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Mittwoch, 14. Januar 2026

Echter Genuss braucht für mich Sinn

Ich brauch die übergeordnete Wahrheit für echte, tiefe Erfüllung. Die Wahrheit über mich, mein Wesen, die Zusammenhänge, das Leben, Gott.

Keine Theorie. Keine Konzepte und Konstrukte. Ich meine die Wahrheit, tief aus dem Herzensgrund vernommen, mit jeder Zelle schwingend erfasst. Die Wahrheit, in der das ganze Wesen resoniert und vibriert, bevor ich nur einen Gedanken gedacht habe. Die Wahrheit, die immer schon da war, ist und sein wird, an die ich mich "nur" fühlend erinnern brauch.

Echter Genuss braucht für mich Sinn. Tiefen Sinn. Den weiten Horizont. Alle Ebenen des Seins. Das durchlebte, durchfühlte, erspürte Begreifen. Das Wissen um das Nichtsichtbare. Das Erleben meiner Selbstwirksamkeit in dieser riesigen Intelligenz.

Faszination und Genuss sind für mich automatisch da, wenn mir all das bewusst ist, wenn das Bild groß genug ist, die Augen sehend sind, das Herz um den großen Takt weiß. Eben, wenn ich mich an die Wahrheit erinnert habe.

 


 

Dienstag, 4. November 2025

Beinhaltet der Erfolg Selbstkontakt?

Nicht, was ein Mensch zu leisten vermag, ist aussagefähig über seine (seelische) Gesundheit, sondern mit was er in sich zu sein vermag, wie er innerlich mit sich selbst da ist.

Wie gut ist der Kontakt und die Beziehung zu sich selbst? Was bleibt im Innern, wenn im Außen alles wegbräche? Wer ist dieser Mensch alleine mit sich in der Stille? Ohne Besitz, ohne Rolle, ohne Funktion, ohne sichtbare Leistung, ohne Ablenkung, ohne Kompensationsmöglichkeit, ohne äußeren Glanz, ohne Make-up?

Die eigentliche Messgröße der seelischen Gesundheit ist der Selbstkontakt, die innere Haltung sich selbst gegenüber, die emotionale Nähe zu sich selbst und zwar in allen Momenten, auch und gerade in den dunklen Momenten, in den unrühmlichen Zuständen, in stürmischen Zeiten, in der Gebrechlichkeit, in der Verletzlichkeit, in der Verwirrung, der Schwäche, der Wut, der Bissigkeit, der Ohnmacht, in der Angst, der Sinnlosigkeit, der Verzweiflung, im Neid, im Hass, in der Kleinheit, der Minderwertigkeit, der Bedürftigkeit, im Scheitern, im Aufgeben, in der Traurigkeit, im Schmerz, im Vergehen. Kann derjenige schwimmen oder bedeutet das alles direkt ertrinken?

Wie ich da, in all den erwähnten Zuständen und Umständen, mit mir bin, sagt tatsächlich etwas über meine Gesundheit aus und eigentlich auch über Erfolg.

Erfolgreich im eigentlichen, ursprünglichen, menschlichen Sinne, also im gesunden Sinne, ist für mich jener, der in tiefer, intimer, authentischer Nähe zu sich selbst ist. Jener, der sich hat. Jener, der in sich wahre Heimat hat und zwar für jeden Anteil von sich, auch für die Anteile, die andere Anteile rausschmeißen wollen.

Nichts anderes ist wirkliche, echte psychische Gesundheit. Leistungsfähigkeit, die nicht aus meinem ureigenen Wollen stammt, ist lediglich eine Aussage über Anpassungsfähigkeit und das Maß dessen, in wie weit ich aus einstiger Not heraus zu Selbstverrat und Fremdbestimmung in der Lage bin.

Ich kann Besitz haben, ein laufendes "Seelenbusiness", "Freundschaften", "Beziehungen" und dennoch so unendlich verloren in mir sein, mich abgetrennt und taub fühlen, endlos müde sein, leer und ganz weit weg von mir.

Gesundheit und Erfolg messen sich für meine Begriffe an anderen Werten, als auf den ersten Blick sichtbar. So viele Erfolgreiche gibt es da draußen nicht. Bei den wenigsten ist mir nach Beifallklatschen.

Ich sehe scheinbar lächelnde Münder und müde, traurige oder leere Augen. Ich sehe die inneren Kämpfe gegen sich selbst. Die verzweifelten inneren Kinder, die kein Gehör finden, die Not, die unter all dem eigentlich da ist.

Ich hab mich immer wieder gefragt, ob ich nicht gönnen kann, ob ich überall das Haar in der Suppe suche. Aber das war es nicht. Heute hat mein Empfinden Worte. Ich hab gespürt, dass da was grundsätzlich nicht stimmt. Ich sehe und fühle das Verlorensein in all dem und dass alles Tun und Streben nicht an der Wurzel ansetzt, sondern viel mehr von ihr wegstrebt, dass es nicht ums Wesentliche geht, dass die Wunden unter all dem weiter bluten.

Ich sehe und fühle das Eigentliche unter dem Offensichtlichen.

Warum ich das alles schreibe, weiß ich tatsächlich nicht. Es hat sich heute intensiv in mir bewegt und sich in dieser Deutlichkeit gezeigt, die ich jetzt hier teile. Im Grunde ein Selbstgespräch.


 

Donnerstag, 23. Oktober 2025

Die Einheitserfahrung ist Bonus

Als ich losgegangen bin, zu mir hin, angefangen habe, jeden Stein auf links zu drehen und jeden Winkel meines Innersten zu erkunden, blieb es nicht aus, dass ich mich mit den größeren Fragen des Lebens auseinandersetzen musste.

Mir war klar, wenn ich mich wirklich begreifen will, muss ich das Bild größer fassen. Wenn "ich" einen Sinn ergeben soll, braucht es mehr als dieses Leben, mehr als die Materie, mehr als das, was mir vom Leben, von Gott, vom Menschsein erzählt wurde. Solange es Widersprüche gibt, ist entweder das Bild nicht vollständig oderund es sind Lügen am Start und so lange gebe ich keine Ruhe.

Parallel zur Erweiterung des "Ich-in-der-Welt-Bildes" fand das tief in mich Eintauchen statt. Ich begegnete allem in mir, nahm jeden Auslöser im Außen her, um das Ausgelöste in mir zu betrachten, zu fühlen, sich ent-wickeln und entfalten zu lassen. Selbstzuwendung als Grundhaltung, nicht als Notfallprogramm.

Ich wollte mich, mit Haut und Haaren, mit allen Abgründen, Anteilen, Farben und Facetten, und vor allem mit der vollen Wahrheit. Sowohl die Wahrheit über den jeweiligen - oft erschütternden, tief verletzten, verwahrlosten - inneren Ist-Zustand, als auch die Urwahrheit, mein wahres Wesen, mein Naturell, meine Gaben.

Unerschrocken - das trifft es nach wie vor. Ich war und bin unerschrocken beim Forschen und Hinschauen. Dieser Zug zu mir hin, dieses mich ganz und gar wollen, egal, was es dafür braucht, ist mir wohl in die Wiege gelegt, Gott gegeben, unverrückbar.

Nun, was soll ich sagen?

Die Suche nach mir hat mir mich und das ganze Universum beschert und mich unweigerlich zu Gott geführt, zum All-Bewusstsein, zu tiefer Verbundenheit mit mir und allem, was ist. Ich wollte weder Erleuchtung, noch Nirwana, noch Einheitserfahrung oder Transzendenz. Ich wollte mich in aller Konsequenz, ohne zu wissen, was das bedeutet und was dieser Weg mir abverlangen würde.

Die emotionale Heilung und Reifung ist kein Pappenstiel. Sie führt direkt hin zu und durch Wunden, Trauma, Bindungstrauma, die Urwunde. Wenn ich mich ganz will, gehört das dazu. Ganz heißt halt ganz.

Einheitserfahrung gibt es auch ohne die emotionale Selbstzuwendung und dennoch wird es niemals das Gleiche sein, niemals so warm, so erfüllend, so voll, so liebevoll und mitfühlend sich selbst und anderen gegenüber und vor allem niemals so verbindend mit sich, dem Leben und den Mitmenschen. Das ist so fühlbar für mich.

In wahre, tiefe Beziehung zu allem, was ist, komm ich nur durch die wahre, tiefe Beziehung zu mir selbst. Das weiß ich heute. Dass ich diesen Weg beschreiten sollte, war wohl Vorsehung. Ich hatte ja keine Ahnung. Aber eine sehr deutliche Stimme in mir, die wohl wusste, was ich hier soll. Gott sei Dank!

Warm ist es in mir und mit mir. Wunderbar warm, voll und satt. Ich mag mir nah sein, egal was ich fühle. 




Samstag, 13. September 2025

Ich bin der Schlüssel

Ich habe keinen Schlüssel mehr an meinem Schlüsselbund. Keinen Autoschlüssel. Keinen Haustürschlüssel. Keinen Wohnungsschlüssel. Nur mehr Schlüsselanhänger... Und es ist richtig so. Stimmig.

Gleichzeitig fühle ich mich, als hätte ich ALLES in meinen Händen. Zugang zu allem. Alle Möglichkeiten.

"Wir brauchen die äußere Welt nicht mehr, wenn sie in uns ist", sagt Kathi direkt. "Wie Noten, die man nicht mehr braucht, weil man das Stück auswendig kann, also in sich drin hat."

Ja. So wahr.

Ich habe die Schlüssel des Himmelreichs.

Ich BIN der Schlüssel.

Zwischen Himmel und Erde.
Für Gott.
Ich bringe den Himmel auf die Erde.
Ich bringe IHN auf die Erde.
Ich bin der Schlüssel für die Göttlichkeit hier auf der Erde.

Ich bin der Schlüssel.
"Ich bin" ist der Schlüssel.

Der Schlüssel zum Glück ist mein Sein, mein Ich-Sein und damit mein Gott-Sein.

Ich habe das Himmelreich in mir. Ich bin es. Es ist in mir und durch mich lebendig. Ich bin der lebendige Gott. Ich bin ALLES.


 

Samstag, 16. August 2025

Das Leben ist zyklisch

In den meisten Fällen gehen wir davon aus, dass das Leben linear verläuft. Ein Trend setzt sich fort. Meistens ein eher negativer. Sätze wie "wehret den Anfängen" oder "das dürfen wir gar nicht erst einreißen lassen" zeugen von dieser Haltung.

Das "Gute" - so sind viele überzeugt - verschwindet ganz bald wieder, aber das Unangenehme, das Unerwünschte, das bleibt. Das setzt sich fest. Dagegen müssen wir auf jeden Fall was tun. Das können wir so nicht sein lassen. Wenn das erstmal eingerissen ist, dem werden wir nicht mehr Herr...

Körperliche Symptome, unangenehme Gefühle oder Empfindungen, die Tatsache, dass das Geld weniger wird - wie oft habe ich diesbezüglich Äußerungen gehört, wie "wenn ich jetzt schon Rückenschmerzen habe, wie soll das erst mit 80 sein?" oder "wenn ich erst einmal anfange zu weinen, höre ich nie wieder auf" oder "ich muss aufpassen, dass ich nicht in die Depression rutsche, da komm ich nie wieder raus" oder "gegen diese Antriebslosigkeit muss ich was tun" oder "jetzt muss ich mal wieder was tun, das Geld wird knapp".

Da ist die Idee einer linearen Fortsetzung eines momentanen Zustandes. Die Vergangenheit bzw. Gegenwart wird auf die Zukunft übertragen. Es wird die Schlussfolgerung einer notwendigen Gegenbewegung gezogen, dagegen steuern müssen, etwas ändern wollen oder gar nicht erst erfahren wollen und verhindern müssen.

Ich wurde genau so erzogen. Unkenrufe, Warnungen, tun müssen, aufpassen, wissen müssen, nicht leichtsinnig sein, die Kontrolle behalten. Fit sein müssen. Fleißig sein müssen. Immer direkt eingreifen. Nicht krank sein dürfen. Nicht schwach sein dürfen. Nicht ohne Geld sein dürfen. Nicht faul sein dürfen. Nicht nicht wissen dürfen. Etc...

Das ist so elendig anstrengend, so ermüdend, so unnatürlich, so zermürbend und irgendwie auch unmöglich. Zu so vielem wird dadurch Nein gesagt.

Etwas in mir wusste wohl, dass das alles nicht die Wahrheit sein kann. Etwas in mir hat mir gesagt, dass das Leben ganz anders angelegt ist. Etwas in mir hat mich auf die Reise geschickt und es herausfinden lassen. Was passiert denn, wenn ich aufhöre zu kontrollieren, einzugreifen und die Dinge einfach sein lasse, geschehen lasse, mich hingebe?

Überraschung! Das Leben verläuft nicht linear. Das Leben verläuft zyklisch. Jede Phase geht zu Ende. Jedes Gefühl geht vorbei. Jedes Weinen verebbt. Jede Antriebslosigkeit weicht neuer Kraft. Jedes Chaos wird zur Ordnung. Auf jedes Nichtwissen folgt Klarheit. Jedes Symptom, das ich je hatte, ging auch wieder. Wenn das Geld weg ist, kommt neues. Jeder Moment verstreicht und wird neu, anders.

Ich wurde von Menschen gewarnt und erzogen, die es nie selbst ausprobiert haben, was passiert, wenn... Sie haben sich nie eingelassen aufs Leben. Sie haben sich nie vollständig hingegeben. Sie haben kontrolliert und mir von Horrorszenarien erzählt, die nur Scheinriesen in ihrem Inneren waren, teils übernommen von Ahnen, teils angeeignet durch eigenes Trauma, aber nie die Wahrheit über das Leben.

Ich hab's eigenhändig ausprobiert. Ich hab immer wieder den Fuß in die Luft gesetzt und erfahren, dass sie trägt. Ich habe mich jeder Phase voll und ganz hingegeben, ja dazu gesagt, sie voll verkörpert und jeden Widerstand dazu aufgespürt und ebenfalls anerkannt. Nichts bleibt gleich, wenn ich mich voll und ganz hingebe, absichtslos, voll einverstanden.

Das ist Leben. So ist mein Leben. Hingabe. Keine Kontrolle. Nicht eingreifen. Und siehe da die Zyklen offenbaren sich. Der negative Trend setzt sich nicht fort. Das "Gute" muss nicht festgehalten werden.

In diesem Wissen, mit dieser Gewissheit, nehme ich Symptome wahr und lasse sie da sein. Mit dieser Gewissheit geben wir das letzte, jetzt gerade zur Verfügung stehende Geld aus. Mit dieser Gewissheit, lasse ich Menschen sein und los. Mit dieser Gewissheit, fühle ich bereitwillig jedes Gefühl, nehme alles wahr, kann mir alles anschauen.

Um die Erfahrung zu machen, dass das Leben tatsächlich zyklisch ist, muss ich bereit sein, durch das scheinbar Unaushaltbare durchzugehen, muss bereit sein, in jede Erfahrung hineinzugehen und darin zu bleiben, mich ganz drauf einzulassen. Wenn ich nicht reingehe, mache ich nicht die Erfahrung, dass es auf der anderen Seite wieder herausgeht. Diesen Schritt kann mir niemand abnehmen.

Ich bin unendlich froh, dass ich es getan habe. Wieder und wieder. Reingehen. Hingabe. Drinsein. Damit einverstanden sein. Das "Danach" erfahren können. Dieser Frieden, diese Leichtigkeit, diese Gelassenheit, diese Ruhe, diese Erfüllung, dieses Einverstandensein mit allem, was ist, diese Gewissheit, dass es weiter geht, dieses urteilsfreie Daseinkönnen, was sich dadurch automatisch einstellt, ist unbeschreiblich. Das ist für mich die Wahrheit über das Leben. SO fühlt sich das echte Leben an.

Jeder Moment ist richtig. Jede Erfahrung wertvoll. Ich bin tatsächlich sicher und getragen. Wohl behütet und versorgt. Es kommt. Es geht. Keine Phase ist besser oder schlechter als die andere. Der Tod so richtig, wie das Leben. Ein Abschied so wertvoll, wie ein Willkommen. Ein leerer Geldbeutel so korrekt wie ein voller. Erschöpft sein so berechtigt, wie voller Energie sein.

Jede Phase eines Zyklus' ist in der Ordnung. Ich bin die Einzige, die den Zuständen und Umständen eine Bedeutung beimessen könnte. Lasse ich es sein, ist es, wie es ist. Und eins ist sicher: Es wird wieder anders.



Samstag, 5. Juli 2025

Wahrnehmungsabgleich

zur Orientierung - was wirkt da wirklich?

Sonntag | 06.07. | 19 Uhr
Dienstag | 08.07. | 10 Uhr
via Zoom

Ich mag wieder zwei Räume aufmachen für einen Wahrnehmungsabgleich. Mir wird wieder und wieder deutlich gezeigt, wie essentiell es ist, mit feinfühligen, spürigen Wesen, die Felder wahrnehmen können, abzugleichen, was tatsächlich da ist.

So intensiv wurde uns unsere Wahrnehmung als Kind abgesprochen, so intensiv wird sie uns meistens als Erwachsene auch noch abgesprochen, wenn wir mit Menschen sind, die sich nicht gut spüren und uns ehrlich sagen können, wie sie gerade da sind. Meistens wissen wir, dass da was nicht stimmt und vielleicht auch, was da nicht stimmt und dennoch wirkt der Zweifel in uns.

Genauso kann der Zweifel da sein, was unser Innenerleben angeht, unsere körperliche Verfassung, unsere Umstände.

Wo stehst du gerade wirklich? Was ist jetzt tatsächlich relevant? Was wirkt in Beziehungen? Was will erkannt werden in Situationen, die dich einfach nicht mehr loslassen und immerzu beschäftigen?

Ich mag mit euch auf genau solche Situationen, Umstände und Zustände schauen, die euch herausfordern, die sich vielleicht wiederholen, in denen Verwirrung und Unsicherheit da ist. Ich mag Spiegel sein und meine Wahrnehmung zur Verfügung stellen, mit euch eintauchen und entwirren.

In einer kleinen Gruppe. Via Zoom.

Anmeldung für Sonntag, 06.07., 19 Uhr
Anmeldung für Dienstag, 08.07., 10 Uhr


Ich freu mich auf uns und alles, was sich offenbaren mag.
💖 Anja 💖


PS: Was wann an finanzieller Wertschätzung zu mir fließen soll, bitte ich dich im weisen, tiefehrlichen Hinspüren zu ergründen. Die Wahrheit jenseits von Gedanken und Ideen. Ich danke dir dafür.

www.paypal.me/AnjaReiche (http://www.paypal.me/AnjaReiche)
oder
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Samstag, 21. Juni 2025

Die Illusion der Kontrolle

Ich kann mich an Zeiten erinnern, da hatte ich furchtbare Angst, in den Sternenhimmel zu schauen. Es hat mich unfassbar geängstigt, was ich da vielleicht sehen könnte. Sternschnuppen haben mich eher erschreckt als fasziniert. Diese unendliche Weite, alles, was da sein könnte, alles, was ich nicht weiß und kenne, hat mich eng gemacht, fast Panik ausgelöst, Starre, die Luft blieb weg.

Der Sternenhimmel war ein Sinnbild für alles, was ich nicht in der Hand habe, für Ungewissheit, Unvorhersehbarkeit, für Unbekanntes, für Kontrollverlust und Ohnmacht. Mit diesem ALLes war auch alles im Raum, was ich nicht wahrhaben wollte und konnte. Es hätte mich damals schier zerrissen. Ich war nicht in der Lage, das ALLES anzuerkennen und JA dazu zu sagen. Ich war nicht in der Lage anzuerkennen, was das Anerkennen des "es gibt ALLES" für mich bedeutet hätte.

Der Blick ins Universum hat mich bedroht. Es fühlte sich an, wie plötzlich den Boden unter den Füßen verlieren, ins Haltlose fallen, allein, überfordert. Das war alles zu groß für mich, nicht handelbar, überwältigend auf unangenehme Art und Weise. Konfrontiert mit etwas, was zu viel für mich war, in dem ich gefühlt nicht bestehen konnte. Grenzenlose Überforderung mit den Gefühlen, die ausgelöst worden wären, wenn ich hingeschaut hätte. Das trifft es wirklich am besten. Das hätte ich damals aber niemals in Worte fassen können. Das kann ich heute sagen.

Ich brauchte seinerzeit die Illusion der Kontrolle und ich wollte nichts hören oder sehen, was das ins Wanken gebracht hätte. Naja, Überraschung. Mir lief es ständig über den Weg. Das Mystische. Das Feinstoffliche. Geistergeschichten. Krankheiten. Eben das Unkontrollierbare. Ich kam nicht daran vorbei. Und irgendwann hab ich es genommen und fing an zu forschen. Wie verdammt nochmal ist dieses Leben denn eigentlich wirklich gedacht? Wie hängt alles zusammen? Warum sind wir hier? Was hat das alles für einen Sinn? Was ist Gott? Was geschieht nach dem Tod? Ich fing an, meine eigenen Antworten zu finden.

Schaue ich heute in den Sternenhimmel, sehe ich da nur Schönheit. Ich kann nicht genug davon bekommen, mich nicht sattsehen und Stunde um Stunde da sitzen, um nur ja nichts zu verpassen. Ich sehe Möglichkeiten. Ich liebe die unendliche Weite. Das Unbekannte. Die Rätsel. Das Nichtwissen. Die Mystik. Das ALLes.

Ich fühle mich darin zu Hause, getragen, geborgen, fühle Liebe. Von mir zum Leben und vom Leben zu mir. Ich höre das Nichts. Bin fasziniert von dieser Intelligenz und dem, was sie alles hervorbringen kann. Ich fühle mich sicher. So sicher darin. In mir. In dieser Unendlichkeit. In Gott. Ich fühle mich wesentlich und gewollt. Ich liebe meine Ohnmacht darin, dieses mich von all dem leben lassen, mich führen lassen und darin die größte Macht zu finden, die es nur geben kann. Ich bin nichts und ich bin alles gleichzeitig. Ich kann das „Unmögliche“ bewirken, wenn es durch mich sein soll. Ich kann nichts bewirken, wenn es durch mich nicht sein soll. Und das ist in Ordnung.

Es nicht in der Hand zu haben, war damals mein größter Horror. Es nicht in der Hand zu haben, ist heute meine größte Freiheit, die mächtigste Erleichterung, die ich je erlebt habe. Ich muss es nicht wissen. Ich muss es nicht können. Ich muss es nicht machen. Ich darf mich hingeben. Ich bin froh, wenn ich ins Ungewisse gehen kann, wenn ich keine Ahnung und keinen Plan haben muss, wenn ich einfach nur der inneren Navigation folge, die um das große Ganze weiß, mir aber lediglich den einen nächsten Schritt übermittelt.

Die Bereitschaft, alles zu fühlen, jede Erfahrung zu machen, urteilsfrei und bereitwillig, das zu nehmen, was das Leben mir gibt, weil ich weiß, dass das einen Sinn hat, dass ich nichts bekomme, was mich von mir weg führt, dass ich immer nur das bekomme, was mich zu mir hinführt, dass es der Kosmos gut mit mir meint und übergeordnet nichts zu meinem Schaden passieren kann, dass ich, was auch immer geschieht, reif dafür bin und alles in mir trage, es zu bewältigen, diese Bereitschaft und all diese Gewissheit sind der große Unterschied zu damals. Das alles habe ich über die Jahre in mir gefunden.

Kontrolle ist die größte Illusion überhaupt. Und gefühlt die, an der die meisten am stärksten festhalten. So wie ich damals. Dass ich das Ungewisse mal so genießen würde, war unvorstellbar, ja, es kam gar nicht in meinem Weltbild vor, dass Ungewissheit sein darf. Hätte mir da jemand erzählt, wie ich heute lebe, weiß ich nicht, ob ich gelacht oder geweint hätte oder schreiend weggelaufen wäre. Heute bin ich der Mensch, der mich damals am meisten abgeschreckt hat. Ich wollte in Ruhe gelassen werden und mit nichts in Berührung kommen, was an meiner Scheinsicherheit gerüttelt hätte. Da konnte ich niemanden gebrauchen, der, wie ich heute, überall seine Nase reinsteckt, in jeden Winkel schaut, sich bereitwillig mit Dingen befasst, die jenseits der eigenen „Kontrolle“ liegen, der kein Tabu kennt und keine Sicherheit braucht, der das „ich bin ALLES und es gibt ALLES“ verkörpert.

Ich kann verstehen, dass Menschen Angst vor mir haben. Hätte ich damals auch gehabt. Im Grunde bin ich der Kontrollverlust in Person. Mit mir ist er im Raum. Ich zerstöre die Illusion durch meine bloße Existenz. Es gibt einen Teil in mir, der ist voller Mitgefühl. Es gibt einen Teil in mir, der grinst spitzbübisch und liebt die Provokation. Und der Großteil von mir genießt einfach nur dieses Lebensgefühl. Dass ich mal so da bin, dass sich Leben so anfühlen kann, hab ich nicht für möglich gehalten. Was für eine Gnade! Was für ein Segen!

Jenseits vom Kontrollverlust liegt mein persönliches Paradies.

Mal wieder danke, Barbara, dein Gemälde vom Universum haben all diese Reflexionen in Gang gesetzt und mich zu diesem Text bewegt.



Samstag, 10. Mai 2025

Das wahre Gebet ist keine Bitte

Die Suche nach dem heiligen Gral ist eigentlich eine recht kurze. Ich BIN der heilige Gral selbst. Ich bin das Gefäß, in das Gott einströmen kann, wenn ich ihn lasse. Wenn ich bereit bin. Wenn das Gefäß leer und empfangsbereit ist. Wenn ich die Wahl getroffen habe, das Leben selbst in mich einfließen zu lassen. SEINEN Willen zu meinem zu erklären.

Dann gibt es im Grunde nichts mehr, worum ich bitten müsste, wofür ich beten könnte, außer für meine Bereitschaft. Immer wieder. Die Bereitschaft, das vom Leben zu nehmen, was es für mich erdacht hat. Die zu sein, als die ich gewollt bin, wie ich gemeint bin. Das durch mich geschehen zu lassen, was sein soll. Die Bereitschaft, dem Himmel zu ermöglichen, auf der Erde manifest zu werden, durch mich.

Es geht genau genommen "nur" ums Zuhören, ums Präsentsein, ums Bereitsein. Und darum, aus diesem wahrhaft Empfangenden heraus, dann ins wahrhafte Tun zu kommen. Heilige Handlungen in Übereinstimmung mit der Ordnung. Das Himmelreich ist genau JETZT, wenn ich DA bin.



Samstag, 26. April 2025

Dem Leben das gemeinte Leben ermöglichen

Manche Fäden ruhen. Es gibt gerade nichts zu tun in dieser Verbindung, in diesem Kontakt. Das heißt nicht, dass die Verbindung weg ist. Sie ist da. Sie ist. Die Fäden sind gespannt, verwoben. Da ist ein Netz zwischen uns, dir und mir, dir und anderen, zwischen so vielen, letztlich uns allen.

Es wird da gewebt, geknüpft, vertieft, wo das Leben es gerade braucht, wo der Teppich weiterwachsen soll. Da ist Aktion und sonst nirgends.

Manche Fäden ruhen lange, bis sie wieder aufgegriffen werden. Das ändert nichts an deren Wichtigkeit. Ein riesiger, großer, grüner Wandteppich, der einen roten Punkt als Kontrastelement hat, lebt quasi von diesem einen roten Punkt. Der Effekt wäre ohne den roten Punkt nicht da. Während des Webens wurden die roten Fäden allerdings nur kurz aufgegriffen. Sehr kurz im Verhältnis. Dennoch sind sie im Gesamtbild entscheidend.

Wenn Menschen Faden und Weber gleichzeitig sind, dann darf weise hingespürt werden, wann wer wem welchen Faden reicht. Welche Beweggründe sind tatsächlich da?

Will ich gerade weben und einen Kontakt aufgreifen, weil ich mich einsam fühle oder weil es wirklich dran ist? Will ich viele Fäden in der Hand haben, um mich verbunden, eingebunden zu fühlen, um mich nützlich und gebraucht zu fühlen? Werde ich nervös und zweifle ich an der Verbindung, wenn es lange nichts zu weben gab? Ist mir langweilig und will ich deswegen etwas tun oder gibt es tatsächlich was zu tun mit einem bestimmten Menschen. Tun im Sinne von "darf in dieser Begegnung gerade etwas geschehen". Will das Leben gerade etwas von/in dieser Verbindung? Gibt es tatsächlich etwas zu weben? Miteinander in die Welt zu bringen?

Ich muss gar nicht wissen, was das ist, was geschehen soll. Das wissen wir hinterher. Ich muss nur meinem reinen Impuls folgen und den Faden aufnehmen. Der Rest ergibt sich im Miteinander.

Ich meine damit auch keine großen Projekte - das kann auch sein - sondern eher zwischenmenschliche Schöpfungen. Wortgeschenke. Erkenntnisse. Teilen von Erfahrung. Gemeinsames Forschen, Fühlen, Weiterreichen, Vertiefen, Durchdringen, Empfangen.

Das kann in zwei Sätzen passiert sein und dann ist wieder ein halbes Jahr Funkstille. Das kann über Wochen, Monate, Jahre konstant da sein. Was immer die Verabredung ist. Was immer das Bild, das Muster im Teppich will.

Dieses Miteinander, dieses Weben der Lebensfäden ist für mich eine wahre Kunst und eine riesige Freude in der Begegnung, im Erleben dessen. Diese Art Verbindungen zu leben, erfüllt mich zutiefst. Es ist satt. Es ist wesentlich. Es ist kraftvoll. Essentiell. Die Essenz. Nichts verwässert. Kein künstliches Erzeugenwollen. Es ist pur. Es ist unberechenbar. Es braucht Gespür, Präsenz, Wachheit und größte Ehrlichkeit mit sich selbst. Vertrauen in den Prozess und die Impulse. Weichheit zum Mitfließen. Flexibilität und Spontanität. Berührbarkeit. Einlassen und loslassen können ohne Kontrolle. ES fließen lassen können. Durchlässig sein. Werkzeug, Wirkzeug und Werkstück gleichzeitig sein.

Ein mancher Faden wird nie wieder aufgegriffen werden. Manche wenige Male im ganzen Leben. Manche über große Zeiträume sehr oft und intensiv. Ich kann nie wissen, wie es wirklich weitergeht. Was das Gesamtkunstwerk erfordert. Ich muss es nicht wissen. Nur bereit sein. Ich hab nur den Moment. Dem muss und will ich folgen. Dem muss und will ich vertrauen. Dem mag ich mich hingeben. In jedem einzelnen Jetzt. Das ist für mich Genuss und Erfüllung. Der einzige Sinn, den mein Leben hat: Dem Leben das gemeinte Leben ermöglichen. Durch mich. Durch jedes einzelne Wir, das ich mit den verschiedensten Menschen bilde.

Lebenweberskunstgenuss. 😇🫂🙏🏼❤️



Montag, 3. März 2025

Wann ist Wut erwachsen und berechtigt? Fragen und Fühlproben

Ich beobachte immer wieder, dass sich Menschen für eine sehr gesunde, erwachsene, berechtigte Wut verurteilen und tatsächlich der Meinung sind, mit ihnen würde etwas nicht stimmen. Soll heißen, dass da noch was erlöst werden muss.

Im Nachfolgenden mag ich Fragen stellen und Fühlproben zum Miteinander beschreiben, die helfen können, herauszufinden, ob die Wut in dir einfach nur berechtigt und gesund ist und mit dir alles in bester Ordnung, also kein „Thema“ von dir am Start ist.

(Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Absolutheit. Die Aufzählung soll als Orientierung dienen und basiert auf meiner eigenen Forschung und Beobachtung zum heutigen Stand.)

🔥🔥🔥

Selbstüberprüfung:

Grenzensetzende Wut greift nicht an. Grenzensetzende Wut wehrt sich viel mehr gegen „Angriffe“ und Verstrickungen, wahrt die eigene Grenze. Sowohl körperlich als auch emotional. Hier soll es vorwiegend um das Subtilere, Emotionale gehen.

Grenzensetzende Wut sagt „STOPP! Nein! Hör auf! Ich möchte das nicht! Lass das sein! So nicht! Bis hier hin und nicht weiter! Dafür stehe ich nicht zur Verfügung. Diese Verantwortung übernehme ich nicht. Das stimmt so nicht.“

Grenzensetzende Wut wahrt meinen Raum, spricht für mich. Sie wirft nichts vor, sie weist keine Schuld zu, sie weist lediglich zurück, was nicht ihr gehört und was nicht stimmt.

Emotionale Grenzüberschreitung, emotionaler Missbrauch, Verstrickung und emotionale Übergriffigkeiten rufen als gesunde Reaktion sowohl Wut, als auch - meistens schon vor der Wut – Empörung, Ekel und Abscheu, Übelkeit, ein Gefühl von heftiger Abneigung und Widerwärtigkeit hervor. Das sind natürliche, erwachsene, berechtigte Reaktionen. Daran ist ganz und gar nichts verkehrt.

Und um ganz sicher zu gehen, ob nicht doch ein inneres Kind (mit) am Start ist:

Fühle ich mich gerade erwachsen, klar und kraftvoll oder eher kindlich, überfordert, in Not und bedroht?

Sage ich laut, deutlich, klar NEIN oder schlage ich verbal um mich?

(Falls beides für dich stimmt, findest du dazu ganz am Ende eine Ergänzung.)

🔥🔥🔥

Wie ist der andere da:

Werden gerade die Gefühle des anderen an mir ausagiert? Reagiert sich gerade jemand an mir ab?
Werde ich lediglich benutzt, damit sich der andere besser fühlt oder geht es auch um mein Wohlbefinden? Werde ich wahrgenommen?
Spielen ich und mein Standpunkt in dem Ganzen eine Rolle oder geht es nur um das Empfinden, den Blickwinkel, das „Wohl“ des anderen?
Werde ich gehört und wird mir tatsächlich zugehört? Versucht der andere mich wirklich zu verstehen oder hört er nur zu, um zu antworten?

Werden meine Offenheit, meine Verletzlichkeit und meine Gefühle gegen mich verwendet?
Werde ich verbal angegriffen, attackiert?
Kommen Vorwürfe, Schuldzuweisungen, Forderungen?
Erlaubt die „Bitte“ des anderen ein Nein? Fühle ich mich wirklich frei, zu wählen oder ist das Verhalten eher suggestiv und manipulativ?

Werde ich emotional erpresst?
Wird mir Druck gemacht? Werde ich aufgefordert, aus scheinbar gutmenschlichen, moralischen Gründen entgegen meinem Innersten zu handeln, gegen meine Integrität zu gehen?
Wird mir gedroht? Wird mir aufgezeigt, dass mein Handeln irgendwelche „negativen“ Konsequenzen hätte?

Werde ich belächelt, erniedrigt, gedemütigt, abgetan oder anderweitig unwürdig behandelt? Werde ich ständig unterbrochen? Wird oft das Thema gewechselt? Werde ich mit Redeschwällen überschüttet?

Ist der andere gerade dabei, mir die Verantwortung für seine Gefühle und Bedürfnisse zu geben?
Steht der andere mit im Fokus der Aufklärung oder wird alles dafür getan, dass nur bei mir geschaut wird?
Werde ich offenkundig zum alleinigen Problem der Differenzen im Miteinander erklärt?
Ist der andere mit seinem Innenerleben des Momentes da, emotional greifbar, oder werden nur Allgemeinpositionen bezogen, auf Konzepte und Theorien verwiesen?

Ist der andere nachvollziehbar, klar und stringent oder gibt es eher Widersprüche, Verwirrung, Ausflüchte, Begründungen? Ist es eher sehr unlogisch, nicht greifbar? Lässt sich der andere beim Wort nehmen? Kann ich mich auf etwas beziehen, was er gesagt hat, oder ist es eher schwammig und unkonkret?

Bezieht sich der andere auf etwas, was wirklich passiert ist, was ich getan habe und so gemeint war oder ist viel Interpretation und Auslegung dabei?

Ergänzung 1:
Emotionale Unerreichbarkeit, Verweigerung des anderen in echten Kontakt und wirkliche Beziehung zu gehen und für diese Nichtverbindung die Verantwortung dir geben zu wollen, ruft ebenfalls eine natürliche, gerechtfertigte Wut auf den Plan, die abweisen möchte, was nicht dir gehört, nicht stimmt und nicht wahr ist.

Ergänzung 2:
Die gesunde Wut, die in der aktuellen Situation total adäquat und angebracht ist, kann gepaart sein mit einer kindlichen Wut. Es kann also durchaus sein, dass die Wut im gegenwärtigen Moment völlig berechtigt ist und gleichzeitig „zu viel emotionale Ladung hat“. Nämlich eine Ladung, die vielmehr in die Kindheit gehört und in eine ganz andere Beziehung. Wenn du fit im Selbstreflektieren bist, wovon ich jetzt einfach mal ausgehe, dann wirst du schnell merken, ob noch zusätzliche, alte Ladung am Start ist und wo die tatsächlich hingehört, also erlöst werden kann.

Zum Schluss:
Vielleicht war dir etwas davon ein Beitrag. Wenn ja, freue ich mich. Wenn nein, freue ich mich auch, halt über was anderes. 😉



Dienstag, 11. Februar 2025

In eine zu kleine Welt geboren

Mir wurde die Welt von Menschen erklärt, die keine Ahnung davon haben. Selbst gefangen in ihren eigenen Begrenzungen und eingeschränkten Erfahrungen. Sie wollten mir sagen, wie Leben funktioniert und hatten von Leben und Lebendigkeit überhaupt keine Idee. Ihr eigenes Sein angetrieben und gesteuert von Ängsten. Der Horizont begrenzt auf einen Bruchteil dessen, was hier an Erfahrung möglich ist, was der Kosmos zu bieten hat. Reduziert auf Materie und Sachen, den Geist völlig außen vor lassend. Glaubend, dass das tatsächlich das ist, worum es hier geht und dass es SO geht. Dass DAS alles ist.

Schon beim Zuhören merke ich, wie viel darin nicht enthalten ist. Was da alles fehlt von dem, was mir schon bekannt ist. Von all den anderen "Unmöglichkeiten" und Potentialen, von denen auch ich nichts weiß, mal ganz abgesehen. Sie ziehen noch nicht mal in Erwägung, dass es da noch mehr geben könnte, dass es ganz anders sein könnte, dass das alles nur ein Fitzel vom großen Ganzen ist.

In völliger Überzeugung bezüglich Vollständigkeit und Richtigkeit ihrer Schilderungen erklären sie mir also die Welt. Ihre Welt, die sich für mich anfühlt, wie der Kopf einer Stecknadel. Sie vermitteln mir, ich müsste mich darin bewegen und die Regeln akzeptieren. Ich stehe da, lausche ungläubig und bin fassungslos. Entsetzen macht sich breit. In diese Welt pass ich nie und nimmer rein! Die geschilderten "Zusammenhänge" beleidigen meine Intelligenz und widerstreben zutiefst meiner empfundenen und auch schon erfahrenen Wahrheit.

Ich bin der lebenden Beweis dafür, dass das, was sie sagen, nicht stimmt. Ich selbst, mein Sein, meine Erfahrungen führt ihre Ausführungen ad absurdum. Nur sie sehen es nicht. Verstehen es nicht. Das weiß, sehe und verstehe nur ich.

Alles in mir schreit: "So ist das nicht!" Doch diese Wahrheit kann nicht landen. So laut ich auch rufe, sie findet kein Gehör.

Ich bin fasziniert, dass ich mich davon nicht habe unterkriegen lassen, nicht habe abbringen lassen, meiner eigenen Wahrheit zu folgen und immer wieder das von ihnen zum Unmöglichen erklärte vollbracht habe. Natürlich. Sag mir, dass etwas nicht geht und ich sage dir: "Schau mir zu!"

Woher immer diese Art der Selbstsicherheit gekommen ist, sie war da. Von Anfang an. Ich wusste schon als Baby, ich brauch mich da auf keinen anderen verlassen, als auf mich selbst. Hier kann mir keiner den Weg weisen. Den kann ich nur selber finden. Es kommt auf mich an. Auf sonst niemanden. Und etwas in mir wusste immer, dass ich das auch kann. Vielleicht bin ich auch genau dafür hier. I don't know.

Das Entsetzen, das sich in mir breit macht, wenn ich Ausführungen höre, die mit einer Absolutheit vorgebracht werden, als wäre das die letzte und einzige Wahrheit, die aber sooooooooooo viel nicht berücksichtigen, begegnet mir immer wieder. Da scheint es noch einen Anteil zu geben, der nach Hause geholt werden möchte, der in genau diesem Entsetzen eingefroren ist, der in dieser zu engen und zu kleinen Welt nicht sein wollte, der sich regelrecht geweigert hat, das alles als gegeben hinzunehmen. Er wusste wohl, dass der eigene Weg ein einsamer werden würde.

Vielleicht rührt das Entsetzen genau da her: Weil sofort klar war, was DAS alles bedeutet. Was es heißt, die Enge der anderen, nicht zu meinem Horizont zu machen. Ganz den Kern habe ich noch nicht erwischt. Das merke ich. Ich forsche weiter. Aber bis hierhin wollte ich es schon mal niederschreiben.

Danke, Michael, dass du mich auf diese Art der Selbstsicherheit aufmerksam gemacht hast. Diese Sicherheit in und mit mir. Eine Gnade.



Samstag, 16. November 2024

Die Erfüllung

Ich habe meine Erfüllung im Menschsein gefunden. Während ich das schreibe, muss ich grinsen... Das ist sehr doppeldeutig. Übergeordnet stimmt das auch voll. Aber das meine ich gerade nicht. Ich meine die Erfüllung darin, das Menschsein zu erforschen und tatsächlich darin sowas wie meine Berufung zu sehen.

Jetzt hört sich das nicht gerade neu an. Ich drösel seit Jahrzehnten das Menschsein an mir selber auf, zusammen mit anderen bin ich am Forschen und Friemeln und Beleuchten. Ständig. Eigentlich nichts Neues. Und doch ist heute morgen ein Groschen gefallen, den ich bislang noch überhaupt nicht bemerkt hatte.

Ich bin auf einen Anteil gestoßen, der nichts mehr fürchtete als Langeweile. Eine Langeweile, die daraus resultiert mit den anwesenden Menschen nicht das tun zu können, was ihn am meisten interessiert, der sich ständig mit etwas befassen muss, was überhaupt nicht seine Welt ist, zu einfältig, zu kurz gedacht, zu unwesentlich, zu eng, zu kleingeistig.

Dieser Teil, dieses innere Kind, wollte schon immer in die Tiefe gehen, hatte Fragen über Fragen, wollte wissen, wie die Zusammenhänge sind, warum Menschen so sind wie sie sind, was Gott ist, wie das Universum funktioniert und was es im Unsichtbaren alles gibt. Diesem inneren Kind war als Kind sterbenslangweilig. Das, was ihm da geboten wurde, mit was es sich befassen sollte, die Antworten, die es bekam, das alles war überhaupt nicht befriedigend. Ganz im Gegenteil. Es fühlte sich an, wie lebendig begraben.

Dieser Teil war es, der mich im Erwachsenenalter immer wieder hat ungeduldig werden lassen, der Widersprüchlichkeiten nicht abkonnte, Banales, Oberflächlichkeiten, Small-Talk. Zu lange musste er sich mit genau dem zufrieden geben und konnte das NIE. Eine stete Unterforderung, eine stete Unzufriedenheit, ein steter Hunger.

Dieses Erforschen des Menschseins, von mir, von anderen, bis in den hintersten Winkel der Seele und die letzte Ecke des Kosmos, das ist es, wofür ich hergekommen bin und für nichts anderes. Damit kann ich mich rund um die Uhr, 24/7 beschäftigen, damit WILL ich mich beschäftigen, damit MUSS ich mich beschäftigen. Nichts anderes macht mich so zufrieden wie das.

Mir wurde so klar, dass meine Räume zwar Verbindung spüren lassen, der Heilung dienen, Trauma befrieden, das sind allerdings alles echt eher Nebeneffekte meines Forschergeistes. Ich hab so eine Freude am Dröseln, am Rausfinden, was es braucht für Wohlbefinden, dafür, zum Urwesen zurückzufinden. Ich hab so eine Freude, wenn mir jemand den fettesten Knoten der menschlichen Verwirrung ever hinlegt und mit mir zusammen draufschauen will.

Ich verstehe meine Unzufriedenheit in manchen Begegnungen nochmal ganz anders. Mit den meisten konnte ich dem nicht frönen. Nicht in dem Ausmaß und in der Tiefe, die ich schon erlangt habe und in die ich immer wieder möchte. Wenn mir das, was da möglich ist, an Reflexion, üüüüüberhaupt nicht reicht, weil das gerade mal die Tiefe einer Wasserpfütze hat. Ich bin für den Marianengraben hier. Für das drunter und da drunter und da drunter. Bis zum Urgrund. Und das ist keine Wertung, keine VERurteilung, sondern eine BEurteilung der Unterschiede.

Der Anteil, der sich so lange so sehr unbefriedigt gefühlt hat, ist in solchen Situationen immer wieder angesprungen und hat total Alarm geschlagen, weil er befürchtet hat, dass es jetzt wieder für immer so todenlangweilig sein wird. Da war wieder die Angst.

Heute morgen habe ich eben diesen Anteil aufgespürt. Was für eine Not der hatte. Was für ein widerliches Gefühl, so sehr unterfordert zu sein, so sehr an dem vorbeizuleben, was er eigentlich gebraucht hätte. So ein unfassbarer Hunger. Und so eine Panik, wieder hungern zu müssen, sich mit Krümeln zufrieden geben zu müssen, an Langeweile fast zu sterben. Da kommen mir direkt nochmal die Tränen. Halleluja!!!!

Was bin ich froh, dass ich diesen Anteil bergen konnte, dass ich ihm "die richtigen Bücher" vor die Nase legen konnte, das richtige Futter geben konnte und ihm sagen konnte, dass wir nie wieder was anderes tun werden, als uns mit dem zu befassen, was uns so unglaublich lebendig fühlen lässt, wo die Augen leuchten, das Herz hüpft und das Leben sich satt und saftig anfühlt.

Meine Erfüllung ist definitiv das Menschsein in allen Farben, in allen Facetten, vom Hellsten bis zum Dunkelsten, vom Kleinsten zum Größten. Und wo immer sich jemand verheddert hat und vergessen hat, wer er wirklich ist, ich stelle meinen Forschergeist unfassbar gerne zur Verfügung. Nichts lieber als das.



Samstag, 9. November 2024

Bedürfnis, Bedürftigkeit, Opferhaltung

Ein Bedürfnis ist noch lange keine Bedürftigkeit und Bedürftigkeit ist noch lange keine Opferhaltung.

Ja, meine Erwachsene hat tatsächlich Bedürfnisse. Ganz natürlich aus sich heraus. Es gibt Ansprüche, die grundsätzlich erfüllt sein müssen, damit es mir wirklich gut geht.

Ja, meine inneren Kinder sind bedürftig. Sonst wären sie nicht Kinder geblieben. Da gibt es diese Lücken, die Löcher, das Unerfüllte. Ich darf sie bemerken. Die Kinder damit wahrnehmen. Mich damit wahrnehmen. Ich darf mit meiner Bedürftigkeit, dem Schmerz des Fehlens in Kontakt gehen. Das heißt noch lange nicht, dass ich im Opfermodus bin. Ganz im Gegenteil. Das ist tatsächlich sehr erwachsen und reif.

Ich will nämlich nicht die Erfüllung im Außen, von anderen. DIE müssen nicht das nachholen, was Mama und Papa hätten leisten müssen. Aber ich darf es in mir wahrnehmen, benennen, mit in den Raum nehmen und damit da sein, mich darin halten. Meine Bedürftigkeiten haben Berechtigung und vor allem Beachtung verdient. Von mir.

Der Opfermodus ist für meine Begriffe eben ein unbewusstes Wollen vom anderen, ein Wollen von dem, was die Eltern hätten übernehmen müssen. Der Opfermodus IST das unbewusste agieren, sonst wäre es kein Opfermodus. Sobald das Wirkprinzip erkannt ist, bin ich ja eben nicht mehr unbewusst und kann gar kein Opfer mehr sein. Da ist ein beobachtendes Bewusstsein in mir, das wahrnimmt. Dann bin ich ja schon in der Reflexion und in der Wahrnehmung dessen. Dann ist es ja schon erkannt.

Mehr dazu gibt es in meiner Audio hier: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/2190

Danke Annette und Miriam fürs Liefern der Puzzleteile. 🙏🏼😊❤



Was will denn der Moment wirklich von mir?

Eine Frage, die sich wieder und wieder so sehr lohnt. Egal wo. Ob in Begegnung mit Menschen, beim Einkaufen, morgens im Bett vorm Aufstehen, beim Reden, bei jedem Tun, VOR jedem Tun, beim Sein.

Was will denn dieser Moment WIRKLICH von mir?

Es gibt so viele Ideen und Vorstellungen, wie etwas zu sein hat, zu laufen hat, was getan werden will und vor allem wann. Und dann, im dem Moment, in dem ich im Begriff bin, etwas davon zu tun, merke ich, dass das gerade überhaupt nicht stimmt, was ich vorhatte.

Ich halte inne, spüre hin. Lasse meine Idee direkt fallen und bin bereit, das zu nehmen, was das Leben mir stattdessen gibt. Gerade vorhin hab ich es wieder erlebt, wie sehr es sich lohnt, genau das dann zu tun: Hände freimachen und empfangen, was empfangen werden will.

Ich war dabei, eine Audio aufzunehmen, hatte vor eine aus meiner Sicht sehr wichtige Erkenntnis in meinem Kanal zu teilen. Beim Reden merke ich, dass das so jetzt nicht stimmt. Dass es konstruiert wäre, wenn ich dennoch täte. Also frage ich das Leben, was denn stattdessen dran ist. Kurze Stille und dann offenbaren sich mir wunderbare, so berührende innere Bilder. Auf einmal steht mein höheres Selbst vor mir. Das habe ich auf diese Art noch nie gesehen.

Tränen laufen, ich bin überrascht, berührt, demütig, spreche, was wirklich von mir gesprochen werden will, was in die Welt soll und kann es im ganzen Körper fühlen: Auf DAS kommt es jetzt tatsächlich an. DAS wollte der Moment von mir und nichts anderes. WOW!!!! DANKE!!!

Ich danke mir selbst für dieses Innehalten. Fürs Stillsein im rechten Moment. Für die Kurskorrektur. Fürs DaSein.

Danke Leben, für diese Lektion. Mal wieder! 🙏🥰🔥🎉

Hier geht es zur besagten Audio:
https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/2189


 

Montag, 21. Oktober 2024

Du bist essentiell - Ein Auszug vom Seelenlesen

Ich mag/muss einen Audio-Auszug aus dem Zoom-Raum ⁠"Seelenlesen" vom 20.10.⁠ mit euch teilen. Zu Beginn habe ich für das Kollektiv der Teilnehmer im Feld gelesen und plötzlich gab es eine sehr berührende, unerwartete Begegnung mit Jesus. Heute bekam ich genau von ihm den Impuls, dass dieser Ausschnitt vom Seelenlesen in die Welt soll. Dem komme ich selbstverständlich nach. 😊

Eine so kraftvolle und wichtige Message an jeden einzelnen: Du bist essentiell in diesem Kosmos.

Hier geht es zum Podcast: https://podcasters.spotify.com/pod/show/anja-reiche/episodes/Du-bist-essentiell---Ausschnitt-vom-Seelenlesen-e2pv4rg



Montag, 7. Oktober 2024

Wo ist der Anfang der Geschichte der Trennung?

Neulich bin ich über dieses Video "gestolpert" und hab es mir direkt gespeichert. Für später...

Jetzt war gerade "später". 😉 Ich hab es angeschaut, naja eher gehört und vor allem gefühlt. Alles in mir weiß, dass das wahr ist.

Und wieder komme ich bei der gleichen Frage heraus. Bei der bin ich auch schon bei dem Text rausgekommen, den ich neulich in dem Gespräch mit Sylvia erwähnt habe, über die geschichtlichen Hintergründe, was es gebraucht hat, dass der Mensch, fremdbestimmten Rhythmus und Arbeit für andere, als Lebensinhalt akzeptiert hat.

Wo ist der Anfang der Zerstörung? Menschen im Einklang mit sich, der Natur und dem Göttlichen würden so etwas nie tun. Wo kommen also Wesen (Menschen?) her, die getrennt bzw. traumatisiert oder "von niederem Bewusstsein" sind, die das tun und warum? Ist die schlichte Antwort, dass es Wesen gibt, die sich in Übereinstimmung mit ihrer eigenen gewählten Erfahrungsreise, bereitwillig als "die Bösen" zur Verfügung gestellt haben - und wohlgemerkt meine ich das ohne Wertung?

Ich glaube und fühle darin einen göttlichen Plan. Das Leben macht aus meiner Sicht keine Fehler und es gibt nichts außerhalb von Gott. Auch darin, also in der Zerstörung bzw. der Unterdrückung liegt für meine Begriffe aus übergeordneter Sicht kein Fehler.

Etwas in mir weiß, dass wir es auf der Erde mit der Trennung von Gott versuchen wollten und diese Erfahrung in allen Facetten und Schattierungen erleben wollten bis dieses Feld voll durchdrungen ist und das Spielfeld nicht mehr der Entwicklung dient.

Dennoch habe ich das Gefühl, dass mir ein Stück dazwischen fehlt. Da ist die Entscheidung die Trennung erleben zu wollen und dann direkt die Zerstörung jedweder Natürlichkeit. Vielleicht fehlt mir auch nicht das Stück dazwischen sondern eher dieses "Wer". Wer hat diesen Job übernommen? Für mich fühlt es sich in meiner Erinnerung oder meinem inneren Sehvermögen wie geschwärzt an.

Wo ist der Anfang der Geschichte der Trennung? Wie geht die ganze Geschichte wirklich wirklich? Ich mag es lückenlos sehen können. Und vor allem muss es sich lückenlos stimmig anfühlen. Bei diesem Ganzkörper-Ja und dem Gefühl "jetzt ist es rund" bin ich noch nicht angekommen.

Diese meine Gedanken lass ich jetzt einfach mal zusammen mit Video da und lebe die Fragen und in die Antworten hinein. 

Hier geht es zu oben erwähntem Video von Robin Kaiser zu Lemurien und dem Leben auf den Mutterbäumen:

https://youtu.be/UMtxg1KGJXE?feature=shared

 



Dienstag, 1. Oktober 2024

Inspirationsgespräch #6 mit Sylvia Dallhammer

Nach langer Zeit gibt es mal wieder ein Inspirationsgespräch mit Sylvia Dallhammer. Wie es das Leben so will, hatte ich Raum und Zeit und große Lust verspürt und Sylvia hat direkt ja gesagt, obwohl sie es sehr in Frage stellte, ob sie denn überhaupt heute eine Inspiration sein könnte.

Oh, ich kann euch sagen, sie war es. WIR waren es. Und wie es der "Zufall" so eingerichtet hat, führte uns das Gespräch tatsächlich zu einem Thema, das ich schon seit einigen Tagen in mir bewege und in die Welt tragen will.

Es geht um unseren Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung. Es geht um die Geschichte, was es überhaupt über Jahrhunderte für unmenschliche Maßnahmen gebraucht hat, um den Menschen dazu zu bewegen, seinen eigenen Rhythmus zu verlassen und eine fremdbestimmte Arbeit als Lebensinhalt und sogar als Sicherheitsillusion anzuerkennen.

Wie sehr werden Menschen wie Sylvia und ich heutzutage krumm angeschaut und oft missverstanden, ja vielleicht sogar als Gefahr gesehen, weil wir was anderes wollen, weil wir uns selbst wieder haben wollen.

Die Geschichte zeigt, mit uns ist alles in bester Ordnung. Und dennoch, der Weg ist herausfordernd.

Wir nehmen euch ein Stück mit und laden euch ein in unseren gemeinsamen Raum. Ich habe es wie immer so sehr genossen. Es ist so leicht und so vertraut, mit Sylvia da zu sein. DANKE für uns. ❤ 

Ich hab tatsächlich den Wunsch, dass dieses Gespräch und der Text, auf den ich mich beziehe, ganz viele Menschen erreicht. Ich hab so viel mehr verstanden. Es war wie die Beendung eines großen, sehr lange anhaltenden Spieles. Wie die Erkennung der größten Opfer-Täter-Umkehr aller Zeiten. Für mich der Meisterbrief. ❤️

Hier geht es zum Video-Podcast: https://podcasters.spotify.com/pod/show/anja-reiche/episodes/Inspirationsgesprch-6-mit-Sylvia-Dallhammer-e2p3oor

Den erwähnten Text zur Geschichte der Arbeit findet ihr hier: ⁠https://paulschreyer.wordpress.com/2018/02/01/wer-nicht-arbeitet-soll-auch-nicht-essen/⁠

Mehr von Sylvia findet ihr hier: https://sylviadallhammer.de/



Was dient der Entwicklung?

"Welcher Umgang damit könnte der Entwicklung dienen?"
Anna Thekla Eckert

Dieser Satz von Anna hat gerade unglaublich viel in mir bewegt. Es ist eigentlich egal, um welches Thema, welche Situation es gerade geht, welche Gefühle, Lebensumstände oder Ereignisse.

Was dient der Entwicklung?
Meiner persönlichen. Der des großen Ganzen.

Diese Frage bringt ganz andere Antworten, eröffnet ein ganz anderes Feld, als vielleicht die Frage nach Heilung oder einer" leichten" Lösung. Nach der goldenen Zeit, nach Geld, der Berufung oder Beziehung. Nach gut oder böse.

Was dient jetzt der Entwicklung?

Ich kann alles direkt ganz anders betrachten. Es gibt kein besser oder schlechter mehr und auch keine Wunschvorstellung, wie etwas weiter gehen soll, was passieren darf und was nicht. Es gibt nichts mehr zu vermeiden und nichts mehr unbedingt zu erzielen.

Was geschieht und noch geschehen wird, ist das, was anscheinend gerade der Entwicklung am besten dient, sonst wäre es anders.

Was bisher geschehen ist, ebenfalls.

Auf einmal ist alles richtig. Da wirkt Weisheit, bei der es um Entwicklung geht, Bewusstwerdung, Ausdehnung. Persönlich wie universell.

Die Umstände waren und sind unter diesem Blickwinkel immer perfekt.

Plötzlich ist da Ruhe in meinem System. Über nichts, rein gar nichts, gibt es ein Urteil zu fällen. Weder über mich, mein Erleben, meine Taten, meine Erfahrungen, noch über irgendwen oder irgendwas in der Welt.

Rumms! Alles dient der Entwicklung. Alles ist richtig. War es immer, ist es, wird es immer sein.

Ja, menschlich, irdisch gesehen bisweilen unglaublich anspruchsvoll und mit krassen Gefühlen und Empfindungen verbunden. Keine Frage. Oft eben wirklich unmenschlich. Und ich komme beim gleichen raus. Ein Dienst für die Entwicklung. Auf lange Sicht auf jeden Fall. Wir sprechen schließlich von der Entwicklung auf die Ewigkeit bezogen.


 

Sonntag, 29. September 2024

Ein weiteres Experiment - Raum für Fragen

Ihr Wundervollen, ich bade noch immer in der tragenden Energie vom gestrigen Zoom-Raum. So viel Liebe und Weite und Tiefe. So viel Verbundenheit und Wohlwollen. Es hat total gut getan, euch mal wieder zu sehen und zu fühlen. Danke dafür. 🥰❤️🙏🏼

Christian und ich haben vorhin noch ein wenig darüber gesprochen und reflektiert. Er ist gestern nicht so richtig in den Tritt gekommen, hat sich zwischendurch immer wieder gefragt, was er eigentlich da will.

Gegen Ende gab es dann eine bemerkenswerte Situation. Ihm wurde eine Frage gestellt und plötzlich konnte er ausdrücken, was vorher nicht so richtig gelingen wollte.

Mir ist es zu eigen, mich aus mir heraus mitzuteilen, alleine in Sprachnachrichten, so wie in Gruppen. Deswegen berichte auch eher ich von uns beiden. Von unserem Miteinander, von unserem UnterwegsSein.

Christian teilt sich eigentlich genauso gerne mit und mit der Erfahrung von gestern wurde es nochmal richtig deutlich: Ihm helfen Fragen dabei ungemein.

Nun wollen wir einen Versuch starten und einen Raum öffnen, wo all die Fragen, alles, was ihr vielleicht schon immer von Christian wissen wolltet, stellen könnt. Zu seinem Erleben in unserem Miteinander, zu seiner Art zu Prozessieren, zu seinem Dasein als Vater, zu Lebensumständen, seinem Dasein als Bahá'í, seiner Beziehung zu Gott und allem, was mir jetzt gerade nicht einfällt.

Nach einigem Überlegen und Hinspüren fühlte es sich erstmal stimmig an, dafür seine Chat-Gruppe von seinem Telegram-Kanal zu nehmen. Ob das so bleibt, wissen wir nicht.

Deswegen nun hier der Link zur Gruppe und nochmal die Einladung wirklich jede Frage zu stellen. Jede!

Wir sind seeehr gespannt. 🥰😍🎉

https://t.me/+lE7QzE2AsSE2NTRi

 

Freitag, 8. März 2024

Zoom-Raum mit Anja & Christian

Juhuuuuu!!!! Ich freu mir grad nen Ast! 😍😍😍 Mein Mann hat ja gesagt. 😉 Ja dazu, mal wieder einen gemeinsamen Raum aufzumachen und euch zu begegnen.

Wir wollen euch mitnehmen - wie immer - auf unsere Reise, teilen, was bei uns Phase ist, wie wir da sind, wo wir stehen, was uns beschäftigt und wie sich unser Leben gerade anfühlt.

Wir beantworten jede Frage von euch und selbstverständlich hat auch Raum, was euch bewegt.

Eben wahrhafte Begegnung in jeglicher Hinsicht. Was immer das bedeutet. Was immer sich zeigen mag. Was immer gesprochen werden will. Was immer geschehen will.

Wir haben Bock. Voll. 😍 🎉 🔥❤️

Anmelden könnt ihr euch hier: https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZYkf-CrrDMqH9fWRsb1KSf_sbNs8q3tsnjI

Ihr entscheidet wie immer, wie viel ihr für euer Dabeisein bezahlen mögt. Spielraum! ❤ 😁😎