Samstag, 28. Mai 2016

Ohnmacht darf sein - alles darf sein!

Ich habe die letzten Tage aufgehört, mich gegen das ohnmächtig sein zu wehren. Ich habe aufgehört zu kämpfen. Und dieses Loslassen fühlt sich extrem gut an. Über das Loslassen habe ich schon öfter geschrieben, aber ich hatte dazu noch nicht alles gesagt, weil mir noch nicht alles bewusst war. Meine neuesten Erkenntnisse will ich gerne mit euch teilen. ;) Loslassen heißt für mich auch, sein lassen. Es sein lassen, mich sein lassen, wie ich bin, alles sein lassen, wie es gerade ist, ohne es zu verurteilen oder zu bewerten.

Mit dem körperlichen Gefühl der Ohnmacht habe ich mich schon lange befasst und auch Freundschaft damit geschlossen. Dennoch kamen immer wieder Situationen, in denen ich mich total ohnmächtig gefühlt habe und es oft auch tatsächlich war. Das körperliche Gefühl konnte ich annehmen, aber das SEIN, das ohnmächtig SEIN habe ich abgelehnt und verurteilt. Das war mir so nicht klar. Facebook sei Dank, weiß ich es jetzt. Wofür Facebook nicht so gut ist. ;)

Es tut unheimlich gut, mir zu erlauben ohnmächtig zu sein. Das ist so befreiend!! Bei der Wut z. B. kann ich es immer gut haben, wenn sie da war/ist. Das körperliche Gefühl so wie das wütend SEIN ist völlig in Ordnung, auch wenn andere wütend sind, dann darf das sein und ich erinnere die Menschen gerne daran, dass dieses Gefühl und dieser Zustand Platz haben dürfen. Wenn aber jemand ohnmächtig ist oder zu sein scheint, wie z. B. mein Bruder oder meine Eltern, dann hab ich das immer verurteilt, weil man ja schließlich immer was machen kann. Und als dann neulich Facebook so rumgezickt hat und mich für einen Monat aus mir unerklärlichen Gründen für das Liken von Seiten blockiert hat, da war ich sowas von ohnmächtig und wütend darüber, dass ich nichts machen kann und dass mir niemand helfen kann. Du kannst dir gar nicht vorstelle, wie sehr mich das gewurmt hat. Alle Versuche, eine Erklärung zu finden, jeglicher Versuch mit dem Support von Facebook Kontakt aufzunehmen, verliefen im Sande. Ich konnte nichts tun, als hinnehmen, dass es nun mal für einen Monat so ist.

Ich hatte dann kurz drauf mit meiner Schwester telefoniert und ihr erzählt, dass es eigentlich nur die Technik schafft, mich so zu fuchsen, weil ich immer der Meinung bin "Geht nicht, gibt's nicht!". Und als ich ihr genau diesen Satz gesagt habe, ist dann der Groschen gefallen. Geht nicht, gibt's eben doch und das darf sein. Ich darf ohnmächtig sein. Dass mich diese Annahme, dann in meine tatsächliche Macht führt, steht auf einem anderen Blatt. Im Moment genieße ich einfach nur das ohnmächtig sein dürfen. So verrückt wie das klingt: Es ist befreiend und machtvoll, ohnmächtig sein zu dürfen. ♥

Sicher, ich kann immer etwas tun und etwas ändern und wenn es nur meine Einstellung zu mancher Sache ist. Und das habe ich damit getan. Ich habe meine Einstellung geändert. Es ist ein Unterschied, ob ich die Ohnmacht da sein lasse, ohne sie zu verurteilen oder zu bewerten und mich dann in aller Ruhe für die Macht entscheide, oder ob ich die Ohnmacht verfluche und auf Biegen und Brechen meine Macht haben will. Bei ersterem treffe ich eine Wahl zwischen zwei Möglichkeiten, die in ihrem Wert neutral sind. Bei letzterem wähle ich etwas und verurteile das andere, halte es für schlecht und nicht lebenswert. Ich sage mir, dass es nicht sein darf. Und es darf doch sein! Denn alles darf sein, alles hat seinen Platz und alles hat seine Berechtigung. Verurteile ich etwas, lehne ich es ab und darf mich dann nicht wundern, wenn es verstärkt in mein Leben drängt und Annahme und Liebe von mir will. So wie es all die Situationen getan haben, die mich an meine Ohnmacht erinnert haben. Sie will sein. Zu Recht! Das habe ich bezüglich der Ohnmacht tatsächlich verstanden und es tut unendlich gut, diesen Kampf aufgegeben zu haben. Es darf sie geben und es darf Menschen geben, die sie wählen.

Nicht die Dinge und Zustände halten uns fest, sondern wir halten die Dinge und Zustände damit fest, dass wir sie ablehnen. Lassen wir sie SEIN, da SEIN und nehmen sie in Liebe an, dann lassen wir sie los und sie können sich wandeln, transformieren und uns den Weg freigeben, um in ihr Gegenteil zu kehren. Aus Angst kann Liebe werden, aus Wut Kraft, aus Kleinheit Größe, aus Ohnmacht Macht!

♥ Es ist machtvoll, ohnmächtig sein zu dürfen! ♥

Generell ist es sehr entspannend, wenn alles da sein darf. Heute bin ich z. B. ziemlich matsch und es darf SEIN. Das wechselt die letzten Tage von "Ich hab Energie für fünf und reiße Bäume aus." zu "Ich krieg gar nichts gebacken und will einfach nur SEIN und atmen.". Heute ist B angesagt. ;)

Die letzten Wochen und Tage sind echt krass. Der Körper ziept mal hier und dann mal da. Mal der Darm, mal die Blase, mal die Zähne, mal der Rücken, mal stolpert das Herz. Alles immer nur ein bisschen. Ich lass es SEIN wie es ist. Der Ausschlag ist auch noch da. Mal mehr, mal weniger. Dennoch habe ich das sichere Gefühl, dass ich da, wo ich bin, genau richtig bin. Es ist ein inneres Wissen und lässt mich das alles sehr gelassen erleben. Es darf SEIN!

Die Energien und der stetige Schwingungsanstieg sind manchmal echt anstrengend und ich kann zeitweise förmlich merken, dass die Schwingung, die auf die Erde kommt und um mich ist, höher ist als die von meinem Körper und dass der sich erst anpassen muss. Das sind immer so Phasen. Gestern hab ich das wieder extrem gemerkt. Dann brauch ich auch ein Nickerchen und auch das darf SEIN.

Koste mal den Satz: Alles darf sein! Schmeckt er nicht wunderbar nach Freiheit?

Ich glaube tatsächlich, der größte Schritt in Richtung Los-LASSEN ist das SEIN LASSEN!

Damit sende ich euch Herzensgrüße und gehe jetzt wieder SEIN und atmen! ;)
Anja


Foto: Anja Reiche


Kommentare:

  1. Liebe Anja,

    es ist schon spannend und auch entspannend zu sehen, wie alles gleich schwingt, wie gerade alle irgendwie mit dem gleichen Thema konfrontiert werden und es allen ganz ähnlich geht.

    Die letzte Woche war für mich auch eine absolute Berg- und Talfahrt und das nicht nur, weil ich in Tirol im Urlaub war ;)
    Und auch ich merke immer mehr, wie gut das Sein-lassen oder Annehmen, wie ich es gerne nenne, tut.

    Ganz liebe Grüße, Dierk

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    1. Lieber Dierk,
      ja, es ist in der Tat faszinierend, wie kollektiv doch alles individuelle ist. Das Leben ist schon bemerkenswert. Meine Berg- und Talfahrt, wie du es so schön genannt hast, geht extrem weiter. Die letzten Tage und auch die kommenden sind eine Herausforderung. Transformation kann ganz schön anstrengend sein. Vielleicht magst du dazu meinen Artikel von heute lesen. Für mich ist es gerade sehr heftig.

      Herzensgrüße von mir
      Anja

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