Scheitern ist immer relativ. Das weiß ich heute. Mein Weg zu mir selbst war gespickt von vermeintlichen Niederlagen und Misserfolgen.
Heute habe ich das Wort Erfolg neu definiert. Erfolg messe ich nicht an Geld, Erfolg messe ich am persönlichen Wachstum, an Zufriedenheit, Leichtigkeit, Gesundheit und Glück. Erfolg ist für mich eine jede Erfahrung, die ich mache, weil jede Seele nach Erfahrungen lechzt. Auch wenn etwas nicht klappt oder anders läuft, wie ich es mir vorstelle, ist es auf eine Art ein Erfolg, weil ich um eine Erfahrung reicher bin. Ich weiß vielleicht, was ich nicht will oder wie es nicht geht. Ein riesen Erfolg aus meiner Sicht.
Doch der Weg zu dieser Einsicht war lang und beschwerlich. Da ich ja nun mit meinem Blog ganz vielen Menschen Mut machen möchte, sich auf ihren Weg zu begeben und sich selbst zu finden, ihre Berufung zu finden und ganz sie selbst zu sein, möchte ich nun auch erzählen wie verdammt "verkorkst" und schwierig mein Weg war. Es war hart, aber ich würde es wieder tun.
Also legen wir los:
Als ich damals meinen Job aufgegeben habe, war ich psychisch total angeschlagen, überhaupt nicht mehr belastbar und habe total viel geweint. Bei jeder Kleinigkeit. Ich war einfach fix und fertig und nichts ging mehr. Ich wusste, dass es so nicht weitergehen konnte. Ich musste mich um mich kümmern. Also habe ich einen Aufhebungsvertrag mit der Firma ausgehandelt, ohne zu wissen, wie es danach weitergehen soll. Das war im November 2009. Darin war vereinbart, dass ich noch bis 31.03.2010 als angestellt gelte, mein Gehalt bekomme, aber nicht mehr arbeiten muss. Außerdem konnte ich eine kleine Abfindung heraushandeln. Mein Verhältnis zum Arbeitgeber war sehr gut. Das half. In der Zeit zu Hause merkte ich erstmal wie fertig ich schon war. Ich brauchte total viel Erholung und Schlaf, Zeit für mich und vor allen Dingen Stille. Wollte ich mir erst einen Job in Bayern suchen, war irgendwann schnell klar, wie unsinnig das war, wenn mein Partner in NRW wohnt. Da kam der Entschluss gleich komplett neu anzufangen und auch noch das Bundesland zu wechseln. Also bin ich voller Tatendrang und Freude über den Neuanfang und das Abenteuer umgezogen und habe mich in meinem neuen Wohnort arbeitslos gemeldet. Ich wollte ja wieder einen Job haben (dachte ich damals).
Das Arbeitslosengeld war recht ordentlich und dadurch, dass meine Miete weggefallen ist, ging das finanziell recht gut. Dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass ich nicht genug Geld habe. Die Jobsuche hat sich schwieriger gestaltet, als ich dachte, denn es war nie so richtig was für mich dabei. Ich war gelernte Industriekauffrau und wollte aber ab da unbedingt mit Menschen arbeiten. Damals machte ich auch gerade meine Ausbildung zum Psychologischen Berater/Personal Coach und wollte eher in diese Richtung. Auch meine Tätigkeit als Betriebsrat in meiner alten Firma hat mich darin bestärkt, dass ich mich nicht wieder einfach hinter einen Schreibtisch setzen wollte. Im Arbeitsamt fanden sie meinen gewünschten Richtungswechsel nicht so toll, da ich ja noch keinen Abschluss dahingehend hatte. Die Unterstützung war also nicht vorhanden. Mir wurden nur Jobs als Industriekauffrau vorgeschlagen. Auf eigene Faust bewarb ich mich bei Unternehmensberatungen. Ohne Erfolg. Meinen Abschluss als Psychologischer Berater habe dann im September 2010 gemacht. Danach kam dann die Idee, dass ich mich selbständig mache. Eine Versicherung hatte angefragt, ob ich meine Coaching-Kenntnisse nicht branchenfremd einsetzen und mein eigenes Team führen möchte. Ich war begeistert. Endlich die Freiheit als Selbständiger und dann auch noch mit Menschen arbeiten. Also erstellte ich einen Businessplan und beantragte den Gründerzuschuss für ein halbes Jahr. Der wurde auch genehmigt. Die Arbeit für die Versicherung stellte sich allerdings als ganz anders heraus, wie es mir versprochen wurde. Die Einnahmen waren gleich null. Ich lebte ausschließlich vom Gründerzuschuss. Auch viele andere Sachen liefen mir quer. Der Umgang mit den Menschen, wie er gepflegt wurde, die vielen Vorgaben und die ganze Mentalität und Arbeitsweise. Ich zweifelte, versuchte mir immer wieder alles schön zu reden, sagte mir, dass ich mich nicht so anstellen solle. Irgendwann ging es nicht mehr. Ich konnte das alles nicht mehr mit mir vereinbaren und auch mein Körper zeigte schon Symptome wie immer wiederkehrende Übelkeit und Erbrechen. Also musste es einen Cut geben.
Der Gründerzuschuss lief bis März. Im April 2011 hörte ich auf für die Versicherung zu arbeiten, ohne zu wissen, wie es für michweitergehen soll. Ich wusste nur, dass es das auch nicht war. Zu viel stellte ich mir anders vor. Ich beschäftigte mich in der Zeit total mit Selbstfindung, wer bin ich, was will ich, wo liegen meine Stärken. Irgendwie stand ich im Dunkeln. Wie so oft damals.
Im März 2011 hatte ich eine Ausbildung zur Entspannungspädagogin begonnen. Ich hatte noch genug Erspartes, damit ich mir das leisten konnte und mein Partner übernahm die Mammutkosten für unser Leben. Wie ich das hasste. Diese Situation war mir mehr als unangenehm. Ich war es gewohnt eigenständig zu sein, seit ich 16 war. Aber was blieb mir übrig?
Im April 2011, nachdem ich die Sache mit der Versicherung aufgegeben hatte, beschloss ich, dass ich mich dann eben ohne Versicherung als Coach selbstständig mache. Komplett ohne fremde Hilfe und auf eigene Faust. Ich hatte genau eine Klientin in dieser Zeit. Viele Ideen, die ich hatte, Kurse, Themenabende, etc. klappten nicht. Es war zum Verzweifeln.
Im Mai 2012 meldete ich mich voller Verzweiflung wieder für ein halbes Jahr arbeitslos, wusste aber wieder nicht wo es für mich hingehen soll. Ich hatte freiwillig in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt und hatte dadurch wieder Anspruch. Ich betete bei jeder Bewerbung, die ich schreiben musste, dass es eine Absage geben möge. Ich wollte nie mehr in ein Büro und in eine Festanstellung. Ich bekam keine einzige Zusage und noch nicht mal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Gott sei Dank!!!
Im Oktober 2012 kam dann das körperliche Total-Knock-Out. Da wollte ich gerade mit Coaching für Betriebsräte durchstarten, hatte da schon mit Gewerkschaften Kontakte geknüpft. Eine glänzende Idee, wie ich fand und genau richtig für mich, genau meins. Pustekuchen! Erstens wurde da mal wieder nie etwas draus und zweitens ließ mein Körper gar nichts mehr zu. Ich litt fast jeden Tag an unerträglichen Schmerzen und lebte von meinen Ersparnissen.
Du kannst dir vorstellen, wie oft ich von Existenzängsten übermannt wurde. Ich habe auch in der Hinsicht gelitten wie sonst was. Was habe ich geweint, Bücher verschlungen ohne Ende, weil ich wusste, dass es irgendwie anders gehen musste, leicht. Ich wollte mich nicht krumm machen für Geld und schon gar nicht etwas tun, was für mich keinen Sinn macht. Alles schien aussichtlos und verquer. Meine Träume nicht erreichbar. Aber ich blieb hartnäckig. Irgendwas trieb mich an, weiter an die Leichtigkeit zu glauben, an die Berufung und dass man unweigerlich Erfolg haben muss, wenn man seinem Herzen folgt. Gott wie oft war ich verzweifelt und wusste nicht mehr weiter.
Während meiner Krankheit entdeckte ich mehr durch Zufall, dass ich mediale Fähigkeiten hatte. Ich meditierte fast jeden Tag, bekam einen unheimlichen Zugang zu mir selbst und bemerkte da, was ich eigentlich alles mitgebracht hatte an Fähigkeiten. Hätte ich nur einmal einen Job bekommen, hätte nur ein Projekt von mir geklappt, wären diese ganzen Fähigkeiten niemals oder nur mit großer Verzögerung zum Vorschein gekommen. Ich hätte sie vielleicht nicht gefunden. Ich war selbst überrascht, über das, was ich da konnte. (Meine ganze Selbstheilungsgeschichte findest du hier: http://anja-reiche.blogspot.de/2015/06/selbstheilung-ist-moglich-eine.html)
Anfang 2014 hatte ich dann die ersten Klienten, die sich meiner medialen Fähigkeiten „bedienen“ wollten. Ich hatte endlich das Gefühl meine Aufgabe gefunden zu haben. Und während ich das jetzt schreibe muss ich echt weinen. Das war alles ganz schön hart, aber es hat sich sooo sehr gelohnt, diese persönliche Hölle zu durchschreiten, so oft zu scheitern und mir dadurch immer näher zu kommen. Was habe ich nicht alles versucht und dann war es plötzlich doch so einfach. Meine Wahrnehmung und meine Talente waren so selbstverständlich für mich, dass ich sie nie als etwas Besonderes gesehen habe. Es war ja ganz normal für mich, dass ich mich so gut in andere einfühlen konnte. Es war normal, dass ich mehr über meine Mitmenschen wusste als andere, weil ich mehr „sehe“. Nie hätte ich gedacht, dass das meine Berufung ist. Ich habe immer nach dem riesen WOW gesucht, dabei war alles so still und leise und „normal“ für mich. Ich habe es so lange übersehen.
Seither habe ich immer Klienten, in dem Maß, wie es gut für mich ist und Geld ist irgendwie immer da. Mal habe ich mein Auto verkauft, mal gab es eine größere Summe zu Weihnachten. Ich habe gelernt loszulassen und dem Leben zu vertrauen. Es kommt immer alles zur richtigen Zeit, auf den unterschiedlichsten Wegen. Geld kommt nicht nur über einen Kanal, es kommt über viele. Ich muss mich nur für diesen Gedanken öffnen und meine eigenen Grenzen auflösen. Loslassen, im Fluss des Lebens schwimmen, meinem Herzen folgen und den Verstand in Urlaub schicken. Ich habe unzählige hinderliche Glaubenssätze bezüglich Geld ausgeräumt.
-Ich tue zu wenig.
-Ich tue nicht das Richtige.
-Ich strenge mich nicht genug an.
-Ich bin es nicht wert, dass man mich bezahlt.
-Ich muss immer für die Bedürfnisse der anderen da sein, darf aber dafür kein Geld nehmen.
-Ich muss etwas tun für mein Geld.
etc
Für mich war es auch sehr schwer, die ich auf einem Bauernhof groß geworden bin, immer im Tun war, diese feine "Arbeit" als wertvoll anzusehen. Für Gefühle, feine Wahrnehmungen, Meditation und das Übersinnliche war zu Hause kein Platz. Da musste man mit anpacken und nur wer sich wirklich anstrengte, war etwas. Es hat lange gedauert, bis ich für mich meine Leistung anerkannte, dass es großartig ist, was ich da kann und vor allen Dingen WERTVOLL!
Weiterhin habe ich mir meine abgelehnten Gefühle angeschaut. Allen voran die Angst. Existenzangst. Ich habe mit ihr Freundschaft geschlossen. Ich durfte lernen, mir zu erlauben, mal nichts zu tun, faul zu sein, aus dem Tun herauszukommen, auch diese Seite zu leben, das weibliche, weiche, verletzbare.
Habe ich früher gedacht, dass ich mit knapp über 1000 EUR Arbeitslosengeld im Monat und Ersparnissen von über 15.000 EUR nicht genug Geld habe, weiß ich heute, dass das verdammt viel war. Meine Einstellung zu Geld hat sich komplett geändert. Ich schätze es. Versicherungen habe ich aus Überzeugung gekündigt, weil ich weiß, dass ich sie nicht brauche. Eine private Rentenversicherung? Niemals! Ich weiß, dass ich im Alter (und eigentlich immer) genug Geld haben werde. Das ist ein inneres Wissen. Daran ist nichts zu rütteln. Meine monatlichen Fixkosten sind auf ein Minimum geschrumpft. Ich habe ausgemistet und entrümpelt, was laufende Kosten angeht. Und nicht, weil ich sparen wollte, sondern weil ich wusste, dass ich es nicht mehr brauche.
Es ist so befreiend, sich aus diesem System zu lösen und dann trotz dieses Systems in Freiheit zu leben. Mein Partner stemmt immer noch die meisten laufenden Kosten und ich habe gelernt, es dankbar anzunehmen. Er tut es gerne. Er sieht, dass ich glücklich bin und genau auf dem richtigen Weg. Und irgendwann ist es vielleicht umgekehrt, dann verdiene ich mehr als er und kann ihn unterstützen bei allem, was dann für ihn so dran ist. Wer sagt denn, dass es so nicht sein darf? Dass immer alles sofort „ausgeglichen“ sein muss? Dass man zu jeder Zeit unabhängig sein muss? Zum Leben gehört beides und beides darf sein. Abhängigkeit und Unabhängigkeit.
Rückblickend war jede Sorge bezüglich Geld absolut überflüssig. Es ging immer irgendwie. Wo ein Wille da ein Weg. Wenn du wirklich zu dir und deiner Berufung finden möchtest, zu einem gesunden Körper und einem leichten Leben, dann wird es diesen Weg geben. Wie immer er aussehen mag. Beschränke das Universum nicht mit deinen eigenen Gedanken, wie es denn gehen könnte und müsste. Öffne dich dafür, dass alles passend kommen wird und vertraue. Ich weiß verdammt nochmal selber, wie scheiße schwer dieses Vertrauen ist, wenn man es nie gelernt hat, wenn man immer erzählt bekommt, wie schlecht die Welt ist und wie ungerecht, dass man aufpassen muss, dass einem niemand etwas Gutes möchte, dass es immer einen Haken gibt. Aber ich habe mich zu diesem Vertrauen durchgewühlt und ich habe es gefunden - zu Recht.
Das Leben ist wunderbar und bringt dir alles, wonach du dich sehnst, wenn du nur daran glaubst und dich nicht davon abbringen lässt, wenn du glaubst, dass es dir zusteht. Das Geld ist der letzte Hinderungsgrund auf deinem Weg zu dir. Das größte Hindernis sind deine Überzeugungen, was du vom Leben denkst und glaubst, dass du vom Leben erwarten kannst, sind deine Ängste und Verletzungen. Habe den Mut und lass los. Schau dir alles an, von dem du glaubst, dass es dir im Weg steht. Bitte die Engel, das Universum, Gott, das Leben, deine Seele, dein höheres Selbst, wie auch immer du es nennen magst, um Hilfe und Führung und dir wird sich der nächste Schritt zeigen. Vielleicht nicht gleich der ganze Weg, aber immer der nächste Schritt und das reicht erst mal. Der nächste Schritt ist immer genug. Ich habe mich genauso durchgehangelt. Immer ein Schritt nach dem anderen, auch wenn das große Ganze noch nicht sichtbar war.
Meine "Misserfolge" waren die größten Geschenke, gescheitert bin ich nie. Ich bin gewachsen und habe immer genau die passenden Gelegenheiten bekommen, um mir noch näher zu kommen. Ohne diesen ganzen Irrgarten, wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin, ohne das alles, hätte ich mich nicht gefunden. Es musste so sein. Es war die Sprache, die ich am besten verstanden habe.
Egal, was zu scheitern droht, es wird immer irgendwie weitergehen. Und es kommt immer irgendwann der Tag, an dem du zurückschaust und verstehst, dass es genau so sein musste.
Mein Erfolg ist meine Gesundheit, die ich wiedererlangt habe, sind die wundervollen Begegnungen mit so vielen Menschen, die mich berühren, denen ich helfen kann. Mein Erfolg ist meine Zufriedenheit, meine Freude, die Leichtigkeit, die ich gefunden habe. Mein Erfolg ist mein unerschütterlicher Glaube, den ich nie verloren habe und der sich schon so oft ausgezahlt hat. Mein Erfolg ist, dass ich erkannt habe, wie mächtig ich bin, dass ich Schöpfer bin und mir mein Leben so gestalten kann, wie ich es für richtig und gut halte. Mein Erfolg ist meine Verbindung zu mir, mein Einklang von Körper, Geist und Seele, dass ich weiß, warum ich hier bin und dass das Leben einfach nur wundervoll ist. Mein Erfolg ist meine Freiheit und mein ständiges Wachstum!
Ich wünsche dir alles erdenklich Gute für deinen Weg, ganz viel Mut und Durchhaltevermögen. Wenn du wirklich zu dir finden möchtest, dann wirst du das auch. Entscheide dich dafür und der Rest folgt!
Fühle dich herzlich umarmt!
Anja
PS: 13 Tipps, die mir in dieser schweren und herausfordernden Zeit geholfen haben, findet ihr hier: http://anja-reiche.blogspot.de/2015/05/was-mir-hilft-meinen-weg-zu-gehen.html
Dienstag, 7. Juli 2015
Montag, 6. Juli 2015
Wer bist du?
Die wahrscheinlich schwierigste Frage überhaupt... Wer bin ich? Drei kleine Worte mit einer enormen Bedeutung.
Wie oft habe ich mir diese Frage bisher schon gestellt, dachte dann, dass ich sie beantworten könnte, nur um dann einige Tage oder Wochen später festzustellen, dass ich es wieder nicht weiß. Immer wieder kam diese Frage hoch. Und mit jeder Antwort, die ich fand, näherte ich mich mir selbst wieder ein Stück. Ich denke, dass man diese Frage nicht wirklich auf einmal beantworten kann. Die Antworten kommen wellenartig, stückchenweise, nach und nach. Das Bild der Persönlichkeit zeichnet sich langsam, die Puzzleteile sortieren sich eins nach dem anderen. Nach jeder Phase, in der ich mich gefragt habe, wer ich denn nun wirklich bin, wer ich denn nun sein möchte, warum ich denn wohl hier bin, hat sich wieder ein Puzzleteil an die richtige Stelle gelegt und das Gesamtkunstwerk konnte wieder ein bisschen mehr erahnt werden.
Dieses "wer bin ich" setzt sich aus so vielen anderen Fragen zusammen, berührt so viele Themen und Lebensbereiche, da ist es kein Wunder, dass es Zeit braucht, um Antworten zu finden. Und dann ist da noch die Gesellschaft, die mich manchmal zweifeln ließ, ob meine Antworten sein dürfen.
Ich bin eine Frau, die Stand heute, in diesem Leben keine Kinder möchte. Das ist eine bewusste Wahl von mir. Kinder brauchen nun mal ganz viel Aufmerksamkeit und Zeit und das sollten sie auch bekommen. Kinder sind kein Hobby, Kinder sind eine Lebensaufgabe. Ich mag Kinder super gerne, bin fasziniert von ihrer Wahrnehmung, ihrem Wissensdurst, ihren kleinen Persönlichkeiten, ihrer Unvoreingenommenheit, ihrer Lebenslust, Unbeschwertheit und Freude am Sein. Dennoch weiß ich, dass eigene Kinder in diesem Leben nicht dran sind. Ich habe hier eine andere Lebensaufgabe zu erfüllen und möchte meine Zeit mit anderen Dingen füllen. Meine Berufung liegt wo anders.
So viele gehen wie selbstverständlich davon aus, dass auf eine längere Beziehung die Ehe und Kinder folgen müssen. Aber warum? Wo steht das? Jeder ist doch anders, warum soll das denn für alle gleich sein?
Ich fühle mich als kompletter, wertvoller Mensch in einer "wilden Ehe", ohne Kinder. Es ist gut so für mich, stimmig, passend. Heiraten mag ich nicht, weil ich ein freiheitsliebender Mensch bin. Ich entscheide mich jeden Tag neu für meinen Partner und bleibe nicht bei ihm, weil ich ihm mal ein Versprechen gegeben und eine Unterschrift geleistet habe. Und es mag Menschen geben, die selbst ohne Partner glücklich sind. Noch nicht mal eine Partnerschaft sollte selbstverständlich vorausgesetzt werden. Vielleicht passt diese Lebensform einfach gar nicht zu jedem. Und vom Geschlecht des Partners mal ganz zu schweigen. Jeder soll doch das leben können, was zu ihm passt. Die Welt ist so bunt, die Menschen sind so vielfältig. Wieso sollten alle in die gleiche Form gepresst werden?
Was ich sagen möchte, ist, dass ich es mir angewöhnt habe, wirklich alles, auch das scheinbar Selbstverständlichste, zu hinterfragen und mich zu fragen, was für MICH passt und nicht was wohl alle von mir erwarten oder was "man" eben so tut oder nicht tut.
Ich bin ein ausgeprägter Abendmensch, mag es nicht, früh aufzustehen, brauche morgens auch immer meine Zeit, bis ich bis drei zählen kann und wirklich beide Augen offen habe. Mein "Frühstück" gibt es vielleicht mal um zwölf, eher ein Uhr. Bis dahin war ich schon einige Stunden aktiv, aber essen mag ich vorher noch nichts. Ich bin kein Typ für drei feste Mahlzeiten am Tag. Ich möchte essen, wenn ich wirklich Hunger habe, nicht weil die Uhr eine bestimmte Zeit anzeigt. Und ich esse, nach was mir ist, was meinem Körper gerade gut tut und nicht das, was "gesund" ist, was "man" essen sollte. Ich spüre in mich rein und erforsche, auf was ich Appetit habe. Sicherlich esse ich bewusst und aus meiner Sicht vollwertig, aber wenn mir nach Chips ist, dann esse ich Chips. Punkt. Alkohol mag ich nicht mehr, den Geschmack ja, die Wirkung nein. Also lasse ich es. Jeder darf sich gerne betrinken. Ich mag es nicht mehr. Fleisch esse ich manchmal. Halt dann, wenn mir danach ist. Sport muss "man" auch machen, ist ja auch "gesund". ;) Wenn ich Lust habe, bewege ich mich, wie mir es gefällt, gehe spazieren, mache Yoga. Wenn ich mal keine Lust habe, dann mach ich halt nichts, weil es eben gerade nicht dran ist. Und so mache ich es mit allem. Ich schau immer, was MIR passt, was ZU MIR passt, was ich in jedem Moment brauche und erlaube mir selbst, dass es so ist und dass ich so empfinde.
Will ich gerade ans Telefon? Möchte ich die Einladung zum Geburtstag annehmen? Passt die langjährige Freundin noch in mein Leben?
Das alles mag sich nach Kleinigkeiten anhören, aber es tut unheimlich gut, sich seinen eigenen Rhythmus und seine eigenen Neigungen zuzugestehen und sie zu leben, egal, wie alle anderen ticken. Eine Freundin von mir hat sich über Jahre hinweg für faul gehalten, weil sie nach einem Arbeitstag von 8 bis 16 Uhr zu nichts mehr in der Lage war. Nun wechselte sie in den Spätdienst und durfte feststellen, dass sie VOR der Arbeit, die nun am Nachmittag beginnt, unheimlich aktiv ist und alles mögliche geregelt bekommt. Sie hat IHREN Rhythmus gefunden und plötzlich gehts.
Jeder von uns ist ein Unikat. Jeder von uns ist eigen und speziell. Was für den einen passt, muss für den anderen noch lange nicht richtig sein. Und so ist es auch mit der Berufung, mit der Tätigkeit, die einen erfüllt und lebendig macht. Vielleicht findest du sie fernab von den "gewöhnlichen" Berufen, von den "herkömmlichen" Studiengängen und Ausbildungen. Nähere dich Stück für Stück dir selbst. Beobachte dich und finde heraus, was dir wirklich Freude macht, wann du erfüllt bist und schau außerhalb der Schubladen, außerhalb von dem, was "man" so macht und was angeblich geht und nicht geht.
Trete einen Schritt zur Seite, raus aus den alten Mustern und Normen und erkunde dich nochmal ganz neu. Schaue dich an, als ob du dich zum ersten Mal sehen würdest und frage dich:
Wer bin ich?
Viel Freude auf der Erkundungstour!
Anja
PS: Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden oder Menschen, von denen du glaubst, dass sie ihn genau JETZT brauchen.
PSS: Schreibe mir gerne in den Kommentaren von deinen eigenen Erfahrungen auf deinem Weg zu dir selbst.
Wie oft habe ich mir diese Frage bisher schon gestellt, dachte dann, dass ich sie beantworten könnte, nur um dann einige Tage oder Wochen später festzustellen, dass ich es wieder nicht weiß. Immer wieder kam diese Frage hoch. Und mit jeder Antwort, die ich fand, näherte ich mich mir selbst wieder ein Stück. Ich denke, dass man diese Frage nicht wirklich auf einmal beantworten kann. Die Antworten kommen wellenartig, stückchenweise, nach und nach. Das Bild der Persönlichkeit zeichnet sich langsam, die Puzzleteile sortieren sich eins nach dem anderen. Nach jeder Phase, in der ich mich gefragt habe, wer ich denn nun wirklich bin, wer ich denn nun sein möchte, warum ich denn wohl hier bin, hat sich wieder ein Puzzleteil an die richtige Stelle gelegt und das Gesamtkunstwerk konnte wieder ein bisschen mehr erahnt werden.
Dieses "wer bin ich" setzt sich aus so vielen anderen Fragen zusammen, berührt so viele Themen und Lebensbereiche, da ist es kein Wunder, dass es Zeit braucht, um Antworten zu finden. Und dann ist da noch die Gesellschaft, die mich manchmal zweifeln ließ, ob meine Antworten sein dürfen.
Ich bin eine Frau, die Stand heute, in diesem Leben keine Kinder möchte. Das ist eine bewusste Wahl von mir. Kinder brauchen nun mal ganz viel Aufmerksamkeit und Zeit und das sollten sie auch bekommen. Kinder sind kein Hobby, Kinder sind eine Lebensaufgabe. Ich mag Kinder super gerne, bin fasziniert von ihrer Wahrnehmung, ihrem Wissensdurst, ihren kleinen Persönlichkeiten, ihrer Unvoreingenommenheit, ihrer Lebenslust, Unbeschwertheit und Freude am Sein. Dennoch weiß ich, dass eigene Kinder in diesem Leben nicht dran sind. Ich habe hier eine andere Lebensaufgabe zu erfüllen und möchte meine Zeit mit anderen Dingen füllen. Meine Berufung liegt wo anders.
So viele gehen wie selbstverständlich davon aus, dass auf eine längere Beziehung die Ehe und Kinder folgen müssen. Aber warum? Wo steht das? Jeder ist doch anders, warum soll das denn für alle gleich sein?
Ich fühle mich als kompletter, wertvoller Mensch in einer "wilden Ehe", ohne Kinder. Es ist gut so für mich, stimmig, passend. Heiraten mag ich nicht, weil ich ein freiheitsliebender Mensch bin. Ich entscheide mich jeden Tag neu für meinen Partner und bleibe nicht bei ihm, weil ich ihm mal ein Versprechen gegeben und eine Unterschrift geleistet habe. Und es mag Menschen geben, die selbst ohne Partner glücklich sind. Noch nicht mal eine Partnerschaft sollte selbstverständlich vorausgesetzt werden. Vielleicht passt diese Lebensform einfach gar nicht zu jedem. Und vom Geschlecht des Partners mal ganz zu schweigen. Jeder soll doch das leben können, was zu ihm passt. Die Welt ist so bunt, die Menschen sind so vielfältig. Wieso sollten alle in die gleiche Form gepresst werden?
Was ich sagen möchte, ist, dass ich es mir angewöhnt habe, wirklich alles, auch das scheinbar Selbstverständlichste, zu hinterfragen und mich zu fragen, was für MICH passt und nicht was wohl alle von mir erwarten oder was "man" eben so tut oder nicht tut.
Ich bin ein ausgeprägter Abendmensch, mag es nicht, früh aufzustehen, brauche morgens auch immer meine Zeit, bis ich bis drei zählen kann und wirklich beide Augen offen habe. Mein "Frühstück" gibt es vielleicht mal um zwölf, eher ein Uhr. Bis dahin war ich schon einige Stunden aktiv, aber essen mag ich vorher noch nichts. Ich bin kein Typ für drei feste Mahlzeiten am Tag. Ich möchte essen, wenn ich wirklich Hunger habe, nicht weil die Uhr eine bestimmte Zeit anzeigt. Und ich esse, nach was mir ist, was meinem Körper gerade gut tut und nicht das, was "gesund" ist, was "man" essen sollte. Ich spüre in mich rein und erforsche, auf was ich Appetit habe. Sicherlich esse ich bewusst und aus meiner Sicht vollwertig, aber wenn mir nach Chips ist, dann esse ich Chips. Punkt. Alkohol mag ich nicht mehr, den Geschmack ja, die Wirkung nein. Also lasse ich es. Jeder darf sich gerne betrinken. Ich mag es nicht mehr. Fleisch esse ich manchmal. Halt dann, wenn mir danach ist. Sport muss "man" auch machen, ist ja auch "gesund". ;) Wenn ich Lust habe, bewege ich mich, wie mir es gefällt, gehe spazieren, mache Yoga. Wenn ich mal keine Lust habe, dann mach ich halt nichts, weil es eben gerade nicht dran ist. Und so mache ich es mit allem. Ich schau immer, was MIR passt, was ZU MIR passt, was ich in jedem Moment brauche und erlaube mir selbst, dass es so ist und dass ich so empfinde.
Will ich gerade ans Telefon? Möchte ich die Einladung zum Geburtstag annehmen? Passt die langjährige Freundin noch in mein Leben?
Das alles mag sich nach Kleinigkeiten anhören, aber es tut unheimlich gut, sich seinen eigenen Rhythmus und seine eigenen Neigungen zuzugestehen und sie zu leben, egal, wie alle anderen ticken. Eine Freundin von mir hat sich über Jahre hinweg für faul gehalten, weil sie nach einem Arbeitstag von 8 bis 16 Uhr zu nichts mehr in der Lage war. Nun wechselte sie in den Spätdienst und durfte feststellen, dass sie VOR der Arbeit, die nun am Nachmittag beginnt, unheimlich aktiv ist und alles mögliche geregelt bekommt. Sie hat IHREN Rhythmus gefunden und plötzlich gehts.
Jeder von uns ist ein Unikat. Jeder von uns ist eigen und speziell. Was für den einen passt, muss für den anderen noch lange nicht richtig sein. Und so ist es auch mit der Berufung, mit der Tätigkeit, die einen erfüllt und lebendig macht. Vielleicht findest du sie fernab von den "gewöhnlichen" Berufen, von den "herkömmlichen" Studiengängen und Ausbildungen. Nähere dich Stück für Stück dir selbst. Beobachte dich und finde heraus, was dir wirklich Freude macht, wann du erfüllt bist und schau außerhalb der Schubladen, außerhalb von dem, was "man" so macht und was angeblich geht und nicht geht.
Trete einen Schritt zur Seite, raus aus den alten Mustern und Normen und erkunde dich nochmal ganz neu. Schaue dich an, als ob du dich zum ersten Mal sehen würdest und frage dich:
Wer bin ich?
Viel Freude auf der Erkundungstour!
Anja
PS: Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden oder Menschen, von denen du glaubst, dass sie ihn genau JETZT brauchen.
PSS: Schreibe mir gerne in den Kommentaren von deinen eigenen Erfahrungen auf deinem Weg zu dir selbst.
| Foto: Anja Reiche |
Dienstag, 30. Juni 2015
Die Neue Zeit steht in den Startlöchern
Ich bin ganz kribbelig und freue mich riesig. Der Umbruch und der Wandel der Welt sind in vollem Gange. Es scheint überall zu knistern und zu knallen. Alles, was unterschwellig gebrodelt hat, bricht jetzt hervor, kann nicht mehr versteckt werden. Obwohl ich das alles mitbekomme und mir das alles bewusst ist, bin ich die Ruhe selbst. Die Welt sortiert sich neu und wir befinden uns im Chaos vor einer Neuordnung. (siehe dazu auch meinen Artikel "Das vermeintliche Chaos - die Vorstufe zu neuer Klarheit") Das ist nicht nur ein persönliches Thema, das im Moment wohl sehr viele beschäftigt, sondern das ist ein kollektives Thema, durch das jetzt ganze Länder und Kontinente gehen. Die Neue Zeit steht in den Startlöchern und ist unausweichlich. Alte Systeme brechen zusammen und neue werden sich unweigerlich finden. So wie sich immer aus Chaos eine neue Ordnung bildet. Nach einem Waldbrand entsteht neues Leben, nach einem Erdbeben mag es neues Land geben, nach einem Vulkanausbruch ebenfalls, nach einer Überschwemmung ist das Land mit nährstoffreichem Schlamm überzogen und neues Leben ist auch da möglich, anders vielleicht als vorher, aber Leben!
So wird es auch hier sein. Mein Herz sagt, dass es so ist. Es ist der Sturm vor der Ruhe. (Das ist übrigens ein Buchtitel von Neale Donald Walsch "Der Sturm vor der Ruhe". Das Buch beschäftigt sich mit genau diesem Umbruch in der Welt und der Ruhe danach.)
Ich bin tatsächlich überrascht wie ruhig und zuversichtlich ich bin. Ich weiß, dass für mich gesorgt ist, trotz des Umbruchs. Es gibt keinen Grund für mich, mir Sorgen zu machen oder mich unwohl zu fühlen, irgendetwas zu befürchten. Nein, weit gefehlt. Es gibt viel mehr allen Grund für mich, die Ruhe selbst zu sein, zu vertrauen und zu wissen, dass es perfekt für mich weitergeht. Die letzten Jahre habe ich wirklich intensiv an meinem Bewusstsein gearbeitet, meine alten Wunden angeschaut, meine Themen geklärt. Das alles wird jetzt belohnt. Es zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus. Das Neue fängt an sich zu zeigen, das, worauf ich so lange hingearbeitet habe. Am 23.06. hatte ich dazu eine wunderbare Eingebung in einer Meditation. Folgendes schrieb ich an diesem Tag einer Freundin darüber:
"Heute wurden alle Sorgen bezüglich Geld, die noch übrig waren, in einem wunderbaren, reinigenden Sonnwendfeuer verbrannt. Ich stand mittendrin und es tat so gut. Und es kam das ganz klare Gefühl "es ist vorbei!" Die Zeit des Wartens ist vorbei! Ich habe so lange so fest daran geglaubt, dass in der Hinsicht alles gut wird, wenn ich meinem Herzen folge. Geglaubt, geglaubt, geglaubt und jetzt wird dieser Glaube, mein Durchhaltevermögen und mein eiserner Wille, keinen Zentimeter von meinem Weg abzuweichen, belohnt. Wie damals mit meiner Krankheit. Was hab ich gezweifelt und doch an meinem Weg festgehalten. Und irgendwann kam der Moment, in dem ich tatsächlich Erfolg hatte und gesünder und gesünder wurde. Und dann das Wissen, dass ich gesund bin und die restlichen Beschwerden sich über kurz oder lang auflösen werden. Genau so fühlt es sich jetzt bezüglich Geld an. Ein inneres Wissen, dass es jetzt so weit ist. Das war eine Hammermeditation."
Loslassen, Vertrauen, Hingabe! Diese drei Worte begleiten mich schon ein paar Jahre und im Moment habe ich das Gefühl, dass ich sie wirklich leben kann, dass sie meinem Innersten entspringen. Diese drei Qualitäten habe ich so lange angestrebt, habe alles aus dem Weg geräumt, was ihnen noch im Weg stand, was mich daran gehindert hat, voll und ganz loszulassen, zu vertrauen und mich dem Leben hinzugeben. Und nun sind sie da und sie fühlen sich so wunderbar an. Und ähnliches höre ich von Menschen, die sich ebenfalls die letzten Jahre intensiv auf ihren Weg gemacht haben. Loslassen, Vertrauen und Hingabe hält auch in deren Leben immer mehr Einzug und auch sie sehen dem Umbruch ruhig und gelassen entgegen. Zu Recht!!! Es kommt die Neue Zeit und wir dürfen diesen wunderbaren Wandel miterleben. Eine Zeit, in der die Liebe stärker ist als alles andere, in der die Menschen wieder zu sich finden und ihre wahre Größe entdecken und leben. Eine Zeit, in der der Menschheit wieder bewusst wird, dass es keinen Mangel gibt und für jeden genug da ist. Eine Zeit in der jeder seinem höchsten Wohl und dem höchsten Wohl aller dienen möchte. Ich freue mich unendlich dabei zu sein!
Lassen wir sie kommen und heißen wir sie willkommen, die Neue Zeit!
Erfüllte, glückliche, vollends zufriedene Herzensgrüße von mir!
Anja
So wird es auch hier sein. Mein Herz sagt, dass es so ist. Es ist der Sturm vor der Ruhe. (Das ist übrigens ein Buchtitel von Neale Donald Walsch "Der Sturm vor der Ruhe". Das Buch beschäftigt sich mit genau diesem Umbruch in der Welt und der Ruhe danach.)
Ich bin tatsächlich überrascht wie ruhig und zuversichtlich ich bin. Ich weiß, dass für mich gesorgt ist, trotz des Umbruchs. Es gibt keinen Grund für mich, mir Sorgen zu machen oder mich unwohl zu fühlen, irgendetwas zu befürchten. Nein, weit gefehlt. Es gibt viel mehr allen Grund für mich, die Ruhe selbst zu sein, zu vertrauen und zu wissen, dass es perfekt für mich weitergeht. Die letzten Jahre habe ich wirklich intensiv an meinem Bewusstsein gearbeitet, meine alten Wunden angeschaut, meine Themen geklärt. Das alles wird jetzt belohnt. Es zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus. Das Neue fängt an sich zu zeigen, das, worauf ich so lange hingearbeitet habe. Am 23.06. hatte ich dazu eine wunderbare Eingebung in einer Meditation. Folgendes schrieb ich an diesem Tag einer Freundin darüber:
"Heute wurden alle Sorgen bezüglich Geld, die noch übrig waren, in einem wunderbaren, reinigenden Sonnwendfeuer verbrannt. Ich stand mittendrin und es tat so gut. Und es kam das ganz klare Gefühl "es ist vorbei!" Die Zeit des Wartens ist vorbei! Ich habe so lange so fest daran geglaubt, dass in der Hinsicht alles gut wird, wenn ich meinem Herzen folge. Geglaubt, geglaubt, geglaubt und jetzt wird dieser Glaube, mein Durchhaltevermögen und mein eiserner Wille, keinen Zentimeter von meinem Weg abzuweichen, belohnt. Wie damals mit meiner Krankheit. Was hab ich gezweifelt und doch an meinem Weg festgehalten. Und irgendwann kam der Moment, in dem ich tatsächlich Erfolg hatte und gesünder und gesünder wurde. Und dann das Wissen, dass ich gesund bin und die restlichen Beschwerden sich über kurz oder lang auflösen werden. Genau so fühlt es sich jetzt bezüglich Geld an. Ein inneres Wissen, dass es jetzt so weit ist. Das war eine Hammermeditation."
Loslassen, Vertrauen, Hingabe! Diese drei Worte begleiten mich schon ein paar Jahre und im Moment habe ich das Gefühl, dass ich sie wirklich leben kann, dass sie meinem Innersten entspringen. Diese drei Qualitäten habe ich so lange angestrebt, habe alles aus dem Weg geräumt, was ihnen noch im Weg stand, was mich daran gehindert hat, voll und ganz loszulassen, zu vertrauen und mich dem Leben hinzugeben. Und nun sind sie da und sie fühlen sich so wunderbar an. Und ähnliches höre ich von Menschen, die sich ebenfalls die letzten Jahre intensiv auf ihren Weg gemacht haben. Loslassen, Vertrauen und Hingabe hält auch in deren Leben immer mehr Einzug und auch sie sehen dem Umbruch ruhig und gelassen entgegen. Zu Recht!!! Es kommt die Neue Zeit und wir dürfen diesen wunderbaren Wandel miterleben. Eine Zeit, in der die Liebe stärker ist als alles andere, in der die Menschen wieder zu sich finden und ihre wahre Größe entdecken und leben. Eine Zeit, in der der Menschheit wieder bewusst wird, dass es keinen Mangel gibt und für jeden genug da ist. Eine Zeit in der jeder seinem höchsten Wohl und dem höchsten Wohl aller dienen möchte. Ich freue mich unendlich dabei zu sein!
Lassen wir sie kommen und heißen wir sie willkommen, die Neue Zeit!
Erfüllte, glückliche, vollends zufriedene Herzensgrüße von mir!
Anja
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| Foto: Anja Reiche |
Montag, 29. Juni 2015
13 Tipps und Tricks für erfolgreiches Kubb (Wikingerschach)
Heute gibt es einen etwas anderen Artikel. Heute gibt es einen Artikel für alle Kubbspieler in dieser Welt! Meine treuen Leser werden mir den Ausschweif hoffentlich nachsehen. Heute schreibe ich über mein Hobby: Kubb, auch Wikingerschach genannt, wie man sich in diesem Sport so helfen kann und eigene Grenzen auflöst. (Mehr über den Kubbsport finden alle Neulinge und Neugierigen hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kubb)
Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr viel beobachte und wahrnehme. Nun war ich am Wochenende mal wieder auf einem Kubbturnier und durfte teilweise sehen und erfahren, wie gut man sich beim Kubbspielen selber im Weg rumstehen kann. Ich spiele selbst seit über 6 Jahren Kubb und möchte behaupten, dass ich mich entwickelt habe. ;) Ich bin kein Weltmeister, dennoch kann ich von mir sagen, dass ich für mich und meine Verhältnisse gutes Kubb spiele UND noch wichtiger: Ich habe einen Mordsspaß an der Sache.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie hervorragend man sich bei diesem Sport unter Druck und selber ins Aus setzen kann. Daher möchte ich euch heute mal alle Tricks verraten, die mir so helfen, während des Spiels bei mir zu bleiben und mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
Sehr viel beim Kubben läuft im Kopf ab. Der Sport erfordert aus meiner Sicht eine enorme mentale Stärke und da heißt es, offen bleiben für alle Möglichkeiten.
1.1. Du bist der Meinung, dass ein übermächtiger Gegner auf der anderen Seite steht? Na und? Alle kochen nur mit Wasser und auch die können mal einen schlechten Tag haben. Außerdem, bist du dir wirklich sicher, dass der Gegner stärker ist als du oder hast du dein Licht wieder nur ziemlich weit unter den Scheffel gerutscht? Es ist immer alles möglich und gerade im Kubb gibt es manchmal die tollsten Sachen. Ziehe in Erwägung, dass du gewinnen kannst und gib nicht schon vorher auf!
1.2. Du glaubst, du hast schlecht eingeworfen und nun ist es nicht mehr möglich das Feld leer zu machen? Oder du hast für die noch stehenden Feldkubbs deiner Meinung nach zu wenig Holz? Ich kann mich nur wiederholen: Es ist immer alles möglich. Du weißt nie, wie das Wurfholz abprallt oder wo ein getroffener Kubb hinrollt. Ziehe in Erwägung, dass mehr fällt, als du erwartest und um Himmels Willen scheiß auf die Physik. Red dir nicht vorher schon ein, dass es gar nicht mehr gehen kann, das Feld leer zu bekommen oder einen Doppelten zu machen. Versuche es wenigstens und bleib gedanklich dafür offen, dass es gehen kann. Nimm dir deine eigenen Grenzen. Öffne dich für die Möglichkeit des scheinbar Unmöglichen. Wunder geschehen nur, wenn du daran glaubst. Der einzige, der dich beschränkt bist du!
Das Spiel ist erst zu Ende, wenn der König tatsächlich fällt. Bis dahin ist immer alles möglich, egal wie die Lage gerade ist. (ich weiß, ich wiederhole mich) ;)
Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr viel beobachte und wahrnehme. Nun war ich am Wochenende mal wieder auf einem Kubbturnier und durfte teilweise sehen und erfahren, wie gut man sich beim Kubbspielen selber im Weg rumstehen kann. Ich spiele selbst seit über 6 Jahren Kubb und möchte behaupten, dass ich mich entwickelt habe. ;) Ich bin kein Weltmeister, dennoch kann ich von mir sagen, dass ich für mich und meine Verhältnisse gutes Kubb spiele UND noch wichtiger: Ich habe einen Mordsspaß an der Sache.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie hervorragend man sich bei diesem Sport unter Druck und selber ins Aus setzen kann. Daher möchte ich euch heute mal alle Tricks verraten, die mir so helfen, während des Spiels bei mir zu bleiben und mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
Also fangen wir an. Ich hoffe, viele Kubbspieler können was mitnehmen. ;)
1. Setze dir keine eigenen Grenzen
Sehr viel beim Kubben läuft im Kopf ab. Der Sport erfordert aus meiner Sicht eine enorme mentale Stärke und da heißt es, offen bleiben für alle Möglichkeiten.
1.1. Du bist der Meinung, dass ein übermächtiger Gegner auf der anderen Seite steht? Na und? Alle kochen nur mit Wasser und auch die können mal einen schlechten Tag haben. Außerdem, bist du dir wirklich sicher, dass der Gegner stärker ist als du oder hast du dein Licht wieder nur ziemlich weit unter den Scheffel gerutscht? Es ist immer alles möglich und gerade im Kubb gibt es manchmal die tollsten Sachen. Ziehe in Erwägung, dass du gewinnen kannst und gib nicht schon vorher auf!
1.2. Du glaubst, du hast schlecht eingeworfen und nun ist es nicht mehr möglich das Feld leer zu machen? Oder du hast für die noch stehenden Feldkubbs deiner Meinung nach zu wenig Holz? Ich kann mich nur wiederholen: Es ist immer alles möglich. Du weißt nie, wie das Wurfholz abprallt oder wo ein getroffener Kubb hinrollt. Ziehe in Erwägung, dass mehr fällt, als du erwartest und um Himmels Willen scheiß auf die Physik. Red dir nicht vorher schon ein, dass es gar nicht mehr gehen kann, das Feld leer zu bekommen oder einen Doppelten zu machen. Versuche es wenigstens und bleib gedanklich dafür offen, dass es gehen kann. Nimm dir deine eigenen Grenzen. Öffne dich für die Möglichkeit des scheinbar Unmöglichen. Wunder geschehen nur, wenn du daran glaubst. Der einzige, der dich beschränkt bist du!
Das Spiel ist erst zu Ende, wenn der König tatsächlich fällt. Bis dahin ist immer alles möglich, egal wie die Lage gerade ist. (ich weiß, ich wiederhole mich) ;)
2. ein Holz, ein Wurf
Egal, wie die Situation gerade ist, du kannst immer nur ein Holz werfen. Konzentriere dich auf diesen einen Wurf und den Kubb, denn du treffen möchtest. Bleib fokussiert und lass dich von der Anzahl der noch abzuwerfenden Kubbs nicht aus der Ruhe bringen. Es gibt in diesem Moment nur dich, dein Wurfholz und den Kubb, den du anspielst. Das nimmt dir Stress und Druck.
Egal, wie die Situation gerade ist, du kannst immer nur ein Holz werfen. Konzentriere dich auf diesen einen Wurf und den Kubb, denn du treffen möchtest. Bleib fokussiert und lass dich von der Anzahl der noch abzuwerfenden Kubbs nicht aus der Ruhe bringen. Es gibt in diesem Moment nur dich, dein Wurfholz und den Kubb, den du anspielst. Das nimmt dir Stress und Druck.
3. nach jedem Wurf neu bewerten
Bewerte nach jedem Wurf die Situation neu. Schau dir in Ruhe an, was gefallen ist und wie die restlichen Kubbs noch stehen. Suche dir eine Wurfposition, die für dich stimmig ist und fokussiere dich wieder auf diesen EINEN Wurf. Tu dir selbst den Gefallen und fange nicht an zu zählen, wie viele Wurfhölzer du noch hast, nur um dann rein physikalisch und mathematisch festzustellen, dass das ja gar nicht mehr gehen kann und du UNBEDINGT MINDESTENS zwei Kubbs treffen MUSST. Wenn man etwas MUSS und dann auch noch UNBEDINGT, dann wird es umso schwerer. Sage dir viel lieber, dass du einen Kubb treffen KANNST (und das kannst du!!!) und es dürfen gerne mehr fallen!!! Die Wortwahl, mit der wir mit uns selbst sprechen ist mit entscheidend, wie wir uns in dem Moment fühlen. Auch wenn es vielleicht unmöglich scheint, das Feld leerzumachen. Jedes Holz ist wichtig, jeder Wurf ist wichtig. Auch das letzte Holz sollte mit voller Konzentration geworfen werden. Jeder Kubb, der noch zusätzlich fällt, hilft, auch wenn das Feld vielleicht nicht ganz leer ist. Spart euch Frustwürfe und versucht lieber bis zum letzten Holz alles rauszureißen.
Bewerte nach jedem Wurf die Situation neu. Schau dir in Ruhe an, was gefallen ist und wie die restlichen Kubbs noch stehen. Suche dir eine Wurfposition, die für dich stimmig ist und fokussiere dich wieder auf diesen EINEN Wurf. Tu dir selbst den Gefallen und fange nicht an zu zählen, wie viele Wurfhölzer du noch hast, nur um dann rein physikalisch und mathematisch festzustellen, dass das ja gar nicht mehr gehen kann und du UNBEDINGT MINDESTENS zwei Kubbs treffen MUSST. Wenn man etwas MUSS und dann auch noch UNBEDINGT, dann wird es umso schwerer. Sage dir viel lieber, dass du einen Kubb treffen KANNST (und das kannst du!!!) und es dürfen gerne mehr fallen!!! Die Wortwahl, mit der wir mit uns selbst sprechen ist mit entscheidend, wie wir uns in dem Moment fühlen. Auch wenn es vielleicht unmöglich scheint, das Feld leerzumachen. Jedes Holz ist wichtig, jeder Wurf ist wichtig. Auch das letzte Holz sollte mit voller Konzentration geworfen werden. Jeder Kubb, der noch zusätzlich fällt, hilft, auch wenn das Feld vielleicht nicht ganz leer ist. Spart euch Frustwürfe und versucht lieber bis zum letzten Holz alles rauszureißen.
4. Beobachte dich viel, werde dir klar darüber, was du denkst
Wenn ich weiß, was ich denke, kann ich es ändern. Ich habe irgendwann angefangen, mich beim Kubb sehr viel zu beobachten. Vor allen Dingen beobachte ich, was ich so denke beim Spiel. Wann gebe ich auf? Gebe ich schon auf, wenn ich den Gegner mal vorlasse, oder wenn ich einen Strafkubb produziert habe? Was glaube ich, dass ich schaffen kann? Was traue ich mir zu und was nicht? Wenn ich der Meinung bin, dass ich auf der Grundlinie eh nichts treffe, dann kann ich mir den Wurf auch sparen. Wenn ich mir etwas nicht zutraue, frage ich mich warum. Was brauche ich, um mich sicher zu fühlen? Warum traue ich es anderen zu und mir nicht? Hier sind wir wieder beim Thema eigene Grenzen. Was habe ich früher geschlottert, wenn ich mehr als sechs Kubbs einwerfen musste. Ich war mir sicher, dass ich diese sechs Kubbs nie mehr aus dem Feld bekommen würde. Und so war es dann meistens auch. Komisch, oder? ;) Wenn ich davon schon ausgehe, dass ich es nicht schaffe, dann kommt es auch so. Glaub an dich!!!
Wenn ich weiß, was ich denke, kann ich es ändern. Ich habe irgendwann angefangen, mich beim Kubb sehr viel zu beobachten. Vor allen Dingen beobachte ich, was ich so denke beim Spiel. Wann gebe ich auf? Gebe ich schon auf, wenn ich den Gegner mal vorlasse, oder wenn ich einen Strafkubb produziert habe? Was glaube ich, dass ich schaffen kann? Was traue ich mir zu und was nicht? Wenn ich der Meinung bin, dass ich auf der Grundlinie eh nichts treffe, dann kann ich mir den Wurf auch sparen. Wenn ich mir etwas nicht zutraue, frage ich mich warum. Was brauche ich, um mich sicher zu fühlen? Warum traue ich es anderen zu und mir nicht? Hier sind wir wieder beim Thema eigene Grenzen. Was habe ich früher geschlottert, wenn ich mehr als sechs Kubbs einwerfen musste. Ich war mir sicher, dass ich diese sechs Kubbs nie mehr aus dem Feld bekommen würde. Und so war es dann meistens auch. Komisch, oder? ;) Wenn ich davon schon ausgehe, dass ich es nicht schaffe, dann kommt es auch so. Glaub an dich!!!
5. Werfe kein Holz während du negative Gedanken hast!
Sei es beim Einwerfen oder Abwerfen. Werfe nicht, wenn du gerade denkst, dass es eh nichts wird, du daneben wirfst, der Kubb sowieso ins Aus rollt, oder ähnliches. Sobald du merkst, dass du solche Gedanken hast, halte inne, schüttel dich innerlich und ersetze sie durch positive. Denke besser Sachen wie „Der Kubb landet sicher im Feld!“ oder „Ich freue mich auf das Geräusch eines Treffers!“ (Stelle dir am besten dieses Geräusch schon vor dem Wurf vor, das hilft auch.) oder „Ich liebe Treffen!“, „Ich sehe ihn jetzt schon fallen!“, „Du (der Kubb) gehörst jetzt mir!“. Achte wirklich darauf, was dir vor oder beim Werfen für Gedanken durch den Kopf flitzen. Beobachte dich viel und bleib positiv.
Sei es beim Einwerfen oder Abwerfen. Werfe nicht, wenn du gerade denkst, dass es eh nichts wird, du daneben wirfst, der Kubb sowieso ins Aus rollt, oder ähnliches. Sobald du merkst, dass du solche Gedanken hast, halte inne, schüttel dich innerlich und ersetze sie durch positive. Denke besser Sachen wie „Der Kubb landet sicher im Feld!“ oder „Ich freue mich auf das Geräusch eines Treffers!“ (Stelle dir am besten dieses Geräusch schon vor dem Wurf vor, das hilft auch.) oder „Ich liebe Treffen!“, „Ich sehe ihn jetzt schon fallen!“, „Du (der Kubb) gehörst jetzt mir!“. Achte wirklich darauf, was dir vor oder beim Werfen für Gedanken durch den Kopf flitzen. Beobachte dich viel und bleib positiv.
6. Strafkubbs positiv behandeln
Strafkubbs stehen ja meist ziemlich weit hinten im Feld. Nehmen wir an, ein Strafkubb wurde einen Meter von der gegnerischen Grundlinie entfernt aufgestellt. Was denken die meisten? „Fuck, ist der Kubb weit weg.“ Wir werden unsicher und verwerfen. Dürften wir nun als Gegner diesen einen Meter weiter vor und von da auf die Grundlinie des Gegners werfen, würden wir denken: „Geil, die Grundlinie ist ja jetzt viel näher!“ und treffen dann besser. Die Entfernung ist die gleiche. Das ist euch schon klar, oder? Alles steht und fällt damit, wie wir die Situation bewerten. Wie wäre es dann also, wenn wir uns bei diesem Strafkubb, der einen Meter von der Grundlinie wegsteht, vorstellen, dass wir diesen einen Meter vor dürfen und auf die Grundlinie des Gegners werfen? Ich habe das schon oft gemacht und siehe da, ich fühle mich beim Werfen gleich ganz anders und treffe viel besser. Es ist halt immer eine Frage der Sicht der Dinge! ;)
Strafkubbs stehen ja meist ziemlich weit hinten im Feld. Nehmen wir an, ein Strafkubb wurde einen Meter von der gegnerischen Grundlinie entfernt aufgestellt. Was denken die meisten? „Fuck, ist der Kubb weit weg.“ Wir werden unsicher und verwerfen. Dürften wir nun als Gegner diesen einen Meter weiter vor und von da auf die Grundlinie des Gegners werfen, würden wir denken: „Geil, die Grundlinie ist ja jetzt viel näher!“ und treffen dann besser. Die Entfernung ist die gleiche. Das ist euch schon klar, oder? Alles steht und fällt damit, wie wir die Situation bewerten. Wie wäre es dann also, wenn wir uns bei diesem Strafkubb, der einen Meter von der Grundlinie wegsteht, vorstellen, dass wir diesen einen Meter vor dürfen und auf die Grundlinie des Gegners werfen? Ich habe das schon oft gemacht und siehe da, ich fühle mich beim Werfen gleich ganz anders und treffe viel besser. Es ist halt immer eine Frage der Sicht der Dinge! ;)
7. Werfe nur, wenn du dich auch wohlfühlst
Ich persönlich bin ein absoluter Gefühlsspieler. Logik und Verstand haben Urlaub, wenn ich Kubb spiele und das hilft mir sehr oft, dass ich die „unmöglichen“ Treffer lande. Ob ich nun auf die Grundlinie werfe oder ins Feld, ich stehe immer so, dass ich mich total wohlfühle. Ich achte darauf, dass mein Fuß vom Standbein eine perfekte Auflage hat, keine Unebenheiten unter meinem Fuß sind. Ich stehe bequem und mache keine Verrenkungen, um einen möglichen Doppeltreffer zu erzielen, die erziele ich lieber mental ;). Ich achte darauf, dass mich nichts stört. Einen Kubb, der zu nahe steht und damit im Weg ist, lege ich vorsichtig hin. Wurfhölzer, die noch am Boden liegen, schiebe ich zur Seite. Mitspieler, die hinter mir stehen, haben genug Abstand zu mir. Einen Eckpfosten, der meinen Wurf behindern könnte, ziehe ich raus. Kubbs umlegen und Eckpfosten rausziehen ist nicht überall erlaubt. Das weiß ich, aber soweit es die Regeln erlauben, sorge ich für mich. Wie ihr wisst, spiele ich meistens mit Capi. Das hat auch seine Gründe. Erstens blendet mich die Sonne nicht und zweitens, sehe ich dadurch, dass ich mich beim Werfen leicht bücke, nur die Füße des Gegners. Etwaige Gesten oder die Mimik des Gegners bekomme ich gar nicht mit. So kann ich besser bei mir bleiben und bin konzentriert.
Und auch die Position aus der ich werfe, ist für mich entscheidend. Egal wie viele Kubbs im Feld stehen, es gibt für mich genau die EINE Wurfposition. Ich gehe so lange an der Abwurflinie entlang, bis ich diese eine Position gefunden habe. Auch hier hat der Verstand Sendepause. Mein Gefühl entscheidet, von wo aus ich werfe. Es muss sich für MICH stimmig anfühlen. Da können die Mitspieler noch so gute Argumente haben. ICH entscheide, von wo ich werfe. Selbst wenn es vielleicht „logischer“ wäre, einen anderen Winkel zu wählen. Ich wähle die Position, in der ich mich wohlfühle und mein Gefühl hatte bisher immer recht.
Ich persönlich bin ein absoluter Gefühlsspieler. Logik und Verstand haben Urlaub, wenn ich Kubb spiele und das hilft mir sehr oft, dass ich die „unmöglichen“ Treffer lande. Ob ich nun auf die Grundlinie werfe oder ins Feld, ich stehe immer so, dass ich mich total wohlfühle. Ich achte darauf, dass mein Fuß vom Standbein eine perfekte Auflage hat, keine Unebenheiten unter meinem Fuß sind. Ich stehe bequem und mache keine Verrenkungen, um einen möglichen Doppeltreffer zu erzielen, die erziele ich lieber mental ;). Ich achte darauf, dass mich nichts stört. Einen Kubb, der zu nahe steht und damit im Weg ist, lege ich vorsichtig hin. Wurfhölzer, die noch am Boden liegen, schiebe ich zur Seite. Mitspieler, die hinter mir stehen, haben genug Abstand zu mir. Einen Eckpfosten, der meinen Wurf behindern könnte, ziehe ich raus. Kubbs umlegen und Eckpfosten rausziehen ist nicht überall erlaubt. Das weiß ich, aber soweit es die Regeln erlauben, sorge ich für mich. Wie ihr wisst, spiele ich meistens mit Capi. Das hat auch seine Gründe. Erstens blendet mich die Sonne nicht und zweitens, sehe ich dadurch, dass ich mich beim Werfen leicht bücke, nur die Füße des Gegners. Etwaige Gesten oder die Mimik des Gegners bekomme ich gar nicht mit. So kann ich besser bei mir bleiben und bin konzentriert.
Und auch die Position aus der ich werfe, ist für mich entscheidend. Egal wie viele Kubbs im Feld stehen, es gibt für mich genau die EINE Wurfposition. Ich gehe so lange an der Abwurflinie entlang, bis ich diese eine Position gefunden habe. Auch hier hat der Verstand Sendepause. Mein Gefühl entscheidet, von wo aus ich werfe. Es muss sich für MICH stimmig anfühlen. Da können die Mitspieler noch so gute Argumente haben. ICH entscheide, von wo ich werfe. Selbst wenn es vielleicht „logischer“ wäre, einen anderen Winkel zu wählen. Ich wähle die Position, in der ich mich wohlfühle und mein Gefühl hatte bisher immer recht.
8. Verbindung zum Kubb aufnehmen
Den Kubb, auf den ich werfe, hypnotisiere ich regelrecht. Ich nehme eine gedankliche Verbindung zu ihm auf. Geht es darum, auf die Grundlinie zu werfen, dann schaue ich mir alle Kubbs an und einer lacht mich dann förmlich an. Einer schreit mir entgegen, dass er unbedingt fallen möchte. Manchmal leuchtet er gefühlt mehr als die anderen, oder er ist dunkler als die anderen. Er fällt mir irgendwie auf. (Ich spreche hier von inneren Bildern, das mag in Wirklichkeit ganz anders sein.)
Bei Würfen ins Feld konzentriere ich mich auch nur auf den Kubb, den ich treffen möchte. Ich habe aber im Hinterkopf und in meinem erweiterten Blickfeld auch die Kubbs, die um ihn herumstehen. Gedanklich beziehe ich auch die anderen Kubbs in meinen Wurf mit ein, ziehe in Erwägung, dass andere mitfallen können, auch wenn sie noch so weit wegstehen, schaue aber nur den einen Kubb an, den ich anspiele. Gefühlt wird er immer größer und größer und irgendwann kommt der Moment, in dem ich werfen kann. Den Rest erledigt mein Glaube an das Unmögliche. ;)
Den Kubb, auf den ich werfe, hypnotisiere ich regelrecht. Ich nehme eine gedankliche Verbindung zu ihm auf. Geht es darum, auf die Grundlinie zu werfen, dann schaue ich mir alle Kubbs an und einer lacht mich dann förmlich an. Einer schreit mir entgegen, dass er unbedingt fallen möchte. Manchmal leuchtet er gefühlt mehr als die anderen, oder er ist dunkler als die anderen. Er fällt mir irgendwie auf. (Ich spreche hier von inneren Bildern, das mag in Wirklichkeit ganz anders sein.)
Bei Würfen ins Feld konzentriere ich mich auch nur auf den Kubb, den ich treffen möchte. Ich habe aber im Hinterkopf und in meinem erweiterten Blickfeld auch die Kubbs, die um ihn herumstehen. Gedanklich beziehe ich auch die anderen Kubbs in meinen Wurf mit ein, ziehe in Erwägung, dass andere mitfallen können, auch wenn sie noch so weit wegstehen, schaue aber nur den einen Kubb an, den ich anspiele. Gefühlt wird er immer größer und größer und irgendwann kommt der Moment, in dem ich werfen kann. Den Rest erledigt mein Glaube an das Unmögliche. ;)
9. Feld leer machen als oberstes Ziel
Das Feld leer zu machen ist in diesem Sport eigentlich erst mal das Wichtigste. Der Rest ist vorerst Kür. Setzt also alles daran, dass ihr immer kontinuierlich das Feld leer macht. Dazu gehört natürlich auch das Einwerfen. Euch nützt es nichts, wenn ihr auf der Grundlinie super trefft, aber das Feld nicht leer machen könnt. Dann rückt der Gegner vor und rums bums kann das Spiel zu Ende sein. Bekommt ihr das Feld immer leer, könnt ihr vielleicht auch mal den Fehler des Gegners abwarten. ;) Habt ihr das Einwerfen und das Räumen des Feldes drauf, könnt ihr euch die Grundlinie als Übungsfeld vornehmen.
Das Feld leer zu machen ist in diesem Sport eigentlich erst mal das Wichtigste. Der Rest ist vorerst Kür. Setzt also alles daran, dass ihr immer kontinuierlich das Feld leer macht. Dazu gehört natürlich auch das Einwerfen. Euch nützt es nichts, wenn ihr auf der Grundlinie super trefft, aber das Feld nicht leer machen könnt. Dann rückt der Gegner vor und rums bums kann das Spiel zu Ende sein. Bekommt ihr das Feld immer leer, könnt ihr vielleicht auch mal den Fehler des Gegners abwarten. ;) Habt ihr das Einwerfen und das Räumen des Feldes drauf, könnt ihr euch die Grundlinie als Übungsfeld vornehmen.
10. Von anderen Abschauen, sich in andere reinversetzen
Sicherlich gibt es Spieler, zu denen ihr ein bisschen aufblickt und die besser sind als ihr. Schaut denen genau auf die Finger. Wie haben die ihr Wurfholz in der Hand? Wie werfen sie ein? Wie haben sie den Kubb beim Einwerfen in der Hand? Wie ist die Körperhaltung. Analysiert eure Vorbilder oder noch besser, fragt nach Übungseinheiten. Und dann probier aus, was für dich am besten passt. Teste, probiere und bastel die für dich die am besten passenden Methoden. Für jeden gibt es die optimale Haltung der Kubbs beim Einwerfen, des Wurfholzes beim Abwerfen, des Körpers bei all diesen Dingen. Sammelt Anregungen von anderen und macht dann euer Ding draus.
Ich stelle mir auch manchmal vor, derjenige zu sein, der es besser kann als ich. Stelle mich so hin, geh ganz in das Gefühl wie ich glaube, dass die Person sich beim Werfen fühlt, mach den Bewegungsablauf genauso. In dem Moment spiele ich eine Rolle. Auch das kann helfen, sich beim Kubb weiterzuentwickeln, weil dir in dem Moment deine eigenen Grenzen nicht im Weg stehen. Du bist ja jemand anders. ;)
Sicherlich gibt es Spieler, zu denen ihr ein bisschen aufblickt und die besser sind als ihr. Schaut denen genau auf die Finger. Wie haben die ihr Wurfholz in der Hand? Wie werfen sie ein? Wie haben sie den Kubb beim Einwerfen in der Hand? Wie ist die Körperhaltung. Analysiert eure Vorbilder oder noch besser, fragt nach Übungseinheiten. Und dann probier aus, was für dich am besten passt. Teste, probiere und bastel die für dich die am besten passenden Methoden. Für jeden gibt es die optimale Haltung der Kubbs beim Einwerfen, des Wurfholzes beim Abwerfen, des Körpers bei all diesen Dingen. Sammelt Anregungen von anderen und macht dann euer Ding draus.
Ich stelle mir auch manchmal vor, derjenige zu sein, der es besser kann als ich. Stelle mich so hin, geh ganz in das Gefühl wie ich glaube, dass die Person sich beim Werfen fühlt, mach den Bewegungsablauf genauso. In dem Moment spiele ich eine Rolle. Auch das kann helfen, sich beim Kubb weiterzuentwickeln, weil dir in dem Moment deine eigenen Grenzen nicht im Weg stehen. Du bist ja jemand anders. ;)
11. Stärken finden, Schwächen da sein lassen
Kubb ist ein Teamsport und das ist auch gut so. Viele Menschen, viele Talente. Jeder Kubbspieler ist anders und jeder hat andere Fähigkeiten. Findet heraus, wer was richtig gut kann und sich zutraut. Wer fühlt sich auf der Grundlinie stark, wer im Feld? Wer mag gerne in einen schönen Haufen Kubbs werfen, wer wirft lieber einzelne ab? Wer traut sich zu, das erste Holz zu werfen? Wer kann mit dem Druck umgehen, das letzte und vielleicht sehr wichtige Holz zu werfen? Sprecht in eurer Mannschaft offen über solche Dinge. Sagt, was ihr nicht möchtet. Probiert euch aus und vielleicht merkt ihr ja, dass ihr noch viel mehr könnt, wenn ich euch nur mal rantraut. Sammelt Erfahrungen, glaubt an euch. Jeder Spieler hat seine Stärken. Findet sie und nutzt sie!!
Aber auch Schwächen dürfen sein. Du kannst das eine nicht so gut? Dann kannst du halt was anderes. Versuche nicht die Schwächen auszumerzen. Konzentriere dich lieber darauf deine Stärken auszubauen. Das ist viel effektiver und macht mehr Freude. Was du nicht kannst, können halt dann deine Mitspieler.
Kubb ist ein Teamsport und das ist auch gut so. Viele Menschen, viele Talente. Jeder Kubbspieler ist anders und jeder hat andere Fähigkeiten. Findet heraus, wer was richtig gut kann und sich zutraut. Wer fühlt sich auf der Grundlinie stark, wer im Feld? Wer mag gerne in einen schönen Haufen Kubbs werfen, wer wirft lieber einzelne ab? Wer traut sich zu, das erste Holz zu werfen? Wer kann mit dem Druck umgehen, das letzte und vielleicht sehr wichtige Holz zu werfen? Sprecht in eurer Mannschaft offen über solche Dinge. Sagt, was ihr nicht möchtet. Probiert euch aus und vielleicht merkt ihr ja, dass ihr noch viel mehr könnt, wenn ich euch nur mal rantraut. Sammelt Erfahrungen, glaubt an euch. Jeder Spieler hat seine Stärken. Findet sie und nutzt sie!!
Aber auch Schwächen dürfen sein. Du kannst das eine nicht so gut? Dann kannst du halt was anderes. Versuche nicht die Schwächen auszumerzen. Konzentriere dich lieber darauf deine Stärken auszubauen. Das ist viel effektiver und macht mehr Freude. Was du nicht kannst, können halt dann deine Mitspieler.
12. Zu Hause im Garten läuft es immer besser als auf Turnieren oder in der Liga
Komisch! Das haben mir schon viele erzählt und auch ich durfte diese Erfahrung schon oft machen. Wenn man mal genauer drüber nachdenkt, ist es aber nur logisch. Zu Hause im Garten ist es meist nicht schlimm, wenn ich mal vorbei werfe. Da darf das ruhig sein. Ich spiele ja nur zum Spaß. (Merkste was?) Diese Freiheit gestehe ich mir auf Turnieren dann oft nicht mehr zu und dann entsteht Druck. Da wären wir wieder beim treffen MÜSSEN! Seid so gut zu euch selbst und erlaubt euch, auch auf Turnieren Fehlwürfe. Jeder hat Fehlwürfe, auch Weltmeister und Überflieger. Macht euch deshalb nicht runter und seid nicht so streng mit euch. Davon habt ihr nichts. Ihr wisst doch, dass ihr treffen könnt. Wegen einem Fehlwurf habt ihr doch nicht eure ganzen Fähigkeiten verloren. Baut euch lieber gegenseitig wieder auf und kommentiert Fehlwürfe nicht negativ. Du DARFST vorbeiwerfen und bist trotzdem ein guter Mensch. ;) Und wenn alle Stricke reißen, dann hilft es dir vielleicht, dir in diesem einen Moment, in dem du besonders nervös bist, vorzustellen, dass du zu Hause im Garten stehst. Geh ganz in dieses Gefühl und blende alles andere um dich herum aus. Das hat mir auch schon manchmal geholfen.
Komisch! Das haben mir schon viele erzählt und auch ich durfte diese Erfahrung schon oft machen. Wenn man mal genauer drüber nachdenkt, ist es aber nur logisch. Zu Hause im Garten ist es meist nicht schlimm, wenn ich mal vorbei werfe. Da darf das ruhig sein. Ich spiele ja nur zum Spaß. (Merkste was?) Diese Freiheit gestehe ich mir auf Turnieren dann oft nicht mehr zu und dann entsteht Druck. Da wären wir wieder beim treffen MÜSSEN! Seid so gut zu euch selbst und erlaubt euch, auch auf Turnieren Fehlwürfe. Jeder hat Fehlwürfe, auch Weltmeister und Überflieger. Macht euch deshalb nicht runter und seid nicht so streng mit euch. Davon habt ihr nichts. Ihr wisst doch, dass ihr treffen könnt. Wegen einem Fehlwurf habt ihr doch nicht eure ganzen Fähigkeiten verloren. Baut euch lieber gegenseitig wieder auf und kommentiert Fehlwürfe nicht negativ. Du DARFST vorbeiwerfen und bist trotzdem ein guter Mensch. ;) Und wenn alle Stricke reißen, dann hilft es dir vielleicht, dir in diesem einen Moment, in dem du besonders nervös bist, vorzustellen, dass du zu Hause im Garten stehst. Geh ganz in dieses Gefühl und blende alles andere um dich herum aus. Das hat mir auch schon manchmal geholfen.
13. Spielen aus Spaß an der Freude
Ich glaube jetzt kommen wir zum wichtigsten Punkt überhaupt. Ich spiele, um des Spielens Willen, weil ich unglaublich Spaß dran habe. Weil ich es liebe, mich dabei selbst zu erfahren und zu erleben, zu wachsen, Erfahrungen zu sammeln und mich immer weiterzuentwickeln. Ich spiele nicht um zu Gewinnen. Das ist dann nur ein schöner Nebeneffekt. Hey, du bist draußen an der frischen Luft, wenn es gut läuft, noch bei den Witterungsbedingungen, bei denen du am liebsten spielst. Du hast Menschen, die mit dir spielen (am besten magst du die noch) und verbringst einfach eine schöne Zeit. Es gibt in dem Moment nichts anderes zu tun, als Kubb zu spielen. Ist das nicht geil?
Und diese Einstellung habe ich auch auf Turnieren. Ich trete nicht an, um zu gewinnen. Ich trete an, um Spaß zu haben und mich an mir selber zu freuen, mich an anderen Kubbspielern zu freuen. Und wenn dann jemand besser ist als ich, dann freue ich mich für ihn, dass er das schon so gut kann und er dann auch verdient gewonnen hat. Vielleicht kann ich mir ja noch was abkucken. Meine Güte, braucht es denn mehr? Und merkst du, wie leicht sich das anfühlt? Ich spiele, weil ich Freude am Spiel habe! Fühl mal rein. Herrlich leicht und euphorisch. Und dann nimm mal den Satz: Ich muss jetzt gewinnen! Wie gruselig ist das denn bitte? Das fühlt sich für mich schwer und klebrig an und hat mit Spaß nichts mehr zu tun. Und warum sollte ich mir ein Hobby schwer machen? Geht’s noch? Ich mach mir ja nicht mal den Rest des Lebens schwer, warum dann also ein Hobby?
Und wenn ich die Freude an der Sache an sich als oberstes Ziel habe, dann kann ich mit Leichtigkeit spielen, ganz ohne Druck, dann kann ich richtig gut werden, weil Freude nun mal der beste Weg zum Erfolg ist, dann kann ich mich auch freuen, wenn andere gewinnen, dann kann ich fair bleiben, dann muss ich Regeln nicht auf die Goldwaage legen, dann will ich einfach eine schöne, entspannte Zeit verbringen, mit Menschen, die meine Freude teilen. Dann will ich, dass alle sich entwickeln, dass es allen gut geht, dann helfe ich anderen auch zu wachsen und immer wieder über sich hinauszuwachsen, größer zu werden. Wenn Freude das oberste Ziel ist, dann spiele ich wirklich „erfolgreich“ Kubb! Und ich finde, das ist Kubb. Kubb unites people!
Ich wünsche euch „erfolgreiche“ Kubbspiele!!!!
Herzensgrüße von mir an die Kubbnation
Anja (Schnegge) Reiche
PS: Mehr von mir und wie ich auch im restlichen Leben Leichtigkeit und Freude gefunden habe, findet ihr hier auf meinem Blog. Stöbert einfach ein bisschen und lasst euch anstecken vom Freudevirus!
Ich glaube jetzt kommen wir zum wichtigsten Punkt überhaupt. Ich spiele, um des Spielens Willen, weil ich unglaublich Spaß dran habe. Weil ich es liebe, mich dabei selbst zu erfahren und zu erleben, zu wachsen, Erfahrungen zu sammeln und mich immer weiterzuentwickeln. Ich spiele nicht um zu Gewinnen. Das ist dann nur ein schöner Nebeneffekt. Hey, du bist draußen an der frischen Luft, wenn es gut läuft, noch bei den Witterungsbedingungen, bei denen du am liebsten spielst. Du hast Menschen, die mit dir spielen (am besten magst du die noch) und verbringst einfach eine schöne Zeit. Es gibt in dem Moment nichts anderes zu tun, als Kubb zu spielen. Ist das nicht geil?
Und diese Einstellung habe ich auch auf Turnieren. Ich trete nicht an, um zu gewinnen. Ich trete an, um Spaß zu haben und mich an mir selber zu freuen, mich an anderen Kubbspielern zu freuen. Und wenn dann jemand besser ist als ich, dann freue ich mich für ihn, dass er das schon so gut kann und er dann auch verdient gewonnen hat. Vielleicht kann ich mir ja noch was abkucken. Meine Güte, braucht es denn mehr? Und merkst du, wie leicht sich das anfühlt? Ich spiele, weil ich Freude am Spiel habe! Fühl mal rein. Herrlich leicht und euphorisch. Und dann nimm mal den Satz: Ich muss jetzt gewinnen! Wie gruselig ist das denn bitte? Das fühlt sich für mich schwer und klebrig an und hat mit Spaß nichts mehr zu tun. Und warum sollte ich mir ein Hobby schwer machen? Geht’s noch? Ich mach mir ja nicht mal den Rest des Lebens schwer, warum dann also ein Hobby?
Und wenn ich die Freude an der Sache an sich als oberstes Ziel habe, dann kann ich mit Leichtigkeit spielen, ganz ohne Druck, dann kann ich richtig gut werden, weil Freude nun mal der beste Weg zum Erfolg ist, dann kann ich mich auch freuen, wenn andere gewinnen, dann kann ich fair bleiben, dann muss ich Regeln nicht auf die Goldwaage legen, dann will ich einfach eine schöne, entspannte Zeit verbringen, mit Menschen, die meine Freude teilen. Dann will ich, dass alle sich entwickeln, dass es allen gut geht, dann helfe ich anderen auch zu wachsen und immer wieder über sich hinauszuwachsen, größer zu werden. Wenn Freude das oberste Ziel ist, dann spiele ich wirklich „erfolgreich“ Kubb! Und ich finde, das ist Kubb. Kubb unites people!
Ich wünsche euch „erfolgreiche“ Kubbspiele!!!!
Herzensgrüße von mir an die Kubbnation
Anja (Schnegge) Reiche
PS: Mehr von mir und wie ich auch im restlichen Leben Leichtigkeit und Freude gefunden habe, findet ihr hier auf meinem Blog. Stöbert einfach ein bisschen und lasst euch anstecken vom Freudevirus!
| Foto: Anja Reiche |
Mittwoch, 24. Juni 2015
Selbstheilung ist möglich - eine Erfolgsgeschichte
Ihr Lieben,
wie sich abzeichnet werden manche im Moment ganz schön geschüttelt und kein Stein scheint mehr auf dem anderen zu stehen. Für viele mag sich das gerade auch in körperlichen Symptomen und Krankheit zeigen. Auch schwerer Krankheit, die es kaum zulässt, ein gewisses Maß an Lebensqualität sicherzustellen.
Daher möchte ich euch gerne meine Geschichte des körperlichen Knock-Outs und der Heilung mal etwas ausführlicher erzählen. In vielen Artikeln ist ja immer wieder etwas zu ahnen, aber richtig ins Detail bin ich noch nicht gegangen. Das möchte ich gerne nachholen, könnte mein persönlicher Erfolg doch einigen Mut machen.
So richtig heftig niedergestreckt hat es mich Ende Oktober 2012. Ich bin mit heftigsten Bauchschmerzen, Magenschmerzen und Blähungen morgens um 3 Uhr an einem Sonntag in die Notaufnahme, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste. Ich hatte gebrochen vor Schmerzen, konnte nicht mehr aufrecht stehen. Nachdem ich eine Portion Schmerzmittel bekommen hatte, ging es schnell besser. Die Untersuchungen zeigten, dass meine Galle randvoll mit Steinen war, dass das Organ sich schon zurückgebildet hatte (eine Schrumpfgalle also) und dass eine chronische Gallenblasenentzündung vorlag. Mir wurde mitgeteilt, dass die Gallenblase unbedingt entfernt werden müsste. Im Laufe des Sonntags hieß es, man könnte mich Montag operieren. Ich war völlig überfordert. Erstmal musste ich die Diagnose verdauen. Ich hätte ja niemals mit sowas gerechnet. Dann fühlte ich mich im Krankenhaus mehr als unwohl und in einer Welt, in die ich nicht gehörte. Schon in der Notaufnahme wurde mir das Gefühl vermittelt, dass ich irgendwas falsch gemacht hätte und dass ich jetzt nicht auch noch mit meinen Beschwerden da ankommen müsste. Und dann auch noch die Aussicht auf eine OP. Alles in mir schrie "NEIN!". Doch in diesem Umfeld, in dem jedem klar zu sein schien, dass es anders nicht geht, fühlte ich mich verloren und zweifelte an meinen Empfindungen. Bis dahin hatte ich immer schon viel meditiert und wusste, dass wirkliche Antworten aus dem Inneren kommen. Leider hatte ich im Krankenhaus keine Gelegenheit zum Meditieren und ich bekam fast schon Panik. Von meinem Partner hatte ich mir das Buch von Ruediger Dahlke mitbringen lassen "Krankheit als Symbol". Ich wollte ja schließlich wissen, was hinter dieser ganzen Geschichte an Themen steckt.
Was ich da las, traf wie die Faust aufs Auge! Hier ein paar Auszüge zu den Themen Gallenblasenentzündung, Gallenkolik und Gallensteine (S. 302 ff.), die mich besonders getroffen haben:
Zu Hause machte ich mich auch gleich auf die Suche nach Alternativen und durchforstete das Internet. Es müsste doch auch gehen, die Steine zu entfernen und die Gallenblase zu erhalten. Leider musste ich feststellen, dass man sowas früher wohl gemacht hatte, aber in 70% der Fälle die Gallensteine wieder kamen. Also ist man dazu übergegangen gleich die ganze Gallenblase zu entfernen, weil sich die andere Methode nicht lohnt. Dass sich die Steine trotzdem wieder bilden, bleibt wohl unbeachtet. Denn Gallensteine entstehen in der Leber und werden in der Gallenblase lediglich gelagert. Welchen Sinn hat es also, die Gallenblase zu entfernen? Meine Oma ist ja der lebende Beweis, wie sinnvoll und "heilsam" es ist, die Gallenblase zu entfernen.
Die Innenschau
Zusätzlich zu dieser Suche nach alternativen Methoden die Gallensteine loszuwerden, ging ich natürlich auch nach innen und nahm in Meditationen Kontakt zu meiner Gallenblase auf. Ich war wirklich tief betroffen darüber, dass ich meinen Körper in so eine Lage gebracht habe. Es tat mir entsetzlich leid. Aber ich hatte es nicht besser gewusst. Für diese Innenschau haben mir die Meditationen von Robert Betz riesige Dienste erwiesen. Er hat mir quasi den Arsch gerettet. ;) "Deinen Körper durch Liebe heilen - Wie unser Körper gesund wird und bleibt" heißt diese Meditation von ihm und was mir mein Körper, insbesondere meine Galle und die Leber, über mich und mein Leben erzählt haben, war wirklich der Hammer. Eine grobe Zusammenfassung der Erkenntnisse, die ich im Laufe dieser Gespräche mit meinem Körper bekommen habe, findet ihr in diesem Artikel: Was mir meine Krankheit geschenkt hat. Immer und immer wieder bin ich in Kontakt getreten und habe mir alles angeschaut, was sich mir gezeigt hat. Auch die Emotionen, die diese Krankheit in mir ausgelöst hat, habe ich mir angeschaut, sie angenommen und Frieden mit ihnen geschlossen. Vordergründig waren natürlich die Wut, die ich so lange nicht leben durfte. Mir wurde als Kind immer gesagt, dass hier nicht gebockt wird (wie es meine Mama immer ausgedrückt hat). Wenn ich sauer war, musste ich mich zusammenreißen und gute Miene zum bösen Spiel machen. Das rächt sich irgendwann. Die Ohnmacht war ebenfalls ein sehr intensives Gefühl, kamen die Krämpfe und Schmerzen doch immer ganz plötzlich und so heftig, dass ich kaum reagieren konnte und ihnen ausgeliefert war. Auch diese Emotion durfte angenommen werden. (Hier half mir die Medi von Robert Betz "Negative Gefühle in Freude verwandeln".) Heute weiß ich, dass auch der Druck und der Stress, den ich mir immer machte, ein Familienerbstück sind. Nicht seinen eigenen Weg gehen können und sich verbiegen. Ein Thema, das schon Generationen vor mir hatten. Und ich war jetzt an der Reihe, das ein für alle mal zu lösen. (Mehr dazu findet ihr in diesem Artikel: Der Schlüssel zur Freiheit)
Homöopathie
Die Innenschau und die geistige Heilung war also ein Baustein auf meinem Weg zur Gesundheit. Zusätzlich war für mich die Homöopathie noch sehr wichtig und unheimlich hilfreich. Schon Jahre vor der Gallenerkrankung habe ich alles mit homöopathischen Mitteln behandelt. Außer Schmerzmittel und Homöopathie verwende ich kaum herkömmliche Medizin. Ich lernte immer mehr auf meinen Körper zu hören und reinzufühlen, was denn gerade für ein Mittel richtig für mich ist. Die ganze Behandlung war eigentlich reine Gefühlssache. Lycopodium, Colocynthis, Nux vomica, Belladonna, Bryonia, Magnesium phosphoricum, Cuprum metallicum. All diese Mittel haben mich begleitet und ihren Teil dazu beigetragen. An dieser Stelle möchte ich noch einmal meiner Schwester danken, die mich auf diesem Weg so zuverlässig unterstützt hat. Wie oft habe ich sie weinend und verzweifelt angerufen, weil ein Mittel, das über einige Zeit richtig gut half, plötzlich nicht mehr wirkte und ich mal wieder vor Schmerzen nicht wusste wohin. Ich danke dir!!! Du warst und bist eine enorme Stütze für mich!!!! Gemeinsam haben wir dann unser Gefühl und unsere Intuition befragt und ein neues Mittel gefunden. Im Mai 2014 fand ich dann MEIN Konstitutionsmittel, Magnesium Carbonicum, das ich bis heute noch nehme und es wirkt wahre Wunder. Alles heilt aus!
Leberreinigung
Bei meiner Suche nach alternativer Heilung bin ich dann Anfang 2013 auf die Leberreinigung gestoßen. In einem Video wurde genau geschildert, wie man Gallensteine auf natürlichem Wege ausscheiden kann. Ein Jammer, dass diese Methode von keinem Arzt empfohlen wird. Diese Leberreinigung mit Olivenöl und Grapefruitsaft war für mich goldrichtig. Insgesamt habe ich sie sechs oder sieben Mal im Laufe eines dreiviertel Jahres gemacht und ich war echt erschüttert, was da an Mengen von Steinen ausgeschieden wurde. Auch das hat enorm zu meiner Heilung beigetragen. Das Video mit der Anleitung findet ihr hier: https://youtu.be/CwMziz655L4 Darin wird auch sehr schön erklärt, wie und wo Gallensteine entstehen und wie Galle und Leber funktionieren. Kritiker munkeln ja, dass hier keine Gallensteine ausgeschieden werden, sondern dass Öl und Grapefruitsaft in der Verdauung verklumpen und dass diese "Steine" dann fälschlicher Weise für Gallensteine gehalten werden. Ich kann euch aber sagen, dass ein Ultraschall meiner Galle im Januar 2014 bestätigt hat, dass nur noch einige wenige Gallensteine übrig sind. Ich erinnere: Die Gallenblase war 2012 noch randvoll! Es scheint wohl funktioniert zu haben. ;)
Ich hatte in der Zeit nicht nur Gallenkoliken, weil sich ein Stein gelöst hat und durch die Gallengänge ausgeschieden werden wollte, sondern ich hatte auch enorme Nervenschmerzen im Oberbauchbereich, Krampfanfälle, die nichts mit einer Gallenkolik zu tun hatten (die Schmerzen waren anders) und immer wieder Stechen im Magen. Die Ärzte führten alles auf die Gallensteine zurück und rieten mir immer wieder, die Gallenblase zu entfernen. Damit wäre dann alles in Ordnung. Auf meine Äußerung, dass ja auch die Psyche eine wichtige Rolle spielt, wurde mir nur gesagt, dass die Psyche damit überhaupt nichts zu tun hat. Die könne sowas gar nicht beeinflussen. Also war ich wieder auf mich gestellt. Mein Gefühl sagte mir immer noch, dass eine OP nicht der richtige Weg ist.
Im Januar 2014 stieß ich dann auf einen Arzt, der sich sehr mit den Themen hinter den Krankheiten beschäftigt. Ich laß einen Artikel von ihm in einer Zeitschrift und stellte dann fest, dass er nur 20 km von mir entfernt seine Praxis hatte, der auch ein alternatives Heilzentrum angeschlossen ist. Er hat sich wohl auf Kardiologie spezialisiert, aber auch die gesamte innere Medizin ist sein Arbeitsfeld. Ich ließ mir einen Termin geben und es war der beste Arztbesuch meines Lebens! Ich erzählte ihm von meiner Krankheitsgeschichte und dass für mich keine OP in Frage kam, dass ich mich dem ganzen auf der geistigen Ebene nähere und glaube, dass ein gesunder Geist einen gesunden Körper hervorbringt. Er sah mich an und er war der erste Arzt, der mir dann sagte: "Frau Reiche, sie haben alles richtig gemacht!" Könnt ihr euch meine Erleichterung vorstellen???? Da war endlich ein Arzt der mich verstand. Er machte dann auch den oben erwähnten Ultraschall und sagte mir, dass meine Galle in einem absolut gesunden Zustand ist und auch die Leber top in Schuss ist. Nur einige wenige Gallensteine wären noch da, aber das Organ an sich ist gesund und wieder in seiner Ursprungsform. An dem Tag habe ich geweint vor Freude!!! Endlich hatte ich die Bestätigung, dass ich alles richtig gemacht habe, dass ich nicht umsonst durch die Hölle gegangen bin. Er meinte, dass die restlichen Gallensteine auf geistiger Ebene gelöst werden können. Er wollte mir eine Meditation dafür zeigen, aber in einer eigenen Meditation bekam ich das ganz klare Gefühl, dass da so viel positive Energie in mir ist, dass ich so viel gereinigt und angeschaut habe, dass sich die Steine über kurz oder lang von alleine auflösen. Wie Ruediger Dahlke in seinem Buch so schön schrieb: Sie werden "überflüssig" und verflüssigen sich wieder. Dem Geist ist keine Aufgabe zu groß.
Magnesium
Da die Nervenschmerzen und ab und an Krampfanfälle immer noch vorhanden waren, machte ich mich erneut auf die Suche nach Hintergründen und möglicher Hilfe. Irgendwann wurde mir dann bewusst, dass ich immer dann, wenn ich eine Leberreinigung machte, bei der man Magnesiumsulfat (Bittersalz) zu sich nehmen muss, keine Schmerzen hatte. Könnte es sein, dass Magnesium helfen könnte? Ich durchforstete das Internet und schaute, wie sich ein Magnesiummangel äußert. Und siehe da, Nervenschmerzen, Krämpfe, etc. Ich las viele Symptome, die ich eins zu eins hatte. Also ging ich zum Arzt (leider zu meinem damaligen Hausarzt) und erzählte ihm von meiner Vermutung. Er meinte, dass der Magnesiumwert sehr störanfällig wäre und eine Blutuntersuchung keine Garantie wäre. Ich solle mir doch die Gallenblase entfernen lassen, da würde ich wohl nicht drumherum kommen. Seufz... Ich ging also unverrichteter Dinge in die Apotheke, hatte da ein wesentlich informativeres Gespräch bezüglich Magnesiummangel mit einer Angestellten dort und kaufte mir hochdosiertes Magnesium. Und oh Wunder: Es half! Mein Befinden besserte sich in wenigen Tagen.
Naja und der Rest der Geschichte ist bekannt. Im Mai fand mich dann mein Konstitutionsmittel (es fand mich wirklich, ich hatte eigentlich im Internet nach einem anderen Mittel gesucht) und seither geht es mit großen Schritten bergauf. Heute kann ich sagen, dass ich wieder am Leben teilhabe, dass ich Essen genießen kann und Schmerzen nur noch ganz selten sind. Es braucht eben alles seine Zeit! Aber die nehme ich mir gerne!
Warum ich das alles erzähle?
Dieser Weg war echt hart und ich habe gelitten ohne Ende, körperlich wie psychisch. Ich hatte fast täglich heftige Schmerzen und konnte gar nichts mehr. ABER genau das habe ich leider gebraucht. Ich war so im Tun und im Außen beschäftigt, so im Müssen-Modus, dass ich zum Nichtstun und Herunterkommen, zum Loslassen und Vertrauen gezwungen werden musste. Hätte mein Körper nicht so radikale Maßnahmen ergriffen, wäre ich heute noch nicht auf dem Weg meines Herzens. Ich musste im wahrsten Sinne des Wortes zu meinem Glück gezwungen werden. Wie oft habe ich versucht, in den erträglichen Phasen wieder etwas zu tun, zu arbeiten, zu machen. Ich hatte sofort wieder das Gefühl, zu müssen, ohne zu wissen, was ich eigentlich muss. Und dann hat mich mein Körper wieder ausgeknockt. Immer und immer wieder. Bis ich es begriffen hatte. Im Leben geht es nicht nur ums Tun, es gibt auch das Gegenteil und das darf auch gelebt werden.
Dadurch, dass ich immer wieder in meinen Körper gefühlt habe, sei es, weil ich ein homöopathisches Mittel finden wollte und die Symptome genau kennen musste oder sei es in den ganzen Heilmeditationen, habe ich einen enorm guten Zugang zu mir bekommen. Ich bin wieder voll und ganz in der Eigenverantwortung für mich und meinen Körper. Ich kann sagen, was ich gerade brauche, was mir gut tut. Ich ACHTE auf mich, mehr denn je und immer noch mehr. Mein Körper muss mich nicht mehr zur Ruhe zwingen. Auch da habe ich die Verantwortung wieder komplett selber übernommen. Ich habe mich kennengelernt, wer ich wirklich bin, warum ich hier bin, was ich leben möchte, was ich brauche, welchen Rhythmus ich habe. Und vor allen Dingen habe ich durch meine Krankheit meine Medialität entdeckt, meine Fähigkeit mit Seelen Kontakt aufzunehmen, meine Kanäle wieder geöffnet, die so lange Zeit zugeschüttet waren. Ich bin so sensitiv und feinfühlig geworden und das ist genau mein Weg. Und dafür bin ich sooo dankbar! Mir, für meinen Mut und mein Durchhaltevermögen, meinem Partner, weil er mich gewähren hat lassen und mir immer vertraut hat, dass ich das richtige tue, meinem Körper, dass er genau die richtige Sprache gefunden hat, um es mich verstehen zu lassen, dem Leben, weil es einfach unbeschreiblich wundervoll und großartig ist. Meine Heilung war langwierig, vielschichtig und es brauchte mehrere Faktoren dazu. Aber ich würde den Weg wieder gehen. Die Geschenke, die ich dadurch bekommen habe, waren viel zu großartig, als dass ich sie am Wegesrand hätte liegen lassen wollen.
Jeder hat das Zeug dazu, seinen eigenen Weg zu gehen und seine Krankheit als Chance zu nutzen! Tut das, was für EUCH als richtig erscheint. Wenn ihr Heilung und vielleicht eine Alternative zur herkömmlichen Medizin wollt, dann wird es einen Weg geben. Meine Geschichte soll Mut machen! Es kann sich so sehr lohnen!!!!
wie sich abzeichnet werden manche im Moment ganz schön geschüttelt und kein Stein scheint mehr auf dem anderen zu stehen. Für viele mag sich das gerade auch in körperlichen Symptomen und Krankheit zeigen. Auch schwerer Krankheit, die es kaum zulässt, ein gewisses Maß an Lebensqualität sicherzustellen.
Daher möchte ich euch gerne meine Geschichte des körperlichen Knock-Outs und der Heilung mal etwas ausführlicher erzählen. In vielen Artikeln ist ja immer wieder etwas zu ahnen, aber richtig ins Detail bin ich noch nicht gegangen. Das möchte ich gerne nachholen, könnte mein persönlicher Erfolg doch einigen Mut machen.
So richtig heftig niedergestreckt hat es mich Ende Oktober 2012. Ich bin mit heftigsten Bauchschmerzen, Magenschmerzen und Blähungen morgens um 3 Uhr an einem Sonntag in die Notaufnahme, weil ich mir nicht mehr zu helfen wusste. Ich hatte gebrochen vor Schmerzen, konnte nicht mehr aufrecht stehen. Nachdem ich eine Portion Schmerzmittel bekommen hatte, ging es schnell besser. Die Untersuchungen zeigten, dass meine Galle randvoll mit Steinen war, dass das Organ sich schon zurückgebildet hatte (eine Schrumpfgalle also) und dass eine chronische Gallenblasenentzündung vorlag. Mir wurde mitgeteilt, dass die Gallenblase unbedingt entfernt werden müsste. Im Laufe des Sonntags hieß es, man könnte mich Montag operieren. Ich war völlig überfordert. Erstmal musste ich die Diagnose verdauen. Ich hätte ja niemals mit sowas gerechnet. Dann fühlte ich mich im Krankenhaus mehr als unwohl und in einer Welt, in die ich nicht gehörte. Schon in der Notaufnahme wurde mir das Gefühl vermittelt, dass ich irgendwas falsch gemacht hätte und dass ich jetzt nicht auch noch mit meinen Beschwerden da ankommen müsste. Und dann auch noch die Aussicht auf eine OP. Alles in mir schrie "NEIN!". Doch in diesem Umfeld, in dem jedem klar zu sein schien, dass es anders nicht geht, fühlte ich mich verloren und zweifelte an meinen Empfindungen. Bis dahin hatte ich immer schon viel meditiert und wusste, dass wirkliche Antworten aus dem Inneren kommen. Leider hatte ich im Krankenhaus keine Gelegenheit zum Meditieren und ich bekam fast schon Panik. Von meinem Partner hatte ich mir das Buch von Ruediger Dahlke mitbringen lassen "Krankheit als Symbol". Ich wollte ja schließlich wissen, was hinter dieser ganzen Geschichte an Themen steckt.
Was ich da las, traf wie die Faust aufs Auge! Hier ein paar Auszüge zu den Themen Gallenblasenentzündung, Gallenkolik und Gallensteine (S. 302 ff.), die mich besonders getroffen haben:
· Gallenblasenentzündung
Unterdrückte, ungelebte Aggression wird im Untergrund bitter, giftig und durch lange Zurückhaltung hinterhältig; sich mutig, dem Reservoir alter, abgestandener Aggression stellen; mit der aufgestauten Aggression ins Reine kommen
Unterdrückte, ungelebte Aggression wird im Untergrund bitter, giftig und durch lange Zurückhaltung hinterhältig; sich mutig, dem Reservoir alter, abgestandener Aggression stellen; mit der aufgestauten Aggression ins Reine kommen
· Gallenkolik
Wer zu lange Gift und Galle geschluckt hat, muss sich solche Ausfälle (Koliken) geronnener giftiger Wut (Steine) gefallen lassen; die geronnene und verfestigte giftige Aggression doch noch zur Welt bringen; Lösung des durch Blockaden entstandenen Energiestaus; die eigene Giftigkeit herauslassen; lieber Gift und Galle spucken, als Gallensteine gebären; offene Demonstration der eigenen Aggressionsenergie; loslassen, was einem entspannten Leben im Wege steht; Hindernisse überwinden, statt ihnen auszuweichen
Wer zu lange Gift und Galle geschluckt hat, muss sich solche Ausfälle (Koliken) geronnener giftiger Wut (Steine) gefallen lassen; die geronnene und verfestigte giftige Aggression doch noch zur Welt bringen; Lösung des durch Blockaden entstandenen Energiestaus; die eigene Giftigkeit herauslassen; lieber Gift und Galle spucken, als Gallensteine gebären; offene Demonstration der eigenen Aggressionsenergie; loslassen, was einem entspannten Leben im Wege steht; Hindernisse überwinden, statt ihnen auszuweichen
· Gallensteine
geronnene Energie, versteinerte Aggression vor allem im Rahmen von familiären Zwängen; Verdichtung jener Wut- und Zornausbrüche, die man sich über lange Zeit verkniffen hat; aggressive Energie durch verbale Attacken und konkrete Aktionen ausdrücken und ausleben; die Fülle, Würze und Üppigkeit des Lebens mit Nachdruck genießen; starke Bewegungen und lautes Schreien erleichtern die Geburt von Gallensteinen; rechtzeitig praktiziert, können sie diese auch überflüssig machen
Mir war klar, dass ich mir all diese Themen anschauen und sie erlösen möchte. Ich hatte dazu beigetragen, dass mein Körper in diesen Zustand geraten ist und ich wollte jetzt nicht einfach irgendwas wegschneiden lassen und damit das Thema als erledigt erklären. Es musste anders gehen. Meine Oma hat, seit ich denken kann, Probleme mit der Galle, Gallensteine und war damit immer wieder im Krankenhaus. Ihr wurde die Gallenblase entfernt, nur damit sich einige Jahre später die wiedergebildeten Gallensteine nun nicht mehr in der Gallenblase sammeln konnten, sondern in den Gallengängen, die von der Leber wegführen, steckenblieben und sie wieder operiert werden musste. Ich wusste also, wie erfolgreich so eine OP sein konnte. Allerdings hatte ich natürlich Bedenken, ob ich mich nicht vielleicht in Lebensgefahr brachte, wenn ich mich nicht operieren lassen würde. All das ging mir durch den Kopf und ich fand im Krankenhaus einfach keine Ruhe, um mich der Innenschau zu widmen. Irgendwann kam mir dann die Einsicht, dass ich jetzt zwar nicht meditieren konnte, aber eins hatte ich immer dabei und darauf konnte ich immer und überall zurückgreifen. Mein Bauchgefühl! Und das sagte mir klar und deutlich, dass eine OP der falsche Weg ist und jetzt einfach nicht dran ist. Das teilte ich so auch den Ärzten mit. (Ihr könnt euch nicht vorstellen wie klein und hilflos ich mich in dem Moment gefühlt habe!) Die klatschten zwar keinen Beifall, aber sie ließen mich gewähren und gehen. Ich vereinbarte zur Güte noch einen späteren OP-Termin im November (den ich dann kurz vorher absagte) und konnte gehen. Was war ich froh, aus diesem Krankenhaus entkommen zu können. Selten habe ich mich so unwohl, fremd und nicht verstanden gefühlt. geronnene Energie, versteinerte Aggression vor allem im Rahmen von familiären Zwängen; Verdichtung jener Wut- und Zornausbrüche, die man sich über lange Zeit verkniffen hat; aggressive Energie durch verbale Attacken und konkrete Aktionen ausdrücken und ausleben; die Fülle, Würze und Üppigkeit des Lebens mit Nachdruck genießen; starke Bewegungen und lautes Schreien erleichtern die Geburt von Gallensteinen; rechtzeitig praktiziert, können sie diese auch überflüssig machen
Zu Hause machte ich mich auch gleich auf die Suche nach Alternativen und durchforstete das Internet. Es müsste doch auch gehen, die Steine zu entfernen und die Gallenblase zu erhalten. Leider musste ich feststellen, dass man sowas früher wohl gemacht hatte, aber in 70% der Fälle die Gallensteine wieder kamen. Also ist man dazu übergegangen gleich die ganze Gallenblase zu entfernen, weil sich die andere Methode nicht lohnt. Dass sich die Steine trotzdem wieder bilden, bleibt wohl unbeachtet. Denn Gallensteine entstehen in der Leber und werden in der Gallenblase lediglich gelagert. Welchen Sinn hat es also, die Gallenblase zu entfernen? Meine Oma ist ja der lebende Beweis, wie sinnvoll und "heilsam" es ist, die Gallenblase zu entfernen.
Die Innenschau
Zusätzlich zu dieser Suche nach alternativen Methoden die Gallensteine loszuwerden, ging ich natürlich auch nach innen und nahm in Meditationen Kontakt zu meiner Gallenblase auf. Ich war wirklich tief betroffen darüber, dass ich meinen Körper in so eine Lage gebracht habe. Es tat mir entsetzlich leid. Aber ich hatte es nicht besser gewusst. Für diese Innenschau haben mir die Meditationen von Robert Betz riesige Dienste erwiesen. Er hat mir quasi den Arsch gerettet. ;) "Deinen Körper durch Liebe heilen - Wie unser Körper gesund wird und bleibt" heißt diese Meditation von ihm und was mir mein Körper, insbesondere meine Galle und die Leber, über mich und mein Leben erzählt haben, war wirklich der Hammer. Eine grobe Zusammenfassung der Erkenntnisse, die ich im Laufe dieser Gespräche mit meinem Körper bekommen habe, findet ihr in diesem Artikel: Was mir meine Krankheit geschenkt hat. Immer und immer wieder bin ich in Kontakt getreten und habe mir alles angeschaut, was sich mir gezeigt hat. Auch die Emotionen, die diese Krankheit in mir ausgelöst hat, habe ich mir angeschaut, sie angenommen und Frieden mit ihnen geschlossen. Vordergründig waren natürlich die Wut, die ich so lange nicht leben durfte. Mir wurde als Kind immer gesagt, dass hier nicht gebockt wird (wie es meine Mama immer ausgedrückt hat). Wenn ich sauer war, musste ich mich zusammenreißen und gute Miene zum bösen Spiel machen. Das rächt sich irgendwann. Die Ohnmacht war ebenfalls ein sehr intensives Gefühl, kamen die Krämpfe und Schmerzen doch immer ganz plötzlich und so heftig, dass ich kaum reagieren konnte und ihnen ausgeliefert war. Auch diese Emotion durfte angenommen werden. (Hier half mir die Medi von Robert Betz "Negative Gefühle in Freude verwandeln".) Heute weiß ich, dass auch der Druck und der Stress, den ich mir immer machte, ein Familienerbstück sind. Nicht seinen eigenen Weg gehen können und sich verbiegen. Ein Thema, das schon Generationen vor mir hatten. Und ich war jetzt an der Reihe, das ein für alle mal zu lösen. (Mehr dazu findet ihr in diesem Artikel: Der Schlüssel zur Freiheit)
Homöopathie
Die Innenschau und die geistige Heilung war also ein Baustein auf meinem Weg zur Gesundheit. Zusätzlich war für mich die Homöopathie noch sehr wichtig und unheimlich hilfreich. Schon Jahre vor der Gallenerkrankung habe ich alles mit homöopathischen Mitteln behandelt. Außer Schmerzmittel und Homöopathie verwende ich kaum herkömmliche Medizin. Ich lernte immer mehr auf meinen Körper zu hören und reinzufühlen, was denn gerade für ein Mittel richtig für mich ist. Die ganze Behandlung war eigentlich reine Gefühlssache. Lycopodium, Colocynthis, Nux vomica, Belladonna, Bryonia, Magnesium phosphoricum, Cuprum metallicum. All diese Mittel haben mich begleitet und ihren Teil dazu beigetragen. An dieser Stelle möchte ich noch einmal meiner Schwester danken, die mich auf diesem Weg so zuverlässig unterstützt hat. Wie oft habe ich sie weinend und verzweifelt angerufen, weil ein Mittel, das über einige Zeit richtig gut half, plötzlich nicht mehr wirkte und ich mal wieder vor Schmerzen nicht wusste wohin. Ich danke dir!!! Du warst und bist eine enorme Stütze für mich!!!! Gemeinsam haben wir dann unser Gefühl und unsere Intuition befragt und ein neues Mittel gefunden. Im Mai 2014 fand ich dann MEIN Konstitutionsmittel, Magnesium Carbonicum, das ich bis heute noch nehme und es wirkt wahre Wunder. Alles heilt aus!
Leberreinigung
Bei meiner Suche nach alternativer Heilung bin ich dann Anfang 2013 auf die Leberreinigung gestoßen. In einem Video wurde genau geschildert, wie man Gallensteine auf natürlichem Wege ausscheiden kann. Ein Jammer, dass diese Methode von keinem Arzt empfohlen wird. Diese Leberreinigung mit Olivenöl und Grapefruitsaft war für mich goldrichtig. Insgesamt habe ich sie sechs oder sieben Mal im Laufe eines dreiviertel Jahres gemacht und ich war echt erschüttert, was da an Mengen von Steinen ausgeschieden wurde. Auch das hat enorm zu meiner Heilung beigetragen. Das Video mit der Anleitung findet ihr hier: https://youtu.be/CwMziz655L4 Darin wird auch sehr schön erklärt, wie und wo Gallensteine entstehen und wie Galle und Leber funktionieren. Kritiker munkeln ja, dass hier keine Gallensteine ausgeschieden werden, sondern dass Öl und Grapefruitsaft in der Verdauung verklumpen und dass diese "Steine" dann fälschlicher Weise für Gallensteine gehalten werden. Ich kann euch aber sagen, dass ein Ultraschall meiner Galle im Januar 2014 bestätigt hat, dass nur noch einige wenige Gallensteine übrig sind. Ich erinnere: Die Gallenblase war 2012 noch randvoll! Es scheint wohl funktioniert zu haben. ;)
Ich hatte in der Zeit nicht nur Gallenkoliken, weil sich ein Stein gelöst hat und durch die Gallengänge ausgeschieden werden wollte, sondern ich hatte auch enorme Nervenschmerzen im Oberbauchbereich, Krampfanfälle, die nichts mit einer Gallenkolik zu tun hatten (die Schmerzen waren anders) und immer wieder Stechen im Magen. Die Ärzte führten alles auf die Gallensteine zurück und rieten mir immer wieder, die Gallenblase zu entfernen. Damit wäre dann alles in Ordnung. Auf meine Äußerung, dass ja auch die Psyche eine wichtige Rolle spielt, wurde mir nur gesagt, dass die Psyche damit überhaupt nichts zu tun hat. Die könne sowas gar nicht beeinflussen. Also war ich wieder auf mich gestellt. Mein Gefühl sagte mir immer noch, dass eine OP nicht der richtige Weg ist.
Im Januar 2014 stieß ich dann auf einen Arzt, der sich sehr mit den Themen hinter den Krankheiten beschäftigt. Ich laß einen Artikel von ihm in einer Zeitschrift und stellte dann fest, dass er nur 20 km von mir entfernt seine Praxis hatte, der auch ein alternatives Heilzentrum angeschlossen ist. Er hat sich wohl auf Kardiologie spezialisiert, aber auch die gesamte innere Medizin ist sein Arbeitsfeld. Ich ließ mir einen Termin geben und es war der beste Arztbesuch meines Lebens! Ich erzählte ihm von meiner Krankheitsgeschichte und dass für mich keine OP in Frage kam, dass ich mich dem ganzen auf der geistigen Ebene nähere und glaube, dass ein gesunder Geist einen gesunden Körper hervorbringt. Er sah mich an und er war der erste Arzt, der mir dann sagte: "Frau Reiche, sie haben alles richtig gemacht!" Könnt ihr euch meine Erleichterung vorstellen???? Da war endlich ein Arzt der mich verstand. Er machte dann auch den oben erwähnten Ultraschall und sagte mir, dass meine Galle in einem absolut gesunden Zustand ist und auch die Leber top in Schuss ist. Nur einige wenige Gallensteine wären noch da, aber das Organ an sich ist gesund und wieder in seiner Ursprungsform. An dem Tag habe ich geweint vor Freude!!! Endlich hatte ich die Bestätigung, dass ich alles richtig gemacht habe, dass ich nicht umsonst durch die Hölle gegangen bin. Er meinte, dass die restlichen Gallensteine auf geistiger Ebene gelöst werden können. Er wollte mir eine Meditation dafür zeigen, aber in einer eigenen Meditation bekam ich das ganz klare Gefühl, dass da so viel positive Energie in mir ist, dass ich so viel gereinigt und angeschaut habe, dass sich die Steine über kurz oder lang von alleine auflösen. Wie Ruediger Dahlke in seinem Buch so schön schrieb: Sie werden "überflüssig" und verflüssigen sich wieder. Dem Geist ist keine Aufgabe zu groß.
Magnesium
Da die Nervenschmerzen und ab und an Krampfanfälle immer noch vorhanden waren, machte ich mich erneut auf die Suche nach Hintergründen und möglicher Hilfe. Irgendwann wurde mir dann bewusst, dass ich immer dann, wenn ich eine Leberreinigung machte, bei der man Magnesiumsulfat (Bittersalz) zu sich nehmen muss, keine Schmerzen hatte. Könnte es sein, dass Magnesium helfen könnte? Ich durchforstete das Internet und schaute, wie sich ein Magnesiummangel äußert. Und siehe da, Nervenschmerzen, Krämpfe, etc. Ich las viele Symptome, die ich eins zu eins hatte. Also ging ich zum Arzt (leider zu meinem damaligen Hausarzt) und erzählte ihm von meiner Vermutung. Er meinte, dass der Magnesiumwert sehr störanfällig wäre und eine Blutuntersuchung keine Garantie wäre. Ich solle mir doch die Gallenblase entfernen lassen, da würde ich wohl nicht drumherum kommen. Seufz... Ich ging also unverrichteter Dinge in die Apotheke, hatte da ein wesentlich informativeres Gespräch bezüglich Magnesiummangel mit einer Angestellten dort und kaufte mir hochdosiertes Magnesium. Und oh Wunder: Es half! Mein Befinden besserte sich in wenigen Tagen.
Naja und der Rest der Geschichte ist bekannt. Im Mai fand mich dann mein Konstitutionsmittel (es fand mich wirklich, ich hatte eigentlich im Internet nach einem anderen Mittel gesucht) und seither geht es mit großen Schritten bergauf. Heute kann ich sagen, dass ich wieder am Leben teilhabe, dass ich Essen genießen kann und Schmerzen nur noch ganz selten sind. Es braucht eben alles seine Zeit! Aber die nehme ich mir gerne!
Warum ich das alles erzähle?
Dieser Weg war echt hart und ich habe gelitten ohne Ende, körperlich wie psychisch. Ich hatte fast täglich heftige Schmerzen und konnte gar nichts mehr. ABER genau das habe ich leider gebraucht. Ich war so im Tun und im Außen beschäftigt, so im Müssen-Modus, dass ich zum Nichtstun und Herunterkommen, zum Loslassen und Vertrauen gezwungen werden musste. Hätte mein Körper nicht so radikale Maßnahmen ergriffen, wäre ich heute noch nicht auf dem Weg meines Herzens. Ich musste im wahrsten Sinne des Wortes zu meinem Glück gezwungen werden. Wie oft habe ich versucht, in den erträglichen Phasen wieder etwas zu tun, zu arbeiten, zu machen. Ich hatte sofort wieder das Gefühl, zu müssen, ohne zu wissen, was ich eigentlich muss. Und dann hat mich mein Körper wieder ausgeknockt. Immer und immer wieder. Bis ich es begriffen hatte. Im Leben geht es nicht nur ums Tun, es gibt auch das Gegenteil und das darf auch gelebt werden.
Dadurch, dass ich immer wieder in meinen Körper gefühlt habe, sei es, weil ich ein homöopathisches Mittel finden wollte und die Symptome genau kennen musste oder sei es in den ganzen Heilmeditationen, habe ich einen enorm guten Zugang zu mir bekommen. Ich bin wieder voll und ganz in der Eigenverantwortung für mich und meinen Körper. Ich kann sagen, was ich gerade brauche, was mir gut tut. Ich ACHTE auf mich, mehr denn je und immer noch mehr. Mein Körper muss mich nicht mehr zur Ruhe zwingen. Auch da habe ich die Verantwortung wieder komplett selber übernommen. Ich habe mich kennengelernt, wer ich wirklich bin, warum ich hier bin, was ich leben möchte, was ich brauche, welchen Rhythmus ich habe. Und vor allen Dingen habe ich durch meine Krankheit meine Medialität entdeckt, meine Fähigkeit mit Seelen Kontakt aufzunehmen, meine Kanäle wieder geöffnet, die so lange Zeit zugeschüttet waren. Ich bin so sensitiv und feinfühlig geworden und das ist genau mein Weg. Und dafür bin ich sooo dankbar! Mir, für meinen Mut und mein Durchhaltevermögen, meinem Partner, weil er mich gewähren hat lassen und mir immer vertraut hat, dass ich das richtige tue, meinem Körper, dass er genau die richtige Sprache gefunden hat, um es mich verstehen zu lassen, dem Leben, weil es einfach unbeschreiblich wundervoll und großartig ist. Meine Heilung war langwierig, vielschichtig und es brauchte mehrere Faktoren dazu. Aber ich würde den Weg wieder gehen. Die Geschenke, die ich dadurch bekommen habe, waren viel zu großartig, als dass ich sie am Wegesrand hätte liegen lassen wollen.
Jeder hat das Zeug dazu, seinen eigenen Weg zu gehen und seine Krankheit als Chance zu nutzen! Tut das, was für EUCH als richtig erscheint. Wenn ihr Heilung und vielleicht eine Alternative zur herkömmlichen Medizin wollt, dann wird es einen Weg geben. Meine Geschichte soll Mut machen! Es kann sich so sehr lohnen!!!!
| Foto: Anja Reiche |
Montag, 22. Juni 2015
Das vermeintliche Chaos - die Vorstufe zu neuer Klarheit
Ihr Lieben da draußen, die ihr euch alle aufgemacht habt, euren eigenen Weg zu gehen. Haltet durch!!! Auch wenn euch gerade das pure Chaos überkommt, nichts mehr passt, ihr zweifelt, wieder im Nebel zu stehen scheint und gerade mal wieder nicht wisst, was richtig und falsch für euch ist. Diese Phasen gehören dazu und sind völlig normal. Diese Phasen in denen mehr Fragezeichen um eure Köpfe schwirren als Ausrufezeichen. Die Phasen, in denen ihr mal wieder nicht wisst, wer ihr eigentlich seid und sein wollt. Ich kenne das nur zu gut. Gestern schien noch alles so klar und logisch. Mein Weg hat sich vor mir ausgebreitet, ich war entspannt und zuversichtlich, nichts schien mich aus der Bahn werfen zu können. Und dann wache ich am nächsten Morgen auf und nichts ist klar. Nichts liegt deutlich vor mir und ich bin weder Fisch noch Fleisch. Alles ist doof, nichts ist stimmig. Und irgendwie fühlt es sich an, als wäre man wieder bei Null!
Doch alles ist gut. Auch Unklarheit, Verwirrung und Chaos wollen gefühlt werden und da sein dürfen. Auch sie dürfen ausgehalten und gelebt werden. Sie sind die Vorstufen zu neuer Klarheit. Etwas sortiert sich neu. Stell dir vor, viele Teile bilden ein bestimmtes Muster und dann möchtest du ein neues Muster legen. Bis da jedes Teil wieder an seinem neuen Platz liegt, scheint erstmal Chaos zu herrschen, dabei gibt es das neue Muster gedanklich schon und das Chaos, während du die Einzelteile hin und her schiebst, ist nur eine Neuordnung. Lass es einfach da sein, dieses Chaos, diesen Unmut, diese Verwirrung. Der Nebel lichtet sich schon wieder...
Alexander Lauterwasser ist Wasserforscher. Er beschallt Wasser mit unterschiedlichen Frequenzen. Das Wasser bildet dabei wunderschöne Muster. Verändert er die Frequenz, entsteht ein vermeintliches Chaos und das Wasser sortiert sich zu einem neuen wunderschönen Muster. Wenn sich deine Schwingung verändert, dann muss sich auch erst wieder alles (vor allem auch das viele Wasser in deinem Körper) zu einem neuen Muster sortieren. Das ist nur logisch. (Hier ein Video über ihn und seine Arbeit - sehr faszinierend: https://youtu.be/Ndzf59ZM5Tk)
Diese Sicht der Dinge hilft mir enorm, Verwirrung zu akzeptieren. Wir müssen nicht immer wissen, wo es lang geht. Wir dürfen unlogisch, verwirrt, schlecht gelaunt, hin- und hergerissen sein. Auch das geht vorrüber. Wie bei allem im Leben, gibt es auch hier ein "danach". Verliert nicht den Mut! Der rote Faden zeigt sich schon wieder. Morgen vielleicht, oder übermorgen... Halt zum passenden Zeitpunkt, wenn alles wieder auf die neue Schwingung eingestellt ist, neue Synapsen geknüpft sind, eure Seele wieder den nächsten Schritt vorbereitet hat. Habt Geduld!
Ich wünsche euch ganz viel Kraft und Mut in solchen Zeiten des Umbruchs!
Herzensgrüße von mir
Anja
Doch alles ist gut. Auch Unklarheit, Verwirrung und Chaos wollen gefühlt werden und da sein dürfen. Auch sie dürfen ausgehalten und gelebt werden. Sie sind die Vorstufen zu neuer Klarheit. Etwas sortiert sich neu. Stell dir vor, viele Teile bilden ein bestimmtes Muster und dann möchtest du ein neues Muster legen. Bis da jedes Teil wieder an seinem neuen Platz liegt, scheint erstmal Chaos zu herrschen, dabei gibt es das neue Muster gedanklich schon und das Chaos, während du die Einzelteile hin und her schiebst, ist nur eine Neuordnung. Lass es einfach da sein, dieses Chaos, diesen Unmut, diese Verwirrung. Der Nebel lichtet sich schon wieder...
Alexander Lauterwasser ist Wasserforscher. Er beschallt Wasser mit unterschiedlichen Frequenzen. Das Wasser bildet dabei wunderschöne Muster. Verändert er die Frequenz, entsteht ein vermeintliches Chaos und das Wasser sortiert sich zu einem neuen wunderschönen Muster. Wenn sich deine Schwingung verändert, dann muss sich auch erst wieder alles (vor allem auch das viele Wasser in deinem Körper) zu einem neuen Muster sortieren. Das ist nur logisch. (Hier ein Video über ihn und seine Arbeit - sehr faszinierend: https://youtu.be/Ndzf59ZM5Tk)
Diese Sicht der Dinge hilft mir enorm, Verwirrung zu akzeptieren. Wir müssen nicht immer wissen, wo es lang geht. Wir dürfen unlogisch, verwirrt, schlecht gelaunt, hin- und hergerissen sein. Auch das geht vorrüber. Wie bei allem im Leben, gibt es auch hier ein "danach". Verliert nicht den Mut! Der rote Faden zeigt sich schon wieder. Morgen vielleicht, oder übermorgen... Halt zum passenden Zeitpunkt, wenn alles wieder auf die neue Schwingung eingestellt ist, neue Synapsen geknüpft sind, eure Seele wieder den nächsten Schritt vorbereitet hat. Habt Geduld!
Ich wünsche euch ganz viel Kraft und Mut in solchen Zeiten des Umbruchs!
Herzensgrüße von mir
Anja
| Foto: Anja Reiche |
Dienstag, 16. Juni 2015
11 Möglichkeiten, um seine Intuition anzuzapfen
Viele wünschen sich einen guten Zugang zu ihrer Intuition und hätten gerne ein ausgeprägtes Bauchgefühl. Dass das manchmal nicht einfach ist, gerade wenn der Verstand noch ziemlich laut und vordergründig ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Früher war sich selbst ein Pendel zu schade, um auf mich zu reagieren. ;) Ich war einfach zu und völlig verkopft. Nach und nach habe ich mich dann durchgearbeitet zu meiner Intuition und zu mir. Welche "Methoden" mir so geholfen habe, will ich euch heute gerne erzählen. Es gibt so viele Hilfsmittel und Möglichkeiten der Unterstützung.
1. Engelkarten/Orakelkarten ziehen
So hat es angefangen mit mir und meiner Intuition. Als allererstes hatte ich die Engelkarten von Diana Cooper. Immer, wenn mich ein Thema umtrieb, eine Entscheidung anstand oder irgendwas nicht rund gelaufen ist, habe ich die Engel befragt und um eine passende Karte gebeten. Und ich kann sagen, dass ich immer, wirklich immer die passende Karte gezogen habe und mehr als einmal der Groschen gefallen ist. Manchmal habe ich die Karte auch nicht gleich verstanden. Dann habe ich die Engel gebeten, dass sie mir helfen sollen, die Karte zu verstehen und ich konnte mich darauf verlassen, dass mir in den nächsten Stunden alles klar wurde.
Es gab Zeiten, da habe ich wirklich mehrere Karten am Tag gezogen, weil so viel in mir herumwirbelte. Ich bin noch nicht mal ohne die Karten im Gepäck für längere Zeit weggefahren. Und selbst auf einem Rhetorikseminar hatte ich sie dabei und sie lieferten mir den ausschlaggebenden Impuls für mein Thema für eine Kurzrede. Ich sprach über "Zufälle" und berührte die anderen Teilnehmer sehr.
Mit der Zeit sind noch einige Kartensets dazugekommen. Ich benutze sie noch heute. Welche das sind, seht ihr in "meine Buchempfehlungen" ganz unten.
2. Mögliche Lösungen auf Zettel schreiben und sich draufstellen
Eine weitere Möglichkeit sein Inneres zu befragen, ist diese Methode. Sie ist vor allen Dingen bei Entscheidungen sehr zu empfehlen. Schreibe alle möglichen Lösungsszenarien auf Zettel. Ein Ansatz auf je einen Zettel. Schreibe auch je einen Zettel mit "Mehrere Möglichkeiten können richtig sein." und "Keine dieser Möglichkeiten ist die richtige." Lege die Zettel mit der Rückseite nach oben und mische sie gut. Stelle sicher, dass nicht die Schrift durchschimmert oder du auf andere Art "schummeln" kannst. (Du würdest dich in dem Fall nur selber beschummeln.) Dann verteile die Zettel mit einigem Abstand auf dem Boden. Stelle dich nun am besten barfuß nacheinander auf die einzelnen Zettel und schließe die Augen. Spüre genau hin, wie es dir auf diesem Zettel geht. Kannst du hier gut und sicher stehen oder verlierst du das Gleichgewicht? Wackeln dir vielleicht die Knie? Oder zieht es unangenehm in den Beinen? Kannst du tief atmen oder bekommst du eher keine Luft mehr? Fühlt es sich hell oder dunkel an? Stehst du gerne da oder möchtest du lieber weg? Die Wahrnehmungen sind so vielfältig wie die Menschen. Es gibt keine falschen Wahrnehmungen. Der Zettel, auf dem du dich am wohlsten fühlst, beinhaltet sehr wahrscheinlich die für dich richtige Lösung. Natürlich gibt es dafür keine Garantie. Solltest du dich auf dem Zettel am wohlsten fühlen, auf dem steht "Keine dieser Möglichkeiten ist richtig.", dann gibt es wohl noch einen anderen Weg, der dir bis dahin noch nicht eingefallen ist. Öffne dich für eine neue Möglichkeit und vertraue. Sie wird sich zum passenden Zeitpunkt zeigen.
3. Assoziationskette nach Edward de Bono
Diese Methode liebe ich. Ich habe sie bei meiner Ausbildung zur Entspannungspädagogin kennen- und schätzengelernt. Zur besseren Erklärung, sieh dir das folgende Bild an.
Nimm dir einfach ein weißes Blatt Papier und setze dich an einen ruhigen Ort, an dem du nicht gestört wirst. Mir hat es anfangs bei dieser Übung immer geholfen, Entspannungsmusik anzumachen. Jetzt hab ich es lieber still. Richte es dir so ein, dass es für dich stimmig ist und du deine Gedanken hören kannst. Auf dem Bild siehst du die Assoziationskette aufgemalt. In das oberste Feld schreibst du dein Thema, in dem du neue Ansätze, Klarheit oder Impulse brauchst. Das könnte z. B. deine Berufung sein. Wichtig ist, dass du das Thema auf ein Wort reduzierst (oder zumindest auf ganz wenige Worte). Dann schließe die Augen und jongliere dieses eine Wort immer wieder hin und her, befühle es, schmecke es gedanklich und lass es immer wieder kreisen, bis dir ein erstes weiteres Wort dazu einfällt. Nimm wirklich das erste Wort, was dir dazu einfällt, ohne es mit dem Verstand zu zensieren. Dieses neue Wort schreibst du dann in das Feld mit der 1. Dann gehst du wieder in dich und lässt erneut, dein Thema kreisen, hier "Berufung". Wenn dir das nächste Wort dazu in den Sinn kommt, schreibst du es in das Feld mit der Nummer 2. Dieses Spiel wiederholst du, bis du vier Wörter gefunden hast, die dir zu deinem Oberbegriff eingefallen sind. Nun nimmst du die Wörter aus dem Feld 1 und 2 und lässt diese in Gedanken wieder kreisen. Dieses Mal beide zusammen. Fühle welches Wort dir zu diesen beiden Wörtern zusammen einfällt. Das, was als erstes hochkommt, schreibst du in das Feld mit der Nr. 5. Nun nimmst du die Wörter von Feld 3 und 4 und machst das ganze nochmal. Welches Wort fällt dir zu diesen beiden Wörtern ein? Den Begriff schreibst du dann in das Feld mit der Nr. 6. Nun nimmst du die beiden Wörter von Feld 5 und 6 und lässt diese gemeinsam in deinem Kopf kreisen, schmeckst sie zusammen auf der Zunge und lässt dich darauf ein, dass dich diese beiden Begriffe wieder zu einem neuen führen. Wenn du das neue Wort hast, schreibst du es, in das Feld mit der Nr. 7. Nun hast du die derzeitige Essenz zu deinem Ursprungsthema. Im Laufe der Übung hast du dich darauf eingelassen, dich immer mehr von deinem eigentlichen Thema zu entfernen und dennoch wird in dem Feld ganz unten ein Wort stehen, das schon so manchen Aha-Effekt ausgelöst hat.
Hier meine Essenz zum Thema Entspannung aus dem Jahr 2011:
Entspannung war damals für mich Gottvertrauen und das kann ich heute noch unterschreiben. Eine wirklich wunderbare Übung!
4. Unterschiedliche Möglichkeiten befühlen unter dem Gesichtspunkt "Was gibt mir Leben? - Was lässt mich sterben?"
Diese Art der Fragestellung habe ich mal in einem Vortrag gehört. Ich kann euch beim besten Willen nicht mehr sagen, von wem sie stammt, aber die Fragen haben mich total angesprochen. Nimm die einzelnen Möglichkeiten, die du im Moment hast, wenn es eine Entscheidung zu treffen gilt und wäge sie mit den oben genannten Fragen ab. Bei welcher Möglichkeit fühlst du dich lebendig? Bei welcher hast du eher das Gefühl, dass du stirbst und dir Energie gezogen wird? Was fühlt sich frei, hell und leicht an und was schwer, dunkel, drückend? Ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass du das wählen solltest, was dir Leben gibt. ;)
5. Unterschiedliche Möglichkeiten befühlen bezüglich "Wie fühlt es sich an, wenn ich es nicht tue?"
Manchmal reicht es schon, zu wissen, was man nicht möchte. Hier gilt es wieder die einzelnen Möglichkeiten bei anstehenden Entscheidungen durchzugehen. Diesmal stell dir vor, wie es wäre, wenn du die Dinge NICHT tun würdest, wenn du dich dagegen entscheiden würdest. Wie fühlt es sich an, wenn du dir das Leben mit einer Entscheidung GEGEN die einzelnen Möglichkeiten vorstellst? Wie wäre es, OHNE die Bewerbung zu schreiben? Wie wäre es, OHNE das bestimmte Auto, Kleid, den Urlaub, den Partner? Wenn sich das OHNE falsch anfühlt, dann könnte es durchaus sein, dass du dich FÜR die Dinge entscheiden solltest. ;)
6. Das Universum um eine Antwort bitten und wissen, dass sie einem gegeben wird.
Wie ihr wisst, glaube ich an eine höhere Führung durch meine Seele, mein Herz, das Universum, nenn es, wie du willst. Für mich ist klar, dass meine Seele den Weg kennt und sie genau weiß, wozu ich hier bin. Also weiß sie auch, was gerade zuträglich für mich und meinen Weg ist und was nicht. Folglich kann sie mir auch Fragen diesbezüglich beantworten. Wenn ich also wissen möchte, ob etwas gerade passend ist, oder was denn überhaupt passend wäre, dann stelle ich eine entsprechende Frage z. B. "Wie sieht meine Berufung aus?" und bitte meine Seele, das Leben, etc. um Antwort. In den nächsten Stunden und Tagen wird sich die Antwort auf die unterschiedlichste Weise zeigen. Ich lese z. B. einen entsprechenden Zeitungsartikel, ich bekomme eine Bemerkung von einem Menschen, höre einen Liedtext, lese eine Passage in einem Buch oder die Antwort plumpst mir einfach in den Kopf und ich weiß es plötzlich. Das hat schon sehr oft funktioniert.
7. In den inneren Raum gehen und mit dem Problem, dem Gefühl, der Person, der Frage Kontakt aufnehmen
Wir bewegen uns langsam in den Regionen für Fortgeschrittene. ;) Ich meditiere sehr viel und habe die Erfahrung gemacht, dass alle Antworten in uns selbst zu finden sind. Überraschung! Das hat der ein oder andere sicher schon mal gehört. ;) Inspiriert wurde ich hier von dem Ansatz von Robert Betz. Er beschreibt es so, dass wir uns vorstellen sollen, in unseren inneren Raum zu gehen. Ich habe da immer ein Bild in mir, dass ich gedanklich in meinem Kopf in den Aufzug steige und damit nach unten in mein Unterbewusstsein fahre. Wenn ich unten (bei mir ca. auf Höhe des Solarplexus) angekommen bin, steige ich aus dem Aufzug aus und bin in meinem inneren Raum. Dort bin ich der Chef und ich kann mir in den Raum holen, wen oder was ich mag. Dort unten gelten meine Regeln. Hier hatte ich schon Kontakt mit meinem inneren Antreiber, mit meinen Eltern, mit meinen Gefühlen der Wut und der Ohnmacht. Egal, um was es geht, lade die Dinge in deinen inneren Raum ein und schaue, wer oder was zur Tür hereinkommt. Bei mir nimmt so ziemlich alles Gestalt an und ich schaue mir die Dinge sehr genau an. Wie sehen sie aus? Was machen sie mit mir? Wie fühlen sie sich selbst? Dann frage ich, was sie mir Gutes tun wollen, warum die Situation so ist, wie sie ist, was mein Anteil daran ist. Was das unangenehme Gefühl wie z. B. die Angst, braucht, um gehen zu können. So habe ich schon die wunderbarsten Erkenntnisse gehabt.
Mehr über Robert Betz findet ihr hier: http://robert-betz.com/
8. Innere Leinwand aufspannen und schauen, was sich zeigt
Eine Alternative zum inneren Raum ist diese Leinwand. Du kannst dir z. B. vorstellen, du spannst eine Leinwand vor deinem inneren Auge auf und schaust welche Bilder zu deinem Thema sich zeigen. Wie in einem Kino kannst du dann zusehen, was sich da abspielt. Warte einfach, was sich dir zeigen mag. Auch hier kannst du die Fragen stellen, die ich bei Punkt 7 schon erwähnt habe. Auf jede Frage gibt es eine Antwort. Vielleicht nicht gleich, aber bestimmt zum passenden Zeitpunkt. ;) Diesen Ansatz habe ich ebenfalls von Robert Betz.
9. Die Frage stellen "Was muss ich jetzt wissen?"
Auch Louise L. Hay hat mich zu einer wunderbaren Herangehensweise inspiriert. In einem ihrer Bücher schreibt sie darüber, dass sie sich selbst oft zum Meditieren hinsetzt und die Frage stellt "Was muss ich jetzt wissen? Was ist genau jetzt wichtig für mich?" Mit dieser Methode habe ich auch schon oft erfolgreich gearbeitet und manchmal haben sich Dinge gezeigt, die mit meinem "Problem" gar nichts zu tun hatten. Dann war eben gerade etwas anderes wichtiger.
Mehr über Luoise L. Hay findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Louise_Hay
10. Energie aufsteigen lassen - schauen wo sich die Energie in der Matrix befindet
Diesen Ansatz habe ich von Bodo Deletz. Ich gebe hier das weiter, was ich verstanden habe und mir zu Nutzen gemacht habe. Vielleicht ist mein Umgang damit auch schon etwas abgeändert und auf mich zugeschnitten. Ich picke mir ja von allem immer das heraus, was gerade für mich passend ist. ;) Bodo Deletz befasst sich seit vielen, vielen Jahren mit Wegen zum Glück und zur Zufriedenheit. Er ist in der Lage die Aura von Menschen zu sehen und hat auf diese Weise herausgefunden, wo in der Aura (oder auch Seele oder Matrix - ich persönlich verwende die Begriffe gleichbedeutend) sich welche Energie aufhält. Ihr könnt euch eine Energiesäule vorstellen, die vertikal, also aufrecht, vor euch steht. Sie reicht weit über euren Kopf hinaus und weit unter euren Füßen in die Erde. Wenn ihr nun ein bestimmtes Thema oder Problem habt, dann könnt ihr vor euren geistigen Augen mal schauen, wo auf dieser Säule sich die Energie des Problems befindet. Negative und belastende Energien befinden sich eher unten, positive und befreiende Energien eher oben. Mit dieser Methode habe ich schon öfter festgestellt, dass angebliche "Probleme" schon ziemlich weit oben angesiedelt waren und gar nicht mehr so schwer und belastend waren, wie ich sie eigentlich empfunden habe. Dadurch, dass ich mir die Energie angeschaut habe, hat sie oft schon angefangen sich zu verändern, sich zu lösen und weiter "aufzusteigen". Dann kam ich noch mehr in die Klärung und hatte auch Erkenntnisse darüber, wo noch der Haken war und was zur vollständigen Lösung nötig ist. Auch hier ist manchmal Geduld gefragt. Wenn die Energie in dem Moment noch nicht aufsteigen mag, dann ist das eben so. Wie immer geschieht alles zur richtigen Zeit.
Mehr zu Bodo Deletz findest du hier: https://www.bodo-deletz-akademie.de/
11. Verstand in Urlaub schicken
Bei all diesen "Methoden" und Herangehensweisen kann einem der Verstand noch das ein oder andere Schnippchen schlagen. Da kann es helfen, den Verstand einfach mal in Urlaub zu schicken. Und das meine ich wörtlich. Vor diesen Übungen, egal welcher, könnt ihr wirklich eurem Verstand danken, denn er hat seine Berechtigung und eine wichtige Rolle, ihn aber bezüglich eures Themas in Urlaub schicken. Schickt ihn gedanklich an einen Ort, an dem er sich wohlfühlt und sich erholen kann. Legt ihn z. B. in eine Hängematte auf einer wunderschönen Insel, drückt ihm einen Cocktail in die Hand und erlaubt ihm, dass er sich ausruht. Es gibt Themen, da hat der Verstand einfach nichts mitzureden und ihr seid mit eurem Herzen besser beraten. Auch ich habe meinen Verstand schon sehr erfolgreich in Urlaub geschickt. Das kann wirklich helfen.
So nun wünsche ich euch ganz wundervolle Erlebnisse auf dem Weg zu eurer Intuition. Um so öfter, ich solche Übungen gemacht habe, um so leichter ist es gefallen, um so deutlicher wurden die Bilder und um so klarer die Zusammenhänge. Das alles ist wie ein Muskel, der trainiert werden möchte. Habe ich früher erstmal eine halbe Stunde gebraucht, um überhaupt Ruhe in den Kopf zu bekommen, kommen heute die Erkenntnisse im Vorbeigehen. Trance ist kein Hexenwerk. Heute kann ich während einer Meditation auch mal aufs Klo gehen und nachher nahtlos da ansetzen, wo ich aufgehört habe. Oft nehme ich auch im Bett, kurz vor dem Einschlafen, noch mit meinen Themen Kontakt auf und "spreche" noch mit ihnen. Diese Übungen sind mir so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es wirklich nur so flutscht. Das ist alles ganz normal für mich geworden und ich muss es mir nicht mehr extra ins Gedächtnis rufen und es wird immer einfacher...
Gutes Gelingen!
Anja
1. Engelkarten/Orakelkarten ziehen
So hat es angefangen mit mir und meiner Intuition. Als allererstes hatte ich die Engelkarten von Diana Cooper. Immer, wenn mich ein Thema umtrieb, eine Entscheidung anstand oder irgendwas nicht rund gelaufen ist, habe ich die Engel befragt und um eine passende Karte gebeten. Und ich kann sagen, dass ich immer, wirklich immer die passende Karte gezogen habe und mehr als einmal der Groschen gefallen ist. Manchmal habe ich die Karte auch nicht gleich verstanden. Dann habe ich die Engel gebeten, dass sie mir helfen sollen, die Karte zu verstehen und ich konnte mich darauf verlassen, dass mir in den nächsten Stunden alles klar wurde.
Es gab Zeiten, da habe ich wirklich mehrere Karten am Tag gezogen, weil so viel in mir herumwirbelte. Ich bin noch nicht mal ohne die Karten im Gepäck für längere Zeit weggefahren. Und selbst auf einem Rhetorikseminar hatte ich sie dabei und sie lieferten mir den ausschlaggebenden Impuls für mein Thema für eine Kurzrede. Ich sprach über "Zufälle" und berührte die anderen Teilnehmer sehr.
Mit der Zeit sind noch einige Kartensets dazugekommen. Ich benutze sie noch heute. Welche das sind, seht ihr in "meine Buchempfehlungen" ganz unten.
2. Mögliche Lösungen auf Zettel schreiben und sich draufstellen
Eine weitere Möglichkeit sein Inneres zu befragen, ist diese Methode. Sie ist vor allen Dingen bei Entscheidungen sehr zu empfehlen. Schreibe alle möglichen Lösungsszenarien auf Zettel. Ein Ansatz auf je einen Zettel. Schreibe auch je einen Zettel mit "Mehrere Möglichkeiten können richtig sein." und "Keine dieser Möglichkeiten ist die richtige." Lege die Zettel mit der Rückseite nach oben und mische sie gut. Stelle sicher, dass nicht die Schrift durchschimmert oder du auf andere Art "schummeln" kannst. (Du würdest dich in dem Fall nur selber beschummeln.) Dann verteile die Zettel mit einigem Abstand auf dem Boden. Stelle dich nun am besten barfuß nacheinander auf die einzelnen Zettel und schließe die Augen. Spüre genau hin, wie es dir auf diesem Zettel geht. Kannst du hier gut und sicher stehen oder verlierst du das Gleichgewicht? Wackeln dir vielleicht die Knie? Oder zieht es unangenehm in den Beinen? Kannst du tief atmen oder bekommst du eher keine Luft mehr? Fühlt es sich hell oder dunkel an? Stehst du gerne da oder möchtest du lieber weg? Die Wahrnehmungen sind so vielfältig wie die Menschen. Es gibt keine falschen Wahrnehmungen. Der Zettel, auf dem du dich am wohlsten fühlst, beinhaltet sehr wahrscheinlich die für dich richtige Lösung. Natürlich gibt es dafür keine Garantie. Solltest du dich auf dem Zettel am wohlsten fühlen, auf dem steht "Keine dieser Möglichkeiten ist richtig.", dann gibt es wohl noch einen anderen Weg, der dir bis dahin noch nicht eingefallen ist. Öffne dich für eine neue Möglichkeit und vertraue. Sie wird sich zum passenden Zeitpunkt zeigen.
3. Assoziationskette nach Edward de Bono
Diese Methode liebe ich. Ich habe sie bei meiner Ausbildung zur Entspannungspädagogin kennen- und schätzengelernt. Zur besseren Erklärung, sieh dir das folgende Bild an.
Nimm dir einfach ein weißes Blatt Papier und setze dich an einen ruhigen Ort, an dem du nicht gestört wirst. Mir hat es anfangs bei dieser Übung immer geholfen, Entspannungsmusik anzumachen. Jetzt hab ich es lieber still. Richte es dir so ein, dass es für dich stimmig ist und du deine Gedanken hören kannst. Auf dem Bild siehst du die Assoziationskette aufgemalt. In das oberste Feld schreibst du dein Thema, in dem du neue Ansätze, Klarheit oder Impulse brauchst. Das könnte z. B. deine Berufung sein. Wichtig ist, dass du das Thema auf ein Wort reduzierst (oder zumindest auf ganz wenige Worte). Dann schließe die Augen und jongliere dieses eine Wort immer wieder hin und her, befühle es, schmecke es gedanklich und lass es immer wieder kreisen, bis dir ein erstes weiteres Wort dazu einfällt. Nimm wirklich das erste Wort, was dir dazu einfällt, ohne es mit dem Verstand zu zensieren. Dieses neue Wort schreibst du dann in das Feld mit der 1. Dann gehst du wieder in dich und lässt erneut, dein Thema kreisen, hier "Berufung". Wenn dir das nächste Wort dazu in den Sinn kommt, schreibst du es in das Feld mit der Nummer 2. Dieses Spiel wiederholst du, bis du vier Wörter gefunden hast, die dir zu deinem Oberbegriff eingefallen sind. Nun nimmst du die Wörter aus dem Feld 1 und 2 und lässt diese in Gedanken wieder kreisen. Dieses Mal beide zusammen. Fühle welches Wort dir zu diesen beiden Wörtern zusammen einfällt. Das, was als erstes hochkommt, schreibst du in das Feld mit der Nr. 5. Nun nimmst du die Wörter von Feld 3 und 4 und machst das ganze nochmal. Welches Wort fällt dir zu diesen beiden Wörtern ein? Den Begriff schreibst du dann in das Feld mit der Nr. 6. Nun nimmst du die beiden Wörter von Feld 5 und 6 und lässt diese gemeinsam in deinem Kopf kreisen, schmeckst sie zusammen auf der Zunge und lässt dich darauf ein, dass dich diese beiden Begriffe wieder zu einem neuen führen. Wenn du das neue Wort hast, schreibst du es, in das Feld mit der Nr. 7. Nun hast du die derzeitige Essenz zu deinem Ursprungsthema. Im Laufe der Übung hast du dich darauf eingelassen, dich immer mehr von deinem eigentlichen Thema zu entfernen und dennoch wird in dem Feld ganz unten ein Wort stehen, das schon so manchen Aha-Effekt ausgelöst hat.
Hier meine Essenz zum Thema Entspannung aus dem Jahr 2011:
Entspannung war damals für mich Gottvertrauen und das kann ich heute noch unterschreiben. Eine wirklich wunderbare Übung!
4. Unterschiedliche Möglichkeiten befühlen unter dem Gesichtspunkt "Was gibt mir Leben? - Was lässt mich sterben?"
Diese Art der Fragestellung habe ich mal in einem Vortrag gehört. Ich kann euch beim besten Willen nicht mehr sagen, von wem sie stammt, aber die Fragen haben mich total angesprochen. Nimm die einzelnen Möglichkeiten, die du im Moment hast, wenn es eine Entscheidung zu treffen gilt und wäge sie mit den oben genannten Fragen ab. Bei welcher Möglichkeit fühlst du dich lebendig? Bei welcher hast du eher das Gefühl, dass du stirbst und dir Energie gezogen wird? Was fühlt sich frei, hell und leicht an und was schwer, dunkel, drückend? Ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, dass du das wählen solltest, was dir Leben gibt. ;)
5. Unterschiedliche Möglichkeiten befühlen bezüglich "Wie fühlt es sich an, wenn ich es nicht tue?"
Manchmal reicht es schon, zu wissen, was man nicht möchte. Hier gilt es wieder die einzelnen Möglichkeiten bei anstehenden Entscheidungen durchzugehen. Diesmal stell dir vor, wie es wäre, wenn du die Dinge NICHT tun würdest, wenn du dich dagegen entscheiden würdest. Wie fühlt es sich an, wenn du dir das Leben mit einer Entscheidung GEGEN die einzelnen Möglichkeiten vorstellst? Wie wäre es, OHNE die Bewerbung zu schreiben? Wie wäre es, OHNE das bestimmte Auto, Kleid, den Urlaub, den Partner? Wenn sich das OHNE falsch anfühlt, dann könnte es durchaus sein, dass du dich FÜR die Dinge entscheiden solltest. ;)
6. Das Universum um eine Antwort bitten und wissen, dass sie einem gegeben wird.
Wie ihr wisst, glaube ich an eine höhere Führung durch meine Seele, mein Herz, das Universum, nenn es, wie du willst. Für mich ist klar, dass meine Seele den Weg kennt und sie genau weiß, wozu ich hier bin. Also weiß sie auch, was gerade zuträglich für mich und meinen Weg ist und was nicht. Folglich kann sie mir auch Fragen diesbezüglich beantworten. Wenn ich also wissen möchte, ob etwas gerade passend ist, oder was denn überhaupt passend wäre, dann stelle ich eine entsprechende Frage z. B. "Wie sieht meine Berufung aus?" und bitte meine Seele, das Leben, etc. um Antwort. In den nächsten Stunden und Tagen wird sich die Antwort auf die unterschiedlichste Weise zeigen. Ich lese z. B. einen entsprechenden Zeitungsartikel, ich bekomme eine Bemerkung von einem Menschen, höre einen Liedtext, lese eine Passage in einem Buch oder die Antwort plumpst mir einfach in den Kopf und ich weiß es plötzlich. Das hat schon sehr oft funktioniert.
7. In den inneren Raum gehen und mit dem Problem, dem Gefühl, der Person, der Frage Kontakt aufnehmen
Wir bewegen uns langsam in den Regionen für Fortgeschrittene. ;) Ich meditiere sehr viel und habe die Erfahrung gemacht, dass alle Antworten in uns selbst zu finden sind. Überraschung! Das hat der ein oder andere sicher schon mal gehört. ;) Inspiriert wurde ich hier von dem Ansatz von Robert Betz. Er beschreibt es so, dass wir uns vorstellen sollen, in unseren inneren Raum zu gehen. Ich habe da immer ein Bild in mir, dass ich gedanklich in meinem Kopf in den Aufzug steige und damit nach unten in mein Unterbewusstsein fahre. Wenn ich unten (bei mir ca. auf Höhe des Solarplexus) angekommen bin, steige ich aus dem Aufzug aus und bin in meinem inneren Raum. Dort bin ich der Chef und ich kann mir in den Raum holen, wen oder was ich mag. Dort unten gelten meine Regeln. Hier hatte ich schon Kontakt mit meinem inneren Antreiber, mit meinen Eltern, mit meinen Gefühlen der Wut und der Ohnmacht. Egal, um was es geht, lade die Dinge in deinen inneren Raum ein und schaue, wer oder was zur Tür hereinkommt. Bei mir nimmt so ziemlich alles Gestalt an und ich schaue mir die Dinge sehr genau an. Wie sehen sie aus? Was machen sie mit mir? Wie fühlen sie sich selbst? Dann frage ich, was sie mir Gutes tun wollen, warum die Situation so ist, wie sie ist, was mein Anteil daran ist. Was das unangenehme Gefühl wie z. B. die Angst, braucht, um gehen zu können. So habe ich schon die wunderbarsten Erkenntnisse gehabt.
Mehr über Robert Betz findet ihr hier: http://robert-betz.com/
8. Innere Leinwand aufspannen und schauen, was sich zeigt
Eine Alternative zum inneren Raum ist diese Leinwand. Du kannst dir z. B. vorstellen, du spannst eine Leinwand vor deinem inneren Auge auf und schaust welche Bilder zu deinem Thema sich zeigen. Wie in einem Kino kannst du dann zusehen, was sich da abspielt. Warte einfach, was sich dir zeigen mag. Auch hier kannst du die Fragen stellen, die ich bei Punkt 7 schon erwähnt habe. Auf jede Frage gibt es eine Antwort. Vielleicht nicht gleich, aber bestimmt zum passenden Zeitpunkt. ;) Diesen Ansatz habe ich ebenfalls von Robert Betz.
9. Die Frage stellen "Was muss ich jetzt wissen?"
Auch Louise L. Hay hat mich zu einer wunderbaren Herangehensweise inspiriert. In einem ihrer Bücher schreibt sie darüber, dass sie sich selbst oft zum Meditieren hinsetzt und die Frage stellt "Was muss ich jetzt wissen? Was ist genau jetzt wichtig für mich?" Mit dieser Methode habe ich auch schon oft erfolgreich gearbeitet und manchmal haben sich Dinge gezeigt, die mit meinem "Problem" gar nichts zu tun hatten. Dann war eben gerade etwas anderes wichtiger.
Mehr über Luoise L. Hay findet ihr hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Louise_Hay
10. Energie aufsteigen lassen - schauen wo sich die Energie in der Matrix befindet
Diesen Ansatz habe ich von Bodo Deletz. Ich gebe hier das weiter, was ich verstanden habe und mir zu Nutzen gemacht habe. Vielleicht ist mein Umgang damit auch schon etwas abgeändert und auf mich zugeschnitten. Ich picke mir ja von allem immer das heraus, was gerade für mich passend ist. ;) Bodo Deletz befasst sich seit vielen, vielen Jahren mit Wegen zum Glück und zur Zufriedenheit. Er ist in der Lage die Aura von Menschen zu sehen und hat auf diese Weise herausgefunden, wo in der Aura (oder auch Seele oder Matrix - ich persönlich verwende die Begriffe gleichbedeutend) sich welche Energie aufhält. Ihr könnt euch eine Energiesäule vorstellen, die vertikal, also aufrecht, vor euch steht. Sie reicht weit über euren Kopf hinaus und weit unter euren Füßen in die Erde. Wenn ihr nun ein bestimmtes Thema oder Problem habt, dann könnt ihr vor euren geistigen Augen mal schauen, wo auf dieser Säule sich die Energie des Problems befindet. Negative und belastende Energien befinden sich eher unten, positive und befreiende Energien eher oben. Mit dieser Methode habe ich schon öfter festgestellt, dass angebliche "Probleme" schon ziemlich weit oben angesiedelt waren und gar nicht mehr so schwer und belastend waren, wie ich sie eigentlich empfunden habe. Dadurch, dass ich mir die Energie angeschaut habe, hat sie oft schon angefangen sich zu verändern, sich zu lösen und weiter "aufzusteigen". Dann kam ich noch mehr in die Klärung und hatte auch Erkenntnisse darüber, wo noch der Haken war und was zur vollständigen Lösung nötig ist. Auch hier ist manchmal Geduld gefragt. Wenn die Energie in dem Moment noch nicht aufsteigen mag, dann ist das eben so. Wie immer geschieht alles zur richtigen Zeit.
Mehr zu Bodo Deletz findest du hier: https://www.bodo-deletz-akademie.de/
11. Verstand in Urlaub schicken
Bei all diesen "Methoden" und Herangehensweisen kann einem der Verstand noch das ein oder andere Schnippchen schlagen. Da kann es helfen, den Verstand einfach mal in Urlaub zu schicken. Und das meine ich wörtlich. Vor diesen Übungen, egal welcher, könnt ihr wirklich eurem Verstand danken, denn er hat seine Berechtigung und eine wichtige Rolle, ihn aber bezüglich eures Themas in Urlaub schicken. Schickt ihn gedanklich an einen Ort, an dem er sich wohlfühlt und sich erholen kann. Legt ihn z. B. in eine Hängematte auf einer wunderschönen Insel, drückt ihm einen Cocktail in die Hand und erlaubt ihm, dass er sich ausruht. Es gibt Themen, da hat der Verstand einfach nichts mitzureden und ihr seid mit eurem Herzen besser beraten. Auch ich habe meinen Verstand schon sehr erfolgreich in Urlaub geschickt. Das kann wirklich helfen.
So nun wünsche ich euch ganz wundervolle Erlebnisse auf dem Weg zu eurer Intuition. Um so öfter, ich solche Übungen gemacht habe, um so leichter ist es gefallen, um so deutlicher wurden die Bilder und um so klarer die Zusammenhänge. Das alles ist wie ein Muskel, der trainiert werden möchte. Habe ich früher erstmal eine halbe Stunde gebraucht, um überhaupt Ruhe in den Kopf zu bekommen, kommen heute die Erkenntnisse im Vorbeigehen. Trance ist kein Hexenwerk. Heute kann ich während einer Meditation auch mal aufs Klo gehen und nachher nahtlos da ansetzen, wo ich aufgehört habe. Oft nehme ich auch im Bett, kurz vor dem Einschlafen, noch mit meinen Themen Kontakt auf und "spreche" noch mit ihnen. Diese Übungen sind mir so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es wirklich nur so flutscht. Das ist alles ganz normal für mich geworden und ich muss es mir nicht mehr extra ins Gedächtnis rufen und es wird immer einfacher...
Gutes Gelingen!
Anja
| Foto: Anja Reiche |
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