Montag, 15. Februar 2016

Rückverbindung mit der Seele

"Nichts ist im Moment wichtiger und machtvoller 
als eine bewusste Verbindung mit der Seele!"

Was hat sich die Zeitqualität in den letzten Tagen und Wochen wieder verändert. Das wahre Wesen, unser wahrhaftigster Kern drängt nach vorne, ans Licht, will hervorbrechen, will durchbrechen. Vielleicht liegt es am nahenden Frühling, vielleicht an der stetig steigenden Schwingung auf der Erde, vielleicht an der Zeit, in der wir gerade leben. Eine Zeit des Wandels. Vielleicht ist es das Zusammenspiel aus all dem.

Ein neues Zeitalter bricht an, in dem das Licht zunehmend die Dunkelheit erhellt, in der die Menschen immer mehr nach wahrer Freiheit und einem Leben in Liebe und Leichtigkeit streben. Die meisten Seelen, die gerade in einem menschlichen Körper inkarniert sind, sehnen sich danach, dass der Mensch endlich dem Seelenplan folgen mag, dass die Seele mit Geist und Körper im Einklang lebt und all das erfahren kann, was sie sich ausgesucht hat für dieses Leben.

Die Seelen drängen immer mehr, versuchen den Menschen immer mehr auf die richtige Bahn zu lenken, mit den richtigen Zeichen umzulenken. Das mag sich derzeit in vielerlei Chaos und Schmerz äußern, Konflikten, Krankheiten, Verlusten, Trennungen. Vielen erscheint es vielleicht so, dass sich alles gegen sie verschworen hat. Vielmehr ist es aber so, dass die Seele uns einfach nur aus all den Situationen und Umständen befreien möchte, die nicht unserem wahren Wesen entsprechen. Situationen, in denen wir faule Kompromisse eingehen, in denen wir uns verbiegen und unser Herz verraten. Das duldet die Seele in dieser Zeit nicht mehr und löst uns von all dem, was unser Verstand bis dahin vielleicht als richtig erachtet hat, als augenscheinlich erstrebenswert. Tief in unserem Inneren wussten wir aber wahrscheinlich schon länger, dass z. B. die Wohnung nicht mehr die richtige war, der Partner nicht mehr passte, der Job uns nicht erfüllte, einige Freunde uns nicht mehr gut taten.

Hier geht die Seele im Moment rigoros vor. Es gibt kein Aufschieben mehr, kein Hinnehmen, keine falsche Rücksichtnahme. Die Seele strebt nach Erfüllung und Leichtigkeit in allen Lebensbereichen, nach Wahrhaftigkeit und sie selbst sein, danach, ihr wahres Wesen in allen Lebenslagen immer zum Ausdruck zu bringen, nach echt sein, nach Authentizität, nach gnadenloser Ehrlichkeit uns selbst gegenüber.

Viele können diesen Prozess vereinfachen. Dieses vermeintliche Chaos, der Schmerz und die Schwere müssen nicht sein. Gerade denen, bei denen es im Moment an allen Ecken und Enden zu zwicken scheint, kann ich nur eines raten: Verbindet euch wieder ganz bewusst mit eurer Seele. Verbindet euch wieder mit eurer ureigenen Kraft und Weisheit, die eurer Seele innewohnt. Der Seele zu folgen kann ganz einfach sein.

Sie kennt euren Weg, weiß, warum ihr hier seid, welche Erfahrungen ihr machen wollt. Sie kennt eure Herzenswünsche, eure tiefsten Sehnsüchte, eure größten Träume und genau die weißen euch den Weg, sind die Punkte auf eurem Seelenplan. Eure tiefste Sehnsucht kommt von eurer Seele. Die größten Herzenswünsche von euch sind die größten Herzenswünsche von eurer Seele. Was euch beim Gedanken daran mit größter Freude erfüllt, das will auch eure Seele mit euch erleben. Das ist euer Wegweiser. WIE das ganze in euer Leben kommt, richtet eure Seele für euch, ihr müsst euch nur dafür entscheiden, DASS ihr es wollt.


Doch wie geht das nun mit dieser Rückverbindung?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten.

1. Trefft eine ganz bewusste Entscheidung
Die Rückverbindung mit der Seele kann eine ganz bewusste Entscheidung sein, die ihr aus tiefstem Herzen trefft. Unser Leben wird durch unsere Entscheidungen gestaltet, unsere Entschlüsse sind kraftvolle Instrumente. Eine solche Entscheidung könnte lauten:

"Ich entscheide mich hier und jetzt dafür, meine Seele zum Anführer für mein Leben zu erklären. Ich entscheide mich dafür, ihr zu folgen. Sie kennt den Weg und weiß zu jeder Zeit alles, was gerade wichtig und zuträglich für mich und meine Entwicklung ist. Meine Seele will immer das Beste für mich. Dafür entscheide ich mich!"Schreibt diese oder ähnliche Worte auf, sprecht sie laut oder im Stillen für euch aus und dann überlasst alles weitere dem Leben, eurer Seele.


2. Geistig Kontakt mit der Seele aufnehmen
Ihr könnt eurer Seele auch in einer Meditation begegnen. Setzt euch hin und ladet eure Seele zu euch ein, in euren inneren Raum. Wartet wie sie sich euch zeigt, wie sie aussieht, welches Gefühl sie mitbringt. Reicht ihr nun im Geiste die Hände und sagt ihr, dass ihr ihr folgen wollt. Dass ihr bereit seit, sie voran gehen zu lassen und mit Körper, Geist und Seele in Harmonie zu leben. Schenkt ihr euer Vertrauen und lasst sie voraus gehen. Ladet eure Seele ein wieder voll und ganz in eurem Körper zu wohnen, gebt ihr vertrauensvoll die Macht über die Geschehnisse in eurem Leben. Sie wird es richten und alles fügen. Sagt eurer Seele in dieser Begegnung alles, was ihr ihr sagen wollt. Ihr könnt ihr auch eure Ängste mitteilen oder Fragen stellen. Wartet einfach ab und lauscht, was die Seele euch für Antworten gibt. Und die Antworten werden kommen. Wenn sie nicht direkt bei dieser inneren Begegnung kommen, dann seit sicher, dass sie euch in den Stunden und Tagen nach dieser Begegnung gegeben werden, auf welche Art auch immer. Haltet einfach Augen und Ohren offen.

Begegnet eurer Seele so oft wie es euch gut tut und immer dann, wenn euch danach ist. Bleibt einfach im steten Kontakt.


3. Ballast verabschieden und alles der Seele, dem höheren Selbst übergeben

Stell dir vor, dass du all den Ballast, der dich gerade schwer macht und plagt in ein Boot legst, das am Ufer eines Sees oder Meeres liegt. Werfe alles in das Boot, dass drückt und dich nach unten zieht, alles, was du verabschieden möchtest. Wenn alles im Boot ist, dann gib ihm einen ordentlichen Schubs und schiebe es aufs offene Wasser hinaus. Wenn es ein Stück weggetrieben ist, dann nimm einen Bogen und einen brennenden Pfeil und schieße ihn in Dankbarkeit und Liebe ins Boot, damit es Feuer fängt und mit dem Boot auch der Ballast. Lass all das Schwere durch die Flammen aufsteigen und zurück zur Quelle kehren. Schaue der brennenden Reinigung vom Ufer aus zu. Wenn du magst, setz dich hin und spüre, wie dir leichter wird, spüre wie mehr und mehr Platz in deinem Leben wird, Platz für das, was wirklich wichtig für dich ist. Übergib nun alles dem Leben, deinem höheren Selbst, deinem Schutzengel, Mutter Erde oder wem auch immer du vertraust. Sie alle wollen das für dich, was deine Seele für dich will. Vielleicht magst du innerlich die folgenden Worte sprechen:

"Ich übergebe die Führung nun dem Leben selbst, meinem höheren Bewusstsein, meiner Seele, Mutter Erde und allen Geistwesen, die dafür da sind, mich zu führen und zu begleiten. Ich lasse los und vertraue dem Leben, dass es mich versorgt und mir zu jeder Zeit das schenkt, was gerade gut und richtig für mich ist!"

Bleib so lange am Ufer sitzen, wie du es für richtig erachtest und dann kehre wieder zurück in dein Leben und genieße die neue Leichtigkeit. Wiederhole das Ritual gerne so oft, wie du noch Ballast abzugeben hast.


Ihr Lieben, ich wünsche euch wunderbare Begegnungen mit euren Seelen und der höheren Führung. Ich wünsche euch Wunder und Leichtigkeit, pure Freude am Sein, einen wahrhaften, erfüllenden Ausdruck eurer Selbst!!! Nichts ist im Moment wichtiger und machtvoller als eine bewusste Verbindung mit der Seele!

Ich würde mich unheimlich freuen, wenn ihr mir von euren Begegnungen mit euren Seelen und den Wundern in eurem Leben berichtet. Schreibt mir gerne Kommentare dazu! Was hat sich verändert? Wie geht es euch mit der Entscheidung, eurer Seele zu folgen?


Herzensgrüße von mir
Anja


PS: Hier findest du 11 weitere Tipps, um der inneren Stimme zu folgen: 11 Möglichkeiten, um seine Intuition anzuzapfen

Feiert Hochzeit mit eurer Seele, tanzt mit ihr, liebt sie!
Foto: Anja Reiche


PSS: Wenn du glaubst, dass du bei der Rückverbindung Hilfe benötigst, dann schau gerne hier: meine Gabe: Seelenlesen - Geistheilung

Mittwoch, 3. Februar 2016

Plötzlich wieder 16

Dafür hat die Gründung einer simplen WhatsApp-Gruppe zur Organisation eines Klassentreffens gereicht. Was für viele eine schöne Vorstellung ist - noch einmal 16 sein - wäre für mich quasi Höchststrafe. ;)

Seit ich gestern dieser Gruppe hinzugefügt wurde, überrollen mich Erinnerungen an die damals 16-Jährige, die unangenehmen Emotionen, die sie damals hatte. Es kommt mir vor, wie wenn diese 16-Jährige aus einem anderen Leben kommt, aus einem anderen Universum. 1998! Lichtjahre her...

Ich fühle die Einsamkeit von damals. Was war ich verloren, hatte irgendwie nirgends Halt. War verbogen bis aufs Unkenntliche und so unendlich weit weg von meinem wahren Wesen, von dem was ich wirklich wollte und wer ich wirklich war. Ich hatte ja noch nicht mal mehr eine Ahnung davon, was ich wirklich wollte. Zu sehr war ich damit beschäftigt, es anderen recht zu machen, die Bedürfnisse anderer zu erfülle, zu funktionieren. Ich war eingeschlossen in ein Korsett aus Anforderungen und Pflichten, aus Bedingungen und Erwartungen, wie ich zu sein hatte. Von mir, meiner Persönlichkeit war nichts mehr übrig...

Mit den Eltern gab es gefühlt ständig Stress und eigentlich keinen Rückhalt. Ich musste irgendwie immer zusehen, wie ich alleine klar komme. Selbst zum Abschlussball kamen sie zu spät, haben den Eröffnungstanz nicht gesehen. Die Landwirtschaft, das musste ich doch verstehen... Die Beziehung, die ich damals hatte, war geprägt von Eifersucht seitens meines Partners und unkontrollierbaren Anfällen davon. Es reichte schon aus, einen anderen Jungen nur zu grüßen, schon ging es wieder los. Während andere nach dem Schulabschluss mit Freunden Urlaub machten und ordentlich feierten, wollte ich das nicht, weil es nur Ärger bedeutet hätte. Mit meinem Partner, weil er es gehasst hätte, wenn ich alleine weggefahren wäre, mit meinen Eltern, die das wahrscheinlich genauso wenig gut gefunden hätten und dann hätte ich sie ja noch um Geld dafür bitten müssen. Vielleicht hätte ich es bekommen, aber die Diskussionen bis zum Erfolg wollte ich mir ersparen. Das Leben zu genießen habe ich sicherlich nicht von meinen Eltern gelernt. ;) Und um all dem Ärger aus dem Weg zu gehen, habe ich es einfach gelassen und bin zu Hause geblieben. Habe in meinen letzten Sommerferien wie gewohnt auf dem Hof geholfen und bin dann im September ins Berufsleben gestartet, um endlich mein eigenes Geld zu verdienen, auf niemanden mehr angewiesen zu sein, frei zu sein.

Wenn ich so zurückdenke, dann war das damals die dunkelste Zeit in meinem Leben. Ich fand das Leben zum Kotzen, jede Veränderung war eine Bedrohung für mich. Ich vermutete überall einen Angriff, vertraute niemandem, war nur damit beschäftigt mich vor Verletzungen zu schützen, taff zu wirken, cool, schlagfertig, nur nichts an mich ranzulassen, am besten alles unter Kontrolle zu haben. Angriff, das war meine beste Verteidigung. Das gelang mir recht gut. Meist wirkte ich wirklich souverän, wie wenn ich alles im Griff hätte, alles irgendwie schaffen würde. Ich hab auch alles immer irgendwie geschafft.

Abschluss als Schulbeste, einen begehrten Ausbildungsplatz in einer damals angesehen Firma, Führerschein mit null Fehlern, Ausbildung souverän gemeistert, wieder Klassenbeste. Aber in mir sah es ganz anders aus. Von Glück und Zufriedenheit, von Leichtigkeit und Lebensfreude war da keine Spur. Diese Jugendliche von damals war innerlich verwahrlost, emotional unterernährt, verlassen und verloren, vertraute niemandem, sah überall die Gefahr, fühlte sich von allem bedroht. Aus materieller Sicht hatte ich immer alles. Ich hatte immer genug zu Essen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und dafür bin ich dankbar. Und dennoch nährt das nicht die Seele, ersetzt das keine Zuneigung, keinen Zuspruch, keine Wärme, keine bedingungslose Liebe. Gefühlt war ich damals für meine Eltern eine Figur am Rande, die funktionieren musste, so wie sie es eben von mir erwarteten.

Und nun blicke ich zurück auf fast 18 Jahre, die seit meinem Schulabschluss vergangen sind, blicke zurück auf meine dunkelste Zeit und in mir jubiliert alles. Ich habe dieses vernachlässigte Wesen von damals geheilt, mein inneres Kind versorgt und mit Liebe satt gemacht. Ich habe Frieden in mir gemacht, mit meinen Eltern und mit allen, die mich augenscheinlich verletzt hatten. Sie wussten es nicht besser und haben nur meine tiefsten Überzeugungen bedient. Ich habe dieses Opfer-Täter-Spiel verlassen und begriffen, dass alles Gute aus mir kommt und dass ich mein Leben mit allem, was dazu gehört, selbst erschaffe. Ich habe mich all dem Schmerz gestellt und den Weg zurück gefunden ins Licht, in die Leichtigkeit, ins Glück, in die Gesundheit, in die Freiheit, zurück zu mir. Heute weiß ich, wer ich wirklich bin, was ich vom Leben will, warum ich hier bin. Ich weiß, dass ich alles, was ich brauche, in mir finde. Und ich bin so stolz auf mich!!! Wer hätte gedacht, dass ich diesen schwarzen, dunklen Sumpf wieder verlassen kann?

Wo damals kein Licht war, strahlt heute alles! Ich sag ja: 1998 - Lichtjahre her!!!


Foto: Anja Reiche



Montag, 1. Februar 2016

11 Fragen - 11 Antworten zu mir und meinem Blog


Heute gibt es einen etwas anderen Artikel als gewöhnlich und vielleicht erfahrt ihr etwas über mich, dass ihr noch nicht wusstet. ;) 11 Fragen - 11 Antworten!

Ich wurde zum Liebster Award nominiert und ich freue mich sehr!!! Bis vor kurzem wusste ich noch nicht einmal, dass es so was gibt. ;)

Der Liebster Award ist eine Aktion unter Bloggern, die helfen soll neuere und noch unbekannte Blogs bekannter zu machen. Er ist aber auch dafür da, dass schon bekanntere Blogschätze noch bekannter werden. Da nehme ich doch wirklich gerne teil und bedanke mich bei der lieben Andrea Braun von sunshineladytest für die Nominierung (auch wenn ich es erst heute gecheckt habe). ;)

Da die nominierten Blogger einige Fragen beantworten, erfährt man einiges mehr über den Autor, der hinter einem Blog steckt. Das finde ich persönlich sehr reizvoll und außerdem LIEBE ich Interviews. Irgendwie haben die eine magische Anziehungskraft auf mich. Ich könnte aller Welt immerzu die brennendsten Fragen der Menschheit beantworten, darüber philosophieren und  ganz in den Gedankengängen aufgehen. ♥

Nun aber zurück zum Award. Ich werde also nun die elf Fragen beantworten, die mir die liebe Andrea gestellt hat. Anschließend werde ich Blogger nominieren, deren Blogs mir einfach ans Herz gehen und die es verdienen, mehr Leser zu bekommen. Diesen Bloggern werde ich ebenfalls elf Fragen stellen. Die ausführlichen Regeln/den Leitfaden findet ihr ganz unten.


1.) Wann hast du begonnen zu bloggen?
Ich habe im April 2015 angefangen zu bloggen, davor aber schon sehr lange mit dem Gedanken gespielt, mich übers Bloggen informiert und mir ein bisschen Background angeeignet. (Da kam wieder die Perfektionistin durch, die bei der Einschulung am besten schon lesen können will!) Und im April letzten Jahres hatte ich dann endlich den Mut, mit meiner Geschichte und allem, was mich ausmacht, an die Öffentlichkeit zu gehen.

2.) Was motiviert dich und lässt dich dran bleiben?
Das Schöne ist, dass ich mich gar nicht dazu zwingen muss, dranzubleiben, denn mich mitzuteilen, ist ein ganz tiefes Bedürfnis. Was ich auf meinem Weg zurück zu mir erfahren und begriffen habe, will einfach in die Welt. Oft genug hatte ich das Gefühl, dass ich ganz alleine dastehe. Und deshalb möchte ich anderen, die auch auf ihrem Weg sind und vielleicht manchmal zweifeln, mit meiner Geschichte Mut machen und ihnen zeigen, dass es da noch mehr Menschen gibt, die irgendwie "anders" sind.

3.) Wie lautet deine Message, was möchtest du in der Welt verbreiten?

Das Leben ist einfach wunderbar, wenn man mal verstanden hat, wie es wirklich "funktioniert" und warum wir hier sind. Doch am meisten liegt mir am Herzen, dass immer mehr Menschen ihr wahres Wesen zum Ausdruck bringen, ihre Einzigartigkeit leben und ihrem Herzen folgen. Mir ist es wichtig, dass immer mehr begreifen wie göttlich und mächtig sie sind, wie großartig und liebenswert. Jeder einzelne ist etwas ganz Besonderes und hat einen Platz auf dieser Erde, einen unschätzbaren Wert, eine großartige Seele!!!

4.) Was war bislang in Bezug auf das Bloggen deine größte Herausforderung?
Ich glaube das war die Angst vor Ablehnung. Anfangs war ich noch etwas unsicher, wie wohl die Menschen auf das, was ich schreibe, reagieren. Aber um so selbstverständlicher ich mit meinen Erkenntnissen, Überzeugungen und meiner Art zu leben umgegangen bin, umso weniger Angst hatte ich, dass mich jemand ablehnt, oder das für doof hält. Heute habe ich mir erlaubt, so zu sein, wie ich bin, kann damit ganz offen umgehen. Und ich habe mir erlaubt, dass mich nicht jeder mögen muss und dass ich mich auch mal in die Nesseln setzen darf. ;)

5.) Wofür brennst du? Was ist deine größte Leidenschaft?  

Meine größte Leidenschaft... Puh, da gibt es so viele. Aber ich denke, dass sie sich alle irgendwie zusammenfassen lassen. Meine größte Leidenschaft ist es, ich zu sein und mich in jeder Sekunde zum Ausdruck zu bringen. Egal, auf was ich gerade Lust habe, egal, was ich gerade tue. Wenn ich immer das tue, was ich wirklich JETZT will, dann bin ich immer mit Leidenschaft dabei und dann brennt es in mir. Ob das nun kochen ist, malen, in der Natur sein, fotografieren, Menschen begegnen, Seelen begegnen, schreiben, tanzen, Unfug treiben. Meine Leidenschaft ist immer das, auf was ich gerade richtig Bock habe.

6.) Deine besten Strategien für´s Dranbleiben? 

Das hab ich weiter oben schon erwähnt. Schreiben ist mir ein Bedürfnis, mich mitzuteilen ist mir ein Bedürfnis. Ich erlaube mir, nur dann zu schreiben, wenn mir wirklich danach ist. Ich zwinge mich nicht dazu. Und wenn ich richtig Lust habe, dann ist da auch Leidenschaft und dann geht es wie von alleine.

7.) Was inspiriert dich für den nächsten Artikel?  

Das kann vieles sein. Entweder mich selbst bewegt und beschäftigt gerade ein Thema oder es gab mal wieder neue Erkenntnisse für mich. Die will ich dann natürlich mitteilen. Oder ich lese irgendwas, höre, sehe etwas, das mich dann nicht mehr loslässt und zu dem ich unbedingt etwas sagen möchte.

8.) Was soll am Ende des Jahres mit deinem Blog erreicht sein? 

Auf jeden Fall möchte ich immer mehr Menschen erreichen, bewegen, berühren, ermutigen. Wenn ich mit meiner Facebookseite zu diesem Blog am Jahresende die 2000er-Marke knacken würde, wäre das gigantisch!!!

9.) Welche Blogs liest du am liebsten?
Am meisten mag ich Blogs über den eigenen Weg, über Selbstfindung, Selbstheilung und alles, was hilft, zurück zu sich selbst zu finden. Blogs über den großen Aufbruch in die Freiheit, über das, was im Leben wirklich zählt. Jede einzelne Geschichte von Menschen, die sich in den Irrungen und Wirrungen des Lebens auf den Weg zurück zu sich selbst gemacht haben, verursacht mir eine wunderbare Gänsehaut und ein warmes Gefühl im Bauch. Und alles in mir schreit: "Mehr davon!". ;)

10.) Worin liegt dein größtes Potential?  

Ich glaube das liegt in meiner Vehemenz und dem festen Glauben an mich und meinen Weg. Ich habe nicht nur Träume sondern ich entscheide mich immer wieder für diese Träume, so dass sie eigentlich mehr Ziele sind, von denen ich genau weiß, dass ich sie erreichen werde. Das ist ein inneres Wissen, ein ganz tiefer Glaube, eine unbändige Entschlossenheit. Ich weiß um meine Macht und meine Schöpferkraft. Ich weiß, dass ich mir mein Leben selbst gestalte.

11.) Jemand schenkt dir 1 Million Euro! Würdest du immer noch bloggen? Was würde sich verändern? 

Selbstverständlich würde ich noch bloggen. Diese Million ändert doch nichts daran, dass ich mich mitteilen möchte, dass ich Menschen berühren möchte, dass ich Menschen Mut machen möchte, dass ich Mensch in ihre wahre Größe helfen will. Ich würde immer noch in jeder Minute entscheiden, was genau JETZT dran ist. Und diese Million würde einfach nur den inneren Reichtum im Außen widerspiegeln. Eigentlich ist diese Million sogar eine ziemlich logische Konsequenz für mich. ;)

So, das waren die elf Fragen, die an mich gestellt wurden. Und es hat mal wieder richtig Spaß gemacht, sie zu beantworten. ♥ Wer weitere Fragen an mich hat, darf sie mir gerne in den Kommentaren stellen.


Hier nun meine Nominierungen. Ich gestehe, dass ich die Blogger nicht vorher gefragt habe, ob sie mitmachen möchten. Ich folge einfach meinem Gefühl und hoffe, dass ich einem jeden von ihnen damit auf irgendeine Art eine Freude mache. Ich nominiere:



Ich wünsche mir, dass alle Nominierten genauso viel Freude daran haben werden, wie ich, an diesem Award teilzunehmen.

Hier meine Fragen für euch:

1.) Was hat dich dazu bewegt zu bloggen und wann hast du damit angefangen?
2.) Was motiviert dich und lässt dich dran bleiben?
3.) Wie lautet deine Message? Was möchtest du in der Welt verbreiten?
4.) Was war bislang in Bezug auf das Bloggen deine größte Herausforderung?
5.) Wofür brennst du? Was ist deine größte Leidenschaft?
6.) Was inspiriert dich für deine Artikel?
7.) Was soll am Ende des Jahres mit deinem Blog erreicht sein?
8.) Welche Blogs liest du am liebsten?
9.) Worin liegt dein größtes Potential?
10.) Jemand schenkt dir 1 Million Euro! Würdest du immer noch bloggen? Was würde sich verändern?
11.) Was möchtest du in diesem Leben auf jeden Fall noch erleben/tun/erfahren?

 



Regeln/Leitfaden:

  • Bedankt euch bei der Person, die euch nominiert hat, und verlinkt sie auf eurer Seite. Falls möglich, hinterlasst auf ihrem Blog einen entsprechenden Kommentar, in dem ihr auch für andere sichtbar den Award annehmt.
  • Kopiert das Emblem oder holt euch ein zu euch passendes aus dem Netz und stellt es sichtbar auf die Award-Seite, so dass der Liebster Award nach außen hin sichtbar ist und bleibt.
  • Beantwortet die 11 Fragen, die euch gestellt wurden und veröffentlicht sie auf eurer Seite. Wer über die Fragen hinaus Fakten über sich präsentieren möchte, kann dies in einem eigenen Blog: Fakten über mich (bis zu 11 empfohlen); wer mit den Fragen gar nichts anfangen kann, darf sie ausnahmsweise auch mal gegen Fakten austauschen; sollte das dann aber auch entsprechend begründen.
  • Denkt euch 11 neue Fragen für die Blogger aus, die ihr nominieren wollt und stellt die Fragen auf euren Blog. Ihr dürft auch die gleichen Fragen nehmen, die euch gestellt wurden, wenn sie euch gefallen haben.
  • Kopiert die Regeln und stellt sie ebenfalls auf euren Blog, damit die Nominierten wissen, was sie zu tun haben.
  • Nominiert zwischen 2 und 11 neue Blogger, die ihr gerne weiter empfehlen wollt. Das können solche sein, die noch wenig bekannt sind, aber empfehlenswerte Inhalte bieten, oder aber solche, die euch einfach faszinieren, auch wenn sie schon bekannter sind. (Wer möchte kann sich dabei an die 200er – 3000er Follower / Leser Regel halten, also solche Blogs empfehlen, die unterhalb dieser Zahlen liegen.)
  • Stellt die neuen Nominierungen auf eurer Seite vor und gebt den jeweiligen Bloggern eure Nominierung persönlich bekannt. Empfohlen wird dafür die Kommentarfunktion auf den jeweiligen Blogs zu nutzen, falls diese passend ist. Eine Verlinkung auf Facebook o. ä. geht auch. Hauptsache derjenige erfährt von seinem Glück. (Vielleicht wollt ihr die jeweils Nominierten vorab fragen, ob sie überhaupt mitmachen wollen.)

Es war mir eine Freude!

Herzensgrüße von mir
Anja


Samstag, 23. Januar 2016

Vom Finden der Berufung

Vor ein paar Tagen tauschte ich mich mit einer Bloggerin über den Weg in unsere freiberufliche Tätigkeit aus, über den Weg zur Berufung. Sie meinte, es wäre ihr wichtig, die Menschen zu warnen und ihnen zu sagen, dass man eben nicht innerhalb kürzester Zeit von der jeweils erwählten Selbständigkeit leben könnte. Und damit löste sie eine ganze Wortflut in mir aus, denn genau das will ich nicht!

Ich möchte niemanden warnen!

Ich möchte niemanden warnen. Ich möchte die Menschen vielmehr auffordern, mutig nach sich selbst zu suchen, auch wenn es mal länger dauert, bis sich der weltliche Erfolg einstellt. Ich möchte den Menschen Mut machen, den Verstand in solchen Angelegenheiten lieber in Urlaub zu schicken und ihr Herz und ihre Seele zum Anführer zu erklären. Mein Verstand ist mehr als einmal Amok gelaufen, aber ich habe genau das getan: Meine Seele zum Anführer erklärt, mich für meine höchste Vision von mir selbst entschieden. Ich habe ganz bewusst und immer wieder die Entscheidung für mein Herz getroffen, für meine Leidenschaft und mit weniger habe ich mich nicht zufrieden gegeben. Umkehren oder aufgeben waren für mich keine Optionen. Lieber hätte ich unter einer Brücke geschlafen, als mein Herz noch einmal in meinem Leben zu verraten. Dieser Weg mag manchen hart und gefährlich erscheinen. Deshalb möchte ich schon dreimal keinen "warnen", sonst geben manche vielleicht schon vorher auf. Mut machen ist die Devise, an sich selbst glauben, loslassen, was der Verstand glaubt tun zu müssen, wegkommen von dem Machen, Machen, Machen, hin zum Fühlen, zum Hingeben, zum Vertrauen in das Leben und dahin, dass meine Seele schon genau weiß, was gut für mich ist. 

Wenn nicht das passiert, was wir gerne hätten, passiert das, was besser für uns ist

Ich lebe nach dem Motto: Wenn nicht das passiert, was wir gerne hätten, passiert das, was besser für uns ist. Und das ging bisher immer auf. Wer sagt denn, dass ich gescheitert bin, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich es wollte? Vielleicht geht es eben noch besser und wertvoller für mich. So war es bei mir ganz oft... Das Finden der Berufung erfordert das Loslassen von ganz vielen uralten Vorstellungen davon, wie etwas zu laufen hat, was geht und was nicht geht. Es geht nicht darum, herauszufinden wo vielleicht die Nische ist, die noch keiner bedient. Es geht darum seine eigene Leidenschaft zu entdecken, das wofür man brennt und dann kommen die, die das genau jetzt brauchen und wollen, von ganz von alleine. Die Menschen finden mich, ohne dass ich Flyer verteile, ohne dass ich Visitenkarten streue. Sie finden mich auf den seltsamsten Wegen, weil es so sein soll. Wenn du ganz bei dir angekommen bist und nicht mehr versuchst, es irgendwem recht zu machen, dann gibt es keine Anstrengung und kein Müssen mehr. 

Was will ICH?

Ich entscheide jeden Tag, in jeder Minute was ich genau JETZT will, nach was mir der Sinn steht, was gerade wichtig für mich ist und das tue ich dann. Außerdem habe ich den Mut, mir das Allerbeste für mich zu wünschen. Der Satz, dass man eben nicht alles haben kann, gilt für mich nicht. Ich kann alles haben, alles, was richtig und wichtig für mich ist, alles, was meine Seele begehrt, kann ich haben. Ich kann mir meine Arbeit genauso gestalten, wie ICH es für richtig halte, nicht wie andere es vielleicht erwarten. Ich arbeite fast ausschließlich über Fernkontakt und Email. Ich habe keine festen Sprechzeiten. Ich mag es nicht, wenn jemand anruft und nach einem Termin fragt. Für mich gibt es keine Termine, weil ich nie weiß, wann sich mir der Zugang zum anderen auftut, wann es an der Zeit ist, dass das, was gesehen werden möchte, sich zeigt. Ich arbeite ausschließlich nach Gefühl und wenn ich mich nachts um eins an den Rechner setze und mich in jemanden einfühle, dann mach ich das eben. Es kommt, wann es kommt. Anfangs hätte ich mir sowas nie zugestanden, aber mit allem anderen bin ich nicht glücklich geworden. Also habe ich mich an mich und meine Bedürfnisse herangepirscht, habe mir immer mehr erlaubt, mir meine Arbeit so zu gestalten, wie es für MICH richtig ist, wie ich mich wohl fühle, wie es mir leicht fällt. Daher möchte ich niemanden warnen, sondern ermuntern und ermutigen sich alles zuzugestehen, was das Herz zum Singen bringt. Das ist meine Message!!!

Was willst DU?

Und darum frage dich immer wieder: Was willst du? Was willst du wirklich? Stell dir vor, eine Fee würde erscheinen und du könntest dir von ihr das Leben wünschen, das du dir erträumst. Sie würde mit den Fingern schnippen und alles wäre so, wie du es willst und vielleicht schon immer wolltest. Wie wäre dein Leben dann? Was hätte sich verändert? Mit welchem Gefühl würdest du aufwachen? Was würde dich antreiben, überhaupt aufzustehen? Wie würde ein perfekter Tag für dich aussehen? Was würdest du tun den lieben langen Tag? Was würdest du sein? Wer würdest du sein? Wo wärst du? Geld spielt keine Rolle. Welche Antworten tauchen in dir auf?

Jeder ist besonders, jeder brennt für irgendwas

Mein Herz sagt mir, dass ein jeder etwas ganz besonderes in sich trägt. Jeder hat eine Leidenschaft, oder sogar mehrere. Jeder kann etwas richtig gut. Jeder hat einen Platz auf dieser Welt. Jeder hat Fähigkeiten und Potentiale in sich. Ich glaube, dass es für einen jeden von uns seine Berufung gibt. Der Weg dahin mag lang sein, er mag nicht geradeaus gehen, sondern vielleicht eher im Zickzack oder auch manchmal ein bisschen rückwärts. ;) Aber eins ist sicher, ihn zu gehen, ist der Grund warum wir hier sind. Wir sind hier, um wir selbst zu werden und zu sein. Wir sind hier, um unsere Leidenschaft und unser Können in diese Welt zu bringen und anderen zu schenken. Das ist wahre Erfüllung - ich sein in allen Belangen, mich erleben, mich an mir selbst freuen! That's it!!!

Es gibt diesen wunderbaren Satz:
Wo sich deine Leidenschaft mit den Bedürfnissen der Welt deckt, da ist deine Berufung!
(Den Verfasser weiß ich leider nicht)

Und genau so ist es. Hör nie auf, an dich und deine Berufung zu glauben! Hör nie auf, in dir das Besondere zu entdecken! Hör nie auf, dich im Leben für das Allerbeste und Einfachste und Passendste für dich zu entscheiden! Hör nie auf, du zu sein oder immer mehr zu werden! Hör nie auf, aufzustehen!!!

Herzensgrüße von mir!
Anja



PS: Meine ausführliche Geschichte zu meiner Berufung findest du hier: Vom vermeintlichen Scheitern und der Sorge um Geld
Der Weg war etwas länger, aber jeder vermeintliche Umweg war Gold wert, jedes Scheitern ein Geschenk!



Auch deine Sonne geht irgendwann auf!
Foto: Anja Reiche





Mittwoch, 13. Januar 2016

Grenzen setzen, Grenzen sprengen

Alles bleibt immer so lange, wie es gut für mich ist und noch etwas für mich drin ist. Das habe ich gelernt. Mit "alles" meine ich Probleme, Krankheiten, körperliche Symptome, unangenehme äußere Umstände, Konflikte. Eben alles, was drückt und zwickt.

Wie ich in meinem letzten Artikel schon beschrieben habe, brauchen die Schmerzen im Knie und der Hautausschlag nach wie vor Aufmerksamkeit. Sie sind noch da, also ist noch etwas für mich drin. Wichtige Erkenntnisse, Geschenke, noch mehr Freiheit.

Also habe ich mich die letzten Tage mal wieder intensiv mit diesen Symptomen beschäftigt, habe mit ihnen geredet und was sie mir erzählt haben, ist einfach nur wahr und wichtig und richtig. Welch Überraschung. ;)

Grenzen setzen


Da hat mir ein Ausschlag erzählt, bei dem es vorrangig darum geht, ganz klare Grenzen zu ziehen, mein Revier zu verteidigen und meine Wahrheit mutig zu leben, mir nichts aufzuwingen zu lassen, was ich nicht wirklich möchte, dass es aufdringliche, anstrengende und einnehmende Menschen einfach braucht. Denn sie sind es, die mich dazu bringen, wirklich für mich einzustehen. Wäre ich nur mit Menschen umgeben, die meine Werte und Grenzen achten, dann würde ich nicht lernen, vehement JA zu mir zu sagen, auf mich zu achten, denn die anderen achten ja schon auf mich. Würde es diese Menschen nicht geben, die gerne über meine Zeit verfügen würden, die mich "benutzen" (weil ich es zulasse), die mich vereinnahmen und vielleicht auch ausnutzen wollen, dann gäbe es niemanden, der mich dazu auffordert, mal ordentlich auf den Tisch zu hauen, meine Zähne zu zeigen und ganz laut STOP zu sagen, für mich und meine Werte und meinen nötigen Raum einzutreten.

Da saß ich mit meinem Ausschlag auf einer Klippe, auf der ich schon so oft in Meditationen gesessen habe, tief unter uns mein Paradies, mein Leben, auf das wir einen wunderbaren Blick hatten und ich verstand plötzlich, dass es gut ist, solchen Menschen zu begegnen, um stärker zu werden, vehementer, mutiger, selbstbewusster, größer. Sie fordern uns auf, ganz klar zu sagen, was wir wirklich wollen und nicht wollen. Sie fordern uns auf, uns ganz klar zu definieren, zu positionieren, zu uns zu stehen. Sie sind eine Probe, wie ernst es uns mit uns selbst wirklich ist, wie sehr wir hinter uns selbst stehen. Lassen wir uns wieder verunsichern oder halten wir diesmal dagegen und lassen uns nicht wieder von unseren eigenen Wünschen und Vorstellungen abbringen? Haben wir den Arsch in der Hose, laut auszusprechen, was wir wirklich wollen? Haben wir den Mut, uns zu zeigen mit all unseren Bedürfnissen und Wünschen, mit unseren Vorstellungen von unserem Leben?  Haben wir den Mut, NEIN zu jemandem zu sagen und damit gleichzeitig JA zu uns selbst? Haben wir den Mut, uns vielleicht auch mal in die Nesseln zu setzen (witzigerweise hab ich Nesselsucht), jemanden zu verärgern, es zu riskieren, dass uns jemand vielleicht dann nicht mehr mag, weil wir seine Bedürnisse nicht mehr bedienen?

Das alles lehren und fragen uns diese Menschen und sind damit ein riesen Geschenk für uns selbst.

DANKE an einen jeden von ihnen!!! Durch sie lerne ich, Grenzen zu setzen!

Meine Haut erinnert mich momentan immer wieder an diese Grenzen. Die Haut steht symbolisch für die Grenze zu anderen. Durch den Ausschlag schwillt diese Grenze an, sie wird rot und leuchtet für mich und andere in Alarmfarbe. Ich darf sie wahren, diese Grenze und stolz nach außen zeigen.

Grenzen sprengen


Und dann war da noch das Gespräch mit meinem Knie und dem Schmerz darin. Auch nicht das erste Gespräch, aber wieder sehr wertvoll. Ich sah dieses kleine Wesen, das den Schmerz verkörpert und es war wütend und schlug um sich. Ich ließ es gewähren und wartete, bis ich mich im nähern konnte. Als es sich ausgetobt hatte, nahm ich es in den Arm und fragte, was es so furchtbar wütend machte. Das Wesen erzählte mir, dass es sich gefangen fühlte, hilflos, ohnmächtig, das es nicht das machen könnte, was es eigentlich wollte, weil immer etwas dagegensprach. Es fühlte sich eingesperrt (so wie ich mich mit dem schmerzenden Knie manchmal eingesperrt fühle, weil ich nicht weit laufen kann, weil mir die Welt anscheinend "nicht zu Füßen liegt") und ich merkte, dass dieses Männchen nicht nur der Schmerz war, sondern mein Opferbewusstsein.

Es ist über viele Leben entstanden dieses Opferbewusstsein und ich habe es genährt. Es wuchs und gedieh und erfüllte seinen Zweck ganz hervorragend: Ich fühlte mich hilflos, in ganz vielen Leben, auf ganz unterschiedliche Weise. Als mir noch einmal ganz deutlich bewusst wurde, dass dieses Opferbewusstsein meine eigene Schöpfung ist, fühlte ich tiefe Liebe dafür. Ich wusste es in so vielen Leben nicht besser, verstand nicht, dass ich selbst der Schöpfer all dieser ohnmächtigen Erfahrungen war. Als mein Opferbewusstsein merkte, dass ich verstanden hatte, was da für ein Spiel läuft, strahlte es mich an und machte sich für den Abschied bereit. Es war Zeit zu gehen. Ich sagte ihm noch einmal, dass ich es liebe und dass es jederzeit wiederkommen dürfe, wenn es gut für mich ist. Dann entschwand es und an seiner Stelle erschien ein neues Wesen, dass sich ergänzend zu dem anderen Wesen anfühlte. Wie die andere Seite der gleichen Medaille. Es war das Schöpferbewusstsein, das seinen Platz einnahm. Unsere Beziehung darf nun wachsen und immer intensiver werden. Wir dürfen Freunde werden, das Schöpferbewusstsein und ich und das werden wir auch.

So zeigte mir mein Knie, dass es nun auch an der Zeit ist, nicht nur anderen gegenüber klare Grenzen zu setzen, sondern einstmals selbst gesetzte, unnötige Grenzen auch wieder aufzusprengen, von innen zu durchbrechen und uns neue Freiheit zu verschaffen.

Grenzen setzen und gleichzeitig andere Grenzen sprengen widerspricht sich kein bisschen. Es ist ein sich ergänzendes Spiel, das unsere Persönlichkeit definiert, den Raum, den wir für uns beanspruchen, den Raum, den wir einnehmen wollen, die Größe, die wir uns selbst zugestehen.

Und so nehme ich wieder neue Formen an, definiere mich neu, werde größer, mutiger, mächtiger, werde noch mehr ich.

Es ist wie jedes Mal so faszienierend, was mir mein Körper über mich und das Leben erzählt. Ich höre immer wieder gerne zu und staune über dieses Wunderwerk Mensch, das Wunder Leben!

Herzensgrüße von mir!
Anja


PS: Ich freue mich auf eure Eindrücke und Gedanken zum Thema Grenzen.


Foto: Anja Reiche



Montag, 4. Januar 2016

2016 - Los-gelassen, heil und vollständig

Silvester 2015 war ich um Mitternacht noch nicht bereit für das neue Jahr. Eine ungewöhnliche Erfahrung für mich. Ich bin auch nicht vor die Tür. Die Raketen und Kracher bräuchte es wegen mir sowieso nicht. Und irgendwie konnte ich dann auch keinem so richtig herzlich ein frohes neues Jahr wünschen, weil ich da noch gar nicht war.

Am nächsten Morgen im Bett dann ist mir aufgegangen, warum das so ist. Ich habe nicht nur das Gefühl, dass ein Jahr zu Ende ging, sondern eine ganze Ära. Die Ära der Heilung. Es war ein Bild, dass ich nun über Jahre einen Berg erklommen habe. Der Berg symbolisiert meine ganzen Themen, Baustellen, Heilungsprozesse, alles, was verwandelt werden wollte, transformiert, angeschaut, angenommen. Der Weg war oft steil und anstrengend. Was habe ich für Durststrecken durchlebt, gezweifelt, gehadert, mich gefragt, ob das alles so richtig ist. Aber umkehren war nie ein Option. Meine Sehnsucht und das innere Wissen, dass das schon irgendwie alles gut so ist, haben mich letztenendes immer weiter angetrieben.

Und nun bin ich endlich oben. Eine weite Ebene tut sich auf, aber die lag an dem Morgen noch im Nebel. Das, was ich alles in den vergangenen Jahren geschafft habe, will noch einmal Aufmerksamkeit und gewürdigt werden. Ich möchte noch einmal mit Stolz und Ehrfurcht auf meine Jahre der Heilung und Selbstfindung zurückblicken, mir noch einmal bewusst machen, was ich da alles geleistet habe. Und das war wahrlich verdammt viel. Himmel, was hab ich für Ängste durchlebt, für Schmerzen, körperlich wie seelisch. Was hat nicht alles gedrückt und wollte verändert werden. Wie oft fühlte ich mich hilflos und ohmächtig, klein und wertlos, verloren und verzweifelt, verwirrt, unsicher, habe mich geschämt, mich schuldig gefühlt.

Ich habe alles auf links gedreht, jeden Baustein meines Lebens umgedreht und mir überlegt, ob ich ihn überhaupt noch will und brauche. Ich habe innerlich entrümpelt, ausgemistet, umgeräumt, meine Grenzen immer deutlicher gezogen, gelernt NEIN zu sagen und damit JA zu mir selbst, habe gelernt, immer mehr für mich und meine Wahrheit einzustehen, immer offensiver meinen Standpunkt zu vertreten, habe immer mehr entdeckt, wer ich eigentlich wirklich bin. Ich habe mich sortiert, vervollständigt, ganz gemacht. Meine ganzen Aspekte und Emotionen, die ich nicht an mir haben wollte, wieder zurückgeholt und mit Liebe angenommen. Das alles hat so viel Mut erfordert und rückblickend kann ich manchmal gar nicht wirklich sagen, wo ich all diesen Mut immer hergenommen habe. Woher die Kraft kam, immer wieder aufzustehen und es nochmal zu versuchen, so vehement an meinen Träumen festzuhalten.

So ein Rückblick und Bewusstmachen, wie es gerade beim Schreiben stattfindet, ist noch mal nötig, dann bin ich bereit für ein neues Jahr, von dem ich noch gar nicht so richtig weiß, was mich erwartet. Sonst war ich immer voller Vorfreude. 2012 fing das an. Das goldene Zeitalter wurde angekündigt und ich war ab da jeden Silvester richtig kribbelig. Dieser Silvester war ganz still und ruhig, friedlich und ich fühlte mich angekommen. Es gibt irgendwie nichts mehr, das ich unbedingt in "Angriff" nehmen muss. Es gilt "nur" noch in Frieden zu leben, zu genießen, mich an mir zu freuen, mich jeden Tag neu zu entdecken und alles fließen zu lassen, was gerade fließen will. Gefühlt sind da keine Baustellen mehr und das obwohl der Ausschlag immer noch leicht vorhanden ist, obwohl das Knie manchmal noch schmerzt, der Zahn noch empfindlich ist. Das alles darf sein und ich weiß, dass es auch hier immer ein danach geben wird. Aufgrund der vielen Erfolge der letzten Jahre, kann ich das alles mit Ruhe und Frieden betrachten. Loslassen trifft es einfach am besten. Ich habe ganz viel losgelassen und vertraue. Es wurde bisher immer alles gut. Ich habe bisher über kurz oder lang immer alles geschafft, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, was mein Herz begehrt hat. Und so wird es weitergehen, weil ich die Macht dazu habe.

Dieses Jahr fühlt sich daher so ganz anders an, als die Jahre davor. Still und friedlich, kein Drama, keine Befürchtungen, keine Ängste, keine Anspannung. Nichts muss mehr, alles kann. Was kommen mag, wird gut sein. Ich hab schon so viel geschafft und auch überlebt, soviel Schmerz durchlebt und geheilt, so viele Dinge zum Positiven gewandelt. Egal, was kommt, ich kann es mit Ruhe, Frieden und Liebe erwarten, begrüßen, durchleben. Ich fühle mich ganz und heil und vollständig. Ich wusste immer, dass dieser Moment irgendwann kommen wird. Dieser Moment, in dem ich wieder komplett heil bin, in meinem ursprünglichen, liebevollen, leichten Zustand, in dem es nichts mehr zu heilen gilt, sondern nur noch Entwicklung auf mich wartet. Gerade würde ich sagen, er ist da. ♥♥♥

Ich bin unendlich dankbar. Vor allem bin ich mir unendlich dankbar für diesen unerschöpflichen Mut und mein Vertrauen in mich selbst. Wo auch immer ich das alles hergeholt habe. Ich bin stolz auf mich, sowas von stolz!!!

Für dieses neue Jahr wünsche ich euch das Beste. Glaubt an euch und eure Kraft, an das Potential, das in jedem vorhanden ist. Ich wünsche euch Mut, Ausdauer und alles, was ihr für dieses Jahr dringend gebrauchen könnt.

Herzensgrüße von mir
Anja

PS: Welches Gefühl habt ihr für das Jahr 2016? Wie fühlt es sich für euch an?


Los-gelassen - nach dem steilen Aufstieg den Ausblick genießen!
Foto: Anja Reiche