Sonntag, 21. Juni 2026

Schreibende Selbsterforschung - Etwas ändert sich gerade massiv

Ich kann nicht mehr stillsitzen. Mein Körper will Bewegung, mein Sein will Ausdruck, natürliches Tun aus dem Sein. Nichts künstlich Erzeugtes, nichts Konstruiertes, nichts ohne Sinn, damit halt Bewegung stattfindet. Ich will keine Übungen oder Sportarten. Das ist alles nicht der Ausdruck, nach dem ich mich sehne. Ich sehne mich nach Bewegung und Ausdruck, der zutiefst erfüllt ist und damit auch erfüllend ist, nach Ausdruck der Ausdruck des Lebens selbst ist. Das Umfeld ist nicht geeignet. Die Umgebung ist komplett unnatürlich und bietet nicht die Voraussetzungen dafür.

Ich sehne mich danach, meinen Körper in dieser sinnhaften Bewegung und Vitalität zu erleben, im Fluss des natürlichen Lebens, das tuend, was es zum Leben braucht, was das Leben braucht, im Einklang mit der Natur. Hat sich an den Bedürfnissen für meine Entwicklung, für mein Sein etwas Grundsätzliches verändert?

Mir fehlt der Einklang mit der Natur. Meine Natur möchte in ihre natürliche Umgebung.

Was ist meine natürliche Umgebung? Ist es an der Zeit, meinen Platz zu hüten? Bin ich jetzt bereit dafür? Liegt in all dem noch eine Wunde aus der Kindheit? Ist die Unruhe alt oder zeugt sie lediglich von dem aktuellen Bedürfnis und dem, was jetzt wirklich für mich dran ist? Was liegt dem steten „Hungergefühl“ zugrunde? Diesem suchenden Verlangen, diesem bestimmten Appetit, der mit Essen nicht befriedigt werden kann. Hunger nach Leben? Nach Sinn? Nach dem Wesentlichen? Nach meinem Platz?

Ich komme mir vor, wie ein Tiger im Käfig. Meiner Natur „beraubt“, meiner natürlichen Umgebung „beraubt“. Ich bin nicht in meinem Element, nicht an MEINEM Platz.

Da ist Langeweile. Da sind ungenutzte Kapazitäten. Ich hab Kraft und Kapazität zur freien Verfügung. Sie wollen Verwendung. Für das genutzt werden, wofür sie da sind, nicht für irgendwas.

Der Geist will endlich in die Materie!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das Innen will im Außen Ausdruck finden! Das Innen will endlich zum Außen passen. Ich will mich nicht mehr nur mit dem Geistigen „zufriedengeben“, dem tiefen Wissen in mir, mit dem Wissen um die Wahrheit über die Urnatur. Ich will es erfahren können.

Ich will, dass ES endlich in Bewegung kommt.

Das nächste Bild ist der schon fertige Schmetterling noch im Kokon. Es wird enger und enger da drin. Die alte Welt, die so lange so zuträglich und essentiell war, der Schutzmantel, die Höhle, die für den Wandel gebraucht wurde, wird zu klein. Es fühlt sich nach genau dieser Übergangsphase an. Es wird so lange weiter „zu eng“, bis der Druck von innen den Kokon aufbricht und der Schmetterling sich endlich frei entfalten kann. Ein unangenehmer Schwellenmoment. Das Alte wird zu eng. Der neue Raum, den es jetzt für meine Entwicklung braucht, ist noch nicht da. Die Höhlenzeit neigt sich dem Ende. In Wellen wird die Höhle manchmal noch gebraucht. In Wellen ist der Drang nach draußen unfassbar stark. Es ist das Dazwischen. Es ist herausfordernd. Jetzt fühlt es sich erkannt an. Wie wenn ich wieder wüsste, „wo“ ich bin. Die Anforderungen und Bedürfnisse ändern sich gerade massiv.

Mir kommt es vor, als wäre das nicht nur mein persönlicher Standort, sondern „nur“ (m)ein individueller Ausdruck der jetzigen Zeitqualität.