Mittwoch, 28. Oktober 2015

Was mir hilft loszulassen oder Wege in die Freiheit

Ihr Lieben,

dieser Artikel ist irgendwie schon lange überfällig. Ich hatte ihn bereits in meinem Artikel "Loslassen will gelernt sein" angekündigt und ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt.

War es im Juni noch so, dass mir loslassen in mancher Hinsicht noch eher schwer gefallen ist, kann ich heute sagen, dass ich in neuer Freiheit lebe. Egal, um welche Themen es sich dreht, ich bin ganz im Vertrauen, dass alles so kommt, wie es am besten für mich ist. Ich bin nicht mehr darauf angewiesen, dass mein Umfeld bestimmte Reaktionen oder Verhaltensweisen zeigt, brauche keine Anerkennung mehr von anderen, keine Liebe, denn ich liebe mich selbst bedingungslos. Ich habe mich aus allen scheinbaren Abhängigkeiten befreit (zumindest aus all jenen, die mir bis dahin bewusst waren) und fühle mich so reich, versorgt und frei wie noch nie. All das Müssen ist einem Können gewichen.

Wie ihr wisst, hat mich das Thema Geld auch sehr lange beschäftigt. Eins der größten Mysterien für mich. Aus meiner Sicht war Geld der größte und mächtigste Dämon, von dem ich mich gelöst habe. Was für eine Wohltat, auch hier endlich dem Leben zu vertrauen und eine neue Freiheit zu genießen. Loslassen ist mir in der Hinsicht am allerschwersten gefallen.

Nun habe ich mir immer wieder Gedanken gemacht, wie ich das alles angegangen bin und was mir geholfen hat, loszulassen. Ich möchte versuchen, das ein wenig zusammenzufassen.


1. Herausfinden, wo das Urvertrauen verloren ging
Ich denke, loslassen kann ich nur, wenn ich Vertrauen habe, dass mir nichts Schlimmes geschieht. Die meisten von uns haben dieses Urvertrauen in das Leben verloren und zwar schon ganz früh. Häufig geschieht es schon im Mutterleib, wenn das Baby all die Sorgen und Ängste der Mutter und des näheren Umfeldes wahrnimmt. Ungeborene haben schon ein volles Bewusstsein und sind sensibler als viele meinen. Das Baby ist aufs Engste mit der Mutter verbunden. Hat die Mutter Angst, bekommt das das Baby eins zu eins mit. Ich möchte behaupten, dass die wenigsten eine Mutter haben, die voller Vertrauen in das Leben war/ist. Die meisten von uns sind also schon mit einer ordentlichen Portion Angst, Skepsis, Misstrauen und Sorge auf die Welt gekommen, haben bei der Geburt schon viele hinderliche Überzeugungen der Mutter/der Eltern gespeichert.

-Das Leben ist hart.
-Dir wird nichts geschenkt.
-Im Leben muss man aufpassen.
-Traue niemandem.
-Man muss sich immerzu anstrengen.
-Ohne Fleiß kein Preis.
-Um Geld muss man sich ständig sorgen.
-Geld ist nie genug da.
-Man muss sich zusammenreißen und durchhalten.
etc.

Bei mir kam noch dazu, dass ich ganz früh im Mutterleib meinen Zwilling verloren habe. Das wurde mir Anfang des Jahres so richtig bewusst. Da war immer diese Ohnmacht, wenn z. B. mein Partner eine Entscheidung traf, die auch Auswirkungen auf mich hatte, ohne vorher mit mir zu sprechen. Dieser Ohnmacht bin ich auf den Grund gegangen und fand die Ursache in diesem Ereignis. Ich habe all den Schmerz von damals noch einmal durchlebt, dieses enorme Verlustgefühl, als ein mir so vertrautes Wesen, dessen Herzschlag ich immer spüren konnte, von jetzt auf gleich verschwunden war. Ein Wesen, das mir so nahe war, das bis dahin immer da war, war plötzlich weg und ich war allein, konnte nichts dagegen tun. Da hatte jemand eine Entscheidung getroffen, ohne das vorher mit mir abzusprechen. Auch das war ein Grund, weshalb mir das Urvertrauen abhanden kam.
Ende der Schwangerschaft, hat dann meine Mama ausversehen in die Steckdose gefasst und einen Stromschlag bekommen. Ich dann somit auch. Auch hier habe ich gelernt, dass man dem Leben nicht vertrauen kann und ich immer in Gefahr bin, dass jederzeit etwas Schlimmes passieren kann.

Später in meiner Kindheit hatten meine Eltern dann selten Zeit für mich und ich war mit vielem allein auf mich gestellt. Ich habe nicht erlebt, dass das Leben für mich sorgt. Vielmehr habe ich gelernt, dass ich selbst schauen muss, wie ich klarkomme und dass ich alleine dastehe. Und weitere hinderliche Glaubenssätze kamen hinzu:

-Du tust nicht genug.
-Du tust nicht das Richtige.
-Ich bin es nicht wert, dass man Zeit mit mir verbringt.
-Die Bedürfnisse der anderen sind wichtiger.
-Ich muss mich immer hinten anstellen.
-Ich darf mich nicht zu wichtig nehmen.
-Man kann nie alles haben, was man möchte.
-Schöne Momente und Genuss muss ich mir stehlen.
-Alles Schöne wird direkt bestraft.
-Alles Schöne hat immer eine Ende.
-Es gibt immer eine Macht, die über mir steht.
-Ich muss mich unterordnen.
-Ich bin dem Leben hilflos ausgeliefert.

Das alles hat mich geprägt und mein Urvertrauen bis in die Wurzeln erschüttert, denn von Freiheit und versorgt sein, von Fülle, Freude und Leichtigkeit war weit und breit nichts zu sehen. Alles, was wir vorgeburtlich und in Kindertagen erleben, prägt unsere Form der Realität. Das, was wir in der Zeit erfahren, ist für uns das Leben, das sehen wir als Wahrheit an. Und das erschafft fortan unsere weitere Realität.

Ich könnte mir vorstellen, dass viele früher ganz ähnliche Erfahrungen gemacht und eine Fülle von hinderlichen Überzeugungen mitbekommen haben. Wenn man davon mal ausgeht, dann dürfte es klar sein, warum loslassen so schwer ist. Wer überlässt sich denn gerne einem Leben, das aus seiner Sicht so gefährlich und dunkel ist? Wer springt denn schon freiwillig und gerne mit Schwung ins Verderben? Loslassen geht nicht, wenn tausend Glaubenssätze dagegenwirken.


2. Hinderliche Überzeugungen wandeln
Wir haben diese Glaubenssätze über Jahre, oft Jahrzehnte, mit uns herumgetragen. Die Datenautobahnen im Hirn sind richtig gut ausgebaut, geteert, vierspurig und werden jeden Tag benutzt. Diese Überzeugungen von damals sind es, die heute unser Leben gestalten und Erlebnisse produzieren, die uns in den Überzeugungen bestätigen.

Wenn ich glaube, dass das Leben gefährlich ist und ich keinem trauen kann, dann wird mir das das Leben immer wieder beweisen. Unsere Gedanken erschaffen nun einmal unsere Erfahrungen und nicht umgekehrt. Ich werde mit dieser hinderlichen Überzeugung nicht plötzlich etwas Schönes erleben, das mir beweist, dass das Leben anders ist und ich neu denken darf. Nein! Ich darf erst neu denken und dann kommt das Schöne.

Ich darf also eine neue Wahl treffen. Ich darf mich entscheiden, wie sich das Leben in Zukunft zeigen soll.

Aus "Ich muss mich unterordnen" könnte ein "Ich stehe ich meinem Leben an erster Stelle" werden.
Aus "Man kann nie alles haben, was man möchte" könnte werden "Ich darf vom Leben das Allerbeste erwarten". Aus "Ich bin dem Leben hilflos ausgeliefert" könnte werden "Ich bin der Schöpfer meines Lebens und habe die volle Macht".

Fühle mal die Unterschiede von den jeweiligen Sätzen. Welcher Satz gibt dir Kraft? Welcher Satz raubt sie dir? Welcher Satz fühlt sich frei, hell und leicht an? Welcher eng, dunkel, voller Druck? Spürst du den Unterschied? Dein Körper und deine Gefühle sagen dir ganz genau, was für dich wahr ist, was deine Seele leben will, nach was sie strebt.

Finde einen neuen Satz, der tief aus dem Herzen kommt und bei dem dein Herz vor Freude jubiliert. Finde einen Satz, der dir so viel Kraft gibt, bei dem vielleicht die Tränen der Erleichterung aufsteigen. Finde einen Satz, der dich tief berührt, der sich frei und weit und leicht anfühlt.

Immer, wenn der alte Satz anfangen will zu wirken, mache es dir bewusst. Beobachte dich und schaue genau, in welchen Situationen diese alten, hinderlichen Überzeugungen greifen. Und dann trete einen Schritt zur Seite, nimm dich raus, sage STOP! und denke an den neuen Satz. Vielleicht magst du ihn dir auch aufschreiben. Ich habe jede neue Entscheidung, jeden neuen Glaubenssatz, den ich leben wollte, aufgeschrieben. Entweder auf einen Block oder auch in den Spiegel im Bad.

Du darfst nicht vergessen, dass du mit jedem neuen Satz einen neuen Weg in den Dschungel deiner Nervenverbindungen trampelst. Was vorher die vierspurige Autobahn war, ist nun ein einfacher Trampelpfad, der schnell wieder zuwuchert, wenn er nicht oft benutzt wird. Sei dir bewusst, dass das ganze ein Prozess ist und nicht von heute auf morgen der Schalter umgelegt wird. Sei also geduldig mit dir und mit dem Leben. Nach und nach wird eine Veränderung bemerkbar sein.

Hinderliche Überzeugungen sind ein riesen Hemmschuh, wenn es um Loslassen und Freiheit geht. Finde alle, die dich an einem schönen, leichten, freien, erfüllten Leben hindern und wandle sie um.

"Wir sind nicht geboren, um zu kämpfen. Wir sind nicht geboren, um ein Leben zu führen, das nur ab und zu ein paar Glücksmomente für uns bereithält. Wir sind nicht dazu geboren, uns fünf Tage die Woche mit unserer Arbeit zu quälen, um uns mit ein paar flüchtigen Augenblicken der Freude am Wochenende zufriedenzugeben. Wir sind nicht geboren, um auf Sparflamme zu leben und uns am Ende des Tages erschöpft zu fühlen. Wir sind nicht geboren, um uns Sorgen zu machen oder Angst zu haben. Wir sind nicht geboren, um zu leiden. Wir sind nicht geboren, um mit irgendetwas irgendwie unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Wir sind nicht geboren, um andere zufriedenzustellen, deren Erwartungen zu erfüllen oder uns möglichst gut anzupassen.

Worauf kommt es denn dann wirklich an in unserem Leben?

Wir sind dazu bestimmt, das Leben in seiner Fülle auszuschöpfen und alles zu haben, nach was sich unser Herz sehnt, nach dem wir aus tiefster Seele streben. Wir sind dazu bestimmt all unsere Fähigkeiten und Potentiale zu entdecken, auszuschöpfen und uns immer weiter zu entfalten, zu wachsen und uns jeden Tag neu zu entdecken. Wir sind hier, um ein Leben voller Freude, Erfüllung, Begeisterung, Gesundheit, Vitalität und Liebe zu leben. Wir sind hier, um Erfahrungen zu sammeln und um uns zu erinnern, wer wir wirklich sind!

Und von all dem, sind wir in jedem Moment nur einen Gedanken entfernt!!!" (frei nach „The Power“ von Rhonda Byrne)



Wenn ich glaube, dass das Leben gut ist und es gut mit mir meint, dann kann ich mich fallen lassen, dann kann ich loslassen!


3. Sich wieder tief in Mutter Erde und Vater Gott verankern
Was mir auch sehr geholfen hat, wieder zu meinem Urvertrauen zu finden, das eigentlich unser Geburtsrecht ist, war, mich gedanklich immer wieder mit Mutter Erde und Vater Gott zu verbinden. (Ich habe eine ganz eigene Definition von meinem Gott und die hat mit dem Gott, wie ihn die Kirche darstellt, nichts zu tun.)


Hierzu gibt es eine wunderbare Seelenbotschaft, die ich an anderer Stelle kürzlich schon mal geschrieben habe. Sie passt hier nochmal so gut rein und erklärt, was ich damit meine:


"Atme tief durch, lass dich fallen! Das Leben wird dich fangen und dir kann nichts geschehen, außer das größte Glück auf Erden. Vertraue, nicht deinen leiblichen Eltern, sondern dem Leben, dir, Mutter Erde, Vater Gott. Sie sind deine wahren Eltern und sie meinen es gut mit dir, sie wollen wirklich dein Bestes. Du hast einen Platz hier auf dieser Welt, eine Heimat, ein zu Hause, in dir! Schlage wieder Wurzeln, lasse sie gedanklich aus deinen Füßen tief in die Erde wachsen, spüre, wie viel Halt sie dir geben, wie sie dich versorgen, mit allem, was du brauchst. Fühle, wie sicher sie sind, wenn der Wind weht. Stelle dir vor, aus deinem Kopf wachsen Äste in den Himmel. Sie verbinden dich mit Gott, mit deinem höheren Selbst, mit all den Geistwesen und Engeln, die nur dafür da sind, dir zu helfen, dir deinen Weg zu weisen. Diese Wurzeln und diese Äste, sind deine wahre Verbindung zum Leben. Niemand kann dir diesen Halt, diese Verbindung, diese Heimat, diesen deinen Platz nehmen. Du bist hier erwünscht, du wirst hier gebraucht mit allem, was dich ausmacht, mit allen Wunden, mit allen Schwächen, mit allen Stärken. Du darfst hier alles sein, auch schwach. Du magst das noch nicht oft und von nicht sehr vielen gehört haben, aber du bist auch geliebt. Das Leben liebt dich, ich, deine Seele, liebe dich! Du bist hier her gekommen, um all diese negativen Erfahrungen zu machen und dich dann daraus zu befreien. Und du kannst das. Du hast dich für dieses Leben dazu entschieden. Es ist an der Zeit! Ich liebe dich und ich bin immer für dich da. Ich kenne den Weg. Vertraue mir, lass mich vorangehen und dir wird nichts geschehen. Ich führe dich in deine Größe!“


Zu wissen, dass meine Seele den Weg kennt, zu wissen, dass sie weiß, warum ich hier bin, dass sie mich führen wird, wenn ich sie nur lasse, dass ich dieser wundervollen Energie nur folgen muss, hat mir enorm geholfen, loszulassen. Ihr vertraue ich!


4. Sich der Angst stellen
Das Gegenteil von Vertrauen ist Angst. Ein Gefühl, das die wenigsten gerne fühlen wollen. Der Weg ins Vertrauen führte für mich durch die Angst hindurch und nicht außen herum. Ich habe mich dazu entschlossen, meiner Angst zu begegnen, sie fühlen zu wollen und mit ihr Freundschaft zu schließen. Ich bin ihr in vielen Meditationen immer wieder begegnet. Und alles, was sie wollte, war, dass sie endlich von mir anerkannt und angenommen wird. Sie wollte einfach nur geliebt werden. Deshalb kam sie so oft hoch, deshalb wurde sie immer eindringlicher. Sie wollte die Aufmerksamkeit und die Anerkennung, die ihr zustand. Die Angst ist ein Teil des Lebens. Sie ablehnen heißt, einen Teil des Lebens ablehnen und das ist unnatürlich. Wenn wir nur das Vertrauen fühlen wollen, ohne die Angst da haben zu wollen, die einfach nur die zweite Seite der gleichen Medaille ist, dann kann das nicht funktionieren und das Leben wird für Ausgleich sorgen. Die Angst wird sich so lange immer wieder bemerkbar machen, bis wir sie annehmen und fühlen wollen.

Das habe ich getan und bin ihr mutig begegnet. Immer und immer wieder. So lange, bis wir wirklich Freunde waren. In einer wunderbaren Meditation hat mich die Angst, die sich mir immer als Schlange zeigt, zum Adler des Vertrauens geführt und mich an ihn übergeben. Was war das ein ungewohntes Gefühl. Der Adler war mir suspekt und er sagte mir sofort, dass auch wir zwei wohl erst noch Freundschaft schließen müssen. Wer ist es denn schon gewöhnt, zu vertrauen? Ich war es nicht. Dem Adler des Vertrauens bin ich dann ebenfalls in vielen Meditationen immer wieder begegnet. Und das war nichts Großartiges. Ich bin einfach wieder und wieder in die Stille gegangen, habe den Adler des Vertrauens zu mir eingeladen und dann geschaut, was passiert. Es war wie im Kino. Ich habe einfach beobachtet, was sich auf der Leinwand zeigt. Immer wieder habe ich hingespürt, wie sich mein Verhältnis zum Vertrauen verändert und unsere Verbindung wurde immer fester, die Freundschaft immer tiefer.

Meine Angst war es, die mich zum Vertrauen geführt hat. Das solltet ihr nicht vergessen...


5. Das Wurzelchakra öffnen
Für mich war es eine Wohltat, mich mit den Chakren zu beschäftigen und diese in Meditationen wieder in ihren natürlichen Energiefluss zu bringen. Gerade das Wurzelchakra, in dem das Urvertrauen sitzt, war verschlossen und blockiert.

Ich bin immer wieder in Meditationen mit meiner Aufmerksamkeit in das Wurzelchakra gegangen und habe geschaut, was sich zeigt, was es blockiert, in welchem Zustand es gerade ist. Mit jedem Besuch wurde es weiter und kam wieder mehr in Fluss. In einer der letzten Meditationen, die ich mit dem Wurzelchakra gemacht habe, hat sich mein Adler des Vertrauens im Wurzelchakra niedergelassen. Ich spürte, wie er sich entlang der Wirbelsäule ausbreitete und aufrichtete. Dann breitete er seine Flügel aus und ich nahm wahr, dass seine Flügel gleichzeitig meine Flügel sind. Ohne Wurzeln keine Flügel. Ich habe also meine Wurzeln wiedergefunden und somit meine Flügel.
Nur wer vertraut, kann frei sein und abheben!

Mehr Informationen zu den Chakren findest du auf dieser wunderbaren Internetseite:
http://www.chakren.net/chakra/wurzelchakra/


6. Wir sind hier, um Erfahrungen zu machen - alles darf sein
Diese Einsicht hat mein Leben radikal verändert und war ein sehr großer Schritt in Richtung Freiheit und loslassen. Alles, was in unserem Leben passiert, wird von uns für gewöhnlich sehr schnell in gut und schlecht eingeteilt, in Schubladen sortiert. Ich habe mich von diesem gut und schlecht verabschiedet. Die Dinge sind einfach, sie sind im Kern neutral. Unsere Bewertung macht sie zu gut oder schlecht.

Als ich den Satz "Wir sind hier, um Erfahrungen zu machen" zum ersten Mal gelesen habe, hat mein Herz direkt Purzelbäume geschlagen und eine riesen Erleichterung durchströmte mich. Plötzlich ging es nicht mehr um bestimmte Ergebnisse, um bestimmte Ziele, sondern einfach nur noch um Erfahrungen und alles ist doch einfach nur eine Erfahrung. Ich habe einen Konflikt? Das ist weder gut noch schlecht. Es ist eine Möglichkeit, Erfahrungen zu machen. Wer bin ich im Verhältnis zu jemand anderem? Wer bin ich im Verhältnis zu einer bestimmten Meinung? Ein Plan geht schief? Eine wichtige Erfahrung. Ich habe etwas ausprobiert und nicht das gewünschte Ergebnis erzielt. Dann probiere ich eben etwas anderes und mache damit neue Erfahrungen. Mein Partner belügt mich? Wichtige Erfahrung! Jetzt kann ich schauen, wie ich dazu beigetragen habe, dass das geschieht. Ich mache vielleicht die Erfahrung von Enttäuschung. Ich verliere meinen Job? Wichtige Erfahrung! Irgendetwas in mir, eine Überzeugung, ein abgelehntes Gefühl, ein abgelehnter Persönlichkeitsanteil haben dazu beitragen, dass es so kam. Irgendwie habe ich es erschaffen. Jetzt kann ich herausfinden wie und es ändern.

Meine Güte! Welche Freiheit, wenn ich endlich aufhöre, die Dinge zu bewerten und einfach so nehme wie sie sind. Es passiert, was passiert. Die Ursache liegt in mir. Die Frage ist, was nun? Was macht es mit mir? Wie habe ich es erschaffen? Will ich es nochmal erschaffen? Will ich es überhaupt ändern, oder ist es mir eigentlich ganz recht?

Eine Erfahrung ist eine Erfahrung. Punkt! Die Seele lechzt nach Erfahrungen. Sie will sich in den unterschiedlichsten Situationen erleben, will das unterschiedlichste fühlen. Davon lebt sie, daran wächst sie. Wieso sollte ich ihr diese Erfahrungen verweigern? Diese Erfahrungen sind am Ende das, was wir mit aus diesem Leben nehmen. Das ist das, was bleibt. Unsere Seele besteht quasi aus Erfahrungen, aus Gefühlen, aus Seinszuständen.

Diese Erfahrungen sind es, die uns zeigen, was in uns wirkt. Diese Erfahrungen machen im Außen sichtbar, was wir tief in uns glauben. Diese Erfahrungen sind es, die uns auf verdrängte Gefühle aufmerksam machen. Diese Erfahrungen sind es, die uns zeigen, welchen Aspekt vom Leben wir noch nicht haben wollen. Wie könnten wir sie da verurteilen? Sie sind ein Teil von uns, unser Werk! Ein riesen Geschenk!

Wut, Ohnmacht, Angst, Scham, Schuld, Kleinheit, Wertlosigkeit, faul sein, schwach sein, unordentlich sein, all das darf sein. Es kettet sich nur an mich und nimmt mir die Freiheit, wenn ich es nicht da haben will, wenn ich mich dagegen wehre. Wer sagt, dass all das schlecht ist? Nicht sein darf? Das gehört alles zum Leben dazu!!!

Wenn ich es unterlasse, immer bestimmte Ergebnisse erzielen zu wollen und nur ganz bestimmte Ereignisse als richtig einstufe, wenn ich einfach nur die Erfahrung an sich machen möchte, wenn ich erkenne, dass Erfahrungen ein Produkt unserer Selbst sind und damit ganz viel sichtbar machen, dann ist das ein großer Schritt in Richtung loslassen und Leichtigkeit. Mir persönlich tat der sehr gut.


♥♥♥


So sah mein Weg in die Freiheit aus, so konnte ich nach und nach loslassen. Heute fühle ich mich im wahrsten Sinne des Wortes getragen, getragen vom Fluss des Lebens. Das alles war ein Prozess über mehrere Jahre und es gab immer wieder Phasen, da hatte ich die Schnauze ziemlich voll. Wenn zum hundersten Mal die Angst wieder anklopfte oder ich die zweihundertste hinderliche Überzeugung gefunden habe. Manchmal dachte ich, das alles würde nie enden. Und dennoch war da diese Sehnsucht in mir nach einem leichten Leben. Da war dieses tiefe Wissen, dass es anders gehen musste, als schwer. Daran habe ich festgehalten. Habe meinem tiefsten Gefühl vertraut und bin ihm gefolgt, bin meiner Seele gefolgt. Sie kennt den Weg tatsächlich.

Mir tut es unheimlich gut, meine Seele vorausgehen zu lassen. Sie weiß alles, was für mich für dieses Leben wichtig ist. Sie beschafft mir in jedem Moment die Erfahrungen, die für mich am wichtigsten sind, die ich brauche, um zurück zu mir zu finden. Ich habe sie zum Anführer erklärt und lass mich von ihr zur immer nächsthöheren Version meiner selbst leiten.

Das ist für mich Freiheit! Einfach ich sein können und meinen wahren Kern zum Ausdruck bringen. Das Leben sich entwickeln lassen, das fließen lassen können, was gerade fließen möchte, das anschauen, was sich mir gerade zeigt. Voller Vertrauen, dass alles genau richtig für mich ist, in jedem Moment!

Herzensgrüße von mir
Anja

Ohne Wurzeln, keine Flügel
Foto: Anja Reiche


Montag, 26. Oktober 2015

Für alle Kinderwunschmamas und Menschen mit unerfüllten Träumen

Ihr Lieben,

ich möchte euch heute ein ganz besonderes Buch empfehlen. Es ist für alle Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen und dieser Wunsch bisher nicht in Erfüllung ging. Die nicht mehr wissen, was sie noch tun könnten und die vielleicht auf all die Eingriffe und Torturen keine Lust mehr haben. Es ist für meine Begriffe für alle Männer, die ihre Kinderwunsch-Frauen besser verstehen wollen oder vielleicht selbst den unerfüllten Wunsch haben, Vater zu werden und sich dem Thema mal anders nähern wollen. Ich finde, es ist aber auch ein Buch für alle Menschen, die generell einen unerfüllten, sehnlichsten Wunsch haben.

Persönlich habe ich keinen Kinderwunsch und dennoch war das Buch ein riesen Geschenk für mich. Ich durfte es lesen, da war noch nicht einmal klar, dass es ein Buch werden würde. Diese Zeilen haben mich zu Tränen gerührt und damals auf der verzweifelten Suche nach meiner Berufung einen riesen Schritt weitergebracht. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass ich komplett und wertvoll bin, auch wenn sich ein großer Wunsch von mir (noch) nicht erfüllt hat. Es hat mir gezeigt, dass ich Geduld haben darf und alles dann kommt, wenn die Zeit dafür reif ist. Es hat mich daran erinnert, dass es manchmal auch ein Segen ist, wenn sich Wünsche nicht erfüllen, weil das, was ich so dringend will, vielleicht gar nicht mein Herzensweg ist, sondern nur vom Verstand gewünscht. Dieses Buch hat mir geholfen loszulassen und dem Leben zu vertrauen, darauf zu vertrauen, dass immer das zu mir kommt, was gerade das Beste für mich ist. Und es bestätigt mich wie so oft in meinem Glauben, dass wir alles schaffen können, wenn wir uns nur anschauen und heilen, was in uns wirkt, das uns von unserem Ziel abhält.

Die Autorin, eine junge, wunderbare Frau und ganz liebe Freundin von mir, hat sich ihrem Kinderwunsch einmal ganz anders und ungewöhnlich genähert. Sie hat sich damit auf geistiger Ebene auseinandergesetzt, hat mit ihrem Wunschkind auf Seelenebene Kontakt aufgenommen und mit ihm gesprochen. Die Erkenntnisse und Einsichten sind einfach nur berührend, wundervoll, warm und weich. Der Weg war weit und oft steinig, aber sie ist ihn mutig gegangen, hat sich alle Ängste angeschaut, alles Dunkle und alles, was blockierte, ohne zu wissen, ob ihr Wunschkind am Ende wirklich zu ihr kommen will. Sie hat sich geheilt.

Heute hat sie zusammen mit ihrem Mann eine süße, kleine Tochter!

In dem Buch erzählt sie mit viel Liebe ihre Geschichte. Illustriert hat die Autorin es mit eigenen Bildern. Eine wahre Kostbarkeit!

Ich wünsche euch ganz viel Freude beim Lesen. Gerne dürft ihr diesen Artikel teilen und das Buch denen empfehlen, von denen ihr glaubt, dass sie es gerade brauchen.

Hallo Sonnenschein - Hier spricht Mama!

Herzensgrüße von mir
Anja

PS: Hinterlasst mir gerne einen Kommentar, was das Buch euch bedeutet oder mit euch gemacht hat. Ich werde ihn gerne an die Autorin weiterleiten. Über eine Rezension im Internet würde sie sich auch bestimmt sehr freuen. Vielen lieben Dank schon jetzt! ♥

Das Buch - geschrieben und illustriert von Simone Schieber

Samstag, 17. Oktober 2015

Erholung, Reinigung, Aufbruch

Was für eine Zeit!!!

Lange habt ihr jetzt nichts mehr von mir gehört. Das liegt zum einen daran, dass ich Ende September in Urlaub gefahren bin und zum anderen daran, dass mich die Ereignisse total überrollt haben. Aber eins nach dem anderen...

Den Höhepunkt der Schwingungserhöhung und der Magnetfeldveränderung der Erde (Artikel hierzu findet ihr auf meiner Facebookseite wendungsReiche Kommunikation) habe ich mit meinem Partner in Senj, Kroatien verbracht. Eigentlich waren wir beide darauf aus, noch etwas Sonne zu tanken, bevor der Herbst Einzug hält. Und erst versprachen die Wetterprognosen genau das. Doch es sollte anders kommen. Wir hatten die Rechnung ohne die Bora gemacht. Fallwinde (eher Sturm) aus dem Gebirge, die plötzlich auftreten können, einen Temperatursturz mit sich bringen und sich tagelang in Orkanböen auslassen. Sie setzten ziemlich genau zu unserem Anreisetag ein. ;) Ich bin nur froh, dass ich so ein gutes Gefühl habe, irgendwie schon so etwas ahnte und viele dicke Klamotten eingepackt hatte. Da wir bei dieser Wetterlage kaum etwas machen konnnten, wurde der Urlaub kurzerhand zum Kuschel- und Megafaulenz-Urlaub umfunktioniert. Im nachhinein betrachtet war das genau das Richtige und perfekt, wie es war. Dicke Decke, Tee trinken, den Blick auf die aufgewühlte See genießen, nichts tun, dem Sturm lauschen, der um das Dach unserer Ferienwohnung fegte, lange schlafen, den Blutmond über dem Meer genießen, unzählige wunderschöne Sonnenuntergänge betrachten, Naturphänomene hautnah erleben. Wir waren beide so entspannt und uns so nahe wie selten zuvor. Ganz im Moment, völlig zufrieden und einfach nur glücklich. Nach diesen aufwühlenden Monaten und dem Endspurt im September war diese Erholung einfach nötig. Gut, dass die Natur hier eingegriffen hat und uns das perfekte Wetter dafür geliefert hat. ;)

Auf dem Rückweg von Kroatien nach Hause gab es noch einen Zwischenstop in meiner alten Heimat und da hatte ich dann seit über einem halben Jahr mal wieder einen Bauchkrampf. Nur kurz, aber er war da. Ich hatte mich seit langem mal wieder über meine Eltern geärgert und war wirklich erstaunt über beides. Über den Krampf und darüber, dass ich mich geärgert hatte. So bekam ich aber die Möglichkeit noch einmal ganz klar meine Grenzen zu ziehen und meinen Eltern zu sagen, wo diese Grenzen sind. Das tat gut UND es wurde tatsächlich akzeptiert. Auch eine eher neue Erfahrung. ;) (Wie ich die Beziehung zu meinen Eltern geheilt habe, findet ihr hier: Frieden mit den Eltern)

Und zu Hause ging es dann nochmal richtig los. Selten war ich so müde und erschöpft wie in den Tagen nach unserem Urlaub. Ich war zu nichts in der Lage, völlig platt und nur am Schlafen. Es fühlte sich an, wie wenn die Erholung im Urlaub noch nicht viel genug gewesen wäre. Wie wenn sich die Anstrengungen dieses doch sehr ereignisreichen Jahres nun bemerkbar machen und ihren Tribut fordern. Dann kam eine leichte Erkältung (ich hatte schon ewig keine mehr) und ich war weiterhin erschöpft und müde. Ich gab dem nach. Alles andere hätte keinen Sinn gehabt. ;)

Dann kam so ein leichtes Gerstenkorn am rechten Auge. Sowas hatte ich auch schon Jahre nicht mehr. Dann hat mein Konstitutionsmittel (einen ausführlichen Bericht meiner Selbstheilung findest du hier: Selbstheilung ist möglich - eine Erfolgsgeschichte) wieder 1 1/2 Tage Krämpfe und Bauchschmerzen für mich rausgeholt. Das hatte ich wie gesagt schon ein halbes Jahr nicht mehr. Danach hat mich unendliche Dankbarkeit überrollt, weil ich für die Heilung schon so viel Schmerz durchgestanden habe, um jetzt da zu sein, wo ich bin. Ich hab so geweint, als mir nochmal bewusst wurde, was ich alles schon durchgemacht habe, wie hart das manchmal war. Ich war einfach nur dankbar, dass ich diesen Weg gegangen bin und dass ich so mutig war. Generell überkam mich eine riesen Dankbarkeit für den unendlichen Überfluss, in dem wir leben, für dieses wunderbare Geschenk des Lebens, für diese Perfektion des Systems Universum. ♥

Direkt im Anschluss hat der Ausschlag wieder voll zugelegt (seelische Hintergründe findest du hier: Mein Ausschlag hat mich an meine Grenzen gebracht) und dann hab ich noch meine Tage bekommen. YEAH!!!! (Hier habe ich zum ersten Mal die freie Menstruation praktiziert, eine wunderbare Erfahrung. Dazu schreibe ich aber ein andermal mehr.) Bei all dem blieb mir kaum Zeit zum Luft holen. Gut, dass ich vorher schon so viel Schlaf und Erholung hatte, denn daran war da in der Phase nicht mehr zu denken.

Der Ausschlag ist seit gestern sehr auf dem Rückzug. Wieder hat mein altbewährtes homöopathisches Mittel geholfen. Ich habe immer wieder Kontakt mit meiner Haut aufgenommen und geschaut, ob da vielleicht doch noch ein Thema dahintersteckt, aber ich konnte nichts entdecken. Viel mehr bekam ich immer die Ansage, dass ich mal chillen soll und dass das alles schon so passt. Da war immer so ein friedliches, liebevolles und stimmiges Gefühl gewesen, wenn ich mit meiner Haut geredet habe. Es ist, wie es ist.

Ich kann noch nicht ganz fassen, dass mich das jetzt alles überrollt hat, da ich eigentlich das Gefühl hatte, dass der Oktober ruhiger wird. Hinsichtlich emotionalem Schmerz und alten Themen ist er das auch. Anscheinend hat aber mein Körper jede denkbare Möglichkeit zur Reinigung genutzt. Und es fühlte sich so an, als ob er sich auf die neue Schwingung einstellt. Wie eine Phase der Pubertät, in der erstmal alles wieder neu sortiert werden muss, Altes rausgeworfen wird und Platz für Neues gemacht wird. Und dann bist du plötzlich von heute auf morgen ein neuer Mensch, weißt wieder wo es lang geht, wer du bist, hast wieder Energie.

Tatsächlich bin ich heute morgen aufgewacht und hatte seit langem mal wieder richtig Energie und Lust, etwas zu machen. Neue Klarheit, neuer Tatendrang, ein neuer Aufbruch.

Ich habe über die Monate einen langen, steilen Berg erklommen, musste mich nach den Strapazen erholen, mich an die Höhenluft gewöhnen und nun liegt eine wunderbare, weite Ebene vor mir, die leuchtet und einladend da liegt, mir neue Abenteuer und Möglichkeiten zur Entfaltung und Selbstverwirklichung verspricht. Ein großer Schritt ist getan, ein riesengroßer Schritt. Ich habe so viel alten Ballast hinter mir gelassen, meine Schatten mit Licht erfüllt, meine Wunden mit Liebe versorgt. Ich bin heil und ganz und vollständig und nun kommt ein neuer Abschnitt, ein neuer Weg voller Wunder, Leichtigkeit, Freude und Ich-Sein, voller Selbstausdruck und mich erleben können, mich an mir erfreuen können und über mich hinaus wachsen. Ein Abschnitt auf den ich so lange hingearbeitet habe. Der Anfang der Unendlichkeit, der Anfang des Ausdruckes meines wahren Wesens!

Wie ich dieses Leben liebe!!!!!!!



Foto: Anja Reiche


Mittwoch, 23. September 2015

Die Transformation hält an...

Es ist einfach unfassbar, was dieser Tage passiert. Vor allem in mir. Die Emotionen fahren nach wie vor Achterbahn. Im einen Moment bin ich voller Energie und Tatendrang, im nächsten Moment möchte ich nur noch schlafen und bin total erschöpft. Ich weine oft plötzlich, weil ich von unsagbarer Dankbarkeit erfasst bin, weil ich fühle, dass eine dunkle, schwere Zeit zu Ende geht, weil ich merke, dass ich "es" geschafft habe. Geschafft, in die Freiheit zu gehen, in die Bewusstheit, alle alten Wunden entdeckt und geheilt zu haben. Dann muss ich wieder weinen, weil ich so ergriffen davon bin, diese Heilung zu erfahren. Ich spüre, dass Energien an mir arbeiten. Mögen es Engel sein oder andere Wesen. Sie arbeiten in meinem Energiefeld, heilen, heben die Schwingung an, ziehen alles Alte, Dunkle, Schwere noch heraus, die letzten Reste, sie verbrennen in einer wunderbaren Energiekugel und ich kann es spüren, kann zusehen. Mein drittes Auge wurde nochmal extrem weiter geöffnet, Energieströme jagen durch meine Chakren. Ein Schauer nach dem anderen lässt meinen Körper beben, manchmal bekomme ich kaum Luft so heftig und hochschwingend ist diese Energie und das, was mir da zufließt, das, was da gerade mit mir passiert. Es fühlt sich an wie eine Umprogrammierung, wie neue Synapsen die entstehen, verknüpft werden, Energieanhebung in großem Maße, wie eine Vorbereitung auf etwas Großartiges und Wunderbares. Es fühlt sich an, wie eine einzige, andauernde Explosion. Die Träume sind ähnlich heilend und von großer Veränderung geprägt. Ich kann mich morgens zwar kaum an das erinnern, was ich geträumt habe, aber ich erwache mit einem Gefühl, dass wieder etwas Bedeutendes passiert ist, etwas Wichtiges. Und jetzt könnte ich schon wieder weinen, weil das alles so großartig ist, so unbeschreiblich schön und einzigartig. Ich könnte die ganze Welt umarmen, so wunderbar ist das alles.

Die Tage hat sich der Hautausschlag wieder gezeigt, den ich im Juli so heftig hatte. Hat er mich damals noch an meine Grenzen gebracht und alte Wunden hochgeholt, war es diesmal so, dass ich wusste, er dient der Reinigung und Transformation. Er war nicht ganz so heftig, aber dennoch schon ziemlich ausgeprägt und unangenehm. Dennoch war er von ganz anderen Emotionen begleitet. Eher Erleichterung und das Wissen, dass da noch alte Reste ihren Weg nach draußen suchen. Bei dem Gedanken, das homöopathische Mittel von damals wieder zu nehmen, musste ich erneut weinen, weil ich diese Erleichterung und Befreiung, die mit der Heilung einherging, schon bei dem bloßen Gedanken an das Mittel spüren konnte. Auch hier ging/geht etwas zu Ende, endgültig und das ist auch gut so.

All diese wundersamen Dinge, die gerade in mir, in meinem Energiefeld und im Universum vor sich gehen, möchte ich ganz bewusst erleben und so nehme ich mir viel Zeit für mich, um in mich reinzuspüren und wahrzunehmen, was gerade geschieht, um alles fließen zu lassen, was gerade fließen will. Alles darf da sein, alles hat seine Berechtigung. Ich will dabei sein und dieses große Geschenk entgegennehmen. Ich glaube, dass meine Seele das von langer Hand geplant hat und mich all die Jahre auf genau diese allumfassende Transformationswelle vorbereitet hat. Und ich bin einfach nur dankbar!

Gefühlt hält dieser enorme Umbruch und Wandel noch bis Ende September an, dann komme ich (wir?) in ruhigere Fahrwasser und ganz viel Neues wird sich zeigen. Neue Impulse, neue Ideen, neue Kontakte, neuer Tatendrang und alles wird einfach gehen. Ich spüre die Leichtigkeit, Freude und Lichtigkeit im Tun und Sein nach dieser Transformationswelle jetzt schon. Die Ruhe nach dem Sturm.

Um mich herum ergeht es ganz vielen ähnlich wie mir. Grippe, Unfälle, die zur Auszeit zwingen, Erschöpfung, wunderbare Erlebnisse in Meditationen, Begegnungen mit der geistigen Welt, einfach eine Achterbahnfahrt, ein Wandel und Reinigung. Ich würde mich total freuen, wenn ihr mir hier einen Kommentar hinterlasst und mir schreibt, wir ihr diese Transformation gerade erlebt, was in euch vorgeht, wie es euch generell ergeht, wie ihr es erlebt, welche Symptome der Körper zeigt und wie ihr damit umgeht. Lasst uns unsere Vielfalt sammeln und uns gegenseitig bereichern!

Ich danke euch schon jetzt und wünsche euch eine WUNDERbare Wandlung!

Herzensgrüße von mir
Anja

Wir werden in neuem Glanz erblühen!
Foto: Anja Reiche



Montag, 14. September 2015

Es triggert und triggert

Dass der September in Sachen Transformation nochmal einen Zacken zulegt, war mir klar. Ich habe es gefühlt und gewusst. Wie sich das zeigen wird und was da noch so alles gesehen werden möchte, fließen möchte, wusste ich nicht und ich bin tatsächlich überrascht, was sich das Leben so ausdenkt, damit man an seine alten Gefühle und Themen rankommt.

Mein Gefühl sagt mir, dass ich mich gerade im Endspurt befinde. Es ist wie die Generalreinigung einer Wohnung kurz vor der Endabnahme. Da wird wirklich in den hintersten Winkeln geschaut, gesaugt, gewischt, geputzt. Sogar Möbel werden verrückt, um selbst dahinter die Spinnweben und Wollmäuse zu entfernen, was man ja in der Regel nicht bei jedem Putzgang macht. (Also ich zumindest nicht ;) ) Alles soll picobello sein und alle "Altlasten" entfernt. Der allerletzte angetrocknete Schmutz wird aufgeweicht und entfernt, damit wirklich alles Alte endlich aufgelöst, gereinigt, transformiert ist und endlich Platz für neue Entfaltung. So fühlt es sich für mich gerade an. Ich glaube, dass viele gerade in einer ähnlichen Phase sind. Die Menschheit erwacht immer mehr. Und wie gesagt, das Leben ist tatsächlich unfassbar kreativ dabei, auf den alten angetrockneten Dreck aufmerksam zu machen. Davon erzähle ich...

Da war z. B. wieder meine Schlangenphobie, ausgelöst durch ein simples Bild in einem Reiseführer von Kroatien und dem Hinweis, dass es da wohl die ein oder andere Giftschlange gibt. Zack! Da war sie wieder diese Angst, diese Lähmung, diese Ohnmacht. Das Thema Schlangen begleitet mich schon sehr lange. Ganz oft hatte ich Träume von Schlangen. Schlangen, die mich bissen, dass ich vom im Traum empfundenen Schmerz wach wurde und das Körperteil noch Minuten nach dem wach werden tatsächlich schmerzte. Schlangen, die den ganzen Boden im Traum bedeckten und es kein Fleckchen mehr gab, an das ich treten konnte. Schlangen hier, Schlangen da. In der freien Wildbahn hatte ich noch nie Kontakt mit diesen posierlichen Tierchen und dennoch ist da diese Angst. Diese Angst habe ich mir angeschaut, immer und immer wieder in Meditationen. Welch Überraschung, dass meine Angst in diesen Meditationen die Gestalt einer Schlange annahm, mit der ich eins ums andere Mal redete und Freundschaft mir ihr schloss. Irgenwann übergab mich die Schlange der Angst, dem Adler des Vertrauens. Mit dem musste ich auch erst einmal Freundschaft schließen, war ich es doch nicht gewöhnt, einfach Vertrauen zu haben. So ging ich dieses Thema an und kam gut vorran. Die Angst wurde immer weniger, das Vertrauen immer mehr. Und dann dieses Bild in diesem Reiseführer. Ich stellte mich wieder dem Thema und all den Gefühlen, die dazu hochkamen. Ich ging komplett in die Angst, in die Ohnmacht, in die Vorstellung, wie es mir gehen würde, wenn mir tatsächlich eine Schlange begegnen würde. Ich ließ mich fortspülen von all den unangenehmen Emotionen und ging bejahend durch, weinte, fürchtete, ließ mich lähmen. Ich sah der Schlange mutig entgegen, sah sie, fies, hinterhältig, unberechenbar, angriffslustig, böse, willkürlich. Ich schrieb alles auf, was ich mit Schlangen verbinde, was sie in mir auslösen und ließ es zu, gestand es mir zu, all diese Eigenschaften auch an mir haben zu dürfen. Das dauerte einige Stunden und dann kehrte wieder Ruhe ein, Frieden. Wenn ich jetzt an Schlangen denke, kann ich ruhig bleiben. Es hat sich entspannt. Gefühlt könnte ich jetzt wirklich einer in freier Wildbahn begegnen und würde es aushalten, sehen, ob da wieder was hochkommen würde, ruhig bleiben, bei mir bleiben, beobachten. Gefühlt... man weiß ja nie. Aber es ist wieder ein guter Schwung alte Emotion, angetrockneter Schmutz gegangen. Das tut gut.

Dann war da diese seltsame Begegnung mit einem gefakten Ausschlag. Auf Facebook habe ich schon öfter diese Fotos gesehen von einem wirklich widerlichen Hautausschlag. Jedes Mal habe ich schnell weitergescrollt, weil die Bilder gar so eklig waren und sie schnell wieder vergessen. Nicht so vor ein paar Tagen. Wieder hab ich ein solches Foto gesehen, wieder habe ich schnell weitergescrollt, aber ich konnte dieses Bild nicht mehr vergessen. Ich wurde es einfach nicht mehr los. Es war wie eingebrannt und löste ganz seltsame Emotionen in mir aus. Es fühlte sich an, wie wenn ich diesen Ausschlag wirklich hätte. Ich konnte ihn fühlen, riechen, schon fast schmecken. Er war mir so nah, klebte an mir und war überall. Alles schien mich an ihn zu erinnnern. Egal, wo ich hinsah, was ich tat, alles rief diese fiesen Fotos wieder ins Gedächtnis. Ich entschied mich dafür, auch diesen komischen Emotionen und Erscheinungen zu begegnen, mich ihnen zu stellen und zu schauen, was das alles mit mir zu tun hatte. Also googelte ich mutig diesen Ausschlag, konnte erst nichts finden, nur um dann festzustellen, dass sich hier jemand einen üblen Scherz erlaubt hat und diesen Ausschlag mit Photoshop kreiert hat. Ich hätte erleichert sein können, das ganze vergessen können, aber es ging nicht. Da kam eine unsagbare Wut hoch. Der Ausschlag, den es eigentlich nicht gibt, verfolgte mich immer noch. Zeitweise dachte ich schon, ich werde verrückt, habe Verfolgungswahn oder Wahnvorstellungen. Auch das ließ ich alles zu. Die Zeiten sind generell eben gerade heftig. Was nützt es, sich dagegen zu wehren. Also ließ ich mich wieder mitten hineinfallen in die Wut, in den Ekel, in die Bilder des Ausschlages. Ich schaute hin und ging durch. Die Wut war so heftig, dass ich wieder und wieder mit Kissen auf das Sofa drosch und schrie, bis der Hals weh tat. (Das tue ich öfter und es ist sooo befreiend!) Dann sah ich Bilder von meinem inneren Kind, das tobte und schrie, um sich schlug, weinte und nicht mehr wollte, dass man seine Grenzen überschritt. Ich ließ es toben, sah ihm zu und als es ruhiger wurde, nahm ich es in den Arm und sagte ihm, dass niemand mehr seine Grenzen überschreiten würde, weil ich nun dafür sorgen würde, dass unsere Grenzen gewahrt werden. Die Haut ist eine Grenze und bei einem Ausschlag, den ich tatsächlich im Juli hatte, wurde mir bewusst, wie oft meine Grenzen als Kind überschritten wurden, meine Persönlichkeit keinen Platz hatte, ich mich verbiegen musste, anpassen. Auch da floss schon viel alter Schmerz. Anscheinend war noch etwas übrig und das wurde nun durch dieses "dämliche" Photoshopprodukt wieder angetriggert. Und ich ging noch einmal in den Schmerz und durch ihn hindurch, heilte mein inneres Kind wieder ein Stück mehr, ließ wieder ein Stück mehr angetrockneten Dreck los (um im Bild des Wohnungsputzes zu bleiben). Jetzt kann ich über diese Fotos von dem Ausschlag schon fast lachen und kann dem ganzen eine gewisse Kreativität zugestehen. Wer hätte gedacht, dass das sowas mit mir macht... Puh!!!

Und dann war da vorhin eine Diskussion mit meinem Partner. Wir hatten unterschiedliche Ansichten und er weigerte sich strikt, sich auch nur ansatzweise in meinen Blickwinkel zu versetzen. Alles, was ich sagte, wurde von ihm überhört und er beharrte weiterhin auf seine Meinung, wie wenn ich nichts gesagt hätte. Ich wurde total wütend und kreidete ihm an, dass er mich nicht verstehen wollte, meine Meinung nicht akzeptieren wollte. Es war, als ob ich gegen eine Wand reden würde, nicht zu ihm durchdringen würde. Wut und Ohnmacht machten sich wieder breit und irgendwann fiel bei mir der Groschen. So habe ich mich als Kind ganz oft gefühlt in Diskussionen mit meiner Mama. Sie hatte ihre Sicht und wich auf Biegen und Brechen keinen Millimeter davon ab, egal was ich sagte, egal welche Argumente ich vorbrachte, egal, was ich wollte. Es wurde nicht gehört, nicht akzeptiert, sondern immer nur dagegen geredet. Kein Anzeichen von Verständnis für meine Sicht. Ich hätte es noch nicht einmal gebraucht, dass sie mir recht gegeben hätte, sondern einfach nur ein Signal, dass sie meine Sicht verstehen kann. Das gab es nie und in diese Lage fühlte ich mich durch diese Diskussion mit meinem Partner zurückversetzt. Er holte nur das hervor, was eh schon in mir war. Das innere Kind übernahm einmal mehr die Zügel und zeigte mir eine alte Wunde. Von meiner Mama möchte und brauche ich heute nicht mehr verstanden werden. Davon habe ich mich gelöst und akzeptiert, dass es anders sein darf. Anscheinend fordere ich aber manchmal dieses verstanden werden von anderen. Das ist mir nun bewusst und ich kann anders handeln, mich dem stellen und es auflösen. Auch hier kann ich mein inneres Kind nun selbst befriedigen und mit dem versorgen, was es damals nicht bekommen hat.

Das alles ist in nur wenigen Tagen in diesem September passiert. Aus meiner Sicht ist der Höhepunkt noch nicht erreicht. Ich fühle, dass es sich bis Ende September noch zuspitzen wird und alles aufgewirbelt wird, was noch nach Heilung verlangt. Es ist manchmal echt anstrengend, geht Schlag auf Schlag und ich bin viel müde, brauche viel Schlaf, viel Zeit für mich. Das gönne ich mir. Manchmal hatte ich das Gefühl, mich zu verlieren, daran zu zerbrechen, den Schmerz nicht aushalten zu können, aber es geht. Es sind "nur" Emotionen. Sie können uns nicht umbringen, während wir sie fühlen. Sie können uns über kurz oder lang nur umbringen, wenn wir sie nicht fühlen wollen. Also habt Mut!

Ich weiß, dass es ein danach gibt und das wird wunderbar. Mit jeder alten Emotion, die ins Fließen kommt, mit jeder Wunde, die mir bewusst wird und die ich heilen kann, werde ich freier und noch mehr ich, lege ich wieder eine Schicht von dem ab, was ich nicht mehr bin oder nie war. Und irgenwann habe ich alles abgelegt und bin komplett frei, nur noch ich und kann mich entfalten.

Ich vergleiche es mit einer Blumenzwiebel. Sie ist lange in der dunklen, feuchten Erde, sieht kein Licht und ist scheinbar abgeschnitten vom Leben. Aber in der Zwiebel arbeitet es. Da entwickelt sich was und irgendwann gibt es diesen Sproß, der langsam wächst, Schicht für Schicht der Zwiebel hinter sich lässt, sie durchbricht und sich seinen Weg ans Licht sucht. Auf diesem Weg sind wir gerade. Und bald haben wir die Oberfläche erreicht, das Licht, die Wärme und dann können wir uns entfalten, wachsen und uns zu unserer ganzen Pracht empor heben, uns erheben und unsere Schönheit zum Ausdruck bringen! Und während der ganzen Zeit werden wir von dieser Zwiebel aus der Dunkelheit genährt, sie ist unsere Basis, sie gehört zu uns und ohne sie könnte wir nicht leben, wären wir nicht das, was wir sind.

Ich bitte euch, auch wenn es gerade wirklich heftig ist und anstrengend und auch wenn es noch zunimmt und immer verrückter zu werden scheint, nutzt die Chancen, die sich euch im Moment in Form von Konflikten, Krankheiten und Problemen zeigen. Schiebt sie nicht weg als Schicksal oder Pech. Schaut euch an, was das alles mit euch zu tun hat, wo euer Anteil liegt, warum euch das gerade widerfährt, was noch geheilt werden will. Alles, was gerade zwickt, ist die Möglichkeit noch mehr du selbst zu werden, wieder eine Schicht abzulegen, wieder eine Wunde zu heilen und endlich ans Licht zu kommen.

Ich wünsche euch ganz viel Kraft!

Herzensgrüße von mir
Anja


Wie schön es ist, dass immer mehr ans Licht kommen...
Foto: Anja Reiche

Sonntag, 6. September 2015

Schwach sein dürfen, du sein dürfen

Am Freitag hatte ich wieder eine wunderbare Seelenbotschaft zu übermitteln. Der Klient leidet ihm Moment sehr unter Krämpfen in der Muskulatur von Armen und Beinen, im Oberkörper und manchmal im Unterkiefer. Erschöpfung und extremes Schwitzen macht sich ebenfalls bemerkbar. Er ist des öfteren nicht mehr in der Lage, seiner körperlich sehr anstrengenden Arbeit nachzugehen, was ihm sehr zu schaffen macht. Daher suchte er meinen Rat und wollte gerne wissen, was denn hinter all dem stecken könnte, was seine Seele ihm damit sagen will, was gerade gesehen werden will. Und wie sich herausstellte, gibt es da einiges, auf das die Seele hinweisen will.

Heute bekam ich das Gefühl, dass diese Seelenbotschaft nicht nur wichtig für den Klienten ist, sondern wieder ein Thema ist, das im Moment viele beschäftigt und drückt. Mein Klient sieht das auch so. Folglich habe ich von ihm die Erlaubnis zur Veröffentlichung bekommen. Danke dafür! ♥ Selbstverständlich wurde der Name ausgetauscht.   

Als ich mich also am letzten Freitag in die Energie meines Klienten einfühlte bezüglich seiner Beschwerden und seiner Seele begegnete, nahm ich folgendes wahr:

>>Ich fühle eine tiefe Traurigkeit und einen großen Drang zu weinen, all den Schmerz aus Kindertagen einfach mal rauszulassen und in Form von Tränen fließen zu lassen. Dein inneres Kind hat so viel gelitten, so viel Schmerz erlebt, wurde so oft so tief verletzt. Es sehnt sich unheimlich nach Liebe und einfach so sein dürfen, wie es eben ist. Es möchte keine Erwartungen mehr erfüllen, es möchte nicht mehr stark sein. Es will einfach schwach sein dürfen, keine Bedürfnisse anderer mehr befriedigen müssen, keine Ansprüche und Anforderungen mehr erfüllen. Dein inneres Kind möchte all den Zwang endlich loslassen und sich ganz erschöpft ausruhen, sich einfach hinlegen und schlafen, sich erholen von all den Strapazen. Mir laufen die Tränen und ich glaube, dass es nicht meine Tränen sind. Ich spüre deinen Schmerz, der ganz tief unten in deiner Seele vergraben wurde, weil du glaubtest, nicht mehr in der Lage zu sein, auch nur noch einen Funken von diesem Schmerz je aushalten zu können. Lass ihn zu und lass ihn fließen. Geh da nochmal ganz bewusst durch und befreie dich ein für allemal davon. Du bist jetzt erwachsen und er wird dich nicht umbringen. Es wird nochmal weh tun, ja, aber dann kann auch die Heilung einsetzen und du bist endlich davon befreit. Ich weine für dich mit. Gefühlt bin ich gerade Katalysator für dich und ich bin es gerne, nehme dir etwas von deinem Schmerz, so ich es kann. Ich bitte dich inständig, erlaube dir, schwach zu sein. Du kannst dir, deinem Körper und deinem inneren Kind keinen größeren Gefallen tun, als dir das jetzt zu erlauben und diese Schwäche zu leben. Definiere dich nicht über dein Tun und deine Leistung. Du bist ein wertvoller Mensch, einfach nur weil du bist. Du musst nichts bestimmtes leisten, du musst nicht besonders stark und hart sein. Ganz im Gegenteil! Sei einfach und erlaube dir von allem auch das Gegenteil. Gib dir Raum für Weichheit, lass deine so stark gemauerten Schutzwälle fallen, komm dahinter hervor und trete in das Licht, in die Wärme, in die Sonne. Das Leben meint es gut mit dir und deine heftige Kindheit muss dich nicht mehr länger einschränken. Erkenne, dass du ein machtvoller Schöpfer bist, ein wunderbares geistiges Wesen in einem menschlichen Körper. Die Seele nährt sich nicht durchs Tun, sie nährt sich durch Seinszustände. Komm aus dem ständigen Tun heraus und komme ins Sein. Finde den wahren Wert in dir selbst, finde deine wahre Stärke darin, dass du dir auch erlauben kannst, schwach zu sein. Im Leben gibt es von allem auch das Gegenteil und du hast die Stärke lange genug in den Vordergrund gestellt. Das Leben sucht jetzt den Ausgleich und zwingt dich, nun auch die Schwäche anzuerkennen, zu leben und zu lieben. Dein Körper kann und möchte nicht mehr ständig nur leisten und ackern. Du wirst deswegen nicht in der Gosse landen, du wirst vielmehr zu wahrer Stärke kommen, wenn du die Schwäche annimmst. Alles, was du ablehnst, dem gibst du Raum und Energie und ziehst es noch mehr in dein Leben. Umso weniger du die Schwäche an dir haben möchtest, umso deutlicher wird sie sich zeigen und dich immer wieder und jedes Mal vehementer darum bitten, dass du sie endlich annehmen mögest. Wenn du wirklich zu deiner wahren Macht und Größe kommen willst, dann führt dich der Weg durch die Schwäche hindurch und nicht außen herum.

Wenn du das tust, dann sehe ich dein inneres Kind vor mir, das nun absolut erleichtert ist, befreit. Es steht vor mir und kann sein Glück kaum fassen, das Herz zerspringt ihm fast vor Freude. Es ist endlich frei. Es darf endlich Leichtigkeit erleben, genießen, spielen, toben, unlogisch sein, unvernünftig sein, verrückt und ausgelassen. Es springt im Kreis und jubelt, weint vor Freude und Liebe zum Leben. Es hat immer gewusst, dass das nicht alles sein kann in diesem Leben und nun wurde seine tiefste Hoffnung und sein größter Wunsch, seine größte Sehnsucht endlich wahr.

Botschaft von deiner Seele:
„Lass los, Sven! Atme tief durch, lass dich fallen! Das Leben wird dich fangen und dir kann nichts geschehen, außer das größte Glück auf Erden. Vertraue, nicht deinen leiblichen Eltern, sondern dem Leben, dir, Mutter Erde, Vater Gott. Sie sind deine wahren Eltern und sie meinen es gut mit dir, sie wollen wirklich dein Bestes. Du hast einen Platz hier auf dieser Welt, eine Heimat, ein zu Hause, in dir! Schlage wieder Wurzeln, lasse sie gedanklich aus deinen Füßen tief in die Erde wachsen, spüre, wie viel Halt sie dir geben, wie sie dich versorgen, mit allem, was du brauchst. Fühle, wie sicher sie sind, wenn der Wind weht. Stelle dir vor, aus deinem Kopf wachsen Äste in den Himmel. Sie verbinden dich mit Gott, mit deinem höheren Selbst, mit all den Geistwesen und Engeln, die nur dafür da sind, dir zu helfen, dir deinen Weg zu weisen. Diese Wurzeln und diese Äste, sind deine wahre Verbindung zum Leben. Niemand kann dir diesen Halt, diese Verbindung, diese Heimat, diesen deinen Platz nehmen. Du bist hier erwünscht, du wirst hier gebraucht mit allem, was dich ausmacht, mit allen Wunden, mit allen Schwächen, mit allen Stärken. Du darfst hier alles sein, auch schwach. Du magst das noch nicht oft und von nicht sehr vielen gehört haben, aber du bist auch geliebt. Das Leben liebt dich, ich, deine Seele, liebe dich! Du bist hier her gekommen, um all diese negativen Erfahrungen zu machen und dich dann daraus zu befreien. Und du kannst das. Du hast dich für dieses Leben dazu entschieden. Es ist an der Zeit! Ich liebe dich und ich bin immer für dich da. Ich kenne den Weg. Vertraue mir, lass mich vorangehen und dir wird nichts geschehen. Ich führe dich in deine Größe!“<<

Die Krämpfe und Beschwerden zeigen also an, dass das schwach sein dürfen und einfach so sein dürfen, keinen Raum bekommt. Bisher war die Anstrengung Pflicht, körperlich wie psychisch. Es musste geleistet werden, egal auf welcher Ebene. Tatsächlich ist es so, dass Sven sich unheimlich schämt, nicht mehr wie gewohnt anpacken zu können. Er fühlt sich nicht mehr wertvoll. Seine Seele weist ihn nun in Form dieser körperlichen Symptome darauf hin, dass genau diese Schwäche endlich Platz braucht und gelebt werden will. Das extreme Schwitzen mag anzeigen, dass etwas Fließen will - alter Schmerz. Der Körper ist nun mal ein zuverlässiger Indikator für unsere seelischen Themen. Wir dürfen wieder lernen, seine Sprache zu verstehen.

Gerade Schwäche können sehr viele nicht gut aushalten. Wir sind es gewohnt, dass der Körper, ist er einmal krank, so schnell wie möglich wieder leistungsfähig gemacht wird. Krank sein, schwach sein, sich Zeit für Heilung nehmen, schauen, was der Körper einem sagen möchte, das alles hat in unserer westlichen Kultur sehr wenig Raum und findet nur wenig Anerkennung. Viel mehr wird es von den meisten verurteilt und abgestempelt.

Ich möchte behaupten, dass ein Großteil von uns leistungsorientiert erzogen wurde und Liebe nur im Austausch für bestimmte Gegenleistungen bekam. Wir wurden nur geliebt und bekamen Anerkennung, wenn wir bestimmtes taten, bestimmte Verhaltensweisen an den Tag legten, brav waren, ordentlich, fleißig, vernünftig. Wir lernten, dass wir nicht geliebt werden, wenn wir so sind wie wir eben sind, sondern nur, wenn wir so sind, wie andere uns haben wollen. Das alles ist extrem anstrengend und vor allem unnatürlich. Das Tun und die Ansprüche anderer erfüllen, steht für viele im Vordergrund, doch durch das Tun werden wir nicht glücklich. Das Glück ist ein Seinszustand. Erst, wenn wir glücklich SIND und zwar so wie wir sind, können wir entsprechende Dinge TUN, die dieses Glück und unser Sein ausdrücken und widerspiegeln. Durch das TUN alleine werden wir nie ins SEIN  und zu uns kommen. 

Erlaubt es euch, schwach sein zu dürfen! Erlaubt es euch, ihr selbst sein zu dürfen! Heilt die alten Wunden von damals, die Ablehnung, die Verletzungen durch Maßregelungen und nehmt alles an, was einst keinen Platz hatte, was nicht sein durfte und verurteilt wurde. 

Der wahre Weg in die eigene Stärke und Größe führt durch die Schwäche hindurch, durch alles hindurch, was ihr nicht sein wollt, nicht sein durftet, und nicht außen herum!

Herzensgrüße von mir!
Anja

Der Baum lässt im Herbst los, lässt Schwäche zu, damit er im Frühjahr wieder stark sein kann.
Foto: Anja Reiche