Mittwoch, 16. Januar 2019

Wir dürfen uns auch zweinigen

Was für eine Erleichterung diese Erkenntnis für mich war. Wenn ich in einem Gespräch, in einem Kontakt merke, dass mein Gegenüber und ich so gar nicht zusammen kommen, dann kann ich das mittlerweile einfach so stehen lassen. Seine Wahrheit. Meine Wahrheit. Fertig. Beide dürfen nebeneinander existieren.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich früher angestrengt versucht habe, den anderen von meiner Sicht, meiner Meinung zu überzeugen und für mich erst alles gut war, wenn der andere zumindest gesagt hat, dass er meine Ansicht nachvollziehen kann, auch wenn er sie nicht teilt.

Diese Freiheit, Dinge auch einfach mal stehen lassen zu können, genieße ich sehr. Und vor allem dieses Nichteinigen auch offen auszusprechen und klar zu kommunizieren.

Vera F. Birkenbihl hat das mal ganz großartig in Worte gefasst und das Wort "zweinigen" kreiert. Herrlich!!

Genau, wir müssen uns nicht einigen. Wir können uns auch zweinigen. Gegebenenfalls darf man dann auch getrennte Wege gehen. Kein Kontakt, und mag er noch so alt sein, muss zwanghaft aufrecht erhalten werden, wenn die Weltbilder nicht (mehr) kompatibel sind.

Foto: Canva 

Montag, 14. Januar 2019

Shit happens

Und auch das ist mir am Wochenende wieder passiert in diesem fetten Prozess (und natürlich schon unzählige Male davor 😂🙈).

Gerade in der Kommunikation mit meinem Partner ist das manchmal wie verhext. Ich weiß, dass das, was mir auf der Zunge liegt, so gaaar nicht produktiv ist, eher im Gegenteil, und dann hab ich es auch schon gesagt. Zack! Draußen!

Da kannste manchmal einfach nix machen. Wenigstens krieg ich es mit. Ich steh ja schließlich kopfschüttelnd neben mir und schau mir fasziniert zu. 😂👀

Und wisst ihr was? Scheiß drauf! Wir sind halt einfach Menschen. Wir sind auf dem Weg, auf unserer Reise und wo gehobelt wird, fallen Späne. Ich hab hinterher auch überhaupt keinen Stress damit, zu sagen: "Sorry, Baby! Das war grad daneben." (Gleich nach der Phase, in der ich das nie und nimmer zugeben würde. 😁😜)

Also so what? Shit happens! Rein ins pralle Leben. Da gehören solche Sachen einfach dazu.

Foto: Canva



  

Was gibt mir jetzt Raum und Weite?

Es geht so schnell, dass wir vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen. Die Gedanken fahren Karussell. Kopf gegen Herz. Herz gegen Kopf. Vielleicht machen wir uns auch fett Stress, weil wir glauben, eine Entscheidung treffen zu müssen. Aber wir haben nur noch Wust im Hirn und das Thema fühlt sich alles andere als leicht an.

In solchen Situationen helfen mir immer wieder die Fragen an das Leben. Ich mag mich wiederholen, aber die richtige Frage zur richtigen Zeit bewirkt bei mir einfach Wunder und die Antworten kommen so prompt und zuverlässig. Einfach sensationell.

Eine Frage, die mir erst am Wochenende wieder geholfen hat, ist die folgende:
🔸 Was gibt mir jetzt Raum und Weite? 🔸 

Ich schreibe die Frage auf einen Zettel und lass ihn einfach liegen. Damit belasse ich es dann auch. Das Thema wird nicht mehr angefasst. Schließlich kümmert sich jetzt eine andere Instanz.

Es hat keine 24 Stunden gedauert und meine komplette Wahrnehmung hat sich gedreht. Klarheit hat sich eingestellt und es war auf einmal sonnenklar, wo ich stehe, was der nächste Schritt ist und wie alles zusammenhängt. Danke, Leben!!! Deine Lieferungen sind immer wieder grandios!!!

Ich liebe es, dem Leben Fragen zu stellen! 😍😍😍👍🎉🎁✨

Foto: Canva
     
           
  


Sonntag, 13. Januar 2019

Danke Universum, für diesen geilen Ritt!

Die letzten Tage und Wochen sind echt intensiv. Schleudergang, Achterbahn, Gefühle rauf und runter, Explosionen, Trigger oder einfach nur das Bedürfnis nach Ruhe. 

Und soll ich euch was sagen? Das sind so heilige, magische, wertvolle, wichtige Prozesse! Wir durchlaufen so viel, lösen so viel, werden freier und freier und freier und größer. 

Das ist nicht immer Zuckerschlecken und trotzdem unfassbar großartig und magisch wie alles zusammenwirkt und schon trotzdem immer alles passt. Deswegen einfach mal danke! Danke Universum, für diesen geilen Ritt! 😊🙏❤️💥🎢

Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 11. Januar 2019

Wann haben wir aufgehört, sterben zu dürfen?

Ich stelle die Frage nochmal. Ich hab sie neulich schon mal in einem Video gestellt: Wann haben wir aufgehört, sterben zu dürfen? Wieso ist der Tod etwas, das unbedingt vermieden werden muss?

Wieso wird gebetet und Energie geschickt, wenn jemand sehr krank ist? Wieso wird alle Energie darauf verwendet, dass derjenige bleibt und nicht den Körper verlässt? Wieso zerren wir so an dieser Seele rum, anstatt sie freizugeben? 

Was, wenn derjenige gehen will? Was, wenn seine Reise weitergehen soll? Woanders? Ohne Körper? Wieso glauben wir, zu wissen, dass es am besten für denjenigen ist, wenn er hier bleibt? Wie überheblich können wir sein?

Das einzige, an das wir in dem Moment denken, sind wir selbst. Wir wollen unseren Schmerz nicht spüren, den ein Abschied bedeuten würde.

Der Tod ist gleichwertig mit dem Leben. Kein einziger kommt hier lebend raus. Woher wollen wir wissen, wann es in Ordnung ist, dass jemand geht? Wieso ist ein Leben von nur vier Monaten schlechter als eins von 86 Jahren? Wer will das denn beurteilen? Warum überlassen wir es der Seele nicht einfach, selbst zu wählen? Warum öffnen wir uns nicht einfach dafür, dass das passieren darf, was passieren soll, was für alle Beteiligten gerade wichtig und richtig ist? Auch wenn es Schmerz bedeutet, kann genau das wichtig sein für die Hinterbliebenen.

Wir dürfen krank sein. Wir dürfen "an" einer Krankheit sterben. Wir dürfen durch einen Unfall sterben oder einfach so. Da gibt es nichts zu verhindern. Die Seele wird wohl weise gewählt haben, was für sie das Richtige ist. Und auch die beteiligten Seelen haben ihre Wahl auf einer höheren Ebene getroffen. Niemand ist zur falschen Zeit am falschen Ort. Niemand! 

Das zumindest ist meine Wahrheit. So wird für mich ein Schuh draus. So bin ich nicht im Widerstand zu dem, was ist. So bleibe ich offen für alles, was jetzt geschehen will. So muss ich nichts vermeiden. So kann ich nicht versagen. So bin ich - gefühlt für mich - in der Liebe zu allem, was ist.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche



Mittwoch, 9. Januar 2019

Der König neben mir...

Immer wieder beschäftigt mich das Thema Mann/Frau. Die Urqualität der Geschlechter, das Zusammenspiel der beiden, die Andersartigkeit der beiden. Ich glaube das Leben hat sich was dabei gedacht, uns so unterschiedlich zu machen. Ich glaube, wenn jeder seine Essenz lebt, dann können wir uns durch unsere Verschiedenheit so gut ergänzen und beflügeln.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass genau diese Andersartigkeit es aber auch sein kann, die einen in einer Partnerschaft zur Weisglut bringt, die Themen aufwirft, die Reibung erzeugt.

Im Moment fühlt es sich als meine Wahrheit an, dass wir Frauen vorausgehen dürfen in Sachen "Königin sein". Ich glaube, es ist unsere Aufgabe in unsere Größe zu kommen, in unserer Größe zu sein, um mit diesem so Sein vielen Männern den Weg zum selbst König sein zu weisen. Gefühlt haben sich im Moment ganz viele Paare genau dafür zusammengefunden: So viele Frauen "erwecken" die Männer, veranschaulichen und symbolisieren, was es bedeutet komplett man selbst zu sein, sich mit allem zu zeigen, mit der Freude, mit dem Schmerz, mit der Größe, mit der Kleinheit. Echt eben, frei von Masken. Königin zu sein! DA zu sein. Präsent! Ganz! Komplett! Frei!

Die Tatsache, dass ich Königin bin und niemanden brauche, der mich versorgt, wie es das Gesellschaftsbild lange von einem Mann gefordert hat, bedeutet, dass da radikal umgedacht werden darf.

Da stehen plötzlich diese Königinnen, die das alles nicht von einem Mann wollen. Da stehen plötzlich Königinnen auf eigenen Beinen in ihrer Größe und fordern keinen Versorger sondern einen König. Und jetzt?

Der Mann, der König, die Rolle, die "Aufgabe" des Mannes darf komplett neu definiert werden. Der Mann muss die Frau nicht versorgen, der Mann darf vor allem er selbst sein. Aber wer ist der Mann außerhalb dieser alten, überholten Rolle? Wer will er sein? Wozu ist der Mann wirklich hier, wenn es eben nicht darum geht, die Frau zu versorgen, ein Haus zu bauen und Kinder zu zeugen?

Als ich gestern morgen im Bett wieder einmal über dieses Zusammenspiel von Mann und Frau nachgedacht habe, ist folgender Text aus mir rausgeflossen. Ich glaube genau auf dem Weg sind wir, dass der König neben uns verstehen darf, dass er ein König ist und definieren darf, was das wirklich bedeutet.

"Der König neben mir weiß, dass er ein König ist. Und damit meine ich, frei von Überheblichkeit, sondern in tiefster Demut dem Leben dienend. Wohl in seiner Macht stehend, aber nicht die Macht über andere, sondern in seiner Schöpferkraft, in seiner Eigenmacht.

Der König neben mir ist ganz da. Bewusst. Frei. Groß. Liebend. Demütig dem Leben gegenüber. Demütig der Schöpfung gegenüber. In seiner Kraft stehend. Tief angebunden an die eigene Weisheit. Tief im Vertrauen. Mitten im Fluss des Lebens. Sich tragen lassend. Wissend, wer er ist und warum er hier ist. Seinen Auftrag kennend.

Der König neben mir begegnet mir auf Augenhöhe. Er schaut nicht zu mir auf. Er ordnet sich nicht unter oder fügt sich gar. Er bietet mir die Stirn. Er reibt sich mit mir, an mir. Er nimmt es mit mir auf. Er kennt seine Größe und zieht ganz klar Grenzen. Er fletscht auch mal die Zähne und knurrt mich an und das nicht aus einer alten Verletzung heraus, sondern aus seiner Größe heraus, wenn ich ihm nicht den nötigen Respekt zolle. Genau wie ich es umgekehrt tue. Er weiß, dass er König ist und will als ein solcher behandelt werden. Genau wie ich als Königin behandelt werden will, weil ich weiß, dass ich eine bin und mich auch selbst so behandle.

Dem König neben mir blicke ich in die Augen und sehe darin, dass er sich selber sieht und liebt. Der König neben mir braucht mich nicht, genauso wenig wie ich ihn brauche. Wir sind Seite an Seite ein jeder vollkommen in sich ruhend, alles in sich selbst findend. Frei und doch zutiefst verbunden, unsere Beziehung erfüllend, das erfüllend, wozu wir uns verabredet haben."

Foto: canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 8. Januar 2019

Inspirationsgespräch mit Jana N. Bartenstein

Yeah! Es gibt mal wieder ein Inspirationsgespräch von und mit mir. Und eigentlich gibt es das schon länger. Es lag jetzt sage und schreibe 8 Monate "in der Schublade" und genau JETZT ist der richtige Moment, es zu veröffnetlichen. Das wie vielte Inspirationsgespäch das jetzt ist, weiß ich echt nicht mehr. Ich hab die Nummerierung aufgegeben. 😂🙈

Was ich aber weiß, ist, dass dieses Gespräch echt der Knaller ist. 🤩🤩🤩🤩 Gestern Abend hab ich es mir nach diesen 8 Monaten Schublade mal wieder angeschaut. Ich wusste schon gar nicht mehr, wie es damals, Pfingsten 2018, überhaupt dazu gekommen war. 😂

Meine Gesprächspartnerin ist die zauberhafte Jana N. Bartenstein. Sie hatte damals ein paar Fragen zu meinem Buch, weil sie selbst gerade ihr eigenes schrieb. Das war der "Auslöser" und dann sind wir selbstverständlich tiefer eingestiegen. In ihre bewegte Geschichte, ihre interessante Art zu wirken, in meine Geschichte, in die Bücherthematik, ins Marketing, das bei mir eigentlich gar nicht stattfindet , in unsere Selbstheilungsgeschichten und haben uns die Lebensweisheiten und genialen Erkenntnisse unserer "Reise" nur so um die Ohren gehauen. Sooooo gehaltvoll!!!! Ich kann es nur empfehlen.

Heute hab ich wieder mit Jana geschnackt und ganz spontan ein Interview für ihren Kongress "Körperweisheit 2.0" gegeben, der am 14. März 2019 startet. Soooo cool, da dabei sein zu dürfen.

Was es sonst noch alles von Jana zu finden gibt, findet ihr unter dem Video. Und jetzt wünsche ich euch mega viel Freude bei diesem wunderbaren Dialog! Wie immer ungeschnitten und unzensiert.




Janas wunderbares Wirken in Form von Healingstories findet ihr auf ihrer Internetseite www.healingstories4u.de

Auch bietet Jana Mamas an, die Geschichte ihrer Geburt festzuhalten und dabei auch gleich eventuelle Traumata anzuschauen und zu heilen. Mehr dazu hier: https://healingstories4u.de/geburtsstory4u/

Und auch ihr erwähntes Buch ist tatsächlich fertig. Ihre Geschichte in Romanform verpackt: https://www.epubli.de/shop/buch/82472

Zu ihrem Kongress "Körperweisheit 2.0", in dem es ganz viele Selbstheilungsgeschichten und -erfolge aus erster Hand geben soll, gibt es noch keine Internetseite. Sobald da was online ist und ihr euch anmelden könnt, hört ihr von mir. Etwas mehr über ihren ersten Körperweisheitkongress von 2017 findet ihr hier: http://körperweisheitkongress.de/

Freitag, 4. Januar 2019

Am Arzt vorbei geht auch ein Weg


Ich beschäftige mich ja schon ewig mit Selbstheilung. Für mich gibt es unheilbar nicht.

Dank einer lieben Freundin bin ich bei meinem Silvesterbesuch in der alten Heimat auf das Buch "Am Arzt vorbei geht auch ein Weg" von Alexandra Reinwarth und Prof. Dr. med. Jael Backe gestoßen. Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis und in ein Kapitel hat gereicht und ich habe es mir bestellt. Heute kam es an.

Diesen Auszug (sie Bild unten - S. 12) muss ich unbedingt mit euch teilen. Es ist so krass, was da über Diabetes geschrieben wird. Und vor allem was das auch für alle anderen "Krankheiten" bedeutet. Was das überhaupt bedeutet!!!!

Meine Kinnlade ist einmal mehr nach unten geklappt. In mir hüpft und tanzt alles, weil ich mal wieder schwarz auf weiß lese, was unser Körper für ein Wunderwerk ist und was mit unserem Geist alles möglich ist. Sehr, sehr geil!!!! 🤩🤩🤩🤩🎉🎉🎉🎉💥💥💥☄️☄️☄️☄️

Ich feier nur noch!!! 💃💃💃💃💃



Auszug aus dem Buch "Am Arzt vorbei geht auch ein Weg" - S. 12