Montag, 1. Februar 2016

11 Fragen - 11 Antworten zu mir und meinem Blog


Heute gibt es einen etwas anderen Artikel als gewöhnlich und vielleicht erfahrt ihr etwas über mich, dass ihr noch nicht wusstet. ;) 11 Fragen - 11 Antworten!

Ich wurde zum Liebster Award nominiert und ich freue mich sehr!!! Bis vor kurzem wusste ich noch nicht einmal, dass es so was gibt. ;)

Der Liebster Award ist eine Aktion unter Bloggern, die helfen soll neuere und noch unbekannte Blogs bekannter zu machen. Er ist aber auch dafür da, dass schon bekanntere Blogschätze noch bekannter werden. Da nehme ich doch wirklich gerne teil und bedanke mich bei der lieben Andrea Braun von sunshineladytest für die Nominierung (auch wenn ich es erst heute gecheckt habe). ;)

Da die nominierten Blogger einige Fragen beantworten, erfährt man einiges mehr über den Autor, der hinter einem Blog steckt. Das finde ich persönlich sehr reizvoll und außerdem LIEBE ich Interviews. Irgendwie haben die eine magische Anziehungskraft auf mich. Ich könnte aller Welt immerzu die brennendsten Fragen der Menschheit beantworten, darüber philosophieren und  ganz in den Gedankengängen aufgehen. ♥

Nun aber zurück zum Award. Ich werde also nun die elf Fragen beantworten, die mir die liebe Andrea gestellt hat. Anschließend werde ich Blogger nominieren, deren Blogs mir einfach ans Herz gehen und die es verdienen, mehr Leser zu bekommen. Diesen Bloggern werde ich ebenfalls elf Fragen stellen. Die ausführlichen Regeln/den Leitfaden findet ihr ganz unten.


1.) Wann hast du begonnen zu bloggen?
Ich habe im April 2015 angefangen zu bloggen, davor aber schon sehr lange mit dem Gedanken gespielt, mich übers Bloggen informiert und mir ein bisschen Background angeeignet. (Da kam wieder die Perfektionistin durch, die bei der Einschulung am besten schon lesen können will!) Und im April letzten Jahres hatte ich dann endlich den Mut, mit meiner Geschichte und allem, was mich ausmacht, an die Öffentlichkeit zu gehen.

2.) Was motiviert dich und lässt dich dran bleiben?
Das Schöne ist, dass ich mich gar nicht dazu zwingen muss, dranzubleiben, denn mich mitzuteilen, ist ein ganz tiefes Bedürfnis. Was ich auf meinem Weg zurück zu mir erfahren und begriffen habe, will einfach in die Welt. Oft genug hatte ich das Gefühl, dass ich ganz alleine dastehe. Und deshalb möchte ich anderen, die auch auf ihrem Weg sind und vielleicht manchmal zweifeln, mit meiner Geschichte Mut machen und ihnen zeigen, dass es da noch mehr Menschen gibt, die irgendwie "anders" sind.

3.) Wie lautet deine Message, was möchtest du in der Welt verbreiten?

Das Leben ist einfach wunderbar, wenn man mal verstanden hat, wie es wirklich "funktioniert" und warum wir hier sind. Doch am meisten liegt mir am Herzen, dass immer mehr Menschen ihr wahres Wesen zum Ausdruck bringen, ihre Einzigartigkeit leben und ihrem Herzen folgen. Mir ist es wichtig, dass immer mehr begreifen wie göttlich und mächtig sie sind, wie großartig und liebenswert. Jeder einzelne ist etwas ganz Besonderes und hat einen Platz auf dieser Erde, einen unschätzbaren Wert, eine großartige Seele!!!

4.) Was war bislang in Bezug auf das Bloggen deine größte Herausforderung?
Ich glaube das war die Angst vor Ablehnung. Anfangs war ich noch etwas unsicher, wie wohl die Menschen auf das, was ich schreibe, reagieren. Aber um so selbstverständlicher ich mit meinen Erkenntnissen, Überzeugungen und meiner Art zu leben umgegangen bin, umso weniger Angst hatte ich, dass mich jemand ablehnt, oder das für doof hält. Heute habe ich mir erlaubt, so zu sein, wie ich bin, kann damit ganz offen umgehen. Und ich habe mir erlaubt, dass mich nicht jeder mögen muss und dass ich mich auch mal in die Nesseln setzen darf. ;)

5.) Wofür brennst du? Was ist deine größte Leidenschaft?  

Meine größte Leidenschaft... Puh, da gibt es so viele. Aber ich denke, dass sie sich alle irgendwie zusammenfassen lassen. Meine größte Leidenschaft ist es, ich zu sein und mich in jeder Sekunde zum Ausdruck zu bringen. Egal, auf was ich gerade Lust habe, egal, was ich gerade tue. Wenn ich immer das tue, was ich wirklich JETZT will, dann bin ich immer mit Leidenschaft dabei und dann brennt es in mir. Ob das nun kochen ist, malen, in der Natur sein, fotografieren, Menschen begegnen, Seelen begegnen, schreiben, tanzen, Unfug treiben. Meine Leidenschaft ist immer das, auf was ich gerade richtig Bock habe.

6.) Deine besten Strategien für´s Dranbleiben? 

Das hab ich weiter oben schon erwähnt. Schreiben ist mir ein Bedürfnis, mich mitzuteilen ist mir ein Bedürfnis. Ich erlaube mir, nur dann zu schreiben, wenn mir wirklich danach ist. Ich zwinge mich nicht dazu. Und wenn ich richtig Lust habe, dann ist da auch Leidenschaft und dann geht es wie von alleine.

7.) Was inspiriert dich für den nächsten Artikel?  

Das kann vieles sein. Entweder mich selbst bewegt und beschäftigt gerade ein Thema oder es gab mal wieder neue Erkenntnisse für mich. Die will ich dann natürlich mitteilen. Oder ich lese irgendwas, höre, sehe etwas, das mich dann nicht mehr loslässt und zu dem ich unbedingt etwas sagen möchte.

8.) Was soll am Ende des Jahres mit deinem Blog erreicht sein? 

Auf jeden Fall möchte ich immer mehr Menschen erreichen, bewegen, berühren, ermutigen. Wenn ich mit meiner Facebookseite zu diesem Blog am Jahresende die 2000er-Marke knacken würde, wäre das gigantisch!!!

9.) Welche Blogs liest du am liebsten?
Am meisten mag ich Blogs über den eigenen Weg, über Selbstfindung, Selbstheilung und alles, was hilft, zurück zu sich selbst zu finden. Blogs über den großen Aufbruch in die Freiheit, über das, was im Leben wirklich zählt. Jede einzelne Geschichte von Menschen, die sich in den Irrungen und Wirrungen des Lebens auf den Weg zurück zu sich selbst gemacht haben, verursacht mir eine wunderbare Gänsehaut und ein warmes Gefühl im Bauch. Und alles in mir schreit: "Mehr davon!". ;)

10.) Worin liegt dein größtes Potential?  

Ich glaube das liegt in meiner Vehemenz und dem festen Glauben an mich und meinen Weg. Ich habe nicht nur Träume sondern ich entscheide mich immer wieder für diese Träume, so dass sie eigentlich mehr Ziele sind, von denen ich genau weiß, dass ich sie erreichen werde. Das ist ein inneres Wissen, ein ganz tiefer Glaube, eine unbändige Entschlossenheit. Ich weiß um meine Macht und meine Schöpferkraft. Ich weiß, dass ich mir mein Leben selbst gestalte.

11.) Jemand schenkt dir 1 Million Euro! Würdest du immer noch bloggen? Was würde sich verändern? 

Selbstverständlich würde ich noch bloggen. Diese Million ändert doch nichts daran, dass ich mich mitteilen möchte, dass ich Menschen berühren möchte, dass ich Menschen Mut machen möchte, dass ich Mensch in ihre wahre Größe helfen will. Ich würde immer noch in jeder Minute entscheiden, was genau JETZT dran ist. Und diese Million würde einfach nur den inneren Reichtum im Außen widerspiegeln. Eigentlich ist diese Million sogar eine ziemlich logische Konsequenz für mich. ;)

So, das waren die elf Fragen, die an mich gestellt wurden. Und es hat mal wieder richtig Spaß gemacht, sie zu beantworten. ♥ Wer weitere Fragen an mich hat, darf sie mir gerne in den Kommentaren stellen.


Hier nun meine Nominierungen. Ich gestehe, dass ich die Blogger nicht vorher gefragt habe, ob sie mitmachen möchten. Ich folge einfach meinem Gefühl und hoffe, dass ich einem jeden von ihnen damit auf irgendeine Art eine Freude mache. Ich nominiere:



Ich wünsche mir, dass alle Nominierten genauso viel Freude daran haben werden, wie ich, an diesem Award teilzunehmen.

Hier meine Fragen für euch:

1.) Was hat dich dazu bewegt zu bloggen und wann hast du damit angefangen?
2.) Was motiviert dich und lässt dich dran bleiben?
3.) Wie lautet deine Message? Was möchtest du in der Welt verbreiten?
4.) Was war bislang in Bezug auf das Bloggen deine größte Herausforderung?
5.) Wofür brennst du? Was ist deine größte Leidenschaft?
6.) Was inspiriert dich für deine Artikel?
7.) Was soll am Ende des Jahres mit deinem Blog erreicht sein?
8.) Welche Blogs liest du am liebsten?
9.) Worin liegt dein größtes Potential?
10.) Jemand schenkt dir 1 Million Euro! Würdest du immer noch bloggen? Was würde sich verändern?
11.) Was möchtest du in diesem Leben auf jeden Fall noch erleben/tun/erfahren?

 



Regeln/Leitfaden:

  • Bedankt euch bei der Person, die euch nominiert hat, und verlinkt sie auf eurer Seite. Falls möglich, hinterlasst auf ihrem Blog einen entsprechenden Kommentar, in dem ihr auch für andere sichtbar den Award annehmt.
  • Kopiert das Emblem oder holt euch ein zu euch passendes aus dem Netz und stellt es sichtbar auf die Award-Seite, so dass der Liebster Award nach außen hin sichtbar ist und bleibt.
  • Beantwortet die 11 Fragen, die euch gestellt wurden und veröffentlicht sie auf eurer Seite. Wer über die Fragen hinaus Fakten über sich präsentieren möchte, kann dies in einem eigenen Blog: Fakten über mich (bis zu 11 empfohlen); wer mit den Fragen gar nichts anfangen kann, darf sie ausnahmsweise auch mal gegen Fakten austauschen; sollte das dann aber auch entsprechend begründen.
  • Denkt euch 11 neue Fragen für die Blogger aus, die ihr nominieren wollt und stellt die Fragen auf euren Blog. Ihr dürft auch die gleichen Fragen nehmen, die euch gestellt wurden, wenn sie euch gefallen haben.
  • Kopiert die Regeln und stellt sie ebenfalls auf euren Blog, damit die Nominierten wissen, was sie zu tun haben.
  • Nominiert zwischen 2 und 11 neue Blogger, die ihr gerne weiter empfehlen wollt. Das können solche sein, die noch wenig bekannt sind, aber empfehlenswerte Inhalte bieten, oder aber solche, die euch einfach faszinieren, auch wenn sie schon bekannter sind. (Wer möchte kann sich dabei an die 200er – 3000er Follower / Leser Regel halten, also solche Blogs empfehlen, die unterhalb dieser Zahlen liegen.)
  • Stellt die neuen Nominierungen auf eurer Seite vor und gebt den jeweiligen Bloggern eure Nominierung persönlich bekannt. Empfohlen wird dafür die Kommentarfunktion auf den jeweiligen Blogs zu nutzen, falls diese passend ist. Eine Verlinkung auf Facebook o. ä. geht auch. Hauptsache derjenige erfährt von seinem Glück. (Vielleicht wollt ihr die jeweils Nominierten vorab fragen, ob sie überhaupt mitmachen wollen.)

Es war mir eine Freude!

Herzensgrüße von mir
Anja


Samstag, 23. Januar 2016

Vom Finden der Berufung

Vor ein paar Tagen tauschte ich mich mit einer Bloggerin über den Weg in unsere freiberufliche Tätigkeit aus, über den Weg zur Berufung. Sie meinte, es wäre ihr wichtig, die Menschen zu warnen und ihnen zu sagen, dass man eben nicht innerhalb kürzester Zeit von der jeweils erwählten Selbständigkeit leben könnte. Und damit löste sie eine ganze Wortflut in mir aus, denn genau das will ich nicht!

Ich möchte niemanden warnen!

Ich möchte niemanden warnen. Ich möchte die Menschen vielmehr auffordern, mutig nach sich selbst zu suchen, auch wenn es mal länger dauert, bis sich der weltliche Erfolg einstellt. Ich möchte den Menschen Mut machen, den Verstand in solchen Angelegenheiten lieber in Urlaub zu schicken und ihr Herz und ihre Seele zum Anführer zu erklären. Mein Verstand ist mehr als einmal Amok gelaufen, aber ich habe genau das getan: Meine Seele zum Anführer erklärt, mich für meine höchste Vision von mir selbst entschieden. Ich habe ganz bewusst und immer wieder die Entscheidung für mein Herz getroffen, für meine Leidenschaft und mit weniger habe ich mich nicht zufrieden gegeben. Umkehren oder aufgeben waren für mich keine Optionen. Lieber hätte ich unter einer Brücke geschlafen, als mein Herz noch einmal in meinem Leben zu verraten. Dieser Weg mag manchen hart und gefährlich erscheinen. Deshalb möchte ich schon dreimal keinen "warnen", sonst geben manche vielleicht schon vorher auf. Mut machen ist die Devise, an sich selbst glauben, loslassen, was der Verstand glaubt tun zu müssen, wegkommen von dem Machen, Machen, Machen, hin zum Fühlen, zum Hingeben, zum Vertrauen in das Leben und dahin, dass meine Seele schon genau weiß, was gut für mich ist. 

Wenn nicht das passiert, was wir gerne hätten, passiert das, was besser für uns ist

Ich lebe nach dem Motto: Wenn nicht das passiert, was wir gerne hätten, passiert das, was besser für uns ist. Und das ging bisher immer auf. Wer sagt denn, dass ich gescheitert bin, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich es wollte? Vielleicht geht es eben noch besser und wertvoller für mich. So war es bei mir ganz oft... Das Finden der Berufung erfordert das Loslassen von ganz vielen uralten Vorstellungen davon, wie etwas zu laufen hat, was geht und was nicht geht. Es geht nicht darum, herauszufinden wo vielleicht die Nische ist, die noch keiner bedient. Es geht darum seine eigene Leidenschaft zu entdecken, das wofür man brennt und dann kommen die, die das genau jetzt brauchen und wollen, von ganz von alleine. Die Menschen finden mich, ohne dass ich Flyer verteile, ohne dass ich Visitenkarten streue. Sie finden mich auf den seltsamsten Wegen, weil es so sein soll. Wenn du ganz bei dir angekommen bist und nicht mehr versuchst, es irgendwem recht zu machen, dann gibt es keine Anstrengung und kein Müssen mehr. 

Was will ICH?

Ich entscheide jeden Tag, in jeder Minute was ich genau JETZT will, nach was mir der Sinn steht, was gerade wichtig für mich ist und das tue ich dann. Außerdem habe ich den Mut, mir das Allerbeste für mich zu wünschen. Der Satz, dass man eben nicht alles haben kann, gilt für mich nicht. Ich kann alles haben, alles, was richtig und wichtig für mich ist, alles, was meine Seele begehrt, kann ich haben. Ich kann mir meine Arbeit genauso gestalten, wie ICH es für richtig halte, nicht wie andere es vielleicht erwarten. Ich arbeite fast ausschließlich über Fernkontakt und Email. Ich habe keine festen Sprechzeiten. Ich mag es nicht, wenn jemand anruft und nach einem Termin fragt. Für mich gibt es keine Termine, weil ich nie weiß, wann sich mir der Zugang zum anderen auftut, wann es an der Zeit ist, dass das, was gesehen werden möchte, sich zeigt. Ich arbeite ausschließlich nach Gefühl und wenn ich mich nachts um eins an den Rechner setze und mich in jemanden einfühle, dann mach ich das eben. Es kommt, wann es kommt. Anfangs hätte ich mir sowas nie zugestanden, aber mit allem anderen bin ich nicht glücklich geworden. Also habe ich mich an mich und meine Bedürfnisse herangepirscht, habe mir immer mehr erlaubt, mir meine Arbeit so zu gestalten, wie es für MICH richtig ist, wie ich mich wohl fühle, wie es mir leicht fällt. Daher möchte ich niemanden warnen, sondern ermuntern und ermutigen sich alles zuzugestehen, was das Herz zum Singen bringt. Das ist meine Message!!!

Was willst DU?

Und darum frage dich immer wieder: Was willst du? Was willst du wirklich? Stell dir vor, eine Fee würde erscheinen und du könntest dir von ihr das Leben wünschen, das du dir erträumst. Sie würde mit den Fingern schnippen und alles wäre so, wie du es willst und vielleicht schon immer wolltest. Wie wäre dein Leben dann? Was hätte sich verändert? Mit welchem Gefühl würdest du aufwachen? Was würde dich antreiben, überhaupt aufzustehen? Wie würde ein perfekter Tag für dich aussehen? Was würdest du tun den lieben langen Tag? Was würdest du sein? Wer würdest du sein? Wo wärst du? Geld spielt keine Rolle. Welche Antworten tauchen in dir auf?

Jeder ist besonders, jeder brennt für irgendwas

Mein Herz sagt mir, dass ein jeder etwas ganz besonderes in sich trägt. Jeder hat eine Leidenschaft, oder sogar mehrere. Jeder kann etwas richtig gut. Jeder hat einen Platz auf dieser Welt. Jeder hat Fähigkeiten und Potentiale in sich. Ich glaube, dass es für einen jeden von uns seine Berufung gibt. Der Weg dahin mag lang sein, er mag nicht geradeaus gehen, sondern vielleicht eher im Zickzack oder auch manchmal ein bisschen rückwärts. ;) Aber eins ist sicher, ihn zu gehen, ist der Grund warum wir hier sind. Wir sind hier, um wir selbst zu werden und zu sein. Wir sind hier, um unsere Leidenschaft und unser Können in diese Welt zu bringen und anderen zu schenken. Das ist wahre Erfüllung - ich sein in allen Belangen, mich erleben, mich an mir selbst freuen! That's it!!!

Es gibt diesen wunderbaren Satz:
Wo sich deine Leidenschaft mit den Bedürfnissen der Welt deckt, da ist deine Berufung!
(Den Verfasser weiß ich leider nicht)

Und genau so ist es. Hör nie auf, an dich und deine Berufung zu glauben! Hör nie auf, in dir das Besondere zu entdecken! Hör nie auf, dich im Leben für das Allerbeste und Einfachste und Passendste für dich zu entscheiden! Hör nie auf, du zu sein oder immer mehr zu werden! Hör nie auf, aufzustehen!!!

Herzensgrüße von mir!
Anja



PS: Meine ausführliche Geschichte zu meiner Berufung findest du hier: Vom vermeintlichen Scheitern und der Sorge um Geld
Der Weg war etwas länger, aber jeder vermeintliche Umweg war Gold wert, jedes Scheitern ein Geschenk!



Auch deine Sonne geht irgendwann auf!
Foto: Anja Reiche





Mittwoch, 13. Januar 2016

Grenzen setzen, Grenzen sprengen

Alles bleibt immer so lange, wie es gut für mich ist und noch etwas für mich drin ist. Das habe ich gelernt. Mit "alles" meine ich Probleme, Krankheiten, körperliche Symptome, unangenehme äußere Umstände, Konflikte. Eben alles, was drückt und zwickt.

Wie ich in meinem letzten Artikel schon beschrieben habe, brauchen die Schmerzen im Knie und der Hautausschlag nach wie vor Aufmerksamkeit. Sie sind noch da, also ist noch etwas für mich drin. Wichtige Erkenntnisse, Geschenke, noch mehr Freiheit.

Also habe ich mich die letzten Tage mal wieder intensiv mit diesen Symptomen beschäftigt, habe mit ihnen geredet und was sie mir erzählt haben, ist einfach nur wahr und wichtig und richtig. Welch Überraschung. ;)

Grenzen setzen


Da hat mir ein Ausschlag erzählt, bei dem es vorrangig darum geht, ganz klare Grenzen zu ziehen, mein Revier zu verteidigen und meine Wahrheit mutig zu leben, mir nichts aufzuwingen zu lassen, was ich nicht wirklich möchte, dass es aufdringliche, anstrengende und einnehmende Menschen einfach braucht. Denn sie sind es, die mich dazu bringen, wirklich für mich einzustehen. Wäre ich nur mit Menschen umgeben, die meine Werte und Grenzen achten, dann würde ich nicht lernen, vehement JA zu mir zu sagen, auf mich zu achten, denn die anderen achten ja schon auf mich. Würde es diese Menschen nicht geben, die gerne über meine Zeit verfügen würden, die mich "benutzen" (weil ich es zulasse), die mich vereinnahmen und vielleicht auch ausnutzen wollen, dann gäbe es niemanden, der mich dazu auffordert, mal ordentlich auf den Tisch zu hauen, meine Zähne zu zeigen und ganz laut STOP zu sagen, für mich und meine Werte und meinen nötigen Raum einzutreten.

Da saß ich mit meinem Ausschlag auf einer Klippe, auf der ich schon so oft in Meditationen gesessen habe, tief unter uns mein Paradies, mein Leben, auf das wir einen wunderbaren Blick hatten und ich verstand plötzlich, dass es gut ist, solchen Menschen zu begegnen, um stärker zu werden, vehementer, mutiger, selbstbewusster, größer. Sie fordern uns auf, ganz klar zu sagen, was wir wirklich wollen und nicht wollen. Sie fordern uns auf, uns ganz klar zu definieren, zu positionieren, zu uns zu stehen. Sie sind eine Probe, wie ernst es uns mit uns selbst wirklich ist, wie sehr wir hinter uns selbst stehen. Lassen wir uns wieder verunsichern oder halten wir diesmal dagegen und lassen uns nicht wieder von unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen abbringen? Haben wir den Arsch in der Hose, laut auszusprechen, was wir wirklich wollen? Haben wir den Mut, uns zu zeigen mit all unseren Bedürfnissen und Wünschen, mit unseren Vorstellungen von unserem Leben?  Haben wir den Mut, NEIN zu jemandem zu sagen und damit gleichzeitig JA zu uns selbst? Haben wir den Mut, uns vielleicht auch mal in die Nesseln zu setzen (witzigerweise hab ich Nesselsucht), jemanden zu verärgern, es zu riskieren, dass uns jemand vielleicht dann nicht mehr mag, weil wir seine Bedürnisse nicht mehr bedienen?

Das alles lehren und fragen uns diese Menschen und sind damit ein riesen Geschenk für uns selbst.

DANKE an einen jeden von ihnen!!! Durch sie lerne ich, Grenzen zu setzen!

Meine Haut erinnert mich momentan immer wieder an diese Grenzen. Die Haut steht symbolisch für die Grenze zu anderen. Durch den Ausschlag schwillt diese Grenze an, sie wird rot und leuchtet für mich und andere in Alarmfarbe. Ich darf sie wahren, diese Grenze und stolz nach außen zeigen.

Grenzen sprengen


Und dann war da noch das Gespräch mit meinem Knie und dem Schmerz darin. Auch nicht das erste Gespräch, aber wieder sehr wertvoll. Ich sah dieses kleine Wesen, das den Schmerz verkörpert und es war wütend und schlug um sich. Ich ließ es gewähren und wartete, bis ich mich im nähern konnte. Als es sich ausgetobt hatte, nahm ich es in den Arm und fragte, was es so furchtbar wütend machte. Das Wesen erzählte mir, dass es sich gefangen fühlte, hilflos, ohnmächtig, das es nicht das machen könnte, was es eigentlich wollte, weil immer etwas dagegensprach. Es fühlte sich eingesperrt (so wie ich mich mit dem schmerzenden Knie manchmal eingesperrt fühle, weil ich nicht weit laufen kann, weil mir die Welt anscheinend "nicht zu Füßen liegt") und ich merkte, dass dieses Männchen nicht nur der Schmerz war, sondern mein Opferbewusstsein.

Es ist über viele Leben entstanden dieses Opferbewusstsein und ich habe es genährt. Es wuchs und gedieh und erfüllte seinen Zweck ganz hervorragend: Ich fühlte mich hilflos, in ganz vielen Leben, auf ganz unterschiedliche Weise. Als mir noch einmal ganz deutlich bewusst wurde, dass dieses Opferbewusstsein meine eigene Schöpfung ist, fühlte ich tiefe Liebe dafür. Ich wusste es in so vielen Leben nicht besser, verstand nicht, dass ich selbst der Schöpfer all dieser ohnmächtigen Erfahrungen war. Als mein Opferbewusstsein merkte, dass ich verstanden hatte, was da für ein Spiel läuft, strahlte es mich an und machte sich für den Abschied bereit. Es war Zeit zu gehen. Ich sagte ihm noch einmal, dass ich es liebe und dass es jederzeit wiederkommen dürfe, wenn es gut für mich ist. Dann entschwand es und an seiner Stelle erschien ein neues Wesen, dass sich ergänzend zu dem anderen Wesen anfühlte. Wie die andere Seite der gleichen Medaille. Es war das Schöpferbewusstsein, das seinen Platz einnahm. Unsere Beziehung darf nun wachsen und immer intensiver werden. Wir dürfen Freunde werden, das Schöpferbewusstsein und ich und das werden wir auch.

So zeigte mir mein Knie, dass es nun auch an der Zeit ist, nicht nur anderen gegenüber klare Grenzen zu setzen, sondern einstmals selbst gesetzte, unnötige Grenzen auch wieder aufzusprengen, von innen zu durchbrechen und uns neue Freiheit zu verschaffen.

Grenzen setzen und gleichzeitig andere Grenzen sprengen widerspricht sich kein bisschen. Es ist ein sich ergänzendes Spiel, das unsere Persönlichkeit definiert, den Raum, den wir für uns beanspruchen, den Raum, den wir einnehmen wollen, die Größe, die wir uns selbst zugestehen.

Und so nehme ich wieder neue Formen an, definiere mich neu, werde größer, mutiger, mächtiger, werde noch mehr ich.

Es ist wie jedes Mal so faszienierend, was mir mein Körper über mich und das Leben erzählt. Ich höre immer wieder gerne zu und staune über dieses Wunderwerk Mensch, das Wunder Leben!

Herzensgrüße von mir!
Anja


PS: Ich freue mich auf eure Eindrücke und Gedanken zum Thema Grenzen.


Foto: Anja Reiche



Montag, 4. Januar 2016

2016 - Los-gelassen, heil und vollständig

Silvester 2015 war ich um Mitternacht noch nicht bereit für das neue Jahr. Eine ungewöhnliche Erfahrung für mich. Ich bin auch nicht vor die Tür. Die Raketen und Kracher bräuchte es wegen mir sowieso nicht. Und irgendwie konnte ich dann auch keinem so richtig herzlich ein frohes neues Jahr wünschen, weil ich da noch gar nicht war.

Am nächsten Morgen im Bett dann ist mir aufgegangen, warum das so ist. Ich habe nicht nur das Gefühl, dass ein Jahr zu Ende ging, sondern eine ganze Ära. Die Ära der Heilung. Es war ein Bild, dass ich nun über Jahre einen Berg erklommen habe. Der Berg symbolisiert meine ganzen Themen, Baustellen, Heilungsprozesse, alles, was verwandelt werden wollte, transformiert, angeschaut, angenommen. Der Weg war oft steil und anstrengend. Was habe ich für Durststrecken durchlebt, gezweifelt, gehadert, mich gefragt, ob das alles so richtig ist. Aber umkehren war nie ein Option. Meine Sehnsucht und das innere Wissen, dass das schon irgendwie alles gut so ist, haben mich letztenendes immer weiter angetrieben.

Und nun bin ich endlich oben. Eine weite Ebene tut sich auf, aber die lag an dem Morgen noch im Nebel. Das, was ich alles in den vergangenen Jahren geschafft habe, will noch einmal Aufmerksamkeit und gewürdigt werden. Ich möchte noch einmal mit Stolz und Ehrfurcht auf meine Jahre der Heilung und Selbstfindung zurückblicken, mir noch einmal bewusst machen, was ich da alles geleistet habe. Und das war wahrlich verdammt viel. Himmel, was hab ich für Ängste durchlebt, für Schmerzen, körperlich wie seelisch. Was hat nicht alles gedrückt und wollte verändert werden. Wie oft fühlte ich mich hilflos und ohmächtig, klein und wertlos, verloren und verzweifelt, verwirrt, unsicher, habe mich geschämt, mich schuldig gefühlt.

Ich habe alles auf links gedreht, jeden Baustein meines Lebens umgedreht und mir überlegt, ob ich ihn überhaupt noch will und brauche. Ich habe innerlich entrümpelt, ausgemistet, umgeräumt, meine Grenzen immer deutlicher gezogen, gelernt NEIN zu sagen und damit JA zu mir selbst, habe gelernt, immer mehr für mich und meine Wahrheit einzustehen, immer offensiver meinen Standpunkt zu vertreten, habe immer mehr entdeckt, wer ich eigentlich wirklich bin. Ich habe mich sortiert, vervollständigt, ganz gemacht. Meine ganzen Aspekte und Emotionen, die ich nicht an mir haben wollte, wieder zurückgeholt und mit Liebe angenommen. Das alles hat so viel Mut erfordert und rückblickend kann ich manchmal gar nicht wirklich sagen, wo ich all diesen Mut immer hergenommen habe. Woher die Kraft kam, immer wieder aufzustehen und es nochmal zu versuchen, so vehement an meinen Träumen festzuhalten.

So ein Rückblick und Bewusstmachen, wie es gerade beim Schreiben stattfindet, ist noch mal nötig, dann bin ich bereit für ein neues Jahr, von dem ich noch gar nicht so richtig weiß, was mich erwartet. Sonst war ich immer voller Vorfreude. 2012 fing das an. Das goldene Zeitalter wurde angekündigt und ich war ab da jeden Silvester richtig kribbelig. Dieser Silvester war ganz still und ruhig, friedlich und ich fühlte mich angekommen. Es gibt irgendwie nichts mehr, das ich unbedingt in "Angriff" nehmen muss. Es gilt "nur" noch in Frieden zu leben, zu genießen, mich an mir zu freuen, mich jeden Tag neu zu entdecken und alles fließen zu lassen, was gerade fließen will. Gefühlt sind da keine Baustellen mehr und das obwohl der Ausschlag immer noch leicht vorhanden ist, obwohl das Knie manchmal noch schmerzt, der Zahn noch empfindlich ist. Das alles darf sein und ich weiß, dass es auch hier immer ein danach geben wird. Aufgrund der vielen Erfolge der letzten Jahre, kann ich das alles mit Ruhe und Frieden betrachten. Loslassen trifft es einfach am besten. Ich habe ganz viel losgelassen und vertraue. Es wurde bisher immer alles gut. Ich habe bisher über kurz oder lang immer alles geschafft, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, was mein Herz begehrt hat. Und so wird es weitergehen, weil ich die Macht dazu habe.

Dieses Jahr fühlt sich daher so ganz anders an, als die Jahre davor. Still und friedlich, kein Drama, keine Befürchtungen, keine Ängste, keine Anspannung. Nichts muss mehr, alles kann. Was kommen mag, wird gut sein. Ich hab schon so viel geschafft und auch überlebt, soviel Schmerz durchlebt und geheilt, so viele Dinge zum Positiven gewandelt. Egal, was kommt, ich kann es mit Ruhe, Frieden und Liebe erwarten, begrüßen, durchleben. Ich fühle mich ganz und heil und vollständig. Ich wusste immer, dass dieser Moment irgendwann kommen wird. Dieser Moment, in dem ich wieder komplett heil bin, in meinem ursprünglichen, liebevollen, leichten Zustand, in dem es nichts mehr zu heilen gilt, sondern nur noch Entwicklung auf mich wartet. Gerade würde ich sagen, er ist da. ♥♥♥

Ich bin unendlich dankbar. Vor allem bin ich mir unendlich dankbar für diesen unerschöpflichen Mut und mein Vertrauen in mich selbst. Wo auch immer ich das alles hergeholt habe. Ich bin stolz auf mich, sowas von stolz!!!

Für dieses neue Jahr wünsche ich euch das Beste. Glaubt an euch und eure Kraft, an das Potential, das in jedem vorhanden ist. Ich wünsche euch Mut, Ausdauer und alles, was ihr für dieses Jahr dringend gebrauchen könnt.

Herzensgrüße von mir
Anja

PS: Welches Gefühl habt ihr für das Jahr 2016? Wie fühlt es sich für euch an?


Los-gelassen - nach dem steilen Aufstieg den Ausblick genießen!
Foto: Anja Reiche

Montag, 21. Dezember 2015

Frohe Weihnachten

Ihr Lieben,

ein wunderbares, faszinierendes, ereignisreiches, manchmal auch anstrengendes, aber vor allem heilsames Jahr neigt sich langsam dem Ende und ich bin tief bewegt. Tief bewegt von diesem Wunder Leben und eine feierliche Stimmung macht sich breit. Passend zu Weihnachten.
Auch die letzten Wochen hatten es nochmal in sich. Eine Erkenntnis jagte die nächste, immer öfter erinnere ich mich an frühere Leben und mit wem ich sie verbracht habe, in welcher Beziehung wir standen.

Wenn ich so zurückblicke, dann fühlt sich dieses Jahr wieder so an, als ob die Ereignisse für ein ganzes Leben reichen würden und irgendwie ist auch ein jedes Lebensjahr wie ein eigenes kleines Leben. Der Januar fühlt sich für mich immer an, wie eine neue Geburt, ein neuer Aufbruch und ich bin gespannt darauf, was sich wohl alles zeigen mag. Im Laufe der Monate wachse ich dann wieder, entdecke mich neu, verändere mich, begegne wichtigen Menschen, halte immer wieder auf meinem Weg inne und schaue mir an, was da alles so geschieht und was es mit mir macht. Schaue immer wieder, wo es denn nun für mich weitergeht. Wie der nächste Schritt aussieht. Und um so mehr Monate vergehen, um so reifer werde ich wieder, wie auch die Früchte an einem Baum reif werden. Im Herbst steht die Ernte an. Ich schaue mir an, welche Früchte das Jahr getragen hat, wer ich geworden bin und genieße den Erfolg. So wie es vielleicht auch im Alter der Fall ist. Man blickt zurück und ist hoffentlich stolz. Ich kann sagen, dass ich sehr stolz bin. Dann kommt der Rückzug, das nach innen gehen. Die Tage werden kürzer, Erholung ist angesagt, mehr Ruhe. Dann im Advent, in dieser wunderbaren lichten Zeit, beginne ich immer mehr auf mich zuzugehen und das, was über das Jahr geschehen ist, in mein Wesen zu integrieren. Der Advent ist eine Zeit, in der wir uns auf etwas zubewegen, wir wollen ankommen. Und Weihnachten ist dann endlich die Zeit des Ankommens für mich. So wie die Hirten auf den Stern zugingen, gehe ich auf mein eigenes Licht zu und komme dann wieder noch mehr bei mir an. Auch am Lebensende, wenn die Seele sich entschließt, diesen Körper zu verlassen, gehen wir auf uns selbst zu, auf unser Licht und werden wieder komplett wir selbst, unser wahrer Kern. Ein altes Ich stirbt, auf dass später ein neues Ich wiedergeboren werden kann. Zwischen Weihnachten und Neujahr fühlt es sich für mich immer an, wie zwischen den Welten. Das alte Jahr ist vorbei, es gibt nichts mehr zu tun. Du kannst am alten Jahr nichts mehr ändern, es ist gelebt. Nun gilt es zurückzuschauen und zu entscheiden, was man davon im neuen Jahr wieder haben möchte, was man vielleicht anders erschaffen will, was man im neuen Jahr in Angriff nehmen will. Genau wie die Seele nach dem Verlassen ihres Körpers nochmal auf das alte Leben zurückblickt und sich ebenfalls entscheidet, was davon im neuen Leben wieder erfahren werden möchte, was anders sein soll, was stattdessen erfahren werden soll. Und dann kommt die Wiedergeburt, das neue Jahr beginnt, ein neues kleines Leben beginnt, neue Erfahrungen und Erlebnisse warten und wollen gelebt werden. Das Spiel beginnt von vorne! Neues Wachstum ist möglich, aufbauend auf all den wichtigen "alten" Erfahrungen. Und wieder dürfen wir uns noch näher kommen, werden noch mehr die, die wir im Kern schon sind. Dürfen uns ausdrücken, an uns selbst erfreuen, erschaffen, erfahren.

Ich wünsche euch allen, dass ihr in dieser wunderbaren Zeit auf euer Licht in euch zugehen könnt, dass ihr bei euch ankommt, wie die Hirten beim Stern, seht, wer ihr wirklich seid. Wie wunderbar, göttlich, mächtig und vollkommen. Ich wünsche euch, dass ihr voller Stolz und Freude auf euer Jahr zurückblicken könnt, zufrieden mit dem, wer ihr ward und geworden seid.

Frohe Weihnachten! ♥
Anja

Foto: Anja Reiche

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Urvertrauen - Anbindung an Mutter Erde

Was hat sich da eben wieder getan, gelöst und gezeigt. Wieder wurde ich vom Leben reich beschenkt, weil ich mich dazu entschlossen habe. Meine Verbindung zu Mutter Erde wurde gerade extrem ausgebaut und sie war es auch, die mir klar gemacht hat, dass einige körperliche Symptome überflüssig werden, wenn wir ins Vertrauen gehen.

Aber lest selbst wie es dazu kam:

Gerade hab ich wie so oft ein paar Körper- und Achtsamkeitsübungen gemacht und lag danach ganz entspannt und völlig im Moment auf meiner Matte. Meine Aufmerksamkeit wanderte zu meinem rechten Knie, denn der Schmerz war immer noch vorhanden. (näheres zum bisherigen Heilungsprozess und den wunderbaren Erkenntnissen zu den Themen, die dahinterstecken findet ihr in diesen beiden Artikeln: Noch mehr Heilung und Mein Körper geht in die Weichheit) Ich spürte also ins Knie und bemerkte, dass darin noch unheimlich viel Wut steckte. Wut und alter Schmerz darüber, dass ich in der Vergangenheit so oft nicht meinen Weg gehen konnte, oder besser gesagt glaubte, dass ich es nicht könne. Beide Gefühle ließ ich einfach da sein, ging völlig in sie rein, sie bäumten sich noch einmal richtig auf, nahmen zu und dann begannen sie sich aus dem Knie zu lösen, in meinem Körper nach oben zu fließen und verließen mich dann begleitet von einer dicken Gänsehaut am ganzen Körper durch das Halschakra. Ruhe kehrte ein, ich atmete tief und befreit.

Nun spürte ich wieder in meinen Körper, ging wieder in das rechte Knie, generell in die rechte Seite. Ich stellte fest, wie verhärmt und überanstrengt meine rechte Seite war. Sie sah grauenhaft aus. Völlig ausgemergelt, grau, fahl, abgemagert, hohl. Über so viele Jahre hatte ich die rechte Seite extrem überlastet und gefordert. Die rechte Seite steht für das Tun und Machen, das männliche Prinzip, für Entscheidungen, für alles, was verstandesorientiert ist. Die linke Seite steht für die Weichheit, das weibliche Prinzip, das sich hingeben, vertrauen, geschehen lassen, Intuition. Diese Seite fühlte sich tatsächlich weich an, fast neu und unverbraucht. Ich hatte ja auch über so viele Jahre nur die rechte Seite beansprucht und von der linken nichts wissen wollen. Ich lebte sehr einseitig, immer mit dem Verstand vorne dran, immer im Machen, immer im Tun. Das hatte seinen Tribut gefordert. Die rechte Seite war verbraucht, kaputt, verschlissen. Als ich die beiden Seiten im direkten Vergleich so ansah, musste ich bitterlich weinen. Ich hatte die eine Seite geschunden und die andere vernachlässigt. Der Unterschied war so deutlich spürbar und es tat mir unendlich leid, dass ich die rechte Seite so kaputt gemacht hatte. Ich versuchte die Liebe und die Weichheit der linken Seite in meine rechte fließen zu lassen, aber das wollte mir nicht so recht gelingen.

Also bat ich das Universum, Gott, das Leben und Mutter Erde meinen Körper mit Liebe zu fluten. Vor allem zu Mutter Erde verspürte ich in diesem Moment eine enorme Verbindung. Erst war es dunkel um mich, doch dann bemerkte ich, dass sich von oben eine golden glitzernde Energie näherte und durch mein Kronenchakra in meinen Körper floss. Überall wo diese Energie in mir ankam, hatte ich äußerlich wieder Gänsehaut. Sie überrollte meinen Körper von oben nach unten. In mir fühlte es sich so an, wie wenn diese goldene Energie sich in Flüssigkeit verwandelt hätte und meinen gesamten Körper, der nun wie ein Gefäß war, ausfüllte, in jede Ritze drang und alles umspülte. Die Flüssigkeit schwappte langsam hin und her und löste nach und nach nochmal ganz viel Altes, alte Blockaden, alte Verkrustungen, alten Ballast. Sie färbte sich nach und nach dunkel, war irgendwann schwarz und floss dann durch mein Kronenchakra wieder ab, spülte all den "Müll" mit raus, nahm ihn mit und reinigte mich so auf wunderbare Weise. Das alles spürte ich eher reichtsseitig. Da, wo es auch am nötigsten war.

Wieder lag ich nach dieser Reinigung da und fühlte in meinen Körper. Die rechte Seite fühlte sich freier an, heiler. Ich bat wieder darum, meinen Körper mit Liebe zu fluten und nun begann eine wunderbare Energie durch meine Füße in mich zu fließen, wieder verstärkt rechtsseitig. Ich wunderte mich erst, dass die Energie von unten kam. Doch mir wurde schnell klar, dass sie direkt von Mutter Erde kam und sie tat so gut. Sie füllte mich komplett aus. Überall, wo ich vorher Hohlräume wahrgenommen hatte, floss nun diese Energie hin, die sich wie Liebe und vor allem wie Weichheit anfühlte. Ich genoss dieses Gefühl, diese samtweiche, liebevolle, wohltuende Masse. Sie floss mein Bein hinauf, durch mein Knie, weiter in die Flanke und dann merkte ich, dass sie nicht weiterkam. Ich versuchte den Ort der Blockade auszumachen und stellte fest, dass die Schulter blockierte. In meinen rechten Arm, war noch nichts geflossen. Mit der linken Hand umschloss ich meine rechte Schulter und es fühlte sich tatsächlich so an, wie ein Propf, dunkel und fest. Ich fragte, was das sei, spürte hin, in diese Qualität des Pfropfes. Da begannen auch schon wieder bitterliche Tränen zu fließen. Was hier blockierte, war all der Schmerz, den ich in dem verzweifelten Versuch, Verbindungen zu bestimmten Menschen aufrechtzuerhalten, erlitten hatte. Wie oft hatte ich mich als Kind und Jugendliche verbogen und verrenkt, um es meinen Eltern recht zu machen, wie sehr hatte ich den Arm nach ihnen gereckt, um sie endlich zu erreichen, um es ihnen recht zu machen, um ihren Ansprüchen zu genügen. Das Ergebnis war ein Schlottergelenk, eine hypermobile Schulter, die ich tatsächlich habe. Hier blieb die Weichheit stecken. Auch diesen Schmerz nahm ich an, ließ ihn da sein, spürte ihn noch einmal und er löste sich nach und nach. Ich merkte, dass die Liebe und Weichheit langsam durch meine Schulter fließen konnten und die letzten Reste des Schmerzes lösten.

Endlich floss diese wunderbare Energie in meinem rechten Arm nach unten Richtung Hand. Und blieb wieder stecken. Im Handgelenk. Auch hier habe ich tatsächlich immer wieder Schmerzen und Beschwerden. Ich spürte auch hier nach, was diese Blockade war und wieder weinte ich bitterlich als ich noch einmal deutlich erkannte, dass sich im Handgelenk der verzweifelte Versuch, immer alles unter Kontrolle zu haben und alles festzuhalten, festgesetzt hatte. Was habe ich über Jahre nicht alles versucht, um immer souverän zu sein, immer oben auf, immer cool und gefasst, habe immer alles geplant, wollte perfekt sein, eben immer alles im Griff haben. Mein Handgelenk möchte das nicht mehr. Es ist ebenfalls überlastet. Nach dieser Erkenntnis floss nun auch hier die Liebe und die Weichheit hindurch und erreichte endlich meine Hand, füllte sie aus. Nun war diese wunderbare Energie überall in meinem Körper (wobei ich mir bei Kopf und Nacken nicht ganz sicher bin - es könnte sein, dass ich hier auch noch einmal schauen darf).

Und dann wurde mir das volle Ausmaß dessen bewusst, was da eben geschehen war und welche Bedeutung das alles hatte. Die Energie, Liebe, Weichheit kam direkt von Mutter Erde. Sie versorgt mich, ich bin angebunden. Ich kann auf ihr hingehen und wandeln, wohin ich auch möchte, sie wird mich versorgen. Egal wie mein Weg aussieht, sie ist für mich da (Knie). Ihre Verbindung zu mir ist bedingungslos. Ich darf einfach ich sein. Ich muss mich weder verbiegen noch verrenken. (Schulter). Sie trägt mich und lässt mir alles zukommen, was ich gerade brauche. Ich kann ihr vertrauen und zwar blind. Ich kann loslassen und mich ihr hingeben (Handgelenk). Wie wunderbar ist das denn bitte? Welch heilsame und liebevolle Botschaften sind das?!!! Und dann wurde mir klar, dass so Urvertrauen aussieht und sich genau so anfühlt. URVERTRAUEN!!!

Diese Energie, die da durch meine Füße in meinen Körper geflossen ist, ist die unerschütterliche Anbindung an Mutter Erde. Habe ich diese, stehe ich mit beiden Beinen mitten im Leben und so sehr ein Sturm auch wehen mag, mir kann nichts geschehen. Ich habe Halt, ich bin versorgt, verwurzelt, ich bin ein Teil dieser wunderbaren Natur. Noch nie habe ich diese Anbindung so deutlich wahrgenommen, noch nie so klar gesehen. Meine körperlichen Symptome haben mir gezeigt, dass sie nicht nötig sind, wenn ich im Urvertrauen bin. Dieses Urvertrauen, diese Liebe, das Versorgtsein, diese Anbindung sind mein Geburtsrecht. Sie sind das Geburtsrecht von einem jeden von uns. Sie stehen uns jederzeit zur Verfügung. Die Frage ist, ob wir das sehen und glauben können.

Wir können so viel heilen, wenn wir uns Mutter Erde hingeben. Das weiß ich jetzt. Vertrauen wir ihr!!! Sie wartet nur darauf, ihr Werk endlich tun zu dürfen, ohne dass wir dazwischenfunken.

Ich wünsche einem jeden von euch, dass er das Geschenk des Urvertrauens entdecken darf, dass er wieder die Anbindung an Mutter Erde spürt und sich von ihr tragen und heilen lassen kann.

Hinterlasst mir gerne eure Gedanken und Eindrücke dazu in den Kommentaren.

Bewegte Herzensgrüße von mir
Anja


So wie ein Baum festverwurzelt ist, so sind auch wir fest an Mutter Erde angebunden!
Foto und Bild: Anja Reiche


Samstag, 14. November 2015

Mein Körper geht in die Weichheit

Was ist das Leben doch faszinierend. Wie ihr wisst, schaue ich mir alle körperlichen Symptome auf geistiger Ebene an, löse dort die Themen und helfe so meinem Körper, wieder in Einklang und Harmonie zu kommen.

Seit August letzten Jahres braucht mein rechtes Knie immer mal wieder Aufmerksamkeit, weil es beim Gehen schmerzt. Immer wieder ging ich in Kontakt mit meinem Knie, wenn ich das Gefühl hatte, dass sich etwas zeigen mag. Im Januar diesen Jahres hatte ich dazu schon wunderbare Erkenntnisse in einer Meditation, die mich auf dem Weg der Heilung einen riesen Schritt vorwärts gebracht haben. (Genaueres findet ihr in diesem Artikel: "noch mehr Heilung")

Allerdings gab das Knie noch immer keine Ruhe. Ich habe gelernt, dass immer alles "Unangenehme" so lange in meinem Leben bleibt, bis ich wirklich jedes Geschenk darin gefunden habe, bis ich alles verstanden habe und mir jeden Aspekt davon angeschaut habe. Erst dann können sich die Dinge lösen und gehen.

Ende September habe ich dann endlich beschlossen, dass das Knie mich lange genug eingeschränkt hat. In einer Phase, in der ich mal wieder gründlich in meinem Leben aufgeräumt habe (innerlich wie äußerlich), machte ich also einen Termin bei einem Physiotherapeuten, der LNB Schmerztherapie anbietet.  Die LNB Schmerztherapie geht davon aus, dass die meisten Schmerzen ohne OP und Medikamente in den Griff zu bekommen sind. In 90% der Fälle handelt es sich um sogenannten Alarmschmerz, der den Körper vor größeren Schäden durch Fehlbelastung bewahren soll. Diese Alarmschmerzen "entstehen also durch krankhafte muskulär-fasziale Zustände, sprich durch "Fehlprogrammierungen der Muskeln"" (Quelle: LNB Schmerztherapie, siehe Link oben).

Wie ihr wisst, bin ich der Meinung, dass wir uns selbst heilen können und jegliche Ansicht, die ohne Skalpell und Pille auskommt und stattdessen an die Wurzeln der Entstehung geht, ist für mich immer interessant. Diese Therapieform und Denkweise kam mir also gerade recht. 

Während dieser Therapie stellte sich heraus, dass das Gewebe an der Hinterseite meiner Beine völlig verkürzt und verhärtet war, die Faszien nicht mehr flexibel. Daraus resultierte natürlich eine Fehlbelastung beim Gehen. Zu viel Druck und Spannung im Gelenk. Wenn man sich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden setzt und die Knie Richtung Boden drückt, sollte die Kniekehle den Boden berühren. Auf der linken Seite war das der Fall, auf der rechten Seite passte eine Hand drunter. Daran, dass ich in dieser Stellung meine Zehenspitzen mit den Fingern berühren könnte, war gar nicht zu denken. Ich konnte mir gerade knapp unterhalb des Knies an den Unterschenkel fassen, dann war Schluss und es zog fürchterlich auf der Rückseite der Beine. Ich war einerseits tatsächlich schockiert, dass das so war. Kein Wunder, dass der Körper hier irgendwann mal um Hilfe schreit. Andererseits war ich aber auch sehr froh, einen neuen Blickwinkel auf die Ursache der Beschwerden zu haben, ein weiteres Puzzleteil für die Heilung.

Ich wurde in der Praxis entsprechend physiotherapeutisch behandelt und bekam Übungen mit nach Hause, die mir helfen sollten, das Gewebe wieder flexibel zu machen und so die Spannung aus dem Knie zu bekommen.

Nach nur zwei Wochen, in denen ich die Übungen jeweils morgens und abends machte, konnte ich meine Zehenspitzen mit den Fingern fassen, wenn ich mit ausgestreckten Beinen am Boden saß. Auch die Strecken, die ich schmerzfrei gehen konnte, wurden länger.

Begleitend zu den Übungen und den Behandlungen in der Praxis ging ich natürlich auch auf geistiger Ebene immer wieder bewusst in die Weichheit. Immer wieder richtete ich meine Aufmerksamkeit auf alle Faszien, Bänder und Gelenke, entspannte alles bewusst und animierte die Zellen, wieder in ihren ursprünglichen, natürlichen Zustand zu gelangen. Alles sollte wieder natürlich flexibel sein und dennoch Halt haben.

Vor ein paar Tagen (ich mache die Übungen immer noch, in Behandlung bin ich nicht mehr), passierte es dann, dass ich während der Übungen plötzlich schrecklich anfangen musste zu weinen. Ich konnte nicht greifen, wo das herkam oder warum das so war. Es fühlte sich an, wie alter Schmerz und alte Anspannung, aber ohne Zusammenhang. Ich ließ es zu, weinte und hatte das innere Bild, dass mich mein Schutzengel ganz fest und liebevoll mit seinen Flügeln umhüllt, mich schützt und mir somit einen Raum für Heilung gibt. Vor zwei, drei Tagen dann kam wieder ein inneres Bild. Ich sah meinen Körper da liegen und sah überall wo Faszien und Bindegewebe ist, schwarzen, klebrigen Schmodder, der begann sich zu lösen. Es fühlte sich an, wie wenn da alles innerlich vibriert und in Wallung kommt, sich lockert und der Schmodder anfängt zu gehen. Ich wurde zunehmend unruhiger, merkte, dass etwas fließen will, dass langsam wieder Tränen in mir aufsteigen und immer, wenn ich mit der Aufmerksamkeit zu meinen Faszien ging, war da dieses Vibrieren und der Aufruhr. Immer wieder sah ich mir dieses Bild an und es veränderte sich. Der schwarze, klebrige Schmodder stieg langsam nach oben, wurde immer heller, und hing schließlich wie Luftblasen, die jeden Moment aufsteigen, nur noch am seidenen Faden an meinem Gewebe.

Heute morgen bin ich dann mal wieder mit der altbekannten schlechten Laune und Unruhe aufgewacht, die ich immer habe, wenn sich Altes löst. Und vorhin endlich merkte ich, dass es nun endgültig ins Fließen kommt. Ich setzte mich also hin und ging mit meiner Aufmerksamkeit in mich und zu diesen Luftblasen und schon kullerten die ersten Tränen. Mit einem Kribbeln und Brasseln, das durch den ganzen Körper ging und mir Gänsehaut verursachte, zerstoben die Luftblasen in tausend kleine Bläschen, stiegen auf und verließen meinen Körper. Dann war Stille und ich war innerlich total ruhig. Nach einer Weile tauchte mein Körper in ein heilendes, blaues Bad. Ich tauchte komplett unter und fühlte wie das "Wasser" in meine Zellen drang und dort für Weichheit, Entspannung und natürliche Elastizität sorgte. Mein ganzer Körper entspannte sich, wurde weich und locker. Was für eine Wohltat. Und wieder überlief mich eine Gänsehaut. Ich spürte den natürlichen, ursprünglichen Zustand des Gewebes, der Muskeln. Ich genoss dieses Gefühl total.

Allerdings hatte ich noch nicht verstanden, für was dieser Schmodder stand, was da gerade meinen Körper verlassen hatte. Ich fragte also nach und als die Antwort kam, schüttelte mich heftiges Weinen. Dieser schwarze Schmodder steht für all die Härte, mit der ich mit mir so viele Jahre umgegangen bin. Er steht für allen Druck, den ich mir selbst gemacht habe, für jede Sorge, die ich zu haben glaubte, für jedes Müssen, das ich mir eingeredet hatte, für alles Festhalten an scheinbaren Sicherheiten. All dieser Druck und Stress, die innerliche Verkrampfung, das innerliche Anspannen, all die Härte, mit der ich mich selbst angepackt hatte, hatte sich im Laufe meines Lebens in meinem Körper im Gewebe abgesetzt. Das Gewebe wurde so hart, wie ich mit mir selbst umging, so hart, wie ich früher glaubte, dass das Leben ist, so hart, wie meine Gedanken damals waren. Mein Körper spiegelte meine innere Haltung. Meine Überzeugungen manifestierten sich im realen Leben und wurden bemerkbar, sichtbar, in mir. Die Überreste dieser Überzeugungen, der Schmodder, der so lange in mir war, konnten vorhin gehen.

Mir wurde noch einmal bewusst, dass es in diesem Leben nicht darum geht, irgendwo hinzukommen, irgendwelchen Zielen hinterherzuhecheln, sondern es geht darum, zu merken, dass wir schon da sind. Immer und in jedem Moment sind wir an genau der richtigen Stelle. Immer und in jedem Moment ist alles gut. Wir brauchen keine bestimmten äußeren Umstände, um glücklich und erfüllt zu sein. Wir können das immer sein. JETZT! Wenn wir das verstanden haben, sind wir nicht abhängig von bestimmten äußeren Umständen, Zuständen oder Begebenheiten. Wir können nicht nur glücklich sein, wenn dies oder das endlich so ist, wie wir wollen. Wir sind dann glücklich, wenn wir uns dazu entschließen, wenn wir merken, dass aller Ursprung für unsere Erfahrungen im Außen in unserem Inneren liegt. Wir sind Schöpfer. Und alles in unserem Umfeld zeigt uns lediglich, wie es in uns aussieht, was wir glauben, was wir fühlen, denken. Es gibt keinen Zustand zu verurteilen, denn er ist unsere Schöpfung. Verurteilen wir einen Zustand, verurteilen wir uns. Also ist wirklich immer alles gut. Ich erschaffe Zustände, erfahre sie, überprüfe, ob ich das so will und wenn nicht, kann ich es ändern, in dem ich meine Art zu denken ändere. Es gibt keinen Grund, hart zu sich selbst zu sein, sich wegen irgendetwas Stress zu machen, irgendetwas festhalten zu wollen. Ich habe es erschaffen, ich kann es also auch wieder ändern. Punkt.

Wir sind frei, unabhängig und selbstbestimmt. So können wir liebevoll mit uns und unseren Mitmenschen sein, verurteilen nichts mehr, brauchen nichts mehr von anderen, sind im Fluss und im Vertrauen, sind weich zu uns selbst. Unseren Körper wird es freuen...

Diese Weichheit wurde mir heute gegeben, weil ich in den vergangenen Jahren der Selbstfindung und -heilung verstanden habe, wie das Leben wirklich funktionert, wie liebevoll es eigentlich angelegt ist. Weil ich verstanden habe, dass ich meinen agilen, gesunden Körper nicht mehr dafür gebrauchen möchte, um irgendwo hinzukommen, um mich anzustrengen, selbst zu kasteien, um bestimmte Dinge zu erreichen, mir Sorgen zu machen, irgendetwas festzuhalten, sondern um das Dasein zu genießen, das Verweilen, das im Moment sein, das Erschaffen. Weil ich mit den Jahren geistig weich geworden bin, meine Gedanken weich und liebevoll geworden sind, weil ich wieder gelernt habe, dem Leben zu vertrauen, konnten sich alle alten Verhärtung lösen und dieser ganze "Dreck" konnte heute gehen, meinen Körper verlassen.

Ich bin unendlich erleichert, genieße diesen Zustand, diese Klarheit, das Körpergefühl, dieses nochmalige Loslassen, die Reinigung. Ich bin dankbar, dass mir mein Körper wieder zu so schönen, heilsamen, wunderbaren Einsichten verholfen hat.

Ob mein Knie nun noch schmerzen wird oder nicht, werde ich sehen. Ob ich diesbezüglich alles geheilt und verstanden habe, wird sich zeigen. Keine Einsicht, kein Geschenk möchte ich missen. Jeder einzelne Schmerz war für etwas gut, ob es nun im Knie war oder wo anders im Körper. Alles hat eine positive Absicht. Wir müssen nur hinschauen. Früher oder später wird mein Knie wieder in seinem ursprünglichen, natürlichen Zustand sein. Weil ich mich dazu entschieden habe, kann es gar nicht anders sein.

Und bis dahin? Ist immer alles gut, in jedem Moment!

Herzensgrüße von mir
Anja


Wir müssen nirgends hin, wir sind schon da!
Foto: Anja Reiche



Mittwoch, 11. November 2015

Der November - im Zeichen des Drachens

Der November ist für viele ein sehr dunkler Monat, drückend und eine Zeit des Rückzugs, der Innenschau. Es mögen im Moment wieder verstärkt alte Themen hochkommen, sich alte Wunden zeigen. Vielleicht ist auch gerade das Mangelgefühl sehr präsent. Wie die Bäume das Laub verlieren, so kann es sein, dass einige auch erfahren, dass etwas fehlt, dass etwas abhanden kommt oder gekommen ist, oder etwas Langersehntes sich einfach nicht zeigen mag. Loslassen, etwas Altes sterben lassen könnte gerade Thema sein. (Wichtige Erkenntnisse von mir zum Mangelgefühl findet ihr hier "Auf Geben programmiert")

Bei mir präsentiert sich der November ganz anders. Ich spüre ihn kraftvoll, lichtig und voller Schöpferkraft. Ich spüre generell sehr aufmerksam in die jeweilige Zeitqualität hinein, in die Energie, die gerade vorherrschend ist, die sich im Jahreszyklus gerade zeigt. Besonders aufmerksam bin ich aber, wenn ein neuer Monat beginnt und forsche gespannt, welche Energien dieser Monat mit sich bringen mag.

Diese Kraft, die der November für mich hat, hat mich doch überrascht. Denn eigentlich kenne ich diesen Monat durchaus auch als Rückzugszeit, als Phase der Heilung. Dieses Jahr ist es ganz anders. Vielleicht auch deshalb, weil ich mir schon so vieles angeschaut und geheilt habe. Ich bin voller Tatendrang und neuer Ideen, ich fühle mich so reich und erfüllt, so beschenkt und vollkommen. Draußen mag es noch so grau sein, in mir leuchtet alles. Da ist eine Energie, die in mir pulsiert, eine Schöpferkraft, die ich so extrem noch nicht erlebt habe. Ich erlebe mich immer mehr als Schöpfer, bin mir dessen immer bewusster, kann sie fast schon greifen diese Schöpferkraft, meine eigene Macht und Größe. Es ist, als ob ich nur mit dem Finger schnippen bräuchte und die Dinge, die mir gerade am Herzen liegen, kommen in mein Leben. Tatsächlich merke ich, dass sich meine Entscheidungen immer schneller manifestieren. Ich entscheide mich, zu einem Thema eine Lösung zu finden und nur ein paar Stunden später liegt alles glasklar vor mir. Ich denke, dass ich dieses oder jenes gerne haben würde und schwupps schenkt es mir jemand oder in dem Laden, in dem ich gerade bin, ist es im Angebot. Das Leben entfaltet sich für mich im Moment als Schlaraffenland!!! Ich bin zutiefst beeindruckt und dankbar, verzaubert und bewegt. Ich genieße und staune und sonne mich in diesen Wundern, die ich vollbringen kann, in meiner Kraft, in meiner Macht, bin voller Vorfreude auf alles, was sich noch zeigen mag, voller Vorfreude auf Weihnachten, bin wie ein kleines Kind. Eines, das sich auf die Geschenke des Lebens freut, aber gleichermaßen oder vielleicht noch mehr freue ich mich darauf, selbst zu schenken. Ich könnte bersten vor Vorfreude auf all die tollen Überraschungen, die ich für andere habe.

Ich habe in letzter Zeit viele wichtige und große Entscheidungen für mich getroffen. Entscheidungen, die sich jetzt manifestieren dürfen und die ich auch getrost loslassen kann. Ich weiß, dass sie auf ihre Weise und in ihrem Tempo in mein Leben kommen werden. Dazu muss ich nichts mehr tun, als im richtigen Moment meinen Impulsen zu folgen. Ich habe mich entschieden, den Rest regelt das Leben! Ich bin voller Vertrauen, weiß um meine Macht, weiß um das Wunder des Erschaffens.

Das alles kam ganz extrem, als das Krafttier Drache vor ein paar Tagen in mein Leben kam. Wie so oft wusste ich vor der Meditation, in der es zu mir kam, nicht, dass es dieses Krafttier überhaupt gibt.

Mein Mangelgefühl (die kleine Fledermaus) und das Durchhaltevermögen (das Kamel) hatten noch ein Geschenk für mich. (Wie die beiden in mein Leben kamen findet ihr hier: "Zum Durchhalten aufgerufen") Ich spürte, dass etwas fließen wollte und setzte mich bereitwillig zu einer Meditation hin.

Sofort erschienen mir die Fledermaus und das Kamel. Sie standen vor mir und ich begrüßte sie herzlich. Als sie so dastanden, fiel mir ein, dass mich die Fledermaus des Mangels noch gar nicht wirklich an die Fülle übergeben hatte. Das letzte mal, als ich ihr begegnet bin, hatte sie mich an das Kamel übergeben, mit der Aufforderung zum Durchhalten.

Bisher hatte mich jedes "negative" Gefühl irgendwann an sein "positives" Gegenteil übergeben. Immer dann, wenn ich es aufrichtig angenommen hatte und wir wirklich Freundschaft geschlossen hatten. Immer dann, wenn die Zeit dafür reif war. Die Katze der Wut übergab mich an den Löwen der Kraft. Der Schimpanse der Ohnmacht übergab mich an den Gorilla der Macht. Die Schlange der Angst übergab mich an den Adler des Vertrauens. Und so weiter... Nur die Fledermaus des Mangels hatte mich noch nicht an die Fülle oder etwas Vergleichbares übergeben.

Kaum hatte ich den Gedanken zu Ende gedacht, kam von oben ein riesen Etwas auf uns nieder und warf seinen großen Schatten auf die Fledermaus und das Kamel. Sie wirkten ob des Schattens winzig. Ich schaute verwundert zu und versuchte zu erkennen, was da vom Himmel kam. Ich machte Flügel aus und plötzlich sah ich ihn, diesen wunderbaren Drachen - meinen Drachen. Sofort spürte ich eine tiefe Liebe. Es war ein Gefühl, als ob ich einen uralten Freund nach Jahren endlich wiedersah. Ich wusste sofort, dass wir uns ewig kannten, dass wir zusammengehörten, dass wir ein Team sind. Mir stiegen Tränen in die Augen und ich weinte vor Freude, weil dieser Drache endlich wieder hier war oder vielmehr, weil ich ihn endlich wieder wahrnahm. Wie selbstverständlich stieg ich auf seinen Rücken, als hätte ich nie etwas anderes getan. Er erhob sich sofort in die Lüfte und wir verstanden uns blind. Wir waren wirklich eine Einheit. Was ich dachte, kam sofort bei ihm an. Wir flogen tief über das Land, über Felder und Wiesen, Wälder und Berge, über Seen, Flüsse und Ozeane, und überall spürte und sah ich die Fülle und Schönheit der Erde, den Reichtum, das Paradies, das doch in allem zu sehen ist. Ich war bezaubert. Die Kraft dieses Tieres, wenn es Feuer spuckt, die Anmut, wenn es fliegt, die Magie, die von ihm ausgeht, wurden zu einem Teil von mir. Seine Flügel waren meine, sein Feuer war meines, seine Energie war meine. In meinem ganzen Leben habe ich mich noch nie so kraftvoll gefühlt, wie in dieser Meditation und der ganzen Zeit danach.

Ich habe noch immer diese Verbindung zu diesem meinem Drachen. Er ist da, ein Teil von mir. Ich weiß, dass er bleibt, ab sofort für immer. Er wird nicht wieder gehen. Ein Gedanke an ihn reicht, um all diese Kraft zu spüren, wie sie durch mich hindurchpulst und fließt. Er hält für mich zu jeder Sekunde die Schöpferkraft bereit, erinnert mich, wer ich wirklich bin, zeigt mir meine wahre Größe, meine Macht. Noch nie in meinem Leben, war ich mir dessen so bewusst, dass ich Schöpfer bin, noch nie habe ich es so gefühlt. Ich bin erfüllt und dankbar und unglaublich stolz, dass ich den Weg dahin gefunden habe!!!

Ich würde nicht sagen wollen, dass der Drache einfach für die Fülle steht. Er steht für mich für viel mehr. Für mich steht er für die Schöpferkraft, mit der ich mir die Fülle erschaffen kann, für Magie, für meine Macht und meine Größe. Ein größeres Geschenk hätte mir das Mangelgefühl nicht machen können. Gut, dass wir Freundschaft geschlossen haben. ;)

Herzensgrüße von mir
Anja


PS: Nach der Erscheinung des Drachen habe ich natürlich im Internet geschaut, ob es sich um ein Krafttier handelt und wenn ja, für was es steht. Was ich da entdeckt habe, könnte passender nicht sein! Aber lest selbst und lasst euch vom Drachen verzaubern... Hier Auszüge von dem, was mich am meisten angesprochen hat mit der jeweiligen Quelle:

"[...] Wenn Sie gelernt haben, den Drachen zu reiten, dann haben Sie im Drachen einen mächtigen Begleiter und ein energiegeladenes Krafttier gefunden, das Ihnen beim Erschaffen einer Realität hilft, in der Ihre Wünsche – auch im größten Chaos – endlich wahr werden können. [...]"
http://www.schamanische-krafttiere.de/krafttier-drache.html


"[...]Die starke Medizin des Drachen ist besonders zu schätzen, wenn Du
  • Deine Vergangenheit bewältigen willst und Stück für Stück Deine Seele erforschen möchtest.
  • Dir und anderen einmal zeigen möchtest, was wirklich in Dir steckt und Deine Talente zum Nutzen aller entfalten willst.
  • Magie und Spiritualität (wieder-)entdecken möchtest.
  • Deine Energie und Kraft gezielt einsetzen möchtest, und sie nicht bei unüberlegten Aktionen verschleudern willst.

[...] Beim Erddrachen geht es um Kraft und um Reichtümer. Der Erddrache will Dich an Dein Potential erinnern. Du hast mit Deinen vielfältigen Fähigkeiten einen großen Schatz in Dir. Es ist an der Zeit, ihn nicht einfach nur still zu hüten, sondern Dir zu Nutze zu machen, um ihn zu vergrößern. Entfalte Deine Talente. Entdecke die Kraft Deines Verstandes und die Schönheit Deines Herzens und zeige sie der Welt. [...]"
http://www.orakel.org/krafttier-drache/


"Der Drache – Neue dynamische Kraft
Wilde natürliche Kräfte brechen sich Bahn und führen in die Freiheit und die Veränderung. Anfängliche Verwirrung könnte sich einstellen. Sie wissen nicht wohin mit Ihrer Kraft und Ihrem Seelenfeuer. Die Möglichkeiten sind zum Greifen nahe und das Zögern, sich dem Feuer hinzugeben, lässt nach. Es dauert nicht mehr lange und Sie können Ihre brennenden Wünsche Wirklichkeit werden lassen. 
Folgende spirituelle Hinweise sind als Botschaften zu verstehen, denen Sie jetzt gerade Beachtung schenken sollten und die von Ihnen auf Ihre individuelle Lebenssituation übertragen und interpretiert werden möchten. Entspannen Sie Ihren Körper und Ihren Geist und spüren Sie in sich nach, welche Gedanken, Ideen und Erkenntnisse sich dazu in Ihrem Bewusstsein einfinden werden:
  • Den eigenen Wünschen gerecht werden
  • Noch eine kurze Weile und der Sprung wird möglich
  • Dynamische Kräfte stehen dem Ziel zur Verfügung
  • Ein Neuanfang wird fällig
  • Eigene Stärken weisen den Weg
  • Verstand und Herz zusammenführen
  • Die Magie des Lebens will wiederentdeckt werden
  • Ihre Schöpferkraft hat unglaubliches Potenzial
  • Wachstum auf spiritueller Ebene
  • Kreative Ideen werden erfolgreich sein"
http://www.spirituell-auf-deine-weise.de/blog/die-geistige-welt-krafttier-bedeutung-drache/viele-wege-fuehren-in-die-geistige-welt-finden-und-gehen-sie-ihren-der-drache.html 
(Nachtrag vom 17.03.2017: Diese Seite scheint es nicht mehr zu geben.)

Foto: Anja Reiche


Montag, 9. November 2015

freie Menstruation

Bis vor einem Monat war mir der Begriff noch nicht bekannt. Ich hatte keine Ahnung, dass es so etwas überhaupt gibt.

Umso dankbarer bin ich, dass mich das Interview mit Caroline Oblasser gefunden hat. Sie ist die  Autorin des Buches "Regelschmerz ade! Die freie Menstruation".

Nun müsst ihr wissen, dass ich zu den Frauen gehöre, die echt heftigste Regelschmerzen hatten. Manchmal konnte ich tagelang nur liegen, war total fertig und die herkömmlichen Schmerzmittel brachten nur eine geringe Linderung. Ich wusste teilweise nicht wohin mit mir, wurde vor Schmerz sogar schon ohnmächtig, hatte Schweißausbrüche, Krämpfe bis zum Abwinken, Rückenschmerzen, Hüftschmerzen. Der Schmerz zog sogar bis in die Oberschenkel.

Dieser Symptomatik bin ich natürlich auch auf geistiger Ebene begegnet und habe mich eingehend mit dem Thema Regelschmerz und Weiblichkeit befasst. Ein sehr breites und vielschichtiges Thema, wie ich finde. Was ich alles entdecken durfte und was die Annahme von Weiblichkeit für mich mit Regelschmerz zu tun hatte, findet ihr in meinem Artikel "Weiblichkeit l(i)eben".

Das alles brachte mich in Sachen Regelschmerz schon einen riesen Schritt weiter. Er wurde milder, erträglicher, war aber noch da. Und dann lief mir dieses Interview über den Weg, just zwei Tage bevor die nächste Regel anstand. Ich verschlang es regelrecht und kaufte mir sofort das E-Book von Caroline Oblasser. Auch das hatte ich an einem Tag durchgelesen und danach plötzlich eine ganz andere Sicht auf die Menstruation.

Die größte Erkenntnis der freien Menstruation war für mich, dass ich das Regelblut gezielt abfließen lassen kann. Der Hinweis, dass das Blut nicht einfach willkürlich abfließt, sondern Gebärmutter und Gebärmutterhals eher wie ein Stausee sind, den ich gezielt entleeren kann, war für mich bahnbrechend. Auch dass Regelschmerz vorwiegend dadurch entsteht, weil sich in der Gebärmutter eine große Menge Blut angesammelt hat, die nicht abgelassen wurde und die Gebärmutter nun mit meist schmerzhaften Muskelbewegungen ähnlich der Wehe versucht, dieses Blut abzusondern, war ein ganz neuer Blickwinkel. Der Stausee läuft nur unkontrolliert und meist mit Schmerz über, wenn ich ihn nicht entleere.

Wieso um alles in der Welt sagt einem das keiner? Wann und wo ist dieses Wissen der Frauen abhanden gekommen?

Nun bin ich dem ganzen nicht mehr einfach ausgeliefert. Sondern ich kann meinen Körper ganz bewusst während der Regelblutung unterstützen und ihm helfen, dass es leichter geht. Natürlich habe ich das bei der nächsten Regel sofort ausprobiert. Sah ich den "Tagen" sonst immer eher skeptisch entgegen, weil ich nie wusste, wie heftig sie diesmal werden würden, freute ich mich schon fast auf das Einsetzen der Blutung. Auch eine neue Erfahrung. ;)

Und was soll ich sagen? Ich praktiziere gerade nun schon zum zweiten Mal die freie Menstruation und bin begeistert. Es tut so gut, den Unterleib in regelmäßigen Abständen immer wieder zu entspannen, den Gebärmutterhals zu öffnen und das Blut abfließen zu lassen. An den ersten Tagen der Regel mache ich das spätestens jede Stunde oder dann, wenn es anfängt zu ziehen und zu schmerzen. Ich setze mich auf die Toilette, gehe mit meiner Aufmerksamkeit in den Unterleib und entspanne mich. Fast sofort bildet sich ein rotes Rinnsal und das Ziehen hört auf. Ich habe eine ganz neue, eine viel engere Beziehung zu meinem Zyklus und zu meiner Gebärmutter bekommen. Wir haben ein ganz anderes Verhältnis. Wir arbeiten plötzlich zusammen. Das ist wirklich toll. Und die Regelschmerzen sind tatsächlich fast ganz verschwunden. Ich bin nicht mehr so erschöpft, der Rücken tut nicht mehr weh. Ich bin während der Regel ein ganz neuer Mensch.

Ich trage keinen Tampon und kann mich dennoch frei bewegen, ohne einfach "überzulaufen". Anfangs war ich etwas skeptisch, weil ich dem Braten nicht getraut habe. Aber gestern war ich tatsächlich mit Regel und ohne Tampon spazieren und es ist nichts ausgelaufen. Es ergab sich, dass ich in regelmäßigen Abständen eine Toilette aufsuchen konnte und so funktionierte das wirklich einwandfrei. Natürlich hatte ich sicherheitshalber eine Binde eingelegt (dieses Tragegefühl mag ich so gar nicht!), aber bis auf ein paar dünne rote Spuren, die ich wahrscheinlich auf der Toilette nicht richtig entfernt hatte, war da nichts zu sehen. Und auch dieses unangenehme Gefühl, wenn beim Gehen ein warmer Schwall Blut den Körper verlässt, blieb aus. Ich hatte es ja immer wieder ablaufen lassen. Wahnsinn wie gut das funktioniert und eigentlich nicht verwunderlich, dass der Körper hier so clever gestrickt ist.

Das größte Geschenk ist aber wirklich, dass diese heftigen Krämpfe nicht mehr da sind. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass der Grund dafür so einfach zu beseitigen ist.

Diese Art der Menstruation, der Blickwinkel darauf, die Zusammenarbeit zwischen mir und meinem Körper ist wirklich eine neue Art von Freiheit für mich. Es heißt nicht umsonst "freie Menstruation"! Wieder ein Thema, bei dem ich zurück in meine Macht gekommen bin. Das fühlt sich richtig gut an!!!

Und deswegen teile ich dieses Wissen und meine Erfahrungen auch jetzt mit euch. Es soll so viele Frauen wie möglich erreichen. Dieses Urwissen muss wieder in die Welt!!!

Die Regel ist für mich immer noch ein Ritual der Reinigung und des Rückzuges. Ich werde mir diese Tage nach wie vor frei halten, so gut es nur geht. Aber nun nicht mehr weil ich muss, sondern weil ich will! Da wollte ich hin! Freiheit eben... ;)


Herzensgrüße von mir
Anja


Foto und Bild: Anja Reiche



Sonntag, 1. November 2015

Sieben Jahre WIR

Sieben Jahre...

Wir sind nicht mehr die gleichen wie damals. Und das ist auch gut so.
Wir haben uns entwickelt, hin zu uns selbst.
Wir wachsen gemeinsam, an uns. Das größte Erlebnis, das größte Geschenk einer Beziehung.
Wir sind ein Team und dennoch zwei individuelle Persönlichkeiten, die alles leben können, was gerade Ausdruck braucht.
Wir lieben, leben, genießen, stoßen uns ab, ziehen uns an, reiben uns aneinander, suchen die Nähe und den Abstand, halten uns den Spiegel vor, zeigen uns unsere Themen, halten gnadenlos das Licht in die finstersten Winkel der Seele des anderen, reichen uns gegenseitig immer wieder die Hand für die nächste Entwicklungsstufe, näher zum Licht.
Wir triggern und heilen, machen Wunden sichtbar und versorgen sie mit Liebe.
Wir brauchen nichts.
Wir haben alles, ein jeder in sich. Zwei Wesen, ein jedes für sich komplett.
Wir vervollständigen uns nicht. Ein jeder ist vollständig. Keine Ansprüche, keine Zwänge, keine Forderungen. Nur Freiheit, Liebe, Grenzenlosigkeit, Loslassen und wieder zurückkommen, Wurzeln und Flügel.
Wir sind dennoch verbunden, ganz tief in unseren Herzen, mussten uns in diesem Leben finden, hatten eine Verabredung, haben sie noch.
Wir wollen noch mehr wachsen.
Wir haben uns dazu entschlossen, weit vor dieser Zeit, weit vor diesem Treffen in diesem Leben.
Wir sind eins an der Wurzel, aus der gleichen Substanz und doch im Wesen so unterschiedlich. Ein Yin und ein Yang.
Wir helfen uns, zurück zu uns, aus tiefer Liebe.
Könnte es ein schöneres WIR geben?

Ich danke dir!!! ♥♥♥


Foto: Anja Reiche