Samstag, 14. September 2019

Totale Hingabe

Ich will mich nicht schützen. Ich will nicht auf mich aufpassen müssen. Ich will mein Herz nicht zumachen.

Ich will hier sein. Komplett offen. Ganz. In völliger Hingabe. Absolut ohne jegliche Kontrolle. Keinen Fitzel mehr will ich kontrollieren, mich vor nichts mehr in Acht nehmen. Ich will nichts und niemandem ausweichen. Ich will mich da, wo ich gerade bin, rundum wohlfühlen.

Ihr mögt mich für verrückt halten. Für leichtsinnig. Es ist mir egal. Diese totale Hingabe ist meine tiefste Wahrheit. Alles in mir schreit: "Ja!!!! Genau so!"

Gerade habe ich mich verschlingen lassen. Gefühlt von der letzten Gefahr, die mir wirklich noch gedroht hat. Der "Gefahr", die augenscheinlich da war, wenn ich mit Menschen zusammen bin, die eher unbewusst durchs Leben gehen, die so gar nicht auf meiner Wellenlänge sind, die mir meinen Raum "wegnehmen", meine Grenzen nicht wahren, mich aussaugen, anzapfen. Detox!

Ich habe befürchtet, dass sie meine Schwingung stören, dass sie mich aus meiner Mitte werfen, dass sie mich benutzen, dass ich da besonders gut auf mich aufpassen muss, zumachen muss, dem ausweichen muss. Ich hab mich eng gemacht, zurückgezogen, zugemacht.

Darauf hab ich keine Lust mehr. Deswegen meine radikale Entscheidung, das einfach nicht mehr zu machen. Ich bleibe offen. Ich bleibe bei mir. Nichts und niemand kann mich aus meiner Mitte werfen, wenn ich es nicht zulasse. Nichts und niemand kann mich wirklich aussaugen oder vergiften. Ich treffe die Wahl, dass es mir überall gut geht, dass ich mich überall wohlfühle, dass sich mein Umfeld so an mich anpasst, dass das geht, dass ich durchlässig bin für jegliche Schwingung, die nicht die meine ist. Ich bin überall sicher. Wo ich bin, ist Liebe. Fertig!

Ich habe mich gerade verschlucken lassen. Bin diesen Tod gestorben. Einen Tod, der sich so dermaßen nach Freiheit anfühlt, wie selten einer zuvor. Aufgeben ist einfach das Großartigste, was es gibt.

Probier es aus, wenn du magst. Nimm die größte Gefahr in deinem Leben, das, was dir am meisten Angst macht, das wovor du dich augenscheinlich am meisten schützen musst, das, was dich am allermeisten bedroht, nimm innerlich Kontakt auf, stell es dir vor und dann lass dich davon verschlucken. Ergib dich komplett und völlig. Gib auf, gib den Kampf auf, gib das Schützen müssen auf. Gib die Illusion auf, dass dich dieses Etwas tatsächlich bedrohen kann, dir gefährlich sein kann.

Lass zu, dass es existiert, dass es da ist. Es muss nicht verschwinden. Das Nein dazu muss verschwinden.

Lass zu, dass es dich verschlingt. Die Bereitschaft, dich davon "fressen" zu lassen, wird bewirken, dass es dich wieder ausspuckt und du bemerkst, dass das Monster nie ein Monster war - außer in deinem Kopf.
Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche


Mit allen Sinnen im Hier und Jetzt

Die letzten Tage war total viel los. Viele Ereignisse, viele Impulse, Ideen für neue Projekte, Erkenntnisse, Anfragen, Nachrichten und zwischendurch Gefühle, die gefühlt werden wollten.

Die Zettel auf meinem Schreibtisch, der eigentlich ein Esstisch ist, wurden immer mehr, die To-Do-Liste länger, der Kopf ratterte zunehmend lauter. An dies denken, jenes nicht vergessen wollen. Ich fühlte mich getrieben, gehetzt.

Ich sehnte mich nach Stille, suchte sie in der Natur, ohne sie wirklich zu finden. Von irgendwoher kam immer Lärm, eine Straße, eine Landmaschine, irgendwas war immer zu hören.

Gestern Abend traf ich eine Entscheidung. Ich entschied mich für Stille in mir, für Präsenz im Moment, dafür, dass ich für alles genügend Zeit habe, dass ich komplett DA bin, egal, wo ich bin, egal, was ich tue, ich will dann da auch SEIN, mit allen Sinnen. Damit hat der Stress ein Ende. Sofort.

Diese Entscheidung tat gut. Seeeehr gut. So bewusst ich auch bin und lebe, mit zunehmenden Einflüssen, Ansprüchen und Reizen von außen darf ich auch zunehmend noch achtsamer werden, mich noch klarer ausrichten und fokussieren auf das, was jetzt wirklich wichtig ist, was wirklich dran ist, auf was ich tatsächlich Lust habe und vor allem, darf ich DA sein. Was auch immer noch alles "getan" werden will, ich bin jetzt hier bei dieser einen Sache und das reicht.

Mit meinen Gedanken, mit meiner Aufmerksamkeit komplett im Hier und Jetzt zu sein, macht sofort Frieden. Es lässt mich einsinken in mich selbst und in den Moment. Da ist Ruhe, Zufriedenheit, Stille, Gelassenheit. Ich schaffe nicht mehr, nur weil ich beim Kochen schon an den Friseurtermin denke. Ich bin kein besserer Gesprächspartner, wenn ich parallel an das nächste Meeting denke. Mir tut es nicht gut und den anderen auch nicht.

Heute ist es still, in mir und - Überraschung - auch um mich herum. Es braucht eben klare Entscheidungen. Das reicht völlig. Wir sind von jedem neuen Erfahrungshorizont immer nur eine Entscheidung entfernt.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche



Freitag, 13. September 2019

Begegnungsabend in Franken

Es braucht diesen leeren Raum, diese Stille, diese Pause zwischen Ausatmen und Einatmen, dieses Nichts, dieses Innehalten, dieses Vakuum, in dem das entstehen kann und darf, was wirklich gerade entstehen will.

Vielen macht diese Leere Angst, mutet sie doch wie Stillstand an und dabei soll doch was geschehen. Dabei soll doch was in die Welt. Da scheint es so absurd, erst einmal in die Stille zu gehen, die Füße, die Hände und vor allem den Verstand still zu halten und nach innen zu lauschen, wo da doch dieser Tatendrang ist.

Das Leben allerdings braucht die Möglichkeit, sich entfalten zu können. Es braucht Platz. Eine leere Leinwand. Einen leeren Raum. Wenn wir unseren Alltag zupflastern mit Aktivitäten und stetig beschäftigt sind, hat die zarte Stimme unserer Seele kaum eine Chance gehört zu werden. Zwischen Terminen und To-Do-Listen geht sie unter. Wenn ständig unser Verstand entscheidet, was jetzt richtig ist, dann zieht sich die Schöpfung zurück und wartet leise auf den Moment, in dem wir ihr wieder Aufmerksamkeit UND - richtig - Raum geben.

Wir haben in den letzten Jahren ausgemistet und viele Vorstellungen von dem losgelassen, was wir zu sein glaubten. Viele Dinge, die so lange richtig waren, passen nicht mehr, was allerdings stattdessen passt, steht noch in den Sternen. Viele befinden sich gerade in dieser Pause zwischen Ausatmen (das losgelassen haben, was nicht mehr passt) und Einatmen (das ins Leben holen, was dahin gehört). Ein Zustand von Unwissen, der wahrscheinlich mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen beinhaltet. Ein Zustand, den viele nicht mögen. Ein Zustand, der so heilig ist, wenn man ihn zu nutzen weiß. Ein Zustand, in dem Wunder und Magie möglich sind. Ein Zustand, in dem wir wirklich spüren können, wer wir eigentlich sind.

Das alles ist gerade im Feld. Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Wen wundert es also, dass mir gestern morgen in den Sinn kam, dass ich dringend in meine alte Heimat Bayern muss. Wen wundert es, dass ich dann sofort an Kati Wehrfritz gedacht habe und wusste, sie ist meine erste Ansprechpartnerin. Wen wundert es, dass sie in den letzten Wochen renoviert hat und nun unter anderem ein Raum entstanden ist, in dem lediglich ein grooooßer Tisch und viiiieeele Stühle stehen, ein Raum, der auf seine Bestimmung wartet. Wen wundert es, dass Kati noch vorgestern in diesem Raum stand und sich fragte, warum sie ihn wohl erschaffen hat. Wen wundert es, dass ich von all dem nichts wusste und sie gefragt habe, was sie davon hält, dass ich mal wieder einen Begegnungsabend in Frrranken mache. Wen wundert es, dass sie sofort Gänsehaut hatte und mir den "leeren" Raum für einen Begegnungsabend mit genau dieser Thematik zur Verfügung stellt?

"Sei, wer du wirklich bist! - "Aber wer bin ich denn eigentlich?"

Lasst uns zusammenkommen und schauen, hinspüren, uns in die Leere springen. Lasst uns forschen und neugierig sein, lasst uns herausfinden, was in diesem leeren Raum geschehen und entstehen will. Lasst uns schauen, was dieses Leben eigentlich wirklich von uns will.

Am Mittwoch, den 18.09.2019 von 19 bis 22 Uhr in Jöslein 19, 95512 Neudrossenfeld. Wer dabei sein will, schreibt mir einfach eine Email: mail@anja-reiche.de
Eintritt 50 EUR. Barzahlung vor Ort.

Ich freu mich total auf euch und meine alte Heimat.
Danke Kati! Für dich! Deinen Raum! Deine Spontanität!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 11. September 2019

Deine Eltern wollen auch mit dir ihre Erfahrungen machen

Jeder Mensch in meinem Leben, jede Begegnung findet nicht umsonst statt. Das ist mir völlig klar. Gerade wenn diese Begegnungen ordentlich was mit mir machen. Ob krasseste Gänsehaut von oben bis unten, weil da gerade was magisches passiert oder ob da heftige andere Gefühle hochkommen, die mir Schnappatmung machen. Diese Zusammentreffen sind auf einer höheren Ebene verabredet, dessen bin ich mir sicher.

Nun ist das alles nichts Neues. Doch die Tage kam ein Aspekt dazu, der mal wieder ein großes Aha mit sich brachte. Nicht nur ich, will mit dem anderen meine Erfahrungen machen, sondern er ja auch mit mir. Von der Seite hatte ich das Ganze noch nie wirklich betrachtet.

Also mir war zum Beispiel klar, dass ich meine Eltern aus gutem habe, dass ich all die Erfahrungen wollte/will. Aber dass sie auch bestimmte Erfahrungen mit mir machen wollten/wollen, das hatte ich irgendwie nicht so richtig auf dem Schirm.

Manchmal habe ich den Impuls zu Hause anzurufen, sehr selten, aber manchmal ist er da. ;) Sobald ich aber das Telefon in die Hand nehme, kann ich es nicht. Es geht einfach nicht. Ich kann nicht. Jedes mal wundere ich mich und lass es dann. Ich ruf nicht an.

Oder ich bin dann wirklich da, will etwas von mir erzählen und es ist, wie wenn mein Hirn wie leergefegt ist. Ich kann keinen Gedanken greifen, mir fällt nichts ein, einfach nichts. Auch da hab ich mich so manches Mal gewundert.

Als mir neulich, wieder durch das Buch von Anke Evertz, so deutlich wurde, dass auch meine Eltern mit MIR Erfahrungen machen wollen, hab ich mal hingespürt und mich gefragt, was denn meine Eltern mit mir erleben wollen. Die Antwort war erhellend. Vor allem meine Mutter will es erleben, dass ich nicht greifbar bin, dass sie mich nicht erreichen kann, dass ich quasi größtenteils raus bin aus ihrem Leben, sie raus aus meinem, dass ich mich nicht melde und sie so gut wie nichts von mir mitbekommt, dass ich sie nicht brauche, dass sie nicht gebraucht wird, dass sie sich als Außenseiter fühlt. Diese quasi nicht vorhandene Beziehung ist unsere Abmachung.

Das fühlt sich so schlüssig an, dass ich mich fast frage, warum ich da nicht selbst draufgekommen bin. ;) Auch bei meinem Partner sage oder mache ich manchmal Dinge, bei denen ich mich hinterher frage: Was war das denn? Auch da bediene ich Muster, halte mich an unsere Verabredung. Er will das mit mir erfahren. Es ist unser Deal. Ich bin Akteur in seinem Theaterstück und er in meinem.

Ich finde dieser Aspekt ist unfassbar wichtig. Jeder, der in unserem Leben ist und uns unsere Erfahrungen ermöglicht, hat eingewilligt und will diese Erfahrungen aus seiner Sicht, von seiner Seite erleben. Es passt perfekt zusammen. Alles passt perfekt zusammen.

Wir können aufhören uns Gedanken zu machen, ob wir ein "guter" Partner, "gute" Eltern, ein "gutes" Kind sind, ein "guter" Chef, eine "gute" Freundin, ein "guter" Nachbar. Alle diese Menschen wollen die Erfahrungen mit uns machen. Sie haben eingewilligt und wussten auf einer höheren Ebene, auf was sie sich einlassen. Wir können es nicht falsch machen und sie auch nicht.

So viele machen sich verrückt, ob das Kind vielleicht leidet oder Schaden nimmt mit der "Erziehung". So viele haben manchmal das Gefühl, dass der Partner ganz schön was mitmachen muss. So viele sagen sich, dass sie ein besserer Sohn, eine bessere Tochter sein müssten. Alle Beteiligten sind genau am richtigen Fleck und verhalten sich genau richtig. So absurd das manchmal aussehen mag.


Dienstag, 10. September 2019

Den Körper beleben

Boooom!!!! 🤩🤩🤩💥💥💥💥🎉🎉🎉🎉 Dass ich für diese Erfahrung hier bin, ist mir schon länger klar. Und gleichzeitig wollte diese Entscheidung gerade nochmal innigst neu getroffen werden. DAS macht richtig was mit mir.

Danke Anke Evertz für die Erinnerung. Deine Worte in deinem Buch "Neun Tage Unendlichkeit" hätten meine sein können. 🙏🏼❤️😊 Danke für dich!


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Genieße um Gottes Willen dieses Leben

"Genieße um Gottes Willen dieses Leben!" war gestern eine der überdeutlichen Ansagen von meinem Leben.

Ich saß da und wurde mal wieder geflutet mit Erkenntnissen und Informationen, doch vor allem mit unfassbarer Liebe. Rotz und Wasser habe ich geheult, weil diese Liebe so stark war. Es fühlte sich an wie Griesbrei mit Zimt und Zucker, wie Kartoffeln mit Butter, wie Lebkuchen mit Tee an einem kalten Herbsttag. Geborgenheit pur. Eingehüllt. Getragen. Bestätigt in allem, was ich bin und tue und so sehr geliebt.

Dieses Leben liebt uns so sehr, es will tatsächlich das Beste für uns. Alles, mit dem wir uns selbst das Leben schwer machen, ist total unnötig und überflüssig. Die Schöpfung freut sich so sehr über uns und an uns, dass ihr einfach nur unsere bloße Existenz reicht um glückselig zu sein. Wie eine Mutter ihr Baby betrachtet, das da einfach nur liegt und schläft. Sie ist so erfüllt von dem bloßen Anblick, dass es nicht mehr braucht. Das Baby muss nicht lächeln, es muss nicht schnell laufen lernen. Es reicht, dass es einfach da ist. Fertig.

Das Leben ist diese liebende Mutter. Es erwartet nichts von uns. Wir sind frei, alles zu tun und zu sein, was wir wählen wollen, erfahren wollen. Nichts davon wird von der Schöpfung verurteilt und ich meine wirklich NICHTS.

Einem jeden von uns steht ein immerwährender Strom von Fülle bereit. Das Leben überschüttet uns. Einen jeden. Die Frage ist, ob wir das glauben können, ob wir glauben können, dass er uns zusteht, ob wir uns dessen bewusst sind, oder ob wir angefangen haben, anderes zu glauben.

Mit diesen Erfahrungen gestern bin ich wieder noch tiefer in die Arme von Mutter Erde gesunken, hab mich noch mehr hineinentspannt in dieses wundervolle Leben, fühle mich noch mehr getragen, richtig, angebunden, angekommen in mir. Habe Genuss, Freude und Leichtigkeit noch weiter nach oben geschoben auf meiner Werteliste. Und es fühlt sich einfach nur richtig und großartig an. Danke Leben, für diese Erfahrung! 🙏🏼❤️🥰 Und jetzt genieße ich weiter den See, die Natur, die Vögel, die Stille, die Sonne und mich.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 9. September 2019

Freiheit - größte Sehnsucht, größte Angst

Frei sein. Ich vermute 98 % von euch würden sofort sagen: "Ja, das will ich unbedingt!"

Wirklich? Will es auch die letzte Zelle in dir? Will es jede Faser deines Sein? Oder macht dir die Vorstellung auch ordentlich Schnappatmung?

Frei sein bedeutet nicht nur, tun und lassen, was ich gerade will. Frei sein bedeutet vor allem, dass ich über dieses Tun und Lassen selbst entscheiden muss. Da ist niemand mehr, der mir sagt, was falsch und richtig ist, wo der Weg lang geht, was als nächstes zu tun ist. Da gibt niemand mehr die Richtung vor.

Frei sein bedeutet, dass da kein Chef, keine Institution, kein Amt, keine Firma mehr hinter dir steht, wenn es darum geht, für dich einzustehen. Ja, die reden dir zwar alle auch nicht mehr rein, aber da ist im ersten Moment niemand mehr, der sich vielleicht schützend vor dich stellt. Wie hab ich es genossen, in der Firma am Telefon zu sagen: "Tut mir leid. Mir sind da die Hände gebunden. Anweisung von oben." Nur weil ich zu feige war, um zu sagen, dass ICH diese Entscheidung getroffen habe.

Wie unbeholfen war ich erstmal, als ich dann wirklich keinen Arbeitgeber mehr hatte, meinen Tag zu gestalten. Ja, Himmel, was mach ich denn, wenn da kein vorgegebener Rhythmus mehr ist, wenn ich nicht mehr um 6 Uhr aufstehen muss, wenn da keine Stellenbeschreibung mir sagt, was meine Aufgabe ist? Wer bin ich denn ohne all das? Was will ICH denn?

Da ist plötzlich kein Geldgeber mehr, der dir für das, was du tust, sicher jeden Monat etwas überweist. Viele hassen es zum Beispiel Geld vom Amt zu bekommen, Auflagen zu erfüllen, Bedingungen einzuhalten. Was aber, wenn dieses Amt plötzlich ganz aus deinem Leben verschwunden ist? Was, wenn du auch da FREI bist. Ja, da sind dann keine Auflagen mehr, aber da kommt auch kein Geld mehr. Und dann?

Was hatte ich für einen Schiss, meinen Weg der Heilung weitestgehend ohne Ärzte und auf herkömmlichem Wege zu gehen. "Nur" meiner Intuition foldend. Auch da plötzlich keiner mehr, der sagt, was falsch und richtig ist. "Nur" noch ich, mein Gefühl.

Wenn du wirklich frei bist, hast du zwar erstmal "nur" noch dich. Aber Gott sei Dank HAST du dich. Du bist das Wichtigste und der größte Garant in deinem Leben. Du kannst dich auf dich verlassen. Du kannst dir trauen. Du kannst dir zutrauen, dass du dieses Leben ohne all diese Scheinsicherheiten meistern kannst. Du brauchst weder einen Geldgeber, noch einen Taktgeber, du brauchst keinen Mittler zwischen dir und deiner Wahrheit. Du, in direkter Anbindung an das Leben, das ist alles, was es braucht. Du, pur, in deiner Essenz, mit dieser unfassbaren Intelligenz, die dir Leben einhaucht, die du bist.

Wenn du dir dieser Anbindung gewahr bist, passiert etwas ganz Wunderbares. Du erlebst, dass du getragen bist. Plötzlich sind da helfende Hände und Engel in Menschengestalt. Plötzlich tun sich Möglichkeiten auf, die du niemals in Betracht gezogen hättest. Du bist nicht alleine, warst es nie.

Du bist die einzige und größte Sicherheit in deinem Leben. Deine göttliche Anbindung nach oben, deine Verwurzelung nach unten. Deine Intuition, die Tatsache, dass du Teil dieser Natur bist, gewollt bist, deinen Platz hast und versorgt bist, dass das Leben will, dass du wirkst, dass es sich durch dich erfahren kann.

Du bist pures, göttliches, reines Bewusstsein, das immer ist, immer war und immer sein wird. Du trägst alles Wissen aus allen Zeiten in dir. Nichts und niemand kann dich wirklich verletzen, auslöschen, bedrohen, dir das Leben nehmen. Du BIST immer. Jede vermeintliche Gefahr ist eine Scheingefahr. Alles, wovor wir Angst haben, eine Illusion. NICHTS kann uns etwas anhaben. Selbst wenn unser Körper sterben sollte, bleibt unsere Essenz, unser Bewusstsein.

Was also haben wir zu befürchten? Vor was sollten wir wirklich Angst haben? Es gibt keinen Grund.




Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 6. September 2019

Du musst dir die Dinge auch erlauben

Ja, Entscheidungen treffen ist wichtig, eine Wahl treffen ist wichtig. Ja, wir sind Schöpfer und so. Bla, bla... Kennen wir alles. Aber ERLAUBST du dir die Dinge auch?

Erlaubst du dir, dass es dir gut gehen darf? Vielleicht sogar besser als anderen? Besser als deinen Eltern? Besser als deinen Kindern?

Erlaubst du dir das Annehmen? Einfach so, ohne etwas dafür getan zu haben? Darfst du das?

Erlaubst du dir Leichtigkeit? Darf es leicht sein? Leicht gehen?

Erlaubst du dir Fülle? Und dann auch noch ganz ohne Mühen und Plagen? Fülle, die dich einfach so über den Haufen rennt, ohne, dass du nur einen Handschlag dafür getan hast?

Erlaubst du dir deine hohen Ansprüche, deine Wünsche, deine Träume, deine Eigenarten und Befindlichkeiten? Deine Bedürfnisse? Dein So-Sein?

Erlaubst du dir Gesundheit und die Freiheit, die mit einem komplett gesunden Körper einhergeht?

Erlaubst du dir überhaupt Freiheit, so richtige Freiheit? Oder macht sie dir Angst und es ist dir lieber, dich innerhalb deiner gewohnten, sicheren Grenzen zu bewegen, weil dich alles andere überfordern würde? Erlaubst du dir, komplett selbst zu entscheiden, was du wann tust oder eben nicht? Vertraust du dir dafür überhaupt genug? Traust du dir zu, dass du in dieser Freiheit die richtige Wahl für dich treffen kannst?

Erlaubst du dir, dass all die genannten Sachen zu dir kommen dürfen? Dass du all das SEIN darfst? Dass du all das haben darfst? Oder bist du dann ein schlechter Mensch? Ein Schmarotzer? Ein Schlendrian? Ein Großkotz? Ein reicher Pinkel? Ein Nichtsnutz? Ein Lebemann? Ein Gauner? Ein Betrüger? Ein Drückeberger? Einsam? Seltsam? Naiv? Überfordert? Haltlos? Orientierungslos?

Du musst dir vorstellen, das Leben steht vor dir mit vollbepackten Händen und wartet nur darauf, dass du endlich zulässt, dass du das Leben zulässt, das Gute, das Schöne, das Leichte, das Lebendige. Alles, was es davon abhält, die Pakete wirklich bei dir abzugeben, ist dein NEIN dazu, auf welche Art auch immer du es aussendest.

Meistens sind wir der Meinung, dass wir das alles haben wollen, sein wollen, aber das Leben liefert ja einfach nicht. Dass wir uns das alles aus den unterschiedlichsten Gründen selbst nicht erlauben, merken wir manchmal gar nicht.

Also: Was verbietest du dir noch? Was darfst du dir folglich endlich wieder erlauben?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 5. September 2019

Geld ist nicht mein Business

Da lag ich heute morgen im Bett und wurde wieder geflutet mit Erkenntnissen, mit Bewusstsein. Ich verstehe, durchdringe, werde irgendwie geschult. Momentan komme ich mir vor, wie bei einer Ausbildung von der hohen Schule des Lebens. Alles liegt voller Zettel mit Notizen, die Groschen fallen nur so. Es geht immer noch tiefer, Synapsen verknüpfen sich. Mir wird so viel gezeigt.

Da liege ich also und verstehe nochmal mehr, was hier mein Auftrag ist. Ist bin die, die die Dinge auf den Punkt bringt. Die unbequeme Wahrheiten ausspricht. Die Tabu-Themen auf den Tisch bringt. Die Informationen weitergibt. Die erklärt, durchdringt, greifbar macht. Ich bin die mit dem Megaphon in der Hand. Die auf der Bühne. Die, die schreibt. Die Videos macht. Die erzählt und redet, alles durchdringt.

Meine Kernkompetenz wird immer klarer. Gleichzeitig fällt damit ganz viel weg, was nicht mein Business ist, wie man im Englischen so schön sagt. It's not my business. Das ist nicht meine Angelegenheit.

Da liege ich und sage so zum Leben: "Ich kann mich nicht um Geld kümmern, ich hab Wichtigeres zu tun." Das Leben grinst süffisant, zieht eine Augenbraue hoch und sagt: "Ach, hast du das auch schon begriffen?" Zack! Auf die Zwölf. Ich mag ja den Humor vom Universum. ;)

Es ist tatsächlich nicht unsere Aufgabe uns um Geld zu kümmern. Wir sollen unseren Auftrag erfüllen, das machen, auf was es wirklich ankommt, was das Leben von uns will. Das Leben will das wir wirken. Dass wir wir selbst sind. Das Leben will sich durch uns erfahren. Es braucht uns dazu, unsere ganze Kapazität. Das Leben will nicht, dass wir krampfhaft versuchen, Geld zu verdienen und unseren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Das Leben stellt uns das Setting schon zur Verfügung, wenn wir nur endlich aufhören, zu glauben, dass wir das machen müssten. Das Leben braucht uns in unserer vollen Kraft und nicht erschöpft und ausgelaugt, vom Überlebenskampf.

Wir bekommen alles zur Verfügung gestellt, damit wir unser Business erledigen können, uns um das kümmern können, was wirklich wirklich unsere Angelegenheit ist.

Also Frage an dich: Wenn die Beschaffung von Geld nicht deine Angelegenheit ist, wenn du darauf bauen kannst, dass das Leben alles für dich besorgt, was du brauchst für deine Ideen, Projekte, dein "Überleben", was würdest du den lieben langen Tag tun? Wie würde dein Leben dann aussehen?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche






Mittwoch, 4. September 2019

Das Unmögliche ist möglich

Im Moment finden enorme Ablöseprozesse statt. Gefühlt geht es um die Illusion der Unfreiheit, das Erleben in irgendeiner Form eingesperrt zu sein, nicht so zu können wie man wohl möchte, ausgeliefert sein, Ohnmacht. Irgendetwas oder irgendwer scheint uns zu hindern. Besser gesagt gehindert zu haben.

Da mögen Menschen und Umstände in unserem Leben sein, die uns immer wieder erleben ließen, dass wir eingeschränkt sind, dass wir nicht komplett wir selbst sein können, dass da einfach Grenzen sind.

Dieses Erleben ist eine Illusion, die wir gewählt haben. Wir wollten diese Erfahrung haben, machen, fühlen, mit jeder Zelle erleben, wie das ist, unfrei zu sein.

Nun können wir eine neue Wahl treffen. Nie - so zumindest fühlt es sich an - konnten wir uns so kraft- und wirkungsvoll für Freiheit entscheiden, für FreiSEIN. Alles, was uns vorgegaugelt hat, dass wir nicht frei sind, kann jetzt erlöst und abgewählt werden. Ganz leicht. Also verhältnismäßig leicht, verglichen mit den letzten Jahrhunderten der erlebten Knechtschaft. ;)

Was wäre, wenn wir mal den Blickwinkel ändern und die Menschen und Umstände als das sehen, was sie sind - Statisten und Requisiten in unserer eigenen Inszenierung, in unserem eigens für uns gespielten Stück? Was wäre, wenn wir in Erwägung ziehen, dass unsere bloße Entscheidung, nun eine andere Erfahrung machen zu wollen, die Erfahrung der Freiheit, dazu führen würde, dass sich alle Beteiligten auf einmal anders verhalten und diesem "Wunsch" nachkommen? Der Regisseur gibt einfach eine neue Anweisung.

Was wäre, wenn wir in Erwägung ziehen, dass Menschen und Umstände, die jahrelang, jahrzehntelang immer gleich waren, plötzlich anders sein können? Was wäre, wenn wir alles mit Augen betrachten, die das ganze Szenario noch nie gesehen haben? Wenn wir neu Maß nehmen? Menschen ansehen und nicht davon ausgehen, dass wir sie kennen und dass wir ja sowieso wissen, wie sie reagieren, handeln, denken? Was wäre, wenn wir mit all diesen Menschen und Umständen plötzlich ganz neue Erfahrungen machen könnten, ein neues Stück gespielt wird?

Was wäre, wenn wir dem Leben zutrauen, dass es unserer neuen Regieanweisung nachkommt und uns ab jetzt Freiheit erfahren lässt, mehr und mehr? Was wäre, wenn wir das einfach nur in Erwägung ziehen müssten? Wir müssen es nicht gleich glauben, aber es könnte sein, dass... Was wäre, wenn wir den Wundern, dem scheinbar Unmöglichen einfach mal einen Spalt breit die Tür aufmachen würden?

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 2. September 2019

Der Schmerz darf mit am Tisch sitzen

Meine Freundin, Soulsister und Weggefährtin Maja haut ja regelmäßig voll die Knaller raus. Das war der Knaller von heute Morgen zum Thema "alles ist richtig".

Der Schmerz saß am Wochenende mit uns am Tisch. Er war einfach da. Wir saßen zusammen und er durfte dabei sein.

Er hat auch gar nicht gestört. Wir wollten ihn nicht loswerden, wir wollten ihn nicht verheimlichen. Wir sind nicht in Mitleid verfallen. Er war da und hat sogar mit uns gelacht. Wir durften ganz sein. Komplett mit allem. Eine wunderbare Erfahrung.

Danke Maja!   

Und gerade kam noch eine Erkenntnis zu mir: Ich glaube, wir dürfen uns mit genau all dem zeigen. Wir dürfen nicht nur zu Hause hinter verschlossener Tür "krank sein". Krankheiten sind keine Krankheiten. Krankheiten sind einfach natürliche Reaktionen unseres Körpers, der genau weiß, was gerade gut für uns ist. Sie müssen nicht weggemacht oder verheimlicht werden. Wir dürfen damit sichtbar werden, um dieses "Heile-Welt-Ding" und "nur gesund ist richtig", dieses Leistungsding endlich abzulegen. Wir sind nicht falsch, wenn wir krank sind. Wir sind sogar ziemlich richtig damit.

Fotos Canva
Text: Maja Siebel
Gestaltung: Anja Reiche

Alles ist pure Liebe

Alles, was gerade in deinem Leben ist, ist pure Liebe, universelle, göttliche Liebe. Die Liebe des Lebens für dich.

Das Leben liebt dich so sehr, dass es unbedingt möchte, dass du dich erkennst.

Jede Herausforderung, jede Krankheit, jeder Konflikt kann, wenn er genutzt wird, dazu führen, sich selbst zu erkennen. Für nichts anderes sind sie gut. Sie sind der Spiegel, den uns das Leben hinhält. Die Frage ist immer, was sollen wir darin erkennen? Wozu wird uns das gezeigt, was da gerade da ist? Wofür dient dieser Ausdruck des Lebens gerade? Wie kann ich dadurch mich selbst erkennen? Mir wieder ein Stück näher kommen? Wieder ein Stück mehr in meine Urschwingung, in meinen Urzustand kommen? Wieder ein wenig mehr der werden, als der ich gedacht bin? Wo ist das Geschenk darin? Die Gaben des Lebens?

Dieses Leben liebt uns so unendlich. Niemals würde es uns aufs Geratewohl Leid zufügen.

Ich fühle mich so getragen und geführt, so angebunden und versorgt, auch wenn manche Dinge unangenehm sind. Ich merke, dass ich ganz weich bin, dass ich alles zulassen kann, sein lassen. Ich habe aufgehört zu urteilen. Über die Umstände, über die Zustände. Es ist, was es ist. Es ist da. Es dient meinem höchsten Wohl, in welcher Form auch immer.

Da ist tiefe Ruhe und Frieden mit allem. Mit den Symptomen, den ein oder anderen Fragezeichen, mit den Dingen, die ich noch nicht durchdrungen habe, mit Unwissen. Es darf alles da sein. ALLES! Und gleichzeitig, mit all dem, lebe ich ein erfülltes, freudvolles Leben.

Ja, ich hatte die letzten beiden Tage immer mal wieder Bauchschmerzen und auch wirklich keine schönen. Koliken sind nicht so der Knaller. Und gleichzeitig macht es keinen Unterschied. Ich hatte eine großartige Zeit. Ich liebe mein Leben.

Ja, da ist diese Unwägbarkeit, die ich früher so gehasst habe. Ich weiß nie, ob und wann sie wiederkommen, diese Bauchschmerzen. Das ist etwas, was ich nicht steuern kann. Und es ist auch gleichgültig. Ja, ich plane Veranstaltungen. Ja, auch da könnte das passieren. Es könnte eine Veranstaltung abgebrochen werden müssen, weil ich plötzlich und unerwartet Bauchschmerzen bekomme. Das könnte passieren. Und es wäre in Ordnung. Ich will es nicht vermeiden. Es wäre dann wohl für alle genau die richtige Erfahrung.

Gerade muss ich echt weinen. Ich glaube, es ist so wichtig, dass ich das erlebe, erlebt habe und euch davon erzähle. Das macht weich. Das macht weit. Es ist eine radikale Erlaubnis von allem.

Ich nehme alles, wie es ist und feier dieses Leben. Ich muss nicht warten, bis alles perfekt ist, bis ich gesund bin, bis dies oder jenes endlich eingetreten ist. Das muss niemand von euch. Genau jetzt, mit allem, was da ist oder eben noch nicht da ist, kann und will dieses Leben gefeiert und geliebt werden. Da ist nichts falsch. Es IST einfach und mit all dem kann ich genau jetzt glücklich sein, im Frieden.

All das ist Ausdruck der Liebe des Lebens uns gegenüber. Es dient uns, uns zu erkennen. Es dient uns, in die Freiheit zu kommen, die unsere wahre Natur ist.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 1. September 2019

Es ist immer alles richtig

Die letzten Tage waren herausfordernd. Körperlich ist gerade richtig was los. Symptome, die ich schon lange abgelegt wähnte, sind plötzlich wieder am Start. Wie Gewitter entlädt sich so viel. Was wir auf Bewusstseinsebene über so lange Zeit herausgelöst haben, fliegt jetzt gefühlt explosionsartig aus den Körpern, aus den Zellen, aus der Materie. Der Körper zieht nach.

Da kann es sein, dass das scheinbar Überholte nochmal Aufmerksamkeit braucht, noch mal angenommen werden will, aufrichtig anerkannt und dann entlassen werden will.

Für mich geht es gerade extrem darum, mich mit all dem sein zu lassen, nicht zu werten oder gar in Panik zu verfallen. Es ist wie es ist. Es darf so sein. Ich darf damit sein. Ich bin damit richtig. Es gibt nichts zu verändern.

Radikale Selbstannahme. Absolute Hingabe. Hineinsinken in all das. Die Wellen über mir zusammenbrechen lassen.

Ich tauche wieder auf. Bin ich immer. Werde ich wieder. Geläuterter. Freier. Größer. Gesünder. Heiler.

Das Leben macht keine Fehler. Ich mache keine Fehler. Nie.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche