Montag, 30. Juli 2018

Jeder darf sich um seine eigenen Gefühle kümmern

Ich höre immer wieder, dass sich Menschen, die auf dem Weg zu sich selbst sind, Gedanken machen, bei wem sie was sagen können, bei wem sie wie viel von ihrem neuen Denken, von ihrem Anderssein preisgeben können. Sie machen sich Sorgen, ob ihr Gegenüber vielleicht überfordert sein könnte, dass es unangenehme Gefühle in ihm auslösen könnte und das wollen sie nicht.

Wir können und müssen den Mitmenschen nicht ihre Gefühle ersparen. Es ist nicht unsere Verantwortung die anderen zu schonen.

Fakt ist, dass wir uns so nur wieder selbst verbiegen und wie auf Eiern durch die Gegend tanzen, versuchen, jedem Fettnäpfchen auszuweichen. Wozu?

Auch wenn wir noch so vorsichtig sind, wissen wir nie wo genau der andere letztlich tatsächlich seine Schmerzpunkte hat. Wir können es nicht wissen.

Das Ganze ist nur furchtbar anstrengend und wir sind wieder nicht wir selbst, weil wir nur mit dem Radar im Außen unterwegs sind.

Wir dürfen bei uns bleiben. Wir dürfen unsere Wahrheit sprechen. Wir dürfen anecken. Wir dürfen andere triggern. Wir dürfen uns so zeigen wie wir sind. Und wir dürfen damit andere in ihre Prozesse stürzen.

Es ist nicht meine Aufgabe, andere vor ihren Gefühlen zu beschützen.


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