Stimme im Kopf war da: "Was, wenn sie recht haben?"

In letzter Zeit, war da diese leise Stimme immer wieder und zwar in Sachen glückliches, erfülltes Leben, Freiheit, Spiritualität, Bewusstseinsarbeit, Persönlichkeitsentwicklung.

Mein Gefühl für mich ist großartig. Ich habe eine brillante Wahrnehmung. Mein Antennen empfangen glasklar. Ich bin in Dauerkommunikation mit meiner Seele, bin absolut auf meinem Weg, fühle mich getragen und angebunden wie nie zuvor in meinem Leben.

Und dann kommen die Unkenrufe der anderen: Du musst dein Ego loswerden! Du musst dich aus der Matrix lösen, sonst kreierst du dir dein Leben lang Scheiß. Du musst deine negativen Gefühle loswerden. Du musst nur noch glücklich sein und alle anderen Gefühle sind Schwachsinn. Nur noch diese Methode ist richtig, alles andere führt zu nichts und ist völlig überholt.

Mein Gefühl sagt mir, dass das alles absoluter Nonsens ist. Ich hab mein Weltbild, das sich richtig, richtig gut anfühlt. MIR geht es gut. Mir könnte es tatsächlich nicht besser gehen und dann kommt da diese Stimme, die fragt: "Was, wenn sie recht haben?" Was, wenn ich was falsch mache? Was, wenn ich mich geradewegs auf den Ruin zubewege, aufs Verderben überhaupt? Ohne zu wissen, wie dieses Verderben aussehen sollte.

Gestern Abend hab ich mich gefragt, was ich denn eigentlich wirklich befürchte. Mein Leben ist ja schon großartig und ich würde nichts, aber auch gar nichts verändern wollen. Ich bin rundum mega zufrieden. Was also befürchte ich?

Dann wurde mir klar, dass das nicht meine Stimme im Kopf ist, sondern die Stimme meiner Familie. Mein Papa, meine Oma. Die haben immer richtig rumgeunkt. Eben dieses "Du wirst schon sehen, was du davon hast." Eine pauschal ausgesprochene Drohung. Wenn ich es anders mache als sie, dann wird's schlimm. Das war sicher. Ein guter Ausgang kam gar nicht in Frage.

Heute morgen im Bett ist dann der Groschen gefallen. Es geht hier null um mich. Es ist nicht meine Angst. Es ist nicht meine Stimme. Diese ganzen Warnungen aus der Spiri-Szene zum Beispiel sind Ausdruck der Ängste, die diejenigen haben, die sie aussprechen. Wenn mich andere vor etwas warnen, wie es damals meine Familie immer wieder getan hat, dann geht es um deren Ängste, nicht um meine. Dann geht es um deren Limitierung, nicht um meine.

ICH muss hier überhaupt nichts. Ich hab keine Angst vorm Ego. Ich hab keine Angst davor, mir Scheiß zu kreieren. Es gibt für mich nämlich keinen Scheiß. Ich hab keine Angst vor den dunklen Mächten, vor 3D, vor der Matrix, vor Ohnmacht, vor der Angst selbst. Ich bin damit sowas von klar. Die anderen haben Angst davor.

Diese Erkenntnis hat ziemlich gut getan. Sehr gut sogar. Deswegen erzähle ich euch davon. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass sie dem ein oder anderen auch seeeehr gut tut.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 25. Oktober 2019

Auch die heftigsten Gefühle wollen einfach nur gefühlt werden

Es geht ordentlich zur Sache, würde ich sagen. Es rumst und knallt, rumpelt, rüttelt, schüttelt.

Heute Nacht hab ich so heftig geträumt, dass ich wach wurde und von Angst übermannt war. Sie war so krass und alles einnehmend. Angst vor Ohnmacht, Angst vor Manipulation, Angst vor bösen Mächten aus der geistigen Welt, die mich negativ beeinflussen könnten. Alles Sachen, die in meinem Weltbild überhaupt keine Rolle spielen. Alles Sachen, die ich für mich eigentlich geklärt habe und dennoch war da diese massive Angst, die sich phasenweise so angefühlt hat, als würde ich gleich den Verstand verlieren.

Ich habe gemacht, was ich immer mache. Ich habe mich weit gemacht, hab mich komplett entspannt und einfach dieses Gefühl gefühlt. Ja, ich hätte in das Drama einsteigen können, in die heftigen Vorstellungen, in alle möglichen Horrorszenarien. Mir ist aber völlig klar, dass es darum überhaupt nicht geht. Es geht eigentlich nie darum, welcher Umstand, welche Geschichte das Gefühl auslöst. Es geht um das Gefühl an sich.

Also habe ich mich weit gemacht, die Angst eingeladen, wie schon so oft. Ich hab mich davon verschlucken lassen, hab ihr freien Lauf gelassen und sie fließen lassen. Unter ihr war die ganze Zeit die tiefe Liebe und die Anbindung an Mutter Erde zu spüren, meine Anbindung an das Göttliche. Ich bin getragen, immer. Auch wenn solche krassen Sachen in mir stattfinden. Mir kann überhaupt nichts passieren. Diese Gefühle wollen einfach nur da sein dürfen, endlich in Fluss kommen und damit unser System verlassen.

Viele erzählen mir in den letzten Tagen auch von körperlichen Schmerzen, die im Moment auftreten und die sich so anfühlen, wie wenn da einfach etwas geht, auf diese Art auch einfach das System verlässt.

Ja, das fühlt sich stimmig an für diese Zeitqualität. Es fühlt sich nach kollektiven Presswehen an, etwas Großes löst sich, kommt zur Welt, wird freigesetzt.

Vermutlich war die letzte Nacht für viele ziemlich heftig, was die Gefühle angeht. Zumindest hat es sich für mich so dargestellt. Es scheint, als ob gerade die absoluten Urängste hochkommen, die Gefühle, die wir am meisten vermeiden wollten, am längsten umgangen haben, am tiefsten vergraben haben.

Aus meiner Sicht ist es nur wichtig, sie endlich wirklich zuzulassen und damit den Stau in uns zu lösen. Die Kräfte, die in verdrängten Gefühlen gebunden sind, stehen uns nach dem Durchfühlen und Freisetzen als reine Schöpferkraft auf positivste Art wieder zur Verfügung. Wir setzen quasi gebundenes Kapital frei.

Und das ist es, was gerade im Kollektiv so massiv stattfindet. Wir befreien unsere Urkraft. Wir entfesseln uns selbst, indem wir endlich alles freilassen und zulassen, was so lange in uns festgehalten war, angestaut, blockiert. Wir bringen uns selbst zur Welt und liegen gerade in den Wehen.

Tun wir uns, unseren Gefühlen und unserer Schöpferkraft einen Gefallen und fühlen einfach, was gefühlt werden will. So heftig es sein mag, so befreiend ist es. Es lohnt sich. Zumindest ist das meine Erfahrung. ;) 

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Dein Auftrag ist es, du selbst zu sein

Ich sage, was ich wirklich denke. Was ich sage, meine ich 100% so.

Ich gestehe mir zu, dass meine Meinung in fünf Minuten wieder ganz anders sein kann.

Ich tue nur, was sich stimmig anfühlt. Alles andere lass ich sein.

Ich habe aufgehört, wissen zu wollen, was morgen ist. Wichtig ist, was jetzt ist.

Ich verbiete mir nichts, erlaube mir alles.

Ich beschäftige mich mit Dingen und umgebe mich mit Menschen, die mir gut tun.

Ich esse, was mir schmeckt. Mal vollwertig biologisch, mal Fastfood.

Ich ziehe an, was zu meiner Stimmung passt.

Ich stehe auf, wenn ich wach bin. Mal um vier Uhr morgens, mal um elf.

Ich gehe ins Bett, wenn ich müde bin und wenn das am helllichten Tag ist.

Ich gehe raus, wenn mir danach ist, ob dann die Sonne scheint oder nicht, ist egal. Genauso kann ich mich bei schönstem Wetter den ganzen Tag im Haus verkriechen.

Ich antworte auf Nachrichten, wenn ich Lust drauf habe. Wenn mir gar keine Antwort einfällt, antworte ich auch gar nicht.

Wenn ich vor Freude überschäume, schäume ich vor Freude über. Wenn ich traurig bin, bin ich traurig.

Diese Freiheit wurde mir nicht gegeben. Diese Freiheit hab ich mir genommen. Ich mach das so, weil ich es will, weil ich es mir wert bin, weil es drunter nicht mehr geht. Diese Freiheit habe ich gewählt. Diese Freiheit ist eigentlich ziemlich einfach. ;)
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche
 

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Der Ernst des Lebens ist in Wirklichkeit ein Horst

Wisst ihr was mir gestern wieder so richtig fett klar geworden ist? Bei aller spiritueller Entwicklung, bei allem Bewusstwerden, bei all den Prozessen hier, bei all dem Forschen und in die Eigenverantwortung gehen, sich in den Spiegeln des Lebens erkennen, bei all dem - Himmel nochmal habt Spaß!

Ich meine was für eine geile Inszenierung alles. Wir triggern uns und schießen uns gegenseitig hoch, wir diskutieren um Wahrheiten und Wahrnehmungen, um Weltbilder und wie es denn nun geht, dieses Leben. Und gleichzeitig ist das alles eine herrliche Parodie für uns selbst. Wenn wir ohne all die Muster, Rollen, Wunden und Verletzungen hinschauen, dann können wir sehen, dass eigentlich nichts davon wirklich relevant ist. Wer wann wo aufwacht. Schitt egal, wir kommen doch eh nicht dran vorbei an dieser besseren Welt. Die ist gebucht. Der Drops ist gelutscht.

Vom Mond aus betrachtet ist das alles ein Pups. Schaut euch dieses riesige Universum an und dann unsere vermeintlichen Probleme. Das ist doch lachhaft.

In diesen ganzen "Wahnsinn" der Spiritualität und Göttlichkeit darf vor allem Humor und Leichtigkeit. Das ist ja alles schön und gut, dieses Leben hier verstehen zu wollen, seinen Platz zu finden, sich zu ent-wickeln, sich zu ent-decken, verstehen zu wollen, wer man ist und wo man hingehört, in die eigene Größe zu kommen. Am liebsten bin ich allerdings echt und ehrlich und aufrichtig und komplett ich.

Bei aller Eigenverantwortung und Reflektion und Entwicklung will ich doch einfach nur Mensch sein. Dann will ich mal jemanden völlig unreflektiert anmotzen, dann will ich mich aufregen, wenn mich hier jemand angreift und sich angepisst fühlt, dann will ich mal lästern und bewerten. Mein Gott, wir sind nicht hier, um perfekt zu sein. Wir sind hier um echt zu sein, mit allen Facetten. In jedem Moment einfach nur authentisch. Mehr braucht es doch nicht.

Ich will das bunte, pralle Leben, Freude genauso wie Wut. Ich bin kein besserer Mensch, wenn ich bierernst und abgeklärt, völlig reglos in meiner Ecke sitze und erleuchtet bin, wenn mich nichts mehr berühren und bewegen kann.

Ich will unbedingt berührbar sein in jeglicher Hinsicht. Ich will fühlen und zwar alles. Jedes Gefühl ist bei mir willkommen. Das ganze Spektrum.

In diesen ganzen Zirkus darf echt mehr Spaß und Wurschtigkeit. Und ich feier jeden, der sich hinstellt und sagt, dass ihm grade die Krawatte schwillt und der einfach mal losdonnert. Natürlich ist es wichtig, prinzipiell bei sich zu bleiben und zu wissen, dass der andere gerade einfach nur was auslöst und nicht schuld ist, dass es mir gerade so geht. Aber dieses Gefühl will ich doch ersmal leben. Ich will lospoltern und bin deswegen trotzdem ein guter Mensch. Vielleicht vor allem deswegen. ;)

Mir tut es unfassbar gut, mir all das zu erlauben. ALLES. Und vor allem mal herzlich drüber zu lachen und mal drauf zu sch..., immer wieder. Das ist alles halb so wild und tragisch wie wir meinen.

PS: Den Spruch auf dem Bild hab ich übrigens geklaut. Wo weiß ich tatsächlich nicht mehr. Ist schon älter... ;)

Foto: Canva
Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 22. Oktober 2019

Reine Schöpfung erfordert reines Bewusstsein

Wenn wir rein erschaffen wollen, dann dürfen wir unser System immer mehr rein-igen.

Mit reinem Erschaffen meine ich, dass wir tatsächlich wählen, was jetzt dran und richtig ist, was unserem Herzen entspricht, was wahr für uns ist und das dann auch über kurz oder lang in unser Leben kommt, ohne dass wir "böse" Überraschungen erleben, die aus dem Unterbewusstsein resultieren, aus verdrängten Gefühlen, aus hinderlichen Überzeugungen, aus abgelehnten Anteilen.

Auf meinem Weg zurück zu mir (so heißt übrigens auch mein Buch 😉) habe ich bemerkt, dass mindestens einer von diesen drei Faktoren wirkte, wenn plötzlich Drama angesagt war, ich gelitten habe und irgendwas in mein Leben kam, was erstmal offensichtlich so gar nicht meiner Wahl entsprach. Es war eigentlich fast immer so, dass scheinbar erstmal das Gegenteil geschah. Verdrängte Gefühle, die endliche angenommen werden wollten. Hinderliche Überzeugungen, die sich verwirklichten. Abgelehnte Anteile, die integriert werden wollten.

Im Laufe der Zeit habe ich verstanden, dass sich damit lediglich die Dinge zeigten, die im Untergrund noch dagegen wirkten, die verhinderten, dass meine Wahl tatsächlich zu mir kommen konnte.

Geld konnte nicht kommen, weil ich den Mangel nicht fühlen wollte. Als ich den Mangel angenommen und integriert hatte, wurde es mit dem Geld besser. Noch besser wurde es mit dem Geld, als mir aufgefallen war, dass ich den Glaubenssatz hatte "Ich tue nicht genug. Ich tue nicht das Richtige." Ich lernte den Wert in dem zu erkennen, was ich tat und war wieder ein bisschen mehr in der Fülle.

Ich wählte die Freiheit und mir wurde gezeigt, dass ich Angst vor ihr hatte, dass ich eigentlich tief in mir drin nach Sicherheit strebte und nicht nach Freiheit. Ich nahm die Unsicherheit an und war der Freiheit damit einen Schritt näher.

Ich wählte, meiner Seele zu folgen und mir wurde gezeigt, wo ich mich noch vom Verstand regieren ließ, wo ich mich selbst noch verurteilte und als faul abstempelte, wenn ich meditierte, um die Stimme meiner Seele überhaupt zu hören. Faul sein - ein abgelehnter Anteil, den ich wieder annehmen durfte.

So ging es Stückchen für Stückchen weiter, immer mehr raus aus den alten Begrenzungen.

Meine Wahrheit ist, dass irgendwann nur noch unsere reine Essenz übrig bleibt, reines Bewusstsein. Irgendwann ist ausgemistet, was uns daran hindert, dass wir uns selbst komplett zum Ausdruck bringen können. Irgendwann sind wir wirklich frei und können rein erschaffen und wählen und das in unser Leben bringen, was unserem Ruf entspricht, das wofür wir wirklich hergekommen sind, unsere Urqualität leben, so wie wir eigentlich gedacht sind.

Dann sind wir im Einklang mit Körper, Geist und Seele. Dann ist es leicht. Dann braucht es kein Drama mehr, dann kreieren wir nicht "ausversehen Mist". Wir erschaffen nicht mehr aus dem Mangel heraus, aus der Angst, aus der Vermeidung, aus dem "verdreckten" Unterbewusstsein, sondern aus tiefer, universeller Liebe, mit unserem wundervollen göttlichen Bewusstsein, mit einem gereinigten Unterbewusstsein.

Ich treffe wieder und wieder die Wahl für diese reine universelle Liebe, für dieses reine Bewusstsein, für die Freiheit, für das radikale Echt-Sein und nur noch Ich-Sein. Ich entscheide mich immer wieder dafür, dass alles geht, was ich nicht bin, was nicht dieser höchsten Liebe entspricht. Ich entscheide mich immer wieder für mich, meine Wahrheit und reine Schöpferkraft.

Was wir wählen, ist entscheidend. Was sich nach der Wahl zeigt, ein Hinweis darauf, ob da vielleicht noch etwas im Untergrund schlummert, was jetzt erlöst werden möchte.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 21. Oktober 2019

Erfolg, Zweifel und immer wieder das Krönchen richten

Ich bin immer noch überwältigt von dieser Welle, die gestern losgebrochen ist. Ich staune. Ich bin dankbar und demütig. Und gleichzeitig waren da auch Zweifel, hab ich mich in Frage gestellt. Danke Shafiya Caroline Yao für die Einladung zum Reflektieren. Danke Mischa Miltenberger dafür, dass du meine Welt mal wieder auf die Beine gestellt hast. Ich liebe deinen Bums, mit dem du mein Krönchen immer wieder richtest!