Dienstag, 29. Oktober 2013

Auf sein Gefühl hören



Auf sein Gefühl hören, das ist immer so einfach gesagt. Vor kurzem hat mich eine ganz liebe Freundin gefragt, ob ich sie nicht zu ihrer Bachelor-Verabschiedung im feierlichen Rahmen begleiten würde. Ihre Eltern wollte sie nicht mitnehmen und sie hätte gerne jemanden um sich, den sie sehr mag. Als ich diese Frage in ihrer Email las, schrie sofort alles in mir: „NEIN!! Da gehörst du nicht hin. Du müsstest dich verkleiden und du wärst da nicht du selbst!“ Bei der Vorstellung tatsächlich zu dieser Veranstaltung zu fahren, sträubten sich mir die Nackenhaare. Dann kamen natürlich diese Gedanken, von wegen: „Komm, das ist eine ganz liebe Freundin und die könnte gerade echt deine Unterstützung gebrauchen. Du kannst dich doch für sie die paar Stunden zusammenreißen.“ Irgendwann kam der Punkt, an dem mir klar wurde, was zu tun ist. Ich erinnerte mich daran, dass mich damals meine Galle in einer Meditation förmlich angeschrien hat, ich solle doch um Gottes Willen eeeeendlich auf mein Gefühl hören, auf meinen Bauch, egal, ob der Verstand das gerade verstehen kann oder nicht. Meine Galle zeigte mir damals ganz genau, warum sie mir u. a. Schmerzen bereitete und wo ich mir diese „(Gallen-)Steine“ selber in den Weg gelegt hatte. Ich merkte oft, dass mich mein Körper immer wieder in Form von Krankheiten, Schmerzen und Symptomen aus gewissen Situationen herausholte. Z. B. bekam ich eine Magen-Darm-Grippe, wenn ich Dinge tat oder mich mit Menschen umgab, die mir in diesem Moment überhaupt nicht gut taten. Und hätte ich von Anfang an auf mein Gefühl gehört, hätte ich diese Dinge gar nicht erst getan oder diese Menschen gar nicht erst getroffen. Als ich nun diese Frage von meiner Freundin wälzte, kam mir das alles wieder in den Sinn. Und in diesem Augenblick entschied ich mich dafür, dass ich meinem Körper diese Verantwortung abnehmen möchte. Ich wollte meinen Körper nicht mehr damit belasten, dass er mich retten musste. Ich wollte meinen Organen diese Last ersparen. Ich nahm meine Verantwortung wieder zu mir! Und so traf ich ganz bewusst die Entscheidung, IMMER auf meinen Bauch zu hören und IMMER mein Gefühl ganz genau zu prüfen und entsprechend zu handeln. Auch wenn es mit dem Verstand vielleicht nicht greifbar war. Jemand hat einen Wunsch oder ein Anliegen an mich? Gut, passt dieser Wunsch oder dieses Anliegen auch gerade zu mir? Möchte ich diesem Wunsch nachkommen, oder ist das im Moment nicht stimmig? Warum um alles in der Welt, sollte ich die Belange anderer über meine stellen? Und vor allen Dingen würde ich dem anderen in diesem Augenblick auch etwas vormachen, ich würde ihn in gewisser Weise anlügen, denn ich tat etwas, was ich eigentlich gar nicht wollte. Dann bin ich nicht ich, dann bin ich nicht authentisch. Ich belüge mich und den anderen gleich mit. Damit ist niemandem geholfen. Als ich nun meiner Freundin diese Entscheidung mitteilte und auch entsprechend erklärte, bedankte sie sich bei mir. Dafür, dass ich so ehrlich zu ihr war und dafür, dass sie nun selber wieder ein Stück mehr den Mut hatte, auf ihr eigenes Gefühl zu vertrauen, darauf zu hören und Verantwortung für sich zu übernehmen. Mein Bauchgefühl wird mich NIE in Schwierigkeiten bringen!

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Erntezeit

Über so lange Strecken war ich mutig und entschlossen. Ich habe mein Innerstes erkundet und nach außen gekehrt. Da war so viel Schmerz, körperlich wie seelisch. Ich habe mir so vieles angesehen, es angenommen und war immer auf tiefgehende Heilung bedacht. Zeitweise gab es Durststrecken, Verwirrung und die Frage, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin. Ich habe gehadert, gezweifelt und war kraftlos. So oft habe ich nicht gemacht, was „man“ normal so macht. So viele Dinge habe ich anders gesehen. Aber es war der richtige Weg. Definitiv und nichts hätte ich anders machen wollen. Gott sei Dank habe ich so viele Dinge anders gesehen. Mir hat sich so viel offenbart, ich habe so viel verstanden, so viel über mich und das Leben erkannt, mich wieder daran erinnert, wie es wirklich ist, das Leben. Wie es gedacht ist in seinem Ursprung und was die Natur der Dinge ist. Der Lohn ist ein unendlicher innerer Reichtum, der mit nichts zu vergleichen ist. Geschenke, die von unschätzbarem Wert sind. Ein Gefühl für mich und das Leben, für meinen Weg und vor allen Dingen für das, was mein Herz, meine Seele will. Dieses Gefühl ist unfehlbar und es wird mich immer sicher führen. Das weiß ich! Und nun bin ich erschöpft nach all der Arbeit, richtig erschöpft! Ich habe die Felder bestellt, gesät, Unkraut gezupft, die Erde gelockert und die neuen Pflänzchen gehegt und gepflegt, sie vor Sturm beschützt und sie gegossen, wenn der nährende Regen ausblieb. Und nun ist es Herbst und an der Zeit die Früchte der harten Arbeit zu ernten. Es ist Zeit mich auszuruhen, zu genießen und mich daran zu erfreuen, was ich vollbracht habe. Es ist Zeit die Arbeit zu würdigen und voller Stolz zurückzublicken, sie als das zu sehen, was sie ist: Das wichtigste und festete Fundament für mein Lebensbauwerk! Ich freue mich darauf im Außen zu erfahren, was im Inneren gereift ist!

Freitag, 19. Juli 2013

Durststrecke

Manchmal wünsche ich mir jemanden, der mir sagt, dass ich das Richtige tue und genau auf dem richtigen Weg bin. Das sind solche Momente, in denen ich selbst nicht ganz glauben kann, dass es wirklich so einfach sein soll. Zu schön, um wahr zu sein quasi. Dann habe ich fast ein schlechtes Gewissen, dass ich mich nicht abrackere und mich anstrenge wie so viele andere, dass ich so viele schöne Dinge tun kann, einfach im Moment bin und das fließen lassen kann, was gerade fließen möchte. Wie absurd! Da ist es endlich so, wie ich es mir gewünscht habe und dann kann ich es doch nicht richtig genießen. Anscheinend flackern da wieder ein paar alte Überzeugungen auf. Solche die vom Leben behaupten, dass man hart arbeiten muss für sein Geld, dass einem nichts geschenkt wird und dass man um Gottes Willen keinen Spaß haben darf. In all meinen Meditationen wurden mir die Weisheiten und Wahrheiten über das Leben auf einem Silbertablett präsentiert und mein Herz atmete erleichtert auf, hüpfte vor Freude und sagte mir: „Genau so ist es!“ Nun ist es an mir und meinem Verstand diese Dinge ganz einfach zu glauben. Ich möchte so gerne! Und dennoch bleibt da die Angst, dass ich mir selbst etwas vormache und einem Wunschtraum erliege. Dabei ist es tatsächlich so einfach und über weite Strecken kann ich es. In jedem Moment, in jedem einzelnen Augenblick, in jedem JETZT einfach das tun, was dran ist, dem Gefühl folgen. Der Stimme des Herzens vertrauen, denn der Verstand kann über die Zukunft nichts wissen. Nur das Herz kann mich sicher durch das Unbekannte führen und mich zu meiner höchsten Vision von mir bringen. Davon hat der Verstand keine Ahnung. Wie viele wundervolle Dinge sind schon geschehen, weil ich auf mein Gefühl gehört und Dinge getan habe, die vielleicht im ersten Moment keinen Sinn zu machen schienen. Ich habe sie dennoch getan und es war jedes verdammte Mal goldrichtig. Und selbst meine Gallenblase, die eine Zeit lang hunderte von Gallensteinen beherbergte, hat mich in meinen Heilmeditationen förmlich angeschrien und mir gesagt, ich soll doch endlich aufhören ständig zu zweifeln und einfach auf meinen Bauch hören. Krampfanfälle haben mich darauf hingewiesen, doch einfach die Dinge um der Dinge Willen zu tun und nicht, um ein bestimmtes Ziel damit zu erreichen. Mein Körper sagt es mir, die großen Lehren sagen es mir, meine Seele sagt es mir und dennoch kommt manchmal Unsicherheit auf. Es ist an der Zeit, sich dieser Angst noch einmal zu stellen und herauszufinden, was sie mir noch schenken möchte! Es ist an der Zeit endlich dem Leben voll und ganz zu vertrauen!

Freitag, 21. Juni 2013

Veränderung