Dienstag, 12. März 2019

Von der positiven Kraft des inneren Wissens

Gerade muss ich schmunzeln. Diese Ruhe nach einem seelischen Sturm ist einfach herrlich und wenn sich die Wogen wieder geglättet haben, dann fragt man sich manchmal rückblickend, was denn jetzt eigentlich genau das Problem war. 😉 So auch jetzt.

Eigentlich weiß ich im übergeordneten Sinne nämlich immer, wo auf der Landkarte ich mich gerade befinde. Da gibt es eine Quelle in mir, die mir ganz klar sagt, wo ich gerade stehe. Nur wenn gerade Alarm im System ist, fragt man sich schon manchmal, ob man sich das alles nur einbildet.
NEIN! Das ist keine Einbildung. Wir dürfen uns da echt vertrauen. Ich will euch mal erzählen, wie oft mir dieses innere Wissen schon den Arsch gerettet hat.

Vor ein paar Jahren hatte ich in einer Meditation plötzlich das Bild von mir mit 86 Jahren. Ich als alte Frau. In dem Moment war ich komplett mein älteres Ich. Ich konnte fühlen, wie sie sich fühlt, die alte Frau, die ich mal sein werde. Da war diese komplette Zufriedenheit, tiefe Ruhe, ein verschmitztes Grinsen im Gesicht. Diese Frau hatte bis dahin ihr Leben so richtig gefeiert. Sie hatte es geschafft, sich selbst zu leben, ihren Leidenschaften zu folgen, ihren Ruf zu leben, das in die Welt zu bringen, was sie sich vorgenommen hatte, in die Welt zu bringen. Sie war vital, gesund, zutiefst zufrieden, beseelt, glücklich und mega entspannt. Diese Frau haute so schnell nix vom Hocker. Diese Frau BIN ich. Auf einer gewissen Ebene bin ich schon sie. Es passiert ja doch alles gleichzeitig, nicht nacheinander.

Nun gab es eine Zeit, in der ich echt fertig war. Ich hatte immer wieder Panikattacken. Ich fragte mich, ob meine körperliche Heilung wirklich Heilung war oder ob ich mich sukzessive umbrachte. Beruflich stand ich voll auf dem Schlauch. Eines nachts lag ich im Bett und es überrollte mich wieder eine Panikattacke. Herzrasen, die Brust wurde eng, ich hatte das Gefühl, dass ich jeden Moment ersticken würde, obwohl mir bewusst war, dass ich Luft bekam. Ich dachte wirklich, dass es das jetzt war. Herzinfarkt und ab dafür. In diesem Moment hab ich mich an meine innere alte Frau erinnert, an mein älteres Ich. Und plötzlich wusste ich, dass ich nicht sterben werde. Ich wusste, dass ich ja mindestens 86 werde. Die Panik legte sich sofort. Alles entspannte sich. Und siehe da, ich bin tatsächlich nicht gestorben. 😁


Dieses Bild, dieses innere Wissen, dieses Lebensgefühl, das diese alte Frau hat, hat mir so oft Halt und Orientierung gegeben, gibt es mir noch. Ich wusste, dass ich gesund werde. Ich weiß, dass mein Körper vital bleiben wird, dass ich mit 86 wahrscheinlich fitter bin, als jetzt. 😉 Ich weiß, dass ich mich und meine Lebensaufgabe überhaupt nicht verfehlen kann. Diese alte Frau ist nämlich so richtig zufrieden und hat alles hinbekommen, was sie sich je vorgenommen hat. Sie ist rundum erfüllt.
Egal, welches "Drama" scheinbar in meinem Leben aufploppt, ich kann total gelassen sein. An dieser meiner "Zukunft" komm ich nicht vorbei.

Diese übergeordnete Sicht hilft mir auch in der Partnerschaft. Ich weiß um die Verabredung, die ich mit meinem Partner habe. Auch da kann es stürmen, an unserer Verabredung kommen wir nicht vorbei. Kein noch so großes Unwetter ist im Moment in der Lage, uns zu trennen. Wir haben noch so einiges vor. Wenn es dann mal knallt, dann macht mich dieses Wissen ruhig, gibt mir Sicherheit, denn an unserer Verbindung wird das nichts ändern. Ich weiß um so manche Verabredung mit wundervollen Menschen, die ich gerade in meinem Leben habe. Da gibt es Deals und wir sind hier, um sie einzuhalten.

Mit diesem Wissen hat eigentlich kein Drama mehr eine Chance. Wenn es gerade drückt und zwickt ist es lediglich ein Teil unseres Weges, unserer Vereinbarung, unseres größeren Planes. Ist das nicht herrlich entspannend?
 

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