Montag, 18. Februar 2019

Ich entscheide mich wieder und wieder für mich

Anscheinend darf ich nochmal eine Runde drehen. Mal wieder eine Runde auf dem Karussell das da heißt "Sag ja zu dir selbst!". Und zwar in Bezug auf meinen Wert und Geld.

Staunend beobachte ich, dass ich in letzter Zeit fast nur noch Anfragen von Menschen bekomme, die zwar meine Hilfe wollen und brauchen, mir aber im gleichen Atemzug sagen, dass sie kein Geld haben, um mich zu bezahlen. Interessant.

Noch vor einigen Wochen lief es wie am Schnürchen. Fülle von vorne bis hinten, Aufträge, die richtig gut bezahlt wurden. Ich wurde wertgeschätzt in Form von Geld. Meine eigene Wertschätzung mir gegenüber, drückte sich auch in materieller Fülle aus. Perfekt! Man hätte vermuten können, ich wäre "durch" mit dem Thema. Ob dieser Vermutung liegt das Leben gerade lachend am Boden und amüsiert sich köstlich. 😉


Mir ist schon klar, dass manchmal die ein oder andere Schleife einfach nötig ist, damit Erkenntnisse und Einsichten nochmal tiefer rutschen dürfen, damit wir noch gerader stehen können, damit wir noch sicherer werden, in dem, was wir fühlen und wirklich authentisch handeln können, absolut selbst-bewusst sein können. Damit wir uns wieder und wieder und wieder für uns selbst entscheiden.

Anscheinend ist auch bei mir hier nochmal eine Festigung dran. Na gut... Dann schauen wir mal hin. Ich darf nochmal wieder mehr lernen, nein zu sagen und damit ein ganz klares JA zu mir selbst auszusprechen. Noch einmal mehr darf ich mir bewusst machen, dass meine Arbeit verdammt wertvoll ist, dass ich Geld verlangen DARF. Ich muss nicht Mutter Theresa spielen. Ich muss niemanden retten. Es ist nicht verwerflich, solche Anfragen abzulehnen. Niemand würde auf die Idee kommen, den Dachdecker anzurufen und davon auszugehen, dass der kein Geld dafür will, unser Dach wieder dicht zu machen. Niemand geht in den Supermarkt und erwartet, dass der volle Einkaufswagen unbezahlt zum Auto geschoben werden kann. Auf die Idee kämen wir gar nicht.

Wieder darf ich mir bewusst machen, dass diese "nicht sichtbare" Arbeit wertvoll ist. Vielleicht sogar wertvoller als ein dichtes Dach. Aber ich will nicht in die Bewertung gehen. Letztlich ist jede Art von Wirken wertvoll und jeder einzelne darf entscheiden, wofür er sein Geld ausgeben will.

Gerade habe ich zu dem Thema auch noch einmal eine Drachenkraft-Energiekarte gezogen von der wunderbaren Gaby Shayana Hoffmann. Ich wollte sichergehen, dass ich nicht irgendeinen blinden Fleck übersehen habe. 😉 Und was hab ich gezogen? Die Karte "NEIN" mit dem kurzen Text "Mein Nein zu anderen ist ein JA zu mir selbst." Hach, ich liebe die Drachen einfach. Ganz meine Rede.

Ich werde mich nicht mehr unter Wert verkaufen. Das habe ich früher nur all zu oft gemacht und ich blieb immer mit einem schalen Gefühl zurück. Ich bin weder Feuerwehr noch Seelsorge und wie gesagt auch nicht Mutter Theresa. Meine Arbeit kostet Geld und daran gibt es nichts zu rütteln. Ich weiß, was ich kann. Ich weiß, wie wertvoll mein Wirken ist. Ich gebe so viel gratis und das wirklich gerne. Und wer mit mir arbeiten will, der darf mich bezahlen. Ganz einfach. Damit bin ich weder unverschämt, noch überheblich, noch lasse ich Menschen im Stich. Ein schlechtes Gewissen brauche ich deswegen nicht zu haben. Ich darf un-verschämt zu mir stehen. Ich sorge für mich. Ich stehe für mich ein. Ich erkenne meinen Selbstwert an. Ich entscheide mich nicht gegen die anderen, sondern für mich! Wieder und wieder und wieder.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

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