Im Grunde, bin ich nie nicht in Kontakt mit den Menschen, mit denen ich jemals irgendeine Form von Beziehung hatte. Sie sind erstens unveränderlich ein wichtiger und wertvoller Teil meines Lebens und zweitens bin ich - ob wir gerade miteinander reden oder nicht - innerlich immer in Verbindung.
Ich spüre hin. Ich schaue hin. Und wenn es das Leben erfordert, würde ich jederzeit in Kommunikation gehen, egal, wie viele Jahre vielleicht vergangen sein mögen. Ich bin online. Ich trage sie im Herzen, so herausfordernd es vielleicht auch gewesen ist im Miteinander.
Das ist kein verklärtes "vergeben und vergessen". Nein, da ist innere Arbeit in mir passiert seit dem letzten Kontakt. Ich weiß um das, was vielleicht vorgefallen ist. Es liegt, erforscht, reflektiert und durchfühlt, ausgebreitet vor mir. Mein Anteil ist gesehen, wie ich da war, welche damals noch unbewussten Mechanismen vielleicht gewirkt haben, wie ich zu der Zeit in die Welt geblickt habe. So weit ich eben jetzt gerade mit meinem Bewusstsein blicken kann, ist die Beziehung durchblickt.
Ich lege keine Begegnung einfach so ab oder weg. Da ist und bleibt Beziehung.
Ich bin auch mit vielen Menschen oft lange Zeit nicht in Kontakt, mit denen überhaupt nichts "vorgefallen ist". Das sind sogar die meisten. Wir sind ein Stück des Weges gemeinsam gegangen, manchmal sogar unglaublich lange, und gerade gibt es nichts im Miteinander "zu tun". Auch da bin ich nicht einfach weg, sondern innerlich in Verbindung, schaue hin, hab sie im Herzen und wenn es dran wäre, der Impuls käme, dann würde ich auch da wieder kommunizieren.
Manchmal spüre ich den Schmerz und das Unverständnis des anderen über den "Nichtkontakt". Sie fühlen sich, als hätte ich "Schluss gemacht", mich getrennt aus für sie unerklärlichen Gründen. Ich spüre, wie nicht erfasst wird, wie ich da bin. Ich spüre, wie alte Wunden des Verlassenseins bei ihnen berührt werden und wie es quasi eine kindliche Unerreichbarkeit des anderen - also von mir - reinszeniert.
Manchmal würde ich gerne rufen: "Das hat nichts mit dir zu tun. Das ist nicht persönlich zu nehmen. Ich bin noch da und innerlich in Verbindung." Gleichzeitig ist es meine Aufgabe, mich darin zu halten und eben keine Gefühle vermeiden zu wollen. Weder bei mir noch beim anderen. Es ist nicht angenehm, darum zu wissen, wie ich gerade falsch verstanden werde und dennoch gibt es daran meistens nichts zu ändern.
All diese Menschen, die einmal Teil meines Lebens waren, sind auf immer Teil meines Lebens. Ich weiß nicht, ob und wann es weitergeht in der Beziehung. Das weiß ich nie. Und ja, ich muss immer damit rechnen, dass vielleicht das "letzte Mal" schon gewesen ist. Dass es nie wieder dran sein wird, diesen Menschen wiederzusehen oder zu sprechen. Auch das ist mir bewusst. Das irdische, menschliche Ende des Miteinanders ist in jeder Beziehung immer mit präsent.
Deswegen schätze ich es sehr, in jeder Begegnung wesentlich zu sein. Ich weiß, dass ich nichts verpassen werde, was relevant gewesen wäre. Stand jetzt kann ich sagen, dass in mir mit allen alles am richtigen Platz ist. Ich könnte von der Erde gehen - oder sie - und es ist alles getan, alles richtig. Es gibt nichts zu bereuen.
Dienstag, 3. Februar 2026
Innerlich immer in Verbindung
Dienstag, 19. August 2025
Die Feuerfrauen
Wir erzählen uns gegenseitig von der Wahrheit, wenn eine droht von der Lüge verschluckt zu werden. Wir erinnern uns an unsere Würde, wenn bei einer das alte Gift des Zweifels wieder wirkt und sie droht zu vergessen, wer sie in Wahrheit ist. Wir reichen uns gegenseitig die Hand, wenn eine strauchelt, behalten uns im Blick, setzen uns weinend zusammen, sind gemeinsam bestürzt, bezeugen gegenseitig das Unrecht, fühlen tief das Gesehene, das Geschehene und doch sind wir gleichzeitig wach, beobachtend, schlicht sehend, klar, neutral, bei uns. Niemand ist außer sich. Wir fühlen verankert, präsent und bewusst.
Wir retten nicht. Wir wollen es nicht ändern. Wir erlösen durch Seinlassen. Die Erlösung ist logische Konsequenz des Erkennens von einem Zweiten, des (Mit)Fühlens, des Benennens und Anerkennens.
Wir gehen nicht gemeinsam unter, ziehen uns nicht runter. Wir durchwandern und erschließen miteinander unsere Tiefen. Es braucht ein zweites, fühlendes Wesen da unten.
Wir jammern nicht. Wir fühlen das, was der Moment bereithält und erfordert, erwachsen durch.
Wir reden uns nicht nach dem Mund. Wir gleichen Wahrnehmung ab.
Wir folgen keinen Konzepten und wir bauen auch keine neuen. Wir erspüren die Energien im Raum, die Natur eines Wesens, die Qualität einer Verbindung, die energetischen Zusammenhänge eines Systems, das, was eben spürbar da ist.
Wir tun, was getan werden will. Gehen an die dunkelsten, unwirtlichsten Orte, weil wir spüren, dass es stimmt, dass es dran ist, dass das Leben das von uns will, oft ohne zu wissen, wozu das gut. Wir sind da und bereit.
Wir folgen nicht den Annehmlichkeiten, Bequemlichkeiten, Vorzügen, der Norm oder Etikette. Wir folgen nicht der kurzfristigen Erfüllung von unreflektiertem Begehren oder kindlichem Weghabenwollen. Wir folgen der Stimmigkeit, dem tiefen inneren Ruf, auch wenn es noch so unbequem wird.
Wir leben unsere Ganzheit, unser Feuer genauso wie unsere Sanftheit. Was wir sehen, was in uns wahrnehmbar ist, liegt in unserer Verantwortung und bedarf eines weisen Umgangs. Sprechen? Handeln? Schweigen? Sehen? Anerkennen? Je nachdem. Und doch ist gerade jetzt sehr oft unsere Stimme gefragt. Wir fordern Echtheit und Ehrlichkeit ein. Wir fordern Menschlichkeit ein. Wahrhaftigkeit. Die Kongruenz von Innen und Außen. Natürlichkeit. Wir benennen das, was nicht in der Ordnung ist. Wir benennen das, was nicht wahrhaftig ist. Was die anderen daraus machen, liegt nicht in unserer Hand. Wir können nur sagen: „Hier stimmt was nicht.“ Wo keine Bereitschaft zu Tiefe, Reinheit, wahrhafter Begegnung und Wesentlichkeit ist, gehen wir weg.
Wir diskutieren uns unser Feuer nicht weg. Wir beruhigen uns nicht gegenseitig. Wir erinnern uns gegenseitig an unser Feuer, feuern uns an, geben uns einander die Erlaubnis dafür, sprechen uns frei, erheben uns. Da ist Freude am Feuer, an der eigenen Kraft und Klarheit, am Klang der volltönenden Stimme, am Tosen und Toben, am Zürnen und ganz Verkörpern, da ist Bereitschaft zu jedem Aspekt des Seins, Annahme eines jeden Gefühls, ein Ja zu jeder Facette, Wissen um die Stärke, die aus der Ganzheit resultiert.
Mal sind wir der Sturm selber, mal das ruhende, sehende Auge des Sturms. Je nachdem, als was wir gebraucht werden, was unser innerer Ruf, unsere innere Wahrheit gerade ist.
Wir saugen uns gegenseitig das Gift aus, ziehen die Stachel aus dem Fleisch. Rücken die Dinge gerade, ins rechte Licht, beschauen gemeinsam, korrigieren unsere verzerrten Selbstbilder, finden zurück in die Wahrheit, in die Natürlichkeit, zu uns.
Wir sind einander reine Spiegel. Wir erkennen ineinander das Geschenk, das wir sind. Erkennen unsere Unschuld, unsere Reinheit, die Göttlichkeit, die Liebe, die wir sind, das wahre Wesen. Wir erkennen den Segen im jeweils anderen. Miteinander gehen zu können, dem anderen lauschen zu dürfen, die Felder durch einander erweitern zu können, ist Segen. Wir sind einander Licht und Wärme, Halt und Ermutigung, Erweiterung und Ergänzung.
In der zurückgewonnen, ursprünglichen Reinheit sind wir die unbefleckte Empfängnis, können das Leben selbst rein empfangen, die Dinge rein wahrnehmen, ohne Filter, ohne Verzerrung, ohne blinde Flecken. Wahre Ganzheit.
Damit sind wir Gradmesser für Menschlichkeit. Führend in unklaren Räumen und Beziehungen. Roh, direkt, am Puls des Moments, Seismografen, frei von Wissen, aus dem reinen Gefühl, aus dem unverfälschten Fühlen geben wir Rückmeldung, reagieren menschlich.
Wir haben uns wieder. Stehen nicht mehr alleine. Sind nun tief verstanden, gesehen und erkannt in den Herausforderungen dessen, was es heißt in dieser Welt die Liebe zu sein. Wir haben uns gegenseitig wahr werden lassen. Wir erschaffen mit jedem Schritt ins Ungewisse gemeinsam einen Weg, den wir eigentlich gar nicht kennen, Schritte aus tiefstem Herzen erfühlt und daher in allergrößter Sicherheit. Der Weg führte uns auf diese Weise zusammen. Wo er uns noch hinführt, werden wir sehen, beim Gehen. Auf jeden Fall hat unser Sein Bedeutung und Wirkkraft, ich glaube mehr als wir jetzt schon erahnen.
Danke, dass wir wieder da sind. Beieinander! Füreinander! Miteinander! Die Feuerfrauen.
"Dass wir das erleben dürfen, dass wir nicht so weit verstreut sind, dass wir einander jetzt nahe sein können und Kraft und Licht und Wahrheit halten können.“ Barbara
Ja, ein Wunder und doch so natürlich.
(Dieser Text ist im Grunde ein Gemeinschaftswerk aus unserem gemeinsamen Ergründen und Sprechen, Befühlen und Ergänzen, über Wochen beobachtet, zusammengetragen, erschlossen und jetzt von mir getippt. DANKE Barbara, DANKE Maike, DANKE Kathi!)
Samstag, 24. August 2024
Ein Apfelbaum im Kaffeeschaum und was er mir erzählt hat
Ein Apfelbaum in meiner Kaffeetasse. Das berührt etwas tief in mir. Ich hab direkt den Geruch in der Nase, wenn im Spätsommer bzw. Frühherbst in der Abenddämmerung die Äpfel an und unter den Bäumen besonders intensiv zu riechen sind. Mhmmm... Das geht mir immer wohlig durch den ganzen Körper. Fast orgastisch.
Der Duft von Äpfeln macht jedes Mal viel mit mir. Ein Heimatgefühl. So vertraut. Heimelig. Verwurzelt. Zuhause riecht nach Apfelbäumen. Obstbäume gehören zu mir. Genauso wie der Garten, in dem sie stehen, der Platz drum herum. In der Nähe von diesen Bäumen ist immer auch das Gebäude, in dem ich verweile.
Hüterin ist das Wort, das kommt. Ich wohne da nicht. Ich hüte den Platz. Belebe und beseele ihn, darf da sein, sehe, fühle, was er will und braucht und wie er sein soll. Wie er gedacht ist und wofür.
Avalon. Die Apfelinsel. Auch sie kommt mir unweigerlich in den Sinn. Ich trag sie im Herzen und in jeder Zelle. Und auch andere Orte - Höfe, Gärten, Weiden, Obstwiesen - an denen ich einst zuhause war, die ich gehütet und beseelt habe, kommen zum klingen, wenn ich diesen Apfelbaum in meiner Tasse sehe.
Sehnsucht kommt auf. Ich atme noch einmal ganz bewusst und tief ein - den Apfelbaumduft wahrnehmend.
Ich mag an meinen Platz. Innerlich wurde er mir vor Monaten, zum Jahreswechsel, offenbart. Sturzbäche hab ich geweint. Es gibt einen Ort, der trägt meine Signatur, ist für mich gemacht. Genau wie das mit Christian ist. Füreinander gemacht. Sonderanfertigung. Maßgeschneidert.
"Ich will, dass du wirkst. Ich brauche dich. Natürlich gibt es den Ort dafür. Natürlich hab ich dir ein Haus gebaut." Das waren Gottes Worte an mich in dieser meiner Offenbarung.
Ich habe keine Ahnung, was das alles genau bedeutet und ob es tatsächlich wörtlich zu nehmen ist. Gefühlt schon. Meinen Mann gibt's ja auch ganz physisch zum Anfassen. Nach einem Jahr, in dem ich "nur" mit der Energie Kontakt hatte. Und wie zielsicher wir zueinander bewegt wurden. Bestens aufeinander vorbereitet.
Auf meinen Ort wurde ich die letzten Monate ebenfalls vorbereitet. Voll. Auf die Schwesternschaft. Auf heilige, heilende Begegnung. Aufs gemeinsam Weben und Spinnen, Fäden erspüren und verknüpfen, weiterreichen, Fäden von anderen aufnehmen und bei mir einfügen. Auf's Lebenempfangen und aus dem Innersten heraus die Schritte setzen. Schulungen, Feinschliff, Reinigung ohne Ende. Weben des Lebens ohne Verzerrung durch persönliche Eintrübung.
Die Moiren, die Nornen, die Schicksalsschwestern, die Schicksalsweberinnen. Nicht sie bestimmen, was geschieht, während sie die Fäden spinnen. Sie empfangen, fühlen und verstehen, was sein soll und das wird eingewebt hier auf dieser Erde.
Ich bin eine solche und habe sie um mich. Schicksalsschwestern. SEIN Wille ist mein Wille. SEIN Wille ist unser Wille.
Dass ich auch noch mit diesem Mann gesegnet bin, mit dem ich zusammen SEINEN Willen über alles stelle, hat nochmal eine ganz besondere Kraft und Bedeutung. Irgendwie auch für die Schwestern. Ohne dass ich es genauer greifen könnte.
Gerade denkt es in mir, dass ich den Mund ganz schön voll nehme und gleichzeitig ist da diese große Gewissheit und das tiefe Gefühl, dass das wahr ist. Ich kenne meinen Platz in diesem irdischen Mosaik hier. Fühle zutiefst, wozu ich da bin. Und will zutiefst wozu ich da bin. Leidenschaftlich. Lichterloh brenne ich für meinen Ruf. Jede Zelle vibriert gerade in mir.
Wow! Und alles nur wegen einem Apfelbaum in meiner Tasse. 🥰🙏🏼🪄
Ich liebe dieses Hinspüren. Eben das Empfangen, sprechen, was gesprochen werden will, präsent sein, mit dem, was gerade da ist. Und wenn es ein Apfelbaum im Kaffeeschaum ist, durch den das Leben zu mir spricht. Ich bin da und nehme wahr, nehme für wahr. Mich. Die Empfindungen. Bilder. Schwingung. Kosmische Information. Apfelduft. 😉🌳🍎 Mit dem Wissen und der Demut, dass auch alles ganz anders sein kann. Was weiß ich denn schon. Alles und nichts. 😉🔮🪄


