Dienstag, 21. Juli 2026
Heil(ich)räume - via Zoom
Wieder und wieder.
Mit euch. Für euch.
Für mich. Für uns.
Für Gott. Mit Gott.
Fürs Leben.
Damit es geschehen kann.
Da ist gerade so ein Zug drauf.
Deswegen eröffne ich auch diese Woche Räume. Räume zum Geschehenlassen. Räume zum Sein, zum Fühlen, zum Erinnern, zum Erkennen, zum Verstehen, zum Schweigen, für eben genau das, was gerade sein soll in diesem gemeinsamen Feld, im Miteinander.
Ich lade euch ein. Ich rufe zusammen.
Von Herzen, mit Herz
🩷 Anja 🩷
Anmeldung Donnerstag | 23.07. | 10 Uhr
Anmeldung Freitag | 24.07. | 19 Uhr
Anmeldung Sonntag | 26.07. | 10 Uhr
👉🏼 Mein Wirken, dieser Raum, hat keinen festen Preis. Ich wünsche mir ein feines, aufrichtiges Erspüren der Stimmigkeit und Ordnung für Geldliebefluss, Wertschätzung, Ausgleich in meine Richtung.
Danke für dein Handeln nach Intuition! 🙏🏼
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PS: Und wieder mag ich sagen, dass genau das auch immer in einer 1:1-Begegnung mit mir stattfinden kann. Wenn das für dich stimmiger ist, als in einer Gruppe, melde dich gerne per Mail (mail@anja-reiche.de).
Donnerstag, 2. Juli 2026
Sie hätten sich komplett auf mich einlassen müssen
Gerade vorhin bin ich einem Fehlen auf die Spur gekommen, etwas, das nicht war, aber hätte sein müssen. Es ist wieder und wieder herausfordernd, das klarzubekommen, zu greifen, zu benennen, was gefehlt hat.
Ich hätte es gebraucht, dass der andere sich komplett auf mich einlässt und von meinem Innenerleben berühren lässt. Sie hätten meines voll an sich ranlassen müssen, MICH voll an sich ranlassen, darauf eingehen, was in mir ist, es aufgreifen, durch sich durch bewegen. Sie hätten mit meinem im Vollkontakt sein müssen! Ein Wir-Raum, in dem meines durchbewegt werden kann, egal, was das gerade ist und vor allem dann, wenn es das Miteinander betrifft, darin entsteht.
Stattdessen waren sie auf der Flucht vor genau dem und letztlich natürlich eigentlich vor sich. Sie waren nicht in der Lage, liebender, fühlender, weiter Raum zu sein. Sie waren unberührbar für meines. Sie sind mit meinem Inneren nicht in Beziehung gegangen.
Hier geht es zur entsprechenden Audio: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/2718
Montag, 29. Juni 2026
Es gibt genau eine echte Verantwortung
Verantwortung, die Druck und Pflichten meint, die vom Außen vorgegeben sind, ist keine Verantwortung. Verantwortung meint nicht, brav sein und anderen nutzen. Verantwortung meint nicht, sich selbst komplett zu vergessen und nur für andere da zu sein. Verantwortung meint nicht, keinen eigenen Willen und keine eigenen Gefühle haben zu dürfen. Verantwortung heißt nicht, die anderen vor mich selbst zu stellen, dem „Gemeinwohl“ zu dienen und dabei selbst drauf zu gehen. Das alles wollen Menschen von anderen, wenn sie selbst nicht verbunden sind, nicht in sich zu Hause, nicht mit der Quelle eins. Das ist eine Idee von Verantwortung, die der Trennung entspringt. Wenn ich mich selbst nicht gehalten und versorgt fühle, sicher und geborgen, dann will ich das andere dafür sorgen, dass ich mich so fühle.
Damit bin ich immer vom Außen abhängig. Und damit geht automatisch einher, dass ich das Außen kontrollieren will, dass ich es dazu bringen will, dass meine Erfüllung geschieht. Das kann niemals die letzte Wahrheit sein. Das ist alles, nur keine Freiheit, kein Frieden, keine Eigenmacht und vor allem keine eigene Größe. Darin weiß ich nicht, wer und was ich eigentlich wirklich bin. Das ist nicht Ausdruck von „wer und was ich wirklich bin“. Das wird meinem wahren Wesen nicht im Ansatz gerecht.
Ich sehe Frauen, die meinen sie bräuchten Sicherheit von einem Mann, damit sie erblühen können und ein ruhiges Nervensystem haben. Ich sehe Männer, die meinen sie bräuchten einen 100% sicheren, authentischen Raum von einer Frau, damit sie endlich mit all ihren Gefühlen da sein können. Beide Bedürfnisse gehören für mich komplett in die Kindheit. Da stimmt das. Da gehört das hin und da hätte das sein müssen. Als Erwachsene/r ist das aber nicht mehr wahr. Mein sicherer Raum ist da, wo ich ganz da bin. Nur weil jemand mit meinen Gefühlen nicht umgehen kann und dadurch in Not kommt, heißt das nicht, dass ich nicht da sein kann. Doch kann ich sehr wohl. Deswegen muss ich es nicht verdrängen und mich auch nicht verlassen. Das Gefühl muss nicht weg. Der andere muss nicht weg. Ich muss nicht weg. Ich kann bei mir und meinem Innenerleben bleiben, auch wenn der andere deswegen angetickt ist und es gerne anders hätte. Solange keine Gefahr für Leib und Leben besteht, kann ich in diesem Raum mit meinen Gefühlen da sein. Mit mir darin sein.
Ich brauche vielleicht für den Heilungsweg als Überbrückung sichere Räume, aber nicht grundsätzlich, um als Erwachsene/r mein Leben leben zu können, mich entfalten zu können, da sein zu können, meine Gefühle zum Ausdruck bringen zu können. Daran kann ich mich letztlich nur selbst hindern.
Es ist nicht wahr, dass Frauen etwas grundsätzlich von Männern brauchen, damit sie erblühen können. Es ist nicht wahr, dass Männer grundsätzlich etwas von Frauen brauchen, damit sie da sein können. Da gibt es faktisch keine naturgegebene Abhängigkeit. Jungs brauchen etwas von ihrer Mutter. Mädchen brauchen etwas von ihrem Vater. Wenn diese inneren Kinder nachträglich versorgt sind, können sich Männer und Frauen in einer nie gekannten, neuen, freien Weise begegnen, ganz ohne Ansprüche und Brauchen. Reif und in sich ganz.
Und bis dahin kann jede Begegnung nur dazu hergenommen werden, die inneren Kinder aufzuspüren, die noch unerfüllte Bedürfnisse haben. Beziehungen dienen nicht dazu, endlich das perfekte Umfeld zu bekommen, das ich als Kind gebraucht hätte. Es gilt nicht einen bestimmten Status Quo zu erhalten und deswegen Ausschau zu halten nach dem Mann oder der Frau, die mir endlich das gibt, damit ich mich leben kann.
Das Einzige, nach dem ich immer und überall Ausschau halte, bin ich. Ich nehme alles her, um mich selbst zu erkennen, das Unbewusste bewusst zu machen, Fehlendes aus der Kindheit zu ergründen, das zu erkennen, was gar nicht ich bin. Umso mehr ich in mir lande, umso mehr lande ich in der Anbindung zu allem und einer so enormen Grundsicherheit, die mir nichts und niemand im Außen geben könnte.
Das ist die einzige Verantwortung die ich wirklich habe. Ich in meinem Gewahrsein über mich. Ich in der Quelle. Ich aus der Quelle. Ich, die Quelle selbst.
(Und diese Verantwortung habe ich vor allem dann, wenn ich Kinder habe. In dieser Bewusstheit, Reife, feinen Tieffühligkeit und Freiheit werde ich automatisch und intuitiv alles tun, was das Kind für seine Entfaltung braucht. Es geht gar nicht anders. Diese Reife lässt mich komplett im Moment sein und der weiß alles.)
Mittwoch, 17. Juni 2026
Das Bedürfnis, als Sehende gesehen zu werden
Es ist so subtil dieses Gefühl, dass da etwas nicht stimmt. Ich könnte noch nicht mal direkt sagen, dass es da ein Bedürfnis von mir gibt, das nicht erfüllt wurde. Wie auch? Da ist eher erstmal eine gewisse Unruhe, etwas in mir schaut sich suchend und irritiert um, weiß mit der Situation nicht umzugehen.
Ich wurde als Kind Zeuge von unzähligen Situationen, in denen Erwachsene aus meinem direkten Umfeld aus ihren Verletzungen heraus mit anderen interagiert haben. Sie fühlten sich z. B. angegriffen und bedroht, ohne dass die Bedrohung tatsächlich im Raum war. Sie gingen den anderen an, ohne dass das im Jetzt berechtigt gewesen wäre. Ich war irgendwie mittendrin, hab das gesehen, realisiert, dass das alles total aneinander vorbeigeht, dass das der Wahrheit des Moments nicht gerecht wird und wusste nicht damit umzugehen. Jeder blieb in seiner Geschichte, glaubte das, wie er es erlebt hatte. Nichts wurde geklärt, sortiert, aufgeräumt.
Und ich war mittendrin und kam doch darin nicht vor. Ich war mit meiner Wahrnehmung alleine, konnte mich nicht positionieren, weil ich eh nicht gehört wurde. Es war niemand für mich ansprechbar, weder für meine Wahrnehmung empfänglich, noch für das, was meine Position als Sehende in all dem bedeutet hat, wie ich mich darin fühle, das alles zu erleben und nirgends eine Anlaufstelle zu haben. Ich war die Sehende, die nicht gesehen wurde. Niemand hat mich in all dem überrissen. Sie haben ja noch nicht mal sich mitbekommen. Es hätte erstmal erfolgen müssen, dass sie mit sich in Kontakt kommen, um dann überhaupt erst mit mir und meiner Lage in Kontakt kommen zu können. Aussichtslos.
Heute bin ich dem auf den Grund gegangen, was DAS eigentlich für mich bedeutet hat, was ich wirklich gebraucht hätte und dass das NIE stattgefunden hat. In all dem hat es mich nie gegeben. Ich wurde nicht wahrgenommen, nicht mit meiner Wahrnehmung, nicht mit meinem Empfinden darin, dass ich sehe, was die anderen nicht sehen. Niemand hat auch nur ansatzweise in meine Richtung geschaut. Wie auch? Sie waren ja in ihrem Notprogramm und hielten es für die Wahrheit. Ihre Not dominierte alles und ließ keinen Raum dafür, sich mir zuzuwenden und mich zu begleiten.
Pure, schreckliche Einsamkeit, Schmerz, Ohnmacht, eine Form von Nichtexistenz, obwohl ich da bin, Unzufriedenheit, weil das der Wahrheit des Moments nicht gerecht wurde, was sich da zugetragen hat. Ich hab die anderen überrissen, aber mich hat in meinem Überreißen keiner überrissen. Niemand da, der mich als Sehenden darin hätte sehen können. Und genau DAS hätte ich gebraucht: Dass jemand die komplette Situation erfasst mit allen Schieflagen der Beteiligten, mich in meinem Erleben inklusive, meine Position und Lage DARIN und zwar voll und ganz.
Dieses Bedürfnis war nach wie vor offen. Da es mir in solchen Situationen noch nie passiert ist, dass meine Lage erkannt wurde und ich mitfühlend gesehen wurde, wusste ich bis heute nicht, was sich da für mich so seltsam anfühlt. Jetzt weiß ich es. Was für eine Erleichterung!
Samstag, 13. Juni 2026
Boden unter den Füßen
Annette meinte einmal, dass unsere "Reise" - also die von Christian und mir - sie an einen Drahtseilakt erinnert und manchmal könnte sie einfach nicht hinsehen. Ich kann es verstehen. Dieses Bild von diesem Drahtseil war so treffend für mich und hat sich sofort vor meinem inneren Auge ausgebreitet. Völlig stimmig.
Das Seil ist gespannt von einem Berggipfel zu einem anderen. Dazwischen eine schier unendliche Distanz. Einer kommt von links, der andere von rechts. Wir bewegen uns aufeinander zu. Jeder Schritt von einem von uns versetzt das Seil ordentlich in Schwingung. Der andere muss ausbalancieren. Wir schwanken, rudern manchmal mit den Armen. Höchste Konzentration. Jede Bewegung muss sitzen. Manchmal stehen wir beide eine Zeit lang still, zum Atmen, Neusortieren, Orientieren - oder in meinem Fall, um mir die Haare zu raufen, zu schreien und kurz mal zu verzweifeln. Umkehren war dennoch nie eine Option, runterfallen übrigens auch nicht. 😉
Seit gestern oder vorgestern ist da bei mir diese Veränderung in den inneren Bildern und eben auch in mir - nach unzähligen weiteren Erkenntnissen, geborgenen inneren Kindern und endlosem Begreifen, von dem ich euch so gerne erzählen wollte und doch kam kein Wort aus mir raus.
Ich hab wieder Boden unter den Füßen. Tatsächlich seh ich erstmal nur mich. Das Seil liegt zwischen meinen Füßen auf der Erde. Wie ich da runtergekommen bin und wo Christian ist, kann ich darin im Moment nicht sehen. Nur spüre ich meine innere Wandlung. Da ist das Empfinden, dass etwas Grundlegendes geschafft ist. Da ist eine neue, ruhige Sicherheit. Bislang war ich mir "nur" dessen sicher, dass meine Erlösung gewiss ist. Das war mir immer klar. Für meine Heilung ist in all dem alles perfekt orchestriert. Die Sicherheit in meinen eigenen Prozessen, in der inneren Führung, das war immer da. Das war und ist auch das Einzige, was wirklich in meiner Verantwortung liegt. Um mehr hatte ich mich nicht zu kümmern. Um weniger auch nicht. Es ging nicht um das Wir. Es ging immer nur um meinen einen nächsten Schritt oder die Auswirkungen seiner Schritte bei mir. Damit hatte ich wahrlich genug zu tun und darin war und bin ich mir sicher.
Und jetzt ist da noch etwas anderes sicher, das ich noch nicht wirklich greifen kann. Kurz war da das Bild, dass sowohl Christian als auch ich in einer alles entscheidenden Sicherheitsöse eingehakt haben. Bisher war da eben keine Sicherung. Und es ist wohlgemerkt die gleiche Öse. Wir müssen beide da gewesen sein. Eine kurze Bildsequenz, ohne dass ich mehr von der Umgebung oder den Umständen hätte sehen können. Irgendwas ist da beieinander, was unbedingt zusammenkommen musste. Dieses Einhaken ist unumkehrbar und war essentiell.
Tatsächlich habe ich bislang nicht wirklich eine Ahnung, was das bedeutet, was da anscheinend geschehen ist. Aber es ist. Ich bin nicht mehr auf dem Drahtseil. Ich steh am Boden. Etwas ist geschafft. Da ist diese Ruhe, eine Art namenlose Gewissheit. In mir nickt es und lächelt wissend. Und während ich das tippe, ist Christian aufgetaucht. Steht mir am Boden gegenüber. Ich grinse ihn spitzbübisch an. Er lächelt mit Tränen in den Augen zurück. Wir umarmen uns. Da ist etwas beieinander. Ja. ❤️❤️
Donnerstag, 4. Juni 2026
BeziehungsRaum
Beziehungen als Gelegenheit für Bewusstwerdung und Selbstbegegnung
Ihr Wundervollen, ich mag mal wieder mit einer Gruppe eintauchen und diesmal ganz konkret über das Forschungsfeld Beziehungen. Ob das Partnerschaften sind oder die Beziehungen zu Freunden, Kollegen, Eltern oder Kindern, jede Art eröffnet die hervorragende Möglichkeit zur Bewusstwerdung und Selbstbegegnung.
Ich mag Dynamiken betrachten, Wahrnehmungsabgleich machen, nach Wirkprinzipien und Überlebensstrategien schauen, die inneren Kinder orten, ggf. das Selbstbild zurechtrücken und natürlich allen Gefühlen, Prozessen und inneren Bildern Raum geben. Gerne mag ich auch von mir teilen. Was eben gerade relevant und wichtig ist, aufsteigt, sichtbar wird und not-wendig ist.
Der Raum wird eh seiner eigenen Intelligenz folgen und sein Wesen entfalten.
Ich freu mich auf uns und alles, was geschehen will.
Link zur Anmeldung für Freitag, 05.06., 19 Uhr
Link zur Anmeldung für Samstag, 06.06., 19 Uhr
(Dauer erfahrungsgemäß zwischen 2 und 3 Stunden)
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Freitag, 24. April 2026
Den anderen erreichen wollen führt zu Ohnmacht
Es rattert ordentlich weiter.
Den anderen erreichen wollen führt mich letztlich, automatisch und unweigerlich in eine Ohnmachtsposition. Es liegt nicht in meiner Hand, ob "mir" das gelingt, ob das gelingt.
Bei mir bleiben kann ich immer, meint: Das liegt immer in meiner Hand, damit bin ich sowohl in meiner Macht als auch in meiner einzigen Verantwortung, in meiner Kraft, an meinem Platz, in meiner Gegenwärtigkeit und Selbstwirksamkeit, an dem Ort, von dem aus ich tatsächlich agieren kann. Für mich.
Donnerstag, 23. April 2026
Den anderen erreichen wollen und mich dafür verlassen
Mein persönliches Kryptonit: Den anderen erreichen wollen! Es ist die allergrößte Versuchung, mich dafür zu verlassen. Dabei kann ich mir den Umweg sparen. Ich darf mich direkt behalten, direkt bei mir bleiben, auch und gerade, wenn mich der andere nicht versteht.
Oder wie Jutta es mal so treffend formuliert hat: Für meine Wahrheit braucht es keinen verstehenden Empfänger. (Mit Wahrheit ist das eigene Innenerleben gemeint)
Ich bemerke die Kinder in mir, die endlich landen wollen, die gehört und begriffen werden wollen, die jemanden tatsächlich erreichen wollen, weil sie endlich erfasst werden wollen. Und zwar richtig, ohne Interpretation, ohne Unterstellungen, ohne falsche Urteile, ohne Bewertung, ohne dafür bekämpft zu werden, für das, was sie empfinden, ohne als Feind, Angreifer oder Bedrohung empfunden zu werden, die man in den Griff bekommen muss.
Die Kinder, die einfach sagen wollen, wie sie sich in der Beziehung (mit den Eltern) fühlen und dass es ihnen damit und darin überhaupt nicht gut geht. Sie wollen erleben, dass das einfach Raum hat und es anerkannt wird.
Und jetzt als Erwachsene, kann ich direkt bei mir bleiben. Es geht gar nicht mehr darum, den anderen zu erreichen. Meine inneren Kinder, die das noch wollen, begleite ich.
Samstag, 14. März 2026
Das Anerkennen des Nichts
Ich mag euch mitnehmen auf diese Erkundungsreise in mir, der neuen Begegnung mit ihr und der Wahrheit hinter all dem.
Hier geht es zur Audio: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal/2659
Samstag, 14. Februar 2026
BeziehungsRaum
Aus den Tiefen meiner intensiven Heilungsbeziehung
Sonntag | 15.02.2026 | 19 Uhr
via Zoom
Ich mag euch davon erzählen. Von dem Miteinander von Christian und mir, von den letzten drei Jahren, von dem Weg, den wir bisher schon zurückgelegt haben. Ich wollte das schon so lange und nie war es wirklich stimmig. Jetzt schon. Es fühlt sich an, als hätte ich jetzt einen gewissen Überblick und mehr Verstehen vom Grundlegenden.
Ich mag euch mitnehmen, teilen, von den Prozessen, Erkenntnissen, Herausforderungen, den Bindungswunden und ganz speziell verletzen Anteilen, den krassen Durchbrüchen und größeren Zusammenhängen berichten, Fragen beantworten, falls ihr welche habt. Jede Frage, auch die intimsten. Und natürlich ist das erst mal mein Erleben, mein Blickwinkel, mein Ruf, mein Impuls, einen Raum dafür zu öffnen. Es stimmt gerade so. Ich werde da sein.
Dieser Weg, diese letzten drei Jahre, in dieser soooo intensiven Heilungsbeziehung ist so dicht an Erfahrung und Entwicklung, dass ich wahrscheinlich Bücher füllen könnte und doch geht nichts über persönliche Begegnung, den Dialog und die Möglichkeit, es zu fühlen, mir dabei in die Augen zu schauen, mich im jetzigen Zustand zu erleben. Transparent und offen.
Und ich mag euch in die Augen schauen und fühlen.
Ich weiß nicht, was tatsächlich von all dem Durchgemachten dann zur Sprache kommt, was oben auf liegt. Das entscheidet das Feld derer, die zusammenkommen und der jeweilige Moment, meine Impulse, das, was aufsteigt, eure Fragen. Wir werden es erleben und erspüren, wenn es so weit ist.
Gerade jetzt fühlt es sich an, als ob es mehrerer solcher BeziehungsRäume geben wird, aber wirklich wissen kann ich das natürlich nicht. Und wenn es so ist, wird keiner dem anderen gleichen. Nicht im Ansatz wahrscheinlich. Auch eine Aufzeichnung scheint mir unpassend. Es fühlt sich ganz und gar nach Einmaligkeit des jeweiligen Raums an.
Ich bin gespannt, wer da sein mag, wer mit mir eintauchen mag, wer lauschen mag, wer fragen mag, wer Interesse hat, wer das alles mit mir ehren mag, wer teilhaben möchte.
Ich bin gespannt und bereit.
❤️
Hier ist der Anmeldelink für den Zoom-Raum: https://us06web.zoom.us/meeting/register/FUCTuf0dTHui3XJzqiGu1w
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Dienstag, 3. Februar 2026
Innerlich immer in Verbindung
Im Grunde, bin ich nie nicht in Kontakt mit den Menschen, mit denen ich jemals irgendeine Form von Beziehung hatte. Sie sind erstens unveränderlich ein wichtiger und wertvoller Teil meines Lebens und zweitens bin ich - ob wir gerade miteinander reden oder nicht - innerlich immer in Verbindung.
Ich spüre hin. Ich schaue hin. Und wenn es das Leben erfordert, würde ich jederzeit in Kommunikation gehen, egal, wie viele Jahre vielleicht vergangen sein mögen. Ich bin online. Ich trage sie im Herzen, so herausfordernd es vielleicht auch gewesen ist im Miteinander.
Das ist kein verklärtes "vergeben und vergessen". Nein, da ist innere Arbeit in mir passiert seit dem letzten Kontakt. Ich weiß um das, was vielleicht vorgefallen ist. Es liegt, erforscht, reflektiert und durchfühlt, ausgebreitet vor mir. Mein Anteil ist gesehen, wie ich da war, welche damals noch unbewussten Mechanismen vielleicht gewirkt haben, wie ich zu der Zeit in die Welt geblickt habe. So weit ich eben jetzt gerade mit meinem Bewusstsein blicken kann, ist die Beziehung durchblickt.
Ich lege keine Begegnung einfach so ab oder weg. Da ist und bleibt Beziehung.
Ich bin auch mit vielen Menschen oft lange Zeit nicht in Kontakt, mit denen überhaupt nichts "vorgefallen ist". Das sind sogar die meisten. Wir sind ein Stück des Weges gemeinsam gegangen, manchmal sogar unglaublich lange, und gerade gibt es nichts im Miteinander "zu tun". Auch da bin ich nicht einfach weg, sondern innerlich in Verbindung, schaue hin, hab sie im Herzen und wenn es dran wäre, der Impuls käme, dann würde ich auch da wieder kommunizieren.
Manchmal spüre ich den Schmerz und das Unverständnis des anderen über den "Nichtkontakt". Sie fühlen sich, als hätte ich "Schluss gemacht", mich getrennt aus für sie unerklärlichen Gründen. Ich spüre, wie nicht erfasst wird, wie ich da bin. Ich spüre, wie alte Wunden des Verlassenseins bei ihnen berührt werden und wie es quasi eine kindliche Unerreichbarkeit des anderen - also von mir - reinszeniert.
Manchmal würde ich gerne rufen: "Das hat nichts mit dir zu tun. Das ist nicht persönlich zu nehmen. Ich bin noch da und innerlich in Verbindung." Gleichzeitig ist es meine Aufgabe, mich darin zu halten und eben keine Gefühle vermeiden zu wollen. Weder bei mir noch beim anderen. Es ist nicht angenehm, darum zu wissen, wie ich gerade falsch verstanden werde und dennoch gibt es daran meistens nichts zu ändern.
All diese Menschen, die einmal Teil meines Lebens waren, sind auf immer Teil meines Lebens. Ich weiß nicht, ob und wann es weitergeht in der Beziehung. Das weiß ich nie. Und ja, ich muss immer damit rechnen, dass vielleicht das "letzte Mal" schon gewesen ist. Dass es nie wieder dran sein wird, diesen Menschen wiederzusehen oder zu sprechen. Auch das ist mir bewusst. Das irdische, menschliche Ende des Miteinanders ist in jeder Beziehung immer mit präsent.
Deswegen schätze ich es sehr, in jeder Begegnung wesentlich zu sein. Ich weiß, dass ich nichts verpassen werde, was relevant gewesen wäre. Stand jetzt kann ich sagen, dass in mir mit allen alles am richtigen Platz ist. Ich könnte von der Erde gehen - oder sie - und es ist alles getan, alles richtig. Es gibt nichts zu bereuen.
Montag, 2. Februar 2026
Was nicht da sein darf, kann nicht erforscht werden
Eine Erinnerung (an mich selbst)
Etwas erforschen, was mich unangenehm berührt, was ich lieber wegschieben würde, was ich lieber nicht hätte, bedeutet zu allererst, den Anteil zu bemerken und anzuerkennen, der es eben genau nicht will, der überfordert ist, der in Angst und Panik gerät, sich dem nicht gewachsen fühlt. Er ist Dreh- und Angelpunkt. Er braucht mich im Grunde am meisten, bevor ich mich überhaupt dem Symptom (den Begriff meine ich seeeehr weit gefasst) zuwenden kann. Dieser Anteil verhindert den echten Kontakt, weil es meist für ihn ums nackte (emotionale) Überleben geht.
Etwas erforschen bedeutet, damit in Kontakt zu gehen, es innerlich in die Hand zu nehmen, in Beziehung zu gehen, mich davon berühren zu lassen, es anzuschauen, diesem Etwas zuzuhören, ihm tatsächlich zu begegnen und mich in diesem Kontakt zu beobachten. Das Erforschen beinhaltet eben auch all die Teile, die dagegen sind. Sie wollen nach Hause - zu mir.
Wenn ich etwas kategorisch verneine, ob Symptom oder Anteil, ohne vorher eine Beziehung dazu gehabt zu haben, existiert es getrennt von mir und ich muss es mit Kraftaufwand von mir fernhalten. Es wird wieder kommen. Es will Inklusion. Es will gesehen und anerkannt werden in der bloßen Existenz. Mit jedem Auftauchen scheint es zu sagen: "Mich gibt es auch. Sieh hin."
Wenn ich eine geklärte Beziehung dazu habe, kann ich immer noch Nein sagen und dieses Nein wird ruhig und klar sein, keine Kraft kosten und einfach SEIN.
Ich kann mich sehr schnell prüfen, ob die Beziehung zum Symptom bzw. zum Anteil geklärt ist. Ein innerlich aufgebrachtes "damit will ich nichts zu tun haben" schiebt meist etwas weg, was sich bedrohlich anfühlt. Ein "Nein", das eher von einem Schulterzucken geprägt ist und mit einem "ich wüsste nicht wofür" einhergeht, spricht schon eine ganz andere Sprache. Es hat keine Ladung mehr.
Es gibt auch die Scheinakzeptanz, die sagt: "Ja, ja, das darf da sein" und innerlich geht der Satz eigentlich weiter mit "damit will ich aber nichts zu tun haben, lass mich in Ruhe damit".
Wenn ich tatsächlich mit etwas im Frieden bin, dann kann ich mich davon berühren lassen, in Kontakt gehen oder hinschauen. Dann darf es da sein. Es kann neben mir existieren, weil es durch die Beziehung erspürt ein Teil von mir ist. Es ist mir nicht fremd und damit keine Bedrohung mehr.
Erforschen ist für mich Beziehungsarbeit, die Möglichkeit zur Klärung all dessen in mir, was eben noch unergründet ist und deswegen Unsicherheit auslösen kann. Erforschtes Gebiet macht keine Angst mehr. Ich hab mich dazu in Bezug gesetzt. Wenn ich weiß, womit ich es zu tun habe (in mir und um mich), ist der Spuk vorbei. Es hat keine Macht mehr über mich, ohne dass ich das angestrebt habe. Es geschieht einfach irgendwann in der Begegnung.
Montag, 19. Januar 2026
Vom Wir-Wollen, ohne Ich-Wollen
Ich beobachte immer wieder unzählige Menschen, die schon fast manisch ein Wir anstreben, ohne sich nur ansatzweise selbst zu wollen. Sie wollen andere, aber sich selbst überhaupt nicht. Wollen Beziehung, ohne sich selbst begegnen oder berühren zu wollen. Reden von Selbstlosigkeit und Nächstenliebe, ohne dass sie dieses Selbst je gehabt hätten und ohne dass sie sich selbst in aller Gänze je geliebt oder überhaupt gekannt hätten.
Sie verweigern jede Selbstreflexion, jede Berührung mit dem eigenen Innersten und sehen allen Grund für Probleme nur beim anderen. Sie haben noch nicht mal die Idee einer Notwendigkeit, sich sich selbst zuzuwenden und externalisieren alles.
Sie halten sich oft für Gutmenschen, ein installiertes Selbstbild als Schutz vor all den ungeliebten Seiten in sich, und verhalten sich dabei eigentlich höchst "egoistisch", was aber aus dem hochgradig verletzten Ich resultiert. Auch da wäre der Weg der echten Selbstzuwendung, also zur Gesundung des Ichs, jedem Wir vornanzustellen. Und ich sage wäre, weil nichts und niemand im Außen ihnen das begreiflich machen kann, denn die ungeliebten Seiten darf niemand sehen, vor allem sie selbst nicht. Ihr wahres Ich ist unter Hochverschluss unberührbar.
Sie lösen sich in Gruppen nicht auf. Sie hat es noch nie gegeben und gleichzeitig dreht sich aufgrund ihres großen Mangels an eigentlich allem alles um sie, also ihr verletztes Ich.
Das alles hat keine Wertung. Ich sehe und benenne.
Freitag, 2. Januar 2026
Vom Segen, das eigene Innenerleben im Außen wiederzufinden
Es ist immer wieder erstaunlich, was es ausmacht, zutiefst verstanden und begriffen zu werden. Wenn jemand innere Erfahrungsräume beschreibt, die mir selbst total vertraut sind, von denen sonst nie jemand spricht, weil die wenigsten sie je betreten haben.
Mir ist es vertraut, dass ich meine Innenwelten kenne, wie die eigene Westentasche und ich so gut wie alleine damit bin. Ich verstehe mich zutiefst, habe Worte für all das und es ist eher selten, dass mir von außen Worte für mein Inneres gegeben werden können, die ich selbst nicht schon gefunden hätte.
Wenn das dann doch mal geschieht, spüre ich jedes Mal diese unglaublich magische Wirkung des Bezeugtwerdens. Dieses Gefühl, dass es da anscheinend noch mindestens ein anderes Wesen gibt, das mit mir Erfahrungshorizonte teilt. Nicht nur ansatzweise ähnliche, sondern die dafür verwendeten Worte könnten exakter und treffender nicht sein für die Welt, die ich in mir durchwandere und von der ich es bisher gewohnt war, darin alleine zu sein.
Mein Innenerleben tatsächlich außerhalb von mir wiedergespiegelt zu bekommen, mich auf diese Weise quasi von außen betrachten zu können, ist jedes Mal wie ein Stück nach Hause kommen, in die Welt kommen. Mein Innen ist im Außen wiederzufinden. Ich bin erkannt und damit ist mein Sein wieder noch vollständiger da. Wieder ist ein Teil der kindlichen Isolation durch das Fremdsein in der Welt aufgelöst.
Mein Innenerleben außerhalb von mir präzise benannt zu bekommen ist Heilung pur. Eine Form der Ganzwerdung, die ohne Gegenüber nicht möglich ist und die für meine Begriffe unersetzlich und unerlässlich ist, um ganz hier auf der Erde anzukommen, landen zu können, zu Hause zu sein. Etwas, was für eine gesunde Entwicklung in der Kindheit schon hätte passieren müssen, also was natürlicher Weise stattgefunden hätte, wenn ein gesundes Umfeld da gewesen wäre. Sauber und präzise wiedergespiegelt werden, sich im Außen tatsächlich selbst erkennen können, unverzerrt und vor allem mit dem Innenerleben in Kontakt mit anderen treten können, weil da auch bekannt.
Was für ein Segen und Geschenk, dass es jetzt geschehen kann. Was für ein großer Dienst am Nächsten. Dieses Erleben erstaunt und berührt mich immer wieder zutiefst und die Wirkung haut mich jedes Mal schier um, die Wirkung davon, mein komplexes, riesiges Innen genauso komplex und erschlossen da draußen zu sehen.
Mittwoch, 10. Dezember 2025
Mein Nein sagt nicht "DU nicht"
Mein Nein zu einem Austausch, zu einem Kontakt, zu einer gemeinsamen Erfahrung richtet sich nicht gegen den Menschen persönlich. Es gilt dem, was da (energetisch) passieren würde, dem gemeinsamen Feld und ist gleichzeitig ein Ja zu dem, was stattdessen für mich stimmt.
Ich möchte gerade nicht ein gemeinsames Feld erleben. Das fühlt sich nicht stimmig an. Das ist nicht der Platz, an dem ich gerade sein soll. Ich gehöre woanders hin. Diese zwei Energien gehören gerade nicht zusammen. Ich möchte mit mir sein, oder mit jemand anderem oder brauche den offenen Raum für das, was stattdessen sein soll, ohne dass ich das schon bewusst habe.
Vor allem ist das Ganze eine Momentaufnahme. In fünf Minuten kann es plötzlich stimmen, mit demjenigen in Kontakt zu gehen, mit dem es kurz zuvor undenkbar war, sich völlig schräg und unstimmig angefühlt hat.
Es ist für mich so deutlich zu spüren, was gerade harmoniert, auf welcher Begegnung Kraft liegt, wo sich die Energien gemeinsam wirbelnd verstärken und miteinander interagieren und bei welcher Konstellation direkt Stillstand oder sogar ein nach unten sinken passiert.
Diesen Indikatoren folge ich: Anziehung und Abstoßung. Es geht um den Moment, um die Energien, um das Nichtsichtbare, um die Resonanz in mir, um mein inneres Navigationssystem, um die Bilder, die aufsteigen, feinste Körperreaktionen und das Gespür dafür, wofür mir vom Leben Energie zufließt. Eben: worauf Kraft liegt, DAS, was sein soll. Und das entscheide ich nicht. Das ist spürbar energetisch eh schon vorhanden und ich richte mich danach.
Dienstag, 9. Dezember 2025
Meine Freiheit liegt im Seinlassen
Es ist nicht mehr wahr, dass mein ganzes Leben vom Chaos der anderen beeinflusst wird und ich keinen Schritt gehen kann, ohne an den Schlingen und Ösen der emotionalen Unordnung des nahen Umfelds hängen zu bleiben.
Es ist nicht mehr wahr, dass ihre Tabus meine Begrenzung sind. Es ist nicht mehr wahr, dass mir ihre viel zu kleine Welt genügen muss/soll, dass ihre Welt gleichzeitig die meine bedeutet.
Es ist nicht wahr, dass ich darauf angewiesen bin, dass sie ihre inneren Sachen aufräumen, damit ich mein Leben leben kann, in meiner, DER Ordnung da sein kann. Diese Abhängigkeit und Not-wendigkeit gibt es nicht mehr.
Ich bin mein Anker. Ich bin mein Halt. Ich bin mein eigener Gradmesser und Richtwert. Ich bin meine Welt. Ich bin mein eigenes Zentrum und Empfänger der Wahrheit des Moments. Ich bin in meiner Ordnung. Ich bin in der Ordnung. Ich bin in Ordnung. Es genügt, wenn ich bei mir bin.
Allen meinen Anteilen, die dennoch um das Chaos der anderen kreisen, die damit etwas machen wollen/glauben zu müssen, die davon berührt werden, eine Abhängigkeit davon spüren, dadurch in Not kommen, wende ich mich zu, sehe sie darin, nehme sie wahr und ernst. Sie finden in mir ihre wahre und einzig not-wendige Anlaufstelle.
Für meine Ordnung braucht es nur mehr mich. Wenn es sich anders anfühlt, stimmt etwas nicht, sind Traumalügen am Wirken. Dann darf ich dem nachgehen. In Wahrheit bin ich frei.
Montag, 24. November 2025
eigen-ständig
Heute fühlt es sich an, als wäre alles umsonst gewesen, als würde all dieses "mich hin zu mir bewegen und ich sein" nichts gebracht haben. In mir schon. Äußerlich überhaupt nichts. Ich bin mit dem gleichen Chaos, dem nicht in der Ordnung sein, der gleichen Schwere, Verworrenheit, Nichtverbindung und Trostlosigkeit um mich herum konfrontiert, wie in der Kindheit. (Wohlgemerkt sind das sehr, sehr subjektive Eindrücke, ausgelöst durch kleinste Kleinigkeiten vom Außen und nicht im Mindesten Ausdruck des tatsächlichen Gesamtbildes der Gegenwart.)
Was nützt es mir, wenn ich noch so sehr in mir in der Ordnung bin und im Außen ist sie nicht erfahrbar, nicht mit den engsten Bezugspersonen? Um mich rum regiert der Wahn, im Miteinander keine Harmonie erfahrbar.
Ich sitze im Chaos und bin da. Und jetzt?
Ich stelle fest, dass gerade nichts in mir noch etwas von Christian will. Tatsächlich gar nichts. Da ist nicht einmal mehr ein Vermissen. Es ist wie es ist. Kein Warten. Kein Wollen. Kein Zetern. Kein Andershabenwollen. Es ist viel mehr die totale Anerkennung der "Vollkatastrophe" und die einzige Frage gilt mir: Und jetzt?
Es ist noch nicht einmal die Frage, was ich damit (mit dem Zustand des Außens) anfangen soll. Ich will gar nichts mehr damit anfangen. Ich hab es nicht mehr in der Hand, also im tatsächlichen Sinn. Der Teil in mir, der die ganze Zeit damit etwas anfangen wollte/dachte, dass er müsste, hat es aus der Hand gelegt. Anscheinend. Das fällt mir gerade erst auf. Ich hab's nicht mitbekommen. Er will es auch überhaupt nicht mehr nehmen der Teil. Nichts wäre gerade absurder. Ist ja alles nicht seins. Er hat sich schon umgedreht, ist mit der Aufmerksamkeit ganz wo anders. Mit sich. In sich versunken.
Anscheinend hat alles in mir kapituliert. Ich erwarte überhaupt nichts mehr. Weder vom Leben, noch von Menschen. Keine Nähe. Kein Verstehen. Kein zusammen Wirken. Keine Harmonie. Keine Verschmelzung. Ganz im Gegenteil. Ich bin bei mir mit allen meinen Sinnen. Auf mich besonnen. Wie der Anteil. Interessant. Bei mir. Fertig.
Ich werde sehen.
Fortsetzung 24.11.25:
"Da sind wir ja weit gekommen", sagt da jemand in mir. Die 16-Jährige.
Es fühlt sich an, wie wieder mit nichts dastehen. Vor allem mit niemandem. Alles auf Anfang. Auf Null. Ich steh mit nichts da, alleine, und hab doch alles, was ich brauche. Nicht wie damals, als ich von zu Hause ausgezogen bin. Da hatte ich zwar alles Materielle, aber mich nicht und keine Ahnung, wie Leben tatsächlich funktioniert. Da stand ich tatsächlich - innerlich eigentlich zutiefst verzweifelt und doch gehen müssend - mit nichts da. Keinen blassen Schimmer von mir und vom Leben. Alles, was in der Kindheit an innerer, emotionaler Reifung tatsächlich hätte passieren sollen, ist ausgeblieben und vor allem stand ich da mit der Idee, ich alleine (ohne Anbindung an was Größeres, ohne Einbettung) müsste alles wissen, machen, regeln. Jetzt, heute, fühlt sich dieses "wieder mit nichts dastehen" anders an. Ganz anders. Ich hab vielleicht materiell "nichts", aber mich und - Gott sei Dank - Gott und das tiefe Wissen, wie Leben geht, auf was es tatsächlich ankommt. Halleluja!!!
Ich steh wieder alleine da. Ja. Stehe für mich, auf eigenen Beinen. Stabil. Es gibt nur mehr mich als Bezugsperson für alles, was in mir los ist. Es braucht keine andere, gesunde Bezugsperson mehr, wie das in der Kindheit nötig gewesen wäre. So viele Kinder in mir wollten noch eine gesunde, tatsächlich für sie brauchbare Bezugsperson im Außen bekommen. Endlich, bitte, und Christian hat’s einfach nicht „geliefert“. So schrecklich schön heilsam.
Ich brauch mich jetzt nur mehr zu mir in Beziehung zu setzen, mich auf mich (Gott) beziehen. Natürlich steh ich "alleine" da - mit mir. So gehört das. Ein Partner ist keine Bezugsperson im eigentlichen (kindlichen) Sinne. Ich bin die Bezugsperson für meine inneren Anteile und meine einzige, tiefe, intime, lebenslange Beziehung, der einzige Mensch, der mich verstehen und nachvollziehen muss, auch und vor allem, wenn es einen Partner gibt.
Ja, es gibt natürlich auch von außen helfende Hände, Schultern zum Anlehnen, starke Arme, die halten, ganze Wesen, die zuhören und mich voll begreifen. Keine Frage. Total notwendig und gleichzeitig fühlt es sich gerade so an, dass das alles dazu führt, im wahrsten Sinne des Wortes „eigen-ständig“ zu sein. Reif. Nachgereift. Er-Wachsen. Eben all das, was eigentlich schon in der Kindheit hätte passieren müssen. Zentriert in mir und gleichzeitig tief verbunden mit dem All-Einen. Von dieser tiefen, weiten Mitte aus, ist eine ganz andere Begegnung - mit wem auch immer - möglich.
Das klingt alles nicht neu und dennoch so unfassbar bedeutend, in neue Tiefen vorgedrungen, weitere so arg verzweifelte Anteile in mir erreicht oder besser sie mich. Endlich jemand da. Es hat so unfassbar viel gebraucht, dass sie überhaupt zum Vorschein kamen. So viel Verwurschtelung über so lange Zeit… Was für ein krasser Prozess und natürlich keine Ahnung, wo genau ich mich insgesamt befinde. Der Umgang damit und das Zurechtfinden darin hat definitiv ein neues Level erreicht. Wow. Was für eine Heilbeziehung. Donnerlippchen.
Mittwoch, 29. Oktober 2025
Erforschen verlangt keine Lösung
Mich erforschen, verlangt kein anders sein von mir. Eine Beziehung, ein Miteinander, die Dynamiken darin erforschen, verlangt keine Veränderung und auch keine Lösung, keine Kompromisse oder Abmachungen von bestimmtem Verhalten. Es braucht eine Haltung. Eine Bereitschaft hinzuschauen. Neugier und Offenheit für alles, was sich zeigen mag.
Ich mag betrachten, was da ist. Ich mag fühlen, was berührt wird. Ich mag das nehmen, was tatsächlich bei jedem da ist, es ausbreiten, auffächern, bestaunen, begreifen. Da sein, wo ich gerade bin, wo wir gerade sind und das meine ich eben vor allem emotional.
Dabei geht es nicht um falsch oder richtig, sondern um echt und wahrhaftig. Es geht nicht um Veränderung, sondern so empfinden dürfen wie es ist, voll und ganz.
Erforschen erfordert, dass das, was da ist, berührt werden darf, da sein darf. Ich kann etwas, was ich eigentlich nicht will, was nicht sein darf, nicht wirklich erforschen. Wenn ich bemerke, dass ich es nicht will, dann darf ich den Teil, der es nicht möchte, ernst nehmen und das Nichtwollen erforschen. Ihm zuhören. Den Widerstand ergründen. Nicht, damit er weg geht, sondern weil das der Punkt ist, an dem ich innerlich stehe. Weil ein Teil von mir gerade da ist und so fühlt.
Es geht um die tatsächliche Wahrheit des Moments, den Punkt zu erspüren, an dem ich mich innerlich tatsächlich befinde. Da, genau da, mit mir sein, ist letztlich immer die Erlösung, ohne dass die Erlösung gewollt war. Sie ist eine natürliche Folge des Darinseins, des Damitseins, des Mitmirseins - aufrichtig - da, wo ich emotional gerade bin ganz sein. Wahrnehmend. Anerkennend. Fühlend. Bezeugend. Verstehend. Erlaubend.
Sonntag, 26. Oktober 2025
Für meine Kleinen muss vor allem ich erreichbar sein
Ich bekomme mit, dass ich im Film bin, dass ich da irgendwas verzerrt wahrnehme, dass da irgendwas nicht stimmt, aber irgendwie komm ich in dem Moment nicht raus. Ich muss die Situation verlassen, oder sie wird sowieso vom anderen verlassen, und mich mit Abstand sortieren.
Gerade bei der Tatsache, wenn mein Gegenüber nicht erreichbar ist, emotional abwesend, innerlich von sich weggegangen ist, sich nicht fühlend wahrnimmt, sich angegriffen fühlt, kein sich selbst beobachtendes Bewusstsein (mehr) da ist, die Schotten zugehen, kommen immer wieder andere/neue Anteile (der gleiche in unterschiedlichen Ausprägungen?🤔) in mir in Not und wollen die Unerreichbarkeit ändern, wollen nicht akzeptieren, was aber gerade schon da ist.
Heute morgen ist mir aufgefallen, dass quasi sowohl meine Erwachsene, als auch die Kleine nebeneinander da standen und zu dem hingeschaut haben, der nicht zu erreichen war, als ob es auf ihn ankäme. Und auf einmal hat es "klick" bei mir gemacht. Die Erwachsene hat den Blick auf die Kleine gerichtet und sie angeschaut in ihrer Verzweiflung. Bähm! Das war DER Erlösungsmoment und tatsächlich auch der Moment, in dem ich mir innerlich laut die Hand auf die Stirn geklatscht habe. "Ich weiß das doch alles!!!!"
Die Kleine hat sich sofort mir zugewandt. Puh! Endlich gesehen in der Not und der Verzweiflung. Auf einmal war es überhaupt nicht mehr wichtig, den anderen erreichen zu wollen. Er durfte weg sein. Hauptsache ICH war für sie da. Sie war gesehen. Was für eine Erleichterung für beide. Ein Gefühl, als würde ein weiterer Spuk endlich vorbei sein. Eine weitere Verhedderung erkannt und damit in die Erlösung gegangen. Tatsächlich der Anfang vom Ende einer Verwirrung. Eine grundsätzliche? Ich werde es sehen.
Die Kleinen in mir müssen vor allem mich erreichen können in der Unerreichbarkeit der anderen. Danach können wir immer noch schauen, wie wir uns in der Situation verhalten und ob es da überhaupt noch etwas braucht. Es ist, als wären solche Situationen für nichts anderes da, als für die Berührung der verletzten Anteile, als würde alles, alles dem Streben nach Ganzheit dienen, ohne dass ich mir das jemals in dieser Perfektion ausdenken könnte. Ganz im Gegenteil. Sehenden Auges würde ich wohl nicht mit dem "Endgegner" in den Ring steigen. Der muss mir schon immer wieder "untergejubelt" werden. 😉
Jetzt kann ich mit Humor draufschauen. Mittendrin in dem Gewurschtel ist das echt alles andere als witzig, schon gar nicht, wenn ich weiß, ich bin verheddert und weiß noch nicht wie. Was ich allerdings sehr daran liebe ist, mich in diesem großen Verständnis und Mitgefühl mir selbst gegenüber zu erleben. Was auch immer gerade in mir los ist, da ist diese unfassbar große Liebe. Ich geh mit mir, was immer der Weg bereit hält. 🥰❤️🙏🏼
(Der Schrifttyp der Überschrift heißt übrigens "Life Savers". Das war ja wohl ein Muss, obwohl ich eigentlich nach einer schön geschwungenen Handschrift gesucht hatte. Selbstbegleitung ist tatsächlich meine Lebensrettung.)
Montag, 6. Oktober 2025
Der einzige "Fehler" ist, dass ich denke, da wäre einer
Ein intensiver Prozess hat in den letzten Stunden einen Anteil zutage gebracht, der immer wieder an seiner Unschuld gezweifelt hat. Er wurde verletzt und verletzt und konnte für all die Verletzungen nichts und dennoch war da ein Zweifel an sich selbst. Ich mag euch mit auf die Reise nehmen und teilen, was sich bisher an Glaubenssätzen, Dynamiken und Erkenntnissen gezeigt hat:
Da war die kindliche Idee: Ich bin erst unschuldig, wenn der andere Seins nimmt.
Noch stimmiger und richtiger ist: Meine Unschuld ist erst dann wirksam, wenn der andere Seins nimmt. Da ist sie ja schon die Unschuld. Das ist genau das, was mich an- und umtreibt, dass ich zum Großteil um meine Unschuld weiß.
Im Grunde rufe ich (der Anteil) mit jeder Aktion und in jeder Auseinandersetzung immer nur: "ICH BIN UNSCHULDIG!!!! Siehst du es endlich auch? Ich kann für deine Wunden nichts."
Dieser Teil will, dass meine Unschuld anerkannt wird und dass sich damit auch das Verhalten des anderen mir gegenüber ändert.
Mir wurde erzählt, dass mein Schmerz mein Verschulden ist oder der andere nicht anders kann, als mir aus 1000 Gründen weh zu tun. Also per se keine Verantwortung dafür hat. Also entweder bin ICH schuld an meinem Schmerz oder halt keiner und ich muss mich damit abfinden, dass es halt weh tut.
Dieses „nicht anders können“ der Erwachsenen aus meiner Kindheit ist eine krasse Opferhaltung. Dieses eigene Opfersein machte sie automatisch zum Täter, was sie überhaupt nicht so empfanden, und für diese Taten mussten sie sich dann auch nicht verantworten. Weder vor sich noch vor mir. Sie hatten ja keine andere Wahl. Da ist riesige Wut in mir über diese Art der Verantwortungslosigkeit und der schlichten Hinnahme, dass mir weh getan wurde. Es fühlt sich an wie ein „sich aus der Affäre ziehen“. Ich musste für alles gerade stehen, auch für das der anderen und die anderen mussten für nichts gerade stehen. Das ist nicht nur ungerecht. Das ist Hochverrat aus den eigenen Reihen. Den schwächsten ans Messer liefern.
Was hinzu kommt ist, dass ich als Kind natürlich bemerkt habe, dass es dem anderen offensichtlich schlecht ging, ganz grundsätzlich, und ich hab mich immer gefragt, ob ich nicht doch etwas damit zu tun habe.
Dieses Gefühl „etwas“ an den Umständen noch nicht begriffen zu haben, noch nicht gesehen oder verstanden, war und ist immer wieder der Punkt, an dem ich mich verunsichern lasse und selbst an meiner Unschuld zweifle. Genau da könnte nämlich der Punkt sein, wo ich doch schuld bin. Schuld, dass es dem anderen schlecht geht. Schuld, dass er mir deswegen weh tun muss. Die Wahrheit ist, dass alles, was ich noch nicht begriffen habe, im anderen liegt. Ich habe den anderen noch nicht begriffen und auch noch nicht gegriffen, weil er sich nicht greifen lassen will. Er verschleiert, argumentiert, verwirrt, versteckt sich hinter Rollen und scheinbaren Zwängen. Er tritt mit seinen ganz eigenen Entscheidungen, sich all dem zu beugen, mit seiner Angst, mit seiner empfundenen Ohnmacht, mit dem empfundenen Minderwert nicht in Erscheinung. Er macht sich stattdessen groß in seiner Rolle mit der Übermacht, der er eigentlich unterliegt, im Rücken. Er gibt seinen Druck an mich weiter, ohne selbst darin „angreifbar“ zu sein.
Ich bin greifbar, werde zur Verantwortung gezogen, soll als Kind etwas übernehmen, zu dem die Erwachsenen nicht in der Lage sind: Verantwortung. Auch heute bin ich greifbar, ich bin von mir selbst begriffen und zutiefst erforscht, bereit immer weiter zu forschen und zu 100 % in meiner Verantwortung. (Danke für jede ehrlich erspürte Rückmeldung dazu, jeden Wahrnehmungsabgleich, ohne die ich nicht so hier stehen könnte!) Damals wie heute mache ich die Erfahrung: Der andere will sich weder selbst greifen, weil er nicht sehen und fühlen will, was da dann wäre und möchte sich auch nicht von anderen/mir begreifen lassen, weil dann klar wäre, dass er für seine Handlungen Verantwortung übernehmen müsste und klar wäre, dass mein Schmerz etwas mit ihm zu tun hat. Ganz konkret mit ihm.
Immer wieder ist da in den letzten Tagen krasse Übelkeit in mir und es spürt sich an, wie etwas, das mir reingedrückt wurde, das ich fressen musste, was tunlichst da wieder raus muss. Hierzu kam der Satz: "Nimm du das Schlechte an mir." Wie wenn mir gerade von meiner Mutter alles reingedrückt wurde, was sie an „schlechten“ Eigenschaften nicht an sich haben wollte, damit sie es an mir bekämpfen konnte.
Es gibt ziemlich viel auszukotzen und eine Wahrheit, die Gott sei Dank, so langsam bei diesem Anteil landet: ICH BIN UNSCHULDIG! Und das muss ich nicht beweisen. Vor allem mir selbst gegenüber kann ich aufhören, die Unschuld immer wieder erst aufs Neue beweisen zu müssen. Und ich kann aufhören, im Müll der anderen, meinen Fehler finden zu wollen, um dann nach stundenlangem Suchen festzustellen, dass das alles gar nicht mir gehört. Der einzige Fehler ist, dass ich denke, da wäre einer und den ganzen Misthaufen des anderen überhaupt erst in die Hand nehme.
Meine Kleine beruhigt sich mehr und mehr. Ein jahrzentelanger Schmerz kann da sein. Ein Kampf mehr findet wohl gerade beginnend ein Ende.
(Danke von Herzen, Michael, dass du mal wieder zur genau richtigen Zeit sowas von DA warst, mir Raum bist und hältst, mich in Frage stellst und mein mich in Frage stellen in Frage stellst. Danke für deine Klarheit, dein Vertrauen, dein mich Sehen und Erfassen, dein Forschen und deine Offenheit. Danke für diesen unfassbar wertvollen Dienst.❤️)



















