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Dienstag, 4. November 2025

Beinhaltet der Erfolg Selbstkontakt?

Nicht, was ein Mensch zu leisten vermag, ist aussagefähig über seine (seelische) Gesundheit, sondern mit was er in sich zu sein vermag, wie er innerlich mit sich selbst da ist.

Wie gut ist der Kontakt und die Beziehung zu sich selbst? Was bleibt im Innern, wenn im Außen alles wegbräche? Wer ist dieser Mensch alleine mit sich in der Stille? Ohne Besitz, ohne Rolle, ohne Funktion, ohne sichtbare Leistung, ohne Ablenkung, ohne Kompensationsmöglichkeit, ohne äußeren Glanz, ohne Make-up?

Die eigentliche Messgröße der seelischen Gesundheit ist der Selbstkontakt, die innere Haltung sich selbst gegenüber, die emotionale Nähe zu sich selbst und zwar in allen Momenten, auch und gerade in den dunklen Momenten, in den unrühmlichen Zuständen, in stürmischen Zeiten, in der Gebrechlichkeit, in der Verletzlichkeit, in der Verwirrung, der Schwäche, der Wut, der Bissigkeit, der Ohnmacht, in der Angst, der Sinnlosigkeit, der Verzweiflung, im Neid, im Hass, in der Kleinheit, der Minderwertigkeit, der Bedürftigkeit, im Scheitern, im Aufgeben, in der Traurigkeit, im Schmerz, im Vergehen. Kann derjenige schwimmen oder bedeutet das alles direkt ertrinken?

Wie ich da, in all den erwähnten Zuständen und Umständen, mit mir bin, sagt tatsächlich etwas über meine Gesundheit aus und eigentlich auch über Erfolg.

Erfolgreich im eigentlichen, ursprünglichen, menschlichen Sinne, also im gesunden Sinne, ist für mich jener, der in tiefer, intimer, authentischer Nähe zu sich selbst ist. Jener, der sich hat. Jener, der in sich wahre Heimat hat und zwar für jeden Anteil von sich, auch für die Anteile, die andere Anteile rausschmeißen wollen.

Nichts anderes ist wirkliche, echte psychische Gesundheit. Leistungsfähigkeit, die nicht aus meinem ureigenen Wollen stammt, ist lediglich eine Aussage über Anpassungsfähigkeit und das Maß dessen, in wie weit ich aus einstiger Not heraus zu Selbstverrat und Fremdbestimmung in der Lage bin.

Ich kann Besitz haben, ein laufendes "Seelenbusiness", "Freundschaften", "Beziehungen" und dennoch so unendlich verloren in mir sein, mich abgetrennt und taub fühlen, endlos müde sein, leer und ganz weit weg von mir.

Gesundheit und Erfolg messen sich für meine Begriffe an anderen Werten, als auf den ersten Blick sichtbar. So viele Erfolgreiche gibt es da draußen nicht. Bei den wenigsten ist mir nach Beifallklatschen.

Ich sehe scheinbar lächelnde Münder und müde, traurige oder leere Augen. Ich sehe die inneren Kämpfe gegen sich selbst. Die verzweifelten inneren Kinder, die kein Gehör finden, die Not, die unter all dem eigentlich da ist.

Ich hab mich immer wieder gefragt, ob ich nicht gönnen kann, ob ich überall das Haar in der Suppe suche. Aber das war es nicht. Heute hat mein Empfinden Worte. Ich hab gespürt, dass da was grundsätzlich nicht stimmt. Ich sehe und fühle das Verlorensein in all dem und dass alles Tun und Streben nicht an der Wurzel ansetzt, sondern viel mehr von ihr wegstrebt, dass es nicht ums Wesentliche geht, dass die Wunden unter all dem weiter bluten.

Ich sehe und fühle das Eigentliche unter dem Offensichtlichen.

Warum ich das alles schreibe, weiß ich tatsächlich nicht. Es hat sich heute intensiv in mir bewegt und sich in dieser Deutlichkeit gezeigt, die ich jetzt hier teile. Im Grunde ein Selbstgespräch.


 

Samstag, 16. November 2024

Die Erfüllung

Ich habe meine Erfüllung im Menschsein gefunden. Während ich das schreibe, muss ich grinsen... Das ist sehr doppeldeutig. Übergeordnet stimmt das auch voll. Aber das meine ich gerade nicht. Ich meine die Erfüllung darin, das Menschsein zu erforschen und tatsächlich darin sowas wie meine Berufung zu sehen.

Jetzt hört sich das nicht gerade neu an. Ich drösel seit Jahrzehnten das Menschsein an mir selber auf, zusammen mit anderen bin ich am Forschen und Friemeln und Beleuchten. Ständig. Eigentlich nichts Neues. Und doch ist heute morgen ein Groschen gefallen, den ich bislang noch überhaupt nicht bemerkt hatte.

Ich bin auf einen Anteil gestoßen, der nichts mehr fürchtete als Langeweile. Eine Langeweile, die daraus resultiert mit den anwesenden Menschen nicht das tun zu können, was ihn am meisten interessiert, der sich ständig mit etwas befassen muss, was überhaupt nicht seine Welt ist, zu einfältig, zu kurz gedacht, zu unwesentlich, zu eng, zu kleingeistig.

Dieser Teil, dieses innere Kind, wollte schon immer in die Tiefe gehen, hatte Fragen über Fragen, wollte wissen, wie die Zusammenhänge sind, warum Menschen so sind wie sie sind, was Gott ist, wie das Universum funktioniert und was es im Unsichtbaren alles gibt. Diesem inneren Kind war als Kind sterbenslangweilig. Das, was ihm da geboten wurde, mit was es sich befassen sollte, die Antworten, die es bekam, das alles war überhaupt nicht befriedigend. Ganz im Gegenteil. Es fühlte sich an, wie lebendig begraben.

Dieser Teil war es, der mich im Erwachsenenalter immer wieder hat ungeduldig werden lassen, der Widersprüchlichkeiten nicht abkonnte, Banales, Oberflächlichkeiten, Small-Talk. Zu lange musste er sich mit genau dem zufrieden geben und konnte das NIE. Eine stete Unterforderung, eine stete Unzufriedenheit, ein steter Hunger.

Dieses Erforschen des Menschseins, von mir, von anderen, bis in den hintersten Winkel der Seele und die letzte Ecke des Kosmos, das ist es, wofür ich hergekommen bin und für nichts anderes. Damit kann ich mich rund um die Uhr, 24/7 beschäftigen, damit WILL ich mich beschäftigen, damit MUSS ich mich beschäftigen. Nichts anderes macht mich so zufrieden wie das.

Mir wurde so klar, dass meine Räume zwar Verbindung spüren lassen, der Heilung dienen, Trauma befrieden, das sind allerdings alles echt eher Nebeneffekte meines Forschergeistes. Ich hab so eine Freude am Dröseln, am Rausfinden, was es braucht für Wohlbefinden, dafür, zum Urwesen zurückzufinden. Ich hab so eine Freude, wenn mir jemand den fettesten Knoten der menschlichen Verwirrung ever hinlegt und mit mir zusammen draufschauen will.

Ich verstehe meine Unzufriedenheit in manchen Begegnungen nochmal ganz anders. Mit den meisten konnte ich dem nicht frönen. Nicht in dem Ausmaß und in der Tiefe, die ich schon erlangt habe und in die ich immer wieder möchte. Wenn mir das, was da möglich ist, an Reflexion, üüüüüberhaupt nicht reicht, weil das gerade mal die Tiefe einer Wasserpfütze hat. Ich bin für den Marianengraben hier. Für das drunter und da drunter und da drunter. Bis zum Urgrund. Und das ist keine Wertung, keine VERurteilung, sondern eine BEurteilung der Unterschiede.

Der Anteil, der sich so lange so sehr unbefriedigt gefühlt hat, ist in solchen Situationen immer wieder angesprungen und hat total Alarm geschlagen, weil er befürchtet hat, dass es jetzt wieder für immer so todenlangweilig sein wird. Da war wieder die Angst.

Heute morgen habe ich eben diesen Anteil aufgespürt. Was für eine Not der hatte. Was für ein widerliches Gefühl, so sehr unterfordert zu sein, so sehr an dem vorbeizuleben, was er eigentlich gebraucht hätte. So ein unfassbarer Hunger. Und so eine Panik, wieder hungern zu müssen, sich mit Krümeln zufrieden geben zu müssen, an Langeweile fast zu sterben. Da kommen mir direkt nochmal die Tränen. Halleluja!!!!

Was bin ich froh, dass ich diesen Anteil bergen konnte, dass ich ihm "die richtigen Bücher" vor die Nase legen konnte, das richtige Futter geben konnte und ihm sagen konnte, dass wir nie wieder was anderes tun werden, als uns mit dem zu befassen, was uns so unglaublich lebendig fühlen lässt, wo die Augen leuchten, das Herz hüpft und das Leben sich satt und saftig anfühlt.

Meine Erfüllung ist definitiv das Menschsein in allen Farben, in allen Facetten, vom Hellsten bis zum Dunkelsten, vom Kleinsten zum Größten. Und wo immer sich jemand verheddert hat und vergessen hat, wer er wirklich ist, ich stelle meinen Forschergeist unfassbar gerne zur Verfügung. Nichts lieber als das.



Dienstag, 12. März 2024

Über die innere Autorität und ein korrektes Leben

"Wenn ich stets meiner eigenen, inneren Autorität folge, kann nichts anderes dabei herauskommen, als ein für mich korrektes Leben."

Als Meryem mir - sinngemäß - diese Worte geschenkt hat, durchströmte mich eine unglaubliche Kraft. Es war mal wieder so ein typischer Totaleinschlag in meinem System. Volltreffer mit Tiefenwirkung.

Dass ich meiner Intuition folge, ist den meisten ja wahrscheinlich bekannt. 😉 Für alle, die es bisher noch nicht wussten, jetzt wisster bescheid. 😎

Manchmal ist (war?🤔) da die Angst, dass mich diese Art zu leben, in Schwierigkeiten bringen könnte, um nicht zu sagen, in Teufels Küche oder/und unter die viel besagte Brücke.

Meryem erzählte mir von der Grundphilosophie des Human Designs. Nämlich dass es darum geht, die eigene innere Autorität zu erkennen, ihr zu folgen und damit ein für sich korrektes Leben zu führen.

Die Intuition als innere Autorität zu benennen hat nochmal riiichtig viel mit mir gemacht. Das klingt doch gleich viel konkreter, majestätischer und seriöser, als das vage "Bauchgefühl", gell? 😉

Die Selbstverständlichkeit, dass diese innere Autorität mich in ein für mich korrektes Leben führt, ist banal wie grandios zugleich. Nix Teufels Küche. Nix Brücke. Die kommen da gar nicht vor. Nein, ganz simpel und logisch. Bio-logische Konsequenz. Astro-logisch wahrscheinlich auch. 😂

Irgendwie hat es das Ganze - meine Art zu leben - für mich nochmal auf ein anderes Level gehoben. Wie wenn ich von einer völlig unerwarteten Seite die Unterschrift bekommen hätte, dass das schon stimmt, was ich da so treibe.

Und auch wenn es keine Bestätigung von außen bräuchte, tut es halt einfach verdammt gut, zu hören, dass andere auf den gleichen Trichter gekommen sind, wie ich. 😁🔥❤️

So, das wollte ich ganz einfach mal mit euch teilen. Habbisch jemacht. 😎❤️




https://t.me/intuitivesleben

Montag, 30. Oktober 2023

Lesen im Feld und Zeitqualität

Ein Text wollte es nicht werden. Vorgelesen wollte auch nichts werden. Aber es wollte was raus. ✨💫✨

So bin ich mal wieder eingetaucht ins Nichtwissen und habe innerlich geschaut, gespürt, geforscht, im Feld gelesen, die Zeitqualität und mich befühlt.

Zur Audio geht's hier lang: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/1812

 


 

Samstag, 23. September 2023

Vertrauen ins Vertrauen haben

Vertrauen ins Vertrauen haben
in die eigene Wahrheit
in die eigenen Sehnsüchte

Vertrauen in die eigenen Impulse
Vertrauen in die eigenen Gefühle
Vertrauen in die eigenen Handlungen
Vertrauen in die eigene Anbindung -
ans Leben, ans Göttliche

Vertrauen ins eigene Zutrauen
Vertrauen in die Naivität
Vertrauen in den Glauben an das Gute
Vertrauen in das eigene innere Wissen
Vertrauen in die eigene Weisheit
Vertrauen in mein Sein

Vertrauen haben, dass das,
was gerade in mir stattfindet,
richtig ist und stimmt

Vertrauen wird mehr und mehr Gewissheit
Ich musste mich nur trauen mir zu trauen



Montag, 11. September 2023

Nicht wir warten auf die Dinge...

Nicht wir warten auf die Dinge.
Die Dinge warten auf uns.

Es ist alles da. ALLES. Immer.

Diese "Zeitverzögerung beim Manifestieren" - es gibt sie nicht. Es gibt für meine Begriffe auch kein Manifestieren.

Die Dinge, Umstände, Erfahrungen, die Erfüllung unserer Sehnsüchte und damit von dem, was wir auf höherer Ebene gewählt haben, kommen zu uns, wenn wir dafür reif sind. Nicht wir warten auf sie, sondern sie auf uns. Ein Himmel-WEITER Unterschied in der Ansicht, in der Energie, im Blickwinkel.

Da gibt es keinen Mangel. Kein Abhandensein von etwas. Es ist da. Alles. Immer. Fülle!!! Wir mittendrin - nur ist es manchmal noch nicht materiell, oder es ist da und wir können es noch nicht sehen oder erkennen oder eben noch nicht "haben", weil wir noch wachsen dürfen, weil es noch Erfahrungen vorher braucht.

Die Geschenke warten geduldig auf uns, auf den rechten Moment. Und der kommt keinen Deut zu früh oder zu spät, sondern eben immer genau richtig.

Was für ein schönes Bild. 🥰 Da bin ich, umgeben von Geschenken, von all den Herrlichkeiten, die ich mir für dieses Leben ausgesucht habe, um die mein Herz weiß, die ich fühlen kann. Sie offenbaren sich, erfüllen sich dann, wenn es eben so weit ist, wenn ich so WEIT bin, bereit dafür, damit umgehen kann, die nötige Tiefe habe. Kein einziges Geschenk kann ich verpassen oder verfehlen. Sie warten ja auf MICH. 😊 Die "Lieferung" ist gewiss. Die Erfüllung jeder Sehnsucht sicher. Das zumindest ist meine Wahrheit und tatsächlich auch meine Erfahrung. 😍

Ist das nicht zauberhaft?

Danke Maja, für diese magische Erkenntnis in unserem immer wieder so unfassbar wertvollen, nährenden, heilsamen Austausch. 🎁🙏🏼🥰



Donnerstag, 20. Juli 2023

Wahrlich ich stehe hier - Audio

Schon so lange hab ich die Idee, meine Texte vorzulesen. Dieser hat sich die letzten Tage sehr aufgedrängt. Viel Freude beim Lauschen. 🥰🙏🏼💎🔥

Wahrlich, ich stehe hier

"Für das, was ich hier tue, muss ich mich nicht ducken..."

Hier geht es zur Audio: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/1658





Mittwoch, 28. Juni 2023

Meine Verführung ist die Armut

Wir werden auf Herz und Nieren geprüft. Überall beobachte ich das. Es werden die süßesten Versuchungen hingelegt oder die Worst-Case-Szenarien ausgegraben.

Was braucht es, dass ich mich verlasse? Was braucht es, dass ich die Freude verlasse, vergesse, wer ich bin und worin ich eingebettet bin? Was braucht es, dass ich meinem Ruf nicht mehr folge, dem, der in jeder Sekunde da ist?

Wer oder was kann mich noch verunsichern? Was lässt mich zweifeln? An mir. An meinem Weg. An der Fülle. An der Liebe. An Gott.

"Meine Verführung ist die Armut", sagte Christiane eben. Das ist die Versuchung, die Freude zu verlassen, sich zu bekümmern, schwer zu werden, sich zu grämen.

Gefühle, die so lange nicht gefühlt werden wollten, werden nach oben gespült. Alte Geschichten dazu entspinnen sich.

Glaube ich die Geschichte, die da gerade passiert? Glaube ich, dass das Geld nicht reicht? Glaube ich, dass meine Existenz damit aufhört? Das JETZT alles aus ist?

Glaube ich, dass ich ausgeschlossen bin? Glaube ich, dass ich alleine bin, dass ich abgeschnitten bin von der Sippe, der Versorgung, der Fülle, der Quelle, dem Leben?

Die Geschichte ist irrelevant. Sie stimmt nicht. Eine Illusion. Ein Trugschluss aus der Kindheit, der in kindlicher Logik ausgedehnt wurde auf das ganze Leben, die Welt.

Die Gefühle sind es. Darum geht es.
Die Illusion erkennen. Darum geht es ebenso.
Die Lügen, die wir angefangen haben, als Kind zu denken, als eben das zu erkennen, als Lügen.

Um beim Beispiel Geld zu bleiben, bei der Geschichte "Mangel":

Armut geht nicht, wenn ich mit Gott gehe, wenn ich weiß, wer ich bin. Dann ist die Fülle in allem zu erkennen, auch im Mangel, auch in der Durststrecke.

Armut wertvoll. Ein Prüfstein. Behalte ich mir das Wissen um die Fülle im Herzen? Schaffe ich es, die Liebe durch Zeiten der Dürre zu tragen? Schaffe ich es, die Liebe über die Zeit zu retten?

Kein Zustand ist auf ewig gleich. Kein Zustand, Umstand ist dazu verdammt, für immer so zu bleiben.

Wir leben in Phasen und Zyklen. Auf den Tag folgt die Nacht und die Sonne wird danach wieder aufgehen.

Wir könnten auch Panik bekommen, wenn die Sonne untergeht, meinte Christian in diesem Kontext. Nur das Wissen, dass sie wieder aufgeht, lässt es uns nehmen, lässt sie uns in Frieden untergehen sehen.

Auf die Nacht folgt der Tag.
Auf Dürre folgt Regen.
Irgendwann kommt er wieder.
Auf Armut folgt Reichtum.
Irgendwann kommt er wieder.

Jede Phase anerkennen und damit gut sein. Darin bleiben können, darin in dem grundsätzlichen Wissen bleiben können, wer ich bin, in dieser grundsätzlichen Freude, die jedes Gefühl beinhaltet. Der Verführung nicht erliegen und vergessen, wer ich bin.

"Sei nicht bekümmert in Armut noch selbstsicher im Reichtum, denn auf Armut folgt Reichtum, auf Reichtum Armut. Aber Armut in allem außer Gott ist eine wundersame Gabe. Achte sie nicht gering, denn am Ende wird sie dich reich machen in Gott. [...]"
- Verborgene Worte, Texte Bahá'u'lláhs



Samstag, 17. Juni 2023

Wann ist ein Leben sinnvoll?

Wann ist ein Leben sinnlos?
Wann ist ein Leben Sinn los?

Unsinnig.
Unsinnlich.

Wann ist ein Leben Sinn voll?
Wann ist ein Leben sinnvoll?

Ein sinn-volles,
sinnliches Leben,
voller Sinneseindrücke.

Der Tisch ist Sinn voll.
Er hat Sinn.
Er hat Geist.
Er hat Bewusstsein.
Meine Sinne können ihn erfassen.
Mit ihm sein.
Ihn genießen.

In jedem Moment kann ich ALLES mit meinen Sinnen erfassen.
Da sein.
Die Blume.
Der Kaffee.
Der Vogel.
Die Straßenbahn.
Kinderlachen.
Streitgespräche.

In meinem Körper passiert was.
Ich kann in Kontakt sein mit mir.
Mit ALLEM.
Immer.
Ein Sinn-erfülltes Leben leben.

Wie bin ich da?
Mit den Dingen?
Mit den Menschen?
Mit mir?

Nehme ich mich wahr mit allen Sinnen?

Un-Sinnig ist nicht gleich unlogisch oder unvernünftig.
Sinn-los meint nicht gleich "ohne Verstand".

Mit allen Sinnen leben.
Ich muss dem Leben keinen Sinn GEBEN,
damit es SinnVoll ist.
Ich darf das Leben mit allen Sinnen erfassen,
damit es SinnVoll ist.

DAS ist Erfüllung.
DAS ist Erfolg.
DAS ist der Sinn.

Danke Christiane, meine Muße! Danke für unser SinnVOLLES, so sinnliches, ekstatisches SEIN. ❤ 💎 🙏🏼



Freitag, 16. Juni 2023

Mein Wert für die Welt

Ich kenne so viele, die hier gerade Unfassbares, ja sogar Übermenschliches vollbringen. So viele, die das tun, was in dieser großen Wandelzeit unabdingbar ist.

Sie schauen hin, hinterfragen, durchfühlen, durchdringen, verarbeiten, verdauen, lösen auf, erlösen, weiten ihr Bewusstsein, stellen sich ihren Schatten. Eigenverantwortung. Ganzwerdung. Stellen sich den größten inneren Dämonen. Sprengen ihre Grenzen. Die sogenannten Wellenbrecher. Hier an dieser Stelle, an diesen Menschen hört das blinde Weitergeben von alten Mustern auf. DANKE! Danke dafür!

Das Ganze sieht nicht immer schick aus. Wir sehen nicht immer schick aus. Durchgewalkt von den Prozessen, etwas zerzaust und manchmal mitgenommen. Immer wieder am Hadern, ob das wohl alles richtig ist. Immer wieder die Frage, was denn mit uns wohl nicht stimmt. Alle scheinen es hinzubekommen, nur wir nicht. Wir scheinen auf keinen grünen Zweig zu kommen. Finanziell ganz oft am Limit. Kein Wunder, wir leisten ja auch nix. Nicht in der Lage einer herkömmlichen Arbeit nachzugehen, zu funktionieren.

Unser Job ist ein anderer. Unser Arbeitgeber ist das Universum. Unser Wert für diese Welt ist unermesslich. Unser Wirken erst recht. Wir dürfen in Erwägung ziehen, dass sich das auch in Geld ausdrücken kann. Auch wenn der Verstand das nicht denken kann, dürfen wir uns dafür öffnen, dass das möglich ist, ja, dass wir es verdient haben, dass es so IST.

Ganz unabhängig von all dem, hat unser Selbst an sich schon einen Wert. Unser bloßes Sein. Wir sind ein Geschenk für die Welt. Auch das darf und kann sich in Geld ausdrücken. Das WIE müssen wir nicht denken und wissen.

Wir SIND wertvoll. Wir SIND reich. Uns steht das Beste zu. Alles, was es braucht um richtig gut da zu sein.



Mittwoch, 7. Juni 2023

Sterben üben

Sterben üben.
Hier im Körper.
Anhaftungen lösen.
Freigeben.
Sein lassen.
Loslassen.
Weggeben.
Aufgeben.

Was bleibt, wenn alles Materielle geht?
Wer bin ich ohne all das?
Ohne Besitz?

Kann mir tatsächlich etwas
genommen werden?
Etwas außerhalb von mir?
Gibt es Verluste tatsächlich?

Wir nehmen nichts mit,
wenn wir diese Erde verlassen.
Wir besitzen nicht wirklich etwas,
während wir hier sind.

Wir können es genießen,
erfahren, hüten, hegen, pflegen,
"benutzen" im besten Sinne,
mit allen Sinnen,
mit dem Gewahrsein
um Bewusstheit in ALLEM.

Wir können damit schwingen,
in Kontakt sein,
es bewegen,
uns damit bewegen.
Aber besitzen?
Ist es wirklich MEIN?

Ich übe.
Das Sterben.
Das Vertrauen,
dass überall alles da ist,
was ich in dem Moment brauche.

Ich übe.
Das Freigeben.
Immer wieder.

Ich übe.
Erinnere mich selbst.
Meinen Impulsen folgen,
wird mich niemals
in Schwierigkeiten bringen.
Meinen Impulsen folgen ist
DIE Sicherheit überhaupt.

Wieder und wieder sind da Gedanken,
die mir von Gefahr erzählen, wenn ich so lebe.
Immer wieder sagt etwas in mir,
dass es zwar bisher gut gegangen ist,
aber JETZT ganz bestimmt schief geht.
DAS geht jetzt zu weit.
Damit ruiniere ich mich komplett.

Was immer dieses DAMIT gerade ist.

Letztlich geht so Leben.
So folge ich dem Ruf.
Immer im Moment.
Immer freier von allen Ideen.
Immer freier vom "Brauchen".

Nichts mehr brauchen und doch alles haben.
Nichts mehr brauchen und alles bekommen.
Immer wieder neu.
Alles, was wirklich gerade relevant ist.

Ich habs ausprobiert.
So oft.
Genau so geht es.
Es funktioniert.
Gehalten. Getragen.
Geliebt. Versorgt.
Geführt. Sicher.
Sooooooo sicher.

Und doch kommt immer wieder der Zweifel.
"Klappt es dieses Mal auch?"
Immer leiser zwar.
Aber er ist da.
Ich höre ihn.
Ich glaube ihm nicht.
Ich lasse ihn sein.
Ich nehme ihn mit auf die Reise.
Das darf so sein.
Er hält mich nicht ab.

Ich übe.
Das Sterben.
Das Vertrauen.
Das Leben im Fluss.
Im Puls.

Ich kann ja doch nicht anders.
Ich MUSS.
Es wird leichter.
Immer leichter.
Das Sterben.
Das Wachsen.

Sie wird größer.
Immer größer.
Die Liebe zu mir und zum Leben.
Die Freiheit.

DANKE!
Danke an mich und alle,
die mit mir gehen.
🙏🏼 💎 🔥



Donnerstag, 25. Mai 2023

Dienend wird uns gedient

Es passiert gerade alles, was ich immer in "meinen Räumen" wollte. Tiefe Gespräche, ehrliches Mitteilen, das Erinnern an Gott, radikale Erlaubnis von allen Geschehnissen, Gefühlen, Gedanken, wahrhafte Begegnung, Heilung, Mitgefühl, Berührung auf allen Ebenen, auch der körperlichen. Halten, umarmen, kuscheln, streicheln, nähren.

Das alles passiert ganz anders, als ich dachte. Da gibt es kein Seminarhaus, keine Ausschreibung, keinen Zeitplan, keine Organisation in dem Sinne und eben auch keinen Preis.

Ich mach das nicht mit "Kollegen", mit Menschen aus der Soulfamily, wie ich das immer dachte, sondern mit meinem Mann.

Die Menschen kommen nicht zu uns. Es gibt (noch?) keine Begegnungsstätte. Wir sind bei den Menschen daheim. Es geschieht, was geschehen soll, dann, wenn es dran ist, wenn die Zeit reif ist, dort, wo wir sind, wo die Menschen sind.

Drei Besuche haben wir bisher gemacht, wundervollste Begegnungen gefeiert, Heilung beobachten dürfen, Erleichterung von zentnerschwerer Last erlebt, Sturzbäche von Tränen gesehen, Dankbarkeit erfahren, die keine Worte kennt.

Wir werden so sehr beschenkt, versorgt, willkommen geheißen. Nicht nur die Türen der Menschen sind offen, sondern auch die Herzen sperrangelweit und bereit, sich wieder an die Liebe zu erinnern, an sich selbst, an die Herrlichkeit Gottes.

Angedacht war anfangs, dass wir Richtung Südwesten fahren. Gelandet sind wir über Göttingen und Hamburg an der Ostsee. Verrückt. So verrückt heute im Strandkorb einen Kaffee getrunken zu haben. Das Leben im Jetzt entwickelt sich halt einfach, wie es soll. Was wissen wir denn schon?

Nun ist eine Verschnaufpause angesagt. Wir sortieren, reflektieren, gehen in unsere ganz eigenen Prozesse, ich und Christian, arbeiten auf und spüren nach. Ruhen, genießen die Sonne und tatsächlich das Meer, an dem wir so unerwartet gelandet sind.

Für nichts auf dieser Welt würde ich diese Art zu Leben und uns führen zu lassen, eintauschen. Diese Tiefe und Lebendigkeit, diese Erfüllung und Befriedigung, diese Freiheit und dieser Sinn, diese Selbstwirksamkeit und Freude kann für meine Begriffe nicht anders "erzeugt" werden.

Von innen nach außen. Ganz im Moment. Vollkommene Hingabe und Ergebenheit dieser unfassbaren Intelligenz gegenüber.

Ich weiß nicht, ob ansatzweise rüberkommt, was mir das alles bedeutet. Vielleicht ist es fühlbar, wenn die Sprache nicht ausreicht.

Das Paradies auf Erden. Dienend wird uns gedient. So sehr.

Plötzlich ist alles da, was ich immer wollte, auf eine Weise, die ich niemals hätte denken können. Viel besser als jemals erwartet. Halleluja!!!! Was für ein Segen!

DANKE! 😇🙏🏼



Montag, 15. Mai 2023

Lasst mich einfach reden - Ich hab Lust auf eure Fragen

Ich sitze auf dem Sofa, in eine Decke gekuschelt, den ersten Kaffee in der Hand und beantworte eure Fragen zu meiner Audio von gestern bezüglich Dualseelen und Beziehungen aller Art.

Ich merke, wie sich eine große Zufriedenheit einstellt. Da ist Freude, Erfüllung, die Zellen jubilieren. DAS macht mir so richtig Spaß und Freude. Da bin ich voll in meinem Element.

Ich LIEBE es, Fragen zu beantworten. Ganz individuelle von euch, zu euren Lebensumständen und Situationen. Fragen über mich, zu mir, über meinen Weg, mein Erleben, mein Empfinden. Ich LIEBE es Interviews zu geben.

Ich LIEBE es einfach, die Frage wirken zu lassen, hinzuspüren, die Worte zu schmecken und dann das Erspürte zu sprechen. Mir selber beim Reden zuzuhören, weil ich mir oft tatsächlich neue Sachen erzähle, Wahrheit spreche, von der ich bis zu diesem Moment noch gar nichts wusste.

Stell mir eine Frage und lass mich reden. Lass ES durch mich reden.

DAS ist voll mein Ding. DAS erfüllt mich und befriedigt mich total. Da geht das Herz auf, ein breites Grinsen kommt in mein Gesicht, die Augen leuchten.

Lasst mich einfach reden. 🥰🙏🏼❤️

Gleichzeitig mag ich euer Teilen, die Schilderungen eurer Umstände, Gedanken, Hoffnungen, Ängste, Visionen, Erfahrungen, eure Fragen dazu. Es ist so wertvoll und lebendig auf diese Weise in der Gruppe in den Austausch zu gehen, sichtbar zu werden, in die Öffnung zu gehen, für mich und andere greifbar.

Ich mag es sehr, wenn sowas in (m)einer Gruppe auf Telegram und damit in einer gewissen Öffentlichkeit stattfindet, wo viele etwas davon haben, beschenkt werden dadurch. Durch euer Teilen, durch mein Teilen, durch meine Antworten. Das darf in die Welt.

Wir können uns gegenseitig so viel schenken. Was für eine Freude und Erleichterung, zu bemerken, dass mein Thema so viele kennen, dass du mit deinem Thema nicht alleine bist. Wir sind so viele auf dem Weg. Gehen wir ihn gemeinsam.

Deswegen mag ich euch einladen, in der Gruppe eure Fragen zu stellen, zu euch, zu mir. Ihr könnt mich ALLES fragen. Ich hab Lust zu antworten - per Sprachnachricht in meinem Kanal. 🥰🙏🏼✨💫✨❤️❤️❤️

Lasst mich einfach reden. 😉✨❤️✨


PS: Für wen es stimmig ist, der darf mir gerne über PayPal was rüberschicken. www.paypal.me/AnjaReiche Alles kann, nichts muss. Ich hab einfach Freude. 🥰🙏🏼


 

Samstag, 29. April 2023

Gott ist meine Gewohnheit

"Mögest du das Parfüm der Gegenwart des Herrn tragen."

Der Satz berührt mich so sehr. Ich weiß nicht mehr wo er herkommt. Ich hab ihn mir aber direkt aufgeschrieben, weil ich wusste, dass ich irgendwann ein Bild dazu machen werde.

Heute kam er mir wieder in den Sinn. Ich erlebe mich/uns und das, was passiert, wenn wir unsere Schritte bewusst mit Gott setzen. Ich erlebe, wie es ist, wenn ich/wir ohne IHN unterwegs sind. Ich sehe und fühle, wie es Menschen geht, die IHN vergessen.

Tatsächlich bin ich in der Bewusstheit SEINER Allgegenwart angekommen. Ich trage SEIN Parfüm jeden Tag. Ich gehe keinen Schritt ohne IHN. Für jede Situation hole ich mir SEINEN Segen und SEINE Gnade.

Das bedeutet ganz konkret, dass ich IHN bitte, mit in die Behörde zu kommen, bei meinem Anruf dabei zu sein, mit mir zu sein, wenn ich Menschen mit meinem Wirken begleite, wenn ich Räume öffne, wenn ich mit Christians Kindern bin, wenn ich mit Christian bin.

Schlicht: ER ist in meinem Alltag und in jeder Situation präsent. Und ich hole IHN ganz aktiv dazu, wenn es scheinbare Herausforderungen zu meistern gibt, neue Situationen, wenn ich unbekanntes Terrain betrete, Dinge zum ersten Mal mache, wenn Prozesse laufen, Spannungen da sind.

Für mich ist das Leben mit IHM zu meiner bewussten Natur geworden. Zu meiner Gewohnheit.

Gestern kam im Gespräch mit Brigitte, in dem es genau um das Leben mit Gott ging, der Satz:
"Mach MICH zu deiner Gewohnheit!"

BÄHM!!! So und nicht anders! ER ist die schönste Gewohnheit, die ich mir vorstellen kann.

Ich mag es, meine Nächsten zu erinnern. An diese Gewohnheit. An dieses SEIN Parfüm. SEINE Existenz und Unterstützung, daran, SEINE Hilfe ANZUFORDERN, mit ihm zu gehen. Das Leben wird so einfach dadurch.

Kein Schritt ohne IHN, kein Wort, keine Tat, kein Gedanke, keine Begegnung.

Danke! 🙏🏼❤️

PS: Mein Verständnis von Gott ist frei von jeglicher Idee der Religionen.


 

Montag, 20. Februar 2023

Mir helfen lassen

Vom Leben.
Von Menschen.
Von Institutionen.
Firmen.

Da sind keine Probleme zu lösen,
keine Herausforderungen, die ich meistern müsste.

Ich muss nicht dafür sorgen, so glimpflich wie möglich davonkommen.
Da ist keine Gefahr, die droht.
Ich bin nicht in Schwierigkeiten.

Da gibt es eine Situation, die ich gerade selbst nicht lösen kann. Es gibt aber Menschen, die können das. Die wollen das. Die haben Spaß daran.

Ich darf mir schlicht helfen lassen.
Die einfach um Hilfe bitten.

Mir diese Hilfe gönnen, vom Geld mal ganz abgesehen. Ich darf mir das wert sein und dem Leben vertrauen, dass es mir dieses Bedürfnis erfüllt.

Ich muss dafür gehen. Mich für diese Hilfe entscheiden. Entsprechend die Schritte setzen. In aller Klarheit. Der Rest folgt.

Vertrauen ist immer Vorschussleistung. Und eigentlich ist echtes Vertrauen ein tiefes Wissen um den Halt. Ein Wissen darum, dass für mich gesorgt ist. Immer. Überall. Dass es das Leben gut mit mir meint und immer für mich ist.

Ich bin von niemandem wirklich abhängig und gleichzeitig doch, weil Unabhängigkeit die größte Illusion ever ist. Das Versorgtsein des Lebens drückt sich letztlich in Menschen aus hier im Irdischen. Menschen, die helfen.

Ich darf mich voll hineinfallen lassen, in die vielen helfenden Hände. In das Netz wundervollster Seelen, die mit mir hier sind. Mir helfen lassen... So ein wunderschönes Gefühl.

Weich. Warm. Wohlig.
Ausatmen. Aufatmen.
Genießen.
Mich tragen lassen.
Mir helfen lassen.
Überall.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

 

Sonntag, 29. Januar 2023

Auf ewig dein

Ich bin vollkommen, geweitet, empfänglich.
Gott strömt in mich ein.
In jeder Sekunde erfüllt er mich
mit seiner Gnade und Herrlichkeit.
Er durchdringt mich, pulst mich.

Tränen steigen auf.
Gänsehaut.

Ich bin am Leben.
Ich bin lebendig.
Ich bin Lebendigkeit.
Ich BIN das Leben.
Ich bin er.
Göttlichkeit im Fleisch.
Herrlichkeit.
Ein Wunder auf zwei Beinen.

Er will mich.
Er liebt mich.
Er braucht mich.
Er erfreut sich an mir, seinem Kind.

„Mein Kind, mein geliebtes, liebes Kind.
Ich danke dir.
Du hörst meinen Ruf.
Du bist bereit.
Du gehst mit mir.
Du drückst mich aus.
Du bist mein Bote.
Du bist mein Licht.
Du trägst mich in die Welt.
Dafür danke ich dir.
Sehr.“

Gott.
Mein Elixier.
Mein ein und alles.
Der Sinn meines Lebens.
Nichts ist wichtiger.
Du und ich.
Ich mit dir.
Du durch mich.
Ich in dir.

Ewige Freundschaft.
Ewig eins.
Endlich auf Erden.
In vollem Bewusstsein.
Ich ein Ausdruck von dir.
Nichts tue ich alleine.
Du bist an meiner Seite.
Warst es immer.
Nur weiß ich es endlich.
Werde nie mehr vergessen.
Auf ewig dein – in Liebe.

Danke Stefan, dass das gerade in deinem Raum entstehen durfte.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 30. Dezember 2022

Wahrlich, ich stehe hier

Für das, was ich hier tue, muss ich mich nicht ducken und schon gar nicht verstecken. Ich stehe hier in voller Größe und weiß um meinen Wert. Dieses Leben so pur zu leben, alle scheinbaren Sicherheiten zu verlassen, meinen größten Schatten zu begegnen, mutig immer wieder ins Nichtwissen zu gehen und vor allem Generationen von Traumata zu heilen, ist das Beste, Wichtigste, Wertvollste und Größte, was ich gerade hier tun kann und soll. DAS ist mein Job. DAS ist meine heilige Pflicht. DAS ist mein Gottesdienst.

Mein Erfolg ist nicht zu messen an Geld. Es mag nach außen so aussehen, wie wenn ich gar nichts vom Leben verstanden hätte, der größte Looser bin, ein Totalausfall und gleichzeitig habe ich so viel mehr verstanden, als die meisten von denen, die die Konten vollgepackt mit Geld haben und in scheinbaren materiellen Sicherheiten schwelgen.

Ich weiß, was es heißt, sich den größten Ängsten und Dämonen zu stellen. In den eigenen Abgrund zu blicken. Wieder und wieder. Ich weiß, was es heißt, tatsächlich mir selbst zu begegnen, in aller Tiefe. Ich weiß, was es heißt, ALLES loszulassen, mich komplett hinzugeben, nichts mehr unter Kontrolle zu haben, keine Garantien im herkömmlichen Sinne.

Was ich, was wir, hier tun ist so groß und wichtig. Wir dürfen da stehen voller Lebendigkeit und Selbst-Bewusstsein. Wir dürfen da stehen mit stolzgeschwellter Brust und hoch erhobenem Haupt. Wahrhaftig. Leuchtend. Brennend. Lodernd. Neugierig. Wertvoll. Lebendig. Pur. Roh. Voll. Aufrichtig. Aufgerichtet.

Mir nimmt so schnell keiner mehr die Butter vom Brot. Komm nur her und erzähl mir, wie sehr du das Leben verstanden hast, wenn du noch nicht eine Minute in deiner dunklen Nacht der Seele verbracht hast, wenn du noch nie still mit dir warst und nach innen gelauscht hast, wenn du mir nicht sagen kannst, wer du bist über deinen Körper hinaus. Komm her und sag mir noch einmal, dass ich nicht das Richtige tue, dass es so nun mal nicht geht. Ach wirklich?

Zeig mir, wie glücklich dich dein Weltbild wirklich macht, wie erfüllt und lebendig du bist, bevor du versuchst mich davon zu überzeugen. Zeig mir, wer du bist ohne all dieses Materielle, ohne Status, ohne Zertifikat, ohne Geld. Zeig’s mir! Was bleibt von „dir“ übrig, wenn im Außen ALLES wegbricht.
Ich weiß, was von mir übrig bleibt. Ich weiß verdammt nochmal ganz genau, wer ich bin und was ich da tue, was ich kann, was ich bewirke, warum ich hier angetreten bin. Ich knicke nicht mehr ein. Nicht vor dir. Nicht vor Geld. Nicht vor irgendeiner Drohung.

Wenn ich in die Knie gehe, und das tue ich oft, dann verbeuge ich mich in tiefster Demut vorm Leben selbst, vor dieser unfassbar großartigen Schöpfung, die an Genialität nicht zu überbieten ist. Aber ich werde mich ganz sicher nicht vor deinem Kontostand verneigen, vor deinem „sicheren“ Job, vor deinem Beamtentum, vor deiner großartigen Fähigkeit, die Regeln anderer zu befolgen und blindlings hinterherzulaufen, ohne je selbst eine Antwort auf das Leben an sich gefunden zu haben.

Geh mir aus der Sonne! Stell dich mir nicht in den Weg und versuch nicht, mich zu belehren, während ich mit der Natur, nach meiner Natur lebe, die Stimme des Kosmos höre, von der du nicht ansatzweise eine Ahnung hast.

Weißt du, das soll nicht heißen, dass ich etwas Besseres bin als du, aber ich bin eben auch nicht minderwertiger oder dümmer. Du kannst mich so herablassend und abschätzig anschauen wie du willst, ich werde mich nicht mehr klein machen. Ich werde mich nicht mehr verstecken mit meiner Art zu leben, werde nicht mehr kuschen und mein Licht unter den Scheffel stellen, weil es dich vielleicht blenden, verunsichern und unangenehme Gefühle in dir auslösen könnte.

Ich bin da. Provokant lebendig. Dreist stelle ich dir die unbequemsten Fragen. Stelle DICH in Frage. Immer wieder. Und zwar grundsätzlich. Genauso wie ich es mit mir immer wieder mache.

Was passiert, wenn ich an deinen Grundfesten rüttel? Na, immer noch so souverän? Oder wird dir schon mulmig, heiß und kalt? Würdest du mir gerne den Mund verbieten? Den Raum verlassen? Oder mich gar vernichten? Ich kann’s sogar verstehen. Tatsächlich. Ich kann deine Angst verstehen. Die Bedrohung, die ich für dich bin. Weil ich all das kenne. Glaube mir. Und wie ich das kenne. Ich war selber so. Ich komm da her. Dein Jetzt ist meine Vergangenheit. Wir sind uns gar nicht so unähnlich.

Meine Worte richtigen sich nicht gegen dich. Sie sind FÜR mich. Ich spreche FÜR mich. Ich musste es mir selbst mal sagen, dass ich wahrlich großartig bin. Danke, dass du der Gegenwind für mich warst, bis ich meine Flügel ausbreiten und mit ihm abheben konnte. Danke, dass du mich genauso gepiekt hast, wie ich dich. Danke für deinen so wertvollen Dienst, mich in meine Größe zu katapultieren. Danke, dass du dich als Projektionsfläche für mein eigenes Erkennen zur Verfügung gestellt hast. Ich verneige mich vor dir. Ich liebe dich. Ich achte und ehre dich. Bruder. Schwester. Ich liebe das Feuer in mir, an das du mich auf diese Weise so wunderbar erinnert hast. DANKE!




Freitag, 2. Dezember 2022

Warum in Gottes Namen?

Ich weiß, dass sich so einige daran stoßen oder reiben, dass ich in letzter Zeit sehr viel über bzw von Gott spreche. Dieses Wort ist belegt mit Ideen und Konzepten wie wahrscheinlich kein anderes.

Warum um alles in der Welt ist es für mich so wichtig, die Schöpfung bei diesem Namen zu nennen? Ich könnte es so viel einfacher haben. Und gleichzeitig kann ich nicht anders. Gerade habe ich sehr damit gehadert, mich mal wieder gefragt, ob ich auf dem richtigen Weg bin.

In dieser Sprachnachricht rede ich vor allem mit mir selbst. Ein Selbstklärungsgespräch sozusagen. Berührend für mich selbst, wo ich rausgekommen bin.

Ich lade euch mal wieder ein in mein Innerstes. ❤️🙏🏼

Hier geht es zur Audio: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/1345


 

Mittwoch, 30. November 2022

Impulsen folgen = versorgt werden

Meinen Impulsen zu folgen und versorgt zu werden/sein gehört tatsächlich zusammen. So simpel und "logisch" das klingen mag, in mir hat etwas ordentlich dagegen gewirkt.

Gestern ist mir schlagartig bewusst geworden, dass etwas in mir diese beiden Dinge getrennt hatte. Sie waren nicht zusammenzubringen.

Etwas in mir hat geglaubt und für wahr gehalten, dass ich nur dann versorgt werde, wenn ich das tue, was andere von mir wollen und meine eigenen Impulse unterdrücke.

Etwas in mir hat geglaubt, wenn ich dann doch meinen Impulsen folge, dann hört die Versorgung auf, ich werde ausgeschlossen und mein kleines Ich, das an Trennung glaubt, muss dann selber dafür sorgen, dass die Versorgung erfolgt. Einsam, alleine, abgeschnitten von der Gemeinschaft, gestresst und erdrückt vom Tun-Müssen. Völlig verloren und vor allem ohne Gott und die Verbindung zur Natur.

Meine größte Angst, so ist mir gestern klar geworden, war außerdem gar nicht, dass ich nicht versorgt bin. Meine größte Angst war, dass das Enden der Versorgung dazu führt, dass ich meinen Impulsen nicht mehr folgen darf/kann, z. B. wenn das Geld ausgeht. Meine größte Angst war, dass da eine Macht ist, die größer ist und mich zwingen kann, dass ich wieder meine Natur unterdrücken und Dinge tun muss, die diese stärkere Macht möchte und die gegen meine Impulse gehen.

So hab ich es als Kind erfahren und etwas in mir hat gespeichert, dass so Leben funktioniert. Was bin ich froh, dass ich dieser Lüge gestern auf die Schliche gekommen bin. Gott sei Dank! Das ist nicht wahr!

Wahr ist nämlich, dass "meinen Impulsen folgen" und "versorgt werden" zusammen gehören. Das widerspricht sich nicht, das bedingt sich sogar.

Meine Impulse kommen von der Schöpfung selbst, sie sind es, die überhaupt erst garantieren, dass ich immer alles habe, was es braucht, um ich sein zu können, weil das Leben ganz schlicht will, dass ich lebe, dass ich mich, meinen Aspekt des großen Ganzen zum Ausdruck bringe.

Meine Impulse führen mich quasi direkt in die Versorgung, ins Paradies, in den Garten Eden, den Himmel auf Erden. Halleluja! Das ist die Wahrheit! ✨🙏🥰✨


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 29. November 2022

Mein innerer Mann ist erschöpft II

Mein innerer Mann ist erschöpft. Auch er will in einfach nur in Gottes Arme sinken und aufhören dürfen zu leisten.

Ich nehme euch mit auf meine persönliche Reise zu dem Thema, die 2018 begann.

Mein Gefühl sagt mir:
▪️die ursprüngliche (natürliche, göttliche) männliche Kraft und Präsenz strömt gerade ein
▪️Die Männer kehren von ihrem Krieg zurück nach Hause ans heimische Feuer

Mich interessiert
▪️wie ihr das fühlt und
▪️was gerade die Männer zu dieser Thematik wissen, fühlen, als wahr empfinden

Ich freu mich auf eure Antworten als Kommentar in meinem Telegram-Kanal:

https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/1333

 

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Text und Gestaltung: Anja Reiche