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Sonntag, 14. Juni 2026

Über die kindliche Erfahrung, dass mein Sein keine Wirkung hat

Ich hab mal versucht, das, was ich gestern Abend geschrieben habe, noch weiter zu befühlen. Dann ist etwas aus meinem eigenen Prozess der letzten Tage in den Vordergrund getreten, was geteilt werden wollte: Die kindliche Erfahrung, dass mein Sein, die größte Kraft, die es gibt, die Göttlichkeit, keine Wirkung hat. Und am Ende schlug sich der Bogen dennoch zum Anfang meiner Nachricht.

Ich mag euch mitnehmen in mein Innerstes. 🙏🏼❤️✨💫✨

https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/2694


 

Donnerstag, 4. Juni 2026

Gottes Intelligenz ist nie nicht da

In den absurdesten Momenten flüstert ER mir zu: "Vertrau der dem innewohnenden Weisheit!" Sie ist vielleicht nicht direkt sichtbar, so gar nicht und war rückblickend doch immer da. Gottes Weisheit ist immer da. Sie ist nie nicht da. Oder wie Kathi sagen würde: "Was ist daran richtig, was ich noch nicht sehen kann?"

Genau in den haarsträubendsten Situationen werden innere Kinder berührt, die ich sonst niemals gefunden hätte. In den widrigsten Umständen entsteht Klarheit für mich, über mich, geschieht Selbsterkenntnis und Heilung.

Mit der Gewissheit, dass daran irgendetwas wichtig und richtig für mich sein muss, weil es sonst nicht da wäre, halte ich automatisch Ausschau nach der Intelligenz Gottes und was er sich dabei wohl gedacht hat. Ich halte Herz und Augen auf für das Geschenk, das unweigerlich darin verborgen liegt. Und vor allem fälle ich mit diesem Blick kein Urteil über mich, das sagt, dass ich etwas falsch gemacht haben muss, weil ich sonst nicht in dieser Situation wäre oder das es falsch wäre, in der Situation zu bleiben. Zum Forschen, Erfahren und Geschenke finden, kann ich überall sein.

Es braucht "nur" den Raum für die Entfaltung von alledem, die Kontaktbereitschaft damit. Diese Bereitschaft habe ich in der Intelligenz Gottes immer. Seine Brillanz und Perfektion in der Orchestrierung, sein Timing und seine Güte in all dem hauen mich immer wieder um.

DAS ist für mich die Herrlichkeit Gottes in der Erfahrung.


Sonntag, 31. Mai 2026

Ich werde nicht weichen

Das ist gerade der absolut passende Ausdruck meines inneren Prozesses.


Als Kind musste ich dem gottlosen, unmenschlichen Wahnsinn des direkten Umfeldes meinen Raum überlassen. In Meinem sein konnte ich nur alleine. Ich musste also entweder darauf warten/dafür sorgen, dass mein Umfeld zu Sinnen kommt oder ich musste - sobald ich konnte - gehen.

Heute gibt es nicht mehr nur entweder oder. Heute gibt es die Möglichkeit in Meinem zu sein und zu stehen, egal wie das direkte Umfeld beschaffen ist. Niemand muss zu Sinnen kommen. Ich muss aber dem Wahnsinn auch nicht mehr Raum geben. Ich bleibe und stehe in Meinem. Diskussionslos und alternativlos gleichermaßen.

Ich werde nicht mehr weichen und dem Wahnsinn mein Feld überlassen. Ich muss nicht mehr weichen. Ich muss nicht alleine irgendwo hin. Mein Leben findet genau jetzt in mir statt und nichts und niemand kann es bewerkstelligen, dass ich meinen Raum vereinnahmen lasse. Meinen Raum erfülle, belebe und begeistere ich. Stopp und Nein sind meine steten Begleiter und auch die stehen nicht zur Diskussion.

🔥❤️🔥

Donnerstag, 28. Mai 2026

Ich denke nicht in Fehlern oder Schuld

Ich denke nicht in Fehlern. Ich glaube schon gar nicht an Fehler. Weder ich noch jemand anders, noch das Leben an sich macht Fehler.

Ich denke nicht in Schuld. Ich denke, wenn überhaupt, in Ursache und Wirkung, in Aktion und Reaktion und vor allem in absoluter Sinnhaftigkeit.

Tatsächlich geht es gar nicht wirklich ums Denken. Es fühlt sich eher an, als wäre ich außerhalb dieser Erfahrungsräume, als wären sie auch überhaupt nicht mehr betretbar für mich. Interessant ist, dass mir das früher sehr wohl vertraut war. Ich weiß das, ich kann es aber nicht mehr fühlen. Nichts davon ist mehr in mir lebendig oder wieder wach zu rufen. Wie ausgelöscht.

Mein ganzes Sein kennt heute weder Fehler noch Schuld. Wenn Menschen davon sprechen, bin ich höchst irritiert. Es ist befremdlich für mich. Diese Prinzipien oder Ideen, oder wie immer man es nennen könnte, sind mir fremd und haben nach meinem Empfinden rein gar nichts mit unserer wahren Natur zu tun. Ich kann so überhaupt nicht in die Welt schauen. Ich habe diesen Blick nicht.

Fehler und Schuld sind für meine Begriffe zwei Erscheinungen, die nur in der Illusion der Trennung auftauchen können und mit dem Gewahrsein darüber, wer und was ich wirklich bin sofort verschwinden müssen. Es geht gar nicht anders. Beides gleichzeitig kann aus meiner Sicht nicht existieren.

Ich sehe und beobachte wie diese zwei Überzeugungen oder Grundannahmen eine heilsame Selbstbegegnung unmöglich machen. Egal, ob ich die Schuld bei mir oder bei anderen sehe, egal, ob ich die Fehler bei mir oder bei anderen sehe, ist es ein Nein zu etwas, was existiert. Wenn ich mich innerhalb von der Idee von Fehlern und/oder Schuld bewege, wird der Beobachter in mir immer ein Bewerter sein, der in gut und schlecht einteilt, der verbietet oder anstrebt. Innerhalb dieser Ideen werde ich nie ganz da sein dürfen, werden immer Anteile und Seiten von mir abgetrennt. Innerhalb von Fehlern und Schuld findet bei all dem äußerem Kampf letztlich immer Selbstgewalt und innerer Kampf statt.

Es gibt aus meiner Sicht Schmerz, der erst aufhören kann, wenn eine Lebenslüge durchschaut ist. Der Schmerz aus Schuld und Fehlerhaftigkeit gehört für mich genau in diese Kategorie.



Sonntag, 5. April 2026

Alle Aufbrüche führten näher zu mir

Den ganzen Tag hab ich schon überlegt und hingespürt, warum mir denn der 05.04. so besonders erscheint, ein Datum von Bedeutung. Also nicht speziell heute sondern etwas Spezielles, was ich mit diesem Datum verbinde.

Jetzt eben hat es klick gemacht und ich hab mir innerlich die Hand auf die Stirn geklatscht: Am 05.04.2022 bin ich losgefahren, aufgebrochen und nie zurückgekehrt. Dieser Tag hat ein Ende besiegelt, von dem ich zu der Zeit noch nichts wusste. The point of no return. Wohlgemerkt einer von so einigen.

Und wie jedes Mal wusste ich nicht, wo mich das alles hinführt. Ich wusste nur, ich muss es tun. Ich muss los. Ich muss weiter. Ob das damals die Unterzeichnung des Aufhebungsvertrages eines unkündbaren Jobs war, ob das der Wegzug aus der alten Heimat war, das "mich selbst entlassen" aus dem Krankenhaus ohne die empfohlene OP, oder eben heute vor 4 Jahren das Verlassen jeglichen festen Zuhauses und aller bis dahin gekannter "Sicherheiten" und "Planbarkeiten" inklusive Partnerschaften und Beziehungen.

Nie wusste ich, was kommt. Nie gab es ein wirkliches Ziel, ein konkretes Stattdessen. Es gab nur "das nicht (mehr)". Und es ist jedes Mal verdammt gut gewesen, dass ich nicht die leiseste Ahnung hatte, was da auf mich zukommt und was dieser Weg tatsächlich bedeutet, was er mir abverlangt, was ich innerlich alles zu bewältigen hatte. Wahrlich kein Zuckerschlecken und dennoch das Erfüllendste, was es für mich gibt: Ganz und gar MEIN Leben mit genau EINER Sicherheit. Das Leben selbst, das für mich ist, weil es für sich ist. Leben, das nach Leben strebt und in dem immer alles für mich ist, Sinn hat, ich gewollt bin, ich ES zum Ausdruck bringe.

Ich bin mir selbst endlos dankbar für jeden Aufbruch, für jedes Weiterziehen und Tiefergehen, jegliches Dranbleiben, auch wenn es noch so unkomfortabel war. Und das hat ja kein Ende. Das gilt heute genau so.

Mein Sinn ist klar. Meine Führung ist klar, das, was über allem steht. Ich bin darin klar verortet, weiß um meinen Platz und die Zusammenhänge. Damit ist jeder Umstand annehmbar. Auch im größten Nebel bin ich IN mir verortet und darin wiederum gehalten im Großen. Ich muss im Außen nichts sehen. Ich sehe in mir. Ich fühle. Ich höre innerlich.

All meine Aufbrüche und Bewegungen im Außen haben diese Sinne geschärft, mich nach innen geführt. Ich bin immer "nur" zu mir unterwegs gewesen. Der beste Ort, an dem ich je angekommen bin.



Dienstag, 10. März 2026

Menschsein kommt vor dem "Frausein"

Mit der Rückkehr zu meiner Menschlichkeit, zum Menschsein, zu mir selbst, zum radikalen Selbstkontakt, zum tiefen Fühlen, zur Berührbarkeit, zur Ganzheit, kommen die Erinnerungen daran, wie es eigentlich gedacht ist, von ganz von alleine. Jede Zelle weiß. Hinter dem Schmerz der Verletzung liegt die Wahrheit über die Urnatur, liegen die ureigenen Impulse und alle Weisheit des wahren Wesens.

Hab ich mich als gesamtes Wesen nicht, brauch ich mir über die Eigenheiten meines Geschlechts überhaupt keine Gedanken machen. Wenn ich mein Wesen habe, auch nicht mehr, weil ich dann bin, wie ich gedacht bin. 😉


 

Das Entsetzen der Lüge löst sich aus dem Körper

Ich mag euch weiter mitnehmen auf die 🦷-Heilreise. Es zeigt und erlöst sich so viel. Was da an altem Schmerz und Entsetzen abgespeichert wurde - Halleluja! Und dann letzte Nacht Entspannung in tiefsten Schichten des Körpers, von denen ich nicht mal wusste, dass da Spannung sein könnte.

Mir scheint, als löst sich das Entsetzen der Lüge über das Leben, das Entsetzen der Trennung aus dem Körper.

Hier geht es zur Audio:
https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/2654



Montag, 2. März 2026

In Gott wurzeln

Ich hab DICH vermisst. In der Kindheit. Unendlich vermisst. Konnte DICH nirgends da draußen finden. Nichts hätte ich mehr gebraucht, als DEINE Gegenwart, den Raum, der DU bist, gelebt, präsentiert durch Menschen, zu finden in meinem Zuhause der Kindheit.

Aber da warst DU nicht. Ich konnte DICH in keinem antreffen. Niemand hat DICH verkörpert. In keinem konnte ich DIR begegnen. DU hast mir so gefehlt. Nirgends hatte ich den Halt, um meine Wurzeln zu schlagen. Nirgends fester Grund. Nur Geröll. Nur notdürftige Scheinstabilität. Leere. Substanzlosigkeit. Gottlosigkeit. Der Schmerz darüber im Kiefer gespeichert, die Zähne symbolisch ohne Wurzeln, ohne gutes Fundament.

Jetzt hab ich DICH wieder und kann umso mehr spüren, wie sehr DU mir als Kind gefehlt hast, wie sehr ich DICH vermisst habe, wie sehr ich es gebraucht hätte, in DIR zu wurzeln.

In Gott wurzeln. Mit DIR und in DIR groß werden, DEINEN Halt spüren, DEINE Liebe, DEINE Wärme, DEIN Michumgeben, eingebettet sein in DIR, zu jeder Zeit um DICH wissen, DICH spüren und hören.

Ich weine. Ich weine für die Haltlosigkeit der Kleinen. Ich weine für die Leere von damals. Ich weine, weil das Vermissen, das Fehlen von früher endlich einen Namen hat. Ich weine vor Erleichterung, weil jetzt alles richtig ist, ich endlich wieder in DICH hineingesunken da sein kann.

In Gott wurzeln. Nachträglich. Rückwirkend. Die Kleine kommt heim. Zurück zu DIR. Zu mir. Die Dunkelheit und Düsternis von damals haben ein Ende. Licht und Wärme ziehen ein in das Kinderherz, in das Kinderzimmer. Da ist nicht mehr nur ein Schutzengelbild an der Wand und darüber hinaus graue, kalte, beängstigende Einsamkeit und Unstimmigkeit. Jetzt ist alles erfüllt von DIR. Die Kleine weiß und fühlt die Wahrheit, DEINE Wahrheit, DEINE Gegenwart, DEINE Liebe, DEIN Wohlwollen, DEINE Wärme, Güte und Weisheit.

Dieses Mädchen geht sicher und stabil in der Welt, ihren Weg, DEINEN Weg. Sie leuchtet regelrecht und strahlt, sie ist erfüllt und ihre Augen funkeln wissend. Endlich hat alles den Sinn, die Ordnung, um die sie immer irgendwie gewusst hat, sie aber nirgends in der Welt, in ihrem Umfeld, in ihrem Leben finden konnte.

In Gott verwurzelt. Sie. Endlich. Zu Hause. Danke für diese heilige Korrektur.


 

Freitag, 20. Februar 2026

ER ist da. Als ich. Als ER.

Ich bin selbst Gott und kann dennoch zu ihm hin, mich an ihn wenden. ER ist ich und doch auch außerhalb von mir zu finden. Für mich ist es unglaublich wohltuend, bei aller Weisheit in mir, immer auch einen Ansprechpartner "im Außen" zu haben. Wie es eben gerade stimmt.

Manche Wahrheiten/Antworten/Offenbarungen steigen in mir auf, kommen aus mir selbst, aus der Quelle, die mich durchströmt, die ich bin. Manche kommen von "außen", von IHM als Gegenüber, wie in einem wunderbaren Dialog mit dem wohlwollendsten Wesen, das ich kenne. ER spricht mich manchmal aus dem Nichts an. Manchmal wende ich mich konkret an IHN und dann antwortet ER.

In beiden Fällen - ob die Antwort aus mir kommt oder von außen - ist mir beides bewusst. Ich bin Tropfen und ich bin der Ozean. Es kann in der Erfahrung zwischen beiden Wahrheiten wechseln bzw. kann ich sie auch gleichzeitig sein und erfahren.

Der Tropfen, der um den Ozean in sich weiß, blickt anders aufs Wasser, aufs Leben, auf sein Sein, als ein Tropfen, der nichts von seinem Wesen und seinem Ursprung weiß.

Beide Wahrheiten gleichzeitig - Tropfen und Ozean - machen für mich eine unglaubliche Stabilität und Sicherheit aus. Ich verkörpere IHN und bin doch von IHM umfangen, gehalten, getragen, geführt. ER ist innen. ER ist außen. Wo immer ich mich hinwende, ER ist da. Als ich, als ER.

Was für eine Genialität. Was für eine sensationelle Erfahrung dieses MenschGottSein. Beides zusammen ist für mich der größte Halt, den ich je hatte.



Mittwoch, 14. Januar 2026

Echter Genuss braucht für mich Sinn

Ich brauch die übergeordnete Wahrheit für echte, tiefe Erfüllung. Die Wahrheit über mich, mein Wesen, die Zusammenhänge, das Leben, Gott.

Keine Theorie. Keine Konzepte und Konstrukte. Ich meine die Wahrheit, tief aus dem Herzensgrund vernommen, mit jeder Zelle schwingend erfasst. Die Wahrheit, in der das ganze Wesen resoniert und vibriert, bevor ich nur einen Gedanken gedacht habe. Die Wahrheit, die immer schon da war, ist und sein wird, an die ich mich "nur" fühlend erinnern brauch.

Echter Genuss braucht für mich Sinn. Tiefen Sinn. Den weiten Horizont. Alle Ebenen des Seins. Das durchlebte, durchfühlte, erspürte Begreifen. Das Wissen um das Nichtsichtbare. Das Erleben meiner Selbstwirksamkeit in dieser riesigen Intelligenz.

Faszination und Genuss sind für mich automatisch da, wenn mir all das bewusst ist, wenn das Bild groß genug ist, die Augen sehend sind, das Herz um den großen Takt weiß. Eben, wenn ich mich an die Wahrheit erinnert habe.

 


 

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Über das notwendige Sterben der Hoffnung

Im Grunde gehört die Hoffnung den inneren Kindern. Sie sind es, die in uns hoffen, die warten, auf die Erfüllung von all dem, was ihnen tatsächlich zugestanden hätte. Die hoffen, dass es bitte nicht wieder so schlimm wird oder irgendwann doch endlich gut.

Das Krasse ist, dass diese alten Hoffnungen tatsächlich sterben müssen. Die inneren Kinder müssen eines nach dem anderen anerkennen, dass es nie mehr kommen wird, was sie wollen, dass die Katastrophe, die verhindert werden sollte oder abgewandt oder zumindest abgemildert, tatsächlich wahr ist. Damals schon wahr war.

Diese inneren Kinder versuchen unser Leben lang etwas zu vermeiden, was schon geschehen ist. Der Schmerz darüber ist schon wahr und genau in diesem Schmerz, der unaushaltbar war, sind die inneren Kinder stehen geblieben, ist der Moment eingefroren. Es konnte damals nicht gefühlt werden. Die kleinen Körper waren dafür nicht ausgelegt. Die Unterstützung der Erwachsenen dabei ist ausgeblieben. Sie waren ja auch noch die Verursacher des Ganzen.

Nun ist da dieses Programm aktiv, dass diese inneren Kinder niemals wieder das fühlen wollen, was damals unaushaltbar und schrecklich war. Dass sie das erleben wollen, was stattdessen korrekt gewesen wäre, in der Ordnung, natürlich, gesund. Sie wissen, dass da noch Rechnungen offen sind, Bedürfnisse unbefriedigt, dass Leben sich anders anfühlen müsste.

Eine ewige Suche nach dem Nichterhaltenen. Ein Habenwollen. Ein total berechtigtes Danachlechzen. Ein NiewiederDAS. Ein ewiges Hoffen.

Das nächste Krasse ist, wenn diese inneren Anteile mit meiner beobachtenden sowie mitfühlenden Unterstützung und Begleitung die Vollkatastrophe anerkennen und wir gemeinsam jetzt das fühlen können, was damals einfach unmöglich war, dann stirbt tatsächlich diese kindliche Hoffnung und das Suchen, das Getriebensein, Habenwollen tief im Inneren hört nach und nach auf. Es braucht keine Hoffnung mehr. Es ist gesehen und anerkannt was wirklich war und was für dieses Kind nie mehr sein wird.

Dann geschieht nach meiner Erfahrung Magie. Das, was die Kinder gebraucht hätten und nicht bekommen haben, existiert ja trotzdem, denn so ist das Leben selbst, wenn die Bezugspersonen den Zugang dazu nicht verhindern. Mit der Befriedung der inneren Kinder kommt das Leben in seinen natürlichen Fluss. Die inneren Kinder sind mit der Aufmerksamkeit nicht mehr bei anderen, sondern behütet bei mir. Sie strecken innerlich die Arme nicht mehr nach Menschen aus. Ich bin somit im wahrsten Sinne des Wortes in meiner Mitte, der Anbindung und stehe selbst im Fluss. Ich als Erwachsene habe Zugang zu all dem, kann erfahren, wie es als Kind schon hätte sein sollen. Ich BIN das Leben selbst.

Nun bin ich nicht mehr das Kind meiner Eltern, das diese gebraucht hätte, um in die Welt zu kommen, sondern nach und nach bin ich zum erwachsene Kind des Kosmos geworden, das voll in der Welt IST. Die Versorgung all meiner menschlichen und natürlichen Bedürfnisse kommt aus dieser Beziehung - aus der Beziehung zum Leben selbst. Die Zuständigkeit hat sich geändert. Der "Zwischenhändler" Eltern ist rausgenommen. Ich stehe in direkter Beziehung zum Leben. In dieser Beziehung braucht es keine Hoffnung mehr. Diese Beziehung ist. Sie ist eine Tatsache. Sie ist ein Statement. Sie wird erfüllt. Und ich bekomme darin alles, was ich brauche. Das ist Gewissheit.

Ich mag behaupten, dass jede Hoffnung einem inneren Kind (oder anderem Anteil) gehört, das noch auf die Erfüllung von damals wartet, das noch eine unangenehme Wahrheit anerkennen darf, das noch aus der Warteposition befreit werden möchte, mit dem Warten und Darumkämpfen aufhören und fühlend nach Hause zu mir kommen darf. Zu dem Wesen, das jetzt tatsächlich mit dem Leben selbst in Beziehung steht.

Wenn die Hoffnung stirbt, heißt das nicht, dass ich (die Erwachsene) niemals das erleben kann, worauf ich (das innere Kind) hoffe. Das Realisieren und Differenzieren dieser unterschiedlichen Ebenen in mir ist entscheidend.

Wenn die kindliche Hoffnung stirbt, ist Platz für erwachsene, reife, bewusste Gewissheit. Meine Erfahrung ist, dass die Hoffnung tatsächlich aufhört, wenn die inneren Kinder versorgt sind, es gar keinen Grund mehr für "Hoffnung haben müssen" gibt.

Ich brauche die Hoffnung nicht mehr, um zu überleben. Ich hab schon überlebt. Ich lebe schon.

Es ist also irgendwie wahr - anders als gemeinhin verstanden: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie stirbt dann, wenn ich wahrhaft lebe (was auch meint, dass ich zum Sterben bereit bin). Die Hoffnung kann getrost sterben. Sie hat ihren Dienst getan. DANKE!



Donnerstag, 23. Oktober 2025

Die Einheitserfahrung ist Bonus

Als ich losgegangen bin, zu mir hin, angefangen habe, jeden Stein auf links zu drehen und jeden Winkel meines Innersten zu erkunden, blieb es nicht aus, dass ich mich mit den größeren Fragen des Lebens auseinandersetzen musste.

Mir war klar, wenn ich mich wirklich begreifen will, muss ich das Bild größer fassen. Wenn "ich" einen Sinn ergeben soll, braucht es mehr als dieses Leben, mehr als die Materie, mehr als das, was mir vom Leben, von Gott, vom Menschsein erzählt wurde. Solange es Widersprüche gibt, ist entweder das Bild nicht vollständig oderund es sind Lügen am Start und so lange gebe ich keine Ruhe.

Parallel zur Erweiterung des "Ich-in-der-Welt-Bildes" fand das tief in mich Eintauchen statt. Ich begegnete allem in mir, nahm jeden Auslöser im Außen her, um das Ausgelöste in mir zu betrachten, zu fühlen, sich ent-wickeln und entfalten zu lassen. Selbstzuwendung als Grundhaltung, nicht als Notfallprogramm.

Ich wollte mich, mit Haut und Haaren, mit allen Abgründen, Anteilen, Farben und Facetten, und vor allem mit der vollen Wahrheit. Sowohl die Wahrheit über den jeweiligen - oft erschütternden, tief verletzten, verwahrlosten - inneren Ist-Zustand, als auch die Urwahrheit, mein wahres Wesen, mein Naturell, meine Gaben.

Unerschrocken - das trifft es nach wie vor. Ich war und bin unerschrocken beim Forschen und Hinschauen. Dieser Zug zu mir hin, dieses mich ganz und gar wollen, egal, was es dafür braucht, ist mir wohl in die Wiege gelegt, Gott gegeben, unverrückbar.

Nun, was soll ich sagen?

Die Suche nach mir hat mir mich und das ganze Universum beschert und mich unweigerlich zu Gott geführt, zum All-Bewusstsein, zu tiefer Verbundenheit mit mir und allem, was ist. Ich wollte weder Erleuchtung, noch Nirwana, noch Einheitserfahrung oder Transzendenz. Ich wollte mich in aller Konsequenz, ohne zu wissen, was das bedeutet und was dieser Weg mir abverlangen würde.

Die emotionale Heilung und Reifung ist kein Pappenstiel. Sie führt direkt hin zu und durch Wunden, Trauma, Bindungstrauma, die Urwunde. Wenn ich mich ganz will, gehört das dazu. Ganz heißt halt ganz.

Einheitserfahrung gibt es auch ohne die emotionale Selbstzuwendung und dennoch wird es niemals das Gleiche sein, niemals so warm, so erfüllend, so voll, so liebevoll und mitfühlend sich selbst und anderen gegenüber und vor allem niemals so verbindend mit sich, dem Leben und den Mitmenschen. Das ist so fühlbar für mich.

In wahre, tiefe Beziehung zu allem, was ist, komm ich nur durch die wahre, tiefe Beziehung zu mir selbst. Das weiß ich heute. Dass ich diesen Weg beschreiten sollte, war wohl Vorsehung. Ich hatte ja keine Ahnung. Aber eine sehr deutliche Stimme in mir, die wohl wusste, was ich hier soll. Gott sei Dank!

Warm ist es in mir und mit mir. Wunderbar warm, voll und satt. Ich mag mir nah sein, egal was ich fühle. 




Samstag, 13. September 2025

Ich bin der Schlüssel

Ich habe keinen Schlüssel mehr an meinem Schlüsselbund. Keinen Autoschlüssel. Keinen Haustürschlüssel. Keinen Wohnungsschlüssel. Nur mehr Schlüsselanhänger... Und es ist richtig so. Stimmig.

Gleichzeitig fühle ich mich, als hätte ich ALLES in meinen Händen. Zugang zu allem. Alle Möglichkeiten.

"Wir brauchen die äußere Welt nicht mehr, wenn sie in uns ist", sagt Kathi direkt. "Wie Noten, die man nicht mehr braucht, weil man das Stück auswendig kann, also in sich drin hat."

Ja. So wahr.

Ich habe die Schlüssel des Himmelreichs.

Ich BIN der Schlüssel.

Zwischen Himmel und Erde.
Für Gott.
Ich bringe den Himmel auf die Erde.
Ich bringe IHN auf die Erde.
Ich bin der Schlüssel für die Göttlichkeit hier auf der Erde.

Ich bin der Schlüssel.
"Ich bin" ist der Schlüssel.

Der Schlüssel zum Glück ist mein Sein, mein Ich-Sein und damit mein Gott-Sein.

Ich habe das Himmelreich in mir. Ich bin es. Es ist in mir und durch mich lebendig. Ich bin der lebendige Gott. Ich bin ALLES.


 

Freitag, 12. September 2025

Freude an der Ganzheit

Ich hab so viel Freude, die Ganzheit zu leben, das Menschsein in allen Facetten zu erforschen, immer wieder neue Forschungsfelder zu betreten, lange bewegte Rätsel zu entschlüsseln, Antworten zu bekommen, geschwärzte Stellen im Bild plötzlich in Farbe zu betrachten. Licht ins Dunkel zu bringen und zu begreifen. Ich werde wohl nie fertig, das alles immer wieder aufs Neue zu bestaunen, jedes Puzzleteil mit Ehrfurcht in Händen zu halten, wie einen Schatz zu bewundern.

Das Menschsein, das Irdische, es beschränkt mich nicht. Es ist mir nicht zu eng. Ganz im Gegenteil. Viel mehr habe ich den größten Spaß das Göttliche, das Grenzenlose hierhin zu bringen, auf der Erde Empfangsstation dafür zu sein. Es zu etablieren. Groß und größer zu "denken", tief und tiefer zu fühlen, weit und weiter das Bewusstsein werdend. Alles miteinander zu verbinden und in der Einheit in mir zu erfahren. Mich als das Ganze in voller Kraft zu fühlen. Mich auszudehnen. Immer lichter zu werden, immer aufrechter, immer feiner in der Wahrnehmung, immer menschlicher, immer größer, immer göttlicher, immer feuriger, immer sanfter. Immer mehr in die Natur zu kommen, in meine Urnatur.

Im Anerkennen dessen, wo der Mensch tatsächlich seine Grenzen hat, kann das Göttliche frei fließen und ALLES wird möglich. Durch den Menschen, der sich hingibt und erinnert, wer und was er eigentlich wirklich ist: Gottes Herrlichkeit im Ausdruck, Erfüllungsgehilfe für die Ordnung, verkörpertes Licht, universelle Information in Form. Vollkommen.

Was für ein Fest hier! So ein großes Fest! Was für eine Spielwiese! Wow! 😊❤️🎉


 

Freitag, 1. August 2025

Gebet für meinen Mann

Ich mag dieses Gebet mit euch teilen, was es gestern Nacht durch mich geschrieben hat. Ein Gebet für meinen Mann an diesem irgendwie ganz besonderen Punkt, den ich noch nicht einmal genau benennen könnte. Wir haben eine Schwelle erreicht und gefühlt überschritten. Es fühlt sich an wie das Betreten einer neuen Phase, die wieder ein anderes Miteinander von uns verlangt, ohne dass wir wüssten, was das sein könnte.


„Mein Herz, mein Liebling, Liebster, Christian,

dein Weg zurück zu dir ist anders als meiner, ab hier sowieso. Diesen deinen Weg kann dir nurmehr Gott zeigen. Ich kann gefühlt nichts weiter tun. Nur bleiben. Und das tue ich. Ich bin da.

Ich weiß, dass du - was immer nötig sein wird - schaffst, dazu befähigt bist. Ich weiß, dass du zur rechten Zeit das Rechte tun wirst. Du hast mein vollstes Vertrauen und all meine geistige Unterstützung, meinen Zuspruch und mein Wohlwollen. Ich bin dir wohlgesonnen. Das Gelingen ist gewiss.

Du wirst dich haben, ganz erfüllen und fühlen. Dessen bin ich mir sicher. Ich glaube nicht einfach nur an dich. Da ist Gewissheit.

Und eins scheint mir jetzt auch an der Zeit. Stimmig. Was es bisher nicht war. Ich mag für dich beten. Gefühlt konntest du es zu keinem Zeitpunkt besser gebrauchen als jetzt. Jetzt ist der Moment für mich:


Gebet für meinen Mann

Oh, mein Gott, ich bitte DICH für meinen Mann, steh ihm bei, führ DU ihn sicher durch diese inneren Stürme, hin zu sich, hin zu DIR. Lass ihn DICH in sich spüren, in jeder Zelle, tief im Herzen, zu jeder Zeit. Mach ihm DEINE Allgegenwart gewiss und deutlich fühlbar. Halt ihn ganz nah bei DIR, was immer es für ihn zu erfahren gibt. Lass ihn DEINE Stimme klar und deutlich hören und sonst keine.

Zeig ihm sich selbst und wie DU ihn erdacht und geschaffen hast. Lass ihn sein reines, wahres Wesen erfahren, dass DU in DEINER Brillanz erdacht hast. Zeig ihm das Zuhause in DIR und sei DU zu Hause in ihm. Lass ihn DEINE Liebe spüren, wie sehr DU ihn willst und zeig ihm seine eigene göttliche Brillanz. Lass ihn Ausdruck DEINER Herrlichkeit sein, DEINE Vollkommenheit in seinem Wesen widerscheinen. Mach ihn zu DEINEM Leuchtfeuer und Wirkzeug. Zeig ihm DEIN sein Licht. Werde offenbar in ihm, durch ihn.

Ich danke DIR. Ich liebe DICH.“



Donnerstag, 26. Juni 2025

Losgelöst von allem außer Gott

Dieses Loslösen von allem Irdischen bedeutet nicht, nichts mehr zu besitzen. Es bedeutet, dass nichts mehr mich besitzt. Ich kann Dinge haben, bin aber frei darin.

Die Dinge definieren mich nicht. Ich definiere mich nicht über sie. Ob sie da sind oder nicht, verändert nichts an meinem Wesen, an meinem Wert. Sie sind keine Aussage über mich.

Loslösen von allem Irdischen bedeutet nicht Askese. Es bedeutet Gleich-Gültigkeit und die Anerkennung meines wahren Seins. Ich „habe“ nur Gott. Das Gewahrsein um diese Verbindung ist alles, was es braucht, um hier mein Leben leben zu können. Und zwar wirklich MEINS. So wie es gedacht ist, wie ich gedacht bin, wie es in der Übereinstimmung mit der universellen, göttlichen Ordnung ist.

ER gibt mir immer alles, was ich wirklich wirklich brauche. Ich habe daher sehr wohl Dinge, aber eher in dem Sinn, dass ich gerade damit Erfahrungen machen darf, dass sie eben gerade Teil meines Lebens sein sollen, dass sie für das, was ich gerade hier vollbringen soll, erkennen soll, begreifen soll, wichtig sind. Die Dinge sind frei. Wenn sie wieder aus meinem Leben verschwinden, hat das einen Sinn und ich kann mir sicher sein, dass ich sie dann nicht wirklich brauche, für das, was für mich relevant ist.

Wie sehr hafte ich an Dingen, Menschen, Umständen? Wer hat wen? Hat Geld mich, oder „habe“ ich Geld? Im Sinne von: Wer führt wen?

Bin ich mit offenen Händen hier, in die mir gelegt wird, von denen auch wieder genommen werden darf? Darf das Leben wogen und fließen, kommen und gehen und seinen ganz eigenen Rhythmus haben? Bin ich bereit, mich auf genau das einzulassen? Dieses Nichtwissen, wann was für wie lange bei mir sein wird? Ob es überhaupt da sein wird?

Dieser höheren Macht und dieser Art von Geben und Nehmen zu vertrauen, war und ist ein Weg. Ich habe früher halt nicht erlebt, dass mir in MEINEM Sinne und zu meinem höchsten Wohle gegeben und genommen wurde.

Natürlich fliegen mir auf diesem Weg all meine kindlichen Verletzungen um die Ohren, alle Nöte, jeder Mangel, jedes unerfüllte Bedürfnis, all die schmerzhaften Erfahrungen mit Machtmissbrauch. Und dennoch oder genau deswegen - in der Begegnung mit den alten Wunden - führt mich dieser Weg der radikalen Hingabe in die maximale Freiheit, in ein Lebensgefühl, das so unfassbar satt, voll und vor allem friedlich ist, wie ich es mir kaum vorstellen konnte.

Ich erlebe es wieder und wieder und wieder wie wohlgesonnen mir das Leben ist. Wie weise mir gegeben oder eben auch nicht gegeben wird. Die Abwesenheit mancher Dinge oder Umstände, von denen ich dachte, dass es aber gut wäre, wenn sie da wären, war im Nachhinein betrachtet immer die bessere Wahl. Darin war immer die größere Weisheit, die tiefere Erfahrung, die größere Reifung, die bessere Ent-wicklung. Und ja, das sind oft krasse Erfahrungen, die ich mir nie und nimmer „selber“ ausgesucht hätte, aber keine davon würde ich missen wollen.

Dieses Loslösen von allem Irdischen bedeutet eben auch Bereitschaft. Die Bereitschaft, das Leben GANZ zu nehmen, alles zu nehmen, was mir gegeben wird und nur das zu nehmen, was mir gegeben wird. Es bedeutet den völligen Kontrollverlust. Es bedeutet all mein kleines Wollen in das große „SEIN Wollen“ zu übergeben. Ich will das, was ER, Gott, für mich will. SEIN Wille zählt und in SEINEM Wollen ist alles für mich drin. ALLES, was ich wirklich brauche. Das ist tatsächlich wahr.

Nichts hat mich je mehr erfüllt, nichts hat mich je mehr gefordert, als in dieser Offenheit das Leben zu empfangen, MEIN Leben zu empfangen. Die totale Ergebung an IHN und damit an mich - in mein wahres Wesen hineinergebend, mich selbst erfüllend, das erfüllend, was zu sein ich gekommen bin. Losgelöst von allem Irdischen und doch tief verbunden mittendrin, verbunden mit Gott.

Losgelöst von allem außer Gott.



Dienstag, 24. Juni 2025

Wahrnehmend gegenwärtig

Für mich ist dieses tiefe Sein im Moment der not-wendige, absichtslose Raum der größtmöglichen Ent-wicklung. In diesem Erspüren dessen, was in mir gerade lebendig ist, zeigt sich mir alles, was ich wissen muss, finden die größten Offenbarungen statt, passiert Heilung und Schöpfung.

Ich schaue hin.
Mir wird gezeigt.

Es ist das Hinabsteigen in mich. In meinen heiligen Gral, der alles beherbergt, in dem sich alles bewegt, der alles empfängt, was durch mich in die Welt soll, aus dem heraus geboren wird, in dem alles aufsteigt, in den alles hineinfällt, was von mir erfasst, durchdrungen, begriffen, wahrgenommen, für wahr genommen werden soll.

Alles sehen wollen und dürfen, was da ist. Alles fühlen können, was wogt. Alles für wahr nehmen können, was sich zeigt. Das Universum in mir tragen. Jede Facette. Das Universum verkörpern. Das Menschensein anerkennen. Das All-Bewusstsein menschlich zum Ausdruck bringen. Jeder Moment neu und anders. Mensch und Gott gleichzeitig. Ganz menschlich, ganz göttlich. Gleichermaßen. Alles anerkennend, alles akzeptierend. Ohnmacht und Macht vereint. Der Tropfen aus dem Ozean. Er macht Erfahrungen, die der Ozean nicht macht, trägt den Ozean in sich, trägt sich selbst wieder in den Ozean.

Individuum und Quellbewusstsein, aus der universellen Intelligenz gemacht, von ihr durchdrungen und gelebt, auf "eigener" Reise im großen Auftrag. Das Kleinste und das Größte. Ein Teil aus dem Stoff des Ganzen. Im Dienst für das Alles.

Und alles dadurch, dass ich bin. Präsent in mir. Ganz da. Wach. Wahrnehmend gegenwärtig. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

 


 

Samstag, 10. Mai 2025

Das wahre Gebet ist keine Bitte

Die Suche nach dem heiligen Gral ist eigentlich eine recht kurze. Ich BIN der heilige Gral selbst. Ich bin das Gefäß, in das Gott einströmen kann, wenn ich ihn lasse. Wenn ich bereit bin. Wenn das Gefäß leer und empfangsbereit ist. Wenn ich die Wahl getroffen habe, das Leben selbst in mich einfließen zu lassen. SEINEN Willen zu meinem zu erklären.

Dann gibt es im Grunde nichts mehr, worum ich bitten müsste, wofür ich beten könnte, außer für meine Bereitschaft. Immer wieder. Die Bereitschaft, das vom Leben zu nehmen, was es für mich erdacht hat. Die zu sein, als die ich gewollt bin, wie ich gemeint bin. Das durch mich geschehen zu lassen, was sein soll. Die Bereitschaft, dem Himmel zu ermöglichen, auf der Erde manifest zu werden, durch mich.

Es geht genau genommen "nur" ums Zuhören, ums Präsentsein, ums Bereitsein. Und darum, aus diesem wahrhaft Empfangenden heraus, dann ins wahrhafte Tun zu kommen. Heilige Handlungen in Übereinstimmung mit der Ordnung. Das Himmelreich ist genau JETZT, wenn ich DA bin.



Samstag, 26. April 2025

Dem Leben das gemeinte Leben ermöglichen

Manche Fäden ruhen. Es gibt gerade nichts zu tun in dieser Verbindung, in diesem Kontakt. Das heißt nicht, dass die Verbindung weg ist. Sie ist da. Sie ist. Die Fäden sind gespannt, verwoben. Da ist ein Netz zwischen uns, dir und mir, dir und anderen, zwischen so vielen, letztlich uns allen.

Es wird da gewebt, geknüpft, vertieft, wo das Leben es gerade braucht, wo der Teppich weiterwachsen soll. Da ist Aktion und sonst nirgends.

Manche Fäden ruhen lange, bis sie wieder aufgegriffen werden. Das ändert nichts an deren Wichtigkeit. Ein riesiger, großer, grüner Wandteppich, der einen roten Punkt als Kontrastelement hat, lebt quasi von diesem einen roten Punkt. Der Effekt wäre ohne den roten Punkt nicht da. Während des Webens wurden die roten Fäden allerdings nur kurz aufgegriffen. Sehr kurz im Verhältnis. Dennoch sind sie im Gesamtbild entscheidend.

Wenn Menschen Faden und Weber gleichzeitig sind, dann darf weise hingespürt werden, wann wer wem welchen Faden reicht. Welche Beweggründe sind tatsächlich da?

Will ich gerade weben und einen Kontakt aufgreifen, weil ich mich einsam fühle oder weil es wirklich dran ist? Will ich viele Fäden in der Hand haben, um mich verbunden, eingebunden zu fühlen, um mich nützlich und gebraucht zu fühlen? Werde ich nervös und zweifle ich an der Verbindung, wenn es lange nichts zu weben gab? Ist mir langweilig und will ich deswegen etwas tun oder gibt es tatsächlich was zu tun mit einem bestimmten Menschen. Tun im Sinne von "darf in dieser Begegnung gerade etwas geschehen". Will das Leben gerade etwas von/in dieser Verbindung? Gibt es tatsächlich etwas zu weben? Miteinander in die Welt zu bringen?

Ich muss gar nicht wissen, was das ist, was geschehen soll. Das wissen wir hinterher. Ich muss nur meinem reinen Impuls folgen und den Faden aufnehmen. Der Rest ergibt sich im Miteinander.

Ich meine damit auch keine großen Projekte - das kann auch sein - sondern eher zwischenmenschliche Schöpfungen. Wortgeschenke. Erkenntnisse. Teilen von Erfahrung. Gemeinsames Forschen, Fühlen, Weiterreichen, Vertiefen, Durchdringen, Empfangen.

Das kann in zwei Sätzen passiert sein und dann ist wieder ein halbes Jahr Funkstille. Das kann über Wochen, Monate, Jahre konstant da sein. Was immer die Verabredung ist. Was immer das Bild, das Muster im Teppich will.

Dieses Miteinander, dieses Weben der Lebensfäden ist für mich eine wahre Kunst und eine riesige Freude in der Begegnung, im Erleben dessen. Diese Art Verbindungen zu leben, erfüllt mich zutiefst. Es ist satt. Es ist wesentlich. Es ist kraftvoll. Essentiell. Die Essenz. Nichts verwässert. Kein künstliches Erzeugenwollen. Es ist pur. Es ist unberechenbar. Es braucht Gespür, Präsenz, Wachheit und größte Ehrlichkeit mit sich selbst. Vertrauen in den Prozess und die Impulse. Weichheit zum Mitfließen. Flexibilität und Spontanität. Berührbarkeit. Einlassen und loslassen können ohne Kontrolle. ES fließen lassen können. Durchlässig sein. Werkzeug, Wirkzeug und Werkstück gleichzeitig sein.

Ein mancher Faden wird nie wieder aufgegriffen werden. Manche wenige Male im ganzen Leben. Manche über große Zeiträume sehr oft und intensiv. Ich kann nie wissen, wie es wirklich weitergeht. Was das Gesamtkunstwerk erfordert. Ich muss es nicht wissen. Nur bereit sein. Ich hab nur den Moment. Dem muss und will ich folgen. Dem muss und will ich vertrauen. Dem mag ich mich hingeben. In jedem einzelnen Jetzt. Das ist für mich Genuss und Erfüllung. Der einzige Sinn, den mein Leben hat: Dem Leben das gemeinte Leben ermöglichen. Durch mich. Durch jedes einzelne Wir, das ich mit den verschiedensten Menschen bilde.

Lebenweberskunstgenuss. 😇🫂🙏🏼❤️



Sonntag, 20. April 2025

Nach Leben streben in einer Welt, die vergessen hat, was Leben heißt

Mein Erwachsenwerden wurde von der Ursprungsfamilie nie bezeugt, nicht anerkannt. Das tatsächlich Entwachsensein und wo anders hin müssen nicht erkannt. Mein Weiterziehen und Wegbleiben verurteilt und missverstanden. Mein Zurückkommen und Bleiben eingefordert. Meine Herausforderungen mit der Familie in ihrem Stehenbleiben nicht gesehen, die Unterforderung in der Tiefe der Begegnung, die Überforderung mit all den Verdrehungen, Schleiern, Projektionen, die Langeweile, dass ich etwas anderes brauche und gehen MUSS.

Das ist kein Vorwurf. Das ist eine Feststellung und wurde mir heute so richtig bewusst. Mein Erwachsenwerden wurde nie erfasst und bezeugt. Wie auch, wenn da keine wirklichen Erwachsenen sind, die das sehen könnten. Mein Gefühl sagt mir, dass das der natürliche Ablauf wäre. Erwachsene bezeugen das Entwachsensein.

Ich muss weiter. Ich muss wachsen. Über sie hinaus. Weit. Über mich hinaus. Immer wieder. Natürlich. Leben strebt nach Wachstum und Entfaltung, nicht materiell, sondern des Wesens.

Leben strebt nicht nach Routine und Sicherheit, nicht nach Berechenbarkeit und Vorhersehbarkeit, nicht nach materiellem Wachstum. Das tut Trauma. Leben ist stete Veränderung, Nichtwissen und Bewusstseins-Expansion. Die einzigen Konstanten, die es tatsächlich gibt.

Und dennoch scheinen viele diesen Drang, der mich stets begleitet hat, nicht zu spüren, diesen Wunsch nach sich selbst und der eigenen Blüte, nach Entwicklung, Wachstum, Lebendigkeit, Veränderung und Entdecken, was noch alles möglich ist. Oder es gibt den Wunsch, aber der Weg will nicht gegangen werden, die Dinge nicht angepackt bzw. losgelassen, die dafür not-wendig wären.

Die Scheinsicherheit der bekannten, ausgetretenen Pfade und erschlossenen Plätze scheint erstrebenswerter, sinnvoller, ausreichend. Zumindest für die Teile, die in der Kindheit so viel Unsicherheit erlebt haben. Aber wo sind die Teile – und die muss es geben – die ebenfalls nach mehr streben, die sich nach sich selbst sehnen, die diesen natürlichen Drang nach dem Leben selbst noch haben? Alles tot? Alles vergraben, betäubt, im Tun erstickt? In der Flucht, in der Sucht, in Substanzen?

Vielleicht bleibt es mir ewig ein Rätsel, wie einem das auf Dauer genügen kann. Wie es sein kann, dass sich die Natur in einem nicht letztlich durchsetzt. Natürlich – eben – ich weiß um Trauma, um Konditionierung, um Prägung, Verdrehung und Manipulation. Keine Frage. Nur mich hat das alles auch nicht aufgehalten. Mir war klar, ich muss und will da durch, auf der anderen Seite wieder auftauchen. Als ich selbst. Mein Durst war so groß. Mein Hunger nach Leben. Das Wissen um mehr, darum, dass das nicht alles sein kann. Etwas in mir WUSSTE. Unumstößlich.

Vielleicht – sehr wahrscheinlich sogar - ist nicht jeder dazu gemacht, sich zu erinnern, nicht hier, nicht jetzt. Seelenplan. Maximale Trennung erfahren wollen. Ja. Ich kann nicht wissen, was die Seelen gewählt haben und was für sie ein Erfolg ist, erstrebenswert. Es müssen wohl andere Aspekte der irdischen Erfahrungsmöglichkeiten sein, die auf ihrer Agenda stehen. Vielleicht sogar karmischer Ausgleich. Auch möglich. Oder noch ganz was anderes, was ich gerade nicht auf dem Schirm habe. Und dennoch gibt es einen Teil in mir, der staunend, fragend da hinschaut und eben doch nicht ganz versteht, wie das sein kann. Der das gerne mal wissen will und fragen, ob es nicht doch irgendwo drückt und zwickt, weh tut, darin zu verharren.

Naja, wirklich wissen kann ich nur, was für mich stimmt, was ich brauche und will, dass mich Stillstand verrückt macht, gegen meine Natur geht. Und ich kann erfahren, was das alles für mich bedeutet, wenn andere so da sind, wie sie da sind, da bleiben, wo sie sind, sich über bestimmte Punkte nicht hinaus bewegen, Wunden nicht begegnen wollen, Gefühle vermeiden wollen, Situationen unbedingt umgehen wollen oder von all dem gar nichts wissen. Oder eben wie im ersten Absatz beschrieben, was es für mich bedeutet, wenn mein natürliches Wachstum sogar falsch oder gar nicht verstanden wird.

Das ist wohl mein Erfahrungsfeld: Nach Leben streben in einer Welt, die vergessen hat, was Leben heißt.

Ich bin so froh um die anderen wahrhaft Dürstenden. Es ist ein Fest mit ihnen weiterzuziehen, neue Gefilde zu erforschen, in jeden Winkel zu schauen, uns uns selbst zurückzuerobern, uns darin zu unterstützen und uns gegenseitig aus dem Status des Aliens zu entlassen. Wir haben halt nur nicht ganz so gründlich vergessen wie die meisten. Wir sind wohl dazu da, uns zu erinnern und das alte Wissen wieder zu leben, wiederzubeleben. Wir sind dürstend auf die Welt gekommen. Angetreten für die Essenz, das Urwesen, die Urnatur, die Rückerinnerung. Ewiger Drang hin zu uns selbst. Ewiger Drang zu Gott.

Danke, Christiane, für das unerwartete Bezeugen meines Entwachsenseins. Ein unglaubliches Geschenk, von dem ich nicht wusste, dass es das gibt.