Montag, 30. Oktober 2023

Lesen im Feld und Zeitqualität

Ein Text wollte es nicht werden. Vorgelesen wollte auch nichts werden. Aber es wollte was raus. ✨💫✨

So bin ich mal wieder eingetaucht ins Nichtwissen und habe innerlich geschaut, gespürt, geforscht, im Feld gelesen, die Zeitqualität und mich befühlt.

Zur Audio geht's hier lang: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/1812

 


 

Samstag, 28. Oktober 2023

Gilt dein Mitgefühl auch dir?

Aufrichtiges Mitgefühl und Verständnis für andere ist wichtig und heilsam. Gar keine Frage. Allerdings hüpf ich aus der Hose, wenn ich merke, dass dieses Mitgefühl denjenigen selbst nicht mit einschließt, der ach so viel Mitgefühl mit anderen hat und immer das Gute in jedem sieht, wenn vergessen wird, erstmal die eigenen Gefühle zu fühlen, bevor das Mitgefühl und Verständnis für andere kommt.

Da gibt es vielleicht Menschen im Umfeld, die nicht reflektieren, die Vorwürfe machen, die Erwartungen haben, die Schuldzuweisungen aussprechen, die über mich urteilen, ohne dass ich überhaupt auch nur ansatzweise nach meinen Beweggründen, meinem Befinden und Empfinden, meiner Sicht der Dinge gefragt wurde.

Ja, natürlich hab ich Verständnis für solches Verhalten. Ich weiß um die Wunden, Sorgen und Ängste der anderen. Sie schreien mich ja förmlich an. Natürlich kann ich nachvollziehen, warum sie es gerade nicht besser können.

Und was ist mit mir? Hab ich Mitgefühl mit mir? Verständnis, dass das echt doof ist, wenn man so überhaupt nicht verstanden wird, ja sogar völlig verkannt und nicht im Ansatz gesehen wird? Wenn man (vor)verurteilt wird? Wenn da kurzer Prozess gemacht wird und es überhaupt keine Gelegenheit gibt, auch nur einen Piep dazu zu sagen? Das Urteil ist fertig. Das Bild gemalt. Die Rechnung gemacht. Alles mögliche wurde verdreht, verzerrt und falsch verknüpft, Schlüsse gezogen, bei denen mir die Haare zu Berge stehen.

Jetzt sag mir einer, dass sich das geil anfühlt, wenn sowas passiert! Ganz ehrlich? Ich hab erstmal Mitgefühl mit mir. Verständnis für mich. Ich gönn mir die Wut, falls da eine ist, nehme die Ohnmacht wahr, das Gefühl, nicht zum anderen durchzudringen, mit keinem Wort der Welt, den anderen wirklich zu erreichen. Fühle alles, was so eine Erfahrung in mir antickt, auslöst, hervorholt und vor allem gönne ich mir ein gepflegtes STOPP und ein fettes NEIN!

Ja, ich hab Verständnis für die Sicht des anderen, die hab ich ja quasi immer sofort, weil ich mich halt nun mal in so ziemlich alles und jeden reinversetzen kann, aber das heißt noch lange nicht, dass ich das alles mit mir machen lassen muss. Wenn da jemand kommt, der meint mich anscheißen zu müssen, mir sagen zu müssen, was ich alles hätte machen müssen, oder lassen müssen, der direkt mit Vorwürfen das Gespräch eröffnet, dann weiß ich wo der Maurer das Loch gelassen hat. Entweder geh ich da durch oder der andere.

In allererster Linie bin ich für mich da. Begleite mich in meinen Emotionen und wahre meinen Raum. Mein Mitgefühl schließt mich aber definitiv mit ein. Viel zu lange wurde mir genau das abgesprochen. Viel zu lange musste ich immer nur Verständnis für die anderen haben. Ich weiß, wo mich das hingeführt hat. Ich weiß, was das mit meinem Körper gemacht hat. Ich weiß, was ich mir damit selbst angetan habe. Ich vergess mich nicht mehr. Und ich werde jeden daran erinnern, der zurück zu sich selbst möchte, jeden, der viel zu lange, viel zu weit von sich weg war.

Mitgefühl, das dich selbst nicht mit einschließt, ist Krieg gegen dich selbst.

Amen.



Mittwoch, 25. Oktober 2023

Mich trauen, mir zu trauen

 "Mich trauen, mir zu trauen."

Einfach so war dieser Satz wieder da. Er war neulich schon mal aufgetaucht in einem Text von mir. Und jetzt wollte er für sich stehen.

Um mehr geht es nicht, als mir und meinen Impulsen zu trauen, vor allem hinsichtlich dessen, dass sie mich sicher führen und eben nicht - wie oft befürchtet - ins Verderben führen.

Doch der Zweifel ist sehr berechtigt, hab ich es als Kind nun mal erlebt, dass ich mit meinen Entscheidungen alleine da stehe, nicht um Hilfe fragen soll/darf/brauche und dann natürlich die Überforderung fast schon gewiss war. Ich habe erfahren, dass mich meine Sehnsüchte, meine Impulse "in Schwierigkeiten bringen". Ich habe erfahren, dass ich damit dann alleine klar kommen muss.

Nun darf ich mich trauen - immer und immer wieder -, mir zu trauen. Darf mich erinnern, dass meine Impulse und Sehnsüchte das Sicherste sind, was es als Grundlage gibt, um Entscheidungen zu treffen, um zu handeln. Dass sie vom ganzen Kosmos unterstützt werden und dass es tatsächlich das ist, was das Leben genau JETZT von mir will. Mehr Sicherheit geht nicht. ❤️🪄😊🙏🏼



Montag, 23. Oktober 2023

Heile DU die Trennung in meinem Geist!

Die Illusion der Trennung von Gott, von der Schöpfung, vom Leben selbst ist nach meiner Erfahrung DIE Ursache für eigentlich jedes Leid. Die Illusion der Trennung von Gott ist die Hölle auf Erden.

Überforderung, Ohnmacht, Kleinheit, Minderwertigkeit, Schuld, Scham, Einsamkeit, Sinnlosigkeit, all diese Gefühle/Zustände können nur erfahren werden, wenn ich gerade nicht weiß, wer ich bin, dass Gott in mir ist und ich in ihm.

Heute hab ich die Überforderung wieder intensiv gespürt, die ich als Kind so gut kannte. Mit all meinen Entscheidungen alleine gelassen, immer mit der Ansage, dass ich das schon machen könnte, aber dann zusehen müsste, wie ich klar komme. Ob das die weiterführende Schule war, die Ausbildung inklusive Bewerbungen schreiben oder was auch immer mir wichtig war. Kannste machen, aber dann sieh zu! Und ich hab gemacht und es immer irgendwie hinbekommen.

Natürlich hätte ich so manches Mal wirklich gut Hilfe gebrauchen können, aber bevor ich gefragt habe, hab ich lieber selber Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, weil die Hilfe, wenn dann, eh nur mit Murren kam und mit einer ordentlichen Portion Schuldgefühl verbunden war.

Wie könnte es anders sein, dass mehr als eindrücklich hängen geblieben ist, dass ich alles alleine schaffen muss? Dass ich zwar immer den anderen helfen muss - für meine Eltern, den Bauernhof hatte ich zur Verfügung zu stehen - meine Angelegenheiten dann aber noch zusätzlich selber regeln muss? Wie könnte es anders sein, dass ich mich verlassen und auch gottverlassen gefühlt habe? Getrennt. Auf mich gestellt. Einsam und damit natürlich maßlos überfordert.

Die Idee der Trennung ist die größte Illusion überhaupt. Was bin ich froh, dass dieses Märchen nicht stimmt. Was bin ich froh, dass ich zurückkehren kann zu Gott, nach Hause, immer wieder, immer, wenn ich es doch wieder vergesse, weil ein inneres Kind aktiv ist.

Heile DU die Trennung in meinem Geist!

Dieser Satz tut mir heute so gut. Ein Satz, den ich an Gott richte. Der für meine Begriffe DIE Wurzel ist. Wie könnte ich überfordert sein, wenn ich weiß und fühle, dass Gott in mir wohnt, mir den Weg weißt, da ist,alles weiß und damit auch ich?

Ich muss es eben nicht alleine machen oder wissen, hinbekommen oder lösen. Das ist definitiv vorbei. Die Hölle ist vorbei. Meine Kleine entspannt sich. Ich mich gleich mit.



Sonntag, 22. Oktober 2023

Von der Angst, übergriffig zu sein

Warum befürchten immer die, übergriffig zu sein, die am wenigsten Grund dazu haben? Die so vorsichtig und achtsam sind im Umgang mit anderen, dass es schon manchmal zu vorsichtig ist - für meinen Geschmack zumindest.

Ein Phänomen, das ich schon so lange beobachte und mir in letzter Zeit wieder verstärkt auffällt. Auch bei und an mir. Überraschung. Ich bin manchmal so hypervorsichtig in meinem Ausdruck, zähme und zügel mich. Büße tatsächlich an Kraft und Wumms ein.

Und natürlich habe ich eine Ahnung. Ich kenne Übergriffigkeit, Grenzüberschreitung, das Gefühl, wenn mein Nein nicht akzeptiert wird, das Gefühl, keine Grenzen haben zu dürfen, keinen Raum zu haben, nicht gesehen zu werden, benutzt zu werden.

Auf keinen Fall möchte ich, dass sich jemand anders wegen mir so fühlt. Gleichzeitig hab ich es nicht in der Hand, wie sich jemand im Kontakt mit mir fühlt. Ich kann noch so umsichtig und rücksichtsvoll sein, es kann dennoch im anderen (heftige) Emotionen auslösen.

Dieses "auf keinen Fall möchte ich", es macht mich natürlich stutzig. Was will ich denn da auf jeden Fall vermeiden? Wer bin ich, wenn ich übergriffig bin und was ist Übergriffigkeit überhaupt? Kann ich einem Erwachsenen gegenüber überhaupt wirklich übergriffig sein?

Mir ist niemand ausgeliefert. Niemand ist abhängig von mir oder wirklich auf mich angewiesen. Ich halte niemanden gefangen. Es geht nie um Leben und Tod. Jeder in meinem Umfeld hat die Möglichkeit, Nein oder Stopp zu sagen. Zu einer Berührung. Zum Reden. Zum Zuhören. Zu Aktivitäten. Zu bestimmten Themen. Jeder ist frei. Wenn ich gebeten werde, zu gehen, gehe ich.

Was also befürchte ich wirklich wirklich? Dass sich jemand nicht gegen mich wehren kann, so wie ich mich als Kind nicht wehren konnte? Dass ich als Monster wahrgenommen werde, so wie ich einige Erwachsene in meinem direkten Umfeld erlebt habe? Als Übermacht? Als unangenehm? Zu viel? Zu forsch? Überheblich? Besserwisserisch? Selbstgefällig?

Ich komme der Sache näher, merke ich. Ich hab als Kind wirklich einige, für mich äußerst unangenehme, ja irgendwie widerliche, Erwachsene erlebt. Menschen, denen ich mich nicht entziehen konnte. Menschen, mit denen ich sein musste, obwohl ich nicht hin wollte. Menschen, die mich tätschelten, belächelten, beschämten, auslachten, nicht für voll nahmen, mir ihre Wahrheit aufgedrückt haben und nicht einen Deut nach mir gefragt haben, die mich überhaupt nicht realisiert haben. Selbstgefällig. Selbstherrlich. Auf Kosten anderer.

So jemand möchte ich nicht sein. Tatsächlich auf keinen Fall. So fies. So fern und doch zu nah. So ätzend. Nicht erreichbar. So widerlich. So eklig.

Jetzt kommen die Tränen. Was hab ich es gehasst. Was hab ich es gehasst, mich so zu fühlen. Erniedrigt. Entwürdigt. Übersehen. Überhört. Verkannt. Unerkannt. Benutzt für deren Genugtuung. Herabgesetzt, damit sie sich größer, besser, erhabener fühlen. Eine kurze Befriedigung für ihr nicht vorhandenes Selbstwertgefühl auf Kosten eines Kindes - auf Kosten von mir.

DAS möchte ich auf keinen Fall sein! SO möchte ich nicht sein.
Und wenn es doch passiert?

Wenn sich jemand im Umgang mit mir genauso fühlt? Warum auch immer? Wenn mir jemand genau das alles vorwirft? Für mich gerade noch eine sehr unangenehme Vorstellung. Tatsächlich eine Angst, die mir im Nachgang an so manche Begegnung hochkommt. Gleichzeitig merke ich, dass da noch etwas nicht entdeckt ist, unerlöst, noch nicht im Licht und irgendwie gänzlich verdreht. Etwas was mit "schlicht in der eigenen Größe da sein" und "mich über andere stellen" zu tun hat.

Was will noch gesehen und erkannt werden? Noch weiß ich es nicht. Ich bin damit. Beobachte. Lass das jetzt einfach mal so stehen... Werde meine Kleine halten, die so oft benutzt wurde, damit andere sich besser fühlen.

Atmen. Mitfühlen mit mir. Dasein. Hinschauen. Mein Innen halten.

Ich vermute, dass Ähnliches in jenen wirkt, die auf keinen Fall übergriffig sein wollen, die Angst haben, sich in ihrer wahren Größe zu zeigen. Ich vermute, dass ähnliche Erfahrungen gemacht wurden.

Ich bin gespannt, was dieser Post nach sich zieht, auslöst, in Gang setzt. Ich bin verwirrt, dass ich scheinbar nicht wirklich auf den Punkt gekommen bin, wie sonst, wenn ich beim Schreiben reflektiere. Soll wohl so. Ist ja eh schon so. Lass ich so. 😉



Donnerstag, 19. Oktober 2023

Reiches Lauschgold #6 und ein Afterglow

Heute waren wir ganz besonders "fleißig" und - obwohl anfangs total müde - dann doch sehr in Redelaune. Somit gibt es ein ausführliches, sehr reiches Lauschgold #6 und ein nicht minder reiches Lauschgold Afterglow. Gut, dass der Herbst da ist, es früh dunkel wird und mehr Zeit ist, sich eingekuschelt mitnehmen zu lassen, auf unsere Entdeckungsreisen aus hörbarem Gold. 🥰

Lauschgold #6 hat uns an folgende Wegpunkte geführt:

▪️über die Illusion, etwas tun zu müssen, damit es besser wird, für die Heilung, für Veränderung, was mir gut tut
▪️vom inneren Antreiber und der großen Sehnsucht, nur meiner Natur zu folgen
▪️von der Anerkennung, genug "zu tun", wenn ich gerade scheinbar nichts tue
▪️über den großen Reichtum der inneren Welten
▪️über Leistungsdruck in der spirituellen Entwicklung und die Idee, etwas falsch zu machen, wenn ich krank bin oder "schlechte" Gefühle habe
▪️über die mir selbst innewohnende kosmische Intelligenz
▪️über Zuverlässigkeit und das Leben nach Impulsen
▪️über die unumstößliche Entscheidung bei mir zu bleiben
▪️von der Heilung/Veränderung, die geschieht, wenn einfach alles so sein darf

https://podcasters.spotify.com/pod/show/anja-reiche/episodes/Reiches-Lauschgold-6-e2aplq7


 

Im Afterglow, dem Gespräch nach dem Gespräch, das so wunderbar das besondere Leuchten einfängt, wenn wir miteinander waren, haben sich folgende Goldnuggets gezeigt:

▪️über die tiefe Zufriedenheit, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein
▪️über die Gnade, in sich selbst zuhause zu sein
▪️über das große Geschenk zu wissen, wofür ich hier bin
▪️über die Stärke, die im Schwachseindürfen liegt
▪️Auf welchem Nährboden findet Wachstum und Verbindung statt?
▪️über Missverständnisse und andere Schwierigkeiten in der Kommunikation

https://podcasters.spotify.com/pod/show/anja-reiche/episodes/Reiches-Lauschgold-6-Afterglow-e2apvsm




Montag, 16. Oktober 2023

Wahrhafte Begegnung

Es kommt wie aus dem Nichts. Gerade in einem Videocall mit Maja. Mitten im Gespräch.

Am Dienstag soll es wieder einen Raum geben für wahrhafte Begegnung. Der Ruf ist eindeutig. Dann mach ich das mal genauso wie das Leben das wohl gerade von mir will. Was immer dann da geschieht. Ich bin schon mal da. Du auch? 😉

Anmelden könnt ihr euch hier: https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZApc-mvpj8tHNcUd1qTOhPs-uLZd-9QLh3X

Preis für die Teilnahme wie immer nach eigenem Ermessen.

Da bin ich ja mal gespannt... 😎😍🎉



Sonntag, 15. Oktober 2023

Wann verlasse ich IHN?

Ich habe Gott gewählt und werde geprüft - von mir selbst, meinem höheren ICH. Wie stabil bin ich? Wann verlasse ich IHN? Wann verlasse ich mich? Verlasse ich mich, verlasse ich automatisch IHN. Bin ich in meinem Rhythmus, bin ich automatisch in SEINEM. Was bringt mich noch in Versuchung, SEINE Hand loszulassen und etwas anderes über IHN zu stellen oder es wieder ohne IHN zu versuchen, alleine?

Mein Weg, mein Wille ist es, mich von allem zu lösen, was ich nicht bin, was nicht ER ist. Von nichts und niemandem abhängig zu sein. Von allem losgelöst, außer von IHM.

Und dann ist da das Leben, im Irdischen, mit Handel und Wandel. Bleibe ich bei Gott? Egal, was da passiert? Egal, was mir geboten wird? Egal, was um mich herum los ist? Egal, was da tobt? Bleibe ich in dieser Beziehung und folge weiterhin meinem Innersten? So "unlogisch", "gefährlich", "leichtsinnig", "irrational" es auch gerade sein mag? Bin ich DA?

Bleibe ich in der Achtsamkeit auch und gerade im Kontakt mit anderen Menschen? Was will ES durch mich tun und sagen? Ich prüfe mich. Fühle beim Sprechen. Sondiere. Ist da Reinheit? Absichtslosigkeit? Spreche ich, was ES durch mich sprechen will? Schweige ich so lange, bis ES in mir aufgetaucht ist? SEINE Worte in mir sind? SEINE Taten?

Bleibe ich auch in eigener "Krankheit" und "Not" und weiß um die Intelligenz, die da wirkt und weiß, dass auch das richtig ist und das darin gerade das Geschenk liegt? Bleibe ich in der Hingabe? Bleibe ich ergeben? Bleibe ich?

Ich bleibe. Ich habe gewählt. Ich übe. Ich will. Ich werde. Ich bin.

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Das ist es, was dieser Text auf dem 1. Foto heute in mir bewegt hat, wie ich ihn verstehe und lese. Ein Text von Christian, aus den Schriften der Bahá'í. Diese Texte bereichern mich immer wieder so sehr. Eine ganz eigene Wortwahl, so viele wunderbare Bezeichnungen für Gott, oft so zauberhaft und so viel herrlicher als z. B. in der Bibel. So oft klingt das Gelesene, Gehörte tief in mir als Wahrheit, ich schließe die Augen, lächle, Tränen laufen.





Mein ganz persönliches Geschenk des Himmels

Ich sitze im Wohnzimmer und höre Christian beten, höre das leise Murmeln aus dem Schlafzimmer durch die geschlossene Tür. Höre die bedächtige und hingebungsvolle Stimme. Ich verstehe die Worte nicht, höre nur, dass er spricht, fühle die Atmosphäre, die Intention.

Ich lausche dem, spüre hin, bin berührt. Ich liebe es, meinen Mann so zu erleben, im Gebet, ihn so in der Verbindung mit Gott zu "sehen", zu wissen, zu fühlen, in dieser Hinwendung und Hingabe. Jeden Tag mindestens zwei Mal zieht sich Christian dafür zurück, geht bewusst in den Kontakt, liest Schriften und Gebete, redet mit Gott direkt, stärkt die Beziehung zu IHM. ER ist es, den er aufsucht, immer wieder.

Ich sitze da, während mir das alles durch den Kopf geht. Dann fällt mir ein, als Christian für mich gebetet hat. Wir waren unterwegs, im Juli, als wir 2 Wochen im Auto geschlafen haben. Ich hatte fiese Regelschmerzen, lag im Auto auf der Matratze, weinte irgendwann. Er saß neben mir, hielt meine Hand, war mit mir und dann hatte er den Impuls für mich ein Heilgebet zu lesen, ein sehr langes.

Diesen Moment werde ich nie vergessen. Ich weinte noch mehr. Vor Berührung, vor Dankbarkeit und auch vor Ungläubigkeit und Staunen. Das hatte bis dahin noch nie jemand für mich gemacht, schon gar nicht ein Mann, schon gar nicht während ich Regelschmerzen hatte. Seine Worte waren Medizin, die Stimme, das beständige, leise, eindringliche, inbrünstige Lesen, sein Dasein, die Liebe in all dem. Ich wurde ruhiger und ruhiger, die Tränen versiegten, der Schmerz wurde milder. Ich war gesegnet, im wahrsten Sinne des Wortes. Welch Heilung in all dem lag. Auf so vielen Ebenen wirkt es irgendwie noch heute.

Ich sitze da also im Wohnzimmer während Christian betet. Bin mit all diesen Gedanken und Erinnerungen, Einsichten und Eindrücken. Dankbarkeit überflutet mich. Was für ein Geschenk. Was für ein besonderer Mensch an meiner Seite. So sehr besonders. So ganz anders als alles, was ich bis dahin in einem Mann verkörpert erlebt habe. Wie aus einer anderen Welt, von einem anderen Stern. Und ich glaube das stimmt tatsächlich.

Bisher waren die Männer, denen ich begegnet bin, gefühlt aus der gleichen Seelenfamilie. Das ist Christian definitiv nicht. Seine Herkunft kenne ich nicht. Dieses Feld ist mir unbekannt. Seinesgleichen sind mir ebenfalls noch nicht begegnet. Ihm auch nicht.

Ich staune. Ich staune über so vieles. Und was doch immer wieder am meisten "zählt", überwiegt und mir tatsächlich am wichtigsten erscheint, ist diese seine/unsere Hinwendung zu Gott. Er in der Einheit mit IHM. Ich in der Einheit mit IHM. Der Rest ergibt sich von ganz von alleine. Mehr "müssen" wir nicht "tun".

Was bin ich dankbar für dieses gemeinsame Grundverständnis. Was bin ich dankbar für diesen besonderen Mann, der mich mit einer so ganz anderen Kultur in Kontakt bringt, mit anderen Feldern, anderen Schriften, überhaupt mit Andersartigkeit in vielerlei Hinsicht und irgendwann auch mit einer ganz anderen "Familie", seiner Sternenheimat.

Ich hab mir immer gewünscht, mit einem Mann an meiner Seite mit Gott zu gehen, dem Wesentlichen zu folgen, dem Wesen, unserem ureigenen Wesen, unserer Natur. Das, was hier passiert, übersteigt bei weitem jede Vorstellung von mir. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes gesegnet und nehme dankend an. All das, was noch viel besser und größer ist, als meine Sehnsucht, die ich im Herzen getragen habe.

Danke Christian, Stern an meiner Seite, Geschenk des Himmels, gottgegeben. DANKE für all das und noch viel mehr.



Freitag, 13. Oktober 2023

Reiches Lauschgold #5

Ich weiß gar nicht recht, wie ich diese Folge in Worte fassen soll. Wir wussten nicht, warum wir uns zur nächsten Aufnahme treffen. Wir wussten nur, dass wir uns treffen "müssen".

Und dann haben wir das genommen, was da war, nämlich was Meryem umgetrieben hat im Umgang mit mir, bezüglich unseres Wirkens, unserer Zusammenarbeit.

Was macht das wiederum mit mir, wenn ich das alles höre? Und wo führt es hin, wenn jeder mit dem da sein darf, was gerade da ist?

Wir haben es gewagt und "ausprobiert" und es aufgenommen. Wir laden euch ein, zu uns, in unsere Innenwelten, in unser Miteinander.

Was für eine Freude, das so erleben zu dürfen. Danke Meryem, ich bin immer noch tief berührt und fühle mich reich beschenkt.

Lust mit auf die Reise zu kommen? Zum Sehen bzw. Hören im Podcast bitte HIER klicken.




Mein Zweck ist nicht erfüllt, wenn ich nur für mich bin

Wieder einer dieser Sätze, die einfach so da sind. Reingeplumpst in mein System, in mein Herz, quasi aus dem Nichts. Jetzt wirkt er da. Etwas schwingt in mir damit. Etwas daran stimmt. Er ist wahr auf eine Art, auf seine Art. Steht da und ist. Ein Statement.

Tatsächlich fühlt es sich wahr an, dass mein "Zweck" ist, mich zu verschenken. Und damit meine ich den Zweck, den das Leben selbst mir gegeben hat, nicht den, den ich mir ausgedacht habe. Ich-Sein und damit Geschenk, ohne es wirklich sein zu WOLLEN. Es liegt in meiner Natur, dass ich Geschenk BIN und dass das Leben selbst sowie andere Lebewesen Freude an mir haben.

Das bedeutet Kontakt, in Verbindung sein, im Austausch, miteinander.
Die letzten Tage war ich sehr viel mit mir. Das ist auch immer wieder wichtig und tatsächlich notwendig zur Integration. Gleichzeitig ging es immer wieder "weiter", wurde etwas in mir und bei anderen bewegt, als Austausch stattgefunden hat. Gegenseitige Inspiration, Befruchtung, Reflexion, Berührung, mich selbst erkennen im anderen, angetickt werden und wieder mehr Klarheit über das bekommen, was da in mir wirkt. Für mich unersetzlich.

Gleichzeitig stelle ich gerade einen seeeeehr großen Unterschied fest. Es gab eine Zeit, da war ich quasi nur im Rückzug, nur für mich, fast nur mit mir oder maximal im Online-Kontakt. Über Jahre sogar und ich hab's gebraucht. Es war die Zeit, in der ich mich wortwörtlich aus meinem "alten" Umfeld gelöst habe. Ein Umfeld, in dem es für mich nicht "weiter" ging, nicht weiter wurde, sondern das eher von Enge, Regeln, Normen, Begrenzungen, Ängsten und Sorgen geprägt war.

Jetzt bin ich mit Menschen, die selbst an Wachstum und Neuem interessiert sind, die sich selbst aufschwingen wollen, hinschauen wollen, reflektieren wollen, Begrenzungen bewusst erkennen und überschreiten wollen, sich für den tatsächlichen Sinn des Lebens interessieren, nicht vor der Tiefe zurückschrecken, sich selbst schauen wollen und auch das Ungeliebte sehen möchten. Diesen Kontakt LIEBE ich. Da geht es IM Kontakt weiter. Da WIRD es im Kontakt weiter. Da bin ich an meinem Platz und da ist mein Zweck tatsächlich erfüllt. Das ist das Umfeld, in das ich gehöre. Das ist MEIN Tribe.

Das viele für mich sein war nur nötig, weil ich nicht unter meinesgleichen war. Das klingelt grad so richtig in mir. Wie groß der Unterschied ist in der Art des Miteinander, der Bereicherung, des Nährwertes im wahrsten Sinne des Wortes!

Halleluja! Ich bin an meinem Platz. DA ist mein Zweck. Da IST mein Zweck. Da bin ich erfüllt. Durch und durch.



Montag, 9. Oktober 2023

Reiches Lauschgold #4

Heute waren bei mir einige Prozesse am Start. Aufgewacht mit Traurigkeit und den ersten ⁠Erkenntnissen, die ich schon in einem Text verarbeitet habe⁠, ging der Tag weiter - und auch die Prozesse. Angestoßen durch Christian.

Doch wie sieht es denn konkret aus, so einen Prozess zu durchlaufen? Wie bin ich mit mir selbst? Wie gehe ich damit um, wenn mich kleinste Alltagssituationen "auslösen"? Wie gehen wir als Paar damit um?

Wann ist es "Jammern" und wann ist es "Benennen und Durchfühlen"?

Wann heißt es "bleiben" und wann ist "gehen" angesagt?

Meryem hat nachgefragt und hat sich mit mir zusammen noch einmal auf Forschungsreise begeben. Wir laden euch ein zum Lauschgold #4! 😍🎉


PS: Die nächste Idee ist, einen Prozess direkt live mit Meryem zusammen zu durchlaufen und aufzuzeichnen. 🥰🙏🏼🔥

PSS: Wenn du Folge #4 im Podcast hören/sehen möchtest, dann hier entlang: https://podcasters.spotify.com/pod/show/anja-reiche/episodes/Reiches-Lauschgold-4-e2abtki


 

Ich mit mir

Gestern hab ich in meinem Telegram-Kanal gefragt, wie die Menschen gerade so da sind, was sie bewegt. Jetzt mag ich meine Frage gerade auch selbst beantworten. Da ist eine Traurigkeit, die (noch) keinen Ursprung hat. Ich liege im Bett und mir ist danach, mich einfach zu verkriechen. Die Decke über den Kopf ziehen. Niemanden hören und sehen, vor allem nicht die, die mich nicht sehen und hören. Ich bin vielleicht 8 Jahre alt. Ich bin einsam, obwohl da so viele Menschen mit im Haus wohnen. Ich hasse dieses Umfeld. Ich hasse es, dass ich mich da einfügen muss, dass ich funktionieren muss, mich dem aussetzen. Sobald ich in Erscheinung trete, komme ich unter die Räder, werde vereinnahmt und überrannt. Sobald mich jemand sieht, gibt es mich nicht mehr, dann werde ich mit Haut und Haaren verschlungen, eingespeist in das System.

Ich liege im Bett und will einfach nur mit mir sein. Mich haben dürfen. Eigene Gefühle, eigene Gedanken, ein eigenes Wesen, meinen Raum, in dem es MICH tatsächlich gibt, in dem ich von Interesse bin. Ich mag eigene Zuneigung spüren und auch eigene Abneigung. Ich mag nicht gezwungen werden, mit Menschen in Kontakt zu sein, die ich nicht leiden kann. Dinge gut finden müssen, weil andere meinen, das gehört so. Menschen mögen müssen, weil sie verwandt sind oder im gleichen Jahrgang sind. Ich hasse dieses Müssen. Dieses nicht nein sagen dürfen, gezwungen werden.

Mir wird schlecht. Da ist Ekel, Wut und Abscheu. Ich sehe die Kleine, voller Verzweiflung, tobend, schreiend, sich wehrend. Schaum vorm Mund. Tränen überströmt. Innerlich. Stumm. Total erledigt und erschöpft von all dem. Diese Gefühle durften nicht sein. So durfte ich mich nicht zeigen. Sie wurden nach innen gedrückt. Runtergeschluckt. Gegen mich selbst gerichtet.

Da liege ich im Bett. Erwachsen. Darf das nun alles leben und ausleben. Darf meiner Neigung und Abneigung folgen. Darf sein. Mich lassen. Mir die Decke über den Kopf ziehen und all das geschützt nachträglich bezeugen und fühlen. Es war beschissen und es ist vorbei.

Da ist noch Traurigkeit. Eine nachträgliche Erschöpfung. Fassungslosigkeit und Mitgefühl mit der Kleinen damals. Da ist Erleichterung. Jetzt darf und kann ich meinem Innersten folgen. In jeder Sekunde. Was für ein Geschenk! Und ich hab's mir selbst gemacht. Danke an mich und diesen krassen Weg. 🙏🏼🔥



Sonntag, 8. Oktober 2023

Vom Gehen und vom Bleiben

Mit dir will ich gehen. Diesen Weg. Diesem Ruf folgen. Unserem Ruf. Mit dir an meiner Seite. Ich an deiner. Hand in Hand.

Mit dir will ich wachsen. Über mich hinaus. In mich hinein. Komme zurück zu mir. Darf mich behalten und entfalten, während ich mit dir bin. Will wachsen, mit dir zusammen, über uns hinaus, hinein in unendliche Weiten, in die Herrlichkeit Gottes, in den Himmel auf Erden.

So oft musste ich gehen, damit es für mich WEITER ging. So oft musste ich Vertrautes verlassen, Menschen, Umstände, Orte, weil mein Wachstum woanders zu finden war. Grundsätzlich wäre ich gerne geblieben, aber es hätte mich erstickt. Da ging es nun mal nicht weiter im Bleiben.

Es ist mir schwer gefallen zu gehen. Es war nicht immer leicht, wieder und wieder das Unbekannte zu wählen, eine Tür zuzumachen, ohne zu wissen, welche sich stattdessen auftut. Jeder Abschied tat auch weh und bedeutete mindestens einen kleinen Tod. Jeder Abschied wurde betrauert.

Jeder Abschied war voller Dankbarkeit für die gemachten Erfahrungen. Jeder Abschied war eine große Herausforderung aus dem Alten und eine große Hereinforderung ins Neue.

Es musste genau so sein. Wäre ich nicht jedes Mal gegangen, hätte ich mich verlassen müssen, hätte ich niemals bei dir ankommen können und auch nicht bei IHM. Der Weg führte mich zielsicher zu euch beiden. Das weiß ich jetzt, rückblickend. Bei jedem einzelnen Abschied konnte ich DAS jedoch nicht ansatzweise ahnen. Ich musste gehen, vertrauen, MIR trauen, dass das schon so stimmt.

Es stimmte, aber sowas von. Leicht war es dennoch nicht. Dafür eindeutig und unumgänglich. Ich konnte und wollte die Rufe nach Aufbruch nicht überhören. Ich musste folgen. Meinem Innersten, das oft nur ich allein verstanden habe.

Wie gut, dass ich es getan habe. Wie gut! Schau, wo es mich hingeführt hat. Geradewegs in SEINE Arme und dann geradewegs in deine Arme.

Und jetzt? Jetzt geht es WEITER für mich, ohne dass ich gehen muss. Jetzt geht es weiter im Bleiben. Bei IHM. Bei dir. Bei mir.

Wie gut, dass ich gegangen bin - jedesmal. Jetzt geht es ums Bleiben üben, ums Bleiben lernen, ums Bleiben dürfen, ums Bleiben sollen und wollen. Ums Gewolltsein in meiner Ganzheit. Ums Willkommensein mit meiner Tiefe. Ums Erkanntsein in meinem Wesen. Ums Zuhausesein - auf ganz vielen Ebenen. Dafür musste ich gehen.



Freitag, 6. Oktober 2023

Lauschgold #3 und Lauschgold #3 "Afterglow"

Ich freu mir voll einen Ast!!! Gestern hat mich die Lust gepackt, wieder mit Meryem ins Gespräch zu gehen und auch bei ihr hat es direkt eingehakt. So haben wir heute tatsächlich das Lauschgold Nr. 3 aufgenommen. 😍😍😍

Das Leben hat uns zu folgenden Themen geführt:

▪️Über das Urvertrauen ins Leben
▪️Über die Herausforderung, die Kontrolle aufzugeben und was das eigentlich konkret bedeutet
▪️Über den Unsinn von Visionboards und der Idee des Manifestierens
▪️Wer bin ich OHNE die Manifestationen? Ohne Geld? Ohne Besitz? Ohne Status?
▪️Darüber, was es bedeutet, sich wirklich dem Leben hinzugeben und das im Alltag zu leben

Und natürlich hat sich mal wieder so ergeben, dass wir uns danach noch fleißig weiter ausgetauscht haben und quasi den "After Podcast Glow" noch eingefangen haben, wie Meryem es so liebevoll genannt hat. DAS schenken wir euch gleich noch hinterher. 🥰🥰🥰

https://podcasters.spotify.com/pod/show/anja-reiche/episodes/Reiches-Lauschgold-3-e2a86jo



Und hier wie oben angekündigt, die Bonus-Aufzeichnung im "Afterglow"... grins... mit folgenden Themen:

▪️über die Magie und Erfüllung zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein
▪️ darüber, dass Meditation nichts weiter ist, als im Hier und Jetzt zu sein
▪️über das Ehrlichsein und dass das nicht immer bedeutet ALLES preiszugeben
▪️über den Frieden und die Freiheit, immer ich zu sein, egal wer um mich ist
▪️darüber, dass eigentlich nichts persönlich zu nehmen ist, was andere tun oder sagen, und warum das so schwer sein kann, es tatsächlich nicht persönlich zu nehmen
▪️über das "Wohlfühlen im und Brauchen von Drama", weil das bekanntes Terrain ist
▪️über die Magie der Erlösung, wenn einfach alles in mir da sein darf und "nur" bewusst wird

https://podcasters.spotify.com/pod/show/anja-reiche/episodes/Reiches-Lauschgold-3-Afterglow-e2a877d



Mittwoch, 4. Oktober 2023

Wahrhafte Begegnung

Ihr Wunderbaren, ach, ihr Wunderbaren!
*seufz*, *lächel*, *schnauf*

Es geht hoch her derzeit. Das Leben ist heiß und intensiv, voller Temperament, Wendungen, Unerwartetem und Gelegenheiten viiiiieeeel zu fühlen, riiiiichtig viel zu fühlen.

Deswegen war mir jetzt mal wieder sehr dringend danach, Räume aufzumachen, in denen alles Platz hat, was gerade in uns stattfindet. Eine Möglichkeit, mit allem da zu sein. Ein Raum, in dem du "mit anderen" und gleichzeitig komplett bei dir sein kannst. Ein Raum der Selbstoffenbarung, der Selbstbeobachtung, der Bewusstwerdung, was da alles so in uns abgeht. Ein heiliger Raum der wahrhaften Begegnung.

Den Preis wählst du nach freiem Ermessen und Spiel-Raum. Die Bankdaten bekommst du in der Bestätigungsmail nach deiner Anmeldung.

Anmeldung für Freitag, 19 Uhr:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZ0vcuuvrjwqHd0a3B_HIkjTVPfpjwyEWpLd

Anmeldung für Samstag, 12 Uhr:
https://us06web.zoom.us/meeting/register/tZYkdO2oqjotG9z6RyYqq963bMUO7A2hcNKJ

Ich bin seeeehr gespannt, was dieses mal so passieren mag. Es ist ja doch jedes Mal anders. Und genau das liebe ich so sehr: Das geschehen lassen, was geschehen will. 🥰🙏🎉

Ick freu mir!!!! 🔥❤🔥



Montag, 2. Oktober 2023

Reiches Lauschgold #2

Da ist es tatsächlich schon🤩 🤩 🤩 🤩 🤩 🤩:

Reiches Lauschgold #2

In der zweiten Folge geht es ganz viel darum, wie wahrhafte Begegnung im Alltag tatsächlich möglich ist, gerade wenn Themen hochkommen, alte Wunden sich zeigen, Bindungstrauma aktiv ist.
Viele Praxisbeispiele und Ansätze für ein ehrliches, offenes, echtes Miteinander, in dem jeder sich selbst behalten darf.

Danke, Meryem, es war mal wieder ein Fest und so eine warme Nähe. 🙏🏼 🎉 🥰

Hier geht es direkt zum Podcast: https://spotify.link/hiSjKucwzDb



Sonntag, 1. Oktober 2023

Radikale Erlaubnis

Radikale Erlaubnis heißt nicht, alles tun zu dürfen und schon gar nicht anderen alles "antun" zu dürfen. Das meine ich nicht damit. Die Grenzen der anderen sind heilig. Das NEIN eines anderen ist heilig.

Mein NEIN allerdings auch. Meine Grenzen sind genauso heilig.

Radikale Erlaubnis meint für mich, mir meine Innenwelten zu erlauben. Was ich mir radikal erlaube, ist ALLES, was IN MIR stattfindet. Ich erlaube mich mir selbst.

Jeden Gedanken, jedes Gefühl, jede Neigung und Abneigung, Abstoßung und Anziehung. Ich wahre mich, meine Grenzen, mein Innerstes.

Ich erlaube mir, alles zu artikulieren, was in mir stattfindet. Ich habe ein Recht auf ALLES, was in mir stattfindet. Es ist richtig, berechtigt, weil eh schon da.

Radikale Erlaubnis erlaubt mir, bei mir zu bleiben, in mir, mit mir, für mich zu sprechen und zu handeln.

Radikale Erlaubnis hat die volle Verantwortung von mir für mich und das, was in mir geschieht.



Die Bedrohung gibt es nicht mehr

Das, was damals passiert ist, wird sich nicht wiederholen. Es mag vielleicht Ähnliches passieren oder etwas ganz anderes, das die alten Gefühle antickt, aber es wird sich nicht genauso wiederholen.

Das tatsächliche Ausgeliefertsein ist vorüber. Was sich jetzt zeigt, ist das, was damals nicht gelebt werden konnte. Die Gefühle, die Reaktionen, das Fürmichsorgen, aus der Begegnung gehen, dem folgen, was gerade für mich stimmt, sagen dürfen, was ich damals nicht durfte.

Es ist eine Art Nachholen. Für die Kleine.

Wenn ich keine Berührung mag, mag ich keine Berührung, sage das, folge dem.

Wenn ich wütend bin, bin ich wütend. Bin damit da. Gehe damit in Kontakt.

Wenn es STOP zu sagen gilt, weil ich etwas nicht mag, dann sag ich das.

Wenn sich etwas unstimmig anfühlt, fühlt es sich unstimmig an. Ich benenne es, ohne zu wissen, WAS sich unstimmig anfühlt.

Wenn sich etwas, was der andere tut, klebrig oder eklig anfühlt, mein Bauch eng wird und ich mich wegdrehen möchte, dann sag ich das, ohne zu wissen, WARUM das so ist. Es IST so.

Jetzt kann ich all das tun und sein. Ich muss mich nicht mehr verlassen. Ich muss mich nicht mehr verleugnen. Ich muss mich nicht mehr anpassen.

Ich habe meine Gefühle und das, was in mir stattfindet. Ich nehme es voll und ganz in Besitz, verkörpere es durch und durch, mach mich nicht mehr falsch dafür und lass es mir auch nicht mehr wegdiskutieren. Was in meinem Körper stattfindet, wird anerkannt, gesehen, gefühlt, darf sein. ICH darf SEIN. Durch und durch. Dafür sorge ich.

Ich sorge jetzt für mich. Ich begleite mich jetzt nachträglich in den Zuständen von damals, bin mit mir, habe Mitgefühl, sehe mich in der Not von früher, habe Verständnis für JEDES Gefühl, JEDE Tat, JEDE Untat.

Vieles durfte damals nicht sein. Jetzt darf es das, weil ich es erlaube.

Ich bin damit nicht versteckt. Ich mache das nicht heimlich für mich. Ich mache das in Kontakt. Es geht nur in Kontakt, weil das, was ausgelöst werden "muss", nur in Verbindung mit anderen zum Vorschein kommt.

Es wird "einfach" im Sinne von schlicht, pur, direkt. Gleichzeitig ist es ordentlich herausfordernd, damit da zu bleiben. ALLES da sein zu lassen. Bei mir zu bleiben. Zu differenzieren, was Gefühle sind, die in die Vergangenheit gehören und welche Gefühle tatsächlich die jetzige Situation betreffen und in die Gegenwart gehören.

Nach den Stürmen, die das Nachfühlen von damals mit sich bringt, kommt ein Frieden, jedes Mal, neue Klarheit, neue Freiheit.

Die Bedrohungen gibt es nicht mehr, "nur" die Erinnerung daran.

Ich darf mich behalten.
Ich habe mich so sehr wie nie zuvor.