Mittwoch, 17. April 2019

Leuchte mit uns!

Menschen, die leuchten, haben auf mich eine magische Anziehungskraft. Wenn ich sehe, dass jemand nur so strahlt, so richtig von innen heraus, dann brauch ich mit demjenigen kein einziges Wort reden, ich mag ihn einfach. Ich hab ihn gerne um mich. Ich muss grinsen und alles in mir tanzt und feiert und jubiliert, einfach nur, weil der andere so eine geile Ausstrahlung hat. So geht es mir eigentlich immer, wenn ich Mischa Miltenberger sehe. Da kann ich nicht nicht grinsen. Und selbst wenn ich vor dem Gespräch noch so müde und erschöpft war, es dauert keine fünf Minuten und in mir britzelt es. Da werden Lebensgeister geweckt. Immer wieder. 

Seine Freude, seine Energie färbt voll auf mich ab und macht was mit mir. Da kommt was in mir zum Schwingen. Mein System geht voll in Resonanz und alles in mir signalisiert ERINNERN. Ich erinner mich an meine wahre Essenz, an meine eigentliche Schwingung. Da dockt was an. So fühlt sich Leben wirklich an. Freude ist unsere Urschwingung.

Als ich heute Nacht (ich konnte mal wieder nicht so richtig schlafen) dieses Bild hier kreiert habe, rumgespielt und getüftelt habe, musste ich eins ums andere Mal einfach nur grinsen.
Ich meine schaut euch mal dieses Leuchten von uns beiden an! Kann man da ernsthaft noch schlechte Laune haben oder sich Sorgen machen, wenn man diese zwei Paar Scheinwerfer sieht? Da sind aber alle Lampen an.

Und jetzt frage ich euch: Habt ihr Bock? Habt ihr Bock mit uns zu leuchten? Habt ihr Bock euch von uns anstecken zu lassen? Diese Energie noch zu potenzieren und um ein Vielfaches zu steigern? Habt ihr Lust auf einen Energiebooster der Extraklasse?

Wir haben für unser Retreat "Herz trifft Mut" noch genau drei Plätze frei. In einem Monat findet es statt (18.-19. Mai) in der wunderschönen Lüneburger Heide, irgendwo im Nirgendwo in einem magischen Seminarhaus mit ganz zauberhaften "Herbergseltern". Ein Gesamtgefüge, das die Explosion in die eigene Größe schon fast unumgänglich macht.

Mischa und ich wollen unser Strahlen teilen. Wir wollen euch anstecken mit unserer Lebensfreude, mit unserem Licht, mit unserer Leichtigkeit, mit unserer Radikalität, mit unserer Entschlossenheit, dieses Leben zu rocken und zu einem einzigen Fest zu machen.

Bist du dabei? Schaffen wir es wieder ein fettes, freudiges AUSGEBUCHT auf unsere Ausschreibungsseite zu zimmern? Ich fände es grenzgenial und ich weiß auch, dass genau das passieren wird. Mal sehen, wer unsere Hammertruppe, die jetzt schon angemeldet ist, noch komplettiert. Wer will wohl mit uns leuchten?

(Nähere Infos und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es hier!)


Dienstag, 16. April 2019

Bleib dran!

Heute vor 4 Jahren hab ich angefangen zu bloggen, meine Geschichte zu erzählen, über meinen Weg zu schreiben, hab mich mit meiner Wahrheit sichtbar gemacht. Die Seite eingerichtet hatte ich schon länger, geschrieben bis zu dem Tag noch nichts.

Was hatte ich für Zweifel, ob das, was ich zu sagen habe, überhaupt jemanden interessiert. Ich hatte Angst, was meine Familie denkt, was die Freunde denken, die ehemaligen Kollegen. Ich hatte Angst vor Anfeindungen, vor Shitstorm, davor ausgelacht zu werden. Ich hatte Angst, meine größten Träume zu äußern, meine Visionen, ohne, dass ich schon groß "Erfolge" vorzuweisen hatte. Was, wenn ich mich doch täuschen würde und voll zum Horst mache?

Das Bedürfnis zu schreiben, mich zu zeigen, andere mit meiner Geschichte zu inspirieren, war aber größer als all die Ängste. Ich konnte gar nicht anders, als diesem Brennen in mir zu folgen. Wo mich das letztlich hinführen würde, konnte ich nicht wissen. Alles, was zählte, war, dass ich endlich diesem Drang nachgab, dass ich es endlich tat.

Und so habe ich am 16.04.2015 meinen ersten Artikel geschrieben, bin eingetaucht in eine neue Welt.
Vier Jahre später blicke ich auf mein heutiges Leben, blicke wieder zurück zum Startschuss meines Blogs, blicke wieder ins Jetzt und mir verschlägt es schier den Atem.

Ich habe mir ein Online-Business aufgebaut, ohne dass ich das je wollte. Der Blog hat nach wie vor nur vier Follower, dafür hab ich auf Facebook ein Netzwerk, das einfach nur fantastisch ist. Mein Schreiben hat sich verlagert. Der Blog ist mehr eine Sammelstelle meiner Werke als wirklich etwas Lebendiges. Lebendig ist es auf meiner Facebook-Seite. Lebendig ist es aber vor allem in mir.

Ich bin mittlerweile nicht nur Blogautorin, sondern auch Buchautorin, Seminarleiterin, Speakerin, Coach, Heilerin der Herzen und vor allem - und das ist das Allerwichtigste - durch und durch, mit jeder Zelle ich. Ich bin komplett in jedem Moment einfach ich.

Mein Leben explodiert auf eine Weise, die ich mir immer gewünscht habe. Damals, als ich die ersten Worte getippt und veröffentlicht habe, hab ich davon nur geträumt. Es waren gefühlt kühne Träume und niemand konnte mir versichern, dass das alles mal was wird. Es nun zu erleben, dass es was geworden ist - nämlich richtig geil - ist ein unbeschreibliches Gefühl. So schön, befriedigend, erfüllend, warm, tief, lebendig.

Genau heute will ich dir deswegen sagen: Bleib dran! Bleib dran und behalte deine Sehnsucht im Fokus. Mach es nicht mehr unter deiner Würde. Mach es nicht mehr ohne Lebendigkeit. Sei es dir wert! Dieser Moment, wenn das Leben dann nämlich wirklich abhebt, ist wahrlich jede Mühe wert. Bleib dran und lass dir vom Leben zeigen, wie geil es sein kann.

Tu dir selbst diesen großen Gefallen und hör niemals auf, an dich zu glauben.

Montag, 15. April 2019

Wir brauchen keine Sicherheit

Ich muss das Thema Sicherheit nochmal aufgreifen. Es drängt mich. So oft höre ich: "Ich würde ja gerne, aber..." und dann kommen Argumente wie die Verantwortung für die Kinder, das Geld, das gebraucht wird und das nun mal von dir kommen muss, weil du Alleinverdiener bist, die Verantwortung für die kranke Oma, die pflegebedürftige Mutter. Geld, Sicherheit, Sicherheit, Geld, Verantwortung.

Egal, was ins Feld geführt wird, die Aussage ist die gleiche: "Es geht nicht. Ich kann mein Leben nicht verändern. Ich kann es mir nicht leichter machen. Ich kann nicht machen, was ich eigentlich wirklich will."

Das Geld, die Sicherheit, die wir damit verbinden, unser Pflichtbewusstsein gegenüber anderen, das erfüllt werden will, das alles "brauchen" wir nicht wirklich. Es sind die Gefühle, die wir nicht wollen, wenn wir das Geld nicht mehr haben, wenn wir die Sicherheit nicht mehr haben, wenn wir nicht mehr unsere vermeintliche "Pflicht" erfüllen und für andere Sicherheit bieten.

Wir wollen die Ungewissheit nicht, die damit verbunden ist. Wir wollen die Anteile in uns nicht, die wir damit leben würden. Wir wollen nicht unzuverlässig sein, wir wollen andere nicht im Stich lassen, wir wollen nicht schwach sein, wir wollen nicht versagen, nicht klein beigeben, wir wollen kein Schmarotzer sein, wir wollen kein Egoist sein, wir wollen nicht arm sein, wir wollen keine schlechte Mutter sein, keine schlechte Tochter, wir wollen nicht undankbar sein, nicht unlogisch, nicht faul, nicht unklar, nicht leichtsinnig, wir wollen nicht derjenige sein, der andere enttäuscht, wir wollen nicht aus der Reihe tanzen, wir wollen nicht auffallen, wir wollen nicht, dass über uns geredet wird, wir wollen keinen Liebesentzug erfahren, wir wollen keinen Konflikt mit unseren Mitmenschen, wir wollen nicht unbequem sein, kein Quertreiber, wir wollen nicht anecken, niemandem auf den Schlips treten, wir wollen nicht, dass wir nicht wissen, wie es weitergeht, wir wollen es uns nicht zu leicht machen, wir wollen nicht um Hilfe bitten, wir wollen nicht zugeben, dass wir es nicht alleine schaffen, dass wir nicht mehr können, wir wollen im Gegenzug selbst nicht enttäuscht werden.

Wir wollen nicht, wir wollen nicht, wir wollen nicht und aus dieser Vermeidungsstrategie heraus sagen wir, dass wir Sicherheit brauchen. Das ist nicht die Wahrheit.

Wir wollen ganz oft nicht einsehen, dass wir Verantwortung tragen, die gar nicht die unsere ist. Wir wollen nicht glauben, dass es irgendwo auf dieser großen Welt mindestens einen Menschen gibt, der in einer ganz ähnlichen Lebenssituation ist wie wir, der schon mal gekonnt hat, was wir nicht zu können glauben. Irgendwo da draußen ist einer, der hat genau das schon gemacht, was du so gerne würdest, aber angeblich nicht kannst.

Du kannst. Immer. Ende der Geschichte. Du kannst, du bist nur nicht bereit die Konsequenzen zu erfahren. Und dann ist die Frage nicht, ob du kannst, sondern ob du wirklich willst, ob du wirklich bereit bist für alles, was deine Entscheidung bedeutet und nach sich zieht. Ob du bereit bist, ALLES zu fühlen, was dann gefühlt werden will.

Die Schnappatmung, die Unsicherheit, die Ohnmacht, die Minderwertigkeit, die Schuld, die Scham, die Kleinheit, die Verzweiflung, die Ablehnung, die Andersartigkeit, den Liebesentzug, die Angriffe, die Verurteilungen (die eigene und die der anderen), die Schwäche, die Ungewissheit, die Unklarheit, die Abhängigkeit, die Bedürftigkeit, den Schmerz.

Seinen Weg zu gehen ist wahrlich nicht immer Zuckerschlecken, so oft kommt Gegenwind, so oft muss man für sich einstehen und ein klares NEIN an andere senden, so oft erfüllt man nicht mehr die Ansprüche der anderen, so oft wird es unangenehm. Keine Frage. Aber sag nicht, du kannst nicht. Frag dich lieber, was du nicht fühlen willst, was du nicht sein willst, was du vermeiden willst, dann bist du ehrlich zu dir.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 12. April 2019

Sicherheit oder Lebendigkeit?


Dein Job macht dich nicht mehr zufrieden. Er ist ok. Mehr aber auch nicht. Zwar nicht wirklich schlimm, aber auch nicht wirklich deine höchste Freude. Er ist komfortabel. Du bekommst jeden Monat dein Geld, kannst dir gewissen Luxus leisten, was du dafür tun musst, ist schon ganz in Ordnung. Aber erfüllend ist das alles nicht. Dir fehlt die Leidenschaft. Dir fehlt der Sinn. Dir fehlt das Leuchten in den Augen. Die Energie. Die Begeisterung. Die Befriedigung. Da ist eine ungestillte Sehnsucht in dir. Du fragst dich, ob das so wirklich alles gewesen sein soll in diesem Leben. Etwas in dir sagt dir ganz klar, dass da mehr sein muss.

Aber was willst du stattdessen? Was könnte dir mehr Freude bereiten? Wo könntest du besser aufgehoben sein? Was könnte dir mehr liegen? Wo würdest du lieber arbeiten wollen? Wie würdest du deine Tage besser, sinnvoller, erfüllender verbringen können? Was könnte das Leben noch für dich in der Tasche haben?

Auf all diese Fragen hast du keine Antworten. Nicht eine. Vielleicht eine Ahnung, aber nichts Konkretes. Da gibt es noch keinen Plan B. Kein Ziel, das du stattdessen anstreben könntest. Solange du diesen Plan B nicht hast, kannst du auch nicht kündigen, glaubst du. Du brauchst ja das Geld. Du brauchst die Sicherheit. Du musst erst wissen, wo es stattdessen hingehen soll, bevor du die eine Tür hinter dir zumachst. So ist es doch, oder?

Also sitzt du in der Zwickmühle, treibst dahin im drögen Alltagssumpf, der dein Herz so gar nicht höher schlagen lässt. Mal kannst du es gut haben, dass dein Leben so dahinplätschert, dann wieder macht es dich schier wahnsinnig, dass du keine Alternative hast, dass du nicht weißt, wo es für dich langgehen sollen. Du verkümmerst. Du verwelkst langsam aber sicher. Du wirst immer unruhiger. Du beginnst dir Stress zu machen. Du versuchst diesen Plan B mit aller Gewalt zu erzwingen, entwirfst vielleicht einen Businessplan, gehst ganz logisch und sachlich vor und brichst dir dabei fast einen ab. Mit Freude und Leichtigkeit hat das auch nichts zu tun.

Was wäre, wenn das Ziel nicht dieser Plan B wäre? Was wäre, wenn du keine Sicherheit brauchst, sondern einfach nur mehr Leben, mehr fühlen, mehr erLeben, mehr Erfahrungen machen? Was wäre, wenn du dem falschen Ziel hinterherjagst? Könnte es sein, dass dein Navi falsch programmiert ist?
Was wäre, wenn das Ziel nicht "Sicherheit" hieße, sondern ganz einfach "Lebendigkeit"? Was macht diese Vorstellung mit dir? Sei ganz ehrlich zu dir selbst. Lass dein Herz diese Frage beantworten. Brauchst du wirklich Sicherheit oder doch eher Lebendigkeit?

Wenn Lebendigkeit das neue Ziel wäre in deinem Navi, die neue Ausrichtung, was kämen dir da plötzlich für Ideen? Würdest du dann immer noch einen Businessplan erstellen wollen? Fühlt sich das lebendig an? Oder würdest du dann eher wieder deiner Freude folgen, neugierig Dinge ausprobieren, spielerisch, leicht, kindlich? Auch mal was riskieren, unlogisch sein, verrückt, leichtsinnig, mutig?
Ich glaube, wenn du einfach immer dahin gehst, wo du dich lebendig fühlst, dann kannst du deinen Weg gar nicht verfehlen, dann kannst du dich gar nicht verfehlen. Wenn du dich zwischen Dingen entscheiden musst, und damit meine ich schon die kleinsten Kleinigkeiten, und die Frage ist, was gibt mir Leben, wo fühle ich mich lebendig, dann kannst du ganz schnell eine Wahl treffen, dann weißt du ganz schnell wo du richtig bist. Nimmt es mir Leben oder gibt es mir Leben?

Wenn das alles ist, worauf es in jedem Moment zu achten gilt, wenn das der einzige Wegweiser ist, dem es zu folgen gilt, dann ist das Leben plötzlich wieder leicht. Dann brauchen wir nicht lange überlegen. Und dann könnte es tatsächlich passieren, dass wir mit all dem Spaß plötzlich ein Business haben, das wir so gar nicht geplant hatten. Ganz ausversehen und vor lauter Leben ist es uns noch nicht mal aufgefallen.


Und was ist jetzt mit dem sicheren Job, fragst du dich? Da frag ich dich: "Willst du Sicherheit oder Lebendigkeit?"

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 9. April 2019

Nur weil es mit gut geht, heißt das noch lange nicht, dass es anderen dafür schlecht gehen muss

So manche Bemerkungen und Kommentare auf meine Beiträge (bei Facebook) haben mich in letzter Zeit nicht kalt gelassen. Was mich doch sehr verwundert hat. Kommentare, die in die Richtung gingen: "Ja, du konntest deinen Weg ja nur gehen, weil dein Partner arbeiten ging." Oder "Wenn das jeder machen würde und würde sich nur um sich kümmern, dann würde ja das System zusammenbrechen. Es braucht halt auch die Vernünftigen, die eben nicht so egoistisch sind und sich nur um sich kümmern, die die Zähne zusammenbeißen und fürs Allgemeinwohl sorgen."
Normalerweise stehe ich voll über solchen Sprüchen. Mein Weltbild ist ein anderes und ich habe da eine komplett andere Einstellung. Gleichzeitig durfte ich feststellen, dass da eine Wut hochkam. Etwas hat mich total genervt und ich konnte es nicht richtig greifen. Also bin ich tauchen gegangen. Tiefseelentauchen bei mir selbst. Wie so oft.

Was ich dann gefunden habe, war so unterschwellig, so subtil, so schwer zu erkennen und gleichzeitig so simpel und logisch, dass ich es unbedingt erzählen will. Ich glaube nämlich, dass ganz viele ähnliche Altlasten haben.

Ich habe Schuldgefühle gefunden - uralt, mit der Muttermilch eingesogen. Schuldgefühle, die so überflüssig sind und die mich echt wütend gemacht haben. Es waren nämlich Schuldgefühle, die mir eingeredet wurden von Kindesbeinen an. Manchmal tatsächlich ausgesprochen, immer aber zumindest unterschwellig vorhanden.

Meine Eltern haben sich für ihre Kinder krumm gemacht. Wir sollten es mal besser haben als sie. Sie haben sich alles vom Mund abgespart, damit wir gut versorgt sind. Sie haben geackert und geschuftet, waren eigentlich nie wirklich "da", immer im Tun, immer beschäftigt, hatten keine Zeit für Zwischenmenschliches, Nähe, Zuhören. Arbeiten war angesagt und das alles nur "für die Kinder". Das heißt die Botschaft, die da mitschwang war: Damit du es gut haben kannst, müssen wir leiden.

Da wurde eine Schuld zugewiesen. Latent. Da schwang was mit. Kinder haben Augen im Kopf und ganz viel Feingefühl. Klar, es war sooo gut gemeint und dennoch ist es für die Kinder eine Last, die sie nie wollten. Ich wollte nicht, dass meine Eltern für mich leiden. Ich wollte nicht, dass sie sich krumm machen, verbiegen, sich verbieten, Freude zu haben, es leicht zu haben, nur weil sie uns materiell versorgen wollten. So viel mehr hätten wir Kinder davon gehabt, wenn die Eltern gut für sich gesorgt hätten und nicht nur gut für uns. Was für ein Vorbild! 🙈

Kein Kind, kein Mensch will es wirklich, dass es anderen schlecht geht, damit es ihm gut gehen kann. Und diese Schuld ist in so vielen von uns gespeichert. Wie viele haben den Satz gehört: "Dir soll es mal besser gehen." Eigentlich wollten uns die Eltern das Leben erleichtern. Tatsächlich haben sie uns eine Last mitgegeben. Dieses grundsätzlich schlechte Gewissen. Diese Grundannahme, dass es automatisch anderen schlecht gehen muss, wenn es einem selbst gut geht. Manche erlauben sich daher schon gar nicht, dass es ihnen gut gehen darf, weil es dann auch keinem anderen schlecht gehen muss.

Deswegen haben mich diese Kommentare so getriggert. Da wurde meine alte Schuld angetickt. Nur weil ich es mir so gut gehen lasse, leiden andere für mich. Mir könnte es nicht so gut gehen, wenn andere nicht in den sauren Apfel beißen würden.

Was für ein Blödsinn und ich bin wirklich froh, dass ich diesem Blödsinn auf den Grund gegangen bin. Nun kann ich meinem kleinen inneren Mädchen endlich sagen, dass das eine ganz große Lüge ist und dass es ihr gut gehen darf, dass andere eben nicht dafür oder deswegen leiden müssen.

Wir sind nicht schuld, wenn andere sich für das Aufopfern entscheiden. Mit dieser Entscheidung haben wir nichts zu tun. Das ist das eine. Das andere ist, dass Hilfe annehmen, nicht automatisch bedeutet, dass diese Hilfe dem Helfenden weh tut. Es gibt auch positive Unterstützung aus der Liebe heraus. Die dürfen wir gerne annehmen.

Uns kann es allen gut gehen. Allen auf einmal. Niemand hat aus der Leichtigkeit und Freude des anderen einen Nachteil. Ganz im Gegenteil sogar. Aus der Leichtigkeit und Freude jedes einzelnen hat die Welt ganz viel. Wenn jeder gut für sich sorgt, sind alle gut versorgt.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 6. April 2019

Das "Luxusproblem" Selbstfindung

Wo kämen wir denn hin, wenn plötzlich nur noch jeder machen würde, was ihm gefällt?

Ich weiß nicht, wie oft mir diese Frage im Laufe meines Lebens und vor allem im Laufe meiner "Selbstfindung und Selbstverwirklichung" über den Weg gelaufen ist.

Wieso kommen so viele so schnell zu dem Schluss, dass dann alles zusammenbrechen würde? Wieso gehen wir davon aus, dass dann nur noch Sodom und Gomorra herrschen würde, dass plötzlich alle Firmen leer wären, niemand mehr zur Arbeit ginge, das komplette System zusammenbrechen würde? Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen.

Man muss sich mal überlegen, was hinter all diesen Horrorszenarien für eine Grundüberzeugung liegt: Alles, was getan werden "muss", damit wir einkaufen können, damit der Müll beseitigt wird, damit öffentliche Toiletten sauber sind, tun Menschen ungerne. Wir nehmen an, dass dann ganz vieles liegen bleiben würde, weil das keiner mehr machen will. Wir gehen davon aus, dass man Menschen dazu zwingen muss, sowas zu tun. Und wenn es nicht wenigstens ein paar "Vernünftige" geben würde, die die Zähne zusammenbeißen und eben nicht so egoistisch sind, nur an sich zu denken, dann sähen wir alt aus, dann gäbe es den großen Crash.

Ich bin immer wieder erstaunt über solche Ansichten. Wieso glauben wir so sehr, dass man "vernünftig" sein muss, dass Freude zu nichts als Ärger führt, dass Menschen es "ausnutzen" würden, wenn man sie "frei" lassen würde? Und das dickste Ding ist, die die solche Befürchtungen äußern, sind selbstverständlich die "Vernünftigen", die das nur von den anderen befürchten. Sie selbst würden ja ihren Beitrag selbstverständlich leisten, aber die anderen... Da kann man sich halt nicht drauf verlassen. Da muss schon Zucht und Ordnung herrschen. Für die anderen muss es Regeln geben. So krass, das immer wieder zu beobachten.

Jeder will hier seinen Beitrag leisten, aber so wie es ihm liegt und nicht so wie er muss. Niemand will hier eigentlich zu etwas gezwungen werden, was er nicht tun will. Jeder will im Prinzip die Freiheit haben, dass zu tun, was er liebt. Warum sollte das in den Ruin führen? Warum kann es nicht sein, dass sich das Universum etwas dabei gedacht hat, uns so unterschiedlich zu machen und sich das alles von alleine sortieren und regeln würde, weil hier jeder seinen Platz hat. Weil hier jeder gebraucht wird und zwar so, wie er gedacht ist und nicht so, wie andere meinen, dass er zu sein hat.

In der Natur braucht es auch keinen Chef, der sagt, welcher Vogel welches Lied zu pfeifen hat. Niemand sagt dem Gras, dass es jetzt zu wachsen hat. Das passiert alles von alleine, aus einer höheren Intelligenz heraus. Jeder von uns hat komplett unterschiedliche Neigungen, Gaben, Talente, Vorlieben. Nicht alle, werden dann plötzlich Coach oder liegen den lieben langen Tag in der Hängematte. Wir sind so bunt, jeder tut was anderes gerne, dass sich das ganz automatisch neu sortieren würde. Es würden nur noch die Brot backen, die es lieben Brot zu backen. Es würden nur noch die im Büro arbeiten, die es absolut lieben, diese Arbeit zu machen.

Viele trauen der Gattung Mensch (sich selbst immer ausgenommen) diese höhere Intelligenz nicht zu. Viele trauen der Natur, von der wir nun mal Teil sind, nicht zu, dass sie sich selbst regelt.

Ich sag euch was: Ich traue jedem Menschen das Beste zu. Ich traue jedem zu, dass er sein höchsten Potential entfalten würde, wenn man nur an ihn glaubt und ihn lassen würde. Jeder würde aus meiner Sicht seinen Teil beitragen, wenn die Herzen geheilt wären, die inneren Kinder gesättigt, wenn wir uns gegenseitig beflügeln würden statt beschneiden, wenn wir uns alle wachsen sehen wollten.
Und das alles kann nur passieren, wenn sich jeder erstmal um sich selbst kümmert, wenn jeder erstmal bei sich schaut, seine Wunden heilt und die komplette Verantwortung für sich und sein Leben zurück zu sich selbst nimmt. Dann kann diese Welt funktionieren.

Wenn jeder das Luxusproblem "Selbstfindung" lösen würde, hätten wir ganz viele Alltagsprobleme nicht mehr und zwar die wirklich grundsätzlichen.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 4. April 2019

Was, wenn erstmal du dran bist?

So viele scheinen gerade in den Startlöchern zu stehen. So viele wollen sich und ihre Gabe in die Welt bringen und gleichzeitig will es manchmal nicht so richtig laufen. Alles, was man anfasst, wird erstmal nichts, verläuft sich im Sande, es kommt nicht zustande.

Da fragt man sich manchmal schon, ob man sich vielleicht in seiner Vision und dem, was man tun will, seiner Herzensangelegenheit getäuscht hat. Gerade wenn man dafür vielleicht eine Festanstellung gekündigt hat, kommt man schnell in die Versuchung, das Ganze als Himmelfahrtskommando abzutun und sich wieder einen Job suchen zu wollen. Läuft ja doch nicht.

Doch auch eine neue Stelle fühlt sich eventuell voll schräg an. Also zurück ins alte Leben geht es nicht mehr. Das neue Leben mag sich aber noch nicht so richtig entfalten. Die neue Tätigkeit nicht auftun, nicht anlaufen. Vertrackte Situation!

Was, wenn du aber einfach an dem Punkt bist, dass vielleicht erstmal du dran bist? Nicht du mit deinem Herzensprojekt, sondern du als Wesen. Vielleicht darfst du dich erstmal ordentlich um dich kümmern? Heilen? Erstmal verschnaufen? Dich zurückziehen? Gut für dich sorgen? Wieder zu atem kommen nach all den Jahren des Funktionierens? Vielleicht läuft dein Herzensbusiness deswegen nicht, weil es noch gar nicht wieder dran ist, wieder ins Tun zu kommen? Vielleicht ist erstmal SEIN dran?

Aus meiner eigenen Geschichte kann ich sagen, bei mir war es genau so. 2009 hab ich gekündigt und wollte selbstverständlich nahtlos, direkt durchstarten. Sofort den großen Erfolg auf MEINE Weise. Ich wollte sofort den ganz großen Wurf. Ich wollte direkt abheben, weitermachen. Von wegen besinnen und Luft holen. Pf... Ich doch nicht.

Das Leben wollte es anders. Das Leben hat mir mal so eine richtig fette, grooooße, ganz laaaange Pause verschrieben. Jahre!!! Und wie oft hab ich versucht diese Pause abzukürzen, weil das geht ja wohl gar nicht, dass ich so lange "nichts" mache. Wobei das natürlich nicht stimmte, mit dem nichts machen. Ich hab halt Innenschau betrieben, mich erforscht, 24/7.

Alles, was ich anfangen wollte, hat einfach nicht funktioniert. Ich konnte es drehen und wenden wie ich wollte, es wurde nichts. Noch nicht mal als die Vernunft kam und mir sagte, dass ich mir jetzt doch wieder einen Job suchen sollte, hab ich einen bekommen.

Warum kann ich heute ganz genau sagen. Ich brauchte Zeit für meine Heilung. Ich brauchte Zeit, überhaupt erstmal zu begreifen und zu erfassen, wer ich denn eigentlich wirklich bin. Ich brauchte Zeit für Häutung, fürs Herausschälen. Ich brauchte Zeit, um all das abzulegen, was ich nicht bin. Wenn nur ein Projekt geklappt hätte, wenn ich nur einen Job bekommen hätte, wäre ich in den alten Mustern weitergelaufen, ich hätte NICHTS verstanden, weiterfunktioniert und wäre dann später vielleicht noch härter aufgeschlagen. Es war genau richtig, dass das alles nichts wurde.

Diese Zeit, die ich hatte - und ich hab diese Zeit so oft verflucht, weil ich ja "nichts" getan habe - die war so extrem nötig und richtig. Ich hab erstmal richtig begriffen, wer ich eigentlich bin und was ich wirklich wirklich brauche. Ich habe meinen Rhythmus gefunden in jeglicher Hinsicht. Ich habe herausgefunden, wie mein Tag sein muss, damit es mir gut geht. Wie mein Business sein muss, damit es mir gut geht. Ich hab ein Puzzleteil, ein Steinchen nach dem anderen gefunden und zusammengesetzt. Nach und nach und ganz in Ruhe.

Manchmal braucht es ein Vakuum, eine Stille, ein Nichtstun, einfach SEIN, um Platz zu machen für das, was da kommen will. Nur in den seltensten Fällen klappt das nahtlos vom herkömmlichen Leben auszusteigen und direkt in die Selbstverwirklichung überzugehen und sofort auch davon leben zu können.

In der Zeit, in der ich eben nicht "davon" leben konnte und dennoch daran festgehalten habe, ist mir noch etwas Entscheidendes klar geworden. Ich will nicht einfach "davon" leben können. Ich will vor allem "dafür" leben und das Geld wurde erstmal zweitrangig. Als mir das Geld auch noch egal war und ich mir trotzdem treu geblieben bin, hat auch das funktioniert. Welch Überraschung.
Also, was ist, wenn jetzt einfach du dran bist? Wenn du dich erholen darfst? Heilen? Dich um dich selbst kümmern darfst und auch das Geld dich daran nicht hindern kann? Was wäre, wenn?

Mittwoch, 3. April 2019

Radikale Erlaubnis


Diese zwei Worte habe ich gerade "zufällig" gelesen und sie machen was mit mir. Sie machen sogar ziemlich viel mit mir. Da ist unfassbar viel Kraft drin, Entschlossenheit, Klarheit, Bums. Da ist etwas Grundsätzliches, Entscheidendes.

Stell dir nur mal vor, du gibst dir für dein komplettes SEIN, für alles, was gerade in deinem Leben ist, für alles, was dich gerade ausmacht, für jede Sehnsucht, für jede Eigenart, für deine tiefste innere Wahrheit die radikale Erlaubnis. Stell dir vor, du erlaubst dir ALLES, was dir gut tut. Jeden Traum, jede Vision, jede Neigung, jeden "UnSinn". 

Stell dir vor, du erlaubst dir jede Krankheit, jeden Makel, jede Schwäche, jegliche Unzulänglichkeit, jeden "Fehler". Stell dir vor, du erlaubst dir radikal dich selbst. Stell dir vor, du gibst dir selbst die radikale Erlaubnis zu sein, auf allen Ebenen, in jeglicher Hinsicht, egal, was das bedeuten mag.
 
Ich finde diese Vorstellung hat etwas von einer Explosion, von einem Befreiungsschlag, von einem gewaltigen Ausbruch in der Größenordnung eines Urknalls.

Ich gebe mir die radikale Erlaubnis, komplett ich zu sein. Mit allen Meinungen, Neigungen, Überzeugungen, mit meiner gesamten tiefsten Wahrheit und Weisheit. Ich erlaube meiner Seele die komplette Entfaltung.

Es ist ein Bild, wie wenn sie damit allumfassend in jede Zelle Einzug halten kann, wie wenn sie durch nichts mehr ausgebremst oder gehemmt wird. Sie fährt komplett in mich ein, kann durch mich wirken, ohne dass ich noch irgendwie im Weg stehen würde mit irgendwelchen Abers, Einwänden, Ängsten, Bedenken.

Ich erlaube meiner Seele radikal die Führung. Ich erlaube meinem Bewusstsein, mich komplett zu durchdringen. Ich erlaube dem Leben radikal, durch mich zu wirken. Ich erlaube mir, mich radikal hinzugeben.

Radikal ist so ein schönes Wort. Ich liebe es und im für mich richtigen Kontext, hat es so viel Power wie nur wenige Worte sie haben. Da bleiben keine Fragen mehr offen. Radikalität lässt keinen Platz für Fragezeichen, für vielleicht und "mal sehen". Radikal ist einfach radikal. Ganz oder gar nicht.
Wenn es um mich und mein wahres Wesen geht, bin ich so gerne radikal. Alles andere geht für mich nicht mehr. Ich bin radikal ich selbst. Ich folge radikal meiner Intuition. Ich mute mich radikal zu. Ich spreche radikal meine Wahrheit. Ich gebe mir die radikale Erlaubnis ich zu sein. So schön! Da bleiben keine Fragen mehr offen. Da gbit es nur noch Antworten.

Dienstag, 2. April 2019

Danke, geliebter Körper!

Gefühle fühlen, den Körper fühlen, weinen, gähnen, atmen. Gerade finden wieder regelrechte Entladungen statt. In Form von Emotionen, Nervenschmerzen, Muskelkrämpfe, Entzündungen. Alles plötzlich, heftig, explosiv. Das Kollektiv arbeitet auf Hochtouren. Unser Energie-System, der Körper ackert und leistet Großartiges.

Es ist mal wieder Befreiung auf tiefster Ebene angesagt. Alte Krusten platzen auf. Schichten lösen sich. Angestautes kommt in Fluss. Und das mit einer Kraft, dass man manchmal meinen könnte, es ist alles zu spät. 💥💥💥🔥🔥🔥

Das ist an sich nichts Neues. Es findet quasi jeden Tag statt und trotzdem gibt es Tage, da findet das verdichtet statt. So wie gestern und heute zum Beispiel. Da sind Symptome. Mal ziept es hier, mal ziept es da. Mal kracht es richtig. Müdigkeit, Gereiztheit, Watte im Kopf, keine Lust zu reden.

Der Körper will Ruhe. Meiner zumindest. Mein Geist will Ruhe. Hingeben, fühlen, da sein lassen, sein. Ich sorge gut für mich, schlafe viel, ziehe mich zurück. Ich bin mit mir. Ich bin für mich da. Mehr braucht es nicht. Nur meine Liebe für mich selbst. Der Rest geschieht von alleine. Tausend kleine Tode sterben und den Körper machen lassen. Was für eine Intelligenz hinter all dem!

Danke, geliebter Körper, dass du das alles mit mir machst, dass du mir auf dieser Reise so treu dienst, dass ich durch dich und mit dir so viel erfahren darf. 🙏🙏🙏❤️