"Ich kann es nicht ändern. Ich kann die Umstände nicht ändern. Ich kann die anderen nicht ändern. Ich kann mich nicht anders machen. Ich schaffe es nicht. Ich bekomme es nicht hin, was sie von mir wollen. Ich schaffe es nicht, Verbindung zu erleben, verstanden zu werden, das zu bekommen, was ich brauche, gesehen zu werden, etc."
Als Kind in der Abhängigkeit war das die absolute Ohnmachtshölle. Wir haben alles daran gesetzt, es doch noch irgendwie zu schaffen. Was natürlich eine Illusion war. Die Idee der Machbarkeit war unsere Lebensrettung.
Als Erwachsene können wir jetzt anerkennen, dass es nicht zu schaffen war und jetzt in den Reinszenierungen schon erst recht nicht zu schaffen ist. Die Anerkennung der Unmöglichkeit ist unsere Erlösung und Freiheit.
Es war und ist nicht zu schaffen. Gott sei Dank! Dann kann ich nämlich direkt aufhören, es zu versuchen. Das ist das Aufwachen in die Wahrheit.
Was früher pure Ohnmacht bedeutet hat, ist jetzt der Segen der Freiheit.
Sonntag, 30. August 2026
Was früher Ohnmacht bedeutete, ist heute unsere Freiheit
Mittwoch, 26. August 2026
Wir stehen fürs Gleiche
Vorhin war ich in ein Lesen im Feld eingetaucht. Manchmal bin ich mit in den Bildern, bin Teil davon und gleichzeitig Beobachter. Ich reiche in dem Bild meinem Gegenüber die Hand, signalisiere, dass ich die dunklen Wasser kenne, die gerade gefürchtet werden, dass sie mir vertraut sind, mein Element. Ich weiß, dass man darin nicht ertrinkt. Ich weiß, dass man darin überhaupt erst lebendig wird. Ich kann das nicht nur begleiten. Sie sind ich. Ich bin sie. Kein Schatten, keine Untiefe des anderen könnte mich ängstigen. Ich gehe dahin mit, tauche mit ein in den dunkelsten Ort. Bin darin da mit dem anderen.
Und dann kommt Jesus im Bild dazu. Er stellt sich ganz ruhig neben mich, nimmt meine Hand und verschränkt völlig selbstverständlich seine Finger mit meinen. Er schaut mich nicht an. Ich schaue ihn nicht an. Wir blicken in die gleiche Richtung. Stehen nun beide gemeinsam als Gegenüber da. Die Aussage in der Geste, in der Haltung ist eindeutig: Wir stehen fürs Gleiche.
Ich musste so weinen und es ist einfach wahr. Daran gibt es für mich nicht einen Fitzel Zweifel.
Wir sind da. Verkörpertes Mitgefühl. Menschlichkeit durch und durch. Göttlichkeit durch und durch. Bewusstsein und Menschsein in einem.
Donnerstag, 20. August 2026
Wenn der eine den anderen beim "Leben" stört
Darin zeigen sich zwei unterschiedliche Grundhaltungen.
Es gibt die einen, die wollen nicht wirklich sich, die wollen sich in einem schönen Leben und sich selbst nur dann, wenn sie sich gut fühlen. Die wenden sich ihren unangenehmen Gefühlen nur deshalb zu, damit sie schnellstmöglich nicht mehr ihr schönes Leben stören, damit schnell alles wieder gut ist.
Ihre Prioritäten sind komplett anders gesetzt, als bei den anderen, wie zum Beispiel mir. Es sind jene, die sich in jedem Moment, unter allen Umständen und in allen Umständen wollen und sich GRUNDSÄTZLICH sich selbst zuwenden, nicht nur im "Notfall".
Dort gilt: Ich will es endlich schön haben. Die unangenehmen Gefühle und Situationen stören. Gut ist es erst, wenn die Gefühle gut sind und die Lebensumstände meinen Vorstellungen entsprechen.
Hier gilt: Ich will mich haben. Ich bin mir selbst immer willkommen. Nichts muss anders werden. Die Umstände sind völlig zweitrangig.
Dort muss wieder und wieder Gewalt gegen sich selbst gerichtet werden, die im ersten Moment aussieht, wie wohlwollende Selbstzuwendung. In Wahrheit soll die Störung weg, damit es wieder leicht und schön ist. Das, was sich zeigt, hat keine wirkliche Daseinsberechtigung. Es ist etwas, das mit dem Zweck des Verschwindens angefasst wird. Gut mit sich sein können, ist erst wieder möglich, wenn das "Problem" gelöst ist.
Hier gibt es keine Bereitschaft, auch nur einen Millimeter von meiner tatsächlichen inneren Beschaffenheit wegzugehen. Keine Bereitschaft auch nur im Ansatz Hand gegen mich selbst anzulegen. Ich bin einverstanden mit dem, was sich gerade zeigt. Ich bin nicht erst wieder einverstanden mit mir, wenn es weg ist.
Dort erlebe ich eine Weigerung, komplett im Moment zu sein und sich WIRKLICH auf das einzulassen, was gerade da ist, außer es ist schön, dann soll es bitte nie enden. Es bedeutet rennen, Stress, Anspannung. Kein dauerhaft tiefes Atmen im Jetzt möglich. Keine echte Ruhe.
Hier ist ein entspanntes Verweilen in jedem Jetzt. Die inneren Landschaften dürfen sich ändern und von jetzt auf gleich völlig konträr sein. Ich gehe mit mir mit, mit dem Fließen und Wogen in mir. Meine Gefühle stören nicht, ganz im Gegenteil. Nirgends anders möchte ich sein. Es ist ein tiefes Ein- und Ausatmen. Mich stört nichts an mir, mich stören, wenn überhaupt, die Ideen der anderen, die von mir verlangen würden, dass ich mich jetzt anders fühlen oder etwas anderes machen sollte.
Und genau da gehen diese zwei Haltungen nicht mehr zusammen. Was bisher nach einem gemeinsamen, gleichen Nenner aussah, entpuppt sich als grundsätzliche Unterschiedlichkeit. Die LebensSinnAusrichtung ist komplett anders. Der eine stört den anderen bei dem, was für ihn Priorität hat und erstrebenswert ist.
Meine Erfahrung ist, dass sich an der Stelle tatsächlich die Wege über kurz oder lang unweigerlich trennen, weil es für beide nur noch frustrierend und höchst unbefriedigend ist. Das ist nicht nur völlig okay, es liegt für meine Begriffe in der Natur der Sache und kann in der schlichten Anerkennung dessen, unglaublich befreiend sein. Zwei Menschen reden nicht wirklich vom selben und verstehen etwas völlig anderes unter ihrem Lebenssinn.
Keine Einigung notwendig. Eine erleichternde Zweinigung erlaubt.
Samstag, 15. August 2026
Lesen im Feld für dich ganz persönlich
Der Impuls für diesen "Aufruf" fühlt sich ähnlich an. Selbst die Benennung will genau so sein, obwohl mir das irgendwie eckig vorkommt. Seelenlesen stimmte ebenfalls nicht mehr.
Aber sei's drum.
Ich habe heute in einem gemeinsamen Feld gelesen, also quasi eine "Beziehung", ein Miteinander befühlt und da war auf einmal dieses Gefühl von "ich mag das anbieten" - im Feld lesen.
Was immer dieses Feld gerade ist: Du, du in einer Beziehung mit jemandem, du und ein körperliches Symptom, du und das, was das Leben von dir will, du und ein Thema, das dich unfassbar beschäftigt, du und die Beziehung mit dir.
Ich mag hineinspüren und teilen, was ich wahrnehme, was sich mir offenbart. Das kann natürlich etwas komplett anderes sein, als das, nach dem du gefragt hast. Es kann auch sein, dass es überhaupt nicht dran ist und sich mir gar nichts offenbart.
In jedem Fall geht es um Standortbestimmung für dich, um Wahrnehmungsabgleich, um innere Selbstverortung, um Orientierung und Unterstützung dabei, Klarheit zu bekommen, so denn jetzt genau Klarheit dran ist. Manchmal muss das innere Chaos noch bleiben und dem werde ich mich nicht widersetzen. 😉
Wenn es dich aufrichtig und von Herzen ruft, schreib mir gerne eine Mail an mail@anja-reiche.de mit dem Betreff "Lesen im Feld" und auf jeden Fall eine Handynummer, an die ich dann die Sprachnachricht schicken kann. Falls du meine Handynummer eh schon hast, kannst du dich direkt per Textnachricht melden. Beschreibe kurz, was dich im Moment bewegt und auf was ich (m)einen inneren Blick werfen soll. Wie gesagt, es kann auch sein, dass ich etwas ganz anderes übermitteln soll und sich mir ganz andere Bereiche zeigen.
Wie so oft fühlt es sich stimmig an, es dir zu überlassen, fein zu erspüren, was du mir dafür an Geldliebe zukommen lassen willst. Ich schätze Intuition und die Stimme des Herzens gerade in solchen Dingen enorm. Ich vertraue deiner Weisheit und deinem Gespür für das Richtige.
Möglichkeiten für den Fluss findest du hier:
Revolut Bank UAB
Zweignied. Deutschland
IBAN: DE37 1001 0178 1975 4331 26
BIC: REVODEB2
oder
www.paypal.me/AnjaReiche
Ich bin unglaublich gespannt, in was ich alles eintauchen darf und was ich letztlich übermitteln soll.
Von Herzen
Anja ❤
Die Wahrheit bringt nachträglich so viel Heilung
"Hätte uns als Kind einmal jemand gesagt, wie zersprengt und kaputt die Erwachsenen in Wirklichkeit sind..."
Mir ist klar, dass alles genau so richtig war, wie es war, dass nichts hätte anders laufen müssen. Und dennoch hat es für mich immer wieder eine unglaublich heilsame Wirkung, wenn nachträglich die Wahrheit zu den verstörten, verwirrten, verzweifelten, verletzten Anteilen fließt. Alleine die Info, dass die Erwachsenen meiner Kindheit unfassbar verletzt und zersprengt waren/immer noch sind.
Es ist direkt zu spüren, wie sehr sich ALLES sofort verändert, wenn diese meine inneren Kinder tatsächlich die Möglichkeit bekommen, zu begreifen, zu verstehen, wenn das Erlebte von damals und ihre Gefühle auf einmal Sinn ergeben, zusammenpassen, sie sich selbst darin endlich verstehen können, merken, dass mit ihnen immer alles richtig war.
Immer wieder ist es so, als ob meine Erwachsene, die das alles durchdrungen hat, den Kindern von damals nun endlich von den tatsächlichen Begebenheiten erzählen kann.
Das, was mir vorgeworfen wurde, was angeblich an mir oder in mir zu finden gewesen ist, war nicht da. Meine Mutter hat mich nicht wahrgenommen, wie ich tatsächlich gerade da war und es war auch nicht ein gesamtes, heiles, erwachsenes Wesen, was da auf mich geschaut hat und zu mir gesprochen hat, mit mir interagiert hat. Es waren ihre verletzten Anteile und zwar alle fünf Minuten andere, die höchst widersprüchlich zueinander standen.
Meine Wut und Ablehnung galt also nicht einem ganzen, menschlichen Wesen, nicht meiner Mutter an sich, sondern den verletzten Anteilen, die hab ich weggestoßen. Wie oft kam ich mir in meinen heftigen Reaktionen unmenschlich vor, dachte wirklich, dass ich einem ganzen Menschen weh tun würde, ihn im Stich lassen würde, selbstverständlich menschliche Wünsche und Bitten abschlagen würde. Mit der Information, dass da kein ganzes Wesen ist, dass ich mich gegen Verzerrung und Bedürftigkeiten ihrerseits wehre, für die ihre Anteile gerade fälschlicher Weise mich als Erfüller auserkoren haben, verstehe ich mich auf einmal ganz anders in meinen Reaktionen und begreife, dass ich damit total recht habe, dass sie gerechtfertigt, natürlich und völlig adäquat sind und waren.
Ich weise nicht sie im Ganzen zurück. Ich schlage keine Bitten eines Erwachsenen ab. Ich weise die Anteile ab, die glauben, etwas von mir zu brauchen. Dieses scheinbare Brauchen von mir ist grundverkehrt. Da ist kein Erwachsener, den ich im Stich lasse, da ist ein inneres Kind, dessen Erwachsener es selbst im Stich gelassen hat. Ich bin überhaupt nie zuständig gewesen und die Bitte war keine echte Bitte.
Meine ganz natürliche Menschlichkeit als Kind, die selbstverständlich den Wunsch hatte, dass es allen gut geht, war total oft mein größter Fallstrick. Dieses Kind hätte die Wahrheit über die Beschaffenheit der Erwachsenen gebraucht. Dieses Kind hätte es gebraucht, dass im Moment der Vorwürfe und Schuldzuweisungen, sich jemand vor mich stellt und alles von mir weist, mir sagt, dass das, was da gerade scheinbar über mich geäußert wurde, mir zugeschrieben wurde, nicht die Wahrheit über mich ist, dass der "Erwachsene" gerade überhaupt nicht in der Gegenwart ist und mich schon gar nicht wirklich sehen kann. Ich hätte die Info gebraucht, dass die "Bitten" Bedürftigkeiten sind und das mein sofort empfundenes Widerstreben und mein Nein komplett stimmen.
Es hätte die Wahrheit zwischen mir und der verletzten Bezugsperson platziert werden müssen. Und wieder: Ich meine damit nicht, dass damals etwas hätte grundsätzlich anders sein müssen, sondern was es zur Unversehrtheit gebraucht hätte, also was dem Kind von damals in einem Umfeld von all den kaputten Erwachsenen dienlich gewesen wäre. Und das ist genau das, was über die Jahre wieder und wieder in der Selbstbegleitung nachträglich geschehen ist. Die Wahrheit hat Einzug gehalten. Meine inneren Kinder wurden nach und nach informiert, was damals tatsächlich passiert ist und haben das bekommen, was damals essentiell gewesen wäre - durch mich.
Eins nach dem anderen kam in der Wahrheit endlich zur Ruhe.
Donnerstag, 13. August 2026
Wie sieht die göttliche Wahrheit hier auf dieser Erde bezüglich Versorgung aus?
Auf der einen Seite habe ich unzählige Erfahrungen damit gemacht, dass tatsächlich immer für alles gesorgt ist, für das, was WIRKLICH wirklich gerade relevant ist. Darin ist eine unglaubliche Weisheit festzustellen. Dazu gehört im Heilungsprozess sehr oft, dass eben etwas gerade NICHT da ist.
Nun bewegt sich diese Frage auf dem Bild hier wieder sehr kraftvoll in mir. Da steigt Freude und Neugier auf, Entdeckergeist wird wach. Mir ist total bewusst, dass zum Beispiel Geld einfach nur zwischen mich und das Leben selbst geschoben wurde. Etwas hat sich scheinbar zwischen den Menschen und all das geschoben, was ihm von Natur aus frei zustünde und auch da wäre: Wasser, freie Energie, Grund und Boden, etc. Hätte es da nicht irgendwann begonnen, dass jemand/etwas Besitzansprüche geltend gemacht hätte, wäre für alle immer genug da. Geld wäre nicht notwendig.
Daher ist tatsächlich gerade die Frage, wie es denn nach der göttlichen Ordnung hier auf der Erde gedacht und angelegt ist? Gehört es zur Erfahrungswelt hier, dass scheinbar die "Trennung regiert" und ist "trotzdem" alles für mich da (was ich immer wieder erfahre), oder gibt es ein "ganz außerhalb von all den Systemen der Trennung"? Gibt es ein Erleben von "ich und das Leben selbst" in aller Direktheit, ohne Systeme der Trennung und eben auch Geld? Freie Energie erfahrbar, jederzeit freier Zugang zu Grund und Boden, zu Wasser und was es eben sonst noch braucht? Und ist es möglich genau jetzt schon - obwohl die Welt so ist, wie sie ist - darin zu sein? Oder vielleicht ist alles noch ganz anders?
Tatsächlich taucht gleichzeitig die Frage auf, ob es EINE Antwort gibt, oder ob es für jeden zu jeder Zeit eine andere Antwort ist. Also selbst wenn ICH z. B. freien Zugang zu allem hätte, wäre es dann für jemand anderen in einem anderen Bewusstseinszustand hier in diesem Leben überhaupt auch möglich?
Ich mag auf jeden Fall in MEINE Antwort(en) hineinleben. Ich mag mit solchen Fragen immer wieder aufs Neue ein neues Feld öffnen und alles bisher Gewusste und Erfahrene nicht als grundsätzlich gegeben sein lassen. Ich liebe diese Art von Neugier aufs Leben. Wieder und wieder und wieder noch mehr forschen und ausprobieren und ins Unbekannte eintauchen, es mir zeigen lassen, eben auch das, was ich noch nicht kenne. Die Möglichkeiten sind derer so viele. Das Leben kann soooo viel mehr das ist für mich eindeutig. Was ist tatsächlich für mich gedacht? Wie ist es für mich gedacht? Was ist noch alles möglich?
Emotionale Freiheit
"Nichts im Außen kann letztlich wirklich darüber bestimmen, wie ich mich in mir, mit mir und im Leben fühle."
Irgendwie ist das gerade nochmal wie unumstößlich in mir gelandet und zwar MIT dem Wissen um all die inneren Kinder und wie schnell sie berührt sind. Also nicht dieses "Ich entscheide, wie ich mich fühle", was ganz oft ein Negieren von Schmerz ist und letztlich ein mich verlassen und verleugnen.
So meine ich diesen Satz nicht, so hat er mich nicht gemeint, als er eben zu mir kam.
Es war, ist, viel mehr das Erkennen, dass tatsächlich keine äußeren Umstände dafür sorgen können, dass ich mich wieder schlecht, gedrückt oder geknickt fühlen muss, dass es wieder schwer sein muss, wie es in der Kindheit irgendwann immer kam. Keine äußeren Umstände oder Entscheidungen von anderen haben mehr die Macht, tatsächlich über mich und mein Leben zu bestimmen. Mein Nein und meine Integrität sind jetzt unantastbar, weil ich bei mir bleiben kann und darf, weil ich weiß, wer ich bin und keine Abhängigkeiten mehr Wirklichkeit sind.
Nichts kann verhindern, dass ich mich sauwohl in mir drin und im Leben fühle, weil ich um die Wahrheit weiß.
Selbst wenn noch so "bedrohliche" Dinge passieren, muss ich mich davon nicht beeindrucken lassen. Dieses Unbeeindrucktsein ist dadurch möglich, dass ich weiß, wenn Aufruhr in mir ist, dass da etwas sein muss, was nicht die letzte Wahrheit ist. Dann können da aufgescheuchte innere Kinder sein, die ich begleite und das wird immer zur Wahrheit über das Leben führen und immer in die Freiheit.
Umso mehr Anteile daheim sind und um die Wahrheit wissen, umso unbeeindruckter bin ich natürlicher Weise von den Umständen.
Ich weiß, wie sich die Wahrheit über das Leben anfühlt und ich weiß, wie ich mich in der Wahrheit fühle. Alles, was nicht dieser Wahrheit entspricht, muss und kann ich nicht mehr ernst nehmen. Das ist Freiheit pur. Die Freiheit, wie ich mich fühle.
Sonntag, 9. August 2026
Es ist nicht ein "da rauskommen"
Der "Ausweg" ist aus meiner Erfahrung nach immer im Innen, im Bewusstsein, im Erkennen der Unwahrheiten, der Traumalügen, der Unnatürlichkeit, der Verdrehung.
Ich muss nicht von etwas wegkommen, sondern "nur" daraus erwachen. Und genau das kann ich nicht wirklich machen. Es geschieht in der Hinwendung zu dem, wie sich das, dem ich entkommen möchte, in mir anfühlt. Im Damitsein, Darinsein und mich selbst/es absichtslos beobachtend, während es noch wahr erscheint, "kollabiert" es automatisch irgendwann in die Wahrheit und der Anteil ist frei.
Freitag, 7. August 2026
Es ist nicht wahr, dass durch Leben Schuld entsteht.
Wie soll ich transportieren, was ich gerade fühle, wie ich diesen Satz fühle, der mit einem Rumms und aller Klarheit in mir aufgetaucht ist?
Unser Leben, DASS wir leben, verursacht keine Schulden. Alles, was wir natürlicher Weise zum Leben brauchen, fließt uns zu. Davon muss weder etwas erarbeitet noch später zurückgezahlt werden. Leben fließt zu, ohne etwas von dieser Energie zurück zu wollen und ohne, dass wir es uns überhaupt erst verdienen müssen.
Jedes Konstrukt, Konzept, "Prinzip", das hier künstlich auf der Erde installiert wurde, wohlgemerkt aus der Idee der Trennung heraus, das auf dem Schuldprinzip basiert, ist eine Lüge, unnatürlich und überhaupt nicht die Wahrheit über das Leben selbst. Alles, was Schuld oder Schulden beinhaltet, stimmt in letzter Konsequenz nicht mit dem Leben selbst überein.
Das Einzige, was das Leben tatsächlich von uns "will", wenn ich es überhaupt so nennen möchte, ist, unser Erblühen, uns in unserer Blüte. Das von ganz von alleine gebend, was unser Sein eh gibt, was aus unserem Sein heraus sowieso in die Welt fließt. Und das ist ganz sicher kein Zurückgeben in dem Sinn. Was mir zugeflossen ist, ist mir zugeflossen. Es wurde "verwendet" und fließt verwandelt wieder raus. Es muss nicht an die gleiche Stelle gelangen, von der es kam. So funktioniert Leben nicht. So fühle ich nicht die Wahrheit.
Leben ist ein steter Zufluss, eigentlich Durchfluss mit Umwandlung. Mir fließt zu, in mir findet Alchemie statt und etwas anderes fließt wieder heraus. Das ist alles. Dabei entsteht keine Schuld gegenüber der Quelle.
Es ist schlicht nicht wahr, dass durch "mein Leben leben" Schuld entsteht. Durch Leben an sich KANN keine Schuld entstehen. Schuld existiert nur in der Idee der Trennung vom Leben selbst. Schuld ist nichts Natürliches. Schuld ist nie die letzte Wahrheit. Leben und Schuld können nie gleichzeitig existieren.
Mittwoch, 5. August 2026
Reife- und Bewusstseinsmodell von Barbara Klaus
Ich mag diese Forschungsergebnisse von Barbara mit euch teilen.
Barbara, ich danke dir sehr für deine Differenzierung und diese Betrachtungsweise. Wissen, was wo zu erwarten ist und der Prozess gerade braucht. 🙏🏼❤️💎 Danke für dein so wertvolles Forschen, Beobachten, Durchdringen und Teilen. Tatsächlich finde ich mich in allen fünf Qualitäten wieder. Dieses Auseinandersortieren der Unterschiede der Phasen macht ein Aha in mir.
Hier geht es zu Barbaras Text:
https://www.innenweltreisen.at/2026/08/01/reife-und-bewusstseinsmodell-um-tiefe-tragfaehig-zu-machen/
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| Fotocredit: innenweltreisen.at |
Dienstag, 4. August 2026
Es obliegt nicht mir, ob jemandem etwas zu Bewusstsein kommt
Es geht mich schlicht nichts an, wie es um den Bewusstseinszustand eines anderen bestellt ist. Ich muss ihn nicht wachrütteln oder ihm etwas klar machen. Es obliegt genau EINEM und von der Seite ist es eh schon geschehen, weil gewollt und deswegen wird das sein, was sein soll. Was auch immer das dann ist und das wird in irgendeiner Form richtig und wichtig sein, auch wenn es für mich vielleicht komisch ausschaut.
Es ist erleichternd und beruhigend zugleich, es nicht bewerkstelligen zu müssen, dass jemandem etwas zu Bewusstsein kommt, es nicht irgendwie schaffen zu müssen, es in SEINEN guten Händen zu wissen und damit in der Ordnung, von der ich, was die Wege anderer angeht, nun mal - wenn überhaupt - nur eine leise Ahnung habe.
Wer bin ich, es besser zu wissen? Wer bin ich, über einen Weg zu urteilen?
Natürlich heißt das nicht, dass ich alles mit mir machen lassen muss. Das ist ja genau der Punkt. Eben nicht. Ich darf genau daraus dann meine Konsequenzen ziehen bzw. schauen, was der jeweilige Bewusstseinszustand inklusive Handlungen des anderen in mir berühren, was es mit mir macht, dass es genau so ist, wie es ist und wenn ich davon ausgehe, dass es so bleiben darf, dann darf ich hinspüren, was genau DAS für mich bedeutet. Wie ich dazu in Beziehung stehe, was das für mich heißt und wer oder was ich im Bezug dazu gerade bin bzw. sein könnte (von der höchsten Wahrheit ausgehend).
Ich habe genau nur ein Leben und einen Bewusstseinszustand zu verantworten und das ist das bzw. der meine. Wissend, dass mein Sein und Tun Auswirkungen hat. Wissend um das Ich, das Wir und das Höhere. Ich bin dafür verantwortlich, dass ich mich lebe und entfalte, dass ich hinhöre und da bin, dass ich bei mir bin. Niemandes Bewusstseinszustand sonst ist meine Verantwortung.
Mir ist bewusst, dass es unzählige Kinder in uns gibt, die auf den Bewusstseinszustand der Erwachsenen angewiesen waren und die zig Strategien entwickelt haben, entweder daran was zu ändern oder damit klar zu kommen, dass sie sind wie sie sind - allerdings eben aus der kindlichen Abhängigkeit heraus, mit all den kindlichen Schlussfolgerungen und da war der Bewusstseinszustand (der meistens dürftig ausgebildet war) der anderen äußerst relevant für uns, meistens fatal in den Folgen.
Es sind genau diese inneren Kinder, die andere zur Einsicht bewegen wollen, die Welt verbessern, wachrütteln. Sie versuchen immer noch das hinzubekommen, was als Kind schon nicht funktioniert hat: Das Umfeld so zu gestalten, dass es sicher ist und ich als Kind tatsächlich das bekomme, was ich bräuchte. Es sind genau diese Kinder, die wiederum genau mich brauchen, bewusst, wach und mitfühlend mit mir selbst. Sie brauchen nicht den anderen. Als Kind war das wahr, dass es auf den anderen angekommen wäre. Jetzt stimmt das schlicht nicht mehr. Jetzt kommt es auf mich an und auf sonst niemanden.
Jedwede gefühlte Abhängigkeit als Erwachsene meines Weh und Wohls von anderen kann nicht die letzte Wahrheit sein. An der Stelle darf ich schauen, wer in mir das glaubt und warum. An der Stelle darf ich mir selbst zur Seite stehen oder mir Hilfe suchen, mit deren Unterstützung ich dann gut für mich da sein kann.
Mir obliegt es einzig, ob ich zu Bewusstsein komme.
Und es obliegt einzig mir, ob ich zu Bewusstsein komme und auf welche Weise. Genau wie die anderen mich nichts angehen, gehe ich die anderen nichts an.
Samstag, 1. August 2026
Sein. Mit sich. Ohne sichtbaren Nutzen.
Kein "um zu" (oder maximal um mich in diesem "um zu" zu beobachten und meinen Mustern zu begegnen), kein Zweck, kein Füllen von Leere, kein Vermeiden von Gefühlen, die in der Leere und dem Nichtwissen unweigerlich auftauchen, kein Vermeiden von Umständen, kein Erreichenwollen von irgendwas.
Sein. Mit sich. Ohne sichtbaren Nutzen. Ohne Pläne. Ohne Gewissheit auf irgendwas. Ohne selbst etwas steuern zu wollen. Und eben ohne jedwede Rolle. Ohne irgendeinen Platz in irgendeinem Gefüge, der mein Dasein rechtfertigen würde.
Ich mit mir. Blank. Pur. Roh.
Absichtslos. Offen. Neugierig.
Nichtwissen und eben auch nichtwissend, wie lange diese Phase dauern wird, ob sie jemals endet, was mit mir darin geschieht und wo es mich hinführt.
Diese Schwelle bahnt sich an. Sie kommt meist nicht plötzlich. Es ist ein "nach und nach nicht mehr hineinpassen". Da fällt eine Freundschaft weg, dort ein Hobby, Kontakte werden weniger, es zwickt in der Familie, meist sowohl in der Ursprungsfamilie, als auch in der selbst gegründeten. Der Job bleibt meist auch nicht übrig. Die Reihenfolge von all dem ist unterschiedlich. Die Ausstiege kommen in Wellen und doch kommt irgendwann der Punkt, an dem tatsächlich nichts mehr übrig zu sein scheint, nichts mehr von dem passt, was mal so richtig war.
Dieser Punkt ist nach meinem Empfinden essentiell, absolut wesentlich und nicht zu umgehen. Dann bin da nur noch ich und das, was mich von innen lebt. Ein Nullpunkt. Der Rückbau all dessen, was ich nicht bin, hat stattgefunden, um überhaupt mal den Samen kennenzulernen, der ich eigentlich bin, zu erspüren, was in mir wirkt. Dann - irgendwann - entsteht von der Wurzel an, neu und wahrhaftig der Ausdruck meines wahren Seins.
Nur ist davor dieses Nichts. Ich mit mir. Diese krasse Phase, in der überhaupt erst die Individuation stattfindet, die vorher nie gesund hat stattfinden können, weil es die notwendigen Entwicklungsräume in den allermeisten Familien nicht gegeben hat. Und diese Individuation ist nicht einfach ein Nachholen, davor oder immer wieder währenddessen gibt es Wunden zu fühlen, die eben genau aus dem Schmerz bestehen, dass wir nicht zu uns selbst werden durften und keine tiefe, weite, freie, gesunde Verbindung erfahren haben. Es gab kein Ich, es gab kein Wir. Es gab keine Wurzeln und keine Flügel. Es gab keinen Raum. Es gab keinen Punkt. Und schon gar nicht gab es die übergeordnete Wahrheit über mein Sein, kein Eingebettetsein, keine Göttlichkeit.
Dieses Nichts, diese Höhle, die Zeit des Samens unter der Erde, diese Rückerinnerung an die Wahrheit, die Stille und Raum braucht und bestimmt auch immer wieder adäquate Begleitung und Gehaltensein - eben echte Beziehung -, ist das Wichtigste und Herausfordernste zugleich. Totaler Kontrollverlust. Absolute Selbstbeobachtung. Hingabe an etwas Größeres. Seinlassen. Der volle Break mit allem Bisherigen. Tabularasa. Reset.
Beängstigend und befreiend zugleich. Höchst anspruchsvoll und erleichternd. Viele Tode und doch die Rettung. Das Schlimmste und das Beste. Vom gedachten Leben ins echte Leben. Vom Funktionieren ins Geführtsein. Von der Trennung in die Anbindung.











