Sonntag, 19. Mai 2019

Wenn man dem Leben nicht ins Handwerk pfuscht...

Wow!!! Wo soll ich denn jetzt anfangen?
Seit Donnerstag bin ich mal wieder auf Tour. Eine Tour, die ziemlich unerwartet auf mich zukam.

Eigentlich war da "nur" das Retreat in der Lüneburger Heide und dann fügte sich wie so oft eins ans andere. Ein wunderbares, ganz zauberhaftes Coaching - naja, es war eigentlich durchgehend ein Erinnern - am Donnerstag in der Nähe von Hannover. Im Anschluss ein Stop mit Übernachtung bei der wunderbaren Nele Zeidler ebenfalls da oben in der Ecke. Tiefe Gespräche, Gänsehautmomente am laufenden Band, Erkenntnisse tiefer und tiefer, Puzzleteile sortierten sich fortwährend, ein Hinspüren, Forschen, Durchdringen, Philosophieren. Magisch!

Freitag weiter in die Nähe von Lüneburg. In einem liebevollen Café das Zusammentreffen mit Mischa. Eingrooven, noch mehr Philosophieren, schon ein wenig Retreat vorfühlen, an der Elbe spazieren gehen, am Ufer sitzen und die Sonne auf der Haut genießen. Quatschen, Schlapplachen und dann fast weggespült werden von einer Bugwelle. Anschließend eintreffen am Seminarort. Brotzeit mit den Besitzern. Und - Überraschung - noch mehr Philosophieren.

Der nächste Morgen erwartet uns mit strahlender Sonne und endlich Frühsommer. Das Retreat kann starten. Was dann passiert ist, kann ich nur erahnen. Rausgebeamt aus Raum und Zeit. Heilung, fette Prozesse, Erlösung, Ganzwerden, Berührung ohne Ende, Taschentuchverbrauch hoch zehn, mega leckeres Essen, Lagerfeuer mit Geige, Ukulele, schamanischen Trommeln, Mantragesängen und Vollmond.

Vorhin das Grande Finale. Gefühlt hatten wir gerade erst angefangen. Beseelte Menschen würden am liebsten in Dauerumarmung einfach dableiben. Abschied.

Nun bin ich nach eher kurzer Fahrt in der Südheide gelandet, hab mir ein Zimmer gegönnt, weil ich erstmal sortieren muss. Ein Spaziergang in den Wald und dann flossen die Tränen. Es hat mich nur so geschüttelt. Vor Dankbarkeit, vor Erfüllung, vor Demut.

Es duftet nach Kiefernnadeln, die Vögel zwitschern, die Sonne geht langsam unter. Ich sitze, staune, atme Wald und Liebe ein. Werde mal wieder beschenkt von Mutter Erde, mit der ich die letzten zwei Tage besonders intensiv im Kontakt war. Sogar in ihr, in einer Erdgrube, dem Mutterleib gleich. Ich hab mich dort nochmal mehr fallen lassen ins Leben, in ihren mütterlichen Schoß, hab noch mehr an sie abgegeben, aufgegeben, mich noch tiefer hingegeben.

Alles andere als Hingabe macht für mich keinen Sinn mehr. Dieses Getragensein spüren und erleben zu dürfen, wieder und wieder und wieder, dem roten Faden einfach nur folgen zu müssen und die großartigsten Dinge erleben zu können, die krassesten Fügungen, DAS ist für mich Leben. So ist es gedacht und ich werde nicht aufhören, zu staunen. Ich werde nicht aufhören, genau so weiterzumachen. Wenn man dem Leben nicht ins Handwerk pfuscht, wird es plötzlich einfach. Also lass ich schön die Finger raus und folge den Zeichen. Never change a running system! ❤️ Morgen geht es weiter nach Leipzig zum nächsten Coaching und dann mit einem Zwischenstop in Frrranken nach München. Die Stadt ruft - und Tina! ❤️❤️❤️ Ich bin sooo neugierig auf alles weitere!

Foto: Canva
Text und Gestaltung: Anja Reiche

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