Dienstag, 23. September 2014

alles in Arbeit


Ihr Lieben,

die letzten Tage erlebe ich mich als sehr unruhig. Die Träume sind wirr und durcheinander. Oft habe ich nach dem Aufwachen das Gefühl, als wäre im Schlaf etwas Wichtiges passiert, als hätte meine Seele viel Arbeit geleistet, sich gekümmert und transformiert. Ich brauche auch gerade extrem viel Ruhe und Schlaf. In mir wirbelt alles umher. Alle Themen und Gefühle, die ich in den letzten Monaten so angeschaut habe, ploppen nochmal kurz hoch. Mal die Angst, mal die Ohnmacht, mal das Schuldgefühl, mal die Wertlosigkeit, etc. Das wechselt täglich, manchmal auch mehrmals täglich. Mir kommt es so vor, als ob es in mir wirklich richtig arbeitet, als ob neue Synapsen geknüpft werden, als ob energetisch vieles im Wandel ist, als ob ich eine einzige Transformationsbaustelle wäre, in der es hämmert und sägt, einreißt und aufbaut. Meine Seele scheint sehr beschäftigt zu sein und viel zu erledigen. Zumindest kommt es mir so vor, als ob sie ständig unterwegs wäre und tut und macht. Es ist, als würde sich mein inneres Energieniveau, dem äußeren angehobenen Energieniveau anpassen. Heute hatte ich den Gedanken, dass man sich so wohl auch in der Pubertät fühlt, wenn man es da schon in Worte fassen könnte. Ich bin weder Fisch noch Fleisch, weiß nicht recht auf was ich gerade Lust habe, schwebe im Durcheinander und vermeintlichen Chaos, das doch nur die Vorstufe zu neuer Klarheit ist, zu einer neuen Phase, zu einer neuen Entwicklungsstufe. <3 Ich wollte das gerne mit euch teilen, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass es einigen gerade ganz ähnlich geht, schon ging oder noch gehen wird. Vielleicht hilft es ja zu wissen, dass ihr damit nicht alleine seid. Das von mir und meinen derzeitigen Eindrücken. 


Herzensgrüße!

Mittwoch, 10. September 2014

Wunden der Kindheit


Heute fließt wieder alter Schmerz. Schon heute morgen, als ich mich total schlecht gelaunt aus dem Bett geschält habe, hätte ich es mir denken können. Es war diese ganz besondere schlechte Laune, die ich immer dann habe, wenn ich kurz davor bin, dass wieder alter Schmerz hochkommt, der dann neuer Klarheit und neuen Erkenntnissen Platz macht. Und so war es dann auch. Die letzten Tage waren geprägt von Unruhe, Verwirrung und der Suche nach dem Haken. Da weiß ich nun seit Kurzem, dass meine Fähigkeiten noch besonderer sind, als ich es bisher eh schon vermutet habe - ihr erinnert euch, Hochsensitivität und so - und dennoch wurde ich das Gefühl nicht los, meine 300 PS nicht auf die Straße zu bringen, wie Anne Heintze so schön sagt. Ich bin talentiert, habe besondere Gaben und Fähigkeiten, einen wachen Verstand und ne riesen Portion Intuition. Ich bin mächtig stolz auf all das und ich liebe es, dieses Potenzial auszuleben. Und dennoch komme ich immer wieder an den Punkt, dass ich mir keine Gedanken darum machen möchte, wie meine Bezahlung aussehen kann, dass ich nicht sagen möchte, DAS kostet es, meine Dienste in Anspruch zu nehmen. Bei Freunden und Bekannten fällt mir das besonders schwer. Wie kann das sein? Ich weiß doch um die Besonderheit! Heute haben sich dann die Erkenntnisse überschlagen und meine Aufmerksamkeit wurde noch mal auf alte Wunden der Kindheit gelenkt. Nun habe ich ja die große Herausforderung eine narzisstische Mutter zu haben und auch mein Vater lässt immer wieder durchblicken, dass uns Kindern seine Bedürfnisse am Herzen liegen sollten. Und so habe ich als Kind, dessen Eltern zum Großteil die eigenen Bedürnisse in den Vordergrund gestellt haben und so auch nie viel Zeit hatten, die Erfahrung gemacht, -dass ich es nicht wert bin, dass man Zeit mit mir verbringt. Dass ich mich vielmehr äußert glücklich schätzen kann, wenn sich doch mal jemand mit mir abgibt. -dass ich für das, was ich gebe, nichts bekomme, denn das Geben wird erwartet und ist selbstverständlich. Solche Erlebnisse schmerzen, auch nach all den Jahren noch, und es ist gut, dass der Schmerz nun fließen und so meinen Körper verlassen kann. Wie sich solche Glaubenssätze auf das Thema Geld verdienen auswirken, ist wahrscheinlich klar. Es ist nämlich ein echt großer Schritt von dem Punkt "Du bist es nicht wert, dass man Zeit mit dir verbringt" bis zu dem Punkt "Ich nehme dafür, dass jemand Zeit mit mir verbringt, Geld". Und diese Gewohnheit für das Geben nichts zu bekommen, spricht für sich, bin ich doch zum Beliefern und zum Bedürfnisse befriedigen erzogen worden. Was ich nun tue? Ich bin sehr dankbar, dass mir das alles in dieser Klarheit vor Augen geführt wird. Denn wenn ich weiß, was ich denke, kann ich es ändern. Nun beobachte ich mich ganz gezielt und erforsche, wo und wann diese Glaubenssätze greifen, nehme sie dankbar an, denn sie haben all die Jahre perfekt ihren Dienst erwiesen und dann lasse ich sie immer mehr los. Neue Glaubenssätze dürfen dann ihren Platz einnehmen. "Für das, was ich gebe, bekomme ich." und "Es ist wertvoll, Zeit mit mir zu verbringen." Und auch mit der Wertlosigkeit an sich, mit diesem Gefühl, werde ich immer wieder in Meditationen Kontakt aufnehmen. Bisher haben sich all meine negativen Gefühle in Meditationen in Tiere verwandelt, mit denen ich reden konnte und unsere Beziehung heilen konnte. Die meisten wollten einfach nur gesehen werden, Liebe und Annahme. So konnte sich die Schlange der Angst in den Adler des Vertrauens wandeln, der Elefant der Schuld in den Schmetterling der Leichtigkeit und Freiheit. Es könnte treffender nicht sein, dass meine Wertlosigkeit ein Krokodil ist, das mich vom Ozean der Fülle zurückdrängt und davon abhält. Nun darf ich gespannt sein, zu welchem Geschenk mich dieses Krokodil noch führt und wie die Verwandlung aussehen wird.

Herzensgrüße von mir!

PS: Ich mache meinen Eltern keinerlei Vorwürfe! Sie machen es immer so gut sie es können und ich weiß, dass sie immer unser Bestes wollen. Sie lieben uns! Auch das weiß ich. Dennoch habe ich es so empfunden, wie ich es hier schildere und dieses Empfinden und Erleben hat Spuren hinterlassen. Sicherlich waren diese Spuren nicht ihre Absicht.

Samstag, 30. August 2014

Wow! Und wieder ein "neuer" Aspekt von mir... Hochsensitivität



Unfassbar... Neulich Abend stößt mich Wolfgang (mein Lebensgefährte) auf die Ausprägung der Hochsensitivität. Eigentlich mehr "per Zufall". Nach einiger Recherche war schnell klar, dass ich mich hier durchaus einordnen kann. Bei hochsensitiven Menschen ist es so, dass alle 5 Sinne besonders stark ausgeprägt sind und Reize weit intensiver aufgenommen werden, als bei den meisten anderen Personen. Was natürlich eine enorme Auswirkung auf das Alltagsleben hat. Nun kann ich es mir noch besser erklären, warum ich lieber mit einigen wenigen Menschen rede, als auf Partys mit großen Menschenansammlungen rumzuspringen, denn ich nehme die Emotionen von anderen total wahr. Ich kann nun zuordnen, warum ich auf Gewaltszenen so extrem reagiere, denn der Schmerz kommt 100% bei mir an. Ich kann mir vorstellen, wie es ist zu ertrinken, wie es sich anfühlt, ein Mann zu sein, wie es ist, wenn beim Sterben die Seele den Körper verlässt. Und das kann ich nun auch besser erklären. Irgendwie stehen mir mehr "Kanäle" zur Verfügung.Ich kann mich in alles und jeden reinversetzen. Mir ist jetzt völlig klar, warum ein Bürojob nichts mehr für mich ist, warum ich so viel Ruhe brauche und so viel Freiheit, warum ich mein Bauchgefühl nicht übertöpeln kann. Nun weiß ich auch, warum mir Smalltalk ein Graus ist und ich tiefgreifende Gespräche bevorzuge, denn Hochsensiblen ist es immer wichtig in allem einen tieferen Sinn zu sehen. Alles muss sinnvoll sein. Der größere Zusammenhang ist allgegenwärtig. Mir ist es völlig klar, dass außerhalb von mir noch andere Energien existieren, dass alles eins ist und dass das Leben ein wunderbares System ist, das perfekt funktioniert. Mir ist auch völlig klar, wie es funktioniert. Wie ich den Berichten entnommen habe, denke ich anscheinend umfassender, ja einfach anders als andere. Und ich konnte nie verstehen, wieso denn nicht jedem klar ist, was mir klar ist. Somit hatte ich schon immer hohe Ansprüche an meine Mitmenschen, was mich natürlich schnell zu der Annahme brachte, dass ich viel zu kritisch und kleinkariert bin. Nun weiß ich, dass ich einfach anders denke, mehr sehe und fühle als die meisten und es tut unwahrscheinlich gut, dass das Kind nun einen Namen hat. Viele "Eigenarten" von mir kann ich nun zuordnen und mich noch besser akzeptieren. Ich kann milder mit mir sein und mit meinem Umfeld. DAS tut gut! Wieder ein Schritt näher zu mir, wieder ein Schritt hin zu meinem wahren Wesen! Ich liebe es, dass es immer so weiter gehen wird!

Herzensgrüße von mir!!!

PS: Ich glaube übrigens, dass jeder, der es wirklich will, hochsensibel werden kann und mehr Kanäle für sich öffnen kann! Jeder auf seine Weise...

Mittwoch, 4. Juni 2014

auf dem Weg


Fast 5 Jahre ist es nun her, seit ich meinen Job an den Nagel gehängt habe und mich auf die Suche nach mir und meinem Lebenssinn gemacht habe. Meine Erfahrungen in der Wirtschaft, als Betriebsrat, das ausgebrannt sein, als ich den Job schmiss, der Umzug nach NRW, die Ausbildung zum psychologischen Berater, zur Entspannungspädagogin, die Zeit der Arbeitslosigkeit, der Umweg über die ERGO Versicherung und die damit verbundenen Erfahrungen, die nochmalige Arbeitslosigkeit, die vielen Sorgen um Geld, die Krankheit, die extreme Schwäche, die Schmerzen, das komplette körperliche Knock-out, die Schwierigkeiten mit den Eltern - all das war nötig. All das fügt sich zusammen und bildet heute die perfekte Grundlage für meine Arbeit und mein Leben. Diese ganzen Ereignisse reihen sich wie Perlen auf eine wunderschöne Kette. Ohne das alles, wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Bei mir, bei meinen Gaben, bei all meinen Potentialen, auf meinem Herzensweg, in einem Leben, wie ich es immer wollte! So viele Jahre habe ich „gewartet“, habe ich gewünscht, gehofft, gesucht und immer mehr Teile gefunden, an mir gearbeitet, das gemacht, was dran war, stur und vehement auf mein Herz gehört. Das größte Geschenk, das man sich machen kann! Und heute, in diesem Moment, kann ich sagen: ICH BIN DA!!!

Mittwoch, 28. Mai 2014

Geschenke, die ich mit euch teilen möchte

Seelenaufstellungen - Geschenke des Lebens, die ich mit euch teilen möchte!!!

Die letzten 1 ½ Jahre waren ziemlich anstrengend für mich und ich habe die meiste Zeit meinem Innenleben und meinem Körper gewidmet. Die Galle, ihr wisst ja…
Das Leben hatte mal wieder etwas ganz anderes mit mir vor, als ich geplant hatte. Und die Geschenke, die ich auf diese unerwartete Weise empfangen durfte, sind so enorm, die Einsichten so unglaublich, dass ich sie gerne mit euch teilen möchte. Ich möchte euch an meinem Weg teilhaben lassen und vielleicht ist er für euch tatsächlich unfassbar oder gar unglaublich. Ihr dürft davon halten, was immer ihr wollt.

Ich habe meine Flügel entdeckt, meine Wurzeln gefunden und meine verborgenen Gaben wurden sichtbar. Meine Dankbarkeit ist grenzenlos. Aber nun von vorne und eins nach dem anderen…

Der Heilungsweg meiner Galle war lang, schmerzvoll, intensiv und von Durststrecken durchzogen. Oft habe ich wirklich gezweifelt, ob ich das Richtige tue, gibt es doch nur wenige Beispiele, an denen ich mich hätte orientieren können. Wer geht denn schon diesen Weg? Fast täglich habe ich meditiert, manchmal auch mehrmals täglich. Ich habe mich voll und ganz auf meine innere Führung verlassen. Ich kann euch sagen, das war nicht immer leicht und oft war ich der Verzweiflung nahe. Die Schmerzen und deren Häufigkeit haben an meinen Nerven gezerrt. Aber ich blieb stark und richtete den Fokus immer wieder nach innen. Die Kraft meiner Seele und der geistigen Führung war stärker als meine Zweifel.

Die Erkenntnisse waren enorm. Was seit dieser Zeit in Meditationen mit mir geschieht und was sich mir zeigt, ist fast nicht in Worte zu fassen. Ich habe durch diese Krankheit so viel über mich und das Leben gelernt und durfte erkennen, wie es zu dieser Erkrankung kam und was mein Anteil daran war. Alte Überzeugungen, Begrenzungen und unterdrückte Gefühle kamen zum Vorschein und konnten verwandelt werden, Lebensgesetze und Weisheiten, die ich noch nicht gelebt hatte, haben sich mir offenbart. Diese Krankheit war eine einzige Offenbarung und eines der größten Geschenke, die mir das Leben je gemacht hat. Sie war der bisher größte Schritt auf dem Weg zu mir, zu meinem wahren selbst. Durch sie habe ich diesen enormen Zugang zu mir selbst bekommen, dieses sichere Gefühl für meinen Weg und meine Bedürfnisse. Und durch sie habe ich meine medialen Fähigkeiten entdeckt, meine Hellfühligkeit, meine Hellsichtigkeit, mein Hellwissen, die Gabe der Seelenaufstellungen. Und hier kommen wir zu den Geschenken.

Bemerkt habe ich das mehr oder weniger durch einen dummen "Zufall". Ich habe mich schon vor Jahren mit systemischen Aufstellungen auf dem Brett beschäftigt. Das ist sowas ähnliches wie Familienaufstellungen nur mit Figuren und auf einem Brett. Also in klein. Und als ich so krank war und auch die Probleme mit meinen Eltern wieder deutlicher wurden, habe ich für mich Aufstellungen gemacht.
Irgendwann habe ich angefangen, das auch für Bekannte zu machen. In andere reinversetzen konnte ich mich ja schon immer gut. Ich merkte, dass ich mich nur auf denjenigen zu konzentrieren brauchte und alles begann zu fließen. So saß ich alleine in meinem Kämmerlein und machte Aufstellungen für Menschen, die zum Teil hunderte von Kilometern weit weg waren. Die Ergebnisse und Rückmeldungen waren der Hammer. Einige haben ihr Leben mal eben auf links gedreht, sich von ihrem Partner getrennt, andere sprachen von einer ganz neuen Lebensenergie und Klarheit, von vielen Fortschritten in Situationen, in denen sie schon so lange festzustecken schienen. Was ich mit meinen Aufstellungen bewirken kann, merkte ich erst durch diese Rückmeldungen. Ich hatte ja keine Ahnung…

Mit der Seele des anderen verbunden, fließt also alles, was zum gerade vorherrschenden Problemsystem oder einer Krankheit gehört, durch mich hindurch. Ich stelle dieses System vor mir mit Figuren nach. Von meiner Intuition sicher geleitet bekomme ich klare Impulse, welche Elemente daran beteiligt sind. Schon wenn ich eine stellvertretende Figur in die Hand nehme, beginnt die Energie zu fließen und ich bin sofort in die Lage dieser Figur versetzt. Ich fühle mich in jede einzelne Figur ein und lasse mich leiten, welchen Platz diese auf dem zur Verfügung stehenden Brett haben möchte. Die Figuren treten vor meinem inneren Auge in Interaktion, manchmal entstehen sogar Dialoge und ich sehe, wie die Figuren in Zusammenhang stehen, was wen beeinflusst und was für jedes Element nötig ist, um eine Lösung herbeizuführen. Ich bewege mich vom Problemsystem zum Lösungssystem.

Ich stelle durch meine Gabe sozusagen die göttliche Ordnung im Energiefeld wieder her. Ich überbringe dir Botschaften, die deine Seele an dich hat und zu denen du im Moment vielleicht noch keinen Zugang hast. Ich zeige dir, auf was dich deine Seele JETZT aufmerksam machen möchte. Und die Rückmeldungen sprechen für sich…

Da stehe ich also heute und bin Dank Heilmeditationen, Homöopathie, Energiearbeit und Leberreinigungen stolzer Besitzer einer putzmunteren Gallenblase. Ich habe mein Innerstes entrümpelt, alte Wunden geheilt, unbewusste Glaubenssätze aufgedeckt und verwandelt, habe staunend beobachtet, wie sehr die Prägungen der Kindheit, mein Erwachsenenleben beeinflussen können, ohne, dass ich es je für möglich gehalten hätte.Ich bin so viel reicher an Einsichten, Vertrauen und natürlich an Gaben. Ich bin noch mehr ich! Und wer hätte gedacht, dass dieses ICH so aussehen würde? Im Traum wäre ich nicht auf so etwas gekommen… Meine Krankheit war soooo wichtig!

Und das alles bewegt und berührt mich so sehr, dass ich es in die ganze Welt hinausschreien möchte:
• Hinter jeder Krankheit, jedem Problem steckt eine positive Absicht
• Krankheit und Probleme sind eine Sprache der Seele, eine Möglichkeit, mehr du selbst zu werden
• Schau hin! Es lohnt sich so sehr!

Ich möchte diese Botschaften verbreiten, Menschen Hoffnung geben und einen Weg zur Selbstheilung aufzeigen. Die Geschenke des Lebens verbergen sich manchmal hinter den schmerzvollsten Ecken.

Mit diesen abschließenden Worten überlasse ich euch nun euren eigenen Gedanken und Eindrücken!

Herzensgrüße von mir!
Anja

Dienstag, 29. Oktober 2013

Auf sein Gefühl hören



Auf sein Gefühl hören, das ist immer so einfach gesagt. Vor kurzem hat mich eine ganz liebe Freundin gefragt, ob ich sie nicht zu ihrer Bachelor-Verabschiedung im feierlichen Rahmen begleiten würde. Ihre Eltern wollte sie nicht mitnehmen und sie hätte gerne jemanden um sich, den sie sehr mag. Als ich diese Frage in ihrer Email las, schrie sofort alles in mir: „NEIN!! Da gehörst du nicht hin. Du müsstest dich verkleiden und du wärst da nicht du selbst!“ Bei der Vorstellung tatsächlich zu dieser Veranstaltung zu fahren, sträubten sich mir die Nackenhaare. Dann kamen natürlich diese Gedanken, von wegen: „Komm, das ist eine ganz liebe Freundin und die könnte gerade echt deine Unterstützung gebrauchen. Du kannst dich doch für sie die paar Stunden zusammenreißen.“ Irgendwann kam der Punkt, an dem mir klar wurde, was zu tun ist. Ich erinnerte mich daran, dass mich damals meine Galle in einer Meditation förmlich angeschrien hat, ich solle doch um Gottes Willen eeeeendlich auf mein Gefühl hören, auf meinen Bauch, egal, ob der Verstand das gerade verstehen kann oder nicht. Meine Galle zeigte mir damals ganz genau, warum sie mir u. a. Schmerzen bereitete und wo ich mir diese „(Gallen-)Steine“ selber in den Weg gelegt hatte. Ich merkte oft, dass mich mein Körper immer wieder in Form von Krankheiten, Schmerzen und Symptomen aus gewissen Situationen herausholte. Z. B. bekam ich eine Magen-Darm-Grippe, wenn ich Dinge tat oder mich mit Menschen umgab, die mir in diesem Moment überhaupt nicht gut taten. Und hätte ich von Anfang an auf mein Gefühl gehört, hätte ich diese Dinge gar nicht erst getan oder diese Menschen gar nicht erst getroffen. Als ich nun diese Frage von meiner Freundin wälzte, kam mir das alles wieder in den Sinn. Und in diesem Augenblick entschied ich mich dafür, dass ich meinem Körper diese Verantwortung abnehmen möchte. Ich wollte meinen Körper nicht mehr damit belasten, dass er mich retten musste. Ich wollte meinen Organen diese Last ersparen. Ich nahm meine Verantwortung wieder zu mir! Und so traf ich ganz bewusst die Entscheidung, IMMER auf meinen Bauch zu hören und IMMER mein Gefühl ganz genau zu prüfen und entsprechend zu handeln. Auch wenn es mit dem Verstand vielleicht nicht greifbar war. Jemand hat einen Wunsch oder ein Anliegen an mich? Gut, passt dieser Wunsch oder dieses Anliegen auch gerade zu mir? Möchte ich diesem Wunsch nachkommen, oder ist das im Moment nicht stimmig? Warum um alles in der Welt, sollte ich die Belange anderer über meine stellen? Und vor allen Dingen würde ich dem anderen in diesem Augenblick auch etwas vormachen, ich würde ihn in gewisser Weise anlügen, denn ich tat etwas, was ich eigentlich gar nicht wollte. Dann bin ich nicht ich, dann bin ich nicht authentisch. Ich belüge mich und den anderen gleich mit. Damit ist niemandem geholfen. Als ich nun meiner Freundin diese Entscheidung mitteilte und auch entsprechend erklärte, bedankte sie sich bei mir. Dafür, dass ich so ehrlich zu ihr war und dafür, dass sie nun selber wieder ein Stück mehr den Mut hatte, auf ihr eigenes Gefühl zu vertrauen, darauf zu hören und Verantwortung für sich zu übernehmen. Mein Bauchgefühl wird mich NIE in Schwierigkeiten bringen!

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Erntezeit

Über so lange Strecken war ich mutig und entschlossen. Ich habe mein Innerstes erkundet und nach außen gekehrt. Da war so viel Schmerz, körperlich wie seelisch. Ich habe mir so vieles angesehen, es angenommen und war immer auf tiefgehende Heilung bedacht. Zeitweise gab es Durststrecken, Verwirrung und die Frage, ob ich noch auf dem richtigen Weg bin. Ich habe gehadert, gezweifelt und war kraftlos. So oft habe ich nicht gemacht, was „man“ normal so macht. So viele Dinge habe ich anders gesehen. Aber es war der richtige Weg. Definitiv und nichts hätte ich anders machen wollen. Gott sei Dank habe ich so viele Dinge anders gesehen. Mir hat sich so viel offenbart, ich habe so viel verstanden, so viel über mich und das Leben erkannt, mich wieder daran erinnert, wie es wirklich ist, das Leben. Wie es gedacht ist in seinem Ursprung und was die Natur der Dinge ist. Der Lohn ist ein unendlicher innerer Reichtum, der mit nichts zu vergleichen ist. Geschenke, die von unschätzbarem Wert sind. Ein Gefühl für mich und das Leben, für meinen Weg und vor allen Dingen für das, was mein Herz, meine Seele will. Dieses Gefühl ist unfehlbar und es wird mich immer sicher führen. Das weiß ich! Und nun bin ich erschöpft nach all der Arbeit, richtig erschöpft! Ich habe die Felder bestellt, gesät, Unkraut gezupft, die Erde gelockert und die neuen Pflänzchen gehegt und gepflegt, sie vor Sturm beschützt und sie gegossen, wenn der nährende Regen ausblieb. Und nun ist es Herbst und an der Zeit die Früchte der harten Arbeit zu ernten. Es ist Zeit mich auszuruhen, zu genießen und mich daran zu erfreuen, was ich vollbracht habe. Es ist Zeit die Arbeit zu würdigen und voller Stolz zurückzublicken, sie als das zu sehen, was sie ist: Das wichtigste und festete Fundament für mein Lebensbauwerk! Ich freue mich darauf im Außen zu erfahren, was im Inneren gereift ist!