Sonntag, 27. Februar 2022

Der beste Weg, um unglücklich zu sein

Wenn du so richtig unglücklich sein möchtest, glaube alle nachfolgenden Sätze und folge ihnen ausnahmslos:

Krank sein ist falsch. Gesund sein ist richtig.

Freude ist super. Wut muss weg.

Ich muss immer nett sein. Es geht nämlich gar nicht, wenn andere blöde Gefühle wegen mir haben.

Lieben darf ich nur einen, alles andere ist Fremdgehen.

Wenn es in einer Partnerschaft keinen Sex gibt, ist sie gescheitert.

Wenn ich keine Lust auf Sex habe, ist eh was verkehrt mit mir.

Partner müssen immer im gleichen Bett schlafen und natürlich in der gleichen Wohnung leben.

Wenn eine Beziehung auseinander geht, hat man ES nicht geschafft.

Wenn die Firma pleitegeht, hat man versagt.

Wenn ein Projekt nicht zum Laufen kommt, hat man was falsch gemacht.

Wenn jemand stirbt, muss man traurig sein.

Wenn jemand ein Kind bekommt, muss man sich freuen.

Wenn eine Frau schwanger ist, hat sie glücklich zu sein.

Mama sein ist nämlich das Schönste auf der Welt.

Seine Kinder muss man lieben. Am besten alle gleich.

In einer Familie müssen sich eh immer alle lieb haben und sich regelmäßig zu allen Feiertagen treffen.

Wenn man mit jemandem nichts mehr zu tun haben will, dann hat man nur noch nicht genug vergeben oder sonst wie an sich gearbeitet.

Die Familie von meinem Partner muss mich mögen und ich sie.

Einladungen muss man annehmen.

Nach Geld darf man nicht fragen. Nach anderer Hilfe nur bedingt.

Wenn ich aber um Hilfe gebeten werde, muss ich helfen.

Man muss ans Telefon, wenn‘s klingelt und die Haustür aufmachen, wenn jemand davorsteht.

Man muss allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Geburtstag gratulieren.

Auf Nachrichten, Emails und Anfragen muss man antworten – wohlgemerkt auf ALLE.

Man muss lächeln und grüßen, wenn einem jemand beim Spazierengehen entgegenkommt.

Im Urlaub darf man nicht krank sein.

Gutes Wetter ist nur, wenn die Sonne scheint.

Seinen Geburtstag muss man feiern – einen runden sowieso.

An Weihnachten und Silvester darf man nicht alleine sein.

An Ostern und Weihnachten hat man allen schöne Feiertage zu wünschen.

Als Single macht man was verkehrt, sonst wäre man ja nicht alleine.

Am Hochzeitstag muss man gut drauf sein. Karneval sowieso. Und Silvester erst recht.

Seinen Kindern muss man was bieten, mindestens irgendwas Materielles vererben.

Über Geld spricht man nicht und schon gar nicht, wenn man keins hat. Wenn man viel hat, auch nicht. Mittelmäßig Geld haben ist gut, aber dann hält man trotzdem die Klappe und lebt still vor sich hin.

Wenn’s den Eltern/Kindern schlecht geht, hat’s mir nicht gut zu gehen.

Zu gut darfs einem sowieso nicht gehen, dann wird man nur übermütig und keiner will mehr was mit einem zu tun haben.

Genügsam sein ist eh gut. Nur nicht nach den Sternen greifen und auf keinen Fall Träume haben, schon gar keine großen.

Sich selbst gut finden, geht auch gar nicht. Lass das bloß sein, da wird man nur egoistisch und überheblich.
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Soll ich weitermachen, oder wird der Irrsinn deutlich?


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 24. Februar 2022

Über den Sinn und Unsinn von Konzepten

Was wäre denn, wenn nichts mehr eine Bedeutung bekäme? Wenn nichts mehr benannt werden muss, zugeordnet, verstanden und in ein Konzept gebracht?

Was wäre, wenn da einfach nur Empfindungen sind. Da passieren Dinge im Körper, frei von Diagnose, frei von einer Idee, warum das jetzt so ist, ob das gut oder schlecht ist, oder anders sein müsste. Wie lange das so sein darf und wird und wann es gefährlich ist.

Da werden Regungen und Emotionen ausgelöst - durch äußere oder innere Umstände - und sie sind einfach da. Der Auslöser ist irrelevant. Der Zusammenhang egal.

Da sind Gedanken und ich muss nichts mit ihnen machen, ihnen nicht glauben, sie nicht ändern, sie nicht vertreiben oder festhalten. Da sind Gedanken. Sie kommen. Sie gehen. Streifen kurz mein Bewusstsein. Mehr nicht. Ich muss ihnen nicht glauben, noch nicht mal zuhören.

Was wäre, wenn wir uns zu all dem keine Geschichte mehr erzählen? Was wäre, wenn die Deutung wegfallen würde? Die Wertung? Die Zukunftsprognose? Wenn das so bleibt, dann... Weg damit!

Konzepte und Ideen, Schubladen und Diagnosen, Zusammenhänge und Verknüpfungen, Theorien und Thesen all das kann hilfreich sein, um die Welt und vor allem mich selbst, besser zu verstehen. All das kann helfen, unterstützen, Klarheit bringen, das Bewusstsein erweitern, bereichern.

All das kann aber auch hindern, eng machen, Begrenzungen setzen, blind machen für andere Sichtweisen, ersticken und zu Verstrickungen führen, zu Blockaden und uns die Lebendigkeit nehmen.

Wenn dir ein Konzept gerade hilft, nutze es. Wenn es dich beschränkt, wirf es in die Tonne. Letztlich führt alles nur zu dir selbst. Zu deiner eigenen Weisheit, zu deiner eigenen Wahrheit, zu deiner eigenen Verbindung, zu deiner eigenen Beziehung mit der Schöpfung.

Jegliche Hilfsmittel, die dafür dienlich sind, sind wunderbar. Eine Krücke kann unglaublich helfen, das Gehen wieder zu lernen. Über kurz oder lang hindert sie uns aber am Vorankommen. Wir sind darüber hinausgewachsen. Es wäre schier verrückt, sie weiter zu benutzen, wenn wir uns ohne besser und freier bewegen können.

Entledige dich zum gegebenen Zeitpunkt von deinen Krücken. Oder wie Maik Mönninghoff so schön gesagt hat (sinngemäß): "Das alles sind Brücken zu deiner eigenen Beziehung mit Gott. All das hilft dir, direkt mit ihm in Kontakt zu gehen. Geh über die Brücke drüber. Bleib nicht auf ihr stehen." 🙏❤️🥰


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 21. Februar 2022

Essen, um mich selbst zu spüren

Essen, um mich selbst zu spüren

Einsam unter Menschen.
Ich spüre die anderen nicht.
Ich spüre mich nicht.
Keine Verbindung.
Nicht zu mir.
Nicht zu ihnen.
Unerreichbar.
Ich.
Die anderen.

Essen! Ich muss essen.
Wenn ich esse, fühle ich mich.
Wenn ich esse, gibt es mich.
Wenn ich esse, sind da auch die anderen.
Sie sitzen mit mir am Tisch.

Essen! Essen hilft.
Essen ist die Brücke.
Essen versammelt.
Verbindet.

Und dann.
Stehen alle auf.
Und gehen.
Zurück bleibt Leere.
Wieder.

Wieder keine Verbindung.
Wieder alle weg.
Ich wieder weg.
Allein. Einsam.
Ohne sie.
Ohne mich.

Schmerz.
Haltlosigkeit.
Vakuum.
Distanz.
Verloren.
Vergessen.
Übersehen.
Übergangen.
Ignoriert.
Nicht erkannt.

Der Bauch ist voll.
Aber ich bin nicht satt.
Ich habe gegessen.
Aber nicht genossen.
Da war Nahrung.
Aber ich bin nicht genährt.

Die anderen, sie sehen mich nicht.
Es gibt mich nicht.
Einsam unter Menschen.
Abgeschnitten.
Isoliert.

Erkennt mich keiner?
Sieht mich keiner?

Ich muss was essen.
Damit ich mich spüre.
Damit es mich gibt.

Ist das wahr?

Wo bin ICH?
Wer bin ICH?

Ich brauche mich.
So sehr.
So sehr.

Ich suche mich.
Ich finde mich.
Jeden Tag.
Ein bisschen mehr.

Ich spüre mich.
Nach und nach.

Ich wende mich mir zu.
Begegne mir.
Allem in mir.
Ich erkunde mich.

Kontakt mit mir.
Tastend.
Forschend.
Vorsichtig.
Nachsichtig.

Ängste.
Schmerzen.
Not.

Ich bleibe.
Bei mir.

Verbundenheit mit mir.
Erkennen.
Anerkennen.
Schatten, Monster und Dämonen.
Abgründe.
Fratzen. Meine hässlichsten.

Erkennen.
Anerkennen.
Sein lassen.
Mich.

Ich bleibe.
Bei mir.

Mich spüren.
In der Gesamtheit.
Verbindung mit mir.
In mir sein.
Mich beseelen.
Ausfüllen.
Erfüllen.

Satt sein, ohne Essen.
Genährt sein, ohne Essen.
Kontakt mit anderen, ohne Essen.

Kontakt mit mir.
Endlich.
Ich bin da.
Es gibt mich.
Ohne Essen.

Verbindung aus mir selbst heraus.
Da sein.
Offen sein.
Weite.
Einladend.
Genährte Nähe.
Ohne Essen.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 18. Februar 2022

Willkommen zu Hause #2 - 22.02.22

Scheiß auf die Erleuchtung!

Ja, du hast richtig gelesen. Scheiß auf die Erleuchtung und auf alle spirituellen Konzepte, die dich nicht weiterbringen, die dich geißeln, blockieren, ankotzen, einengen und nur neue Dogmen im goldenen Mäntelchen sind, genau den gleichen alten Leistungsdruck verursachen nur mit scheinbar guten Absichten.

Es ist Zeit auszumisten, Tacheles zu reden und sich von all dem Müll zu befreien, den wir glauben, erfüllen zu müssen im Namen des Guten. So Sachen wie immer positiv denken, sich selbst rund um die Uhr lieben, niemals projizieren, nicht krank sein dürfen, sich keinen „Scheiß“ manifestieren, immer in Licht und Liebe schwelgen, die Energie halten und Gutmensch sein, egal wie unmenschlich die anderen gerade mit dir umspringen. Als spiritueller Mensch musst du da ja schließlich drüber stehen. Finde den Fehler!

Wir gehen in die zweite Runde. "Willkommen zu Hause" #2 findet statt. Ein Online-Heilraum in Muttersprache. 😉

Dieser Heilraum ist gleichzeitig auch ein Frei(mach)raum und ein Kraftraum. Ein Raum, in dem du mal so richtig Dampf ablassen kannst, ob der ganzen Absurditäten, die „Erleuchtungswütige“ so von dir verlangen oder die du gar selbst von dir verlangst.

Wir laden dich ein

• zum ehrlichen Mitteilen
• zum Kraft ausdrücken oder zu Kraftausdrücken 😉
• zur radikalen Erlaubnis von ALLEM
• zur Befreiung all der Schattenseiten und scheinbaren Makel
• zur Entfaltung von ganz viel Potential, das in unterdrückten Aspekten schlummert

am Dienstag, den 22.02.22, um 19 Uhr (bis ca. 21 Uhr) via Zoom.

Im ersten Teil erzählen wir von unseren eigenen Erfahrungen mit spirituellem Mindfuck und beantworten eure Fragen, die ihr im Vorfeld per Mail stellen könnt. Im Anschluss wollen wir mit euch in den Dialog gehen und euch den Raum geben für alles, was dann gerade geschehen will.

Von diesem Event wird es KEINE Aufzeichnung geben.

Die Teilnehmerzahl ist offen.

Der Mindestpreis beträgt wieder 20 EUR, wer mehr bezahlen kann und mag, darf das gerne tun. Tobt euch aus.

Den Anmeldelink findet ihr hier. Im Anschluss an eure Anmeldung bekommt ihr eine Mail mit dem Zugangslink für den Zoom-Raum, der Mail-Adresse für eure Fragen und den Bezahloptionen.

Wir freuen uns auf euch und all eure Kraft, die entfesselt werden möchte! ❤


Foto von Mischa: Dominik Berchtold
Foto von mir: Winfried Becker

Donnerstag, 10. Februar 2022

Ich werde gelebt

Ich werde gelebt. ES lebt mich. Die Hingabe hat wieder eine neue Dimension erreicht und ich schätze, das Ganze wird immer weiter ausbaufähig sein. Das ändert nichts daran, wie demütig ich dieser Tatsache, diesem Erleben, dieser Erfahrung gegenüber bin.

Ich werde gelebt. Kann es einfacher sein? Ich muss gar nichts wissen, rein gar nichts. Nichts, was in der Zukunft liegt. Alles in mir hat die Erlaubnis, komplett im Moment zu sein. Hier ist der einzige Ort, an dem ich aktiv als Mitschöpfer dafür sorgen kann, dass sich die göttliche Ordnung auf der Erde realisieren kann.

In den letzten Tagen findet ein riesiges Loslassen in mir statt. Ein Freigeben. Alles, was bisher mein Leben ausgemacht hat, wird in den Ring geworfen, wird zur Disposition gestellt. Jeder Mensch, jede Sache, jeder Umstand, jede Vorstellung, jede Idee. Alles ist frei, sich als das zu entfalten, was es sein möchte.

Was zu mir gehört, bleibt, fällt an seinen Platz zurück, sortiert sich ein. Was nicht zu mir gehört, wird sich wandeln und wenn mich der Eindruck nicht täuscht, dann unfassbar schnell.

Tief in mir weiß ich, dass ich nichts verlieren kann, was wirklich relevant, essentiell und in dieser Inkarnation unabdingbar ist. Das ist schlicht nicht möglich. Mir kann nichts genommen werden, was ausdrückt, wer ich wirklich bin, was ich brauche, um den Plan meiner Seele zu erfüllen. Ich kann keinen Nachteil erleiden. Mir kann nichts geschehen, was mir wirklich schadet. Sollte etwas schmerzhaft oder unangenehmen sein, dann dient es mir zu noch mehr Freiheit, zur Heilung, dann ist da ein Geschenk. Das Leben will mein Bestes.

Mein freier Wille ist es daher unumstößlich, den Willen meiner Seele, der Schöpfung, Gottes umzusetzen. Ich will das, was das Leben von mir will. Ich gehe dahin, wo ich hingehöre. In dieser Angelegenheit habe ich über die letzten Jahre eine ziemliche Radikalität, Vehemenz und Entschlossenheit entwickelt. Die Intelligenz der Schöpfung steht für mich über allem und ich werde mich dem hingeben und dem fügen, was diese Schöpfung für mich und alle Menschen, die mit mir in Verbindung stehen, vorgesehen hat. Ohne wenn und aber... Da gibt es nichts zu diskutieren und auch nicht zu verhandeln.

Auf diese Weise ist das Leben so unglaublich leicht, so sinnlich und tief, so voller Neugier und Freude, voller Nichtwissen und Lebendigkeit. Die Dinge dürfen fließen, sich entfalten, sich wandeln, verändern, wachsen und vergehen. Alles ist willkommen.

So gelebt zu werden, fühlt sich für mich weder passiv noch ohnmächtig an. Es ist vielmehr reine Ekstase, das alles durch sich geschehen lassen zu können. In mir, im Geiste, passieren bereits die Dinge, die bald in der Materie in irgendeiner Form sichtbar sein werden. In mir findet die Schöpfung statt, weil sie darf, weil sie Raum hat. Da geschehen Initiationen, Heilreisen, Begegnungen auf Seelenebene und vieles, was ich nicht mal benennen kann. All das hat Auswirkungen auf mich und die Welt.

Ich empfange das Leben, lasse es in mir reifen, ohne zu wissen, wo all das hinführt und dann, wenn die Zeit gekommen ist, bringe ich zur Welt, was da entstanden ist. Ich werde es wissen und dann wie immer in Klarheit handeln.

Es ist ein Leben in Demut und Hingabe. Es ist ein Leben wie es schöner und reicher für mich nicht sein könnte. Es ist eine Erfüllung, wie ich sie noch nie empfunden habe. Es ist eine Intensität, die mir schier den Atem raubt. Das Leben nimmt mich mit Haut und Haaren, weil ich es erlaube. Ich werde gelebt. Ich bin verkörperte Schöpfung, ein steter Prozess, immer in Wandlung und voller bunter Empfindungen.

Ich werde gelebt, bis in jede Zelle und ich liebe es.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 4. Februar 2022

Lebendigkeit provoziert

Lebendigkeit provoziert. Die radikale Erlaubnis von sich selbst provoziert. Es provoziert diejenigen, die sich so viel verkneifen und verbieten. Sie sind peinlich berührt, fordern dich auf, anders zu sein, zurückhaltender, vernünftiger, erwachsener, rücksichtsvoller. Am liebsten würden sie dich in die alten Schranken zurückweisen, dich wieder in die Schublade stecken. Sie würden dich gerne wieder so haben, dass du zu ihrem Leben passt, dass du sie nicht in Gefühlswallung bringst und ihnen aufzeigst, was sie verpassen, sich verbieten, an sich ablehnen.

Wenn da plötzlich jemand ist, der wie du seine Freiheit lebt, für sich geht, seine Gefühle zeigt, seine Meinung sagt und für sich einsteht, dann fällt für viele das Kartenhaus der Ausreden zusammen. Diese ganzen Abers, wieso, weshalb, warum sie eben nicht einfach machen können, was sie wirklich wollen. Wenn einer wie du daher kommt und vielleicht auch noch aus ähnlichen "Verhältnissen" stammt, der es einfach macht, der einfach anfängt sein Ding zu machen, dann wird deutlich, dass es halt doch geht. Und dann müsste man sich eingestehen, dass die Ausreden eben nur Ausreden sind, aber keine wirklichen Gründe, die einen abhalten. Man hält sich immer selbst ab, niemand sonst.

Solche Wahrheiten tun weh und bevor man ehrlich zu sich selbst ist, fängt man lieber an, denjenigen zu bekämpfen, der so unverschämt sein Ding macht. Dich. Dann nennt man dich egoistisch, dann erzählt man dir, wie komisch du geworden bist, wie sehr du dich zum Negativen verändert hast, wie kalt, aggressiv oder Ähnliches du auf einmal bist.

NEIN! Das alles ist nicht wahr. Du bist weder kalt, noch aggressiv, noch egoistisch. Du bist lebendig. Du erlaubst dir dein Leben zu leben. Du erlaubst dir endlich deinen Weg zu gehen, dich zum Ausdruck zu bringen, alte Normen zu verlassen, Grenzen zu sprengen, die hinderlich sind und neue zu setzen, die dein Innerstes schützen, deine Würde wahren. Du erlaubst dir deine Emotionen, deine Träume, deine Talente, deine Größe. Du erlaubst dir Fülle, Freude, Leichtigkeit und Genuss. Du fängst an, groß zu denken, dir das Beste zu gönnen. Aus dieser Freude heraus gönnst du anderen automatisch auch das Beste. Das hat mit Selbstsucht nichts zu tun. Ganz im Gegenteil. Du lebst aus der Fülle.

Du in deiner Größe an deinem Platz bist ein Geschenk für andere. Es gibt Menschen, die genau dich brauchen, so wie du gedacht bist und nicht die verbogene Variante, die bequem ist.

Lebendigkeit provoziert. Lebendigkeit ist für manche unbequem. Geh dahin, wo man dich für dein Sein, dein Wachstum, deine Größe feiert. Geh zu denen, die dich immer weiter wachsen sehen wollen. Die dir jeden Erfolg gönnen. Die wollen, dass du dich komplett verwirklichst, dein beste Version von deinem höheren Selbst zum Ausdruck bringst. Geh zu denen, die auch lebendig sind. Geh zu denen, für die du nicht anders sein musst, die dich genau so haben wollen, wie du gedacht bist.

Sei verführerisch, provokant, unverschämt lebendig!


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Donnerstag, 3. Februar 2022

Sei die Liebe, die du bist

"Liebes, hör auf zu kämpfen. Lass die Waffen fallen, du richtest sie ja doch nur gegen dich selbst. Du denkst vielleicht, dass du aufbegehren musst, dich gegen andere Meinungen durchsetzen, dafür kämpfen, dass du endlich gesehen und gehört wirst. Aber von wem denn? Mama und Papa? Wer soll dich denn endlich so sein lassen, wie du nun mal gerade bist? Wer soll dir denn bestätigen, dass deine Gefühle ok sind, dass deine Gedanken ok sind, dass du ok bist?

Weißt du, nur weil jemand eine andere Meinung hat, ist das noch lange keine Bedrohung. Eigentlich... Für dich gefühlt aber schon, denn so war es doch immer oder? Wenn Mama und Papa eine andere Meinung hatten als du, ein anderes Gefühl, eine andere Einstellung zu etwas, dann war das doch schon das Problem an sich, oder? Denn es war klar, dass du den Kürzeren ziehen würdest. Es würde wieder so weit kommen, dass dir erklärt wird, dass du falsch fühlst, dass du falsch denkst, dass du das falsch siehst, dass du doch keine Angst haben muss, dass du dich doch nicht so anstellen brauchst, dass du das doch wohl eben für Mami machen könntest, damit sie nicht traurig sein muss.

Du hast nicht nur gespeichert, dass du falsch wahrnimmst, du hast auch noch gelernt, dass du drüber hinweggehen musst. Wieder und wieder und wieder... Immer wieder hast du den Kürzeren gezogen. So war das früher.

Und heute? Wiederholt es sich. Auf der Arbeit, in der Beziehung, mit mir, Gott, oder zumindest mit deiner Vorstellung von mir. Dein kleines, ohnmächtiges Kind in dir, denkt immer noch, dass die Welt so funktioniert und somit ist es schon DAS Problem an sich, wenn jemand eine andere Meinung hat, der scheinbar mehr zu sagen hat, als du, der irgendwie in der Hierarchie über dir steht. Und manchmal muss noch nicht einmal das der Fall sein. Fast jede andere Meinung und Wahrnehmung ist irgendwie bedrohlich... Ist es so?

Da stehst du also bis an die Zähne bewaffnet und bist jederzeit bereit, in den Kampf zu ziehen, wenn da jemand anders denkt oder fühlt und das kommt ziemlich häufig vor, nicht wahr? Weil wir nun mal alle unterschiedlich sind. Unterschiedlich handeln, denken, fühlen, auf die Dinge sehen. Das ist natürlich.

Was wäre, wenn du genau jetzt all die Waffen fallen lässt und auf der Stelle den Kampf sein lässt, den Kampf gegen dich selbst und die Liebe bist, die du nun mal bist? Die Liebe, die ALLES beinhaltet? Und mit alles, meine ich A L L E S !!! Was wäre, wenn jedes deiner Gefühle ok wäre? Was wäre, wenn jeder Gedanke da sein dürfte? Was wäre, wenn du noch nie etwas falsch gemacht hättest? Was wäre, wenn du dich damit weder verstecken, noch klein machen, noch zurückhalten, noch unterordnen müsstest? Was wäre, wenn du mit allem, was es in dir denkt und fühlt, gleichwertig wärst? Richtig? Auch richtig? Denn hier ist ein sowohl als auch möglich.

Liebes! Ich liebe dich! Immer. Und genau so, wie du bist. Jetzt. Egal, was es denkt. Egal, was es fühlt. Egal, was du sagst. Egal, was du tust. Egal, welchen Aspekt des Lebens, der Liebe, du gerade wählst. Liebe ist ALLES. Es gibt nichts, was sie nicht ist. Kannst du das glauben? Glaubst du mir, wenn ich sage, dass ich nicht urteile? Glaubst du mir, dass ich nicht so bin, wie deine Eltern, Lehrer, Chefs, Partner es waren/sind? Ich richte nicht. Ich will kein bestimmtes Ergebnis von dir. Ich will gar nichts von dir, außer dein Sein, außer das, was du gerade bist.

Zu einfach? Zu schön, um wahr zu sein? Das Leben ist einfach. Das Leben ist schön. DU bist schön. Immer.

Leg die Waffen nieder. Ja, natürlich sagst du jetzt: "Aber dann darf ich doch auch kämpfen, wenn es kein Urteil gibt." Das ist wahr. Das darfst du. So lange du möchtest. Aber du musst nicht und eigentlich willst du auch nicht mehr. Du bist müde. Zwischen müssen und können, mein Liebes, gibt es einen himmelweiten Unterschied. Das, mein Liebes, ist die Freiheit. Du kannst, du darfst, aber du musst nicht. Du hast eine Wahl. Immer. Was willst du? Was wählst du? Dich?"


(Der Text ist gerade in den frühen Morgenstunden für unseren - Mischas und meinen - Telegram-Kanal "Heimatschwingung" entstanden. Wenn Gott keine Heimatschwingung ist, wer dann? 😉)



Dienstag, 1. Februar 2022

Next level, please!

Ich komme mir vor, wie in einem neuen Level bei einem Computerspiel. Ewige Zeiten hast du das Level davor gemeistert, hast dich reingefuchst und eingearbeitet. Du kanntest irgendwann die Bedingungen, die Gegebenheiten, die Herausforderungen, das, worauf es ankam, um das Level letztlich zu schaffen. Welches Zubehör ist für was zu verwenden? Wer sind die Mitspieler? Wo sind die "Fallen"? Welche Regeln gelten hier überhaupt? Was ist dem "Überleben" zuträglich und was eher nicht? Tausend Tode stirbt man...

Irgendwann weißt du das alles im Schlaf. Du feilst an Nuancen. Vielleicht spielst du das Level wieder und wieder, schaffst es jedes Mal und könntest eigentlich die nächste Ebene betreten, aber du willst im alten Level die maximale Punktzahl erreichen. Wenn schon, denn schon. 😉 Der Tag kommt, an dem auch das gelingt. Jetzt gibt es hier wirklich nichts mehr zu tun, nichts mehr zu "erreichen". Auf zur nächsten Spielwiese.

Das Ding ist, man fängt da irgendwie wieder bei Null an. Gerade noch Profi, jetzt wieder Anfänger. Naja gut, so ganz blank ist man ja nicht. Man kennt ja immerhin das Spielprinzip ganz grundsätzlich. Die Werkzeuge und Tools, die im Level davor da waren, sind wieder da, aber eben auch ganz viele neue. Von denen hat man keine Ahnung, welche Wirkung sie haben, wann man am besten was verwendet. Und um was geht es jetzt hier eigentlich? Was will dieses Level von mir? Was gilt es hier zu meistern? Zu verstehen? Zu erkennen? Zu erfahren?

Das Basiswissen bleibt. Jede Erfahrung von den Spielstufen davor ist wichtig und von Bedeutung und dennoch: Hier werden die Karten neu gemischt und unbekannte Elemente kommen hinzu. Eine ganz neue Ebene tut sich auf. Mal wieder... Alles auf Anfang.

Nun heißt es, sich erneut zurechtzufinden. Rantasten, ausprobieren, viele Tode sterben - juhuuu - schon wieder. 🙈😉 Aber wie wir wissen, wird auch das immer leichter. 😉 Man erfährt sich nochmal wieder ganz anders. Entdeckt neue Seiten und Talente an sich selbst, neue Sinneswahrnehmungen, erweitertes Bewusstsein. Auch hier wurde etwas zusätzlich freigeschaltet. Interessant. Das ist wie nochmal neu Laufen lernen. Wer bin ich gleich nochmal und wie viele davon? Und wer sind die Mitspieler, wie haben sie sich sortiert? Wer hat jetzt welche Aufgabe? Wer macht mit wem was?

So sind meine letzten Wochen geprägt von Staunen, von Berührtheit, von Lebendigkeit, von Demut und Dankbarkeit. Von Forschergeist, von Neugierde, von prickelnder Ekstase, von Überforderung und überbordenden Gefühlen. Sie sind voll von neuen Erfahrungen, neuen Erfahrungshorizonten. Ich erfahre mich total neu. Ich feiere, ich weine, ich sterbe, ich lache lauthals, ich bade in jeder Empfindung, ich genieße. Ich genieße in vollen Zügen dieses neue Buffett. Da sind Unsicherheiten, die ich niemals vermutet hätte. Da stellen sich Herausforderungen, die ich nicht erwartet habe. Der Körper fühlt Gefühle, die er bisher nicht kannte. Da passieren Wunder und Wandlungen und so viele tiefe Momente, dass ich schon wieder in Tränen ausbrechen könnte.

Das Leben hat wieder einmal kräftig in die Überraschungskiste gegriffen, hat an noch mehr Tiefe gewonnen und noch mehr Höhen erreicht. Was bin ich froh, dass das niemals nicht aufhört. Es wird immer, immer, immer wieder Neues zu entdecken geben. Ich werde nie fertig werden, mich selbst zu entdecken, das Leben zu entdecken, das Miteinander. Ich werde nie fertig damit, neue Ebenen freizuschalten. Was für ein Fest. Was für ein großes, großes Fest.

Ich danke den Mitspielern zu dieser Verabredung. Ich danke den Helfern am Spielfeldrand. Ich danke den Spielemachern dieser großartigen Inszenierung. Ich danke mir. Ich danke dem Leben. Ich danke dafür, dass ich hier sein kann in dieser aufregenden Wandelzeit. Ich danke für jede Sekunde dieses wundervollen Spiels. 🙏🏼❤️🎉🥰


Foto: Canva

Montag, 24. Januar 2022

Orgasmisches Leben?

Ach, ihr Lieben, nachdem ich gestern schon mal diesen - für einige etwas verstörenden - Spruch bezüglich orgasmisches Leben geteilte habe (auf Facebook und Telegram), gibt es nun die Aufklärung in einer Sprachnachricht in meinem Telegram-Kanal.

Es ist mal wieder Zeit für einen Ausflug in mein Innenleben, das in den letzten Tagen ordentlich im Aufruhr ist. Donnerlippchen...

Es zeigen sich Themen wie Weiblichkeit, Sexualität (oder lieber Sexualness? 😉) und uralte Wunden von diesem Reigen zwischen Mann und Frau.

Ich staune und staune, forsche, weine, schreibe, spreche, sterbe und stehe gereinigt wieder auf, nur um direkt wieder zu weinen. Mit DEM Ritt hab ich nicht gerechnet. War aber wohl inklusive bei der Annahme meines Auftrages hier unten.

Und wenn es noch so intim ist, darf auch diese Sprachnachricht geteilt werden. Meine Leichen liegen nicht im Keller. Sie hängen deutlich sichtbar für alle vorm Haus überm Gartenzaun. 😉❤️


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 23. Januar 2022

Willkommen zu Hause - der Online-Heilraum

Juhuuuuu!!! Unser erster Online-Heilraum via Zoom findet statt!🤩🤩🤩🤩

Willkommen zu Hause #1

Der Raum zwischen alt und neu

Das Alte passt so gar nicht mehr. Es drückt und zwickt. Das Neue zeigt sich noch nicht, nichts Konkretes da. Da ist er also, dieser Raum dazwischen, dieses Nichts, das Vakuum, die Planlosigkeit, Ängste, Sorgen, Zweifel. Und jetzt?

Innehalten. Atmen. Anschauen, was da ist. Annehmen, was da ist. Da, wo du bist, bist du nämlich genau richtig.

Wir laden dich ein, in unseren Heilraum zu kommen. Einen Raum, in dem all das da sein darf, was bei jedem Einzelnen gerade da ist. Nichts davon ist verkehrt. Du solltest nicht wo anders sein. Warum wir das wissen? Weil du sonst wo anders wärst. Ganz einfach.

• Frieden schließen mit dem, was da ist
• Das Nichts aushalten
• Gefühle fühlen
• Das Innere aufräumen
• Geschenke in der jetzigen Situation finden

Dafür öffnen wir die Pforten für unseren ersten Online-Heilraum am Mittwoch, den 26.01.22, um 19 Uhr (bis ca. 21 Uhr) via Zoom.

Die Idee ist, im ersten Teil von uns zu erzählen und die Fragen zu beantworten, die im Vorfeld schon gestellt wurden. Im Anschluss wollen wir mit euch in den Dialog gehen. Du kannst weitere Fragen stellen, deine Situation schildern. Wir beleuchten und reflektieren. Gerne kannst du aber auch einfach nur zuhören. Alles kann, nichts muss.

Die Teilnehmerzahl ist offen.

Bezüglich des Preises sind wir eindeutig im Spielmodus. Eurer Wertschätzung ist natürlich immer freien Lauf gelassen und gleichzeitig haben wir uns diesmal darauf verständigt, einen Mindestpreis von 20 Euro anzusetzen. Wer mehr bezahlen kann und mag, darf das gerne tun. Tobt euch aus. Wir tun es ebenfalls. 😉

Wir werden keine Zahlungseingänge kontrollieren und auch keine Rechnungen schreiben. Das Leben soll maximal Spielraum haben und ihr unser vollstes Vertrauen.

Die Zahlungswege bekommt ihr, wenn ihr euch angemeldet habt. Und hier der Link zur Anmeldung.

Foto von Mischa: Dominik Berchtold
Foto von mir: Winfried Becker

 

Freitag, 21. Januar 2022

Wo ist dein Element?

"Die anderen schaffen/können es doch auch", genau diesen Satz habe ich in meinem Leben schon so oft zu mir gesagt und mich verurteilt, weil ich mich für zu empfindlich gehalten habe, zu weich, unbrauchbar, untauglich, nicht für diese Welt gemacht.

Nicht dafür gemacht, weiterhin im Büro zu sitzen oder überhaupt einer Festanstellung mit festen Arbeitszeiten nachzugehen. Nicht dafür gemacht, viel Trubel zu vertragen. Nicht gemacht für Smalltalk.

Auf Medikamente, die ich früher noch genommen habe, weil muss ja so, immer heftigste Reaktionen und Nebenwirkungen. Stoffe kratzen schnell. Die Matratze muss perfekt sein. Selbst Zärtlichkeiten überreizen mich total schnell und die Haut brennt. Dauerhafte Hintergrundgeräusche und wenn sie noch so leise sind – unerträglich.

Vieles, was andere als angenehm empfinden, ist für mich der Horror. Vieles, was andere mir nichts, dir nichts ertragen oder noch nicht mal bemerken, ist für mich die Hölle.

Über so manches, was andere schaffen, können, erdulden, verkraften, aushalten, reißen, brauch ich nicht mal nachdenken.

Bei all dem kann ich mich auch gar nicht belügen. Nicht einen Fitzel. Mein Körper lässt mich keinen Millimeter an mir vorbei. Ich MUSS radikal zu meiner Wahrheit stehen. Er fordert es ein. Er ist es immer gewesen, der mich zuverlässig wie ein schweizer Uhrwerk aus Situationen herausgeholt hat, in denen ich mich nicht 100% wohlgefühlt habe, in die ich vielleicht hineinüberredet wurde. Rien ne va plus – nichts geht mehr.

Ich weiß, wie oft ich es zum Kotzen fand, dass ich mich nicht wenigstens ein bisschen verbiegen und fügen kann. Was das für mich im aktuellen Weltgeschehen bedeutet, muss ich wohl nicht extra erwähnen. 😉 Und damit bin ich völlig klar. Ich stehe dazu und dafür ein.

Heute bin ich dankbar für die Vehemenz, mit der ich meinen Weg gehen musste. DER Turbo für komplette Wahrhaftigkeit.

Wo immer du gerade stehst und mit was auch immer du konfrontiert bist, wie immer eine Lösung für dich und deine Situation aussehen mag, ich wünsche dir Weisheit und Mut für dein So-Sein einzutreten.

Mit dir ist alles richtig. Deine Gefühle sind richtig. Deine Reaktion des Körpers ist richtig. Du bist nicht krank oder falsch. Es ist vermutlich eine sehr gesunde Reaktion auf ein sehr krankes System.

Natürlichkeit ist sensibel und kraftvoll zugleich, denn in seiner Natürlichkeit darf jeder so sein, wie er eben gemacht ist. Ich bin so krass leistungsfähig und zäh, wenn ich in meinem Element bin. Wenn etwas für meinen Seelenweg essentiell ist, kann ich plötzlich Dinge, die ich sonst niemals geschafft/ertragen hätte. Sag niemals nie. 😉 Setz mich allerdings an die falsche Position oder verlange etwas von mir, für das ich einfach nicht hier angetreten bin, dann fall ich in Sekunden um, wie eine ausgedörrte Fliege. Das mit dem Schaffen ist halt immer so eine Sache…

Du bist nicht falsch, du bist aller Wahrscheinlichkeit nach nur noch nie am richtigen Platz gewesen. Verlange von einem Fisch, auf einen Baum zu klettern, er wird ewig als der Dumme gelten. Lass ihn ins Wasser und er ist plötzlich ein Meister.

Wo ist dein Element? Wo bist du wie der Fisch im Wasser? Wo darfst du komplett so sein, wie du bist? Dein Körper, das gesamte Universum wird dich mit allem, was zur Verfügung steht, unterstützen, wenn du deine Natur lebst. Ich sprech da aus Erfahrung. 😉 "Die anderen" sind nicht dein Maßstab!


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Mittwoch, 19. Januar 2022

Ich brenne lichterloh

Sei ein Leuchtfeuer. Entzünde deine Flamme. Lass sie brennen. Lichterloh. Lass dich brennen und von dieser immensen Kraft beflügeln, tragen. Sei das Feuer!

Dein Feuer wird das verbrennen, was du nicht bist. Feuer vernichtet. Aber nur das, was überholt ist, was weg kann, was nicht mehr dient.

Feuer ist Lebendigkeit. Kannst du es spüren? Wie es züngelt und tanzt? Wie es faucht und zischt? Wie es knistert und funkt? Wie es leckt und pulst?

Ich will in meinem Feuer da sein. Ich will in meiner ganzen Lebendigkeit da sein. Da sein dürfen. Ich darf mir mein Feuer erlauben. Ich darf mein Feuer anderen zumuten.

Ich will nicht meine Flamme dimmen, aus Angst, andere damit zu blenden, oder ihnen gar weh zu tun. Mein Feuer wird anderen unweigerlich das zeigen, was noch nicht im Licht war. Das ist unangenehm, aber kein Verletzen.

Wenn jeder lodert und brennt, in seiner lebendigen Flamme steht, kann ich keinem weh tun, kann ich keinen blenden. Flammen tun sich gegenseitig nicht weh. Ganz im Gegenteil. Sie verstärken sich.

FLAMMEN TUN SICH GEGENSEITIG NICHT WEH! Die Wahrheit dieser Worte ist für mich gewaltig!

Die Idee, andere verletzen zu können, ist für meine Begriffe eine Illusion. Wir sind in einer Zeit der Heilung. Es werden keine neuen Wunden geschaffen. Das Einzige, was wirklich passiert, ist die Sichtbarwerdung der alten Wunden, die nur entstehen konnten, weil wir vergessen hatten, wer wir wirklich sind. Das Göttliche weiß um die Unzerstörbarkeit, weiß um die Unverletzbarkeit, weiß um das Ewigliche. Nur das Vergessen macht die Erfahrung einer Verletzung möglich.

Das Aufzeigen der Wunde und letztlich das Erkennen der Illusion jeglicher Wunden, ist Heilung. Die vermeintliche Wunde MUSS ins Bewusstsein kommen. Dafür sind wir hier in dieser Inkarnation. Transformationsbeschleunigung deluxe. Das ist hier gerade allerorten auf der Tagesordnung. Rauf und runter. Nichts anderes gibt es zu tun, als endlich wieder voll und ganz in Flammen zu stehen, sich als das pulsierende, alles einschließende Leben zu erkennen.

Ich bin das Licht, das die Dunkelheit komplett mit einschließt. Ich bin das Feuer. Ich brenne. Lichterloh. In meiner Ganzheit. Und ich liebe es. Ich werde nie wieder damit aufhören!

Ich bin die Flamme, die um ihrer selbst weiß und ich will mit anderen Flammen sein und tanzen. Ich bin das Feuer und ich will dein Feuer spüren.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 18. Januar 2022

Ich lasse mich in Ruhe

Ich lasse mich. Ich lasse mich in Ruhe. Mit allem, was ich gerade zum Ausdruck bringe. Ich lasse mich sein.

Ich höre nicht nur auf, an anderen zu zerren und etwas zu erwarten. Ich höre vor allem auf, an mir zu zerren und etwas Bestimmtes zu erwarten. Witziger Weise hab ich festgestellt, dass ich andere eigentlich sofort in Ruhe lassen kann, wenn ich mich in Ruhe lasse, wenn ich nichts anderes von mir erwarte, als das, was ich gerade tue und bin, auch wenn das eine hässliche Fratze hat.

Also wenn es da jemanden gibt, den du einfach nicht in Ruhe lassen kannst, den du immer wieder anstößt, zwickst, schiebst, motivieren willst, könnte vielleicht die Frage helfen, ob du all das mit dir machst. Wo zwickst, schiebst, motivierst du dich ständig selbst, wo glaubst du, dich antreiben zu müssen? Welche Geschichte erzählst du dir darüber, warum dieses Anschieben bei dir selbst nötig ist? Und was würde passieren, wenn du das sein lässt? Welcher worst case wartet da fiktiv auf dich?

Was versprichst du dir, wenn dein Anschieben von Erfolg gekrönt wäre? Was wäre dann anders, besser als jetzt?

Wenn weder du noch der andere sich trotz der ganzen Schieberei keinen Millimeter bewegt, was ist dann?

Und welcher Raum der unendlichen Möglichkeiten würde aufgehen, wenn der Kampf mit sich oder anderen einfach weg wäre?

(PS: Ich darf mich vor allem auch MIT dem Kampf sein lassen. 😉 Widerstand gegen den Widerstand war noch nie von Erfolg gekrönt.)


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 17. Januar 2022

Heimatschwingung - ein Ort der Erinnerung

Puh!!! Ich bin aufgeregt! Volle Lotte! Mein Magen schlägt Purzelbäume, mein Herz gleich mit. Es ist an der Zeit mit Mischa Miltenberger zusammen diesen unfassbaren kosmischen Auftrag anzunehmen und umzusetzen.

Jahre ist es nun unweigerlich zu spüren, dass wir zusammen wirken sollen. Hin und wieder haben wir das auch getan und dann hat es sich irgendwie wieder verloren. Jeder ist seinen eigenen Projekten nachgegangen, teilweise hatten wir sogar keinen Kontakt.

Nach einer längeren Pause nun mit ordentlich Innenschau ist es einfach nicht mehr zu ignorieren. Das Leben ruft so vehement und scheinbar sind wir genau jetzt bereit. Wir haben uns das Versprechen gegeben diesen fetten Auftrag (so fühlt es sich zumindest an) anzunehmen und auszufüllen, was immer das bedeuten mag. Unsere Energien müssen sich verbinden. Das ist nicht nur für uns selbst wichtig und heilsam, sondern auch für all die Pioniere und vor allem für das männliche und weibliche Prinzip, das wieder rein und kraftvoll in Ausgeglichenheit wirken darf.

Und deswegen gibt es nun einen gemeinsamen Kanal auf Telegram "Heimatschwingung". Eine Art Podcast, der weit mehr ist als das, in dem wir euch auf unsere gemeinsame Reise mitnehmen. Livestreams, Sprachnachrichten, Texte, Bilder. Wir spielen uns die Bälle zu, greifen aktuelle Themen auf, teilen, was uns bewegt.

Das ist erst der Anfang. Es wird auch regelmäßig Zoom-Veranstaltungen mit uns geben, in denen wir einen Heilraum aufmachen und das machen wofür wir hier sind: dich erinnern.

Was immer sich noch ergeben mag, der Anfang ist gemacht und das ist das Allerwichtigste. Für uns ein total heiliger Moment und mit ordentlich Respekt verbunden.

Fühlt euch also eingeladen, uns zu begleiten.

Mischa, ich danke dir für all das. Danke für uns. Ich bin bereit für alles, was durch uns geschehen will. Mit Haut und Haaren. 😊🎉💥

🚀

Foto von Mischa: Dominik Berchtold
Foto von mir: Winfried Becker

Samstag, 15. Januar 2022

Aufzeichnung von "Mensch Mischa"

Hallo ihr Lieben,

hier gibt es nun endlich die Aufzeichnung von unserem Gespräch bei "Mensch Mischa", das letzten Donnerstag stattgefunden hat, als Podcast. Auf unseren Telegram-Kanälen steht sie bereits als Video zur Verfügung. (https://t.me/AnjaReiche_herzradikal und https://t.me/MischaMiltenbergerOffiziell)

Seit dieser Begegnung bin ich nicht mehr von dieser Welt. Es britzelt in jeder Zelle und ich laufe mit einem seligen Dauergrinsen durch die Gegend. Den Teilnehmern geht es ähnlich. 😉 Es lohnt sich definitiv reinzuhören. Was für eine Magie! Was für eine Power! Für alle Pioniere, Freigeister, Freaks, Heiler, Lichthalter und Erinnerer!

Zum Podcast: https://anchor.fm/anja-reiche/episodes/Zu-Gast-bei-Mensch-Mischa-2-e1d0cgj


Foto von Mischa: Dominik Berchtold
Foto von mir: Winfried Becker

liebeslebendig

Noch nie in meinem Leben hab ich so tief geliebt und so viel gefühlt wie jetzt zur Zeit. Ich bin sprachlos, weil es irgendwie tatsächlich keine irdischen Worte für diese Empfindungen gibt. Zeitweise habe ich das Gefühl, dass ich platze vor Glück. Was für krasse körperliche Wallungen. Ich genieße es in vollen Zügen, bade darin, spüre ganz bewusst immer wieder in mich rein.

Niemals hätte ich gedacht, dass das in einem menschlichen Körper möglich ist, dass er dazu in der Lage ist, aber er ist es offensichtlich. Es ist, als hätte es kürzlich eine explosionsartige Expansion von mir gegeben, als hätte ich mich noch mehr ausgedehnt, noch mehr verschränkt und verbunden mit allem Sein. Da ist noch mehr Tiefe und Hingabe, Faszination und Staunen, Wissen und Vertrauen.

Ich scheine mich immer mehr aufzulösen und gleichzeitig immer noch mehr ich zu sein, noch mehr zu existieren. Das klingt paradox. Ist es wahrscheinlich auch. 😁😉 Anders kann ich es nicht beschreiben.

Seelenpläne und Aufträge, Verabredungen und der übergeordnete Sinn zeigen sich in einer Klarheit und Deutlichkeit, dass es keine Fragen mehr gibt. Das Feinstoffliche spricht eine so klare Sprache, als würde ich es schwarz auf weiß lesen. Unfassbar wundervoll.

Das alles hier erleben zu dürfen, ist einfach nur großartig. Was für eine Gnade hier zu sein. Was für eine Gnade zu erleben, wenn es meinen engsten Weggefährten genau so geht. Sich mit anderen diesen Erfahrungshorizont zu teilen, ist das Größte überhaupt. Ich "spinne" nicht. Ich bilde mir das nicht ein. Ich bin nicht alleine in meiner Welt. Wir sind so viele und es ist unbeschreiblich, das mit anderen tatsächlich erleben zu können.

Wenn du jemandem in die Augen schaust und weißt, dass er das gleiche weiß wie du, dass er sich der Verabredung bewusst ist, dass er sich geschaut hat, dass er das WIR geschaut hat, genau so wie du, all die Leben, all die "Versuche" und jetzt die Erfüllung, die Erlösung, die Wachheit, hier in einem Körper. DAS hat es für meine Begriffe noch nie gegeben! Es braucht überhaupt keine Worte mehr. Ihr grinst euch nur an und freut euch tierisch in einer Verbundenheit und Klarheit, die nicht von dieser Welt ist. Was für eine Erfahrung! Was für ein Geschenk!

Wie viele Inkarnationen haben wir genau das vorbereitet? Wie lange haben wir auf diesen Moment zugearbeitet? Ich komme aus dem Staunen und Genießen nicht heraus. 1000 Jahre hab ich "gewartet" (wenn's reicht😉).

Ich kann es nicht anders in Worte fassen als mit: Ich liebe. Ich liebe. Ich liebe und ich werde niemals wieder damit aufhören. 🙏🏼🥰🥰🥰🥰🎉🎉🎉🎉🎉 Naja und feiern tu ich auch. Und wie!!! 😍🤩😉🎉🎉🎉🎉🎉😎🍾


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 10. Januar 2022

Zu Gast bei "Mensch Mischa"

Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass ich das letzte Mal bei "Mensch Mischa" zu Gast war. Ein Jahr, in dem so unfassbar viel passiert ist, auch mit mir und Mischa.

Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich diesen Menschen liebe, was uns verbindet. Wenn wir uns begegnen sprühen die Funken und Wachstum ist garantiert. Wir können uns gegenseitig immer wieder aufs nächste Level katapultieren, uns inspirieren und fehlende Puzzleteile liefern, was allerdings manchmal auch bedeutet, dass wir die heftigsten Prozesse in uns auslösen und die Funken auf andere Weise sprühen. 😉💥🎉

Es ist eine Wachstumsbeziehung, wie ich sie mit keinem anderen habe. Es ist die tiefe Verbindung zweier Pioniere, zweier Widder, zweier Freigeister, die hier auf Planet Erde eine gemeinsame Mission haben und was dafür nötig ist, wird getan, herzradikal, bei beiden. Unsere Werte sind nicht verhandelbar. Wir können den Ruf unserer Seelen nicht ignorieren.

Und genau darüber werden wir sprechen: Über das Pionier-Dasein, die Herausforderungen, die besonderen Umstände, das viele Nichtwissen, das Vorausgehen. Diesen Donnerstag, 13.01.2022, 19 Uhr, via Zoom. Den Link zur Anmeldung findet ihr hier.

Ich freu mich tierisch, dass wir wieder sichtbar zusammen wirken. Seid gerne dabei. Im Anschluss an unseren Talk, von dem es eine Aufzeichnung in unseren Telegram-Kanälen zu sehen geben wird, gibt es eine schöne Möglichkeit für Fragen und Austausch mit den Teilnehmern.❤


Telegram-Kanal von mir: https://t.me/AnjaReiche_herzradikal
Telegram-Kanal von Mischa: https://t.me/MischaMiltenbergerOffiziell


Foto von www.mischa-miltenberger.de

Dienstag, 4. Januar 2022

(M)Ein Erlebnis mit Gott

"Liebes", hör ich ihn immer wieder ganz sanft und voller Hinwendung sagen. "Liebes, Liebes, Liebes, erlaube es dir." So viel Mitgefühl schwingt in diesen Worten, so viel bedingungslose Liebe, so viel Zuspruch und Sanftmut, so viel Freundlichkeit.

Sein Blick umarmt mich, hüllt mich ein mit seinem Verständnis, mit Annahme, so wie ich bin. Niemand ist strenger mit mir als ich selbst. Ich bin es, die sich quält und zu Dingen zu zwingen vermag, aus Angst, andere zu enttäuschen. Ich glaube, etwas über mich ergehen lassen zu müssen, gegen mein Innerstes gehen zu müssen, weil andere es anscheinend von mir erwarten. Niemand ist härter zu mir als ich selbst.

ER würde all das nicht von mir erwarten. ER würde mich niemals zwingen irgendwo hinzugehen, wo ich um nichts in der Welt hin möchte. ER würde mich nicht zwingen, Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir absolut nicht gut tun, die mich nur benutzen, die mich nicht sehen, die nicht registrieren wer ich eigentlich wirklich bin.

Es bin immer nur ich, die mich zu so etwas zwingt und dann bin ich wütend auf die anderen mit ihren Erwartungen. Sie sind es ja schließlich, die mich anscheinend nötigen. Aber das ist nicht wahr. Ja, da sind Erwartungen, aber ich muss ihnen noch lange nicht nachgeben. Ich muss sie nicht erfüllen. Ich darf NEIN sagen. Ich darf fern bleiben. Ich darf für mich sorgen. Ich darf Dinge tun, die mir zuträglich sind und alles andere darf ich sein lassen. Ich darf wählen, mit welchen Menschen ich wirklich Zeit verbringen möchte. Ich DARF das, wenn ICH es mir ERLAUBE.

"Liebes", höre ich ihn wieder. Er nimmt mich in den Arm. So behutsam als wäre ich der kostbarste Schatz, den es auf der Welt gibt, als wäre ich so zerbrechlich wie eine feine Schneeflocke aus dünnstem Glas. Er hält mich, während mir die Tränen laufen.

"Liebes, du musst gar nichts. Du musst nichts tun, was du nicht möchtest. Ich verlange das nicht von dir. Du darfst NEIN sagen. Du darfst von Orten und Menschen fernbleiben, wenn du dich nicht zu 100% wohl dort fühlst. Es ist ok."

Ich weine noch mehr. Was für eine Last da abfällt, wenn da plötzlich diese Erlaubnis ist. Was für eine Erleichterung, es endlich zu dürfen, es auch von IHM zu hören und zu fühlen, dass er es komplett so meint. Ich darf bedingungslos SEIN. Einfach so und werde damit geliebt. Ich werde einfach geliebt. Ohne Ansprüche und Forderungen, ohne Erwartungen und Pflichten, ohne Wertung. Ich genüge, auch wenn ich NEIN sage. Ich genüge, auch wenn ich etwas nicht will. Ich genüge, auch wenn ich etwas nicht kann. Ich genüge, auch wenn ich das alles wieder vergesse und alte Muster bediene. Ich genüge, auch wenn ich mich klein fühle, keine Orientierung habe und mich verleugne. Ich genüge.

ER löst die Umarmung, fasst mich an den Schultern und schaut mich eindringlich an. Wie sehr seine Liebe zu spüren ist. Unbeschreiblich warm, alles durchdringend. Sie braucht keine Worte. Für sie gibt es keine Worte. Sie dringt in jede Zelle. Sie erfüllt mein Herz. Sie heilt meine Wunden. Ich genüge. Er lässt es mich fühlen. Ich bin geliebt. Immer. Von ihm. Ewig. Vom Leben. Überall. In jedem Zustand. Mit jedem Gefühl. Mit jedem Ausdruck. Mit jeder Tat. In jedem Moment.

Gott liebt mich. Er erlaubt mir, ich zu sein. Er WILL, dass ich ich bin. Er will MICH. Er hält mich. Er verlässt mich nie. Er ist immer da. In mir. Durch mich.

Er, Gott, sieht mich immer noch an. Jetzt lächelt er, weil er weiß, dass ich weiß. Seine wortlose Botschaft ist angekommen. Ich bin geliebt und ich weiß es. Ich liebe ihn und er weiß es. Ich liebe dieses Leben und er weiß es. Ich liebe mich und er weiß es. Was für ein Geschenk für ihn, dass ich mich liebe.

Wir fallen uns in die Arme. Danke für diese Erinnerung. ❤ Und ich darf jederzeit wieder kommen und mich wieder von ihm erinnern lassen. Er ist da. Überall und immer. Danke für dieses Geschenk. Danke für dein Versprechen, Gott. Danke für dich.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Dienstag, 28. Dezember 2021

Allen Irrglauben über den Körper aufheben

Um nichts anderes geht es. Der Irrglaube darf in jeder Hinsicht korrigiert werden. Fertig. Mehr braucht es nicht. Zurück zur kosmischen Wahrheit.

Das Wort "Körper" ist natürlich beliebig ersetzbar.

Der Irrglaube über Geld, die Gesellschaft, Partnerschaft, Beziehung, Berufung, Liebe, Gott, das Leben, den Tod, Erfolg, Glück, Macht, gut, böse und vor allem über unser wahres Wesen darf aufgehoben, weggenommen werden, wie Schleier vor den Augen.

Da wir eben oft nicht klar sehen und verheddert sind, durch Filter getrübt, darf diese Bereinigung und Berichtigung gerne von höchster Stelle erledigt werden. Die wissen auf jeden Fall bescheid, was wirklich wahr ist, was noch für Erfahrungen gebraucht wird, was direkt in die Tonne kann.

Das kosmische Team, mein höheres Selbst, der heilige Geist, Gott persönlich, die Schöpfung, das Leben (nenn es, wie immer du willst), weiß wie wir gedacht sind, was im Sinne meines Seelenplanes ist, im Sinne aller Seelenpläne, im Sinne der göttlichen Ordnung. Deswegen gebe ich diese Bereinigung "in Auftrag".

Gleichzeitig ist unsere Wahl entscheidend, die Entscheidung für diese Berichtigung. Die höheren Ebenen dürfen nicht einfach zwangsbeglücken und auf Gutdünken eingreifen. Wir haben den freien Willen und der wird gewahrt. Kollidiert er allerdings mit unserer Wahl auf höherer Ebene, was ja auch unser freier Wille ist, "gewinnt" die Entscheidung auf höherer Ebene. Bedeutet, dass wir es uns unmöglich selber versauen können, was die Seele auf jeden Fall will.

Ich für meinen Teil weiß, dass die Aufhebung des Irrglaubens in jeglicher Hinsicht in diesem Leben für mich gebucht ist. Da ist definitiv ein Ganzkörper-Ja. Deswegen gehe ich davon aus, dass die "Lieferung" recht schnell eintrifft. 😉 Das läuft ziemlich gut mit uns. 😁😎🎉👑

Ich wollt's einfach nur mal in den Raum gestellt haben, was ich gerade so treibe. 😉🪄 Das Ganze ist mal wieder inspiriert von "Ein Kurs in Wundern" und alles "nur" meine derzeitige persönliche Wahrheit. Deine kann anders sein und meine morgen auch. 😁🎉👑


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Montag, 20. Dezember 2021

Finde den Fehler

Was für ein Phänomen dieser Zeit... Finde den Fehler!

Könnte sein, dass ich für diesen Beitrag einen Shitstorm ernte, aber ich kann da gerade nicht meine Schnauze halten.

"Ich bin gegen Spaltung und deswegen distanziere ich mich von Person xy. Die beteiligt sich nämlich an der Spaltung."

Äh!!!!??? Das IST Spaltung!?!!! Das ist Trennung.

Ja, ja, wir sind alle eins, aber mit dem und dem will ich nicht in Verbindung gebracht werden.

Ja, ja wir sind alle alles, aber DAS ist wirklich zu böse. DAS muss bekämpft werden und damit will ich auch gar nichts zu tun haben.

Ich kann völlig verstehen, wenn man mit bestimmten Menschen und/oder Taten bzw. Aussagen nichts anfangen kann. Ich muss keine Zeit mit diesen Menschen verbringen. Ich muss nicht das tun, was sie tun. Ich muss nicht für wahr halten, was sie für wahr halten, auch wenn sie mal ein "angesehener Guru" waren oder studiert haben oder so. Ich kann mich in jedem Moment anders entscheiden, meine eigene Wahrheit, meine eigenen Werte finden.

Deswegen muss ich mich doch aber nicht von ihnen distanzieren in der Form, dass ich auf keinen Fall mit DIESEN Personen in Verbindung gebracht werden kann.

Ein Robert Betz scheint wohl im Moment Seminare unter den "vorgegebenen" Auflagen abzuhalten. Davon mag man halten was man will. Ich für meinen Teil würde es nicht tun. Deswegen ändert das aber nichts an der Tatsache, dass es seine Vorträge und Meditationen waren, die mir damals am Tiefpunkt meiner Gesundheit und Lebensfreude den Arsch gerettet haben. Er hat mir mit so vielen seiner Ansätze so unfassbar geholfen.

Ich kann mir das nehmen, was zuträglich für mich ist, was mir gerade weiterhilft und den Rest kann ich doch liegen lassen wie auf einem Buffet.

Ein Veit Lindau hat so einige Sätze gesagt, die in jenen Momenten unglaublich wertvoll für mich waren. Muss ich deswegen alles von ihm gut finden? Nein! Sind diese hilfreichen Sätze von damals jetzt weniger hilfreich, weil er momentan Dinge äußert, mit denen ich nicht in Resonanz gehe? Nein! Diese Sätze haben mir geholfen. Punkt. Das ist nicht von der Hand zu weisen.

Ja, ich kann mit ihm gerade nicht sehr viel anfangen, mit der Energie, mit der Ausstrahlung, mit seiner Motivation, aber muss ich jetzt seine Bücher verbrennen? Muss ich jetzt aufpassen, dass ich nicht mit ihm gesehen werde? Leute, hakt's?

Wenn der Papst sagt, dass der Schnee weiß ist, dann kann er bisher den größten Müll erzählt haben, in dem Punkt muss ich ihm allerdings recht geben. Denn Schnee ist weiß und ich weiß das, weil ich es selbst überprüft habe.

Meine innere Weisheit, mein Herz, mein Biofeedbacksystem Körper sagt mir sofort, was für mich wahr ist und was nicht, was für mich passt und schlüssig ist und was nicht, egal, von wem es kommt, egal, welches Label draufgepappt ist. Ich kann doch um Gottes Willen in meiner eigenen Verantwortung handeln und die Sachen von anderen mit meinen eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen abgleichen und dann wählen, was ich in mein System nehme.

Ich traue tatsächlich jedem seine eigenen Wahrnehmung zu. Wenn sich jemand blenden, einlullen oder beeindrucken lässt von Rang und Namen, von Titeln und Reichweite, dann kann ich da auch nicht helfen. Ist ja jeder selber mit bei. Jeder hat prinzipiell das gleiche innere Navi und vor allem, darf jeder seine eigenen Erfahrungen machen.

Und noch einen weiteren Aspekt möchte ich hier benennen zum Thema "Ich bin gegen Spaltung und deswegen distanziere ich mich von..."

Für meine Begriffe darf man sich durchaus spalten und trennen. Es ist nicht immer Einigkeit richtig. Wie sollten sich alle Menschen in all ihren Facetten jemals einig sein? Aus meiner Sicht eine Illusion. Außerdem bringt es herzlich wenig, gegen Spaltung zu sein und es dann selber zu machen. So ist das eben mit den Dingen, die man ablehnt. Sie holen einen einfach ganz hinterhältig trotzdem irgendwie ein. 😉

Vielleicht darf jeder einfach so sein wie er ist. Leben und leben lassen. Jeder auf seinem ganz individuellen Standpunkt, für sich stehend, für sich selbst einstehend und nicht auf irgendeiner Seite.

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 18. Dezember 2021

Verstand vs. Programmierung

Ich muss mal eine Lanze für den Verstand brechen. Das arme Ding... Ständig ist er angeblich schuld daran, dass wir nicht unserem Herzen folgen können, dass wir uns nicht selbst verwirklichen können. Dabei ist es gar nicht der Verstand, der uns daran hindert.

Der Verstand an sich ist brillant. Unser Geist ein Wunderwerk der Natur. Wir können so grandiose Dinge damit vollbringen. Zusammenhänge verstehen, Wirkprinzipien beGREIFEN, Rätsel lösen, Punkte verbinden, unsere Landkarte erkennen, das Weltbild sortieren.

Was uns wirklich am kreieren hindert, was da tatsächlich in uns gegen unsere Natur wirkt, sind Programmierungen. Lebenslügen, die uns erzählt wurden. Wie der Mensch angeblich ist. Wie die Natur angeblich ist. Wie Gesetze und Gebote angeblich sind. Damit wurde der Verstand gefüttert. Man hat uns beigebracht, die Welt so zu verstehen, wie es für andere zuträglich ist, nicht aber für uns.

Unser Betriebssystem wurde mit falschen Informationen gefüttert und zieht schließlich daraus die falschen Schlüsse. Da kann aber das Betriebssystem nichts dafür. Das läuft astrein. Die alten Daten müssten mal gelöscht werden und neue Quellen angezapft werden. Da müssen andere Informationen reingegeben werden oder besser gesagt, zugelassen werden. Die kommen nämlich nicht von außen, sondern die echten Informationen, die, die wirklich zu gebrauchen sind, die kommen von innen.

Füttern wir unseren Verstand mit den universellen Wahrheiten, die unser Herz kennt, dann wird aus dem ganzen Ding ein Schuh. Körper, Geist und Seele im Einklang. Körper, Verstand und Herz angebunden an den Kosmos und ab geht die Post.

Die alten Programmierungen können in die Tonne. Einmal zurück auf Werkseinstellung, bitte, und dann das Datenkabel in eine andere "Steckdose" einstöpseln, damit reine Quellenergie und reine Quellinformationen fließen können und ab sofort in unserem System verarbeitet werden.

Dann ist unser Verstand rein, reiner Geist, eins mit dem heiligen Geist. Sie teilen sich den gleichen Willen, den universellen Willen im Einklang mit der göttlichen Ordnung. Der Prozessor schnurrt. Die Kreationen können nur noch Wunder sein. Reiner Input. Reiner Output.

Der Verstand ist wundervoll. Verstehen ist essentiell.
Die Programmierung aber darf getrost in die Tonne.

Erlösen wir den Verstand und verwenden seine reine Form.

Let's go. Wir sind in der Essenz Wunderwirkende!✨💖✨


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Sonntag, 5. Dezember 2021

Ich demonstriere

Ich demonstriere

Ich demonstriere, wer ich wahrhaft bin.
Ich demonstriere meine Größe.
Ich demonstriere meine Wachheit.
Ich demonstriere Eigenverantwortung und Selbst-Bewusstsein.
Ich demonstriere Wachstum und Ausdehnung.
Ich demonstriere Entwicklung, Sterben und Werden.
Ich demonstriere Authentizität.
Ich demonstriere Schöpferkraft und Eigenmacht.
Ich demonstriere inneren Frieden, Urvertrauen und Hingabe.
Ich demonstriere Freiheit und Freilassen.
Ich demonstriere meine Werte.
Ich demonstriere, was es bedeutet, dem Leben zu dienen.
Ich demonstriere das Leben im Moment, Leben aus der Anbindung.
Ich demonstriere ehrliches Mitteilen und Klarheit.
Ich demonstriere jedes meiner Gefühle, alle meine Phasen.
Ich demonstriere meine jeweilige Wahrheit und den lebendigen Prozess, der ich bin.
Ich demonstriere Heilung und Transformation.
Ich demonstriere Selbstverwirklichung und Potenzialentfaltung.
Ich demonstriere Selbstliebe und radikale Erlaubnis.
Ich demonstriere Mitgefühl und Verständnis.
Ich demonstriere Integration.
Ich demonstriere das Leben von innen nach außen, vom Geist in die Materie.
Ich demonstriere Entschlossenheit und Aufrichtigkeit.
Ich demonstriere Hochachtung, Demut und Respekt vor der Schöpfung.
Ich demonstriere das Leben in seiner Ursprünglichkeit.
Ich demonstriere Gott in einem Körper.

Das ist meine Art, zu demonstrieren. Ich zeige und führe vor. Ich rede nicht nur, ich setze um. Ich BIN das alles mit Haut und Haaren, von der Wurzel (radix ➡ radikal) bis zum Schopf.

Ich bin dafür da, es einfach zu MACHEN. Ich stehe FÜR mich und das Leben nach meiner wahren Natur.

Ich demonstriere jeden Tag.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Samstag, 4. Dezember 2021

Wir sind sich selbst organisierende Wesen

Viele fragen sich gerade, wie das Neue entstehen soll. Es gibt unzählige Initiativen zur Vernetzung, Gruppen, Foren, Aufrufe, Ideen.

Wenn man unsere wahre Natur betrachtet, das, was wir wirklich sind - schöpferische, kreative, höchst intelligente Bewusstseinsfelder in einem menschlichen Körper - dann ergibt sich die Antwort sehr schnell. In uns ist es angelegt, dass wir uns aus uns heraus selbst organisieren. Da wirkt diese kosmische Intelligenz, die wir in der Natur so schön beobachten können. Alles sortiert sich immer von alleine, wenn es ganz natürlich geschehen darf.

Aus uns heraus entsteht das Neue, ganz organisch, weil es gar nicht anders geht. In uns wirkt die Natur höchstpersönlich und die strebt immer nach Wachstum, nach Entfaltung, nach Potentialentfaltung, nach Lösungen, nach Weiterleben, nach Vernetzung, nach Synergien. Die Natur findet immer Wege und vor allem geht es immer einfach. Die Natur strengt sich nicht an, sie müht sich nicht ab, sie erzwingt nichts. Auch wenn etwas bereits vorhandenes zum Beispiel zerstört wird, ist das Leben an sich nie weg. Es setzt sich durch - immer. Über kurz oder lang wird da neues Leben sein, neu organisiert. Anders, aber lebendig.

Deswegen brauchen auch wir uns nicht abmühen und etwas konstruieren, was viel einfacher von alleine entstehen würde. Ich muss mir nicht ausdenken, wie um alles in der Welt eine komplette Gesellschaft neu sortiert werden will. Ich brauche keine Pläne schmieden und Konzepte erstellen. Es passiert ja sowieso.

Wenn ich sage, dass es quasi von alleine entsteht, heißt das nicht, dass nichts getan wird. Es wird aber nur das getan, was im Moment gerade dran ist und nicht mehr (auch nicht weniger😉). Immer der eine nächste Schritt. Ein Impuls nach dem nächsten, ohne das große Ganze zu kennen, ohne zu wissen, welches Zahnrädchen ich gerade drehe. Hauptsache ich drehe es.

Mensch A braucht etwas und wird dafür eine Lösung finden. Die richtigen Begegnungen werden stattfinden und zwar auf eine Weise, die sich sowieso niemand ausdenken könnte. Mensch B braucht etwas anderes und auch dafür wird es Mittel und Wege geben, ganz aus der Situation heraus.

Das Entscheidende ist aus meiner Sicht, dass wir aus unserer Anbindung heraus agieren, aus unserer Natur heraus. Jeder tut das Seine. Der eine hat Lust daran, Obst und Gemüse einzukochen und macht das einfach, ohne schon konkret Abnehmer zu haben. Es ist schlicht seine größte Freude. Ein anderer liebt es zu stricken und die Socken stapeln sich nur so. Irgendwann kommt der Moment, da wird das Hergestellte gebraucht und es zeigt sich der richtige "Empfänger", die passende Gelegenheit, es zu verwenden. Alles findet sich. Alles fügt sich.

Wir SIND sich selbst entwickelnde Wesen. Wir SIND sich selbst organisierende Wesen. In uns WIRKT das. Immer. Wir müssen es uns nicht ausdenken. Wir brauchen es "nur" geschehen lassen. Durch uns. Sind wir ganz einfach die Erfüllungsgehilfen hier auf der Erde, durch die das Leben selbst geschehen kann. Stellen wir uns zur Verfügung, damit sich der Umbruch vollziehen kann und alles/jeder wieder an seinen Platz fällt - zurück in die göttliche Ordnung.

Die neue Gesellschaft wird nicht in einer Hauruck-Aktion über Nacht aus dem Boden gestampft und auch nicht am Reißbrett erarbeitet. Sie entsteht in jedem einzelnen Jetzt durch viele Millionen Wesen, wird gewebt wie ein riesiger, kosmischer Teppich. Es braucht DEINEN Faden an genau der richtigen Stelle und nirgendwo anders. Mehr ist nicht nötig, als du, durch den ES geschehen darf.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

Freitag, 3. Dezember 2021

Seelenlesen & Zeitqualität - Sei kosmisch online!

Es war mir gerade ein sehr großes Bedürfnis für uns alle im Feld zu lesen - uns, die wir hier zusammen als Pioniere und Lichtgeschwister unterwegs sind. Sternensaaten, Leuchttürme, Wunderwirker.

Worum es gerade jetzt für uns geht, wo wir wirklich wahre Informationen her bekommen, warum es so wichtig ist "kosmisch online" zu sein, nur noch den universellen Nachrichten zu lauschen, zu atmen, bei uns zu bleiben und uns unserer Anbindung gewahr zu sein.

Das und mehr in meiner Sprachnachricht, in meinem "Seelenlesen", in meinem Reading für unser Kollektiv der Lichtgeschwister. 🙏🏼✨🎇✨

(Zu finden als Sprachnachricht auf Telegram und im Podcast)


Mittwoch, 1. Dezember 2021

Spreng dich frei!

Ja, so ziemlich jeder kommt gerade irgendwo oder vielleicht auch gefühlt überall an seine Grenzen. Alte, hinderliche Begrenzungen. Oftmals das Ende der Komfortzone. Manchmal die Grenze dessen, was man glaubt, ertragen zu können, meistern zu können.

In vielerlei Hinsicht geht es wirklich darum, über sich hinauszuwachsen, die inneren, (selbst) auferlegten Begrenzungen zu sprengen, hinderliche Überzeugungen zu erkennen und getrost in die Tonne zu treten. Das ist das eine. Wir dürfen in die eigene Größe hineinexplodieren. Ladung genug dürfte schließlich da sein.

Das andere ist, dass es gleichzeitig darum geht, unsere natürlichen Grenzen zu wahren und sie anderen gegenüber ganz klar zu zeigen, STOP zu sagen, wenn jemand unseren heiligen, inneren Raum nicht wahrt, unsere Würde, unsere Selbstbestimmung, unseren freien Willen, unsere ureigene Intelligenz, unsere Weisheit.

Unsere eigenen, gesunden Grenzen schränken uns jedoch nicht ein, ganz im Gegenteil, sie verschaffen uns Freiraum, unser Terrain, unseren Wirkraum. Alles, was uns jedoch klein und gefangen hält, einengt und uns daran hindert, zu erblühen, uns zu entfalten, uns an der Ausdehnung hindert, darf in die Luft gejagt werden.

Dazu braucht es manchmal ordentlich Zunder, weil der Mut erst mit Wut richtig Wumms hat. Freiheit kann Angst machen, weil nichts mehr kontrollierbar ist, wenn wir uns unsere Größe und Kraft erlauben. Alte Begrenzungen können eben doch das verführerische, "sichere Freilaufgehege" sein, in das das große Untier "Ungewissheit" nicht eindringen kann. Lange haben wir uns dort versteckt, uns gedrückt, an dieser Scheinsicherheit festgehalten, an alten, bequemen und doch unbefriedigenden Standardkonzepten des Lebens.

Doch im Moment lässt uns das Leben nicht mehr ausweichen. Wir können nicht mehr vor uns selbst davonlaufen. Das Gehege kann weg, wird regelrecht weggerissen, wenn wir die Wahl treffen, uns treu zu bleiben. Sicher wir könnten jetzt die ewige Sicherheitsverwahrung wählen. Das Angebot ist da. Aber die Freigeister dieser Zeit werden sich nicht mehr einsperren lassen. Und das bedeutet blank ziehen. Freier Fall ohne Netz und doppelten Boden. Hopp oder Top.

Das Leben zwingt uns unerbittlich, eine Wahl zu treffen und wer die Freiheit wählt, MUSS sich zeigen, Farbe bekennen. Wir werden gnadenlos an all jene Punkte geführt, an denen wir uns selbst beschränken (lassen) und wir werden so lange getriezt, bis wir springen.

All in! Alles auf eine Karte. Rein ins Nichtwissen. Rein in uns selbst. In den Fluss des Lebens. In den Schoß der Schöpfung. In unser pures, magisches, schöpferisches, aus sich selbst heraus werdendes Sein. Radikal. Mit allen Konsequenzen. Mit allen damit einhergehenden neuen Möglichkeiten. Mit all den damit verbundenen Wundern und ganz neuen Wirkweisen. Ein ganz neue Art des Seins eben.


Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche