Freitag, 13. September 2019

Begegnungsabend in Franken

Es braucht diesen leeren Raum, diese Stille, diese Pause zwischen Ausatmen und Einatmen, dieses Nichts, dieses Innehalten, dieses Vakuum, in dem das entstehen kann und darf, was wirklich gerade entstehen will.

Vielen macht diese Leere Angst, mutet sie doch wie Stillstand an und dabei soll doch was geschehen. Dabei soll doch was in die Welt. Da scheint es so absurd, erst einmal in die Stille zu gehen, die Füße, die Hände und vor allem den Verstand still zu halten und nach innen zu lauschen, wo da doch dieser Tatendrang ist.

Das Leben allerdings braucht die Möglichkeit, sich entfalten zu können. Es braucht Platz. Eine leere Leinwand. Einen leeren Raum. Wenn wir unseren Alltag zupflastern mit Aktivitäten und stetig beschäftigt sind, hat die zarte Stimme unserer Seele kaum eine Chance gehört zu werden. Zwischen Terminen und To-Do-Listen geht sie unter. Wenn ständig unser Verstand entscheidet, was jetzt richtig ist, dann zieht sich die Schöpfung zurück und wartet leise auf den Moment, in dem wir ihr wieder Aufmerksamkeit UND - richtig - Raum geben.

Wir haben in den letzten Jahren ausgemistet und viele Vorstellungen von dem losgelassen, was wir zu sein glaubten. Viele Dinge, die so lange richtig waren, passen nicht mehr, was allerdings stattdessen passt, steht noch in den Sternen. Viele befinden sich gerade in dieser Pause zwischen Ausatmen (das losgelassen haben, was nicht mehr passt) und Einatmen (das ins Leben holen, was dahin gehört). Ein Zustand von Unwissen, der wahrscheinlich mehr Fragezeichen als Ausrufezeichen beinhaltet. Ein Zustand, den viele nicht mögen. Ein Zustand, der so heilig ist, wenn man ihn zu nutzen weiß. Ein Zustand, in dem Wunder und Magie möglich sind. Ein Zustand, in dem wir wirklich spüren können, wer wir eigentlich sind.

Das alles ist gerade im Feld. Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Wen wundert es also, dass mir gestern morgen in den Sinn kam, dass ich dringend in meine alte Heimat Bayern muss. Wen wundert es, dass ich dann sofort an Kati Wehrfritz gedacht habe und wusste, sie ist meine erste Ansprechpartnerin. Wen wundert es, dass sie in den letzten Wochen renoviert hat und nun unter anderem ein Raum entstanden ist, in dem lediglich ein grooooßer Tisch und viiiieeele Stühle stehen, ein Raum, der auf seine Bestimmung wartet. Wen wundert es, dass Kati noch vorgestern in diesem Raum stand und sich fragte, warum sie ihn wohl erschaffen hat. Wen wundert es, dass ich von all dem nichts wusste und sie gefragt habe, was sie davon hält, dass ich mal wieder einen Begegnungsabend in Frrranken mache. Wen wundert es, dass sie sofort Gänsehaut hatte und mir den "leeren" Raum für einen Begegnungsabend mit genau dieser Thematik zur Verfügung stellt?

"Sei, wer du wirklich bist! - "Aber wer bin ich denn eigentlich?"

Lasst uns zusammenkommen und schauen, hinspüren, uns in die Leere springen. Lasst uns forschen und neugierig sein, lasst uns herausfinden, was in diesem leeren Raum geschehen und entstehen will. Lasst uns schauen, was dieses Leben eigentlich wirklich von uns will.

Am Mittwoch, den 18.09.2019 von 19 bis 22 Uhr in Jöslein 19, 95512 Neudrossenfeld. Wer dabei sein will, schreibt mir einfach eine Email: mail@anja-reiche.de
Eintritt 50 EUR. Barzahlung vor Ort.

Ich freu mich total auf euch und meine alte Heimat.
Danke Kati! Für dich! Deinen Raum! Deine Spontanität!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

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